Bischof Voderholzer gegen Frauenweihe und „Neuerfindung“ der Kirche

Der Regensburger Bischof sprach in Heiligenkreuz über Laienberufung.

Vor wenigen Tagen wurde seine erneute Berufung zum Mitglied der vatikanischen Glaubenskongregation bekannt gegeben, nun sprach der Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer zum Apostolat der Laien – und erteilte der Weihe von Frauen eine klare Absage.

Regensburg/Heiligenkreuz – 12.05.2019

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer sieht keine Möglichkeit der Weihe von Frauen in der katholischen Kirche. „Es führt uns keinen Millimeter weiter, wenn wir uns die Geschichte der Kirche zurechtbasteln, um uns dann am Ende etwa ein Frauenpriestertum zu genehmigen“, sagte Voderholzer laut der diözesanen Internetseite am Samstag an der Hochschule Papst Benedikt XVI. in Heiligenkreuz bei Wien.

Dort sprach der Bischof demnach bei einem Symposium über die Frage der Laienberufung. Christus habe sehr bewusst mit Blick auf die innere Logik des priesterlichen Dienstes einen Kreis von Männern ausgewählt und ihnen die apostolischen Vollmachten übertragen.

„Das war keine Rücksicht auf seine Zeit. Im Gegenteil“, ergänzte Voderholzer. Christus habe im Gegensatz zu fast allen Kulturen seiner Zeit, die weibliches Priestertum in den unterschiedlichsten Formen gekannt hätten, entschieden. Die Kirche habe kein Recht, von dieser Vorgabe abzuweichen. „Die Diakonissen erfüllten eben keinen apostolischen Dienst. Sie trugen kein Weiheamt.“ Im Übrigen hätten Gemeinde- und Pastoralreferentinnen heute weit mehr Kompetenzen als die altkirchlichen Diakonissen.

Pflicht der Bischöfe, „Glaubensgut rein weiterzugeben“

Zum von den deutschen Bischöfen geplanten „synodalen Weg“ erklärte Voderholzer: „Ein synodaler Prozess, der meint, vor allem die Kirche neu erfinden zu sollen, beschreitet einen Weg der Zerstörung. Er zerspaltet die Christen, er zerstückelt die Kirche, er beschädigt letztlich auch unsere Gesellschaft und belastet auch die evangelischen Glaubensgemeinschaften.“

Die Pflicht des bischöflichen Dienstes komme sehr konkret im Weiheversprechen zum Ausdruck, fügte Voderholzer hinzu. „Der Bischof gelobt unter anderem, das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut rein und unverkürzt weiterzugeben.“ Damit habe er eine persönliche Verpflichtung übernommen. Kein Gremium, kein Komitee und keine Synode könne diese personale Verbindlichkeit ersetzen.

Es gehe darum, dass sich alle Beteiligten des „synodalen Weges“ ihrer je eigenen Berufung vergewisserten. Der Erneuerungsweg der Kirche gelinge, „wenn wir uns um Heiligkeit bemühen. Nicht Mehrheit, sondern Heiligkeit, das muss unser Ziel sein.“ Er warne vor einer Klerikalisierung der Laien und einer Laisierung der Kleriker, so Voderholzer weiter. (KNA)

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Quelle

PAPST BENEDIKT XVI.: STEPHANUS – DIAKON – PROTO-MÄRTYRER

BENEDIKT XVI.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 10. Januar 2007

Liebe Brüder und Schwestern!

Nach den Festtagen kehren wir zu unseren Katechesen zurück. Ich hatte mit euch über die Gestalten der zwölf Apostel und des hl. Paulus meditiert. Danach haben wir begonnen, über weitere Gestalten der entstehenden Kirche nachzudenken, und so wollen wir heute bei der Person des hl. Stephanus verweilen, dessen Fest die Kirche am Tag nach Weihnachten begeht. Der hl. Stephanus ist die repräsentativste Figur innerhalb einer Gruppe von sieben Gefährten. Die Überlieferung sieht in dieser Gruppe den Keim des künftigen »Diakonen«-Amtes, auch wenn man feststellen muß, daß diese Bezeichnung in der Apostelgeschichte nicht vorkommt. Die Bedeutung des Stephanus ergibt sich auf jeden Fall daraus, daß ihm Lukas in diesem seinem wichtigen Buch zwei ganze Kapitel widmet.

Der Bericht des Lukas beginnt mit der Feststellung einer in der Urkirche von Jerusalem verbreiteten Untereinteilung: Diese Kirche setzte sich zur Gänze aus Christen jüdischer Herkunft zusammen, von denen aber manche aus den Gebieten Israels stammten und »Hebräer« genannt wurden, während andere Angehörige des alttestamentlich- jüdischen Glaubens aus der griechischsprachigen Diaspora kamen und »Hellenisten « genannt wurden. Das Problem, das sich abzuzeichnen begann, war folgendes: Die Bedürftigsten unter den Hellenisten, besonders die Witwen, die ohne jede soziale Unterstützung waren, liefen Gefahr, bei der Hilfe für die tägliche Versorgung übergangen zu werden. Um diese Schwierigkeit zu beheben, beschlossen die Apostel, sich das Gebet und den Dienst am Wort als ihre zentrale Aufgabe vorzubehalten und »sieben Männer von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit « zu beauftragen, die Aufgabe der Versorgung (Apg 6,2–4), also den karitativen Sozialdienst, zu übernehmen. Zu diesem Zweck wählten die Jünger, wie Lukas schreibt, auf Weisung der Apostel sieben Männer. Wir kennen auch ihre Namen. Sie lauten: »Stephanus, ein Mann, erfüllt vom Glauben und vom Heiligen Geist, ferner Philippus und Prochorus, Nikanor und Timon, Parmenas und Nikolaus… Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese beteten und legten ihnen die Hände auf« (Apg 6,5–6).

Der Gestus der Handauflegung kann verschiedene Bedeutungen haben. Im Alten Testament bedeutet er vor allem die Übertragung eines wichtigen Amtes, wie es Mose mit Josua machte (vgl. Num 27,18–23), als er ihn auf diese Weise zu seinem Nachfolger bestimmte. Auf dieser Linie wird auch die Kirche von Antiochien von diesem Gestus Gebrauch machen, um Paulus und Barnabas in die Mission zu den Völkern der Welt zu entsenden (vgl. Apg 13,3). Auf eine ähnliche Handauflegung, nämlich bei Timotheus, um ihn mit einer offiziellen Aufgabe zu beauftragen, nehmen die beiden an ihn gerichteten Briefe des Paulus Bezug (vgl. 1 Tim 4,14; 2 Tim1,6). Daß es dabei um eine wichtige Handlung ging, die nach reiflicher Überlegung zu vollziehen war, ist aus dem zu entnehmen, was wir im Ersten Brief an Timotheus lesen: »Lege keinem vorschnell die Hände auf, und mach dich nicht mitschuldig an fremden Sünden« (5,22). Wir sehen also, daß sich der Gestus der Handauflegung zu einem sakramentalen Zeichen entwickelt. Im Fall des Stephanus und seiner Gefährten handelt es sich mit Sicherheit um die offizielle Übertragung einer Aufgabe seitens der Apostel und zugleich um die Erflehung der Gnade für die Erfüllung dieser Aufgabe.

Als wichtigstes Faktum ist aber festzuhalten, daß Stephanus außer den karitativen Diensten auch eine Evangelisierungsaufgabe gegenüber seinen Landsleuten, den sogenannten »Hellenisten«, erfüllt. Lukas hebt nämlich hervor, daß Stephanus, »voll Gnade und Kraft« (Apg 6,8), im Namen Jesu eine neue Auslegung des Mose und des Gesetzes Gottes vorlegt, das Alte Testament im Lichte der Verkündigung des Todes und der Auferstehung Jesu neu deutet. Diese Lesart des Alten Testamentes, die christologische Lesart, provoziert die Reaktionen der Juden, die seine Worte als Gotteslästerung empfinden (vgl. Apg 6,11–14). Aus diesem Grund wird er zum Tod durch Steinigung verurteilt. Der hl. Lukas übermittelt uns die letzte Rede des Heiligen, eine Zusammenfassung seiner Verkündigungstätigkeit. Wie Jesus den Emmausjüngern gezeigt hatte, daß das ganze Alte Testament von ihm, von seinem Kreuz und seiner Auferstehung spricht, so liest der hl. Stephanus, der Lehre Jesu folgend, das ganze Alte Testament unter christologischem Aspekt. Er zeigt, daß das Geheimnis des Kreuzes im Zentrum der im Alten Testament erzählten Heilsgeschichte steht, er zeigt, daß wirklich Jesus, der Gekreuzigte und Auferstandene, der Zielpunkt dieser ganzen Geschichte ist. Und er zeigt somit auch, daß der Tempelkult überholt ist und Jesus, der Auferstandene, der neue und wahre »Tempel« ist. Eben dieses »Nein« zum Tempel und zu seinem Kult provoziert die Verurteilung des hl. Stephanus, der in diesem Augenblick – wie uns der hl. Lukas sagt – zum Himmel blickte und die Herrlichkeit Gottes und Jesu sah, der zu seiner Rechten steht. Und als der hl. Stephanus den Himmel, Gott und Jesus sah, rief er: »Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen« (Apg 7,56). Es folgt sein Martyrium, das in der Tat nach dem Beispiel der Passion Jesu selbst vollzogen wird, da er dem »Herrn Jesus« seinen Geist übergibt und darum betet, daß seinen Mördern ihre Schuld nicht angerechnet werde (vgl. Apg 7,59–60).

Der Ort des Martyriums des Stephanus in Jerusalem liegt der Überlieferung nach etwas außerhalb des Damaskustores im Norden, wo sich jetzt, neben der bekannten École» Biblique« der Dominikaner, die Kirche »Saint-Étienne« erhebt. Auf die Tötung des Stephanus, des ersten christlichen Märtyrers, folgte vor Ort eine Verfolgung der Jünger Jesu (vgl. Apg 8,1), die erste Verfolgung in der Geschichte der Kirche. Sie bildete den konkreten Anlaß, der die Gruppe der jüdischhellenistischen Christen zur Flucht aus Jerusalem und in die Zerstreuung trieb. Nach ihrer Vertreibung aus Jerusalem wurden sie zu Wandermissionaren: »Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort« (Apg 8,4). Die Verfolgung und die sich daraus ergebende Zerstreuung werden zur Mission. So verbreitete sich das Evangelium in Samaria, Phönizien und Syrien bis hin zur Großstadt Antiochien, wo es nach Lukas zum ersten Mal auch den Heiden verkündet wurde (vgl. Apg 11,19–20) und wo auch zum ersten Mal der Name »Christen« zu hören war (Apg 11,26).

Als Detail führt Lukas an, daß die Männer, die Stephanus steinigten, »ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes niederlegten, der Saulus hieß« (Apg 7,58) – es war derselbe Mann, der vom Verfolger zum berühmten Apostel des Evangeliums werden sollte. Das bedeutet, daß der junge Saulus die Predigt des Stephanus gehört haben mußte und somit ihre grundsätzlichen Inhalte kannte. Der hl. Paulus befand sich wahrscheinlich unter denen, die, als sie diese Rede hörten, »aufs äußerste über ihn empört [waren] und mit den Zähnen knirschten« (Apg 7,54). An diesem Punkt nun können wir das Wunder der göttlichen Vorsehung erkennen. Saulus, erbitterter Gegner der Sicht des Stephanus, nimmt nach der Begegnung mit dem auferstandenen Christus auf dem Weg nach Damaskus die christologische Deutung des Alten Testaments auf, die der Protomärtyrer vorgenommen hatte, er vertieft und vervollständigt sie und wird so zum »Völkerapostel«. Das Gesetz ist im Kreuz Christi erfüllt, so lehrt er. Und der Glaube an Christus, die Gemeinschaft mit der Liebe Christi, ist die wahre Erfüllung des ganzen Gesetzes. Das ist der Inhalt der Predigt des Paulus. Er zeigt so, daß der Gott Abrahams der Gott aller wird. Und alle, die an Jesus Christus glauben, werden als Söhne Abrahams zu Teilhabern an den Verheißungen. In der Mission des hl. Paulus erfüllt sich die Sicht des Stephanus.

Die Geschichte des Stephanus sagt uns vieles. Zum Beispiel lehrt sie uns, daß man nie das soziale karitative Bemühen von der mutigen Verkündigung des Glaubens trennen darf. Er war einer der Sieben, der vor allem zur Nächstenliebe beauftragt worden war. Es war jedoch unmöglich, Nächstenliebe und Verkündigung voneinander zu trennen. So verkündet er mit der Nächstenliebe den gekreuzigten Christus, bis er auch das Martyrium auf sich nimmt. Das ist die erste Lehre, die wir von der Gestalt des hl. Stephanus lernen können: Nächstenliebe und Verkündigung gehen immer zusammen. Der hl. Stephanus spricht zu uns vor allem von Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Christus als Mittelpunkt der Geschichte und unseres Lebens. Wir können verstehen, daß das Kreuz im Leben der Kirche und auch in unserem persönlichen Leben immer zentral bleibt. In der Geschichte der Kirche werden das Leid und die Verfolgung nie fehlen. Und gerade die Verfolgung wird nach dem berühmten Ausspruch Tertullians Quelle der Mission für die neuen Christen. Ich zitiere seine Worte: »Wir vermehren uns jedes Mal, wenn wir von euch niedergemetzelt werden: Ein Same ist das Blut der Christen« (Apologeticum 50,13: Plures efficimur quoties metimur a vobis: semen est sanguis christianorum). Aber auch in unserem Leben wird das Kreuz, an dem es nie fehlen wird, zum Segen. Und indem wir das Kreuz annehmen, wissend, daß es Segen wird und ist, lernen wir die Freude des Christen auch in den schwierigen Augenblicken. Der Wert des Zeugnisses ist unersetzlich, da das Evangelium zu ihm hinführt und sich die Kirche von ihm nährt. Der hl. Stephanus möge uns lehren, diese Lehren zu beherzigen; er möge uns lehren, das Kreuz zu lieben, da es der Weg ist, auf dem Christus immer wieder neu in unsere Mitte kommt.


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In deutscher Sprache sagte der Papst: Liebe Brüder und Schwestern! Nach dem Ende der festlichen Weihnachtszeit möchte ich heute die vor etwa einem halben Jahr begonnenen Betrachtungen über bedeutende Gestalten der Urkirche fortsetzen.

Die Apostelgeschichte berichtet uns vom heiligen Stephanus an der Spitze der sieben Diakone der Jerusalemer Gemeinde. Die Bezeichnung »Diakon« steht freilich nicht im Text, die Überlieferung hat die Siebenergruppe als Ursprung des Diakonenamtes gedeutet. Die Apostel wählten also bewährte Männer als Helfer für den christlichen Liebesdienst aus, weil nicht mehr alle gleichmäßig und in gleich gerechter Weise bedacht werden konnten, und wählten bewährte Männer dann als Helfer eben für diesen Liebesdienst, um sich selber uneingeschränkt dem Gebet, d.h. vor allem der Feier der Eucharistie, und der Verkündigung widmen zu können. Zum Zeichen der Beauftragung mit diesem Dienst und der Bitte um die dafür notwendige Gnade legten die Apostel den sieben Männern die Hände auf. Stephanus sah über den karitativen Bereich hinaus seine Aufgabe auch in der Evangelisierung. Seine Predigt und sein klares Bekenntnis zu Jesus Christus, den er als die innere Mitte des ganzen Alten Testamentes deutete, brachte ihm dann wieder Widerstand und schließlich das Martyrium ein. Als erster Märtyrer für Christus betete er nach dem Vorbild Jesu noch im Sterben für seine Verfolger.

Die Verfolgung der jungen Kirche von Jerusalem gab den Jüngern Jesu den Anstoß, die Botschaft Christi über Jerusalem hinaus, zunächst nach Samaria und dann bis nach Syrien, bis nach Antiochien und schließlich zu den Heiden zu tragen. Paulus, der bei der Steinigung des Stephanus zugegen war, führte nach seiner Bekehrung dessen Verkündigung fort, führte vor allem seine Deutung des ganzen Alten Testaments auf Christus hin weiter und befreit so das Alte Testament von der Bindung an die äußere Befolgung des Kultgesetzes und seiner Rechtsvorschriften, öffnet es auf die ganze Welt hin, so daß der Gott Abrahams der Gott aller Menschen werden konnte und alle in der Taufe im Glauben an Christus Söhne Abrahams und damit Träger der Verheißung werden durften. Er zeigt uns, daß das Kreuz in der Mitte des Alten Testamentes steht und so, dem gekreuzigten Christus zu glauben, Erfüllung aller Worte Gottes ist. Dies ist der wunderbare Vorgang, daß der, der Gegner des Stephanus war, durch die Begegnung mit Christus selbst dessen Erbe aufnimmt und damit zum Apostel der Völker wird, zum Mitbegründer der universalen Kirche wurde.

Sehr herzlich heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher willkommen. Der heilige Stephanus zeigt uns, daß unser sozialer und karitativer Einsatz nicht von der Verkündigung des Evangeliums getrennt werden kann – beides gehört untrennbar zusammen. St. Stephanus helfe uns, nicht vor Schwierigkeiten zurückzuschrecken, sondern darin die Chance zum Zeugnis für Christus zu sehen. Der Heilige Geist stärke und führe euch alle Tage!

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Quelle

Johannes Paul II.: Die Bedeutung des Diakonats im Leben der Kirche

Der heilige Stephanus (Erzdiakon)

Papst Johannes Paul II.

Ansprache bei der Generalaudienz am 6. Oktober 1993

1. Neben den Priestern gibt es in der Kirche eine weitere Kategorie von Dienern mit besonderen Aufgaben und Charismen, wie das Konzil von Trient sagt, wenn es vom Weihesakrament spricht: „In der katholischen Kirche gibt es eine heilige Rangordnung, die, nach göttlicher Anordnung eingeführt, aus Bischöfen, Priestern und Dienern besteht“ (vgl. DS, 1776). Schon in den Schriften des Neuen Testaments wird die Anwesenheit von Dienern Diakonen bestätigt die sich nach und nach als eine eigene Kategorie im Unterschied zu den Priestern und Bischöfen herausbildeten. Es genügt hier, daran zu erinnern, daß Paulus den Bischöfen und Diakonen von Philippi seinen Gruß übermittelte (vgl. Phil 1,1). Im ersten Brief an Timotheus werden die Eigenschaften aufgezählt die die Diakone besitzen sollten mit dem Hin weis sie zu prüfen bevor man ihnen ihre Aufgaben überträgt Sie sollen einen würdigen und achtbaren Lebenswandel fuhren in der Ehe treu sein ihre Kinder gut er ziehen, ihrer Familie gut vorstehen und „mit reinem Gewissen am Geheimnis des Glaubens festhalten“ (vgl. 1 Tim 3,8-13).

In der Apostelgeschichte (6,1-6) ist die Rede vom „Dienst an den Tischen“. Wenn auch aus dem Text nicht klar hervorgeht, daß es sich um eine sakramentale Weihe der Diakone handelt, wurde diese Episode in einer langen Tradition als erstes Zeugnis des Diakonats verstanden. Am Ende des 1. Jahrhunderts oder zu Beginn des 2. Jahrhunderts steht die Rolle des Diakons als Stufe der Diensthierarchie bereits fest zumindest in einigen Kirchen.

2. Wichtig ist vor allem das Zeugnis des hl. Ignatius von Antiochien, nach dem die Christengemeinde unter der Autorität eines Bischofs lebt dem Priester und Diakone zur Seite stehen Es gibt eine Eucharistie ein Fleisch des Herrn einen Kelch einen Altar, so wie es einen Bischof mit dem Kollegium seiner Mitarbeiter, der Priester und Diakone, gibt“ (Ad philad., 4,1). In den Briefen von Ignatius werden die Diakone immer als untere Stufe in der Diensthierarchie genannt: Ein Diakon wird gelobt, weil er „dem Bischof untersteht wie der Gnade Gottes und dem Priester wie dem Gebot Jesu Christi“ (Ad Magnes, 2). Trotzdem unterstreicht Ignatius die Bedeutung des Diakonats denn es ist der Dienst Jesu Christi der von Ewigkeit her beim Vater war und in der Fülle der Zeit erschienen ist“ (Ad Magnes, 6,1). Als „Diener der Geheimnisse Jesu Christi“ ist es notwendig, daß die Diakone „allen in jeder Weise willkommen sind“ (ad Trall., 2,3). Als Ignatius den Christen Gehorsam gegenüber dem Bischof und den Priestern empfiehlt, fügt er hinzu: „Achtet die Diakone wie ein Gebot Gottes“ (Ad Smyrn., 8,1). Andere Zeugnisse finden wir beim hl. Polykarp von Smyrna (Ad Phil, 5,2), beim hl. Justin (Apol., 1, 65,5), bei Tertullian (De Bapt., 17,1), beim hl. Cyprian (Epist. 15 u. 16) und dann beim hl. Augustinus (De cat. rud., 1, c. 1,1).

3. In den ersten Jahrhunderten versah der Diakon liturgische Dienste. Bei der Eucharistiefeier las öder sang er die Lesung und das Evangelium; er übergab dem Zelebranten bei der Opferung die Gaben der Gläubigen; er teilte die Kommunion aus und überbrachte sie denen, die nicht anwesend sein konnten; er überwachte die Gottesdienstordnung und verabschiedete die versammelten Gläubigen. Er bereitete außerdem die Katechumenen auf die Taufe vor, unterrichtete sie und half dem Priester bei der Spendung dieses Sakraments. Unter gewissen Umständen taufte er selbst und übernahm die Predigt. Er beteiligte sich auch an der Verwaltung der Kirchengüter, kümmerte sich um den Dienst an den Armen, den Witwen, den Waisen und um die Gefangenenhilfe.

In der bezeugten Überlieferung wird die Unterscheidung zwischen den Aufgaben des Diakons und denen des Priesters bestätigt. Der hl. Hypolit (2.-3. Jahrhundert) zum Beispiel bekräftigt, daß der Diakon „nicht für das Priestertum, sondern für den Dienst des Bischofs geweiht ist, um das zu tun, was dieser anordnet“ (vgl. SCh, 11, 5. 39; Constitutiones Aegypt., III, 2: Ed. Funk. Didascalia. 5. 103; Stctuta Ecclesiae Ant., 37-41: Masi 3,954). In der Tat gehört der Diakonat nach dem Denken und der Praxis der Kirche zum Weihesakrament, hat aber nicht teil am Priestertum selbst und bringt keine wirklich priesterlichen Aufgaben mit sich.

4. In der westlichen Kirche erhielt das Priestertum im Laufe der Zeit eine fast ausschließliche Bedeutung im Hinblick auf den Diakonat, der sich tatsächlich darauf beschränkte, eine Stufe auf dem Weg zum Priesteramt zu sein. Hier ist nicht der Ort, den geschichtlichen Weg aufzuzeigen und die Gründe für solche Veränderungen darzulegen. Vielmehr ist zu unterstreichen, daß auf den Grundlagen der althergebrachten Lehre in unserem Jahrhundert im theologischen und pastoralen Bereich das Bewußtsein von der Bedeutung des Diakonats für die Kirche und damit der Zweckmäßigkeit seiner Wiedereinrichtung als Weihe und bleibender Lebensstand immer mehr gewachsen ist. Auch Papst Pius XII. wies in seiner Ansprache an den zweiten Weltkongreß des Laienapostolats (5. Oktober 1957) darauf hin und betonte, daß die Idee einer Wiedereinführung des Diakonats als eigenes Amt im Unterschied zum Priestertum zu jener Stunde noch nicht reif genug sei, daß sie jedoch zu verwirklichen wäre und daß in jedem Fall der Diakonat in den von der ältesten Tradition festgesetzten Gesamtrahmen des hierarchischen Dienstes gestellt würde (vgl. Discorsi e Radiomessaggi die Sua Santità Pio XII, vol. XIX, 5. 458).

Die Idee reifte während des II. Vatikanischen Ökumenischen Konzils, das die Vorschläge der vorhergegangenen Jahre berücksichtigte und die Wiedereinrichtung beschloß (vgl. Lumen Gentium, Nr. 29).

Papst Paul VI. führte das aus und ordnete kanonisch und liturgisch alles, was den Diakonat betraf (vgl. Sacrum Diaconatus Ordinem: 18. Juni 1967; Pontificalis Romani recognitio: 17. Juni 1968; Ad pascendum: 15. August 1972)

5. Die Gründe, in denen die Vorschläge der Theologen und die konziliaren und päpstlichen Beschlüsse wurzelten, waren hauptsächlich zwei: vor allem die Zweckmäßigkeit daß gewisse karitative Dienste auf die Dauer sichergestellt von Laien die sich bewußt dem Dienst der evangelischen Sendung der Kirche widmen, konkrete Gestalt annehmen sollten die durch eine offizielle Weihe anerkannt ist. Außerdem war es notwendig dem Priestermangel abzuhelfen und viele nicht direkt mit dem Pastoraldienst der Priester verbundenen Aufgaben zu erleichtern. Es fehlte nicht an solchen Menschen die im ständigen Diakonat eine Art Brücke zwischen Hirten und Gläubigen sahen

Klar ist daß durch diese mit geschichtlichen Umständen und pastoralen Ausblicken verbundenen Beweggründe der Heilige Geist die Hauptperson im Leben der Kirche geheimnisvoll am Werk war und eine neue Verwirklichung der vollständigen Hierarchie herbeiführte die traditionsgemäß aus Bischöfen Priestern und Diakonen bestand. Die Christengemeinden wurden auf diese Weise neu belebt und entsprachen mehr jenen blühenden Gemeinschaften die von den Aposteln in den ersten Jahrhunderten immer unter dem Antrieb des göttlichen Beistands geschaffen worden waren wie die Apostelgeschichte bestätigt.

6. Eine Forderung, die beim Beschluß der Wiedereinrichtung des ständigen Diakonats besonders stark empfunden wurde, war die nach einer verstärkten und unmittelbaren Anwesenheit der kirchlichen Amtsträger in den verschiedenen Bereichen von Familie Arbeit Schule usw. sowie in den bestehenden Pastoralstrukturen. Das erklärt unter anderem, warum das Konzil, obwohl es auch bei den Diakonen nicht ganz auf das Ideal des Zölibats verzichtet hat, erlaubte, daß diese Weihe „auch in der Ehe lebenden Männern im reifen Alter“ gespendet werden kann. Es war eine von Vorsicht und Wirklichkeitssinn inspirierte Linie, beschlossen aus Gründen, die jeder leicht verstehen kann, der Erfahrung hat mit der Lebenslage von Menschen verschiedener Altersstufen und der konkreten Situation des einzelnen entsprechend seinem Reifegrad. Aus demselben Grund wurde dann von der für die Anwendung der Konzilsweisungen zuständigen Stelle verfügt, daß die Diakonatsweihe verheirateten Männern unter gewissen Bedingungen gespendet wird: Alter nicht unter 35 Jahren, Zustimmung der Ehefrau, gute Lebensführung und guter Leumund, eine angemessene Ausbildung in kirchlicher Lehre und Pastoral bei einem Institut oder durch Priester, die eigens zu diesem Zweck bestimmt sind (vgl. Paul VI., Sacrum diaconatus ordinem, 11-15: Ench. Vat., II, 1381-1385).

7. Zu beachten ist jedoch, daß das Konzil das Ideal eines Diakonats aufrechterhalten hat, das für junge Männer zugänglich ist, die sich auch mit der Verpflichtung zum Zölibat ganz dem Herrn weihen. Es ist ein Weg „evangelischer Vollkommenheit“, der verstanden, gewählt und geliebt wird von hochherzigen Männern, die dem Reich Gottes in der Welt dienen wollen, ohne das Priesteramt anzustreben, zu dem sie sich nicht berufen fühlen, und doch eine Weihe haben, die ihren besonderen Dienst an der Kirche durch die Spendung der sakramentalen Gnade gewährleistet und einsetzt. Heute fehlt es nicht an solchen jungen Männern. Für sie wurden einige Richtlinien herausgegeben wie jene, die für die Diakonatsweihe ein Alter nicht unter 25 Jahren und eine Ausbildung in einem entsprechenden Institut vorsehen, „wo sie geprüft und dazu erzogen werden, wirklich ein Leben nach dem Evangelium zu führen; sie werden dazu ausgebildet, ihre eigenen, besonderen Aufgaben nutzbringend auszuführen“, wenigstens für die Dauer von drei Jahren (ebd., 5-9: Ench. Vat., II., 1375). Diese Richtlinien lassen die Bedeutung erkennen, welche die Kirche dem Diakonat beimißt, und ihr Bestreben, daß diese Weihe nach reiflicher Überlegung und auf sicheren Grundlagen gespendet wird. Sie sind aber auch Ausdruck des althergebrachten und immer neuen Ideals der Selbsthingabe an das Reich Gottes, eines Ideals, das die Kirche dem Evangelium entnimmt und als Banner hochhält besonders für die jungen Menschen auch in unserer Zeit.

In deutscher Sprache sagte der Papst:

Liebe Schwestern und Brüder!

Mit besondere Freude heiße ich Euch, die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache, die Ihr so zahlreich nach Rom gekommen seid, willkommen und danke Euch von Herzen für dieses Zeichen der Verbundenheit mit dem Nachfolger Petri.

Mein besonderer Gruß gilt den Angehörigen, Freunden und Mitgliedern aus den Pfarrgemeinden von Diakonen aus dem Päpstlichen Collegium Germanicum et Hungaricum, die anläßlich der Priesterweihe nach Rom gekommen sind. Außerdem grüße ich herzlich die zahlreichen Teilnehmer an der Wallfahrt der Zeitung „Heinrichsblatt“ der Erzdiözese Bamberg, die Mitglieder der Harmonie Froschhausen, die anläßlich des hundertjährigen Bestehens nach Rom gepilgert sind, sowie die Pilger der Pfarrgemeinde Sankt Pius X. aus Wattenscheid, die zum zwanzigsten Mal die Gräber der Apostelfürsten besuchen. Schließlich heiße ich die in großer Zahl anwesenden Schülerinnen und Schüler aus der Bundesrepublik Deutschland willkommen. Euch allen, Euren lieben Angehörigen zu Hause sowie den mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen meinen Apostolischen Segen.

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Quelle

Diese Ansprache in Italienisch:

GIOVANNI PAOLO II

UDIENZA GENERALE

Mercoledì, 6 ottobre 1993

 

1. Accanto ai Presbiteri vi è nella Chiesa un’altra categoria di ministri con mansioni e carismi specifici, come ricorda il Concilio di Trento quando tratta del sacramento dell’Ordine: “Nella Chiesa Cattolica vi è una gerarchia, istituita per ordinazione divina, che si compone di Vescovi Presbiteri e Ministri” (Denz. 1776). Già nei libri del Nuovo Testamento è attestata la presenza di ministri, i “Diaconi”, che progressivamente si configurano come categoria distinta dai “Presbiteri”, e dagli “Episcopi”. Basti qui ricordare che Paolo rivolge il suo saluto agli Episcopi e ai Diaconi di Filippi (cf. Fil 1, 1). La prima Lettera a Timoteo enumera le qualità che devono possedere i Diaconi, con la raccomandazione di sottoporli alla prova prima di affidare ad essi le loro funzioni: essi devono avere una condotta degna e onesta, essere fedeli nel matrimonio, educare bene i loro figli e dirigere bene la loro casa, conservare “il mistero della fede in una coscienza pura” (cf. 1 Tm 3, 8-13).

Negli Atti degli Apostoli (At 6, 1-6) si parla di sette “ministri” per il servizio delle mense. Pur non risultando chiaramente dal testo che si trattasse di una ordinazione sacramentale dei Diaconi, una lunga tradizione ha interpretato l’episodio come prima testimonianza dell’istituzione diaconale. Alla fine del I secolo o all’inizio del II il posto del Diacono è ormai ben stabilito, almeno in alcune Chiese, come grado della gerarchia ministeriale.

2. In particolare, è importante la testimonianza di sant’Ignazio di Antiochia, secondo il quale la comunità cristiana vive sotto l’autorità di un Vescovo, circondato da Presbiteri e da Diaconi: “Vi è una sola Eucaristia, una sola carne del Signore, un solo calice, un solo altare, come vi è anche un solo Vescovo con il collegio dei Presbiteri e i Diaconi, compagni di servizio” (Ad Philad., 4,1). Nelle lettere di Ignazio i Diaconi sono sempre citati come grado inferiore nella gerarchia ministeriale: un Diacono è lodato per il fatto “di essere sottomesso al Vescovo come alla grazia di Dio, e al Presbitero come alla legge di Gesù Cristo” (Ad Magnes., 2). Tuttavia Ignazio sottolinea la grandezza del ministero del Diacono, perché è “il ministero di Gesù Cristo che era presso il Padre prima dei secoli e si è rivelato alla fine dei tempi” (Ad Magnes., 6, 1). Come “ministri dei misteri di Gesù Cristo” è necessario che i Diaconi “siano in ogni modo graditi a tutti” (Ad Trall., 2, 3). Quando Ignazio raccomanda ai cristiani l’obbedienza al Vescovo e ai Sacerdoti, aggiunge: “Rispettate i Diaconi come un comandamento di Dio” (Ad Smyrn., 8, 1).

Altre testimonianze troviamo in san Policarpo di Smirne (Ad Phil., 5, 2), san Giustino (Apol., I, 65, 5; 67, 5), Tertulliano (De Bapt., 17, 1), san Cipriano (Epist. 15 e 16), e poi in sant’Agostino (De cat. rudibus, I,c. 1, 1).

3. Nei primi secoli il Diacono svolgeva funzioni liturgiche. Nella celebrazione eucaristica egli leggeva o cantava l’Epistola e il Vangelo trasmetteva al celebrante l’offerta dei fedeli, distribuiva la comunione e la portava agli assenti; vegliava sull’ordine delle cerimonie e alla fine congedava l’assemblea. Inoltre egli preparava i catecumeni al Battesimo, li istruiva, e assisteva il Sacerdote nell’amministrazione di questo sacramento. In certe circostanze battezzava lui stesso e svolgeva un’attività di predicatore. E ancora, egli partecipava all’amministrazione dei beni ecclesiastici, si occupava del servizio dei poveri, delle vedove, degli orfani, e dell’aiuto ai prigionieri.

Nei testimoni della Tradizione è attestata la distinzione fra le funzioni del Diacono e quelle del Sacerdote. Afferma, ad esempio, sant’Ippolito (II-III secolo) che il Diacono è ordinato “non per il sacerdozio, ma per il servizio del Vescovo, per fare ciò che egli comanda” (SCh, 11, p. 39; cf. Constitutiones Aegypt., III, 2: ed. Funk, Didascalia, p. 103; Statuta Ecclesiae Ant., 37-41: Mansi 3, 954). Di fatto, secondo il pensiero e la prassi della Chiesa, il diaconato appartiene al sacramento dell’Ordine, ma non fa parte del sacerdozio e non comporta funzioni propriamente sacerdotali.

4. In Occidente, com’è noto, il presbiterato venne prendendo col passare del tempo un rilievo quasi esclusivo per rapporto al diaconato che, di fatto, si ridusse a non essere che un grado sulla via del sacerdozio. Non è questa la sede per rifare il cammino storico e spiegare le ragioni di tali variazioni: è piuttosto da sottolineare che sulle basi dell’antica dottrina, nei nostro secolo si è fatta sempre più viva in sede teologica e pastorale la coscienza dell’importanza del diaconato per la Chiesa, e quindi dell’opportunità di un suo ristabilimento come Ordine e stato di vita permanente. Anche il Papa Pio XII vi fece allusione, nella sua allocuzione al secondo congresso mondiale dell’Apostolato dei laici (5 ottobre 1957), quando, pur affermando che l’idea di una reintroduzione del diaconato come funzione distinta dal sacerdozio in quel momento non era ancora matura, affermava però che poteva diventarlo e che in ogni caso il diaconato sarebbe stato collocato nel quadro del ministero gerarchico fissato dalla più antica tradizione (cf. Discorsi e Radiomessaggi di Sua Santità Pio XII, vol. IX, p. 458).

La maturazione avvenne col Concilio Ecumenico Vaticano II, che prese in considerazione le proposte degli anni precedenti e decise quel ristabilimento (cf. Lumen Gentium, 29).

Fu poi il Papa Paolo VI a porlo in atto disciplinando canonicamente e liturgicamente quanto riguardava tale Ordine (cf. Sacrum Diaconatus Ordinem: 18 giugno 1967; Pontificalis Romani recognitio: 17 giugno 1968; Ad pascendum: 15 agosto 1972).

5. Le ragioni che avevano fondato sia le proposte dei teologi, sia le decisioni conciliari e papali erano principalmente due. Anzitutto l’opportunità che certi servizi di carità, assicurati in modo permanente da laici consapevoli di dedicarsi alla missione evangelica della Chiesa, si concretizzassero in una forma riconosciuta in virtù di una consacrazione ufficiale. Vi era poi la necessità di supplire alla scarsezza di Presbiteri, oltre che di alleggerirli di molti compiti non direttamente connessi con il loro ministero pastorale. Non mancava chi vedeva nel diaconato permanente una specie di ponte tra pastori e fedeli.

È chiaro che, attraverso queste motivazioni legate alle circostanze storiche e alle prospettive pastorali, operava misteriosamente lo Spirito Santo, protagonista della vita della Chiesa, portando ad una nuova attuazione del quadro completo della gerarchia, tradizionalmente composta di Vescovi, Sacerdoti e Diaconi. Si promuoveva in tal modo una rivitalizzazione delle comunità cristiane, rese più conformi a quelle uscite dalle mani degli Apostoli e fiorite nei primi secoli, sempre sotto l’impulso del Paraclito, come attestano gli Atti.

6. Una esigenza particolarmente sentita nella decisione del ristabilimento del diaconato permanente era ed è quella della maggiore e più diretta presenza di ministri della Chiesa nei vari ambienti di famiglia di lavoro, di scuola ecc., oltre che nelle strutture pastorali costituite. Ciò spiega, tra l’altro, perché il Concilio, pur non rinunciando totalmente all’ideale del celibato anche per i Diaconi, ha ammesso che tale Ordine sacro possa essere conferito “a uomini di età matura anche viventi nel matrimonio”. Era una linea di prudenza e di realismo, scelta per i motivi facilmente intuibili da chiunque abbia esperienza della condizione delle varie età e della situazione concreta delle diverse persone secondo il grado di maturità raggiunto. Per la stessa ragione è stato poi disposto, in sede di applicazione delle disposizioni del Concilio, che il conferimento del diaconato a uomini sposati avvenga a certe condizioni: come un’età non inferiore ai 35 anni, il consenso della moglie, la buona condotta e la buona reputazione, una adeguata preparazione dottrinale e pastorale ad opera di Istituti o di Sacerdoti specialmente scelti a questo scopo (cf. Paolo VI, Sacrum Diaconatus Ordinem, 11-15: Ench. Vat., II, 1381-1385).

7. Va però notato che il Concilio ha conservato l’ideale di un diaconato accessibile a giovani che si votino totalmente al Signore anche con l’impegno del celibato. È una via di “perfezione evangelica”, che può essere capita, scelta e amata da uomini generosi e desiderosi di servire il Regno di Dio nel mondo, senza accedere al sacerdozio, per il quale non si sentono chiamati, e tuttavia muniti di una consacrazione che garantisca ed istituzionalizzi il loro peculiare servizio alla Chiesa mediante il conferimento della grazia sacramentale. Non mancano oggi di questi giovani. Per essi sono state date alcune disposizioni, come quelle che esigono, per l’ordinazione diaconale, un’età non inferiore ai 25 anni e un periodo di formazione in un Istituto speciale,“dove siano messi alla prova, educati a vivere una vita veramente evangelica e preparati a svolgere utilmente le proprie specifiche funzioni”, almeno per la durata di tre anni (cf. Ivi, 5-9: Ench. Vat., II, 1375-1379). Sono disposizioni che lasciano trasparire l’importanza che la Chiesa attribuisce al diaconato e il suo desiderio che questa Ordinazione avvenga a ragion veduta e su basi sicure. Ma esse sono anche manifestazioni dell’ideale antico e sempre nuovo di consacrazione di sé al Regno di Dio, che la Chiesa raccoglie dal Vangelo ed innalza come un vessillo specialmente dinanzi ai giovani, anche nel nostro tempo.


Ai pellegrini di lingua tedesca 

Liebe Schwestern und Brüder!

Mit dieser kurzen Betrachtung grübe ich Euch alle. Mein besonderer Grub gilt den Angehörigen, Freunden und Mitgliedern aus den Pfarrgemeinden von Diakonen aus dem Päpstlichen Collegium Germanicum et Hungaricum, die anläblich der Priesterweihe nach Rom gekommen sind. Auberdem grübe ich sehr herzlich die zahlreichen Teilehmer an der Wallfahrt der Zeitung ”Heinrichsblatt“ der Erzdiözese Bamberg, die Mitglieder der Harmonie Froschhausen, die anläblich des hundertjährigen Bestehens nach Rom gepilgert sind, sowie die Pilger der Pfarrgemeinde Sankt Pius X. aus Wattenscheid, die zum zwanzigsten Mal die Gräber der Apostelfürsten besuchen. Schlieblich heibe ich die in grober Zahl anwesenden Schülerinnen und Schüler aus der Bundesrepublik Deutschland willkommen. Euch allen, Euren lieben Angehörigen zu Hause sowie den mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbundenen Gläubigen erteile ich gern meinen Apostolischen Segen.

Ai fedeli di lingua francese 

Chers Frères et Sœurs,

J’accueille avec plaisir les personnes de langue française présentes ce matin. Je voudrais offrir mes meilleurs vœux aux membres du Chapitre général des Sœurs de la Présentation de Marie: je les encourage dans leur apostolat et je les confie tout spécialement à Notre–Dame.

Il m’est agréable de saluer aussi les Responsables de l’Organisation “ Aide à l’Eglise en Détresse ”, particulièrement son fondateur, le Père Werenfried van Straaten, et Monseigneur Stimpfle. Je leur redis la gratitude de l’Eglise pour toute l’assistance qu’ils apportent depuis de longues années à beaucoup de communautés chrétiennes démunies, grâce à de nombreux volontaires et de nombreux donateurs. Que le Seigneur les récompense de leur générosité: A vous tous, je donne de grand cœur ma Bénédiction Apostolique.

Ai pellegrini di lingua inglese 

Dear Brothers and Sisters,

I extend a warm welcome to the new students of the Pontifical Scots College in Rome. As you begin your studies for the priesthood, may you grow in love of Christ and build your lives ever more fully upon the saving grace which you will administer to his people through the sacraments and the preaching of the Gospel. My special greeting also goes to the priests from the North American College taking part in the Institute for Continuing Theological Education. Upon all the English–speaking pilgrims and visitors I cordially invoke the grace and peace of Jesus Christ.

Ai fedeli di lingua spagnola 

Amadísimos hermanos y hermanas,

Me es grato saludar a todos los peregrinos de lengua española.

En particular, al grupo de Hermanos Maristas, a las Comunidades Neocatecumenales de Santo Domingo, a las parroquias de Costa Rica y México, así como a los profesores de la Universidad Tecnológica de Córdoba (Argentina); de España, a los miembros de la Asociación para el Estudio de la Doctrina Social de la Iglesia y a los peregrinos de Pontevedra. A todos os aliento a hacer de vuestra vida un servicio a los hermanos y a dar testimonio de la fe en medio de la sociedad.

Ai pellegrini di lingua portoghese

Caros Irmãos e Irmãs,

Saúdo cordialmente os peregrinos de língua portuguesa aqui presentes.

Desejo a todos muitas felicidades. Peço a Deus que, com o auxílio da Sua graça, cresçais na fé e na consciência da vocação cristã, para serdes sempre semeadores de paz e de alegria no seio dos vossos lares e das vossas Comunidades. Com estes votos, vos abençoo, e especialmente ao Coro da Associação dos Empregados do Banco Central do Brasil e os visitantes provindos de diversos Estados do Brasil.

Ai fedeli italiani 

Accolgo con gioia tutti i pellegrini italiani. Saluto, in particolare, il gruppo di fedeli della Parrocchia di San Luca Abate in Armento (Potenza), accompagnati dal loro Vescovo, Monsignor Francesco Zerrillo, dal Parroco e dal Sindaco, con la presenza dell’onorevole Emilio Colombo. Carissimi, San Luca Abate, Monaco Basiliano, svolse un importante ruolo nella vita civile e religiosa della vostra terra. Auguro che le celebrazioni del suo millenario, iniziate in questo mese, accendano in tutti il desiderio di vivere quei valori di civiltà e di fede che sono indispensabili per l’autentico progresso della vostra comunità cittadina.

Ai giovani, ai malati e agli sposi novelli 

Nel rivolgermi, infine, ai giovani, ai malati ed agli sposi novelli, desidero ricordare oggi, in questa prima udienza del mese di ottobre, la pia pratica della recita del Rosario nelle famiglie, secondo la bella tradizione ampiamente diffusa nel popolo cristiano. Maria Santissima, che è modello di tutta la Chiesa nel culto divino e maestra di vita spirituale per tutti i cristiani, guidi voi, giovani, nella riscoperta delle verità della fede. Aiuti voi, malati, nell’offerta quotidiana dei vostri sacrifici. Trasformi le vostre famiglie, cari sposi novelli, in comunità di preghiera. E tutto ciò si attui mediante la recita del Rosario, che è invocazione alla Vergine nella meditazione attenta dei misteri della Redenzione. A tutti la mia benedizione.

Kardinal Müller: Piusbrüder, Frauendiakonat und Entlassungen

Kardinal Müller auf dem Petersplatz

Eine Einigung zwischen der traditionalistischen Piusbruderschaft und dem Vatikan ist laut Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller noch nicht in greifbarer Nähe. „Das braucht Zeit“, sagte der Präfekt der römischen Glaubenskongregation dem katholischen Sender EWTN. Nötig sei eine „tiefere Versöhnung, nicht nur die Unterzeichnung eines Dokuments“. Wer katholisch sein wolle, müsse unter anderem die Konzilien und die übrige kirchliche Lehre sowie die „hierarchische Gemeinschaft mit dem Ortsbischof, der Gemeinschaft aller Bischöfe und dem Heiligen Vater“ akzeptieren.

Zur Streitfrage der Liturgiereform im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) sagte Müller, es sei seit jeher katholische Auffassung, dass der Papst und Synoden das Recht und die Pflicht hätten, die „äußere Form der Liturgie“ neu zu gestalten. „Die Substanz der Liturgie ist durch die Offenbarung gegeben und kann von niemandem geändert werden“, fügte er hinzu. Das Interview wurde am Donnerstag als Video im Internet veröffentlicht; am Samstag erschienen schriftliche Auszüge in Sozialen Netzwerken.

Diakoninnenweihe „unmöglich“ 

Mit Blick auf eine von Papst Franziskus eingesetzte Studienkommission zu Diakoninnen in der Kirchengeschichte sagte Müller, der Papst beziehe sich dabei nicht auf das dreistufige katholische Weiheamt von Diakon, Priester und Bischof. Es gehe um Frauen, die in der frühen Kirche etwa als Helferinnen bei der Taufe von Frauen oder in karitativen Aufgaben tätig gewesen seien.

Eine Diakoninnenweihe schloss der Kardinal als „unmöglich“ aus. „Das wird nicht kommen“, so Müller. Überdies sei dies auch nicht nötig. Heute seien Frauen in der Kirche in höheren Verantwortungspositionen als die Diakoninnen der Antike.

Mitarbeiter besser behandeln

Ungewöhnlich offene Kritik übte der Kardinal an der angeblichen Entlassung von drei Mitarbeitern der Glaubenskongregation durch den Papst. Der Schritt war Ende 2016 bekanntgeworden und soll gegen den Willen Müllers erfolgt sein. Er sagte dazu im Interview, diese Geschichte sei wahr. Er wünsche sich „eine bessere Behandlung unserer Mitarbeiter beim Heiligen Stuhl“. Man dürfe nicht nur über die Soziallehre reden, sondern müsse sie auch respektieren, so der Kardinal.

Müller rückte die Personalentscheidung in die Nähe eines „alten höfischen Gebarens“, das Franziskus selbst kritisierte. Mitarbeiter könne man nur dann entlassen, wenn sie einen Fehler machten oder Voraussetzungen wie Rechtgläubigkeit, integre Lebensführung und Sachkompetenz nicht erfüllten.

(kap 28.05.2017 cs)

Predigt von Bischof Vitus anlässlich der Priesterweihe vom Samstag, 29. April 2017 in der Kathedrale in Chur

Brüder und Schwestern im Herrn, lieber Diakon Dominik

In der Seminarkapelle von Wigratzbad werden im Chorfenster die Stufen zum Weihesakrament dargestellt: auf den Empfänger der Tonsur – was keine Weihe ist – folgen der Ostiarier, der Lektor, der Exorzist, der Akolyth, der Subdiakon, der Diakon, der Priester: sieben Stufen. Es fehlt nur die Stufe des Bischofs.

Diese Darstellung in Stufen vermittelt den Eindruck eines Aufstieges. Der Weg zum Priestertum ist ein Aufstieg. Ja, dieser Weg ist tatsächlich ein Aufstieg. Dieser Aufstieg ist pädagogisch zu deuten. Der Berufene, der Kandidat, soll in das Priestertum nach und nach hineinwachsen. Das Priestertum braucht eine lange Vorbereitung. Denn die Kirche weiß, dass das Priestertum etwas so Wertvolles, Bedeutendes und Heiliges ist, dass der Weg zum Priestertum ein langer Weg sein muss, ein Weg der Bewährung, ein Weg der Prüfung, ein Weg nach oben. So ist dieser Aufstieg zu deuten.

Es ist auch ein Aufstieg im Leben der Gnade. Er macht bewusst, mit welcher Gnade das Priestertum verbunden ist und verbunden sein muss. Das Priestertum ist eine große Gnade Gottes. Deshalb müssen wir mit dieser Gnade gewissenhaft umgehen. Der Priester darf kein Ärgernis geben. Dessen muss er sich bewusst sein. Dominik muss sich dieser Gnade bewusst sein und der Folgen, welche diese Gnade für sein Leben haben muss. Er muss sich bewusst sein, dass er mit dieser Gnade sorgfältig umgehen muss. Durch ein glaubwürdiges Leben muss er diese Gnade zum Leuchten bringen. Betet doch der Bischof im Weihegebet, welches in diesem Punkt in beiden Formularen gleich lautet – im Ordo Antiquior und im Novus Ordo: Da quaesumus, omnipotens Pater, in hunc famulum tuum presbyterii dignitatem: innova in visceribus eius spiritum sanctitatis; ut acceptum a Te Deus, secundi meriti munus obtineat, censuramque morum exemplo suae conversationis insinuet. – Allmächtiger Vater, wir bitten dich, gib diesem deinem Diener die Würde des Priestertums; erneuere in seinem Innersten den Geist der Heiligkeit, damit er das von dir erhaltene Amt des zweiten Ranges auf sich nehme und durch seinen vorbildlichen Wandel eindringlich christliche Zucht und Sitte nahelege. Es fällt auf, mit welchem Nachdruck die bestimmenden sakramentalen Worte der Priesterweihe (verba essentialia oder verba formae sacramentalis) auf das heilige Leben eines Priesters legen. Die Weihegnade soll ihnen nicht nur priesterliche Vollmacht geben, sondern eine Hilfe sein, für die Heiligkeit des Lebens. Warum? Weil die priesterliche Vollmacht nur dann zum Leuchten kommt, wenn der Träger dieser Vollmacht ein heiliges Leben führt und für die ihm anvertrauten Seelen ein Beispiel für ein heiliges Leben ist. Deshalb darf man diesen Aufstieg zum Priestertum nicht mit einer Karriere vergleichen. Es ist keine Auszeichnung mit dem Anspruch, höher zu stehen und mehr Ehrerbietung zu verdienen. Die Priesterweihe ist kein Adelstitel und keine Beförderung in einen höheren Stand. Oder, wenn wir bei der Karriere bleiben wollen: Der Weg zur Priesterweihe ist eine Karriere der Demut, ein Weg der Demut. Ein Priester, der nicht demütig ist, hat wohl die Vollmacht des Priestertums. Es fehlt ihm aber der Geist des Priestertums, jene innere Haltung, welche Jesus die Armut im Geiste nennt (Mt 5,3) . Wenn dieser Geist der Armut fehlt, fehlt das Feuer, welches die Herzen der Menschen entzündet und zur Liebe Gottes bewegt.

Ich komme zurück auf die Darstellung des Aufstiegs zum Priestertum in der Seminarkapelle von Wigratzbad. Diese Darstellung muss durch eine anderen Darstellung ergänzt werden – wenigstens im Geiste, wenn dies bildhaft nicht zu erbringen ist, nämlich durch die Darstellung des Abstieges. Ich möchte dies mit einem Wort aus der Heiligen Schrift verdeutlichen, aus dem Brief an die Philipper: Jesus Christus war in Gottes Gestalt, hielt aber nicht (eifersüchtig) wie eine Beute fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich, nahm die Gestalt eines Sklaven an, wurde den Menschen gleich und dem Äußern nach ganz als Mensch wahrgenommen. Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tode, bis zum Tode am Kreuz (Phil 2,6-8). Der Weg unseres Herrn war nicht ein Aufstieg. Er war ein Abstieg zu uns Menschen, eine Erniedrigung, eine Entäußerung, ein Weg der Demut; ein Weg auf dem unser Herr Kränkung, Erniedrigung, Beleidigung, Entmenschlichung, Gewaltanwendung erfahren musste. Das alles hat der Herr auf sich genommen. Er hat nie gesagt: Du musst mich ehren, denn ich bin Gottes Sohn. Wie sprichst du mit mir, ich bin doch Gottes Sohn. Du musst mich anständig behandeln, denn ich bin Gottes Sohn. Ja, er hat dem Teufel widerstanden, der wollte, dass er sich als Gottes Sohn profiliere und bestätige (Mt 4,1-11). Nur wer diesen Weg des Abstieges mit dem Herrn beschreitet, kann wirklich aufsteigen zur Gnade des Priestertums und als Priester so wirken, wie der Herr selber gewirkt hat. Nur auf diese Weise kann er seinen Auftrag echt in persona Christi erfüllen und sich vor allem des Dienstes am Altar würdig erweisen. Deshalb wird auch die Übergabe des Messgewandes mit der Liebe, mit der caritas, in Verbindung gebracht: Accipe vestem Sacerdotalem, per quam caritas intelligitur; potens est enim Deus, ut augeat tibi caritatem et opus perfectum. – Empfange das priesterliche Gewand, das die Liebe darstellt; denn Gott ist mächtig, die Liebe in dir zu vermehren und zur Vollkommenheit zu führen. Diese Liebe ist die Frucht der Demut, der vollkommenen Verleugnung seiner selbst, des Abstieges mit unserem Herrn, um dem verlorenen Menschen den Aufstieg zu Gott, zum Himmel zu erbitten und zu ermöglichen. Um diese Liebe und um diese Demut sollen Sie, mein lieber Weihekandidat Dominik, immer wieder bitten mit dem Gebet jenes Heiligen, dessen 600 Jahre-Jubiläum seit seiner Geburt wir in unserem Lande feiern, des heiligen Bruder Klaus: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gibt alles mir, was mich führet zur dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir. Als Priester fügen Sie diesem Gebet noch hinzu: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich daran hindert, ein guter, heiliger Priester zu sein. Amen.

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Quelle


Papst Franziskus verlängert Amtszeit von Bischof Vitus Huonder

Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch geprüft, das ihm der Bischof von Chur am 21. April 2017 übermittelt hat. Nach Abwägung aller Umstände hat der Papst entschieden, die Amtszeit des Bischofs um zwei Jahre zu verlängern, bis Ostern 2019.

Dies bedeutet, dass Bischof Vitus Huonder als Diözesanbischof mit allen Rechten und Pflichten zwei weitere Jahre im Amt bleibt. Erst danach wird die Neubesetzung des Bischofssitzes stattfinden.

Der Bischof freut sich über das Vertrauen des Papstes, das in dieser Entscheidung zum Ausdruck kommt.

Brief des Bischofs an die Mitarbeitenden

Vom scheinbaren Glück der Esoterik zum wahren Glück des Glaubens

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Priesterweihe in Heiligenkreuz: Die Weihekandidaten (Konrad Ludwig, Moses Hamm, Malachias Hirning) und Diakon Riccabona beim feierlichen Einzug

„Endlich konnte ich diese riesige Last, die ich in all den Jahren mit mir schleppte, die immer erdrückender wurde, auf IHN werfen. Ja, ich habe es erfahren: Durch seine Wunden bin ich geheilt.“ Gastbeitrag von Diakon Markus Michael Riccabona

St. Pölten (kath.net) Ich bin in eine Familie hineingeboren worden, in der bereits seit meiner Urgroßmutter an esoterische Lehren geglaubt wurde. Wiedergeburt, „aufgestiegene Meister“, Channelling und Co. waren für mich von Kindesbeinen an selbstverständlich. Ebenso selbstverständlich wurde ich jedoch auch getauft, ging zur Erstkommunion und erhielt die Firmung. Denn in das synkretistische Weltbild der Esoterik ist vieles integrierbar. Jesus ja, aber er ist nur einer von vielen „Meistern“, die in eine höhere Dimension, in einen höheren Bewusstseinszustand aufgestiegen sind. Er wird jedoch nicht als der eingeborene Sohn Gottes, nicht als persönlicher Heiland, Retter und Erlöser gesehen.

Nach der Pubertät begann ich selbst esoterische Literatur zu lesen, später auch Okkultes, beschäftigte mich mit spiritistischem Pendeln, Sanskrit-Mantras und Runenmagie. In der Mitte meiner Zwanziger traf ich dann eine „spirituelle Lehrerin“, in deren Gruppe ich die so genannte „Metaphysik“, die sich als „esoterisches Christentum“ ausgab, kennen und anwenden lernte. Kern dieser Lehre ist die so genannte Meisterschaft über die Materie, das heißt, dass man sich durch Bewusstseinserhöhung von allen Zwängen und Einschränkungen der materiellen Welt befreit, und sich schließlich in eine höhere Dimension des Daseins erhebt, bis man schließlich selbst zu einem „aufgestiegenen Meister“ wird.

Die von der Esoterik propagierte Selbstvergöttlichung des Menschen wirft ihn aber letztlich auf ihn selbst zurück. Die oberflächliche „Liebes-Aura“ der Esoterik entpuppt sich als tief gehende Täuschung eines kalten, beziehungsunfähigen und daher lieblosen „Gottes“. Die gepriesene Möglichkeit der Selbsterlösung durch Erkenntnis wird zur furchtbaren Verdammung, ohne Gnade und göttliches Erbarmen alles aus eigener Kraft vollbringen zu müssen. Bis zur letzten Konsequenz. Das führt oft zu quälenden seelischen Bedrängnissen bis zu ernsten psychischen Erkrankungen.

Auch ich selbst erlebte einen zunehmenden Erfolgsdruck, zumal sich trotz intensiver Praxis die vorgegebene Beherrschung der Materie nicht einstellen wollte. Die Treffen in der Gruppe wurden immer mehr zu einer Belastung, da ich ja schließlich entsprechen musste. Je nachdem, welchen Fortschritt man in den Augen der Gruppenleiterin erreicht hatte, bekam man besondere Gunsterweise – die den Druck letztlich nur noch weiter verstärkten. Als meine zukünftige Ehefrau in mein Leben trat, wurde es noch enger: Eine Konkurrenz wurde von der Gruppenleiterin nicht geduldet. Meine Partnerin wurde zum Feind erklärt, der einen schlechten Einfluss auf mich ausübe und mich energetisch „hinunterziehe“.

Der Wendepunkt kam bei einer so genannten Visionssuche, einer geführten Auszeit in der Wildnis – alleine, ohne Schutz (Zelt) und ohne Nahrung vier Tage und vier Nächte in der Gebirgswüste des Hoch-Sinai. In einer durch einen brennenden Dornbusch (!) geschwärzten Steinformation fand ich einen vertrockneten Granatapfel – durchbohrt von einem Dorn. Spontan assoziierte ich damit das durchbohrte Herz Jesu Christi. Ich war erschüttert. Als ich in der Feedbackrunde den anderen Teilnehmern und den Leitern meinen Fund präsentierte, meinten diese, dass Granatapfel und Dorn eindeutig Symbole für die Genitalien von Mann und Frau seien. Ich konnte diesen Unsinn nicht fassen. Doch damit begann meine Umkehr.

Nach einer Nacht mit Sandsturm und einer weiteren mit Schneesturm sah ich in der letzten Nacht der Auszeit, der so genannten Visionsnacht, vom Hoch-Sinai auf mein gesamtes bisheriges „Esoterik-Leben“ – und da war nur noch ein großes Fragezeichen: „Was mache ich da überhaupt?“ Mit einem Mal waren alle scheinbaren Sicherheiten, das ganze Weltbild, auf dem mein bisheriges Leben beruht hatte, in Frage gestellt. Doch es war noch ein weiter Weg.

Ein Jahr später wurde ich auf einer Mexiko-Reise von der Vorsehung zu einer Erweckungs-Veranstaltung einer evangelikalen Gruppe geführt. Dort durfte ich – durch reine Gnade – Jesus Christus als den Sohn Gottes, als meinen Heiland und Retter, der mich durch sein Leiden und seinen Tod am Kreuz erlöst hat, erkennen. Ich schaute auf den, den ich durch meine Sünden durchbohrt hatte. Ich schaute auf den lebendigen Granatapfel, das für mich geöffnete Herz Jesu. Trotz dieses Bekehrungserlebnisses war für mich sofort klar, dass die Evangelikalen nicht die Endstation meiner Reise waren. Bei all dem mitreißenden Enthusiasmus war doch zu wenig Tiefe spürbar.

Zurück in Wien, zog mich eine große innere Sehnsucht nach der Eucharistie zu den Sonntagsmessen in die Pfarrkirche Altottakring. Dort wurde an einem Sonntag in der vorösterlichen Bußzeit ein ständiger Diakon in sein Amt eingeführt. Als er am Ambo stand und sich vorstellte, hörte ich eine Stimme in meinem Inneren zu mir sagen: „Das ist deine Aufgabe!“ (Heute weiß ich: Gott schenkt nicht die Gnade der Bekehrung ohne eine Berufung, und keine Berufung ohne konkrete Sendung. Er will, dass wir Menschen – in all unserer Erbärmlichkeit – an seinem Erlösungswerk mitarbeiten.) Damals hatte ich keine Ahnung vom Ständigen Diakonat – Jahre später wurde ich von Kardinal Christoph Schönborn im Dom zu St. Stephan geweiht. Dazwischen lagen aber vor allem: Umkehr, Beichten, intensive geistliche Begleitung und zahlreiche Befreiungsgebete.

Die erste Beichte seit meiner Firmung war dabei der sicher wichtigste Schritt und ein Schlüsselerlebnis. In Altottakring wurde bekannt gegeben, dass ein gewisser Pater Bernhard vom Stift Heiligenkreuz in der Karwoche Beichte hören würde. Ich wusste sofort: Da muss ich hin! Von einem P. Bernhard Vošicky hatte hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört, aber Heiligenkreuz war mir schon früher als „sehr katholisch“ bekannt gewesen. Ich dachte mir: Also wenn schon katholisch, dann aber gleich richtig …

Bei der Beichte war wirklich Jesus vor mir. Der HERR. Aus P. Bernhard strahlte eine so überwältigende Liebe, dass ich nur noch weinen und schluchzen konnte. Er nahm meine Hand, und ich war von diesem Strom der Liebe Gottes dermaßen überwältigt, dass ich wusste: Jetzt bin ich zu Hause angekommen. Ich bin da. Endlich, endlich konnte ich diese riesige Last, die ich in all den Jahren mit mir schleppte, die immer größer und erdrückender, ja aussichtslos wurde, auf IHN werfen. Im Bewusstsein, dass ER sie für mich bereits getragen hat. Hinauf auf das Kreuz. Ja, ich habe es erfahren und bezeuge es: Durch seine Wunden bin ich geheilt.

55553Markus Michael Riccabona (Foto) ist ständiger Diakon, verheiratet und Leiter des Referats für Kommunikation der Diözese St. Pölten.

Foto links (c) Elisabeth Fürst
Dieser Beitrag erschien zuerst in „Feuer und Licht“, Nr. 243 Mai 2016.

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Quelle

Papstpredigt an Diakone: Volltext

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Grün: Bischöfe und Priester. Weiß: die Diakone

Hier finden Sie den Volltext der Papstpredigt bei der Heilig-Jahr-Feier mit Diakonen auf dem Petersplatz an diesem Sonntag. In den offiziellen Text haben wir die spontanen Hinzufügungen des Papstes eingearbeitet.

»Knecht Christi« (Gal 1,10). Wir haben diesen Ausdruck gehört, mit dem der Apostel Paulus sich in seinem Schreiben an die Galater bezeichnet. Zu Beginn des Briefes hatte er sich als »Apostel« nach dem Willen des Herrn Jesus vorgestellt (vgl. Gal 1,1). Die beiden Begriffe – Apostel und Knecht – stehen beisammen, sie können nicht getrennt werden; sie sind die beiden Seiten ein und derselben Medaille: Wer Jesus verkündet, ist berufen zu dienen, und wer dient, verkündet Jesus.

Der Herr hat es uns als Erster gezeigt: Er, das Wort des Vaters, er, der uns die frohe Botschaft gebracht hat (vgl. Jes 61,1), der selbst die frohe Botschaft ist (vgl. Lk 4,1) – er wurde unser Diener (vgl. Phil 2,7), er »ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen« (Mk 10,45). »Er ist der Diener aller geworden«, schrieb ein Kirchenvater (hl. Polykarp, Brief an die Philipper V,2). Wie er es getan hat, so sind seine Verkünder berufen, es zu tun. Der Jünger Jesu kann keinen anderen Weg gehen als den des Meisters, sondern wenn er ihn verkünden will, muss er ihn nachahmen, wie Paulus es getan hat: danach streben, Diener zu werden. Anders gesagt, wenn das Evangelisieren die Sendung ist, die jedem Christen in der Taufe übergeben wurde, dann ist das Dienen der Stil, mit dem diese Sendung gelebt werden muss, die einzige Art und Weise, ein Jünger Jesu zu sein. Sein Zeuge ist, wer es ihm gleichtut: wer den Brüdern und Schwestern dient, ohne des demütigen Christus müde zu werden, ohne des christlichen Lebens müde zu werden, das ein Leben des Dienens ist.

Wo soll man anfangen, um »tüchtige und treue Diener« (vgl. Mt 25,21) zu werden? Als ersten Schritt sind wir aufgefordert, die Verfügbarkeit zu leben. Der Knecht lernt jeden Tag, sich davon zu lösen, alles für sich selbst zu verfügen und über sich selbst zu verfügen, wie er will. Er trainiert sich jeden Morgen darin, das Leben hinzugeben, zu denken, dass jeder Tag nicht ihm gehört, sondern als Selbsthingabe zu leben ist. Denn wer dient, wacht nicht eifersüchtig über seine eigene Zeit, er verzichtet sogar darauf, der Herr seines Tagesablaufs zu sein. Er weiß, dass die Zeit, die er lebt, nicht ihm gehört, sondern ein Geschenk ist, das er von Gott erhält, um es seinerseits zu schenken: nur so wird sie wirklich fruchtbar werden. Wer dient, ist nicht Sklave des Terminkalenders, den er festlegt, sondern willig stellt er sich dem nicht Geplanten zur Verfügung: bereit für den Bruder oder die Schwester und offen für das Unvorhergesehene, an dem es nie fehlt und das oft die tägliche Überraschung Gottes ist. Der Knecht ist offen für die Überraschung, die täglichen Überraschungen Gottes. Der Knecht versteht, die Fenster seiner Zeit und seiner Räume für den neben ihm zu öffnen und auch für den, der zur Unzeit anklopft – auf die Gefahr hin, die verdiente Ruhe zu unterbrechen oder etwas liegen zu lassen, das ihm gefällt. Der Knecht vernachlässigt die Arbeitszeiten. Mir tut es im Herzen weh, wenn ich in den Pfarreien Dienstzeiten sehe: von soundsoviel bis soundsoviel Uhr. Danach? Keine offene Tür, kein Priester, kein Diakon, kein Laie, um die Leute zu empfangen. Das tut weh. Die Dienstzeiten vernachlässigen: den Mut dazu haben, die Dienstzeiten zu vernachlässigen! Wenn ihr, liebe Diakone, die Verfügbarkeit auf diese Weise lebt, dann wird euer Dienst von jedem Vorteilsdenken frei sein und fruchtbar sein im Sinne des Evangeliums.

Auch das heutige Evangelium spricht uns vom Dienen, da es uns zwei Diener zeigt, woraus wir wertvolle Lehren ziehen können: den Diener des Hauptmanns, der von Jesus geheilt wird, und den Hauptmann selbst, der im Dienst des Kaisers steht. Die Worte, die der Hauptmann Jesus überbringen lässt, damit er nicht bis in sein Haus kommt, sind überraschend und oft das Gegenteil unserer Gebete: »Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst« (Lk 7,6). »Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen« (V. 7). »Auch ich muss Befehlen gehorchen« (V. 8). Über diese Worte ist Jesus erstaunt. Ihn berührt die große Demut des Hauptmanns, seine Milde. Und die Milde ist eine der Tugenden des Diakons, nicht wahr? Wenn der Diakon milde ist, ist er ein Knecht und äfft nicht etwa den Priester nach, nein, nein – er ist milde. Angesichts der Schwierigkeit, die ihn betrübte, hätte er sich erregen und sich anmaßen können, erhört zu werden, indem er seine Autorität geltend machte. Er hätte Jesus eindringlich überzeugen, sogar zwingen können, in sein Haus zu kommen. Stattdessen macht er sich klein, zurückhaltend, er erhebt nicht die Stimme und will nicht stören. Er verhält sich – vielleicht ohne es zu wissen – nach dem Stil Gottes, der »gütig und von Herzen demütig« ist (Mt 11,29). Denn Gott, der die Liebe ist, geht aus Liebe sogar so weit, uns zu dienen: er ist mit uns geduldig, gütig, immer bereit und wohlgesonnen, er leidet wegen unserer Fehler und sucht den Weg, uns zu helfen und uns besser zu machen. Dies sind auch die gütigen und demütigen Züge des christlichen Dienens, das darin besteht, Gott nachzuahmen im Dienst an den anderen: indem wir sie mit geduldiger Liebe annehmen; indem wir sie verstehen, ohne es müde zu werden; sie spüren lassen, dass sie zu Hause, in der kirchlichen Gemeinschaft angenommen sind, wo nicht der groß ist, der befehligt, sondern der dient (vgl. Lk 22,26). Und niemals herumschreien: niemals! Auf diese Weise, liebe Diakone, in der Güte wird eure Berufung als Diener der Liebe reifen.

Nach dem Apostel Paulus und dem Hauptmann gibt es in den heutigen Lesungen einen dritten Diener, nämlich den, der von Jesus geheilt wird. In der Erzählung heißt es, dass sein Herr ihn sehr schätzte und dass er krank war, aber man weiß nicht, welche schwere Krankheit er hatte (vgl. Lk 7,2). In gewisser Weise können auch wir uns in diesem Diener erkennen. Jeder von uns wird von Gott sehr geschätzt, geliebt und erwählt; jeder von uns ist gerufen zu dienen, doch muss er zuallererst innerlich geheilt werden. Um fähig zu sein für den Dienst, brauchen wir die Gesundheit des Herzens: ein von Gott geheiltes Herz, das spürt, dass ihm vergeben wurde, und das weder verschlossen noch hart ist. Es wird uns gut tun, jeden Tag vertrauensvoll dafür zu beten, darum zu bitten, von Jesus geheilt zu werden, ihm ähnlich zu werden, der „uns nicht mehr Knechte nennt, sondern Freunde“ (vgl. Joh 15,15). Liebe Diakone, jeden Tag könnt ihr im Gebet um diese Gnade bitten – in einem Gebet, wo die Mühen, das Unvorhergesehene, die Müdigkeit und die Hoffnungen vorgetragen werden: ein echtes Gebet, das das Leben vor den Herrn trägt und den Herrn in das Leben. Und wenn ihr am Tisch der Eucharistie dient, werdet ihr dort die Gegenwart Jesu finden, der sich euch schenkt, damit ihr ihn den anderen schenkt.

Auf diese Weise – verfügbar im Leben, gütig von Herzen und im beständigen Dialog mit Jesus – werdet ihr keine Angst haben, Knechte Christi zu sein, dem Fleisch des Herrn in den Armen von heute zu begegnen und es zu liebevoll zu berühren.

(rv 29.05.2016 sk)