Bronzestatue der ​Jungfrau von Aparecida​ in den Vatikanischen Gärten aufgestellt

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Aparecida, Neue Basilika / Wikimedia Commons – Valter Campanato/ABr, CC BY 3.0 BR

Papst Franziskus betet für das krisengeschüttelte Brasilien

Am Samstagmorgen, um 9.30 Uhr, ist in Anwesenheit von Papst Franziskus eine kleine Bronzestatue der Jungfrau von Aparecida in den Vatikanischen Gärten aufgestellt worden.

Der argentinische Papst hatte in den ersten Monaten nach seiner Wahl sein Pontifikat unter den Schutz von „Nossa Senhora Aparecida“, „Königin und Patronin von Brasilien“, gestellt.

„Ich bin froh, dass die Jungfrau von Aparecida in den Gärten ist“, so sagte der Papst am Samstag im Laufe der kurzen Zeremonie. „Im Jahr 2013 hatte ich versprochen, dass ich nächstes Jahr wiederkommen werde. Ich weiß nicht, ob dies möglich sein wird“, so sagte er weiter. „Aber ich werde sie hier wenigstens näher bei mir haben“, so fuhr er fort.

Papst Franziskus lud alle ein, zur Jungfrau von Aparecida wegen der schweren Krise, in der sich Brasilien befindet, zu beten, „damit sie ihr Volk durch die soziale Gerechtigkeit und durch die Liebe Jesu Christi rette“, so sagte er.

Die Statue sei damals von armen Arbeitern aufgefunden worden, so erinnerte der Papst weiter. „Möge sie heute von allen gefunden werden, vor allem von denjenigen, die Arbeit, Erziehung brauchen, von denjenigen, die ihrer Würde beraubt worden sind“, so betonte er.

Das größte und mächtigste Land Südamerikas wird zurzeit von einer schweren Staatskrise erschüttert. Letzte Woche setzte der Senat von Brasilia die 2010 gewählte und 2014 wiedergewählte Staatspräsidentin Dilma Roussef mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit ab.

Das Gnadenbild in den Vatikanischen Gärten ist eine Initiative der brasilianischen Botschaft beim Heiligen Stuhl sowie der Erzdiözese von Aparicida, dessen Erzbischof, Kardinal Raymundo Damasceno Assis, an der kurzen Zeremonie teilnahm.

Nächstes Jahr feiert die Kirche Brasiliens den 300. Jahrestag der Auffindung der kleinen Marienstatue. Am 12. Oktober 1717 fanden drei Fischer – Domingos Garcia, Filipe Pedroso und João Alves – beim Fischen in den Gewässern des Flusses Paraíba die kleine, zerbrochene und verwitterte Terrakottafigur der Jungfrau in ihren Netzen.

Die ab 1955 von den Redemptoristen gebaute „neue Basilika“ von Aparecida ist heute das größte Marienheiligtum der Welt und empfängt jährlich mehr als 7 Millionen Besucher.

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