Hat Papst Franziskus im Dokument „über die Brüderlichkeit aller Menschen“ die allein GOTT-gewollte Religion geleugnet?

Vorausgehend das wichtigste Zitat aus dem „DOKUMENT ÜBER DIE BRÜDERLICHKEIT ALLER MENSCHEN FÜR EIN FRIEDLICHES ZUSAMMENLEBEN IN DER WELT„, in dem der betreffende Passus enthalten ist: dass der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion einem weisen göttlichen Willen entspreche.

Dieses Dokument bekräftigt im Einklang mit den vorausgehenden Internationalen Dokumenten, die die Wichtigkeit der Rolle der Religionen im Aufbau des weltweiten Friedens hervorgehoben haben, das Folgende:

–    Die feste Überzeugung, dass die wahren Lehren der Religionen dazu einladen, in den Werten des Friedens verankert zu bleiben; dass sie dazu anregen, die Werte des gegenseitigen Kennens, der Brüderlichkeit aller Menschen und des allgemeinen Miteinanders zu vertreten; dass sie darauf hinwirken, dass die Weisheit, die Gerechtigkeit und die Nächstenliebe wiederhergestellt werden und der Sinn für die Religiosität unter den jungen Menschen wiedererweckt wird, um die neuen Generationen vor der Vorherrschaft des materialistischen Gedankenguts, vor der Gefahr der politischen Handlungsweisen der Gier nach maßlosem Gewinn und vor der Gleichgültigkeit zu schützen, die alle auf dem Gesetz der Kraft und nicht auf der Gesetzeskraft begründet sind.

–    Die Freiheit ist ein Recht jedes Menschen: ein jeder genießt Bekenntnis-, Gedanken-, Meinungs- und Handlungsfreiheit. Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit und auf die Freiheit, anders zu sein, ableitet. Deshalb wird der Umstand verurteilt, Menschen zu zwingen, eine bestimmte Religion oder eine gewisse Kultur anzunehmen wie auch einen kulturellen Lebensstil aufzuerlegen, den die anderen nicht akzeptieren.

 

Wenn man diesen Abschnitt aus dem «Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt» vorurteilsfrei aufmerksam und nachdenklich liest, kann man eigentlich keine Falschheit oder Irrlehre darin finden.

In allen Religionen gibt es wahre Lehren; aber es gibt nicht mehrere wahre Religionen. Gott hat den Menschen so erschaffen, dass er Willensfreiheit genießt. Er zwingt den Menschen nicht, an IHN zu glauben, IHM zu gehorchen. Er gewährt ihm in Seiner Weisheit Zeit, IHN auch über Irrwege zu finden, IHN wahrhaft kennen zu lernen und dann die einzig wahre Religion schließlich voll anzunehmen.

Gottes WILLE ist es, dass ALLE MENSCHEN ALLES annehmen und leben/erfüllen, was ER ihnen offenbart und geboten hat; und das heißt, dass sie alle letztlich alles annehmen, alles glauben, was ER durch Seinen Sohn JESUS CHRISTUS geoffenbart, gelehrt und festgesetzt hat. Aber es ist Sein weiser göttlicher WILLE, dass ER ihnen die FREIHEIT gibt und lässt, Seinen WILLEN zeit ihres Lebens zu erfüllen oder nicht.

Papst Franziskus leugnet demnach mit diesem Dokument nicht, dass die katholisch-christliche Religion DIE EINZIGE VON GOTT GEWOLLTE RELIGION ist.

Paul O. Schenker

Athanasius Schneider: „Die Vielfalt der Religionen ist nicht gottgewollt“

Weihbischof Athanasius Schneider über den Glanz der Gotteskindschaft

DER CHRISTLICHE GLAUBE IST DIE EINZIG GÜLTIGE RELIGION UND DER EINZIGE VON GOTT GEWOLLTE GLAUBE

Der christliche Glaube ist die einzig gültige Religion und der einzige von Gott gewollte Glaube. Msgr. Athanasius Schneider, Weihbischof des Erzbistums Astana in Kasachstan, veröffentlichte nach der jüngsten Reise von Papst Franziskus in die Vereinigten Arabischen Emirate eine Stellungnahme. Darin korrigiert er die Aussagen von Franziskus, daß der religiöse Pluralismus dem „weisen, göttlichen Willen“ entspreche, also gottgewollt sei. So hatte es Franziskus in Abu Dhabi erklärt, und so steht es in einem „Dokument für die universale Brüderlichkeit“, das er zusammen mit dem Großimam von Al-Azhar unterzeichnete.

 

Das Geschenk der Gotteskindschaft

Die Wahrheit der Gotteskindschaft in Christus, die an sich übernatürlich ist, bildet die Synthese aller göttlichen Offenbarungen. Die Gotteskindschaft ist immer ein Geschenk der Gnade, das erhabenste Geschenk Gottes an die Menschheit. Dieses Geschenk wird jedoch nur durch den persönlichen Glauben an Christus und durch den Empfang der Taufe erlangt, wie der Herr selbst gesagt hat:

„Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, daß ich dir sagte: Ihr müßt von neuem geboren werden“ (Joh 3,5-7).

In den vergangenen Jahrzehnten gab es oft – sogar aus dem Mund einiger Vertreter der kirchlichen Hierarchie – Aussagen zur Theorie der „anonymen Christen“. Diese Theorie besagt folgendes: Die Mission der Kirche in der Welt würde letztendlich darin bestehen, das Bewußtsein zu wecken, das alle Menschen von ihrer Errettung in Christus und folglich ihrer Gotteskindschaft hätten. Denn nach dieser Theorie würde jeder Mensch bereits in der Tiefe seiner Person die Gotteskindschaft besitzen. Eine solche Theorie widerspricht jedoch direkt der göttlichen Offenbarung, wie Christus sie gelehrt hat, und wie seine Apostel und die Kirche seit zweitausend Jahren unveränderlich und ohne jeden Zweifel überliefert haben.

In seinem Essay „Die Kirche aus Juden und Heiden“ (1933) hatte der bekannte Konvertit und Exeget, Erik Peterson, schon lange zuvor vor der Gefahr einer solchen Theorie gewarnt , als er erklärte, daß wir das Christsein nicht auf die natürliche Ordnung reduzieren können, in der die Früchte der Erlösung, die von Jesus Christus gewirkt wurde, generell jedem Menschen als eine Art Erbschaft zugeschrieben werden, nur weil er die Menschennatur mit dem menschgewordenen Wort teile. Die Gotteskindschaft ist jedoch kein automatisches Ergebnis, das durch die bloße Zugehörigkeit zur Menschheit garantiert wird.

Der heilige Athanasius (vgl. Oratio contra Arianos II, 59) hinterließ uns eine einfache und zugleich genaue Erklärung des Unterschieds zwischen dem natürlichen Zustand der Menschen als Geschöpfe Gottes und der Herrlichkeit, Kinder Gottes in Christus zu sein. Der heilige Athanasius entfaltet sein Denken, indem er von den Worten des heiligen Evangeliums nach Johannes ausgeht, das sagt:

„Allen aber, die ihn aufnahmen, / gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, / allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, / nicht aus dem Willen des Fleisches, / nicht aus dem Willen des Mannes, / sondern aus Gott geboren sind“ (Joh 1,12-13).

Johannes verwendet den Ausdruck „aus Gott geboren“, um zu sagen, daß der Mensch nicht von Natur aus ein Kind Gottes ist, sondern durch Adoption wird. Diese Tatsache zeigt die Liebe Gottes, da derjenige, der ihr Schöpfer ist, dann durch die Gnade auch zu ihrem Vater wird. Dies geschieht, wie der Apostel sagt, wenn Menschen in ihrem Herzen den Geist des menschgewordenen Sohnes empfangen, der in ihnen ruft: „Abba, Vater!“ Der heilige Athanasius fährt fort, indem er sagt: Als erschaffene Wesen können die Menschen Kinder Gottes ausschließlich durch den Glauben und die Taufe werden, indem sie den Geist des wahren und natürlichen Sohnes Gottes empfangen. Genau aus diesem Grund ist das Wort fleischgeworden, um die Menschen fähig zu machen, als Kinder adoptiert zu werden und an der göttlichen Natur teilzuhaben. Folglich ist Gott von Natur aus im strengen Sinne nicht der Vater der Menschen. Nur wer bewußt Christus annimmt und getauft wird, wird in der Wahrheit rufen können: „Abba, Vater“ (Röm 8,15, Gal 4,6).

Von Anfang an gab es in der Kirche die Feststellung, wie Tertullian bezeugt:

„Man wird nicht als Christ geboren, ein Christ wird man“ (Apg. 18, 5).

Und der hl. Cyprian von Karthago hat diese Wahrheit gesichert formuliert:

„Gott kann nicht zum Vater haben, wer nicht die Kirche zur Mutter hat“ (De unit. 6).

Die dringlichste Aufgabe der Kirche in unserer heutigen Zeit ist es, sich um den geistigen Klimawandel und das Klima der geistigen Migration zu kümmern, damit das Klima des Nicht-Glaubens an Jesus Christus und das Klima der Ablehnung des Königtums Christi in ein Klima umgewandelt werden des ausdrücklichen Glaubens an Jesus Christus und der Annahme seines Königtums, und daß die Menschen aus dem Elend der geistigen Sklaverei des Nicht-Glaubens emigrieren können zum Glück, Kinder Gottes zu sein, und aus einem Leben in der Sünde in den Stand der heiligmachenden Gnade. Das sind die Migranten, derer wir uns dringend annehmen müssen.

Das Christentum ist die einzige von Gott gewollte Religion, daher kann das Christentum niemals komplementär neben andere Religionen gestellt werden. Wer die These vertritt, daß Gott die Vielfalt der Religionen wolle, verletzt die Wahrheit der göttlichen Offenbarung, wie sie im Ersten Gebot des Dekalogs unmißverständlich bekräftigt wir. Nach dem Willen Christi muß der Glaube an Ihn und Seine göttliche Lehre die anderen Religionen ersetzen , jedoch nicht mit Gewalt, sondern mit einer liebevollen Überzeugung, wie es der Lobgesang des Christkönigsfestes ausdrückt:

„Non Ille regna cladibus, non vi metuque subdidit: alto levatus stipite, amore traxit omnia“(„Nicht mit dem Schwert, der Kraft und der Angst unterwirft Er die Völker, sondern erhöht am Kreuz zieht Er alles liebend an sich“).

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6).

Der menschgewordene Sohn Gottes hat gelehrt, daß es außerhalb des Glaubens an Ihn keine wahre Religion geben kann, die Gott gefällt:

„Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden“ (Joh 10, 9).

Gott hat allen Menschen ausnahmslos geboten, auf seinen Sohn zu hören:

„Dies ist mein geliebter Sohn; auf Ihn sollt ihr hören“ (Mk 9,7).

Gott hat nicht gesagt: „Sie können Meinem Sohn oder anderen Religionsstiftern zuhören, da es Mein Wille ist, daß es verschiedene Religionen gibt.“

Gott hat die Anerkennung der Religion anderer Götter verboten:

„Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“ (Ex 20,3) und „Was haben denn Gerechtigkeit und Gesetzwidrigkeit miteinander zu tun? Was haben Licht und Finsternis gemeinsam? Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Beliar? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern?“ (2 Kor 6,14-16).

Wenn die anderen Religionen gleichermaßen dem Willen Gottes entsprechen würden, hätte es zur Zeit von Moses keine göttliche Verurteilung der Religion des goldenen Kalbes gegeben (siehe Ex 32, 4-20). Dann könnten die heutigen Christen die Religion eines neuen goldenen Kalbes ungestraft kultivieren, da nach dieser Theorie alle Religionen ebenso gottgefällig wären.

Gott gab den Aposteln und durch sie der Kirche für alle Zeiten den feierlichen Befehl, alle Völker und die Anhänger aller Religionen in dem einen wahren Glauben zu unterweisen, sie zu lehren, alle seine göttlichen Gebote zu beachten und sie zu taufen (siehe Mt 28,19-20). Seit die Apostel und der erste Papst zu predigen begonnen haben, hat die Kirche immer verkündet, daß es in keinem anderen Namen eine Erlösung gibt, das heißt, es gibt keinen anderen Glauben unter dem Himmel durch den Menschen gerettet werden können, außer im Namen und Glauben an Jesus Christus (siehe Apostelgeschichte 4, 12).

Mit den Worten des heiligen Augustinus lehrte die Kirche zu allen Zeiten:

„Nur die christliche Religion weist den für alle offenen Weg für das Heil der Seele. Ohne sie wird niemand gerettet. Dies ist der Königsweg, denn er allein führt nicht zu einem Reich das durch irdische Höhe schwankt, sondern zu einem dauerhaften Reich in der stabilen Ewigkeit“ (De civitate Dei, 10, 32,1).

Die folgenden Worte des großen Papstes Leo XIII. bezeugen dieselbe, zu allen Zeiten unveränderliche Lehre des Lehramts, indem er versicherte:

„Der große moderne Irrtum des religiösen Indifferentismus und der Gleichheit aller Kulte ist der geeignetste Weg, alle Religionen zu vernichten und vor allem die katholische, die als einzig wahre nicht ohne enorme Ungerechtigkeit in ein Bündel mit den anderen zusammengenommen werden kann“ (Enzyklika Humanum genus , Nr. 16).

In jüngster Zeit hat das Lehramt im Dokument „Dominus Iesus“ (6. August 2000) im Wesentlichen dieselbe unveränderliche Lehre vorgelegt, aus der wir relevante Aussagen zitieren:

„Der theologale Glaube, die Annahme der durch den einen und dreifaltigen Gott geoffenbarten Wahrheit, wird deswegen oft gleichgesetzt mit der inneren Überzeugung in den anderen Religionen, mit religiöser Erfahrung also, die noch auf der Suche nach der absoluten Wahrheit ist und der die Zustimmung zum sich offenbarenden Gott fehlt. Darin liegt einer der Gründe für die Tendenz, die Unterschiede zwischen dem Christentum und den anderen Religionen einzuebnen, ja manchmal aufzuheben“(Nr. 7). „Im Gegensatz zum christlichen und katholischen Glauben stehen jedoch Lösungsvorschläge, die ein Heilswirken Gottes außerhalb der einzigen Mittlerschaft Christi annehmen“ (Nr. 14). „Nicht selten wird der Vorschlag gemacht, in der Theologie Ausdrücke wie »Einzigkeit«, »Universalität« oder »Absolutheit« zu vermeiden, weil dadurch der Eindruck entstünde, die Bedeutung und der Wert des Heilsereignisses Jesu Christi würde gegenüber den anderen Religionen in übertriebener Weise betont. In Wirklichkeit bringen diese Worte nur die Treue zum Offenbarungsgut zum Ausdruck, weil sie sich aus den Glaubensquellen selbst ergeben“ Nr. 15). „Aus dem Gesagten geht klar hervor, daß es dem katholischen Glauben widerspräche, die Kirche als einen Heilsweg neben jenen in den anderen Religionen zu betrachten, die komplementär zur Kirche, ja im Grunde ihr gleichwertig wären, insofern sie mit dieser zum eschatologischen Reich Gottes konvergierten“ (Nr. 21). Die Glaubenswahrheit schließt zugleich radikal jene Mentalität des Indifferentismus aus, die „durchdrungen ist von einem religiösen Relativismus, der zur Annahme führt, daß ‚eine Religion gleich viel gilt wie die andere’“ (Nr. 22).

Die Apostel und unzählige christliche Märtyrer aller Zeiten, besonders die der ersten drei Jahrhunderte, hätten sich das Martyrium erspart, wenn sie gesagt hätten: „Die heidnische Religion und ihr Kult ist ein Weg, der auch dem Willen Gottes entspricht“. Es hätte beispielsweise kein christliches Frankreich gegeben, „die älteste Tochter der Kirche“, wenn der heilige Remigius dem König der Franken, Chlodwig, gesagt hätte: „Du darfst deine heidnische Religion nicht aufgeben; du kannst die Religion Christi zusammen mit deiner heidnischen Religion praktizieren“. In Wirklichkeit sagte der heilige Bischof anderes, und das sogar auf sehr strenge Weise: „Liebe, was du verbrannt hast, und verbrenne, was du geliebt hast!“

Eine wahre universale Brüderlichkeit kann nur in Christus existieren, das heißt zwischen getauften Personen. Die volle Ehre der Gotteskindschaft wird nur in der seligen Schauung Gottes im Himmel erreicht, wie es die Heilige Schrift lehrt:

„Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Liebe Brüder, jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, daß wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1 Joh 3, 1-2).

Keine Autorität auf Erden – nicht einmal die höchste Autorität der Kirche – hat das Recht, jeden Anhänger einer anderen Religion vom expliziten Glauben an Jesus Christus zu dispensieren, das heißt vom Glauben an den menschgewordenen Sohn Gottes und einzigen Erlöser der Menschen, mit der Versicherung, daß die verschiedene Religionen als solche von Gott selbst gewollt seien. Denn unauslöschlich – weil mit dem Finger Gottes geschrieben und kristallklar in seiner Bedeutung – bleiben jedoch die Worte des Sohnes Gottes:

„Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat“ (Joh 3, 18).

Diese Wahrheit war bis jetzt in allen christlichen Generationen gültig und wird bis zum Ende der Zeiten gültig bleiben, ungeachtet der Tatsache, daß einige Personen in der Kirche unserer Zeit so instabil, feige, sensationsgierig und konformistisch sind, diese Wahrheit in einem entgegengesetzten Wortsinn umzuinterpretieren, aber diese Neuinterpretation als Kontinuität in der Entwicklung der Lehre ausgeben.

Außerhalb des christlichen Glaubens kann keine andere Religion ein wahrer und von Gott gewollter Weg sein, weil es der ausdrückliche Wille Gottes ist, daß alle Menschen an Seinen Sohn glauben:

„Denn es ist der Wille meines Vaters, daß alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und daß ich sie auferwecke am Letzten Tag“ (Joh 6,40).

Außerhalb des christlichen Glaubens ist keine andere Religion imstande, das wahre übernatürliche Leben zu vermitteln:

„Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast“ (Joh 17, 3).

8. Februar 2019

+ Athanasius Schneider
Weihbischof der Erzdiözese der Allerheiligsten Jungfrau Maria in Astana

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Quelle

Kardinal Burke: Die Erklärung des Papstes, wonach es „Gottes Wille sei, dass es eine Verschiedenheit von Religionen gebe“, ist nicht korrekt.


Es geht um folgende Passage im „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“:

„Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat.“


 

19. Februar 2019 ( LifeSiteNews ) – Kardinal Raymond Burke hält die umstrittene Erklärung in einer von Papst Franziskus in Abu Dhabi Anfang des Monats unterzeichneten gemeinsamen katholisch-muslimischen Erklärung, die besagt, dass Gott eine Vielfalt von Religionen will, falsch ist und entfernt werden sollte.

Die Aussage „muss aus dieser Vereinbarung entfernt werden, weil sie nicht korrekt ist“, sagte Burke.

Der emeritierte Präfekt der Apostolischen Signatur trat zahlreichen Theologen und Philosophen bei, die die Passage kritisiert haben, wonach die „Vielfalt der Religionen“ „von Gott gewollt“ sei.

Papst Franziskus unterzeichnete am 4. Februar zusammen mit Sheikh Ahmed el-Tayeb, dem großen Imam der ägyptischen al-Azhar-Moschee, das Dokument „Über die menschliche Brüderlichkeit für den Weltfrieden und das Zusammenleben“.

Die Unterzeichnung war Teil eines interreligiösen Treffens während des dreitägigen Besuchs von Francis in den Vereinigten Arabischen Emiraten vom 3. bis 5. Februar, dem ersten Besuch eines Papstes auf der Arabischen Halbinsel.

Während der Vatikan das Dokument „einen wichtigen Schritt nach vorne“ in den christlich-muslimischen Beziehungen und ein „mächtiges Zeichen für Frieden und Hoffnung für die Zukunft der Menschheit“ genannt hat, sagen einige, dass die Passage dem katholischen Glauben zu widersprechen scheint.

Andere haben die mit der Aussage verbundene Kontroverse heruntergespielt.

Die vollständige Passage lautet:

–    Die Freiheit ist ein Recht jedes Menschen: ein jeder genießt Bekenntnis-, Gedanken-, Meinungs-, und Handlungsfreiheit. Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit und auf die Freiheit, anders zu sein, ableitet. Deshalb wird der Umstand verurteilt, Menschen zu zwingen, eine bestimmte Religion oder eine gewisse Kultur anzunehmen wie auch einen kulturellen Lebensstil aufzuerlegen, den die anderen nicht akzeptieren.

In den Kommentaren zum National Catholic Register beobachtete Burke, wie einige versucht haben, die Aussage zu erklären, indem sie sagten, der Papst beziehe sich auf den permissiven = zulassenden Willen Gottes – dass andere Religionen ein „Übel sind, das Gott erlaubt“.

Dem Kardinal zufolge heißt es in dem Dokument von Abu Dhabi jedoch nicht, dass „die Pluralität oder Vielfalt der Religionen gut ist“.

„Das ist eine falsche Vorstellung“, sagte Burke. „Es ist sicherlich verwirrend für die Gläubigen in Bezug auf die Erlösung, die nur durch Christus zu uns gelangt.“

Burke ist nicht alleine damit, dass die Aussage falsch ist und aus dem Dokument entfernt werden muss.

Die Passage widerspricht der Großen Kommission

Der österreichische katholische Philosoph Josef Seifert fragte: „Wie kann Gott, der seine Jünger zur ganzen Welt schickt, um zu predigen und sie taufen lassen will, jedwelche christliche Häresie gewollt haben, geschweige denn Religionen, die den Glauben ablehnen, von dem Jesus zu Nicodemus sagt, dass wer an ihn glaubt, gerettet wird, und wer nicht glaubt, verdammt werden wird (Johannes 3:18)?“

Die Passage widerspricht der Großen Aussendung, sagte Seifert. Dies ist die Anweisung Christi, aus allen Nationen Jünger zu machen, sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes zu taufen und seine Lehre zu verbreiten. Stattdessen wird aus Gott „ein Relativist“, sagte Seifert, der weder weiß, dass es nur eine Wahrheit gibt, noch sich darum kümmert, ob die Menschen „an die Wahrheit oder an das Falsche glauben“.

Seifert forderte Papst Franziskus auf, den Satz zu „widerrufen“, der „einen totalen Bruch mit der Logik sowie mit der biblischen und kirchlichen Lehre darstellt“.

„Scheint die Lehre des Evangeliums aufzuheben“

Der Historiker der Kirche, Professor Robert de Mattei, sagte, die problematische Aussage über den Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, die „von Gott gewollt“ seien, und die damit verbundene Forderung seitens Francis, dass Christen und Muslime in die „Arche der Bruderschaft“ eintreten sollen, ein Hinweis auf die Genesis-Flut-Erzählung von der Arche Noahs, „die Lehre des Evangeliums aufzuheben scheint“.

Die Arche wird von St. Paul in Heb.11: 7 als eine Zuflucht der Erlösung für die Gläubigen und ein Zeichen des Verderbens für die Welt, sagte de Mattei.

„Die katholische Tradition hat daher in der Arche Noah immer das Symbol der Kirche gesehen, außerhalb derer es keine Erlösung gibt“, sagte er.

„Ein grundlegender Unterschied im Glauben an Gott und im Bild des Menschen von dem anderer Religionen“

In seinem Manifest, das vier Tage nach der umstrittenen Erklärung von Abu Dhabi freigegeben worden war, sagte der deutsche Kardinal Gerhard Müller, ehemaliger Leiter der Glaubenskongregation des Vatikans,:

Die Unterscheidung der drei Personen in der göttlichen Einheit (CCC 254) kennzeichnet einen grundlegenden Unterschied im Glauben an Gott und im Bild des Menschen von dem der anderen Religionen. Die Religionen stimmen genau hinsichtlich dieses Glaubens an Jesus, den Christus, nicht überein. … Daher bezieht sich der erste Brief von Johannes auf jemanden, der Seine Göttlichkeit als Antichrist leugnet (1. Johannes 2, 22), da Jesus Christus, der Sohn Gottes, von Ewigkeit her mit Gott, seinem Vater, vereinigt ist (CCC 663).

„Das Christentum ist die einzige von Gott gewollte Religion“

Bischof Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana, Kasachstan, veröffentlichte nach der Veröffentlichung des Dokuments von Abu Dhabi eine Erklärung, in der er die Über-Betonung des Franziskus-Pontifikats auf Immigration und das umstrittene Konzept des angeblich vom Menschen verursachten Klimawandels hervorhob. Er sagte unter anderem: „Die dringlichste Aufgabe der Kirche in unserer Zeit ist es, sich um die Veränderung des geistigen Klimas und um die spirituelle Migration zu kümmern.“

„Das Christentum ist die einzige von Gott gewollte Religion“, sagte Schneider. „Deshalb kann es niemals komplementär neben anderen Religionen platziert werden. Diese würden gegen die Wahrheit der göttlichen Offenbarung verstoßen, wie es im Ersten Gebot des Dekalogs unmissverständlich bestätigt wird, der behaupten würde, dass die Vielfalt der Religionen der Wille Gottes ist.“

„Falsch … eigentlich ketzerisch“

Ein dominikanischer Theologe, der anonym bleiben möchte, teilte LifeSiteNews mit, dass die umstrittene Passage in der Erklärung von Abu Dhabi “ in ihrem offensichtlichen Sinn falsch und tatsächlich ketzerisch ist“.

„Die verschiedenen Religionen sagen unvereinbare Dinge darüber, wer Gott ist und wie er angebetet werden möchte. Deshalb können sie nicht alle wahr sein. Deshalb kann Gott, der die Wahrheit ist, nicht alle Religionen wollen“, sagte er.

„Gott lässt zu, dass nicht-katholische Religionen existieren“, fuhr der dominikanische Theologe fort. „Aber etwas zuzulassen ist keine Weise, es zu wollen, es ist eine Weise, es nicht verhindern zu wollen. So erlaubt Gott, dass viele unschuldige Menschen getötet werden, aber er will es nicht. Wir würden nicht über den permissiven Willen Gottes sprechen, zum Beispiel Juden zu vergasen.“

Der Theologe wies LifeSiteNews auf weitere problematische Formulierungen in der Erklärung hin, indem er den Begriff „Glaube an Gott“ verwendete, um die Behauptung zu bestätigen, dass Gott existiert oder an irgendeine Art angeblicher Offenbarung, auch an eine nichtchristliche, glaubt.

„Der Glaube ist die Tugend, durch die Gott uns dazu bewegt, dem zuzustimmen, was Er durch die Propheten des Alten Testaments und die Apostel des Neuen Testaments und vor allem durch Seinen Sohn offenbart hat“, sagte er. „Menschen, die an nichtchristliche Religionen glauben, tun dies also nicht aus Glauben… sondern aus menschlicher Sicht.“

Kontroversen um die gemeinsame katholisch-muslimische Erklärung wurden nicht durch die widersprüchlichen Berichte über die Unterschrift des päpstlichen Theologen gemildert.

Quellen sagten, der dominikanische Pater Wojciech Giertych sei zuvor im Ablauf konsultiert worden, habe den endgültigen Entwurf der Erklärung jedoch nicht gesehen, obwohl Papst Franziskus auf seinem Rückflug aus Abu Dhabi behauptet hatte, der päpstliche Theologe habe ihn „offiziell“ gelesen und „gebilligt“.

The National Catholic Register hatte den päpstlichen Sprecher Alessandro Gisotti gefragt, ob der päpstliche Theologe sich der Passage bewusst war und ob er dies als theologisch akzeptabel interpretieren konnte. Gisotti antwortete am 13. Februar, Giertych habe das Dokument über die „menschliche Fraternität“ im letzten Moment seiner Vorbereitung gesehen und es gebe „keine Grundlage, um die Worte des Papstes über die päpstliche Angelegenheit zu hinterfragen“.

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Quelle

Aus dem Englischen übersetzt von mir [POS]