Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia

Papst Franziskus gibt eine Generalaudienz für die Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich ihres Besuchs "ad Limina Apostolorum" am 19. November 2015 im Vatikan.

Papst Franziskus gibt eine Generalaudienz für die Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz anlässlich ihres Besuchs „ad Limina Apostolorum“ am 19. November 2015 im Vatikan.

„Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird,
ist auch die Freude der Kirche“

Wort der deutschen Bischöfe

 

Wir freuen uns sehr über das große Geschenk, das Papst Franziskus mit seinem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Amoris laetitia der Kirche und allen Menschen guten Willens gemacht hat, die sich für ein gelingendes Leben in Ehe und Familie einsetzen. Er hat darin die Erträge des synodalen Weges zusammengefasst und weitergeführt, den die Kirche in den Jahren 2014 und 2015 mit ihm beschreiten konnte. Zugleich hat er die Gedanken und Überlegungen mit der Botschaft der Bibel, der Tradition der Kirche und mit seiner eigenen seelsorgerlichen Erfahrung zu einer überzeugenden Einheit verwoben. Gerade die alltagsnahe und lebensbejahende Sprache, in der Papst Franziskus von Ehe, Partnerschaft, Sexualität, Elternschaft, Familie und vor allem von der Liebe spricht, macht Amoris laetitia zu einer inspirierenden Quelle für das Leben von Ehe und Familie. Wir laden alle herzlich dazu ein, das Schreiben des Papstes zu lesen und zu studieren. Dabei kann es, wie Papst Franziskus selbst betont, „sowohl für die Familien als auch für die in der Familienpastoral Tätigen nutzbringender sein, wenn sie es Abschnitt für Abschnitt geduldig vertiefen oder wenn sie darin nach dem suchen, was sie in der jeweiligen konkreten Situation brauchen“ (AL Nr. 7). In besonderer Weise empfehlen wir die Lektüre des 4. Kapitels über „Die Liebe in der Ehe“. In der Betrachtung über 1 Kor 13 legt der Heilige Vater ein gutes Fundament, die verschiedenen pastoralen Herausforderungen im Licht der Heiligen Schrift zu lesen und zu konkreten Handlungen zu führen. Denn „das Sakrament der Ehe ist nicht eine gesellschaftliche Konvention, ein leerer Ritus oder das bloße äußere Zeichen einer Verpflichtung. Das Sakrament ist eine Gabe für die Heiligung und Erlösung der Eheleute, denn ihr gegenseitiges Sichgehören macht die Beziehung Christi zur Kirche sakramental gegenwärtig“ (AL Nr. 72). So ist die christliche Ehe ein sichtbares Zeichen für die Liebe Gottes und deren wirksame Kraft: ein Stück gelebte Kirche. Darum spricht die Kirche von Ehe und Familie als von einer Kirche im Kleinen, einer „Hauskirche“.

Als Erstes sagen wir Dank, nicht nur dem Heiligen Vater für seine Impulse, sondern auch all jenen, die sich in der Vorbereitung und Begleitung des synodalen Weges eingesetzt haben, bei den Befragungen im Vorfeld und in der fachlichen Aufbereitung. Danke auch für alles Gebet, das die Synodenteilnehmer und ihre Beratungen begleitet hat. Alle haben auf ihre je eigene Weise dazu beigetragen, dass dieser synodale Weg ein Weg der ganzen Kirche war.

Auf diesem Weg wurden uns auch die vielfältigen Lebenssituationen der Ehepaare und Familien von heute deutlich. Wir sehen mit großem Respekt, welche Anstrengungen in Gesellschaft, Beruf und Erziehung Menschen heute zu bewältigen haben. Alle, die tagtäglich partnerschaftliche Treue, elterliche Liebe, Fürsorge und Erziehung, Solidarität zwischen den Generationen und aufrechte Beziehungen in ihrem familiären Umfeld leben, leisten einen unendlich wertvollen Beitrag für die Gesellschaft, vor allem aber füreinander. Der unermüdliche Einsatz der Eltern, die ihre Kinder ins Leben begleiten und zu selbstverantwortlichen Persönlichkeiten heranbilden, ist unersetzbar. Deshalb danken wir besonders den Eheleuten und den Familien für ihr Lebens- und Glaubenszeugnis. Soweit es uns möglich ist, wollen wir Menschen auf diesem Weg unterstützen.

Welche Konsequenzen ergeben sich nun aus Amoris laetitia für die Ehe- und Familienseelsorge in Deutschland? Vieles davon wird in den konkreten pastoralen Situationen entwickelt werden müssen. Wir nennen daher nur einige wichtige Leitpunkte. Dies sind erste Schwerpunkte, denen wir uns in der folgenden Zeit besonders widmen wollen. Damit ist der Reichtum von Amoris laetitia nicht annähernd ausgeschöpft. Wir wollen uns mit dem Evangelium von der Familie, wie es in Amoris laetitia entfaltet wurde, auch weiterhin befassen und weitere Schwerpunkte entfalten. An dieser Stelle thematisieren wir zunächst:

  • die Ehevorbereitung;
  • die Ehebegleitung;
  • die Stärkung der Familie als Lernort des Glaubens;
  • den Umgang mit Zerbrechlichkeit: begleiten – unterscheiden –

 

Ehevorbereitung

Am Anfang der pastoralen Begleitung von Paaren, Eheleuten und Familien steht die Ehevorbereitung. „Die komplexe gesellschaftliche Wirklichkeit und die Herausforderungen, mit denen sich die Familien heute auseinandersetzen müssen, erfordern einen größeren Einsatz der ganzen christlichen Gemeinde im Hinblick auf die Vorbereitung der Brautleute  auf die Ehe“ (AL Nr. 206). Wir möchten, dass Paare, die um eine kirchliche Trauung bitten, erfahren, dass wir uns über ihren Entschluss freuen, denn „die Freude der Liebe … ist auch die Freude der Kirche“ (AL Nr. 1). Wir laden sie herzlich ein, mit uns zusammen ihre  konkrete Lebenssituation in den Blick zu nehmen und die spirituelle und auch sakramentale Dimension ihrer Partnerschaft zu erschließen. Hier bedarf es weiterer Anstrengungen zur Entwicklung  eines  Ehekatechumenats,  der  den  Weg zur  Ehe  als  bewussten  Glaubensweg begleitet. In den deutschen Diözesen verfügen wir bereits über zahlreiche Modelle, Initiativen und Projekte für eine Vorbereitung auf die Ehe, angefangen von der Förderung junger Menschen in ihrer Beziehungsfähigkeit, etwa in Jugendarbeit, Religionsunterricht und Familienpastoral, über Paar- und Eheseminare bis hin zur unmittelbaren Vorbereitung des Trauungsgottesdienstes. Viele dieser Angebote finden aber zu punktuell statt und erreichen zu wenige Paare. Das hohe Gut, das das Ehesakrament aus dem Glauben heraus bedeutet, wird jungen Paaren oft zu wenig vermittelt.

Unsere Ehevorbereitungspastoral bedarf daher einer Intensivierung, eines verbindlicheren und zugleich überzeugenderen Charakters. Vor Ort wie auch im Austausch auf diözesaner und überdiözesaner Ebene gilt es, diese seelsorgerlichen Angebote weiterzuentwickeln und auszuweiten.

 

Ehebegleitung

Wir sehen uns auch in der Pflicht, die Bemühungen um die Ehebegleitung zu verstärken. Dabei soll vor allem das Gelingende mit allen Mühen und Früchten wertgeschätzt werden. Es soll in Gottesdiensten an besonderen Festen und zu Ehejubiläen gefeiert werden. Wichtig ist auch, auf das Sakrament der Ehe und seine Sinnhaftigkeit stärker in der Verkündigung, in der Predigt und in der Erwachsenenbildung einzugehen. Andererseits aber genügt es nicht, sich auf die Verkündigung von Prinzipien zurückzuziehen. „Uns kommt ein verantwortungsvollerer und großherzigerer Einsatz zu, der darin besteht, die Gründe und die Motivationen aufzuzeigen, sich für die Ehe und die Familie zu entscheiden“ (AL Nr. 35). Ausdrücklich fördern wir alle Bemühungen von Ehe- und Familienkreisen in Pfarreien, Verbänden und geistlichen Gemeinschaften. In all dem liegt uns die Entfaltung einer Ehe- und Familienspiritualität besonders am Herzen. Von hervorgehobener Bedeutung sind auch die in unserem Land sehr zahlreichen konfessionsverbindenden Ehen. Ihre Situation bedeutet eine besondere Herausforderung, aber ebenso auch eine Chance im ökumenischen Dialog. Wir wissen, dass in einer solchen Ehe der Schmerz der Trennung zwischen den Kirchen besonders stark wahrgenommen wird. Dies wird sicherlich besonders bei der Frage der Taufe und der Erziehung der gemeinsamen Kinder oder bei der Feier der Erstkommunion bzw.  Konfirmation erfahren.

Vor allem die noch nicht mögliche volle Gemeinschaft im Herrenmahl lässt den Schmerz der Spaltung der Christenheit in solchen Ehen und Familien deutlich werden. Wir sind uns bewusst, dass es nicht leicht ist, die katholische Position in unserer Zeit zu vermitteln und zugleich in pastoraler Verantwortung mit dieser Frage umzugehen.

Neben der Wertschätzung des Gelingens ist in der Begleitung von Ehepaaren und Familien auch die Hilfe bei Problemen und Schwierigkeiten unverzichtbar. Familien stehen fast täglich in Situationen, die ihnen das Leben schwer machen. Das Spektrum reicht von ökonomischen Herausforderungen   über   Krankheiten,   körperliche   Beeinträchtigungen,   Erziehungs- und Beziehungsprobleme, Wohnungsnot, Arbeitsplatzverlust, Sorge und Pflege für altgewordene Eltern bis hin zum Tod von Familienangehörigen. Entsprechend vielfältig muss das Hilfeangebot ausgestaltet sein. Die Dienste der Caritas, die Angebote der Ehe- und Familienpastoral und der kirchlichen Beratungsstellen sowie auch die unmittelbare Ansprechbarkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pfarrseelsorge und in den kirchlichen Einrichtungen wie etwa den Kindertagesstätten leisten hier bereits jetzt sehr viel. Allen, die hier engagiert arbeiten, sagen wir an dieser Stelle unseren herzlichen Dank. Nur so kann Kirche menschenfreundlich und hilfsbereit im Alltag der Menschen erlebt werden. Uns allen gilt der Appell aus Amoris laetitia: „In den schwierigen Situationen, welche die am meisten Bedürftigen erleben, muss die Kirche besonders achtsam sein, um zu verstehen, zu trösten, einzubeziehen“ (AL Nr. 49).

 

Familie als Lernort des Glaubens stärken

Mit Amoris laetitia weisen wir auf die besondere Bedeutung der Familie als Lernort des Glaubens hin: „Die Erziehung der Kinder muss von einem Weg der Glaubensweitergabe geprägt sein“ (AL Nr. 287). Familien sind der Ort der ersten personalen Beziehungen und bilden einen intimen Erfahrungsraum. Kinder haben ein besonders feines Gespür für die großen Fragen des Lebens und Eltern können ihre Kinder für diese Fragen sensibilisieren. Hilfreich sind tägliche Rituale wie das gemeinsame Gebet oder das Segenskreuz, das sie  ihnen auf die Stirn zeichnen. Auch die bewusste Gestaltung des Sonntags sowie kirchlicher Feste in der Familie eröffnet einen Zugang zur religiösen Erziehung und zur Weitergabe des Glaubens. Eltern wollen ihren Kindern Orientierung für den Lebensweg geben. Dazu gehört auch, über den eigenen Glauben zu sprechen: „Der Glaube ist ein Geschenk Gottes, das in der Taufe empfangen wird, und nicht das Ergebnis eines menschlichen Tuns, doch die Eltern sind Werkzeuge Gottes für seine Reifung und Entfaltung“ (AL Nr. 287). Dafür suchen Familien nach gemeinsamen und tragfähigen Ausdrucksformen. Die Gestaltung religiöser Elemente  und Rituale im Familienleben braucht nicht das Außergewöhnliche, sondern die Nähe zum Alltag. Wir möchten Eltern und Großeltern darin unterstützen, immer wieder neu geeignete Formen zu suchen und zu finden. Kinder brauchen Erwachsene, die sie in ihren Fragen und ihrem Suchen begleiten. Kinder fordern Erwachsene mit ihren Fragen aber auch heraus. Das kann dazu beitragen, dass Erwachsene ihren Glauben und ihre religiöse Praxis überdenken  und in ihrem Glauben wachsen. So kann das Miteinander von Kindern und Erwachsenen eine echte Schule des Glaubens sein. Diese Prozesse wollen wir verstärkt seelsorglich begleiten, zumal das Religiöse im Familienleben seine Selbstverständlichkeit weithin verloren hat.

 

Umgang mit Zerbrechlichkeit:
begleiten – unterscheiden – eingliedern

Trotz allen guten Willens der Eheleute und trotz aller Vorbereitung auf die Ehe geschieht es, dass Beziehungen zerbrechen. Menschen sehen sich vor dem Scherbenhaufen ihres auf eine Partnerschaft gegründeten Lebensentwurfs. Sie leiden daran, dass sie scheitern und ihrem Ideal einer lebenslangen Liebe und Partnerschaft nicht gerecht werden können. Zu ihren Selbstzweifeln kommen oft genug wirtschaftliche Sorgen. Besonders betroffen sind die  Kinder einer zerbrechenden Beziehung. In dieser Notlage ist es Aufgabe der Kirche, Menschen zu begleiten und zu stützen. Diesen Dienst nehmen in vielen Fällen die kirchlichen Beratungsstellen und die Alleinerziehendenseelsorge wahr. Doch in der alltäglichen Pastoral ist es notwendig, hier noch viel mehr ein offenes Ohr und ein weites Herz zu haben, damit es gelingt, „dazu anzuregen, sich der Gnade zu öffnen“ (AL Nr. 37).

So möchten wir auch auf die Frage des kirchlichen Umgangs mit den Personen eingehen, die nach einer Scheidung zivilrechtlich wieder geheiratet haben und sich nach dem Empfang des Bußsakraments und der Eucharistie sehnen. Die Unauflöslichkeit der Ehe gehört zum unverzichtbaren Glaubensgut der Kirche. Amoris laetitia lässt daran ebenso wenig Zweifel wie an der Notwendigkeit eines differenzierenden Blickes auf die jeweiligen Lebenssituationen der Menschen. „Daher sind Urteile zu vermeiden, welche die Komplexität der verschiedenen Situationen nicht berücksichtigen. Es ist erforderlich, auf die Art und  Weise zu achten, in der Menschen leben und aufgrund ihres Zustands leiden.“ (AL Nr. 296) Amoris laetitia stellt die drei Aspekte Begleiten, Unterscheiden und Eingliedern als zentrale Leitbegriffe heraus, ausgehend von der Grundfeststellung: „Niemand darf auf ewig verurteilt werden, denn das ist nicht die Logik des Evangeliums!“ (AL Nr. 297) In Lebenssituationen, die oft genug als aufreibend und belastend erlebt werden, sollen die Betroffenen erfahren können, dass ihre Kirche sie nicht fallen lässt. Im Umgang mit den wiederverheiratet Geschiedenen muss deutlich werden, dass sie zur Kirche gehören, Gott ihnen seine Liebe  nicht entzieht und sie gerufen sind, die Gottes- und Nächstenliebe zu praktizieren und echte Zeugen Jesu Christi zu sein. Der Heilige Vater unterstreicht den Aspekt der Begleitung deutlich, indem er sagt: „Sie sollen sich nicht nur als nicht exkommuniziert fühlen, sondern können als lebendige Glieder der Kirche leben und reifen, indem sie diese wie eine Mutter empfinden, die sie immer aufnimmt, sich liebevoll um sie kümmert und sie auf dem Weg des Lebens und des Evangeliums ermutigt.“ (AL Nr. 299)

Was der Papst in diesem Zusammenhang mit Unterscheiden meint, wird deutlich, wenn er in Amoris laetitia festhält: „Die Kirche ist im Besitz einer soliden Reflexion über die mildernden Bedingungen und Umstände. Daher ist es nicht mehr möglich zu behaupten, dass alle, die in irgendeiner sogenannten ,irregulären‘ Situation leben, sich in einem Zustand der Todsünde befinden und die heiligmachende Gnade verloren haben“ (AL Nr. 301). Amoris laetitia bietet in dieser Frage keine allgemeine Regelung und kennt keinen Automatismus in Richtung einer generellen Zulassung aller zivilrechtlich wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten. Amoris laetitia übersieht weder die schwere Schuld, die viele Menschen in solchen Situationen des Zerbrechens und Scheiterns ehelicher Beziehungen auf sich laden, noch die Problematik, dass eine zivilrechtliche Wiederheirat dem sichtbaren Zeichen des Ehesakraments widerspricht, selbst wenn die betroffene Person schuldlos verlassen wurde. Amoris laetitia bleibt aber dennoch nicht beim kategorischen und irreversiblen Ausschluss  von den Sakramenten stehen. Die Anmerkung 336 (zu AL Nr. 300) macht deutlich, dass die Unterscheidung, die „erkennen kann, dass in einer besonderen Situation keine schwere Schuld vorliegt“, zu differenzierten Konsequenzen auch auf dem Gebiet der Sakramentenordnung führen müsste. Anmerkung 351 (zu AL Nr. 305) weist zudem darauf hin, dass man auch in einer Situation, die objektiv irregulär, subjektiv, aber nicht oder zumindest nicht völlig schuldhaft ist, „in der Gnade Gottes leben kann, dass man lieben kann und dass man auch im Leben der Gnade und der Liebe wachsen kann“ (AL Nr. 305), wenn man die Hilfe der Kirche und in gewissen Fällen auch die Hilfe der Sakramente bekommt. Auch dies spricht für die Möglichkeit des Sakramentenempfangs in diesen Situationen.

Nicht alle Gläubigen, deren Ehe zerbrochen ist und die zivil geschieden und wiederverheiratet sind, können ohne Unterscheidung die Sakramente empfangen. Erforderlich sind vielmehr differenzierte Lösungen, die dem Einzelfall gerecht werden und dann zum Tragen kommen, wenn die Ehe nicht annulliert werden kann. Wir ermutigen in diesem Zusammenhang alle, die begründete Zweifel daran haben, dass ihre Ehe gültig zustande gekommen ist, den Dienst der kirchlichen Ehegerichte in Anspruch zu nehmen, damit ihnen ggf. eine neue kirchliche Heirat ermöglicht wird. Allen, die an den kirchlichen Gerichten arbeiten, danken wir an dieser Stelle für ihren diskreten und seelsorgerischen Einsatz.

Amoris laetitia geht von einem Prozess der Entscheidungsfindung aus, der von einem Seelsorger begleitet wird. Unter der Voraussetzung dieses Entscheidungsprozesses, in  dem das Gewissen aller Beteiligten in höchstem Maß gefordert ist, eröffnet Amoris laetitia die Möglichkeit, die Sakramente der Versöhnung und der Eucharistie zu empfangen. In Amoris laetitia unterstreicht Papst Franziskus die Bedeutung der Gewissensentscheidung, indem er sagt: „Wir tun uns schwer, dem Gewissen der Gläubigen Raum zu geben, die oftmals inmitten ihrer Begrenzungen, so gut es ihnen möglich ist, dem Evangelium entsprechen und ihr persönliches Unterscheidungsvermögen angesichts von Situationen entwickeln, in denen alle Schemata auseinanderbrechen. Wir sind berufen, die Gewissen zu bilden, nicht aber dazu, den Anspruch zu erheben, sie zu ersetzen“ (AL Nr. 37). Am Ende eines solchen geistlichen Prozesses, dem es immer um das Eingliedern geht, steht nicht in jedem Fall der Empfang der Sakramente von Buße und Eucharistie. Die individuelle Entscheidung, unter den jeweiligen Gegebenheiten nicht oder noch nicht in der Lage zu sein, die Sakramente zu empfangen, verdient Respekt und Achtung. Aber auch eine Entscheidung für den Sakramentenempfang gilt es zu respektieren. Zu vermeiden sind sowohl die Haltung eines Laxismus ohne intensives Hinsehen im Begleiten, Unterscheiden und Eingliedern als auch eine rigoristische Haltung, die beim schnellen Urteil über Menschen in sogenannten irregulären Situationen stehenbleibt. An die Stelle solcher extremer Haltungen soll die Unterscheidung (lat. „discretio“) im persönlichen Gespräch treten. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Weg der Gewissensbildung der Gläubigen zu vertiefen. Dazu ist es nötig, unsere Seelsorger zu befähigen und ihnen Kriterien an die Hand zu geben. Solche Kriterien  einer Gewissensbildung gibt der Heilige Vater in Amoris laetitia in ausführlicher und hervorragender Weise an (s. AL Nr. 298–300).

Sowohl für die Seelsorger als auch für die Gläubigen bedeutet diese Leitvorstellung von Begleiten, Unterscheiden und Eingliedern einen hohen Anspruch und eine große Herausforderung. Gerade in der Situation des Scheiterns, aber auch darüber hinaus sollen die Menschen erfahren können, dass die Kirche sie begleitet und einlädt, mit ihr unterwegs zu sein. „Die Hirten, die ihren Gläubigen das volle Ideal des Evangeliums und der Lehre der Kirche nahelegen, müssen ihnen auch helfen, die Logik des Mitgefühls mit den Schwachen anzunehmen und Verfolgung oder  allzu  harte  und  ungeduldige  Urteile  zu  vermeiden.“  (AL Nr. 308) Papst Franziskus hat in seinem Schreiben viele Situationen angesprochen: Seien es die Alleinerziehenden, die Migranten und Familien auf der Flucht, die interkonfessionellen, interreligiösen oder interkulturellen Paare, die Paare, bei denen ein Partner gläubig ist und der andere viel weniger oder gar nicht glaubt, die Familien, die in Armut leben, die sich um alte, kranke und besonderer Zuwendung bedürftige Familienmitglieder kümmern, und nicht zuletzt auch die Paare, die sich noch nicht zu einer Heirat entschließen können, und die Ehepaare nach Scheidung und nach zivilrechtlicher Wiederheirat. Mit manchen werden wir nur eine kleine Wegstrecke gemeinsam gehen oder nur einen fernen Kontakt halten können, andere werden wir intensiver begleiten können und manche werden dauerhaft mit  uns  unterwegs sein. Dabei dürfen wir das Evangelium von der Familie nicht verleugnen. „Wir würden der Welt Werte vorenthalten, die wir beisteuern können und müssen“ (AL Nr. 35). Paare in Krise, Scheidung und zivilrechtlicher Wiederverheiratung zu begleiten, bedeutet auch eine große Herausforderung und Chance, die Kirche und ihr Eheverständnis zur Sprache zu bringen.

Wir ermutigen alle, die den Weg von Ehe und Familie mit der Kirche gehen wollen, den wegweisenden Text Amoris laetitia persönlich zu bedenken und so den Reichtum des Evangeliums der Familie für das eigene Leben zu entdecken. Alle Eheleute und alle Familien wollen wir auf diesem Weg unterstützen, fördern und begleiten. Der Heilige Vater selbst gibt uns dies mit auf den Weg: „Alle sind wir aufgerufen, das Streben nach etwas, das über uns selbst und unsere Grenzen hinausgeht, lebendig zu erhalten, und jede Familie muss in diesem ständigen Anreiz leben. Gehen wir voran als Familien, bleiben wir unterwegs! Was uns verheißen ist, ist immer noch mehr. Verzweifeln wir nicht an unseren Begrenztheiten, doch verzichten wir ebenso wenig darauf, nach der Fülle der Liebe und der Communio zu streben, die uns verheißen ist.“ (AL Nr. 325)

 

Das Wort der deutschen Bischöfe „,Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche‘ – Einladung zu einer erneuerten Ehe- und Familienpastoral im Licht von Amoris laetitia“ wurde vom Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz am 23. Januar 2017 in Würzburg verabschiedet.

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Quelle

Katholische Schulen präsentieren sich mit neuem Internetportal

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Quelle: Screenshot Www.Katholische-Schulen.De

Die deutschlandweit über 900 Katholischen Schulen in freier Trägerschaft präsentieren sich ab sofort mit einem neuen Internetportal. Unter der Adresse www.katholische-schulen.de erscheint das Angebot in einem völlig neuen Design und ist zugleich inhaltlich deutlich umfassender als bisher. „Die Seite bietet jetzt vielfältige interessante Einblicke in das Leben unserer Katholischen Schulen“, erklärt Erzbischof Hans-Josef Becker (Paderborn), Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz. „Es werden immer wieder neue Projekte, Konzepte und Ereignisse vorgestellt, die für das katholische Profil der Schulen typisch sind.“

Die Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz ist die Auftraggeberin des neuen Internetportals, das als Partnerportal von www.katholisch.de unter dem Dach der Allgemeinen gemeinnützigen Programmgesellschaft mbH (APG) betrieben wird. Die Seite www.katholische-schulen.de richte sich „an Eltern und alle Interessierten, die sich über das Angebot Katholischer Schulen informieren möchten – auch Lehrer, die sich überlegen, ob sie an einer Katholischen Schule arbeiten möchten“, so Erzbischof Becker.

Der „Schulfinder“ ermöglicht es, jede Katholische Schule in Deutschland zu finden und sich schnell einen Überblick über die Katholischen Schulen der eigenen Region zu verschaffen. Besonders interessant für Lehrkräfte dürfte der neu und komfortabel gestaltete Stellenmarkt sein, auf dem alle Träger Katholischer Schulen die Möglichkeit haben, ihre Stellenangebote zu inserieren. Neu ist auch die Rubrik „Fortbildungen“, die den Nutzer über eine Vielzahl profilspezifischer Fortbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer an Katholischen Schulen informiert.

Katholische Schulen erfreuen sich in Deutschland einer ungebrochen hohen Beliebtheit. Sie werden von rund 360.000 Schülerinnen und Schülern besucht und bilden damit die größte Gruppe unter den Schulen in freier Trägerschaft. Schwerpunkte ihres Profils bilden neben der religiösen und ethischen Bildung der Einsatz für gesellschaftliche Teilhabe und Gerechtigkeit  sowie der Dialog in einer durch Vielfalt charakterisierten Gemeinschaft.

(Quelle: Pressemitteilung der DBK)

Der verborgene Schatz auf dem Acker des Lebens

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Christliches Sterben

Wort der Bischöfe zum Krankensonntag 2017
(5. März 2017)

Ob wir krank oder gesund sind, wir alle sind herausgefordert, über den Sinn der Krankheit nachzudenken und die möglichen Situationen, in die wir an unserem Lebensende geraten können, im Geiste vorwegzunehmen. Jener Tag, den viele als den letzten fürchten, war für Seneca (†65) „der Geburtstag der Ewigkeit.“ „Lebt wie Menschen, die täglich sterben”, sagt der Wüstenvater Antonius (†356) seinen Brüdern vor seinem Tod. Der französische Skeptiker Montaigne (†1592) versteht Philosophieren als ein Einüben des Sterbens. “Warum Angst vor dem Tod haben?”, sagt der blinde Mönch der Grossen Kartause im Film »Die grosse Stille«, „je mehr man sich Gott nähert, umso glücklicher ist man. Das ist die Vollendung unseres Lebens”.

Wie man sieht, gibt es einen Zusammenhang zwischen der Lebensführung und dem Erleben des Todes eines Menschen. Franziskus (†1226) stirbt nackt auf dem Boden der Portiuncula, umgeben von seinen Brüdern; Benedikt (†547) stirbt stehend im Gebet der Psalmen, auf zwei Brüder gestützt; Seraphin von Sarov (†1833) übergibt seine Seele Gott kniend vor der Ikone der Gottesmutter der Freude.

Das Alter bzw. Älterwerden ist geeignet, nach dem Sinn des Lebens zu fragen, eine Frage, die durch die Dringlichkeit und Sinnhaftigkeit der Alltagsgeschäfte oft in den Hintergrund gedrängt wird. Bei Thomas von Kempen (†1471) heisst es: „Was antwortest Du auf die Frage: Warum bist du auf die Welt gekommen? Es ist von Zeit zu Zeit gut, dir diese Frage zu stellen.“ Das gilt vor allem für den letzten Lebensabschnitt. Im Psalm 138, Verse 13-16 lesen wir: „Du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoss meiner Mutter. … Deine Augen sahen, wie ich entstand, in Deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.“ Gott hat also all meine Tage angeschaut und gesegnet: auch die letzten. Ihr Sinn liegt wie ein verborgener Schatz auf dem Acker des Lebens und muss geborgen werden.

Der drohende Verlust der geistigen Kontrolle über sein Leben hat Gunter Sachs (†2011) als einen würdelosen Zustand betrachtet, dem er durch Selbsttötung entschieden entgegentreten bzw. zuvorkommen wollte. Keinen Augenblick lang habe ich jedoch persönlich den Verlust der geistigen Kraft bei meinen betagten Eltern als einen Verlust ihrer Würde erlebt. Würde hat jeder Mensch, gerade der Schwache. Allenfalls sind wir es, die sie ihm absprechen oder ihn nicht seiner Würde gemäss behandeln.

Was hat Abhängigkeit mit Würdelosigkeit zu tun? Ist ein Kind würdelos, weil es noch nicht vollkommen über sein Leben zu verfügen vermag, auf Hilfe angewiesen ist? Darf unser Dasein keine Schwäche dulden? Muss nun jeder, der schwach ist, sich als eine Zumutung für die Gesellschaft sehen, als ein Kostenfaktor, als emotionale und kräftemässige Überforderung für sein Umfeld?

Die Suizidraten bei alten Menschen nehmen zu, auch weil Teile der Gesellschaft daran sind, neue Standards zu setzen durch die Rechtfertigung und Legitimierung der Selbsttötung als Versuch der Suizidenten, bis zum Schluss die Autonomie und damit die menschliche Würde zu bewahren. Der christliche Glaube hingegen spricht seit jeher vom Übergang und Heimgang der Verstorbenen und sieht das Leben als eine grosse Bewährungs- und Vorbereitungszeit auf die Vollendung in Gott. Das lässt Christen zuversichtlich auf die Todesstunde blicken.
Mit meinen besten Segenswünschen

 

Im Auftrag der Schweizer Bischofskonferenz

✠  Marian Eleganti

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Quelle

Was können Bischofskonferenzen selber entscheiden?

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„Liberalisierung“ hieß es sofort im ersten Überschwang. Papst Franziskus wollte eine „Bekehrung des Papsttums“ und sprach von einer „heilsamen Dezentralisierung der Kirche“ und der „Lehrautorität der Bischofskonferenzen“. Im Schreiben Evangelii Gaudium war das, 2013, zu Beginn seines Pontifikats. Und sofort sprangen die üblichen Mechanismen an, jetzt könnten die Ortskirchen über Fragen konkret entscheiden und müssten nicht erst auf Rom warten, in den Medien wurde sofort das Thema „Zölibat“ gezückt, das gern für alles herhält.

Danach aber wurde es schnell wieder still um diese Formulierung, obwohl Papst Franziskus das seine tat, die Debatte am Laufen zu halten, ganz praktisch etwa, durch die Versammlungen der Bischofssynode, oder durch seine Reden zum Thema Synodalität.

Heute, einige Jahre und zwei Versammlungen der Bischofssynode  weiter, wollen wir das noch einmal unter die Lupe nehmen. Was hat der Papst gemeint mit der „heilsamen Dezentralisierung“ der Kirche? Was kann das sein und wie kann das der Kirche weiter helfen?

Schauen wir zuerst noch einmal darauf, was genau Papst Franziskus gesagt hat. In seinem programmatischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ spricht der Papst von einer „Bekehrung des Papsttums“, (conversión del papado, Nr. 32). „Es ist nicht angebracht, dass der Papst die örtlichen Bischöfe in der Bewertung aller Problemkreise ersetzt, die in ihren Gebieten auftauchen. In diesem Sinn spüre ich die Notwendigkeit, in einer heilsamen „Dezentralisierung“ voranzuschreiten.“ (EG 16)

Umkehr und kollegiale Gesinnung

Etwas später im Text, aber immer noch im Eingangskapitel, führt der Papst das weiter aus: „Auch das Papsttum und die zentralen Strukturen der Universalkirche haben es nötig, dem Aufruf zu einer pastoralen Neuausrichtung [Orignial: conversión, Umkehr oder Bekehrung] zu folgen. Das Zweite Vatikanische Konzil sagte, dass in ähnlicher Weise wie die alten Patriarchatskirchen ‚die Bischofskonferenzen vielfältige und fruchtbare Hilfe leisten (können), um die kollegiale Gesinnung zu konkreter Verwirklichung zu führen’. Aber dieser Wunsch hat sich nicht völlig erfüllt, denn es ist noch nicht deutlich genug eine Satzung der Bischofskonferenzen formuliert worden, die sie als Subjekte mit konkreten Kompetenzbereichen versteht, auch einschließlich einer gewissen authentischen Lehrautorität.“ Der Satz, auf den der Papst hier Bezug nimmt, stammt von 1998, genauer aus dem motu proprio Apostolos suos von Papst Johannes Paul II., mit dem er die theologische und juristische Natur der Bischofskonferenzen bestimmt.

Es ist also noch nicht klar genug formuliert worden, was das genau sein soll, die Kompetenz der Bischofskonferenzen, einschließlich einer „gewissen authentischen Lehrautorität“.

Aber was genau meint der Papst damit?

„Der Papst will damit den Blick darauf lenken, dass die Situationen in der Kirche sehr verschieden sind, deswegen kommt das Stichwort ‚Dezentralisierung’ vor. ‚Authentisch’ ist ein Lehramt, wenn es mit dem Ursprung verbunden ist, dem Evangelium, der Heiligen Schrift“. sagt Achim Buckenmaier. Er ist Professor für Theologie an der Lateranuniversität in Rom, genauer am Institut für die Theologie des Volkes Gottes, eine sehr stark an der Gemeindetheologie und der Heiligen Schrift orientierte Denkschule. Buckenmaier hat ein Buch geschrieben, „Lehramt der Bischofskonferenzen?“, in dem er Anregungen für eine Revision geben will, ganz dem Anliegen des Papstes gemäß. Heilsam sollte sie sein, die Dezentralisierung, und das habe sehr viel mit den Ortskirchen zu tun, findet er. „Eine Sache kann hilfreich sein, wenn sie konkret ist. Und konkret ist sie in dem Moment, wo sie vor Ort ist.“

Kirche vor Ort

Da ist Achim Buckenmaier nicht alleine mit seiner Einschätzung, dasselbe sagte auch Papst Franziskus. Beim Abschluss der Versammlung der Bischofssynode im Oktober 2015 sprach er ganz ausführlich von der Verschiedenheit der Kulturen, in denen sich die Kirche ausdrückt. „Und – jenseits der vom Lehramt der Kirche genau definierten dogmatischen Fragen – haben wir auch gesehen, dass das, was einem Bischof eines Kontinentes als normal erscheint, sich für den Bischof eines anderen Kontinents als seltsam, beinahe wie ein Skandal herausstellen kann – beinahe! –; was in einer Gesellschaft als Verletzung eines Rechtes angesehen wird, kann in einer anderen eine selbstverständliche und unantastbare Vorschrift sein; was für einige Gewissensfreiheit ist, kann für andere nur Verwirrung bedeuten.“

Inkulturation ist nötig, sagt der Papst. Das kann und soll die Ortskirche erreichen, und dazu soll die Bischofskonferenz helfen – die Versammlung der Bischöfe eines Landes. Aber was ist das genau, so eine Bischofskonferenz? Das Zweite Vatikanische Konzil spricht von einer „Arbeitsgemeinschaft“ und von „organisch verbundenen Gemeinschaften“. „Es ist auf jeden Fall eine Versammlung von Personen“, betont Buckenmaier, kein Verband, sondern „im theologischen Sinn eine Versammlung.“

Historisch gewachsen

Die Schweiz hat eine Bischofskonferenz mit streng genommen vier Sprachen, Österreich und Deutschland haben getrennte Konferenzen, obwohl wir eine Sprache sprechen, und darüber hinaus gib es noch die bayerische Bischofskonferenz, die Bischöfe umfasst, die andererseits auch zur deutschen Bischofskonferenz gehören. Das allein zeigt, dass diese Konferenzen sehr kontingent entstanden sind, durch historische Entwicklungen – meistens Kriege – und nicht durch theologische Erwägungen eingerichtet wurden. Das ist ihre Stärke, aber auch ihre Schwäche, wie Achim Buckenmaier sagt: „Ein starkes nationalstaatliches Prinzip ist kein Gliederungsprinzip der Kirche, das muss man deutlich sagen. Kirche ist etwas Übernationales, etwas Internationales. Insofern gibt es da eine gewisse Spannung.“

Die Welt sei nun einmal wie sie sei, nationalstaatlich organisiert. Die andere Seite der Medaille: zu große Nähe zum Staat und seinen Interessen, zur Kultur und zum Staat, sagt Buckenmaier.

Die Medien wollen immer eine Person, keine Versammlung

Unsere Medienwelt heute verkompliziert das: Wir Medien wollen immer ein Gesicht, den Zuständigen, den Sprecher, die Kardinäle Schönborn und Marx etwa, nicht eine Versammlung. Man müsse nicht auf jede Anfrage gleich reagieren, rät Achim Buckenmaier, es gebe halt keine Oberhäupter von national verfassten Kirchen, sondern „nur“ Moderatoren einer Konferenz.

Eine weitere Komplikation: Konferenzen haben Fachleute, Zuständige, einerseits in den Sekretariaten, andererseits auch mit den zuständigen Bischöfen, für Jugend, für Familien, für Flüchtlinge etwa. Das macht Dinge einerseits einfacher, weil nicht jeder Bischof immer alles wissen und lesen kann. Letztlich seien aber alle Bischöfe verantwortlich, nicht einzelne Zuständige.

Die letzte Komplikation, die wir hier anführen müssen, ist eine Frage, die über die Bischofskonferenz hinaus geht. „Findet da nicht ein Übergriff statt auf die Autonomie der Laien?“, fragt Buckenmaier, „ist das nicht eine versteckte Klerikalisierung im Busch, wenn zu allen Themen, welche die Gesellschaft an die Kirche heran trägt, nur noch die Bischöfe antworten?“ Auch die Laien sind die Stimme der Kirche.

Noch einmal zurück zu Evangelii Gaudium, zur Umkehr oder Bekehrung des Papsttums und zur heilsamen Dezentralisierung, die Komplikationen sind in den Blick gekommen, aber was genau kann das bedeuten?

Entscheidungen in der Kirche kämen nicht durch Mehrheitsbeschluss zustande, sagt Buckenmaier, der Papst betone hier das persönliche Prinzip, jemand müsse konkret einstehen für die Entscheidung. Deswegen müsse man sich auch genau ansehen, was das Wort „Dezentralisierung“ meint – und was es nicht meint. „Dezentralisierung ist ein Wort, das sein Modell von säkularen Strukturen nimmt. Die Kirche ist aber immer dezentral, sie lebt von ihrer Idee her immer in Gemeinden, immer vor Ort, es gibt die Kirche immer nur vor Ort. Gleichzeitig ist diese Kirche nur möglich, wenn sie ein Teil des Ganzen ist.“

Was bleibt vom Lehramt für die Bischofskonferenz

Was bleibt dann noch? Wie sieht das dann aus, wenn es um „authentisches Lehramt der Bischofskonferenzen“ geht? Was kann das sein? Achim Buckenmaier schaut noch einmal auf die Dokumente der Kirche, auf Apostolos suos von Johannes Paul II. „Wenn es um Lehramt geht, dann müssen die Bischöfe einmütig werden“, legt er das Wort „authentisch“ aus. „Das ist das Hauptkriterium.“ Einmütig, fügt der Theologe aber sofort an, ist nicht dasselbe wie einstimmig. „Eigentlich ist das sogar menschenumöglich, das heißt es hat mit Theologie zu tun, es ist ein längerer Prozess, es hat mit dem Wollen und Erbitten zu tun, und dann können auch Leute, die verschiedener Meinung sind, einmütig werden.“

Was Papst Franziskus in Evangelii Gaudium vorgelegt hat hat bei all den Gedanken und Erwägungen einen ganz wichtigen Zweck, findet Achim Buckenmaier. „Ich empfinde es als einen Weckruf, nicht bei dem stehen zu bleiben, wo die Bischofskonferenzen heute sind. Meine Beobachtung nach ist da noch Luft nach oben, noch viel zu gestalten.“

Bekehrung und Neuausrichtung also nicht nur des Papsttums, sondern auch der Bischofskonferenzen selber. Und das ist dann auch wieder ganz Papst Franziskus.

 

Das Buch: Achim Buckenmaier – Lehramt der Bischofskonferenzen? Anregungen für eine Revision. Erschienen im Verlag F. Pustet.

(rv 22.01.2016 ord)

Bischofssynode 2018: Vorbereitungsdokument vorgestellt

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Bischofssynode 2015 / CCEW – Mazur, CC BY-NC-SA

Bischof Genn und Bischof Oster:
„Jeder junge Mensch ist zur Fülle der Freude in Christus berufen!“

Im Vatikan ist heute das Vorbereitungsdokument zur Bischofssynode 2018 vorgestellt worden. Sie steht unter dem Leitwort „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“. In einer ersten Stellungnahme erklären der Vorsitzende der Kommission für Geistliche Berufe und kirchliche Dienste, Bischof Dr. Felix Genn (Münster), und der Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Stefan Oster (Passau): 

„Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird“ (Joh 15,11): Das ist der Plan Gottes für die Frauen und Männer jeden Zeitalters und daher auch für alle Jugendlichen des dritten Jahrtausends – ohne Ausnahme. So heißt es in der Einleitung zum Dokument, das der Synode „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“ vorangeht. Damit wird der synodale Weg eröffnet, die Freude der Liebe Jesu Christi als Plan für die Jugend im dritten Jahrtausend zu entdecken. Das Dokument geht vielfach von den Jugendlichen selbst aus und beschreibt eine Kirche, die sie auf ihrem Entscheidungs- und Unterscheidungsweg zur Fülle des Lebens begleitet. Mit großer Freude wollen wir uns diesem Weg in der Berufungs- und Jugendpastoral in Deutschland anschließen. Der besondere Blick dieser Synode geht nicht nur auf die Jugend in der Welt von heute, sondern er kommt von den Jugendlichen her. Die Kirche soll durch diesen Blick „die Stimme des Herrn vernehmen, der auch heute noch spricht. Wie früher Samuel und Jeremia, so gibt es auch heute Jugendliche, die in der Lage sind, die Zeichen der Zeit zu erkennen, die der Geist uns schenkt“.

Das Dokument beginnt im ersten Teil mit einer knappen Beschreibung der „Jugendlichen in der Welt von heute“. Die Schnelligkeit der Prozesse und des Wandels, die Globalisierung, die von der Technik beherrschte Kultur und die Multireligiosität werden als Herausforderungen der Gegenwart benannt. Junge Menschen sind vielfach kritisch gegenüber Institutionen, dennoch sehnen sie sich nach festen Bezugspersonen und sind bereit, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

Der zweite Teil befasst sich mit dem Prozess der Berufungsfindung junger Menschen. Die Quelle für eine Entscheidung stellt dabei der Dialog mit Gott dar. Dem eigenen Gewissen kommt eine besondere Bedeutung zu. Zur Unterscheidung schlägt das Dokument den Dreischritt Erkennen, Interpretieren und Wählen vor. Die Kirche hat den Auftrag, auf diesem Weg die Jugendlichen mit Gott und zu Gott zu begleiten und an dieser Freude mitzuarbeiten. Erkennbar ist, dass Papst Franziskus diesen Weg der Kirche, wie schon in den Dokumenten Amoris laetitia und Evangelii gaudium, als einen Weg beschreibt, der froh macht und Freude schenken soll.

Der letzte große Abschnitt blickt auf die konkrete Pastoral vor Ort. Zunächst ist es dabei Aufgabe der Kirche, in mutiger Kreativität zu jungen Menschen hinauszugehen, sie zu sehen und sie zu rufen, sodass junge Menschen der Freude des Evangeliums begegnen können. Durch glaubwürdige Bezugspersonen und einladende Räume kann die Kirche Jugendlichen helfen, in der Entscheidungs- und Unterscheidungsfähigkeit im Licht des Evangeliums zu wachsen.

Den Abschluss des Dokumentes bildet ein Fragebogen zur Situation der Jugendpastoral in den einzelnen Ländern. Die große Überraschung aber erwartet einen direkt zu Beginn: Erstmals in der über 50-jährigen Geschichte der Bischofssynode wird sich der Vatikan mit einer Online-Umfrage direkt an junge Menschen wenden.

„Wir rufen – gerade die junge Generation – in unserem Land auf, sich daran zu beteiligen. Papst Franziskus wendet Euch sein Ohr zu. Nutzt diese Chance! Erhebt Eure prophetische Stimme und bringt Euch in die Kirche ein! Erfahrt die Freude, die Christus jedem Menschen im Evangelium schenkt!“

Wir hoffen sehr, dass wir auch für die westliche Kirche neue Wege finden und nicht einfach in plakativen Antworten und Forderungen stecken bleiben. Die Synode soll ein gemeinsamer Weg sein, die Freude der verschiedenen Berufungen und die Freude des Glaubens zu entdecken.

Hinweise:

Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz wird sich mit dem Dokument und dem Fragebogen befassen.

Auf der Internetseite des Vatikans sind das Synodendokument und der Fragebogen verfügbar. Jugendliche sind aufgerufen, sich bis Oktober 2017 im Internet direkt an der Umfrage zu beteiligen. Die Seite www.sinodogiovani2018.va soll laut dem Generalsekretär der Bischofssynode, Kardinal Lorenzo Baldisseri, am 1. März 2017 freigeschaltet werden.

(Quelle: Pressemitteilung der DBK)

Österreich: Mehr Priester, weniger Messbesucher

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Jubiläum Der Priester, 3. Juni 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Offizielle Statistik 2015 der Österreichischen Bischofskonferenz veröffentlicht – Zahlen bei Erstkommunion und Firmung rückgängig,
bei Trauungen und Begräbnissen gestiegen

Die katholische Kirche in Österreich verzeichnet nach wie vor ein intensives Leben in den Pfarren und anderen kirchlichen Einrichtungen. Zugleich führen der gesellschaftliche Wandel und die demografische Entwicklung dazu, dass seelsorgliche Kennzahlen wie die Zahl der sonntäglichen Messbesucher oder die Zahl der Firmungen und Erstkommunionen zurückgehen. Die Zahl der Taufen ist allerdings stabil und bei den kirchlichen Trauungen ist zuletzt sogar ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Auch die Zahl der in Österreich wirkenden Priester und Ordensleute ist leicht gestiegen. Das geht aus der offiziellen Kirchenstatistik für das Jahr 2015 hervor, die am Dienstag von der Österreichischen Bischofskonferenz veröffentlicht wurde.

Die Kirchenstatistik enthält neben den Katholikenzahlen u.a. auch Angaben über den Klerus, die Ordensleute und die Pfarren sowie Daten zum seelsorglichen Leben der Kirche. Demnach ist die Zahl der in Österreich wirkenden Priester laut der aktuellen Kirchenstatistik 2015 leicht auf 3.944 gestiegen. (2014: 3.898, 2013: 3.933, 2012: 3.998, 2011: 4.035). Die aktuelle Gesamtzahl setzt sich aus 2.013 Diözesanpriestern, 391 ausländischen Priestern und 1.540 Ordenspriestern zusammen. Während die Zahl der Diözesanpriester damit leicht gesunken ist (1914: 2.044), ist die Zahl der ausländischen Priester (2014: 347) und jener der Ordenspriester (2014: 1.507) teils deutlich gestiegen.

Nicht enthalten in den aktuellen Zahlen für 2015 sind zudem weitere 152 Diözesanpriester aus Österreich, die in anderen Ländern der Welt ihren priesterlichen Dienst versehen.

Stabil ist die Zahl der ständigen Diakone: Die amtliche Statistik für 2015 weist 688 aus (2014: 691). Der längerfristige Trend zeigt leicht aufsteigende Tendenz. (2013: 656, 2012: 634, 2011: 628).

Die Zahl der Ordensbrüder ist mit 470 wieder leicht gestiegen (2014: 455). Aus den vorliegenden Daten für 2015 ergibt sich daher, dass die Zahl der Ordensmänner in Österreich (Ordensbrüder und Ordenspriester) wieder leicht zunimmt bzw. sich längerfristig etwas stabilisiert. (2015: 2.010, 2014: 1.962, 2013: 2.029, 2012: 2.071.)

Für die Ordensfrauen in Österreich weist die amtliche Statistik 2015 3.882 Schwestern aus. Die Zahl der Ordensfrauen in Österreich nimmt seit Jahren leicht aber stetig ab (2014: 4.073, 2013: 4.241, 2012: 4.359).

Freilich sind gerade die statistischen Daten zu den Ordensangehörigen mit Vorbehalt zu betrachten, da sich Ordensprovinzen oft über mehrere Länder erstrecken, und die Zuordnung einzelner Ordensmitglieder zu bestimmten Ländern nicht einfach ist.

Stabile Seelsorgestrukturen

Von Stabilität geprägt ist das österreichweit nach wie vor sehr dichte Netz von Pfarrgemeinden: Insgesamt weist die Statistik für 2015 4.317 Pfarren und sonstige kirchliche Seelsorgestellen aus (2014 4.326, 2013 4.327, 2012: 4.324), davon 3.069 Pfarren und 1.248 sonstige Seelsorgestellen.

Die Zahl der Taufen ist 2015 mit 48.587 im Vergleich zum Vorjahr (48.582) praktisch gleich geblieben und auch über einen längeren Zeitraum betrachtet relativ stabil. (2013: 48.098, 2012: 48.645, 2011: 49.275, 2010: 48.781).

Gestiegen ist die Zahl der kirchlichen Trauungen: 2015 traten 11.494 Paare vor den Traualtar (2014: 11.322). Längerfristig ist allerdings kein klarer Trend ablesbar (2013: 11.155, 2012: 12.364, 2011: 11.951).

Die Zahl der kirchlichen Begräbnisse ist 2015 mit 54.929 im Vergleich zum Jahr 2014 (51.005) deutlich angestiegen und auch höher als 2013 (53.164).

Rückläufig sind die Zahlen bei Erstkommunionen und Firmungen, was vor allem demografische Gründe hat. Die Erstkommunionen gingen von 51.138 (2014) auf 50.183 (2015) zurück, die Firmungen von 48.876 (2014) auf 47.146 (2015). Hier sind die leicht abnehmenden Tendenzen auch über einen längeren Zeitraum eindeutig (Erstkommunion 2013: 52.610, 2012: 52.968, 2011: 53.268; Firmung: 2013: 49.921, 2012: 52.765, 2011: 54.458).

In der Statistik ausgewiesen ist auch das starke ehrenamtliche Engagement in der Vorbereitung auf die Sakramente. Die Zahl der Personen, die in der Erstkommunionvorbereitung und Firmvorbereitung tätig sind, ist relativ hoch, geht aber auch parallel zu den abnehmenden Zahlen der Erstkommunionkinder und Firmkandidaten zurück: 14.754 Personen waren 2015 in der Erstkommunionvorbereitung tätig (2014: 14.792, 2013: 15.032), 8.982 standen als Firmhelfer zur Verfügung (2014: 9.100, 2013: 9.269).

Leicht rückläufig ist laut Statistik die Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher. Wurden an den sogenannten „Zählsonntagen“ 2015 zwischen 568.000 und 606.000 Messbesucher gezählt, so waren es 2014 zwischen 577.000 und 623.000 und 2013 zwischen 582.000 und 629.000.

(Quelle: Webseite der Österreichischen Bischofskonferenz & Kathpress, 10.01.17)

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Quelle

Papst bekam Reliquie des Schweizer Nationalheiligen

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Bischof Vitus Hounder war am vergangenen Samstag beim Papst

Der Churer Bischof Vitus Huonder hat am Samstag Papst Franziskus eine Reliquie des Heiligen Niklaus von Flüe – „Bruder Klaus“ – überreicht. „Der Papst hat sich sehr über das Geschenk gefreut und die Reliquie sogleich geküsst“, teilte Bischofssprecher Giuseppe Gracia auf Anfrage mit. Bei der Reliquie handle es sich um einen Knochen vom Gebein des Heiligen. Dieses habe zum Bestand des Ordinariats gehört, über das der Bischof verfügen könne, so Gracia weiter. Über den Inhalt des Gesprächs dürfe er keine Auskunft geben.

Franziskus empfing Huonder an seinem 80. Geburtstag. Ob es bei einem Gespräch unter vier Augen auch um die Nachfolgeregelung des Bischofs, der im April 75 wird, ging, wollte der Medienbeauftragte der Diözese nicht kommentieren. Die Katholiken der Schweiz begehen im kommenden Jahr ein Bruder-Klaus-Jubiläumsjahr. Niklaus von Flüe wurde 1417 in Flüeli-Ranft geboren. Im Alter von 30 Jahren heiratete er Dorothea Wyss, die halb so alt war wie er. Das Ehepaar hatte zehn Kinder, fünf Jungen und fünf Mädchen. Niklaus von Flüe war Bauer, Ratsherr in Obwalden und Richter seiner Gemeinde.

Nach einer inneren Krise legte er 1467 alle Ämter nieder und verließ seine Familie, um auf Pilgerschaft zu gehen. Der Überlieferung nach geschah dies mit dem Einverständnis seiner Familie. Die Legende erzählt, dass er in Liestal eine Vision hatte, die ihn an seinen Wohnort zurückschickte. Er ließ sich daraufhin in der Ranftschlucht, nur wenige hundert Meter vom Wohnhaus seiner Familie entfernt, nieder. Die Bevölkerung baute ihm hier eine Klause direkt an eine Kapelle.

Der Eremit nannte sich fortan Bruder Klaus und führte ein Leben des Gebets. Er soll sich nur von der Heiligen Kommunion ernährt haben. Menschen von nah und fern suchten seinen Rat. 1481 führte eine durch einen Pfarrer überbrachte Botschaft von Bruder Klaus an eine Ratsversammlung in Stans zum Frieden unter den Eidgenossen.

1487 starb Niklaus von Flüe. Sein Grab befindet sich in der Pfarrkirche in Sachseln. Im Jahr 1947 wurde er heiliggesprochen.

(kap 19.12.2016 pdy)