Botschaften an „Nihil Domini“ *)

AUFRUF DES EUCHARISTISCHEN HERZENS JESU AN DIE GOTTGEWEIHTEN (14.8.1975)

Gegen Ende des Gebetes an diesem Tag. Der Herr zeigte sich dem Blicke meiner Seele, indem er sein ganz von Liebe entflammtes Eucha­ristisches Herz vorstellte; mit einer gewissen Strenge sagte Er mir:

Sacre_Coeur_-_Choeur,_Abside_et_MosaiqueKind, du wirst dies an meine Ge­weihten weitergeben, den Priestern, den Ordensleuten, den gottgeweih­ten Frauen. Alle mögen mein Wort hören: es ist nicht Mein Wille, den Ich suche, sondern der Wille Des­sen, der Mich sendet. Der Wille meines Vaters und der meinige sind nur einer, es ist UNSER REINES WOLLEN der Liebe. Ihr, die ihr euch Mir frei(willig) geweiht habt, und ihr insbesondere, meine Prie­ster, bevorzugte Söhne meines Eucharistischen Herzens, aus reiner Gnade ausgezeichnet mit meinem Einzigen Priestertum, suchet nicht die Erfüllung eures Willens, arbeitet nicht an der Verwirklichung eurer eigenen Wünsche, sondern liefert euer ganzes Sein meinem Euchari­stischen Herzen aus, um von ihm die Erfüllung des Reinen göttlichen Wollens zu lernen!

Suchet einzig den Willen des Vaters, für den ihr jeden Tag bittet, daß er sich erfülle. Wendet euren Blick von euch selbst ab, um ihn zu meinem Eucharistischen Herzen zu erheben und ihn gänzlich in Mir ruhen zu lassen! Dieses Herz wird eure Seelen erleuchten, Es wird euer Verständnis für die Wahrheit öffnen, Es wird eure Herzen ent­flammen und wird sie in UNSERER Liebe bewahren; Es wird eure Ab­sichten reinigen und euch in der Demut erhalten.

Das Reine göttliche Wollen ist Wahrheit, und die Wahrheit ist EINE: es ist die Demut, die euch UNSER Reines Wollen bekannt­machen wird. Ich rufe euch auf zu einem totalen Verzicht, zu einem Gehorsam ohne Grenzen, zu einer Unterwerfung ohne Rückhalt.

Das ist es, was mein Eucharisti­sches Herz von euch erwartet: eine vollständige Loslösung von jedwe­dem Geschöpf; auf die Opfergabe eures eigenen Willens werde Ich mit der Überfülle meiner Gnaden ant­worten. Ich will euch so, daß ihr tiefe Demut und vollkommener Ge­horsam seid. Bittet mein Herz ständig um diese Gnaden, um gleichgestaltet zu werden in Ihm mit dem Reinen Wollen des Vaters und bereitet zum Erguß UNSERES Geistes der Liebe.

Euch, meine Priester, euch habe Ich gesandt, wie mein Vater mich gesandt hat, auf daß ihr die Hirten meines Volkes seid und die Schafe in den himmlischen Schafstall führet. Ich habe euch als Arbeiter in meinen Weinberg gesandt, damit ihr im Dienste der Wahrheit arbeitet, damit ihr mein Evangelium verkün­det. Ich habe euch zu den Wohnun­gen der Welt gesandt, damit ihr die Diener der Sakramente seid im Dienste meiner Heiligen Kirche.

Mein Eucharistisches Herz will euch dies wiedersagen, weil viele es vergessen wollen, indem sie die Herde vernachlässigen, die Ich ihnen anvertraute, indem sie ein Evangelium verkünden, das nicht dasjenige ist, welches Ich verkündet habe, indem sie mit Tollkühnheit gegen die Wahrheit anrennen, weil viele herrschen wollen und sich zu Meistern der Welt machen wollen, wo mein Eucharistisches Herz sie als Diener haben will.

Mögen meine Geweihten treu bleiben! Mögen sie an dem Platze bleiben, den Ich ihnen zuweise! Mögen sie sich ständig an mein Herz wenden und sich in Ihm ausruhen! Sie werden dann Licht, Kraft und Weisheit von ihm erhalten; sie wer­den die Liebe und die Demut von ihm lernen; sie werden darin den Gehorsam und die Dienstfertigkeit üben.

Aber viele geben den Anstürmen des Bösen nach und liefern sich den Verlockungen der Welt aus, weil sie ihren Blick von meinem Herzen abwenden, das ihr Licht ist; weil sie ihre Liebe meinem Herzen verwei­gern, das ihr Weg ist. Sie werden blind und verirren sich und betreten den breiten Weg, der ins Verderben führt.

Mein Eucharistisches Herz ruft euch auf! Kehret zurück zu diesem für immer von Liebe verwundeten Herzen, der Himmelspforte, die für immer offensteht, in der ihr zu UNSERER Liebe und zu UNSE­REM Leben gelangt.

Kehret um, meine Geweihten! Priester, führet die Herde an diese Pforte, die euch allen die glückselige Ewigkeit aufschließt! Und ihr, mei­ne geweihten Seelen, seid das Licht der Welt, möge euer Leben die Welt erleuchten, mögen eure Herzen von dem Feuer meines Eucharistischen Herzens brennen und das ganze Universum entzünden!

Jesus segnete darauf uns alle, währenddem sein göttliches Herz eine Feuersflut ausströmte, die sich über die ganze Oberfläche der Erde ausbreitete, zu einem unermeßli­chen Brand der Liebe. Deo gratias +

DIE PRIESTER MÜSSEN OPFER(GABE) SEIN (20.8.1975)

Im Verlaufe der Heiligen Stunde in der Sacré-Coeur-Basilika (in Paris). Der Herr zeigte sich dem Auge meiner Seele im Geheimnis der Todesangst im Garten Gethsemane, niedergeworfen vor seinem Väter und triefend von Blutschweiß.

Dann gab es am Ende dieser Betrachtung wie einen Donner­schlag; Jesus wandte sich an meine Erbärmlichkeit; er offenbarte sich langsam, und indem er sein Kleid öffnete, um mir die ganze Heftig­keit der Liebe seines Eucharisti­schen Herzens zu zeigen, das sicht­bar auf seiner Brust war, sprach Er:

Mein Kind, sag meinen Priestern, den Dienern meines Eucharistischen Herzens, daß sie Schlachtopfer sein müssen; denn der Diener ist nicht über dem Meister.

Ich bin der Höchste Priester, der Einzige und Ewige, und Ich bin das Heilige Opfer, das Geopferte Lamm. Die Priester, ausgestattet mit meinem Priestertum, müssen deshalb ebenfalls Opfer, d.h. in meiner Opferhingabe ganz dem Rei­nen Wollen meines Vaters ausgelie­fert, gleichgestaltet sein mit mei­nem Eucharistischen Herzen, in Ihm dargebracht dem Vater zum Heil der Seelen, gemäß dem Bei­spiel, das Ich ihnen gegeben habe.

Sag ihnen, daß sie sich meinem Eucharistischen Herzen übergeben sollen, um vollständig in Es umge­wandelt zu werden zu Opfergaben für den Vater, als Hingabe Ihrer selbst für die ganze Herde, zu deren Hirten und Führer ich sie mache.

Ich rufe sie auf zu dieser aktiven Anteilnahme am Geheimnis meines Kreuzes; denn das Kreuz ist das Siegel, mit dem der Vater Jenen bezeichnet hat, den Er gesandt hat; es ist auch das Zeichen, mit dem Ich jene bezeichne, die Ich sende. Ich rufe meine Priester zu dieser Aufopferung ihrer selbst in meiner eigenen Opferhingabe, zum Heil der Seelen, für die sie verantwortlich sind, zur Verherrlichung meines Vaters.

Es ist erforderlich, daß meine Priester in dieses Mysterium eintre­ten, denn sie sind das Fundament meiner Heiligen Kirche; sie sind verantwortlich für eine große Zahl von Seelen. In meinem Kreuz ist es, in dem Ich sie haben will; im Kreuz werden sie Mich finden, im Kreuz werden sie dem Reinen Wollen des Vaters hingegeben sein, im Kreuz werden sie erfüllt werden von UN­SEREM Geist der Liebe. Im Kreuz auch werden sie aufgenommen wer­den von meiner Mutter als bevor­zugte Söhne.

Sag ihnen, was dir mein Eucha­ristisches Herz offenbart, rufe sie zu diesem Herzen, das sie so sehr liebt, säume nicht länger, mein Kind.

Jesus segnete uns hierauf und ent­schwand dann dem Blicke meiner Seele. Deo gratias +

DIE LIEBE JESU FÜR DIE PRIESTER (25.8.75)

Da ich einen befreundeten Priester gesehen hatte, zog ich mich darauf ins Gebet zurück, von der Liebe Jesu innerlich dazu gedrängt. Während meine Seele ganz in die Intimität des Herzens Jesu gezogen war, sprach Er mit einer großen Traurigkeit zu meinem Herzen:

Bete anhaltend für die Priester; opfere dich für sie meinem Eucha­ristischen Herzen auf! Sie gehören mir in einer ganz besonderen Weise, und Ich liebe sie mit einer besonde­ren Zärtlichkeit; sie sind von aller Ewigkeit auserwählt, mit einer be­deutungsvollen Gnade ausgestattet zu sein: bekleidet zu sein mit Meinem Alleinigen und Ewigen Priestertum.

Ja, Kind, meine Priester sind wie andere Ich; sie sind auserkoren worden von meinem Eucharisti­schen Herzen, um die Mission fort­zusetzen, die mich veranlaßte, zu euch zu kommen, um für immer den Vater zu verherrlichen. In ih­nen betrachte und liebe Ich in besonderer Weise die Seelen, deren Hirten, Häupter und vor allem Väter sie sind: die Priester müssen Mir Seelen zeugen zur Verherr­lichung des Vaters!

Dieser großen Liebe wegen, die Ich für sie hege, ist mein Eucharisti­sches Herz ganz entflammt für sie und Es hat große, ernste Forderun­gen an sie.

Und oft finde Ich in meinen Priestern nur ein entstelltes Bild wieder, eine Karikatur des Großen Heiligen und Vollkommenen Prie­sters, der Ich bin. Das zerreißt mein Eucharistisches Herz und entbrennt den Gerechten Zorn meines Vaters.

Viele meiner Priester liefern sich der Welt aus anstatt sich vollständig meinem Herzen hinzugeben; sie ma­chen sich zu Sklaven der Mächte der Welt, sie laufen den Verlockun­gen der Welt entgegen; sie wenden sich ab von Mir, um sich der Welt zuzukehren; sie schlittern ins Ver­derben! Ja, mein kleines Kind, Priester gehen verloren! Zu viele Priester gehen verloren!

Unter meinen Priestern ist es, unter welchen Ich am meisten leide, weil Ich sie mit Vorzug liebe. Viele sind mir wie ein neues Kreuz und manche machen sich sogar zu mei­nen Henkersknechten.

Deshalb ruft mein Eucharisti­sches Herz die Seelen dazu auf zu beten und sich für meine Priester in ganz besonderer Weise zu opfern. Darum hat mein Eucharistisches Herz, indem es über dich die Fluten der Barmherzigkeit ergoß, dich zur Fürsprecherin meiner Priester be­stellen wollen.

Geh, mein Kind, Ich segne dich, Ich segne alle meine Priester und in ihnen alle meine Kinder!

Ich verblieb in einem tiefen aber heftigen Schmerz, als ich den Rest des Abends dem Gebet für die Priester Jesu widmete. Deo gratias +

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Aus dem Französischen übertragen von mir [POS]

© by Immaculata-Verlag, CH-9050 Appenzell

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*) Über die begnadete Person mit dem Pseudonym „Nihil Domini“ werde ich später detailliert berichten.