Bericht: Christenverfolgung erreicht neuen Höchststand

Im Zeitraum von 2015 bis 2017 hat die Christenverfolgung in vielen Ländern weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Ursache sind die zunehmenden Übergriffe durch religiös oder politisch fundamentalistische Gruppen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht „Persecuted and forgotten?“ („Verfolgt und vergessen?“), den das britische Nationalbüro des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ nun vorgestellt hat. Die Untersuchung nimmt 13 Länder in den Blick, in dem es in den vergangenen Jahren zu besonders schweren Übergriffen auf Christen kam und zeigt den Grad der Religionsfreiheit in diesen Ländern auf.
„Blickt man auf die Schwere und die Auswirkungen der begangenen Verbrechen und die Anzahl der betroffenen Personen wird deutlich: Die Verfolgung nimmt weiter zu“, betonte Autor John Pontifex. Brennpunkte seien vor allem muslimisch geprägte Länder sowie autoritär regierte Staaten, zum Beispiel Eritrea und Nordkorea. Fundamentalistische Gruppierungen wie der sogenannte „Islamische Staat“ im Nahen Osten oder „Boko Haram“ in Nigeria und den Nachbarländern richteten sich zwar nicht ausschließlich gegen Christen, diese seien jedoch die am stärksten betroffene Gruppe.

So hätten staatliche Stellen wie die Vereinten Nationen oder die Europäische Union wiederholt von einem versuchten Völkermord an Christen im Irak gesprochen. Rund die Hälfte von ihnen seien nach den IS-Eroberungen 2014 zu Binnenflüchtlingen geworden. Auch in Syriens zweitgrößter Stadt Aleppo, die bis 2011 eine der größten christlichen Gemeinschaften des Landes zählte, sei die Zahl der Christen von über 150 000 auf knapp 35 000 Gläubige im Frühjahr 2017 gesunken – ein Rückgang um mehr als 75 Prozent.

Auch in Afrika werde der religiöse Extremismus zum zunehmendem Problem, stellt der Bericht fest. So seien etwa in Nigeria rund 1,8 Millionen Menschen durch die Gewalt der islamistischen Sekte „Boko Haram“ vertrieben worden, darunter viele Christen.

Religiöse und politische Verfolgung nimmt zu

Aber nicht nur die religiöse, auch die politische Verfolgung nimmt zu: Der Bericht „Persectued and forgotten?“ zeigt auf, dass auch die vermutlich über 100 Millionen Christen im kommunistischen China nach einer Phase leichter Öffnung wieder verstärkt unter Verfolgung zu leiden hätten. So seien etwa in der Küstenprovinz Zhejang über 2000 Kreuze auf Kirchen demontiert und einige Gotteshäuser sogar ganz zerstört wurden. Immer wieder komme es vor, dass Kleriker verhaftet und festgehalten würden, um sie auf die staatliche Religionspolitik einzuschwören.
Alle diese Schlaglichter ließen laut John Pontifex ein bedrückendes Resümee zu: „Christen werden mehr verfolgt als jede andere Glaubensgruppe, immer mehr Menschen erleben schlimmste Formen der Diskriminierung und Gewalt.“

(pm 16.10.2017 cs)

Zentralafrikanische Republik: 40 Tote bei Anschlag auf Missionsstation „Wir gehen durch die Wüste. Aber verlieren nicht die Hoffnung“

Bischof Juan José Aguirre / © ACN

Mitte August verübten Angehörige der „Seleka“, einem Sammelbecken islamistischer Kampfeinheiten, einen Anschlag auf eine Missionsstation in Gambo im Westen der Zentralafrikanischen Republik: Mindestens 40 Menschen kamen dabei ums Leben. Der zuständige Bischof Juan José Aguirre aus Bangassou sieht das ganze Land von Terror und Bürgerkrieg zerrissen. Viele Menschen seien auf der Flucht. Im Interview mit Josué Villalón vom weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ schildert er, dass die Christen auch für Muslime Partei ergriffen hätten, da diese den Kämpfen schutzlos ausgeliefert gewesen seien. Von der Weltgemeinschaft erhofft er eine Unterstützung der zentralafrikanischen Armee – und tatkräftige Hilfe beim Wiederaufbau, damit die Geflüchteten zurückkehren können.

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Josué Villalón: Herr Bischof, vor rund zwei Wochen wurde die Missionsstation in Gambo angegriffen. Es gab zahlreiche Tote. Können Sie uns genaueres dazu sagen?

Bischof Juan José Aguirre: Die Lage ist schrecklich. Es sind wohl um die 40 Tote. Ihnen wurde die Kehle durchgeschnitten. Und jetzt verwesen sie unter freiem Himmel, denn sie konnten aufgrund der Sicherheitslage noch nicht bestattet werden. Das halbe Dorf Gambo ist niedergebrannt, die Kirche und das Pfarrhaus geplündert und in Brand gesteckt. Wir haben Lebensmittel und Nothilfen hingeschickt. Der Wiederaufbau wird schwer. 2000 Menschen sind geflohen und sind jetzt hier in Bangassou untergekommen.

Die Zentralfrikanische Republik kommt nicht zur Ruhe. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?

Bischof Juan José Aguirre: Was zurzeit geschieht, kann nur verstanden werden, wenn man sich die Anschläge der islamistischen „Seleka“-Truppen von 2013 vor Augen führt. Damals besetzten sie die Hälfte der Zentralafrikanischen Republik – unterstützt von der Regierung des Nachbarlands Tschad und finanziert von den reichen Erdöl-Staaten. Seitdem steht unser Land Kopf. Auch jetzt, vier Jahre später, konnten weder unsere Regierung noch die stationierten UN-Truppen die Seleka endgültig aus dem Land drängen. Im Gegenteil: Sie haben bisweilen sogar gemeinsame Sache mit ihnen gemacht. Nun haben viele junge Menschen unseres Landes die Sache selber in die Hand genommen und zu den Waffen gegriffen, um die Seleka zu bekämpfen. Sie nennen sich „Anti-Balaka“. Der Konflikt weitet sich aus: Muslime, Nicht-Muslime, Anhänger von traditionellen Religionen und nichtchristlichen Sekten bekämpfen sich gegenseitig. In meiner Bischofsstadt mussten wir sogar Muslime beschützen, die angegriffen wurden und sich in einer Moschee verschanzt hatten, darunter viele Frauen und Kinder.

Was konnten Sie tun, um ihnen zu helfen?

Bischof Juan José Aguirre: Wir haben sie ins Priesterseminar unserer Diözese gebracht, wo sie jetzt immer noch wohnen. Insgesamt unterstützen wir mithilfe von verschiedenen Organisationen mehrere tausend Flüchtlinge, Christen wie Nichtchristen. Allerdings haben einige humanitäre Organisationen das Land nach der Zunahme der Kämpfe in den letzten Monaten verlassen – und sind nicht mehr zurückgekommen. Gott allein weiß, wie wir aus dieser Sackgasse wieder herauskommen.

Sie konnten vor kurzem Flüchtlinge besuchen, die im Kongo Zuflucht gefunden haben. Erzählen Sie uns davon!

Bischof Juan José Aguirre: Im Grenzgebiet halten sich rund 17 000 Geflüchtete auf. 1000 von ihnen konnte ich bei einem Gottesdienst treffen, mit ihnen reden, ihnen Hoffnung machen. Aber die Menschen sind schon sehr verzweifelt. Oft konnte ich gar nichts sagen, nur schweigen und zuhören. Die Menschen warten, bis sich die Lage in Bangassou gebessert hat. Sie wollen zurückkommen. Aber sie müssen bei Null anfangen, denn die Felder sind zerstört, die Häuser niedergebrannt. Wir haben nur noch den Trost Gottes, oder, wenn er nicht zu uns spricht, sein Schweigen.

Was ist aus Ihrer Sicht jetzt am dringendsten erforderlich?

Bischof Juan José Aguirre: Wir brauchen einen zentralafrikanischen Gouverneur in Bangassou und eine durchsetzungsfähige Nationalarmee, um die Disziplin durchzusetzen. Es gibt zwar Soldaten, aber sie klagen darüber, dass sie keine ausreichendenden Waffen haben. Die Rebellengruppen aber haben Waffen, die über die Nachbarländer eingeschmuggelt werden – zum Teil mithilfe multinationaler Konzerne. Viele bereichern sich an den Waffengeschäften! Die Folgen erleben wir hier: Ein brutaler Konflikt, ohne dass der Staat etwas entgegensetzen kann. Wir gehen durch die Wüste. Aber verlieren nicht die Hoffnung.

Um die pastorale Arbeit sowie die Flüchtlingshilfe der Kirche in der Zentralafrikanischen Republik weiterhin unterstützen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online unter www.spendenhut.de oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05

Verwendungszweck: Zentralafrikanische Republik

(Quelle: KiN)

Kardinal Marx: Töten im Namen von Religion ist unerträglich

Einmal mehr ist Europa erschüttert: Blumen an der Spanischen Botschaft in Berlin

Fassungslos: So reagiert der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE, Kardinal Reinhard Marx, auf die Anschläge von Spanien in Barcelona und Cambrils. In einem Kondolenz-Schreiben an den Erzbischof von Barcelona, Kardinal Juan José Omella Omella übermittelt Marx den Verletzten und Angehörigen der im Namen der Bischöfe Europas sein „tief empfundenes Mitgefühl“. „Menschen, die Familie hatten und Freunde, die gelacht oder miteinander Pläne geschmiedet haben, Menschen mit Träumen und Visionen. Sie alle wurden ohne Vorwarnung und ohne Anlass aus dem Leben gerissen.“

Die Brutalität der Anschläge entsetze ihn, „dass die Terroristen im Namen der Religion „Ungläubige“ töten, ist unerträglich.“ Kardinal Marx betont die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Gesellschaft angesichts der Gewalt durch den Terror. „Wir Christen sind herausgefordert, aufeinander Acht zu geben, destruktiven Ideologien entgegenzutreten und für Menschenwürde und Solidarität einzustehen.“

(pm 10.08.2017 ord)

Irak: Patriarch fordert Kampf gegen IS-Ideologie

Der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako I.

Der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako hat die Zerstörung der jahrhundertalten Al-Nuri-Moschee in der umkämpften irakischen Stadt Mossul durch die IS-Terrormiliz verurteilt. Damit werde nicht nur die Geschichte einer ganzen Stadt und eines Landes vernichtet, sondern auch „die Erinnerungen und die Kultur der Menschen“, sagte er der Nachrichtenagentur asianews. Die Terroristen des selbsternannten „Islamischen Staats“ hatten am Mittwoch die Moschee aus dem 12. Jahrhundert mit ihrem schiefen Minarett gesprengt.

Die Zerstörungen der Terrormiliz sei für ihn eine „Kultur des Todes“, erklärte das Oberhaupt der katholisch-chaldäischen Christen. Die „ganze Welt“ rief er auf, diese Ideologie zu bekämpfen und gegen sie zu handeln. Nachdem der IS zurückgedrängt worden sei, müsse jetzt den Irakern geholfen werden, die radikale Gesinnung und Lehre der Terroristen hinter sich zu lassen: „Nichts von dieser Ideologie darf erhalten bleiben. Das ist eine große Aufgabe und alle müssen mitarbeiten, um ein neues Kapitel anzufangen“, forderte Patriarch Sako und warnt zu gleich: Das Gedankengut der Extremisten sei noch immer präsent.

Nach der Rückeroberung größerer Gebiete im Norden des Iraks, in der Ninive-Ebene und dem Großteil Mossuls durch Regierungstruppen sowie deren Verbündeten sei sein Wunsch, dass die vertriebenen Menschen wieder zurückkehrten, sagte Sako gegenüber asianews. Seiner Beobachtung nach entwickele sich „eine neue Kultur“, die von der „Koexistenz und Vertrauen von Christen und Muslimen“ geprägt sei. „Jeder, auch die Muslime, sagen, dass die Christen zurückkehren sollen. Ohne sie wäre die Stadt nämlich nicht mehr die gleiche wie vorher“.

Im Jahr 2014 hatten die Dschihadisten die Millionenstadt Mossul unter ihre Kontrolle gebracht; es war der Beginn ihres Vormarsches auf weite Teile im Norden des Iraks und in Syrien. In der jetzt von ihnen gesprengten Al-Nuri-Moschee hatte ihr Anführer Bakr al Bagdadi das selbsternannte Kalifat „Islamischer Staat“ ausgerufen.

Inzwischen hat die irakische Armee Mossul fast vollständig wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Derzeit läuft eine Offensive auf die Altstadt, die noch immer von IS-Terroristen gehalten wird. Die Regierung in Bagdad beurteilte die Sprengung der Moschee als „Eingeständnis“ der Niederlage.

(asianews/rv 23.06.2017 fr)

Der Ausverkauf von Pfingsten an den Islam

BREDA, NETHERLANDS – MARCH 08: PVV Candidate, Geert Wilders is guarded by police as he speaks to the crowd, hands out pamphlets or flyers and poses for selfies on his election campaign near Van Coothplein on March 8, 2017 in Breda, Netherlands. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Am nächsten Sonntag feiern die Christen das Pfingstfest. Eine evangelische Kirche in den Niederlanden nutzt die Gelegenheit, die Abschaffung des öffentlichen Feiertags für den zweiten Pfingsttag vorzuschlagen. Die Niederländer haben diesen Feiertag seit 1815 offiziell genossen, doch die Kirche will ihn durch einen offiziellen Feiertag an Eid-al-Fitr ersetzen, der Tag, der das Ende des islamischen heiligen Monats Ramadan markiert.

Mit ihrem Vorschlag, sagt die christliche Gruppe, will sie „der Vielfalt der Religionen gerecht werden“. Das ist politisch korrektes Gewäsch. Beim Durchblättern der heutigen Zeitungen kann ich aber verstehen, warum viele Niederländer in festlicher Stimmung sind, sobald der Ramadan vorbei ist! In diesen Tagen sind die Schlagzeilen voller Vorfälle, die De Telegraaf, die führende Zeitung in den Niederlanden, als Ramadan rellen (Ramadan Ausschreitungen) beschreibt.

Angenommen, die Christen würden auf jährlicher Basis nach dem Verlassen der Kirche an Pfingsten zu randalieren beginnen, Eigentum zerstören, Brandstiftungen begehen, die Polizei angreifen und die Fenster der Nachbarn mit Steinen einschmeissen. Angenommen, die Polizei würde sich verpflichtet fühlen, die christliche Fastenzeit im Kalender als Tage erhöhter Spannungen zu markieren. Würden wir uns nicht zu fragen beginnen, was da am Christentum falsch ist?

Oder angenommen, jüdische Banden würden an Yom-Kippur ganze Stadtteile terrorisieren. Würden wir uns nicht fragen, was ihnen wohl in ihren Synagogen gelehrt wird? Oder würden wir es einfach akzeptieren, es sogar feiern als Indikatoren der kulturellen „Vielfalt“ unserer Gesellschaft?

Ich schreibe diese Zeilen in meinem Büro im niederländischen Parlament in Den Haag, kaum ein paar Minuten von dem Haus entfernt, wo der große holländische und jüdische Philosoph Baruch Spinoza aus dem 17. Jahrhundert lebte und starb. Spinoza gab der Welt eine Philosophie der Toleranz und Freiheit.

Was wir jedoch niemals tun sollten, ist, tolerant zu sein gegenüber Intoleranz. Denn wenn Toleranz zur Schlange wird, die ihren eigenen Schwanz verschlingt, wird es bald keine Freiheit mehr geben und die Intoleranz wird die Welt regieren. In der Tat sind wir fast da. Dreieinhalb Jahrhunderte nach Spinoza, in der Stadt, wo er lebte, schreibe ich diese Zeilen in einem schwer geschützten Bereich des Parlamentsgebäudes. Die Fenster sind milchig, die Türen sind gepanzert, und draußen stehen Polizisten. Sie sind da, um mich gegen die Intoleranz zu schützen, die in den letzten Jahrzehnten in unser Land eingetreten ist – eine Intoleranz, die weder christlich noch jüdisch oder weltlich ist, sondern islamisch. Ich bin kein Extremist, wenn ich das sage. Ich sage die Wahrheit. Und das ist meine Pflicht.

Denn hier ist die Krux der Sache: Wenn wir die freie und tolerante Gesellschaft bleiben wollen, die wir früher waren, müssen wir erkennen, dass der Westen eine konkrete Identität hat. Unsere Identität ist nicht islamisch, sondern basiert auf Judentum, Christentum und Humanismus. Unsere Freiheiten ergeben sich aus dieser Identität. Indem wir den Islam der Mittel berauben, unsere Identität zu zerstören, verletzen wir nicht die Freiheit; Wir bewahren unsere Identität und garantieren Freiheit.

Die schreckliche Situation, in der wir uns heute befinden, wird durch unsere Toleranz des Bösen verursacht. Wir sind zu tolerant gegenüber Intoleranz, wir sind zu tolerant gegenüber dem Islam. Wir denken, indem wir den Feinden der Feiheit Freiheit gewähren, dass wir der Welt beweisen, dass wir für die Freiheit einstehen. Aber in Wirklichkeit, indem wir uns weigern, unserer Toleranz Grenzen zu setzen, geben wir unsere Freiheit aus den Händen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen die Idee von Rechten mögen, solange sie keinen Preis dafür zahlen müssen. Die politischen und medialen Eliten sind alle für das Aussprechen der Wahrheit, solange die „Wahrheit“ ein Klischee ist. Doch wenn Pflicht und Ehre ihnen gebieten, sich vor die Geschichte zu stellen und „Stop“ zu schreien, dann fliehen sie. Und jene, die ihre Pflicht tun, werden als Extremisten beschimpft, vor Gericht gezerrt, zum Schweigen gebracht.

Etwas früher heute habe ich gelernt, dass der niederländische Staatsanwalt in Den Haag eine Rede untersucht, die ich vor zwei Jahren in Wien gehalten habe. Er tut dies auf Antrag seines Kollegen, des Staatsanwaltes in Wien, der mich der Verhetzung beschuldigt. Letzteres ist in Österreich eine Straftat und ist vergleichbar mit Aufwiegelung.

Ich finde das wirklich unfassbar. Lassen Sie sie Banditen und Terroristen jagen, statt einen Politiker zu verfolgen, der über den Islam spricht. Es ist eine Schande, dass dies in der Stadt Spinozas geschieht, der nicht nur ein großer Verteidiger der Toleranz, sondern auch der Freiheit des Denkens und der Rede war. Spinozas Gesicht pflegte eine unserer Banknoten zu schmücken, als wir noch unsere eigene Währung hatten. Schade, dass dies heute nicht mehr der Fall ist.

Unglaublich auch, weil es das dritte Mal innerhalb weniger Jahre wäre, dass ich vor Gericht gebracht werden würde, weil ich Dinge gesagt habe, die die Eliten nicht hören wollen. Es ist ein juristischer Dschihad. Während die Eliten für die existenzielle Krise verantwortlich sind, in der wir uns derzeit befinden. Mit ihrer Politik der offenen Grenzen und einer beispiellosen Liebe zum Islam und ihrem kulturellen Relativismus sorgen sie für unseren völligen Ausverkauf und setzen unsere Freiheit und Sicherheit aufs Spiel. Sie haben das Erbe von Spinoza aufgegeben und den Totalitarismus des Mohammedanismus in unsere Nationen eingeführt. Ich sage: nicht länger. Es ist Zeit, unsere Pflicht zu tun und unsere Freiheit und die Freiheit unserer Kinder zu verteidigen.

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Quelle

Geert Wilders: Sagt die Wahrheit über den Islam!

Von Geert Wilders | In dieser Woche wurde eine Dokumentation mit dem Titel “Wilders” beim DocFest, einem Film Festival für Dokumentarfilme in der britischen Stadt Sheffield, aufgeführt.

Der Dokumentarfilm wurde vom amerikanischen Regisseur Stephen Robert Morse gemacht. Obwohl er meinen politischen Ansichten nicht zustimmt, versucht er wenigstens, eine ausgewogene Geschichte zustande zu bringen, was mehr ist als ich von vielen niederländischen Journalisten sagen kann.

Morse und sein Team haben mich einige Monate begleitet. Die Dokumentation zeigt, dass ich aufgrund islamischer Todesdrohungen 24 Stunden am Tag unter Polizeischutz leben muss, dass ich ausschließlich in gepanzerten Fahrzeugen fahren darf, dass ich verpflichtet bin, eine kugelsichere Weste anzulegen, wann immer ich in der Öffentlichkeit auftrete, etc.

Einige andere Menschen leben unter ähnlichen Bedingungen wie ich: der dänische Karikaturist Kurt Westergaard und sein schwedischer Kollege Lars Vilks, der britische Schriftsteller Salman Rushdie, der dänische Historiker Lars Hedegaard und weitere. In diesem Sinn ist der Dokumentarfilm auch ein Tribut an sie. Uns allen gemeinsam ist, dass wir auf der Todesliste des Islam stehen.

Alle Politiker, die bei den Wahlen antreten, behaupten, dass sie sich um das Amt bewerben, weil sie dem Volk dienen wollen. Aber der Dienst für das Volk beginnt damit, dass den Menschen die Wahrheit gesagt wird.

Die Wahrheit über den Islam ist nicht erfreulich

Wie wundervoll wäre es, wenn der Islam das wäre, was die meisten Politiker behaupten: eine Religion des Friedens. Eine wundervolle Vorstellung, aber naiv! Denn die Wahrheit ist, dass fast alle terroristischen Taten in der heutigen Welt im Namen des Islam ausgeführt werden.

Viele Politiker sagen nicht die Wahrheit über den Islam. Einige finden es viel einfacher, die politisch-korrekten Dogmen der Linken zu wiederholen. Andere fürchten sich davor, wie ich und Westergaard, Vilks, Rushdie, Hedegaard und andere leben zu müssen.

Aber ich betrachtete das als keine akzeptable Ausrede. Denn niemand wird gezwungen, ein Politiker zu sein. Aber wenn Sie sich dafür entscheiden, und wenn Sie dann aufgrund der Bedrohung durch Gewalt schweigen, dann erlauben Sie der gewalttätigen Seite zu siegen. Und das ist etwas, das kein demokratischer Politiker jemals tun sollte.

Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte ist die Terror-Bedrohung im Westen stetig angewachsen. Dieses Wachstum hat alles zu tun mit dem Wachstum des Islam in unseren demokratischen Gesellschaften. Die Politiker, die sich weigern, diese Realität zu sehen, täuschen nicht nur sich selbst, sondern bringen auch die Bürger in Gefahr. Das ist der Grund, warum heute jedermann auf der Todesliste des Islam steht.

Jetzt sind wir alle in Gefahr. Und das ist vollkommen inakzeptabel. Die Menschen haben das Recht, in ihren eigenen Ortschaften und Städten in Sicherheit zu leben. Auch das ist ein grundlegendes Menschenrecht.

Meiner Ansicht nach hat dieses Recht Vorrang vor dem Recht der Islam-Nachfolger, in unserer Gesellschaft gemäß ihrer Religion zu leben. Der Westen sollte dem Islam nicht die Freiheit gewähren, die Freiheit des Westens abzuschaffen.

In der Welt bestehen bereits zahlreiche islamische Nationen, solche wie Saudi-Arabien, Iran, Pakistan, in denen die Scharia das Gesetz des Landes ist. Warum ziehen diejenigen, die in unserem Land die Scharia einführen möchten, nicht einfach dorthin?

Früher oder später werden sogar jene Politiker, die es immer noch vorziehen, von den Problemen wegzuschauen, gezwungen sein, ihnen ins Gesicht zu sehen. Bis dahin jedoch verlieren wir kostbare Zeit. Und die Verantwortung dafür liegt allein bei den gegenwärtig regierenden Eliten.

Je mehr Islam, desto weniger Freiheit

In meinem Land, den Niederlanden, sind wir gegenwärtig im Prozess, eine Regierungskoalition zu bilden. Obwohl meine Partei, die Partei für Freiheit (PVV), zur zweitstärksten Parlamentspartei geworden ist, weigert sich die Liberale Partei (VVD) des scheidenden Premierministers Mark Rutte, die trotz starker Verluste bei den Wahlen am 15. März 2017 stärkste Partei blieb, eine Regierung mit der PVV zu bilden. Dasselbe gilt für die drittstärkste Partei, die Christ-Demokraten (CDA) von Sybrand Buma. Die Folge ist ein politischer Stillstand, der es praktisch unmöglich macht, eine Mehrheitsregierung zu bilden.

Anfang dieser Woche erklärten Mark Rutte und Sybrand Buma in einem Brief, warum sie sich weigern, mit der PVV zusammen zu arbeiten. Sie schreiben, dass sie die PVV als “radikal” betrachten. Aber es ist nicht die PVV, die radikal ist, sondern der Islam.

Beenden wir die Feigheit. Lehnen wir die politische Korrektheit ab. Wie General Patton sagte: “Der Feigling ist derjenige, der zulässt, dass Furcht sein Pflichtgefühl besiegt.” Ich will meine Pflicht weiterhin tun. Voraussichtlich weiterhin als Oppositionsführer. Und ich werde weiterhin die Wahrheit aussprechen, was immer der Preis sein mag. Ich werde die Islamisierung meines Landes bekämpfen und seine Freiheit verteidigen. Ohne Kompromisse und mit Entschiedenheit, Überzeugung und Stärke. Immer.


(Zuerst erschienen auf breitbart.com / Übersetzung von Renate)

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