Kardinal Marx: Töten im Namen von Religion ist unerträglich

Einmal mehr ist Europa erschüttert: Blumen an der Spanischen Botschaft in Berlin

Fassungslos: So reagiert der Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft ComECE, Kardinal Reinhard Marx, auf die Anschläge von Spanien in Barcelona und Cambrils. In einem Kondolenz-Schreiben an den Erzbischof von Barcelona, Kardinal Juan José Omella Omella übermittelt Marx den Verletzten und Angehörigen der im Namen der Bischöfe Europas sein „tief empfundenes Mitgefühl“. „Menschen, die Familie hatten und Freunde, die gelacht oder miteinander Pläne geschmiedet haben, Menschen mit Träumen und Visionen. Sie alle wurden ohne Vorwarnung und ohne Anlass aus dem Leben gerissen.“

Die Brutalität der Anschläge entsetze ihn, „dass die Terroristen im Namen der Religion „Ungläubige“ töten, ist unerträglich.“ Kardinal Marx betont die Wichtigkeit des Zusammenhalts der Gesellschaft angesichts der Gewalt durch den Terror. „Wir Christen sind herausgefordert, aufeinander Acht zu geben, destruktiven Ideologien entgegenzutreten und für Menschenwürde und Solidarität einzustehen.“

(pm 10.08.2017 ord)

Irak: Patriarch fordert Kampf gegen IS-Ideologie

Der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako I.

Der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako hat die Zerstörung der jahrhundertalten Al-Nuri-Moschee in der umkämpften irakischen Stadt Mossul durch die IS-Terrormiliz verurteilt. Damit werde nicht nur die Geschichte einer ganzen Stadt und eines Landes vernichtet, sondern auch „die Erinnerungen und die Kultur der Menschen“, sagte er der Nachrichtenagentur asianews. Die Terroristen des selbsternannten „Islamischen Staats“ hatten am Mittwoch die Moschee aus dem 12. Jahrhundert mit ihrem schiefen Minarett gesprengt.

Die Zerstörungen der Terrormiliz sei für ihn eine „Kultur des Todes“, erklärte das Oberhaupt der katholisch-chaldäischen Christen. Die „ganze Welt“ rief er auf, diese Ideologie zu bekämpfen und gegen sie zu handeln. Nachdem der IS zurückgedrängt worden sei, müsse jetzt den Irakern geholfen werden, die radikale Gesinnung und Lehre der Terroristen hinter sich zu lassen: „Nichts von dieser Ideologie darf erhalten bleiben. Das ist eine große Aufgabe und alle müssen mitarbeiten, um ein neues Kapitel anzufangen“, forderte Patriarch Sako und warnt zu gleich: Das Gedankengut der Extremisten sei noch immer präsent.

Nach der Rückeroberung größerer Gebiete im Norden des Iraks, in der Ninive-Ebene und dem Großteil Mossuls durch Regierungstruppen sowie deren Verbündeten sei sein Wunsch, dass die vertriebenen Menschen wieder zurückkehrten, sagte Sako gegenüber asianews. Seiner Beobachtung nach entwickele sich „eine neue Kultur“, die von der „Koexistenz und Vertrauen von Christen und Muslimen“ geprägt sei. „Jeder, auch die Muslime, sagen, dass die Christen zurückkehren sollen. Ohne sie wäre die Stadt nämlich nicht mehr die gleiche wie vorher“.

Im Jahr 2014 hatten die Dschihadisten die Millionenstadt Mossul unter ihre Kontrolle gebracht; es war der Beginn ihres Vormarsches auf weite Teile im Norden des Iraks und in Syrien. In der jetzt von ihnen gesprengten Al-Nuri-Moschee hatte ihr Anführer Bakr al Bagdadi das selbsternannte Kalifat „Islamischer Staat“ ausgerufen.

Inzwischen hat die irakische Armee Mossul fast vollständig wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Derzeit läuft eine Offensive auf die Altstadt, die noch immer von IS-Terroristen gehalten wird. Die Regierung in Bagdad beurteilte die Sprengung der Moschee als „Eingeständnis“ der Niederlage.

(asianews/rv 23.06.2017 fr)

Der Ausverkauf von Pfingsten an den Islam

BREDA, NETHERLANDS – MARCH 08: PVV Candidate, Geert Wilders is guarded by police as he speaks to the crowd, hands out pamphlets or flyers and poses for selfies on his election campaign near Van Coothplein on March 8, 2017 in Breda, Netherlands. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Am nächsten Sonntag feiern die Christen das Pfingstfest. Eine evangelische Kirche in den Niederlanden nutzt die Gelegenheit, die Abschaffung des öffentlichen Feiertags für den zweiten Pfingsttag vorzuschlagen. Die Niederländer haben diesen Feiertag seit 1815 offiziell genossen, doch die Kirche will ihn durch einen offiziellen Feiertag an Eid-al-Fitr ersetzen, der Tag, der das Ende des islamischen heiligen Monats Ramadan markiert.

Mit ihrem Vorschlag, sagt die christliche Gruppe, will sie „der Vielfalt der Religionen gerecht werden“. Das ist politisch korrektes Gewäsch. Beim Durchblättern der heutigen Zeitungen kann ich aber verstehen, warum viele Niederländer in festlicher Stimmung sind, sobald der Ramadan vorbei ist! In diesen Tagen sind die Schlagzeilen voller Vorfälle, die De Telegraaf, die führende Zeitung in den Niederlanden, als Ramadan rellen (Ramadan Ausschreitungen) beschreibt.

Angenommen, die Christen würden auf jährlicher Basis nach dem Verlassen der Kirche an Pfingsten zu randalieren beginnen, Eigentum zerstören, Brandstiftungen begehen, die Polizei angreifen und die Fenster der Nachbarn mit Steinen einschmeissen. Angenommen, die Polizei würde sich verpflichtet fühlen, die christliche Fastenzeit im Kalender als Tage erhöhter Spannungen zu markieren. Würden wir uns nicht zu fragen beginnen, was da am Christentum falsch ist?

Oder angenommen, jüdische Banden würden an Yom-Kippur ganze Stadtteile terrorisieren. Würden wir uns nicht fragen, was ihnen wohl in ihren Synagogen gelehrt wird? Oder würden wir es einfach akzeptieren, es sogar feiern als Indikatoren der kulturellen „Vielfalt“ unserer Gesellschaft?

Ich schreibe diese Zeilen in meinem Büro im niederländischen Parlament in Den Haag, kaum ein paar Minuten von dem Haus entfernt, wo der große holländische und jüdische Philosoph Baruch Spinoza aus dem 17. Jahrhundert lebte und starb. Spinoza gab der Welt eine Philosophie der Toleranz und Freiheit.

Was wir jedoch niemals tun sollten, ist, tolerant zu sein gegenüber Intoleranz. Denn wenn Toleranz zur Schlange wird, die ihren eigenen Schwanz verschlingt, wird es bald keine Freiheit mehr geben und die Intoleranz wird die Welt regieren. In der Tat sind wir fast da. Dreieinhalb Jahrhunderte nach Spinoza, in der Stadt, wo er lebte, schreibe ich diese Zeilen in einem schwer geschützten Bereich des Parlamentsgebäudes. Die Fenster sind milchig, die Türen sind gepanzert, und draußen stehen Polizisten. Sie sind da, um mich gegen die Intoleranz zu schützen, die in den letzten Jahrzehnten in unser Land eingetreten ist – eine Intoleranz, die weder christlich noch jüdisch oder weltlich ist, sondern islamisch. Ich bin kein Extremist, wenn ich das sage. Ich sage die Wahrheit. Und das ist meine Pflicht.

Denn hier ist die Krux der Sache: Wenn wir die freie und tolerante Gesellschaft bleiben wollen, die wir früher waren, müssen wir erkennen, dass der Westen eine konkrete Identität hat. Unsere Identität ist nicht islamisch, sondern basiert auf Judentum, Christentum und Humanismus. Unsere Freiheiten ergeben sich aus dieser Identität. Indem wir den Islam der Mittel berauben, unsere Identität zu zerstören, verletzen wir nicht die Freiheit; Wir bewahren unsere Identität und garantieren Freiheit.

Die schreckliche Situation, in der wir uns heute befinden, wird durch unsere Toleranz des Bösen verursacht. Wir sind zu tolerant gegenüber Intoleranz, wir sind zu tolerant gegenüber dem Islam. Wir denken, indem wir den Feinden der Feiheit Freiheit gewähren, dass wir der Welt beweisen, dass wir für die Freiheit einstehen. Aber in Wirklichkeit, indem wir uns weigern, unserer Toleranz Grenzen zu setzen, geben wir unsere Freiheit aus den Händen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen die Idee von Rechten mögen, solange sie keinen Preis dafür zahlen müssen. Die politischen und medialen Eliten sind alle für das Aussprechen der Wahrheit, solange die „Wahrheit“ ein Klischee ist. Doch wenn Pflicht und Ehre ihnen gebieten, sich vor die Geschichte zu stellen und „Stop“ zu schreien, dann fliehen sie. Und jene, die ihre Pflicht tun, werden als Extremisten beschimpft, vor Gericht gezerrt, zum Schweigen gebracht.

Etwas früher heute habe ich gelernt, dass der niederländische Staatsanwalt in Den Haag eine Rede untersucht, die ich vor zwei Jahren in Wien gehalten habe. Er tut dies auf Antrag seines Kollegen, des Staatsanwaltes in Wien, der mich der Verhetzung beschuldigt. Letzteres ist in Österreich eine Straftat und ist vergleichbar mit Aufwiegelung.

Ich finde das wirklich unfassbar. Lassen Sie sie Banditen und Terroristen jagen, statt einen Politiker zu verfolgen, der über den Islam spricht. Es ist eine Schande, dass dies in der Stadt Spinozas geschieht, der nicht nur ein großer Verteidiger der Toleranz, sondern auch der Freiheit des Denkens und der Rede war. Spinozas Gesicht pflegte eine unserer Banknoten zu schmücken, als wir noch unsere eigene Währung hatten. Schade, dass dies heute nicht mehr der Fall ist.

Unglaublich auch, weil es das dritte Mal innerhalb weniger Jahre wäre, dass ich vor Gericht gebracht werden würde, weil ich Dinge gesagt habe, die die Eliten nicht hören wollen. Es ist ein juristischer Dschihad. Während die Eliten für die existenzielle Krise verantwortlich sind, in der wir uns derzeit befinden. Mit ihrer Politik der offenen Grenzen und einer beispiellosen Liebe zum Islam und ihrem kulturellen Relativismus sorgen sie für unseren völligen Ausverkauf und setzen unsere Freiheit und Sicherheit aufs Spiel. Sie haben das Erbe von Spinoza aufgegeben und den Totalitarismus des Mohammedanismus in unsere Nationen eingeführt. Ich sage: nicht länger. Es ist Zeit, unsere Pflicht zu tun und unsere Freiheit und die Freiheit unserer Kinder zu verteidigen.

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Quelle

Geert Wilders: Sagt die Wahrheit über den Islam!

Von Geert Wilders | In dieser Woche wurde eine Dokumentation mit dem Titel “Wilders” beim DocFest, einem Film Festival für Dokumentarfilme in der britischen Stadt Sheffield, aufgeführt.

Der Dokumentarfilm wurde vom amerikanischen Regisseur Stephen Robert Morse gemacht. Obwohl er meinen politischen Ansichten nicht zustimmt, versucht er wenigstens, eine ausgewogene Geschichte zustande zu bringen, was mehr ist als ich von vielen niederländischen Journalisten sagen kann.

Morse und sein Team haben mich einige Monate begleitet. Die Dokumentation zeigt, dass ich aufgrund islamischer Todesdrohungen 24 Stunden am Tag unter Polizeischutz leben muss, dass ich ausschließlich in gepanzerten Fahrzeugen fahren darf, dass ich verpflichtet bin, eine kugelsichere Weste anzulegen, wann immer ich in der Öffentlichkeit auftrete, etc.

Einige andere Menschen leben unter ähnlichen Bedingungen wie ich: der dänische Karikaturist Kurt Westergaard und sein schwedischer Kollege Lars Vilks, der britische Schriftsteller Salman Rushdie, der dänische Historiker Lars Hedegaard und weitere. In diesem Sinn ist der Dokumentarfilm auch ein Tribut an sie. Uns allen gemeinsam ist, dass wir auf der Todesliste des Islam stehen.

Alle Politiker, die bei den Wahlen antreten, behaupten, dass sie sich um das Amt bewerben, weil sie dem Volk dienen wollen. Aber der Dienst für das Volk beginnt damit, dass den Menschen die Wahrheit gesagt wird.

Die Wahrheit über den Islam ist nicht erfreulich

Wie wundervoll wäre es, wenn der Islam das wäre, was die meisten Politiker behaupten: eine Religion des Friedens. Eine wundervolle Vorstellung, aber naiv! Denn die Wahrheit ist, dass fast alle terroristischen Taten in der heutigen Welt im Namen des Islam ausgeführt werden.

Viele Politiker sagen nicht die Wahrheit über den Islam. Einige finden es viel einfacher, die politisch-korrekten Dogmen der Linken zu wiederholen. Andere fürchten sich davor, wie ich und Westergaard, Vilks, Rushdie, Hedegaard und andere leben zu müssen.

Aber ich betrachtete das als keine akzeptable Ausrede. Denn niemand wird gezwungen, ein Politiker zu sein. Aber wenn Sie sich dafür entscheiden, und wenn Sie dann aufgrund der Bedrohung durch Gewalt schweigen, dann erlauben Sie der gewalttätigen Seite zu siegen. Und das ist etwas, das kein demokratischer Politiker jemals tun sollte.

Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte ist die Terror-Bedrohung im Westen stetig angewachsen. Dieses Wachstum hat alles zu tun mit dem Wachstum des Islam in unseren demokratischen Gesellschaften. Die Politiker, die sich weigern, diese Realität zu sehen, täuschen nicht nur sich selbst, sondern bringen auch die Bürger in Gefahr. Das ist der Grund, warum heute jedermann auf der Todesliste des Islam steht.

Jetzt sind wir alle in Gefahr. Und das ist vollkommen inakzeptabel. Die Menschen haben das Recht, in ihren eigenen Ortschaften und Städten in Sicherheit zu leben. Auch das ist ein grundlegendes Menschenrecht.

Meiner Ansicht nach hat dieses Recht Vorrang vor dem Recht der Islam-Nachfolger, in unserer Gesellschaft gemäß ihrer Religion zu leben. Der Westen sollte dem Islam nicht die Freiheit gewähren, die Freiheit des Westens abzuschaffen.

In der Welt bestehen bereits zahlreiche islamische Nationen, solche wie Saudi-Arabien, Iran, Pakistan, in denen die Scharia das Gesetz des Landes ist. Warum ziehen diejenigen, die in unserem Land die Scharia einführen möchten, nicht einfach dorthin?

Früher oder später werden sogar jene Politiker, die es immer noch vorziehen, von den Problemen wegzuschauen, gezwungen sein, ihnen ins Gesicht zu sehen. Bis dahin jedoch verlieren wir kostbare Zeit. Und die Verantwortung dafür liegt allein bei den gegenwärtig regierenden Eliten.

Je mehr Islam, desto weniger Freiheit

In meinem Land, den Niederlanden, sind wir gegenwärtig im Prozess, eine Regierungskoalition zu bilden. Obwohl meine Partei, die Partei für Freiheit (PVV), zur zweitstärksten Parlamentspartei geworden ist, weigert sich die Liberale Partei (VVD) des scheidenden Premierministers Mark Rutte, die trotz starker Verluste bei den Wahlen am 15. März 2017 stärkste Partei blieb, eine Regierung mit der PVV zu bilden. Dasselbe gilt für die drittstärkste Partei, die Christ-Demokraten (CDA) von Sybrand Buma. Die Folge ist ein politischer Stillstand, der es praktisch unmöglich macht, eine Mehrheitsregierung zu bilden.

Anfang dieser Woche erklärten Mark Rutte und Sybrand Buma in einem Brief, warum sie sich weigern, mit der PVV zusammen zu arbeiten. Sie schreiben, dass sie die PVV als “radikal” betrachten. Aber es ist nicht die PVV, die radikal ist, sondern der Islam.

Beenden wir die Feigheit. Lehnen wir die politische Korrektheit ab. Wie General Patton sagte: “Der Feigling ist derjenige, der zulässt, dass Furcht sein Pflichtgefühl besiegt.” Ich will meine Pflicht weiterhin tun. Voraussichtlich weiterhin als Oppositionsführer. Und ich werde weiterhin die Wahrheit aussprechen, was immer der Preis sein mag. Ich werde die Islamisierung meines Landes bekämpfen und seine Freiheit verteidigen. Ohne Kompromisse und mit Entschiedenheit, Überzeugung und Stärke. Immer.


(Zuerst erschienen auf breitbart.com / Übersetzung von Renate)

Quelle

Geert Wilders Keynote @ AFA 2017 Heroes of Conscience Awards

 

Veröffentlicht am 22.05.2017

Geert Wilders delivering his keynote address at the American Freedom Alliance 2017 Heroes of Conscience Awards dinner.
For more information on the American Freedom Alliance:
www.AmericanFreedomAlliance.org



Siehe dazu auch:

ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM – Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Philippinen: „Alarmierende Situation“

Straßensperre in Marawi am Mittwoch

Wird Rodrigo Duterte bei seinem Kampf gegen Islamisten auf der Insel Mindanao Rücksicht auf Verluste nehmen? Wird der philippinische Präsident etwa auf den Hilfsappell der in Marawi entführten Geiseln eingehen? Vor dem Hintergrund von Dutertes rigoroser Sicherheitspolitik scheint das eher unwahrscheinlich. Pater Sebastiano D’Ambra wirkt für die Päpstlichen Missionswerke auf den Philippinen. Er sieht die etwa 240 Geiseln akut in großer Gefahr, wie er im Interview mit Radio Vatikan ausführt:

„Das ist eine neue und alarmierende Situation. Wir wissen nicht, wie sie sich weiterentwickeln wird, sicher aber werden die Angriffe weitergehen. Man kann nur hoffen, dass das Militär vorsichtig vorgeht, denn die Tendenz (des Militär, Anm.) ist, alles plattzumachen und sich nicht darum zu scheren, was passiert. Ich wünsche mir, dass es da guten Willen gibt – ich weiß nicht, wieviel es davon heute gibt… Man muss dafür beten, dass es zumindest die Vision gibt, eine Einigung zu finden.“

Pater D’Ambra will die Hoffnung auf eine glimpfliche Lösung für die Geiseln trotz allem nicht ganz aufgeben. Immerhin habe der Präsident vor Stunden noch gesagt, der Raum für Dialog sei „noch offen“, so der Geistliche. An dieses Duterte-Zitat klammert er sich, viel mehr bleibt ihm nicht übrig.

IS-treue Gruppe mit „viel Geld“

Die Islamistengruppe „Maute“, die sich zum IS bekennt, hatte letzte Woche Teile der Großstadt Marawi unter ihre Kontrolle gebracht. Unter anderem entführte sie einen Priester und 15 Gläubige aus der Kathedrale. Mit Panzern und Artillerie gehen Regierungstruppen seit dem Wochenende gegen die Rebellen vor; Dutzende von Menschen kamen bis heute ums Leben, darunter auch Zivilisten. Duterte hat das Kriegsrecht über die ganze Insel verhängt. Pater D’Ambra berichtet über die Hintergründe des Konfliktes:

„Mit seiner teuflischen Logik denkt der Islamische Staat, hier eine Provinz des Kalifats errichten zu können, und er ist auf fruchtbaren Boden gestoßen: Diese Gruppe, „Maute“, was ein Familienname hier ist, verfügt über Kontakte ins Ausland und hat diese Ideologie auch mit Hilfe von viel Geld konstruiert. Wir wissen darüber hinaus von vielen jungen Leuten, die hohe Gehälter bekommen und deswegen Teil dieser Gruppe werden.“

Angesichts der neuen islamistischen Infiltration auf Mindanao markiert die philippinische Regierung Unnachgiebigkeit: Duterte ließ die Rebellen bombardieren. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Regierung die Kontrolle zurückerlange, sagt der Armeesprecher. Für die örtliche Bevölkerung hat der Kampf fatale Folgen: Fast 90 Prozent der 200.000 Einwohner flohen laut Angaben der Behörden, der Rest harrt in den umkämpften Stadtbezirken aus. Dass Duterte es auf Mindanao jetzt mit dem IS zu tun hat, macht nach Ansicht von Pater D’Ambra „alles komplizierter“:

„Vor ein paar Jahren ist in Zamboanga etwas ähnliches mit sehr vielen Opfern passiert, es gab zehntausend verbrannte Häuser. Doch in Marawi wird das noch schlimmer werden, denn das Element des religiösen Fanatismus ist noch deutlicher. In Zamboanga war es uns gelungen, den religiösen Hass zu stoppen, wir haben uns zusammengetan, Christen und Muslime, und gemeinsam erklärt, dass dies kein religiöser Fall ist. In Marawi wird durch den IS alles komplizierter.“

Der Kampf muslimischer Aufständischer gegen die Regierung ist auf den Philippinen nicht neu: Mehr als 120.000 Menschen wurden bei solchen Kämpfen in den letzten 40 Jahren getötet. Auf Mindanao verüben Mitglieder islamistischer Gruppen, die eine Unabhängigkeit anstreben, regelmäßig Anschläge.

Hilfsappell der Entführten an die Regierung

Eine Woche nach der Entführung von 240 Menschen durch Islamisten auf der Insel Mindanao hat sich einer der Entführten in einem Video direkt an Rodrigo Duterte gewandt. In dem 5-minütigen Film bittet der Generalvikar des Bistums Marawi, Pater Teresito „Chito“ Suganob, den Präsidenten mit brüchiger Stimme darum, die Militäroffensive auf die Großstadt zu stoppen. Der von der Terrorgruppe „Maute“ festgehaltene Geistliche verweist in seinem Appell auf die dramatische Lage der Entführten: „Bitte denken Sie an uns“, richtet er sich an Duterte. Die philippinische Bischofskonferenz hatte sich zuvor ebenfalls mit einem Aufruf an Duterte gewandt, das Leben der Geiseln zu schützen.

(rv/diverse 31.05.2017 pr)

Islamisten entführen 15 Katholiken und verwüsten die Kathedrale von Marawi

Father Teresito Soganub, a Catholic Priest, poses for a photograph inside his cathedral

ASIEN/PHILIPPINEN – Duterte ruft Kriegsrecht auf Mindanao aus.

Marawi City (Fides) – Die islamistische Gruppe “Maute”, die nach eigenen Angaben mit dem Islamischen Staat in Verbindung steht “hat die katholische Kathedrale in Marawi City verwüstet und rund 15 Gläubige, darunter ein Priester, mehrere Schwestern und einige Laiengläubige, die sich in der Kirche zum Gebet auf hielten verschleppt”, die bestätigt Bischof Edwin De la Pena, der die Territorialpräslatur Marawi City auf der Insel Midanao im Süden der Philippinen leitet. Rund einhundert Maute-Milizionäre belagerten gestern die Stadt, nachdem Präsident Rodrigo Duterte auf der Insel das Kriegsrecht ausrief.

“Heute feiern wir das Patronatsfest unsere Prälatur, das Fest ‘Maria, Hilfe der Christen’. Die Gläubigen hielten sich zum Mariengebet in der Kirche auf, als die Terroristen in die Kirche eindrangen und verschleppten sie als Geiseln an einen unbekannten Ort. Danach kamen sie auch in die bischöfliche Residenz, wo sie unseren Generalvikar Pfarrer Teresito Soganub entführten. Danach legten sie einen Brand in der Kathedrale und in der Residenz. Es ist alles verwüstet. Wir sind entsetzt“.

Der Bischof selbst blieb unversehrt, weil er sich in einer Pfarrei außerhalb Marawis aufhielt. “Die Terroristen belagerten die ganze Stadt. Die Menschen sind verängstigt und verlassen ihre Wohnungen nicht. Nun warten wir auf die Reaktion der Armee. Die Stadt soll mit dem so wenig Blutvergießen wie möglich wieder zurückerobert werden. Über die Geiseln spricht niemand. Wir haben unsere Kanäle, die Kirche und islamische Religionsvertreter aktiviert und wir hoffen, dass es bald Verhandlungen geben wird und die Entführten gesund zu uns zurückkehren können”, so der Bischof, der mitteilt, dass die Kirche in den vergangenen Monaten mehrfach Drohungen erhalten hatte.

“Der Anschlag”, so der Bischof, “hat am Vorabend des Marienfests stattgefunden: sie bitten wir nun um Hilfe. Sie, die Hilfe der Christen, möge unsere Gläubigen beschützen. Nur sie wird uns helfen können. Wir bitten auch Papst Franziskus um das Gebet für uns und einen Appell an die Entführer richten und sie im Namen unsere Gemeinde um die Freilassung der Geiseln bitten. Gewalt und Hass bringen nur Verwüstung: wir bitten die Gläubigen in aller Welt, sich uns im Gebet für den Frieden anzuschließen”.

Unterdessen unterbrach Präsident Duterte angesichts der Krise seinen Besuch in Moskau und kehrte auf die Philippinen zurück. In Marawi steckten die islamistischen Belagerer auch das Gefängnis und zwei Schulen in Brand. Die Stadt ist von der Armee umzingelt. Der Bürgermeister von Marawi bat die Armee die Stadt mit ihren 200.000 vorwiegend muslimischen Einwohnern nicht mit Bomben unter Beschuss zu nehmen.

(PA) (Fides 24/5/2017)