DIE CHRISTENFEINDLICHEN VERSE IM KORAN








Ägypten: Schicksal der koptischen Märtyrer in Libyen wird verfilmt

Die Särge der Märtyrer vor der Überführung nach Kairo am 14. Mai 2018 (AFP or licensors

„Märtyrer des Glaubens und der Nation“ – so lautet der Titel des Films, der das Schicksal der 20 koptischen Christen erzählt, die 2015 zusammen mit einem Arbeitskollegen aus Ghana von Dschihadisten enthauptet wurden. Unterstützt wird das Projekt vom koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros und dem koptisch-orthodoxen Bischof Pavnotios von Samalut.

Wie die Diözese Samalut in einer Pressemitteilung angekündigt hat, steht der Drehbeginn kurz bevor. Der Text des Drehbuchs, für das die Schriftstellerin Mina Magdy verantwortlich zeichnet, basiert auch auf Berichten der Verwandten der Märtyrer. Regie führt der Filmemacher Youssef Nabil, der schon in der Vergangenheit Geschichten christlichen Martyriums auf Zelluloid gebannt hat.

Bevor die Szenen über das Martyrium, die Entdeckung der Leichen in einem Massengrab und deren Überführung nach Ägypten gezeigt werden, zeichnet der Film das Leben der Märtyrer nach, die der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) zum Opfer gefallen waren: Junge Menschen, die auf ein besseres Leben gehofft hatten und nach Libyen ausgewandert waren, um ihre Familien unterstützen zu können.

Hintergrund

Die 20 ägyptischen Kopten und ihr ghanaischer Arbeitskollege wurden Anfang Januar 2015 in Libyen entführt. Das Video ihrer Enthauptung wurde am 15. Februar von dschihadistischen Websites online gestellt. Nur eine Woche nach der Nachricht von dem Massaker beschloss der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II., die 21 Märtyrer, die von Mitgliedern des selbsternannten Islamischen Staates (IS) enthauptet wurden, in das Synaxarium, das Buch der Märtyrer der koptischen Kirche, aufzunehmen. Ihr Gedenktag wird am 15. Februar gefeiert.

(fides- skr)

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SCHULE DER MENSCHENVERACHTUNG

Mekka – Kaaba

Wer den Islam auch nur oberflächlich kennt, der weiß, daß er menschenverachtend (diskriminierend) ist. Aber er ist noch mehr: Eine Schule der Menschen-Verachtung. Das zeigt sich z. B. in seiner Gewalt-Tätigkeit, Frauen-Feindschaft und Lügenhaftigkeit.

Im Koran stehen über 200 Stellen, die zu Gewalt und Mord aufrufen, hauptsächlich gegen die „Ungläubigen“. Diese gelten als Feinde Allahs , weshalb man sie hassen und töten muß. Mehr noch: Sie werden zu Unmenschen abgewertet und den Tieren beigezählt: ,,Die Ungläubigen, die durchaus nicht glauben wollen, werden von Allah wie das ärgste Vieh betrachtet“ (Sure 8,56). Der Haß auf sie läßt manche Muslime bestialische Terror-Anschläge verüben, von denen fast täglich in den Nachrichten die Rede ist. Schon Kinder lernen das Töten an kleinen Tieren, damit sie später auch Menschen töten können. Die Macht des Islam besteht allein in seiner Gewalttätigkeit und in der ihr zu Grund liegenden Menschen-Verachtung.

Frauen-Feindschaft

Zur Verachtung der „ Ungläubigen“ kommt noch die Verachtung der Frau hinzu, auch der Musli-ma. Die Frau ist für den Muslim kein vollwertiger Mensch, keine Partnerin, sondern ein Besitz. Ist sie widerspenstig, schlägt er sie mit dem Riemen oder der Peitsche oder straft sie auf andere Art. Vergewaltigt ein Mann eine Frau, ist immer die Frau schuld, weil sie den Mann ja verführt hat. Jeder Muslim darf vier Frauen heiraten und darüber hinaus beliebig viele Nebenfrauen besitzen, wenn er für ihren Unterhalt aufkommen kann. Ist der Vater nicht im Haus, bestimmt ein Onkel oder der älteste Sohn, was die Mutter oder Schwester tun darf und was nicht, z. B. das Haus verlassen. So lernen schon die Kinder, die Frau als minderwertig zu betrachten und zu verachten, auch die eigene Mutter.

Lügenhaftigkeit

Jeder Muslim muß lügen, wenn es der Ausbreitung oder Anerken-nung de J 1am nützt. Belügen kann man inen Menschen aber nur, wenn man ihn verachtet. Das Lüge-Gebot(Ta kiya) macht jedes Gespräch mit einem Muslim sinn-los, sei es auf privater oder offi-1.iellcr Ebene. Wus oll auch ein Gespräch mit einem Men chen, der fest entschlossen ist, einen zu belügen? Was soll da eine Konfe-renz mit Mu limen bringen? Ein Vertrag? Islamische Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Korane usw. in deutscher Sprache sind eine Fundgrube für die Takiya. Die Lüge zer tört da Ur-Vertrau-en zwischen den Men chen, ohne das eine Gemeinschaft nicht exis-tieren kann. Die einzig mögliche Antwort an einen Lügner ist Miß-trauen. Wer einmal lügt…

Offene Menschen-Verachtung

Die muslimische Menschen-Verachtung zeigt sich aber auch ganz offen und direkt, wenn die Muslime christlich Frauen als Schlampen und Huren bezeichnen, die Christen als Götzendiener, Scheißchristen oder Schweinefleisch-Fresser usw. Der Muslim fühlt sich dem „Ungläubigen“ in jeder Hinsicht überlegen, ganz im Sinne des Koran: ,,Ihr seid die beste Nation, die je unter den Menschen entstand“ (Sure 3,106). Damit werden alle anderen Menschen abgewertet und der Verachtung preisgegeben. Mit dieser Arroganz wachsen die Muslime auf und kommen heute nach Europa als die neuen Herren-Menschen.

Ausblick

Die islamische Menschen-Verachtung, die sich vor allem in Gewalt, Frauen-Feindschaft und Lüge zeigt, ist kein Beitrag zur Humanisierung der Welt. Für die Nicht-Muslime stellt sie eine große Her-ausforderung dar, besonders die Gewalt. Schon sind Zigtausende von Menschen damit beschäftigt, die Bevölkerung vor Terror-Anschlägen zu schützen, was viele Milliarden Euro kostet. Jeder Kämpfer gegen die „Ungläubigen“ kann problemlos ins Land gelangen, wenn er sich als Flüchtling ausgibt. Vor allem die Kanzlerin verschärft das Problem noch, wenn sie keine „Ober-grenze“ bei der Aufnahme von Einwanderern will. Und so kann sich die islamischc Menschen-Verachtung auch bei uns immer weiter ausbreiten, was sich in der Zunahme verbaler und physi-scher Gewalt zeigt. Denn Menschen-Verachtung ist hoch ansteckend!  Werner Mertensacker

Quelle: Kurier der CHRISTLICHEN MITTE, Juli 2020 – Nr. 7 (E-Mail: info@christliche-mitte.de)

Siehe auch:

TWEETS ZUM AKTUELLEN ISLAMISMUS

Nigeria: Bischöfe führen Protest gegen Boko Haram

Nigerianischen Bischöfe führen den Protestzug in Abuja an.

Hunderte Nigerianer zogen am vergangenen Sonntag angeführt von der Nigerianischen Bischofskonferenz (CBCN) durch die Straßen Abujas. Ihr Protest richtete sich gegen die zahlreichen Anschläge der islamistischen Boko-Haram-Sekte, unter denen die Bevölkerung seit über zwölf Jahren leidet.

Bischöfe beziehen Position

„Wir protestieren gegen die brutalen Morde an unschuldigen Nigerianern durch Boko Haram, die sich mit Gewalt das Ackerland der Farmer nehmen“, sagte Erzbischof Augustine Akubueze in Richtung der nigerianischen Regierung, deren Reaktion auf die Gewalt er als unzureichend einstufte.

Nicht nur das das Töten von Gottes Kindern, sondern auch das Versäumnis, unschuldige Menschen vor den unerbitterlichen Angriffen zu schützen, sei böse. Deshalb habe man heute „einen friedlichen Protest für über 50 Millionen Katholiken und über 100 Millionen Christen in Nigeria begonnen“, sagte Akubueze.

Es habe schon zu viele Massengräber, zu viele Entführungen und zu viele Attacken auf die Häuser der Menschen und auf Heilige Stätten gegeben. Die Regierung scheine völlig unempfindlich gegenüber der Not der Nigerianer zu sein. Sie ignoriere die Schreie derer, die sie gewählt haben, so der Kirchenmann.

Akubueze bittet Staatengemeinschaft um Hilfe

Den Protest sehe er daher als religiöse Verpflichtung an. Die Aufgabe der Bischofskonferenz sei es schließlich, gegen alles die Stimme zu erheben, was gegen Gottes Willen verstößt. Mit der Behauptung der Regierung, Boko Haram sei besiegt worden, gebe die Bevölkerung Nigerias sich nicht zufrieden.

Die Terroranschläge in seinem Land verglich Akubueze mit den Morden in Syrien. Er appellierte an die internationale Staatengemeinschaft, Nigeria im Kampf gegen Boko Haram zu unterstützen.

Boko Haram spricht von sich selbst als die nigerianische Taliban. 2009 lieferten sich deren Kämpfer wochenlange Gefechte mit der nigerianischen Armee, bei denen im Norden des Landes über 800 Menschen zu Tode kamen. Nachdem die Polizei den damaligen Anführer der Sekte hinrichtete, führt diese einen erbitterten Rachefeldzug und zündet Bomben auch vor christlichen Einrichtungen.

(cisa – mt)

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UNBEQUEME WAHRHEITEN IM DEUTSCHEN BUNDESTAG

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Papst Johannes Paul II. zu den Terroranschlägen am 11. September 2001

JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 12. September 2001

Ich kann diese Audienz nicht beginnen, ohne meinen tiefen Schmerz zum Ausdruck zu bringen über die Terroranschläge, die gestern Leid und Zerstörung über Amerika gebracht und Tausende von Todesopfern und zahllose Verletzte gefordert haben. Dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und allen amerikanischen Bürgern spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus. Angesichts eines solch unaussprechlichen Schreckens können wir alle nur zutiefst beunruhigt sein. Ich vereine meine Stimme mit all den Stimmen, die in diesen Stunden ihre Empörung und Verurteilung äußern, und ich betone erneut, daß die Wege der Gewalt niemals zu wirklichen Lösungen der Menschheitsprobleme führen werden.

Gestern war ein dunkler Tag in der Geschichte der Menschheit, es ereignete sich ein schrecklicher Angriff auf die Würde des Menschen. Seit dem Moment, als ich die Nachricht erhielt, habe ich die Entwicklung der Lage mit großer Sorge weiterverfolgt, und ich habe mein inniges Gebet zum Herrn erhoben. Wie ist es nur möglich, daß solche Taten bestialischer Grausamkeit geschehen können? Das menschliche Herz hat Abgründe, die gelegentlich Pläne unerhörter Ruchlosigkeit hervorbringen können. Diese führen dann dazu, in wenigen Augenblicken das friedliche Alltagsleben eines Volkes zu zerstören. Wenn in solchen Momenten jedes Wort unangemessen scheint, kommt uns der Glaube zu Hilfe. Allein das Wort Christi kann uns helfen, eine Antwort auf die Fragen zu geben, die unser Gemüt quälen. Alle, die an Gott glauben, wissen, daß auch dann das Böse und der Tod nicht das letzte Wort haben, wenn die Mächte der Finsternis zu triumphieren scheinen. Auf dieser Wahrheit gründet die christliche Hoffnung; in diesen Stunden bezieht unser im Gebet verankertes Vertrauen daraus seine Kraft.

Mit tief empfundener Anteilnahme wende ich mich in diesem Augenblick der Angst und Fassungslosigkeit, in dem die Tapferkeit so vieler Männer und Frauen guten Willens auf eine harte Probe gestellt wird, an das geliebte Volk der Vereinigten Staaten. In ganz besonderer Weise umarme ich die Angehörigen der Toten und der Verletzten und versichere sie meiner geistlichen Nähe. Die wehrlosen Opfer dieser Tragödie, für deren ewige Ruhe ich heute morgen die heilige Messe gefeiert habe, vertraue ich der Barmherzigkeit des Allerhöchsten an. Möge Gott den Überlebenden Kraft schenken. Er komme den Rettungskräften und den vielen Freiwilligen zu Hilfe, die in diesen Stunden all ihre Kräfte einsetzen, um mit dieser dramatischen Notsituation fertig zu werden. Ich bitte euch, liebe Brüder und Schwestern, schließt euch meinem Gebet an.

Laßt uns Gott bitten, daß die Spirale von Haß und Gewalt nicht die Oberhand gewinnt. Möge die allerseligste Jungfrau, die Mutter der Barmherzigkeit, die Herzen aller mit Gedanken der Weisheit und dem Streben nach Frieden erfüllen.

* * * * *

An die englischsprachigen Teilnehmer der Generalaudienz wandte sich der Papst mit folgenden Worten: 

Heute gilt meine tief empfundene Anteilnahme dem amerikanischen Volk, das gestern von unmenschlichen Terroranschlägen getroffen wurde, die das Leben Tausender unschuldiger Menschen gefordert und die Herzen aller Männer und Frauen guten Willens mit unaussprechlichem Leid erfüllt haben. Gestern war in der Tat ein dunkler Tag in unserer Geschichte, ein schrecklicher Angriff auf den Frieden, ein furchtbarer Anschlag auf die Menschenwürde.

Ich lade euch alle ein, mit mir zusammen die Opfer dieser erschütternden Tragödie der ewigen Liebe des allmächtigen Gottes anzuempfehlen. Laßt uns seinen Trost erflehen für die Verletzten, für die betroffenen Familien und für alle, die ihr Äußerstes tun, um die Überlebenden zu bergen und den Betroffenen zu helfen. Ich bitte Gott, dem amerikanischen Volk die Kraft und Mut zu schenken, die es in dieser Zeit des Leids und der Prüfung braucht.

An die Angehörigen des Karmelordens aus aller Welt richtete Johannes Paul II.  folgende Grußworte:

Besonders herzlich begrüße ich die Familie der Karmeliten, die anläßlich der Gedenkversammlung zum 750. Jahrestag der Übergabe des Skapuliers mit einer großen Gruppe von Pilgern aus verschiedenen Ländern hier zusammengekommen ist. Meine Lieben! Dieser freudige Anlaß betrifft nicht nur die Verehrer der Muttergottes vom Berg Karmel, sondern die gesamte Kirche, denn das reiche marianische Erbe der Karmeliten wurde im Laufe der Zeit, auch dank der sich immer mehr ausbreitenden Verehrung des hl. Skapuliers, zu einem Schatz für das ganze Gottesvolk. Schöpft ständig aus diesem wundervollen spirituellen Erbe, um Tag für Tag glaubhafte Zeugen Christi und seines Evangeliums zu sein.

Zu dieser besonderen Aufgabe habe ich euch in einem eigenen Schreiben aufgefordert, das ich am vergangenen 25. März an die Generaloberen des Ordens der Karmeliten und des Ordens der Unbeschuhten Karmeliten richtete. Darin schrieb ich unter anderem, daß das Skapulier im wesentlichen ein Gewand ist: Es erinnert einerseits an den steten Schutz der Jungfrau Maria in diesem Leben und im Übergang zur Fülle der ewigen Herrlichkeit. Andererseits weckt es in uns das Bewußtsein, daß die Verehrung Mariens eine Art »Uniform«, also ein christlicher Lebensstil, sein muß, erfüllt von Gebet und innerlichem Leben. Ich wünsche euch, daß dieser Jahrestag für jeden von euch eine Gelegenheit zu persönlicher Umkehr und gemeinschaftlicher Erneuerung sei. Gebt hierbei stets Antwort auf die Gnade Gottes, die uns auf dem Weg zur Heiligkeit Kraft verleiht.


FÜRBITTEN

Der Heilige Vater:

Brüder und Schwestern,
angesichts der entsetzlichen, zerstörerischen Gewalt wenden wir uns mit großer Bestürzung, aber von jenem Glauben gestärkt, der seit jeher unsere Väter geleitet hat, an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den Retter seines Volkes, und flehen ihn mit kindlichem Vertrauen an, uns in diesen Tagen der Trauer und des unverschuldeten Leids zu Hilfe zu kommen.

Vorsänger: Dominum deprecemur: Te rogamus, audi nos.

1. Für die Kirchen des Ostens und Westens, und insbesondere für die Kirche in den Vereinigten Staaten von Amerika, daß sie, obwohl sie gegenwärtig von Trauer und Ohnmacht gebeugt ist, sich auf die Mutter des Herrn besinnt, die sich beim Kreuz des Sohnes als starke Frau erwies. Möge sie dadurch in den Herzen den Wunsch nach Versöhnung und Frieden nähren und sich für den Aufbau der Zivilisation der Liebe einsetzen.

2. Für alle, die den Namen Christen tragen, daß sie in den traurigen Ereignissen einer Menschheit voller Unverständnis und Haß weiterhin Zeugen der Gegenwart Gottes in der Geschichte und des Sieges Christi über den Tod bleiben.

3. Für die Verantwortlichen der Nationen, daß sie sich nicht von Haß und Vergeltung leiten lassen. Mögen sie alles unternehmen, um zu verhindern, daß Vernichtungswaffen erneut Haß und Vergeltung säen können. Ihr Bemühen gehe dahin, der Dunkelheit der menschlichen Wechselfälle
mit Werken des Friedens zu begegnen.

4. Für die Menschen, die wegen des gewaltsamen Verlusts von Verwandten und Freunden weinen und leiden. Mögen sie sich in dieser leidvollen Stunde nicht von Schmerz, Verzweiflung und Rache überwältigen lassen, sondern auch in Zukunft an den Sieg des Guten über das Böse, des Lebens über den Tod glauben und sich für den Aufbau einer besseren Welt einsetzen.

5. Für alle, die bei diesen sinnlosen Terroranschlägen verletzt und in tiefes Leid gestürzt worden sind, damit sie bald ihr inneres Gleichgewicht und ihre Gesundheit wiedererlangen. Mögen sie, frei von nachtragenden und rachsüchtigen Gefühlen, in Dankbarkeit gegenüber dem Geschenk des Lebens in ihren Herzen den Wunsch nach Aufbau, Zusammenarbeit und Dienst für jede Lebensform nähren und zu Erbauern der Gerechtigkeit und des Friedens werden.

6. Für die Brüder und Schwestern, die im Wahn der Gewalt den Tod gefunden haben. Mögen sie im Frieden des Herrn ihre sichere Freude und das Leben ohne Ende finden. Ihr Sterben sei nicht umsonst gewesen, sondern es werde zum Sauerteig für eine neue Zeit der Brüderlichkeit und Zusammenarbeit zwischen den Völkern.

Der Heilige Vater:

O Herr Jesus, gedenke bei deinem Vater unserer verstorbenen Brüder und Schwestern und all jener, die leiden. Denke auch an uns, und laß uns mit deinen Worten beten:

Pater noster …

Allmächtiger und barmherziger Gott, wer Zwietracht sät, kann dich nicht verstehen, wer Gewalt liebt, kann dich nicht aufnehmen: Schau auf unseren leidvollen Zustand als Menschen, von grausamen Todes- und Terroranschlägen geprüft, tröste deine Kinder, und öffne unsere Herzen für die Hoffnung, damit unser Zeitalter wieder Tage der Ruhe und des Friedens erleben kann. Durch Christus, unseren Herrn.

Amen.

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Quelle


HORA TERTIA EINEN MONAT NACH DEN
TERRORANSCHLÄGEN IN DEN USA AM 11. SEPTEMBER 2001

GEBET VON JOHANNES PAUL II.

Donnerstag, 11. Oktober 2001

Am 11. Oktober – einen Monat nach den schrecklichen Terroranschlägen in den USA – begannen die Synodenväter in Anwesenheit von Papst Johannes Paul II. die 16. Generalkongregation mit einem eindringlichen Gebet für den Frieden in der Welt. Der Papst richtete beim gemeinsamen Stundengebet, der »Hora tertia«, folgende Worte an die Synodenteilnehmer:

Brüder und Schwestern,
liebe Synodenväter,
einen Monat nach den unmenschlichen Terroranschlägen,
die in verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten von Amerika verübt wurden,
wollen wir die unzähligen unschuldigen Opfer erneut
der ewigen Barmherzigkeit des Gottes unserer Väter empfehlen.

Wir bitten um Trost und Beistand
für ihre Familienangehörigen und Verwandten,
die vom Schmerz niedergedrückt werden;
wir erflehen Kraft und Mut für alle,
die auch weiterhin an den Orten des schrecklichen Unglücks im Einsatz sind;
wir bitten darum, daß alle Menschen guten Willens
mit Beharrlichkeit und Ausdauer
auf den Wegen der Gerechtigkeit und des Friedens vorangehen.

Der Herr möge aus dem Herzen des Menschen
jede Form von Groll, Feindschaft und Haß entfernen
und mache ihn bereit zur Versöhnung,
zur Solidarität und zum Frieden.

Beten wir dafür, daß sich überall auf der Welt
die »Zivilisation der Liebe« ausbreiten möge …

Allmächtiger und barmherziger Gott,
es kann Dich nicht verstehen, wer Zwietracht sät,
es kann Dich nicht aufnehmen, wer die Gewalt liebt:
Schau auf unsere schmerzerfüllte Menschennatur,
die von abscheulichen Anschlägen des Terrors und des Todes heimgesucht wird,
tröste Deine Kinder und öffne unsere Herzen für die Hoffnung,
damit unsere Zeit noch Tage der Ruhe und des Friedens erlebe.

Durch Christus unsern Herrn.

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Quelle


Islamische Weltliga begrüßt „Geschwisterlichkeits-Dokument“

Die Islamische Weltliga begrüßt das „Geschwisterlichkeitsdokument“ mit dem Vatikan (AFP or licensors)

Diese Woche kündigten die Vereinigten Arabischen Emirate an, den interreligiösen Dialog zwischen Islam und Christentum intensivieren zu wollen. Dazu soll ausgehend vom „Geschwisterlichkeitsdokument“, das Papst Franziskus und der Großimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmad Al-Tayyeb, am 4. Februar in Abu Dhabi unterzeichnet hatten, ein „Hohes interreligiöses Komitee“ gegründet werden. Die Islamische Weltliga begrüßt dieses Vorhaben.

Mario Galgano und Luca Collodi – Vatikanstadt/Rimini

Aufgabe des Komitees sei es, Vorschläge und Ziele der katholisch-islamischen Absichtserklärung umzusetzen. In dem „Dokument über die Geschwisterlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ verurteilen der Papst und der Großimam Extremismus im Namen Gottes und werben für die Menschenrechte sowie praktische Zusammenarbeit der Religionen bei der Lösung von Konflikten, in Sachen Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit.

Muhammad bin Abdul Karim Issa ist Generalsekretär der Islamischen Weltliga und derzeit in Rimini beim „Katholikentreffen“ der Bewegung „Comunione e Liberazione“ dabei. Dort haben wir ihn gefragt, wie denn die islamische Welt auf das Dokument von Abu Dhabi reagiert habe:

„Wir haben die Konzepte des Dokuments sehr positiv aufgenommen. Es ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Vatikan, der Al-Azhar-Universität und der islamischen Einrichtung in Mekka. Wir teilen die selben hohen Menschenwerte. Alle islamischen Theologen der Welt sind sich somit darüber einig, was in dem Dokument über Geschwisterlichkeit festgeschrieben steht.“

Hohe Akzeptanz

Über 1.200 islamische Theologen und Muftis hätten ein gemeinsames Dokument unterzeichnet, in dem das Dokument von Abu Dhabi gewürdigt wird, erinnert der Generalsekretär der Islamischen Weltliga.

„Die Islamische Weltliga unterstützt alle Bemühungen, die die Würde und das Leben der Menschen fördern, egal in welcher Gegend der Welt sie leben und welche Religionszugehörigkeit sie haben. Wir sind dankbar für den Einsatz, den Papst Franziskus diesbezüglich zeigt. Er fördert wahrlich die Geschwisterlichkeit unter den Menschen und ist ein Brückenbauer.“

Dem neuen Gremium untersteht auch das „Haus der Abrahamitischen Familie“ in Abu Dhabi, das ebenfalls interreligiöse Aktivitäten fördern soll. Die Zeitung „The National“ zitiert Kronprinz Mohamed bin Zayed, demzufolge das neue Gremium nicht nur in den Emiraten, sondern auch in anderen Teilen der islamischen Welt „Toleranz, Zusammenarbeit und Zusammenleben“ fördern soll.

Franziskus als Mann des Friedens

„Papst Franziskus ist für uns ein Mann des Friedens und der Liebe. Ich habe ihm persönlich dafür gedankt. Das habe ich auch im Namen aller Muslime der Welt getan. Er trägt derzeit viel dazu bei, dass der Friede in der Welt gefördert wird. Ich habe gebetet, dass er lange leben wird.“

Mitglieder des Komitees sind den Berichten zufolge unter anderem der Präsident des Päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog, Bischof Miguel Ayuso Guixot, der Präsident der Al-Azhar-Universität, Mohamed Mahrasawi, sowie der Privatsekretär des Papstes, der ägyptische Priester Yoannis Lahzi Gaid. Weiter gehören zum Komitee ein islamischer Richter und Berater des Großimams, der Generalsekretär des muslimischen Ältestenrates sowie der Präsident der Kultur- und Tourismus-Abteilung in Abu Dhabi.

(vatican news/kna)

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JOHANNES PAUL II. UND DER ISLAM

(Aus meiner Zeitschrift „WAHRHEIT + KLARHEIT“, 1. Jahrgang, Nr. 3, März 1991)

 

Seit der unseligen „Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“ (Nostra aetate) des II. Vatikanischen Konzils fühlen sich auch die Päpste, allen voran Johannes Paul II., wie absolut gebunden, dem Buchstaben und Geist dieser Deklaration (und der übrigen Dokumente) vollumfänglich nachzuleben. Sie kümmern sich dabei offenbar überhaupt nicht um das von ihren Vorgängern und früheren Konzilien, von den Kirchenvätern und Kirchenlehrern, ja nicht einmal um das von der Heiligen Schrift Gelehrte. Für Johannes Paul II. ist das letzte Konzil in all seinen Erklärungen, Dekreten und Konstitutionen eine „Ausgießung des Heiligen Geistes“ und damit der „letztgültige Wille Gottes“. Es käme ihm nicht in den Sinn, diese Neuinterpretationen des Konzils einmal regelrecht zu „hinterfragen“, sie am Früheren, Vorherigen, Bestandenen, ernsthaft und umfassend zu prüfen (oder prüfen zu lassen). Ich weiß, man rechtfertigt sich im allgemeinen damit, dass man sagt, der Heilige Geist habe jetzt – für unsere Zeit – eben eine neue Gangart, neue Verhaltensweisen bestimmt. „Alles zu seiner Zeit“, lautet etwa einer dieser Sprüche. Selbstverständlich gibt es berechtigte, ja geforderte (äußerliche) Anpassungen an die Orts- und Zeitumstände. Aber darum geht es hier ja gar nicht. Es handelt sich vielmehr um eine ganz klare Abkehr von der bisherigen beständigen Lehre und Praxis. Wenn es in dieser Erklärung etwa heißt: „Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie (die Kirche) jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“ oder „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim…“, dann ist das erstens eine dreiste Behauptung über die Köpfe (Seelen) derer hinweg, die die Kirche ausmachen, und die man gar nicht befragt hat, und zweitens ein Affront gegen unzählige (kanonisierte) Heilige (Kirchenväter, Kirchenlehrer), die etwa im Sinne und Geiste des Lieblingsjüngers des Heilandes, Johannes, „einen jeden, der nicht diese Lehre, das unverfälschte, unverkürzte Evangelium bringt (d.h. bekennt, vertritt, praktiziert), nicht in ihr Haus aufnahmen, d.h. eben nicht „mit Hochachtung“ betrachteten, sondern sie als das behandelten, was sie sind und auch sein wollen: als Antichristen, als Feinde Christi und damit Gottes, als deswegen tunlichst Zu-Meidende. Ich zähle mich doch sicher mit Recht zur Kirche, mit meiner ganzen Familie und mit all meinen Glaubensfreunden. Nicht einen aber kenne ich, von dem ich überzeugt bin, daß er ein wirklich guter katholischer Christ ist, der sich einverstanden erklären würde mit dieser synodalen „Vereinnahmung“ und „Bevormundung“. Ich jedenfalls betrachte die Anhänger nichtchristlicher Religionen, die Hindus und die Buddhisten und die Muslime und die Juden keineswegs „mit aufrichtigem Ernst“ und „mit Hochachtung“. Sondern, wenn schon „mit Ernst“, dann „mit traurigem, wehmütigem Ernst“ und „mit Geringschätzung, Verachtung ihres falschen Glaubens“, „mit Furcht um ihr ewiges Verlorengehen“. Ich achte sie nicht als Andersgläubige, sondern als Menschen, als Geschöpfe Gottes. Ich wertschätze sie als wie ich Zum-Himmelreich-Berufene. Ich bete und hoffe für sie als Zu-Missionierende und Zu-Bekehrende und Zu-Rettende, als von ihrem Irrglaubens- und Wahnsystem Zu-Befreiende. Niemals aber als Überzeugte einer falschen, einer antichristlichen, einer antigöttlichen Religion, niemals als Praktizierende von Handlungs- und Lebensweisen, von Vorschriften und Lehren, die … in manchem (in zu vielem, in fast allem) von dem abweichen, was ein Christ selber für wahr hält und bekennt, und nur äußerst selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die Christus und seine Kirche ist. Und so ist es eine entsetzliche Schande für die ganze Konzilsversammlung von so „durchstudierten“ und „hochgebildeten“ und „kompetent-sein-wollenden“ „Prälaten“, dass sie nicht einmal fähig waren, diese horrenden Formulierungen als das zu erkennen, was sie im Lichte der ganzen christlichen Vergangenheit sind: ein miserables Fanal des Zusammenbruchs der katholischen, der christlichen Theologie der kirchlichen Hierarchie, der „Säulen der Streitenden Kirche“.

„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten. Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.“

Nein! Tausendmal NEIN! Ein wahrer Christ kann sich mit einem solch ungeheuren Elaborat und Diktat nicht identifizieren.

„Wie Moses in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an Ihn glaubt, das Ewige Leben habe. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das Ewige Leben habe … Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.“ (Jo 3,14f.)

Wer also nicht an Christus, an den Christus, den Gott-Vater dahingab, den Christus, der der eingeborene Sohn Gottes ist, wer also an diesen Christus nicht glaubt, wie ein Muslim, der hat das Ewige Leben nicht, der wird gerichtet, ist schon gerichtet, und kann deshalb in seinem Unglauben vom Glaubenden nicht „mit Hochachtung“ betrachtet werden.

„Wer an Mich glaubt, glaubt nicht an Mich, sondern an den, der Mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an Mich glaubt, in der Finsternis bleibe.“ (Jo 12,44f.)

Wer also, wie ein Muslim, nicht an Christus als den eingeborenen Sohn Gottes, als GOTT in Leibhaftigkeit, glaubt, der glaubt an Den nicht, der Ihn gesandt hat, an GOTT, den Vater. Der betet also nicht „den alleinigen Gott an, den lebendigen und in sich seienden“. Der betet vielmehr einen Gott an, der ein IHN furchtbar herabwürdigendes Phantasiegebilde eines Geisteskranken ist! Und darum kann ein gläubiger Christ einen Muslim als Muslim als Anhänger einer Religion, die Christus als gewöhnlichen Menschen betrachtet und Gott als einen Gott „verehrt“, der Muhammad über Jesus stellt, nicht mit wirklicher Wertschätzung betrachten, weil er sonst, wenn er ihn als Muslim achtete, seinen christlichen, einzig wahren Glauben nicht hochachten, sondern gottsträflich geringschätzen würde.

„Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn einer Mein Wort hört, wird er in Ewigkeit den Tod nicht schauen“. (Jo 8,51) „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer Mein Wort hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat das Ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern geht vom Tode zum Leben über.“ (Jo 5,24).

Wer also Sein Wort, wie ein Muslim, nicht hört, der schaut in Ewigkeit den Tod, hat das Ewige Leben nicht und kommt ins Gericht und geht nicht vom Tode zum Leben über, bleibt also im Tode. Seine Religion ist also eine Religion der Finsternis, des Todes. Und darum kann ein wahrer Christ den Anhänger einer Religion des Todes, als Bekenner dieser Religion des Todes, nicht achten, geschweige denn hochachten.

So könnte man noch lange fortfahren. Und immer würde für Einsichtige ersichtlich, daß diese Sätze der besagten Konzils-Erklärung gegen die klarsten Aussagen des Evangeliums sind. Und ihren Widerspruch zu den ausdrücklichen Lehren und zu den Weisungen der Kirche durch alle Zeiten wollen wir jetzt einmal noch beiseite lassen. Uns geht es nun um das Aufzeigen, wie Johannes Paul II. diese Erklärung als ein Orakel des Heiligen Geistes nimmt und sie deshalb überall und jederzeit geradezu rücksichtslos (hinsichtlich der Vergangenheit) voll in die Praxis umsetzt!

„Ich denke an den Tag und sehne ihn herbei, an dem wir alle wirklich in der Weise „Schüler Gottes sein werden“ (Joh 6,45), dass wir seine Botschaft der Versöhnung und des Friedens hören. Ich denke an den Tag, an dem Juden, Christen und Muslime in Jerusalem miteinander den Friedensgruß austauschen können, den Jesus nach seiner Auferstehung von den Toten an die Jünger gerichtet hat: „Friede sei mit euch!“ (Joh. 20,19). “ … Ich bin überzeugt, dass die religiöse Identität der Stadt (Jerusalem) und insbesondere die gemeinsame monotheistische Glaubensüberlieferung den Weg ebnen können, um die Eintracht zwischen allen jenen zu fördern, die in verschiedener Weise die Heilige Stadt als ihre Stadt ansehen.“ „Ja, denn in seiner Eigenschaft als Heimat des Herzens aller geistlichen Nachkommen Abrahams, die es als unermesslich teuer empfinden, und – in den Augen des Glaubens – als Begegnungspunkt zwischen der unendlichen Transzendenz Gottes und der Wirklichkeit des geschaffenen Seins erhebt sich Jerusalem zum Symbol der Begegnung, der Einheit und des Friedens für die ganze Menschheitsfamilie.“ (Apostolisches Schreiben 20.4.1984)

„An alle Muslime zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan, Ende Juni 1984 /Ramadan 1404, Ramadan Karim! Wa Kull ‚Am wa Antom Bikhair!
Zu Beginn dieses neuerlichen Festes, zum Abschluss des Fastenmonats ist es uns eine Freude, der ganzen muslimischen Gemeinschaft überall in der Welt Glück, Wohlergehen und Frieden zu wünschen…. Wir sind daher bereit, liebe Freunde, wenn ihr es für angebracht haltet, unsere Bemühungen mit den eurigen zu verbinden, in der Achtung unserer jeweiligen Identität und unserer Entscheidungen, um uns in den Dienst des ruhelosen, leidenden oder bedrängten Menschen zu stellen und zur Erhaltung religiöser Werte in unserer modernen, vor allem auf Humanismus und Wohlstand bedachten Gesellschaft beizutragen. Wir alle vertrauen auf den einen Gott, der uns in seiner Verehrung versammelt und uns durch sein Wort leitet… „
(Erzbischof Francis A. Arinze, Pro-Präsident des Sekretariats für die Nichtchristen, 29. Juni 1984)

„Wir alle, Christen und Moslems, leben unter der Sonne des einen barmherzigen Gottes. … Wir beten Gott an und bekennen uns zur vollkommenen Unterwerfung unter ihn. So können wir uns gegenseitig im wahrsten Sinne des Wortes Brüder und Schwestern im Glauben an den einen Gott nennen. .. Ich weiß, dass dieses Gebot der Liebe (das Grundgesetz der Gottes- und Nächstenliebe) auch in Ihren Herzen tiefen Widerhall findet, denn in Ihrem heiligen Buch werden Sie zusammen mit der Aufforderung zum Glauben gemahnt, sich durch gute Werke auszuzeichnen (vgl. Sure 5,51). … „Zudem bin ich überzeugt, dass wir viel Gutes vollbringen könnten, wenn wir uns im Namen Gottes die Hand reichen…“ (Ansprache J.P. II. an die Bevölkerung und im besonderen an die Moslems in Kaduna (Afrika), 14.2.1982)

„Liebe Brüder! Es ist immer eine Freude für mich, mit den Mitgliedern der islamischen Gemeinden auf meinen Reisen zusammenzutreffen…“ „Ich spreche Euch absichtlich als „Brüder“ an: Denn das sind wir zweifellos, weil wir zu derselben Menschheitsfamilie gehören, die nun einmal – ob es die Menschen wahrnehmen oder nicht – Gott und seiner Wahrheit zustrebt. Aber wir sind besonders Brüder in Gott, der uns geschaffen hat und den wir, jeder auf seine Weise, durch Glaube, Gebet und Kult, durch die Einhaltung seines Gesetzes und durch Gehorsam gegenüber seinen Plänen zu erreichen versuchen.“

„Doch liebe Freunde, wir wissen nur zu gut, dass kein positiver Grund besteht, diese Vergangenheit (des schlechten Klimas, der Feindschaft zwischen Christen und Muslimen) heute weiterzuschreiben. Wenn überhaupt, dann sollten wir voll Schmerz auf die Vergangenheit zurückblicken, um eine bessere Zukunft sicherzustellen. Und Ihr habt die ebenso beneidenswerte wie entscheidende Aufgabe, mitzuhelfen, diese Zukunft zu bauen die Zukunft Eurer islamischen Kinder, ebenso wie die harmonische Zukunft der ganzen philippinischen Nation.“… „Meine lieben Freunde! Ich hoffe, Ihr seid davon überzeugt, dass Eure christlichen Brüder und Schwestern Euch brauchen und dass sie Eure Liebe brauchen.“ (J.P. II. am 20.2.1981 in Davao City)

„Brüder und Schwestern der islamischen Religion!
Ich nenne euch Brüder, weil Gott, unser Schöpfer, uns als Glieder der gleichen Menschheitsfamilie erschaffen hat, Gott, der uns aufruft, ihn anzubeten und ihm zu gehorchen. Gott hat uns auf diese Erde gestellt als seine Repräsentanten, um für die Welt der Natur getreu Sorge zu tragen und um unsere menschlichen Gemeinschaften seinem Willen gemäß aufzubauen…. Gewisse rassische oder ethnische Gruppen, gewisse religiöse Gemeinschaften sowie gewisse wirtschaftliche und politische Ideologien auf der Welt tendieren dahin, ihren Standpunkt soweit in den Vordergrund zu stellen, dass sie den der anderen, die ihn nicht teilen, missachten und Vorschläge zur Zusammenarbeit und menschlichen Brüderlichkeit zurückweisen. Muslime und Christen müssen diesen Versuchungen widerstehen. … und gemeinsam daran arbeiten, eine Gesellschaft aufzubauen, in der die Würde jeder einzelnen Person anerkannt und respektiert wird. … Heute möchte ich euch auffordern, euren christlichen Brüdern und Schwestern die Hand zu reichen und den Wegen Gottes im Dienst der Menschheit zu folgen. Der Segen Gottes sei mit euch allen!“ (Ansprache J.P. II. am 12.8.1985 in Yaoundé, Afrika)

Die engen Bande, die unsere Religionen verbinden – unsere Gottesverehrung und die geistigen Werte, die wir hochschätzen -, sind für uns ein Grund, brüderliche Verbündete zu werden im Dienst für die Menschheitsfamilie. … es ist niemals Gottes Wille, dass wir in Misstrauen und Feindschaft leben. Wir sind alle Kinder desselben Gottes, Mitglieder der großen Familie der Menschheit. Unsere Religionen haben eine besondere Rolle zu erfüllen, wenn es gilt, diesen Übeln Einhalt zu gebieten und Vertrauens- und Freundschaftsbande zu schmieden. Es ist Gottes Wille, dass all diejenigen, die ihn verehren, auch wenn sie nicht die gleiche Verehrungsform haben, dennoch vereint seien in Brüderlichkeit und im gemeinsamen Dienst zum Wohl aller. … Unser heutiges Zusammensein — Hindus, Muslime und Christen in Freundschaft versammelt — ist ein hoffnungsvolles Zeichen in einer pluralistischen Welt voller Spannungen. Keine religiöse Gruppe kann es sich leisten, isoliert zu handeln und zu leben. … In der Heiligen Schrift ermutigt uns der hl. Paulus, Wege der Brüderlichkeit und Einigkeit zusuchen: «… Seid eines Sinnes und lebt in Frieden», sagt er, «dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein»… (2 Kor 13, 11). … Möge Gottes Segen Sie alle begleiten!“ (J.P . II. am 18.8.1985 beim Treffen mit Hindus und Muslimen in Nairobi, Kenia.)

Diese Auswahl mag vorerst genügen. Sie ist so schon fast zu reichhaltig. Aber sie zeigt, wie haarscharf der Papst sich an das Konzils-Dokument hält, bzw. wie alles, was er sagt und tut ein ganz natürlicher Ausfluss aus dieser durch das II. Vaticanum erschlossenen (trüben, giftigen) Quelle ist. Dem denkenden, überlegenden Christen fällt aber auch sofort auf, ja es sticht ihm förmlich ins Herz, wie hier ein absolut neuer Geist weht. Ein Geist, der sich überhaupt nicht vereinbaren läßt mit dem katholischen Geist von vor dem Konzil! Hunderte von Glaubensirrtümern sind in diesen wenigen Abschnitten enthalten. Es würde sich lohnen, ein Buch darüber zu schreiben. (Wir werden wohl darauf zurückkommen!) Die Philosophie und die Theologie des Papstes kämen dabei so schlecht weg, dass man ihn zu anderen, besseren Zeiten in unserer Kirche zu diesem höchsten und ALLES beeinflussenden Amt, aber auch zu dem nur schon eines Bischofs oder Pfarrers nicht berufen hätte!

 

Doch sehen wir nun anhand des KORANS (des „heiligen Buches“ des Islams), wie völlig antichristlich (und absolut unversöhnlich mit dem Christentum) diese mohammedanische Religion ist. Ich zitiere aus einer der jüngsten Koranausgaben in deutsch, aus der Taschenbuchausgabe des Gütersloher Verlagshauses Gerd Mohn, 1987, übersetzt und erläutert von Adel Theodor Khoury unter Mitwirkung und mit einer Einleitung von Muhammad Salim Abdullah, mit einem Geleitwort von Inamullah Khan, Generalsekretär des Islamischen Weltkongresses, mit einem Begriffsregister, einem Verzeichnis der Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament sowie einer Textauswahl aus dem Hadith.
(„Diese neue Koran- Übersetzung ist das Ergebnis intensiver Beschäftigung mit dem Islam und seiner heiligen Schrift und einer jahrelangen Zusammenarbeit zwischen dem Christlich-Islamischen Institut in Münster und dem Zentralinstitut Islam-Archiv- Deutschland in Soest. Sie hält sich so eng wie möglich an das arabische Original und räumt dort, wo mehrere Deutungen möglich sind, der islamischen Tradition den Vorzug ein. Damit gibt sie Muslimen wie Christen ein höchstmögliches Maß an Textsicherheit. Die Einführung gibt Auskunft über die Entstehung des Korans und seine Bedeutung im Leben der islamischen Gemeinde.“)
„Der Koran enthält die Gesamtheit der Botschaften, die der Prophet (Muhammad) im Laufe von zwei Jahrzehnten empfing“. „Zu den Lehren des Islams bekennen sich heute nahezu 1,2 Milliarden Menschen und kein anderes Buch wird bis in unsere Tage gleich viel gelesen, zitiert und memoriert oder hat in gleichem Maße das Leben des einzelnen, der Familie und der Gesellschaft so sehr geprägt wie der Koran.
„Das Buch wird „von den echten Verehrern für unerschaffen und ‚mit Gott gleich ewig‘ erklärt“.
Der Koran ist für die Muslime die Urnorm des Gesetzes, die primäre Wirklichkeit des Islams. Er ist nicht nur die Verdichtung aller Lehren des Propheten, … sondern vor allem die letztgültige Autorität, das Wort Gottes durch den Mund des Propheten, das den Islam begründet.“ „Im Christentum wurde das Wort Fleisch, im Islam zum Buchstaben, zu einem Buch, dem Koran.“ (Aus der Einleitung)

Anhand der folgenden Suren-Zitate wird schlagartig ersichtlich, wie sehr „eine brüderliche und freundschaftliche Einheit im Glauben an den einen Gott“ zwischen dem Islam und dem Christentum „zum Dienste aller“ durch den abgrundtiefen Glaubenswiderspruch absolut unmöglich ist. Da gibt es weit und breit keine „engen Bande“. Da ist „Misstrauen“ und „Feindschaft“ für alle Zeiten festgeschrieben und „göttlich geboten„!

Sure 2,39: „Diejenigen aber, die nicht glauben und unsere Zeichen ( – die Suren des Korans) für Lüge erklären, das sind die Gefährten des Feuers; sie werden darin ewig weilen.“
Sure 2,159: „Diejenigen, die verschweigen, was Wir an deutlichen Zeichen und Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem Wir es den Menschen im Buch deutlich gemacht haben, diese wird Gott verfluchen, und verfluchen werden sie auch die Fluchenden.“
Sure 2,191: „Und tötet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. … So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.“
Sure 2,193: „Kämpft gegen sie, bis es keine Verführung mehr gibt und bis die Religion nur noch Gott gehört.“
Sure 2,194: „Wer sich gegen euch vergeht, gegen den dürft ihr euch ähnlich vergehen, wie er sich gegen euch vergeht.“
Sure 2,216: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf, obwohl er euch zuwider ist.“
Sure 2,217: „Sie hören nicht auf, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion abbringen, wenn sie es können. Diejenigen von euch, die sich nun von ihrer Religion abwenden und als Ungläubige sterben, deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits wertlos. Das sind die Gefährten des Feuers…“
Sure 3,12: „Sprich zu denen, die ungläubig sind: Ihr werdet besiegt und zur Hölle versammelt werden…“ Sure 3,19: „Die Religion bei Gott ist der Islam.“
Sure 3,28: „Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft mit Gott…“
Sure 3,67: „Abraham war weder Jude noch Christ, sondern er war Anhänger des reinen Glaubens…“
Sure 3,85: „Wer eine andere Religion als den Islam sucht, von dem wird es nicht angenommen werden. Und im Jenseits gehört er zu den Verlierern.“
Sure 3,118. „O, ihr die ihr glaubt, nehmt euch keine Vertrauten unter denen, die nicht zu euch gehören. Sie werden euch kein Unheil ersparen.“
Sure 3,152: „Und Gott hat euch sein Versprechen wahr gemacht, als ihr sie mit seiner Erlaubnis vernichtend schluget…“
Sure 4,56: „Diejenigen, die unsere Zeichen verleugnen, werden Wir in einem Feuer brennen lassen.“
Sure 4,89: „Wenn sie sich abkehren, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund oder Helfer.“
Sure 5,33: „Die Vergeltung für die, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften, soll dies sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden.“
Sure 4,14: „Und wer gegen Gott und seinen Gesandten ungehorsam ist und seine Rechtsbestimmungen übertritt, den läßt Er in ein Feuer eingehen, darin wird er ewig weilen.“
Sure 4,144: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu Freunden.“
Sure 5,51: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden.“
Sure 5,56: „Wer sich Gott und seinen Gesandten und diejenigen, die glauben, zu Freunden nimmt (gehört zu ihnen): Die Partei Gottes sind die Obsiegenden.“
Sure 5,14: „Und von denen, die sagen: „Wir sind Christen“, nahmen Wir ihre Verpflichtung entgegen. Sie vergaßen einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung.“
Sure 3,84: „Sprich: Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt wurde, und an das, was herabgesandt wurde auf Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme, und an das, was Mose und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn zugekommen ist. Wir machen bei keinem von ihnen einen Unterschied. Und wir sind Ihm ergeben.
Sure 6,125: „Wen Gott rechtleiten will, dem weitet Er die Brust für den Islam. Und wen Er irreführen will, dem macht Er die Brust beklommen und bedrückt, so als ob er in den Himmel hochsteigen würde. Auf diese Weise legt Gott das Greuel auf diejenigen, die nicht glauben.“
Sure 8,12: „Ich werde den Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt auf die Nacken und schlagt auf jeden Finger von ihnen.“
Sure 8,13: „Dies dafür, daß sie sich Gott und seinem Gesandten widersetzen.“
Sure 8,15: „O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf die, die ungläubig sind, trefft, während sie zur Schlacht anrücken, dann kehret ihnen nicht den Rücken.“
Sure 8,16: „Wer ihnen an jenem Tag den Rücken kehrt – es sei denn, er setzt sich ab zum Kampf, oder er stößt zu einer anderen Schar –, zieht sich den Zorn Gottes zu. Seine Heimstätte ist die Hölle.“
Sure 8,39: „Und kämpft gegen sie, bis es keine Verführung mehr gibt und bis die Religion
gänzlich nur noch Gott gehört.“ (= bis es nur noch den Islam gibt)
Sure 8,55: „Die schlimmsten Tiere bei Gott sind die, die ungläubig sind…“
Sure 8,60: „Und rüstet gegen sie, was ihr an Kraft und an einsatzbereiten Pferden (= heute modernste Waffen, z.B. Raketen und Panzer) haben könnt, um damit den Feinden Gottes und euren Feinden Angst zu machen…“
Sure 8,65: „O Prophet, sporne die Gläubigen zum Kampf an.“
Sure 8,67: „Es steht einem Propheten nicht zu, Gefangene zu haben, bis er auf der Erde stark gewütet hat.“
Sure 9,5: „Wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Polytheisten (= auch und vornehmlich diejenigen, die Gott als dreipersönlich, als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist bekennen, werden als Polytheisten gesehen), wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf.“
Sure 9,29: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der Religion der Wahrheit angehören.“
Sure 9,73: „O Prophet, setz dich gegen die Ungläubigen und die Heuchler ein und faß sie hart an. Ihre Heimstätte ist die Hölle.“
Sure 9,80: „Wenn du auch siebzigmal um Vergebung für sie bittest, Gott wird ihnen niemals vergeben. Dies, weil sie Gott und seinen Gesandten verleugnen.“
Sure 4,156: „… und weil sie ungläubig waren und gegen Maria eine gewaltige Verleumdung aussprachen;
Sure 4,157: und weil sie sagten: „Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Gottes, getötet.“ – Sie haben ihn aber nicht getötet, und sie haben ihn nicht gekreuzigt, sondern es erschien ihnen eine ihm ähnliche Gestalt.“ (Der Islam leugnet den Kreuzigungstod wie überhaupt den Tod Christi und seine Auferstehung „von den Toten“!)
Sure 4,158: „sondern Gott hat ihn zu sich erhoben.“ (ohne Tod)
Sure 4,159: „Und es gibt keinen unter den Leuten des Buches, der nicht noch vor seinem Tod an ihn (im Sinne des Islam) glauben würde.“
Sure 4,171: „O ihr Leute des Buches, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt über Gott nur die Wahrheit. Christus Jesus, der Sohn Marias, ist doch nur der Gesandte Gottes und sein Wort, das er zu Maria hinüberbrachte, und ein Geist von Ihm. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und sagt nicht: Drei (d.h. drei Götter = Dreifaltigkeit). Hört auf, das ist besser für euch. Gott ist doch ein einziger Gott. Gepriesen sei Er und erhaben darüber, daß Er ein Kind (= einen Sohn) habe. Er hat, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott genügt als Sachwalter.
Sure 4,172: „Christus wird es sicher nicht aus Widerwillen ablehnen, Diener Gottes (= bloßer Mensch) zu sein, und auch nicht die in die Nähe (Gottes) zugelassenen Engel.“
Sure 5,17: „Ungläubig sind gewiß diejenigen, die sagen: «Gott ist Christus, der Sohn Marias.» Sprich: Wer vermag denn gegen Gott überhaupt etwas auszurichten, wenn Er Christus, den Sohn Marias, und seine Mutter und diejenigen, die auf der Erde sind, allesamt verderben lassen will?“
Sure 2,87: „Und Wir ließen Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen (= Offenbarungen und Wundergaben) zukommen und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit.“
Sure 2,253: „Und Wir haben Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen zukommen lassen und ihn mit dem Geist der Heiligkeit gestärkt.“
Sure 3,45: „Als die Engel sagten: «O Maria, Gott verkündet dir ein Wort von Ihm, dessen Name Christus Jesus, der Sohn Marias, ist; er wird angesehen sein im Diesseits und Jenseits, und einer von denen, die in die Nähe (Gottes) zugelassen werden.
Sure 3,46: „Er wird zu den Menschen sprechen in der Wiege und als Erwachsener und einer der Rechtschaffenen sein.“
Sure 3,48: Und Er wird ihn lehren das Buch, die Weisheit, die Tora und das Evangelium.
Sure 3,49: „Und Er wird ihn zu einem Gesandten an die Kinder Israels machen: «Ich komme zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn: Ich schaffe euch aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt, dann blase ich hinein, und es wird zu einem Vogel mit Gottes Erlaubnis…“
Sure 3,55: Als Gott sprach: «O Jesus, Ich werde dich abberufen und zu Mir erheben und dich von denen, die ungläubig sind, rein machen…“
Sure 3,59: „Mit Jesus ist es vor Gott wie mit Adam. Er erschuf ihn aus Erde, dann sagte Er zu ihm: Sei!, und er war.“
Sure 5,72: „Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gott ist Christus, der Sohn Marias“, wo
doch Christus gesagt hat: „O ihr Kinder Israels, dienet Gott, meinem Herrn und eurem Herrn.“
Wer Gott (andere) beigesellt, dem verwehrt Gott das Paradies. Seine Heimstätte ist das Feuer.“
Sure 5,73: „Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gott ist der Dritte von dreien“ (= dreifaltig), wo es doch keinen Gott gibt außer einem einzigen Gott.“
Sure 5,75: „Christus, der Sohn Marias, ist nichts anderes als ein Gesandter; vor ihm sind etliche Gesandte dahingegangen. Seine Mutter ist eine Wahrhaftige (= eine wirkliche, ganz menschliche Mutter, die ganz normal, und nicht vom Heiligen Geist, ohne menschliches Dazutun, empfangen hat). Beide pflegten Speise zu essen.“
Sure 5,86: „Diejenigen, die ungläubig sind und unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Gefährten der Hölle.“
Sure 5,110: „Und als Gott sprach: „O Jesus, Sohn Marias, gedenke meiner Gnade zu dir und zu deiner Mutter, als Ich dich mit dem Geist der Heiligkeit stärkte , so daß du zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener sprachst; und als Ich dich das Buch, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt mit meiner Erlaubnis schufest und dann hineinbliesest und es mit meiner Erlaubnis zu einem Vogel wurde; und als du Blinde und Aussätzige mit meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit meiner Erlaubnis herauskommen ließest…“
Sure 5,1 14: „Jesus, der Sohn Marias, sagte: „O Gott, unser Herr, sende auf uns einen Tisch vom Himmel herab, daß er für uns, für den ersten von uns und den letzten von uns, ein Fest sei, und ein Zeichen von Dir.“ (Andeutung auf das Abendmahl)
Sure 5,116: „Und als Gott sprach: „O Jesus, Sohn Marias, warst du es, der zu den Menschen sagte: ‚Nehmt euch neben Gott mich und meine Mutter zu Göttern?“‚ Er sagte: „Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe. Hätte ich es gesagt, dann wüßtest Du es. Du weißt, was in meinem Inneren ist, ich aber weiß nicht, was in deinem Inneren ist.“
Sure 6,1: „Dennoch setzen diejenigen, die ungläubig sind, ihrem Herrn (andere) gleich.“ (= Dreifaltigkeitslehre)
Sure 6,101: „Der Schöpfer der Himmel und der Erde, woher soll Er ein Kind haben, wo Er doch keine Gefährtin hat und Er (sonst) alles erschaffen hat?“
Sure 9,30: „Die Juden sagen: „‚Uzayr ist Gottes Sohn.“ Und die Christen sagen: „Christus ist Gottes Sohn.“ Das ist ihre Rede aus ihrem eigenen Munde. Damit reden sie wie die, die vorher ungläubig waren. Gott bekämpft sie!“
Sure 9,3 1: „Dabei wurde ihnen doch nur befohlen, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.“
Sure 2,62: „Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Sabier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein.“ (Vgl. Sure 2,137: „Wenn sie (die Christen und Juden) an das gleiche glauben, woran ihr glaubt, so folgen sie der Rechtleitung. Wenn sie sich abkehren, so befinden sie sich in Widerstreit. Gott wird euch vor ihnen schützen.“)
Sure 5,38: „Und hackt dem Dieb und der Diebin die Hände ab zur Vergeltung für das, was sie erworben haben, dies als abschreckende Strafe von seiten Gottes.“
Sure 4,3: „… dann heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier.“
Sure 4,11: „Einem männlichen Kind steht soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu…“
Sure 4,34: „Ermahnt diejenigen (Frauen) von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und schlagt sie.“

Das soll vorerst genügen. Natürlich erfordert es einige Anstrengung, auch aus den für die Christen eher positiv scheinenden Suren immer den Geist herauszuspüren, der ihnen innewohnt.
Ganz entscheidend ist, daß man sieht, daß der Prophet (Muhammad) Jesus Christus auf die Stufe eines ganz simplen Menschen herabwürdigt, der von Gott auch eine Prophetenrolle in der langen Reihe aller Propheten zugemessen erhielt, und daß er dann diesen seinen (Muhammads) Vorläufer auch ganz in seine Dienste nimmt („Nichts anderes ist er als ein Gesandter“ – wie Moses oder Noah oder Mohammed). In diesem Sinne ist Sure 2,62 und andere ähnliche Stellen zu verstehen, wenn dort von den Christen gesagt wird, „sie haben nichts zu befürchten, wenn sie an Gott (eben an den „alleinigen“ = „einpersönlichen“, nicht dreifaltigen, dreipersönlichen Gott) und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun“. In anderen Suren wird ja dann ausdrücklich erklärt, (Sure 5,17 und Sure 5,72) daß diejenigen ungläubig sind, die sagen, Jesus sei Gottes Sohn. Und wenn man das also einmal kapiert hat, daß der Koran die echten, wahren Christen als Ungläubige und übrigens eben als „Polytheisten“ (Anbeter mehrer Götter = weil die Christen glauben und lehren, daß in Gott drei Personen sind!) behandelt, der kann dann daraus sofort die Konsequenzen ersehen. Die Moslems können Christen unmöglich zu Freunden, zu Brüdern haben. Sie dürfen es nach ihrer „Gottesoffenbarung“ gar nicht. Je treuer also ein Moslem ist in seinem Glauben, desto weniger ist er bereit und willens und fähig, Christen und überhaupt alle Andersgläubigen zu Freunden zu nehmen und mit ihnen wirklich in dem Sinne zusammenzuwirken, wie dies der verblendete Papst gerne haben möchte.

Nun wollen wir aber wenigstens noch ein paar Informationen aus der Aktualität anfügen, zur Illustration dessen, was wir mit der „Unversöhnlichkeit des Islams mit dem Christentum“ meinen:
Der Generalsekretär der Islamischen Welt-Liga, Dr. AI-Naseef, hat das Christentum als eine „tödliche Gefahr für den Islam“ in Asien, Afrika und in der Golfregion bezeichnet. Die von den Missionsgesellschaften erbauten Schulen, Sozialeinrichtungen und Spitäler seien nicht aus Menschenliebe gegründet worden. Sie dienten ausschließlich dem Zweck, die Ausbreitung des Islams zu verhindern und die Muslime von ihrem Glauben wegzulocken. Al-Naseef warnte vor einem Dialog mit dem Christentum. Er forderte die islamischen Staaten auf, den „Komplott der Kirchen gegen den Islam“ zu verhindern. Radikale pro-irakische Muslime haben in Bangladesch wiederholt gegen die Anwesenheit der alliierten Truppen am Golf protestiert und „das Blut von Christen“ gefordert. Wie kirchliche Kreise in der Hauptstadt Dakka berichteten, tragen die Demonstranten bei ihren Umzügen Fahnen und Poster mit der Aufschrift „Hindus und Muslime sind Brüder, wir wollen das Blut der Christen“. Es seien auch bereits Übergriffe auf katholische und protestantische Kirchen erfolgt. Zahlreiche Gotteshäuser seien mit Steinen beworfen, eine Kirche in Brand gesteckt worden. Nach den Berichten aus Dakka hat Erzbischof Michael Rozario bereits an die Regierung appelliert, Maßnahmen zum Schutz der Christen zu treffen.
Mit einer Massenkundgebung in Teheran haben die Feiern zum zwölften Jahrestag der islamischen Revolution in Iran ihren Höhepunkt erreicht. Im Rundfunk hieß es, Millionen Menschen seien durch die Straßen gelaufen und hätten antiamerikanische und antiisraelische Parolen gerufen. Präsident Haschemi Rafsandschani rief dazu auf, Entschlossenheit „auf dem Weg zu einer unabhängigen und rein islamischen Gesellschaft“ zu zeigen. Der irakische Präsident Saddam Hussein hat eine Botschaft geschickt und zum „iranischen Nationalfeiertag“ gratuliert.
Seit dem 1. Januar 1991 gilt im gesamten Nordsudan ohne Ausnahme die Scharia, das islamische Rechtssystem. De facto bedeutet das, daß Christen keine öffentlichen Stellen bekleiden dürfen, keine Möglichkeit der Zeugenschaft vor Gericht haben und wie alle anderen Staatsbürger auch den brutalsten Körperstrafen ausgesetzt sind. Anders sieht es derzeit noch im Südsudan aus, wo Christen und Animisten gegenüber den Muslimen die Mehrheit bilden. In den von der „Sudanischen Befreiungsfront“ SPLA beherrschten Territorien gibt es ebenso wie in den von derRegierung gehaltenen Garnisonstädten nach wie vor ein kirchliches Leben unter einer durch Hunger, Seuchen und Flucht stark dezimierten nichtarabischen Bevölkerung. Wann hier die Scharia eingeführt werden soll, steht noch nicht fest. Für Ausländer ist der gesamte Südsudan nicht mehr zugänglich.
Die Behauptung des Patriarchen der chaldäischen Kirche, Raphael I. Bidavid, wonach Iraks Christen „in einem Paradies auf Erden“ leben, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zurückgewiesen. Wie die Kurden seien auch die assyrischen Christen nestorianischer und chaldäischer Konfession Opfer eines Völkermordverbrechens geworden, bei dem bisher mindestens 20’000 Angehörige vernichtet worden seien, betonte die GfbV in Göttingen. Der größte Teil der noch in den sechziger Jahren überwiegend im Nordirak ansäßigen assyrischen Christen habe die Heimat nach Massendeportationen, Massakern oder Inhaftierungen verlassen müssen. Mehr als 60 Dörfer mit überwiegend assyrischer Bevölkerung seien seit 1979 dem Erdboden gleichgemacht worden.
Nach Angaben der GfbV gab es auch auf assyrische Christen irakische Luftangriffe mit chemischen Waffen. Dabei seien schätzungsweise 2000 Assyrer ums Leben gekommen, mehr als doppelt so viele hätten in die Türkei oder den Iran fliehen müssen und warteten heute auf die Aufnahme als Flüchtlinge in Westeuropa oder Nordamerika. Mindestens 85 chaldäische oder nestorianische Klöster oder Kirchen im Nordirak seien zerstört worden, darunter das 1300 Jahre alte Kloster „Mar Hanana“ und das 1400 Jahre alte „Mar Guyomar“. Selbst im Exil verüben nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation irakische Agenten Attentate auf Assyrer. Die mit Rom verbundene chaldäische Kirche bezeichnete die GfbV als „gleichgeschaltet“. Gemeinsam mit dem Weltkrichenrat habe sie zwei Jahrzehnte lang die Verfolgungen tabuisiert und dementiert.
Dem allem gegenüber verhält sich der Papst wie blind. Statt die Christen überall und jederzeit wie ein guter Hirte zu schützen und ihre Feinde in die Schranken zu verweisen, übt er entsetzlichen Verrat an ihnen durch seine völlig verfehlten, ohnehin nicht wirklich honorierbaren Anbiederungen an den Islam (und an andere Weltreligionen). Am Freitag, 25. Januar, während des traditionellen Gottesdienstes zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der römischen Basilika St. Paul vor den Mauern forderte der Papst alle Christen auf, sich vor der Versuchung von Rivalitäten und Misstrauen zu schützen und „loyal und aufrichtig“ für den Triumph von Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zusammenzuarbeiten. Johannes Paul II. gedachte in besonderer Weise „der Millionen von Gläubigen an einen einzigen Gott“ – Christen, Juden, Muslime – die „dramatischen Stunden des Leidens und der Angst unter der zerstörerischen Aktion mörderischer Kriegsinstrumente“ erlebten. In „diesem schwierigen Augenblick für den Frieden in der Welt“ vereine der Glaube an einen Gott alle Gläubigen und mache sie zu Brüdern, so der Papst.

Paul Otto Schenker

Irak: Vor fünf Jahren begann die Vertreibung der Christen durch den IS

Christen im Irak in einer wiederaufgebauten Kirche

Die Häuser der christlichen Familien wurden mit einem Symbol gekennzeichnet, dann wurde gehandelt: Am 6. August 2014, vor genau fünf Jahren, eroberten und zerstörten Einheiten des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) die christlichen Ortschaften in der irakischen Ninive-Ebene. Etwa 120.000 Christen mussten über Nacht fliehen.

Hier zum Nachhören

Seit zwei Jahren gibt es eine erfreuliche Rückkehrbewegung der christlichen Bevölkerung in die Ninive-Ebene. Wir sprachen darüber mit Berthold Pelster, Sprecher des Hilfswerks Kirche in Not, das den Christen im Irak beisteht und namentlich in der Ninive-Ebene tatkräftig hilft.

Gudrun Sailer – Vatikanstadt

Vatican News: Herr Pelster, wie sieht die Ninive-Ebene heute aus?

Pelster: Man sieht überall noch Spuren, von damals, was im August 2014 und danach passiert ist. Man sieht immer noch sehr viele zerstörte Häuser. Die Vertreibung der Christen und auch der Jesiden durch den IS war ein abscheuliches Verbrechen. Der IS hat damals versucht, die christliche Gemeinschaft in der Ninive-Ebene komplett auszulöschen, deswegen spricht man auch zu Recht von einem Genozid, einem Völkermord – ähnlich bei den Jesiden. Die Christen wurden buchstäblich über Nacht aus ihrer Heimat vertrieben. Sie haben alles verloren, ihre Häuser, ihren ganzen Besitz, ihre Heimat. Um eine Rückkehr der Christen unmöglich zu machen, hat der IS tausende Wohnhäuser geplündert, hat sie mit Granaten beschossen oder in die Luft gesprengt. Auch die religiösen Wurzeln der Christen wollte der IS zerstören. Deswegen hat er Kirchen und Klöster geschändet und niedergebrannt. Dann kam es zu den monatelangen Gefechten. Der IS wurde militärisch bekämpft. Und auch bei diesen Gefechten kam es immer wieder zu schweren Schäden an vielen Häusern.

Vatican News: Lassen sich die Schäden eigentlich beziffern?

Pelster: Als die ersten Christen 2017 in die Ninive-Ebene zurückkehrten, haben sie mithilfe von „Kirche in Not“ eine Bestandsaufnahme gemacht. Da haben wir festgestellt, dass es 13.000 Häuser gab, die mehr oder weniger schwere Schäden erlitten hatten. Jedes Gebäude war komplett zerstört und mithilfe von „Kirche in Not“ konnte inzwischen ein Teil dieser Häuser wiederhergestellt werden. Deswegen konnten auch einige – oder ein Teil – der Christen zurückkehren. Damals hieß es, es sind etwa 125.000 Christen geflüchtet und vertrieben worden. Etwa die Hälfte davon ist bis heute in die Ninive-Ebene zurückgekehrt und versucht, einen neuen Anfang zu machen. Die andere Hälfte der Flüchtlinge lebt immer noch im Exil.

“ Die andere Hälfte der Flüchtlinge lebt immer noch im Exil ”

Vatican News: Ungefähr die Hälfte der Christinnen und Christen sind in ihre irakische Heimat zurückgekehrt. Viele haben damals Aufnahme in anderen Ländern gefunden, auch in Europa, in Ländern wie Schweden oder Deutschland. Von denen, die bis jetzt nicht oder noch nicht zurückgekehrt sind: Wollen sie ihrer Einschätzung nach zurück in die Heimat oder ziehen sie es vor, im Exil zu bleiben?

Pelster: Viele von jenen Flüchtlingen, die ins Ausland gegangen sind – vor allen in den Westen – haben sich dort eine neue Existenz aufgebaut, und ich fürchte, dass viele von denen wohl nicht zurückkehren werden. Denn die Kinder gehen dort zur Schule, lernen eine neue Sprache, bekommen eine gute Ausbildung. Die Eltern haben Arbeit gefunden, sind vielleicht inzwischen gut integriert. Warum sollten sie zurückkehren in eine weiterhin doch sehr unsichere Region? Auf der anderen Seite gibt es aber auch Christen, die an ihrer Heimat hängen. Das sind dann vor allem Christen, die nach der Vertreibung im Irak geblieben sind, die jetzt also in der kurdischen Region leben. Und ich könnte mir vorstellen, dass von denen eher welche in die Ninive-Ebene zurückkehren würden, wenn sich die Lage verbessert.

Vatican News: So etwas hängt oft auch mit politischen Entwicklungen zusammen. Wie groß ist denn das Vertrauen der irakischen Christen, die zurückgekehrt sind oder diesen Schritt erwägen, in die heutige politische Führung des Landes?

Pelster: Leider nicht sehr hoch. Nach der Vertreibung der Christen haben wir kaum Unterstützung von der irakischen Regierung bekommen. Die humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge kam damals fast ausschließlich von der Kirche und von internationalen Organisationen – wie „Kirche in Not“. Der Irak ist heute immer noch innerlich zerrissen und von Spannungen geprägt. Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten, zwischen Arabern und Kurden. Die politische Führung des Landes ist eher schwach. Dabei hätte die Regierung die wichtige Aufgabe, für Sicherheit zu sorgen. Dafür zu sorgen, dass Christen, Jesiden und andere Minderheiten nicht erneut Opfer von islamistischer oder krimineller Gewalt werden. Die irakische Regierung müsste auch dafür sorgen, dass der islamistischen Ideologie etwas entgegengesetzt wird. Denn die Intoleranz in dieser fanatischen Ideologie des IS hat zur brutalen Gewalt gegen religiöse Minderheiten geführt. Und gegen diese islamistische Gewalt müsste der Staat etwas unternehmen.

Vatican News: Mit welchen Mitteln?

Pelster: Zum Beispiel durch politische Aufklärung, durch Bildungsarbeit für Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder auch durch die Medien, über Fernsehen und Radio. Auch die islamischen Geistlichen hätten eine wichtige Aufgabe. Nur das sind bislang eher fromme Wünsche. In der Realität gibt es das bislang kaum. Eine politische Forderung der Christen, die schon seit Jahren erhoben wird, die richtet sich dahin, dass die Christen gleiche Rechte bekommen und gleich behandelt werden – die Forderung nach gleichen Rechten für alle Bürger des Staates, ganz egal, zu welcher Volksgruppe, Religion oder Konfession sie gehören. Aber davon ist die Realität leider noch weit entfernt.

“ Moderate Muslime schätzen die Anwesenheit von Christen im Irak ”

Vatican News: Inwiefern könnte denn gerade von der kleinen christlichen Minderheit ein Impuls ausgehen für die gesellschaftliche Stabilität im Irak – und zwar trotz aller Widrigkeiten, wie Sie sie gerade beschrieben haben?

Pelster: Die Bischöfe im Irak haben wiederholt berichtet, dass sie von moderaten Muslimen gebeten worden sind, alles dafür zu tun, dass die Christen im Land bleiben. Moderate Muslime schätzen die Anwesenheit von Christen im Irak oder anderen muslimischen Ländern. Denn Christen haben aufgrund ihrer Religion tatsächlich Werte und Verhaltensweisen, die ausgleichend und stabilisierend wirken können – zum Beispiel Gewaltfreiheit, Versöhnung und Nächstenliebe, aber sie betreiben auch Krankenhäuser und Schulen, die ein gutes Niveau haben und zugleich allen offenstehen – auch den Muslimen. Solche Einrichtungen werden oft von Muslimen geschätzt und in Anspruch genommen. Allerdings fürchte ich, dass die Zahl der Christen im Irak inzwischen so weit geschrumpft ist, dass ihr Einfluss kaum noch spürbar ist. Vor 30 bis 40 Jahren gab es 1,5 Millionen Christen im Irak. Heute sind es wohl deutlich weniger als 300.000. Das ist ein Rückgang von über 80 Prozent. Und dieser Trend nach unten ist leider bisher ungebrochen.

Vatican News: Nun will Papst Franziskus auch aus diesem Grund – um die Christen im Irak zu bestärken – das Land nächstes Jahr besuchen. Das wäre eine Premiere, denn noch nie war ein Papst im Irak. Wie groß ist denn das Thema Papstbesuch in der Ninive-Ebene?

Pelster: Sollte es tatsächlich zu so einem Papstbesuch kommen, dann wäre das eine ganz große Sache für die Christen. Die Freude der Christen wäre unbeschreiblich, und sie hoffen schon seit Jahren darauf, dass der Papst sie einmal besucht. Das wäre auch ein großes Zeichen der Solidarität und Verbundenheit. Die Christen im Irak und auch im ganzen Nahen Osten haben seit Jahren – wenn nicht seit Jahrzehnten – das Gefühl, dass sie vom christlichen Westen im Stich gelassen werden, vor allem von den Politikern. Die Christen dort haben oft das Gefühl, dass für den Westen nur geopolitische Interessen zählen und dass den westlichen Politikern das Schicksal der Christen im Nahen Osten ziemlich egal ist. Patriarch Kardinal Luis Sako habe ich die Hoffnung äußern gehört, dass Papst Franziskus sich im Irak mit hochrangingen schiitischen Geistlichen treffen könnte und dort auch ein Dokument unterschreiben könnte. Vielleicht auch das gleiche Dokument unterschreiben könnte, das im Februar dieses Jahres in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Abu Dhabi unterzeichnet wurde, damals auch von dem Großscheich der Al-Azhar-Universität, dem höchsten Repräsentanten des sunnitischen Islams. Das war ein Dokument über die Brüderlichkeit der Menschen über ein friedliches Zusammenleben in der Welt. Wenn das jetzt mit schiitischen Geistlichen im Irak gelingen könnte, dann wäre auch das eine große Sache. Eine solche Geste könnte ein wichtiger Schritt sein, um im Schutz religiöser Gemeinschaften vor Unterdrückung und Verfolgung ein gutes Stück voran zu kommen.

(vatican news)

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