Papst segnet Statue, die Bombardierung von Monte Cassino überstand

Monte Cassino, Benediktinerbatei, 19. Mai 1944 / Wikimedia Commons – McConville (Sgt), No 2 Army Film & Photographic Unit, Public Domain

Die Statue des heiligen Antonius von Padua
gilt als Symbol der Wiedergeburt der italienischen Stadt

Im Laufe der heutigen Generalaudienz hat Papst Franziskus auf dem Petersplatz eine Statue des heiligen Antonius von Padua aus der gleichnamigen Pfarrei in Cassino, im unteren Latium, gesegnet.

Bekanntlich war die Kleinstadt in der italienischen Provinz Frosinone, südlich von Rom, im Laufe des Zweiten Weltkriegs Ziel massiver Luftangriffe.

Am Freitag, den 10. September 1943, um zehn Uhr morgens, führten die Alliierten zum ersten Mal ein verheerendes Bombardement auf Cassino aus, wobei 105 Menschen das Leben verloren.

Die eigentliche Schlacht um die strategisch sehr wichtige Stadt und den Berg Monte Cassino, auf dessen Gipfel die berühmte vom heiligen Benedikt von Nursia gegründete Benediktinerabtei liegt, dauerte vom 17. Januar bis 18. Mai 1944.

Die schwersten Bombardements fanden am 15. März 1944 statt, als 575 Bomber und 200 Jagdbomber die Stadt und den Berg angriffen.

Am Ende standen nur noch die Mauern der Pfarrkirche des heiligen Antonius von Padua, sowie die Statue des 1195 in Lissabon (Portugal) geborenen Heiligen aufrecht.

„Die ganze Zone wurde dem Erdboden gleichgemacht“, erzählte der heutige Pfarrer, Don Benedetto Minchella, der Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“.

Die Schlachten um Monte Cassino, in der rund 20.000 deutsche und mehr als 50.000 alliierte Soldaten den Tod fanden, gelten heute als Beispiel für die Sinnlosigkeit des Krieges. (pdm)

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Italien: Papst bekommt Reliquie der hl. Maria Goretti geschenkt

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Heiligtum Santa Maria Goretti, Nettuno / Wikimedia Commons – Stefano.Nicolucci, CC BY-SA 3.0

Franziskus schickt Dankesbrief an die Passionisten des Heiligtums ‪
„Madonna delle Grazie“ in Nettuno

Papst Franziskus hat einen Dankesbrief an die Passionisten des Heiligtums ‪„Madonna delle Grazie“ in Nettuno geschickt, um sich für die ‪„kostbare Reliquie“ der heiligen Maria Goretti (1890-1902) zu bedanken. Die junge Italierin starb im Alter von nur 12 Jahren, nachdem sie auf ihrem Sterbebett im Krankenhaus von Nettuno ihrem Mörder, Alessandro Serenelli, vergeben hatte.

Der Papst bekam die Reliquie vom Direktor des Heiligtums ‪„Madonna delle Grazie“ und der heiligen Maria Goretti in Nettuno, Pater Antonio Coppola, am 13. Dezember geschenkt, der bei seinem Besuch im Vatikan vom Bischof von Albano, Msgr. Marcello Semeraro, begleitet wurde. Die Nachricht vom Papstschreiben wurde am 4. Januar auf der  Facebook-Seite des Heiligtums veröffentlicht.

In seinem Brief schreibt der Papst, er habe oft über die letzten Worte Maria Gorettis nachgedacht, die lauteten: „Ich vergebe ihm und will, dass er mit mir ins Paradies kommt.“

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit sei zu Ende gegangen, aber die Tür zur Liebe Jesu Christi sei nicht geschlossen und lade uns zum Wesentlichen ein. „Die Barmherzigkeit ist das Wesentliche und führt uns zum Herzen des Evangeliums“, schreibt Franziskus.

Im Laufe des Angelusgebets vom 3. Juli‬ 2016 hatte der Papst die Pilger auf dem Petersplatz an den Gedenktag Maria Gorettis erinnert und die junge Märtyrerin als ein Beispiel der Barmherzigkeit gepriesen. „Dieses tapfere Mädchen verdient den Applaus des ganzen Platzes“, hatte er gesagt.

Ihr Mörder bekehrte sich im Gefängnis und nahm sowohl an der Seligsprechung von Marietta — der Rufname Maria Gorettis — im 1947 wie an ihrer Heiligsprechung im 1950 teil, die Erste die auf dem Petersplatz stattfand. Er saß dabei neben der Mutter seines Opfers, Assunta Goretti, die zu ihm sagte: „Gott hat dir vergeben, meine Marietta hat dir vergeben, auch ich vergebe dir.“

Er trat in den dritten Orden des heiligen Franziskus ein und arbeitete bis zu seinem Tod im 1970 als Gärtner im Kapuzinerkloster von Macerata (Region Marken).

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Italien: Blutwunder in Neapel ausgeblieben

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So sah das letztes Jahr aus: flüssiges Blut in der Ampulle. Am 16. Dezember 2016 bliebt das Blut gestockt.

Erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten ist in Neapel das sogenannte Blutwunder ausgeblieben. Das eingetrocknete Blut des heiligen Januarius verflüssigte sich am Freitag im Dom der Stadt nicht, wie italienische Medien (Samstag) berichteten. Das Ausbleiben des Blutwunders gilt den Neapolitanern als schlechtes Omen. Der Hüter der Reliquie, Monsignore Vincenzo De Gregorio, appellierte an die wartenden Gläubigen im Dom, nicht in Panik zu verfallen. „Wir dürfen nicht an Katastrophen und Unglücke denken“, so der Geistliche. Er rief sie dazu auf, weiter zu beten.

Seit Jahrhunderten verflüssigt sich das in einer gläsernen Ampulle aufbewahrte verklumpte Blut des Stadtpatrons laut der Überlieferung regelmäßig am 16. Dezember, dem Gedenktag an eine Warnung vor dem Vesuv-Ausbruch von 1631. Weitere Termine sind das Fest des Heiligen und frühchristlichen Märtyrers am 19. September sowie der Samstag vor dem ersten Sonntag im Mai. Zum 19. September dieses Jahres war das Wunder pünktlich eingetreten.

Zuletzt blieb das Blutwunder 1980 aus. Dies brachten die Neapolitaner mit dem Erdbeben von Irpinia in Verbindung; durch die verheerendste Naturkatastrophe der italienischen Nachkriegszeit starben damals 2.900 Menschen. Zuvor warteten die Neapolitaner 1973 vergeblich auf eine Verflüssigung des Bluts. In jenem Jahr wurde Neapel von einer Cholera-Epidemie heimgesucht.

Für das Phänomen der Verflüssigung gibt es naturwissenschaftliche Erklärungsversuche, die jedoch keine allgemeine Anerkennung fanden. Januarius (italienisch „San Gennaro“) wurde der Überlieferung nach zur Zeit der Christenverfolgungen unter dem römischen Kaiser Diokletian am 19. September 305 enthauptet.

(kna 17.12.2016 pdy)

Vatikan kritisiert „Radio Maria-Erklärung“ zum Erdbeben

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Erzbischof Becciu

Klare Worte aus dem Vatikan zu den Aussagen eines Priesters von „Radio Maria“: Dieser hatte das das Erdbeben in Mittelitalien als „Strafe Gottes“ bezeichnet. Der vatikanische Innenminister Erzbischof Angelo Becciu bezeichnete die Worte des Priesters als „beleidigend für Gläubige und skandalös für Nicht-Gläubige“. Becciu entschuldigte sich bei den durch die schweren Erdbeben der vergangenen Woche obdachlos gewordenen Menschen. Der Papst sei ihnen nahe, versicherte der Erzbischof. „Wer von ,Radio Maria‘ aus von einer göttlichen Strafe spricht, beleidigt den Namen der Muttergottes, die Gläubige als barmherzige Mutter betrachten“, sagte Becciu.

Im Rahmen einer Sendung des italienischen Radiosenders „Radio Maria“ hatte Pater Giovanni Cavalcoli gesagt, Gott habe die Italiener mit dem Erdbeben für die jüngst beschlossene Legalisierung von homosexuellen Lebenspartnerschaften strafen wollen. Der Chefredakteur von „Radio Maria“-Italien, Livio Fanzaga, ging auf Distanz zu Cavalcolis Aussagen. Mittlerweile wurde der Pater vom Sender suspendiert. Cavalcoli habe eine persönliche Meinung ausgedrückt, die keineswegs jener des Radiosenders entspreche, so Pater Livio. „Radio Maria“ entstand 1982 als kleiner Pfarrsender im Städtchen Erba nahe Mailand. Der Sender will durch die tägliche Ausstrahlung der Messe und des Rosenkranzes spirituelle Hilfe leisten, auch ist „Radio Maria“ ein Partnersender von Radio Vatikan.

(ansa/rv 05.11.2016 mg)

‪„Sankt-Benedikt gibt es nicht mehr“

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Norcia, Basilika Vor Dem Beben / Wikimedia Commons – Starlight~Commonswiki (?), Public Domain

Mittelitalien: Schweres Erdbeben erschüttert die Kleinstadt Norcia

„San Benedetto non c’è più“, d.h. die Basilika des hl. Benedikt in Norcia (oder Nursia) gibt es nicht mehr. Dies erklärte sichtlich erschüttert ein Mönch des Benediktinerkonvents der umbrischen Kleinstadt nach dem schweren, mehrere Sekunden dauernden Erdstoß, der am Sonntagmorgen um 7.40 Uhr erneut Mittelitalien traf.

Das Epizentrum lag zwischen Preci und Norcia. Beide Kleinstädte in der umbrischen Provinz Perugia befinden sich in der gleichen Zone, die bereits vom Beben am 24 August und am 26. Oktober erschüttert worden war.

Während das Hypozentrum oder der Erdbebenherd diesmal in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern lag, wurde die Stärke mit 6,5 auf der Richter-Skala gemessen. Damit war der heutige Erdstoß der wuchtigste seit 1980 in Italien, als die Region Irpinia (zwischen Kampanien und Basilicata) mit einer Stärke von 6,9 getroffen wurde, und stärker als das Beben, das am 6. April 2009 die Hauptstadt der Abruzzen, L’Aquila, zerstörte.

Wie am letzten Mittwoch gibt es bis jetzt zum Glück noch keine Meldung von Todesopfern. Verletzte dagegen gibt es mehrere, die teilweise mit Hubschraubern abtransportiert wurden.

Die Sachschäden sind sehr groß. Viele Strukturen die nach den beiden vorherigen Beben aufrecht geblieben oder nur teilweise beschädigt worden waren, sind jetzt komplett eingestürzt, wie die schon oben erwähnte Basilika des hl. Benedikt in Norcia, oder der Turm der Kirche des hl. Augustin von Amatrice, der zum Symbol der zerstörten Ortschaft geworden war.

In Norcia, wo die Menschen nach dem Beben auf dem Platz vor der zerstörten Basilika des Benedikt spontan zu beten anfingen, ist auch die Konkathedrale von Santa Maria Argentea eingestürzt. In Cascia wurde das Ortskrankenhaus evakuiert.

Die Lage sei auch sehr kritisch im Bergdorf Castelluccio di Norcia, das sich auf einem Hügel auf der Hochebene des ‪vor allem im Spätfrühling wunderschönen und mit einem bunten Blumenteppich bedeckten „Pian Grande“ befindet. Der obere Teil der Ortschaft sei fast komplett von der Karte gefegt, so sagte Augusto Coccia, der auf dem Hochplateau die berühmten Linsen von Castelluccio anbaut, nach Angaben der römischen Tageszeitung ‪ ‪„La Repubblica“.

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Viele Straßen sind beschädigt worden oder von Erdrutschen blockiert, wie im Falle von Castelluccio, das von der Außenwelt fast völlig isoliert ist. Bei Accumoli auf der Höhe von Kilometer 112 ist die bekannte Konsularstraße Via Salaria einfach in zwei Teile geschnitten.

Das Beben war sehr deutlich auch in Rom spürbar, wo wegen Kontrollen die beiden Metrolinien A und B vorübergehend stillgelegt wurden. Im Stadtteil Marconi in der Via Bartolomeo Cristofori ist ein zum Glück leerer Fahrstuhl runtergestürzt.

In der Ewigen Stadt sind aus Sicherheitsgründen auch die Basiliken Sankt Paul vor den Mauern und San Lorenzo vor den Mauern für das Publikum geschlossen sowie das Museum der Basilika Santa Maria Maggiore. Nach Angaben von Radio Vatikan erlitt der Petersdom aber keine Schäden.

Papst Franziskus drückte beim sonntäglichen Angelus seine Nähe aus und betete für die Region. ‪„Ich bete für die Verletzten und für die Familien, die große Schäden erlitten haben sowie für das bei den Rettungsarbeiten und Assistenz beteiligte Personal“, so sagte er.

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Seelsorge für katholische Migranten aus dem Christlichen Orient

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Piano Degli Albanesi, Provinz Palermo, Sizilien / Wikimedia Commons – Arbereshe (?), Public Domain (Cropped)

 

Begegnung der Bischöfe der katholischen Ostkirchen in Europa

Die jährliche Tagung der Bischöfe der katholischen Ostkirchen findet dieses Jahr auf Einladung des Patriarchen von Lissabon, Kardinal Manuel Clemente, Vorsitzender der portugiesischen Bischofskonferenz, in Fátima (Portugal) statt.

Im Laufe dieser Begegnung, die auch Wallfahrt zum Marienheiligtum Fátima ist, wo sich 2017 der Tag der Marienerscheinungen zum hundertsten Mal jährt, versammeln sich die bischöflichen Repräsentanten von 15 katholischen Ostkirchen und die Vertreter mehrerer Bischofskonferenzen aus westeuropäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Portugal, Vereinigtes Königreich und Spanien), um über die Herausforderung zu sprechen, die die Seelsorge für zu den katholischen Ostkirchen gehörende Migranten in ihren jeweiligen Ländern darstellt.

Seit dem Zusammenbruch der totalitären Regimes in den osteuropäischen Ländern strömen zahlreiche katholische Migranten in die westlichen Länder, um hier ein neues Leben zu beginnen; sie gehören den katholischen Ostkirchen, also mehrheitlich Kirchen sui iuris, an. Nach 20 Jahren, angesichts eines immer noch relativ konstanten Zustroms neuer Migranten und der Geburt der zweiten Generation unter den Erstankömmlingen, stehen die aufnehmenden Kirchen vor Ort, die mehrheitlich dem lateinischen Ritus der westlichen Länder folgen, vor neuen Herausforderungen bei der Bewahrung der kulturellen und kirchlichen Identität dieser Migranten.

Im Marien-Wallfahrtsort Fátima analysieren die Teilnehmer zusammen mit dem Präfekten für die Kongregation der Ostkirchen, Kardinal Leonardo Sandri, daher einige Fragen und Aufgaben, die sich im Zusammenhang mit dieser besonderen Art der Einwanderung stellen. Besprochen werden die zur Migration führende wirtschaftliche Situation in den osteuropäischen Ländern, mit einem Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. João Luís César das Neves, das Problem der Integration anhand der Aussagen einer rumänischen Familie und einer Lehrerin, die täglich mit Migrantenkindern arbeitet, sowie das Verhältnis zwischen der aufnehmenden Kirche und der Kirche des Herkunftslandes.

Die Tagung ist auch geprägt von der täglichen Eucharistiefeier in verschiedenen orientalischen Riten, die die Vielfalt der liturgischen Traditionen innerhalb der katholischen Kirche bezeugen. Vorgesehen sind außerdem ein Besuch der Wallfahrtsstätte Unserer Lieben Frau von Nazaré und ein Vertrauensgebet im Heiligtum von Fátima unter der Leitung des des slowakischen Erzbischofs Cyril Vasil‘, Sekretär des vatikanischen Dikasteriums für die Ostkirchen.

An der vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) organsierten Tagung nimmt auch Kardinal Angelo Bagnasco in seiner Eigenschaft als neuer Präsident des CCEE teil.

Die Arbeiten schließen am Sonntag, 23. Oktober mit dem Durchschreiten der Heiligen Pforte der Barmherzigkeit und dem feierlichen Hochamt in der Dreifaltigkeitskirche unter der Leitung Seiber Seligkeit Swiatoslav Schewtschuk, Großerzbischof von Kiew-Halytsch.

Die Tagung findet im Haus Nossa Senhora das Dores in Fátima statt.

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Innerhalb der katholischen Kirche gibt es mehrere Teilkirchen eigenen Rechts (sui iuris) und mit eigenem Ritus, die ganz und gar zur römisch-katholischen Kirche gehören, sich aber von der lateinischen Kirche durch anders geartete Liturgieformen und Volksfrömmigkeit, sakramentale und kanonische Disziplinen (Spendung der Sakramente, Rechtsvorschriften), sowie durch Terminologie und theologische Tradition unterscheiden. Derzeit existieren weltweit 24 Kirchen sui iuris mit verschiedenem liturgischem Ritus, aber in vollkommener Glaubensgemeinschaft mit Rom; 15 davon folgen dem byzantinischen Ritus.

Die an der Begegnung teilnehmenden Kirche sui iuris:

• Italo-albanische katholische Kirche (Diözesen Lungro und Piana degli Albanesi, in Italien)
• Weißrussische griechisch-katholische Kirche (Weißrussland)
• Bulgarische katholische Kirche (Bulgarien)
• Erzdiözese Zypern der Maroniten und Maroniten in Europa (Zypern, Frankreich und westliche EU)
• Griechisch-katholische Kirche mit byzantinischem Ritus (Griechenland und Türkei)
• Griechisch-katholische Kirche in Polen
• Rumänische griechisch-katholische Kirche (Rumänien)
• Rutenische griechisch-katholische Kirche (Heparchie von Mukačevo, Ukraine)
• Slowakische griechisch-katholische Kirche (Slowakei, Tschechien)
• Ukrainische griechisch-katholische Kirche (Ukraine, Polen, USA, Kanada, ukrainische Gemeinschaften in der Welt)
• Ungarische griechisch-katholische Kirche (Ungarn)
• Armenische katholische Kirche (Europa)
• Chaldäische Kirche in Europa
• Syrisch-katholische Kirche
• Melkitische griechisch-katholische Kirche

Die erste Begegnung dieser Art fand 1997 in der ungarischen Diözese Hajdúdorog auf Anregung Kardinal Achille Silvestrinis statt, der damals Präfekt für die Kongregation der Ostkirchen war und einen Raum schaffen wollte, wo die Bischöfe dieser von den atheistischen Regierungen besonders getroffenen Kirchen „mit immer größerer Klarheit in ihre Rolle im heutigen Europa finden können und geliebt und geschätzt werden für ihre Geschichte und ihre Treue zum Papst und zur Kirche, die sie so teuer bezahlt haben“ (aus der Vorstellung der Unterlagen der ersten Begegnung durch Kardinal Silvestrini).

(Quelle: Pressemitteilung CCEE)

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Italien: „HolyMap“ für Sommerurlauber

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Das Meer in Apulien zieht viele Sommerurlauber an.

Sommerurlauber in Italien können nicht nur die vielseitige Landschaft genießen, das Essen und die reiche Kultur gemeinsam mit der Familie entdecken. Es gibt auch ein vielseitiges spirituelles Angebot. Die Diözese Nardò-Gallipoli in Apulien hat nun eine Landkarte, eine sogenannte „Holy Map“ erstellt, mithilfe derer sich Touristen zu Messen, lokalen Festen und anderen liturgischen Terminen orientieren können. Der Bischof von Nardò-Gallipoli, Fernando Filograna, erklärt das Konzept:

„Die Initiative ist aufgrund der vielen Besucher an unserer Küste zustande gekommen, wo sich nicht nur Menschen aus unserer Diözese, sondern auch viele Besucher von Außerhalb erholen möchten. Wir wollten den Touristen die Möglichkeit geben, nicht nur den Körper zu erholen, sondern auch den Geist.“

Ein besonderes Ereignis der Diözese, auf das die „Holy Map“ hinweist, ist die Pilgerfahrt Mariens. Die Madonna wird von einer Gemeinde zur nächsten gebracht und „besucht“ Gläubige und Familien. Drumherum gibt es Konzerte, Gebete und Treffen von benachteiligten Menschen.

Oder die Lectio Divina, bei der sich die Gläubigen bei gemeinsamen Abendterminen mit einem Priester schon die ganze Woche auf das Sonntagsevangelium vorbereiten können. Auch der nächtlichen Anbetung in zwei Zentren der Diözese kann man als Besucher beiwohnen.

Die „Holy Map“ ist auch auf Deutsch zu erhalten. Sie ist überall in der Diözese ausgelegt, man findet sie auch in den Supermärkten. Darauf sind neben Festtagen und Messen auch die Beichttermine verzeichnet. Bischof Filograna:

„Es ist klar, dass mit der besonderen Botschaft des Papstes zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit auch eine Rückkehr zur Beichte stattfindet. Die Priester hören die Beichte auch bis um Mitternacht. Das hat auch uns positiv überrascht.“

 

(rv 08.08.2016 cz)