Benedikt XVI. zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria – 2005

EUCHARISTIEFEIER ANLÄSSLICH DES 40. JAHRESTAGES DES
ABSCHLUSSES DES II. ÖKUMENISCHEN VATIKANISCHEN KONZILS

PREDIGT VON BENEDIKT XVI.

Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria
Donnerstag, 8. Dezember 2005

Liebe Mitbrüder im Bischofs- und Priesteramt,
liebe Brüder und Schwestern!

Vor 40 Jahren, am 8. Dezember 1965, vollzog Papst Paul VI. auf dem Vorplatz dieser Petersbasilika den feierlichen Abschluß des II. Vatikanischen Konzils. Es war nach dem Wunsch von Johannes XXIII. am 11. Oktober 1962, damals Fest der Mutterschaft Mariens, eröffnet worden und fand seinen Abschluß am Tag der Unbefleckten Empfängnis. Ein marianischer Rahmen umgibt also das Konzil. Tatsächlich ist es aber viel mehr als ein Rahmen: Es ist eine Orientierung für den ganzen Verlauf des Konzils. Ebenso wie seinerzeit die Konzilsväter verweist es auch uns auf das Bild der Jungfrau, die zuhört, die im Wort Gottes lebt, die die Worte, die von Gott zu ihr gelangen, in ihrem Herzen bewahrt und die sie begreifen lernt, indem sie sie gleichsam zu einem Mosaik zusammenfügt (vgl. Lk 2,19.51); es verweist uns auf die große Glaubende, die sich demütig und vertrauensvoll in die Hände Gottes übergibt, indem sie sich seinem Willen überläßt; es verweist uns auf die demütige Mutter, die, wenn es die Sendung des Sohnes verlangt, in den Hintergrund tritt, und zugleich auf die mutige Frau, die unter dem Kreuz steht, während die Jünger die Flucht ergreifen. In seiner Ansprache anläßlich der Promulgation der Konzilskonstitution über die Kirche hatte Paul VI. Maria als »tutrix huius Concilii« – »Beschützerin dieses Konzils« – bezeichnet (vgl. Oecumenicum Concilium Vaticanum II, Constitutiones Decreta Declarationes, Vatikanstadt 1966, S. 986) und mit unverkennbarer Bezugnahme auf den von Lukas überlieferten Pfingstbericht (Apg 1,12–14) gesagt, die Konzilsväter hätten sich »cum Maria, Matre Iesu« – »mit Maria, der Mutter Jesu« – in der Konzilsaula versammelt und würden nun auch in ihrem Namen aus ihr hinausgehen (ebd., S. 985).

Unauslöschlich bleibt in meinem Gedächtnis der Augenblick, in dem sich die Konzilsväter, als sie seine Worte hörten: »Mariam Sanctissimam declaramus Matrem Ecclesiae« – »Wir erklären die seligste Jungfrau Maria zur Mutter der Kirche« –, spontan von ihren Sitzen erhoben und stehend applaudierten und auf diese Weise der Gottesmutter, unserer Mutter, der Mutter der Kirche huldigten. In der Tat faßte der Papst mit diesem Titel die marianische Lehre des Konzils zusammen und bot den Schlüssel zu deren Verständnis. Maria steht nicht nur in einer einzigartigen Beziehung zu Christus, dem Sohn Gottes, der als Mensch ihr Sohn werden wollte. Indem sie vollkommen mit Christus verbunden ist, gehört sie auch vollkommen zu uns. Ja, wir können sagen, Maria ist uns so nahe wie kein anderer Mensch, weil Christus Mensch für die Menschen ist und sein ganzes Sein ein »Sein für uns« ist. Christus als Haupt ist, wie die Konzilsväter sagen, nicht von seinem Leib, der Kirche, zu trennen; er bildet zusammen mit ihr sozusagen ein einziges lebendiges Subjekt. Die Mutter des Hauptes ist auch die Mutter der ganzen Kirche; sie wird sozusagen sich selbst vollkommen entzogen; sie gibt sich ganz Christus hin und wird mit ihm uns allen geschenkt. Denn je mehr sich die menschliche Person hingibt, um so mehr findet sie sich selbst.

Das Konzil wollte uns sagen: Maria ist so in das große Geheimnis der Kirche eingewoben, daß sie und die Kirche ebenso wenig voneinander zu trennen sind wie sie und Christus. Maria ist Spiegelbild der Kirche, sie nimmt sie in ihrer Person vorweg und bleibt in allen Turbulenzen, die die leidende und sich abmühende Kirche heimsuchen, immer der Stern des Heils. Sie ist ihre wahre Mitte, der wir vertrauen, auch wenn uns ihre Randbereiche so oft schwer auf der Seele lasten. Dies alles hat Papst Paul VI. bei der Verkündigung der Konstitution über die Kirche mittels eines neuen, tief in der Überlieferung verwurzelten Titels in der Absicht herausgestellt, die innere Struktur der auf dem Konzil entwickelten Lehre über die Kirche zu erhellen. Das II. Vaticanum sollte über die institutionellen Glieder der Kirche sprechen: über die Bischöfe und über den Papst, über die Priester, die Laien und die Ordensleute in ihrer Gemeinschaft und in ihren Beziehungen zueinander; es sollte die pilgernde Kirche beschreiben, »die in ihrem eigenen Schoß Sünder umfaßt; die zugleich heilig und stets der Reinigung bedürftig ist…« (Lumen gentium, 8). Aber diese »petrinische« Dimension der Kirche ist in jener »marianischen« Dimension enthalten. In Maria, der unbefleckt Empfangenen, begegnen wir dem unentstellten Wesen der Kirche. Von ihr sollen wir lernen, selber zu »kirchlichen Seelen« zu werden, wie sich die Konzilsväter ausdrückten, damit auch wir, nach dem Wort des hl. Paulus, »schuldlos« vor den Herrn treten können, so wie er uns von Anfang an haben wollte (vgl. Kol 1,22; Eph 1,4).

Aber nun müssen wir uns fragen: Was bedeutet »Maria, die unbefleckt Empfangene«? Hat uns dieser Titel etwas zu sagen? Die Liturgie des heutigen Tages erklärt uns den Inhalt dieses Wortes in zwei großartigen Bildern. Da ist zuerst der wundervolle Bericht von der Ankündigung des Kommens des Messias an Maria, die Jungfrau aus Nazaret. Der Gruß des Engels ist aus Fäden des Alten Testaments, besonders aus dem Buch des Propheten Zefanja, gewoben. Er zeigt, daß Maria, die einfache Frau aus der Provinz, die aus einem priesterlichen Geschlecht stammt und das große priesterliche Erbe Israels in sich trägt, der »heilige Rest« Israels ist, auf den sich die Propheten zu allen Zeiten der Drangsal und Finsternis bezogen haben. In ihr ist das wahre, das reine Zion, die lebendige Wohnstatt Gottes, gegenwärtig. In ihr wohnt der Herr, in ihr findet er seinen Ort der Ruhe. Sie ist das lebendige Haus Gottes, der nicht in steinernen Häusern wohnt, sondern im Herzen des lebendigen Menschen. Sie ist der Sproß, der in der dunklen Winternacht der Geschichte aus dem Baumstumpf Davids hervorsprießt. In ihr erfüllt sich das Psalmwort: »Das Land gab seinen Ertrag« (Ps 67,7). Sie ist der junge Trieb, aus dem der Baum der Erlösung und der Erlösten heranwächst. Gott ist nicht gescheitert, wie es gleich am Anfang der Geschichte mit Adam und Eva oder während des Babylonischen Exils vielleicht scheinen mochte und wie es sich zur Zeit Mariens neuerlich abzuzeichnen schien, als Israel zu einem bedeutungslosen Volk in einem besetzten Land geworden war, wo kaum Zeichen seiner Heiligkeit zu erkennen waren. Gott ist nicht gescheitert. In der Schlichtheit des Hauses von Nazaret lebt das heilige Israel, der lautere Rest. Gott hat sein Volk gerettet und rettet es auch weiterhin. Seine Geschichte beginnt von neuem zu leuchten von dem Baumstumpf aus, der zu einer neuen lebendigen Kraft wird, die Orientierung gibt und die Welt durchdringt. Maria ist das heilige Israel; sie sagt »Ja« zum Herrn, sie stellt sich ihm voll zur Verfügung und wird so zum lebendigen Tempel Gottes.

Das zweite Bild ist viel schwieriger und dunkler. Diese Metapher aus dem Buch Genesis spricht zu uns aus einer großen historischen Distanz und läßt sich nur mühsam erklären; erst im Laufe der Geschichte war es möglich, ein tieferes Erfassen des dort Berichteten zu entwickeln. Es wird vorausgesagt, daß während der ganzen Geschichte der Kampf zwischen dem Menschen und der Schlange, das heißt zwischen dem Menschen und den Mächten des Bösen und des Todes, weitergehen wird. Es wird jedoch auch vorhergesagt, daß »die Nachkommenschaft« der Frau eines Tages siegen und der Schlange, dem Tod, den Kopf zertreten wird; es wird vorhergesagt, daß die Nachkommenschaft der Frau – und in ihr die Frau und Mutter – siegen wird und daß auf diese Weise, nämlich durch den Menschen, Gott siegen wird. Wenn wir zusammen mit der glaubenden und betenden Kirche hörend an diesen Text herangehen, dann können wir beginnen zu verstehen, was die Ursünde, die Erbsünde ist, und auch, was der Schutz vor dieser Erbsünde ist, was die Erlösung ist.

Was für ein Bild wird uns in diesem Abschnitt vor Augen geführt? Der Mensch vertraut nicht auf Gott. Von den Worten der Schlange verführt, hegt er den Verdacht, daß Gott letzten Endes ihm etwas von seinem Leben wegnehme, daß Gott ein Konkurrent sei, der unsere Freiheit einschränke, und daß wir erst dann im Vollsinn Menschen sein würden, wenn wir Gott zurückgesetzt haben; kurz, daß wir nur auf diese Weise unsere Freiheit voll verwirklichen können. Der Mensch lebt in dem Verdacht, die Liebe Gottes erzeuge eine Abhängigkeit und er müsse sich von dieser Abhängigkeit befreien, um vollkommen er selbst zu sein. Der Mensch will seine Existenz und die Fülle seines Lebens nicht von Gott empfangen. Er will selber vom Baum der Erkenntnis die Macht dazu erlangen, die Welt zu formen, Gott zu werden, indem er sich auf eine Stufe mit Ihm erhebt, und den Tod und die Finsternis mit eigener Kraft zu besiegen. Er will nicht auf die Liebe zählen, die ihm nicht zuverlässig erscheint; er zählt einzig und allein auf die Erkenntnis, da sie ihm die Macht verleiht. Anstatt auf die Liebe setzt er auf die Macht, mit der er sein Leben selbständig in die Hand nehmen möchte. Und indem er das tut, vertraut er der Lüge statt der Wahrheit und stürzt so mit seinem Leben ins Leere, in den Tod. Liebe ist nicht Abhängigkeit, sondern Geschenk, das uns leben läßt. Die Freiheit eines Menschen ist die Freiheit eines begrenzten Wesens und ist daher selbst begrenzt. Wir können sie nur als geteilte Freiheit, in der Gemeinschaft der Freiheiten, besitzen: Nur wenn wir in rechter Weise miteinander und füreinander leben, kann sich die Freiheit entfalten. Aber wir leben in rechter Weise, wenn wir gemäß der Wahrheit unseres Seins, das heißt nach dem Willen Gottes leben. Denn der Wille Gottes ist für den Menschen nicht ein ihm von außen auferlegtes Gesetz, das ihn einengt, sondern das seiner Natur wesenseigene Maß, ein Maß, das in ihn eingeschrieben ist und ihn zum Abbild Gottes und somit zum freien Geschöpf macht. Wenn wir gegen die Liebe und gegen die Wahrheit – also gegen Gott – leben, zerstören wir uns gegenseitig und zerstören die Welt. Dann finden wir nicht das Leben, sondern handeln im Interesse des Todes. Das alles wird mit den unvergänglichen Bildern in der Geschichte vom Sündenfall und von der Vertreibung des Menschen aus dem irdischen Paradies erzählt.

Liebe Brüder und Schwestern! Wenn wir über uns und über unsere Geschichte aufrichtig nachdenken, müssen wir sagen, daß mit diesem Bericht nicht nur die Geschichte des Anfangs, sondern die Geschichte aller Zeiten beschrieben wird und daß wir alle einen Tropfen des Giftes von jener Denkweise in uns tragen, wie sie in den Bildern aus dem Buch Genesis veranschaulicht wird. Diesen Gifttropfen nennen wir Erbsünde. Gerade am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis taucht in uns der Verdacht auf, daß eine Person, die gar nicht sündigt, im Grunde genommen langweilig sei; daß etwas in ihrem Leben fehle, nämlich die dramatische Dimension, autonom zu sein; daß die Freiheit, nein zu sagen, hinabzusteigen in die Dunkelheiten der Sünde und des Selber-machen-Wollens zum wahren Menschsein gehöre; daß man nur dann die ganze Weite und Tiefe unseres Menschseins, des wahren Wir-selbst-Seins bis zum Letzten ausnützen könne; daß wir diese Freiheit auch gegen Gott auf die Probe stellen müssen, um wirklich voll und ganz wir selbst zu werden. Mit einem Wort, wir meinen, daß das Böse im Grunde genommen gut sei, daß wir es, zumindest ein wenig, brauchen, um die Fülle des Seins zu erleben. Wir meinen, daß Mephistopheles – der Versucher – Recht habe, wenn er sagt, daß er die Kraft sei, die »stets das Böse will und stets das Gute schafft« (J. W. von Goethe, Faust I, 3). Wir meinen, ein wenig mit dem Bösen zu paktieren, sich ein wenig Freiheit gegen Gott vorzubehalten, sei im Grunde genommen gut, vielleicht sogar notwendig.

Wenn wir uns allerdings die Welt um uns herum anschauen, können wir sehen, daß es sich eben nicht so verhält; daß vielmehr das Böse den Menschen immer vergiftet, ihn nicht erhöht, sondern ihn erniedrigt und demütigt, ihn nicht größer, reiner und reicher macht, sondern ihm schadet und ihn kleiner werden läßt. Das müssen wir vor allem am Tag der Unbefleckt Empfangenen lernen: Der Mensch, der sich vollkommen in die Hände Gottes übergibt, wird keine Marionette Gottes, keine langweilige, angepaßte Person; er verliert seine Freiheit nicht. Nur der Mensch, der sich ganz Gott anvertraut, findet die wahre Freiheit, die große und schöpferische Weite der Freiheit des Guten. Der Mensch, der sich zu Gott hinwendet, wird nicht kleiner, sondern größer, denn durch Gott und zusammen mit Ihm wird er groß, wird er göttlich, wird er wirklich er selbst. Der Mensch, der sich in die Hände Gottes übergibt, entfernt sich nicht von den anderen, indem er sich in sein privates Heil zurückzieht; im Gegenteil, nur dann erwacht sein Herz wirklich und er wird zu einer einfühlsamen und daher wohlwollenden und offenen Person.

Je näher der Mensch Gott ist, desto näher ist er den Menschen. Das sehen wir an Maria. Der Umstand, daß sie ganz bei Gott ist, ist der Grund dafür, daß sie auch den Menschen so nahe ist. Deshalb kann sie die Mutter jeden Trostes und jeder Hilfe sein: Jeder kann es in seiner Schwachheit und Sünde wagen, sich in jeder Art von Not an diese Mutter zu wenden, denn sie hat Verständnis für alles und ist die für alle offene Kraft der schöpferischen Güte. Ihr hat Gott sein Bild aufgeprägt, das Bild dessen, der dem verlorenen Schaf bis in die Berge und bis in die Stacheln und Dornen der Sünden dieser Welt nachgeht, indem er sich von der Dornenkrone dieser Sünden verwunden läßt, um das Schaf auf seine Schultern zu nehmen und es nach Hause zu tragen. Als Mutter, die mitleidet, ist Maria die vorweggenommene Gestalt und das bleibende Bildnis des Sohnes. Und so sehen wir, daß auch das Bild der Schmerzensmutter, der Mutter, die das Leiden und die Liebe des Sohnes teilt, ein wahres Bild der Immaculata ist. Ihr Herz hat sich durch das Mit-Gott-Leben und Mit-Gott-Fühlen geweitet. In ihr ist uns Gottes Güte sehr nahe gekommen. So steht Maria vor uns als Zeichen des Trostes, der Ermutigung und der Hoffnung. Sie wendet sich an uns und sagt: »Hab’ Mut, es mit Gott zu wagen! Versuche es! Hab’ keine Angst vor Ihm! Hab’ Mut, das Wagnis des Glaubens einzugehen! Hab’ Mut, dich auf das Wagnis der Güte einzulassen! Laß dich für Gott gewinnen, dann wirst du sehen, daß gerade dadurch dein Leben weit und hell wird, nicht langweilig, sondern voll unendlicher Überraschungen, denn Gottes unendliche Güte erschöpft sich niemals!«

Wir wollen an diesem Festtag dem Herrn danken für das große Zeichen seiner Güte, das er uns in Maria, seiner Mutter und der Mutter der Kirche, geschenkt hat. Wir wollen ihn bitten, Maria auf unserem Weg Raum zu geben – als Licht, das uns hilft, unsererseits zum Licht zu werden und dieses Licht in die Nächte der Geschichte hineinzutragen. Amen.

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Kardinal Koch über die Ökumenische Chance des neuen Mariengedenktags

Kardinal Kurt Koch Foto: EWTN.TV / Paul Badde

Am Pfingstmontag hat die Weltkirche erstmals den Gedenktag der „Seligen Jungfrau Maria, Mutter der Kirche“ gefeiert, den Papst Franziskus eingeführt hat. Weshalb war es dem Heiligen Vater hier ein Anliegen, Maria mit Pfingsten, mit der Geburtsstunde der Kirche zu verbinden? Julia Wächter fragte den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch.

Kardinal Kurt Koch: Die Lesung, die in der Heiligen Messe am Gedenktag vorgesehen ist, bietet den Schlüssel zum Verständnis. In der Apostelgeschichte (1,12-14) wird berichtet, dass nach der Himmelfahrt Christi sich die Jünger mit Maria im Obergemach versammelten und einmütig im Gebet verharrten und auf das Kommen des Heiligen Geistes warteten. Maria tritt hier als Vorbeterin der Jüngergemeinschaft vor unsere Augen; und es wird sichtbar, wie die neue Lebenskraft der Kirche an Pfingsten und die mütterliche Sorge Mariens für die Kirche eng zusammengehören. Maria ist die pfingstliche Mutter der Kirche. Da Maria die pfingstliche Geburt der Kirche mit ihrem Gebet begleitet hat, bittet sie auch heute darum, dass die Kirche stets auf den Heiligen Geist hört.

Für viele Menschen ist das ökumenische Miteinander gerade an Pfingsten wichtig. Müssen sich Gläubige in Zukunft entscheiden: Maria oder Ökumene?

Dies wäre eine schiefe Entscheidung. Denn Maria hat kein anderes Anliegen als dies, uns zu Christus zu führen. Dies ist sehr schön sichtbar bei der Hochzeit zu Kana, bei der Maria ihre Aufgabe darin sieht, die Sorgen der Hochzeitsleute Jesus anzuvertrauen und es ihm zu überlassen, was er daraufhin tun will. Was Maria in Kana getan hat, das tut sie auch heute: Sie ist ganz Ohr für ihren Sohn und will uns zu Christus führen, dass wir seinen Willen tun. Sein Wille ist die Einheit der Jünger, und deshalb sind wir gut beraten, uns in unserem Bemühen um die Einheit der Kirche Maria um ihre Fürbitte anzugehen. Maria braucht deshalb nicht zwischen den Konfessionen zu stehen. Sie, die „Gnadenvolle“, gleichsam die personifizierte Gnade, ist eine wahrhafte Anwältin der ökumenischen Suche nach der Einheit der Kirche.

Maria stand unter dem Kreuz und wird heute als Schmerzensmutter verehrt. Was heißt das für die zerspaltene Kirche?  

Im Evangelium der Gedenkmesse (Joh 19, 25-34) wird berichtet, dass Jesus unter dem Kreuz seine Mutter dem Jünger Johannes und ihm – und durch ihn allen Gliedern der Kirche in allen Generationen – seine Mutter anvertraut hat. Wenn es anschließend heißt, „von jener Stunde an“ habe der Jünger Maria zu sich genommen, dann dürfen wir hier die tiefste Wurzel der kirchlichen Gemeinschaft wahrnehmen. Wie die Kirche gleichsam unter dem Kreuz Jesu Christi entstanden ist, so kann auch die Einheit der Kirche nur unter dem Kreuz gefunden werden. Dies bedeutet zugleich, dass die ökumenische Suche nach der Einheit nicht ohne Schmerzen möglich ist, dass diese Schmerzen aber bei der Schmerzensmutter gut aufgehoben sind.

Der evangelische Ministerpräsident Markus Söder hat in ganz Deutschland die Kreuzdebatte ausgelöst. In Regensburg haben Regionalbischof Hans-Martin Weiss und Diözesanbischof Rudolf Voderholzer mit einem „ökumenischen Ja“ zum Kreuz in öffentlichen Räumen positiv Stellung bezogen. Was können Christen in der Gesellschaft erreichen, wenn sie gemeinsam auftreten?

Alles, was Christen – unter Respektierung verschiedener Überzeugungen – gemeinsam bezeugen und tun können, sollen sie gemeinsam tun. Die wichtigste ökumenische Aufgabe erblicke ich in der heutigen Zeit darin, dass wir Christen in unserer immer mehr säkularisierten Gesellschaft gemeinsam die Gegenwart des lebendigen Gottes bezeugen und die schöne Botschaft verkünden, dass Gottes Liebe in Jesus Christus ein konkretes Gesicht erhalten und ihren Ernstfall am Kreuz gefunden hat. Wenn Repräsentanten verschiedener Kirchen dies mit einer Stimme bezeugen können, dient dies der Glaubwürdigkeit der Botschaft. Und was könnte uns Christen mehr miteinander verbinden als das Kreuz Jesu Christi?

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Neuer Marien-Gedenktag für die Weltkirche

Marianische Feier des Papstes in Trujillo, Peru (Vatican Media)

Der Pfingstmontag wird weltweit künftig als Gedenktag Marias, Mutter der Kirche, begangen. Das entsprechende Dekret wurde an diesem Samstag im Auftrag von Papst Franziskus von Kardinal Sarah unterzeichnet vorgestellt.

P. Bernd Hagenkord SJ – Vatikanstadt

Die Verehrung der Mutter Gottes in der Kirche könne „bei der Betrachtung des Geheimnisses Christi und des Wesens der Kirche die Frauengestalt nicht vergessen, die Jungfrau Maria, die zugleich Christi Mutter und Mutter der Kirche ist.“ So beginnt das Dekret zur Festlegung des neuen Gedenktages.

Es weist auf die Erklärung Papst Paul VI. hin, der zum Abschluss der dritten Session des Zweiten Vatikanischen Konzils Maria zur Mutter der Kirche erklärt hatte.

Alte christliche Traditionen

„Nachdem Papst Franziskus sorgfältig erwogen hatte, wie sehr die Förderung dieser Verehrung dem Verständnis für die der Mutterschaft der Kirche bei Hirten, Ordensleuten und Gläubigen und der unverfälschten Marienfrömmigkeit noch mehr nutzen kann, entschied er, dass der Gedenktag der seligen Jungfrau Maria, Mutter der Kirche, in den Römischen Kalender am Montag nach Pfingsten einzutragen und jedes Jahr zu feiern ist,“ heißt es in dem Dekret.

Das Dekret geht aber noch weiter zurück und greift auf die frühkirchliche Verehrung und die Heiligen Augustinus und Leo zurück, die auf die Verbindung der Mutterschaft Mariens mit dem Wirken des Erlösers, das in der Stunde des Kreuzes gipfele, hinwiesen.

„In diesem Sinn ehrte die christliche Frömmigkeit im Lauf der Jahrhunderte Maria mit verschiedenen, gewissermaßen gleichbedeutenden Titeln als Mutter der Jünger, der Gläubigen, der Glaubenden, aller, die in Christus wiedergeboren werden, aber auch mit dem Titel „Mutter der Kirche“.“

In einigen liturgischen Kalendern gibt es diesen Gedenktag bereits, auch gibt es eine eigene Votivmesse zu Ehren der Seligen Maria, Mutter der Kirche, im römischen Messbuch. Mit dem Dekret ist der Gedenktag nun Teil der römischen Liturgie und damit der Weltkirche. „Dieser Gedenktag wird daher in allen Kalendern und liturgischen Büchern für die Feier der Messe und die Stundenliturgie einzufügen sein“, sagt das Dekret abschließend.

Erklärung von Kardinal Sarah

Die Entscheidung für den Pfingstmontag als Gedenktag unterstreiche die Bedeutung der geistlichen Mutterschaft Mariens, erläutert der zuständige Kardinal Robert Sarah in einer eigenen Erklärung das Dekret. Seit dem Pfingstereignis habe Maria nie aufgehört, „sich mütterlich der durch die Zeit pilgernden Kirche anzunehmen“, so Sarah. „Die Verbindung zwischen der Lebenskraft der Kirche zu Pfingsten und der mütterlichen Sorge Mariens für die Kirche tritt dadurch offen zutage.“

In den deutschsprachigen Ländern gibt es bislang im Laufe des Jahres zwölf Hochfeste, Feste oder Gedenktage zu Ehren der Gottesmutter, dieser Gedenktag ist der dreizehnte.

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Siehe auch:

Papstpredigt an Neujahr: „Wir alle brauchen ein Mutterherz“

Papst Franziskus im Petersdom (AFP or licensors)

Der Papst hat alle Christen zum Blick auf das Wesentliche und zu mehr „Mütterlichkeit“ aufgerufen. Am ersten Jahrestag und zum Hochfest der Gottesmutter Maria predigte Franziskus im Petersdom über die besondere Natur Mariens als Mutter Gottes und ihre Bedeutung für die heutige Kirche.

Anne Preckel – Vatikanstadt

Die Mutter Gottes sei die „persönliche Signatur Gottes auf der Menschheit“, formulierte der Papst in seiner Neujahrspredigt. Ihre Verehrung sei „keine spirituelle Anstandsregel“, sondern „Notwendigkeit des christlichen Lebens“.

„Der Blick auf die Mutter ermutigt uns, viel unnötigen Ballast abzuwerfen und das wieder zu entdecken, was zählt. Das Geschenk der Mutter, das Geschenk jeder Mutter und jeder Frau ist so wertvoll für die Kirche, die Mutter und Frau ist. Während der Mann oft abstrahiert, Behauptungen aufstellt und Ideen durchsetzt, ist die Frau und Mutter in der Lage zu bewahren, im Herzen zu verbinden und beleben. Damit der Glaube nicht zu einer reinen Idee oder Lehre verkommt, brauchen wir alle ein Mutterherz, das die Zärtlichkeit Gottes bewahrt und die Regungen des Menschen wahrnimmt.“

“ Daran erinnern wir uns, wenn wir Mutter Gottes sagen: Gott ist der Menschheit nahe wie ein Kind seiner Mutter, die es in ihrem Schoß trägt ”

In seiner Predigt entfaltete der Papst die Dimensionen einer solchermaßen barmherzigen und hörenden Kirche. Seit der Herr in Maria Mensch geworden sei, gebe es Gott nicht mehr ohne sein Menschsein, führte er mit Blick auf Jesu Menschwerdung aus: „Der menschliche Leib, den Jesus von seiner Mutter bekam, ist auch jetzt sein Leib und wird es immer bleiben. Daran erinnern wir uns, wenn wir Mutter Gottes sagen: Gott ist der Menschheit nahe wie ein Kind seiner Mutter, die es in ihrem Schoß trägt.“

In Maria, der Mutter Gottes, habe sich Gott klein gemacht, fuhr Franziskus fort, „zu Materie, um nicht nur mit uns, sondern auch wie wir zu sein. Dies ist das Wunder, die Neuheit: Der Mensch ist nicht mehr allein; er ist nie mehr Waise, er ist für immer Sohn und Tochter. Mit dieser Neuheit beginnt das neue Jahr.“

Aus diesem Trost, diesem Liebesbeweis, lasse sich für den Menschen eine Haltung ableiten, fuhr Franziskus fort – eine Haltung des Lebens-Schutzes, des Dienstes am Leben, der darin bestehe, „jedes Leben, vom Mutterleib an bis ins hohe Alter, auch das leidende und kranke Leben, wie unbequem oder gar widerwärtig es auch sein mag, … anzunehmen, zu lieben und zu unterstützen.“

Das Tagesevangelium aufgreifend kam der Papst dann auf zwei Tugenden Mariens zu sprechen: „Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen“ (Lk 2,19).

Schweigen mit Gott

Bewahren – In der Weihnachtsgeschichte sei nicht ein Wort von Maria überliefert, merkte der Papst an: Sie habe schweigend und „ganz schlicht“ Gottes Wort und Auftrag bewahrt. Daran sollten sie die Gläubigen heute ein Beispiel nehmen, appellierte Franziskus:

„Dieses Schweigen sagt uns, dass auch wir  die Stille brauchen, wenn wir etwas bewahren wollen. Es ist notwendig, schweigend die Krippe zu betrachten. (…) Wenn wir uns jeden Tag einen Moment Zeit nehmen, um mit Gott zu schweigen, bewahren wir unsere Seele, bewahren wir unsere Freiheit vor den zersetzenden Banalitäten des Konsums und vor der Betäubung durch die Werbung, vor der Verbreitung leerer Worte und den beunruhigenden Wogen des Klatsches und des Lärms.“

Zweite Tugend: Erwägen. Maria habe Freuden und Schmerzen, Hoffnungen und Ängste, Licht und Schatten erwogen, meditiert, „in ihrem Herzen Gott übergeben“, so Papst Franziskus – ohne Verbitterung, ohne Rückzug in sich selbst. Auch dies sei eine Geste des Bewahrens, führte er aus:

“ Um voranzukommen, so sagt uns das heutige Fest, muss man zurückgehen: neu beginnen bei der Krippe, bei der Mutter, die Gott in den Armen hält. ”

„Man bewahrt etwas, indem man es Gott anvertraut: indem man das Leben nicht der Angst und der Trübsal oder dem Aberglauben als Beute überlässt, indem man sich nicht in sich selbst verschließt oder zu vergessen sucht, sondern indem man alle in einen Dialog mit Gott münden lässt. Und dann kommt Gott, dem wir am Herzen liegen, um in unserem Leben Wohnung zu nehmen.“

Mariens Herz als Ort dieser Vorgänge sei zentral, brachte der Papst seine Gedanken zum Abschluss: Ihr Herz sei die Mitte, von der aus es neu aufzubrechen gelte: „In ihrem Herz schlägt das Herz der Kirche. Um voranzukommen, so sagt uns das heutige Fest, muss man zurückgehen: neu beginnen bei der Krippe, bei der Mutter, die Gott in den Armen hält.“

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Österreich: Bischöfe vertrauen Land und Volk der Gottesmutter an

Festmesse Mariazell, 13. Juni 2017 / Courtesy: Paul Wuthe, Kathpress

Festgottesdienst im Rahmen der
Vollversammlung der ÖBK im steirischen Mariazell

Bei einem Festgottesdienst im Gedenken an die Marienerscheinungen vor hundert Jahren in Fatima haben die Bischöfe Österreich und seine Bewohner erneut der Gottesmutter Maria anvertraut. Der Festgottesdienst fand im Rahmen der aktuellen Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz in Mariazell statt. Mit den österreichischen Bischöfen konzelebrierten die emeritierten Bischöfe Christian Werner und Ludwig Schwarz, weiters Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, Abt Benedikt Plank (St. Lambrecht) und Superior P. Michael Staberl (Mariazell). Wie an jedem Monatsdreizehnten fand die Messe auch im Gedenken an Kardinal Franz König statt, der am 13.3.2004 verstorben ist.

Vorsteher und Festprediger des Gottesdienstes war der Salzburger Erzbischof, Franz Lackner, der Maria in den Mittelpunkt seiner Predigt stellte. Er verwies auf den Vorbildcharakter Mariens für den Glauben in der heutigen Welt. In einer „zweifelhaften Umgebung“, in der auch „wir heute leben“, fordere Maria mit ihrem Vorbild immer wieder zum Vertrauen und Hören auf Gott auf. Die Welt blute aus vielen Wunden: „Viele Christen und Andersgläubige leiden unter schrecklicher Verfolgung, die Schöpfung seufzt unter der Last der Menschen, das ungeborene Leben vermisst schmerzlich den uneingeschränkten Schutz und der Glaubensschwund in unseren Kirchen stellt uns vor die Frage: Wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, noch Glauben auf der Erde finden?“

In einer „glaubensschwachen Zeit“ sei Maria wie eine Lichtgestalt unseres Glaubens, „die uns den Weg zu weisen vermag“. Mit ihrem klaren Bekenntnis „es geschehe, wie du gesagt hast“ weise sie den Weg hin zur „Durchlässigkeit auf Gott“. Sie lehre das Wagnis, „sich auf einen Gott einzulassen, der stets größer und letztlich unbegreiflich ist, der aber auch Unmögliches vermag“. In ihr habe Gott gleichsam „ein kleines Stückchen Paradies bewahrt, einen heiligen Rest paradiesischer Unversehrtheit, wo hinein er sein Wort von der Menschwerdung sprechen konnte“. Daher bezeichne das 2. Vatikanische Konzil Maria zu Recht als „Mittlerin aller Gnaden“, so Lackner.

Maria sei keine „Frau der vielen Worte, sondern eine innerlich betrachtende Frau“ gewesen. „Alles, was geschehen war, auch das, das sie nicht verstanden hatte, bewahrte sie in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ Auch in dieser Hinsicht könne sie Vorbild sein in einer Zeit, „in der zwar viel nachgedacht werde, aber immer nur über das Äußerliche und Funktionierende“. Das wenige in der Bibel über Maria Überlieferte stehe in „keinem Verhältnis zu ihrer Wirkung, welche sie im Laufe der Geschichte erfahren hat“. Sie alleine habe den Demuts- und Hoheitstitel „Magd des Herrn“ verwendet, der sie in die Nähe des in der Bibel erwähnten Gottesknechtes rückt, der auf Jesus Christus selbst verweise.

Am Ende des Festgottesdienstes versammelten sich die Bischöfe rund um den Mariazeller Gnadenaltar, wo bereits 1983 Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch im steirischen Marienwallfahrtsort Österreich und seine Bewohner Maria überantwortet hatte. Die Bischöfen erneuerten dieses Anvertrauen an die Gottesmutter und sprachen dabei jenes Gebet, das Papst Benedikt XVI. bei seinem Österreich-Besuch am 9. September 2007 am Stephansplatz gesprochen hatte.

Seit Montag tagt die Österreichische Bischofskonferenz unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn im steirischen Mariazell. Schwerpunktthema ist die Vorbereitung auf die nächstjährige Weltbischofssynode über Jugend. Darüber hinaus haben sich die Bischöfe am Montag in einem Studiennachmittag mit Fragen rund um Sicherheitspolitik und Sicherheit in den Kirchen befasst.

(Quelle: Webseite der Österreichischen Bischofskonferenz & Kathpress, 13.06.17)

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Papst Johannes Paul II. bei der Generalaudienz am 13. August 1997

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Maria und die Kirche – beide sind Mütter. Beide gehören wesentlich zur christlichen Existenz. Dabei kommt der Mutterschaft Mariens eine besondere Bedeutung zu: Bevor sie ihre mütterliche Funktion gegenüber den Menschen ausübt, ist sie die Mutter des eingeborenen Sohnes Gottes, der Mensch geworden ist. Die Kirche hingegen ist insofern Mutter, als sie auf geistliche Weise Christus in den Gläubigen gebiert. Auf diese Weise stellt die Jungfrau Maria ein Modell für die Mutter Kirche dar.

Die Mutter Maria verleiht der Kirche ein mütterliches Antlitz. Die Mütterlichkeit der Kirche soll sich in jedem Glied des mystischen Leibes zeigen. Die Frömmigkeit der Gläubigen weist darauf hin, wie tief die geistlichen Bande sind, die zwischen der Gottesmutter und dem Leben der Kirche bestehen: die zahlreichen Formen der Marienverehrung und die Wallfahrten zu den verschiedenen Marienheiligtümern erinnern an die Großtaten, die Gott, der Vater, durch die Mutter seines Sohnes wirkt.

Mutter Gottes und Mutter Kirche: Beide gehören also untrennbar zusammen. Beide zeugen von derselben göttlichen Liebe, die sich den Menschen mitteilen will.

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