Das heilige Messopfer, die wertvollste Aufopferung des Kostbaren Blutes Jesu Christi

Das heilige Messopfer ist die lebendige Fortsetzung und Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Christi. Darum strömt auch im Heiligen Messopfer, wie aus frischer Wunde blutend, das Kostbare Blut des Herrn. In diesem Opfer wird das Kostbare Blut in unsere Zeit, in unsere Gemeinde hineingetragen. Nirgends ist das Kostbare Blut so wirklich, so lebendig und so greifbar nahe wie im Opfer der heiligen Messe. Hier können wir es mit den Händen greifen; denn es fließt lebendig im hl. Kelche. Hier können wir es trinken beim Empfange der hl. Kommunion. Weil es hier nun so wirklich gegenwärtig ist, gibt es auch für den himmlischen Vater keine wertvollere Aufopferung des Kostbaren Blutes als die, die wir in Verbindung mit dem hl. Messopfer machen. Der Heilige Vater sagt hierüber: „Wir haben ein mächtiges Mittel, um den religiösen Eifer mehr zu wecken und um dem frevelhaften Treiben der Gotteshasser womit unsere Zeit besudelt wird, einen Damm und ein Heilmittel entgegenzustellen. Was vermöchten nicht unsere Gebete! Was vermöchte nicht die Bitte, die im Namen Christi von einem unschuldigen und reuigen Herz ausgesprochen wird, stark durch die Kraft des Vertrauens, begleitet vom Gefolge guter Werke! „Das Gebet ist die Mauer des Glaubens, unsere Wehr und Waffe gegen den Feind, der uns allenthalben belauert“ (Tertullian). Doch alles, was die religiöse Huldigung und Übung ist, tritt zurück vor dem eucharistischen Opfer, das in unblutiger Weise die blutige Hinopferung Christi am Kreuze fortsetzt und deren reichste Heilsfrüchte den Menschen zuleitet. Da wird der himmlische und ewige Vater geehrt, um Verzeihung gebeten und versöhnt durch das Kostbare Blut des makellosen Lammes, dessen Stimme wirksamer ist als die Stimme des unschuldigen Blutes Abels und aller Gerechten, weil es unendliche Würde und Kraft besitzt; von uns genommen, wird es für uns vom Sohnes Gottes selbst dargebracht, bewirkt es uns Frieden und Versöhnung, schenkt uns unerschöpflich jegliche himmlische Gabe.

„Wenn durch unsere Schulden wir reizen
unseres Richters Rachestrahl,
möge uns dann Schutz verleihen,
dieses Heiligen Blutes Ruf;
und es möge von uns weichen
aller drohenden Übel her.“

(Aus dem Hymnus des Festes vom kostbaren Blute)

Als wahres Sühneopfer wird es auch dargebracht „für die Sünden, Strafen, Genugtuung und die übrigen Nöte.“ (Konzil von Trient). Wenn also die Gottesleugnung und der Hass gegen Gott eine ungeheure Schuld ist, wodurch das gegenwärtige Jahrhundert entstellt wird und weswegen es nicht ohne Grund erschreckende Strafen zu fürchten hat, so können wir durch das Bad des Blutes Christi, das der Kelch des neuen Bundes enthält, den entsetzlichen Frevel gutmachen, dessen Folgen nach erlangter Verzeihung für die Schuldigen beseitigen und der Kirche einen herrlichen Triumph bereiten (aus der Apostolischen Mahnung des Papstes Pius XII. an die Bischöfe der ganzen Welt am 11. Februar 1949).

Nehmen wir deshalb recht oft am Heiligen Messopfer teil. Wir werden nicht nur für uns großen Nutzen daraus ziehen, sondern wir erweisen dadurch der menschlichen Gesellschaft den größten Dienst und bewahren sie vor dem völligen Untergang.

Du hast uns erlöst, oh Herr, in Deinem Blute!

Der Wert und die Macht der Aufopferung des Kostbaren Blutes.

(Fortsetzung von „Die große Versöhnungsmacht“)

Dem hl. Caspar del Bufalo wurden Blicke in die Zukunftsgeschichte Europas gewährt. Was er sah, war so schrecklich, dass er im Innersten erschauderte und unter Tränen seine Mitbrüder immer wieder ermahnte, das Kostbare Blut Jesu Christi dem himmlischen Vater aufzuopfern mit der Bitte um Abwendung der drohenden Strafgerichte. Er versicherte dabei, dass in den für die kommenden Zeiten angekündigten Heimsuchungen jene Barmherzigkeit finden werden, die das Kostbare Blut in besonderer Weise verehren. Er selbst hat zu seinen Lebzeiten wiederholt die Erfahrung gemacht, wie sehr dieses Mittel geeignet sei, den Zorn Gottes zu besänftigen und die Strafgerichte abzuwenden.

Als im Jahre 1837 in Rom die Cholera ausbrach und täglich Hunderte von Menschen wegraffte, hielt der hl. Kaspar auf Geheiß des Papstes eine Mission in vielen Kirchen der Stadt, mit einer Sühne und Bußandacht zum Kostbaren Blute; und Gott nahm diese furchtbare Geißel hinweg. Im Jahre 1849 wurde Papst Pius IX. durch eine Revolution aus Rom vertrieben. Die Aufständischen behaupteten sich immer mehr und an eine Rückkehr des Heiligen Vaters war nicht zu denken. Erst als Papst Pius IX. sich auf Anraten des ehrwürdigen Pater Johannes Merlini (3. Generaloberer der Missionäre vom Kostbaren Blute) entschloss, das Fest des Kostbaren Blutes auf die ganze Welt auszudehnen durch ein Dekret verordnete, dass dieses Fest fortan in der ganzen Kirche am ersten Sonntag im Juli zu feiern sei, wurden die Feinde plötzlich so geschlagen, dass sie sich am anderen Tage ohne weiteres Blutvergießen ergaben. Rom war wieder frei, und der Heilige Vater konnte unbehindert zurückkehren. So lasset auch uns wieder tiefer und eindringlicher die Stimme des Blutes Christi übernehmen, ja lassen wir unsere Herzen wieder neu in glühender Liebe zum Kostbaren Blute entflammen und mit unerschütterlichen Vertrauen auf seine Macht beseelen.

Pater Faber, der große Lobredner des Kostbaren Blutes im 19. Jahrhundert, sagte: „Die Aufopferung des Kostbaren Blutes ist mehr wert als ein Gebet. Beim Gebet sind wir es, die empfangen, aber bei der Aufopferung lässt sich Gott zu uns herab, um von uns zu empfangen.“

Die hl. Magdalena von Pazzis rief in einer Verzückung aus: „Jedesmal, wenn eine Kreatur das Kostbare Blut Jesu Christi, durch das sie erkauft worden ist, aufopfert, bringt sie eine Gabe von unendlichem Wert dar, den niemand ersetzen kann.“ Diese Übung hatte Gott ihr geoffenbart, als Er sich bei ihr beklagte, dass man auf Erden so wenig Anstrengungen mache, um Seinen gegen die Sünder erhobenen Arm zu entwaffnen. Dieser Ermahnung folgend, opferte sie täglich fünfzigmal das Kostbare Blut zum Heile der Lebenden und Verstorbenen auf. Sie tat es mit solcher Andacht, dass ihr Gott bei mehreren Gelegenheiten die vielen Seelen zeigte, deren Bekehrung sie auf diese Weise erlangt, und all die armen Seelen, die sie aus dem Fegefeuer befreit hatte. Ein anderes Mal sah die heilige Magdalena in der Verzückung alle heiligen Schutzpatrone der Stadt Florenz in Begleitung einer unzähligen Menge von anderen Himmelsbürgern vor dem Throne Gottes; alle legten Fürbitte ein für die armen Sünder, wurden aber nicht erhört. Nach diesen kamen die Schutzengel der armen Sünder, auch diese fanden keine Erhöhung. Nach den Engeln kamen Scharen der Seligen und flehten für die tief verschuldeten Seelen. Diese aber opferten zugleich dem ewigen Vater das Kostbare Blut Jesu Christi auf, und um dieses Blutes willen wurden sie erhört.

Wollen wir durch das Kostbare Blut Jesu Christi ganz besondere Gnaden erlangen, so bitten wir die allerseligste Jungfrau, dass sie es für uns Gott aufopfere. Diesen Rat gab uns der hl. Pfarrer von Ars.

Mögen uns diese Beispiele den großen Wert und die Macht der Aufopferung des Kostbaren Blutes erkennen lassen. Mögen sie uns antreiben, öfters am Tage das Kostbare Blut dem himmlischen Vater aufzuopfern.

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(Fortsetzung folgt!)

Siehe dazu in meinem Blog „Heilige Gebete und Andachten“: „Die Andacht zum kostebaren Blute Jesu Christi“

DIE GROSSE VERSÖHNUNGSMACHT

 

Das Kostbare Blut Jesu Christi

Wie zahlreich und mannigfach sind doch die Beleidigungen, die der ewigen Majestät Gottes zugefügt werden. In satanischem Hass erheben sich die Menschen gegen Gott und suchen jeden Gedanken an Ihn auszulöschen. Solche Frevel aber fordern den Zorn Gottes heraus, der in furchtbaren Strafgerichten über uns herabkommt. In erschreckenden Bildern zeigt uns die Geheime Offenbarung des heiligen Johannes, wie Gott seine Engel beauftragt, die Schalen, die mit seinem Zorne gefüllt sind, über die Menschheit auszugießen. So stehen wir inmitten der Gerichte Gottes, die vielleicht noch erschreckender als bisher über die Menschheit kommen werden.

Gibt es da keine Versöhnung? Wir haben sie im Kostbaren Blute Jesu Christi. Sie muss nur gebraucht werden.

„Gott ist die Liebe“ (1. Joh. 4, 16). Er ist immer zur Versöhnung bereit. „Ich will nicht tun nach der Glut meines Zorns … Denn ich bin Gott und kein Mensch, in deiner Mitte der Heilige“ (Osee 11, 9): Doch die Gerechtigkeit Gottes verlangt Genugtuung und Sühne. Diese aber kann nur durch das Kostbare Blut Jesu Christi geleistet werden. Dieses teure Blut allein entspricht nämlich der beleidigten Majestät Gottes, weil es das Blut des Sohnes Gottes ist und somit eine unendliche Würde vor Gott besitzt; weil es der Preis unserer Erlösung ist und so einen unendlichen Wert vor Gott hat. Schon der heilige Clemens ruft uns zu: „Wir wollen aufblicken zum Blute Christi und erkennen, wie kostbar es vor Gott, unserem Vater ist, weil es zu unserem Heile vergossen, der ganzen Welt die Umkehr zu Gott gebracht hat.“

Wegen dieser göttlichen Würde und dieses einzigartigen Wertes trägt das Kostbare Blut Jesu Christi immer wieder die Macht der Versöhnung in sich. Jedoch wird die Versöhnung des himmlischen Vaters durch das Kostbare Blut nicht ohne uns nein sogar in uns und mit uns erfolgen.

Darum ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass wir mit unerschütterlichem Vertrauen zum Kostbaren Blute unseres Herrn aufschauen, es mit gläubigem und glühendem Herzen auffangen und ihm niemals den Zustrom durch die Sünde versperren.

„Darum möge ein jeder seine Verfehlungen verabscheuen und das unserem Erlöser angetane Unrecht nach Kräften wieder gut zu machen trachten, er möge in brennender Liebe Ihm nachfolgen und das beweisen durch ein von christlichen Sitten erfülltes Leben. Und da Christus mit seinem grausamen Blutvergießen alles menschliche Leiden verklärt hat, sollen alle, die Schmerzen und Elend zu erdulden haben, von Ihm lernen, sie mit Gleichmut und zum Himmel erhobenem Geiste zu ertragen, eingedenk jenes göttlichen Ausspruches: „Wer das Kreuz nicht auf sich nimmt und mir nicht nachfolgt, ist meiner nicht wert“ (Matth. 10, 38). Und wie unser Heiland durch seine schmerzlichen Qualen unsere Betrübnisse aller Art versüßen und erträglicher machen wollte, so sollen auch wir nach seinem Beispiele die Bedrängnis und Schmerzen der anderen mildern und ihnen nach Möglichkeit Trost und Hilfe spenden“ (Aus dem Schreiben des Heiligen Vaters Papst Pius XII. an den Generaloberen der Missionäre vom Kostbaren Blute anlässlich der Jahrhundertfeier des Festes vom Kostbaren Blute Jesu Christi).

„Das Blut Christi ist der Purpur, der die Seelen der Heiligen durchtränkt, nicht nur als Farbe hell erstrahlend, sondern auch als Macht“ (Ambrosius Ps. 118, 17.20).  So wird nämlich das Kostbare Blut Jesu Christi unsere Seelen nicht nur reinigen und in neuem Lichte erstrahlen lassen, sondern es wird in uns auch zu einer Macht, der selbst der erzürnte Vater im Himmel nicht widerstehen kann. Es wird in uns zur großen Versöhnungsmacht, die den Zorn Gottes besänftigt und die Liebe des himmlischen Vaters uns wieder zuwendet.

Glauben wir fest an die Macht des Kostbaren Blutes und machen wir sie uns zu eigen; dann werden wir den Vater versöhnen und die Welt retten.

Blut Christi stärke uns!

(Fortsetzung folgt!)

Siehe auch: diesen Artikel in meinem Blog „Heilige Gebete und Andachten“!

DER BLITZABLEITER

Der zukünftige Geschichtsschreiber, der die Geschichte dieser Katastrophenzeit schreibt, wird auch Kapitel über den Aberglauben einschalten. Nichts ist natürlicher, als dass der Mensch nach Mitteln sucht, um dem Unglück zu entrinnen, um sich schuss- und hiebsicher zu machen gegenüber den zahllosen Gefahren, die ihn umgeben. Leider greift er dabei vielfach nach Dingen, die weder mit der Religion noch mit der Vernunft etwas zu tun haben. Die katholische Kirche, welche immer die Religion des gesunden Menschenverstandes gewesen ist, hat mit diesen lächerlichen Schutzmitteln gegen Unglück und Gefahr nichts zu schaffen. Sie ist z.B. gegen jene Schwindelgebete, die, wenn neunmal abgeschrieben, unfehlbar vor allem Unheil bewahren.

Damit ist aber keineswegs gesagt, dass es nicht Schutzmittel gegen Krankheit und Unglück gibt. Im Gegenteil! Die Kirche hat immer geglaubt dass sie als Universalerbin Jesu Christi nicht nur gegen die Sünde, sondern auch gegen die Folgen der Sünde Macht habe. In diesem Sinne gebraucht sie den heiligen Namen Jesu, das Kreuzzeichen, das geweihte Wasser, Medaillen und Skapuliere und andere gesegnete Gegenstände, die man Sakramentale nennt. Sie erblickt darin keine unfehlbaren, in allen Fällen wirksamen Mittel gegen das Unglück. Aber sie sieht darin, gestützt auf die Heilige Schrift und die Erfahrung, einen mächtigen Schutz gegen zahlreiche Leiden. Alle die Schutzmittel aber haben ihre Kraft vom Kostbaren Blut. Das Kostbare Blut Jesu, das große Schutzmittel der Christenheit!

Die alttestamentliche Kirche seufzte schwer in der ägyptischen Gefangenschaft. Ein harter Kulturkampf erdrückte das auserwählte Gottesvolk. Menschlich gesprochen war es verloren. Ägyptens stolze Kulturmacht triumphierte. Auf einmal hatte Gott genug. Das Maß war voll. Die Wetter Gottes zogen sich zusammen über dem Ägypterland. Der Nilstrom wurde in einen Blutstrom verwandelt. Kein Wesen konnte davon trinken. Alle Fische starben. Es vergingen sieben Tage. Das ganze Land wurde bedeckt mit ekelhaften Fröschen bis hinein in die Häuser, in die Küchen, in die Schlafzimmer. Verwesensgeruch war über dem Land. Dann kamen Mücken, bedeckten Menschen und Vieh. Und es kam die Pest über die Pferde und die Kamele und die Rinder und die Schafe und es starb vor allem Vieh der Ägypter.

Und Moses streckte seinen Stab aus gen Himmel und der Herr ließ donnern und hageln und es fuhren Blitze hin und her zur Erde. Und der Hagel schlug im ganzen Land Ägypten alles, was auf dem Felde war, vom Menschen bis zum Vieh. Alles Kraut des Feldes schlug der Hagel und alle Bäume des Landes zerbrach er. Und der Herr sprach zu Moses: strecke deine Hand aus über das Land, dass die Heuschrecke heraufkomme und alles Kraut fresse, das der Hagel übrig liess. Und die Heuschrecken bedeckten das ganze Land und verwüsteten alles. Und es blieb nicht Grünes an den Bäumen und am Kraut des Landes in ganz Ägypten und dann kam die große Finsternis über das Land und um Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt. So spricht der Herr am Tage seiner Abrechnung mit den Völkern.

Und nun das Wunder! Wo die Söhne Israels wohnten, fiel kein Hagel. Und in den Häusern Israels war kein Toter. Und die Ursache dieses Wunders? Die beiden Türpfosten und die Oberschwelle der Häuser der Israeliten wurden besprengt mit dem Blute eines Lammes. Des Vorbildes jenes Lammes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt. So groß ist die Macht dieses am Kalvarienberg vergossenen Blutes, dass es durch Jahrhunderte und Jahrtausende rückwärts wirkt und vor seinem Schatten furchtbare Völkerkatastrophen wie gebannt Halt machen. Der Tod weicht scheu vor diesem Zeichen. Die Verehrung des Kostbaren Blutes in den Zeiten großer Katastrophen bewirkt, dass der gerechte und zürnende Gott mit seinen Strafgerichten schonend vorüberzieht. Darum das große Passahfest des Alten Bundes, das Hauptfest Israels mit dem jährlichen Osterlamm in jeder Familie. Es will erinnern an die Wahrheit: das Kostbare Blut ist die Rettung der Menschheit.

Die Wahrheit, die am Anfang der Geschichte Israels steht, steht riesengroß, alles überragend auch in der Mitte der Zeiten auf dem Golgathaberg: die Rettung der Menschheit liegt im Kostbaren Blute. Was das Alte Testament andeutete, das stellt das Neue in das Zentrum der ganzen Religion: Jesus arbeitete 33 Jahre am Erlösungswerk. Ein Wort von ihm, ein Gebet, eine Tat, war imstande, unermessliche Welten zu retten. Aber Gott wollte keine Erlösung durch das Wort allein und keine durch das Wunder, sondern eine Erlösung durch das Blut. Nicht auf der Kanzel sollte das „es ist vollbracht“ gesprochen werden, sondern am Altar des Kreuzes.

Die Schriften der Apostel werden nicht müde es zu betonen: wir sind erkauft durch das Blut Christi (Apg. 20, 28). Die Erlösung ist durch das Blut Jesu (Eph. 1, 7). Ohne Blut keine Vergebung (Hebr. 9, 21). Der Neue Bund ist im Blute Jesu (11, 25). Der Mittelpunkt der Weltgeschichte ist wohl das Jahr 1-33. Der Mittelpunkt der Jahre 1-33 ist die Persönlichkeit Jesu des Sohnes Gottes. Der Mittelpunkt im Leben Jesu ist der Tag auf dem Kalvarienberg, nachmittags 12–3 Uhr. Der Mittelpunkt des Leidens und Sterbens Jesu ist das Kostbaren Blut. Im Blute Jesu liegt das ganze Christentum.

 Im Blut ist die Seele, lautet ein Grundsatz des Alten Bundes. Es gilt auch vom Neuen Testament. Im Blute Jesu liegt die Seele des ganzen Erlösungswerkes, die ganze Glaubenslehre, die ganze Gnadenlehre, das Messopfer, die Sakramente. Im Blute Jesu das Heil der ganzen Welt! Wenn es einen Himmel gibt, wenn mit dem Jüngsten Tag das Paradies wiederhergestellt wird und es hinführ keinen Tod, kein Leiden, keine Sünde mehr gibt auf Erden, die Ursache ist die unendliche Liebe und Erbarmung Gottes. Der Beweggrund aber für diese Tat der Liebe das Kostbare Blut!

Man ist Christ in dem Maße, als man an dieser zentralen Wahrheit des Christentums festhält. Man ist nicht Christ in dem Maße, als man die Zentralwahrheit leugnet oder missachtet. Im Blute Jesu das Heil der ganzen Welt, das körperliche, das irdische, das ewige. Es gibt keine Andacht, keine einzige, die so sehr im tiefsten innersten Wesen unserer heiligen Religion beruht, keine, die man in gewissem Sinne so mit Recht als alleinseligmachend bezeichnen darf wie die Verehrung des Kostbaren Blutes.

 Was das ganze Alte Testament beherrscht, was im Mittelpunkt der Weltgeschichte wie eine Sonne als Zentralgeheimnis leuchtet, das muss auch für die letzten Zeiten im Vordergrund stehen. Alles Heil der Welt im Blute des Lammes! Das kostbare Blut alleinseligmachend! Es ist das eine Wahrheit, die man nicht mehr beweisen sollte. Was bisher immer Weltgesetz gewesen ist, was seit Jahrtausenden im Opfer aller Völker seinen Ausdruck gefunden, das muss auch heute noch Welt gesetzt sein: Das Blut des Lammes, das wunderbare Schutzmittel gegen gottesgerechte Strafgerichte! Wenn das Blut Christi zum Vater um Erbarmen ruft, scheint mit der Notwendigkeit eines Weltgesetzes folgendes zu geschehen: der Arm, der erhoben war, um die Völker zu strafen, senkt sich, um die Völker zu absolvieren.

Im Jahre 1904 wurde zu Rom der ehrwürdige Caspar Bufalo seliggesprochen. Er gründete vor 100 Jahren nach den großen napoleonischen Kriegen die Kongregation vom Kostbaren Blute. Der Selige tat oft prophetische Blicke in Europas Zukunftsgeschichte. Was er sah, war derart schrecklich, dass er im Innersten schauderte und unter Tränen seine Mitbrüder immer ermahnte, sie möchten doch immer und immer das Kostbare Blut Jesu Christi dem himmlischen Vater aufopfern um Abwendung der drohenden furchtbaren Strafgerichte. Er versicherte, dass in den für die kommenden Zeiten angekündigten Heimsuchungen diejenigen Barmherzigkeit finden werden, welche das Kostbare Blut in besonderer Weise verehren.

 Es hätte eigentlich dazu keine Offenbarung eines Heiligen gebraucht. Die Passahnacht beim Auszug aus Ägypten und die christliche Lehre über das Kreuzesopfer hätten genügen sollen, so dass das Kostbare Blut immer vor unseren Augen wäre als das große Versöhnungsmittel. Dass wir so vergesslich sein konnten und etwas so wichtiges keinen starken Eindruck mehr auf uns machte, beweist, wie wenig tiefes innerstes Christentum noch unter uns ist. Das Kreuz ist nach dem Erlösungsplan Gottes der Blitzableiter der göttlichen Gerechtigkeit. Gott muss strafen, weil Gott gerecht sein muss. Gott muss gerecht sein, weil Gott Gott sein muss. Was geschah? Der Sohn Gottes wurde einer von uns. Dann stieg er im Namen der Menschheit auf Golgotha. Alle Wetter von allen vier Enden der Erde zogen sich auf dem Kalvarienberg zusammen. Christus wurde der Blitzableiter des Menschengeschlechtes.

Nur unter einer Bedingung für uns: Wir müssen uns mit Jesus am Kreuze solidarisch erklären! Wir müssen in unbedingtem Glauben, Vertrauen, in Liebe und Treue eins sein mit Jesus. Wir müssen, wie man zu sagen pflegt, im Kontakt stehen mit dem Kostbaren Blut. Sonst müssen, wieder nach einem Naturgesetze, Gottes Blitze uns treffen. Das geschieht seit 1914: Die Verbindungen, die alle Völker der Erde in unsichtbaren Leitungen mit dem Heiligen Blut vereinigen sollten sind gleichsam durch den öffentlichen Geist der Gottlosigkeit zerrissen. Es ist klar, dass seither Gottes Blitze einschlagen müssen. Entweder das kostbare Blut des Sohnes Gottes oder das Blut der Menschheit! Die Menschheit hat ein einfaches Mittel, die Katastrophen zum Stillstand zu bringen: den Kontakt mit dem Kostbaren Blut wiederherzustellen.

Entweder das Blut des Lammes oder das Blut des Menschengeschlechtes.

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Quelle: Robert Mäder: Das Kostbare Blut Christi (Katholisch 15)

Generalaudienz von Papst Franziskus: „Gott will alle retten“

„Gott will, dass seine Kinder alle Absonderung überwinden und sich der Universalität des Heils öffnen.“ Das sagte Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz.

Stefan von Kempis – Vatikanstadt

Gott wolle „alle retten“, sagte Franziskus eindringlich. Der Heilige Geist begleite das Evangelium „auf seiner Reise durch die Welt“, und wir sollten uns seiner „Kreativität“ dabei nicht in den Weg stellen.

Der Papst kommentiert in diesen Wochen bei seinen Generalaudienzen Bibelstellen aus der Apostelgeschichte. Diesmal war eine Vision des hl. Petrus aus dem 10. Kapitel dran: Sie lässt den Apostelfürsten verstehen, „dass nicht die Kategorien rein und unrein zählen, sondern der Mensch und die Absicht seines Herzens“. „Denn das, was den Menschen unrein macht, kommt nicht von außen, sondern von innen – das hat Jesus klar gesagt.“

“ Das erste Mal, dass so etwas passiert ”

Franziskus referierte, wie Petrus, durch seine Vision ermuntert, den Heiden Cornelius tauft – ein entscheidender Schritt des Christentums von seinen jüdischen Ursprüngen hin zur Universalität.

„In diesem Haus eines Heiden predigt Petrus den gekreuzigten und auferstandenen Christus und die Vergebung der Sünden für alle, die an ihn glauben. Und während er spricht, kommt der Heilige Geist auf Cornelius und seine Familie herab. Daraufhin tauft Petrus sie im Namen Jesu Christi. Ein außerordentlicher Schritt – es ist das erste Mal, dass so etwas geschieht!“

Petrus hat dazugelernt

Kein Wunder, dass die Gemeinde von Jerusalem dem Petrus daraufhin Vorhaltungen gemacht habe. „Also so etwas! Petrus hat etwas getan, das über das Übliche, über das Gesetz hinausging! Das werfen sie ihm vor. Petrus selbst aber ist nach seiner Begegnung mit Cornelius freier von sich selbst und noch stärker mit Gott und den anderen verbunden. Er hat im Wirken des Heiligen Geistes den Willen Gottes erfahren.“

Der Apostel, als dessen Nachfolger sich die Päpste begreifen, habe damals verstanden, dass Israel durch seine Auserwählung Vermittler des Segens Gottes unter den Völkern sein solle.

“ Sich von den Überraschungen Gottes verzaubern lassen ”

„Liebe Brüder und Schwestern, vom Apostelfürsten lernen wir, dass jemand, der das Evangelium verbreitet, sich dem kreativen Wirken Gottes nicht in den Weg stellen darf, sondern die Begegnung der Herzen mit dem Herrn fördern sollte. Und wir – wie verhalten wir uns denn unseren Schwestern und Brüdern gegenüber? Vor allem den nichtchristlichen gegenüber? Sind wir ein Hindernis für die Begegnung mit Gott? Behindern wir ihre Begegnung mit dem Vater, oder erleichtern wir sie ihnen?

Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden“, zitierte Papst Franziskus aus dem 1. Brief des Paulus an Timotheus (2,4). „Bitten wir heute um die Gnade, uns von den Überraschungen Gottes verzaubern zu lassen und seine Kreativität nicht zu behindern, sondern die immer neuen Wege zu erkennen und zu fördern, durch die der Auferstandene seinen Geist über der Welt ausgießt und sich als ,der Herr aller‘ (Apg 10,36) zu erkennen gibt!“

(vatican news)

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Zitate aus dem Neuen Testament:

„Wer an Mich glaubt, glaubt nicht an Mich, sondern an Den, Der Mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an Mich glaubt, in der Finsternis bleibe.“ (Jo 12,44 f.)

„Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn einer Mein Wort hört, wird er in Ewigkeit den Tod nicht schauen.“ (Jo 8,51)

„Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer Mein Wort hört und Dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat das Ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern geht vom Tode zum Leben über.“ (Jo 5,24)

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und wer im Glauben an Mich lebt, wird in Ewigkeit nicht sterben.“ (Jo 11,25 f.)

„Wenn ihr nicht glaubt, dass Ich es bin (der Gott, den der Vater gesandt hat), werdet ihr in euren Sünden sterben.“ (Jo 8,24)

„Wer Mich verachtet und Meine Worte nicht annimmt, der hat seinen Richter; das Wort, das Ich verkündet habe, wird ihn am Jüngsten Tage richten.“ (Jo 12,48)

„Das ist der Wille Meines Vaters: jeder, der den Sohn sieht und an Ihn glaubt, soll das Ewige Leben haben.“ (Jo 6,40)

„Das ist das Werk Gottes, dass ihr an Den glaubt, Den Er gesandt hat.“ (Jo 6,29)

Von den „drei großen monotheistischen Religionen“ glaubt nur eine wirklich und wahrhaft an (den) einen Gott, den Schöpfer und Lenker des Alls: die christliche. Die jüdische und islamische „Religion“ glaubt Dem nicht und an Den nicht, der den Sohn, Christus, gesandt hat; deren (bewusst urteilende und wählende) Anhänger verachten den Gott-Menschen und nehmen Seine Worte nicht an; sie bleiben in der Finsternis. Sie hören das Wort Gottes nicht und werden deshalb in ihren Sünden sterben, ins Gericht kommen (werden Rechenschaft für ihr Tun ablegen müssen) und vom ersten Tod zum zweiten Tod übergehen, also in Ewigkeit den Tod schauen.

Mit diesen Gott (das Werk und Wirken Gottes) verachtenden Menschen können die Kinder des Lichtes nicht grundlegend verbunden sein, nicht auf dem Boden der Einheit (der ganzen Menschheitsfamilie) stehen und auch nicht auf sie ausgerichtet sein und friedlich und harmonisch und solidarisch zusammenleben. Sie können die Trennungen, die das Licht von der Finsternis, das Leben vom Tode scheidet nicht „überbrücken“, nicht „heilen“. Sie können „Missverständnisse“ und „Konflikte“ nicht vermeiden, nicht „überwinden“. Denn Gott kann und wird nur die segnen und nur denen Frieden schenken, die Seinen Willen erfüllen und an Den glauben, Den Er gesandt hat.

Paul Otto Schenker