„Mein Leben war ein Abenteuer an der Hand der Mutter“ – Requiem für Pastor Heinz Künster“

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Begräbnis von Pastor Heinz Künster (Foto: Brehm)

CBre/Hbre. „Mein Leben war ein Abenteuer – an der Mutter Hand. Und während ich dies schreibe, liegt das größte Abenteuer vor mir, der Tod, an der Mutter, an Pater Kentenichs Hand. Und darauf bin ich gespannt.“ Dieser Satz aus seinem Testament sagt viel aus über Pastor Heinz Künster, der in der Nacht von Allerheiligen zu Allerseelen verstorbenen ist. Jetzt, nach 91 Lebensjahren, habe er sein größtes Abenteuer gelebt, „nachdem er am 18. Oktober 2014 zur internationalen Hundertjahrfeier Schönstatts noch erleben durfte, dass das Gott-Vater-Symbol seinen vorgesehenen Platz im Urheiligtum gefunden hat und sich seine Sendung als Hüter des Vater-Symbols für das Urheiligtum und für die Verbreitung der Botschaft von einem liebenden Vatergott“ erfüllt habe. Das betonte Rektor Egon M. Zillekens, Verantwortlicher in der internationalen Leitung des Schönstatt-Priesterbundes in seiner Predigt beim Requiem für den Verstorbenen in der Kapelle des Priesterhauses Marienau.

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Requiem für Pastor Heinz Künster in der Kapelle des Priesterhauses Marienau (Foto: Brehm)

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Weihbischof Jörg Michael Peters, Trier, stand der Feier vor (Foto: Brehm)

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Rektor Egon M. Zillekens (Foto: Brehm)

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Weihbischof Jörg Michael Peters, Trier, stand der Feier vor (Foto: Brehm)

Dank für die priesterliche Treue Heinz Künsters

Zillekens konnte eine große Trauergemeinde begrüßen. Neben Mitgliedern seiner Familie waren das Gemeindemitglieder aus den verschiedenen Pfarreien, in denen der Verstorbene gewirkt hatte, Mitglieder und Vertreter der verschiedenen religiösen Gemeinschaften vom Ort Schönstatt, aber auch Freunde und Bekannte aus der näheren und weiteren Umgebung. In die große Zahl der priesterlichen Mitbrüder des Verstorbenen aus seiner eigenen Gemeinschaft, den Schönstatt-Priestergemeinschaften und weiterer priesterlicher Weggefährten hatte sich auch Weihbischof Jörg Michael Peters, Trier, eingereiht. Er brachte Grüße von Bischof Dr. Stephan Ackermann und unterstrich, dass er mit seinem Kommen für die priesterliche Treue Heinz Künsters danken wolle. Im Blick auf den Verstorbenen betonte Weihbischof Peters, dass alle Mitfeiernden besonders dankbar sein könnten, „dass es eine Transparenz in seinem Leben und in seinem priesterlichen Dienst gegeben hat, hin auf dieses Licht, das Gott selber ist, der ihm nun im Tod begegnet als sein Erlöser.“

„Schönstatt ist ohne ihn nicht mehr dasselbe.“

Die vielen Echos auf den Tod von Pastor Künster, die in den vergangenen Tagen aus Schönstatt, aus dem Bistum Trier, aus seinen früheren Pfarreien und aus der weiten Welt eingetroffen seien, zeichneten ein vielfältiges Bild des Verstorbenen, so Rektor Zillekens in seiner Predigt. Neben dem Thema „Pastor Künster und die Botschaft vom barmherzigen Vater-Gott“ werde seine Bescheidenheit, sein Verständnis, sein stets offenes Ohr, sein Wohlwollen hervorgehoben. Genannt werde seine Verfügbarkeit für alle, die kamen, und seine Geduld, wenn sie – wie das nicht nur bei Lateinamerikanern schon mal vorkomme – später kamen. Oder auch sein lebendiges Erzählen vom Gründer Pater Kentenich, als dessen „treuer Sohn in den Spuren des Vaters“ er erlebt wurde. Auch seine väterliche Begleitung und seine priesterliche Väterlichkeit wird genannt: „Ein wahrer priesterlicher Freund“, schreibt jemand. Beeindruckend seien seine Treue und seine Hingabe, seine Hochherzigkeit, Feinsinnigkeit, Herzlichkeit, Schlichtheit und sein Humor gewesen. „Ich kann mir Schönstatt ohne ihn nicht vorstellen, Schönstatt ist ohne ihn nicht mehr dasselbe.“

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Statio vor dem Kanaan-Patris Heiligtum (Foto: Brehm)

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Mitbrüder tragen des Verstorbenen auf dem letzten Weg zu seiner Grabstelle auf dem Vallendarer Friedhof (Foto: Fellhofer)

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Ein Platz an der Mauer (Foto: Brehm)

Ein großer Beter und ein großer Beichtvater

Er wolle noch zwei Seiten Pastor Künsters besonders hervorheben, so Zillekens. Der Verstorbene sei ein großer Beter und ein großer Beichtvater gewesen. Viele hätten ihm ihre Sorgen anvertraut, sowohl mündlich, als auch telefonisch. Alle habe er mit in sein tägliches Gebet genommen. Er habe sich auch lange daran erinnert und bei Begegnungen manchmal gefragt, wie es denn nun ausgegangen wäre.

Im Nachhinein denke er, dass Heinz Künster einen direkten Draht zum Himmel gehabt habe, so Zillekens. Himmel und Erde seien für ihn wie eins gewesen. Mitten im Satz hätte er plötzlich umschalten und Maria, „die Mutter“ ansprechen können. Dieses „an der Mutter Hand“, wie es der Verstorbene in seinem Testament selbst schreibe, sei wohl so etwas wie „sein Geheimnis“ gewesen, ein Geheimnis, „das er selber, wie einige von uns wissen dürfen, in seinem Leben erst schrittweise entdeckt hat“.

Lege deine Hand in Gottes Hand

Wenn wir Pastor Künster jetzt fragen könnten, so Zillekens, was ist deine Erfahrung mit dem Abenteuer Tod, würde er vielleicht antworten: Lebe dieses Abenteuer mit einem hoffnungsvollen Ja und an der Mutter Hand – auch in einer Welt, die vom Tod gezeichnet ist. Berufe dich auf unseren Herrn Jesus Christus und vertraue ohne alle Spekulation und ohne alle Bescheidwisserei darauf, dass du in der Liebe und Zuwendung des barmherzigen Vaters nach deinem Tod einen Platz hast. Vertraue auf Gott, dessen Möglichkeiten viel weiter reichen als du denkst. Lege deine Hand in Gottes Hand, um frei zu sein von jeder Angst um dich selbst, frei zu sein für die anderen, frei für deine Aufgabe in dieser Welt. Mach dich täglich daran, angstlos Spuren der Liebe und Herzlichkeit zu hinterlassen …“

Uns steht dieses Abenteuer noch bevor

„Heinz“, so spricht der Prediger seinen toten Mitbruder, dessen Sarg – geschmückt mit den priesterlichen Zeichen von Kelch, Patene und Stola, sowie einem Gott-Vater-Symbol, Weintrauben und Ähren vor dem Altar und neben der brennenden Osterkerze in der Hauskapelle der Marienau steht, direkt an: „Du durftest Jesus schon folgen, uns steht dieses Abenteuer noch bevor!“

Nach dem Gottesdienst und einer kurzen Statio vor dem Kanaan-Patris Heiligtum geleitete die Trauergemeinde den Verstorbenen zu seiner letzten Ruhestätte auf den Friedhof der Stadt Vallendar. Zum Abschluss trafen sich viele Trauergäste noch im Priesterhaus Marienau bei einem Imbiss und nutzen die Gelegenheit Erinnerungen an den Verstorbenen auszutauschen und das Vermächtnis seines Lebens und Wirkens zu reflektieren.

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An einem sonnigen Herbstnachmittag findet Pastor Heinz Künster unter bunten Buchen seinen letzten Ruheplatz (Foto: Brehm)

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Quelle

ZUM 15. SEPTEMBER: FRANZISKUS: EINE ANSTECKENDE MÜTTERLICHKEIT

Pope Francis blesses a painting depicting the Virgin Mary with baby Jesus during the weekly audience in Saint Peter's square at the Vatican on March 25, 2015. Photo courtesy of REUTERS/Stefano Rellandini *Editors: This photo may only be republished with RNS-POPE-JESUS, originally transmitted on September 14, 2015.

PAPST FRANZISKUS

FRÜHMESSE IM VATIKANISCHEN GÄSTEHAUS „DOMUS SANCTAE MARTHAE“

Eine ansteckende Mütterlichkeit

Dienstag, 15. September  2015

 

aus: L’Osservatore Romano, Wochenausgabe in deutscher Sprache, Nr. 39, 25. September 2015

Inmitten einer »verwaist« wirkenden Welt gibt es die Hoffnung auf eine »ansteckende Mütterlichkeit«, die Aufnahmebereitschaft, Zärtlichkeit und Vergebung bringt. Am Fest Gedächtnis der Schmerzen Mariens widmete Papst Franziskus seine Reflexion der Mütterlichkeit Mariens und der Kirche, die sich in Ermangelung dieser Eigenschaft zu einer »erstarrten Vereinigung« reduzieren würde. Die Predigt, die der Papst im Laufe der Messe hielt, die er am Dienstag, 15. September, in Gegenwart des Kardinalsrats in Santa Marta feierte, ging vom Tagesevangelium (Joh 19,25-27) aus: »›Frau, siehe, dein Sohn!‹ Dann sagte er zu dem Jünger: ›Siehe, deine Mutter!‹« »Das ist das zweite Mal«, so betonte er, »dass Maria von ihrem Sohn mit ›Frau‹ angesprochen wird«. Das erste Mal sei das tatsächlich in Kana geschehen, wo Jesus zu seiner Mutter sage: »Meine Stunde ist noch nicht gekommen«; das zweite Mal geschehe es hier, unter dem Kreuz, als er ihr einen Sohn zuweise.

Zu beachten sei, dass »sie jenes erste Mal, als sie das Wort Jesu hörte«, anschließend selbst die Lage in die Hand nehme, indem sie zu den Dienern sage: »Was er euch sagt, das tut!« Dieses Mal aber sei es Jesus, der die Initiative ergreife: »Frau, siehe, dein Sohn!« Und in diesem Augenblick, so sagte Franziskus, werde »Maria ein zweites Mal Mutter«. Das heiße, dass sich ihre Mutterschaft »ausweitet auf die Gestalt dieses neuen Sohnes, sie weitet sich aus auf die gesamte Kirche und auf die gesamte Menschheit«. Und wir können uns heute »Maria nicht anders denn als Mutter vorstellen «. Und in dieser unserer Zeit, in der man, wie der Papst bekräftigte, ein Gefühl der »Verwaisung « spüre, habe dieses Wort »eine gewichtige Bedeutung«. In dem Verständnis, dass Jesus uns sage: »Ich lasse euch nicht als Waisen zurück, ich gebe euch eine Mutter«. Ein Vermächtnis, das zugleich auch »unser Stolz« sei: »Wir haben eine Mutter, die bei uns ist, die uns auch in schweren Zeiten, in schlimmen Augenblicken beschützt, begleitet und hilft«.

Um diese Überlegung besser belegen zu können, erinnerte der Papst an die Tradition der alten russischen Mönche, die »in den Augenblicken geistlicher Anfechtungen« zu sagen pflegen, dass wir »unter den Schutzmantel der heiligen Gottesmutter flüchten« sollen. Das sei ein Rat, der auch »im ersten lateinischen Marien-Antiphon: Sub tuum praesidium confugimus [Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir]« Bestätigung finde. In diesem ersten Gebet fänden wir die »Mutter, die uns aufnimmt, uns beschützt und sich unser annimmt«. Aber, so fügte der Papst hinzu, »wir können sagen, dass diese Mütterlichkeit Mariens darüber noch hinausgeht« und »ansteckend« sei. In der Tat könnten wir uns, wenn wir die Reflexionen des alten Abtes des Klosters von Stella, Isaak, heranzögen, darüber bewusst werden, dass es außer der »Mütterlichkeit Mariens« auch »eine zweite Mütterlichkeit« gebe, jene »der Kirche«, »unserer ›heiligen Mutter Kirche‹, die uns in der Taufe hervorbringt und uns in ihrer Gemeinschaft wachsen lässt« und die diese der Mütterlichkeit eigentümlichen Verhaltensweisen aufweise: »die Sanftmut, die Güte; die Mutter Maria und die Mutter Kirche wissen ihre Kinder zu liebkosen, sie schenken Zärtlichkeit«.

Das, so betonte Franziskus, sei eine grundlegende Eigenschaft: sich die Kirche ohne diese Mütterlichkeit vorzustellen sei tatsächlich so, als stelle man sich »eine erstarrte Vereinigung vor, eine Vereinigung, der es an menschlicher Wärme ermangelt, die verwaist ist«. Die Kirche hingegen »ist Mutter und empfängt uns wie eine Mutter:  die Mutter Maria, die Mutter Kirche«. Und das sei noch nicht alles. Es sei erneut Abt Isaak, der dem noch ein weiteres Detail hinzufüge, das uns, wie der Papst sagte, »schockieren« könne, und zwar, dass »auch unsere Seele Mutter ist«, dass auch in uns eine Mütterlichkeit präsent sei, »die in der Haltung der Demut, der Aufnahmebereitschaft, des Verständnisses, der Güte, der Vergebung und der Zärtlichkeit zum Ausdruck kommt«.

Jede einzelne dieser »Mutterschaften« leite sich gerade aus den »Worten Jesu an seine Mutter« ab, die unter dem Kreuz gestanden habe. Und wo es Mütterlichkeit gebe, so erläuterte der Papst, da »ist Leben, herrscht Freude, gibt es Frieden, wächst man in Frieden heran«, wogegen da, wo sie fehle, nichts weiter bleibe als »Strenge und Disziplin« und wo, so fügte er hinzu, »man nicht zu Lächeln versteht«. Daraus leitete er die Aufforderung ab, daran zu denken, dass »es eines der schönsten und menschlichsten Dinge ist, einem Kind zuzulächeln und es dazu zu bringen, zurückzulächeln«. Indem er schließlich diese Reflexion auf die eucharistische Feier anwandte, schloss der Papst: »Nun wollen wir an das Kreuzesopfer erinnern, Jesus kommt unter uns und wiederholt erneut sein Opfer für uns, und auch seine Mutter« sei im eucharistischen Opfer präsent, alle beide seien dies, »wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise: die Mutter im Geiste, er als Realpräsenz«.

Unser Gebet zum Herrn laute, dass er »uns auch heute« in jenem Augenblick, in dem »er sich erneut dem Vater für uns anbietet«, die Worte »vernehmen lässt: Mein Sohn, siehe deine Mutter!«

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DIE EINE, HEILIGE, KATHOLISCHE UND APOSTOLISCHE KIRCHE

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Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche:

811 „Dies ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen“ (LG 8). Diese vier Eigenschaften, die sich nicht voneinander trennen lassen [Vgl. DS 2888], bezeichnen Wesenszüge der Kirche und ihrer Sendung. Die Kirche besitzt sie nicht von sich aus. Christus macht durch den Heiligen Geist seine Kirche zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen. Er beruft sie dazu, jede dieser Eigenschaften zu verwirklichen.

812 Einzig der Glaube vermag zu erkennen, daß die Kirche diese Eigenschaften von ihrem göttlichen Ursprung her besitzt. Deren geschichtliche Auswirkungen sind jedoch Zeichen, die auch klar die menschliche Vernunft ansprechen. Wie das Erste Vatikanische Konzil sagt, ist die Kirche „wegen ihrer wunderbaren Ausbreitung, außerordentlichen Heiligkeit und unerschöpflichen Fruchtbarkeit an allem Guten, wegen ihrer katholischen Einheit und unbesiegten Beständigkeit ein mächtiger und fortdauernder Beweggrund der Glaubwürdigkeit und ein unwiderlegbares Zeugnis ihrer göttlichen Sendung“ (DS 3013).

I
Die Kirche ist eine

„Das heilige Geheimnis der Einheit der Kirche“ (UR 2)

813 Die Kirche ist eine von ihrem Ursprung her. „Höchstes Vorbild und Urbild dieses Geheimnisses ist die Einheit des einzigen Gottes, des Vaters und des Sohnes im Heiligen Geist in der Dreiheit der Personen“ (UR 2). Die Kirche ist eine von ihrem Gründer her. Dieser, „der menschgewordene Sohn hat durch sein Kreuz alle Menschen mit Gott versöhnt und die Einheit aller in einem Volk und in einem Leib wiederhergestellt“ (GS 78,3). Die Kirche ist eine von ihrer Seele her. „Der Heilige Geist, der in den Gläubigen wohnt und die ganze Kirche erfüllt und leitet, schafft diese wunderbare Gemeinschaft der Gläubigen und verbindet sie in Christus so innig, daß er das Prinzip der Einheit der Kirche ist“ (UR 2). Die Einheit gehört somit zum Wesen der Kirche:

„O welch geheimnisvolles Wunder! Einer ist der Vater aller Dinge, einer auch der Logos aller Dinge, und der Heilige Geist ein und derselbe überall, und es gibt auch nur eine einzige jungfräuliche Mutter; ich liebe es, sie Kirche zu nennen“ (Clemens v. Alexandrien, pæd. 1,6,42).

814 Von Anfang an weist indes diese eine Kirche eine große Vielfalt auf. Diese rührt einerseits von der Unterschiedlichkeit der Gaben Gottes her, andererseits von der Vielzahl der sie empfangenden Menschen. In der Einheit des Gottesvolkes kommen die Verschiedenheiten der Völker und Kulturen. zusammen. Unter den Gliedern der Kirche besteht eine Vielfalt von Gaben, Aufgaben, Lebensbedingungen und Lebensweisen; „in der kirchlichen Gemeinschaft gibt es zu Recht Teilkirchen, die über eigene Überlieferungen verfügen“ (LG 13). Der große Reichtum an Verschiedenheiten steht der Einheit der Kirche nicht entgegen, sondern die Sünde und ihre Folgen belasten und bedrohen diese Gabe der Einheit unablässig. Darum muß der hI. Paulus dazu ermahnen, „die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens“ (Eph 4,3).

815 Welches sind die Bande der Einheit? Vor allem ist es die Liebe, „das Band der Vollkommenheit“ (Kol 3,14). Die Einheit der pilgernden Kirche wird aber auch durch folgende sichtbare Bande der Gemeinschaft gesichert:

– das Bekenntnis ein und desselben, von den Aposteln überlieferten Glaubens;

– die gemeinsame Feier des Gottesdienstes, vor allem der Sakramente;

– die apostolische Sukzession, die durch das Weihesakrament die brüderliche Eintracht der Familie Gottes aufrechterhält [Vgl. UR 2; LG 14;  [link] CIC, can. 205].

816 „Die einzige Kirche Christi … zu weiden, hat unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus übertragen, ihm und den übrigen Aposteln hat er ihre Ausbreitung und Leitung anvertraut … Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfaßt und geordnet, ist verwirklicht in [subsistit in] der katholischen Kirche, die vom Nachfolger des Petrus und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird“ (LG 8).

Das Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils über den Ökumenismus erklärt:

„Nur durch die katholische Kirche Christi, die allgemeine Hilfe zum Heil ist, kann man die ganze Fülle der Heilsmittel erlangen. Denn einzig dem Apostelkollegium, dem Petrus vorsteht, hat der Herr, so glauben wir, alle Güter des Neuen Bundes anvertraut, um den einen Leib Christi auf Erden zu bilden, dem alle völlig einverleibt werden müssen, die schon auf irgendeine Weise zum Volke Gottes gehören“ (UR 3).

Verletzungen der Einheit

817 „In dieser einen und einzigen Kirche Gottes sind schon von den ersten Zeiten an Spaltungen aufgekommen, die der Apostel als schwer verwerflich tadelt; in den späteren Jahrhunderten aber sind ausgedehntere Uneinigkeiten entstanden, und es trennten sich nicht unbedeutende Gemeinschaften von der vollen Gemeinschaft der katholischen Kirche, bisweilen nicht ohne Schuld der Menschen auf beiden Seiten“ (UR 3). Zu den Spaltungen, welche die Einheit des Leibes Christi verwunden (man unterscheidet dabei die Häresie, die Apostasie und das Schisma) [Vgl.  [link] CIC, can. 751], kommt es nicht ohne die Sünden der Menschen:

„Wo Sünden sind, da ist Vielheit, da sind Spaltungen, da Sekten, da Streitgespräche. Wo aber Tugend ist, da ist Einmütigkeit, da Einheit, weshalb alle Gläubigen eines Herzens und einer Seele waren“ (Origenes, horn. in Ezech. 9,1).

818 „Denen aber, die jetzt in solchen Gemeinschaften geboren sind und mit dem Glauben an Christus erfüllt werden, können keine Vorwürfe wegen der Sünde der Trennung gemacht werden und die katholische Kirche begegnet ihnen in brüderlicher Achtung und Liebe … sie werden aufgrund des Glaubens in der Taufe gerechtfertigt, Christus einverleibt, und darum gebührt ihnen der Ehrenname des Christen, und mit Recht werden sie von den Kindern der katholischen Kirche als Brüder im Herrn anerkannt“ (UR 3).

819 Zudem sind außerhalb der sichtbaren Grenzen der katholischen Kirche „vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden“ (LG 8):

„das geschriebene Wort Gottes, das Leben der Gnade, Glaube, Hoffnung und Liebe und andere innere Gaben des Heiligen Geistes und sichtbare Elemente“ (UR 3) [Vgl. LG 15]. Der Geist Christi bedient sich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften als Mittel zum Heil. Ihre Kraft kommt aus der Gnaden- und Wahrheitsfülle, die Christus der katholischen Kirche anvertraut hat. Alle diese Güter stammen von Christus, führen zu ihm [Vgl. UR 3] und drängen von selbst „auf die katholische Einheit hin“ (LG 8).

Auf die Einheit hin

820 Die Einheit „hat Christus seiner Kirche von Anfang an geschenkt, eine Einheit, die nach unserem Glauben unverlierbar in der katholischen Kirche besteht, und die, wie wir hoffen, immer mehr wachsen wird bis zur Vollendung der Zeiten“ (UR 4). Christus gibt seiner Kirche stets die Gabe der Einheit, aber die Kirche muß ständig beten und arbeiten, um die Einheit, die Christus für sie will, zu erhalten, zu stärken und zu vervollkommnen. Deshalb bittet Jesus selbst zur Stunde seines Leidens und fortwährend den Vater um die Einheit seiner Jünger: „Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist, und ich in dir bin, sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast“ (Joh 17,21). Das Verlangen, zur Einheit aller Christen zurückzufinden, ist eine Gabe Christi und ein Ruf des Heiligen Geistes [Vgl. UR 1].

821 Um diesem Ruf richtig zu entsprechen, bedarf es:

– einer dauernden Erneuerung der Kirche in einer größeren Treue zu ihrer Berufung. Diese Erneuerung ist die Triebkraft der Bewegung hin zur Einheit [VgL UR 6];

– der Bekehrung des Herzens, um nach einem reinen Leben gemäß dem Evangelium zu streben [Vgl. UR 7], denn die Untreue der Glieder gegenüber der Gabe Christi verursacht die Trennungen;

– des gemeinsamen Gebetes, denn „die Bekehrung des Herzens und die Heiligkeit des Lebens ist in Verbindung mit dem privaten und öffentlichen Gebet für die Einheit der Christen als die Seele der ganzen ökumenischen Bewegung anzusehen; sie kann mit Recht geistlicher Ökumenismus genannt werden“ (UR 8);

– der gegenseitigen brüderlichen Kenntnis [Vgl. UR 9];

– der ökumenischen Bildung der Gläubigen und vor allem der Priester [Vgl. UR 10];

– des Gesprächs zwischen den Theologen und der Begegnungen zwischen den Christen der verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften [Vgl. UR 4; 9; 11];

– der Zusammenarbeit der Christen in den verschiedenen Bereichen des Dienstes am Menschen [Vgl. UR 12].

822 „Die Sorge um die Wiederherstellung der Einheit ist Sache der ganzen Kirche, sowohl der Gläubigen wie auch der Hirten“ (UR 5). Man muß sich aber auch bewußt sein, „daß dieses heilige Anliegen der Wiederversöhnung aller Christen in der Einheit der einen und einzigen Kirche Christi die menschlichen Kräfte und Fähigkeiten übersteigt“. Darum setzen wir unsere Hoffnung „gänzlich auf das Gebet Christi für die Kirche, auf die Liebe des Vaters zu uns und auf die Kraft des Heiligen Geistes“ (UR 24).

II
Die Kirche ist heilig

823 „Es ist Gegenstand des Glaubens, daß die Kirche … unzerstörbar heilig ist. Denn Christus, der Sohn Gottes, der mit dem Vater und dem Geist als ‚allein Heiliger‘ gepriesen wird, hat die Kirche als seine Braut geliebt, indem er sich selbst für sie hingab, um sie zu heiligen, und er hat sie als seinen Leib mit sich verbunden sowie mit der Gabe des Heiligen Geistes erfüllt zur Ehre Gottes“ (LG 39). Die Kirche ist somit „das heilige Volk Gottes“ (LG 12), und ihre Glieder werden „heilig“ genannt [Vgl. Apg 9,13;1Kor 6.1: 16,1].

824 Die Kirche wird durch Christus geheiligt, weil sie mit ihm vereint ist; durch ihn und in ihm wirkt sie auch heiligend. Die „Heiligung der Menschen in Christus und die Verherrlichung Gottes“ sind es, „auf die alle anderen Werke der Kirche als auf ihr Ziel hinstreben“ (SC 10). In der Kirche ist „die ganze Fülle der Heilsmittel“ (UR 3) vorhanden. In ihr „erlangen wir mit der Gnade Gottes die Heiligkeit“ (LG 48).

825 „Die Kirche ist schon auf Erden durch eine wahre, wenn auch unvollkommene Heiligkeit ausgezeichnet“ (LG 48). Sie muß in ihren Gliedern die vollkommene Heiligkeit erst noch erreichen. „Mit so vielen und so großen Mitteln zum Heile ausgerüstet, sind alle Christgläubigen jedweden Berufs und Standes auf ihrem jeweiligen Weg vom Herrn zu der Vollkommenheit der Heiligkeit berufen, in der Vater selbst vollkommen ist“ (LG 11).

826 Die Liebe ist die Seele der Heiligkeit, zu der alle berufen sind: „Sie leitet und beseelt alle Mittel der Heiligung und führt sie zum Ziel“ (LG 42).

„Ich begriff, daß, wenn die Kirche ein aus verschiedenen Gliedern zusammengesetzter Leib ist, das edelste Organ ihr nicht fehlen dürfe; ich begriff, daß sie ein Herz haben muß, das von Liebe glüht. Ich begriff, daß die Liebe allein die anderen Glieder in Tätigkeit zu versetzen vermag, und daß, wenn sie je erlöschte, die Apostel aufhören würden, das Evangelium zu verkünden, und die Märtyrer sich weigern, ihr Blut zu vergießen … Ich begriff, daß die Liebe alle Berufungen umfaßt, daß sie alles in allem ist, daß sie alle Zeiten und Orte einschließt …‚ mit einem Wort, daß sie ewig ist“ (Theresia vom Kinde Jesu, ms. autob. B 3v).

827 „Während Christus, ‚heilig, schuldlos, unbefleckt‘, die Sünde nicht kannte, sondern allein die Vergehen des Volkes zu sühnen kam, umfaßt die Kirche in ihrem eigenen Schoß Sünder, ist zugleich heilig und stets reinigungsbedürftig, sie geht so immerfort den Weg der Buße und Erneuerung“ (LG 8)1. Alle Glieder der Kirche, auch ihre Amtsträger, müssen bekennen, daß sie Sünder sind [Vgl. 1 Joh 1.8-10]. In allen wächst zwischen der guten Saat des Evangeliums bis zum Ende der Zeiten auch das Unkraut der Sünde [Vgl. Mt 13, 24-30]. Die Kirche vereint sündige Menschen, die zwar vom Heil Christi erfaßt, aber noch immer erst auf dem Weg zur Heiligkeit sind:

„Die Kirche ist heilig, auch wenn sich in ihrer Mitte Sünder befinden; denn sie lebt kein anderes Leben als das der Gnade. Wo die Glieder der Kirche an diesem Leben teilhaben, werden sie geheiligt, wo sie aber dieses Leben preis-geben, verfallen sie der Sünde und Unordnung. Das aber behindert dann die Strahlkraft der Heiligkeit der Kirche. Darunter leidet sie und tut Buße für diese Sünden. Sie hat dabei aus dem Blute Christi und aus der Gabe des Heiligen Geistes die Gewalt, ihre Söhne und Töchter von der Sündenschuld wieder zu befreien“ (SPF 19).

828 Wenn die Kirche gewisse Gläubige heiligspricht, das heißt feierlich erklärt, daß diese die Tugenden heldenhaft geübt und in Treue zur Gnade Gottes gelebt haben, anerkennt die Kirche die Macht des Geistes der Heiligkeit, der in ihr ist. Sie stärkt die Hoffnung der Gläubigen, indem sie ihnen die Heiligen als Vorbilder und Fürsprecher gibt [Vgl. LG 40; 48-51,]. „In den schwierigsten Situationen der Geschichte der Kirche standen am Ursprung der Erneuerung immer Heilige“ (CL 16,3), „Die geheime Quelle und das unfehlbare Maß der missionarischen Kraft der Kirche ist ihre Heiligkeit“ (CL 17,3).

829 „Während aber die Kirche in der seligsten Jungfrau Maria schon zur Vollkommenheit gelangt ist, in der sie ohne Makel und Runzel ist, bemühen sich die Christgläubigen noch, die Sünde völlig zu besiegen und so in der Heiligkeit zu wachsen; und daher erheben sie ihre Augen zu Maria“ (LG 65): in ihr ist die Kirche schon die ganz heilige.

III
Die Kirche ist katholisch

Was heißt „katholisch“?

830 Das Wort „katholisch“ bedeutet „allumfassend“ im Sinn von „ganz“ oder „vollständig“. Die Kirche ist katholisch in einem doppelten Sinn:

Sie ist katholisch, weil in ihr Christus zugegen ist. „Wo Christus Jesus ist, ist die katholische Kirche“ (Ignatius v. Antiochien, Smyrn. 8,2). In ihr ist der mit seinem Haupt vereinte Leib Christi in Fülle verwirklicht [Vgl. Eph 1,22-23]. Sie erhält somit von ihm „die Fülle der Mittel zum Heil“ (AG 6), die er gewollt hat: das richtige und ganze Glaubensbekenntnis, das vollständige sakramentale Leben und das geweihte Dienstamt in der apostolischen Sukzession. In diesem grundlegenden Sinn war die Kirche schon am Pfingsttag katholisch [Vgl. AG 4] und sie wird es bis zum Tag der Wiederkunft Christi bleiben.

831 Sie ist katholisch, weil sie von Christus zum ganzen Menschengeschlecht gesandt worden ist [Vgl. Mt 28,19]:

„Zum neuen Volk Gottes werden alle Menschen gerufen. Deswegen muß dieses Volk eines und ein einziges bleiben und sich über die ganze Welt und durch alle Zeiten hin ausbreiten. So soll sich die Absicht des Willens Gottes erfüllen, der die Menschennatur am Anfang als eine gegründet und beschlossen hat, seine Kinder, die zerstreut waren, schließlich zur Einheit zu versammeln … Diese Eigenschaft der Universalität, die das Volk Gottes auszeichnet, ist eine Gabe des Herrn selbst, mit deren Hilfe die katholische Kirche tatkräftig und stetig danach strebt, die ganze Menschheit mit all ihren Gütern unter dem Haupt Christus zusammenzufassen in der Einheit seines Geistes“ (LG 13).

Jede Teilkirche ist „katholisch“

832 „Die Kirche Christi ist wahrhaft in allen rechtmäßigen örtlichen Gemeinden der Gläubigen anwesend, die in der Verbindung mit ihren Hirten auch selbst im Neuen Testament Kirchen genannt werden … In ihnen werden durch die Verkündigung der Frohbotschaft Christi die Gläubigen versammelt, in ihnen wird das Mysterium des Herrenmahls begangen … In diesen Gemeinschaften ist, auch wenn sie oft klein und arm sind oder in der Zerstreuung leben, Christus gegenwärtig, durch dessen Kraft die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche versammelt wird“ (LG 26).

833 Unter „Teilkirche“ – Bistum (oder Eparchie) – versteht man eine Gemeinschaft von Christen, die mit ihrem in der apostolischen Sukzession stehenden Bischof im Glauben und in den Sakramenten vereint ist [Vgl. CD 11;  [link] CIC, cann. 368-369]. Diese Teilkirchen sind „nach dem Bild der Gesamtkirche gestaltet. In ihnen und aus ihnen besteht die eine und einzige katholische Kirche“ (LG 23).

834 Die Teilkirchen sind im Vollsinn katholisch durch die Gemeinschaft mit einer von ihnen: mit der Kirche von Rom, „die den Vorsitz in der Liebe führt“ (Ignatius v. Antiochien, Rom. 1,1). „Mit dieser Kirche nämlich muß wegen ihres besonderen Vorranges notwendig jede Kirche übereinstimmen, das heißt die Gläubigen von überall“ (Irenäus, kur. 3,3,2; übernommen vom 1. Vatikanischen K.: DS 3057). „Seitdem das inkarnierte Wort zu uns herabgekommen ist, hielten und halten alle christlichen Kirchen von überall die große Kirche, die hier [in Rom] ist, für ihre einzige Basis und Grundlage, weil gemäß den Verheißungen des Herrn die Mächte der Unterwelt sie nie überwältigt haben“ (Maximus der Bekenner, opusc.).

835 „Hüten wir uns davor, die Gesamtkirche aufzufassen als die Summe oder gleichsam einen mehr oder weniger lockeren Zusammenschluß von wesentlich verschiedenen Teilkirchen. Im Denken des Herrn ist es die nach Berufung und Sendung universale Kirche, die in verschiedenen Kulturräumen, sozialen und menschlichen Ordnungen Wurzeln schlägt und dabei in jedem Teil der Welt verschiedene Erscheinungsweisen und äußere Ausdrucksformen annimmt“ (EN 62). Die reiche Vielfalt von Kirchenordnungen, liturgischen Riten, theologischen und geistlichen Erbgütern, die den Ortskirchen zu eigen sind, „zeigt die Katholizität der ungeteilten Kirche in besonders hellem Licht“ (LG 23).

Wer gehört der katholischen Kirche an?

836 „Zu dieser katholischen Einheit des Gottesvolkes … sind alle Menschen berufen. Auf verschiedene Weise gehören ihr zu oder sind ihr zugeordnet die katholischen Gläubigen, die anderen an Christus Glaubenden und schließlich alle Menschen überhaupt, die durch die Gnade Gottes zum Heile berufen sind“ (LG 13).

837 „Jene werden der Gemeinschaft der Kirche voll eingegliedert, die, im Besitze des Geistes Christi, ihre ganze Ordnung und alle in ihr eingerichteten Mittel zum Heil annehmen und sich in ihrem sichtbaren Gefüge mit Christus, der sie durch den Papst und die Bischöfe leitet, verbinden, nämlich durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und der kirchlichen Leitung und Gemeinschaft. Nicht gerettet wird jedoch, auch wenn er der Kirche eingegliedert wird, wer, in der Liebe nicht verharrend, im Schoße der Kirche zwar ‚dem Leibe‘, aber nicht ‚dem Herzen‘ nach verbleibt“ (LG 14).

838 „Mit jenen, die als Getaufte mit dem christlichen Namen geziert sind, den vollständigen Glauben aber nicht bekennen oder die Einheit der Gemeinschaft unter dem Nachfolger des Petrus nicht wahren, weiß sich die Kirche aus mehreren Gründen verbunden“ (LG 15). „Wer an Christus glaubt und in der rechten Weise die Taufe empfangen hat, steht dadurch in einer gewissen, wenn auch nicht vollkommenen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche“ (UR 3). Die Gemeinschaft mit den orthodoxen Kirchen ist so tief, „daß ihr nur wenig fehlt, um zu der Fülle zu gelangen, die zu einer gemeinsamen Feier der Eucharistie des Herrn berechtigt“ (Paul VI., Ansprache vom 14. Dezember 1975) [Vgl. UR 13-18].

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Quelle

Siehe ferner: