Was will Donald Trump?

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Die Empörung über den neuen US-Präsidenten ist groß. Auch in der Bundesrepublik. Doch im Zeitalter der Globalisierung ist unbedingt ein kühler Blick auf sein Programm und mögliche Potenziale nötig. Ein Versuch, Donald Trump zu verstehen.

Von Felix Dirsch

Die Tagespost – 2. Februar 2017

 

Das Weiße Haus hat einen neuen Bewohner. Seine Antrittsrede am 20. Januar rief sogleich Empörung hervor. Versöhnungsgesten fehlten. Medial aufgepeitschte Protestgruppen und ihre journalistischen Helfershelfer hyperventilierten wie nie. Analysiert man die Ansprache Trumps freilich genauer, fällt zwar ein kämpferischer Unterton auf. Dennoch sind die positiven Seiten nicht zu verkennen. Trump möchte die Macht dem Volk zurückgeben und verteilt an das verhasste Establishment Seitenhiebe. Die Zustandsbeschreibung des Landes entspricht der Realität. Jeder kann die ökonomisch verödeten Landstriche der Vereinigten Staaten in Augenschein nehmen. Trump sagt allen Staaten freundschaftliches Entgegenkommen zu. Hervorzuheben ist sein Versprechen, keinem Volk die eigene Lebensweise aufzuzwingen. Identität, Nation und Souveränität fungieren als Leitbegriffe, daher der Widerstand gegen das die Nationalstaaten schwächende und Arbeitnehmerrechte tangierende Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Trump hat das verinnerlicht, was der Politologe Samuel P. Huntington 2004 in seinem Bestseller „Who are we?“ ausdrückt: „Die überwältigende Mehrheit des amerikanischen Volkes hält an der nationalen Alternative fest und möchte die amerikanische Identität, wie sie seit Jahrhunderten besteht, bewahren und stärken.“ Weiter soll der radikal-islamische Terrorismus entschlossen bekämpft werden.

Er stellt heraus, dass die USA Jobs gerade für die Mittelschicht dringend benötigen. Das alte Gleichheitsversprechen wird auf beeindruckende Weise erneuert. Das Motto „America first“ des überzeugten Patrioten ist keinesfalls negativ zu werten, zumal er andere Nationen ermuntert, ebenfalls ihre Interessen wahrzunehmen. Der Aufschrei besonders in Deutschland ließ nicht lange auf sich warten. Nun kann man mit Recht einiges gegen Auftreten und Rhetorik des neuen starken Mannes einwenden. Das ändert nichts daran, dass die Polemik gegen ihn oft jedes erträgliche Maß überschreitet. Sogar die Faschismus-Keule wird mitunter herangezogen. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel war so gnädig, den neuen starken Mann „nur“ mit dem reaktionären Denken der 1920er Jahre in Verbindung zu bringen. Ohne dass es ihm bewusst sein dürfte, liegt in diesen überzogenen Assoziationen ein Körnchen Wahrheit.

Was ist damit gemeint? Bereits in den Vorwahlen polarisierten Persönlichkeiten wie der Republikaner Trump auf der einen Seite und der sozialistische Demokrat Bernie Sanders auf der anderen. Solche verschärften Auseinandersetzungen rufen Chantal Mouffes agonistischen Theorieansatz in Erinnerung. Die belgische Politologin will die Freund-Feind-Distinktion Carl Schmitts, die in der Zwischenkriegszeit das Wesen des Politischen benennt, umformulieren und eine stärkere Positionierung der Parteien als Gegner erreichen. Auf diese Weise sollen klare politische Identitäten geschaffen werden. Lange gab es in den westlichen Ländern nur Konsensgesellschaften, in denen Parteien praktisch austauschbar geworden sind. Das hat ein Vakuum verursacht, das heute meist von sogenannten populistischen Kräften gefüllt wird. In den letzten Jahren kann man in den meisten westlichen Staaten eine zunehmende Heftigkeit politischer Kontroversen verfolgen. Die über einen längeren Zeitraum festzustellende Alternativlosigkeit weicht immerhin eindeutigeren Optionen. Gabriels unsachlicher Hinweis auf die Konservative Revolution macht implizit auf den Gegensatz von Eliten und Volk aufmerksam, der nicht nur in gegenwärtigen US-Diskussionen eine Rolle spielt, sondern auch in Schmitts Parlamentarismus-Kritik der 1920er Jahre. Der Staatsrechtslehrer sieht Liberalismus und Parlamentarismus als Projekt von elitären Minderheiten, Demokratie hingegen als Angelegenheit eines (wenigstens relativ homogenen) Volkes.

Der parlamentarische Diskurs besitze in Zeiten von Massendemokratie und Lobbyismus nur noch Fassadenfunktion. Trump knüpft mit seiner Kritik am US-Kongress, der nach außen angeblich nur heiße Luft produziere, an solche Vorbehalte an, die unter Umständen durchaus plausibel sein können. Weit verbreitete Aversionen gegen den mitunter sprunghaften Politiker haben wohl viele Journalisten abgeschreckt, sich mit dem Programm des Nachfolgers von Barack H. Obama, der kein leichtes Erbe hinterlässt, auseinanderzusetzen. Wer den Zustand der USA wahrnimmt, merkt schnell, dass die Parole „Great again“ Verpflichtung für alle Amerikaner sein sollte. Der Titel des gleichnamigen Trump-Buches ist gut gewählt. Dessen Inhalt ist es wert, geprüft und zur Kenntnis genommen zu werden. Auch die mitunter ostentativ-egomanische Attitüde des Verfassers ändert daran nichts.

Wer die Masseneinwanderung verharmlost, die Trump eindämmen will, übersieht deren eminente soziale Folgen. Offenkundig ist der Verdrängungswettbewerb zwischen Illegalen, die nicht selten zu geringen Löhnen arbeiten, und Einheimischen. Die Eliten, öfters Profiteure der Immigration, nehmen am Schicksal der Abgehängten, meist aus der Mittelschicht stammend, selten oder gar keinen Anteil. Über die Erfolgsaussichten eines Mauerbaues an der Grenze zu Mexiko lässt sich streiten. Allerdings zeigt ein solcher Grenzwall Entschlossenheit. Jenseits tagesaktueller Debatten hat sich Trump – wahrscheinlich aus zweiter Hand – das Wissen des Ökonomen Ronald Coase zu Eigen gemacht. Dieser bekam vor einigen Jahren für die Erkenntnis den Nobelpreis, dass eine liberale Gesellschaft nicht nur freies Eigentum, sondern auch Zäune benötigt; denn Klubgüter, auf die jeder Bewohner zurückgreifen kann, von der Krankenversicherung bis zum Schienennetz, verlieren mit steigender Benutzerzahl an Wert.

Besonders aufmerksam sind die Passagen zu den jüngsten Kriegsabenteuern des mächtigsten Landes der Welt zu studieren. Billionen Dollar wurden im Nahen Osten von einer überdimensionalen Kriegsmaschinerie versenkt. Das Resultat? Unzählige Tote und die Entstehung des sogenannten Islamischen Staates, zudem der wertlose Atomsperrvertrag mit dem Iran. In der vorerst letzten Phase des Syrienkrieges, so der Immobilienmilliardär mit nachvollziehbaren Argumenten, war vornehmlich Russland am Drücker. Die vom russischen Präsidenten gebildete Koalition errang Sieg um Sieg. Allerdings ist Trump hier nicht kritisch genug, Anteile der US-Regierung an den Feindseligkeiten zuzugeben. Spannend wird sein, wie sich die Aussöhnung mit dem Erzfeind des Westens, Wladimir Putin, gestalten wird, nachdem der Kongress eine Aufhebung der Sanktionen wohl verhindern wird. Äußerungen des künftigen Außenministers zeigten jüngst etwas andere Akzente als die seines Chefs.

Undifferenziert wirkt der Vorwurf, Trumps Ansichten verletzten die westliche Wertegemeinschaft. Die Bundeskanzlerin konnte es sich nicht verkneifen, dem neuen Kollegen die Zusammenarbeit auf der Basis der westlichen Werte anzubieten. Bei aller Zustimmung für solche Präferenzen in der eigenen Hemisphäre ist doch der gelegentlich gepflegte pseudoreligiöse Unterton infrage zu stellen. Schon oft dienten sie als Vorwand für aggressiven Kulturimperialismus. Die Absichten der (über den Trump-Sieg frustrierten) Neocons, Spin Doctors der Ära George W. Bushs, Demokratie gewaltsam zu exportieren, sind keineswegs vergessen. Die multipolare Welt des frühen 21. Jahrhunderts bedarf keines „wohlwollenden Hegemons“ (Joseph S. Nye Jr.), der in Form „humanitärer Kriege“ (Carl Schmitt) das Selbstbestimmungsrecht der Völker untergräbt. Vor diesem Hintergrund ist auch der Auftrag der Nato neu zu definieren. Zudem springt die Aktualität einer Großraumtheorie, wie sie einst Schmitt formulierte, ins Auge, die natürlich zu modernisieren ist. Eine von den USA unabhängigere „Europäische Union als Großraum“ (Andreas Anter) wäre folgerichtig herauszustellen.

Besonders heftig sind die Widerstände im In- und Ausland gegen die temporäre Weigerung, Muslimen aus den Ländern Irak, Iran, Libyen, Somalia, Syrien, Sudan und Jemen Visa auszustellen. Trump begründet diesen Erlass, der Ausnahmen kennt, damit, dass die Erarbeitung eines Konzepts gegen etwaige terroristische Gewalttaten Zeit benötigt. Wieder einmal droht die westliche Werteordnung einzustürzen. Freilich kollidiert der Wunsch nach offenen Grenzen, den ein Teil der Bevölkerung in der westlichen Welt hegt, insbesondere viele Meinungsmacher, mit dem verbreiteten Bedürfnis nach Sicherheit. Ganz ohne Generalverdacht scheint dieser Wert jedoch nicht zu haben sein. Eines sollte aber nicht übersehen werden: In 16 mehrheitlich muslimischen Staaten sind israelische Staatsbürger unerwünscht. Auch in den USA existieren seit längerer Zeit Beschränkungen des Grenzübertritts. Es liegt in der Souveränität der Staaten, ihnen nicht genehmen Personen die Einreise zu verbieten. Trump als den neuen „Gottseibeiuns“ hinzustellen, mutet deshalb schon unsinnig an, weil einige Kontinuitätslinien zur Vorgängerregierung kaum zu übersehen sind. Mit dem Freihandel nahm auch sie es nicht immer ernst. Gegen die Bank BNP Paribas wurde eine Neun-Milliarden-Dollar-Strafe verhängt, gegen die Deutsche Bank waren es immerhin sieben Milliarden. Die Waffe des Dollars hängt schon seit einiger Zeit speziell über Europa.

Die epochale Zäsur der Wahl Trumps liegt freilich in seiner Einstellung zur Globalisierung. Deren dunkle Seiten aufzudecken, hat bisher immer als Herzenssache eher linker Gruppen wie Attac gegolten. Trump hebt die Nachteile des realen Freihandels für sein Land hervor. Das Lohndumping, etwa in Mexiko, berücksichtigt er ebenso wie Währungsmanipulationen, wie sie in China üblich sind. Der reiche Geschäftsmann legt die Finger auch in andere Wunden. So wird der Zustand der Infrastruktur angeprangert. Darüber setzen spätestens dann Debatten ein, wenn wieder einmal ein flächendeckender Stromausfall zu beklagen ist. Ansonsten ist die Verrottung des Straßen- und Brückennetzes evident, ganz zu schweigen von der mangelhaften Internetversorgung vor allem in ländlichen Teilen. Ein umfassendes Infrastrukturprogramm, in der Grand Old Party indessen umstritten, ist geplant.

Der einseitigen Bevorzugung erneuerbarer Energien wird in „Great again“ eine Absage erteilt. Eine Energiewende wie in Deutschland bedeutet demnach eine weitere soziale Belastung, von beträchtlichen Schäden an der Natur nicht zu reden. Trump hinterfragt die These vom primär menschengemachten Klimawandel und beruft sich auf einsichtige Argumente. Ebenso werden die Schattenseite von „Obamacare“ erwähnt, insbesondere die Beitragsexplosion bei Versicherungen und die Zunahme der Bürokratie.

Setzt man sich mit dem bisher umrisshaft bekannt gewordenen Programm Trumps auseinander und ignoriert unsachliche Polemik, so kann man durchaus Potenzial erkennen. Werden die Kernpunkte umgesetzt, kann dies zu positiven Konsequenzen für die Völkergemeinschaft führen. Niemand sollte diese Aussichten gering schätzen.

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Papst Franziskus betet für Trump bei Amtseinführung als US-Präsident

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Von Anian Christoph Wimmer

Papst Franziskus hat Donald Trump zur Einführung als 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gratuliert und dafür gebetet, dass Gott ihm Weisheit und Kraft gebe.

In seiner Botschaft an den neuen US-Präsidenten teilte der Pontifex mit:

„In dieser Zeit, in der unsere Menschheitsfamilie bedrängt ist von schweren humanitären Krisen, die Weitsicht und vereinte politische Antworten erfordern, bete ich, dass Ihre Entscheidungen geführt sein mögen von den reichen spirituellen und ethischen Werten, welche die Geschichte de amerikanischen Volkes geprägt haben und das Engagement Ihrer Nation für den Fortschritt menschlicher Würde und weltweiter Freiheit“.

Diesen Worten fügte Franziskus den Wunsch zu, dass die USA „weiterhin daran bemessen werde, wie das Land sich um die Armen, die Verstossenen und die Bedürftigen kümmert, die, wie Lazarus, vor unserer Tür stehen. Mit diesen Empfindungen bitte ich den Herrn, dass er Ihnen und Ihrer Familie, und dem ganzen geliebten amerikanischen Volk, seinen Segen des Friedens, der Eintracht und jedweden materiellen und spirituellen Wohlstands gewähre.“

Während der Rede zu seiner Amtseinführung schwor Trump, eine Stimme für „die vergessenen“ Menschen der USA zu sein, und „das Land seinem Volk zurückzugeben“.

„Wir, die wir heute hier versammelt sind, erlassen einen neuen Beschluss“, so Trump. Das neue Motto sei: „America first, America first.“

Mit den Nationen der Welt werde er sich um Freundschaft und guten Willen bemühen. Es gehe ihm nicht darum, anderen den amerikanischen „Way of Life“ aufzuzwingen, sondern als Beispiel und Vorbild voranzugehen.

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Was der scheidende US-Botschafter am Heiligen Stuhl über Trump und Franziskus sagt

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Niemand könne voraussagen, was Donald Trump macht, wenn er erst einmal am kommenden Freitag in sein Amt als Präsident der Vereinigten Staaten eingeschworen wird. Doch die Wahlkampf-Rhetorik wird er hinter sich lassen – meint zumindest der US-Botschafter am Heiligen Stuhl, Kenneth Hackett.

Im Interview mit CNA sprach Botschafter Hackett über die Präsidentschaft Trumps ebenso wie das Verhältnis mit dem Vatikan der kommenden US-Regierung.

Was von Donald Trumps Präsidentschaft zu erwarten sei? „Ich weiß es nicht“: So die lakonische Antwort des 2013 aus dem Ruhestand zurück in den Dienst gebetene Diplomaten, der seitdem als Vertreter der USA im Vatikan fungierte. Schließlich könne niemand die Zukunft vorhersagen.

Gleichzeitig rechne er jedoch damit, dass Trump die Rhetorik des Wahlkampfes hinter sich lassen werde, wenn ihn die Realität des Regierungsgeschäfts erst einmal eingeholt habe.

Eine Nation zu leiten „verlangt von dir, dein Bestes zu geben, Entscheidungen abzuwägen, Ratschläge zu hören, auf der Weltbühne die Rolle zu spielen, zu der die USA fähig ist, und die sie gespielt hat“, sagte er. Er selber sei optimistisch, dass „das Gute siegt“ und dass Trump „die beste Beratung annimmt, die ihm angeboten wird“.

Ein Thema, zu dem Trump während des Wahlkampfes besonders deutlich Stellung nahm, ist Migration. Dabei sparte er nicht mit provokativen und kontroversen Aussagen. Gleichzeitig ist das Thema auch ein Hauptanliegen von Papst Franziskus, der unter anderem mit seinem persönlichen Transport muslimischer Migranten aus Lesbos nach Rom Schlagzeilen machte.

Auf die Frage, ob das Thema zu einem Problem werden könnte für die Beziehungen zwischen der US-Regierung und dem Heiligen Stuhl, antwortete Hackett: „Zwei Regierungen haben nicht zu allen Themen die gleichen Ansichten“.

Und wenn Uneinigkeiten zur Sprache kommen sollten, so Botschafter Hackett, dann sei er zuversichtlich, dass jene, die er in der Kurie kenne, zwar zu ihrer Position stehen würden, aber gleichzeitig dialogfähig genug seien, um Lösungen zu finden, die für beide Seiten akzeptabel sind.

„Gerade am Heiligen Stuhl ist man nicht darauf fixiert zu sagen, ’nun, da sind wir eben getrennter Meinung‘. Es wird nach Lösungen gesucht, und hoffentlich wird die Regierung Trump auch einen Weg finden“, sagte er.

„Derzeit gibt es keine dynamischere moralische Führungsfigur auf der Welt als Papst Franziskus“, so Hackett. Er sei zuversichtlich, dass die Regierung Trump einen Weg finden werde, Beziehungen zum Heiligen Stuhl zu pflegen.

Der US-amerikanische Diplomat wird in Kürze seine Amtszeit am Vatikan beenden. Am Tag des Amtsantritts von Trump, dem 20. Januar, fliegt Hackett zurück in die Vereinigten Staaten.

Wer sein Nachfolger am Heiligen Stuhl sein wird, ist noch unklar. Sobald Präsident Trump die Personalie entschieden hat, muss diese Sicherheitsprüfungen unterzogen und vom Senat bestätigt werden. Das dauert mehrere Monate. In der Zwischenzeit hat Hacketts bisheriger Stellvertreter, Lous L. Bono, die Zügel in der Hand.

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5 Bitten der US-Bischöfe an Donald Trump

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Erzbischof Joseph E. Kurtz und Donald Trump. Foto: ACI Prensa / Gage Skidmore via Flickr (CC BY-SA 2.0)

Der Vorsitzende der US-amerikanischen Bischofskonferenz (USCCB) hat in einer Stellungnahme Donald Trump gratuliert und den neu gewählten Präsidenten der USA ermutigt, sich für das Wohlergehen aller US-Bürger einzusetzen. Dabei richtete Erzbischof Joseph E. Kurtz von Louisville fünf Bitten an Trump, dessen Amtszeit offiziell am 20. Januar 2017 um 12 Uhr Mittag beginnt.

1. Hören Sie auf das amerikanische Volk

„Gestern haben Millionen Amerikaner so gewählt, um gehört zu werden: Sie haben Schwierigkeiten, für ihre Familien wirtschaftliche Chancen zu finden. Unsere Antwort sollte einfach sein: Wir hören sie“, so der Bischof. „Wir sind alle gemeinsam dafür verantwortlich, Familien zu helfen“.

2. Schützen Sie das menschliche Leben, von seiner Zeugung bis zum natürlichen Ende

Bishof Kurtz sagte, die Bischöfe der USA hofften, „mit dem Präsidenten zusammenzuarbeiten beim Schutz des menschlichen Lebens“, von seinen Anfängen bis zu seinem natürlichen Ende. Die Hirten würden sich zudem für eine Politik einsetzen, die allen Menschen, egal welchen Glaubens und welcher Tätigkeit, Chancen gibt.

3. Nehmen Sie Migranten und Flüchtlinge auf

Der Präsident der USCCB betonte, dass die Bischöfe „auch weiterhin fest davon überzeugt sind, dass unsere Brüder und Schwestern, die Migranten und Flüchtlinge sind“, aufgenommen werden könnten, ohne dabei die eigene Sicherheit aufs Spiel zu setzen.

4. Schutz der verfolgten Christen im Nahen Osten

Die amerikanischen Bischöfe, betonte ihr Vorsitzender, würden „auf die gewaltsame Verfolgung aufmerksam machen, die unsere christlichen Geschwister und Menschen anderen Glaubens in der ganzen Welt bedroht, besonders im Nahen Osten.

5. Verteidigung der Religionsfreiheit in den Vereinigten Staaten

„Wir werden die neue Regierung auffordern, sich für die Religionsfreiheit einzusetzen, damit alle Menschen religiösen Glaubens die Freiheit haben, diesen zu verkünden und unser Leben nach der Wahrheit von Mann und Frau leben, und dem einmaligen Eheband, dass diese schließen können“.

Bischof Kurtz appellierte an alle Amerikaner, einander nicht unter als Demokraten oder Republikaner zu sehen, oder sonstige Parteigänger. „Lasst uns in unserem Nachbarn das Antlitz Christi sehen, besonders jene, die leiden oder mit denen unterschiedliche Sichtweisen haben.“

„Lasst uns für die Verantwortlichen des öffentlichen Lebens beten, damit sie der Verantwortungen, die ihnen anvertraut worden sind, mit Gnade und Mut gerecht werden. Und mögen alle Katholiken einander dabei helfen, gläubig und fröhlich Zeugen der heilenden Liebe Jesu zu sein“, sagte er.

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Hat Hillary Clintons Haltung zu Abtreibung und Religion die Wahl gekostet?

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Hillary Clinton

Nach der Niederlage Hillary Clintons am Dienstag im Wahlkampf um die Präsidentschaft der USA haben Mitglieder ihrer Partei der Demokraten ihre Unterstützung der Abtreibung kritisiert – und ihren Umgang mit religiösen Wählern.

„Hillary Clinton und die Demokratische Partei haben am Dienstag die Wahl zu einem Großteil wegen ihrer extremen Haltung zur Abtreibung verloren, die viele potentielle Clinton-Wähler abgestossen hat“, teilte die Gruppe „Demokraten für das Leben“ mit.

Bereits vor der Wahl hätten die „Democrats for Life“ die Parteiführung gewarnt, dass die Partei langsam sterbe und sich selber zunehmend irrelevant mache, wenn sie nicht in einen Dialog mit den Lebensschützern in den eigenen Reihen trete, so Direktorin Kirsten Day.

Hillary Clinton unterstützt die Abtreibung von Kindern bis kurz vor ihrer Geburt.

Der Kandidat der Republikanischen Partei, Donald Trump, der am 8. November die Wahl zum Präsidenten der USA gewann, unterstützte 1999 noch „Partial-Borth Abortion“. Mit Teilgeburtsabtreibung wird in den USA die Abtreibung von Kindern nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel durch eine Methode bezeichnet, die – außer in Ausnahmefällen – mittlerweile auch dort verboten ist.

Bei der jetzigen Wahl kandidierte Trump dagegen mit einem Programm, das Spätabtreibungen nicht mehr zulassen will. Zudem hat Donald Trump angekündigt, Richter zum Supreme Court zu berufen, die Lebensschützer sind.

Im Gegensatz dazu hatte Hillary Clinton sich im Wahlkampf nicht nur für eine Legalisierung von Abtreibungen bis kurz vor der Geburt eingesetzt, sondern auch für eine Finanzierung von Abtreibung durch Steuergelder – was seit vierzig Jahren in den USA durch das „Hyde Amendment“ verboten ist.

Für Kirsten Day ist klar: Diese radikale Haltung zur Abtreibung hat den Demokraten viele Wählerstimmen gekostet.

In Bundestaaten wie Wisconsin und Pennsylvania, die traditionell die Demokraten wählen, habe Clinton wegen dieser Haltung viele Stimmen verloren unter den „Millionen Abtreibungsgegnern in der eigenen Partei“, aber auch potentielle Wähler unter den „soft Republicans“ und Unentschiedenen.

„Sie setzte sich für eine extremistische Abtreibungsplattform ein“, kritisierte Day.

Ihre Gruppe ist nicht die einzige Stimme aus den eigenen Reihen, die so deutlich Clintons Haltung verurteilt. Auch Präsident Obamas Wahlkampfleiter der Kampagne im Jahr 2012, Michael Wear, hat die Unterstützung Clintons von Maßnahmen, die auf eine von Spätabtreibungen – also von Kindern nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel – als „moralisch verwerflich“ bezeichnet.

Wie wichtig der Umgang mit diesem Thema für die Partei ist, zeige schon allein, dass die Plattform der demokratischen Partei das Wort „Abtreibung“ 19 Mal nennt, erklärte EWTN-Kommentator Dr. Matthew Bunson.

Tatsächlich ist die Parteirhetorik zum Thema Abtreibung für viele Demokraten wie Republikaner toxisch und abstoßend.

„Das Abtreibungsprogramm war nicht nur ein Stinkefinger an die Adresse der 21 Millionen Demokraten, die gegen jede Form von Abtreibung sind“, so Robert Christian, Chefredakteur des „Millenial Journal“ gegenüber CNA, „sondern auch gegen alle gerichtet, die die Republikaner nur wegen des Abtreibungsthemas gewählt haben – und gegen die weiteren Millionen Demokraten, die zumindest eine Begrenzung der Abtreibung wollen“.

„In einer knappen Wahl hätten viele Themen Hillary zum Sieg verhelfen können, aber wir können uns sicher sein, das ihr Abtreibungs-Absolutismus einer der Punkte war, die sie die Wahl gekostet haben“, fügte Christian hinzu.

Der junge Demokrat betont, er habe von „Dutzenden und Aberdutzenden“ Progressiven und lebensschützende Demokraten gehört, und von „jungen Katholiken, die aufrichtig an die Lehre der Kirche glauben“, die alle nicht für Hillary Clinton stimmten wegen ihrer Haltung und Rhetorik zum Thema Abtreibung.

Der Umgang der Clinton-Kampagne mit religiösen Wählern ist im Nachgang zur Niederlage am Dienstag ebenfalls ein Schwerpunkt kritischer Analyse. Unter weißen Katholiken etwa verlor Clinton 23 Prozentpunkte an Trump – eine solche hohe Marge gab es zuletzt vor 16 Jahren. Unter Katholiken insgesamt hatte Trump einen immer noch satten Vorsprung von sieben Prozent.

Obamas Wahlkampfdirektor Wear übte in einer Reihevon Tweets scharfe Kritik an Clintons Umgang mit religiösen Wählern: Ihre Bemühungen, diese anzusprechen hätten „total versagt“, so Wear wörtlich. Zudem habe die Kandidatin praktisch nie über ihren eigenen Glauben gesprochen.

„Man kann gar nicht überbetonen, wie dumm diese Entscheidung war“, fügte er hinzu.

„Bourgeoiser Liberalismus, der in aufgeklärtem Selbstinteresse wurzelt, sozial-libertären Positionen und technokratischem Pragmatismus ist nicht die richtige Antwort auf populistischen Nationalismus“, so Wear.

„Demokraten müssen sich der Solidarität verschreiben, der Menschenwürde, und echter Gleichberechtigung, und die Partei neu aufbauen auf Basis einer Vision sozialer, wirtschaftlicher und globaler Gerechtigkeit; das kann nur erreicht werden, indem man mit religiösen Humanisten aller Religionen zusammenarbeitet.“

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GOTT SEI DANK! – HILLARY CLINTON WURDE NICHT GEWÄHLT!

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Die aufgrund des katholischen Glaubens
unwählbare Hillary Clinton
hat das Rennen verloren!

 

Amerikanische katholische Bischöfe und Priester haben sich klar zur Unwählbarkeit von Hillary Clinton geäußert!

Siehe dazu nochmals meinen Beitrag:

Katholische Christen
können, dürfen Hillary Clinton nicht wählen;
sie würden sich sonst schwer versündigen!


Listen also to Bishop Richard Malone, Buffalo:


And also to Bishop Paprocki in Springfield, Illinois:



Wichtig ferner:

WIKILEAKS: HILLARY CLINTON CAMPAIGN PLOTS REVOLUTION IN CATHOLIC CHURCH