Gegen den „religiösen Analphabetismus“ mit der Sprache des Verstandes, des Herzens und der Hände

0003026-740x493

© PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Gespräch von Papst Franziskus mit den Bischöfen Polens

Papst Franziskus hatte während seines Besuchs in Krakau am 27. Juli 2016 eine längere Unterredung mit den Bischöfen Polens, die sich mit einigen Fragen an den Papst wandten. Der Inhalt der Unterredung wurde heute veröffentlicht.

Das erste Thema betraf die zunehmende Säkularisierung der Gesellschaft. Papst Franziskus erklärte, er sehe die größte Gefahr in der „Entchristianisierung“, d.h. in einem Leben ohne Christus. Ohne Christus werde die Kirche zur Waise. Das Gegenmittel sei die Nähe des Klerus zum Volk: Konkretheit, Nähe und Berührung, die Werke der Barmherzigkeit, das entspreche dem Evangelium. Wie ein Vater zuhören, den Jugendlichen Gehör schenken, wie Jesus unter das Volk gehen nannte Papst Franziskus Maßnahmen gegen die Säkularisierung und erinnerte an den wichtigen Beitrag der Großeltern, die unter dem Kommunismus in Polen den Glauben weitergegeben hätten. Es sei wichtig, eine Beziehung zwischen den Großeltern und Jugendlichen zu schaffen. Nähe schaffen und nahe sein gab Papst Franziskus als Rat.

Die nächste Frage zielte auf das Thema der Barmherzigkeit und wie sie gelebt werden solle in Zeiten sozialer Probleme und des Terrorismus. Papst Franziskus wiederholte, dass die Welt sich im Dritten Weltkrieg befinde. Geld und Ausbeutung stünden im Mittelpunkt des menschlichen Handelns. Der Reichtum befinde sich in den Händen einer ganz kleinen Elite. Der Rest der Menschheit leide unter Ausbeutung, Jugendarbeitslosigkeit, Korruption. Papst Franziskus sprach von einem „religiösen Analphabetismus“. Dieser müsse mit der Sprache des Verstandes, des Herzens und der Hände bekämpft werden.

Eine weitere Frage vertiefte das Leben in der Gemeinde. Die Gemeinde hält Papst Franziskus für einen unverzichtbaren Bestandteil des kirchlichen Lebens, da sie das Haus Gottes sei. Der Papst kritisierte Gemeinden, die sich nicht durch Hilfsbereitschaft, sondern Unfreundlichkeit gegenüber ihren Gemeindemitgliedern auszeichneten. Gemeindearbeit sei ermüdend, da der Pfarrer wie ein guter Hirte Mitglieder verschiedenen Alters und mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen betreuen müsse. Kirchliche Bewegungen könnten eine Ergänzung zur Gemeinde darstellen. Die Gemeinde sei und bleibe Bezugspunkt für die Gläubigen. Erfindungsgeist und die Menschen aufsuchen bezeichnete Papst Franziskus als grundlegend in der Gemeindearbeit.

Die nächste Fragestellung befasste sich mit dem Problem der Migration. Papst Franziskus erinnerte daran, dass sein Vater nach Argentinien emigriert sei und wandte ein, dass sich die Zeiten geändert hätten. Die Menschen flöhen heute vor Krieg, Ausbeutung und Hunger . Ursache seien die Korruption und Ideologien. Jedes Land solle christlich und großzügig entsprechend der eigen Möglichkeiten gegenüber den Flüchtlingen sein. Eine allgemeine Antwort gebe es nicht, da die Entscheidung vom Land und der Kultur abhänge. Papst Franziskus vertraut in die Kraft der Gebete und der Integration.

Papst Franziskus sprach die Ideologien an und kritisierte die Gender-Politik, die es erlaube, dass jeder sein Geschlecht selbst wähle. Der Papst zitierte Benedikt XVI. mit dem er das Thema jüngst besprochen hatte, der diese Ideologie als Sünde gegen den Schöpfer verstehe. Gott habe Mann und Frau geschaffen, wir hingegen täten das Gegenteil, erklärte Papst Franziskus.

_______

Quelle

Polnische Bischofskonferenz: Hirtenbrief gegen die Gender-Ideologie

t5

Vollversammlung der polnischen Bischofskonferenz, Warschau, 2. – 3. Oktober 2012.

Die polnische Bischofskonferenz spricht sich mit einem Hirtenbrief klar gegen die Gender-Ideologie aus und ruft ihre Gläubigen und die Vertreter der kirchlichen Bewegungen und Verbände dazu auf, „mutig“ gegen diese Ideologie zu handeln.

Warschau (kath.net) „Wer es in Zukunft wagt, homosexuelle Propaganda zu kritisieren, wird den strafrechtlichen Konsequenzen ausgesetzt.“ Dies kritisiert die polnische Bischofskonferenz in ihrem Hirtenbrief gegen die Gender-Ideologie am Festtag der Heiligen Familie (29.12.).

Die christliche Vision offenbare die tiefe Bedeutung von Ehe und Familie, erläutern die polnischen Bischöfe. Es führe „zwangsläufig zur Zersetzung der Familien und zu menschlichen Katastrophen“, wenn man dies nicht beachte. Die Geschichte der Menschheit habe gezeigt, dass die Verachtung des Schöpfers immer gefährlich sei und die glückliche Zukunft des Menschen und der Welt bedrohe. Darauf könne u.a. „die Pest der Scheidung“ folgen. Diese Entwicklungen führten zu einem „Mangel der Offenheit des Paares“ gegenüber dem Geschenk des Lebens, was direkte Auswirkungen für die demographische Entwicklung habe.

Die Bischöfe beklagen, dass die Gender-Ideologie inzwischen „ohne Wissen und Zustimmung der polnischen Gesellschaft“ seit vielen Monaten in den verschiedenen Strukturen des sozialen Lebens eindringe, bis hin zu Schulen und Kindergärten. Doch durch die Gender-Ideologie verliere der Mensch seine sexuelle Identität.

Die polnischen Bischöfe wenden sich mit „einem dringenden Appell an die Vertreter der religiösen Bewegungen und kirchlichen Verbände, mutig zu handeln“ und „die Wahrheit über die Ehe und Familie zu verbreiten“. Außerdem appellieren sie an die Institutionen, die für die polnische Bildung zuständig sind, nicht dem Druck nachzugeben, den „wenige aber sehr laute“ Gruppen „mit nicht unerheblichen finanziellen Mitteln“ aufbauen. Außerdem rufen die polnischen Bischöfe ihre Gläubigen zum Gebet in diesen Anliegen auf.

Bereits Mitte November hatte sich auch schon die portugiesische Bischofskonferenz in dem Hirtenbrief „Die Absicht der Genderideologie“ ausführlich und klar geäußert. Die portugiesischen Bischöfe stellten dabei fest, dass die Gender-Ideologie in Kontrast zur biblischen und christlichen Vision des Menschen stehe.

_______

Quelle


 

Bedrohungen der Familie
durch die Gender-Ideologie

Hirtenbrief der Bischofskonferenz Polens
zum Sonntag der Heiligen Familie, 29. Dezember 2013

Voller Text

Die Bischöfe Polens warnten ebenfalls, mit scharfen Worten, vor dem zerstörerischen Einfluss der Gender-Ideologie auf die Gesellschaft. Das Schreiben erschien in einer ausführlicheren Fassung für die Priester und Religionslehrer (hier übersetzt) und in einer kürzeren Fassung zum Verlesen in den Sonntagsmessen des ganzen Landes. Im südpolnischen Zakopane verlas Kardinal Stanislaw Dziwisz den Brief persönlich in der dortigen Stadtkirche. Es habe Versuche gegeben, zu verhindern, dass dieser Brief von den Priestern verlesen werde, deshalb habe er sich entschieden, ihn hier persönlich zu verlesen. In den Medien gab es sogleich, teilweise schon im Vorfeld, eine gewaltige Offensive gegen diese Stellungnahme der Bischöfe. – Schon früher hatte z. B. der Erzbischof von Lodz, Marek Jedraszewski, bei einer Begegnung mit Jugendlichen die Gender-Ideologie als „direkten Weg zur Selbstvernichtung unserer Zivilisation“ gebrandmarkt. Wenn sie sich durchsetze, könne es sein, dass „die Wenigen, die im Jahr 2050 weiterhin daran festhalten, dass Mann und Frau zwar als Menschen gleich und von völlig gleicher Würde sind, aber ein unterschiedliches Geschlecht haben und dass das gut so ist, wie Indianer in Reservaten gezeigt werden“. Seine Rede hatte zu wüsten kirchenfeindlichen Angriffen geführt. Auch der Vorsitzende der Polnischen Bischofskonferenz, Erzbischof Joźef Michalik von Przemyśl, steht seit Monaten „im maximalen Negativ-Fokus der Medien“ (S. Meetschen, DT) und war wegen einer Oktober-Predigt angezeigt worden, in der er den aus seiner Sicht existierenden Zusammenhang von Feminismus, Gender-Ideologie und Pädophilie ansprach (vgl. DT 31.12.2013, Kath. Wochenzeitung 48/2013, DT 25.1.2014). – Quelle: http:// episkopat.pl/dokumenty /5545.1,List_pasterski_na_ Niedziele_Swietej_Rodziny_2013_roku.html; Übersetzung: P. Pawel Leks SCJ (vgl. andere Übersetzung in „Theologisches“ 01/02 2014, Sp. 15-20).

 

»Ihr Geliebten in CHRISTUS dem HERRN! Schwestern und Brüder!

Jedes Jahr erleben wir in der Oktav der Geburt des HERRN den Sonntag der Heiligen Familie. Unsere Ge­danken richten wir auf unsere Familien und greifen die Reflexion über das Thema der Lage der modernen Familie auf. Das heutige Evangelium zeigt, wie die Familie von Nazareth den Willen GOTTES unter schwierigen Situationen abzulesen und ihn zu erfüllen bemüht war. Diese Haltung wurde für sie zum Quell neuer Kräfte. Dies ist für uns ein wichtiger Hinweis, dass der Gehorsam GOTT und Seinem Willen gegenüber auch heute Unterpfand für das Glück der Familie darstellt.

Der selige Johannes Paul II., auf dessen Heiligsprechung wir uns vorbereiten, erinnert uns daran, dass die Wahrheit über die Ehe „über den Willen der Einzelnen, über die Willkürlichkeit der einzelnen Ehepaare, über die Entscheidungen der gesellschaftlichen und politischen Organismen” steht. Diese Wahrheit soll bei GOTT gesucht werden, weil „GOTT selbst Urheber der Ehe ist” (GS 48; HV 8). GOTT ist es, der den Menschen als Mann und Frau erschaffen hat, indem Er sie zu einer unersetzbaren Gabe füreinander befähigte. Die Familie hat Er auf das Fundament der Ehe gegründet, die für das ganze Leben mit untrennbarer und exklusiver Liebe verbunden ist. Er hat bestimmt, dass gerade eine solche Familie das richti­ge Milieu für die Entwicklung der Kinder sein soll, denen sie das Leben übermitteln und ihnen die materielle und geistige Entfaltung sichern wird.

Die christliche Sicht offenbart den tiefsten, inneren Sinn der Ehe und Familie. Die Zurückweisung einer solchen Sicht führt unausweichlich zur Zersetzung der Familie und zur Niederlage des Menschen.Die Geschichte beweist, dass die Missachtung des Schöpfers immer bedrohlich ist und die glückliche Zukunft des Menschen und der Welt gefährdet. Die Missachtung des Willens GOTTES in der Familie zieht die Schwächung der Beziehungen ihrer Glieder nach sich, fördert die Bildung verschiedener Pathologien im Zuhause, trägt zur Plage der Scheidungen bei, führt zur Bildung sogenannter „loser” oder „freier” Verbindungen, die schon ab der Jugendzeit praktiziert werden, des Öfteren mit zustimmender oder schweigender Akzeptanz der Eltern. Dies wird auch zum Grund, dass sich die Eheleute für die Gabe des Lebens nicht offen sind, was sich in negativen demographischen Folgen auswirkt. Mit Besorgnis beobachten wir eine immer größer werdende gesellschaftliche Akzeptanz dieser Erscheinungen.

So ist es verständlich, dass uns die Versuche einer Veränderung des Begriffs der Ehe und Familie in höchste Unruhe versetzen. Sie werden gegenwärtig vor allem von Anhängern der Gender-Ideologie auferlegt und von den Massenmedien lautstark vertreten. Angesichts der zunehmenden Angriffe, die gegen verschiedene Bereiche des Lebens in Familie und Gesellschaft gerichtet sind, sehen wir uns gedrängt, einerseits entschieden und eindeutig für die Verteidigung der Ehe und Familie und ihrer grundlegenden Werte zu sprechen und anderseits vor Bedrohungen zu warnen, die aus der Förderung dieser neuen Sicht erwachsen.

Wir begegnen verschiedenen Haltungen gegenüber den Tätigkeiten der Anhänger der Gender-Ideologie. Die große Mehrheit ist sich nicht einmal bewusst, was diese Ideologie ist, so dass sie auch keine Gefahr bemerkt. Ein kleiner Kreis von Personen – zumal die Lehrer, Eltern und Erzieher, darunter auch Katecheten und Seelsorger – sucht nach konstruktiven Wegen von Gegenmaßnahmen. Es gibt schließlich auch solche, die – indem sie die Absurdität dieser Ideologie sehen – mei­nen, dass die Polen von selbst die ihnen angebotenen utopischen Sichten zurückweisen werden. Indessen wird die Gender-Ideologie ohne Wissen und Zustimmung der polnischen Gesellschaft seit vielen Monaten in die verschiedenen Strukturen des sozialen Lebens eingeführt: die Erziehung, das Gesundheitswesen, die Tätigkeit der Kultur- und Bildungszentren, wie auch in nicht von der Regierung verwaltete Organisationen. Ihre Übermittlung von Seiten der Massenmedien konzentriert sich hauptsächlich auf die Förderung der Gleichstellung und auf Maßnahmen gegen Gewalttätigkeit – bei gleichzeitig damit einhergehender Verheimlichung der gefährlichen, weit auslaufenden Auswirkungen dieser Ideologie.

 

1. Was ist die Gender-Ideologie und warum ist sie so bedrohlich?

Die Ideologie des Gender ist Auswirkung der jahrzehntelangen ideologisch-kulturellen Veränderungen, die im Marxismus und Neo-Marxismus fest verankert sind, und die durch die sich immer mehr radikalisierenden feministischen Bewegungen wie auch durch die 1968 begonnene Sex-Revolution gefördert werden. Gender fördert Prinzipien, die im völligen Widerspruch zur Wirklichkeit und zum traditionellen Verständnis der Menschennatur stehen. Es wird behauptet, dem biologischen Geschlecht komme nur eine kulturelle Beschaffenheit zu, und man könne es sich im Lauf der Zeit selbst wählen, wobei die traditionelle Familie ein Überbleibsel und eine gesellschaftliche Belastung darstelle. Nach Gender ist die Homosexualität angeboren, und den Schwulen und Lesben stehe das Recht zu, Verbindungen einzugehen, die die Grundlage eines neuen Familien-Typus bildeten, mit dem Recht auf Adoption und Erziehung der Kinder. Die Befürworter dieser Ideologie argumentieren, dass jedem Menschen sogenannte reproduktive Rechte zuständen, darunter der Rechte auf Änderung des Geschlechts, auf ‚In-Vitro’-Fertilisation, Verhütung und selbst Abtreibung.

In der radikalsten Form betrachtet Gender das biologische Geschlecht als Vergewaltigung der menschlichen Natur. Der Mensch ist nach ihm „in das Geschlecht verwickelt” und muss sich davon befreien. Indem der Mensch das biologische Geschlecht verneine, gewinne er die „wahre, durch nichts gefesselte Freiheit” und könne ein sogenanntes kulturelles Geschlecht wählen, das ausschließlich in äußeren Verhaltensweisen ersichtlich werde. Dem Menschen stehe außerdem das Recht zu, eine spontane Änderung der in diesem Bereich schon getroffenen Wahl zu treffen im Bereich der zur Verfügung stehenden fünf Geschlechter: schwul, lesbisch, bisexuell, transsexuell und heterosexuell.

Die Gefahr der Gender-Ideologie ergibt sich im Grunde aus der zutiefst destruktiven Beschaffenheit sowohl gegen die Person wie auch gegen die zwischenmenschlichen Beziehungen, also gegen das gesamte soziale Leben. Der Mensch, seiner festen geschlechtlichen Identität beraubt, verliert nämlich auch den Sinn seines Daseins und ist nicht imstande, die vor ihm stehenden Aufgaben in seiner persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Entwicklung, wie auch im Bereich der Fortpflanzung zu entdecken und sie zu erfüllen.

 

2. In welche Bereiche wird die Gender-Ideologie eingeführt?

Die Gender-Ideologie wird in Polen in verschiedene Ebenen des sozialen Lebens eingeführt. In erster Reihe geschieht das durch die Gesetzgebung. Es werden Dokumente geschaffen, die scheinbar dem Schutz, der Sicherheit und dem Wohl der Bürger dienen, sich allerdings durch ausgeprägt destruktive Elemente auszeichnen. Als Beispiel sei genannt die Konvention des Europarates zur Bekämpfung von Gewalt gegen die Frauen, die – auch wenn sie der wesentlichen Frage der Gewaltanwendung gegen Frauen gewidmet ist – zugleich sogenannte „nicht stereotypische Geschlechterrollen” propagiert und tief in das Erziehungssystem eingreift, indem sie unter anderem die Pflicht zu einer entsprechenden Erziehung und Förderung der Homosexualität und des Transsexualismus auferlegt. Im letzten Halbjahr entstand sogar der Entwurf des sogenannten „Gleichheitsgesetzes”, das den Katalog der Diskriminierungsverbote ausweitet u. a. mit Bezug auf die „sexuelle Identität und ihren Ausdruck”. Die Annahme dieses Entwurfs beschränkt folgerichtig die Freiheit des Wortes und die Möglichkeit, die eigenen religiösen Auffassungen zu äußern. Sollte jemand in Zukunft wagen, die homosexuelle Propaganda zu beanstanden, wird er sich strafbar machen. Das bedeutet auch die Bedrohung für das Wirken der katholischen Medien und legt eigentlich die Notwendigkeit auf, eine Selbstzensur einzuführen.

Im April 2013 wurden Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Bezug auf Sexualerziehung veröffentlicht, die zu einer tiefen Verkommenheit von Kindern und Jugendlichen führen. Sie fördern unter anderem die Masturbation bei Kindern im Vorschulalter, indem sie auf diese Weise Freude und Lust durch die Berührung sowohl des eigenen Leibes wie des Leibes der Gleichaltrigen entdecken. Elemente dieser sog. Standards werden derzeit umgesetzt – wir wiederholen: meistens ohne Wissen und Zustimmung der Eltern – z. B. im Projekt „Gleichstellungskindergarten”, das von derEuropäischen Union mitfinanziert wird. Die Autorinnen des „Gleichstellungskindergartens” schlagen unter anderen vor, dass sich Knaben im Rahmen des Spieles als Mädchen verkleiden sollen und die Mädchen als Buben, wobei die übrigen Kinder erraten sollen, wer sie sind und erklären, warum sie es so beurteilen. Dieses Projekt enthält mehrere andere ähnlich umstrittene Vorschläge.

Solche Standards werden auch in den Schulungen gefördert, bei Workshops für Lehrer und Erzieher, bei Projekten, die in Schulen, Bildungseinrichtungen und Hochschulen umgesetzt werden. An vielen Universitäten Polens entstanden plötzlich Studiengänge über Gender (Gender Studies). Es werden dort neue Propagandisten dieser Ideologie ausgebildet, wobei verkündet wird, dass die Familie schon einen Anachronismus darstelle und es keine Bedeutung mehr habe, ob das Kind von zwei Schwulen oder Lesben erzogen werde, weil es in solchen Strukturen ebenso glücklich sei und sich ebenso gut entwickle wie Kinder, die in einer traditionellen Familie erzogen werden. Es werden dabei Untersuchungen ver­schwiegen, deren Ergebnisse negative oder sogar tragische Folgen im Leben der Menschen beweisen, die in Milieus solcher Art heranwachsen: Selbstmordneigung, Störungen im Empfinden der eigenen Identität, Depressionen, sexueller Missbrauch oder sexuelle Belästigung.

Gender dringt auch in den Bereich der Kultur ein. Gemäß der Voraussetzungen ihrer Ideologen sollen auch in die Inhalte von Filmen, populären Serien, Theaterstücken, Fernsehprogrammen oder Ausstellungen – durch die Anwendung neuester Manipulationstechniken – Gestalten und Bilder eingeschoben werden, die der Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Richtung Annahme der Gender-Ideologie dienen sollen.

Im Bereich des Gesundheitswesens haben wir mit Aktivitäten zu tun, die das Recht auf Abtreibung, Verhütung, „In-Vitro“-Befruchtung, chirurgische oder hormonale Geschlechtsumwandlung fördern, und auch eine allmähliche Einführung des „Rechts“ auf Euthanasie oder Eugenik, das heißt der Möglichkeit, kranke, schwa­che, behinderte Personen zu beseitigen, die – nach Ansicht der Gender-Ideologen – „nicht vollwertige Individuen” darstellen. Daraus geht hervor, dass der Mensch überhaupt nicht mehr zählt. Der verheimlichte Beweggrund dafür offenbart sich letztlich als der ökonomische Vorteil.

Ganz hinterlistig wird dabei die Tatsache umgangen, dass das Endziel der Gender-Erziehung im Grund genommen die Sexualisierung der Kinder und Jugend ist. Das sexuelle Aufwecken schon ab dem allerjüngsten Alter führt zu Abhängigkeiten in der sexuellen Sphäre und in späteren Lebensphasen zur Versklavung (Abhängigkeit) des Menschen. Die Kultur des „Ausnutzens“ der anderen Person, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, führt zur Erniedrigung des Menschen, der Ehe, der Familie – und folgerichtig des sozialen Lebens. Infolge solcher Erziehung, durchgeführt durch die Jugend-Sexualpädagogik, wird der junge Mensch zum Kunden von Pharma-, Erotik-, Pornografie-, Pädophilie- und Abtreibungskonzernen. Außerdem geht die sexuelle Versklavung des Öfteren mit anderen Abhängigkeiten einher (Alkohol-, Rauschgift- und Spielsucht), wie auch mit Schädigung, die man sich selbst und anderen antut (Pädophilie, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung). Eine solche Erziehung stellt nichts anderes dar als die Zerstörung der Familie. Die Entartung der Tätigkeit von Sexualpädagogen, die sich der Manipulation bedient, ist möglich, weil die Mehrheit der Eltern, Erzieher und Lehrer nichts über die Tätigkeit dieser Gruppen gehört hat beziehungsweise über die von ihnen verwendeten Unterrichtsmaterialien nicht Bescheid weiß.

 

3. Was soll angesichts der Gender-Ideologie unternommen werden?

Im Hinblick auf die Gender-Ideologie ist es eine ungemein wichtige Aufgabe, hinsichtlich der Bedrohungen aufzuklären, die sich aus ihr ergeben, wie auch die Erinnerung an die grundlegenden und unveräußerlichen Rechte der Familie wachzuhalten, die unter anderem vor 30 Jahren vom Apostolischen Stuhl in der Charta der Familienrechte festgehalten worden sind. Es ist notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um Ehe und Familie ihre rechtmäßige Stellung wiederzugeben und um den Eltern zu ermöglichen, ihr Recht auf Erziehung der Kinder im Einklang mit ihren eigenen Überzeugungen und Werten auszuüben, die es sicherstellen, dass die Kinder sich zu Hause und in der Schule auf integrale Weise entwickeln können. Und so den Vertretern der Wissenschaft zu erlauben, frei von ideologischem Druck zuverlässige Untersuchungen durchzuführen und frei zu veröffentlichen.

Der Kirche, die über das Wohl eines jedes Menschen wacht, hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, für das natürliche Recht GOTTES im sozialen Leben einzutreten. Sie kann also nicht schweigen, wenn Versuche unternommen werden, eine Ideologie einzuführen, die die christliche Anthropologie zerstört und sie mit zutiefst destruktiven Utopien ersetzt, die nicht nur den einzelnen Menschen zugrunde richten, sondern auch die ganze Gesellschaft. Die Christen, die in der Politik engagiert sind, können hier auch nicht tatenlos bleiben.

So wenden wir uns mit einem dringenden Appell an die Vertreter religiöser Bewegungen und kirchlicher Verbände, mutig tätig zu werden, um der Verbreitung der Wahrheit über Ehe und Familie zu dienen. Mehr denn je ist heute eine entsprechende Formung des Erziehungsmilieus notwendig. Man muss unbedingt den Eltern und Lehrern und den für die Prägung der polnischen Schule Verantwortlichen zum Bewusstsein bringen, wie groß die Bedrohung ist, die mit der Gender-Ideologie einhergeht. Dies muss umso mehr getan werden, weil den Eltern oft nicht direkt gesagt wird, dass diese Ideologie in die betreffende Bildungseinrichtung eingeführt wird, während aber die damit zusammenhängenden Inhalte in scheinbar harmlose und interessante Methoden und Formen „verkleidet“ werden, als handle es sich nur um Spielerei.

Wir appellieren auch an Institutionen, die für die polnische Bildung verantwortlich sind, dass sie dem Druck nicht erliegen, den die wenigen, aber sehr lauten und über nicht geringe finanzielle Mittel verfügenden Gruppierungen (Lobbys) ausüben, die der modernen Erziehung wegen mit den Kindern und Jugendlichen experimentieren. Wir rufen die Bildungsinstitutionen auf, sich in die Förderung einer integralen Sicht des Menschen einzusetzen.

Alle Gläubigen bitten wir um das inbrünstige Gebet in den Anliegen der Ehen und Familien und der von ihnen zu erziehenden Kinder. Wir bitten den HEILIGEN GEIST, dass Er uns allezeit das Licht verleihe, um die Gefahren und Bedrohungen zu verstehen und wahrzunehmen, denen die Familie heute ausgesetzt ist. Beten wir auch um den Mut, Menschen des Glaubens und mutige Verteidiger der Wahrheit zu sein. Möge uns bei dieser Bemühung die Heilige Familie von Nazareth, in der der SOHN GOTTES, JESUS CHRISTUS, erzogen wurde, Vorbild zum Nachahmen und geistige Hilfe sein.

In diesem Geist erteilen wir allen den Hirtensegen.

Die Hirten der katholischen Kirche in Polen«

_______

Quelle

Stellungnahme der polnischen Bischöfe vor der 14. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode (4.-25.10.2015)

Rada_Stala2

Warschau, 21. September 2015

Die Polnische Bischofskonferenz dankt dem Heiligen Vater Franziskus für das Geschenk der Bischofssynode, deren Thema dieses Jahr „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ sein wird. Wir danken auch Millionen von Polen, darunter den Gemeinschaften und Familien-Bewegungen, die für Papst Franziskus, die Kardinäle, die Bischöfe und die Teilnehmer der Synode beten. Wir ermuntern alle zum weiteren Gebet für die Synode, bei der – auf Wunsch des Heiligen Vaters – die Bischöfe aus Polen die Freude und die Sorgen hinsichtlich der Familien teilen werden.

1. Die Lehre der Päpste und der Bischöfe – gestützt auf die Heilige Schrift und auf die Tradition der Katholischen Kirche – weist darauf hin, dass die Ehe und Familie zu den kostbarsten Gütern der Menschheit zählt, dieses Gut sollte mit einem besonderem Schutz umgeben sein. Jesus Christus stellt die Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau dar, die in der Liebe ein Leben lang vereint und dabei offen für das Geschenk des neuen Lebens sind. Die Ehe ist eine göttliche und menschliche Realität, welche Jesus Christus zur Würde eines Sakraments erhoben hat. Die Eheleute dürfen „in ihrem Ehe- und Familienleben die Liebe Gottes selbst nachvollziehen, die Liebe Gottes zu den Menschen und die Liebe Christi zu seiner Braut, der Kirche“ (Hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 56)

Viele polnische Familien haben im Fragebogen vor der kommenden Synode betont, dass ihre Freude und ihr Friede Früchte des Glaubens in Gott sind, des sakramentalen Lebens und des individuellen und familiären Gebets, aber auch der Zeit, die sie einander widmen. Wir unterstreichen also, dass die Familie – als Hauskirche – eine heilige und heiligmachende Realität ist (vgl. Apg 10,24-48; Hl. Johannes Paul II., Homilie zur Eröffnung der VI. Bischofssynode, 26.09.1980).

2. Wir danken Gott dafür, dass es in unserer Heimat viele gesunde Familien gibt, die sich „im Guten und Schlechten“ jedes Tages um die Treue ihrer Berufung kümmern.
Wie wir im Hirtenbrief geschrieben haben, sind das „die Menschen, die an die Liebe glauben und diese Liebe täglich leben wollen, die sie nicht nur als Emotion und Gefühlsquelle verstehen, sondern als eine glückliche Gelegenheit, um die Verantwortung für die geliebte Person zu übernehmen, um sich über die unauflösbare und alleinige Beziehung mit ihr für immer zu freuen. Die Menschen, die mit dem Gefühl der Heiligkeit und Begeisterung im Herzen das Mysterium des menschlichen Körpers und das Geschenk der ehelichen Vereinigung sehen, die ein neues Kind in der Familie mit Lobgebet begrüßen und die jedes Leben – von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod – als Heiligkeit sehen. Die Menschen, für die immer und überall die Würde der menschlichen Person ein bedingungsloser Wert ist.“ (Brief der Polnischen Bischofskonferenz zum Fest der Heiligen Familie, 30.12.2005). Wir danken den Priestern, die ihnen mit väterlicher Weisheit und Hingabe dienen.

3. „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ – sagt Christus (Mk 10, 9). Deswegen ist die sakramentale Ehe ihrem Wesen nach unauflösbar. Das Gesetz Gottes markiert unüberschreitbare Grenzen für menschliche Entscheidungen. Der Mensch hat keine „Vollmacht über das natürliche oder positive göttliche Recht“ (Hl. Johannes Paul II., Ansprache an die Römische Rota, 21.01.2000). In der Situation, in der die Eheleute durch Schwierigkeiten gehen, ist es die Aufgabe der katholischen Kirche, bei der Vertiefung der Liebe und der gegenseitigen Verantwortung und Bekehrung zu helfen. Solches seelsorgerliche Engagement ist heute nötiger denn je.

In der katholischen Kirche gibt es weder Scheidungen noch Prozesse, die zur Scheidung führen. Es gibt nur Prozesse, bei denen man individuell erkennt, ob diese bestimmte Ehe gültig oder nicht gültig geschlossen wurde. Alle sollten eine Scheidungsmentalität meiden. Jedes Auseinandergehen der Eheleute beleidigt Gott und bringt viel Schaden mit sich, es lässt nicht nur an ihnen Wunden zurück, sondern wirft auch einen schmerzhaften Schatten auf ihre Kinder, die nächste Familie, Freunde, Bekannte und zerstört die Grundlagen der ganzen Gesellschaft.

In dieser Lage muss man mit umso größerem seelsorgerlichem Einsatz für diejenigen da sein, die in nicht-sakramentalen Beziehungen leben. Wir erinnern daran, dass die Geschiedenen oder diejenigen, die in Trennung leben, sind nicht aus der Kirche ausgeschlossen sind, sondern dass sie weiterhin ihre Mitglieder bleiben und man ihnen dabei helfen muss, dass sie den Glauben und die Verbindung mit der kirchlichen Gemeinschaft behalten, dass sie an der Sonntagsmesse und am Leben der Pfarreien teilnehmen (Hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 84). Gleichzeitig ermuntern wir diejenigen, bei denen es keine Hindernisse für die Eheschließung gibt, dass sie sich der Liebe Gottes öffnen und die Herausforderung, eine Familie auf dem soliden Fundament der Gnade Christi zu bauen, annehmen.

4. Wir sind mit seelsorgerlicher Nähe bei den Ehen, die seit Jahren auf ein Kind warten. Gleichzeitig erinnern wir daran, dass die künstliche Befruchtung keine richtige Weise für die Lösung des Problems der Unfruchtbarkeit ist und dass die Katholiken diese Methode nicht anwenden dürfen (Papst Franziskus, Audienz für die Gesellschaft der Katholischen Ärzte Italiens, 15.11.2014). Wir verbinden uns im Schmerz mit den Familien, die das Drama der Fehlgeburt erleben oder deren Kinder tot geboren wurden. Wir erinnern daran, dass jedes dieser Kinder das Recht zur vollen katholischen Beerdigung besitzt.

5. Wir wünschen, dass während der Synode deutlicher gegenüber solchen Eheleuten die Dankbarkeit artikuliert wird, die sich umsichtig und großzügig (Glaudium et spes, 50) für eine größere Anzahl von Kindern entschieden haben, als sie ihnen das Leben schenkten und nun den Unterhalt geben und sich darum kümmern, sie in die Welt des Glaubens und der Kultur einzuführen (Päpstlicher Rat für die Familie, Familie und menschliche Fortpflanzung, 18-19). Wir richten unseren dankbaren Blick auch auf die Eheleute, die Kinder adoptieren und auf diejenigen, die Kinderdörfer einrichten.

Wir denken, dass die Synode bei der Änderung der gesellschaftlichen Haltung gegenüber kinderreichen Familien helfen kann, worauf Papst Franziskus während des Treffens mit einigen Tausend kinderreichen Familien hingewiesen hat, als er mit tiefstem Respekt und Dankbarkeit über ihren unersetzbaren Beitrag für die Zukunft der Kirche und der Welt sprach und daran appelliert hat, dass in gesellschaftlichen Strukturen eine richtige Hilfe für sie garantiert werden solle. (Papst Franziskus, Die Präsenz der kinderreichen Familien ist eine Hoffnung für unsere Gesellschaft, Audienz, 28.12.2014; vgl. ebenda, Familie – Kinder, Mittwochsaudienz, 8.04.2015).

6. Die Sorge um die ärmste Familie, um die Familie mit behinderten Personen und um ältere Ehen sollte ein integraler Bestandteil der Familien-Seelsorge sein. Man muss besonders die junge Generation sensibilisieren für die Personen und Familien in verschiedenen Nöten. Man muss mit seelsorgerlichem Blick die Familien, welche eine Trennung verbunden mit Wirtschafts-Migration erleben, sehen. Gleichzeitig erinnern wir an die Notwendigkeit eines angemessenen Lohns für die Arbeit: „Ferner müssen Gesellschaft und Staat für ein angemessenes Lohnniveau sorgen, das dem Arbeiter und seiner Familie den Unterhalt sichert und die Möglichkeit zum Sparen erlaubt“ (Hl. Johannes Paul II., Centesimus annus, 15).

7. Es wächst die Anzahl der Personen, die allein leben. Es gibt darunter diejenigen, die aus verschiedenen Gründen die Ehe nicht schließen können und diejenigen, die bewusst einen Weg der Einsamkeit in der Welt wählen, um auf verschiedene Weise den anderen zu dienen. Es gibt auch diejenigen, die – der Konsummentalität folgend – aus Bequemlichkeit allein bleiben. Alle diese Personen müssen mit seelsorgerlichen Blick gesehen werden, um sie in das Leben der Kirche und den Dienst für Familien, die Unterstützung brauchen, einzuschließen (Hl. Johannes Paul II., Familiaris consortio, 85).

8. Wir beobachten, dass einerseits ca. 90 Prozent der polnischen Jugend in der Ehe und Familie den Weg zum Glück im Erwachsenenleben sieht. Andererseits wächst immer mehr die Anzahl der Menschen, die in einem Konkubinat leben. Nicht selten zeigt sich auch die Angst vor Verantwortung und davor, sich selbst in endgültiger Weise hinzugeben. Deswegen ist es nötig, die Institution der Verlobungszeit aufzuwerten und die direkte Zeit der Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe zu verlängern. Wir danken den Eheleuten, die anderen Ehepaaren dienen und ein Zeugnis davon geben, dass eine schöne und treue eheliche Liebe gelebt werden kann.

9. Im Zusammenhang mit der Diskussion über die heilige Kommunion für die Geschiedenen, die in einer neuen zivilen Beziehung leben, sind wir Papst Franziskus dankbar, der daran erinnert, dass “die Eucharistie aber kein privates Gebet oder eine schöne spirituelle Erfahrung ist (…). Sich von jenem »Brot des Lebens« zu nähren bedeutet in Harmonie mit dem Herzen Christi einzutreten, seine Entscheidungen, seine Gedanken, sein Verhalten anzunehmen“ (Angelus, 16.08. 2015). Um ein solches eucharistisches Leben zu führen, ist es nötig, den Kult der Eucharistie zu vertiefen (Benedikt XVI., Sacramentum caritatis, 66). Die Lehre der katholischen Kirche, die feststellt, dass um die heilige Kommunion zu empfangen, man sich in der heiligmachenden Gnade befinden muss, bleibt unveränderlich (vgl. 1 Kor 11,26-29; 1 Kor 6,9-10; Codex des Kanonischen Rechtes, Can. 916).
Die Familie ist das Werk und der Besitz Gottes. Deshalb bereiten wir uns auf die kommende Synode mit Glaube, Hoffnung und Liebe vor.

Mit freundlicher Genehmigung der polnischen Bischofskonferenz
Übersetzung aus dem Polnischen: Anna und Stefan Meetschen

_______

Quelle