Ägypten: Christen aus dem Sinai bitten um Hilfe

Auf der Flucht: Kopten vom Sinai bei der Ankunft in Ismailia

Die Christen aus dem Sinai bitten um Hilfe: Unversehens sind sie ins Visier islamistischer Terroristen gerückt. Viele Kopten verlassen deshalb Arish, die Hauptstadt der ägyptischen Halbinsel. Ganze Familien sind auf der Flucht. Erstes Ziel: Kairo oder Alexandrien. Der koptisch-katholische Bischof von Gizeh, Antonios Aziz Mina, spricht von einer gezielten Christenverfolgung durch islamistische Terroristen. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagt er aber auch, dass nicht nur Christen das Ziel der Angriffe seien.

„Sie führen diese Attentate gegen alle aus, also nicht nur gegen Christen. Es geht den Terroristen darum, Ägypten ins Chaos zu stürzen und eine Destabilisierung herbeizuführen. Sie wollen die Touristen fernhalten, denn sie wissen genau, dass Ägypten vom Tourismus abhängig ist.“

Im Sinai sei der sogenannte Sinai-IS präsent. Es handele sich um eine Gruppe von Terroristen, die mit dem sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) in Verbindung steht. Diese Terroristen ziehen durch die Dörfer im Norden des Sinai und brandmarken alle von Christen bewohnten Häusern mit dem arabischen Buchstaben „N“ für Nazarener – also die Umschreibung für Christen.

„Die geflüchteten Christen kommen zu uns und befinden sich im Schock-Zustand“, sagt der armenisch-katholische Bischof von Alexandrien, Krikor Koussa im Gespräch mit Radio Vatikan. „Es gibt unter ihnen viele Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Alle haben Angst, dass aus dem Sinai das wird, was wir im Irak und in Syrien erlebt haben. Sie kommen zu uns und haben nichts mehr, kein Haus und keine Güter. Wir nehmen sie mit Liebe auf, und gerade in diesem Augenblick der Fastenzeit betrachten wir es als Pflicht, ihnen beizustehen, wie uns Christus gelehrt hat.“

Die Gewalt gegenüber Christen sei brutal und „eines Menschen nicht würdig“, pflichtet der koptisch-katholische Bischof Aziz Mina bei. „Mehr denn je ist es wichtig, wie uns Papst Franziskus lehrt, für die verfolgten Christen zu beten. Diese Kultur des Hasses muss ein Ende finden.“ Die ägyptische Regierung bekämpft seit Jahren islamistische Terroristen auf dem Sinai – mit eher mäßigem Erfolg.

(rv 04.03.2017 mg)

Irak: US-Flüchtlingspolitik ist „Falle für die Christen“ (meint der chaldäische Patriarch Louis Sako)

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Bischof Sako

Christliche Flüchtlinge aufgrund ihres Glauben zu bevorzugen ist eine Falle für die Christen im Nahen Osten. Das sagte der chaldäische Patriarch, Louis Raphael I. Sako, als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verfügten Einreisestopps für Flüchtlinge aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern. „Jede Aufnahmepolitik, die Verfolgte und Leidende aufgrund ihrer Religion diskriminiert, schadet letztlich den orientalischen Christen“, so der Patriarch. Eine solche Politik liefere Argumente für die Vorurteile, die Christen seien ein „Fremdkörper“  im Nahen Osten. Spannung mit muslimischen Mitbürgern würden geschaffen und genährt. „Wir wollen keine Privilegien“, so der Primas der chaldäischen Kirche. Das Evangelium zeige, jeder Flüchtlinge, ob Christ oder Muslim, müsse „ohne Unterschied“ aufgenommen werden.

Trump hatte am Freitag per Dekret ein Einreiseverbot für Staatsangehörigen von insgesamt sieben Staaten mit überwiegend muslimischer Bevölkerung verhängt. Gleichzeitig stellte der Präsident eine Bevorzugung christlicher Flüchtlinge in Aussicht.

(fides 30.01.2017 dh)

Medienkampagne anlässlich des Weltflüchtlingstages 2017

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Papst Franziskus, Generalaudienz, 9. November 2016

Papst Franziskus wird vom 12. bis zum 15. Januar 2017 Twittereinträge zur Situation der Flüchtlinge und Migranten veröffentlichen

Mit einer Pressemitteilung informierte heute die Abteilung für Migranten und Flüchtlinge des Dikasteriums zur ganzheitlichen Entwicklung des Menschen, dass sie anlässlich des Weltflüchtlingstags am 19. Januar 2017 am 15. Januar eine Medienkampagne zum Thema starte. Der Weltflüchtlingstag wurde zum ersten 1914 begangen.

Wie die Abteilung für Migranten und Flüchtlinge verlauten ließ, werde in diesem Jahr insbeondere das Schicksal der minderjährigen Migranten, der schwachen Menschen und der Menschen ohne Stimme in den Blickpunkt gerückt. Damit folgt die Abteilung für Migranten und Flüchtlinge der von Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2017 vorgegebenen Linie: „Darum liegt es mir anlässlich des diesjährigen Welttags des Migranten und des Flüchtlings am Herzen, auf die Wirklichkeit der minderjährigen Migranten – besonders auf die, welche ganz allein unterwegs sind – aufmerksam zu machen und alle aufzurufen, sich um diese Kinder zu kümmern, die dreifach schutzlos sind: weil sie minderjährig, weil sie fremd und weil sie wehrlos sind, wenn sie aus verschiedenen Gründen gezwungen sind, fern von ihrer Heimat und getrennt von der Liebe in der Familie zu leben.“

Papst Franziskus selbst wird zusätzlich in Tweets auf seinem Account vom 12. bis 15. Januar 2017 das Schicksal und die Situation der Migranten und Flüchtlinge thematisieren.

Zu Verständnis und Barmherzigkeit forderte Papst Franziskus bereits in seiner Botschaft zum Weltflüchtlingstag auf, in der er die Umstände, die Menschen zu Migration und Flucht treiben, und die Gefahren vor allem für Kinder und Jugendliche darlegte: „Heute sind die Migrationen kein auf einige Gebiete des Planeten beschränktes Phänomen, sondern betreffen alle Kontinente und nehmen immer mehr die Dimension eines dramatischen weltweiten Problems an. Es handelt sich nicht nur um Menschen auf der Suche nach einer würdigen Arbeit oder nach besseren Lebensbedingungen, sondern auch um Männer und Frauen, alte Menschen und Kinder, die gezwungen sind, ihre Häuser zu verlassen, in der Hoffnung, ihr Leben zu retten und woanders Frieden und Sicherheit zu finden. Und an erster Stelle sind es die Minderjährigen, die den hohen Preis der Emigration zahlen, die fast immer durch Gewalt, durch Elend und durch die Umweltbedingungen ausgelöst wird – Faktoren, zu denen sich auch die Globalisierung in ihren negativen Aspekten gesellt. Die zügellose Jagd nach schnellem und leichtem Gewinn zieht auch die Entwicklung abnormer Übel nach sich wie Kinderhandel, Ausbeutung und Missbrauch Minderjähriger und ganz allgemein die Beraubung der Rechte, die mit der Kindheit verbunden und in der UN-Kinderrechtskonvention sanktioniert sind.“

Die Abteilung für Migranten und Flüchtlinge ist Teil des Dikasteriums für den Dienst für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, das am 17. August 2016 durch ein „Motu proprio“ von Papst Franziskus gegründet wurde und seit dem 1. Januar 2017 seine Aufgaben wahrnimmt. In dem neuen Dikasterium wurden der Päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden, der Päpstlichn Rat „Cor Unum“, der Päpstliche Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs sowie der Päpstliche Rat für die Pastoral im Krankendienst vereint.

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Vatikan-Diplomat: Zunehmend antichristliche Stimmung

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Vatikan-Diplomat Antoine Camilleri – RV

Vatikan-Diplomat Antoine Camilleri ortet eine zunehmend „antichristlichen Stimmung“ auch in Europa: „Unter der Maske von ‚political correctnes‘ werden der christliche Glaube und die christliche Moral als feindlich angesehen“, sagte er bei einer OSZE-Konferenz zur „Bekämpfung von Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen“ am Mittwoch in Wien. Der Vatikan hatte Camilleris Statement erst am Donnerstag veröffentlicht. Demnach warnte der Vatikan-Vertreter vor einer zunehmend „antichristlichen Stimmung“ auch in Europa. Der Fokus der Sorge um die Zukunft der Christen liege derzeit stark auf dem Nahen Osten, zugleich dürfe man jedoch auch vor beunruhigenden Entwicklungen in Europa nicht die Augen verschließen.

Nicht nur im Nahen Osten, auch im Raum der OSZE-Staaten verschärfe sich die Situation für Christen, so Camilleri: „Vorsätzliche Zerstörung von Kirchen, Vandalismus gegen religiöse Symbole – Kreuze, Statuen-, sakraler Diebstahl und Missbrauch von dem, was Christen heilig ist“. Noch beunruhigender sei aber, dass es eine „antichristliche Stimmung“ gebe. Unter dem Vorwand der Toleranz und Nichtdiskriminierung werde Religionsfreiheit eingeschränkt. Dies sei – wie es Papst Franziskus definiert habe, eine „gebildete Form der Verfolgung von Christen, eine mit weißen Handschuhen“. Sie konkretisiere sich in der Form von Antidiskriminierungsgesetzen, die das Prinzip der Religionsfreiheit abstreiten würden.

Nichtreligiöser öffentlicher Diskurs angestrebt

„Unter der Maske von ‚political correctnes‘ werden der christliche Glaube und die christliche Moral als feindlich und beleidigend angesehen. Sie sollten demzufolge aus dem öffentlichen Diskurs entfernt werden“, so der aus Malta stammende Prälat. Für den Heiligen Stuhl sei die Förderung der Religionsfreiheit eine „zentrale und grundlegende Priorität“. Dabei gehe es nicht darum, eigene Interessen zu verteidigen, sondern um die Freiheit an sich – „weil diese Freiheit ist ein Lackmus-Test für die Achtung aller anderen Menschenrechte und Grundfreiheiten ist“.

„Die Verteidigung der Religionsfreiheit für Christen ist daher ein wirksames Instrument, um die Menschenrechte von anderen Gläubigen zu verteidigen“, sagte Camilleri. Denn Religion und Glauben – und damit auch das Christentum – hätte eine „unbegrenzte Kapazität“, in der Gesellschaft das Gute zu festigen und zu praktizieren, betonte der Diplomat unter Verweis auf die religiöse motivierten NGOs und Hilfswerke.

Bei der Konferenz, die in der Wiener Hofburg stattfand, wurde in drei „Sessions“ von den internationalen Teilnehmern über „Best practise“-Beispiele in der Bekämpfung der Intoleranz sowie über Präventivmaßnahmen beraten. Unter den OSZE-Mitgliedsstaaten gebe es einen breiten Konsens darüber, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus sowie Diskriminierung und Intoleranz u.a. gegen Muslime, Christen und Juden verhindert und so genannte „hate crimes“ bekämpft werden müssten, heißt es in einem Konferenz-Papier. „Vermehrte Attacken auf Christen und Gemeinden in den letzten Jahren“ in der OSZE-Region hätten die Notwendigkeit deutlich werden lassen, sich dieser Thematik verstärkt zu widmen.

Ziel müsse zum einen eine bessere Dokumentation von Akten der Intoleranz Gewalt speziell gegenüber Christen sein, zum anderen die Entwicklung von Bildungs- und Schulungsprogrammen, die dieses Thema etwa in den Schulen zur Sprache bringen. Auch wurden spezielle Trainings für Politiker, gesellschaftliche Entscheidungsträger und Journalisten, um diese dafür zu sensibilisieren, angeregt.

In einem Forderungskatalog ruft die Direktorin des in Wien ansässigen „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians“, Ellen Kryger Fantini, die OSZE-Staaten und das Büro des deutschen Diplomaten Michael Link (Leiter der OSZE-Menschenrechtssektion ODIHR) dazu auf, speziell einen Fokus auf das Problem der Intoleranz gegenüber christlichen Flüchtlingen etwa in Flüchtlingsunterkünften zu legen. Es brauche gerade im Blick auf die Flüchtlingskrise spezielle Programme zum Schutz der christlichen Minderheit unter den mehrheitlich sunnitischen Flüchtlingen in den Flüchtlingsunterkünften, so Kryger Fantini. Christen, die bereits Opfer von religiöser Gewalt geworden sind, müssten in eigenen Unterkünften untergebracht werden.

Es brauche außerdem spezielle Trainings und Schulungen für politische Entscheidungsträger und religiöse Führer, um das Problem religiöser Diskriminierung speziell gegenüber Christen dauerhaft zu bekämpfen. Kryger Fantini war am Vortag der Konferenz mit zwölf Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen zusammengekommen. Dabei wurde ein umfangreicher Empfehlungskatalog an die OSZE/ODIHR erarbeitet, den Kryger Fantini bei der Konferenz präsentierte.

(rv/kap 16.12.2016 pr)

Wort des Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki: Verrückte Welt

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Eklatante Gegensätze: In reichen Ländern wird aus dem Weihnachtsfest ein riesiges Spektakel. In vielen armen Ländern hingegen herrschen Krieg und Hunger. Uns Christen bleibt da nur die Hoffnung auf ein Licht.

Was für eine verrückte Welt: Nicht nur in Aleppo sterben Tag für Tag Menschen in einem grausamen Krieg – und hier bei uns öffnen jeden Tag die Weihnachtsmärkte, steigt jeden Tag eine neue feuchtfröhliche Weihnachtsfeier. Nicht nur in den Elendslagern rund um Nigeria sterben tausende von Kindern vor Hunger – und hier bei uns wissen viele Eltern noch nicht, mit welchem Geschenk sie ihren Kindern eine Freude zum Fest machen können. Nicht nur in Europa werden fast täglich Flüchtlinge und Flüchtlingsheime angegriffen – und gleichzeitig aber gibt es unzählige gute Adventsaktionen, wo Armen und Bedürftigen geholfen wird.

Manchmal drohe ich kirre zu werden an dieser Welt, die sich so zerrissen, so unfriedlich präsentiert. Aber immer wieder bin ich auch überrascht über die unbeschreiblich große Hilfe für Arme und Notleidende, die überall von Menschen geleistet wird.

Gerade jetzt aber im Advent darf ich hoffen. Hoffen auf einen Heiland, der unsere unheilvolle Welt heil macht. Hoffen auf einen Friedensfürst, der unsere kriegerische und terrorbedrohte Welt befriedet. Hoffen auf ein Licht, dass unsere dunkle Welt hell macht.

Ich freue mich auf Weihnachten. Ich freue mich auf den Engel des Herrn, der unsere Ängste und Sorgen kennt und spricht: „Fürchtet Euch nicht. Siehe, ich verkünde Euch eine große Freude …“

Ich wünsche auch Ihnen diese adventliche Hoffnung und Freude.

Ihr

Rainer Woelki
Erzbischof von Köln

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Bischof Ägidius Zsifkovics ruft zum gesellschaftlichen Zusammenhalt auf

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Bischof Ägidius Zsifkovics

Zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics aufgerufen. Im Kathpress-Interview am Rande des großen Abschlussfestes zum Martinus-Jubiläumsjahr in Eisenstadt nahm der Bischof zum US-amerikanischen und österreichischen Präsidentschaftswahlkampf Stellung, warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft und forderte einmal mehr eine gesamteuropäische Lösung der Flüchtlingsfrage. Weiters zog er eine Bilanz des Martinus-Jubiläumsjahres in der Diözese Eisenstadt.

Zsifkovics ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für die Bereiche Flucht, Migration und Integration zuständig und bekleidet in der EU-Bischofskommission ComECE die Funktion des Koordinators für Flüchtlingsfragen. Eindringlich warnte der Bischof vor Alleingängen einzelner europäischer Staaten in der Flüchtlingsfrage. Es bestehe die Gefahr, dass nationale Egoismen „fröhliche Urständ‘ feiern“. Die mangelnde europäische Solidarität, um die Herausforderungen durch die vielen Flüchtlinge gemeinsam zu lösen, sei eine große Gefahr, warnte der Bischof. Die Kirchen hätten die moralische Verpflichtung, das Gewissen der Nationen zu sein und ihre Stimme für jene zu erheben, die das selbst nicht tun können, forderte Zsifkovics.

Angesprochen auf Ungarn unterstrich der Bischof, dass er mit der Ungarischen Bischofskonferenz in ständigem Kontakt stehe und diesen auch zu staatlichen Stellen suche. „Ich versuche, die Brücken aufrecht zu erhalten“, so der Bischof wörtlich. Er bemühe sich, immer wieder darauf hinzuweisen, „dass es wenig Sinn macht, sich abzuschotten und Wege zu gehen, die nicht das Gemeinsame im Blick haben“. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban bemüht sich bekanntlich, bisher noch vergeblich, um eine Verfassungsänderung gegen die Aufnahme von Asylwerbern.

Mehr Einsatz für Flüchtlinge möglich

Die Kirche in Ungarn sei durchaus auch um Flüchtlinge bemüht, betonte Zsifkovics. Freilich habe die ungarische Kirche weit weniger Möglichkeiten als beispielsweise die Kirche in Österreich. Ganz grundsätzlich wolle er festhalten, dass die Kirche in allen Ländern Europas noch mehr Zusammenarbeit und Einsatz für Flüchtlinge zeigen könnten.

In der Diözese Eisenstadt seien viele tausende Flüchtlinge erstversorgt worden, knapp 500 habe man langfristig in Quartieren aufnehmen können, so der Bischof. Für diese bemühe man sich natürlich um eine gute Integration vor Ort. Dabei würden sich viele Pfarren, aber auch die Katholische Aktion, große Verdienste erwerben.

Sachpolitik statt Emotion

Wenige Wochen vor dem nächsten Versuch zur Bundespräsidentenwahl wollte der Bischof nicht von einer großen Spaltung in zwei Lager in seiner Diözese sprechen. Bedenklich sei freilich, dass der Stil des US-amerikanischen Wahlkampfes auf Österreich überzuschwappen drohe. „An dieser Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft kann niemand Interesse haben“, sagte der Bischof.

Seitens der Kirche gebe es aus gutem Grund keine parteipolitischen Stellungnahmen, die Christen sollten frei nach ihren Gewissen entscheiden, betonte Zsifkovics. Er wolle jedoch grundsätzlich anmerken: „Wer Gott in den Mund nimmt oder auf ein Plakat schreibt, der muss auch wissen, was dieser Gott bedeutet, und dass dies nicht nur eine Formel oder Floskel ist. Gott ist immer auf Seiten der Armen, Kleinen und Schwachen, der Ausgestoßenen und auch der Flüchtlinge und Verfolgten.“ Wer immer das Bundespräsidentenamt übernimmt, sei gut beraten, sich diesen Menschen auch ganz besonders zuzuwenden. Das gelte freilich auch für alle anderen politisch Verantwortlichen.

Die Kirchen seien aufgerufen, einen Beitrag zur Besonnenheit und zum Brückenschlag zu leisten. „Wir müssen alles tun, um ein gutes Miteinander auch bei unterschiedlichen Ansichten zu fördern.“ Weniger Emotion und mehr Sachpolitik sei das Gebot der Stunde.

In Ökumene weitere Schritte gehen

Sehr dankbar zeigte sich der Bischof, dass das historische Treffen der katholischen Bischofskonferenz mit den Spitzenvertretern der evangelischen Kirchen in Österreich im Burgenland stattfand. Zum einen habe das Burgenland den höchsten Prozentsatz an Evangelischen von allen Bundesländern, zum anderen „leben wir hier ganz intensiv im Alltag diese ökumenische Einheit in Vielfalt“. Freilich könne man nie zufrieden sein, solange nicht die volle Kircheneinheit hergestellt ist. Das Reformationsjubiläum sei jedenfalls eine gute Gelegenheit, „hier weitere Schritte zu setzen“.

Am vergangenen Dienstag fand in Rust ein ökumenischer Gottesdienst statt, gemeinsam abgehalten von der Bischofskonferenz, der Kirchenleitung der evangelischen Kirchen A.B. und H.B. und der evangelisch-methodistischen Kirche. Am Mittwoch trafen sich die katholischen und evangelischen Vertreter in Eisenstadt zu einem gemeinsamen Studientag.

„1.700 Jahre Martin von Tours“

Mit einem Festgottesdienst im Eisenstädter Martinsdom wurde am Freitag das Jubiläumsjahr „1.700 Jahre Martin von Tours“ feierlich abgeschlossen. Seit dem 11. November des Vorjahres hatten Diözese und Pfarren dazu viele unterschiedliche Akzente und Initiativen gesetzt. Neben zahlreiche Wallfahrten beispielsweise auch Kinder- und Jugendaktionen oder Bildungsveranstaltungen. Eine Besonderheit in der Diözese Eisenstadt. Das Jubiläumsjahr war mit dem von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit zusammengefallen, was auch inhaltlich besonders gut zusammenpasse, so der Bischof, denn die wegweisende Spur des heiligen Martin ließen sich anhand dreier fundamentaler Wegmarken des christlichen Unterwegsseins zum Ausdruck bringen: Spiritualität, Solidarität und Barmherzigkeit.

Eine Frucht dieses „doppelten“ Jubiläumsjahres: In möglichst vielen Pfarren soll es nicht nur im Jubiläumsjahr, sondern auch in Zukunft „Abende der Barmherzigkeit“ geben, kündigte der Bischof an.

Eines sei ihm noch wichtig zu betonen, so Zsifkovics: „Zum Ende des Jahres der Barmherzigkeit werden die Heiligen Pforten nun wieder geschlossen. Das soll aber gerade nicht heißen, dass die Kirche ihre Türen schließt. Wir haben in diesem Jahr unsere Türen und Herzen weit aufgemacht und werden sie auch weiter offen halten.“

(kap 12.11.2016 sk)

„Verletzlich und ohne Stimme“: Papst Franziskus über minderjährige Migranten

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Papst Franziskus mit einer Gruppe behinderter Kinder am 29. Mai 2015. Foto: L’Osservatore Romano

Zum „Welttag der Migranten und Flüchtlinge“ hat Papst Franziskus eine Botschaft veröffentlichen lassen.

CNA dokumentiert den vollen Wortlaut, wie ihn der Heilige Stuhl zur Verfügung gestellt hat.

Liebe Brüder und Schwestern,

„Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat“ (Mk 9,37; vgl. Mt 18,5; Lk 9,48; Joh 13,20). Mit diesen Worten erinnern die Evangelisten die christliche Gemeinde an eine Lehre Jesu, die begeisternd und zugleich sehr verpflichtend ist. Diese Aussage zeichnet nämlich den Weg vor, der von den „Kleinsten“ ausgeht und in der Dynamik der Aufnahme über den Erlöser sicher zu Gott führt. Gerade die Aufnahme ist also die notwendige Bedingung, damit dieser Weg sich verwirklicht: Gott ist einer von uns geworden, in Jesus ist er als Kind zu uns gekommen, und die Offenheit für Gott im Glauben – der wiederum die Hoffnung nährt – findet ihren Ausdruck in der liebevollen Nähe zu den Kleinsten und den Schwächsten. Liebe, Glaube und Hoffnung – alle drei sind an den Werken der Barmherzigkeit beteiligt, die wir während des jüngsten Außerordentlichen Jubiläums wiederentdeckt haben.

Doch die Evangelisten gehen auch auf die Verantwortung dessen ein, der gegen die Barmherzigkeit verstößt: „Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde“ (Mt 18,6; vgl. Mk 9,42; Lk 17,2). Wie könnte man diese ernste Ermahnung vergessen, wenn man an die Ausbeutung denkt, die skrupellose Menschen auf Kosten so vieler Kinder betreiben, die in die Prostitution geführt oder für Pornographie verwendet werden; die zu Sklaven in der Kinder- und Jugendarbeit gemacht oder als Soldaten angeworben werden; die in Drogenhandel und andere Formen der Kriminalität verwickelt werden; die zur Flucht vor Konflikten und Verfolgungen gezwungen werden und Gefahr laufen, einsam und verlassen dazustehen?

Darum liegt es mir anlässlich des diesjährigen Welttags des Migranten und des Flüchtlings am Herzen, auf die Wirklichkeit der minderjährigen Migranten – besonders auf die, welche ganz allein unterwegs sind – aufmerksam zu machen und alle aufzurufen, sich um diese Kinder zu kümmern, die dreifach schutzlos sind: weil sie minderjährig, weil sie fremd und weil sie wehrlos sind, wenn sie aus verschiedenen Gründen gezwungen sind, fern von ihrer Heimat und getrennt von der Liebe in der Familie zu leben.

Heute sind die Migrationen kein auf einige Gebiete des Planeten beschränktes Phänomen, sondern betreffen alle Kontinente und nehmen immer mehr die Dimension eines dramatischen weltweiten Problems an. Es handelt sich nicht nur um Menschen auf der Suche nach einer würdigen Arbeit oder nach besseren Lebensbedingungen, sondern auch um Männer und Frauen, alte Menschen und Kinder, die gezwungen sind, ihre Häuser zu verlassen, in der Hoffnung, ihr Leben zu retten und woanders Frieden und Sicherheit zu finden. Und an erster Stelle sind es die Minderjährigen, die den hohen Preis der Emigration zahlen, die fast immer durch Gewalt, durch Elend und durch die Umweltbedingungen ausgelöst wird – Faktoren, zu denen sich auch die Globalisierung in ihren negativen Aspekten gesellt. Die zügellose Jagd nach schnellem und leichtem Gewinn zieht auch die Entwicklung abnormer Übel nach sich wie Kinderhandel, Ausbeutung und Missbrauch Minderjähriger und ganz allgemein die Beraubung der Rechte, die mit der Kindheit verbunden und in der UN-Kinderrechtskonvention sanktioniert sind.

Das Kindesalter hat aufgrund seiner besonderen Zartheit einzigartige Bedürfnisse und unverzichtbare Ansprüche. Vor allem hat das Kind das Recht auf ein gesundes und geschütztes familiäres Umfeld, wo es unter der Führung und dem Vorbild eines Vaters und einer Mutter aufwachsen kann; dann hat es das Recht und die Pflicht, eine angemessene Erziehung zu erhalten, hauptsächlich in der Familie und auch in der Schule, wo die Kinder sich als Menschen entfalten und zu eigenständigen Gestaltern ihrer eigenen Zukunft sowie der ihrer jeweiligen Nation heranwachsen können. Tatsächlich sind in vielen Teilen der Welt das Lesen, das Schreiben und die Beherrschung der Grundrechenarten noch ein Privileg weniger. Außerdem haben alle Kinder ein Recht auf Spiel und Freizeitbeschäftigung, kurz: ein Recht, Kind zu sein.

Unter den Migranten bilden die Kinder dagegen die verletzlichste Gruppe, denn während sie ihre ersten Schritte ins Leben tun, sind sie kaum sichtbar und haben keine Stimme: Ohne Sicherheit und Dokumente sind sie vor den Augen der Welt verborgen; ohne Erwachsene, die sie begleiten, können sie nicht ihre Stimme erheben und sich Gehör verschaffen. Auf diese Weise enden die minderjährigen Migranten leicht auf den untersten Stufen der menschlichen Verelendung, wo Gesetzlosigkeit und Gewalt die Zukunft allzu vieler Unschuldiger in einer einzigen Stichflamme verbrennen, während es sehr schwer ist, das Netz des Missbrauchs Minderjähriger zu zerreißen.

Wie soll man auf diese Realität reagieren?

Vor allem, indem man sich bewusst macht, dass das Migrations-Phänomen nicht von der Heilsgeschichte getrennt ist, sondern vielmehr zu ihr gehört. Mit ihm ist ein Gebot Gottes verbunden: „Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen“ (Ex 22.20); „ihr sollt die Fremden lieben, denn ihr seid Fremde in Ägypten gewesen“ (Dtn 10,19). Dieses Phänomen ist ein Zeichen der Zeit, ein Zeichen, das vom Werk der Vorsehung Gottes in der Geschichte und in der menschlichen Gemeinschaft spricht im Hinblick auf das universale Miteinander. Die Kirche verkennt durchaus nicht die Problematik und die häufig mit der Migration verbundenen Dramen und Tragödien und ebenso wenig die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der würdigen Aufnahme dieser Menschen. Dennoch ermutigt sie, auch in diesem Phänomen den Plan Gottes zu erkennen, in der Gewissheit, dass in der christlichen Gemeinschaft, die Menschen „aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen“ (Offb 7,9) in sich vereint, niemand ein Fremder ist. Jeder ist wertvoll, die Menschen sind wichtiger als die Dinge, und der Wert jeder Institution wird an der Art und Weise gemessen, wie sie mit dem Leben und der Würde des Menschen umgeht, vor allem wenn er sich in Situationen der Verletzlichkeit befindet wie im Fall der minderjährigen Migranten.

Im Übrigen muss man auf Schutz, auf Integration und auf dauerhafte Lösungen setzen.

Vor allem geht es darum, jede mögliche Maßnahme zu ergreifen, um den minderjährigen Migranten Schutz und Verteidigung zu garantieren, denn „diese jungen Mädchen und Jungen enden häufig auf der Straße, sich selbst überlassen und Opfer von skrupellosen Ausbeutern, die sie viel zu oft zum Gegenstand physischer, moralischer und sexueller Gewalt werden lassen“ (Benedikt XVI., Botschaft zum Welttag des Migranten und des Flüchtlings 2008).

Im Übrigen kann es manchmal sehr schwer werden, die Abgrenzung zwischen Migration und Menschenhandel genau zu bestimmen. Zahlreich sind die Faktoren, die dazu beitragen, die Migranten, besonders wenn sie minderjährig sind, in einen Zustand der Verletzlichkeit zu versetzen: die Armut und der Mangel an Mitteln zum Überleben – verbunden mit unrealistischen Erwartungen, die von den Kommunikationsmitteln suggeriert werden –; das niedrige Niveau der Alphabetisierung; die Unkenntnis der Gesetze, der Kultur und häufig auch der Sprache der Gastländer. All das macht sie physisch und psychologisch abhängig. Doch der stärkste Antrieb für die Ausbeutung und den Missbrauch der Kinder kommt von der Nachfrage. Wenn keine Möglichkeit gefunden wird, mit größerer Strenge und Wirksamkeit gegen die Nutznießer vorzugehen, wird man den vielfältigen Formen der Sklaverei, denen die Minderjährigen zum Opfer fallen, keinen Einhalt gebieten können.

Es ist daher notwendig, dass die Immigranten gerade zum Wohl ihrer Kinder immer enger mit den Gemeinschaften zusammenarbeiten, die sie aufnehmen. Mit großer Dankbarkeit schauen wir auf die kirchlichen und zivilen Organismen und Institutionen, die mit starkem Engagement Zeit und Mittel zur Verfügung stellen, um die Minderjährigen vor verschiedenen Formen des Missbrauchs zu schützen. Es ist wichtig, dass immer wirksamere und durchgreifendere Arten der Zusammenarbeit geschaffen werden, die sich nicht nur auf den Austausch von Informationen stützen, sondern auch auf die Intensivierung von Netzen, die imstande sind, unverzügliches und engmaschiges Einschreiten sicherzustellen. Dabei soll nicht unterschätzt werden, dass die außerordentliche Kraft der kirchlichen Gemeinschaften sich vor allem dann zeigt, wenn eine Einheit des Gebetes besteht und ein brüderliches Miteinander herrscht.

An zweiter Stelle muss für die Integration der Kinder und Jugendlichen in Migrationssituationen gearbeitet werden. Sie hängen in allem von der Gemeinschaft der Erwachsenen ab, und häufig wird der Mangel an finanziellen Mitteln zum Hinderungsgrund, warum geeignete politische Programme zur Aufnahme, Betreuung und Eingliederung nicht zur Anwendung gelangen. Anstatt die soziale Integration der minderjährigen Migranten oder Pläne zu ihrer sicheren und betreuten Rückführung zu fördern, wird folglich nur versucht, ihre Einreise zu verhindern, und so begünstigt man den Rückgriff auf illegale Netze. Oder sie werden in ihr Herkunftsland zurückgeschickt, ohne zu klären, ob das wirklich von „höherem Nutzen“ für sie ist.

Noch ernster ist die Lage der minderjährigen Migranten, wenn sie sich in einer Situation der Irregularität befinden oder wenn sie von der organisierten Kriminalität angeworben werden. Dann landen sie oft zwangsläufig in Haftanstalten. Nicht selten werden sie nämlich festgenommen, und da sie kein Geld haben, um die Kaution oder die Rückreise zu bezahlen, können sie lange Zeit inhaftiert bleiben und dabei verschiedenen Formen von Missbrauch und Gewalt ausgesetzt sein. In diesen Fällen muss das Recht der Staaten, die Migrationsströme unter Kontrolle zu halten und das nationale Gemeinwohl zu schützen, mit der Pflicht verbunden werden, Lösungen für die minderjährigen Migranten zu finden und ihre Position zu legalisieren. Dabei müssen sie uneingeschränkt deren Würde achten und versuchen, ihren Bedürfnissen entgegenzukommen, wenn sie allein sind; zum Wohl der gesamten Familie müssen aber auch die Bedürfnisse ihrer Eltern berücksichtigt werden.

Grundlegend bleibt allerdings, dass geeignete nationale Verfahren und Pläne einer abgestimmten Zusammenarbeit zwischen den Herkunfts- und den Aufnahmeländern zur Anwendung gelangen, mit dem Ziel, die Ursachen der Zwangsemigration der Minderjährigen zu beseitigen.

An dritter Stelle appelliere ich von Herzen an alle, nach dauerhaften Lösungen zu suchen und diese konkret umzusetzen. Da es sich um ein komplexes Phänomen handelt, ist die Frage der minderjährigen Migranten an ihrer Wurzel anzugehen. Kriege, Verletzungen der Menschenrechte, Korruption, Armut sowie die Störung des Gleichgewichts in der Natur und Umweltkatastrophen gehören zu den Ursachen des Problems. Die Kinder sind die Ersten, die darunter leiden; manchmal erleiden sie Formen physischer Folter und Gewalt, die mit denen moralischer und psychischer Art einhergehen und in ihnen Spuren hinterlassen, die fast immer unauslöschlich sind.

Es ist daher absolut notwendig, in den Herkunftsländern den Ursachen entgegenzutreten, die die Migrationen auslösen. Das erfordert als ersten Schritt den Einsatz der gesamten Internationalen Gemeinschaft, um die Konflikte und Gewalttaten auszumerzen, die die Menschen zur Flucht zwingen. Außerdem ist eine Weitsicht notwendig, die fähig ist, geeignete Programme für die von schwerwiegenderen Ungerechtigkeiten und von Instabilität betroffenen Gebiete vorzuplanen, damit allen der Zugang zu authentischer Entwicklung gewährleistet wird, die das Wohl der Kinder fördert; sie sind ja die Hoffnung der Menschheit.

Zum Schluss möchte ich ein Wort an euch richten, die ihr den Weg der Emigration an der Seite der Kinder und Jugendlichen mitgeht: Sie brauchen eure wertvolle Hilfe, und auch die Kirche braucht euch und unterstützt euch in eurem großherzigen Dienst. Werdet nicht müde, mit eurem Leben mutig das gute Zeugnis für das Evangelium abzulegen, das euch ruft, Jesus, den Herrn, der in den Kleinsten und Verletzlichsten gegenwärtig ist, zu erkennen und aufzunehmen.

Ich vertraue alle minderjährigen Migranten, ihre Familien, ihre Gemeinschaften und euch, die ihr ihnen nahe seid, dem Schutz der Heiligen Familie von Nazareth an, damit sie über jeden wacht und alle auf ihrem Weg begleitet. Und mit meinem Gebet verbinde ich den Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 8. September 2016

FRANZISKUS

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Quelle [VATIKAN , 13 October, 2016 / 12:42 AM (CNA Deutsch).-]