MIRARI VOS – Rundschreiben Papst Gregors XVI. vom 15. August 1832

Ihr wundert Euch sicher 1, daß Wir seit Übernahme der Verwaltung der gesamten Kirche, die Unserer Wenig­keit auferlegt wurde, noch kein Schreiben an Euch gerichtet haben, wie das sowohl der seit den ersten Zeiten bestehende Brauch als auch Unser Wohlwollen Euch gegenüber gefor­dert hätte. Das war denn auch sehr in Unseren Wünschen, sogleich Unser Herz weit vor Euch zu öffnen, und in Gemeinschaft des Geistes an Stelle desjenigen zu Euch zu sprechen, durch den Wir einst in der Person des hl. Petrus aufgefordert wurden, die Brüder zu stärken 2.

Ihr wißt es ja nur zu gut, durch welchen Sturm von Übeln, und Kümmernissen Wir gleich in den ersten Augen­blicken Unseres Hirtenamtes auf eine solch wild und hoch bewegte See geworfen wurden, daß Wir in ihr durch bös­willigste Verschwörung der Gottlosen zugrunde gegangen wären, wenn nicht Gottes Hand Uns kraftvoll gerettet hätte. Es ist dem Herzen zuwider, durch die überaus traurige Aufzählung so vieler Schläge alten Schmerz neu aufzuwühlen. Viel lieber danken Wir dem Vater alles Trostes, der alle Anstürme niederschlug und Uns aus gegen­wärtiger Gefahr befreite, der den so heftigen Sturm stillte und Uns wieder frei von Furcht aufatmen ließ. Wir haben Uns gleich vorgenommen, sofort mit Euch gemeinsam zu beraten, wie Wir die Übel Israels heilen könnten. Aber die ungeheure Last von Sorgen, die Uns in der Wieder­aufrichtung der öffentlichen Ordnung bedrückte, hat die Ausführung Unseres Willens verzögert.

Inzwischen kam ein neuer Grund des Schweigens hin­zu, nämlich die Zügellosigkeit der Aufrührer, welche die Zeichen des Kampfes wieder bis in Unsere Nähe zu tragen wagten. Wir mußten denn doch endlich die Hartnäckig­keit solcher Menschen, deren zügellose Wut durch lang­andauernde Straflosigkeit und die Nachsicht Unserer lang­mütigen Güte nicht besänftigt, sondern eher gesteigert wurde, mit der Rute strafend zähmen. Wir taten es kraft der Uns von Gott verliehenen obrigkeitlichen Gewalt, freilich auch zu Unserem großen Leidwesen 3. Daraus könnt Ihr nun schließen, wie Unsere tägliche Sorgenlast immer mehr zunahm.

Aber nachdem Wir einmal nach Sitte und Recht Unserer Vorgänger die feierliche Besitznahme des Pontifikates in der Lateranbasilika vorgenommen haben — was Wir aus ebendenselben Gründen verschoben hatten —, legen Wir nun alles Zögern ab und wenden Uns eilends Euch zu, Ehrwürdige Brüder. Und zum Zeugnisse Unserer freund­lichen Gesinnung Euch gegenüber, übersenden Wir ein Schreiben an diesem freudvollen Tage, an dem wir den Triumph der in den Himmel aufgenommenen seligsten Jungfrau festlich feiern. Wir haben Sie inmitten größter Bedrängnisse als Schützerin und Helferin erkannt. Sie möge Uns auch jetzt, da Wir Euch schreiben, fürbittend beistehen und Unsern Geist mit ihrem himmlischen Ein­fluß zu jenen Ratschlüssen führen, die dem christlichen Volke inskünftig am besten das Heil bringen.

Trauernd und mit niedergedrücktem Gemüte kommen Wir zu Euch, die Wir ja, ob Eures Eifers für den Glauben, in großer Sorge wissen. Denn arg ist die Zeit für den Glauben. In Wahrheit dürften Wir sagen, daß « jetzt die Stunde für die Mächte der Finsternis sei, um die Kinder der Auserwählung zu sieben wie den Weizen » 4. « Wahr­lich, es trauerte die Erde, und sie zerfloß in Tränen . . . geschändet von ihren Bewohnern, da sie die Gesetze über­schritten, das Recht beugten, das ewige Bündnis zer­brachen. » 5

Wir sprechen von Dingen, Ehrwürdige Brüder, die Ihr mit eigenen Augen seht und die Wir gemeinsam beweinen. Unrecht, unverschämte Wissenschaft, zügellose Freiheit feiern freche Siege. Verachtet wird die Heiligkeit gott­geweihter Dinge; die Hoheit der Gottesverehrung, die sonst so große Macht und so großen Einfluß besitzt, wird von, nichtswürdigen Menschen geschmäht, geschändet, ver­höhnt : und daher wird die rechte Lehre verdreht, und Irrtümer aller Art werden frech verbreitet. Nichts ist sicher vor der Frechheit jener Leute, deren Mund nur Unrecht spricht : nicht Gesetze heiliger Dinge, nicht Rechte, nicht Einrichtungen, nicht uraltheiligste Gebote. Sehr schlimm wird bedrängt dieser Unser Römische Sitz des heiligen Petrus, in den Christus den Grund seiner Kirche legte. Die Bande der Einheit werden von Tag zu Tag mehr gelockert und zerschnitten. Die göttliche Rechtshoheit der Kirche wird bekämpft, und nachdem man ihre Rechte gebrochen, wird sie irdischem Willkürrecht unterworfen; nachdem man sie in schmähliche Knechtschaft gebunden, wird sie in größter Ungerechtigkeit dem Hasse der Völker preisgegeben. Der den Bischöfen schuldige Gehorsam wird gekündigt, ihre Rechte werden mit Füßen getreten. Schauerlich widerhallen Hoch- und Mittelschulen von neuen ungeheuerlichen Irrtümern, durch die der katho­lische Glaube nicht mehr nur insgeheim und hinterrücks angegriffen wird, sondern offen und laut ein schrecklicher und unerbittlicher Krieg ihm angesagt wird. Man hat durch Schulordnungen und durch das Beispiel der Lehrer den Geist der Jugend verdorben, und so kam ein unge­heuerer Niedergang des Glaubens und eine entsetzliche Verderbnis der Sitten. In der Folge verwarf man ganz den Zügel des heiligen Glaubens, durch den die Reiche bestehen und jede Herrschaft ihre Kraft und Stärke erhält. Und jetzt sehen Wir den Untergang der öffentlichen Ordnung, den Fall der Obrigkeit, den Umsturz jeder gesetzlichen Macht näher und näher rücken. Diese Flut von Übeln ist der Verschwörerarbeit jener geheimen Gesellschaften zuzuschreiben, in die wie in einen Schmutzkanal alles zu­sammenströmte, was je in den Irrlehren und verderblichsten Sekten gottesräuberisch und gotteslästerlich war.

Diese Dinge, Ehrwürdige Brüder, und noch viele andere, die vielleicht noch schwerwiegender sind, der Länge halber jedoch hier nicht aufgezählt werden können, und die Ihr ja genau kennt, zwingen Uns zur Trauer, zu einer bitteren und unaufhörlichen Trauer, da Uns, die Wir den Lehrstuhl des Apostelfürsten innehaben, vor allen anderen der Eifer für das gesamte Haus Gottes verzehren soll. Wir erkennen aber auch, daß es der Pflicht Unserer Stellung nicht genügt, diese zahllosen Übel nur zu betrauern, sondern daß Wir nach Kräften Uns bemühen sollen, sie zu beseitigen. Darum nehmen Wir Zuflucht zu Euerer treuen Mitarbeit und rufen, Ehrwürdige Brüder, Eure Sorge für das Wohl des katholischen Volkes an. Eure Tüchtigkeit und Euer Glaube sind uns wohlbekannt, und Eure hervorragende Klugheit sowie Euer unermüdlicher Eifer sind Uns eine Ermutigung, mehr noch, ein sehr erquickender Trost, der Uns, die Wir unter dem Druck schlimmer Zeiten leben, immer wieder aufrichtet. Es ist ja Unsere Pflicht, die Stimme laut zu erheben und alles zu wagen, auf daß nicht ein wilder Eber den Weinberg verwüste, auf daß nicht die Wölfe die Herde töten. Unsere Aufgabe ist es, die Schafe nur auf jene Weideplätze zu führen, die ihnen heilsam sind und in keiner Weise heimliche Verderbnis bergen. Es sei fern von Uns, Vielgeliebte, daß, während so viele Übel drücken, so viele Gefahren lauern, die Hirten ihre Aufgabe vernachlässigen und von Furcht getrieben, ihre Schafe im Stiche lassen oder ohne sich um die Herde zu kümmern, müßig und mutlos dahinleben. Arbeiten wir also in geistiger Geschlossenheit an Unserer gemeinsamen — oder besser an Gottes — Sache und laßt Uns für das Heil des ganzen Volkes gegen die gemeinsamen Feinde in voller Eintracht wachen und kämpfen.

Dies werdet Ihr vor allem tun, wenn Ihr, gemäß der Pflicht Eures Amtes, auf die Lehre achtet. Denn eifrig möget Ihr erwägen, daß durch irgendwelche Neuerung die ganze Kirche getroffen wird 6, daß nach dem Wort des heiligen Papstes Agatho 7 von dem, was ordnungs­gemäß bestimmt worden ist, nichts vermindert, nichts geändert, nichts hinzugefügt werden darf, sondern alles nach Wort und Sinn unverletzt zu bewahren ist. Uner­schüttert soll auch bestehen die Festigkeit jener Einheit, die sich auf den Bischofsstuhl des hl. Petrus wie auf ihre Grundlage stützt, damit, wie von hier aus in alle Kirchen die Rechte ehrwürdiger Gemeinschaft ausfließen, ebendort auch für alle sowohl eine Festungsmauer sei als eine sichere Zuflucht, ein ruhiger Hafen und eine Schatzkammer un­zähliger Güter. Um also die freche Kühnheit jener zu brechen, welche es wagen, die Rechte des Heiligen Stuhles zu bestreiten oder die Verbindung der Kirchen mit ihm zu lockern, auf die sie sich stützen und von der sie leben, müßt Ihr höchstes Bestreben der Treue und aufrichtiger Verehrung zu ihm einflößen. Ihr könnt Euch dabei auf den hl. Cyprian berufen, der sagt : « Zu Unrecht glaubt in der Kirche zu sein, wer den Stuhl des hl. Petrus ver­läßt, auf den die Kirche gebaut ist. » 8

Bemühet Euch also und wachet eifrig, um das Erbgut des Glaubens zu wahren inmitten einer solchen Ver­schwörung gottloser Menschen, die absichtlich eingegangen wurde, Gott sei’s geklagt, um jenes Gut zu zerreißen und zu vernichten. Alle sollen sich bewußt sein, daß das Urteil über die echte Lehre, nach der die Völker zu unter­weisen sind, daß die Verwaltung und Leitung der gesamten Kirche beim Römischen Papst liegt. Ihm wurde von Christus, dem Herrn, die Fülle der Befugnis übergeben, die gesamte Kirche zu leiten und zu verwalten, wie die Väter der Kirchenversammlung zu Florenz treffend er­klärten 9.

Es ist Pflicht der einzelnen Bischöfe, dem Stuhle Petri in größter Treue anzuhangen, das anvertraute Glaubensgut heilig und mit Gottesfurcht zu wahren, ihren Teil der Herde Gottes zu weiden. Die Priester aber seien den Bischöfen untertan, welche sie als ihre geistigen Väter be­trachten sollen, wie der hl. Hieronymus mahnt 10. Niemals mögen sie vergessen, daß ihnen schon älteste Bestim­mungen verbieten, im übernommenen Amte etwas zu tun oder die Aufgabe des Lehrens und Predigens sich anzu­maßen ohne Ermächtigung des Bischofs. Denn der Treue desselben ist das Volk anvertraut, und von ihm wird die Rechenschaft über die Seelen gefordert werden 11. Als feste Richtschnur gelte : wer etwas gegen diese Ordnung unter­nimmt, stört die Ruhe der Kirche.

Unrecht wäre es also und unvereinbar mit jener Ehr­furcht, mit der die Gesetze der Kirche aufzunehmen sind, wenn jemand aus dünkelhafter Meinungswillkür, die Kirchenordnung ablehnend beurteilen wollte, in der die Spendung der Sakramente, das Sittengesetz, die Ordnung des Kirchenrechtes und ihrer Diener enthalten ist, oder wenn man sagte, sie widerspreche gewissen Grundsätzen der Schöpfungsrechte, sie sei verstümmelt und unvoll­kommen und gar der staatlichen Gewalt unterworfen.

Die Kirche ist ja, um uns der Worte der Tridentinischen Väter zu bedienen, von Jesus Christus und seinen Aposteln unterrichtet worden und wird vom Heiligen Geiste belehrt, der sie in alle Wahrheit fortwährend einführt 12. Daher wäre es völlig unsinnig und für sie höchst beleidigend, von einer Erneuerung und Wiederbelebung zu sprechen, die nötig wäre, um ihren Bestarid und ihr Wachstum sicherzustellen, als ob man sie dem Untergange, der Ver­dunkelung oder anderen derartigen Mängeln ausgesetzt glaubte. Mit solchen Bestrebungen zielen die Neuerer darauf hin, die Grundlagen zu einer neuen, rein mensch­lichen Einrichtung zu legen und eben das zu erreichen, was Cyprian verabscheut : nämlich die Kirche, die ein göttlich Ding ist, zu einer menschlichen Sache werden zu lassen. Die solches planen, mögen erwägen, daß nach dem Zeugnis des hl. Leo dem Römischen Papste allein die Bestimmung der Kirchenregeln zusteht, daß es nur ihm gegeben ist, und nicht einem beliebigen Menschen, irgend etwas über die Regeln der väterlichen Einrichtungen zu beschließen, und wie der hl. Gelasius 13 schreibt, die Bestimmungen des Kirchenrechtes abzuwägen und die Vorschriften anzu­passen, damit das, was die Notwendigkeit der Zeit für die Wiederherstellung der Kirchen zu beseitigen drängt, nach reiflicher Überlegung gemildert werde.

Wach möchten Wir auch Euren Glaubenseifer wissen im Kampfe mit jener überaus schändlichen Verschwörung gegen die priesterliche Ehelosigkeit. Ihr wißt, daß sie immer gehässiger wird. Mit den verderblichsten Philosophen unserer Zeit machen da sogar nicht wenige aus dem geist­lichen Stande selbst gemeinsame Sache. Vergessend ihrer geheiligten Person und ihrer Würde, fortgerissen von den Lockungen der Weltlüste, gingen sie so weit, daß sie an einigen Orten es wagten, öffentliche und wiederholte Be­gehren an die Staatslenker zu richten, um jene heiligste Zucht zu brechen. Aber es ist Uns zuwider, Euch lange über diese schmählichsten Versuche hinzuhalten. Wir stellen es lieber mit Vertrauen Eurem Glaubenseifer anheim, nach den Vorschriften der heiligen Kirche alle Kräfte aufzuwenden, damit dieses so wichtige Gesetz, gegen das sich von überallher die Pfeile der Lüsternen richten, unversehrt erhalten, beschützt und verteidigt werde.

Auch die ehrwürdige Ehe der Christen, welche Paulus ein großes Heiligungsmittel in Christus genannt hat 14, ruft eindringlich nach Unserer gemeinsamen Sorge, damit nichts Unrechtes gegen ihre Heiligkeit oder Untrennbarkeit gedacht oder zu unternehmen versucht werde. Nachdrück­lich hat dies schon Unser Vorgänger seligen Angedenkens, Pius VIII., in einem Rundschreiben empfohlen. Immer noch erheben sich unheilvolle Anschläge gegen sie. Eifrig sind die Völker darüber zu belehren, daß die einmal gültig geschlossene Ehe nicht mehr getrennt werden kann, daß Gott den durch das Eheband Geeinten dauernde Lebens­gemeinschaft vorgeschrieben hat, daß dieser Lebensbund nur durch den Tod gelöst werden könne. Sie mögen sich bewußt werden, daß die Ehe zu den heiligen Dingen gehört, und deshalb der Kirche untersteht. Sie mögen sich die kirchlichen Ehegesetze vor Augen halten und ihnen heilig, ernst und genau gehorchen. Denn von ihrer Erfüllung hängt die Innigkeit, die Kraft und rechte Ge­meinschaft des Ehelebens ab. Sie sollen sich davor hüten, aus irgend einem Grund je etwas zuzulassen, was den Bestimmungen des heiligen Kirchenrechtes und den Beschlüssen der Kirchenversammlungen widerspricht, wohl wissend, daß jene Ehen ein unglückliches Ende haben, die der kirchlichen Zucht zuwider, ohne Anrufung Gottes, aus bloßer Leidenschaft geschlossen werden, ohne daß die Brautleute irgendwie an das Heiligungsmittel und die in ihm versinnbildeten Geheimnisse denken.

Nun kommen Wir zu einem weiteren überreichlichen Quell von Übeln, unter denen leider die Kirche heute so schwer leidet. Wir meinen die Gleichgültigkeit, den Indiffe­rentismus, jene verkehrte Ansicht, welche die Schlauheit der Bösen überallhin verbreitet hat, man könne durch jedes beliebige Glaubensbekenntnis das ewige Heil erlangen, wenn nur das sittliche Leben nach der Regel des Rechten und Anständigen ausgerichtet werde. Doch werdet Ihr mit Leichtigkeit in einer so klaren und eindeutigen Sache diesen äußerst verderblichen Irrtum von den Völkern fern­halten, die Eurer Sorge anvertraut sind. Der Apostel 15 lehrt ja, es gebe nur einen Gott, einen Glauben, eine Taufe, Zurückschrecken sollen jene, die da behaupten, jedes Glau­bensbekenntnis eröffne gleicherweise den Weg zur Pforte der Seligkeit, und sie sollen gemäß dem Zeugnisworte des Erlösers bedenken, daß gegen Christus ist, wer nicht mit Christus ist 16, daß unheilvoll zerstreut, wer nicht mit ihn-sammelt, daß ohne Zweifel ewig verloren geht, wer nicht am katholischen Glauben festhält und ihn unversehrt unc unverletzt bewahrt 17. Mögen sie Hieronymus hören, der zur Zeit, als die Kirche durch Glaubensspaltung in drei Teile zerrissen war, jedem, der ihn auf seine Seite bringen wollte — so erzählt er —, in fester Entschlossenheit un­ermüdlich zugerufen hat : « Wer mit dem Stuhle Petri ver- Bunden ist, der ist mein. » 18 Fälschlich aber würde sie jemand damit betören, der sagte, auch er sei im Wasser wiedergeboren. Ihm würde das Wort des hl. Augustinus gerade recht als Antwort gelten : « Dasselbe Aussehen hat auch eine Rebe, die vom Weinstock abgeschnitten ist : aber was nützt ihr das Aussehen, wenn sie nicht von der Wurzel lebt ? »19

Aus der Quelle dieser verderblichen Gleichgültigkeit fließt jene törichte und irrige Meinung — oder noch besser jener Wahnsinn, es solle für jeden die Freiheit des Gewissens verkündet und erkämpft werden. Diesem seu­chenartigen Irrtum bereitet den Weg jene übervolle und maßlose Freiheit der Meinungen, welche zum Schaden der kirchlichen und bürgerlichen Sache sich weitherum verbreitet. Dabei gibt es manche, die mit größter Unver­schämtheit behaupten, daß die Religion aus ihr gewisse Vorteile ziehe. Aber welch schlimmeren Tod kann es für die « Seele geben als die Freiheit des Irrtums ? », so sagte Augustinus 20. Denn wenn der Zügel zerbrochen ist, mit dem die Menschen auf den Pfaden der Wahrheit gehalten werden, dann stürzt ihre ohnehin zum Bösen geneigte Natur rasend schnell in den Abgrund, und wir sehen wahrhaftig den Höllenpfuhl offen, aus dem Johannes 21 den Rauch aufsteigen sah, durch den die Sonne verfinstert ward und aus welchem Heuschrecken hervorgingen und sich über die ganze Erde verbreiteten. Denn aus jenem Irrtum kommen die Gesinnungsumschläge, aus ihm die immer größere Verderbnis der Jugend, aus ihm geht ins Volk die Verachtung der Heiligtümer und der heiligsten Dinge und Gesetze, aus ihm fließt mit einem Wort eine Seuche, die für das öffentliche Leben todbringender ist als jede andere. Denn die Erfahrung bezeugt es und seit uralter Zeit weiß man es : Staatswesen, die in Reichtum, Macht und Ruhm blühten, fielen durch dieses eine Übel erbärm­lich zusammen, nämlich durch zügellose Meinungsfreiheit, Redefreiheit, Neuerungssucht.

Hieher gehört auch jene nie genug zu verurteilende und zu verabscheuende Freiheit des Buchhandels, um alle möglichen Schriften unter das Volk zu werfen, Freiheit, die viele mit äußerst verbrecherischem Eifer fordern und fördern. Mit Schaudern stellen wir fest, Ehrwürdige Brüder, mit welchen Ungeheuern von Lehren oder besser Ungetümen von Irrtümern wir erdrückt werden, die über­all verbreitet werden durch eine gewaltige Menge von Büchern, durch Broschüren und Schriften, an Gewicht zwar klein aber übergroß an Bosheit, aus denen wir mit tränenden Augen den Fluch über die Erde gehen sehen. Es gibt aber Leute — o Jammer —, welche in ihrer Unverschämtheit so weit gehen, daß sie hartnäckig be­haupten, diese aus der Pressefreiheit hervorgehende Flut von Irrtümern würde übergenug wettgemacht durch irgend ein Buch, das inmitten dieses großen Sturmes von Schlechtigkeiten zur Verteidigung von Religion und Wahrheit herausgegeben wird. Es ist unrecht, es ist wider alles Recht, absichtlich eine offenkundige und größere Untat zu begehen, weil zu hoffen sei, daß daraus etwas Gutes entstehe. Welcher vernünftige Mensch wird je sagen, es dürfe Gift frei ausgestreut, öffentlich verkauft, mit sich getragen, ja, gebraucht werden, weil es wohl irgend ein Heilmittel gebe, durch dessen Gebrauch man vor dem Tode bewahrt würde ?

Wahrhaftig ganz anders war das Vorgehen der Kirche, wenn es sich darum handelte, die Seuche schlechter Bücher zu bekämpfen, und das schon zu den Zeiten der Apostel, von denen wir lesen, daß sie einen großen Haufen von Büchern öffentlich verbrannten 22. Es mag genügen die Gesetze durchzulesen, welche die 5. Kirchenversammlung im Lateran in dieser Hinsicht erlassen hat, und die Be­stimmung, welche dann Leo X., Unser Vorgänger seligen Angedenkens, herausgegeben hat, damit das, was zur Ver­mehrung des Glaubens und zur Verbreitung der schönen Künste nutzbringend erfunden wurde, nicht ins Gegen­teil verkehrt werde und dem Heile der Christgläubigen zum Verderben sei 23. Dasselbe war auch die brennende Sorge der Tridentinischen Väter, die als Heilmittel gegen ein derartiges Übel den äußerst heilsamen Beschluß faßten, ein Verzeichnis der Bücher herauszugeben, in denen schlechte Lehren enthalten sind 24. Mit aller Kraft soll man kämpfen, sagt Klemens XIII., Unser Vorgänger seligen Andenkens, in seinem Rundschreiben über das Verbot schädlicher Bücher 25, mit aller Entschiedenheit ist zu kämpfen, so wie die Sache selbst es erheischt, und nach Kräften ist das todbringende Unheil so vieler Bücher zu verhindern : denn nie wird das Gift des Irrtums vernichtet, wenn nicht die verderblichen Keime des Übels in Flammen aufgehen. Aus dieser stän­digen Sorge .aller Zeitalter, mit welcher Unser Heilige Apostolische Stuhl stets bestrebt war, verdächtige und schädliche Bücher zu verurteilen und den Händen der Menschen zu entwinden, geht es ganz klar hervor, wie falsch und vermessen, wie ungerecht gegen den Apo­stolischen Stuhl, wie ungeheuer verderbenbringend für das christliche Volk die Lehre jener ist, die eine Bücher­zensur nicht nur als überaus drückend und lästig ver­werfen, sondern in ihrer Bosheit so weit gehen, daß sie erklären, so etwas sei den Grundsätzen wahren Rechtes zuwider, daß sie es wagen, der Kirche das Recht, ein Verzeichnis aufzustellen und zu besitzen, überhaupt abzusprechen.

Wir haben erfahren, daß durch Schriften, die ins Volk geworfen werden, gewisse Lehren verbreitet werden, welche die den Fürsten schuldige Treue und Gehorsams­pflicht ins Wanken bringen und überall die Fackel des Aufruhrs anzünden. Es muß daher sehr darauf geachtet werden, daß die Völker nicht irregeführt werden und so vom rechten Wege abweichen. Alle mögen sich vor Augen halten, daß es nach den Mahnworten des Apostels keine Gewalt gibt außer durch Gott : die aber bestehen, sind von Gott eingesetzt. Wer also der Obrigkeit wider­steht, widersetzt sich Gottes Anordnung, und die so widerstehen, ziehen sich das Strafgericht zu 26. Göttliche und menschliche Rechte rufen laut verurteilend gegen jene, die durch schmählichste Machenschaften von Auf­ruhr und Empörung die Menschen von der Treue gegen die Fürsten loszureißen und diese selbst der Herrschaft zu berauben suchen.

Aus diesem Grunde wollten sich die ersten Christen nicht mit solcher Schmach beladen. Obwohl sie unter der Wut der Verfolgungen litten, haben sie doch be­kannterweise um die Herrscher und den Bestand des Reiches sich sehr verdient gemacht, und dies haben sie herrlich bewiesen, nicht nur durch Treue in jenen Dingen, die nicht im Widerspruch zur Religion befohlen wurden, und die sie genau und diensteifrig ausführten, sondern durch Ausdauer bis zum letzten, ja durch Vergießen des Blutes in der Schlacht. Christliche Soldaten dienten dem heidnischen Kaiser, sagt der hl. Augustinus 27. Sobald es aber um die Sache Christi ging, erkannten sie als Herrn nur jenen an, der im Himmel ist. Sie unterschieden den ewigen Herrn vom zeitlichen, und doch waren sie eben wegen des ewigen Herrn auch dem zeitlichen untertan. Gerade dies hielt sich der hl. Mauritius, der unbesiegte Glaubenszeuge und Führer der Thebäischen Legion, vor Augen, als er nach dem Berichte des hl. Eucherius dem Kaiser folgende Antwort gab 28 « Deine Soldaten sind wir, Kaiser, doch auch Gottes Knechte, wie wir frei be­kennen . .. Und jetzt treibt uns die letzte Entscheidung ums Leben keineswegs zum Aufstand : siehe, wir halten die Waffen und leisten keinen Widerstand, weil wir lieber sterben als töten wollen. » Diese Treue der alten Christen gegenüber den Fürsten glänzt umso herrlicher, wenn man mit Tertullian 29 bedenkt, daß es damals den Christen nicht an Zahl und Machtmitteln gebrach, falls sie ihre Feinde hätten unschädlich machen wollen. « Wir sind Auswärtige, sagt er, und doch haben wir all das Eurige gefüllt, Städte, Inseln, Festungsplätze, Dorfgemeinden, Weiler, selbst die Heereslager, staatliche Körperschaften, Gemeindeämter, den Palast, den Senat, das Forum . . . Zu welchem kriegerischen Unternehmen wären wir nicht fähig und sofort bereit gewesen, selbst bei ungleichen Kräften ? Wir würden uns im Krieg bereitwillig nieder­machen lassen, wenn es nach dieser (christlichen) Lehre nicht besser wäre, selbst geschlachtet zu werden als zu töten … ? Wenn wir, eine solche Masse von Menschen, uns von Euch getrennt und in irgend einen Winkel der Erde zurückgezogen hätten, dann hätte der Verlust so vieler und so guter Bürger eure Herrschaft in Schande zerschmelzen lassen, ja, mit völliger Vernichtung gestraft. Ohne Zweifel wäret ihr erschreckt ob eurer Einsamkeit … und hättet nach Untertanen gesucht ; es wären euch mehr Feinde als Bürger geblieben ; jetzt aber habt ihr ob der Menge der Christen weniger Feinde. »

Diese herrlichen Beispiele unerschütterlicher Treue gegenüber den Fürsten, welche sich notwendig aus den heiligen Vorschriften der christlichen Religion ergaben, verurteilen die abscheuliche Frechheit und Bosheit jener, die schäumend in verworfener, zügelloser Gier nach ungehemmter Freiheit, ganz darin aufgehen, alle Rechte der Obrigkeiten ins Wanken zu bringen und zu zerreißen, aber unter dem Schein der Freiheit den Völkern nur Knechtschaft bringen. Zu dem Ziele ver­schworen sich die verbrecherischen Hirngespinste und Machenschaften der Waldenser, Beguarden, der Anhänger Wiclefs und anderer Belialssöhne, die Schmutz- und Schandflecken des Menschengeschlechtes waren, und daher mit Recht vom Apostolischen Stuhle mit Bann bestraft wurden. Denn auf gar nichts anderes lenken diese verderblichen Menschen all ihre Kräfte, als daß sie mit Luther jubelnd sich beglückwünschen können, von allem frei zu sein. Und um dies leichter und schneller zu erreichen, greifen sie mit größter Kühnheit zu jedem verbrecherischen Mittel.

Ebensowenig Erfreuliches für Kirche und Staat können Wir von jenen erwarten, die Kirche und Staat trennen und das gegenseitige Einvernehmen zwischen weltlicher und geistlicher Obrigkeit zerstören möchten. Es ist ja bekannt, daß die Anhänger der schrankenlosen Freiheit diese Eintracht sehr fürchten, weil sie sowohl für die kirchliche als für die staatliche Sache glückbringend und heilsam war.

Zu den übrigen bitterbösen Dingen, die Uns Sorge machen und in der gemeinsamen Gefahr mit besonderem Schmerz bedrücken, kommen hinzu gewisse Gesellschaften und ständige Zusammenkünfte, die sich in eins zusammen­tun mit den Anhängern jedweden auch falschen Glaubens und Bekenntnisses, die vor der Religion Ehrfurcht heu­cheln, in Wirklichkeit aber überall Neuerungen und Auf­ruhrbewegungen zu entfachen suchen. Und zu diesem Zwecke reden sie von Freiheiten aller Art, stiften Verwirrungen in geistlichen und weltlichen Dingen, unterwühlen jeg­liche Obrigkeit.

Mit einem Gemüte, das unter all dem sehr leidet, aber auch mit Vertrauen auf Jenen, der den Sturmwinden gebietet und Ruhe schafft, schreiben Wir Euch, Ehr­würdige Brüder, damit Ihr, angetan mit dem Schild des Glaubens, mutig die Schlachten des Herrn zu schlagen Euch bemühet. An Euch ist es ja vorzüglich, wie eine Mauer zu stehen gegen alle — und wären sie Legion ­die sich gegen Gottes Lehre erheben. Schwinget das Schwert des Geistes, welches ist Gottes Wort, und wer da hungert nach Gerechtigkeit, möge von Euch das Brot erhalten. Als ausgebildete Arbeiter in den Weinberg des Herrn gerufen, sollt Ihr um das eine Euch mühen : einträchtig darauf hinarbeiten, daß jegliche Wurzel von Bitternis aus dem Euch anvertrauten Acker herausge­rissen werde, daß jeder Same von Lastern vernichtet werde, und so eine reiche Ernte von Tugenden heran­reife. Besonders jene sollt Ihr mit väterlicher Liebe um­sorgen, die ihren Geist in die heiligen Wissenschaften und in weltanschauliche Fragen vertiefen. Mahnt und fördert sie, damit sie nicht, vermessentlich gestützt auf die Kräfte ihres bloßen Könnens, unklug vom Pfad der Wahrheit auf den Weg der Gottlosen abirren. Sie sollen sich erinnern, daß Gott ein Gott der Weisheit ist und ein Prüfer der Weisen 30, daß es unmöglich ist, ohne Gott Gott zu erkennen, der durch das Wort die Menschen das Gotteswissen lehrt 31. Zeichen eines hochmütigen, ja törichten Menschen ist es, die Geheimnisse des Glaubens, die alles geschöpfliche Sinnen übersteigen, nach mensch­lichen Maßen zu erforschen und auf die Erkenntniskraft unseres Geistes zu vertrauen, die der menschlichen Natur gemäß schwach und unzureichend ist. Diesen gemein­samen Wünschen für das Wohl von Kirche und Staat mögen überdies die Regierenden, Unsere in Christo ge­liebten Söhne, tatkräftig entgegenkommen und zwar kraft ihrer Machthoheit, welche sie, so mögen sie bedenken, nicht nur zur Leitung der Welt, sondern ganz besonders zum Schutze der Kirche erhalten haben. Möchten sie stets erkennen, daß für ihre Herrschaft und Ruhe getan wird, was immer für das Heil der Kirche gearbeitet wird. Ja, möchten sie überzeugt sein, daß die Sache des Glaubens für sie mehr gilt als jene ihres Reiches. Als etwas für sie Großes sollen sie es achten, sagen wir mit dem heiligen Papst Leo, wenn die Hand des Herrn zum Stirnreif ihrer Herrschaft noch die Krone des Glaubens hinzufügt. Zu Vätern und Schützern der Völker bestellt, sichern sie ihnen einen wahren, dauernden und ruhigen Wohlstand, wenn sie besonders darauf Sorge legen, daß unversehrt sei die gläubige und kindlich fromme Gesinnung gegen­über Gott, auf dessen Lenden geschrieben steht : König der Könige und Herrscher der Herrschenden.

Damit aber all dies zum verheißenen und glücklichen Ziele gelange, laßt Uns Augen und Hände erheben zur hei­ligsten Jungfrau Maria, die allein alle Irrtümer besiegt, die auch Unsere größte Zuflucht, ja der wahre Grund Unserer Hoffnung ist 32. Durch ihre Fürbitte erwirke sie, in so großer Not der Herde des Herrn, Unsern Bestrebungen, Planungen, Handlungen besten Erfolg. Auch vom Apostel­fürsten Petrus und seinem Mitapostel Paulus erflehen Wir in demütigem Gebete, daß Ihr alle wie eine Schutzmauer dastehet, damit kein anderer Grund gelegt werde als der, welcher bereits gelegt ist. Auf diese freudige Hoffnung gestützt, vertrauen Wir, daß der Urheber und Vollender des Glaubens, Jesus Christus, Uns alle endlich trösten werde inmitten der Trübsale, die Uns so sehr heimgesucht haben, und als Pfand himmlischen Schutzes erteilen Wir in großer Liebe Euch, Ehrwürdige Brüder, und den Eurer Sorge anvertrauten Schafen den Apostolischen Segen.

Gegeben zu Rom, bei S. Maria Maggiore, am 18. der Kalenden des September, am Fest der Himmelfahrt der­selben seligen Jungfrau Maria, im Jahre 1832 nach der Menschwerdung des Herrn, im zweiten Jahre Unseres Pontifikates.

PAPST GREGOR XVI.

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1 Gregor XVI., Rundschreiben an alle Patriarchen, Primaten, Erzbischöfe und Bischöfe der katholischen Welt: über die Störungen in Kirche und Staat. ASS IV (1868) 336-345.

2 Vgl. Luk. XXII 32.

3 Vgl. I Kor. IV 21.

4 Lux. XXII 53.

5 IS. XXIV 5.

6 CAELESTIN I., Brief XXx Apostolici verba praecepti an die Bischöfe Galliens, PL L 528.

7 AGATHO, Brief Omnium bonorum spes ad Imperatores, PL LXXXVII 1221.

8 CYPRIAN, De unitate Ecclesiae, PL IV 495.

9 Konzil von Florenz, Sess. xxv, Mansi XXXI ; vgl. Denzinger n. 714.

10 HIERONYMUS, Brief LII an Nepotianus, PL XXII 527.

11 Apostolische Kanons 38, Funk, Didascalia et Constitutiones aposto­lorum, Paderborn 1905, I 575.

12 Konzil von Trient, Sess. XIII, Mansi XXXIII ; vgl. Denzinger n. 874.

13 GELASIUS, Brief an die Bischöfe von Lukanien, PL LIX 47.

14 Vgl. Hebr. XIII 4.

15 Vgl. Ephes. iv 5.

16 Vgl. Luk. xi 23.

17 Vgl. Glaubensbekenntnis des hl. Athanasius.

18 HIERONYMUS, Brief LVII, PL XXII 647.

19 AUGUSTINUS, Zu den Psalmen, gegen die Donatisten, PL XLIII 23.

20 AUGUSTINUS, Brief CLXVI, PL XXXIII 720.

21 Vgl. Apok. ix 3.

22 Vgl. Apg. XIX 19.

23 V. Laterankonzil, Sess. x, Mansi XXXII 902.

24 Konzil von Trient, Sess. XVIII und xxv, Mansi XXXIII 118, 194.

25 KLEMENS XIII., Rundschreiben Christiane, 25. November 1766, BRC in 225.

26 Vgl. Röm. XIII 2.

27 AUGUSTINUS, Über die Psalmen CXXIV 7, PL XXXVII 1653.

28 EUCHERIUS, Passio Agaunensium matyrum, CSEL XXXI Aars I 165.

29 TERTULLIANUS, Apologeticum XXXVII, PL I 463.

30 Vgl. Weisheit VII 15.

31 IRENAEUS, Adversus haereses IV 6, PG VII 986.

32 BERNHARD, Predigt über Mariä Geburt, PL XLXXXIII 438.

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(Quelle: MENSCH UND GEMEINSCHAFT IN CHRISTLICHER SCHAU – Dokumente – Herausgegeben von Dr. EMIL MARTY unter Mitwirkung von Josef Schafer und Anton Rohrbasser – Verlag der Paulusdruckerei Freiburg in der Schweiz, 1945)