Kardinal Müller befürchtet in Lateinamerika einen Massenexodus aus der Kirche.

Kardinal Gerhard Müller zur Kirche in AmazonienKardinal Gerhard Müller warnt vor falsch verstandener Inkulturation. Foto: KNA

Kardinal Gerhard Ludwig Müller lehnt Kritik am Pachamama-Wurf in den Tiber ab. Ohne den Urheber der Aktion, Alexander Tschugguel, namentlich zu nennen, erklärte Müller kürzlich gegenüber dieser Zeitung. „Wenn die Hirten schlafen, schlägt die Stunde der Laien.“ Der Skandal bestehe in der Gotteslästerung, wenn in katholischen Kirchen und im Beisein von katholischen Gläubigen und ihren Hirten Geschöpfe oder von Menschenhand geschaffene Bilder aus Stein, Holz, Metall et cetera anstelle des einzigen und wahren Gottes angebetet werden.

Alttestamentliche Propheten waren viel rigoroser

Auf den Tiberwurf Tschugguels angesprochen, sagte der Kardinal, im Kampf gegen die Götzenbilder seien die alttestamentlichen Propheten viel rigoroser vorgegangen. Müller erinnerte auch an das Vorbild des Apostels der Deutschen: Der heilige Bonifatius habe aus dem Holz der gefällten Donareiche eine christliche Kapelle gebaut. Wörtlich stellte der Kardinal fest: „Im Zeitalter der Selbstsäkularisierung des Christentums hätten sicher einige Jünger – in fröhlicher Eintracht mit seinen Feinden, die ihn ans Kreuz brachten – nach der Tempelreinigung Christus wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung öffentlich angeklagt und strafrechtlich verfolgt. Sie hätten Jesus mangelnde Dialogbereitschaft attestiert, weil Er mit heiligem Eifer einschritt, als Geldwechsler und Tierhändler das Haus seines Vaters zu einer Markthalle machten.

Erneut übte der Kardinal scharfe Kritik an der Amazonas-Synode: „Das ganze – mit vielen Euros gesponserte – Treiben kann man nicht als Inkulturation verharmlosen oder als Zeichen des Respekts für andere Kulturen schönreden oder gar in bemalten weiblichen Fruchtbarkeitsfiguren ein Pro-Life-Symbol erkennen wollen.“

Müller grenzt Heiligenverehrung vom Pachamama-Kult ab

Die Bischöfe mahnte der Kardinal, sie sollten sich an das Beispiel des Apostels Paulus erinnern. Die Lykanonier hätten Paulus und Barnabas Opfer darbringen wollen, weil sie diese für die griechischen Götter Zeus und Hermes hielten. Paulus habe jedoch den Heiden geantwortet: „Wir bringen euch das Evangelium, damit ihr euch von diesen Nichtsen zu dem lebendigen Gott bekehrt, der den Himmel und die Erde geschaffen hat.“ Mit Nachdruck grenzte der Kardinal die katholische Bilder- und Heiligenverehrung vom Kult um die Pachamama ab. Heiligenbilder und -reliquien dienten nur der Erinnerung an die Heiligen, die als Zeugen der Gnade Gottes geehrt, aber nicht wie oder als Gott angebetet und verherrlicht würden, unterstrich der Kardinal. Die Grenzen der Inkulturationsfähigkeit der katholischen Kirche ergeben sich aus Sicht des Kardinals aus der Taufe. Wenn Menschen aus der Amazonasregion durch die Taufe zu Christus gehören, „können sie nicht innerhalb des katholisches Kultes Götzenverehrung betreiben“, stellte er klar. „Und wenn sie nicht katholisch sind, gehören sie nicht zur Kirche als Leib Christi und Tempel des Heiligen Geistes. Sie haben somit kein Recht, im liturgischen Kirchenraum mit ihren heidnischen oder nicht-katholischen Riten aufzutreten.“

Götzendienst gegenüber personifizierten Gewalten der Natur wie mythischen Gottheiten oder verabsolutierten endlichen Werten wie Geld, Macht und Prestige ruiniert aus Sicht des Kardinals jede Kultur. Müller erinnerte an das Pauluswort aus dem Epheserbrief: „Kein Götzendiener erhält ein Erbteil im Reich Christi und Gottes.“

Warnung vor Folgen falsch verstandener Inkulturation

Er warnte vor den Folgen einer falsch verstandenen Inkulturation: „Das ganze Trauerspiel wird viele aggressive antikatholische Sekten in Südamerika und anderswo in ihrer Polemik bestätigen, dass die Katholiken Götzendiener seien und dass der Papst, dem sie gehorchen, der Antichrist sei. Hunderttausende von Katholiken werden nun gerade im Amazonasgebiet und überall, wo die Videos von diesem römischen Spektakel gesehen wurden, die Kirche unter Protest verlassen. Hat man an diese Konsequenz gedacht oder nimmt man sie in Kauf?“

Zweifel äußerte der vormalige Präfekt der Glaubenskongregation, der Lateinamerika von zahlreichen Aufenthalten her kennt, an der Eignung ethnischer Symbole wie der Pachamama für die Neuevangelisierung. „Die Jungen dort interessieren sich sowieso nicht für die Pachamama, sondern vielmehr für Laptop und iPad. Soviel nur zur Zeitgemäßheit der Synodenmacher, deren Ideen sich in den 70er Jahren verfestigten.“ Aus dem im Matthäusevangelium dokumentierten Missionsbefehl Christi habe man „eine Karikatur“ gemacht.

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Quelle

Nachklang Amazonien-Synode: Pachamama ist keine Götzenanbetung

Die Feier in den Vatikanischen Gärten (ANSA)

Der emeritierte Bischof von San Cristobal de las Casas in Mexiko, Felipe Arizmendi Esquivel, hat die Zeremonie in den Vatikanischen Gärten zur Eröffnung der Amazonien-Synode verteidigt. In einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung „L´Osservatore Romano“ geht er auf die Bedeutung der Figuren und Rituale der Indigenen ein.

Wie der emeritierte Bischof zu Beginn seines Beitrags festhielt, sorgte die Zeremonie, an der auch Papst Franziskus teilnahm, „für großes Aufsehen“. Einige hätten die Rituale und die verwendeten Figuren verurteilt und dies als Götzenverehrung angeprangert. Konkret ging es um eine angebliche Anbetung der „Mutter Erde“ und anderer „Gottheiten“, die man unter dem Begriff „Pachamama“ kennt.

Nun wendet Bischof Arzimendi ein, dass „nichts davon“ stimme. Es habe sich nicht um Göttinnen gehandelt und es habe auch kein Götzenkult stattgefunden. „Es waren Symbole der amazonischen Realitäten und Erfahrungen, die nicht nur kulturell, sondern auch religiös zu verstehen sind – aber das hat nichts mit Anbetung zu tun, denn die gebührt allein Gott“, präzisiert der Bischof.

Es sei eine „große Unverschämtheit“, den Papst als Götzendiener zu brandmarken, „denn das war er nicht, und er wird es auch nie sein“. Arzimendi erinnert auch daran, dass der Papst am Ende der Zeremonie in den Vatikanischen Gärten um eine kurze Ansprache gebeten worden sei – „und er sich darauf beschränkte, das Vaterunser zu beten“. „Es gibt keinen anderen Gott als unseren Vater im Himmel“, betont der Bischof in seinem Artikel.

Er habe vor Jahren ein Treffen des lateinamerikanischen Bischofsrats CELAM koordiniert, bei dem es um die verschiedenen Namen ging, die die Indigenen Gott geben, erzählt Arzimendi. Und auf seine Frage, ob die Indigenen Pachamama (Mutter Erde) und Inti (Vater Sonne) als Götter betrachteten, habe man ihm folgende schöne Antwort gegeben: „Das sind sie nur für die Indigenen, die nicht evangelisiert worden sind.“ Wer evangelisiert worden sei, der betrachte sie als „beste Gaben Gottes“, Zeichen der Liebe Gottes, und nicht als Gottheiten.

„Wenn ich in meiner früheren Diözese mit großer Zuneigung und Respekt von ,Mutter Erde´ reden hörte, fühlte ich mich dabei immer etwas unbehaglich, weil ich mir sagte: ,Meine einzigen Mütter sind meine Mutter, die Jungfrau Maria und die Kirche.´ Und wenn ich sah, dass die Indigenen niederknieten, um die Erde zu küssen, fühlte ich noch mehr Unbehagen. Aber je länger ich mit den Indigenen lebte, umso besser verstand ich, dass sie sie nicht als Göttin verehren, sondern dass sie sie schätzen, sie als wahre Mutter und Teil der Schöpfung betrachten. Schließlich ist es die Erde, die uns ernährt, uns Wasser, Luft und alles gibt, was wir zum Leben brauchen: sie betrachten sie also nicht als Göttin, sie beten sie nicht an – sie drücken nur ihren Respekt ihr gegenüber aus, und das tun sie, indem sie Gott im Gebet für sie danken.“

Im Aparecida-Dokument werde die Erde ebenfalls als „Mutter“ bezeichnet und zwar nach dem Beispiel des Heiligen Franz von Assisi, „der bestimmt kein Götzendiener war“, so Arzimendi. Und um jeden Zweifel an der Haltung des Papstes auszuräumen, genüge es, sich an das zu erinnern, was er in „Laudato si“ geschrieben habe. Dort heißt es, dass wenn man das Spiegelbild Gottes in allem, was existiert, wahrnehme, dann hege das Herz den Wunsch, „dem Herrn für alle seine Geschöpfe“ im Gebet zu danken.

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Kardinal Müller: „Götzen in die Kirche zu bringen war eine schwere Sünde…“

25 Oktober 2019, 10:35

Der emeritierte Glaubenspräfekt übt scharfe Kritik daran, dass im Rahmen der Amazonas-Synode Götzenbilder in Kirche gebracht wurden – „Götzen in die Kirche zu bringen war eine schwere Sünde, ein krimineller Akt gegen das göttliche Recht“VIDEO

Vatikan (kath.net/pl) „Götzendienst ist gemäß dem ersten Gebot eine schwere Sünde.“ Darauf weist der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Kardinal Müller, hin. Er äußerte sich im Interview auf die Frage von EWTN-Chefredakteur Raymond Arroyo zu der Aktion katholischer Laien. Diese hatten die umstrittenen Holzfiguren nackter schwangerer Frauen aus der vatikannahen Kirche Santa Maria del Traspontina entfernt und in den Tiber geworfen. „Der eigentliche Fehler war gewesen, die Götzenbilder IN die Kirche zu bringen, nicht, sie wieder daraus zu entfernen.“ Zwar könne die Entfernung der Götzenbilder tatsächlich gegen menschliches Recht verstoßen, „doch die Götzen IN die Kirche zu bringen, war eine schwere Sünde, ein krimineller Akt gegen das göttliche Recht“. Äußerungen des emeritierten Glaubenspräfekten ist zu entnehmen, dass er die umstrittenen indigenen Holzstatuen, die mehrfach auch in liturgischen Handlungen vor Papst Franziskus aufgetaucht waren (siehe Fotobelege und Videos unten) zweifelsfrei als „Götzenbilder“ einstuft.

Götzen dürften, warnte Müller, „nicht mit der christlichen Liturgie vermischt werden“. Die Liturgie in den Vatikanischen Gärten am 4. Oktober in Anwesenheit von Papst Franziskus habe „eine gewisse Verehrung, ja Anbetung von Götzen“ beinhaltet, ein Verstoß gegen das erste Gebot, denn Jesus Christus, gegenwärtig in den Sakramenten, „ist der einzige Erlöser“. Zwar haben Katholiken „Heiligenbilder, doch wir beten diese nicht an“, sondern wir „verehren“ nur die Bilder repräsentativ für diese heiligen Personen. „Anbetung“ stehe weder Menschen noch der Schöpfung „in irgendeiner Weise“ zu, erläuterte Müller und verwies auf die Theologie des hl. Paulus.

Den Vorschlag, dass Frauen das Sakrament der Priesterweihe empfangen sollen können, lehnte Müller klar ab. Selbstverständlich sei die diesbezügliche Aussage von Papst Johannes Paul II. dogmatisch, auch wenn es Stimmen gebe, die dies ablehnten.

In diesem Zusammenhang wies Müller auch darauf hin, dass die wirklich starken Einflussnahmen auf die Amazonassynode nicht aus dem Amazonas kommen, die Agenda sei von europäischen Fragen geprägt, den „viri probati“, der Frauenfrage – „dies hat nichts mit der Situation und den Bedürfnissen der Christen und Katholiken in der Amazonasregion“. Die Hauptprotagonisten seien aus Deutschland „oder in Österreich geboren“, also „aus dem Zentrum Europas, wo das Geld herkommt“. Ohne Namensnennung kritisierte Müller die Äußerung von Bischof Kräutler: dass jemand sagt, er habe nie einen Indigenen getauft, „ist ein direkter Widerspruch zu Jesus Christus“, auch habe Taufe ja „nicht mit Kolonialismus“ zu tun.

Ein Bischof muss für Jesus Christus sprechen, erinnerte Müller. „Ich interessiere mich nicht für Privatmeinungen von Personen in irgendeinem Land… die Welt hängt nicht von der privaten Intelligenz irgendwelcher Bischöfe ab“. Bischöfe haben die Aufgabe, „das Evangelium zu verkünden – es handelt sich um das Wort Gottes“. Die Kirche muss dazu zurückkehren, „eine christuszentrierte Gemeinschaft“ zu sein. Christus sei gleichermaßen gegenwärtig in der Amazonasregion, in der Tiberregion und in Syrien – „Rom ist nicht das Zentrum der katholischen Kirche“, die anderen Regionen seien keine „Peripherie“. Rom und der Papst seien zwar sehr wichtig für die Einheit der Kirche, doch bestehe die Aufgabe der Kirche darin, den Glauben zu verkünden.

Der emeritierte Glaubenspräfekt lobte, dass es „besonders in den USA eine starke Laienschaft gebe, mit einer guten Anzahl katholischer Intellektueller sowohl bei den Priestern wie auch bei den Laien“. Diese sollten „nicht ängstlich sein“, vielmehr sollten sie „ohne Scheu vor Rom und vor anderen politischen Gründen laut werden“. Der jüngst heiliggesprochene John Henry Newman, erinnerte Müller, habe sich ausführlich über die große Bedeutung der Laien für die Kirche geäußert und dabei das Konzil von Nizäa als großes Vorbild herausgestellt, in jener Zeit waren es die Laien, die am wahren Glauben festgehalten hatten, entgegen der Bischöfe, die von Herrschern und von politischen Themen „unterdrückt“ gewesen waren.

kath.net-Kommentare zu den umstrittenen Frauenfiguren:

– Armin Schwibach: Der Skandal der Zweideutigkeit und des Spielens mit dem Heidentum

– Petra Lorleberg: Rätselraten um die Bedeutung der umstrittenen Figuren nackter schwangerer Frauen – Vatikan schweigt

Kardinal Müller wertet umstrittene Figuren nackter schwangerer Frauen bei Amazonas-Synode als ´Götzenbilder´ – Arroyo/EWTN-Interview ab Min 20 (engl.)

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Quelle (englisch)

Papst Franziskus: Setzt Hoffnung nicht auf falsche Götzen

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Franziskus bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch

Kartenleger zum Wahrsagen und Abtreibungen der Figur zuliebe – diese plastischen Beispiele eitler Götzenbilder legte Papst Franziskus bei seiner Generalaudienz am Mittwoch vor. Er sprach über trügerische christliche Hoffnungen, solche, die auf menschengemachte Götzen zurückgehen. Vor falschen Idolen hätten sich auch Kirchenmänner zu hüten, betonte Franziskus. Ausgangspunkt seiner Überlegungen war Psalm 115, in dem es heißt: „Die Götzen der Völker sind nur Silber und Gold, ein Machwerk von Menschenhand. … Alle, die ihr den Herrn fürchtet, vertraut auf den Herrn! Er ist für euch Helfer und Schild.“

Zwar seien die menschengemachten Idole – sei es materieller wie auch geistiger Art – verführerisch und verleiteten die Menschen dazu, ihre Hoffnung in sie zu legen. Doch die Propheten und Weisen hätten scharfsichtig darauf hingewiesen, wie nichtig diese eingebildeten Sicherheiten seien.

„Aber wir mögen die Götzen, sehr sogar! Einmal in Buenos Aires, als ich von einer Kirche zu einer anderen unterwegs war, habe ich einen Park durchquert. Da standen viele kleine Tische, an denen saßen Wahrsager. Die Leute standen Schlange. Und du gabst ihm deine Hand und er fing an, aber er sagte immer das gleiche: ,Es gibt eine Frau in deinem Leben, ein Schatten legt sich über dich, aber alles wird gut enden…´ und dann hast du bezahlt. Und das gibt dir Sicherheit? Das ist die Sicherheit, entschuldigt den Ausdruck, einer Dummheit!“

Zum Wahrsager zu gehen, sei nur ein Beispiel für die Götzen, in die wir unsere falschen Hoffnungen legten. Doch während man für diese Hoffnungen bezahlen müsse, sei die wahrhafte Hoffnung, die Jesus Christus uns gebracht habe, vollständig kostenlos. Ein weiteres Beispiel für Götzenanbetung sei das Anhängen an Ideologien, die Absolutheitsanspruch erhöben, aber auch Reichtum, Macht und Erfolg, Eitelkeit und dergleichen mehr.

„Es ist schlimm, das zu hören und tut in der Seele weh, was ich einmal in der Diözese von Buenos Aires gehört habe: eine sehr schöne Frau, die sich mit ihrer Schönheit brüstete, sagte, als wäre es die natürlichste Sache der Welt: ,Ja, ich musste abtreiben, denn meine Figur ist sehr wichtig…´ Das sind die Götzen, sie bringen dich auf den falschen Weg und bringen dir kein Glück.“

Diese falschen Hoffnungen stellten sich gegen die Hoffnung in einen Herrn des Lebens, der mit seinem Wort die Welt erschaffen habe und unsere Existenzen leite. Doch statt dem Leben zu dienen, führten sie direkt zum Tod, so Papst Franziskus.

„Und wir müssen einsehen, dass es sich nicht nur um Bildnisse aus Metall oder anderen Materialien handelt, sondern auch um diejenigen, die wir mit unserem Geist erschaffen, wenn wir unser Vertrauen in begrenzte Realitäten legen, die wir absolut setzen, oder wenn wir Gott auf unseren Horizont und unsere Ideen von Göttlichkeit reduzieren.“

Ein Gott, der uns ähnele; der Mensch also, der sich Gott nach seinem Abbild schaffe – jedoch ein Abbild, das auch noch schlecht gelungen sei, mahnte der Papst:

„Die Botschaft des Psalms ist sehr deutlich: wenn man seine Hoffnung in die Götzen legt, dann wird man wie sie: leere Bilder mit Händen, die nicht berühren, mit Füßen, die nicht laufen, mit Mündern, die nicht sprechen können. Man hat nichts mehr zu sagen, man wird unfähig, Hilfe zu leisten, die Dinge zu ändern, zu lächeln, sich zu schenken und zu lieben. Und auch wir, Männer der Kirche, unterliegen diesem Risiko, wenn wir uns ,verweltlichen´. Man muss in der Welt stehen, aber sich gegen die Illusionen der Welt verteidigen.“

(rv 11.01.2017 cs)