Ihr seid nicht von dieser Welt

Abtei Sant’Antimo (Montalcino, Toskana) / Wikimedia Commons – Dongio, Public Domain

Impuls zum 7. Sonntag der Osterzeit,
Lesejahr A — 28. Mai 2017

Eine spannungsvolle Zeit, die zehn Tage zwischen der Himmelfahrt des Herrn und dem Pfingstfest. Selbst über einen zeitlichen Abstand von fast 2.000 Jahren können wir es gut nachvollziehen, wie damals die Jünger in Jerusalem sich in einem Wechselbad der Gefühle befanden, nachdem der geliebte Meister ihnen genommen ist. Einerseits hatte er ihnen versprochen, immer bei ihnen zu bleiben. Andererseits aber konnten sie in einer tiefen Sammlung verharren gerade dadurch, dass sie genau das befolgten, was Jesus ihnen gesagt hatte, nämlich Jerusalem nicht zu verlassen und sich im Abendmahlssaal bereit zu halten für das Kommen des Heiligen Geistes. Dabei werden sie zwei Gedanken immer wieder betrachtet haben, die Jesus ihnen eingeschärft hatte. Erstens, dass sie nicht “von der Welt sind” so wie Jesus selbst, und zweitens, dass sie “seine Freude in Fülle haben werden”.

Das Evangelium dieses 7. Ostersonntags besteht fast ausschließlich aus einem Gebet Jesu zu seinem himmlischen Vater. Immer wieder bittet er für die Seinen, die in der Welt sind. Wenn wir den Text genau lesen, erkennen wir auch, zu was das führt, dass “sie nicht von dieser Welt sind”. Er sagt: “Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind” (Joh 17,14).

Das gilt natürlich für alle Christen, dass die Welt uns hasst, weil wir sein Wort bekommen und angenommen haben. Zu allen Zeiten, aber in unserer “Zeit der Gottvergessenheit” (Benedikt XVI.) fällt es uns Christen besonders schwer, diese Spannung, diesen “Hass” der Welt auszuhalten. Es macht uns zu schaffen, wenn die Medien uns immer wieder die Verfehlungen einiger Kirchenleute um die Ohren schlagen.

Noch mehr aber macht es uns zu schaffen, wenn mitten aus dem Raum der Kirche verwirrende Äußerungen kommen, die man dort nicht erwartet. Wenn z.B. der Vorsitzende des Zentralkomités der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, verkündet, dass im ZdK niemand zur Beichte geht. Da tut sich ein Abgrund auf. Das bedeutet ja im Klartext: wir die führenden intellektuellen Katholiken, sind zu der Erkenntnis gekommen, dass eines der sieben Sakramente, die Christus explizit eingesetzt hat, überflüssig ist.

Könnte es denn vielleicht sein, dass auch in der Kirche selbst einige Elemente doch “von der Welt” sind. Im ZdK werden seit Jahren Reformen gefordert. Dass es sich bei den immer wieder gebetsmühlenartig geforderten Reformen in Wirklichkeit um Veränderungen handelt, müsste doch irgendwann einmal deutlich werden. Wieso sieht man das nicht, dass alle diese “Reformen”, das Frauenpriestertum, die Abschaffung des Zölibats und die Lockerung der Sexualmoral in anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften schon längst erfolgt sind, ohne dass dort ein Aufblühen festzustellen wäre.

Um es deutlich zu sagen: Das “Nicht-von-der-Welt-sein” heißt eben auch gelegentlich, zu den Forderungen der “Welt” nein zu sagen. Dass das nicht immer leicht ist, und dass es viel angenehmer wäre, wenn das eine oder andere Nachrichtenmagazin oder die eine oder andere Talkshow der katholischen Kirche Lob spendete, ist klar. Das ist ja auch der Grund, warum Jesus den Vater nicht bittet, “dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst” (Joh 17,16).

Auch wir brauchen, genau wie die Jünger damals, die Hilfe des Heiligen Geistes. Aber mit dieser Hilfe können wir ganz sicher rechnen. Voraussetzung, dass wir darum bitten. Auf den Heiligen Geist trifft zu, was der Herr in der Geheimen Offenbarung dem Apostel Johannes sagt: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür auftut, zu dem werde ich eingehen und Mahl mit ihm halten und er mit mir.“ (Off 3,20)

Das bedeutet aber auch: wenn wir die Türe (unseres Herzens) nicht auftun, tritt er nicht ein. Wenn aber doch, dann werden wir “seine Freude in Fülle haben” (Joh 17,15).

Msgr. Dr. Peter von Steinitz war bis 1980 als Architekt tätig; 1984 Priesterweihe durch den hl. Johannes Paul II.; 1987-2007 Pfarrer an St. Pantaleon, Köln; seit 2007 Seelsorger in Münster. Er ist Verfasser der katechetischen Romane: „Pantaleon der Arzt“, „Leo – Allah mahabba“ (auch als Hörbuch erhältlich) und „Katharina von Ägypten“.  Der Fe-Medienverlag hat einige ZENIT-Beiträge vom Autor als Buch mit dem Titel „Der Stein, den die Bauleute verwarfen“ herausgebracht.

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Quelle

Südtirol: Neuer Seliger steht für politisches Christentum ein

Josef Mayr-Nusser – RV

Sie nannten ihn Pepi: Josef Mayr-Nusser wurde am 27. Dezember 1910 bei Bozen geboren. Er war in der schwierigen Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ehrenamtlich sehr aktiv und wurde Präsident der Katholischen Jungmänner und der Bozner Vinzenzkonferenz. 1939 waren die Südtiroler vor die Wahl gestellt, nach Deutschland überzusiedeln und die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten, oder in Italien zu verbleiben und Kultur und Staat Italiens anzuerkennen. Pepi entschloss sich im Zug dieser so genannten Option dazu, anders als die Mehrheit der Südtiroler, in der Heimat zu bleiben und wurde damit zum „Dableiber”. Als 1943 Südtirol von den deutschen Truppen besetzt wurde, wurde Pepi zur deutschen Wehrmacht einberufen. Mit 80 anderen Südtirolern kam er nach Konitz in Ostpreußen, wo man alle der Waffen-SS zuteilte. Pepi machte die Ausbildung mit. Doch einen Tag vor der Eidesleistung erklärte er, dass er den Eid aus Gewissensgründen nicht leisten könne. Entgegen aller Hoffnungen wurde er in Danzig wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und sollte in Dachau erschossen werden. Doch Pepi erlag noch während des Transports am 24. Februar 1945 im Viehwaggon seinen Strapazen. Sein Leichnam wurde 1958 nach Südtirol überführt. Seine letzte Ruhestätte findet er nun im Bozner Dom, wo an diesem Samstag er seliggesprochen wird.

Um 10 Uhr wird Kardinal Angelo Amato, der Präfekt der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse, mit zur Zeit zwölf angesagten Bischöfen zur Seligsprechungsfeier in den Dom einziehen. Der Südtiroler Bischof Ivo Muser bezeichnet diesen Tag als „Tag der Freude und des Glücks“, wie er nur wenigen anderen Ortskirchen zuteilwird. Er verbinde mit diesem Tag auch die große Hoffnung, dass diese Freude weit über den Samstag hinaus reichen werde.„Das ist meine ganz große Hoffnung, dass die Auseinandersetzung mit Joseph Mayr-Nusser nicht auf zwei Tage beschränkt bleibt, so wichtig und so erfreulich diese beiden Tage für uns alle sind. Entscheidend wäre es – und das ist für mich auch eine pastorale Priorität – dass wir uns mit dieser Gestalt auseinandersetzen. Ich sag es auch bewusst so, dass wir uns von dieser Gestalt herausfordern und provozieren lassen, weil diese Gestalt hat uns Entscheidendes zu sagen über unsere Einstellung zum Leben und wie sehr der eigene Glaube sich hineinsagen muss in unsere Beziehungen, in unsere Arbeit, auch in unsere politischen Entscheidungen.“Was dieser Selige gerade auch unserer Zeit zu sagen hat, ist für den Bischof weiter:„Joseph May-Nusser wäre nicht einverstanden mit einem Credo, das heute von vielen vertreten wird: Glaube ist Privatangelegenheit. Joseph Mayr-Nusser war nicht der Überzeugung, der Glaube gehört nur in die eigenen vier Wände hinein oder in die Sakristei: „Der Glaube muss sich zeigen, der Glaube muss sich auswirken“. Deswegen redet er so oft in seinen Briefen oder auch in seinen Vorträgen an die Jugendlichen, es geht um das Zeugnis geben, es geht dafür, dass der Christ einsteht für das, was er vom Evangelium erkannt hat und genau darin liegt seine Aktualität – Glaube ist nicht etwas Privates, Glaube ist in diesem Sinne tatsächlich immer auch politisch.“ Dies sei natürlich nicht parteipolitisch oder tagespolitisch zu verstehen, so Bischof Muser. Denn „die Verquickung zwischen Thron und Altar“ wie in alten Zeiten wolle keiner wieder erleben.„Aber der Glaube,“ so der Bischof weiter, „ist zutiefst politisch. Es geht darum, dass gläubige Menschen versuchen von ihrer Haltung, von ihrer Einstellung her die Gesellschaft mitzugestalten. Hoffentlich so mitzugestalten, dass ein doppeltes Ja, das für Joseph Mayr-Nusser fundamental war, dass ein doppeltes Ja deutlich wird, ein entschiedenes Ja zu Gott und aus diesem entschiedenen Ja zu Gott heraus ein entschiedenes Ja für den Menschen, vor Allem auch für jene Menschen, die nicht an der Sonnenseite des Lebens stehen und die oft keine Stimme in unserer Gesellschaft und auch in unserer Politik haben.“

(radio grünewelle/rv 17.03.2017 mg)

Papst würdigt Einsatz des Patriarchen Bartholomaios I. für die Einheit der Christen

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Basilica San Nicola, Bari / Wikimedia Commons

Ökumenischer Patriarch empfing am Montag
den „Nikolaus-Preis“ in Bari

Papst Franziskus hat den Einsatz des ökumenischen Patriarchen Konstantinopels, Bartholomaios I., ‪„zur Förderung einer immer größeren Gemeinschaft unter allen Gläubigen in Christus“ gewürdigt. Der im Februar 1940 auf der Insel Imbros (oder Gökçeada, in der türkischen Provinz Çanakkale) geborene Patriarch wurde am Montag im süditalienischen Bari mit dem ökumenischen ‪„Sankt-Nikolaus-Preis“ ausgezeichnet.

Der von der Theologischen Fakultät Apuliens gestiftete „Premio Ecumenico San Nicola“ wird katholischen und orthodoxen Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Art und Weise um die Förderung der Einheit der Christen verdient gemacht haben. Der Preis besteht aus einer gold-silbernen Reproduktion der ‪„einflammigen Lampe“, die seit 1936 bei den Reliquien des heiligen Nikolaus von Myra in der päpstlichen Nikolaus-Basilika in Bari brennt.

In seinem Telegramm an den Erzbischof von Bari, Msgr. Francesco Cacucci, vereint der Papst sich ‪„geistlich mit dem sehr lieben Bruder Bartholomaios in der Verehrung des heiligen Bischofs von Myra Nikolaus, dessen Reliquien seit fast tausend Jahren in Bari aufbewahrt werden“.

Im Schreiben vertraut Papst Franziskus „die ersehnte Verwirklichung der vollen Einheit der Christen“ der Fürsprache des ‪„sowohl im Westen wie im Osten sehr geliebten Hirten“ Nikolaus an.

Mit ihrer ‪„lobenswerten“ Initiative – so heißt es weiter – bezeugen „die Theologische Fakultät Apulien‪s und die ganze Kirche Apuliens ihre Treue an ihrer Berufung als Brücke zwischen den Christen des Ostens und des Westens.“

Der hl. Nikolaus wird am 6. Dezember gefeiert (19. Dezember im Julianischen Kalender) und genießt vor allem Bekanntheit als Freund der Kinder und Geber guter Gaben.

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Augsburg: Tomás Halík ruft Christen in Europa auf, eine tiefere Spiritualität zu suchen

Jahresempfang des Bischofs von Augsburg 2016, Bischof Konrad Zdarsa; Gastvortragender Tomas Halik

Professor Halík: Wenn sich die Kirche auf Seelsorge in der Pfarrgemeinde beschränkt, wird sie „ihrer klassischen Biosphäre verlustig werden.“ (Foto: Annette Zoepf/pba)

Der Prager Soziologieprofessor und katholische Priester
sprach beim Jahresempfang der Diözese

Der Prager Soziologieprofessor und katholische Priester Dr. Tomáš Halík hat gestern Abend beim Jahresempfang des Bischofs von Augsburg dazu aufgerufen, eine neue, tiefere Spiritualität zu suchen. „Das heutige europäische Christentum wirkt zu müde und zu wenig überzeugend“, betonte er. Das Thema seines Vortrags lautete: „Christlicher Glaube – Hoffnung für Europa?“

Wie Bischof Dr. Konrad Zdarsa bei der Begrüßung der rund 300 geladenen Gäste aus Kirche, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im Augsburger Haus Sankt Ulrich hervorhob, könne Professor Halík aus seinen reichen persönlichen Erfahrungen schöpfen. 1948 in Prag geboren, studierte er in den 1960er Jahren Soziologie, Philosophie und Psychologie, bevor er in den 1970er Jahren im Untergrund Theologie studierte und zum Priester geweiht wurde. Halík beschäftigt sich immer wieder mit der Nahtstelle zwischen Glauben und Unglauben. Zentral ist für ihn der ernsthafte Dialog mit den Atheisten über die Gottesfrage.

In seinem Vortrag betonte Halík mehrmals, das europäische Christentum müsse eine tiefere Spiritualität entwickeln. Europa sei eine fortlaufende Geschichte, es mache immer wieder Änderungen durch. Auch unsere Art des Christseins ändere sich dabei. „Das Christentum von gestern kann schwerlich eine Hoffnung für das Europa von heute oder von morgen sein“, konstatierte er. Die praktizierenden Christen in Europa seien zu einer Minderheit geworden. Wenn sich die Kirche auf Seelsorge in der Pfarrgemeinde beschränke, wird sie „ihrer klassischen Biosphäre verlustig werden“, blickte er voraus. Zugleich stellte Halík aber auch fest, dass die Säkularisierung nicht das letzte Wort der geschichtlichen Entwicklung in Europa sei. An ihre Stelle trete die Pluralisierung. Die Frage sei dabei nur, ob Europa unsere christlichen Werte wahren werde.

Das Christentum in Europa müsse deshalb eine tiefe Reform durchmachen, forderte Halík. Das Pontifikat von Papst Franziskus könne hier zum Beginn eines neuen Kapitels werden. Es könne Hilfe leisten bei der Suche nach einer neuen Spiritualität. Papst Franziskus setze Akzente mit Themen wie der Barmherzigkeit Gottes, der Solidarität mit den Armen, der Verantwortung für die Umwelt oder auch mit seinem Verständnis für Menschen, die sich in moralisch komplizierten Situationen befänden. Mit solchen Themen könnten Christen sogar zu einer „schöpferischen Minderheit“ werden, meinte Professor Halík, der zudem von der „therapeutischen Stärke des Glaubens“ sprach. Angesichts neuer Warnsignale und Gespenster in Europa – er nannte als Beispiel die Angst vor den Fremden – könne die Kirche zu einer Kultivierung des sozialen Klimas beitragen. Hiermit könne sie „der Demokratie einen großen Dienst erweisen.“

Entscheidend ist unsere Fähigkeit, als Christen mit Suchenden in den Dialog zu treten

Vor allem hänge die Zukunft der Kirche davon ab, „inwieweit sie fähig ist, mit Suchenden in Verbindung zu treten.“ Er nannte dabei auch die wachsende Zahl der „Apatheisten“. Für Professor Halik sind dies Menschen, die apathisch gegenüber der Religion und der Frage nach Gott sind. Auch mit ihnen müsse ein Dialog geführt werden. „Über das, was diesen Menschen heilig ist.“ Bei diesem Dialog müssten wir selber als Suchende die anderen begleiten. Es gehe dabei darum, die Wahrheit neu zu durchdenken. „Die Wahrheit ist ein Buch, das niemand von uns bis zum Ende gelesen hat.“ Für Halík ist damit auch verbunden, dass wir uns von einer oberflächlichen Vorstellung von Gott verabschieden und zu einer tieferen, reiferen Gestalt des Christentums gelangen. Er sprach deshalb auch von einem „nachmittäglichen Christentum“, das sich in der Zeit der Reife befände.

Zentral ist für Professor Halík dabei unser Gottesbild, unsere persönliche Spiritualität. Mit Bezug auf den spätmittelalterlichen Theologen und Mystiker Meister Eckhart sprach er vom „äußeren Menschen“, der oberflächlich lebe, konform sei und sich manipulieren lasse. Dessen Vorstellung von Gott sei eine Projektion menschlicher Phantasien, Ängste und Wünsche. Das sei aber, so Halík, nichts anderes als ein atheistisches Gottesbild, es existiere nur im Reich menschlicher Illusionen und Ängste. „Aber wir müssen ein anderes Bild Gottes anbieten, Gott als Tiefe des Lebens, der Wirklichkeit“, richtete er sich an seine Zuhörer. Dieser „innere Gott“ zeige sich in Liebe, Glaube und Hoffnung, nicht in Angst, Aberglaube und Illusion. Die Suche nach einem solchen Gott sei ein dauernder Prozess und laufe auf eine existentielle Umwandlung des Menschen hinaus.

Eine solche Konversion zeige sich auch in der Solidarität mit anderen, ergänzte er. Theresa von Kalkutta, für Halík eine „Heilige unserer Zeit“, habe das immer wieder neu gelebt. Tags über habe sie sich solidarisch gezeigt mit dem körperlichen Elend des Menschen, nachts mit den geistig Leidenden. Es gehe also darum, die Zeichen der Zeit zu lesen und uns solidarisch mit anderen zu zeigen, so Halík. Es gehe darum, wie der Apostel Paulus es formulierte, als Christen zu einer neuen Schöpfung beizutragen. Niemand von uns könne die Breite des Glaubens erschöpfen. Aber wenn wir als Christen und als Kirche unsere Perspektive erweitern wollen, dann brauche es den Diskurs in dieser Welt über unseren Glauben und unser Gottesbild. Im Reformationsjahr 2017 könne dies sogar Anlass sein, „einen mutigeren Ökumenismus zu entdecken“, meinte Halík. „Wenn die Kirchen Schule dieses Dialogs sind, brauchen sie keine Angst zu haben, dann können sie Sauerteig für Europa, für diese Welt von heute sein“, so sein Schlusswort.

Wer sich mit der Gedankenwelt von Professor Halík intensiver auseinandersetzen möchte, dem sei das aktuelle „Religiöse Buch des Monats November 2016“ des Sankt Michaelsbunds empfohlen:

Anselm Grün/Tomáš Halík: Gott los werden? Wenn Glaube und Unglaube sich umarmen. Münsterschwarzach: Vier-Türme-Verlag, 2016. – 206 S.; 19,99 €

(Quelle: Webseite des Bistums Augsburg, 08.11.2016)

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Österreich: Broschüre für Flüchtlinge zeigt christliche Werte

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„Grüß Gott in Österreich“ heißt eine Broschüre, die die katholische Kirche und der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) für Flüchtlinge erstellt. Sie informiert auf Deutsch, Arabisch und Farsi über „ein Land mit christlichen Wurzeln“; dargestellt werden auf 44 Seiten österreichische Traditionen, Symbole, Brauchtum sowie Feste und die Grundlagen des christlichen Glaubens. „Es kommen viele Tausend Menschen in unser Land, hilfesuchend, Zukunft suchen, und wir möchten ihnen etwas von dem sagen, was die christlichen Wurzeln dieses Landes sind“, erklärt Kardinal Christoph Schönborn von Wien, der Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz. Es gehe nicht darum, andere Traditionen als minderwertig darzustellen, „sondern wir wollen ihnen positiv sagen, das sind unsere Werte, das ist unsere Tradition, das sind unsere christlichen Wurzeln. Ihr sollt sie kennenlernen und die Möglichkeit haben, darum zu wissen, in diesem Sinn wollen wir euch dabei helfen, auch eure Wurzeln zu finden, wenn ihr hier bleibt.“

Viele Flüchtlinge brächten Neugier, aber auch offene Fragen mit, wenn sie christlichen Traditionen begegnen, so Kardinal Schönborn weiter „Viele Aspekte unserer Kultur – von Weihnachten über den arbeitsfreien Sonntag bis zur Caritas – haben sich aus dem Christentum heraus entwickelt. Die Broschüre soll Flüchtlingen helfen, die christlichen Wurzeln Österreichs zu verstehen und damit unser Land besser kennen zu lernen. Sie ist ein Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in unserem Land“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Ebenfalls in der Broschüre abgebildet sind die zentralen Integrationsangebote des Österreichischen Integrationsfonds für Flüchtlinge. „Grüß Gott in Österreich“ ist in einer ersten Auflage von 34.000 Stück erschienen. Die Broschüre liegt in Kirchen, kirchlichen Einrichtungen und Integrationszentren auf und ist auch im Internet abrufbar.

(kap 21.09.2016 gs)

Die Einheit ist ein Geschenk der Barmherzigkeit Gottes

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Feierlicher Einzug in die Basilika St. Paul vor den Mauern

Vesper in der Basilika St. Paul vor den Mauern
am Fest der Bekehrung des heiligen Apostels Paulus und
zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen

Predigt von Papst Franziskus am 25. Januar 2016

»Ich bin der geringste von den Aposteln […], weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben« (1 Kor 15,9-10). So fasst der Apostel Paulus die Bedeutung seiner Bekehrung zusammen. Diese Bekehrung, die nach der von blendendem Licht erfüllten Begegnung mit dem auferstandenen Jesus (vgl. 1 Kor 9,1) auf dem Weg von Jerusalem nach Damaskus erfolgte, bedeutet nicht in erster Linie moralische Veränderung, sondern sie ist eine verwandelnde Erfahrung der Gnade Christi und zugleich Berufung zu einer neuen Sendung: allen jenen Jesus zu verkünden, den er vorher verfolgt hat, indem er seine Jünger verfolgte. Denn in jenem Augenblick versteht Paulus, dass zwischen dem in Ewigkeit lebenden Christus und jenen, die ihm nachfolgen, eine wirkliche transzendente Gemeinschaft besteht: Jesus lebt in ihnen und ist in ihnen gegenwärtig, und sie leben in Ihm. Die Berufung zum Apostel ist nicht auf die menschlichen Verdienste von Paulus gegründet, der sich selbst als »gering« und »unwürdig« betrachtet, sondern auf die unend­liche Güte Gottes, der ihn erwählt und ihm das Amt anvertraut hat.

Ein ähnliches Verständnis des auf dem Weg nach Damaskus Geschehenen wird vom heiligen Paulus auch im ersten Brief an Timotheus bezeugt: »Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat: Christus Jesus, unserem Herrn. Er hat mich für treu gehalten und in seinen Dienst genommen, obwohl ich ihn früher lästerte, verfolgte und verhöhnte. Aber ich habe Erbarmen gefunden, denn ich wusste in meinem Unglauben nicht, was ich tat. So übergroß war die Gnade unseres Herrn, die mir in Christus Jesus den Glauben und die Liebe schenkte« (1,12-14). Die übergroße Barmherzigkeit Gottes ist der einzige Grund, auf den die Sendung des Paulus sich stützt, und sie ist zugleich das, was der Apostel allen verkünden muss.

Die Erfahrung des heiligen Paulus ähnelt derjenigen der Gemeinschaften, an die der Apostel Petrus seinen ersten Brief richtet. Der heilige Petrus wendet sich an die Mitglieder kleiner und schwacher Gemeinschaften, die von der Verfolgung bedroht sind, und bezieht die Ruhmestitel des heiligen Volkes Gottes auf sie: »ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das Gottes besonderes Eigentum wurde« (1 Petr 2,9). Für jene ersten Christen wie auch für uns alle Getauften heute ist es ein Grund des Trostes und beständigen Staunens um die Auserwählung zu wissen, Teil des göttlichen Heilsplanes zu sein, der in Jesus Christus und in der Kirche verwirklicht wird. »Warum, Herr, gerade ich?«; »Warum gerade wir?« Wir berühren hier das Geheimnis der Barmherzigkeit und der Erwählung durch Gott: Der Vater liebt alle und will alle retten, und deshalb beruft er einige, indem er sie mit seiner Gnade »ergreift«, damit durch sie seine Liebe alle Menschen erreichen kann. Die Sendung des ganzen Gottesvolkes ist es, die wunderbaren Taten des Herrn zu verkünden, an erster Stelle das Pascha-Mysterium Christi, durch das wir aus der Finsternis der Sünde und des Todes in das Licht seines neuen und ewigen Lebens hinübergegangen sind (vgl. 1 Petr 2,10).

Im Licht des Wortes Gottes, das wir gehört haben und das uns in dieser Gebetswoche für die Einheit der Christen geleitet hat, können wir wirklich sagen, dass wir alle, die wir an Christus glauben, gerufen sind, »Gottes große Taten zu verkünden« (vgl. 1 Petr 2,9). Über die Differenzen hinaus, die uns noch trennen, erkennen wir voller Freude, dass am Ursprung des christlichen Lebens immer eine Berufung steht, deren Urheber Gott selbst ist. Auf dem Weg der vollen sichtbaren Gemeinschaft unter den Christen können wir nicht nur Fortschritte machen, wenn wir uns einander annähern, sondern vor allem in dem Maße, in dem wir uns zum Herrn bekehren, der uns aus Gnade erwählt und uns beruft, seine Jünger zu sein. Und sich bekehren bedeutet zuzulassen, dass der Herr in uns lebt und wirkt. Aus diesem Grund machen die Christen der verschiedenen Kirchen wichtige Schritte in Richtung der Einheit, wenn sie gemeinsam das Wort Gottes hören und sich bemühen, es in die Praxis umzusetzen. Und nicht nur die Berufung vereint uns, sondern auch dieselbe Sendung: allen die großen Taten Gottes zu verkünden. Wie der heilige Paulus und wie die Gläubigen, an die der heilige Petrus schreibt, können wir nicht umhin, die barmherzige Liebe zu verkünden, die uns ergriffen hat und die uns verwandelt hat. Während wir auf dem Weg zur vollen Gemeinschaft untereinander sind, können wir bereits zahlreiche Formen der Zusammenarbeit entwickeln, gemeinsam vorangehen und zusammenarbeiten, um die Verbreitung des Evangeliums zu fördern. Und wenn wir gemeinsam vorangehen und zusammenarbeiten, dann merken wir, dass wir bereits im Namen des Herrn vereint sind. Die Einheit wird im Unterwegssein geschaffen.

In diesem außerordentlichen Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit dürfen wir nicht vergessen, dass es keine wahre Suche nach der Einheit der Christen geben kann, ohne sich ganz der Barmherzigkeit des Vaters anzuvertrauen. Wir bitten vor allem um Vergebung für die Sünde unserer Spaltungen, die eine offene Wunde im Leib Christi sind. Als Bischof von Rom und Hirte der katholischen Kirche möchte ich um Barmherzigkeit und Vergebung bitten für das nicht mit dem Evangelium übereinstimmende Verhalten von Katholiken gegenüber Christen anderer Kirchen. Zugleich lade ich alle katholischen Brüder und Schwestern ein zu vergeben, wenn sie heute oder in der Vergangenheit von anderen Christen Beleidigungen erlitten haben. Wir können Geschehenes nicht auslöschen, aber wir wollen nicht zulassen, dass die Last vergangener Schuld weiter unsere Beziehungen vergiftet. Die Barmherzigkeit Gottes wird unsere Beziehungen erneuern.

In dieser Atmosphäre inständigen Gebets richte ich einen brüderlichen Gruß an Seine Eminenz Metropolit Gennadios, den Vertreter des Ökumenischen Patriarchats, und an Seine Gnaden David Moxon, den persönlichen Repräsentanten des Erzbischofs von Canterbury in Rom, sowie an alle Vertreter der verschiedenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften Roms, die heute Abend hier zusammengekommen sind. Mit ihnen sind wir durch die Heilige Pforte dieser Basilika gegangen, um daran zu erinnern, dass die einzige Tür, die uns zum Heil führt, Jesus Christus ist, unser Herr, das barmherzige Antlitz des Vaters.

Herzlich grüße ich auch die jungen Menschen orthodoxen oder orientalisch-orthodoxen Glaubens, die mit der Unterstützung des »Komitees für kulturelle Zusammenarbeit mit den orthodoxen Kirchen«, das dem Rat zur Förderung der Einheit der Christen angegliedert ist, hier in Rom studieren, wie auch die Studenten des »Ecumenical Institute of Bossey«, die hier in Rom einen Besuch abstatten, um ihre Kenntnis der katholischen Kirche zu vertiefen.

Liebe Brüder und Schwestern, wir wollen uns heute dem Gebet anschließen, das Jesu Christus an den Vater gerichtet hat: »Alle sollen eins sein […], damit die Welt glaubt« (Joh 17,21). Die Einheit ist ein Geschenk der Barmherzigkeit Gottes, des Vaters. Hier vor dem Grab des heiligen Apostels und Märtyrers Paulus, das in dieser wundervollen Basilika bewahrt wird, spüren wir, dass unsere demütige Bitte von der Fürsprache der großen Schar christlicher Märtyrer aus Vergangenheit und Gegenwart unterstützt wird. Großherzig haben sie auf den Ruf des Herrn geantwortet, sie haben mit ihrem Leben ein treues Zeugnis gegeben von den großen Taten, die Gott für uns vollbracht hat, und sie erfahren bereits die volle Gemeinschaft in der Gegenwart Gottes, des Vaters. Gestützt von ihrem Beispiel – diesem Beispiel, das die Ökumene des Blutes gibt – und ermutigt von ihrer Fürsprache wollen wir unser demütiges Gebet an Gott richten.

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Quelle: Osservatore Romano 4/2016

Papst Franziskus an die Teilnehmer der ökumenischen Tagung vom 24. Januar 2015

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ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS
AN DIE TEILNEHMER DER ÖKUMENISCHEN TAGUNG, DIE DIE KONGREGATION FÜR
DIE INSTITUTE GEWEIHTEN LEBENS UND DIE
GESELLSCHAFTEN APOSTOLISCHEN LEBENS VERANSTALTET HAT

Konsistoriensaal
Samstag, 24. Januar 2015

[Multimedia]


 

Meine Herren Kardinäle,
liebe Brüder und Schwestern!

Ich heiße sie herzlich willkommen und danke Kardinal Braz de Aviz für die Worte, die er im Namen aller an mich gerichtet hat. Ich freue mich, dass diese Initiative gottgeweihte Männer und Frauen aus verschiedenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften vereint hat, die ich herzlich begrüße. Besondere Bedeutung kommt der Tatsache zu, dass eure Begegnung in der Gebetswoche für die Einheit der Christen stattgefunden hat. Jedes Jahr erinnert sie uns daran, dass die geistliche Ökumene die »Seele der ökumenischen Bewegung« ist, wie es das Konzilsdekret Unitatis redintegratio (Nr. 8) unterstreicht, dessen 50. Jahrestag wir kürzlich gefeiert haben. Ich möchte einige Gedanken zur Bedeutung des geweihten Lebens für die Einheit der Christen mit euch teilen.

Der Wille, die Einheit aller Christen wiederherzustellen, ist natürlich in allen Kirchen vorhanden und betrifft sowohl den Klerus als auch die Laien (vgl. ebd., 5). Aber das geweihte Leben, das im Willen Christi und in der gemeinsamen Tradition der ungeteilten Kirche verwurzelt ist, hat zweifellos eine besondere Berufung für die Förderung dieser Einheit. Im Übrigen ist es sicherlich kein Zufall, dass zahlreiche Pioniere der Ökumene Männer und Frauen des geweihten Lebens waren. Auch heute widmen sich verschiedene Gemeinschaften intensiv diesem Ziel und sind privilegierte Orte der Begegnung zwischen Christen unterschiedlicher Traditionen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch die ökumenischen Gemeinschaften erwähnen, wie die von Taizé und Bose, die beide bei dieser Tagung anwesend sind. Zum geweihten Leben gehört die Suche nach der Vereinigung mit Gott und nach der Einheit innerhalb der brüderlichen Gemeinschaft. So verwirklicht es beispielhaft das Gebet des Herrn: »Alle sollen eins sein« (Joh17,21).

Euer Treffen hat am Institut für Patristik »Augustinianum« stattgefunden. Der heilige Augustinus beginnt seine Regel mit folgenden vielsagenden Worten: »Das Erste, warum ihr in Gemeinschaft zusammenlebt, ist, einmütig im Haus zu wohnen, und ein Herz und eine Seele zu sein auf Gott hin« (I,3). Das gottgeweihte Leben zeigt uns gerade, dass diese Einheit nicht die Frucht unserer Bemühungen ist: Die Einheit ist eine Gabe des Heiligen Geistes, der die Einheit in der Verschiedenheit verwirklicht. Es zeigt uns auch, dass diese Einheit nur wahr werden kann, wenn wir gemeinsam auf dem Weg sind, wenn wir den Weg der Brüderlichkeit in Liebe, Dienstbereitschaft und gegenseitiger Annahme gehen.

Es gibt keine Einheit ohne Bekehrung. Das geweihte Leben erinnert uns daran, dass im Mittelpunkt jeder Suche nach Einheit und damit jeden ökumenischen Bemühens vor allem die Bekehrung des Herzens steht, die die Bitte um Vergebung und die Gewährung von Vergebung einschließt. Sie besteht zum großen Teil in einer Bekehrung unseres Blicks: sich bemühen, uns gegenseitig in Gott anzublicken und uns auch in den Standpunkt des anderen hineinzuversetzen: das ist eine zweifache Herausforderung, die mit der Suche nach der Einheit verbunden ist, sowohl innerhalb der Gemeinschaften geweihten Lebens als auch zwischen Christen unterschiedlicher Traditionen. Es gibt keine Einheit ohne Gebet. Das geweihte Leben ist eine Schule des Gebets. Das ökumenische Engagement antwortet an erster Stelle auf das Gebet des Herrn und ist wesentlich auf das Gebet gegründet. Einer der Pioniere der Ökumene und ein großer Förderer der Gebetswoche für die Einheit, P. Paul Couturier, gebrauchte ein Bild, das die Verbindung von geweihtem Leben und Ökumene gut verdeutlicht: Er verglich all jene, die für die Einheit beten, sowie die ökumenische Bewegung allgemein mit einem »unsichtbaren Kloster«, das die Christen der verschiedenen Kirchen, der verschiedenen Länder und Kontinente vereint. Liebe Brüder und Schwestern, ihr seid als erste die treibenden Kräfte dieses »unsichtbaren Klosters«: Ich ermutige euch, für die Einheit der Christen zu beten und dieses Gebet in eurer Haltung und in den täglichen Gesten umzusetzen.

Es gibt keine Einheit ohne die Heiligkeit des Lebens. Das geweihte Leben hilft uns, uns der an alle Getauften gerichteten Berufung bewusst zu werden: die Berufung zur Heiligkeit des Lebens, die der einzig wahre Weg zur Einheit ist. Das wird mit eindringlichen Worten im Konzilsdekret Unitatis redintegratio unterstrichen: »Alle Christgläubigen sollen sich bewußt sein, daß sie die Einheit der Christen um so besser fördern, ja sogar einüben, je mehr sie nach einem reinen Leben gemäß dem Evangelium streben. Je inniger die Gemeinschaft ist, die sie mit dem Vater, dem Wort und dem Geist vereint, um so inniger und leichter werden sie imstande sein, die gegenseitige Brüderlichkeit zu vertiefen« (Nr. 7).

Liebe Brüder und Schwestern! Während ich euch für euer Lebenszeugnis für das Evangelium und für euren Dienst am Anliegen der Einheit danke, bitte ich den Herrn euren Dienst reich zu segnen und euch zu inspirieren, unermüdlich für Frieden und Versöhnung zwischen allen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften tätig zu sein. Ich bitte euch, für mich zu beten, und segne euch von Herzen. Bitten wir den Herrn um den Segen, indem wir, jeder in seiner Sprache, das Gebet des Herrn sprechen. [Gebet des Vaterunser] Der Herr segne uns alle.