FÜR DEN EINEN GOTT ZEUGNIS ABLEGEN

Für den einen Gott Zeugnis ablegen können nur jene, die den einen Gott (er)kennen und anerkennen und bekennen, die über das geheimnisvolle Geschenk der Selbstoffenbarung Gottes auf solche Weise nachdenken, dass sie Seine Selbstoffenbarung unverfälscht und vollumfänglich mit entschiedenem Glauben annehmen und diesen Glauben auch leben. Die Selbstoffenbarung Gottes beinhaltet nun aber, dass Gott drei-persönlich ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist und als Sohn in Jesus Christus bleibend Mensch geworden ist, um alle Menschen über alles zu belehren, was Gott ist, was der dreifaltig-eine Gott ist, was Gott von uns Menschen erwartet und verlangt, damit wir für die Ewigkeit erlöst, gerettet, selig werden. Mit der Mensch-Werdung Gottes ist uns Menschen der eine und einzige WEG gegeben, eröffnet und gewiesen, auf dem wir und über den wir zur WAHRHEIT und zum LEBEN gelangen (können). Wer Jesus Christus als GOTT, als den einen und einzigen MENSCH GEWORDENEN UND EWIG GOTT-MENSCH BLEIBENDEN GOTT ablehnt, verfehlt den einzig möglichen, gangbaren WEG zum EWIGEN HEIL, verkennt, verfehlt DIE WAHRHEIT (das EWIG WÄHRENDE, SEIENDE), verfehlt sein LEBENSZIEL, die EWIGE GLÜCKSELIGKEIT. Wer meint oder wähnt, er könne diesen einen und einzigen Weg umgehen, er könne GOTT (die GOTTHEIT) direkt oder über einen anderen „Weg“, einen anderen „Kanal“, d.h. ohne die Mittlerschaft des SOHNES GOTTES, erreichen, verehren und anbeten, der täuscht sich gewaltig und entsetzlich „selbstmörderisch“. Für ihn gibt es keine „Treue zu dem einen Gott, dem Schöpfer, dem Allerhöchsten“, weil er und insofern er diesen einen Gott wissentlich und willentlich verkennt und verachtet. Ein solcher ist auch kein (geistiger) Sohn Abrahams und kann deshalb auch durch ihn den Segen (der Erlösung, des Heiles) nicht erlangen; denn der Gott Abrahams (Isaaks und Jakobs) ist der Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist und diejenigen und nur diejenigen, die an Ihn glauben, errettet, erlöst (hat).

„Wer an Mich glaubt, glaubt nicht an Mich, sondern an Den, Der Mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an Mich glaubt, in der Finsternis bleibe.“ (Jo 12,44 f.) „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn einer Mein Wort hört, wird er in Ewigkeit den Tod nicht schauen.“ (Jo 8,51) „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer Mein Wort hört und Dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat das Ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern geht vom Tode zum Leben über.“ (Jo 5,24) „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an Mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und wer im Glauben an Mich lebt, wird in Ewigkeit nicht sterben.“ (Jo 11,25 f.) „Wenn ihr nicht glaubt, dass Ich es bin (den Gott, der Vater gesandt hat), werdet ihr in euren Sünden sterben.“ (Jo 8,24) „Wer Mich verachtet und Meine Worte nicht annimmt, der hat seinen Richter; das Wort, das Ich verkündet habe, wird ihn am Jüngsten Tage richten.“ (Jo 12,48) „Das ist der Wille Meines Vaters: jeder, der den Sohn sieht und an Ihn glaubt, soll das Ewige Leben haben.“ (Jo 6,40) „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an Den glaubt, Den Er gesandt hat.“ (Jo 6,29)

Von den „drei großen monotheistischen Religionen“ glaubt nur eine wirklich und wahrhaft an (den) einen Gott, den Schöpfer und Lenker des Alls: die christliche. Die jüdische und islamische „Religion“ glaubt Dem nicht und an Den nicht, der den Sohn, Christus, gesandt hat; deren (bewusst urteilende und wählende) Anhänger verachten den Gott-Menschen und nehmen Seine Worte nicht an; sie bleiben in der Finsternis. Sie hören das Wort Gottes nicht und werden deshalb in ihren Sünden sterben, ins Gericht kommen (werden Rechenschaft für ihr Tun ablegen müssen) und vom ersten Tod zum zweiten Tod übergehen, also in Ewigkeit den Tod schauen. Mit diesen Gott (das Werk und Wirken Gottes) verachtenden Menschen können die Kinder des Lichtes nicht grundlegend verbunden sein, nicht auf dem Boden der Einheit (der ganzen Menschheitsfamilie) stehen und auch nicht auf sie ausgerichtet sein und friedlich und harmonisch und solidarisch zusammenleben. Sie können die Trennungen, die das Licht von der Finsternis, das Leben vom Tode scheidet nicht „überbrücken“, nicht „heilen“. Sie können „Missverständnisse“ und „Konflikte“ nicht vermeiden, nicht „überwinden“. Denn Gott kann und wird nur die segnen und nur denen Frieden schenken, die Seinen Willen erfüllen und an Den glauben, Den Er gesandt hat.

Paul Otto Schenker

APPELL AN ALLE NICHT-CHRISTEN

Jeder einzelne Mensch, der in dieses irdische Dasein tritt, hat die Bestimmung und die Berufung, seinen Schöpfer zu erkennen, Ihm und Seinen fürsorglichen, liebenden Weisungen zu gehorchen, Ihn anzunehmen und zu lieben, und dann, so gereift, nach seinem Leibes-Tod, in die ewige Glückseligkeit bei Ihm einzugehen.

Die erste Stufe zur Erkenntnis Gottes ist die (nachdenkliche, unvoreingenommene, kindliche) Betrachtung der sichtbaren Welt: der Natur, der Tiere, der Menschen. Dem vernünftigen Beschauer ist spontan klar: das ist das (harmonische) Werk eines Wesens, das über allem ist. Das kann unmöglich von alleine entstanden sein. Das hat eine höchste Macht geschaffen, die mit Plan, Weisheit und Liebe wirkte. Bis ins kleinste Detail trägt alles die Eigenschaft des Gutseins, der Vollkommenheit. („Seht die Lilien des Feldes… und doch… war Salomon nicht gekleidet wie eine von ihnen!“) Unmöglich, etwas (nach seiner Anlage) Missratenes, etwas „von Grund auf falsch Programmiertes“ zu entdecken. („Und Er sah, dass es (alles) GUT war.“)

Die zweite Stufe, die zur Erkenntnis Gottes führt, ist die Entdeckung der geistigen Seele des Menschen. Ungleich dem Tier hat der Mensch, „Intelligenz“, „Vernunft“. Er kann denken. Er kann lernen, sich erinnern, er kann frei entscheiden. Er kann tun oder lassen. Er kann selber schöpferisch tätig sein.

Die dritte Stufe ist sein natürliches Empfinden, Reagieren. Er hat „Emotionen“. Er stellt fest, dass er – kongruent mit Seinesgleichen – unterscheidet zwischen schön und unschön, angenehm und unangenehm, gut und böse, wahr und unwahr. Er weiß spontan, intuitiv, was Liebe ist und was Hass, und erfährt beides bis in sein Innerstes. Er vernimmt eine „Stimme in seinem Herzen“. Er hat ein Gewissen. Er fühlt seine Sehnsucht nach Erfüllung, nach Vollkommenheit, nach Glück, nach einer nie endenden Seligkeit.

Diese drei Stufen oder Erkenntnisschritte genügen, um den Menschen, jeden Menschen, der nicht Widerstand leistet gegen seine eigenen natürlichen, ihm „in die Wiege gelegten“ Fähigkeiten, um sich überzeugt zu geben: ja, es gibt einen Gott, ein höchstes Wesen, das mich erschaffen hat, damit ich Anteil habe an Seinem Sein. Und diese Überzeugung muss ihn nun suchen lassen nach diesem Gott, nach dem wahren Gott. Er darf sich nicht zufriedengeben mit irgendeiner eigenen, menschlichen „Vorstellung“ und „Einbildung“. Was Gott ist und wie Er ist, kann er nur finden, wenn er dem nachgeht, was dieser (für ihn) noch zu entdeckende Gott über Sich Selber offenbart hat. Er muss unter all den existierenden angeblichen „(mono)theistischen Offenbarungen“ die echte herausfinden. Und dazu hat er natürlicherweise alle Voraussetzungen. Diese behaupteten Offenbarungen sind ihm in unserer Zeit leicht zugänglich. Es gibt deren eigentlich nur zwei: die jüdisch-christliche und die mohammedanische, (wobei sich die letztere auch weitgehend auf die erstere stützt, sie aber total verfälscht). Er kann sie leicht vergleichen. Sie sind widersprüchlich, gegensätzlich. Sie schließen sich gegenseitig aus. In einem Ausscheidungsverfahren kann er aufgrund seines ihm innewohnenden Naturgesetzes zur einzig richtigen religiösen „Weltanschauung“, zur wahren Religion gelangen, zur biblischen.

Die Bibel (das Buch der Bücher) erzählt ihm vom Sein und Wirken dieses Gottes, von Seinen Weisungen und Geboten, von Seinen Belohnungen und Bestrafungen, von Seinen Verheißungen und von Seinem Umgang mit den Menschen und der Menschen mit Ihm von allem Uranfang an, von der Auserwählung und Führung Seines Volkes. Es gibt keine andere „Religion“ auf der ganzen Welt, in der ganzen Menschheitsgeschichte, die zurecht und bewiesen eine Selbstoffenbarung Gottes zu besitzen vorgeben kann.

Die Heiligen Schriften des „Volkes Gottes“, des Volkes, mit dem Gott einen besonderen Bund geschlossen hat, enthalten nun aber viele Aussagen, die auf den kommenden Messias, den künftigen Erlöser hinweisen.

„Es ist Gottes Geist, der das Bild Seines Sohnes, der da kommen soll als Menschensohn, mit deutlichen Zügen, in Wort und Symbol (Typus), hineingeschrieben hat in die Geschichte der Jahrtausende vor Ihm, damit bei Seinem Kommen Israel und alle Völker in Ihm den seit langem Erwarteten und klar Verkündeten mit Bestimmtheit erkennen konnten; es ist die hehre Gestalt Jesu Christi, die ihren Schatten vorauswirft, ehe sie in diese Zeitlichkeit hineintritt.“ (Hettinger Apol. 2,348)

(Wenn ein einzelner Mensch ein Buch voll Weissagungen auf Jesus Christus geschrieben hätte, und Jesus wäre wirklich in der Zeit und in der Weise, wie es vorausgesagt ward, erschienen, so wäre das ein Beweis unendlicher Geisteskraft. Aber hier (bei der Prophezeiung vieler Propheten) erscheint noch viel mehr. Es ist eine Folge von Männern durch viertausend Jahre hindurch, die gleichmäßig und ohne Unterschied einer nach dem andern dieses Ereignis verkünden. – Blaise Pascal)

Das Finden der biblischen Offenbarung führt nun ganz logisch zu diesem Messias. Der Verheißene ist tatsächlich gekommen, „in der Fülle der Zeit“, und hat unter uns Menschen gelebt, gewirkt. Es gibt keinen einzigen Menschen in der bisherigen Menschheitsgeschichte, der wie Er mit solcher Übernatürlichkeit, mit solcher geistiger Kraft und Autorität, mit solcher Macht, ja Allmacht, aber auch mit solcher Sanftmut und Liebe aufgetreten ist. Jesus Christus ist – selbstbezeugt und bezeugt durch seine zuverläßigen Zeitgenossen – die Schlüsselfigur für die Annahme oder Ablehnung des wahren Gottesglaubens. Er erst ist es, der uns GOTT erschließt. ER ist die Gottesoffenbarung in Person. „Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoße des Vaters ist, der hat es uns erzählt.“ (Johannes 1, 18) Erst und nur Jesus Christus vermittelt die richtige, vollständige, vollgültige Interpretation des geschriebenen Wortes Gottes, das vor Seinem Kommen von den Juden festgehalten wurde. Und Jesu Christi „Auslegung“ ist niedergeschrieben in den Heiligen Schriften des Neuen Testament, in den Evangelien und Briefen der Apostel und in der Apokalypse des hl. Johannes. Und sie ist präzisiert und vertieft durch das Wirken des Heiligen Geistes in der Lehre der Kirche Christi. („Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener Geist der Wahrheit kommt, der wird euch alle Wahrheit lehren; denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern, was er hört, wird er reden, und was zukünftig ist, euch verkünden. Derselbe wird mich verherrlichen; denn er wird von dem Meinigen nehmen, und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er wird von dem Meinigen nehmen, und es euch verkündigen“ Johannes 16, 12-15) Die Kirche Christi aber ist die ununterbrochen seit Jesus Christus nun schon mehr als 2000 Jahre bestehende apostolische, römisch-katholische Kirche mit ihrem Lehr- und Hirtenamt, mit ihren Päpsten, Bischöfen und Priestern und Gläubigen, mit ihren Lehren und Sakramenten! Alle anderen christlichen, re-definierten und re-formierten „Kirchen“ haben nicht die Fülle der Wahrheit und der Gnadenmittel; sie haben nur Reste davon. Sie sind „Ausbrüche“, Abspaltungen und Neugründungen verursacht von einzelnen Menschen, die ihre „Erleuchtungen“ über jene der vielhundertjährigen Kirche setzten. Christ im Vollsinn des Wortes ist nur derjenige, der kein einziges Stück der Pflanzung des Gottessohnes verwirft. Zum „Senfkorn“, das er in die Erde gesenkt hat, damit es aufgehe und wachse, gehört nicht nur das Wurzelwerk und der Stamm, sondern auch die Krone des Baumes mit ihren Blüten und Früchten. Zum Wort der Heiligen Schrift gehört unverzichtbar die vom Heiligen Geist gewollte, inspirierte, mit aller erforderlichen Autorität ausgerüstete Auslegung und Anwendung des geschriebenen Wortes. Das reformatorische Prinzip oder Dogma: „Sola Scriptura“ ist grundfalsch und un-biblisch und deshalb unheil-voll.

Ach, wenn doch auch du erkannt hättest, was dir zum Heile dient… (vgl. Lukas 19, 41-44)

Paul O. Schenker

Bischof Schneider antwortet dem Papst: „Das Christentum ist die einzige von Gott gewollte Religion“


Rom, 8. Februar 2019 ( LifeSiteNews ) – Bischof Athanasius Schneider gab heute eine Erklärung zur Einzigartigkeit des Glaubens an Christus ab. Angesichts der Verwirrung, die nach der Unterzeichnung von Papst Franziskus mit einem Grand Imam in Abu Dhabi entstanden ist.

Der Papst kam Anfang dieser Woche unter Beschuss, als er bei einem interreligiösen Treffen in Abu Dhabi am Montag, dem 4. Februar, mit Sheik Ahmad el-Tayeb, Großimam der Kairoer Al-Azhar-Moschee, das „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ unterzeichnet hatte.

Das Dokument löste eine Kontroverse unter Christen aus, da es behauptete, dass „der Pluralismus und die Vielfalt der Religionen“ „von Gott in Seiner Weisheit gewollt“ seien – eine Aussage, von der viele glauben, dass sie dem katholischen Glauben zuwiderläuft.

Nach Angaben des Weihbischofs von Astana ist das umstrittene Dokument ein Zeichen für einen echten „Klimawandel“ – und eine „Migrationskrise“, die die geistige Seelenwelt bedroht. Bischof Schneider schreibt:

Die dringlichste Aufgabe der Kirche in unserer Zeit ist es, sich um die Veränderung des geistigen Klimas und um die spirituelle Migration zu kümmern, nämlich dass das Klima des Nicht-Glaubens an Jesus Christus, das Klima der Ablehnung des Königtums Christi sich in das Klima des ausdrücklichen Glaubens an Jesus Christus, der Annahme seines Königtums und der Umstellung der Menschen vom Elend der geistigen Sklaverei des Unglaubens in das Glück, Söhne Gottes zu sein, und aus dem Leben der Sünde in den Zustand von heiligmachende Gnade verwandelt. Dies sind die Migranten, um die wir uns dringend kümmern müssen.

„Das Christentum ist die einzige von Gott gewollte Religion“, schreibt er. „Deshalb kann es niemals komplementär neben anderen Religionen platziert werden. Diese würden gegen die Wahrheit der göttlichen Offenbarung verstoßen, wie sie im Ersten Gebot des Dekalogs unmissverständlich bestätigt wird, wer behaupten würde, dass die Vielfalt der Religionen der Wille Gottes ist.“

„Es gibt nur einen Weg zu Gott, und der ist Jesus Christus, denn er selbst sagte:„ Ich bin der Weg “(Johannes 14: 6). Es gibt nur eine Wahrheit, und diese ist Jesus Christus, denn Er selbst sagte: „Ich bin die Wahrheit“ (Johannes 14: 6). Es gibt nur ein wahres übernatürliches Leben der Seele, und das ist Jesus Christus, denn er selbst sagte: „Ich bin das Leben“ (Johannes 14: 6) “, schreibt Bischof Schneider.

„Eine echte universale Bruderschaft kann nur in Christus sein, und zwar unter getauften Personen“, so beharrt er. Und „außerhalb des christlichen Glaubens kann keine andere Religion ein wahres übernatürliches Leben vermitteln: „Dies ist das ewige Leben, dass sie Dich als den einzigen wahren Gott kennen und Jesus Christus, den Du gesandt hast“ (Johannes 17: 3).

8. Februar 2019

+ Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese Saint Mary in Astana

_______

Quelle (Fortsetzung folgt später)

Aus dem Englischen übersetzt von mir [POS]

Generalaudienz: In der Einheit mit Christus leben

Die Taufe ist ein einzigartiges „spirituelles Siegel“, das jeden Menschen rettet. Daran erinnerte der Papst in seiner Katechese an diesem Mittwoch anlässlich der Generalaudienz auf dem Petersplatz.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Wir verdanken unser irdisches Leben unseren Eltern, doch der Kirche verdanken wir das ewige Leben, so Franziskus vor tausenden Pilgern und Besuchern, die unter Regenschirmen dem Papst zuhörten. Nicht der römische Regen, sondern das Wasser war auch der rote Faden in seinen Erläuterungen. Er ging auch an diesem Mittwoch auf die Bedeutung der Taufe ein. Es handelte sich um die fünfte Katechese zu dieser Reihe, das Thema der „Neuschöpfung“ stand diesmal im Mittelpunkt der Überlegungen.

„Auch ein jeder von uns ist durch das Wasser und den Heiligen Geist wiedergeboren. Der himmlische Vater lässt in uns mit unendlicher Liebe seine Stimme wiederhallen: ,Du bist mein geliebter Sohn.´ Diese väterliche Stimme ist zwar mit unserem Ohren nicht hörbar, wohl aber in den Herzen all jener, die glauben. Diese Stimme begleitet uns das ganze Leben“, so der Papst. Niemals verlasse sie uns. Einmal als „Kinder Gottes wiedergeboren“, sei man dies für immer, fügte Franziskus an. Selbst die Sünden könnten dieses „spirituelle Siegel“ nicht zerstören.

Gott verleugnet seine Kinder nicht

Dazu gab der Papst noch ein konkretes Beispiel: „Da sagt vielleicht einer: ,aber Pater, wenn eine Person kriminell wird und zwar schlimmer als die bekannten Kriminellen, wenn er Menschen umbringt und Ungerechtigkeiten verübt, geht da dieses Siegel nicht verloren?´ Nein, denn dieses Kind Gottes tut diese Dinge zur eigenen Scham, aber das Siegel geht nicht verloren.“ Man bleibe weiterhin „Kind Gottes“, denn Gott verleugnet niemals seine Kinder, betonte Franziskus, der die Pilger einlud, dies gemeinsam mit ihm laut zu wiederholen.

Die Berufung eines jeden Gläubigen sei es, in der Kirche in Einheit mit Christus zu leben und dieselbe Mission zu verfolgen. Der Papst ging auch auf den wesentlichen Teil des Ritus des Sakraments der Taufe ein, der im dreimaligen Eintauchen in das Wasser unter der Anrufung der heiligsten Dreifaltigkeit bestehe. So tauche der Täufling in das „österliche Geheimnis“ Christi ein, getauft „in seinem Tod“, wie der Apostel Paulus im Römerbrief erläuterte. Daraus folge jedoch ein „neues Leben“: „Die Taufe“, unterstrich der Papst, „öffnet uns die Tür zu einem Leben der Erlösung, nicht zu einem weltlichen Leben. Ein Leben nach Jesus.“

Grab für die Sünde und Mutterschoß für das neue Leben

Eine weitere Besonderheit der Taufe sei der Ort dieses Rituals. Am Taufbrunnen zeige sich die Bedeutung von Ostern, denn der Taufbrunnen sei „sozusagen das Grab für die Sünde und der Mutterschoß für das neue Leben“, so der Papst, den heiligen Kyrill von Jerusalem zitierend.

Franziskus betonte, dass die Taufe einmalig und nicht wiederholbar sei, weil die Taufe ein unauslöschliches spirituelles Siegel hinterlasse, das selbst die Sünde nicht auslöschen könne. Diese Zugehörigkeit zu Gott werde durch die Salbung mit dem heiligen Chrisam deutlich. Auf diese Weise forme der Heilige Geist „die vielen zu dem einen Leib Christi, der Kirche“.

Den Besuchern aus dem deutschen Sprachraum sagte der Papst:

„Mit Freude heiße ich die Pilger deutscher Sprache willkommen. Insbesondere grüße ich die Grabesritter der Komturei St. Hildegard und die Schwestern vom Göttlichen Erlöser, die ihr 25-jähriges Professjubiläum feiern. Als Getaufte sind wir wiedergeboren zu einem neuen Leben in Christus und berufen, seine Sendung weiterzuführen, indem wir seine Liebe und sein Evangelium zu unseren Mitmenschen bringen. Von Herzen segne ich euch alle.“

_______

Quelle

Angelus: Ohne Kreuz geht es nicht

Der Papst beim Angelus

Christusnachfolge ohne Kreuz? Das geht nicht. Das hat Papst Franziskus schon 2013 in seiner ersten Predigt als Papst überhaupt gesagt, und an diesem Sonntag schlug er beim Angelus dieselbe Saite von neuem an. Es gebe keine „wahre Liebe“, wenn man sich um die „Selbsthingabe“ herumdrücke.

Franziskus ging vom Tagesevangelium aus (Mt 16, 21-27). Es schildert, wie Jesus einmal Petrus gegenüber unwirsch wird. „Die Szene spielt sich ab, als Jesus den Jüngern ankündigt, dass er in Jerusalem leiden müsse, getötet werde, aber dann wieder auferstehen werde. Da nimmt Petrus den Herrn beiseite und macht ihm Vorwürfe, weil das doch Ihm, dem Christus, nicht zustoßen dürfe. Doch Jesus macht wiederum dem Petrus mit harten Worten Vorwürfe: „Weg mit dir, Satan! … Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.“ Noch einen Moment zuvor war der Apostel ein starker „Fels“ gewesen, auf den Jesus seine Kirche bauen wollte – und sofort danach wird er zu einem Hindernis, einem Stolperstein auf der Straße des Messias!“

Was Jesus nach dieser Szene zu seinen Jüngern sage, das gelte auch uns Heutigen, so Papst Franziskus: Wer Jesus nachfolgen wolle, der müsse sich selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und ihm folgen. „Immer – auch heute – gibt es die Versuchung, Christus ohne Kreuz zu folgen, ja sogar Gott den richtigen Weg zeigen zu wollen. Wie Petrus sagt: Nein nein, Herr, das darf nicht passieren! Aber Jesus erinnert uns daran, dass sein Weg der Weg der Liebe ist, und es gibt keine wahre Liebe ohne die Selbsthingabe! Wir sind dazu aufgerufen, uns nicht von der Vision dieser Welt absorbieren zu lassen, sondern uns immer bewusster zu werden, dass wir Christen einen mühsamen Weg zu gehen haben – gegen den Strom, und bergauf.“

Wer nur sich selbst verwirklicht, der verliert sich

Das Evangelium dieses Sonntags bietet nach der Einschätzung des Papstes Worte von „großer Weisheit“ – etwa dieses: „Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.“ „Dieses Paradox enthält die goldene Regel, die Gott in die menschliche Natur eingeschrieben hat: die Regel, dass nur die Liebe dem Leben Sinn und Glück zu geben vermag. Wer seine Talente und Energien nur dazu gebraucht, um sich selbst zu verwirklichen, der verliert sichin Wirklichkeit – eine traurige, sterile Existenz. Wenn wir hingegen für den Herrn leben und wie Jesus unser Leben auf die Liebe ausrichten, dann werden wir die wahre Freude erleben, und unser Leben wird nicht steril, sondern es wird fruchtbar sein!“

In der Messfeier werde jedes Mal von neuem „das Geheimnis des Kreuzes gegenwärtig“, fuhr der Papst fort. Das sei nicht nur „Erinnerung“, sondern erneute Vergegenwärtigung des „rettenden Opfers, bei dem der Sohn Gottes sich selbst vollkommen verliert, um sich vom Vater von neuem zu empfangen und so uns, die wir verloren waren, wiederzufinden, zusammen mit allen Geschöpfen. Jedes Mal, wenn wir an der Heiligen Messe teilnehmen, teilt sich uns die Liebe des gekreuzigten und auferstandenen Christus als Nahrung mit, damit wir Ihm auf dem Weg des Alltags, im konkreten Dienst an den Geschwistern, folgen können.“

Man dürfe „keine Angst haben vor dem Kreuz“, schloss der Papst: Es gebe „kein Kreuz ohne Jesus“.

(rv 03.09.2017 sk)

Bischof Oster: „Jesus war ein Erdbeben, nicht nur ein lieber Mann“

Mgr. Stefan Oster / Pressestelle Bistum Passau – Pbp

Augsburg: Priester- und Diakonetag zu „Berufung“

Der Passauer Bischof Dr. Stefan Oster SDB hat heute in der Basilika St. Ulrich und Afra an den Inhalt und die Mitte unseres Glaubens erinnert: „Nicht etwas, sondern jemand, nämlich unser Herr Jesus Christus“, betonte Bischof Oster. Ihn in unserem Leben wirklich werden zu lassen, sich an Jesus festzumachen, ein Diener Christi zu sein, gebe uns erst die Freiheit Gott und den Nächsten zu lieben. „Nur wenn uns das nahe geht, spüren wir, er ist die Mitte von allem.“ Mit dem feierlichen Pontifikalamt begann der „Tag der Priester und Diakone“ im Rahmen der Ulrichswoche, der sich heuer mit dem Thema „Berufung“ beschäftigte.

Ausgehend von der Frage, wo das Problem liege, dass es gegenwärtig eher weniger als mehr junge Menschen gibt, die eine geistige Berufung in sich spüren, näherte sich Bischof Oster in seinem Vortrag zum Thema „Jugend, Glaube und Berufungen“ vom christlichen Menschenbild her. Vor rund 100 Priestern und Diakonen beschrieb er die Erfahrung des Seins, die Sinnerfahrung und die Erfahrung einer Christusbeziehung als drei Wege der Berufungsfindung. Diese müssten nicht nacheinander abgelaufen werden, sondern seien meist ineinander verwoben. „Berufung ereignet sich in der konkreten Wirklichkeit.“ Letztlich sei es aber erst durch die Begegnung mit dieser Wirklichkeit möglich, dass die Fähigkeit zur Entscheidung für einen bestimmten Berufungsweg wachse.

Was verwandelt also den Menschen, darf Christus in mein Leben hineinkommen, fragte Bischof Oster. Seine Antwort: Die Erfahrung von Sinn, Beziehung und Leid. „Menschen entwickeln Leidenschaft für andere Menschen, Geschöpfe, Dinge, Tätigkeiten und Ziele. Sie entdecken, was für sie Sinn und Freude macht und was Erfüllung schenkt.“ Für junge Menschen sei es daher wichtig, das zu entdecken und darin sich selbst, Prioritäten zu setzen und diese zu verändern. Letztlich gewinne aber alles in unserem Leben seinen Sinn durch Christus. Erst die Begegnung und Beziehung mit ihm mache uns liebes- und leidensfähig. „Bei Jesus daheim sein, verwandelt alles andere.“

Warum es dennoch immer weniger gelingt, junge Menschen für Gott und die Nachfolge Christi zu gewinnen, machte der Bischof an mehreren Punkten fest und stellt diese als drängende Herausforderungen für die Zukunft der Kirche heraus. Bischof Oster ermutigte dazu, wieder den ganzen Jesus zu verkündigen und dadurch eine neue Leidenschaft für Christus zu entfachen: „Jesus war ein Erdbeben, nicht nur ein lieber Mann!“ Dass es um unser Heil gehe und nicht um einen „Humanismus der Nettigkeit“, gelte es aber auch mit Überzeugung zu vertreten, so der Bischof. „Wenn wir einen Jesus verkünden, der Wellness lehrt, dann werden wir irrelevant“. In der Nachfolge Christi zu leben, bedeute nämlich, sich die Jüngerschaft zum Lebensthema zu machen. Nur wenn wir im, mit und vom Herrn lernen, könnten wir ihn auch lieben. „Das ist unsere Herausforderung“, wandte er sich an die Priester und Diakone, die er gleichermaßen zu echtem, intensivem treuem geistlichem Leben bestärkte: „Wir sind berufen, Gott zu lieben, weil er so großartig ist, und müssen die Sehnsucht nach ihm wecken.“

Bestätigung erhielten seine Aussagen im anschließenden Podiumsgespräch, das Schwester Dr. Theresia Mende OP vom Institut für Neuevangelisierung moderierte.  Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass es das gute Beispiel und Vorbild von authentischen Priesterpersönlichkeiten war, das in jungen Menschen heute noch die Sehnsucht nach einem Leben in der Nachfolge Christi wecken kann.

Vor der Pontifikalvesper mit Bischof Dr. Konrad Zdarsa in der Ulrichsbasilika hatten die Priester und Diakone in sechs Gesprächsrunden die Möglichkeit, sich über Themen der Berufungspastoral auszutauschen. Dabei stand die Frage „Kann man Berufungen machen?“ ebenso im Raum wie die kirchliche Jugendarbeit als Quelle für Berufungen, die Berufungspastoral aus der Sicht von Papst Franziskus, die geistliche Begleitung von jungen Priestern und die Erfahrungen von Anbetungsinitiativen.

(Quelle: Webseite des Bistums Augsburg, 10.07.2017)

_______

Quelle