„Wir werden von Gott geliebt. Was für eine wundervolle Sache!“

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Audienz „Azione Cattolica Dei Ragazzi“, 19. Dezember 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Audienzansprache von Papst Franziskus
vor den jugendlichen Mitgliedern der „Azione Cattolica Italiana“

Papst Franziskus empfing heute Mittag die jugendlichen Mitglieder der „Azione Cattolica Italiana“ (A.C.R. oder „Azione Cattolica dei Ragazzi“) zum Austausch der Weihnachtsgrüße in Audienz.

Die Audienzbesucher sind aus ganz Italien angereist, um dem Papst persönlich ihre Weihnachtsgrüße zu übermitteln. Papst Franziskus, der sich gern und oft Zeit für Kinder und Jugendliche nimmt, zeigte sich entsprechend froh über den jungen Besuch und übermittelte der gesamten A.C.R. seine Weihnachtsgrüße.

In seiner Ansprache legte der Papst seinen jungen Zuhörern die Bedeutung der Weihnachtsankündigung dar. Die Geburt Jesu sei eine große Freude. Durch die Geburt Jesu nähere sich uns der Herr, bekunde seine Liebe und erlöse uns. „Wir werden von Gott geliebt. Was für eine wundervolle Sache!“, bekräftigte Papst Franziskus und gab den Audienzteilnehmern einen Rat für ihren Alltag mit. Wenn sie das nächste Mal traurig, von einem Freund oder von sich selbst enttäuscht seien, sollten sie sich sagen, dass Gott sie liebe und nicht im Stich lasse. Daher sei das christliche Herz immer von Freude erfüllt.

Teile man diese Freude, vervielfache sie sich. Papst Franziskus zählte auf, wo die Freude überall bezeugt werden könne, in der Familie, der Schule, der Pfarrer, überall. Ihre Mitgliedschaft bei der A.C.R. sei ihnen behilflich, erklärte der Papst an seine Zuhörer gewandt und ging anschließend auf ihr Motto „CIRCOndati di GIOIA“ (von Freude umgeben) ein. Brüderlichkeit, Freude und Mission waren die Worte, die der Papst verwendete, um den jugendlichen Zuhörern die Bedeutung ihres Mottos darzulegen. Auch sie seien Apostel des Evangeliums, wenn sie die Liebe und Zärtlichkeit Jesu verkündeten.

Papst Franziskus forderte die Audienzteilnehmer auf, die Freude mit allen zu teilen, aber vor allem mit den Großeltern. Der Papst erinnert immer wieder an die wichtige Rolle der Großeltern im Familienverband und in der Gesellschaft, zu der sie mit ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen einen bedeutenden Beitrag leisten können. Daher forderte Papst Franziskus seine Zuhörer dazu auf, den Großeltern zuzuhören und sie um Rat zu fragen.

Abschließend sprach Papst Franziskus lobend den Einsatz der jungen Mitglieder der A.C.R. für den Frieden und die Solidarität in einem Hilfsprojekt in Neapel an und erteilte seinen Segen für das Projekt. Papst Franziskus dankte auch den begleitenden Erwachsenen und wünschte allen und ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest. Nachdem er seinen Segen erteilt und die Audienzteilnehmer dem Schutz der Madonna anvertraut hatte, bat Papst Franziskus darum, auch ihn in die Gebete einzuschließen.

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Quelle

Papst: ‪„Die alten Leute sind dazu berufen, eine Kultur des Lebens zu verbreiten“

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‪Papst Franziskus, Audienz, 15. Oktober 2016

Die Alten seien wie Bäume,
die auch unter der Last der Jahre Früchte tragen

Die Kirche betrachte die alten Menschen mit Zuneigung, Dankbarkeit und großer Achtung. Sie seien ein wesentlicher Teil der christlichen Gemeinde und der Gesellschaft, weil sie‪ „die Wurzeln und das Gedächtnis eines Volkes darstellen“.

Dies unterstrich Papst Franziskus am Samstag vor einer Gruppe von mehr als tausend Senioren, die anläßlich des Festes der Großeltern in der Audienzhalle ‪„Paul VI.“ im Vatikan empfangen wurden.

In seiner Ansprache bezeichnete der fast 80-jährige Pontifex die alten Menschen als eine ‪„wichtige Präsenz“ in der heutigen Gesellschaft. Ihre Erfahrung – so der Papst – sei ‪„ein kostbarer Schatz, unverzichtbar, um mit Hoffnung und Verantwortlichkeit in die Zukunft zu schauen“.

Ihr Beitrag sei wesentlich für die jungeren Generationen. ‪Die von den alten Menschen über die Jahre angesammelte Reife und Weisheit könnten den Jugendlichen auf ihrer Suche nach dem eigenen Weg helfen, so betonte Jorge Bergoglio. Auch in den schwersten Prüfungen legten sie Zeugnis davon ab, dass man nie das Vertrauen in Gott und in eine bessere Zukunft verlieren solle, so erinnerte der Papst.

Alte Menschen seien wie Bäume, die weiter Früchte tragen, auch unter der Last der Jahre, so der Papst, der den großherzigen Einsatz vieler Senioren u.a. „als Katechisten, Mitgestalter der Liturgie,  Zeugen der Nächstenliebe“ in den Pfarreien würdigte.

Während Papst Franziskus die Großeltern dazu einlud, mit ihren Kleinkindern zu reden, prangerte er erneut die ‪„verderbliche Wegwerfkultur“ von heute und ihre ‪„Ausgrenzung“ alter Menschen an, weil sie als ‪„unproduktiv“ betrachtet würden.

Deswegen sei es ihm eine Freude, so erzählte der Papst, im Lukasevangelium (2,25-38) zu lesen, dass genau zwei ‪„Großeltern“, nämlich Simeon und Hanna, und nicht einen Priester, das Jesuskind 40 Tage nach seiner Geburt im Jerusalemer Tempel empfingen.

Am Ende seiner Ansprache dankte er den alten Menschen ‪„für Ihr Beispiel der Liebe, Hingabe und Weisheit.“ ‪„Mögen ihr Lächeln und die schöne Helligkeit ihrer Augen der Gesellschaft nie fehlen: dass die Gesellschaft sie sehen möge“, so fügte er noch dazu.

Danach lud er seine Zuhörer ein, gemeinsam zur Heiligen Anna, Jesu Großmutter, zu beten.

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