Im Wortlaut: Papstrede zum Kongress über Kindeswürde im Internet

An der päpstlichen Universität Gregoriana tagte der Kongress über Kinderschutz im Internet – RV

Hier lesen Sie die offizielle Übersetzung der Papstrede an die Teilnehmer des internationalen Kongresses „Kindeswürde in der digitalen Welt“ an der Päpstlichen Universität Gregoriana anlässlich der Audienz an diesem Freitag im Vatikan. (rv)

Eminenzen,sehr verehrter Herr Präsident des Senats, werte Frau Ministerin,Exzellenzen, Magnifizenz,sehr geehrte Damen und Herren Botschafter, geschätzte Autoritäten und Professoren, meine Damen und Herren,

mein Dank gilt dem Rektor der Universität Gregoriana, P. Nuno da Silva Gonçalves, und der Vertreterin der Jugendlichen für ihre freundlichen und interessanten Worte der Einführung zu unserer Begegnung. Ich danke Ihnen allen für Ihre Anwesenheit heute Morgen, für Ihren Bericht über die Ergebnisse Ihrer Arbeit und vor allem dafür, dass Sie Ihre Sorgen und Ihren Einsatz geteilt haben, um gemeinsam zugunsten der Minderjährigen auf der ganzen Welt ein neues und außerordentlich schwieriges, für unsere Zeit charakteristisches Problem anzugehen. Ein Problem, das bisher noch nicht gemeinschaftlich unter Einbeziehung so vieler verschiedener Fachleute und Verantwortungsbereiche untersucht und diskutiert worden war, wie es in den vergangenen Tagen geschehen ist: das Problem des wirksamen Schutzes der Würde von Minderjährigen in der digitalen Welt.

Die Anerkennung und die Verteidigung der Würde der menschlichen Person ist Prinzip und Fundament jeder gerechten gesellschaftlichen und politischen Ordnung. Die Kirche hat die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) als einen „wahren Meilenstein auf dem Weg des moralischen Fortschritts der Menschheit“ (vgl. Ansprachen von Johannes Paul II. an die UNO in den Jahren 1979 und 1995) anerkannt. Auf derselben Linie hat der Heilige Stuhl im Bewusstsein, dass die Kinder zu den Ersten gehören, die Aufmerksamkeit und Schutz brauchen, die Erklärung der Rechte des Kindes (1959) sehr begrüßt und ist der entsprechenden Konvention (1990) und den zwei Fakultativprotokollen (2001) beigetreten. Die Würde und die Rechte der Kinder müssen in der Tat von den Rechtsordnungen als höchst wertvolle Güter für die ganze Menschheitsfamilie geschützt werden (vgl. Kompendium der Soziallehre der Kirche, Nrn. 244-245).

Hinsichtlich dieser Prinzipien besteht also ein volles und stabiles Einvernehmen; auf deren Grundlage müssen wir auch einmütig handeln, und zwar mit Entschlossenheit und echter Leidenschaft. Dabei schauen wir liebevoll auf all die Kinder, die täglich auf der ganzen Welt geboren werden und vor allem Achtung brauchen, aber auch Fürsorge und Zuneigung, um den ganzen wunderbaren Reichtum ihrer Anlagen zu entfalten.

Die Schrift spricht von der menschlichen Person als von Gott nach seinem Ebenbild geschaffen. Was kann man Größeres über ihre Würde sagen? Das Evangelium erzählt von der Zuneigung Jesu zu den Kindern und wie er sie aufnimmt, wenn er sie in seine Arme nimmt und segnet (vgl. Mk 10,16), »denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich« (Mt 19,14). Die härtesten Worte Jesu gelten dem, der den Kleinsten Ärgernis gibt: Für ihn »wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde« (Mt 18,6). Wir müssen uns also für den Schutz der Würde von Minderjährigen liebevoll, aber auch ganz entschieden einsetzen, indem wir mit allen Kräften jener Wegwerfkultur entgegenwirken, die heute auf vielfache Weise gerade den Schwächsten und Verwundbarsten, wie es eben die Minderjährigen sind, schadet.

Wir erleben eine neue Welt, die wir uns in unserer Jugend nicht einmal hätten vorstellen können. Wir definieren sie mit zwei einfachen Worten – „digitale Welt“ / „digital world“ –, aber sie ist Frucht einer unglaublichen Entwicklung in Wissenschaft und Technik, die in wenigen Jahrzehnten unser Umfeld und unsere Kommunikations- und Lebensweise verwandelt hat. Sie ist auf gewisse Weise dabei, selbst unsere Denk- und Seinsweise zu verändern, nämlich dadurch dass sie die Wahrnehmung unserer Möglichkeiten und unserer Identität tiefgreifend beeinflusst.

Einerseits sind wir voll Bewunderung und Faszination für die großartigen Möglichkeiten, die sie uns eröffnet. Andererseits ruft sie in uns Furcht und vielleicht sogar Angst hervor, wenn wir die Schnelligkeit dieser Entwicklung sehen, die neuen unvorhergesehenen Probleme und die meist ungewollten, aber doch realen negativen Folgen, die sie mit sich bringt. Zu Recht fragen wir uns, ob wir fähig sind, die Prozesse, die wir selbst initiiert haben, zu steuern, ob sie uns nicht entgleiten, ob wir genug tun, um sie unter Kontrolle zu behalten.

Das ist die große existentielle Frage der heutigen Menschheit angesichts verschiedener Aspekte der globalen Krise, die sich in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik sowie im moralischen und geistlichen Bereich zugleich zeigt.

Als Vertreter verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und unterschiedlicher Einsatzfelder in der digitalen Kommunikation, im Recht und in der Politik haben Sie sich versammelt, gerade weil Sie sich des Ernstes der Herausforderungen im Zusammenhang mit dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt bewusst sind. Mit Weitsicht haben Sie sich auf die Herausforderung konzentriert, die vermutlich am entscheidendsten ist für die Zukunft der menschlichen Familie: der Schutz der Würde der jungen Menschen, ihres gesunden Wachstums, ihres Frohmuts und ihrer Hoffnung.

Wir wissen, dass heute mehr als ein Viertel der über drei Milliarden Internetnutzer minderjährig sind; das heißt, dass über 800 Millionen Minderjährige im Netz surfen. Wir wissen, dass allein in Indien innerhalb der nächsten zwei Jahre über 500 Millionen Personen Zugang zum Netz haben werden, die Hälfte davon minderjährig. Was finden sie im Netz? Und wie werden sie von denen, die auf verschiedene Weise Macht über das Netz haben, eingeschätzt?

Wir müssen die Augen offen halten und dürfen uns nicht vor einer Tatsache verstecken, die unerfreulich ist und die wir lieber nicht sehen wollen. Haben wir in diesen Jahren denn nicht zu Genüge gelernt, dass das Verstecken der Realität von sexuellen Missbräuchen ein äußerst schwerwiegender Fehler und Ursache vieler Übel ist? Schauen wir also auf die Wirklichkeit, so wie Sie es in den letzten Tagen getan haben. Im Netz nehmen sehr schlimme Erscheinungen Überhand: die Verbreitung von immer extremeren pornographischen Bildern, da durch Gewöhnung die Reizschwelle immer höher wird; das wachsende Phänomen des Sexting unter Jungen und Mädchen in den Social Media; das Mobbing, das immer mehr online stattfindet und eine echte moralische und physische Gewalt gegen die Würde der anderen jungen Menschen darstellt; die Sextortion, die sexuelle Verführung Minderjähriger im Netz ist bereits eine Tatsache, von der in den Nachrichten ständig die Rede ist. Das geht bis zu den schlimmsten und schrecklichsten Verbrechen der Organisation von Menschenhandel online, der Prostitution und sogar der Bestellung und der Liveübertragung von an Minderjährigen in anderen Teilen der Welt verübten Vergewaltigungen und Gewalttaten über das Internet. Das Netz hat also auch eine dunkle Seite und dunkle Bereiche (das Darknet), wo das Böse immer neuere, wirksamere, durchdringendere und feinmaschigere Weisen des Vorgehens und der Verbreitung findet. Die frühere Verbreitung der Pornographie durch die Presse war eine Erscheinung von geringem Ausmaß im Vergleich zu dem, was sich heute im Netz rasant verbreitet. Über all dies haben Sie deutlich gesprochen und die Zusammenhänge eingehend und mit Belegen studiert; wir sind Ihnen dafür dankbar.

Angesichts all dessen sind wir natürlich entsetzt, verlieren aber leider auch den Überblick. Wie Sie wissen und sagen, besteht eine Eigenart des Netzes gerade in seiner globalen Natur, die den Planeten grenzüberschreitend umfasst und so immer engmaschiger wird, um überall jede Art von Nutzer, auch Kinder, durch immer handlichere und anwenderfreundlichere mobile Geräte zu erreichen. Deshalb sieht sich heute niemand auf der Welt, keine nationale Autorität allein in der Lage, das Ausmaß und die Entwicklung dieses Phänomens angemessen zu erfassen und zu kontrollieren. Alles ist miteinander verflochten; dazu gesellen sich weitere dramatische Probleme im Zusammenhang mit dem Internet, wie illegaler Handel, Wirtschafts- und Finanzkriminalität, internationaler Terrorismus. Auch vom erzieherischen Gesichtspunkt her sind wir verunsichert; denn das rasante Tempo der Entwicklung stellt die älteren Generationen „ins Abseits“ und macht den Dialog zwischen den Generationen und eine ausgewogene Weitergabe von Regeln und der in jahrelanger Erfahrung erworbenen Lebensweisheit schwierig oder nahezu unmöglich.

Aber wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen; Angst ist immer ein schlechter Ratgeber. Wir dürfen uns auch nicht vom Gefühl der Ohnmacht angesichts der Schwierigkeiten der Aufgabe lähmen lassen. Vielmehr müssen wir gemeinsam aktiv werden im Wissen, dass wir aufeinander angewiesen sind, um angemessene Wege und Haltungen zu suchen und zu finden, um wirksame Antworten zu geben. Wir müssen darauf vertrauen, dass es möglich ist »den Blick wieder zu weiten. Die menschliche Freiheit ist in der Lage, die Technik zu beschränken, sie zu lenken und in den Dienst einer anderen Art des Fortschritts zu stellen, der gesünder, menschlicher, sozialer und ganzheitlicher ist« (Enzyklika Laudato si’, 112).

Damit diese Mobilisierung erfolgreich ist, lade ich Sie ein, einigen möglichen Fehleinschätzungen entschieden entgegenzuwirken. Ich beschränke mich darauf, derer drei aufzuzeigen.

Die erste besteht darin, den Schaden, der den Minderjährigen durch die oben genannten Erscheinungen zugefügt wird, zu unterschätzen. Die Schwierigkeit, ihnen Einhalt zu gebieten, kann uns in Versuchung führen zu sagen: „Eigentlich ist die Lage nicht so schlimm …“ Doch die Fortschritte in der Neurobiologie, der Psychologie, der Psychiatrie lassen hingegen die tiefgreifende Wirkung von gewalttätigen und sexuellen Bildern auf den formbaren Geist von Kindern erkennen: psychologische Reifestörungen, Abhängigkeitssituationen oder -verhaltensmuster, regelrechte Sucht durch den Missbrauch an Konsum provokanter und gewalttätiger Bilder. Das sind Störungen, die das ganze Leben der Kinder von heute schwer belasten werden.

Hier sei mir eine Bemerkung erlaubt. Zu Recht unterstreicht man die Schwere dieser Probleme für Minderjährige. Dabei kann man aber unwillkürlich unterschätzen oder will vergessen, dass auch Probleme für Erwachsene bestehen und das Unterscheidungskriterium zwischen Minder- und Volljährigen für die rechtlichen Normen notwendig ist, aber nicht geeignet ist, um sich den Herausforderungen zu stellen. Die Verbreitung immer extremerer Pornographie und anderer missbräuchlicher Nutzungen des Netzes führt nämlich auch bei Erwachsenen nicht nur zu Störungen, Abhängigkeiten und schwerwiegenden Schäden, sondern wirkt sich ebenso auf die Vorstellungen von Liebe und auf die Beziehungen zwischen den Geschlechtern aus. Es wäre eine schlimme Täuschung zu glauben, eine Gesellschaft, in der der abnorme Konsum von Sexualität im Netz unter den Erwachsenen überhandnimmt, könnte fähig sein, Minderjährige wirksam zu schützen.

Die zweite Fehleinschätzung besteht darin zu glauben, dass zur Bewältigung der Probleme automatische technische Lösungen, etwa die mit immer ausgeklügelteren Algorithmen erstellten Filter zur Erkennung und Blockierung der Verbreitung missbräuchlicher und schädlicher Bilder, ausreichen. Gewiss handelt es sich dabei um notwendige Maßnahmen. Sicher müssen Unternehmen, die Millionen von Menschen soziale Medien und immer bessere, detailliertere und schnellere digitale Instrumente zur Verfügung stellen, einen verhältnismäßig großen Anteil ihrer hohen wirtschaftlichen Erträge darin investieren. Doch ist es ebenso notwendig, dass die Hauptakteure der technischen Entwicklung das große ethische Anliegen innerhalb der Dynamik dieser Entwicklung mit höchster Dringlichkeit, umfassend und mit Blick auf die verschiedenen möglichen Folgen wahrnehmen.

Und an dieser Stelle müssen wir uns mit der dritten möglichen Fehleinschätzung auseinandersetzen, die in einer ideologischen und utopischen Sicht des Internets als Reich der grenzenlosen Freiheit besteht. Zu Recht sind unter Ihnen auch jene vertreten, deren Aufgabe es ist, zur Sicherheit und zum Schutz des Gemeinwohls und der einzelnen Personen Gesetze zu erlassen oder für deren Einhaltung Sorge zu tragen. Das Netz hat einen neuen gewaltigen Raum für die freie Äußerung und den Austausch von Ideen und Informationen eröffnet. Dies ist gewiss gut, hat aber, wie wir sehen, auch neue Werkzeuge für abscheuliche widerrechtliche Aktivitäten bereitgestellt; im Bereich, der uns beschäftigt, für den Missbrauch und die Verletzung der Würde Minderjähriger, zur Verführung ihres Geistes und zur Gewalt an ihrem Leib. Hier handelt es sich nicht um die Ausübung von Freiheit, sondern um Straftaten, gegen die man durchdacht und entschieden vorgehen muss, indem man die Zusammenarbeit von Regierungen und Sicherheitskräften auf globaler Ebene ausweitet, so wie das Netz global geworden ist.

Über all dies haben Sie miteinander diskutiert. In der mir eben vorgestellten „Erklärung“ haben Sie verschiedene Richtungen aufgezeigt, in welche die konkrete Zusammenarbeit zwischen all den Akteuren gehen muss, deren Aufgabe es ist, sich der großen Herausforderung der Verteidigung der Würde Minderjähriger in der digitalen Welt zu stellen. Ich unterstütze ganz entschlossen und nachdrücklich die von Ihnen eingegangenen Verpflichtungen.

Es geht darum, den Ernst der Probleme wieder ins Bewusstsein zu rufen, entsprechende Gesetze zu erlassen, die Entwicklungen der Technologie zu überwachen, die Opfer zu finden und die einer Straftat Schuldigen zu verfolgen; es geht darum, die betroffenen Minderjährigen in ihrer Rehabilitation zu unterstützen, Erziehern und Familien bei ihren Aufgaben beizustehen sowie kreativ zu sein in der Erziehung der Jugendlichen zu einem angemessenen – für sie selbst und die anderen Minderjährigen gesunden – Gebrauch des Internets; ferner die Feinfühligkeit und moralische Reife zu entwickeln und die wissenschaftliche Forschung in allen mit dieser Herausforderung verbundenen Bereichen fortzusetzen.

Zu Recht bringen Sie den Wunsch zum Ausdruck, dass sich auch Religionsführer und Glaubensgemeinschaften an diesen gemeinsamen Bemühungen beteiligen und ihre gesamte Erfahrung, ihre Autorität und Fähigkeit im Bereich der Ausbildung und der moralischen wie geistlichen Erziehung einbringen. Tatsächlich können wir uns nur durch das Licht und die Kraft, die von Gott her kommen, den neuen Herausforderungen stellen. Was die katholische Kirche betrifft, so möchte ich ihre Bereitschaft und ihren Einsatz dafür bekräftigen. Wie wir alle wissen, wurde der katholischen Kirche in den vergangenen Jahren immer mehr bewusst, in ihrem Innern nicht genügend für den Schutz von Minderjährigen gesorgt zu haben: Es sind sehr schwerwiegende Taten ans Licht gekommen, für die wir die Verantwortung gegenüber Gott, den Opfern und der öffentlichen Meinung eingestehen mussten. Gerade wegen dieser dramatischen Erfahrungen und der durch die Verpflichtung zu Umkehr und Reinigung erworbenen Kompetenzen fühlt sich die Kirche heute besonders stark verpflichtet, sich immer engagierter und mit größerem Weitblick für den Schutz Minderjähriger und ihrer Würde nicht nur in ihrem Inneren, sondern auch in der gesamten Gesellschaft und in der ganzen Welt einzusetzen; und dies nicht alleine – das wäre offensichtlich nicht ausreichend –, sondern indem sie ihre tatkräftige und aufrichtige Zusammenarbeit allen Kräften und Teilen der Gesellschaft anbietet, die sich in dieser Richtung engagieren wollen. Damit schließt sie sich dem Ziel an, das von den Vereinten Nationen in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung formuliert wurde: »Missbrauch und Ausbeutung von Kindern, den Kinderhandel, Folter und alle Formen von Gewalt gegen Kinder beenden« (Ziel 16.2).

Bei zahlreichen Gelegenheiten und in vielen verschiedenen Ländern begegnet mein Blick dem der Kinder, der armen und reichen, gesunden und kranken, frohen und leidenden. Von Kinderaugen angeschaut zu werden ist eine uns allen bekannte Erfahrung, die uns tief im Herzen berührt und uns auch zu einer Gewissenerforschung verpflichtet. Was tun wir, damit uns diese Kinder mit einem Lächeln anschauen können und sich einen reinen Blick voll Vertrauen und Hoffnung bewahren? Was tun wir, damit ihnen dieses Licht nicht geraubt wird, damit diese Augen nicht von dem verwirrt und verdorben werden, was sie im Internet sehen werden, das ein integraler und außerordentlich wichtiger Bestandteil ihres Lebensumfeldes sein wird?

Arbeiten wir also zusammen, um immer das Recht, den Mut und die Freude zu haben, den Kindern auf der Welt in die Augen zu schauen.

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Alle Formen des Rassismus überwinden

Twitter / Pixabay CC0 – Mizter_x94, Public Domain

Papst-Tweet am Dienstag, dem 18. Juli 2017

„Es gilt, alle Formen des Rassismus, der Intoleranz und der Instrumentalisierung der menschlichen Person zu überwinden.“ So lautet die von Papst Franziskus am gestrigen Dienstag, dem 18. Juli 2017, auf seinem Account @Pontifex_de veröffentlichte Kurzbotschaft oder Tweet.

Gestern beging die Welt den im Jahr 2009 von den Vereinten Nationen eingeführten und 2010 erstmals gefeierten „Nelson Mandela International Day“ oder kurz „Mandela Day“, d.h. „Mandela-Tag“.

Obwohl die Zahl der Papst-Tweets im Monat Juli leicht zurückgegangen ist, bleibt Franziskus aktiv und aktuell.

Am Samstag, dem 8. Juli, dem vierten Jahrestag seines Besuchs auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa, veröffentlichte er folgendes Tweet: „Die Migranten sind unsere Brüder und Schwestern, die ein besseres Leben suchen fern von Armut, Hunger und Krieg“.

Am Sonntag, dem 9. Juli, „Sea Sunday“, vertraute er die Seeleute der Gottesmutter an. „Ich empfehle die Seeleute, Fischer und alle, die in Schwierigkeiten und fern der Heimat sind, dem mütterlichen Schutz Mariens an“, so lautete das Tweet.

Und am jüngsten Sonntag, dem 16. Juli, war das Papst-Tweet der Muttergottes vom Berge Karmel gewidmet: „Lassen wir uns von der Jungfrau Maria zu dem heiligen Berg führen, der Christus ist und wo sich Gott und der Mensch treffen“. (pdm)

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„Kastration der Meinungsfreiheit“

Die Kritiker zum Schweigen gebracht. Justizminister Heiko Maas beendet das „verbale Faustrecht“ im Internet. Foto: dpa

Drei auf einen Streich: Neben der „Ehe für alle“ verabschiedeten die Abgeordneten auch ein Überwachungs- und das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Von Stefan Meetschen

Es war ein denkwürdiger Tag, Freitag der 30. Juni 2017. Sintflutartig fiel der Regen auf die deutsche Hauptstadt nieder, riss vielen Passanten und Transportmitteln den sicheren Boden weg, während die Abgeordneten des Bundestags im trockenen Reichstagsgebäude zügig drei Gesetze durchwunken, deren Auswirkungen auf die Freiheit und die Rechte der Bürger nicht zu unterschätzen sind.

Im Fokus der medialen Aufmerksamkeit stand der Beschluss der „Ehe für alle“; dann gab es aber auch noch das „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“, das aus Sicht des bekannten Rechtsanwalts und „Tagesspiegel Causa“-Kolumnisten Heinrich Schmitz „das Ende jeglicher Datensicherheit für die Bürger einläutet“, weil „der bisher nur dem BKA zur Prävention von internationalem Terrorismus zugestandene Staatstrojaner zum Alltagswerkzeug der Ermittlungsbehörden“ wird. Und, nicht zu vergessen: Auch das sogenannte „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ von Justizminister Heiko Maas (SPD), über das in den vergangenen Wochen und Monaten nicht nur von Politikern, sondern auch von Journalisten sowie Vertretern der Wirtschaft und verschiedener Nichtregierungsorganisationen kontrovers diskutiert worden war, passierte am Freitag geradezu im Windschatten des Aufsehen erregenden „Ehe für alle“-Beschlusses den Bundestag.

„Wir bringen heute ein wichtiges Gesetzgebungsprojekt nach einem anspruchsvollen parlamentarischen Verfahren zu einem guten Abschluss“, erklärte die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker laut dpa. „Wir haben den Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas vom Kopf auf die Füße gestellt.“ Der ursprüngliche Gesetzentwurf, der Netzwerkbetreiber wie Facebook oder Twitter unter Androhung von Bußgeld zu einem rigoroseren Umgang mit strafbaren Textinhalten der User verpflichtet, sei „in nicht weniger als 30 Punkten geändert worden“, erläuterte Winkelmeier-Becker die eigene Zustimmung und bekräftigte: „Die Rechtsordnung gilt auch im Internet! Der Rechtsstaat sendet ein klares Signal.“ Bei der Opposition sieht man das anders. Das Gesetz sei „verfassungswidrig“, kritisiert FDP-Generalsekretärin Nicola Beer laut „Bild-Zeitung“ auch die überarbeitete Fassung scharf. „Jetzt drohen wegen der hohen Strafen für die Plattformen präventive Löschorgien bis hin zur Kastration der Meinungsfreiheit.“ Auch die Internet-affine „Piraten“-Partei sieht durch das Gesetz „das Recht auf freie Meinungsäußerung“ bedroht. Der Minister wolle „gegen Hass im Internet vorgehen, tatsächlich schafft er aber nur ein Gesetz zur Privatisierung von Zensur“, heißt es in einer von dpa wiedergegebenen Stellungnahme der Partei. Diese Entwicklung sei „brandgefährlich“. Auch bei der „Alternative für Deutschland“ (AfD) blickt man laut dpa mit Sorge auf das frisch verabschiedete Gesetz des Justizministers. „Obwohl der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, der UN-Sonderbotschafter David Kayes und unzählige Sachverständige das Gesetz als Zensurvorhaben entlarvten und ablehnen“, sei das Netzwerkdurchsetzungsgesetz „ohne große Diskussion im Bundestag durchgewunken“ worden, so die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel. Dem „Überwachungsstaat“ seien nun „keine Grenzen mehr gesetzt“. Man werde „mit Hochdruck an der Prüfung einer Verfassungsklage gegen dieses Zensurgesetz arbeiten“. Bei den Social Media-Nutzern scheint sich derweil so etwas wie eine subversive Stimmung auszubreiten. Der katholische Bestseller-Autor Michael Hesemann („Der Papst, der Hitler trotzte“) etwa, der im Zuge eines Postings zur „Ehe für alle“ gesperrt wurde, weil es aus Sicht von facebook gegen die Gemeinschaftsstandards verstoße, lässt sich derweil von seinem Hund Lucy Hesemann auf der Plattform vertreten, die ihm hilft, sich während der Sperrung weiterhin digital zu artikulieren („Herrchen meint …“).

Der Schauspieler und Autor Gerd Buurmann hingegen fordert Facebook und den Rechtsstaat, wie auf seinem Blog „Tapfer im Nirgendwo“ zu lesen, zum Duell auf. Am 4. Juli um 12 Uhr wolle er zwei Postings veröffentlichen, für die er bereits von Facebook gesperrt worden sei. Beide Sperrungen entbehren aus seiner Sicht und der seines Anwalts Joachim Steinhöfel „jeder Grundlage und betrafen Beiträge, die nicht nur in den USA vom ersten Verfassungszusatz, sondern auch in Deutschland ohne jeden Zweifel durch Art. 5 GG (Meinungs- und Pressefreiheit) geschützt“ seien. Buurmann weiter zum High Noon: „Sollte ich am 4. Juli 2017 oder danach für dieses Posting oder die zuvor gelöschten Berichte wieder gesperrt oder auch nur eines dieser drei Postings gelöscht werden, werden wir gerichtlich klären lassen, ob ein so ungeheuerlicher Eingriff in meine Grundrechte in Deutschland tatsächlich möglich ist. Gewinnen wir, ist das ein Sieg für die Meinungsfreiheit. Sollten wir unterliegen und der Gesetzgeber nicht unverzüglich handeln, wissen wir, was die Stunde in Deutschland geschlagen hat. Venceremos!“

Justizminister Maas hatte am Freitag im Bundestag laut tagesschau.de erklärt, das „verbale Faustrecht“ im Internet werde durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz beendet.

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Angelus: „Die Bibel so oft benutzen wie das Handy“

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Papst Franziskus beim Angelus – REUTERS

Nicht nur das Mobiltelefon, sondern auch eine kleine Bibel immer bei uns tragen: Das hat Papst Franziskus den katholischen Gläubigen an diesem ersten Fastensonntag ans Herz gelegt. „Was würde geschehen, wenn wir die Bibel genauso behandeln wie unser Handy? Wenn wir umkehren, um sie zu holen, weil wir sie zu Hause haben liegen lassen, wenn wir sie mehrmals am Tag zur Hand nehmen, wenn wir die Botschaften Gottes in der Bibel lesen, wie wir die Botschaften auf dem Handy lesen?“ Das sei ein paradoxer Vergleich, bringe aber zum Nachdenken, sagte Franziskus beim Angelus.

Der Papst bezog sich auf das Sonntagsevangelium, in dem Satan Jesus in Versuchung führt, dieser ihn aber „mit dem Schild des Wortes Gottes“ pariert. Die 40 Tage Jesu in der Wüste sind das Vorbild der christlichen Fastenzeit, in der der Christen dazu aufgerufen sind, „den Spuren Jesu zu folgen und den geistlichen Kampf gegen das Böse mit dem Wort Gottes zu führen“, so Franziskus. Aus diesem Grund brauche es Vertrautheit mit der Bibel. „Wirklich: hätten wir das Wort Gottes immer im Herzen, dann könnte uns keine Versuchung von Gott entfernen; wir verstünden es, die täglichen Einflüsterungen des Bösen zu besiegen, das in uns und rund um uns ist.“

Nach dem Angelus bat Franziskus die Gläubigen auf dem Petersplatz um das Gebet für seine Fastenexerzitien, die er an diesem Sonntagabend gemeinsam mit den Spitzen der Kurie in Ariccia beginnt. Exerzitienmeister ist in diesem Jahr der italienische Franziskaner Giulio Michelini. Die Fastenzeit sei „der Weg des Gottesvolkes auf Ostern hin, ein Weg der Umkehr, des Kampfs gegen das Böse mit den Waffen des Gebets, des Fastens und der Werke der Nächstenliebe. „Ich wünsche allen, dass ihr Weg der Fastenzeit reiche Frucht trägt.“

 

(rv 05.03.2017 gs)

Kardinal Rainer Maria Woelki mahnt zu behutsamem Umgang mit neuen Medien

epa1426775_articoloDer Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat zu einer fairen Kommunikation in den sozialen Netzwerken aufgerufen. Bei der traditionellen Kölner Domwallfahrt sagte Woelki am Sonntag: „Wir brauchen ein Gefühl für den Anderen.“

„Wir leben in einer Zeit, in der jeder seine Meinung in Echtzeit öffentlich machen kann. Wir leben in einer Zeit, in der Tausende von Followern mit einem Klick ihre Be- oder Abwertungen kundtun können, zu der uns Menschen jederzeit erreichen können“, erklärte Woelki. Das könne sehr anstrengend sein.

„Wir sind heute schnell mit unserer Meinung dabei“, so Woelki weiter. Schnell werden man online nach der Meinung gefragt, etwa zu einem möglichen Rücktritt von Politikern. Das sei im wahrsten Sinne des Wortes gnadenlos. „Das hat für uns keine unmittelbare Konsequenzen, aber für den Menschen, über den geurteilt wird, eine enorme.“ Wir befänden uns in einer enormen Verantwortung und Spannung. Zwar brauche es Öffentlichkeit und Transparenz. „Auf der anderen Seite darf öffentliche Kritik nicht anonym und gnadenlos werden.“

„Brauchen menschliches Maß“

Der einfache Klick am Computer – Daumen rauf oder runter – , der schnelle Tweet gegen jemanden, für einen selbst sei dies schnell vergessen. Für den Betroffenen sei dies dagegen „ein Shitstorm, Vorahnung des Fegefeuers, ein Albtraum“. „Nun werden wir die sozialen und bisweilen auch asozialen Netzwerke nicht ändern“, sagte Woelki. „Wir brauchen vernetzte und globale Kommunikation. Aber wir brauchen auch unter veränderten kommunikativen Bedingungen ein menschliches Maß. Wir brauchen ein Gefühl für den Anderen. Wo Kommunikation sich der unmittelbaren Begegnung zunehmend entzieht, steht sie in der Gefahr, den Respekt vor dem Gegegüber zu verlieren, in der Gefahr, ihn nur noch als ein lästiges, als ein anders denkendes Etwas wahrzunehmen. Davor müssten wir uns hüten.“

Dreh- und Angelpunkt der jährlichen Domwallfahrt ist der Weihetag des Kölner Domes am 27. September. An diesem Tag im Jahr 1322 wurde der Chorraum des Gotteshauses geweiht und damit seiner liturgischen Bestimmung übergeben.

(domradio 26.09.2016 sk)

Nicht jedes provokante „Meinungs-Kunstwerk“ toll finden, aber tolerieren

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Internet / Pixabay CC0 – PeteLinforth, Public Domain

Hassrede und Meinungsfreiheit:
Interview mit Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
in Frankfurt

Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft haben kürzlich mit der Europäischen Kommission einen Verhaltenskodex gegen sogenannte Hass-Rede präsentiert. Sie wollen – im Namen von Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung – Anträge auf Entfernung von solchen Beiträgen im Internet künftig binnen 24 Stunden prüfen. Michaela Koller befragte Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt, über die Mode, Deutschland und seine demokratischen Institutionen schlecht zu machen und zur Toleranz, die notwendig ist, um weiter in Freiheit zu leben.

Nun ist zunächst nicht klar, was der Begriff Hassrede konkret bedeutet. Kritik an den Blasphemiegesetzen in Pakistan wurde auch schon in der Vergangenheit als Hassrede abgestempelt…

Martin Lessenthin: Wir sind als freiheitlich denkende Menschen selbstverständlich für die Abschaffung der Blasphemiegesetze, Antikonversionsgesetze, Verfolgungsfatwas und ähnlicher, die Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit aushebelnder Gesetze. Salman Rushdie, van Gogh, die dänischen Mohammed Karikaturen und Charlie Hebdo müssen möglich sein. Im Einzelfall kann auch ich nicht jedes provokante „Meinungs-Kunstwerk“ toll finden, aber ich kann, ja muss, es tolerieren.

Verbessern wir nicht die Menschenrechtssituation, indem wir Radikalen einen Maulkorb verpassen?

Martin Lessenthin: Wir arbeiten auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und stehen in Deutschland mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes. Wir treten für die Meinungsfreiheit auch derjenigen ein, die eine andere Meinung haben als wir. Auch wer wie PEGIDA, Recep Erdogan, NPD-Vertreter, diverse Verschwörungstheoretiker oder die Milli Göres und Salafisten in irriger Weise unterstellt, dass in Deutschland „Meinungsdiktatur“ herrsche, darf diese schräge Auffassung vertreten, verkünden, drucken, senden, verbreiten.

Einer der Schwerpunkte der Arbeit der IGFM ist die Überwachung der Meinungsfreiheit. Ist diese also in Deutschland nicht in Gefahr? 

Martin Lessenthin: Von unserem Standpunkt als Menschenrechtsorganisation aus sehen wir die Meinungsfreiheit in Deutschland nicht in Gefahr. Die Behauptung, dass dies gravierend der Fall wäre, bedeutet Staaten zu verharmlosen, die tatsächliche Meinungen und Informationen diktatorisch lenken.

Woher kommt Ihrer Auffassung nach der Vorwurf, es herrsche hier eine Meinungsdiktatur?

Martin Lessenthin: Von den politischen Rändern, aus dem Ausland sowie von Verschwörungstheoretikern. Es hat sich mittlerweile eine Mode eingestellt, dass man Deutschland schlecht macht. Es wird von angeblicher Lügenpresse gesprochen und der Eindruck erweckt, alles sei gelenkt und insbesondere die öffentliche Meinung. Medien, die kritisch berichten, werden mit ihrer Kritik nicht reflektiert, sondern abgelehnt. Die Kritik wird nicht erwünscht.

Welche Medien ignorieren diese Kritiker? 

Martin Lessenthin: Ein Beispiel könnte die Berichterstattung über Pegida sein. Pegida hat sich den Vorwurf von angeblicher Lügenpresse und Meinungsdiktatur auf die Fahnen geschrieben und ganz wesentlich meinungsbildend gewirkt. Indem die Organisation gezeigt hat, dass auch die abstrusen Thesen eines Lutz Bachmann ein weites Echo in Deutschland finden, ist aber das Gegenteil bewiesen, nämlich das doch Meinungsfreiheit herrscht. Trotzdem behaupten die Aktivisten paradoxerweise, die Medien würden die Berichterstattung über sie unterbinden oder verzerren. Ich sehe eher, dass sie eine überproportionale Beachtung genossen haben.

Wie erleben Menschenrechtler eine tatsächliche Meinungsdiktatur? Welche Erfahrungen machen sie konkret? 

Martin Lessenthin: Was Meinungsdiktatur wirklich bedeuten kann, erleben Menschen auf Kuba, in der Volksrepublik China oder auch in Staaten wie Saudi-Arabien oder dem Iran. Dort gibt es Internetpolizei und Überwachung. Die Sperrung des Zugangs zu freier Information und Meinung sowie eine von oben diktatorisch verordnete Staatsmeinung, die jeder zu übernehmen hat. Tut er oder sie dies nicht, muss er oder sie die Folgen der staatlichen Verfolgung in Kauf nehmen.

Es wird beklagt, dass gerade Christen mit Schwierigkeiten rechnen müssen, wenn sie ihre Positionen öffentlich kundtun…

Martin Lessenthin: Das gilt zum Beispiel für Saudi-Arabien, Pakistan, den Iran und die Türkei, ebenso für Nordkorea oder China. Sie werden aber in Deutschland bei ihren Meinungsäußerungen nicht beschränkt. Im Gegenteil: Es gibt bei uns sogar eine Vielzahl von christlichen Medien die großen Einfluss haben, hervorragende christliche Medien, der beiden großen Konfessionen, ebenso die von kleineren christlichen Gemeinden und Bewegungen.

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DIE KIRCHE UND DAS INTERNET

internet-dayPÄPSTLICHER RAT FÜR DIE SOZIALEN KOMMUNIKATIONSMITTEL

KIRCHE UND INTERNET


I

EINLEITUNG

1. Das Interesse der Kirche für das Internet ist ein besonderer Ausdruck ihres schon lange bestehenden Interesses für die sozialen Kommunikationsmittel. Weil die Kirche die Medien als ein Ergebnis des historischen wissenschaftlichen Prozesses betrachtet, durch den die Menschheit »unaufhörlich voranschreitet in der Entdeckung der Schätze und Werte, welche die gesamte Schöpfung in sich birgt ,[1] hat sie oft ihrer Überzeugung Ausdruck verliehen, daß sie nach den Worten des Zweiten Vatikanischen Konzils »erstaunliche Erfindungen der Technik« [2] sind, die schon viel leisten, um den menschlichen Bedürfnissen entgegenzukommen, die aber noch mehr tun könnten.

So hat die Kirche gegenüber den Medien eine grundsätzlich positive Haltung eingenommen.[3] Auch wenn sie schwere Mißbräuche verurteilt hat, haben sich die Dokumente des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel immer darum bemüht, klarzustellen, daß »eine bloße Zensur ausübende Haltung der Kirche den Medien gegenüber weder ausreichend noch angebracht ist«.[4]

Die 1971 veröffentlichte Pastoralinstruktion über die sozialen Kommunikationsmittel Communio et progressio zitierte die Enzyklika Miranda prorsus von Papst Pius XII. und unterstrich diesen Punkt: »Die Kirche erblickt in diesen Medien “Geschenke Gottes”, weil sie nach dem Ratschluß der göttlichen Vorsehung die Menschen brüderlich verbinden, damit diese im Heilswerk Gottes mitwirken«.[5]

Das bleibt unsere Auffassung, und das ist auch die Auffassung, die wir vom Internet haben.

2. So wie die Kirche sie versteht, ist die Geschichte der menschlichen Kommunikation so etwas wie eine lange Reise, die die Menschheit geführt hat »von dem hochmutgeleiteten Vorhaben des Turmbaus zu Babel und dessen Folge, dem Absturz in die Sprachenverwirrung und die Unmöglichkeit gegenseitiger Verständigung (vgl. Gen 11, 1-9), hin zu Pfingsten und zur Gabe des Zungenredens und damit zu einer Wiederherstellung der Kommunikation durch das Wirken des Heiligen Geistes, in deren Mittelpunkt Jesus steht«.[6]

Im Leben, Tod und in der Auferstehung von Jesus Christus »findet man den tiefsten Grund und das Urbild jeder Gemeinschaft zwischen den Menschen in Gott, der unser menschlicher Bruder wurde«.[7]

Die modernen sozialen Kommunikationsmittel sind kulturelle Faktoren, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen. Wie das Zweite Vatikanische Konzil bemerkt: »Obschon der irdische Fortschritt eindeutig vom Wachstum des Reiches Christi zu unterscheiden ist, so hat er doch große Bedeutung für das Reich Gottes, insofern er zu einer besseren Ordnung der menschlichen Gesellschaft beitragen kann«.[8] Wenn man die sozialen Kommunikationsmittel von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, sehen wir, daß sie »einen wichtigen Beitrag zur Erholung und Bildung des Geistes leisten; sie dienen ebenso auch der Ausbreitung und Festigung des Gottesreiches«.[9]

Heute gilt das besonders für das Internet, das dazu beiträgt, revolutionäre Veränderungen in Handel, Erziehung, Politik, Journalismus, den Beziehungen zwischen den Nationen und den Kulturen hervorzubringen — Veränderungen, die nicht nur die Art der Kommunikation betreffen, sondern die ganze Lebensauffassung. In dem Begleit-Dokument Ethik im Internet diskutieren wir diese Themen in ihrer ethischen Dimension.[10]

Hier erwägen wir die Implikationen des Internet im Hinblick auf die Religion und besonders für die katholische Kirche.

3. Gegenüber den Medien hat die Kirche eine zweifache Aufgabe. Ein Aspekt ist die Förderung einer richtigen Entwicklung und des rechten Gebrauchs zum Nutzen der menschlichen Entwicklung, von Gerechtigkeit und Frieden — für den Aufbau der Gesellschaft auf lokaler, nationaler und staatlicher Ebene im Licht des Gemeinwohls und im Geist der Solidarität. In Anbetracht der großen Wichtigkeit der sozialen Kommunikationsmittel sucht die Kirche »einen aufrichtigen und von Achtung bestimmten Dialog mit den Verantwortlichen der Medien« — einen Dialog, der sich vor allem auf die Gestaltung der Medienpolitik bezieht.[11] »Von der Kirche verlangt dieser Dialog, daß sie sich um das Verständnis der Medien — ihrer Ziele, internen Strukturen, Formen und Arten — bemüht und jene unterstützt und ermutigt, die dort arbeiten. Auf Grund dieses Verständnisses und dieser Unterstützung wird es möglich, gewichtige Vorschläge zur Beseitigung der Hindernisse zu unterbreiten, die dem menschlichen Fortschritt und der Verkündigung des Evangeliums im Wege stehen«.[12]

Aber das Interesse der Kirche richtet sich auch auf die Kommunikation innerhalb und durch die Kirche selbst. Diese Kommunikation ist mehr als nur eine Übung in der Technik, denn sie »hat ihren Ursprung in der Gemeinschaft der Liebe der drei göttlichen Personen und ihrer Mitteilung an uns« und in der Erkenntnis, daß die Mitteilung der Trinität »die Menschheit erreicht: Der Sohn ist das vom Vater ewig gesprochene Wort, und in und durch Jesus Christus, fleischgewordenes Wort, teilt Gott Frauen und Männern sich selbst und sein Heil mit«.[13]

Gott fährt fort, mit der Menschheit durch die Kirche zu kommunizieren. Sie ist Trägerin und Bewahrerin seiner Offenbarung; ihrem lebendigen Lehramt allein hat er die Aufgabe anvertraut, sein Wort verbindlich zu erklären.[14] Überdies ist die Kirche selbst communio, eine Gemeinschaft von Personen und eucharistischen Gemeinschaften, die aus der Gemeinschaft der Dreifaltigkeit hervorgehen und sie spiegeln;[15] Kommunikation gehört deshalb zum Wesen der Kirche. Das ist mehr als alles andere der Grund, warum »die kirchliche Kommunikationspraxis beispielhaft sein und höchste Wertmaßstäbe hinsichtlich Wahrhaftigkeit, Verantwortlichkeit und Sensibilität für die Menschenrechte sowie andere wichtige Prinzipien und Normen widerspiegeln sollte«.[16]

4. Vor drei Jahrzehnten betonte Communio et progressio, daß »die modernen Kommunikationsmittel den Menschen neue Wege zur Begegnung mit dem Evangelium öffnen«.[17] Papst Paul VI. sagte, daß die Kirche »vor dem Herrn schuldig würde«, wenn sie es unterließe, die Medien für die Evangelisierung zu benutzen.[18] Papst Johannes Paul II. nannte die Medien den »ersten Areopag der neuen Zeit« und erklärte, daß »es nicht genügt, sie nur zur Verbreitung der christlichen Botschaft und der Lehre der Kirche zu benutzen; sondern die Botschaft selbst muß in diese, von der modernen Kommunikation geschaffene “neue Kultur” integriert werden«.[19]

Das zu tun ist heute wichtiger denn je, da die Medien heutzutage nicht nur stark beeinflussen, was die Menschen über das Leben denken, sondern weil in einem großen Ausmaß auch »die Erfahrung dessen, was Leben ist, heute eine weitgehend durch die Medien vermittelte Erfahrung ist«.[20]

All das gilt für das Internet. Und auch wenn die Welt der sozialen Kommunikationsmittel »bisweilen gegen die christliche Botschaft eingestellt zu sein scheint, bietet sie auch einzigartige Gelegenheiten dafür, die rettende Wahrheit Jesu der ganzen Menschheitsfamilie zu verkünden. Man denke …an die positiven Möglichkeiten des Internet, religiöse Information und Unterrichtung über alle Sperren und Grenzen hinauszutragen. Ein derart breites Publikum hätte wohl die kühnsten Vorstellungen derer, die vor uns das Evangelium verkündet haben, übertroffen… Die Katholiken sollten sich nicht scheuen, die Türen der sozialen Kommunikationsmittel für Christus aufzustoßen, so daß seine Frohe Botschaft von den Dächern der Welt gehört werden kann«.[21]

II

CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN

5. »Die Kommunikation, die in der Kirche und durch die Kirche stattfindet, besteht im wesentlichen in der Verkündigung der Frohbotschaft Jesu Christi. Sie ist die Verkündigung des Evangeliums als prophetisches und befreiendes Wort, das an die Menschen unserer Zeit gerichtet ist; sie ist angesichts einer radikalen Säkularisierung das Zeugnis für die göttliche Wahrheit und für die transzendente Bestimmung des Menschen; sie ist angesichts der Konflikte und Spaltungen die Entscheidung für die Gerechtigkeit in Solidarität mit allen Gläubigen im Dienst der Gemeinschaft unter den Völkern, Nationen und Kulturen«.[22]

Weil die Verkündigung der Frohen Botschaft an Menschen, die durch die Medienkultur bestimmt sind, danach verlangt, die besonderen Charakteristiken der Medien selbst sorgfältig zu berücksichtigen, ist es notwendig, daß die Kirche das Internet versteht: um mit den Menschen wirksam zu kommunizieren — besonders mit den jungen Menschen —, die von der Erfahrung dieser neuen Technologie durchdrungen sind, und auch damit sie es gut benutzt.

Die Medien bieten aus einer religiösen Perspektive heraus wichtige Vorteile und Nutzen: »Sie bringen Nachrichten und Informationen über religiöse Ereignisse, Ideen und Persönlichkeiten; sie sind Instrumente der Glaubensverkündigung und Katechese. Tagaus, tagein bieten sie Menschen, die in ihren Häusern oder in Heimen eingeschlossen sind, Anregung, Ermutigung und Gelegenheit zum Gottesdienst«.[23] Aber über diese hinaus gibt es auch Vorteile, die ganz speziell für das Internet gelten. Es bietet den Menschen einen direkten und unmittelbaren Zugang zu wichtigen religiösen und geistlichen Quellen — große Bibliotheken, Museen und Kultstätten, die Dokumente des Lehramtes, die Schriften der Kirchenväter und Kirchenlehrer und die religiöse Weisheit der Jahrhunderte. Es hat eine bemerkenswerte Fähigkeit, Distanz und Isolation zu überwinden und die Menschen mit gleichgesinnten Personen guten Willens in Kontakt zu bringen, die sich in virtuellen Glaubensgemeinschaften zusammenschließen, um sich gegenseitig zu ermutigen und zu unterstützen. Die Kirche kann Katholiken und Nichtkatholiken gleicherweise durch die Auswahl und Vermittlung von nützlicher Information in diesem Medium einen wichtigen Dienst leisten.

Das Internet hat für viele Aktivitäten und Programme der Kirche eine Bedeutung — Evangelisierung, die beides einschließt, die Re-Evangelisierung und die Neu-Evangelisierung, die traditionelle Missionsarbeit ad gentes, Katechese und andere Arten der Erziehung, Nachrichten und Information, Apologetik, Leitung und Verwaltung und einige Formen der pastoralen Begleitung und der geistlichen Leitung. Auch wenn die virtuelle Realität des »Cyberspace« die wirkliche interpersonale Gemeinschaft, die Realität der Sakramente und der Liturgie oder die unmittelbare und direkte Verkündigung des Evangeliums nicht ersetzen kann, kann es sie doch ergänzen und die Menschen dazu einladen, eine tiefere Erfahrung des Glaubenslebens zu machen und auch das religiöse Leben der Benutzer bereichern. Es stellt der Kirche auch ein Mittel zur Kommunikation mit bestimmten Gruppen zur Verfügung — Jugendliche und junge Erwachsene, ältere und an das Haus gebundene Menschen, Personen, die in abgelegenen Gegenden wohnen, Mitglieder anderer religiöser Gemeinschaften —, die anders schwer erreichbar wären.

Eine wachsende Zahl von Pfarreien, Diözesen, religiösen Gemeinschaften und Institutionen, die mit der Kirche verbunden sind, Programme und Organisationen jeder Art benutzen das Internet jetzt wirksam zu diesen und anderen Zwecken. Kreative Projekte, die von der Kirche gesponsert werden, gibt es an einigen Orten auf nationaler und regionaler Ebene. Der Hl. Stuhl ist auf diesem Gebiet seit einigen Jahren aktiv und fährt damit fort, seine Präsenz im Internet auszuweiten und zu entwickeln. Mit der Kirche verbundene Gruppierungen, die noch keine Schritte unternommen haben, den »Cyberspace« zu betreten, werden ermutigt, diese Möglichkeit bald zu prüfen. Wir empfehlen sehr den Austausch von Ideen und Informationen über das Internet zwischen denen, die Erfahrung auf diesem Gebiet haben, und denen, die Neueinsteiger sind.

6. Für die Kirche ist es notwendig, das Internet auch als Mittel für die interne Kommunikation zu verstehen und zu benutzen. Das verlangt, seinen besonderen Charakter klar vor Augen zu haben als ein direktes, unmittelbares, interaktives und Teilnahme ermöglichendes Medium. Schon die zweigleisige Interaktivität des Internet verwischt die alte Unterscheidung zwischen denen, die etwas mitteilen, und denen, die die Mitteilung empfangen,[24] es schafft eine Situation, in der zumindest potentiell jeder beides tun kann. Das ist nicht die eingleisige Kommunikation von oben nach unten wie in der Vergangenheit. Weil immer mehr Menschen mit den Besonderheiten des Internet in anderen Gebieten ihres Lebens vertraut werden, kann erwartet werden, daß sie es in bezug auf die Religion und die Kirche nutzen wollen.

Die Technologie ist neu, aber nicht die Idee. Das Zweite Vatikanische Konzil sagte, daß die Glieder der Kirche ihren Hirten »ihre Bedürfnisse und Wünsche mit der Freiheit und dem Vertrauen, wie es den Kindern Gottes und den Brüdern in Christus ansteht, eröffnen«; in der Tat haben die Gläubigen aufgrund ihres Wissens, ihrer Kompetenz und Position nicht nur die Möglichkeit, sondern bisweilen die Pflicht, »ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, zu erklären«.[25]

Communio et progressio wies darauf hin, daß die Kirche als ein »lebendiger Organismus der öffentlichen Meinung, die aus dem Gespräch ihrer Glieder erwächst, bedarf«.[26] Auch wenn Glaubenswahrheiten »keinen Raum für willkürliche Interpretationen bieten«, sah die Pastoralinstruktion »einen großen Bereich, in dem die Mitglieder der Kirche ihre Meinung äußern können«.[27]

Ähnlichen Ideen wird im Kodex des kanonischen Rechtes [28] und auch in den neueren Dokumenten des Päpstlichen Rates für die sozialen Kommunikationsmittel Ausdruck verliehen.[29] Aetatis novae bezeichnet die zweigleisige Kommunikation und die öffentliche Meinung als einen Weg, »den Gemeinschaftscharakter der Kirche konkret zu verwirklichen«.[30]

In Ethik in der sozialen Kommunikation ist zu lesen: »Ein wechselseitiger Fluß von Informationen und Meinungen zwischen Hirten und Gläubigen, die Freiheit der Meinungsäußerung mit Gespür für das Wohl der Gemeinschaft und die Rolle des Lehramtes bei dessen Förderung und eine verantwortungsvolle öffentliche Meinung — das alles sind wichtige Äußerungen des “Grundrechtes auf Dialog und auf Information innerhalb der Kirche”«.[31]

Das Internet stellt ein wirksames technisches Mittel für die Verwirklichung dieser Vision zur Verfügung.

Hier gibt es also ein Instrument, das für verschiedene Aspekte von Verwaltung und Leitung genutzt werden kann. Neben der Öffnung von Kanälen für den Ausdruck der öffentlichen Meinung stellen wir uns Verschiedenes vor wie die Beratung durch Experten, die Vorbereitung von Versammlungen und die Praxis der Zusammenarbeit in und zwischen den Teilkirchen und religiösen Instituten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.

7. Auch auf dem Gebiet der Erziehung und Ausbildung bieten sich Gelegenheiten, die zudem notwendig sind. »Was heute alle nötig haben, sind Formen einer ständigen Medienerziehung, sei es durch persönliches Studium, sei es durch die Teilnahme an einem organisierten Programm oder beides zusammen. Die Erziehung zum Umgang mit den Massenmedien bringt den Menschen nicht in erster Linie die Techniken bei; sie soll ihnen vielmehr helfen, sich Maßstäbe des guten Geschmacks und ein wahrheitsgemäßes moralisches Urteil zu bilden. Es handelt sich also um einen Aspekt der Gewissensbildung. Die Kirche sollte durch ihre Schulen und ihre Bildungsprogramme eine Medienerziehung dieser Art anbieten«.[32]

Internet-Erziehung und -Ausbildung sollten Teil eines umfassenden Programms der Medienerziehung sein, das den Gliedern der Kirche zur Verfügung steht. So viel wie möglich sollte die Pastoralplanung für die sozialen Kommunikationsmittel für diese Ausbildung sorgen: für Seminaristen, Priester und Ordensleute, für die in der Pastoral tätigen Laien ebenso wie für Lehrer, Eltern und Studenten.[33]

Vor allem bei den jungen Leuten ist es notwendig, sie zu lehren, »nicht nur als Rezipienten gute Christen zu sein, sondern auch, daß sie selbst sich jener “universalen Sprache” zu bedienen vermögen, die den Medien eigen ist. So werden sie im Vollsinn Bürger des Zeitalters der sozialen Kommunikation sein, das schon begonnen hat« [34] — ein Zeitalter, in dem die Medien »Teil einer sich weiter entfaltenden Kultur sind, dessen Auswirkungen wir bisher nur unvollkommen verstehen«.[35]

Über das Internet und die neue Technologie zu unterrichten beinhaltet mehr als nur den Unterricht über die Technik; junge Menschen müssen lernen, in der Welt des »Cyberspace« gut zu zurechtzukommen, einsichtsvolle Urteile entsprechend gesunder moralischer Kriterien über das zu fällen, was sie dort vorfinden, und die neue Technologie für ihre ganzheitliche Entwicklung und das Wohl der anderen zu gebrauchen.

8. Das Internet hat für die Kirche auch einige besondere Probleme — über die Probleme allgemeiner Natur hinaus, die in Ethik im Internet, dem begleitenden Dokument, diskutiert werden.[36] Wenn das Positive am Internet betont wird, ist es auch wichtig, klar zu sagen, was nicht positiv ist.

Bis zu einem hohen Grad »mag die Welt der Medien christlichem Glauben und christlicher Moral gegenüber manchmal gleichgültig und sogar feindselig erscheinen. Dies zum Teil deshalb, weil die Medienkultur so tief von einer typisch postmodernen Auffassung durchdrungen ist, wonach die einzig absolute Wahrheit die ist, daß es keine absoluten Wahrheiten gibt oder diese, wenn es sie gäbe, der menschlichen Vernunft nicht zugänglich und daher irrelevant wären«.[37]

Zu den besonderen Problemen, vor die das Internet stellt, gehört das Vorhandensein von Haß; Web-Seiten, die darauf zielen, religiöse und ethnische Gruppen zu diffamieren und anzugreifen. Einige von ihnen zielen auf die katholische Kirche. Wie Pornographie und Gewalt in den Medien, sind haßerfüllte Seiten im Internet »Äußerungen der dunklen Seite, der durch die Sünde verdorbenen menschlichen Natur«.[38]

Auch wenn der Respekt vor der freien Meinungsäußerung die Tolerierung von haßerfüllten Stimmen bis zu einem gewissen Punkt erfordern mag, sollte die Selbstregulierung der Wirtschaft — und wo nötig auch der Eingriff der staatlichen Autorität — vernünftige Grenzen ziehen und verteidigen in bezug auf das, was gesagt werden kann.

Die zunehmende Verbreitung von Internetseiten, die sich selbst als katholisch bezeichnen, schafft ein Problem anderer Art. Wie wir gesagt haben, sollten kirchen-bezogene Gruppierungen im Internet kreativ gegenwärtig sein; und wohl motivierte, gut informierte Einzelpersonen und inoffizielle Gruppen, die in eigener Initiative arbeiten, sind ebenfalls berechtigt, dort anwesend zu sein. Aber es stiftet zumindest Verwirrung, nicht zwischen exzentrischen Interpretationen der Lehre, synkretistischen Frömmigkeitsformen und ideologischer Fürsprache, die das Markenzeichen »katholisch« tragen, und den authentischen Positionen der Kirche zu unterscheiden. Wir machen weiter unten einen Vorschlag für einen Lösungsansatz in dieser Frage.

9. Bestimmte andere Themen verlangen noch viel Reflexion. Was sie betrifft, empfehlen wir dringend Forschung und Studium, einschließlich »der Erarbeitung einer Anthropologie und einer Theologie der Kommunikation« [39] — hier mit besonderem Bezug zum Internet. Neben Forschung und Studium kann und soll natürlich die positive pastorale Planung für den Gebrauch des Internet weitergehen.[40]

Ein Forschungsgebiet betrifft den Eindruck, daß die große Auswahl, die im Internet an Produkten und Dienstleistungen für den Konsumenten zur Verfügung steht, den Effekt einer Reizüberflutung in bezug auf die Religion haben könnte und dazu ermuntert, sich in der Art eines »Konsumenten« den Glaubensdingen zu nähern. Die Daten lassen vermuten, daß einige Besucher auf den religiösen Seiten im Internet in einer Art Einkaufsbummel aus verbrauchergerechten religiösen Paketen Einzelteile auswählen und aufnehmen, um sie ihrem persönlichen Geschmack anzupassen. Die »Tendenz eines Teils der Katholiken, in ihrer Zustimmung zur Lehre der Kirche selektiv zu sein«, ist ein in anderen Zusammenhängen erkanntes Problem;[41] es wird mehr Information darüber benötigt, ob und in welchem Ausmaß das Problem durch das Internet verschärft wird.

Gleicherweise hat die virtuelle Realität des »Cyberspace«, wie oben angedeutet, einige beunruhigende Folgen sowohl für die Religion als auch für andere Bereiche des Lebens. Virtuelle Realität ist kein Ersatz für die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie, die sakramentale Realität der anderen Sakramente und den gemeinsamen Gottesdienst in einer menschlichen Gemeinschaft aus Fleisch und Blut. Es gibt keine Sakramente im Internet; und auch die religiöse Erfahrung, die hier dank der Gnade Gottes möglich ist, ist ungenügend, es fehlt die Beziehung zu anderen Gläubigen in der wirklichen Welt. Das ist ein anderer Aspekt des Internet, das Studium und Reflexion verlangt. Zur gleichen Zeit sollte die Pastoralplanung überlegen, wie sie die Menschen aus dem »Cyberspace« zu wahrer Gemeinschaft führen kann und wie das Internet durch Unterricht und Katechese in der Folge als Unterstützung genutzt werden und sie in ihrem Engagement als Christen bereichern kann.

III

EMPFEHLUNGEN UND SCHLUß

10. Religiöse Menschen als Teil eines größeren Internet-Publikums, der auch legitime Eigeninteressen hat, möchten Teil des Prozesses sein, der die zukünftige Entwicklung dieses neuen Mediums bestimmt. Selbstverständlich verlangt das manchmal von ihnen, ihr eigenes Denken und Handeln zu präzisieren.

Es ist auch wichtig, daß die Menschen auf allen Ebenen der Kirche das Internet kreativ benutzen, um ihre Verantwortung wahrzunehmen und Hilfe zu leisten bei der Erfüllung der Mission der Kirche. Sich furchtsam zurückzuhalten aus Angst vor der Technik oder aus anderen Gründen ist nicht akzeptabel in Anbetracht der vielen positiven Möglichkeiten des Internet. »Methoden für eine Erleichterung der Kommunikation und des Dialogs zwischen ihren eigenen Mitgliedern können die Bande der Einheit zwischen ihnen stärken. Unmittelbarer Zugang zu Informationen macht es (der Kirche) möglich, ihren Dialog mit der heutigen Welt zu vertiefen …Die Kirche kann die Welt leichter über ihre Glaubensauffassungen informieren und die Gründe für ihre Stellungnahme zu einem bestimmten Thema oder Vorgang darlegen. Sie kann deutlicher die Stimme der öffentlichen Meinung hören und in eine ständige Diskussion mit der sie umgebenden Welt eintreten, so daß sie unmittelbar in das gemeinsame Suchen nach Lösungen für zahlreiche dringende Probleme der Menschheit einbezogen wird«.[42]

11. Zum Abschluß dieser Überlegungen möchten wir deshalb Worte der Ermutigung aussprechen, die speziell an einige Gruppen gerichtet sind — in der Kirche mit Leitungsaufgaben beauftragte Personen, die in der Pastoral Tätigen, die Erzieher, die Eltern und besonders die jungen Menschen.

An die in der Kirche mit Leitungsaufgaben beauftragten Personen: Personen in leitenden Positionen in allen Bereichen der Kirche müssen die Medien verstehen, dieses Verständnis bei der Formulierung der Pastoralpläne für die soziale Kommunikation [43] anwenden zusammen mit konkreter Politik und Programmen auf diesem Gebiet. Sie müssen die Medien in angemessener Weise benutzen. Wo nötig, sollten sie selbst eine Medienerziehung erhalten; in der Tat, »wäre es ein guter Dienst an der Kirche, wenn mehr von ihren Amtsträgern und Funktionsinhabern eine Ausbildung in Kommunikation erhielten«.[44]

Das gilt für das Internet und auch für die älteren Medien. Die in der Kirche mit Leitungsaufgaben beauftragten Personen haben eine Verpflichtung zum Gebrauch der »Möglichkeiten des Computerzeitalters, damit sie der menschlichen und transzendenten Berufung des Menschen dienen und damit den Vater ehren, von dem alle guten Dinge herkommen«.[45]

Sie sollten diese bemerkenswerte Technologie in verschiedenen Bereichen der kirchlichen Mission anwenden, wobei sie auch die Gelegenheiten für ihre Nutzung in der ökumenischen und interreligiösen Zusammenarbeit erkunden.

Wie wir gesehen haben, betrifft ein besonderer Aspekt des Internet die manchmal verwirrende Ausbreitung der inoffiziellen Seiten, die als »katholisch« etikettiert werden. Ein System der freiwilligen Zertifikation auf lokaler und nationaler Ebene unter der Überwachung von Vertretern des Lehramtes könnte hilfreich sein in bezug auf Inhalte doktrinärer oder katechetischer Natur. Die Idee ist nicht, eine Zensur einzuführen, sondern den Internetbenutzern eine verläßliche Führung anzubieten zu dem, was der authentischen Position der Kirche entspricht.

An die Mitarbeiter in der Pastoral: Priester, Diakone, Ordensleute und Laien in der Pastoral sollten eine Medienerziehung haben, die ihr Verständnis von der Bedeutung der sozialen Kommunikation für Einzelpersonen und die Gesellschaft erweitert und ihnen hilft, eine Art der Kommunikation zu erlernen, die die Sensibilitäten und Interessen der Menschen in einer Medienkultur anspricht. Heute beinhaltet das sicher eine Ausbildung im Bereich des Internet, einschließlich seiner Verwendung im eigenen Arbeitsbereich. Sie können auch von Internetseiten profitieren, die theologische Aktualisierung und pastorale Vorschläge anbieten.

Für die direkt in den Medien tätigen kirchlichen Mitarbeiter ist eine professionelle Ausbildung fast selbstverständlich. Aber sie brauchen auch eine Ausbildung in Lehre und Spiritualität, denn »um von Christus Zeugnis zu geben, muß man ihm selbst begegnen und eine persönliche Beziehung zu ihm festigen durch Gebet, Eucharistie und Sakrament der Versöhnung, durch Lesen und Betrachten des Wortes Gottes, durch das Studium der christlichen Lehre und den Dienst an anderen«.[46]

An die Erzieher und Katecheten: Die Pastoralinstruktion Communio et progressio sprach von einer »dringlichen Notwendigkeit« der katholischen Schulen, die Sender und Empfänger von sozialer Kommunikation in den entsprechenden christlichen Prinzipien auszubilden.[47]

Dieselbe Botschaft wurde oft wiederholt. Im Zeitalter des Internet mit seiner enormen Ausbreitung und seinem Einfluß ist der Bedarf dringender denn je.

Katholische Universitäten, Hochschulen, Schulen und Erziehungsprogramme auf allen Ebenen sollten Kurse für verschiedene Gruppen anbieten — »Seminaristen, Priester und Ordensmänner und -frauen, die in der Pastoral tätigen Laien … Lehrer, Eltern und Studenten« [48] — und auch eine Ausbildung für Fortgeschrittene in Kommunikationstechnologie, — Management, — Ethik und politischen Fragen, die Einzelpersonen auf eine professionelle Tätigkeit in den Medien oder Positionen mit Entscheidungsbefugnis vorbereiten, einschließlich derer, die im Bereich der sozialen Kommunikationsmittel für die Kirche arbeiten. Überdies empfehlen wir die oben genannten Aufgaben und Fragestellungen der Aufmerksamkeit der Gelehrten und Forscher der entsprechenden Disziplinen in den Katholischen Instituten der höheren Bildung.

An die Eltern: Die Eltern müssen lernen »sich um des Wohles ihrer Kinder und um ihres eigenen Wohles willen die Fertigkeiten urteilsfähiger Zuschauer, Hörer und Leser anzueignen und zu praktizieren, indem sie als Vorbilder für den besonnenen Umgang mit den Medien fungieren«.[49]

Was das Internet betrifft, sind die Kinder und Jugendlichen damit häufig vertrauter als die Eltern, aber die Eltern haben immer noch die ernste Verpflichtung, ihre Kinder bei der Benutzung zu leiten und zu beaufsichtigen.[50] Wenn das bedeutet, mehr über das Internet zu lernen, als sie bis jetzt wissen, wird das nur gut sein.

Elterliche Beaufsichtigung sollte einschließen sicherzustellen, daß in den Computern, zu denen Kinder Zugang haben, ein Filter benutzt wird, wenn das technisch und finanziell durchführbar ist, damit sie so viel wie möglich vor Pornographie, sexuellen Beutefängern und anderen Gefahren beschützt werden. Unbeaufsichtigte Benutzung des Internet sollte nicht erlaubt sein. Eltern und Kinder sollten über das sprechen, was sie im Internet sehen und erleben; hilfreich wird auch sein, Erfahrungen mit anderen Familien auszutauschen, die die gleichen Werte und Interessen haben. Die grundsätzliche Pflicht der Eltern besteht hier darin, den Kindern zu helfen, urteilsfähige und verantwortliche Nutzer und nicht Internetsüchtige zu werden, die den Kontakt mit Gleichaltrigen und der Natur vernachlässigen.

An die Kinder und Jugendlichen: Das Internet ist die Tür zu einer blendenden und aufregenden Welt mit einem starken erzieherischen Einfluß; aber nicht alles auf der anderen Seite der Tür ist gefahrlos, heilsam und wahr. »Die Kinder und Jugendlichen sollten, dem Alter und den Umständen entsprechend, zur Medienbildung angeleitet werden, damit sie der billigen Versuchung zu unkritischer Passivität, dem von ihren Spielgefährten und Schulkameraden ausgeübten Druck und der kommerziellen Ausbeutung widerstehen«.[51]

Die Jugendlichen schulden es sich selbst — und ihren Eltern, Familien und Freunden, ihren Priestern und Lehrern und letztlich Gott —, das Internet auf richtige Art und Weise zu nutzen.

Das Internet bringt in die Reichweite der jungen Menschen zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt eine immense Möglichkeit, Gutes und Schlechtes zu tun, sich selbst und anderen. Es kann ihr Leben bereichern, wie es sich frühere Generationen nicht hätten vorstellen können, und sie befähigen, im Gegenzug andere zu bereichern. Es kann sie aber auch in Konsumismus, pornographische und gewalttätige Phantasien und krankhafte Isolation stürzen.

Die jungen Menschen sind, wie oft gesagt wurde, die Zukunft der Gesellschaft und der Kirche. Ein guter Gebrauch des Internet kann dazu beitragen, sie auf ihre Verantwortung auf beiden Gebieten vorzubereiten. Aber das wird nicht automatisch geschehen. Das Internet ist nicht nur ein Medium der Unterhaltung und Konsumentenbefriedigung. Es ist ein Werkzeug, um sinnvolle Arbeit auszuführen, und die Jugendlichen müssen lernen, es als solches zu sehen und zu gebrauchen. Im »Cyberspace« könnten sie, mindestens so viel wie auch anderswo, dazu aufgerufen sein, gegen den Strom zu schwimmen, eine Gegenkultur zu praktizieren, auch Verfolgung zu erleiden für das, was wahr und gut ist.

12. An alle Personen guten Willens: Schließlich möchten wir einige Tugenden vorschlagen, die von allen, die vom Internet eine guten Gebrauch machen wollen, gepflegt werden sollten; ihre Praktizierung sollte gegründet sein auf eine realistische Abschätzung der Inhalte der Internetseiten und auch davon geleitet werden.

Klugheit ist notwendig, um die Implikationen — das Potential für Gut und Böse — in diesem neuen Medium zu sehen und schöpferisch auf seine Herausforderungen und Möglichkeiten zu antworten.

Gerechtigkeit ist notwendig, besonders Gerechtigkeit bei der Arbeit, die digitale Kluft zu überbrücken, die die Informations-Reichen von den Informations-Armen in der heutigen Welt trennt.[52] Das verlangt eine Verpflichtung für das internationale Gemeinwohl nicht weniger als eine »Globalisierung der Solidarität«.[53]

Stärke, Mut ist notwendig. Das bedeutet, einzutreten für die Wahrheit im Angesicht des religiösen und moralischen Relativismus, für Altruismus und Großmut im Angesicht von individualistischem Konsumismus, für die Würde im Angesicht von Sinnlichkeit und Sünde.

Und Maß ist notwendig — Selbstdisziplin beim Gebrauch dieses bemerkenswerten technischen Instrumentes Internet, um es weise und nur für das Gute zu benutzen.

Während wir über das Internet wie auch alle anderen Mittel der sozialen Kommunikation nachdenken, erinnern wir daran, daß Christus der »Meister der Kommunikation« [54] ist — die Norm und das Modell für die Kommunikationsmethode der Kirche, genauso wie für den Inhalt, zu dessen Mitteilung die Kirche verpflichtet ist. »Mögen Katholiken, die sich in der Welt der sozialen Kommunikationsmittel engagieren, die Wahrheit Jesu immer unerschrockener und freudiger von den Dächern verkünden, so daß alle Männer und Frauen von der Liebe hören, die das Herzstück der Selbstmitteilung Gottes in Jesus Christus ist, der derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit«.[55]

Vatikanstadt, 22. Februar 2002, am Fest Petri Stuhlfeier.

John P. Foley
Präsident

Pierfranco Pastore
Sekretär

 


[1] Johannes Paul II., Enzyklika Laborem exercens, 25; vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute Gaudium et spes, 34.

[2] Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret über die sozialen Kommunikationsmittel Inter mirifica, 1.

[3] Zum Beispiel Inter mirifica; die Botschaften von Papst Paul VI. und Papst Johannes Paul II. aus Anlaßder Weltmedientage; Päpstlicher Rat für soziale Kommunikation, Pastoralinstruktion Communio et progressio, Pornographie und Gewalt in den Medien: Eine Pastorale Antwort, Pastoralinstruktion Aetatis novae, Ethik in der Werbung, Ethik in der sozialen Kommunikation.

[4] Pornographie und Gewalt in den Medien: Eine Pastorale Antwort, 30.

[5] Communio et progressio, 2.

[6] Johannes Paul II., Botschaft zum 34. Welttag der sozialen Kommunikationsmitte, 4. Juni 2000.

[7] Communio et progressio, 10.

[8] Zweites Vatikanisches Konzil, Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute Gaudium et spes, 39.

[9] Inter mirifica, 2.

[10] Päpstlicher Rat für die sozialen Kommunikationsmittel, Ethik im Internet.

[11] Aetatis novae, 8.

[12] Ibid.

[13] Ethik in der sozialen Kommunikation, 3.

[14] Vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung Dei Verbum, 10.

[15] Aetatis novae, 10.

[16] Ethik in der sozialen Kommunikation, 26.

[17] Communio et Progressio, 128.

[18] Apostolisches Schreiben Evangelii nuntiandi, 45.

[19] Enzyklika Redemptoris missio, 37.

[20] Aetatis novae, 2.

[21] Johannes Paul II., Botschaft zum 35. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel 3, 27. Mai 2001.

[22] Aetatis novae, 9.

[23] Ethik in der sozialen Kommunikation, 11.

[24] Vgl. Communio et progressio, 15.

[25] Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium, 37.

[26] Communio et progressio, 115.

[27] Ibid., 117.

[28] Vgl. can. 212.2; 212.3.

[29] Vgl. Aetatis novae, 10; Ethik in der sozialen Kommunikation, 26.

[30] Aetatis novae, 10.

[31] Ethik in der sozialen Kommunikation, 26.

[32] Ethik in der sozialen Kommunikation, 25.

[33] Aetatis novae, 28.

[34] Communio et progressio, 107.

[35] Johannes Paul II., Botschaft zum 24. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 1990.

[36] Vgl. Ethik im Internet.

[37] Johannes Paul II., Botschaft zum 35. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 3.

[38] Pornographie und Gewalt in den Medien, 6.

[39] Aetatis novae, 8.

[40] Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Novo Millennio Ineunte, 40.

[41] Vgl. Johannes Paul II., Ansprache vor den Bischöfen der Vereinigten Staaten, 5, Los Angeles, 16. September 1987.

[42] Johannes Paul II., Botschaft zum 24. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 1990.

[43] Vgl. Aetatis novae, 23–33.

[44] Ethik in der sozialen Kommunikation, 26.

[45] Johannes Paul II., Botschaft zum 24. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 1990.

[46] Johannes Paul II., Botschaft zum 34. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 2000.

[47] Communio et progressio, 107.

[48] Aetatis novae, 28.

[49] Ethik in der sozialen Kommunikation, 25.

[50] Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales apostolisches Lehrschreiben Familiaris consortio, 76.

[51] Ethik in der sozialen Kommunikation, 25.

[52] Ethik im Internet, 10, 17.

[53] Johannes Paul II., Ansprache an den Generalsekretär der Vereinten Nationen und den Koordinationsausschußder Vereinten Nationen, 2; 7. April 2000.

[54] Communio et progressio, 11.

[55] Johannes Paul II., Botschaft zum 35. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 4.

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Quelle