DAS EWIGE SCHICKSAL DER ABGETRIEBENEN KINDER (Folge 12)

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William Holman Hunt – The Triumph of the Innocents

GRUNDSÄTZLICHES

  1. Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. (1 Tim 2, 4-6)
  2. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird (Joh 3,16-17)
  3. Der Mensch ist ganz Mensch (Leib und Seele) von der Empfängnis an.
    1. Pius IX.: Bulle: Ineffabilis Deus
    2. Siehe: Immaculata-Dogma und Person-Beginn
  4. GOTT erschafft jede SEELE neu, aus dem Nichts.
    1. Die Kirche lehrt, daß jede Geistseele unmittelbar von Gott geschaffen ist [Vgl. Pius XII., Enz. ,,Humani generis“ 1950: DS 3896; SPF 8.]- sie wird nicht von den Eltern ,,hervorgebracht“ – und daß sie unsterblich ist [Vgl. 5. K. im Lateran 1513: DS 1440.]: sie geht nicht zugrunde, wenn sie sich im Tod vom Leibe trennt, und sie wird sich bei der Auferstehung von neuem mit dem Leib vereinen. (KKK 366)
  5. Alles, was Gott erschafft, ist SEHR GUT.
    1. („Und Gott sah alles an, was er gemacht/erschaffen hatte; und siehe da, es war sehr gut.“) (1 Mose 31)
    2. Gott ist allwissend. Er weiß und kennt alles, auch das Noch-nicht-Geschehene.
      1. Psalm 139
      2. GOTT erschafft ALLES zu Seiner EHRE
  6. GOTT IST DIE VOLLKOMMENE LIEBE UND GERECHTIGKEIT, vollkommene Liebe in Gerechtigkeit und vollkommene Gerechtigkeit in Liebe.
    1. DEUS CARITAS EST
    2. GOTT hat die GANZE WELT (alle Menschen) ERLÖST
      1. „Denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.“ (Kreuzweg)
      2. Es gibt keine Vorherbestimmung = Prädestination (zur ewigen Gnade oder ewigen Verdammnis).
    3. Alle Menschen werden zur Einheit mit Christus gerufen, der das Licht der Welt ist: Von ihm kommen wir, durch ihn leben wir, zu ihm streben wir hin. (Lumen gentium, 3)
    4. GOTT würde keine Seele erschaffen, von der Er wüsste, dass sie ohne eigene, persönliche Schuld von Ihm für alle Ewigkeit getrennt wäre.
    5. Es gibt keinen EWIGEN „Limbus puerorum“ (kein „Zwischen Himmel und Hölle“); denn nach dem Jüngsten Gericht gibt es nur noch HIMMEL und HÖLLE, und IM HIMMEL gibt es für niemanden einen Ausschluss von der Anschauung Gottes.
    6. Die Lehre vom „Limbus puerorum“ ist/war ein theologisches Verlegenheitskonstrukt.
    7. ALLE GEBOTE GOTTES können immer nur für jene Menschen gelten, die von ihnen (hinreichende) Kenntnis und Erkenntnis haben und zu deren Beobachtung/Erfüllung fähig sind.
      1. Wenn ein Mensch – ohne eigene Schuld – von bestimmten Geboten/Pflichten nichts weiß, rechnet ihm GOTT deren Nichtbeobachtung nicht an.
      2. ALLE ungeborenen, vor der Geburt gestorbenen oder getöteten/abgetriebenen Kinder kommen für alle Ewigkeit in den Himmel, zur „Anschauung Gottes“.
      3. Da JEDE SEELE jeden Entwicklungsstand potentiell in sich birgt und von Natur her zu GOTT hinstrebt, wird sie [die Seele des abgetriebenen, ungeborenen, ermordeten Kindes], wenn sie durch den Tod zur übernatürlichen Wirklichkeit, d.h. in Gegenwart von JESUS CHRISTUS  erwacht, ganz ohne jeglichen Zweifel und Widerstand an IHN, GOTT, DEN ERLÖSER UND RETTER, GLAUBEN UND IHN ÜBER ALLES LIEBEN.
  7. DARUM GILT (für mich weiterhin):
    «Wären wir alle unschuldig wie Kinder, wie (noch) unwissende und unvermögende Kleinkinder, dann bräuchten wir um unser ewiges Seelenheil keine Bedenken zu haben. Wir kämen alle (schließlich) in den Himmel. Und effektiv: ALLE Menschen, ALLE, auch die Ungetauften, also auch alle Heidenkinder, die gezeugt und empfangen werden, die nicht geboren oder geboren werden, die sterben oder getötet werden, ohne zum Vernunftalter (und damit zur Fähigkeit des Sündigens, zur Auflehnung wider Gott) gelangt zu sein, sie ALLE sind notwendigerweise in Christus Erlöste und wie die Unschuldigen Kindlein von Bethlehem in Christus Geheiligte und Heilige. Und sie genießen ALLE die ewige Glückseligkeit. Um ihr Heil müssen wir also nicht fürchten.»
    (Siehe: http://gloria.tv/?media=368471)

Paul O. Schenker