FAKTEN ZU COVID-19

Aktualisiert: März 2021; Teilen aufTwitter / Facebook
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Von Fachleuten präsentierte, vollständig referenzierte Fakten zu Covid-19, die unseren Lesern eine realistische Risikobeurteilung ermöglichen sollen. (Updates siehe unten)

“Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.” (Albert Camus, 1947)

Übersicht

  1. Letalität: Laut den neuesten immunologischen Studien liegt die Letalität von Covid-19 (IFR) in der Allgemeinbevölkerung in den meisten Ländern bei insgesamt circa 0.1% bis 0.5%, was am ehesten mit den mittelstarken Grippe­pandemien von 1957 und 1968 vergleichbar ist.
  2. Behandlung: Bei Personen mit hohem Risiko ist eine frühzeitige Behandlung entscheidend, um eine Progression der Erkrankung zu vermeiden. Laut internationalen Studien können Hospitalisierungen und Sterbefälle dadurch um etwa 80% reduziert werden.
  3. Altersprofil: Das Medianalter der Verstorbenen liegt in den meisten westlichen Ländern bei über 80 Jahren (in den USA bei 78 Jahren) und nur circa 5% der Verstorbenen hatten keine ernsthaften Vor­er­kran­kungen. Das Alters- und Risikoprofil der Covid-Mortalität entspricht damit im Wesentlichen der normalen Sterblichkeit, erhöht diese jedoch proportional.
  4. Pflegeheime: In vielen westlichen Ländern ereigneten sich bis zu zwei Drittel aller Todesfälle in Pflegeheimen, die einen gezielten und humanen Schutz benötigen. In einigen Fällen staben die Bewohner nicht am Coronavirus, sondern an wochenlangem Stress und Isolation.
  5. Übersterblichkeit: Die Pandemie führte 2020 in den meisten westlichen Ländern zu einer Übersterblichkeit zwischen 5% und 15%. Bis zu 30% der zusätzlichen Todesfälle wurden nicht durch Covid verursacht, sondern durch die indirekten Folgen von Pandemie und Lockdowns.
  6. Antikörper: Bis Ende 2020 lag die Antikörper-Seroprävalenz in den meisten westlichen Ländern zwischen 10% und 30% der Bevölkerung. Ab einer Seroprävalenz von circa 30% wurde in vielen Regionen eine deutliche Verlangsamung der Infektionsrate beobachtet.
  7. Symptome: Bis zu 40% aller mit dem Coronavirus infizierten Personen bleiben symptomfrei. Insgesamt entwickeln circa 95% aller Personen höchstens milde oder moderate Symptome und müssen nicht hospitalisiert werden. Eine Frühbehandlung kann schwere Verläufe reduzieren.
  8. Long Covid: Circa 10% der Erkrankten berichten von post-akutem Covid, d.h. von Symptomen oder Erschöpfung über mehrere Wochen oder Monate. Dies betrifft insbesondere auch jüngere und zuvor gesunde Menschen mit einem zunächst milden Krankheitsverlauf.
  9. Übertragung: Die Übertragung des Coronavirus erfolgt nach derzeitigem Kenntnisstand hauptsächlich durch Aerosole in Innenräumen sowie durch Tröpfchen, während Aerosole im Freien sowie die meisten Objekt­oberflächen eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen. Die Coronaviren-Saison dauert auf der Nordhalbkugel im Allgemeinen von November bis April.
  10. Masken: Für die Wirksamkeit von Masken in der Allgemein­bevölkerung gibt es weiterhin kaum Evidenz, und die Einführung einer Maskenpflicht konnte die Epidemie in kaum einem Land eindämmen oder verlangsamen. Bei unsachgemäßer Verwendung können Masken das Infektionsrisiko sogar erhöhen und in manchen Fällen zu Atemproblemen führen.
  11. Kinder und Schulen: Im Unterschied zur Influenza ist das Erkrankungs- und Über­tragungsrisiko bei Kindern im Falle von Covid-19 eher gering. Für die Schließung von Grundschulen oder andere besondere Maßnahmen für Kinder gab und gibt es deshalb keinen medizinischen Grund.
  12. Contact Tracing: Eine WHO-Studie von 2019 zu Maßnahmen gegen Grippepandemien ergab, dass Kontakt­verfolgung aus medizinischer Sicht “unter keinen Umständen zu empfehlen” ist. Auch Contact-Tracing-Apps auf Mobiltelefonen sind in den meisten Ländern gescheitert.
  13. PCR-Tests: Die international verwendeten Virentestkits sind fehleranfällig und können teilweise falsche positive und falsche negative Resultate ergeben sowie auf nicht-infektiöse Virenfragmente einer früheren Infektion reagieren. Eine wichtige Kennzahl ist dabei der Zyklusschwellwert.
  14. Virus-Mutationen: Ähnlich wie bei Grippeviren kommt es bei Coronaviren häufig zu Mutationen. Diese können die Übertragbarkeit des Virus erhöhen und auch zu Reinfektionen führen. Sie ändern jedoch kaum etwas am Krankheitsbild und an den Behandlungsmöglichkeiten.
  15. Lockdowns: Im Unterschied zu frühen Grenzkontrollen hatten Lockdowns auf die Pandemie kaum einen Einfluss. Laut UNO sind durch Lockdowns 1.6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebens­grund­lagen sowie 150 Millionen Kinder von akuter Armut bedroht.
  16. Schweden: In Schweden liegt die Corona-Sterblichkeit ohne Lockdown bisher im Bereich einer starken Grippewelle und ziemlich genau im EU-Durchschnitt. 60% der schwedischen Todesfälle erfolgten in Pflege­heimen, das Medianalter der Todesfälle liegt bei 84 Jahren.
  17. Medien: Viele Medien berichteten oftmals unseriös über die Pandemie und haben dadurch eine Maximierung der Angst sowie eine massive Überschätzung der Mortalität durch Covid bewirkt. Einige Medien verwendeten sogar manipulative Bilder, um die Situation zu dramatisieren.
  18. Impfstoffe: Die meisten Corona-Impfstoffe scheinen gegen die bisherigen Virusvarianten wirksam zu sein, aber über ihre langfristige Wirksamkeit und Sicherheit ist bislang wenig bekannt. Vereinzelt kam es nach Impfungen zu Todesfällen oder schweren Nebenwirkungen.
  19. Ursprung: Der Ursprung des neuen Coronavirus bleibt unbekannt, aber die beste Evidenz deutet derzeit auf einen Covid-artigen Pneumonie-Vorfall in einer chinesischen Mine von 2012 hin, deren Virenproben vom Virologischen Institut in Wuhan gesammelt, gelagert und erforscht wurden.
  20. Überwachung: NSA-Whistleblower Edward Snowden warnte, dass die Corona-Pandemie für den Ausbau von Überwachungs­maßnahmen genutzt wird. Weltweit kam es während der Pandemie zur Einschränkung von Grundrechten sowie teilweise zu Polizeigewalt und Drohneneinsatz. Viele Regierungen haben zudem die Einführung digitaler biometrischer Impfpässe angekündigt.
Siehe auch
  1. Studien zur Behandlung von Covid-19
  2. Studien zur Letalität von Covid-19 (IFR)
  3. Zur Wirksamkeit von Masken (Übersicht)
  4. Post-akutes (anhaltendes) Covid-19
  5. Zum Ursprung des neuen Coronavirus

Übersichtsgrafiken

Tägliche Updates

Für tägliche Corona-Updates aus einer unabhängigen Perspektive siehe z.B. Corona Transition.

Neueste Corona-Analysen von SPR

Allgemein

Masken

Medien

Impfstoffe

Frühbehandlung

Schweiz

Weitere Regionen

  • Singapur: Tiefe Fallzahlen durch frühe Grenzkontrollen
  • Schweden: Kein Lockdown, keine Masken, Mortalität im EU-Durchschnitt.
  • Irland: Die irische Lockdown-Illusion (Dezember 2020)
  • Belgien: Höchste Corona-Mortalität und historischer Vergleich seit 1900
  • Japan: Kein Lockdown, doch bei weitem niedrigste Mortalität der Industrieländer.
  • Australien und Neuseeland: Letzte westliche Länder mit einer null-Covid Strategie.
  • Afrika und Lateinamerika: Niedrigste und höchste Covid-Mortalität der Welt.
  • Weißrussland: Niedrige Mortalität ohne Lockdown, aber besondere Demographie.
  • Italien: Bedeutende Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien.
  • Nembro (Italien): Der am stärksten betroffene Ort in Europa. Wie kam es dazu?

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Keine Obduktion von Älteren, die nach einer Corona-Impfung versterben?

Mutmaßliches Schreiben eines Generalstaatsanwalts

Von Elias Huber

Ein mutmaßliches Schreiben eines Stuttgarter Generalstaatsanwalts könnte politischen Zündstoff enthalten. Achim Brauneisen soll in dem Brief einem Rechtsmediziner antworten, der die Behörden aufforderte, alle nach einer Covid-Impfung Verstorbene zu obduzieren. Das schreibt die Seite news2020, die das Dokument offenbar zuerst veröffentlichte und es von einem Whistleblower erhalten haben will.

Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart ließ eine Anfrage, ob das Schreiben echt sei, vorerst unbeantwortet. Reitschuster.de hatte am Samstagmorgen angefragt, was offenbar zeitlich zu knapp war. Man werde die Anfrage am Montag bearbeiten, teilte der Sprecher mit.

In dem mutmaßlichen Brief lehnt es Brauneisen ab, Covid-19-Geimpfte routinemäßig obduzieren zu lassen. In seriösen Quellen ließen sich „keine fassbaren Hinweise auf eine mögliche Kausalität zwischen Impfung und Todeseintritt bei älteren Menschen” recherchieren, steht darin. Weder auf der Seite des Paul-Ehrlich-Instituts noch beim Robert-Koch-Institut fänden sich valide Hinweise. „Bei den dort angesprochenen Todesfällen erscheint eine Kausalität mit den Impfungen vielmehr eher ausgeschlossen”, heißt es.

Die Begründung verwundert. Schließlich gab es zuletzt immer wieder Todesfälle in Pflegeheimen, die kurz nach einer Corona-Impfung passierten. Größere Aufmerksamkeit erlangte etwa der Seniorenpark Uhldingen-Mühlhofen im Bodenseekreis, in dem über zehn Corona-Geimpfte verstorben sein sollen. Norwegen überarbeitete sogar seine Impfanweisungen, um ältere gebrechliche Menschen zu schützen, berichtete das Ärzteblatt. Wäre es angesichts dessen nicht angebracht, hierzulande die Verstorbenen routinemäßig zu obduzieren – allein aus Vorsicht und im Interesse des Gesundheitsschutzes? Selbst wenn Hinweise darauf, dass Corona-Impfstoffe den Tod verursacht haben könnten, noch so klein sein sollten?

Weiter schreibt Brauneisen in dem mutmaßlichen Brief, er sehe strafprozessual keine rechtliche Grundlage für Obduktionen. „Nach der Strafprozessordnung darf die Leichenöffnung nur dann angeordnet werden, wenn der Anfangsverdacht für einen nichtnatürlichen Tod besteht und Fremdverschulden möglich erscheint”, steht in dem Dokument. Im Klartext: Die Ermittlungsbehörden seien nicht befugt, Obduktionen anzuordnen. Möglich sei höchstens, dass die Gesundheitsämter eine Leichenschau anfordern, heißt es weiter.

Die Seite 2020news „erstaunt“ diese Einschätzung. Impfungen seien ohne informiertes Einverständnis Körperverletzung und somit strafbar nach dem Strafgesetzbuch. Die Anforderungen an die Impfaufklärung seien hoch. Bei vielen Impfungen liege aber der Verdacht nahe, dass Ältere nicht ordentlich aufgeklärt worden seien, schreibt die Seite. Auch reitschuster.de berichtete mehrmals über entsprechende Informanten-Aussagen, etwa von einem Mitglied eines mobilen Impfteams. Laut news2020 könnten sich also impfende Ärzte strafbar machen, was eine Obduktion der Ermittlungsbehörden rechtfertigen würde.

Doch unabhängig davon, wer Leichenschauen verfügen muss: Selbst wenn die Staatsanwälte und Polizei keine Obduktionen anordnen dürfen, bleibt die Frage, warum die Gesundheitsämter inaktiv bleiben sollten. Die Frage stellte sich bereits im vergangenen Jahr bei der Untersuchung von Corona-Toten. Auch damals hatte das Robert-Koch-Institut Schwierigkeiten, eine überzeugende Antwort zu geben.

Brauneisen will laut dem mutmaßlichen Schreiben die Ministerien für Justiz und Europa und den Generalstaatsanwalt in Karlsruhe informieren – „wegen der hohen Relevanz des Vorgangs für die praktische Arbeit der Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften in ganz Baden Württemberg“. News2020 mutmaßt deswegen, dass sich der Generalstaatsanwalt der Strafvereitelung im Amt schuldig machen könnte. Schließlich könne er Ermittlungsbehörden davon abhalten, den Täter nach einer unsachgemäßen Impfung zu ermitteln. Denkbar sei außerdem Anstiftung zur Körperverletzung im Amt durch Unterlassen, weil das Schreiben von Obduktionen abrate, heißt es in dem Artikel.

Der Brief schließt mit der Aussage, man sehe keinen Anlass, die bisherige Praxis im Zuständigkeitsbereich der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart zu ändern. „Obduktionen werden weiterhin nur angeordnet, wenn der Anfangsverdacht für einen nichtnatürlichen Tod besteht und Fremdverschulden möglich erscheint. Eine vor dem Todeseintritt erfolgte Impfung allein genügt dafür nicht”, heißt es.

Politik und Medien betonen immer wieder, es gebe keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen Impfung und Todeseintritt. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums wies etwa die Formulierung „Tote nach Impfungen“ zurück, die Boris Reitschuster in einer Frage gebrauchte. „Das hat einen zeitlichen Bezug, aber keinen kausalen“, meinte er (siehe hier ab 1:44). Doch solange keine oder nur wenige Impflinge obduziert werden, kann das offensichtlich niemand mit Gewissheit sagen. Zeit also, auch den „kausalen Bezug“ umfassend zu untersuchen.

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WHO-Vertreter: Ende der Pandemie in Sicht – offenbar auch ohne Impfung!

Während in Deutschland Warnungen vor Virusmutationen und vor der „dritten Welle“ publik werden, spricht die WHO von einem seit Wochen gegenläufigen Trend. Einige sprechen bereits von einem Ende der Ausnahmesituation im Laufe dieses Jahres – ganz ohne Impfung.

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Die selige Marie de Jésus Deluil-Martiny: Mutter mehrerer Klöster

Die selige Marie de Jésus Deluil-Martiny war von mehreren Heiligen umgeben: beim Heiligen Pfarrer von Ars suchte sie Rat, die heilige Sophie Barat begeisterte sie für die „Ehrenwache“ des Herzens Jesu.

Selige Marie de Jésus

In Hall in Tirol liegt eines der fünf bis heute existierenden Klöster der Kongregation der „Töchter des Herzens Jesu“. Die kontemplative Ordensgemeinschaft, die dem Heiligsten Herzen Jesu in seiner eucharistischen Gegenwart geweiht ist, folgt einem streng geregelten klösterlichen Tagesablauf, der morgens um fünf Uhr beginnt und vom Stundengebet geprägt ist. Das Herzstück ist die Anbetung des Allerheiligsten Sakraments, das jeden Morgen nach der Frühmesse auf dem Altar ausgesetzt wird, wo es bis um 17 Uhr bleibt, während die Schwestern sich in der Anbetung abwechseln.

Schon als Kind Latein gelernt

Wer sich ihrem Gebet anschließen will, kann dies in einer besonderen Form tun: Er kann sich – über die Website des Klosters oder postalisch – verpflichten, dem Herzen Jesu täglich eine beliebige Stunde seines Tages zu weihen, um ihm Ehre, Liebe und Sühne entgegenzubringen, durch eine Anbetungsstunde oder kleine Gebete und Akte der Nächstenliebe mitten im Alltagsleben. So wird man Mitglied der „Ehrenwache“ des Heiligsten Herzens, einer Gebetsgemeinschaft, die von der 1989 seliggesprochenen Ordensgründerin entscheidend gefördert wurde. Ihr Gedenktag ist der 27. Februar.

Marie Deluil-Martiny wurde am 28. Mai 1841 in Marseille geboren. Ihr Vater war Rechtsanwalt, ihre Mutter erzog die fünf Kinder im katholischen Glauben, insbesondere in der Herz-Jesu-Verehrung. Die kleine Marie war aufgeweckt und intelligent; schon als Kind lernte sie Latein. Sie besuchte die Schule der Visitantinnen in Marseille und verbrachte die beiden letzten Schuljahre in einem Ordensinternat in Lyon. Mit 17 Jahren machte sie geistliche Exerzitien, in denen sie spürte, dass ihre Berufung im Ordensleben lag. Daraufhin suchte sie Rat beim heiligen Pfarrer von Ars, der ihr ans Herz legte, sich in Geduld zu üben. So kümmerte sie sich nach Abschluss der Schule zunächst um ihre Eltern, die sehr unter dem Verlust der anderen vier Kinder litten, wies aber jeden Ehekandidaten ab.

1863 hatte die Visitantin Marie du Sacré-Cœur Bernaud eine mystische Schau. Sie sah eine Art „spirituelle Drehscheibe“: in der Mitte das Heiligste Herz Jesu, umgeben von seinen Anbetern, von den Engeln und Heiligen im Himmel bis hin zu den Gläubigen, die ihren Namen auf der Scheibe verzeichnen lassen und sich verpflichten, durch Gebet, Nächstenliebe und Sühne die „Ehrenwache“ des Herzens Jesu zu bilden. Begeistert schloss Marie Deluil-Martiny sich der „Ehrenwache“ an und bewegte auch andere, dies zu tun, unter anderem die heilige Sophie Barat. 1864 wurde die Gebetsgemeinschaft offiziell von der Kirche anerkannt und in den folgenden Jahren von vielen Bischöfen gefördert. Sie hat zahlreiche prominente Mitglieder, darunter die Päpste Pius IX. und Pius X.

Unter der geistlichen Führung des Jesuitenpaters Johann Calage festigte sich bei Marie der Wunsch, eine Kongregation ins Leben zu rufen, deren Mitglieder „vom Verlangen beseelt sind, durch Liebe und Aufopferung ihrer selbst die der Liebe Christi zugefügten Beleidigungen zu sühnen“ und die „sich ganz besonders verpflichten, dem Priester durch Gebet und tägliche Opfer beizustehen“.

Vom Klostergärtner erschossen

Die Gründung erfolgte am Herz-Jesu-Fest 1873 im belgischen Berchem bei Anversa, wo Kardinal Dechamps die „Töchter des Herzens Jesu“ aufnahm. Auch Marie legte jetzt die Ordensgelübde ab und nahm den Namen „Marie de Jésus“ an. Sie gründete weitere Klöster in Frankreich, und viele junge Frauen folgten dem Ruf, ihr Leben mitten im Kirchenkampf des späten neunzehnten Jahrhunderts dem Gebet für die Priester, die Wahrung der Heiligkeit der Eucharistie und der Sühne für die Gottlosigkeit hinzugeben.
Diese machte jedoch vor den Klostermauern nicht halt: Am 27. Februar 1884 erschoss der Gärtner des Klosters von Marseille unter dem Einfluss anarchistischen Gedankenguts die Ordensgründerin, was ihre Vereinigung mit dem Opfertod Jesu, dem Mittelpunkt der Ordensspiritualität, vollkommen machte.
Ihr unversehrter Leib ruht heute in der Kirche des Mutterhauses der Kongregation in Rom.

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Algerien: Nichts hält das Evangelium auf!

In Algerien wurden kürzlich drei Christen wegen Blasphemie verurteilt. Diese Strafurteile folgen einer Welle von Kirchenschliessungen ohnegleichen. Aber die Christen weisen sich durch bemerkenswerten Mut und Glauben aus.

Am 20. Januar 2020 wurde Hamid Soudad, ein 42-jähriger Christ, in der Provinz Oran in Algerien verhaftet. Er stand am vergangenen 21. Januar vor Gericht und wurde zur Höchststrafe verurteilt: fünf Jahre Haft.

Wegen Blasphemie angeklagt

Hamid wird beschuldigt, eine Karikatur des islamischen Propheten Mohammed in den sozialen Netzwerken verbreitet zu haben. Er hat beschlossen, Berufung einzulegen.

Doch Hamid ist kein Einzelfall. Zwei Christen mit muslimischem Hintergrund aus der Kabylei wurden ebenfalls wegen Blasphemie verurteilt. Der eine wurde zu sechs Monaten, der andere zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, beide
erhielten zudem eine Geldstrafe.

Zusätzlich zu den ungerechten Verhaftungen wurden auch Kirchengebäude willkürlich geschlossen. Pastor Salah, dessen Kirche in Tizi-Ouzou (Kabylei) geschlossen wurde, fasst die Situation zusammen: «Wir haben sehr viele Christen mit muslimischem Hintergrund, das missfällt den Behörden.»

Seit Januar 2018 wurden 13 protestantische Kirchen geschlossen. Neun dieser Gemeinden legten gegen diese Verfügung Berufung ein. Aber nur drei von ihnen bekamen am vergangenen 27. November recht.

Die Behörden nützen auch Covid-19, um die Christen zu behelligen. Im März 2020 wurden alle Kirchengebäude wegen der Pandemie geschlossen. Ende Oktober 2020 genehmigte der Statthalter von Tizi Ouzou die Wiedereröffnung von 183 Moscheen infolge einer Ministerialverordnung. Doch alle Mitgliedskirchen der Algerischen Protestantischen Kirche bleiben geschlossen, so auch die 25 protestantischen Kirchen in der Kabylei.

Eine diskrete Kirche, aber voller Eifer

Trotz Verfolgung bleibt die Kirche in Algerien standhaft. Seit der Schliessung zahlreicher Kirchen haben die algerischen Christen neue Wege gefunden, um sich zu treffen. Bibeltexte werden im Café diskret auf dem Smartphone gelesen: Das sind die Versammlungen neuer Art, die sie organisieren. Sie vermeiden es, aufzufallen, indem sie etwa ihre Bibel offenkundig auf Tische legen oder mit geschlossenen Augen beten würden. Nichts soll darauf hindeuten, dass es sich um einen biblischen Austausch und Gebet handelt! Selbst wenn sich Christen in Privatwohnungen treffen, ist Vorsicht geboten: Die Versammlung erstreckt sich über mehrere Stunden, und nur wenige Gläubige kommen oder gehen gleichzeitig.

Trotz ihrer Diskretion zeichnen sich die Christen in Algerien durch unerschütterlichen Glauben und Eifer aus. Nichts scheint die Ausbreitung des Evangeliums im ganzen Land aufhalten zu können.

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Radio Vatikan startet zum 90. Geburtstag ein Internetradio

Vatikanstadt. Zum 90-jährigen Bestehen seines Radiosenders startet der Vatikan ein Internetradio. Wie das Dikasterium für die Kommunikation mitteilte, wird das Programm zunächst in sieben Sprachen gesendet: Italienisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Armenisch. Im Laufe des Jahres sollen gut 20 weitere Sprachen dazukommen. Jede Sprache werde ein eigenes Webradioprogramm mit viel Musik haben, kündigte der Präfekt des Dikasteriums, Paolo Ruffini, an.

Schon jetzt ist Radio Vatikan über Satellit, Digital-Radio und Kurzwelle zu hören. Auch konnten die täglichen Nachrichtensendungen in Form von Podcasts schon bisher über das Portal http://www.vaticannews.va angehört werden.

Bekanntere Köpfe sind etwa der italienische Jesuit Federico Lombardi als früherer Direktor des Senders, der zeitweise auch als Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhls fungierte. Die deutschsprachige Sektion wurde jahrzehntelang von den Jesuiten Eberhard von Gemmingen und Bernd Hagenkord geleitet. Aktuell leitet der deutsche Journalist Stefan von Kempis die deutschsprachige Abteilung von Radio Vatikan/Vatican News. Insgesamt sendet Radio Vatikan weltweit in 41 Sprachen.

»Das Radio ist ein Medium, das es geschafft hat, sich im Lauf der Zeit zu wandeln, ohne jemals seinen Wert und seinen Charme zu verlieren«, erklärte der Präfekt Ruffini zum Start des Webradio-Angebots. Radio habe »diese schöne Eigenschaft, dass es die Herzen anspricht«, fügte er an und erinnerte an die Bedeutung, sich auf die Stimme, die man aus den Lautsprechern hört, zu konzentrieren.

Unter den vatikanischen Medien noch wesentlich älter als Radio Vatikan ist die 1861 gegründete Zeitung »L’Osservatore Romano«, deren italienische Ausgabe im Juli 160 Jahre alt wird. Die deutsche Ausgabe gibt es seit Oktober 1971, sie kann in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen begehen. Bereits seit 25 Jahren gibt es außerdem den vatikanischen Internetauftritt vatican.va; aufgebaut wurde er von der US-amerikanischen Ordensfrau Judith Zoebelein.

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Schlechtes Zeugnis: Politik berücksichtige Bedürfnisse von Kindern “kaum”

Offener Brief von knapp 300 Kinder- und Jugendtherapeuten

Von Elias Huber

Vor kurzem schlugen Psychologen Alarm, dass Menschen massiv durch den Lockdown belastet seien. Forscher der Donau-Universität Krems berichteten etwa, dass in Österreich Schlafstörungen, depressive Symptome und Angststörungen deutlich zugenommen hätten. Laut einer Untersuchung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf sei gar jedes dritte Kind aus Deutschland psychisch verhaltensauffällig (reitschuster.de berichtete).

Nun wenden sich etwa 300 Therapeuten und Psychiater, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, in einem offenen Brief an die Bundesregierung. Darin stellen sie der Politik ein schlechtes Zeugnis aus. Bereits im Mai 2020 habe die Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung auf die Gefahren von Schulschließungen hingewiesen, schreiben sie und fahren fort: “Umso schwerer wiegt es, dass in den politischen Entscheidungen die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen kaum berücksichtigt wurden.”

Die Mediziner und Psychologen warnen, man beobachte “vermehrt Angststörungen, Depressionen, Schlafstörungen, Essstörungen, und Substanzmissbrauch” unter den Heranwachsenden. “Zudem wird ein Anstieg von Patientinnen berichtet, die aufgrund von akuter Suizidalität/Krisen oder nach häuslicher Eskalation kinder- und jugendpsychiatrisch versorgt werden müssen”, schreiben die Unterzeichner, unter denen auch zahlreiche Universitätsprofessoren und Chefärzte sind.

Gleichzeitig steht in dem offenen Brief, der den Titel “Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen muss geschützt werden!” trägt, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie überlastet sei. Reguläre Behandlungen müssten zugunsten von Kriseninterventionen verschoben oder entfallen. Viele Patienten könnten “nicht ausreichend versorgt werden”.

Die Therapeuten fordern darum, Schulen und Kitas zu öffnen. Kinder sollten an pandemiegerechten Freizeitangeboten teilnehmen dürfen, etwa Sportkurse oder Jugendtreffs, die im Freien stattfinden. Außerdem solle der Staat die Jugendhilfe und Jugendämter personell verstärken.

Einer der Initiatoren des Briefs, Professor Tobias Hecker, sagte gegenüber reitschuster.de, der Brief sei am 7. Februar an die Bundeskanzlerin, alle Ministerpräsidenten und alle Bildungs-, Gesundheits- und Familienministerien auf Bundes- und Landesebene verschickt worden. Außerdem hätten die Therapeuten den Aufruf an die Ausschüsse für Gesundheit und Familien sowie die Kinderkommission des Bundestags gesendet. Bislang hätten die Organisatoren „bereits vereinzelt eine direkte Rückmeldung“ erhalten, erklärte Hecker, der die Arbeitseinheit Klinische Entwicklungspsychopathologie an der Universität Bielefeld leitet.

Probleme beobachten die Psychologen, Ärzte und Professoren in allen Altersgruppen. Eltern berichteten etwa, dass ihre Kleinkinder vermehrt Verhaltensauffälligkeiten wie Wutausbrüche, Schlafprobleme und Aggressionen zeigten. “Gegenwärtig erscheinen uns die vorgestellten Patientinnen jünger als üblicherweise”, berichten die Therapeuten über die Kleinkinder. Schulkinder, die auf eine weiterführende Schule wechselten oder eingeschult würden, litten öfter unter Schulängsten. Und bei jüngeren Adoleszenten bestehe die große Gefahr, dass sie häufiger Essstörungen entwickelten oder Internet und Medien missbräuchlich verwendeten.

P.S.: Wer den offenen Brief unterzeichnen möchte, muss eine E-Mail mit Betreff “Offener Brief KJP” an info@offener-brief-kiju.de senden und dabei Name, Wohnort, Funktion und eventuell Arbeitsstelle und Titel angeben.

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