Syrien: Aleppo ist am Ende

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Aleppo

Aleppo erlebt die Apokalypse. Syrische Regierungstruppen versuchen mit russischer und iranischer Hilfe, die Millionenstadt zur Gänze zurückzuerobern. Etwa 270.000 Menschen sind in der Stadt eingeschlossen, die Krankenhäuser sind überfüllt, Medikamente fehlen, vom Himmel regnen Bomben. Ein Albtraum, der die Hoffnungen auf eine Verlängerung des Waffenstillstands für Syrien zerstieben lässt.

„Leider hat man hier nie die Frage des Schutzes der Zivilbevölkerung gelöst“, sagt der Päpstliche Nuntius in Syrien, Erzbischof Mario Zenari, im Interview mit Radio Vatikan. „Die Bevölkerung, darunter sehr viele Kinder, zahlt leider den Preis für dieses Versagen. Diese Situation muss ein Ende haben! In diesem Konflikt werden nicht einmal die elementarsten Normen des Völkerrechts wie etwa der Schutz der Zivilbevölkerung respektiert.“

Die furchtbare Lage in Aleppo nennt der Papst-Botschafter, der in Damaskus residiert, „nicht hinnehmbar“. „Das ist eine Schande für die internationale Gemeinschaft, dass man so viele Menschen einfach schutzlos ihrem Schicksal überlässt: Die Menschen in Aleppo sind nicht alles Terroristen, die Mehrheit von ihnen sind normale Zivilisten, Frauen, Kinder, alte Leute! Was da geschieht, lastet nicht nur auf dem Gewissen derer, die den Konflikt stoppen oder für den Respekt des Völkerrechts sorgen könnten – er ist eine Schande, die auf dem Gewissen aller lastet.“

Die Menschen in Aleppo seien diesen Krieg schon lange leid. Sie wollten nichts anderes als „essen, Wasser haben, nicht belagert werden, keine Bomben mehr erleben“. „Die internationale Gemeinschaft muss, angetrieben vom universellen Gewissen von uns allen, endlich dabei helfen, diesen Krieg zu beenden, ein für alle Mal den Schutz der Zivilbevölkerung durchzusetzen und diesen Menschen Zugang zu Nahrung, Wasser und Gesundheitsversorgung zu verschaffen.“

Humanitäre Hilfen für Syrien gebe es, aber „das gerade“ sei ja „das Drama“, so Erzbischof Zenari: „Diese Konvois sind vor den Toren, oft blockiert, manchmal auch aus der Luft angegriffen, wie das am Montag vor einer Woche geschehen ist. Auch in diesem Fall gilt: Das ist eine Schande, die auf dem Gewissen aller lastet.“

(rv 27.09.2016 sk)

Was den Papst im Kaukasus erwartet

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Logo der Papstreise in Aserbaidschan

Vom 24. bis 26. Juni hat der Papst Armenien besucht, ab dem 30. September will er nun zwei weitere Staaten des Kaukasus bereisen: Georgien und Aserbaidschan. Der Vatikanische Pressesaal hat an diesem Montag Einzelheiten der bevorstehenden Visite vorgestellt; sie wird Franziskus 16. Auslandsreise sein.

Es soll vor allem um drei Themen gehen: um Frieden, um Ökumene und um den interreligiösen Dialog. Das machte der neue Vatikansprecher Greg Burke vor den beim Vatikan akkreditierten Journalisten deutlich. „Natürlich wird es eine Friedensreise, der Papst hat eine Botschaft der Versöhnung für die ganze Region im Gepäck. Zum ersten Mal wird eine Delegation der orthodoxen Kirche an der Messfeier des Heiligen Vaters teilnehmen. Und auch der orthodoxe Patriarch wird am Flughafen sein, wenn der Papst eintrifft.“

Georgien ist eines der christlichsten Länder: Der Apostel Andreas soll hier missioniert haben, und schon 337 wurde das Christentum Staatsreligion. Die georgisch-orthodoxe Kirche und eine eigene Sprache mit eigener Schrift, die in den Klöstern auch über Jahrhunderte der Fremdherrschaft bewahrt wurde, sind auch heute noch identitätsstiftend. Umso mehr liegt dem Papst an einem guten Auskommen mit der traditionell konservativen orthodoxen Kirche des Landes. Ein Teil des Klerus hat vor der Päpstlichen Nuntiatur in Tiflis gegen den Besuch von Franziskus demonstriert.

Wichtig wird der Besuch des Papstes in der assyrisch-chaldäischen Gemeinde in Tiflis am Freitagabend. 13 Bischöfe aus dem Irak reisen zu diesem Termin eigens an. „Der Papst will eine geistliche Begegnung mit dieser Pfarrei von etwa dreihundert Menschen, darum sind keine Reden vorgesehen. Es wird auf aramäisch gesungen und gebetet werden, und der Papst will ein Gebet für den Frieden in Syrien und im Irak sprechen.“

Am Sonntag fliegt der Gast aus dem Vatikan weiter nach Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan – und spätestens ab diesem Moment kann man kaum noch von einer Pastoralreise sprechen, denn es gibt nur sehr wenige Katholiken im Land des Aseris: eine einzige Pfarrei in Baku, und außerhalb ein paar Niederlassungen der Mutter-Teresa-Schwestern.

In Baku wird der Papst eine Moschee besuchen und den Scheich der Muslime des Kaukasus treffen. Ob er dann auch eine Friedensbotschaft für den Zwist zu Nagorny-Karabach lancieren wird, wollte Greg Burke einem russischen Reporter bei der Pressekonferenz nicht verraten. „Es steht mir nicht zu, vorwegzunehmen, was der Papst sagen wird. Man weiß, dass der Heilige Stuhl sich gemeinhin nicht in solche Konflikte einmischt, aber warten wir’s ab.“

Zehn Ansprachen, davon zwei Predigten und ein Gebet, wird Franziskus im Kaukasus sprechen – auf Italienisch, ausnahmslos. Beim Rückflug von Baku nach Rom plant er, wie bei ihm mittlerweile üblich, wieder eine „Fliegende Pressekonferenz“.

Im Gefolge des Papstes befinden sich u.a. sein argentinischer Landsmann, Kardinal Leonardo Sandri von der Ostkirchenkongregation, und der vatikanische Ökumene-Verantwortliche, der Schweizer Kardinal Kurt Koch.

(rv 26.09.2016 sk)

Mexiko: Entführter Priester tot aufgefunden

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Mexiko gedenkt der ermordeten und entführten Priester

Der entführte katholische Priester José Alfredo López Guillén ist tot. Seine Leiche wurde am Sonntag in der Stadt Junamuato im Bundesstaat Michoacan gefunden. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. López Guillén war am Montag letzter Woche aus seinem Pfarrhaus entführt worden.

Ungefähr gleichzeitig hatte die Polizei außerdem im Bundesstaat Veracruz die Leichen von zwei weiteren Priestern entdeckt. Sie waren ebenfalls aus einem Pfarrhaus verschleppt worden. Laut Medienberichten wiesen die Leichen Folterspuren und Schussverletzungen auf. Veracruz und Michoacan gelten als besonders gefährliche Bundesstaaten, in denen rivalisierende Drogenkartelle um die Macht kämpfen.

Die Leiche von Pfarrer López Guillén wurde nicht weit von seiner Pfarrkirche gefunden, wie die mexikanischen Medien berichten. Dem Augenschein nach sei der Priester erschossen worden. Der Fall des entführten Priesters hatte in den letzten Tagen große Medienaufmerksamkeit erfahren; Gerüchte gingen um, López Guillén sei noch am letzten Donnerstag lebend gesehen worden, in einem 5-Sterne-Hotel, in Begleitung eines Minderjährigen.

Der Erzbischof von Morelia, Kardinal Alberto Suárez Inda, hatte letzte Woche in einer Youtube-Botschaft zunächst über die Entführung des engagierten Geistlichen informiert; jetzt bestätigte er den Mord an López Guillén und fügte hinzu: „Ich muss darauf hinweisen, dass in dieser Hinsicht Nachrichten ohne jede Substanz, in einigen Fällen absolut falsche Nachrichten verbreitet worden sind. Ich danke den Medien für ihr Interesse, aber bitte sie doch darum, dass sie sich an die Wahrheit halten.“

Die Ermittler konzentrieren sich nach Medienangaben auf die Drogenbanden. Alle drei getöteten Priester hatten das Treiben der Kartelle offenbar mit deutlichen Worten verurteilt. Am Sonntag hatte sich auch Papst Franziskus von Rom aus besorgt über die Gewalt in Mexiko geäußert.

Allein während der Präsidentschaft von Enrique Peña Nieto, also seit Dezember 2012, sind in Mexiko insgesamt fünfzehn Priester sowie zwei Katecheten umgebracht worden. Das Katholische Multimedia-Zentrum, abgekürzt CCM, spricht außerdem von zwei weiteren katholischen Priestern, die schon seit geraumer Zeit in der Hand von Entführern seien und über deren Schicksal man weiter nichts wisse.

Pfarrer José Alfredo López Guillén war 53 Jahre alt und Leiter der Dreifaltigkeitspfarrei von Junamuato. 2001 war er in Morelia zum Priester geweiht worden.

(rv 26.09.2016 sk)

Kardinal Rainer Maria Woelki mahnt zu behutsamem Umgang mit neuen Medien

epa1426775_articoloDer Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat zu einer fairen Kommunikation in den sozialen Netzwerken aufgerufen. Bei der traditionellen Kölner Domwallfahrt sagte Woelki am Sonntag: „Wir brauchen ein Gefühl für den Anderen.“

„Wir leben in einer Zeit, in der jeder seine Meinung in Echtzeit öffentlich machen kann. Wir leben in einer Zeit, in der Tausende von Followern mit einem Klick ihre Be- oder Abwertungen kundtun können, zu der uns Menschen jederzeit erreichen können“, erklärte Woelki. Das könne sehr anstrengend sein.

„Wir sind heute schnell mit unserer Meinung dabei“, so Woelki weiter. Schnell werden man online nach der Meinung gefragt, etwa zu einem möglichen Rücktritt von Politikern. Das sei im wahrsten Sinne des Wortes gnadenlos. „Das hat für uns keine unmittelbare Konsequenzen, aber für den Menschen, über den geurteilt wird, eine enorme.“ Wir befänden uns in einer enormen Verantwortung und Spannung. Zwar brauche es Öffentlichkeit und Transparenz. „Auf der anderen Seite darf öffentliche Kritik nicht anonym und gnadenlos werden.“

„Brauchen menschliches Maß“

Der einfache Klick am Computer – Daumen rauf oder runter – , der schnelle Tweet gegen jemanden, für einen selbst sei dies schnell vergessen. Für den Betroffenen sei dies dagegen „ein Shitstorm, Vorahnung des Fegefeuers, ein Albtraum“. „Nun werden wir die sozialen und bisweilen auch asozialen Netzwerke nicht ändern“, sagte Woelki. „Wir brauchen vernetzte und globale Kommunikation. Aber wir brauchen auch unter veränderten kommunikativen Bedingungen ein menschliches Maß. Wir brauchen ein Gefühl für den Anderen. Wo Kommunikation sich der unmittelbaren Begegnung zunehmend entzieht, steht sie in der Gefahr, den Respekt vor dem Gegegüber zu verlieren, in der Gefahr, ihn nur noch als ein lästiges, als ein anders denkendes Etwas wahrzunehmen. Davor müssten wir uns hüten.“

Dreh- und Angelpunkt der jährlichen Domwallfahrt ist der Weihetag des Kölner Domes am 27. September. An diesem Tag im Jahr 1322 wurde der Chorraum des Gotteshauses geweiht und damit seiner liturgischen Bestimmung übergeben.

(domradio 26.09.2016 sk)

Ein heiliger Traum: Die Göttliche Liturgie vor dem heiligen Schweißtuch von Manoppello

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Das Antlitz des Erlösers im Blick: Die Göttliche Liturgie in Manoppello am 18. September 2016. Foto: CNA/Daniel Ibanez

Von Paul Badde / Die Tagespost

Es war ein einziges Wort, das für die Spaltung der Ost- und Westkirchen entscheidend wurde. Das war, als die Bischöfe des Westgotenreichs im Mai 581 im Konzil von Toledo dem damals 200 Jahre alten katholischen Glaubensbekenntnis des Konzils von Nizäa-Konstantinopel  das lateinische Wort „filioque“ hinzufügten. Das heißt auf deutsch: „und dem Sohn“. Seitdem beten die Christen des Westens in ihrem Credo: „wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht“, wo es bis heute in den Ostkirchen in der alten Fassung weiter heißt: „Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater hervor geht“. Dogmatischen Rang erhielt der Zusatz des Sohnes im Westen zuerst unter Papst Benedikt VIII. und dann noch einmal im Jahr 1215, als die Entfremdung zwischen Ost und West schon sehr weit gediehen war.

Doch im Grunde war es dieses eine und einzige Wort, das zum Stolper- und Meilenstein im Prozess der Spaltung zwischen der Ost- und Westkirche wurde. Abertausende höchst gelehrte Worte haben diese Spaltung danach und später nur vertieft und konnten sie nie heilen.

Und nun hat am 18. September 2016 ein einziges Bild die Ost- und Westkirche unterhalb des Radars aller Nachrichtenkanäle auf eine Weise zusammengeführt wie vielleicht noch nie zuvor. Das war, als an diesem Sonntag 70 orthodoxe Bischöfe mit zwei Kardinälen und etlichen römisch-katholischen Bischöfen und Geistlichen in dem Abruzzenstädtchen Manoppello die Göttliche Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomos vor dem Schleierbild des „Heiligen Gesichts“ gefeiert haben, das dort über 300 Jahre lang in einer Seitenkapelle der Michaelskirche verborgen wurde, bis es  im Jahr 1923 nach dem großen Erdbeben von 1915 erstmals  in einem neu errichteten Aufbau über dem Hauptaltar öffentlich ausgestellt wurde, wo es seitdem Tag für Tag verehrt werden kann.

Zehn Jahre nach dem Besuch Papst Benedikt XVI. am 1. September 2006 in diesem Heiligtum war jetzt der Besuch dieser gemischten orthodoxen Synode mit ihren lateinischen Brüdern das bedeutendste Ereignis im Prozess der Wiederentdeckung dieser geheimnisvollen Urikone Christi, die in Konstantinopel lange als „Hagion Mandylion“ verehrt wurde, nachher in Rom  als „Sanctissimum Sudarium“ galt,  bevor der Schleier  dort auch noch „Sancta Veronica Ierosolymitana“ genannt wurde.

Jetzt waren es Metropoliten und Bischöfe des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel (aus Finnland, Estland, Kreta, Patmos, Malta, Großbritannien, Amerika, Australien,  dem Exarchat  der Philippinen, aus Europa und vom Berg Athos) und Patriarchen, Metropoliten und Erzbischöfe  von Alexandria ,  Antiochia, Damaskus, Jerusalem, der autonomen Kirche vom Berg Sinai,  und den orthodoxen Kirchen Rußlands,  Georgiens, Serbiens, Zyperns, Rumäniens, Griechenlands Polens, Albaniens, Tschechiens und der Slovakei, die vor das heilige Antlitz traten und Eucharistie feierten. Nur die bulgarische Kirche hatte keinen Vertreter geschickt. Die Wechselgesänge der wundervollen Liturgie waren in Italienisch, Russisch, Griechisch, Englisch, Rumänisch und Französisch. Metropolit Job Getcha von Telmessos, der dem Gottesdienst  als Vertreter des ökumenischen Patriarchen Bartholomäus aus Konstantinopel vorstand, rühmte in seiner Homilie auf Englisch das „nicht-von-Menschenhand-geschaffene Abbild Christi“ von Manoppello, das nach einigen Gelehrten mit dem Soudarion aus dem Auferstehungsevangelium des Johannes identisch sei, während  eine andere Tradition daran festhalte, dass  eine gewisse Veronika mit diesem Schleier das Gesicht Jesu auf dessen Kreuzweg abgewischt habe, auch wenn sie nicht in den kanonischen  Evangelien, sondern nur in den apokryphen „Pilatus-Akten“ erwähnt werde.

Erzbischof Bruno Forte aus dem nahen Chieti weiß, dass sich in dem Schleier weder Blutspuren noch irgendwelche Farbreste finden lassen. Jetzt war es seine Idee und Initiative gewesen, die Bischöfe vor das Antlitz Christi zu führen, das er gern als  „Polarstern der Christenheit“ rühmt. Er hat die Gruppe nach Manoppello eingeladen und den Teilnehmern im Reisebus von seinem Bischofsitz in Chieti bis zu dem Heiligtum eine gelehrte Einführung in das Schleierbild Christi gegeben.

In Chieti hatten alle Pilger zuvor als Teilnehmer in der 14. Vollversammlung einer gemischten Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen Katholiken und Orthodoxen teilgenommen und ein Dokument mit dem Titel „Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis von Synodalität und Primat im Dienst an der Einheit der Kirche“ diskutiert. Es war eine Debatte, die in der vorangegangenen Plenarsitzung in der jordanischen Haupstadt Amman 2014 begonnen hatte und  2015 in Rom weitergeführt worden war. Die Kommission ist das offizielle Organ des theologischen Dialoges zwischen Katholiken und Orthodoxen. Sie wurde 1979 gegründet und vereint 14 autokephale orthodoxe Kirchen, die jeweils von zwei Theologen vertreten werden, die meist Bischöfe sind, sowie verschiedene katholische Vertreter. Und nun folgte dieselbe Gruppe quasi auf einem synodalen Pilgerweg also jenem ersten spektakulären Schritt auf das Gesicht Christi zu, den Benedikt XVI. vor zehn Jahren gegen viele Widerstände als erster Papst nach über 400 Jahren unternommen hatte.

Dessen Nachfolger Papst Franziskus hat danach – am 30. November 2014 auf dem Rückflug von Istanbul nach Rom – den mitreisenden Journalisten erklärt: „Vorsicht: die Kirche hat kein eigenes Licht. Sie muss auf Jesus Christus schauen! Auf diesem Weg müssen wir mutig vorangehen.“  Und auf diesem Weg wurde die Göttliche Liturgie vor dem Göttlichen Gesicht an diesem Sonntag nun zu einem Meilenstein der Versöhnung auf dem Weg zur Einheit. Schwerer Regen war angekündigt. Doch es fielen schließlich nur einige Tropfen.

„Beten Sie für die Christen im Nahen Osten, wenn Sie vor dem Volto Santo beten. Sie haben es unsagbar schwer, “ sagte ein orientalischer Bischof nach dem Schlusssegen der deutschen Schwester Petra-Maria Steiner, die in Manoppello  viele Pilger in das Geheimnis vom Licht dieses Lichtbilds einführt. Zuvor hatte Anatoliy Grytskiv, der Protopresbyter von Chieti, zum Abschluss der Feier in einer leidenschaftlichen Bilanz auf italienisch noch das „Wunder“ dieser Begegnung gepriesen.

Und wie geht es nun weiter? „Wir haben heute der Barmherzigkeit Gottes ins Gesicht geschaut“, sagte Kurienkardinal Koch nach der Feier zuversichtlich gegenüber CNA vor dem Hauptportal der Basilika. „Wohl nur im Blick auf das Antlitz des Erlösers kann Einheit entstehen. Aber es bleibt gewiss schwer. Denn es ist ja wie bei einer Scheidung, wenn man sich lange auseinandergelebt hat. Auch da ist es schwer, wieder zusammen zu kommen. Hier aber stehen tausend Jahre Trennung zwischen uns.“

„Ja, aber zum Glück heißt es in der Heiligen Schrift: Tausend Jahre sind vor Gott wie ein Tag,“ kommentierte Schwester Petra-Maria die nüchterne Skepsis des Kardinals mit einem Lächeln. „Vielleicht beginnt ja jetzt der neue Tag der Einheit. Bei Gott ist doch nichts unmöglich. Vielleicht haben wir heute das Morgenrot dieses neuen Tages gesehen. So hauchdünn und zart das Volto Santo ist, so zart ist jetzt auch dieser neue Anfang, aus dem das Neue kommen kann.“

Wäre es so, hätte das Bild Christi an diesem Sonntag jenen Abgrund tatsächlich kurz überbrückt, den unzählig viele Worte zwischen Ost und West aus dem Urgrund der Christenheit als einen Grand Canyon herausgespült haben wie ein urzeitlicher Fluss.

In der Tiefe aber greift dieses heilige „Schweißtuch“ ja vielleicht auch noch heilend in den uralten“ Filioquestreit“ um das erste Wort der Trennung ein. Denn wenn der Schleier, wie Johannes schreibt, im Grab Christi auf dem Gesicht des Herrn gelegen hat, muss es ja auch den ersten Atemzug des Auferstandenen aufgenommen haben, als der heilige Geist Gottes Jesus Christus von den Toten auferweckte – als jener Geist, der Herr ist und lebendig macht und der aus dem Vater und dem Sohn hervor geht.

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Quelle

„Eine zärtliche Geste genügt“

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Audienz Hospitalerinnen, 24. September 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Papstaudienz für die Kongregation der
Hospitalerinnen der Barmherzigkeit

Im Heiligen Jahr dürften die Hospitalerinnen der Barmherzigkeit („Congregatio Sororum a Misericordia pro Infirmis“, abgekürzt SOM) sicher nicht fehlen.

„Mit Freude“ empfing Papst Franziskus tatsächlich am Samstag im Vatikan eine Gruppe von mehr als hundert Schwestern der 1831 von Teresa Orsini Doria Pamphili Landi gegründeten Kongregation. Ihre Arbeit – so sagte der Papst – sei ein konkretes Zeichen dafür, wie sich die Barmherzigkeit des Vaters ausdrücke.

Gegenüber der Schwäche der Krankheit könne es keine Unterschiede des sozialen Ranges, Rasse, Sprache sowie Kultur geben, weil alle schwach würden und sich den anderen anvertrauen müssen, so unterstrich Jorge Bergoglio.

Es sei die Pflicht und Verantwortung der Kirche, den Leidenden beizustehen und ihnen Trost, Beistand und Freundschaft zu schenken, so betonte der Papst, während er die Schwestern daran erinnerte, dass es in der Krankenhilfe keine lange Reden brauche. Es genügten schon eine zärtliche Geste, ein Kuss, einfach still daneben stehen oder ein Lächeln, so sagte er.

Die Schwestern sollten nie aufgeben in diesem so wertvollen Dienst, und dies trotz der Schwierigkeiten, den man begegnen könne. „Manchmal in unserer Zeit zielt eine säkuläre Kultur darauf ab, auch jeden religiösen Bezug aus den Krankenhäusern zu entfernen, beginnend mit den Schwestern“, sagte der Papst mit Bedauern.

Er lud die Schwestern ein, nie müde zu werden, Freundinnen, Schwestern und Mütter der Kranken zu sein. „Das Gebet sei immer das Herzblut, das ihre evangelisierende Sendung ünterstütze“, so fuhr er fort.

Die Schwestern sollten auch nie vergessen, dass auf dem Krankenhausbett immer Jesus selbst liege, anwesend in jeder Person die leide. „Er ist es, der jede von euch um Hilfe bittet“, so betonte der Papst.

„Möge die Nähe zu Jesus und zu den schwächsten ihre Stärke sein“, so wünschte der Papst den Schwestern am Ende seiner Ansprache.

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BENEDIKT XVI.: DAS JAHR DES GLAUBENS – DIE VERNÜNFTIGKEIT DES GLAUBENS AN GOTT

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GENERALAUDIENZ

Aula Paolo VI
Mittwoch, 21. November 2012

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Wir schreiten im Jahr des Glaubens voran und tragen in unserem Herzen die Hoffnung, neu zu entdecken, wieviel Freude im Glauben liegt, und die Begeisterung wiederzufinden, allen die Glaubenswahrheiten zu vermitteln. Diese Wahrheiten sind nicht einfach nur eine Botschaft über Gott, eine besondere Information über ihn. Vielmehr bringen sie das Ereignis der Begegnung Gottes mit den Menschen zum Ausdruck, eine heilbringende und befreiende Begegnung, die die tiefsten Bestrebungen des Menschen, sein Verlangen nach Frieden, nach Brüderlichkeit, nach Liebe verwirklicht. Der Glaube führt zu der Entdeckung, daß die Begegnung mit Gott das Wahre, Gute und Schöne im Menschen zur Geltung bringt, vervollkommnet und erhebt. So geschieht es, daß Gott sich offenbart und sich erkennen läßt und der Mensch gleichzeitig erfährt, wer Gott ist. Und indem er ihn erkennt, entdeckt er sich selbst, den eigenen Ursprung, die eigene Bestimmung, die Größe und die Würde des menschlichen Lebens.

Der Glaube ermöglicht ein echtes Wissen über Gott, das die ganze menschliche Person einbezieht: Es ist ein »sapere«, also ein Erkennen, das dem Leben »sapor«, Geschmack, verleiht – einen neuen Geschmack am Leben, ein freudiges Dasein auf der Welt. Der Glaube kommt in der Selbsthingabe für die anderen zum Ausdruck, in der Brüderlichkeit, die solidarisch und liebesfähig macht und die Einsamkeit, die traurig macht, überwindet. Diese Erkenntnis Gottes durch den Glauben betrifft daher nicht nur den Verstand, sondern das ganze Leben. Sie ist die Erkenntnis Gottes, der die Liebe ist, durch seine eigene Liebe. Die Liebe Gottes läßt erkennen, öffnet die Augen, gestattet es, die ganze Wirklichkeit zu erkennen, über die beschränkten Sichtweisen des Individualismus und des Subjektivismus hinaus, die dem Gewissen die Orientierung nehmen. Die Erkenntnis Gottes ist daher Erfahrung des Glaubens und setzt gleichzeitig einen intellektuellen und einen moralischen Weg voraus: Zutiefst berührt von der Gegenwart des Geistes Jesu in uns überwinden wir die Horizonte unserer Egoismen und öffnen uns gegenüber den wahren Werten des Daseins.

In der heutigen Katechese möchte ich über die Vernünftigkeit des Glaubens an Gott sprechen. Die katholische Tradition hat von Anfang an den sogenannten Fideismus abgelehnt, also den Willen, auch gegen die Vernunft zu glauben. »Credo quia absurdum« (ich glaube, weil es unvernünftig ist) ist keine Formel, die den katholischen Glauben zum Ausdruck bringt. Denn Gott ist nicht etwas Unvernünftiges, sondern allenfalls Geheimnis. Das Geheimnis wiederum ist nicht irrational, sondern Überfülle an Sinn, an Bedeutung, an Wahrheit. Wenn der Vernunft das Geheimnis dunkel erscheint, dann nicht, weil es im Geheimnis kein Licht gibt, sondern weil es vielmehr zuviel davon gibt. So sehen die Augen des Menschen, wenn er sie direkt auf die Sonne richtet, um sie zu betrachten, nur Finsternis. Aber wer würde behaupten, daß die Sonne nicht leuchtet, ja sogar die Quelle des Lichts ist? Der Glaube gestattet es, die »Sonne«, Gott, zu betrachten, weil er die Annahme seiner Offenbarung in der Geschichte ist. Er empfängt sozusagen wirklich die ganze Helligkeit des Geheimnisses Gottes und erkennt sein großes Wunder: Gott ist zum Menschen gekommen, er hat sich seiner Erkenntnis dargeboten, indem er sich zur kreatürlichen Grenze seiner Vernunft herabgelassen hat (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Dei Verbum, 13). Gleichzeitig erleuchtet Gott mit seiner Gnade die Vernunft, öffnet ihr neue, unermeßliche und unendliche Horizonte. Daher stellt der Glaube einen Ansporn dar, immer zu suchen, nie stehenzubleiben und sich in der unermüdlichen Entdeckung der Wahrheit und der Wirklichkeit nie zufriedenzugeben. Das Vorurteil gewisser moderner Denker, denen zufolge die menschliche Vernunft von den Glaubenssätzen gleichsam blockiert werde, ist falsch. Genau das Gegenteil ist wahr, wie die großen Meister der katholischen Tradition gezeigt haben.

Der hl. Augustinus sucht vor seiner Bekehrung mit viel Unruhe die Wahrheit in allen verfügbaren Philosophien, und findet sie alle unbefriedigend. Sein mühsames rationales Suchen ist für ihn eine wichtige Lehre für die Begegnung mit der Wahrheit Christi. Wenn er sagt: »Glaube, um überhaupt verstehen zu können – Verstehe, um zu glauben« (Sermo 43,9; PL 38,258), dann ist es als teilte er seine eigene Lebenserfahrung mit. Verstand und Glaube sind angesichts der göttlichen Offenbarung einander nicht fremd und stehen nicht im Gegensatz zueinander, sondern beide sind Voraussetzungen, um ihren Sinn zu verstehen, ihre wahre Botschaft zu erfassen und sich der Schwelle des Geheimnisses zu nähern. Der hl. Augustinus ist zusammen mit vielen anderen christlichen Autoren Zeuge für einen Glauben, der mit der Vernunft ausgeübt wird, der denkt und zum Denken einlädt. Auf derselben Linie sagt der hl. Anselm in seinem Proslogion, der katholische Glaube sei »fides quaerens intellectum«, wobei die Suche nach dem Verständnis ein dem Glauben innewohnender Akt ist. Vor allem der hl. Thomas von Aquin stützt sich auf diese Tradition, setzt sich mit der Vernunft der Philosophen auseinander und zeigt, wieviel neue fruchtbare Lebenskraft dem menschlichen Denken aus der Verbindung mit den Prinzipien und den Wahrheiten des christlichen Glaubens erwächst. Der christliche Glaube ist also vernünftig und setzt auch Vertrauen in die menschliche Vernunft.

Das Erste Vatikanische Konzil sagte in der Dogmatischen Konstitution Dei Filius, daß über den Weg der Schöpfung die menschliche Vernunft die Existenz Gottes sicher erkennen kann, während nur dem Glauben die Möglichkeit innewohnt, »ohne Schwierigkeit, mit sicherer Gewißheit und ohne Beimischung eines Irrtums« (DS 3005) die Wahrheiten über Gott im Licht seiner Gnade zu erkennen. Die Glaubenserkenntnis steht außerdem der aufrichtigen Vernunft nicht entgegen. Der sel. Papst Johannes Paul II. faßt es in der Enzyklika Fides et ratio folgendermaßen zusammen: »Die Vernunft nimmt sich durch ihre Zustimmung zu den Glaubensinhalten weder zurück noch erniedrigt sie sich; zu den Glaubensinhalten gelangt man in jedem Fall durch freie Entscheidung und das eigene Gewissen« (Nr. 43). Im unwiderstehlichen Verlangen nach Wahrheit ist nur eine harmonische Beziehung zwischen Glauben und Vernunft der richtige Weg, der zu Gott und zur vollen Selbsterfüllung führt.

Diese Lehre läßt sich im ganzen Neuen Testament leicht erkennen. Der hl. Paulus schreibt, wie wir gehört haben, an die Christen in Korinth: »Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit« (1Kor 1,22–23). Denn Gott hat die Welt nicht mit einem machtvollen Eingriff erlöst, sondern durch die Erniedrigung seines eingeborenen Sohnes: Nach menschlichen Maßstäben steht die ungewöhnliche Vorgehensweise Gottes den Ansprüchen der griechischen Weisheit entgegen. Dennoch wohnt dem Kreuz Christi eine Vernunft inne; der hl. Paulus nennt sie »ho lògos tou staurou«, »das Wort vom Kreuz« (1 Kor 1,18). Hier bezeichnet das Wort »lògos« sowohl das Wort als auch die Vernunft, und wenn es Bezug nimmt auf das Wort, dann weil es in Worten zum Ausdruck bringt, was die Vernunft hervorbringt. Paulus sieht also im Kreuz kein irrationales Ereignis, sondern ein Heilsgeschehen, das eine eigene Vernünftigkeit besitzt, die im Licht des Glaubens erkennbar ist. Gleichzeitig hat er ein solches Vertrauen in die menschliche Vernunft, daß er sich sogar darüber wundert, daß viele, obwohl sie die Werke sehen, die Gott vollbringt, darauf beharren, nicht an ihn zu glauben. Im Brief an die Römer sagt er: »Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit« (1,20). So ermahnt auch der hl. Petrus die Christen in der Diaspora: »Haltet in eurem Herzen Christus, den Herrn, heilig! Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt« (1Petr 3,15). In einer Atmosphäre der Verfolgung und der dringenden Notwendigkeit, den Glauben zu bezeugen, wird von den Gläubigen verlangt, ihre Zustimmung zum Wort des Evangeliums mit Vernunftgründen zu rechtfertigen, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die uns erfüllt.

Auf diesen Voraussetzungen hinsichtlich der fruchtbaren Verbindung zwischen Verstehen und Glauben gründet auch die positive Beziehung zwischen Wissenschaft und Glaube. Die wissenschaftliche Forschung führt zur Erkenntnis immer neuer Wahrheiten über den Menschen und über den Kosmos, das sehen wir. Das wahre Wohl der Menschheit, das im Glauben zugänglich ist, öffnet den Horizont, in dem sich ihr Weg der Entdeckung bewegen muß. So müssen zum Beispiel die Forschungen gefördert werden, die im Dienst am Leben stehen und darauf abzielen, Krankheiten zu bekämpfen. Wichtig sind auch die Untersuchungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geheimnisse unseres Planeten und des Universums zu entdecken, im Bewußtsein, daß der Mensch die Krone der Schöpfung ist – nicht um sie sinnlos auszubeuten, sondern um sie zu bewahren und bewohnbar zu machen. So gerät der wirklich gelebte Glaube nicht in Konflikt mit der Wissenschaft, sondern wirkt vielmehr mit ihr zusammen, indem er ihr Grundkriterien bietet, damit sie das Wohl aller fördern kann, und sie bittet, nur auf jene Versuche zu verzichten, die – da sie sich dem ursprünglichen Plan Gottes widersetzen – Wirkungen hervorrufen können, die sich gegen den Menschen kehren. Auch aus diesem Grund ist es vernünftig zu glauben: Während die Wissenschaft eine wertvolle Verbündete des Glaubens ist, um Gottes Plan im Universum zu verstehen, sorgt der Glaube dafür, daß der wissenschaftliche Fortschritt stets dem Wohl und der Wahrheit des Menschen dient, indem er diesem Plan treu bleibt.

Daher ist es entscheidend für den Menschen, sich für den Glauben zu öffnen und Gott und seinen Heilsplan in Jesus Christus zu erkennen. Im Evangelium wird ein neuer Humanismus eingeführt, eine echte »Grammatik« des Menschen und der ganzen Wirklichkeit. Im Katechismus der Katholischen Kirche heißt es: »Die Wahrheit Gottes ist auch seine Weisheit, die die ganze Ordnung der Schöpfung und den Lauf der Welt bestimmt. Gott, der Einzige, der Himmel und Erde erschaffen hat [vgl. Ps 115,5), ist auch der Einzige, der die wahre Erkenntnis alles Geschaffenen in seinem Bezug zu ihm schenken kann« (Nr. 216).

Vertrauen wir also darauf, daß unser Bemühen um die Evangelisierung dazu beitragen möge, das Evangelium im Leben vieler Männer und Frauen unserer Zeit wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Und beten wir darum, daß alle in Christus den Sinn des Lebens und die Grundlage der wahren Freiheit finden mögen: Denn ohne Gott verliert der Mensch sich selbst. Die Zeugnisse derer, die uns vorausgegangen sind und dem Evangelium ihr Leben gewidmet haben, bestätigen das für immer. Es ist vernünftig zu glauben, unsere Existenz steht auf dem Spiel. Es lohnt sich, sich für Christus hinzugeben, er allein stillt das Verlangen nach der Wahrheit und dem Guten, das in der Seele eines jeden Menschen verwurzelt ist: jetzt, in der vergänglichen Zeit und am nie endenden Tag der ewigen Glückseligkeit.

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