Papstmesse: „Gott hat sich in unsere Kleinheit verliebt“

Um die Stimme Gottes hören zu können, muss man sich klein machen: Papst Franziskus feierte an diesem Freitag das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu in der Casa Santa Marta. In der Predigt bei der Messe erinnerte er daran, dass Jesus die Menschen erwählt hätte, nicht umgekehrt. „Er hat sich mit unserem Leben verbunden und kann sich davon nicht trennen“, so der Papst. „Er bleibt treu in dieser Haltung. Wir wurden aus Liebe erwählt und das ist unsere Identität, das ist unser Glaube. Wenn wir das nicht glauben, dann verstehen wir die Botschaft Christi nicht, dann verstehen wir die Frohe Botschaft nicht.“

In der ersten Lesung des Tages erinnert Mose daran, dass Gott das „Geringste unter den Völkern“ für sich erwählt habe. „Er hat sich in unsere Kleinheit verliebt“, führte der Papst den Gedanken aus. „Er erwählt die Kleinen: nicht die Großen, die Kleinen. Und er offenbart sich den Kleinen. Wenn du etwas vom Geheimnis Jesu verstehen willst, dann mache dich klein.“ Die Großen seien genauso gerufen wie die Kleinen, aber deren Herz sei von sich selbst so voll, dass sie die Stimme Gottes nicht hören könnten. „Um die Stimme Gottes hören zu können, muss man sich klein machen.“

Nur so könne man sich dem Geheimnis des Herzens Christi nähern, zog der Papst die Verbindung zum Tagesfest. Das Herz Jesu sei nicht einfach ein „Bildchen für die Frommen“, am Herz Jesu könne man sehen, wie er selber sich klein gemacht habe, „bis zum Tod am Kreuz“. Das sei eine bewusste Entscheidung für das Kleinmachen gewesen. „Das ist die Offenbarung, das ist die Herrlichkeit Gottes“, so Papst Franziskus.

 

(rv 23.06.2917 ord)

Der Ausverkauf von Pfingsten an den Islam

BREDA, NETHERLANDS – MARCH 08: PVV Candidate, Geert Wilders is guarded by police as he speaks to the crowd, hands out pamphlets or flyers and poses for selfies on his election campaign near Van Coothplein on March 8, 2017 in Breda, Netherlands. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)

Am nächsten Sonntag feiern die Christen das Pfingstfest. Eine evangelische Kirche in den Niederlanden nutzt die Gelegenheit, die Abschaffung des öffentlichen Feiertags für den zweiten Pfingsttag vorzuschlagen. Die Niederländer haben diesen Feiertag seit 1815 offiziell genossen, doch die Kirche will ihn durch einen offiziellen Feiertag an Eid-al-Fitr ersetzen, der Tag, der das Ende des islamischen heiligen Monats Ramadan markiert.

Mit ihrem Vorschlag, sagt die christliche Gruppe, will sie „der Vielfalt der Religionen gerecht werden“. Das ist politisch korrektes Gewäsch. Beim Durchblättern der heutigen Zeitungen kann ich aber verstehen, warum viele Niederländer in festlicher Stimmung sind, sobald der Ramadan vorbei ist! In diesen Tagen sind die Schlagzeilen voller Vorfälle, die De Telegraaf, die führende Zeitung in den Niederlanden, als Ramadan rellen (Ramadan Ausschreitungen) beschreibt.

Angenommen, die Christen würden auf jährlicher Basis nach dem Verlassen der Kirche an Pfingsten zu randalieren beginnen, Eigentum zerstören, Brandstiftungen begehen, die Polizei angreifen und die Fenster der Nachbarn mit Steinen einschmeissen. Angenommen, die Polizei würde sich verpflichtet fühlen, die christliche Fastenzeit im Kalender als Tage erhöhter Spannungen zu markieren. Würden wir uns nicht zu fragen beginnen, was da am Christentum falsch ist?

Oder angenommen, jüdische Banden würden an Yom-Kippur ganze Stadtteile terrorisieren. Würden wir uns nicht fragen, was ihnen wohl in ihren Synagogen gelehrt wird? Oder würden wir es einfach akzeptieren, es sogar feiern als Indikatoren der kulturellen „Vielfalt“ unserer Gesellschaft?

Ich schreibe diese Zeilen in meinem Büro im niederländischen Parlament in Den Haag, kaum ein paar Minuten von dem Haus entfernt, wo der große holländische und jüdische Philosoph Baruch Spinoza aus dem 17. Jahrhundert lebte und starb. Spinoza gab der Welt eine Philosophie der Toleranz und Freiheit.

Was wir jedoch niemals tun sollten, ist, tolerant zu sein gegenüber Intoleranz. Denn wenn Toleranz zur Schlange wird, die ihren eigenen Schwanz verschlingt, wird es bald keine Freiheit mehr geben und die Intoleranz wird die Welt regieren. In der Tat sind wir fast da. Dreieinhalb Jahrhunderte nach Spinoza, in der Stadt, wo er lebte, schreibe ich diese Zeilen in einem schwer geschützten Bereich des Parlamentsgebäudes. Die Fenster sind milchig, die Türen sind gepanzert, und draußen stehen Polizisten. Sie sind da, um mich gegen die Intoleranz zu schützen, die in den letzten Jahrzehnten in unser Land eingetreten ist – eine Intoleranz, die weder christlich noch jüdisch oder weltlich ist, sondern islamisch. Ich bin kein Extremist, wenn ich das sage. Ich sage die Wahrheit. Und das ist meine Pflicht.

Denn hier ist die Krux der Sache: Wenn wir die freie und tolerante Gesellschaft bleiben wollen, die wir früher waren, müssen wir erkennen, dass der Westen eine konkrete Identität hat. Unsere Identität ist nicht islamisch, sondern basiert auf Judentum, Christentum und Humanismus. Unsere Freiheiten ergeben sich aus dieser Identität. Indem wir den Islam der Mittel berauben, unsere Identität zu zerstören, verletzen wir nicht die Freiheit; Wir bewahren unsere Identität und garantieren Freiheit.

Die schreckliche Situation, in der wir uns heute befinden, wird durch unsere Toleranz des Bösen verursacht. Wir sind zu tolerant gegenüber Intoleranz, wir sind zu tolerant gegenüber dem Islam. Wir denken, indem wir den Feinden der Feiheit Freiheit gewähren, dass wir der Welt beweisen, dass wir für die Freiheit einstehen. Aber in Wirklichkeit, indem wir uns weigern, unserer Toleranz Grenzen zu setzen, geben wir unsere Freiheit aus den Händen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen die Idee von Rechten mögen, solange sie keinen Preis dafür zahlen müssen. Die politischen und medialen Eliten sind alle für das Aussprechen der Wahrheit, solange die „Wahrheit“ ein Klischee ist. Doch wenn Pflicht und Ehre ihnen gebieten, sich vor die Geschichte zu stellen und „Stop“ zu schreien, dann fliehen sie. Und jene, die ihre Pflicht tun, werden als Extremisten beschimpft, vor Gericht gezerrt, zum Schweigen gebracht.

Etwas früher heute habe ich gelernt, dass der niederländische Staatsanwalt in Den Haag eine Rede untersucht, die ich vor zwei Jahren in Wien gehalten habe. Er tut dies auf Antrag seines Kollegen, des Staatsanwaltes in Wien, der mich der Verhetzung beschuldigt. Letzteres ist in Österreich eine Straftat und ist vergleichbar mit Aufwiegelung.

Ich finde das wirklich unfassbar. Lassen Sie sie Banditen und Terroristen jagen, statt einen Politiker zu verfolgen, der über den Islam spricht. Es ist eine Schande, dass dies in der Stadt Spinozas geschieht, der nicht nur ein großer Verteidiger der Toleranz, sondern auch der Freiheit des Denkens und der Rede war. Spinozas Gesicht pflegte eine unserer Banknoten zu schmücken, als wir noch unsere eigene Währung hatten. Schade, dass dies heute nicht mehr der Fall ist.

Unglaublich auch, weil es das dritte Mal innerhalb weniger Jahre wäre, dass ich vor Gericht gebracht werden würde, weil ich Dinge gesagt habe, die die Eliten nicht hören wollen. Es ist ein juristischer Dschihad. Während die Eliten für die existenzielle Krise verantwortlich sind, in der wir uns derzeit befinden. Mit ihrer Politik der offenen Grenzen und einer beispiellosen Liebe zum Islam und ihrem kulturellen Relativismus sorgen sie für unseren völligen Ausverkauf und setzen unsere Freiheit und Sicherheit aufs Spiel. Sie haben das Erbe von Spinoza aufgegeben und den Totalitarismus des Mohammedanismus in unsere Nationen eingeführt. Ich sage: nicht länger. Es ist Zeit, unsere Pflicht zu tun und unsere Freiheit und die Freiheit unserer Kinder zu verteidigen.

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Quelle

Geert Wilders: Sagt die Wahrheit über den Islam!

Von Geert Wilders | In dieser Woche wurde eine Dokumentation mit dem Titel “Wilders” beim DocFest, einem Film Festival für Dokumentarfilme in der britischen Stadt Sheffield, aufgeführt.

Der Dokumentarfilm wurde vom amerikanischen Regisseur Stephen Robert Morse gemacht. Obwohl er meinen politischen Ansichten nicht zustimmt, versucht er wenigstens, eine ausgewogene Geschichte zustande zu bringen, was mehr ist als ich von vielen niederländischen Journalisten sagen kann.

Morse und sein Team haben mich einige Monate begleitet. Die Dokumentation zeigt, dass ich aufgrund islamischer Todesdrohungen 24 Stunden am Tag unter Polizeischutz leben muss, dass ich ausschließlich in gepanzerten Fahrzeugen fahren darf, dass ich verpflichtet bin, eine kugelsichere Weste anzulegen, wann immer ich in der Öffentlichkeit auftrete, etc.

Einige andere Menschen leben unter ähnlichen Bedingungen wie ich: der dänische Karikaturist Kurt Westergaard und sein schwedischer Kollege Lars Vilks, der britische Schriftsteller Salman Rushdie, der dänische Historiker Lars Hedegaard und weitere. In diesem Sinn ist der Dokumentarfilm auch ein Tribut an sie. Uns allen gemeinsam ist, dass wir auf der Todesliste des Islam stehen.

Alle Politiker, die bei den Wahlen antreten, behaupten, dass sie sich um das Amt bewerben, weil sie dem Volk dienen wollen. Aber der Dienst für das Volk beginnt damit, dass den Menschen die Wahrheit gesagt wird.

Die Wahrheit über den Islam ist nicht erfreulich

Wie wundervoll wäre es, wenn der Islam das wäre, was die meisten Politiker behaupten: eine Religion des Friedens. Eine wundervolle Vorstellung, aber naiv! Denn die Wahrheit ist, dass fast alle terroristischen Taten in der heutigen Welt im Namen des Islam ausgeführt werden.

Viele Politiker sagen nicht die Wahrheit über den Islam. Einige finden es viel einfacher, die politisch-korrekten Dogmen der Linken zu wiederholen. Andere fürchten sich davor, wie ich und Westergaard, Vilks, Rushdie, Hedegaard und andere leben zu müssen.

Aber ich betrachtete das als keine akzeptable Ausrede. Denn niemand wird gezwungen, ein Politiker zu sein. Aber wenn Sie sich dafür entscheiden, und wenn Sie dann aufgrund der Bedrohung durch Gewalt schweigen, dann erlauben Sie der gewalttätigen Seite zu siegen. Und das ist etwas, das kein demokratischer Politiker jemals tun sollte.

Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte ist die Terror-Bedrohung im Westen stetig angewachsen. Dieses Wachstum hat alles zu tun mit dem Wachstum des Islam in unseren demokratischen Gesellschaften. Die Politiker, die sich weigern, diese Realität zu sehen, täuschen nicht nur sich selbst, sondern bringen auch die Bürger in Gefahr. Das ist der Grund, warum heute jedermann auf der Todesliste des Islam steht.

Jetzt sind wir alle in Gefahr. Und das ist vollkommen inakzeptabel. Die Menschen haben das Recht, in ihren eigenen Ortschaften und Städten in Sicherheit zu leben. Auch das ist ein grundlegendes Menschenrecht.

Meiner Ansicht nach hat dieses Recht Vorrang vor dem Recht der Islam-Nachfolger, in unserer Gesellschaft gemäß ihrer Religion zu leben. Der Westen sollte dem Islam nicht die Freiheit gewähren, die Freiheit des Westens abzuschaffen.

In der Welt bestehen bereits zahlreiche islamische Nationen, solche wie Saudi-Arabien, Iran, Pakistan, in denen die Scharia das Gesetz des Landes ist. Warum ziehen diejenigen, die in unserem Land die Scharia einführen möchten, nicht einfach dorthin?

Früher oder später werden sogar jene Politiker, die es immer noch vorziehen, von den Problemen wegzuschauen, gezwungen sein, ihnen ins Gesicht zu sehen. Bis dahin jedoch verlieren wir kostbare Zeit. Und die Verantwortung dafür liegt allein bei den gegenwärtig regierenden Eliten.

Je mehr Islam, desto weniger Freiheit

In meinem Land, den Niederlanden, sind wir gegenwärtig im Prozess, eine Regierungskoalition zu bilden. Obwohl meine Partei, die Partei für Freiheit (PVV), zur zweitstärksten Parlamentspartei geworden ist, weigert sich die Liberale Partei (VVD) des scheidenden Premierministers Mark Rutte, die trotz starker Verluste bei den Wahlen am 15. März 2017 stärkste Partei blieb, eine Regierung mit der PVV zu bilden. Dasselbe gilt für die drittstärkste Partei, die Christ-Demokraten (CDA) von Sybrand Buma. Die Folge ist ein politischer Stillstand, der es praktisch unmöglich macht, eine Mehrheitsregierung zu bilden.

Anfang dieser Woche erklärten Mark Rutte und Sybrand Buma in einem Brief, warum sie sich weigern, mit der PVV zusammen zu arbeiten. Sie schreiben, dass sie die PVV als “radikal” betrachten. Aber es ist nicht die PVV, die radikal ist, sondern der Islam.

Beenden wir die Feigheit. Lehnen wir die politische Korrektheit ab. Wie General Patton sagte: “Der Feigling ist derjenige, der zulässt, dass Furcht sein Pflichtgefühl besiegt.” Ich will meine Pflicht weiterhin tun. Voraussichtlich weiterhin als Oppositionsführer. Und ich werde weiterhin die Wahrheit aussprechen, was immer der Preis sein mag. Ich werde die Islamisierung meines Landes bekämpfen und seine Freiheit verteidigen. Ohne Kompromisse und mit Entschiedenheit, Überzeugung und Stärke. Immer.


(Zuerst erschienen auf breitbart.com / Übersetzung von Renate)

Quelle

Geert Wilders Keynote @ AFA 2017 Heroes of Conscience Awards

 

Veröffentlicht am 22.05.2017

Geert Wilders delivering his keynote address at the American Freedom Alliance 2017 Heroes of Conscience Awards dinner.
For more information on the American Freedom Alliance:
www.AmericanFreedomAlliance.org



Siehe dazu auch:

ISLAM = ANTI-CHRISTENTUM – Beiträge, die das beweisen und illustrieren und die CHRISTEN wachrütteln sollen

Twitter Tweets zu: Polen – Ungarn – Tschechien











Viktor Orban: „Unsere Regierung repräsentiert die echt europäische Position“

Der ungarische Premier Viktor Orban betont einmal mehr, sein Land sei nie anti-europäisch gewesen. Seiner Ansicht nach hätten sich jedoch die europäischen Beamten in Brüssel auf die Seite der Terroristen gestellt. 

„Unsere Regierung repräsentiert die echt europäische Position, die den geltenden europäischen Vertrag, darunter die Teilung der Vollmachten zwischen den Mitgliedsländern und Brüssel, verteidigt. Gerade Brüssel ist es, das seine Position verändert hat“, so Orbans Ansprache vor dem ungarischen Parlament, berichtet SputnikNews.

„Brüssel unterstützt unverhohlen die Terroristen“, so Orban. Die EU  war es doch, welche die vom ungarischen Gericht verhängte zehnjährige Gefängnisstrafe gegen den syrischen Migranten Ahmed Hamed kritisierte. Dieser wurde bei Unruhen an der Grenze zu Serbien festgenommen, als er Polizisten angegriffen hatte.

Die Sicherheit der ungarischen Beamten sei den europäischen Beamten nicht so wichtig, aber die absurden Lügen eines Ahmed Hamed würden sie glauben. Orban zufolge wird der Zaun zum Schutz gegen illegale Migranten an der Südgrenze Ungarns „stehen, solange ich Premier dieses Landes bin“, sagt der Premier.

Budapest werde es Brüssel nicht erlauben, es zu erpressen, und werde weiterhin die von der EU-Kommission festgelegten Pflichtquoten für die Unterbringung von Flüchtlingen ablehnen: „Wir wollen, dass Ungarn ungarisch und Europa europäisch bleibt. Wir können es Brüssel nicht erlauben, unsere inneren Angelegenheiten zu verwalten“, so Orban. Budapest sie davon überzeugt, dass neben illegalen Migranten auch Kämpfer von Terrormilizen in die EU einzudringen versuchen.

Ungarn hatte damals umsichtig als erstes EU-Land aufgehört, Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und aus Afrika in sein Territorium zu lassen und zwei Zäune an seinen Grenzen gebaut.


Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat deutsche Politiker kritisiert, die Ungarn aus seiner Sicht ungerechtfertigterweise kritisieren. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir Ungarn den Deutschen zu irgendeinem Zeitpunkt hätten sagen wollen, was sie tun sollen“, erklärte der rechts-konservative Politiker am Freitag in seinem zweiwöchentlichen Interview im Staatsfunk.

„Wir haben ihnen stets Respekt erwiesen“, fügte er hinzu. „Wir bitten die deutschen Politiker, dass sie uns in Ruhe lassen mögen, dass sie uns nicht in den deutschen Wahlkampf hineinziehen mögen.“ Orban reagierte in dem Interview auf jüngste Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und SPD-Chef Martin Schulz.

Vertragsverletzungsverfahren

Merkel hatte am Vortag das Vorgehen der EU-Kommission gegen Polen, Ungarn und Tschechien in der Flüchtlingspolitik begrüßt. Das Brüsseler Gremium hatte am letzten Dienstag Vertragsverletzungsverfahren gegen die drei ost-mitteleuropäischen Länder beschlossen, weil sich diese an der EU-weiten Verteilung von Asylbewerbern nicht beteiligen wollen.

SPD-Chef Schulz hatte in diesem Zusammenhang zudem den Entzug von EU-Förderungen vorgeschlagen. Zudem hatte die deutsche Regierung jüngst Besorgnis über das ungarische NGO-Gesetz ausgedrückt, das bestimmt Nichtregierungsorganisationen als „aus dem Ausland geförderte Organisation“ brandmarkt.

Das Herz Jesu – Vorbild und Zuflucht

Hl. Herz / Wikimedia Commons – Wolfgang Sauber CC BY-SA 3.0.Jpg

Impuls zum 11. Sonntag im Jahreskreis A — 18. Juni 2017

Im Monat Juni weist uns die Kirche neben den vielen herrlichen Hochfesten auf die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu hin: “Lernt von mir, denn ich bin gütig und selbstlos von Herzen” (Mt. 11,29).

Die Gleichnisse des Herrn wollen die Menschen zunächst einmal auf den Geschmack bringen und sie erkennen lassen, dass das Himmelreich wirklich etwas Erstrebenswertes ist. Wie eine kostbare Perle, wie ein Schatz im Acker usw.

Wer aber das schon begriffen hat, der soll nun in die Schule des Heiligsten Herzens Jesu gehen. Daher regt die Liturgie der Kirche, ausgehend vom Evangelium, zu dem einfachen Gebet an: “O Jesus, gütig und selbstlos von Herzen, bilde mein Herz nach deinem Herzen!”

Die Herz-Jesu-Verehrung hat also einen doppelten Aspekt: zunächst die Anbetung der unendlichen Liebe Gottes im Herzen des Gottmenschen, dann aber auch die Einladung an jeden Menschen, sein Leben und sein Handeln am Herzen des Herrn zu orientieren, sein Herz dem Herzen Jesu ähnlich, ja sogar gleichförmig zu machen. Was wiederum ohne die Gnade nicht geht, aber unbedingt auch unsere Anstrengung erfordert.

Jesus ist der vollkommen gute Mensch, wir sind es nicht. Aber wir sollen sagen: noch nicht. Was an uns unvollkommen ist , muss es ja nicht bleiben. Manche sagen mit Blick auf ihre Fehler: das ist nun mal mein Charakter. Aber darauf kann man fast immer erwidern: das ist dein Mangel an Charakter.

Das Herz Jesu nachahmen ist eigentlich das gleiche wie sich um die Tugenden bemühen. Wenn wir das Wort Jesu ernst nehmen, dass wir heilig werden sollen, so ist das der Weg. Durch die Folgen der Erbsünde haben wir  verschiedene Neigungen zum Bösen. Zur Habgier, zur Eitelkeit, zur ungeordneten Sinnlichkeit, zum Egoismus und vor allem zum Stolz. Das so zu sehen, ist ja nichts anderes als realistisch. Zu denken, das Fehlverhalten der Menschen entstünde nur aus den widrigen Umständen oder aus falscher Erziehung, geht an der Wirklichkeit vorbei.

Und dennoch ist gerade die Erziehung unerlässlich. Sowohl für den religiös orientierten Menschen, der darin ein Hilfsmittel sieht, um in den Tugenden zu wachsen, als auch im rein weltlichen Bereich, wo der Staat – in gewissen Grenzen allerdings – sich um das rechte Verhalten der Menschen kümmern soll. Natürlich wird der Staat, oder sagen wir die Gesellschaft, nicht Bereiche ansprechen, die der individuellen Intimsphäre oder dem persönlichen Gewissensbereich  angehören. Er kann uns wohl auffordern, gewisse elementare Bosheiten zu unterlassen. Aber er kann die Bürger nicht auf die Tugenden verpflichten.

Die Amerikaner kritisieren gern an uns Europäern, dass sich hier der Staat in zu viele Dinge einmischt. Eine Tendenz, die manchmal auch aus Anordnungen der EU anklingt. Nach dem Motto: was für euch gut ist, bestimmen wir.

Hierzulande ist es häufig das Verhalten staatlicher Stellen zu Fragen der Volksgesundheit, das grenzwertig sein kann. Sicherlich liegt es im Interesse der Gesellschaft, dass eine Volksseuche wie Aids bekämpft wird. Aber wenn bei den Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) gegen HIV mit Slogans geworben wird, die ausgesprochen unsauber sind, dann geht die staatliche Werbung in unzulässiger Weise in den Bereich der Moral, in diesem Fall der Unmoral. Die Leute werden zu einem unmoralischen Verhalten animiert (“Mach´s, aber mach´s mit!”), Hauptsache man schützt sich vor den Folgen.

Viele Menschen machen von einer anderen Möglichkeit, sich vor Aids zu schützen, Gebrauch: von der Enthaltsamkeit. Da diese “Methode” bei vielen nur ungläubiges Erstaunen und ein ironisches Lächeln hervorruft, reden diese Menschen nicht darüber, aber denken sich ihr Teil. Und es sind nicht nur die “fundamentalistischen Christen”, die solche “überholten”Ansichten pflegen.

Unser alter Schullehrer sagte einmal: Man muss in vielen Bereichen der Gesellschaft mit allen Menschen guten Willens zusammenarbeiten, denn es gibt nicht nur im engeren Sinne die “Gemeinschaft der Heiligen”, sondern, wie in einem konzentrischen Kreis da herum, die “Gemeinschaft der Anständigen”. Darunter sind viele Nichtchristen und vor allem viele Muslime, die oft fassungslos betrachten, wie Deutschland sich moralisch abschafft.

Die Tugenden sind anspruchsvoll und manchmal schwer zu realisieren. Man kann den jungen Studenten bis zu einem gewissen Grade verstehen, der beim Weltjugendtag in Rom 2000 in einem Fernseh-Interview gefragt wurde: “Der Papst hält ja sehr an den traditionellen Moralvorstellungen fest, zum Beispiel, was Frauenpriestertum und Sex vor der Ehe betrifft. Was halten Sie davon?” Der Junge antwortete etwas schnoddrig: “Vom Frauenpriestertum verstehe ich nichts. Na ja, und das andere. Ich würde sagen, da ist er so wie meine Oma. Ich tue nicht, was sie sagt, aber sie hat recht” (Leo – Allah mahabba, S. 274).

Freilich, noch besser ist es, wenn man doch tut, was er sagt, bzw. was unser Herr Jesus Christus sagt: “Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen” (Mt. 5,8).

Msgr. Dr. Peter von Steinitz war bis 1980 als Architekt tätig; 1984 Priesterweihe durch den hl. Johannes Paul II.; 1987-2007 Pfarrer an St. Pantaleon, Köln; seit 2007 Seelsorger in Münster. Er ist Verfasser der katechetischen Romane: „Pantaleon der Arzt“, „Leo – Allah mahabba“ (auch als Hörbuch erhältlich) und „Katharina von Ägypten“.  Der Fe-Medienverlag hat einige ZENIT-Beiträge vom Autor als Buch mit dem Titel „Der Stein, den die Bauleute verwarfen“ herausgebracht.

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