Sozialeinsatz für Projekte des Salesianerordens

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Wien. 18 junge Frauen und Männer aus Österreich beginnen in den kommenden Tagen und Wochen einen Sozialeinsatz im Rahmen der Hilfsorganisation »Jugend Eine Welt« und der Salesianer Don Boscos. Einsatzländer sind aktuell Äthiopien, Ecuador, Ghana, Indien, Kolumbien und Malawi. In Jugendzentren der Salesianer Don Boscos, Schulen und Straßenkinderprojekten arbeiten sie für ein Jahr unterstützend in der Lehrtätigkeit, Freizeitbetreuung und offenen Kinder- und Jugendarbeit. Ein halbes Jahr haben sich die Freiwilligen auf ihren Dienst vorbereitet.

Seit 1997 haben mehr als 420 Österreicher ein Volontariat mit »Jugend Eine Welt« geleistet. Zu Jahresbeginn 2013 wurde die Durchführung des Volontariatsprogramms an den Verein »Volontariat bewegt« übertragen. Dahinter stehen aber nach wie vor »Jugend Eine Welt« sowie die Salesianer Don Boscos. Die Einsätze werden durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit sowie von kirchlichen und privaten Initiativen unterstützt.

(Infos: www.volontariat.at)

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Quelle: Osservatore Romano 6/2017

Botschaft von Papst Franziskus für die Fastenzeit 2017 wird am Dienstag veröffentlicht

CITE DU VATICAN, Vatican City : Pope Benedict XVI (C) attends his weekly general audience while a Christmas tree and a crib are displayed in the Paul VI hall at The Vatican on December 15, 2010

Chiara Amirante (Photo: 2011) / Wikimedia Commons – Alessia Giuliani, CC BY 3.0

‪„Das Wort ist ein Geschenk. Der Andere ist ein Geschenk“

‪„Das Wort ist ein Geschenk. Der Andere ist ein Geschenk“. Unter diesem Titel wird am kommenden Dienstag, dem 7. Februar, die Botschaft von Papst Franziskus für die Fastenzeit 2017 veröffentlicht.

Der Text wird vom Präfekten des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Kardinal Peter Turkson, und von der Gründerin der italienischen Gemeinschaft ‪„Nuovi Orizzonti“ (Neue Horizonte), Chiara Amirante, im Vatikan der Presse vorgestellt.

Die Botschaft wird ab 12 Uhr mittags in verschiedenen Sprachen auf der Webseite von ZENIT zur Verfügung stehen, darunter auch in deutscher Sprache.

Während der 40 Tage dauernden Fastenzeit, die in diesem Jahr am Aschermittwoch, dem 1. März, beginnt, bereiten die Getauften sich auf das Osterfest vor.

Die Gemeinschaft ‪„Nuovi Orizzonti“ bietet Jugendlichen in Schwierigkeiten einen christlichen Bildungsweg an und ermöglicht ihnen in 210 Zentren und fünf ‪sogenannten „Cittadelle Cielo“ (Himmelszitadellen) eine Wiederintegration in die Gemeinschaft.

Sie zählt etwa 30.000 Mitarbeiter und mehr als eine halbe Million „Cavalieri della Luce“ (Ritter des Lichtes), die verschiedene Evangelisierungsprojekte (auch auf den Straßen) betreuen.

Das Motto von ‪„Nuovi Orizzonti“ lautet „e Gioia sia!“ (und es werde Freude!). (pdm)

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Quelle

Nein zu einer Wirtschaft, die tötet, Ja zu einer Wirtschaft in Gemeinschaft

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Audienz „Economia Di Comunione“, 4. Februar 2017

Wirtschafts-Initiative der Fokolar-Bewegung beim Papst

1200 Vertreter der Fokolar-Bewegung waren heute in der Aula Paul XI. im Vatikan für eine Begegnung mit Papst Franziskus zusammen. Unter ihnen Unternehmer, Studierende und Lehrende von Wirtschaftsfakultäten aus 55 Ländern, die sich im Rahmen der Initiative „Wirtschaft in Gemeinschaft“ engagieren.

„Für Eure Initiative interessiere ich mich schon seit geraumer Zeit,“ bekannte Papst Franziskus zu Beginn seiner Ansprache, nachdem er zuvor eine kurze Einführung von Prof. Luigino Bruni, dem internationalen Koordinator der WiG und drei kurze Zeugnisse von Unternehmern gehört hatte. Er nahm den Namen der Initiative auf und rückte eine positive Wechselwirkung ins Licht: „Mit Eurem Leben gebt Ihr Zeugnis, dass Wirtschaft und Gemeinschaft noch schöner werden, wenn sie nebeneinander stehen. Dass die Wirtschaft schöner wird, ist klar, aber auch die Gemeinschaft wird schöner, wenn sie Gemeinschaft der Güter, der Talente und der Gewinne wird.“

Das Geld mit den Ärmsten teilen

Der Papst nahm Stellung zu einigen Grundprinzipien der Wirtschaft in Gemeinschaft, allen voran die Bereitschaft der Unternehmer, einen Teil ihres Gewinns zu teilen. Franziskus räumte ein, dass er vom Geld bisher oft als einem Götzen gesprochen habe, von dem es sich zu befreien gelte. Geld dürfe nicht zum Ziel werden, sonst riskiere es, den Platz Gottes im Herzen der Menschen einzunehmen. „Die beste Möglichkeit, zu verhindern, dass das Geld zu einem falschen Gott wird, ist, es mit anderen zu teilen, vor allem mit den Ärmsten. Das ist ein Akt höchster Spiritualität, Ihr sagt damit: Du bist nicht Gott, Du bist nicht Herr.“

Nicht Symptome bekämpfen, sondern das System verändern

Auch bei dieser Begegnung mit Unternehmern drückte er deutliche Kritik an Formen des Kapitalismus aus, die den Menschen zerstören, statt zum Gemeinwohl beizutragen.

„Der Kapitalismus produziert weiterhin all den Abfall, den er dann anschließend entsorgen will. Das katholische Oberhaupt beschrieb die Absurdität, wenn Fluggesellschaften als Ausgleich für die Umweltverschmutzung, die sie verursachen, einen Teil der Ticketkosten in die Anpflanzung von Bäumen investieren. „An dem Tag, an dem Rüstungsunternehmen Krankenhäuser bauen, um die Kinder zu versorgen, die von ihren Bomben verstümmelt wurden, hat das System seinen absurden Höhepunkt erreicht. Das ist Heuchelei!“

Er forderte die Unternehmer auf, nicht nur dafür zu arbeiten, dass die Opfer des Systems weniger werden, sondern ein System aufbauen, in dem es keine Opfer mehr gebe.

Qualität und Radikalität

Mit gut 800 Betrieben, die sich weltweit bisher der Initiative angeschlossen haben, sei das Projekt noch sehr klein, könne angesichts des großen Kapitals der Welt winzig erscheinen, stellt Franziskus fest. „Aber die Veränderungen, die vom Hl. Geist angestoßen sind, hängen nicht von großen Zahlen ab. Die kleine Herde, die Lampe, eine Münze, ein Schaf, eine Perle, das Salz, der Sauerteig – das sind die Bilder für das Reich Gottes, die uns das Evangelium zeigt. Es braucht nicht viel, um unser Leben zu verändern. Die Menge ist hier nicht ausschlaggebend, es kommt auf die Qualität an.“

Sauerteig und Salz, das sind die beiden Bilder, mit denen er die Unternehmer ermutigt, Einfluss zu nehmen auf ihre Umgebung. „Gemeinschaft ist nicht nur Teilen sondern auch Multiplikation. Die Wirtschaft in Gemeinschaft hat Zukunft, wenn Ihr sie allen weiterschenkt, und nicht, wenn sie nur unter euch bleibt. Gebt sie vor allem an die Armen und an die Jugend weiter! Um Leben in Fülle zu haben, muss man lernen, zu geben – nicht nur die Gewinne der Firmen, sondern gebt Euch selbst. Euer Geld, auch wenn es wichtig sein mag, ist zu wenig! Das Geld rettet nicht, wenn es nicht vom Geschenk des eigenen Lebens begleitet wird. Das ist die Logik des Evangeliums: Wenn man nicht alles gibt, gibt man nie genug.“

Zum Schluss nimmt er einen Vorwurf auf, mit dem er schon in seinem Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“ aufgerüttelt hatte: „Das Nein an eine Wirtschaft, die tötet, sollte ein Ja an eine Wirtschaft werden, die lebendig macht, weil sie teilt, die Armen einschließt und die Gewinne nutzt, um Gemeinschaft zu schaffen.“

Für die Anwesenden waren diese Worte Ermutigung und Ansporn. Benedikt Krüger hat gerade mit drei Kollegen ein eigenes Ingenieurbüro in Mannheim gegründet. Als evangelischer Christ war er besonders von der Natürlichkeit und formlosen Art des katholischen Oberhaupts beeindruckt. „Seine Kapitalismuskritik war deutlich: Es kann nicht sein, dass man erst macht und anschließend die Folgen beseitigt, sondern es geht darum, gleich für das Gemeinwohl zu wirtschaften.“

Thomas Hüttl, Immobilienverwalter aus Augsburg, hatte sogar die Gelegenheit, das Oberhaupt der katholischen Kirche persönlich zu grüßen. „Mich hat sehr gefreut, dass Franziskus uns wahrgenommen hat als eine Bewegung, die gegen die Kultur des Habens angeht. Als Unternehmer hat mich herausgefordert, dass es nicht reicht, die Gewinne zu teilen, sondern mich selbst zu geben.“

1991 hatte Fokolar-Gründerin Chiara Lubich während eines Besuches im brasilianischen Sao Paolo Unternehmer dazu eingeladen, Betriebe aufzubauen, deren Ziel nicht allein die Erwirtschaftung von Profit für die Eigentümer ist, sondern deren Gewinne auch dazu beitragen, Armut zu bekämpfen, Not zu lindern und Arbeitsplätze zu schaffen. Sie prägte den Begriff einer „Kultur des Gebens“. Der damals entstandenen Initiative „Wirtschaft in Gemeinschaft“ haben sich inzwischen weltweit mehr als 800 Betriebe angeschlossen.

Die Fokolar-Bewegung gehört zu den neuen geistlichen Aufbrüchen, die in den letzten 70 Jahren in den christlichen Kirchen entstanden sind. Ihre Ursprünge gehen auf das Jahr 1943 in Trient zurück. Mittlerweile ist sie in mehr als 180 Ländern der Welt vertreten. Weltweit zählt die Fokolar-Bewegung heute rund 140.000 Mitglieder, schätzungsweise 5 Millionen Menschen stehen mit ihr in Verbindung.

(Quelle: Pressemitteilung Fokolar-Bewegung)

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Quelle

„Räume schaffen, in denen Gott erfahrbar wird“

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Loretto Gemeinschaft / Courtesy: Andreas Walch, Salzburg (A)

Die Loretto Gemeinschaft — Marina Schlager im Interview

Die Loretto Gemeinschaft ist eine Bewegung in Österreich, die zu den neuen „Movimenti“ innerhalb der katholischen Kirche gehört. Über die Entstehung, Aktivitäten sowie die Positionierung in der katholischen Kirche und die Zukunft der Gemeinschaft spricht die Salzburger Germanistin und Geschichtsstudentin Marina Schlager. Sie ist seit vier Jahren in der Loretto Gemeinschaft und seit Oktober 2016 für die Öffentlichkeitsarbeit der Organisation zuständig.

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Frau Schlager, was ist die Loretto Gemeinschaft?

Marina Schlager: Die Loretto Gemeinschaft ist eine der vielen neuen Bewegungen (Stichwort „Movimenti“) innerhalb der katholischen Kirche. Unsere Gemeinschaft zählt im Moment etwas über 500 Mitglieder, die in einem Versprechen, in einem Engagement leben. Zu den diversesten Angeboten und Apostolaten unserer Gemeinschaft kommen Tausende, die meiste davon zu Pfingsten. Ein Großteil davon sind Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch viele Familien. Es gibt Verheiratete, Unverheiratete, Zölibatär Lebende und Priester in unserer Gemeinschaft. Die Loretto Gemeinschaft möchte Räume schaffen, in denen Gott erfahrbar wird. Diese Räume sollen aber nicht nur für die Gemeinschaftsmitglieder, sondern für alle Menschen bereit stehen. Daher hat Loretto verschiedene „Apostolate“ d.h. Angebote, in denen Gott erfahrbar sein kann: Gebetskreise, das große Pfingstfest der Jugend in Salzburg, diverse Ausbildungsmodule und vieles mehr. Eine unserer wichtigsten Intensionen ist es, für die Erneuerung der Kirche zu beten, zu wirken und zu leben.

Wie ist die Bewegung entstanden und „aufgewachsen“?

Marina Schlager: Nach einer Medjugorje Wallfahrt im Sommer 1987 trafen sich drei junge Erwachsene in einer kleinen Wiener Studentenwohnung, um gemeinsam den Rosenkranz zu beten. Regelmäßig kamen sie zum Gebet zusammen und fuhren Monat für Monat nach Medjugorje. Die kleine Gruppe wuchs stetig und wurde immer größer und lebendiger. In den letzten 29 Jahren ist aus diesem kleinen, häuslichen Gebetskreis eine große, sehr lebendige Gemeinschaft mit ganz vielen Gebetskreisen und unterschiedlichen Apostolaten geworden.

Woher kommt der Name „Loretto“?

Marina Schlager: Loreto ist ein bekannter Wallfahrtsort in Italien. Innerhalb der Kirche befindet sich ein kleines Haus, das sogenannte „Casa Santa“. Dieses Haus stimmt in seinen Proportionen mit der Grotte in der Basilika der Verkündigung in Nazareth überein. In diesem Haus, das nur verrußte Wände hat und sonst nicht weiter besonders aussieht, sehnen sich Menschen danach, Gott zu begegnen. So verstehen auch wir uns als Loretto Gemeinschaft: Wir wollen im Herzen der Kirche Räume schaffen, wo Menschen kommen, um Gott zu begegnen. Nach diesem Wallfahrtsort ist eben unsere Gemeinschaft benannt, durch die deutsche Schreibweise wurde aus Loreto, Loretto.

Wie kann man die Spiritualität der Loretto Gemeinschaft umschreiben?

Marina Schlager: Wir sind zunächst eine katholische Gemeinschaft im Herzen der Kirche, mit einer großen Liebe und Nähe zu Maria. Die Heilige Messe und damit verbunden das immerwährende, eucharistische Gebet (24/7) sowie der lebendige, charismatische Lobpreis spielen eine große Rolle bei uns. Gleichzeitig findet man bei uns eine große Liebe zu den „getrennten Schwestern und Brüdern“ und viele Freundschaften im ökumenischen Bereich.

Unsere Spiritualität lässt sich mit den Begriffen „Nazareth & Pfingsten“ ein wenig besser umschreiben. Nazareth steht für die Menschwerdung Gottes und das unscheinbare Leben mit dem Herrn im Alltag, in welchen jeder einzelne von uns gestellt ist: Beruf, Schule, Familie…

Pfingsten steht für dieses Zusammenkommen im Obergemach, diese gewaltige Ausgießung des Hl.Geistes, nach der wir uns auch in diesen Tagen so sehr sehnen.

Die Bewegung ist katholisch, versteht sich aber als ökumenisch?

Marina Schlager: Wir sind eine Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche und orientieren uns an der Lehre der Kirche. Seit der Geburtsstunde unserer Gemeinschaft haben wir eine besondere Liebe zu den „getrennten Schwestern und Brüdern“. „Wir können voneinander lernen, was es heißt gute Christen zu sein“. Dieses Zitat stammt von Papst Benedikt XVI. und dieses Zitat gilt uns als Schlüssel: in Demut voneinander zu lernen. Wir pflegen sehr lebendige Freundschaften zu anderen christlichen Gemeinschaften & Bewegungen, wie beispielsweise 24-7 Prayer, Alpha, IHOP oder „Jugend mit einer Mission“. Vieles entdecken wir in diesen Gemeinschaften, das uns bereichert und inspiriert. Außerdem wollen wir das Verbindende in den Mittelpunkt stellen, ohne dadurch unsere „Schätze“ zu leugnen.

Wie viele Mitglieder zählt die Gemeinschaft heute?

Marina Schlager: Im Moment sind es, zusammen mit den sogenannten Postulanten, etwas über 500 Personen. Die Gemeinschaftsmitglieder legen im Sommer ein Gemeinschaftsversprechen für immer ein Jahr ab, die Postulanten bereiten sich in einem Probejahr, dem sogenannten Postulat, auf dieses Versprechen vor, indem sie unsere Gemeinschaft näher kennenlernen können.

Welche sind die Schwerpunkte des Apostolates?

Marina Schlager: Unsere Gebetskreise, die es in vielen Regionen gibt, sind ein ganz wesentlicher Teil unserer vielen Apostolate. Generell wollen wir mit diesen Apostolaten Räume schaffen, in denen Gott erfahrbar wird. Aus diesen Gebetskreisen heraus, sind eine Unmenge an anderen Dingen gewachsen. 6 Festivals jedes Jahr, 4 Geistliche Zentren, eine große Missionsbasis mit dem Namen HOME, Angebote für Familien und Kinder, verschiedene Ausbildungsmodule und vieles mehr.

Jedes Jahr organisiert die Loretto Gemeinschaft mehrere Festivals, zu denen die zwei größten sog.  „Glaubensfeste“ – Pfingsten  und Christkönig – gehören. Können Sie etwas dazu erzählen?

Marina Schlager: Festivals sind vor allem für junge Menschen von großer Bedeutung. Das Fest der Jugend zu Pfingsten in Salzburg ist so ein Glaubensfestival. Heuer fand es bereits zum 17. Mal statt und tausende Jugendliche nahmen an diesem Fest teil. Pfingsten ist sozusagen der Geburtstag der Kirche. Vor mehr als 2000 Jahren wurden die Jünger ausgesandt und damit begann eine weltweite Mission und Evangelisation. So wie damals wirkt auch heute der Hl. Geist und das wollen wir zu Pfingsten feiern. Im Vertrauen darauf, dass auch heute junge Menschen vom Herrn berührt werden. Zu den Festivals kommen Jugendliche und junge Erwachsene, um ihre Freude und Begeisterung am Glauben gemeinsam zu feiern. Im Alltag sind die Jugendlichen mit ihrem Glauben häufig alleine. Bei diesen Festivals können sie auftanken: ihren Glauben stärken, in den Sakramenten, der Liturgie, im gemeinsamen Lobpreis, in der Anbetung und vor allem in der Beziehung zueinander: in der Gemeinschaft mit anderen jungen Gläubigen.

Das Christkönigsfest ist ein weiteres dieser vielen Angebote für Jugendliche. Es hat gerade am letzten Wochenende (11.-13.11.2016) im Stift Kremsmünster in Oberösterreich stattgefunden. Das Festival findet jährlich abwechselnd in Linz und Kremsmünster statt und wird von den oberösterreichischen Gebetskreisen organisiert. Auch mit diesem Festival soll gezeigt werden, dass Kirche jung und lebendig ist.

Am Pfingstfest 2016 in Salzburg nahmen mehr als 6.000 Jugendliche Teil. Mitte November findet im Stift Kremsmünster die Christkönig-Feier statt. Dies erfordert einen großen organisatorischen Aufwand …

Marina Schlager: Das stimmt. Da gibt es ausgezeichnete Teams, die diese Veranstaltungen schon lange im Voraus zu planen beginnen. In diesen Teams findet man viele ganz junge Leute und einen ganzen Schub an erfahrenen Älteren. Eine gute Mischung eben. Und es gibt Jahr für Jahr eine ganz große Bereitschaft zur Mitarbeit. Leute aus den eigenen Reihen genau so wie viele externe Helfer engagieren sich in den Aufbauarbeiten, Essensdiensten, Workshops, musikalischer Gestaltung, Ordnungsdiensten…

Wie verläuft die Zusammenarbeit mit der Ortskirche?

Marina Schlager: In Salzburg beispielsweise ist unser Geistliches Zentrum St. Blasius innerhalb der kleinen Stadtpfarre angesiedelt und so dürfen wir als Loretto Gemeinschaft direkt in der Erzdiözese verankert und fruchtbar wirken. Immer mehr unserer Aktivitäten münden in diverse Pfarren und kirchliche Projekte hinein. Alle unsere Aktivitäten im ganzen Land finden immer im Einvernehmen und im regelmäßigen Austausch mit den Verantwortlichen der Diözesen vor Ort statt.

2012 hat die ÖBK die Statuten der Loretto Gemeinschaft für fünf Jahre genehmigt. Was wird 2017 geschehen?

Marina Schlager: Sie hat sie für 5 Jahre „ad experimentum“ genehmigt. Das ist der Usus. Wenn die Bischofskonferenz danach der Ansicht ist, dass die Früchte gut und für die ganze Kirche erbauend sind, dann wird eine Gemeinschaft offiziell anerkannt. Das erhoffen wir.

Beschränkt sich die Tätigkeit der Loretto Gemeinschaft nur auf Österreich oder gibt es bereits Gebetskreise in anderen Ländern?

Marina Schlager: Wir durften in den letzten Jahren nicht nur neue Gebetskreise in Österreich gründen, sondern auch in Deutschland, Ungarn, Südtirol und der Schweiz wurden neue Loretto Gruppen ins Leben gerufen.

Nächstes Jahr feiert die Loretto Gemeinschaft ihr 30-jähriges Bestehen. Was wünschen Sie sich zu diesem Geburtstag?

Marina Schlager: Dass mehr und mehr Menschen in unserem Land Gott wieder kennenlernen und ihr Leben auf Ihn hin ausrichten. Wir träumen und beten für ein neues gewaltiges Pfingsten für die ganze Kirche und auch für uns hier in Österreich.

Eine ganz andere Frage. Der Konflikt in Syrien zerreißt seit fünf Jahren den gesamten Nahen Osten. Was können oder sollen wir hier in Europa tun, um die Christen aus dieser Region zu helfen?

Marina Schlager: Es erfüllt uns mit Trauer und Schmerz, dass unsere Geschwister in Syrien verfolgt werden und unter dem schon so lange dauernden Krieg zu leiden haben. Wir möchten unsere Geschwister vor allem im Gebet unterstützen. Wir denken, dass Gebet so wichtig ist und vor allem, dass Gebet auch verändern kann. Wir durften und dürfen immer wieder die Erfahrung machen, was Gebet alles bewirken kann. Daher haben wir uns Syrien schon seit einiger Zeit zu einem ganz wichtigen Gebetsanliegen gemacht, dass wir bei Veranstaltungen wie Pfingsten, aber auch bei unseren Gemeinschaftstreffen ganz besonders dafür beten und Fürbitte tun. Außerdem gibt’s jeden Donnerstag in unserer H.O.M.E Mission Base in Salzburg ein spezielles Syrien Gebet. Und darüber hinaus gibt es einige Familien aus unserer Gemeinschaft, die Flüchtlinge – vor allem Christen aus Syrien – bei sich zu Hause aufgenommen haben.

Frau Schlager, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute.

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Mehr Info zur Loretto Gemeinschaft finden Sie hier.

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Quelle

Ökumene: Gruß von Augsburg nach Lund

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Die Kathedrale von Lund, wo der Papst und die Lutheraner zum Gebet einladen – RV

Mit einer Botschaft an die Festgemeinschaft, die mit Papst Franziskus und Munib Younan vom Lutherischen Weltbund in wenigen Tagen im schwedischen Lund zum Gedenken an 500 Jahre Reformation zusammenkommt, erklärten heute 25 Bischöfe verschiedener Kirchen von Augsburg aus ihre Solidarität und ihre Freude über die weiteren Schritte hin zu einer größeren Gemeinschaft und Einheit unter den Christen. Die Vertreter aus 14 der katholischen, evangelischen, anglikanischen und orthodoxen Kirchen sind aus vier Kontinenten bis Freitag auf Einladung der Fokolar-Bewegung im Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring zusammen und haben heute in der evangelischen St. Anna-Kirche an die historisch wichtige „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ erinnert, die 1999 am gleichen Ort von Vertretern der Katholischen Kirche und des Lutherischen Weltbundes unterzeichnet worden war.

Seit 1977 treffen sich auf Anregung des verstorbenen Aachener Bischofs Klaus Hemmerle Bischöfe, die der Fokolar-Bewegung nahe stehen. Ziel dieser Tagungen ist der geistliche Austausch und die brüderliche Begegnung unter Bischöfen. Geistliche Impulse kommen dabei aus der Spiritualität der Fokolar-Bewegung. Wichtiges Anliegen ist den Bischöfen, die „Spiritualität der Gemeinschaft“, die Papst Johannes Paul II. mehrfach als Basis für das Leben des Volkes Gottes in den Mittelpunkt gestellt hatte, fruchtbar werden zu lassen und einander im Austausch über die persönlichen Erfahrungen zu ermutigen.

(pm 27.10.2016 ah)

BUNDESKANZLER ADENAUER — EIN GROSSER BETER UND FATIMAFREUND

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Prälat Colgan überreicht am 30. Mai 1954 den 1. Internationalen Friedenspreis der Blauen Armee an Konrad Adenauer (r. Pfarrer Fuhs) KNA

Vor 60 Jahren kehrten die letzten deutschen Kriegsgefangenen und Zivilpersonen aus Russland heim. Das ist das herausragende humane Ergebnis äußerst schwieriger Verhandlungen des Bundeskanzlers vom 9. bis 13. September 1955 in Moskau. Mit dieser Niederschrift wird im Jahr des Gedenkens 2015 der Versuch unternommen, vorrangig den Aspekt seiner christlichen Grundhaltung und Marienfrömmigkeit darzustellen. „Spirituelle Mitstreiter“ unterstützten ihn im Wissen um seinen sehnlichsten Wunsch, diese wichtige Mission erfolgreich zu erfüllen.

Die sowjetische Führung hatte die Bundesregierung am 7. Juni 1955 zu Verhandlungen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen eingeladen. In ihrer Zusage vom 12. August vertrat die Bundesregierung die Auffassung, dass auch die Frage der staatlichen Einheit Deutschlands und die Freilassung „derjenigen Deutschen, die sich gegenwärtig noch im Gebiet oder Einflussbereich der Sowjetunion in Gewahrsam befinden oder sonst an der Ausreise verhindert sind. Eine alsbaldige Regelung dieser Frage wird vom ganzen deutschen Volk sehnlichst erwartet und als ein unerlässliches Element der Normalisierung seiner Beziehungen zur Sowjetunion betrachtet.“ Lagen doch der Delegation 130 000 Briefe von Deutschen für dieses brennende Anliegen vor, die im Laufe der vergangenen zwei Jahren eintrafen.

Vor Beginn der Reise war sich der Bundeskanzler völlig darüber im Klaren, dass die Verhandlungen durch große psychische Belastungen erschwert sind. Erst vor zehn Jahren war der vom Naziregime begonnene und vor allem gegen Russland grausam geführte zweite Weltkrieg beendet worden. Hinzu kommt die Tatsache, dass Ministerpräsident Bulganin bei der Eröffnungssitzung am 9. September als auch schon bei der Konferenz der „Großen Vier“ (mit den Präsidenten Eisenhower/USA, Faure/Frankreich und Eden/Großbritannien) im Juli 1955 in Genf die Frage der Kriegsgefangenen ausgeklammert hatte. In jeder Gesprächsphase war dem Kanzler bewusst, für die Heimkehr vieler tausender Menschen kämpfen zu müssen. Denn vom Ausgang seiner Verhandlungen hing ihr weiteres Schicksal ab und die verständlicherweise hochgesteckte emotionale Erwartung des deutschen Volkes.

Die gute Atmosphäre und gelockerte Stimmung der ersten zwei Tage dienten zum Kennenlernen, waren geprägt vom Besuch von Sehenswürdigkeiten und kulturellen Veranstaltungen. Man war nicht ohne Hoffnung auf einen konstruktiven Verlauf der weiteren Gespräche.

Am Sonntag, 11. September, waren keine offiziellen Termine. Für den Kanzler begann er mit einer HI. Messe in der kleinen polnischen St. Ludwigskirche in der Nähe seines Hotels. Hier zeigte sich seine bekennende Religiosität auch als Kanzler. Für ihn war es ja bekanntlich selbstverständlich, regelmäßig den Sonntagsgottesdienst zu besuchen, wenn es die politischen Umstände zuließen. Beeindruckend ist die Aussage des mitgereisten evangelischen Journalisten Max Schulze-Vorberg: „Der Pfarrer hatte für den Bundeskanzler eine Art Bischofsstuhl bereit gestellt. Trotz seiner achtzig Jahre hat er den Sessel praktisch nicht benutzt. Während der Messe war er fast immer gekniet. Ich bin nicht katholisch — vielleicht ist mir das deshalb besonders aufgefallen.“

Zu dieser Grundhaltung passt auch eine andere von jemandem mündlich geäußerte Beobachtung, er habe in der Nacht vor den entscheidenden Gesprächen vor einer Statue der Fatima-Madonna gebetet, die sich in der französischen Botschaft befand. Die bevorstehenden riskanten Verhandlungen mit ungewissem Ausgang lasteten schwer auf ihm (ein Zusammenhang mit der Statue könnte vermutlich seine Freundschaft mit Kardinal Frings oder die Mitgliedschaft zur „Blauen Armee Mariens“ sein; siehe spätere Textfolge).

Am dritten Tag jedoch erlebte die deutsche Delegation eine herbe Enttäuschung. Verhärtet hatte sich die Lage als Nikolai Bulganin — massiv unterstützt von Nikita Chruschtschow — wiederholt die Hauptfrage nach der Herstellung diplomatischer Beziehungen stellte. In dieser angespannten Situation bat der Bundeskanzler Prof. Carlo Schmid als Nichtmitglied der Regierung, in dessen Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und auch seitens der Opposition, das Ansinnen der Sowjets als nicht möglich zu erklären. Die sowjetische Seite blieb hartnäckig in Ihrer Forderung. Wenn es zu keiner Einigung in diesem Punkt käme „müsse man eben Abschied voneinander nehmen.“

Für den Bundeskanzler gab es nun — am Ende heftiger Diskussionen — nur noch den einzigen Ausweg, unverzüglich abzureisen. Er veranlasste, die Flugzeuge aus Hamburg für den nächsten Tag bereit zu stellen (das war ein Tag früher als geplant). Offensichtlich hatte die sowjetische Delegation von dieser internen Anweisung erfahren. Bulganin änderte seine Taktik, weil er sich keinen Misserfolg leisten konnte. Überraschend bat er Adenauer um eine Note, in der die Zustimmung zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen enthalten sein müsste. Unter dieser Voraussetzung seien alle Inhaftierten frei! Darauf gebe er sein Ehrenwort! Entgegen seiner engsten Berater war Adenauer überzeugt, dass er sich auf das Ehrenwort von Bulganin verlassen konnte.

Das war die Wende — geschehen am 12. September, dem Festtag Mariä Namen! Doch am vierten und letzten Verhandlungstag gab es erneut heftige Auseinandersetzungen über das Verhandlungsergebnis des Vortages. Die Vereinbarungen wurden von den Sowjets infrage gestellt. Erst als Adenauer eine schriftliche Erklärung zusagte, war man sich endgültig einig. Das war am 13. September (5. Erscheinungstag der Gottesmutter 1917 in Fatima). Am nächsten Tag, am Tag der Abreise, übergab dann Adenauer den so wichtigen Brief über die Bereitschaft zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen unter dem Vorbehalt noch anstehender demokratischer Bedingungen.

Bulganin wiederholte sein Ehrenwort! Er hat es gehalten! Annähernd 10 000 Kriegsgefangene und über 20 000 Zivilpersonen waren frei! Am 7. Oktober (Festtag Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz) trafen die ersten 600 Kriegsgefangenen im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen ein. Es waren erschütternde Szenen.

Gebetswache für erfolgreiche Verhandlungen

Etwa 2000 km südwestlich von Moskau war eine Männergruppe während der deutsch-russischen Gespräche im Schweizerischen Sachseln/Flüeli bei Luzern versammelt. In der Ranftkapelle, der Einsiedelei des heiligen Bruder Klaus, beteten sie ununterbrochen Tag und Nacht vor ausgesetztem Allerheiligsten in geistiger Verbundenheit mit dem Friedensstifter um das Gelingen der Gespräche in Moskau, um den Frieden in der Welt, um die Aussöhnung der Völker und um die Bekehrung Russlands.

Sie reisten mit 30 Männern zur Bruder-Klaus-Kapelle. Nach einem Bericht des Wallfahrtspriesters in Sachseln habe Adenauer vor seinem schweren Gang nach Moskau inkognito eine ganze Nacht lang am Grab des hl. Bruder Klaus gebetet, um sich Kraft für seine Gespräche zu holen. Auch sein Fahrer habe die Fahrt von Mürren nach Sachseln bestätigt.

Der erfolgreiche Ausgang der Moskauer Verhandlungen motivierte die Männer, mit der sogenannten „Gebetswache“ weiter zu machen. Sie fand ihre Fortsetzung unter dem Leitwort „Aktion Oremus“ auf dem Lindenberg bei St. Peter/Schwarzwald. Noch heute beten ca. 1000 Männer (!) gruppenweise vom 1. Samstag im Januar bis zum Samstag vor dem 1. Adventssonntag um Versöhnung und Frieden in der Welt und für die Stärkung ihres Glaubens. Ein weiteres Anliegen ist die Erneuerung der Anbetung in den Gemeinden.

Adenauer und die Friedensbotschaft von Fatima

Nach der unverhofften Genesung von einer schweren Krankheit und dem Lesen einer Kleinschrift über die Marienerscheinungen 1917 in Fatima versprach Pfarrer Harold Colgan in Plainfield, New Jersey (USA) der Gottesmutter, den Rest seines Lebens besonders der Ausbreitung ihrer Botschaft zu widmen. 1947 gründete er eine Gebetsgemeinschaft in seiner Pfarrei. Als äußeres Zeichen des Vers…wieens der Gläubigen trugen sie ein blaues Band. Deshalb nannte er sie „Blue Army“. Sie sollte im Gegensatz zur russischen „Roten Armee“ eine Armee Mariens sein. Unter Mitarbeit des bekannten amerikaniscFlüeJournalisten und Schriftstellers John Haffert wuchs die Gfürinschaft außergewöhnlich schMürren,in großer Tag seines Lebens im Mai 1950 war die Privataudienz bei Papst PiuArchiv. Im gleichenJahr bereits, bei der ersten Pilgerfahrt nach Fatima, konnte eine Liste von einer Million Betern hinterlegt werden. Im Laufe der nächsten Jahre wuchs die Zahl der Fatimafreunde zu einer weltweiten marianischen Gemeinschaft auf über 20 Millionen, verbreitet in 120 Ländern.

1951 kam die neue Bewegung nach Europa. Zuerst nach Deutschland in die nur tausend Seelen kleine Hunsrückpfarrei Beltheim. Dort wirkte Pfarrer Andreas Fuhs, Mitglied der Päpstlichen Marianischen Akademie. Unermüdlich und erfolgreich arbeitete er, zusammen mit den Johannes-Missionaren in Leutesdorf bei Neuwied, für die Verbreitung der Fatimabotschaft. 1954 waren es bereits über 80 000 Mitglieder.

Unter ihnen war auch Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer. Offensichtlich hat ihn Kardinal Frings, ein Freund der Familie, zu diesem Schritt bewogen. Dem Kardinal war bekannt, dass schon in vielen Ländern die Fatimastatue durch Diözesen und Pfarreien getragen wurde, um den besonderen Schutz der Gottesmutter zu erflehen. Diese Idee begeisterte und beeinflusste ihn, die „Peregrinatio Mariae“ wie er sie nannte, auch in der Erzdiözese Köln durchzuführen; sie dauerte sieben Monate.

Ein erster personaler Höhepunkt in der relativ kurzen Entwicklungszeit der Bewegung in Deutschland war am 30. Mai 1954 die Verleihung des „1. Internationalen Friedenspreises der Blauen Armee Mariens“ an Adenauer im Palais Schaumburg, dem Sitz des Bundeskanzlers. In seiner Laudatio würdigte ihr amerikanischer Gründer und Leiter Prälat Harold Colgan seine Verdienste gegen den gottlosen Kommunismus und für den Weltfrieden.

In seiner Dankrede betonte der Bundeskanzler. „Wenn Sie sagen, dass wir mit geistigen Waffen gegen den Kommunismus kämpfen müssen und dass wir nur so einen dauernden Frieden erreichen können, haben Sie vollkommen recht. Ohne die Hilfe des Gebets, ohne die Hilfe von oben können wir das Böse nicht besiegen. Wenn wir alle zusammenhalten im Vertrauen auf Gott, dann können wir dieses Ziel erreichen.“

Prälat Colgan wurde von Pfarrer Fuhs in seiner Funktion als erster Geistlicher Leiter in Deutschland begleitet. Nachdem Pfarrer Fuhs und seine Mitarbeiter in unermüdlicher Arbeit blühende Gruppen organisierten, setzte der dafür gegründete Nationale Arbeitskreis im April 1968 die Namensänderung von „Blauer Armee Mariens“ in „Fatima-Weltapostolat U.L.F. in Deutschland e.V.“ um. Das erste Exemplar seines Buches „FATIMA und der Friede“ widmete er dem Bundeskanzler.

Diese eindrucksvollen Ereignisse zeigen, was gläubige Menschen mit Mut, Entschlossenheit und Gottvertrauen erreichen können. So wie damals sind auch heute Protagonisten gerufen, sich den Aufgaben und Problemen in Politik, Familie und Gesellschaft zu stellen. Gleiches gilt auch für jeden Christen, nach seinen Fähigkeiten und Charismen Zeugnis zu geben und sich für das Leben und die Würde des Menschen einzusetzen.

Günther Weth

Literatur

  • Konrad Adenauer, Erinnerungen, 1953-1955, Band 2;
  • Andreas J. Fuhs, Fatima und der Friede (1983, 3. Auflage);
  • D. u. W. Koch, Konrad Adenauer – der Katholik und sein Europa (2013); Festschrift: 40 Jahre Gebetswache der Männer auf dem Lindenberg bei St. Peter/Schwarzwald (1995);
  • Archiv Fatima-Weltapostolat U. L. F. in Deutschland, Petersberg/Fulda
  • Bote von Fatima, Regensburg.

Mitarbeit

  • Michael Behringer, Seelsorgeamt, Erzdiözese Freiburg;
  • Karl Tritschler, St. Peter/Schwarzwald;
  • Dr. Wolfgang Koch, Remagen;
  • Marita Kohl, Bistumsarchiv, Trier;
  • Melanie Binz, Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Bad Honnef-Rhöndorf;
  • Renate Sust, Petersberg/Fulda;
  • Pfarrbüro Beltheim;
  • Dr. Adolfine Treiber, Regensburg; KNA, Bonn.

Der Autor ist Laienleiter des Fatimaweltapostolates in der Diözese Würzburg – www.fwa-wuerzburg.de

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Quelle: KIRCHE IN NOT