Cordula Peregrina (Cordula Schmid/Wöhler): WAS DAS EWIGE LICHT ERZÄHLT

Burg Freundsberg, Tirol, im Sommer 

Vorwort zur fünften Auflage

So wandert denn zum fünften Male
Dies Buch hinaus in alle Welt,
Und bei des „Ew’gen Lichtes“ Strahle
Sich manches Aug‘ voll Lieb‘ erhellt.
Nicht ist’s der Werth der schlichten Lieder,
Was Allen warm zu Herzen spricht,
Nein, nur daß mild in ihnen wieder
Ein Strahl des ew’gen Licht’s sich bricht!

O dieses Licht! es ist uns Christen
Das Liebste ja auf weiter Welt,
Und lieber wohl wir Alles mißten,
Als jenen Ort, den es erhellt,
Als jenen Raum, wo in der Hülle
Des Brot’s der Herr verborgen weilt,
Und aller Gnaden Pfand und Fülle
Dem, der da bittet, wird ertheilt!

Von solchen sel’gen Himmelsstunden
Sang ich Euch vor in schlichtem Ton;
Ihr Alle aber habt empfunden
Das Gleiche, — ach! und tiefer schon!
So sind es seel’verwandte Klänge,
Die hier dies Büchlein in sich faßt,
Das d’rum des frommen Volkes Menge
So gern begrüßt als lieben Gast!

Ich aber leg’s voll Demuth nieder
Zu Füßen Ihm, bei Dem ich’s sang,
Trag’s zu dem trauten Kirchlein wieder,
An dessen Schrein es einst erklang.
Ich weih‘ es Dem, an dessen Throne
Ich jahrelang gekniet voll Lust,
Nur Ihm zu Lieb‘, zu Lob und Lohne
Drang dort das Lied aus sel’ger Brust!

Ich blick‘ zurück auf diese Jahre
Als meines Lebens schönste Zeit,
Denn dort empfand ich am Altare
Des Himmels ganze Seligkeit!
Ein Tabor war’s! und Hütten bauen
Wollt‘ dort ich mir bis in den Tod,
Um täglich neu mich satt zu schauen
An Deinem Licht, verborg’ner Gott!

„Herr, hier ist’s gut! hier bleib‘ ich immer!“
Sprach ich zu Dir mit Petri Wort,
„Nun mich gelabt Dein Liebesschimmer,
Treibt keine Macht von Dir mich fort!“
Das sagt‘ ich Dir an jedem Morgen,
Und Abends war’s der letzte Gruß, –
Ein Leben, ach! so süß geborgen,
Daß mich’s noch heut‘ beglücken muß!

Doch – wie’s dem Jünger einst geschehen,
So gieng’s auch mir, – Du nahmst mich fort; –
Zeitlebens auf dem Tabor stehen,
War nicht für mich der rechte Ort!
Ein Plätzchen tief in Thalesstille,
In treuem Thun und regem Fleiß –
Statt Taborhöh‘ – wies mir Dein Wille
Mit neuer Pflicht in neuem Kreis!

Ich gieng! – Du weißt, mit wie viel Thränen,
In welch‘ verzehrend heißem Schmerz!
Doch blieb  bei Dir in stetem Sehnen –
Schied auch der Leib – das ganze Herz!
Kaum schien mir schön die Stadt, die neue,
Wo Deinen Berg ich nicht mehr fand,
Fest hing mein Herz in heil’ger Treue
Am alten Ort, am alten Band!

Fünf lange Jahre so entschwanden
Voll steten Weh’s nach Deiner Näh‘,
Bis endlich wir uns wieder fanden,
Bis doch von fern ich jetzt ihn seh‘,
Den Tabor im Verklärungsschimmer,
Wo ich vor Dir so froh gekniet, –
Beim bloßen Blick auf ihn noch immer
Das reinste Glück mein Herz durchzieht!

Ich blick‘ hinauf an jedem Tage,
Schick‘ meines Herzens Grüße Dir,
Und wahr ist’s, was ich warm Dir sage:
„So lieb wie einst bist noch Du mir!
Schlägt nach den dreizehn Trennungsjahren
Mein Herz doch heut‘ so heiß für Dich
Wie dort, da wir beisammen waren,
Da, Herr, Dein Dach auch schirmte mich!

Nicht war ich werth so hoher Gnade,
D’rum durft‘ sie nicht von Dauer sein,
Doch bleiben meines Lebens Pfade
Stets hell von dem entschwund’nen Schein.
Das alte Glück regt stets sich wieder,
So oft ich knie an Deinem Thron,
Der Segen thaut auf’s Neu‘ mir nieder
Bei jeder heil’gen Kommunion!

Marienruh‘ mit Marthasorgen
Hab‘ zwar nach Außen ich vertauscht,
Und doch, mein Gott, in Dir geborgen
Ruht noch dies Herz, das still Dir lauscht;
Und einsam sein, die Welt vermeiden,
Das ist mein Wunsch, mein Glück allein,
Auch heut noch blüh’n die reinsten Freuden
Mir nur aus des Altares Schrein!

Blick‘ denn von Deinem Thron da droben
Auf Freundsberg’s Höh‘ – voll Huld herab,
Herr, auf das Herz, das manche Proben
Bestand, und kaum mehr fern dem Grab;
Die längste Zeit des Pilgerlebens
Ist jetzt vorbei, – bald heißt’s: „Vollbracht!“
Laß hoffen mich, – und nicht vergebens! –
Daß dann Dein Licht mir ewig lacht!

Das ew’ge Licht! – O mög’s beim Sterben
Mir leuchten schon mit hellem Schein!
Was ich besang, laß, Herr, mich erben,
Laß ewig einst mich bei Dir sein!
Wenn ich vollbracht die Marthasorgen,
Gib wieder mir Marienruh‘,
Sei dann am ew’gen Ostermorgen
Mein Lohn, mein Licht, mein Leben – Du!

So lang‘ ich aber noch muß wallen
Als Pilgerin auf dieser Welt,
Leucht‘ mir Dein Licht, – ja, mir und Allen,
Die Du, o Herr, mir nah‘ gestellt;
Blick‘ segnend Du vom Freundsberg nieder
Auf all‘ die Seelen nah‘ und fern,
Die fernen, ach! die bringe wieder
Zum ewig wahren Königsstern!

Ja, wie Du mich aus fernen Landen
So wunderbar beriefst zu Dir,
Bis frei ich von des Irrthums Banden
Dich fand im Sakramente hier, –
So ruf‘ auch sie, die theuren Meinen,
Die, ach! noch nie Dein Licht erkannt,
Laß sie der Kirche bald sich einen,
Laß finden sie, was ich, Herr, fand!

Und nicht nur sie, — auch all‘ die Andern,
Die noch nicht rief der Gnade Stern,
Laß, guter Hirt, nicht länger wandern
Verirrt und Deiner Hürde fern!
Trag‘ sie, – wie einst Du mich getragen! –
Auf grüne Au‘, zu frischer Fluth,
Bis Alle dann frohlockend sagen:
„Herr, unser Hirt, wie bist Du gut!“

Und in Tirol, dem glaubenstreuen,
Ganz Dir, o Herr, geweihten Land,
Woll’st Alles Du mit Macht zerstreuen,
Was nicht vor Deinem Blick‘ hält Stand.
Schaff‘ Alles fort, was Deiner Lehre
Und Deinem Licht entgegen ist
Zeig’s, daß Herr, Du, der mächtig Hehre,
Der Bundesherr des Landes bist!

Treu bis zum Tod wir Dich umfassen,
Und opfern lieber Gut und Blut,
Als daß vom Glauben je wir lassen,
Der unser’s Lebens größtes Gut!
Wir bleiben Deines Herzens Eigen,
Wie’s uns’re Väter schon gelobt,
Und wollen Deiner werth uns zeigen
Durch Lieb‘, die sich im Leid erprobt!

So lange uns’re Berge stehen,
Soll frisch auch unser Glaube blüh’n,
Soll tief im Thal, hoch auf den Höhen
Das Licht vor’m Sakramente glüh’n,
Das ew’ge Licht, das unser Leben
Wie unser Land zum Himmel macht,
Bis – dort von seinem Glanz umgeben –
Wir statt uns schau’n an Deiner Pracht!

 

Schwaz, am Fest der Apostelfürsten, 29. Juni 1889.

Cordula Peregrina. (C. Wöhler.)

Zu Besuch bei Pfarrer Wagner: „Freilich gibt es Leute, die mich beschimpften“

Gerhard Maria Wagner

WINDISCHGARSTEN. Yoga sei „im Grunde satanisch“, ließ der erzkonservative Pfarrer von Windischgarsten, Gerhard Maria Wagner, kürzlich aufhorchen. OÖN-Redakteur Erik Famler hat die Sonntagsmesse besucht und mit dem 63-Jährigen über seine Aversion gesprochen.

Im aktuellen Pfarrblatt zog der Gottesmann gegen die fernöstliche Lehre zu Felde – mehr dazu hier. Bei der heutigen Sonntagsmesse verlor der Pfarrer aber kein Wort über seine Yoga-Abneigung. Hinweise auf den Teufel, auf Dämonen und das Böse gab es während seines Gottesdienstes Messe aber zuhauf.

In der gut gefüllten Kirche predigt der Pfarrer noch wie in alten Zeiten von der Kanzel. Am ersten Fastensonntag verlas er pflichtschuldig den Hirtenbrief des Bischofs. Mit Klingelbeuteln bei der Kollekte, sechs ministrierenden Buben und keinen Mädchen sowie dem Verabreichen der Mundkommunion stemmt sich Wagner weiterhin entschlossen gegen moderne Entwicklungen in der katholischen Kirche.

„Ich halte das für gefährlich“

In der Sakristei erklärte der 63-Jährige den OÖNachrichten seine Averision gegen Yoga. „Es gibt Entwicklungen, die halte ich für gefährlich“, eröffnet er das Gespräch. Einen konkreten Anlassfall in seiner Pfarrgemeinde habe es nicht gegeben. „Es stimmt aber, dass bei uns im Tal ein Yoga-Angebot da ist.“

Wer mit Yoga vertraut gemacht werde, gehe laut Wagner auf Distanz zur Kirche. „Yoga steht für Selbsterlösung. Es tauchen Dinge auf, die mich nachdenklich machen.“ Leute aus Indien hätten vor 100 Jahren Yoga nach Europa gebracht. „Das sind nicht nur Turnübungen. Damit wird auch ein Gedankengut verfolgt. Es kommen Leute zu mir, die mir sagen, sie hätten ihre Mitte verloren.“

Auch positive Reaktionen

Auf seine Kritik habe er viele positive Reaktionen bekommen. „Freilich gab es auch Leute, die mich beschimpften. Natürlich nur anonym.“

Dass sich ein Sprecher der Diözese von Wagners Aussagen distanzierte, kann der Pfarrer von Windischgarsten nicht verstehen: „Das stört mich schon. Dann sollen sie auch sagen, was der offizielle Weg der Kirche ist.“

Die Yoga-Kurse im katholischen Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels hält Wagner für Geschäftemacherei: „Ich verstehe schon, die müssen ihr Haus erhalten.“ Dabei öffne jede Yoga-Figur den Weg zu einem Hindu-Gott.

Für böse Geister geöffnet

Im Pfarrblatt wird Wagner noch deutlicher. Verschiedene Yogapositionen seien verschiedenen Götzen gewidmet.  Durch die Ausübung von Yoga öffne sich der Einzelne für das Wirken böser Geister. Yoga würde okkulte Energien in Bewegung bringen, damit das eigene Ich verloren gehe.

Gerhard Maria Wagner verdammt nicht nur die fernöstliche Körperlehre, sondern zieht im neuen Pfarrblatt auch über die Feuerbestattung her. Er lehne diese theologisch massiv ab. Dass sich Christen auch verbrennen lassen, liege an ihrer theologischen Unkenntnis. Denn Christus sei nicht als Geist auferstanden, sondern mit seinem Körper. Die Auferstehung sei nicht nur ein Fortleben der Seele, sondern eine leibliche Auferweckung.

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Quelle   (Auf Hinweis von @Pierre)

Jugend für das Leben: Marsch für behinderte Ungeborene — Pro-Life-Tour 2017

„Nicht nur besten und abenteuerlichsten, sondern auch sinnvollsten Wochen deines Sommers“ – das verspricht die Organisation Jugend für das Leben den Teilnehmern des Marsches.

Jugend für das Leben zieht von 5. bis 20. August
für Schutz ungeborener behinderter Kinder durch Österreich.

„Ein Österreich, in dem Kinder geschützt sind, Frauen unterstützt werden und Abtreibung sich erübrigt hat“ ist das Anliegen der katholischen Lebensschutzorganisation „Jugend für das Leben“. Der Verein lädt deshalb von 5. bis 20. August zur „Pro Life Tour 2017“: Zwei Wochen lang ziehen hunderte Jugendliche zu Fuß von Graz nach Wien, um auf den fehlenden gesetzlichen Schutz von ungeborenen Kindern aufmerksam zu machen.

„Pro Life Tour“ für Kinder mit Behinderung
Dieses Jahr stehen behinderte Kinder besonders im Fokus der „Pro Life Tour“: „Viele Familien leiden unter extrem großen gesellschaftlichen oder finanziellen Druck, dass ein Ja zu ihrem behinderten Kind nicht möglich scheint“, so die Website der Jugend für das Leben. Mit dem Marsch will die Organisation ein Zeichen „für die Würde des menschlichen Lebens in all seinen Phasen“ und „gegen die massive Diskriminierung von Menschen mit Behinderung“ setzen.

Die Vornahme einer Abtreibung ist in Österreich zwar grundsätzlich rechtswidrig, aber innerhalb der ersten drei Monate nicht strafbar. Behinderte Kinder dürfen bis wenige Stunden vor dem Einsetzen der Geburtswehen abgetrieben werden. „Neue Untersuchungsmethoden, oftmals fehlende Beratung für Eltern und der Erwartungsdruck der Gesellschaft“ würden laut der Jugend für das Leben dazu führen, dass in Österreich die meisten Kinder mit Behinderung abgetrieben werden. Mehr als neun von zehn Kindern mit Down-Syndrom – 94 Prozent – kommen deshalb nicht auf die Welt.

In den „nicht nur besten und abenteuerlichsten, sondern auch sinnvollsten Wochen deines Sommers“ – das verspricht die Jugend für das Leben im Internet – marschieren die Teilnehmer in Tagesetappen zwischen zwölf und mehr als 34 Kilometer durch Österreich. Ein freiwilliger Unkostenbeitrag von 100 Euro wird erbeten. Anmeldungen zur Pro Life Tour sind über die Homepage der Jugend für das Leben und per E-Mail möglich.

Österreichische Bischöfe begrüßen Pro Life Tour
Vier österreichische Bischöfe haben Grußworte und Empfehlungen an die „Pro Life Tour 2017“ gerichtet: „Gerne“ empfiehlt Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn den Marsch. Die Jugend für das Leben richte „seit Jahren Sommeraktionen, die besonders junge Menschen auf das Evangelium vom Leben hinweisen“ aus.

Wilhelm Krautwaschl, Bischof von Graz-Seckau, hält „im Wissen, dass nie genug getan werden kann, um ein Ja zum Leben zu unterstützen“, fest, es sei „positiv zu werten, dass junge Menschen sich auf den Weg machen, um ihr Anliegen, sich für das Leben einzusetzen, bewusst zu machen“.

Ein dreifaches „Danke“ spricht der Wiener Weihbischof Franz Scharl der Jugend für das Leben aus: „Für diesen Einsatz für das menschliche Leben, gerade auch hinsichtlich des Anfangs, gebührt euch Applaus, aufrichtiger Dank sowie ein klares Vergelt’s Gott.“

Jugendbischof Stephan Turnovszky schließlich bittet um „besondere Achtsamkeit für die Mütter“. „Sie sind meist durch unglückliche Lebensumstände unter Druck und werden zur Entscheidung gegen ihr Kind gedrängt“, so der Weihbischof aus Wien. Turnovszky begrüßt, dass es „zunehmend Forderungen für eine Verbesserung der gesetzlichen Lage“ gibt, wie die Einführung einer Bedenkzeit vor einer Abtreibung, „mit der oft übereilten Kurzschlussentscheidungen vorgebeugt werden kann“. „Zugleich darf die Kirche nicht müde werden, Eltern, die sich gegen ihr Kind entschieden haben, in großer Behutsamkeit die Möglichkeit der Vergebung anzubieten, die eine enorme Hilfe zur Bewältigung dieser biographischen Last ist“, betont er.

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Österreich: Bischöfe vertrauen Land und Volk der Gottesmutter an

Festmesse Mariazell, 13. Juni 2017 / Courtesy: Paul Wuthe, Kathpress

Festgottesdienst im Rahmen der
Vollversammlung der ÖBK im steirischen Mariazell

Bei einem Festgottesdienst im Gedenken an die Marienerscheinungen vor hundert Jahren in Fatima haben die Bischöfe Österreich und seine Bewohner erneut der Gottesmutter Maria anvertraut. Der Festgottesdienst fand im Rahmen der aktuellen Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz in Mariazell statt. Mit den österreichischen Bischöfen konzelebrierten die emeritierten Bischöfe Christian Werner und Ludwig Schwarz, weiters Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen, Abt Benedikt Plank (St. Lambrecht) und Superior P. Michael Staberl (Mariazell). Wie an jedem Monatsdreizehnten fand die Messe auch im Gedenken an Kardinal Franz König statt, der am 13.3.2004 verstorben ist.

Vorsteher und Festprediger des Gottesdienstes war der Salzburger Erzbischof, Franz Lackner, der Maria in den Mittelpunkt seiner Predigt stellte. Er verwies auf den Vorbildcharakter Mariens für den Glauben in der heutigen Welt. In einer „zweifelhaften Umgebung“, in der auch „wir heute leben“, fordere Maria mit ihrem Vorbild immer wieder zum Vertrauen und Hören auf Gott auf. Die Welt blute aus vielen Wunden: „Viele Christen und Andersgläubige leiden unter schrecklicher Verfolgung, die Schöpfung seufzt unter der Last der Menschen, das ungeborene Leben vermisst schmerzlich den uneingeschränkten Schutz und der Glaubensschwund in unseren Kirchen stellt uns vor die Frage: Wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, noch Glauben auf der Erde finden?“

In einer „glaubensschwachen Zeit“ sei Maria wie eine Lichtgestalt unseres Glaubens, „die uns den Weg zu weisen vermag“. Mit ihrem klaren Bekenntnis „es geschehe, wie du gesagt hast“ weise sie den Weg hin zur „Durchlässigkeit auf Gott“. Sie lehre das Wagnis, „sich auf einen Gott einzulassen, der stets größer und letztlich unbegreiflich ist, der aber auch Unmögliches vermag“. In ihr habe Gott gleichsam „ein kleines Stückchen Paradies bewahrt, einen heiligen Rest paradiesischer Unversehrtheit, wo hinein er sein Wort von der Menschwerdung sprechen konnte“. Daher bezeichne das 2. Vatikanische Konzil Maria zu Recht als „Mittlerin aller Gnaden“, so Lackner.

Maria sei keine „Frau der vielen Worte, sondern eine innerlich betrachtende Frau“ gewesen. „Alles, was geschehen war, auch das, das sie nicht verstanden hatte, bewahrte sie in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ Auch in dieser Hinsicht könne sie Vorbild sein in einer Zeit, „in der zwar viel nachgedacht werde, aber immer nur über das Äußerliche und Funktionierende“. Das wenige in der Bibel über Maria Überlieferte stehe in „keinem Verhältnis zu ihrer Wirkung, welche sie im Laufe der Geschichte erfahren hat“. Sie alleine habe den Demuts- und Hoheitstitel „Magd des Herrn“ verwendet, der sie in die Nähe des in der Bibel erwähnten Gottesknechtes rückt, der auf Jesus Christus selbst verweise.

Am Ende des Festgottesdienstes versammelten sich die Bischöfe rund um den Mariazeller Gnadenaltar, wo bereits 1983 Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch im steirischen Marienwallfahrtsort Österreich und seine Bewohner Maria überantwortet hatte. Die Bischöfen erneuerten dieses Anvertrauen an die Gottesmutter und sprachen dabei jenes Gebet, das Papst Benedikt XVI. bei seinem Österreich-Besuch am 9. September 2007 am Stephansplatz gesprochen hatte.

Seit Montag tagt die Österreichische Bischofskonferenz unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn im steirischen Mariazell. Schwerpunktthema ist die Vorbereitung auf die nächstjährige Weltbischofssynode über Jugend. Darüber hinaus haben sich die Bischöfe am Montag in einem Studiennachmittag mit Fragen rund um Sicherheitspolitik und Sicherheit in den Kirchen befasst.

(Quelle: Webseite der Österreichischen Bischofskonferenz & Kathpress, 13.06.17)

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Quelle

Österreich: Neuer Weihbischof für Salzburg

Salzburg hat einen neuen Weihbischof

Hansjörg Hofer wird neuer Weihbischof in Salzburg. Die Ernennung durch Papst Franziskus wurde an diesem Mittwoch zeitgleich in Salzburg und im Vatikan bekannt gegeben. Der 65 Jahre alte Hofer wirkte bereits bisher im Erzbistum Salzburg als Generalvikar. Mit seiner Ernennung hat Salzburg vorübergehend zwei Weihbischöfe: Andreas Laun wird im Oktober 75 Jahre alt und wird dann, wie im Kirchenrecht vorgesehen, seinen Rücktritt einreichen.

Hansjörg Hofer stammt aus Tirol, er wurde 1952 in Stumm im Zillertal geboren. Auf das Priesteramt bereitete er sich in Salzburg vor, dort empfing er 1976 die Priesterweihe. Nach drei Jahren als Privatsekretär des damaligen Salzburger Erzbischofs Karl Berg folgten Einsätze als Seelsorger in Hallein und Mittersill.  1992 wurde Hofer Kanoniker des Metropolitankapitels und Personalverantwortlicher. Die Kirche im Erzbistum Salzburg kennt der neue Weihbischof gut: Seit 2006 wirkt er als Generalvikar und damit als rechte Hand in der Verwaltung des Erzbischofs, zunächst für Alois Kothgasser, seit 2014 unter dessen Nachfolger Franz Lackner. Darüber hinaus ist er Domdechant.

Bei der Ernennung wies Papst Franziskus dem neuen Weihbischof das Titularbistum Abziri zu. Titularbistümer sind erloschene Bischofssitze, die Weihbischöfen zugewiesen werden, weil in der katholischen Kirche Bischöfe ihre Weihe jeweils auf den Namen einer Diözese empfangen. Weihbischöfe leiten aber keine Diözese, sondern sind dem jeweils amtierenden Bischof zugeordnet. Abziri liegt im heutigen Tunesien.

Nach wie vor auf eine päpstliche Ernennung wartet Tirol. Der Bischofssitz in Innsbruck ist seit 18 Monaten vakant. In Europa wartet damit keine Diözese länger auf einen neuen Bischof als Innsbruck.

(rv 31.05.2017 gs)

Österreich: Gedenkfeiern zur Befreiung des KZ Mauthausen

Ein Blick auf das Konzentrationslager Mauthausen

Das Gedenken an die Verbrechen des Nationalsozialismus ruft auf zu Wachsamkeit gegenüber heutiger Unmenschlichkeit und klagt Gleichgültigkeit an: Das hat der Linzer Bischof Manfred Scheuer am Sonntag zum Auftakt der Gedenkfeier zum 72. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers (KZ) Mauthausen dargelegt. Der Blick zurück mahne „wider die Verrohung, wider den Kult der Gewalt, wider den Rückfall in die Barbarei“, so der Bischof bei einem Ökumene-Gottesdienst, in dem er zu Schritten der Versöhnung aufrief. An der Gedenk- und Befreiungsfeier nahmen rund 7.000 Menschen aus dem In- und Ausland teil.

Die „Nachkommen“ der Täter von damals – darunter auch die Vertreter von Politik, Kirche und Medien – sollten vor allem „den Opfern zuhören“, betonte Scheuer. „Nur wer sich das eigene Leid von der Seele reden kann und wer es von anderen anerkannt erfährt, kann sich mit sich und mit anderen versöhnen.“ Bloße Aufarbeitung oder Bewältigung der Vergangenheit wären dabei eine vergebliche Sisyphusarbeit, die rasch in Aggression oder Resignation umschlagen könne. Es wäre jedoch „fatal“ und „zynisch“, würden unter diesen Vorzeichen „die Erschlagenen in alle Ewigkeit erschlagen, die Vergessenen vergessen, die Opfer für immer besiegt, die Toten für immer tot bleiben“. Ein Durchhalten der Solidarität sei nur durch die feste Hoffnung auf Gott, der „abgeschlossenes Leid nach vorne auf Zukunft hin aufbricht“ möglich.

Größte Befreiungsfeier weltweit

Am 5. Mai 1945 wurden die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen und seinen 49 Außenlagern befreit. Weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers waren weder Deutsche noch Österreicher, weshalb die jährlich veranstaltete Gedenk- und Befreiungsfeier an diesem Tag von internationaler Bedeutung ist und auch die weitaus größte ihrer Art weltweit darstellt. In diesem Jahr waren 7.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland dabei. Ausgetragen werden die Feiern vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

(kap 07.05.2017 cs)

Österreich: Bischof Elbs für Kreuze in Gerichtssälen

Gerichtssaal

Für Kreuze in Gerichtssälen hat sich der Feldkircher Bischof Benno Elbs ausgesprochen. Die Kreuze seien ein Zeichen der hiesigen Kultur, schließlich seien 80 Prozent der Menschen in Österreich Christen. Deshalb sind laut Elbs religiöse Zeichen in der Öffentlichkeit „wichtige Symbole für unsere Wurzeln, für die Frage, woher wir als Gesellschaft und auch als einzelner Mensch kommen“. Auch stünden Kreuze für Gerechtigkeit und Menschenrechte, erklärte Elbs. Diese Erinnerungen an fundamentale Werte der Gesellschaft haben laut Elbs auch in einem Gerichtssaal Platz. Kreuze seien ein stummes Symbol, das niemanden zu etwas zwinge. So wie Elbs hatte sich dieser Tage auch Kardinal Christoph Schönborn, Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz, für Kreuze in den Gerichtsälen ausgesprochen.

(kap 15.04.2017 gs)