P. Adelgott Zarn: ZURÜCK ZUR MUTTER – Appell aus dem „Haus Nazareth“

Pater Adelgott Zarn, OFMCap.

Pater Adelgott Zarn, OFMCap.

Der große Kardinal Pie sagte einmal: „Unter allen natürlichen Seelenfreuden ist keine edler und reiner als die Freude an der Mutter“. Wir können hinzufügen und sagen: Unter allen christlichen Seelenfreuden ist keine edler und reiner als die Freude an der himmlischen Mutter Maria. Ist vielleicht darin der Grund dafür zu su­chen, daß im Protestantismus die Freu­de nie so recht und echt zum Durch­bruch kommt, weil er diese Freude nicht kennt? Lastet vielleicht darum immer etwas Düsteres und Schweres auf den protestantischen Kirchen, weil das Ma­rianische fehlt? Ist es vielleicht deswe­gen dort einfach nicht heimelig, weil Maria, „die Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Süßigkeit, unsere Hoffnung“ nicht da ist? Viele Einsichtige behaupten es.

Zweifellos ist es ein Zeichen besonderer Vorsehung Gottes, daß sich viele Menschen gegen­wärtig häufiger Maria zuwen­den. Inmitten der Erschütterungen, welche die Menschen erleben, blicken viele mit wachsender, unbesiegbarer Hoffnung auf zur allmächtigen Mittlerin zwischen Gott und den Menschen. Wohl nie ist der Name Mariens mit solchem Glauben und solcher Innigkeit genannt worden wie heute. Wohl nie hat sich ihre Verehrung so entfaltet wie in unsern Tagen, wo anderseits die Verbrechen und Lästerungen der Bösen zum Him­mel schreien und Gott zum Zorn, zur Rache und zur Strafe herausfordern. Immer mehr kommt man zur Überzeu­gung, daß nur noch Maria den strafenden Arm des Herrn zurückhalten kann, daß nur noch sie uns Schutz und Schirm zu erflehen vermag in dem giganti­schen Kampf gegen Kirche, Christus, Gott. Der Gedanke, den seinerzeit der große Abt von Solesme, Guéranger, ausgesprochen hat, scheint mehr und mehr die Herzen zu erobern: „Wenn Gott die Welt rettet— und er rettet sie dann tut er es durch die Mutter Gottes, durch Maria“. Je heller über dem stürmischen Wellengang all der politischen, wirtschaftlichen, sozialen, reli­giösen, nationalen und interna­tionalen Krisen der milde Mee­resstern, Maria, aufgeht und aufleuchtet, umso eher werden die von allen Seiten aufgepeitsch­ten Wogen sich legen, umso ruhiger und friedlicher werden die Zeiten werden.

Einst nach der ersten großen Katastro­phe, nach der Urkatastrophe, aus der alle andern Katastrophen stets strömen, wurde die Frau, Maria, mit ihrem Sproß als Mitzertreterin der Schlange voraus­verkündet.

In der Fülle der Zeit schenkte Maria der Welt in Jesus den Retter und vollzog mit ihm die Erlösung.

Mitten in der geheimnisvollen Offen­barung der Kämpfe aller christlichen Jahrhunderte erscheint Maria als das große Siegeszeichen am Himmel. Ja, Maria ist Retterin gewesen in den ver­gangenen Jahrhunderten, die Geschich­te bezeugt es. Maria ist auch die Retterin in unserem Jahrhundert. Christus und sie! Sonst niemand!

Haus "Nazareth", Hergiswil bei Luzern

Haus „Nazareth“ in Hergiswil bei Luzern

Die Wut des Drachen schäumt mäch­tiger denn je auf. Er führt den Vernich­tungskampf gegen die wahre Religion. Die Stürme heulen. Es wallet und siedet und braust und zischt allüberall. Bis zum Himmel spritzt der dampfende Gischt. Und Flut auf Flut drängt sich ohne Ende. Aber auch das Siegeszei­chen ist da, die Frau mit der Sonne bekleidet, den Mond zu Füßen und zwölf Sterne um das Haupt, Maria. Dieser Stern leuchtet fortwährend auf die in der Nacht der Verfolgungen und Prüfungen wandelnde Christenheit her­ab, weist den Weg, erfreut und führt schließlich zum sonnenhellen Tag des Sieges. An verschiedenen Orten hat sich Maria geoffenbart, hat gesprochen, gemahnt, gewarnt, getröstet, geholfen. Denken wir nur an Lourdes, an Fatima, um von all den andern marianischen Gnaden- und Erscheinungsorten zu schweigen. Erhaben steht Maria vor uns als wunderbare Gottesmutter, als immerwährende Jungfrau, als geistliche Mutter aller Menschen, als Gnadenvermittlerin, als unversehrter Paradiesesmensch, als vollendeter Christenmensch, als einzig auserwählte und bevorzugte, vor- und vollerlöste Königin der ganzen in Christus erneuerten Schöpfung.

Aufbauend und weiterbauend auf dem Felsenfundament irr­tumsloser Gottesoffenbarung wurde im Laufe der Zeit Herrli­ches über Maria gelehrt und ge­schrieben. In den letzten Jahrzehnten wetteiferten die Stellvertreter Jesu Chri­sti geradezu in der Vollendung des Marienbildes. Pius IX verkündete der Welt mit unfehlbarer Sicherheit die unbefleckte Empfängnis Mariens. Leo XIII feierte sie als mächtige Rosenkranz­königin. Benedikt XV flehte aus der Angst und Not des ersten Weltkrieges zu ihr als der Königin des Friedens. Pius XII weihte die ganze zerschlagene und zerspaltene Menschheit dem sorgen­den und liebenden Mutterherzen Ma­riä. In ergreifender Innigkeit fleht er im Weiheakte zu Maria, „der Hilfe der Christen, der Zuflucht des Menschenge­schlechtes, der Siegerin in allen Schlach­ten Gottes, der Mutter und Königin: Gewähre von Herzen Deinen Schutz den Ungläubigen und allen, die noch im Schatten des Todes wohnen; gewäh­re ihnen den Frieden und laß ihnen die Sonne der Wahrheit aufgehen, auf daß sie mit uns vereint vor dem einzigen Erlöser der Welt beten können: Ehre sei Gott in der Himmelshöhe und Friede auf Erden den Menschen, die guten Wil­lens sind. Mögen, o Mutter der Barm­herzigkeit, deine Liebe und dein Schutz den Triumph des Gottesreiches beschleu­nigen und alle Völker dich selig preisen und mit dir dem Herzen Jesu das ewige Magnifikat der Ehre, Liebe und Dank­barkeit anstimmen!“

Im Heiligen Jahr 1950 erhob der glei­che Papst unter dem Jubel der Katholi­ken die Lehre, daß Maria auch dem Leibe nach in den Himmel aufgenom­men wurde, zum unfehlbaren Glau­benssatz. Wer immer katholisch denken und sein will, muß— nein, darf auch das nun als unerschütterliche Tatsache für wahr halten. Im herrlichen Rund­schreiben über die Kirche als dem geheimnisvollen Leib Christi vom 29. Juni 1943 fügte Pius XII ein Wort über Maria bei, das die Welt mit Recht aufhorchen ließ. „Marias hochheilige Seele“, schreibt er, „war mehr als alle andern von Gott geschaffenen Seelen zusammen vom göttlichen Geiste Jesu Christi erfüllt. Sie gab (bei der Verkün­digung) ‚im Namen der ganzen mensch­lichen Natur‘ ihre Zustimmung, daß sich zwischen dem Sohne Gottes und der Menschennatur eine Art geistliche Ehe vollzöge. Sie hat Christus, den Herrn, der schon in ihrem jungfräuli­chen Schoße mit der Hoheit des Haupt­seins der Kirche umkrönt war, in wun­derbarer Geburt der Welt als Quell alles himmlischen Lebens geschenkt. Sie hat den Neugeborenen denen, die ihm aus Juden- und Heidenland die erste Anbetung zollten, als Prophet, König und Priester dargereicht. Ihr Ein­ziggeborener hat auf ihre mütterlichen Bitten ‚zu Kana in Galiläa‘ das Wun­derzeichen gewirkt, auf das hin ’seine Jünger an ihn glaubten‘. Sie hat, frei von jeder persönlichen oder ererbten Sündenmakel, immer aufs innigste mit ihrem Sohne verbunden, ihn auf Golga­tha zusammen mit dem Ganzopfer ihrer Mutterrechte und Mutterliebe dem ewi­gen Vater als neue Eva dargebracht für alle Kinder Adams, die von dessen traurigem Fall entstellt waren. So wurde sie, die schon zuvor Mutter unseres Hauptes dem Leibe nach war, nun auch auf Grund des neuen Titels des Leides und der Ehre im Geiste Mutter aller seiner Glieder. Sie hat endlich dadurch, daß sie ihr namenloses Leid tapfer und vertrauensvoll trug, mehr als alle Christ­gläubigen zusammen als wahre Köni­gin der Märtyrer ‚ergänzt, was an dem Leiden Christi noch zu ergänzen ist zugunsten seines Leibes, der Kirche‘. Sie hat (die Kirche) den geheimnisvol­len Leib Christi, der aus dem durchbohr­ten Herzen des Heilandes geboren ward, mit derselben mütterlichen Sorge und Liebe umhegt, mit der sie dasJesus­kind in der Krippe pflegte und an ihrer Brust nährte. Sie also, aller Glieder Christi hochheilige Gebärerin, deren unbeflecktem Herzen wir alle Menschen vertrauensvoll geweiht haben und die nun im Himmel an Leib und Seele in der Glorie erstrahlt und zusammen mit ih­rem Sohne als Königin herrscht, möge durch ihr Flehen erwirken, daß vom erhabenen Haupt ununterbrochen reich­lichste Gnadenströme auf alle Glieder seines geheimnisvollen Leibes herab­fließen. Ebenso möge sie mit ihrem immer bereiten Schutz, wie in früheren Zeiten, so auch in der Gegenwart die Kirche beschützen und ihr sowie der ganzen Menschengemeinschaft endlich ruhigere Zeiten von Gott erlangen.“ Herrliche Worte! Strahlendes Marienlicht in die dunkle Menschheit hinein!

All die Vorzüge und Titel Mariens zu­sammenfassend können wir vielleicht sagen: Maria ist die mütterliche Königin des Himmels und der Erde, die mütterliche Königin des Universums!

Königin des Himmels wurde und wird sie mit vollem Recht oft genannt. Jetzt nach der feierlichen Glaubensverkündi­gung auch der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel noch mehr. In den lauretanischen Anrufungen flehen wir zu Maria: Königin der Engel, bitte für uns! Wenn auch die Natur der Engel rein geistig ist und damit als solche höher als die menschliche, körperlich-geistige Natur Mariens, so steht Maria anderseits in ihrer unvergleichen Mut­tergotteswürde und in ihrer übernatürli­chen Gottverähnlichung und Gnaden­fülle doch weit über allen Engeln. Wir nennen Maria weiter: Königin der Pa­triarchen! Die Patriarchen waren in weit zurückliegenden, vorchristlichen Zeiten Wegbereiter des verheißenen und erwarteten Messias. Maria trug ihn in ihrem Schoße, Maria war seine Mutter, Ernährerin, Pflegerin, Erzieherin, Hüte­rin und damit Königin der Patriarchen. Und: Königin der Propheten! Die gott­gesandten Seher des alten Bundes schauten den ersehnten Messias in fer­nerer oder näherer Zukunft. Maria gebar ihn, sah ihn in seiner leibhaften Wirk­lichkeit, umarmte ihn, nährte ihn, hörte ihn, lebte mit ihm. Königin der Apostel! Die Apostel waren von Christus auser­wählte Gesandte des Messias, Maria war seine Mutter, seine Blutsverwand­te. Die Apostel waren mit der Erbsünde behaftete, oft schwerfällige Menschen. Maria ist die von der Erbsünde Bewahr­te, Unbefleckte, Gnadenvolle! Und wie umhegte sie in mütterlicher Sorge nach dem Tode ihres Sohnes das kleine zagende Häuflein der Apostel. Wie brannte ihr von Gnade bereits überfüll­tes Herz inmitten der hilflosen Apostel ihrem Bräutigam, dem HI. Geist, entge­gen! Königin der Apostel! Und: Königin der Märtyrer! Selbst die Apostel waren mit der einzigen Ausnahme des hl. Johannes im großen Leid Christi geflo­hen. Maria stand unter dem Kreuze. Wie Schwerter drangen die Leiden Jesu durch die zarte mütterliche Seele. Aber sie harrte aus. Königin der Märtyrer! Und: Königin der Bekenner! Wie keine Zweite war Maria Bekennerin Christi und des ganzen, vollen Christentums. Bekennerin in der Freude, Bekennerin im Leid! Bekennerin in der Erwählung und Bekennerin in der Bewährung! Bekennerin in der Lehre und Bekennerin im Leben! Bekennerin immer und über­all, Bekennerin ohnegleichen! Königin der Jungfrauen! Maria steht als Erste da in gottgelobter Jungfräulichkeit. Unter all den Jungfrauen erfaßte sie als Erste dieses hohe Ideal, das den Menschen über die Engel erhebt und Christus, dem Jungfräulichen, ähnlich macht. Makel­lose Jungfrau ist sie, treue Jungfrau und zugleich fruchtbare Jungfrau, die der Welt in jungfräulich geheimnisvoller Geburt den Erlöser schenkte. Wahrlich, sie strahlt in vollendeter Jungfräulichkeit des Leibes und Geistes und Herzens. Alle andern Jungfrauen und jungfräuli­chen Seelen schauen zu ihr auf, huldi­gen ihr, folgen ihr als ihrer Königin. Nicht nur die hl. Jungfrauen, alle Heiligen. Sie ist Königin aller Hei­ligen, Königin des ganzen Him­mels. Wir mögen den ganzen Himmel durchwandern, wir werden darin kein Geschöpf finden, das sie nicht als Königin grüßt, feiert, bejubelt. Als unvergleichliche Tochter des himmlischen Vaters, als wahre Mutter des göttlichen Sohnes, als hl. Braut des hlst. Gottesgeistes, mit Leib und Seele in der Him­melsherrlichkeit neben dem dreieinigen Gott thronend, ver­ehrt sie der ganze Himmel als glorreiche, mütterliche Königin. Ja, Maria ist Königin des Him­mels und bleibt es in Ewigkeit!

Handschrift des Paters Adelgott Zarn

Handschrift des Paters Adelgott Zarn

Daß sie auch Königin der ganzen, weiten Erde wäre! Sie sollte es sein. Als Königin des ganzen Himmels ist Maria auch von Gott einge­setzte Königin der ganzen Erde. Wenn Maria Königin der Engel und Heiligen ist, dann ist sie noch mehr Königin der Menschen. Wenn wir Christus als König grüßen, dann müs­sen wir seine Mutter als Königinmutter grüßen. Wenn sich vor Christus, dem König, alle anbetend beugen müssen im Himmel, auf Erden und unter der Erde, dann sollten sich vor Maria, der Königinmutter, auch alle verehrend neigen. Wenn Christus sagt: „Mir ist vom Vater im Himmel alle Gewalt gegeben auf Erden“, dann kann Maria sagen: „Mir ist von Christus alle Gewalt gegeben auf Erden“. Christus, Kö­nigssohn Mariens; Maria, Köni­ginmutter Jesu! Christus, König der Liebe; Maria, Königin der Liebe! Christus, König des Lei­dens; Maria, Königin des Lei­dens! Christus, König der Barm­herzigkeit und Herrlichkeit; Maria, Königin der Barmherzig­keit und Herrlichkeit! Christus, König der Könige; Maria, Köni­gin der Könige! Christus, König der Kirche; Maria, Königin der Kirche! Christus, König aller Menschen; Maria, Königin aller Menschen! Christus, König der ganzen Erde; Maria, Königin der ganzen Erde! Christus, König des Universums; Maria, Königin des Universums! Die Sache ist zu klar, als daß sie länger bewiesen werden müßte. Die Mutter des Königs ist Köni­ginmutter! „Als Maria Mutter des Schöp­fers wurde, ist sie Herrin jeglicher Krea­tur geworden“, bemerkt kurz und klar schon Johannes von Damaskus. Aner­kennen sie auch alle als solche Köni­gin? Die Engel und Heiligen des gan­zen Himmels, ja. Sie rufen ihr ein ewi­ges, jubelndes „Salve, Regina, sei gegrüßt, Königin; Ave, Regina Caelo­rum, sei gegrüßt, Königin der Himmel!“ zu. Aber die Menschen auf Erden? Ach, wieviele kennen Maria nicht. Wieviele, die sie zwar kennen, verehren sie nicht. Wieviele schmähen und verunehren sie! Alle Nichtkatholiken erweisen Maria nicht die ihr von Rechts wegen geschuldete und gebüh­rende Ehre. Die Zahl dieser Men­schen ist unabsehbar groß. Weit mehr als die Hälfte der Menschen versagt Maria die ihr geschulde­te Ehre. Gewiß, viele aus Unwissen­heit. Viele haben nie von ihr gehört, nicht einmal von ihrem Sohn Jesus Christus, nicht einmal vom einen wah­ren Gott. Das sind die vielen armen Heiden. Viele aber glauben an den wahren Gott, bekennen sich zum Sohn Gottes, geboren aus Maria. Allein sie glauben nicht an seine Mutter und bekennen sich nicht zu ihr. Sie stoßen die Mutter vom Sohne weg. Muß das nicht beiden wehe tun? Tut es einem edlen Kinde nicht weh, wenn seine Mutter nicht verstanden, nicht geehrt und geliebt wird? Muß es dem besten Kind, dem aus Maria Mensch geworde­nen Gottessohn Jesus Christus nicht doppelt weh tun, wenn seine Mutter, die er in ihrer ganzen Größe schaut und die er so liebt, nicht die verdiente Ehre und Achtung und Liebe findet? Und muß es Maria nicht weh tun, wenn man ihr Jesus nimmt und sie allein zurückläßt? Wenn Menschen, die weder Maria, noch Christus, noch Gott kennen, Maria nicht verehren, ist das begreiflich. Wenn aber Christen, die den Sohn kennen und sich zum Sohn bekennen, Maria, seine Mutter, nicht ge­bührend ehren, dann ist das unbegreiflich, unentschuldbar. Christus als Retter und Erlöser und Gottgesandten und Gottes­sohn anerkennen und anbeten, Maria seine wahre, wirkliche Mutter aber unbeachtet und ungeehrt lassen, vom Sohne trennen, sogar schmähen und jede Verehrung ankämpfen, die ihr erwiesen wird, das ist betrü­bend. Das sollte nicht sein.

Der Protestantismus erblickt in der ka­tholischen Marienverehrung eine Be­einträchtigung der Christusverehrung oder sogar etwas Götzendienerisches. Man tue, als ob Maria Göttin wäre … Das ist unwahr. Das steht im Wider­spruch mit der ganzen Lehre und Praxis der Kirche. Die Kirche hat von Maria nie etwas anderes gelehrt, als was das Evangelium von ihr sagt. Aber die Kirche steht zum ganzen Evangelium. Und das Evan­gelium steht klar für die Marienvereh­rung ein. Es sagt: „Gegrüßt seist du, Gnadenvolle! Der Herr ist mit dir … Du bist die Hochgepriesene unter den Frauen …“ Wir nennen Maria Königin und Herrin. Wir tun das mit vollem Recht, wenn wir ihr Verhältnis zum Menschengeschlecht und zur Schöpfung ausdrücken wollen. Wenn wir sie betrachten im Verhältnis zu Gott, dann nennen wir sie mit ihren eigenen Worten: Magd des Herrn! Aber gna­denvolle Magd des Herrn, gebenedeite Dienerin des Herrn! Dienerin des Herrn, die zur „Mutter des Herrn“ auserkoren wurde. Magd des Herrn, die Tochter des himmlischen Vaters, Mutter des göttlichen Sohnes, Braut des Heiligen Geistes geworden ist. Magd des Herrn, die Werkzeug der Hlst. Dreifaltikgeit wurde bei der Menschwerdung Gottes und Erlösung der Menschheit. Magd des Herrn, die Christusträgerin, Chri­stusleuchte wurde. Maria ist nicht End­zweck und Selbstzweck. Sie weist immer auf den dreieinigen und den menschge­wordenen Gott hin. Maria weiß, daß sie von ihm alles empfangen und daß sie ohne ihn ebenso nichts wäre, wie alle andern. In ergreifender Demut und in jubelnder Dankbarkeit spricht sie das im „Magnifcat“ aus: „Hochpreiset mei­ne Seele den Herrn. Mein Geist froh­lockt in Gott, meinem Heiland. Er hat herabgeschaut auf die Niedrigkeit sei­ner Magd. Es werden mich selig prei­sen alle Geschlechter, weil Großes an mir getan, der mächtig und dessen Name heilig ist … Er wirkt machtvoll … Er erhöht Niedrige … Er sättigt Hungri­ge …“ Er, immer Er … Maria weiß das und ist zutiefst davon überzeugt.

Der tiefste Sinn katholischer Marienverehrung ist dieser: Ei­nerseits mit Maria und wie Ma­ria „immer und überall in ihren Geheimnissen den hl. Herrn, den allmächtigen Vater und ewigen Gott loben und benedeien und preisen“; anderseits das „Gro­ße“ anerkennen, das Gott an Maria getan und durch Maria zu ihm gehen, wie er durch Maria zu uns gekommen und durch Maria die Gaben und Gnaden erbitten, die er uns durch Maria geschenkt und durch Maria aus­teilen will. Das ist doch in „Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam“. Wir geben durchaus Gott, was Gottes ist. Katholischer Marienkult ist kein Raub am Gotteskult. Wir geben durchaus Christus, was Christi ist. Katholischer Marienkult ist kein Raub am Christuskult. Wir geben aber auch Maria, was Mariä ist und anerkennen sie als das, was sie durch Gott und Christus geworden ist. Katholi­scher Marienkult ist untrennbar vom reinen, richtigen Gottes- und Christuskult. Von „Konkurrenz“ kann da keine Rede sein. Die Stellung Christi als Mittelpunkt wird durch den Marienkult nicht gestürzt, sondern gestützt. Be­kenntnis zu Maria der Gottes­mutter ist immer auch Bekennt­nis zu Christus, dem Gottessohn. Katholische Marienverehrung ist immer auch Anbetung Jesu Chri­sti, wie anderseits Schmähung Mariens immer auch Schmähung Jesu Christi ist. Christus ist und bleibt Mittelpunkt, aber durch und mit Maria.

Nach dem ursprünglichen Plane Gottes ging der Weg der Menschen un­mittelbar zu Gott. Gott wandelte mit ihnen im Paradiese, wie ein Vater mit seinen Kindern. Nach dem Sündenfall brauchte es einen Mittler, der versöh­nend in die Mitte trat zwischen den beleidigten Gott und die beleidigende Menschheit. Dieser Mittler ist Jesus Christus, „hochgelobt in Ewigkeit“. Durch ihn haben wir die Verzeihung der Sünden, durch ihn die Rechtferti­gung, durch ihn den Frieden, durch ihn die Gnade, durch ihn die Hoffnung auf die künftige Herrlichkeit, wie Paulus in seinen Briefen überzeugend darlegt, besonders im Briefe an die Römer.

Aber wer brachte uns Christus? Maria. Durch Maria wurde uns Christus und damit das Christen­tum geschenkt. Wo wäre Christus und das Christentum ohne die Mutter Christi? Ohne die Wurzel kein Baum, ohne deine Mutter kein Du und ohne Mutter Christi kein Christus und kein Christentum, keine Erlösung. Christus verdankt seine Erlösungsmöglichkeit und seine Erlösungsverwirklichung der Zu­stimmung und Mitwirkung seiner Mut­ter. Maria gab ihm die menschliche Natur und nur mit dieser von ihr emp­fangenen Menschennatur umkleidet ist der ewige Gottessohn ihr und unser Erlöser geworden. Als Sohn Gottes und zugleich als Sohn Mariens ist er lehrend und wirkend umhergezogen. Und am Ende gab er als Gottessohn die von Maria angenommene menschliche Natur als unendlichen Sühnepreis für das Heil der Menschen hin. Christus opferte das, was ihm Maria seine Mutter durch den HI. Geist gegeben. Und diese Mutter, sie war dabei. Sie war bei Christus in der Jugend. Sie suchte ihn auf im öffentlichen Leben. Sie stand unter seinem Kreuz. Sie begleitete ihn ins Grab. Wie Christus also nicht ohne seine Mutter das Erlösungswerk voll­bringen konnte und wollte, so wollte Christus auch die Erlösungsfrüchte nicht ohne seine Mutter den Menschen zu­wenden. Heute noch will darum der Sohn bei der Mutter und die Mutter beim Sohn sein. Heute noch will sich Jesus der Menschheit durch Maria schen­ken. Heute noch gibt Maria Jesus den Menschen. Ohne Maria kommst du weder zum ganzen, echten Christus, noch zum wahren, ganzen Christentum. Zum we­sentlichen Christentum gehört wesentlich Maria. Sie stehtzwischen dir und Jesus und zwischen Jesus und dir. Entweder durch Maria zu Jesus oder du kommst überhaupt nicht zu Jesus. Entweder kommt Jesus durch Maria zu dir oder er kommt überhaupt nicht zu dir. „Mit Maria, der Mutter Jesu“ war darum zur Zeit der Apostel eine Selbstverständlichkeit, wie uns Lukas in der Apostelgeschichte berich­tet. Herrliche Zeugnisse des Marienlo­bes und der Marienverehrung stammen aus allen folgenden christlichen Jahr­hunderten. Auch der große Abfall des Morgenlandes im 1 1. Jahrhundert war nicht ein Abfall von der Mutter Gottes. Erst die große Glaubensspaltung im Abendland zu Beginn des 16. Jahrhunderts war der verhäng­nisvolle Abfall von der Mutter Gottes. Man behielt Christus, aber man behielt nicht mehr seine Mutter. Maria wurde mehr und mehr verdrängt und verstoßen. Man nahm dem Sohn die Mutter und der Mutter den Sohn. Was geschah? Man verlor weithin beide. Was mit Christus so ver­bunden ist, wie seine Mutter in Blutsverwandtschaft und Gei­stesverwandtschaft kann eben eine Christusreligion nicht unge­straft auseinanderreißen. Wer am Muttergottesaltar rüttelt, rüttelt auch am Christusaltar. Sie stehen und fallen miteinander.

Die nichtchristliche Menschheit und vor allem die nichtkatholische Christen­heit hatsich gegenüber der Mutter Gottes eine Riesenschuld aufgeladen. Ehrliche Protestanten geben es offen zu und rufen eindringlich dazu auf, dieses enorme Defizit endlich auszugleichen und Maria die ihr gebührende Ehre zu erweisen. In der Broschüre „Wir Prote­stanten und die Marienverehrung“ ist das auch deutlich ausgesprochen.

Es ist an der Zeit, daß alle Men­schen marianische Menschen werden. Es ist vor allem an der Zeit, daß alle Christen mariani­sche Christen werden. Das maria­nische Zeitalter ist angebrochen. Die katholischen Christen begrüßen und bejahen es jubelnd. Es dürfen aber auch die protestantischen Christen nicht länger fernbleiben und abseits stehen. Echte Marienverehrung brächte Weihe und Wärme in ihr Christentum. Sie würde Wunden heilen und Wunder wirken. Das andere widerstrebt dem Menschenherzen und widerspricht der Gottesoffenbarung. Die Grundmau­ern des Marienkultes liegen ebenso auf den hl. Bergen des Evangeliums wie die Grundmauern des Christuskultes. 0 möch­ten sie in Scharen herbeiströmen die Marienverehrer aus den Kreisen nichtkatholischer Chri­sten! Nicht nur Kinder und Frauen, sondern auch Männer und Jungmän­ner; nicht nur Ungebildete, sondern auch Gebildete; nicht nur Arme, son­dern auch Reiche; nicht nur Unglückli­che, sondern auch Glückliche; nicht nur Bittende, sondern auch Lobende! Möch­ten alle, alle mit Gott und den Engeln und Heiligen und uns miteinstimmen in den katholischen Marienjubel! Die Schleusen der göttlichen Erbarmung würden sich weit öffnen und die Was­ser des Heiles in breitem Strom auch in ihre Reihen fließen. „Kommet alle zu mir … Ich will euch erquicken!“ spricht Christus. So ruft auch die Mutter Christi. Willkommen alle, die den Weg zur Mutter finden! Wer Bedenken hat, Schwierigkeiten hat, lasse es uns wis­sen! Man wird sehen, Maria wird nicht von Jesus weg- sondern zu Jesus hinfüh­ren, zu Jesus, wie er wirklich war.

Unterdessen beten wir weiter zu Jesus und Maria und hoffen, es werde bald der selig erhabene Augenblick kom­men, wo alle mit uns zu Jesus und Maria beten.

Stand da irgendwo ein Protestant vor einem Gnadenbild Mariens und wein­te. Man fragte ihn, warum er weine. Er antwortete: „Ich weine, weil ich keine Mutter habe, weil ich die nicht meine Mutter nennen darf. 0 könnte ich Maria auch zur Mutter haben!“

„Siehe da, deine Mutter!“ Sie ist auch deine Mutter! Sie ist Mutter aller. Schen­ke ihr Glauben, bringe ihr Verehrung, Vertrauen, Liebe entgegen und Maria wird dir Mutter sein, wie nur eine Mutter Mutter sein kann. Sie wird dich beschüt­zen und lieben, wie nur eine Mutter ihr Kind lieben und beschützen kann. Sie­he da, deine Mutter! Zurück zur Mutter!

Helft uns viele Menschen zur Mutter führen!

Joseph Maria

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Dieser Text „Zurück zur Mutter“ stammt höchstwahrscheinlich von dem begnadeten Kapuzinerpater Adelgott Zam persönlich; denn das Broschür­chen, aus dem wir ihn entnommen haben, enthält auf der Umschlaginnen­seite hinten (einzig) den Hinweis: „Zu beziehen (bei): Haus „Nazareth“ Hergiswil a/See (Schweiz) und unter dem Titel „Zurück zur Mutter“ auf der 1. Umschalgseite „von Joseph Maria“. Der Druck trägt überdies keine Datumsangabe.

Pater Adelgott verlebte seine drei letzten Jahre vom Januar 1956 bis kurz vor seinem Tod am 17. Oktober 1958 in diesem Haus „Nazareth“ in Hergiswil bei Luzern. Deshalb ist anzunehmen, daß diese Schrift von ihm und aus diesen Jahren stammt. 


 

Der Sendungsauftrag Mariens an Pater Adelgott

Schon immer hatte Maria P. Adel­gott gebraucht, um die Seelen zu retten. Bereits in Landquart war er ihr eigentlicher Gesandter, mitten unter den mehrheitlich protestantischen Einwohnern. Und der Gedanke, die Vereinigung mit den getrennten Brüdern zu erreichen, verließ ihn nie. Das war in einer Zeit, da man von Ökumene noch selten sprach und der tiefe Graben zwischen den Konfessionen schwer zu überbrük­ken war.

Eigenartigerweise benutzte die himmlische Mutter ihn gerade durch das kleine, so wesentliche Gebet zu ihrem „erbarmungsreichen Mutter­herzen“, das allen Jesus geben will. Und es ist bezeichnend für ihre groß­zügige, wunderbare Liebe, daß sie einer Protestantin erschien, um die Verbindung mit P. Adelgott herzu­stellen. Dieses Erlebnis hat der Aus­erwählte Mariens wortwörtlich in einem Brief vom 18. September 1944 wie folgt mitgeteilt:

„Ich möchte Dir ein Vorkommnis erzählen. Ich betete nun schon lange oft folgendes Gebetlein: Erbar­mungsreiches Mutterherz Mariens, von Liebe ganz er­füllt, gib uns Jesus und sei unsere Hilfe, unser Trost und unsere Rettung! Nun kam vor vierzehn Tagen eine protestantische Frau aus dem Berner Oberland zu mir. Vernimm, was sie mitteilte:

„Sie sind wohl der P. Adelgott?“ ­“Ja.“ „Ich muß Ihnen etwas Wichti­ges mitteilen. Ich bin protestantisch und schon über 82 Jahre alt. Schon als Mädchen liebte und verehrte ich Maria. Vor ein paar Tagen kam nun auf einmal eine schöne, junge Frau mit einem Kindlein und sagte: Gute Frau, würden Sie mein Kind nicht an­nehmen?Ich schaute die schöne Frau erstaunt an und sagte ihr: Ich kann ihr Kind gewiß nichtannehmen, denn in meinem Alter von 82 Jahren kann ich kein Kind erziehen. Da lächelte die Frau und legte ihr Kind auf mei­nen Schoß. Ich schaute das Kindlein an, es war wunderschön. Voll Jubel nahm ich es und drückte es an mein Herz. Die schöne Frau lächelte, dann nahm sie das Kind und sagte: Ich möchte Sie bitten, nach Solothurn ins Kapuzinerkloster zu gehen. Sie fra­gen nach dem Pater Adelgott und teilen ihm mit: Maria möchte allenGuéranger Jesus geben. Viele, viele haben Jesus verloren. Jesus ist aber der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist das wahre Licht. Sagen Sie dem Pater, Maria möchte Jesus den einzelnen, den Familien und den Nationen geben. Dann stand die Frau auf und kehrte wieder heim.“

Dieser Brief von Pater Adelgott ist, wie erwähnt, datiert vom 18. Sep­tember 1944, und der Besuch der Frau aus dem Berner Oberland bei ihm in Solothurn hat demnach am 4. September 1944 stattgefunden. Es muß für ihn also eine wunderbare Bestätigung durch die Gottesmutter bedeutet haben, als die Protestantin ihm die Botschaft überbrachte, daß Maria allen Jesus schenken wolle.

In jenen Tagen bekam er noch eine zweite innere Bestätigung für seine Sendung. Er war vom P. Guardian ins Kloster der Visitation in Solothurn geschickt worden, um das heilige Opfer zu feiern. Während er zele­brierte, hörte er eine Stimme, die sagte: „Ich bin die Königin der Liebe. Richte die Seelen auf, die ich dir senden werde.“

Wie ein Siegel haben sich diese Worte seinem Herzen eingegraben. Das Verlangen, viele, viele Men­schen durch die himmlische Mutter dem Herrn zuzuführen, steigerte sich in außerordentlichem Maße. Es mag sein und ist menschlich zu begreifen, daß seine Mitbrüder seinen verzeh­renden Eifer nicht immer zu verste­hen vermochten. Aber er war seines Auftrages und Weges so sicher, daß ihn niemand davon abhalten konn­te. In stets weiteren Kreisen verbreite­te sich sein Bildchen mit dem er­wähnten Anruf: „Erbarmungsreiches Mutterherz Mariens, von Liebe ganz erfüllt, gib uns allen Jesus und sei unsere Hilfe, unser Trost und unsere Rettung.“ Es kam sogar in andere Kontinente, besonders nach Latein­amerika, und rüttelte Tausende auf zu unbegrenztem Vertrauen, beson­ders als man von großen Erhörun­gen und Heilungen vernahm.


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Gnadenbild „Amore plena“ von P. Adelgott Zarn

Erbarmungsreiches Mutterherz Mariens,
von Liebe ganz erfüllt,
gib uns
J e s u s
und sei unsere Hilfe,
unser Trost
und unsere Rettung.

(Gebet von P. Adelgott Zarn OFMCap.)


Botschaft der Muttergottes an Pater Adelgott Zarn vom 11. Oktober 1944

„Ich bin die Königin der Liebe! Mein Mutterherz ist ein Feuermeer der Liebe, ein Wunderwerk der Liebe. Mein Mutterherz ist ein Abgrund von Liebe. Kein Menschengeist vermag sie zu erfas­sen, keine Feder sie zu beschreiben. Ich bin die Königin der Liebe!

Ich will ein Reich der Liebe gründen. Ich suche Seelen, die meine dienstfertige, zuvorkommen­de, werktätige, opferwillige, uneigennützige, herablassende, herzliche und übernatürliche Liebe durch Wort und Beispiel hineintragen in die Massen des Volkes. Meine Mutterliebe ist eine Sonne, die alle Geprüften in den Sonnen­glanz der wahren Freude zu führen vermag. Ich suche Seelen, die ich senden werde. Diese Gesandten sollen in ihrem Wirkungskreis und in ihrem täglichen Leben jede Gelegenheit ergreifen, um den Nebenmenschen, besonders den Armen und Notleidenden, den Kranken und Leidgeprüften, den Unglücklichen und Ver­bitterten, sowie den Kindern, Sonnenstrahlen meiner Liebe zu schenken. Sie werden die Werkzeuge meiner Liebe sein. Durch sie will ich wirken, wohltun, trösten und lieben. Sie wer­den von meinem Geiste beeinflußt und durch meine Mutterliebe geführt sein. Mein erbar­mungsreiches und von Liebe ganz erfülltes Mutterherz soll ihre Zentrale sein. Dort versam­meln sie sich im Geiste. Dort schöpfen sie Licht und Kraft. Von dort ziehen sie täglich aus als Gesandte und Gesandtinnen meiner Liebe, um in ihrem Wirkungskreis meinen Geist des Glau­bens, des Vertrauens und der Liebe zu pflegen, wodurch ihre Nebenmenschen froh und glück­lich werden können.“

Seit jenem 11. Oktober 1944 ließ P. Adelgott keine einzige Gelegenheit unbenutzt, den Herzenswunsch seiner himmli­schen Mutter zu verbreiten. Tun auch wir es mit unseren Mitteln für die nicht weniger heilsbedürftigen Menschen unserer Zeit!

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Quelle: DZM Dezember 1990 (24/8)