Bhakdi zur Great Barrington Erklärung: Lasst uns nicht zersplittern (von Bittel TV)

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Die Great Barrington Erklärung formuliert ernste Bedenken hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen der COVID-19-Maßnahmen auf die physische und psychische Gesundheit der Menschen. Sie löste jedoch auch Kritik und eine heftige Diskussion unter Gegnern und Befürwortern aus. Erfahren Sie im Interview von Bittel TV mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, wie dieser zur Erklärung steht und warum ihm Einheit so wichtig ist. [weiterlesen]

07.11.2020

Die Great Barrington Erklärung wurde von der Denkfabrik American Institute for Economic Research in Great Barrington, USA, verfasst. Sie wurde von drei namhaften Professoren von verschiedenen Universitäten in den USA und England am 4. Oktober 2020 erstunterzeichnet. Sie wurde bereits in 40 Sprachen übersetzt und kann von besorgten Bürgern, Wissenschaftlern oder Ärzten weltweit online unterzeichnet werden. Über 40 Wissenschaftler und Ärzte sind als Co-Unterzeichner aufgeführt. Die Unterzeichner der Erklärung haben ernste Bedenken hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Maßnahmen auf die physische und psychische Gesundheit. Die derzeitige Lockdown-Politik habe kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Die Erklärung empfiehlt den „gezielten Schutz“ von Risikogruppen, während Personen mit einem geringeren Sterberisiko erlaubt werden solle, ihr normales Leben zu führen. Dadurch entstehe durch natürliche Ansteckung eine sogenannte Herdenimmunität. Das meint, dass ein hoher Prozentsatz einer Population bereits immun geworden ist. Die WHO kritisiert den Ansatz der Erklärung, durch unkontrollierte Erregerausbreitung eine Herdenimmunität zu erreichen. Dies löste eine heftige Diskussion aus, ob es eine gute oder eine schlechte Lösung sei. Auch unter den Gegnern von Coronamaßnahmen gab es einen Aufschrei. Mit gewissen Passagen in der Erklärung waren sie nicht einverstanden und plötzlich verunsichert. Um Klarheit in dieser Verunsicherung zu schaffen, hat der Schweizer Roger Bittel, Betreiber von Bittel TV, ein Interview mit Prof. Dr. Sucharit Bhakdi geführt. Bhakdi ist Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. Er steht hinter der Erklärung und sagte, dass man sie unterschreiben und teilen solle. Dabei geht es Bhakdi um die Hauptaussage, dass sämtliche COVID-19-Maßnahmen aufgehoben werden müssen. Anderseits erachtet es Bhakdi als notwendig, dass gewisse Formulierungen überarbeitet werden sollten, damit alle damit leben können. Ob die Great Barrington Erklärung unterzeichnet werden soll oder nicht, liegt in der Eigenverantwortung des Einzelnen. Kla.TV unterstützt jedoch die Bemühung Bhakdis um Einheit. Zitat: „Was um uns jetzt geht, ist kriminell. Das müssen wir stoppen und wir können es nur stoppen, wenn wir genug sind und wenn wir vereint sind. Lasst uns jetzt nicht zersplittern, das können wir uns nicht leisten.“ Hören Sie nun die Stellungnahme von Sucharit Bhakdi auf Bittel TV, wie er ganz praktisch versucht, jeder Zersplitterung entgegenzuwirken. Seine Motivation ist es, den Dialog und die Demokratie, verschiedene Ansichten und Gruppierungen zu fördern. Bittel TV appelliert an die Eigenverantwortung, selber zu recherchieren und nicht immer den Massenmedien zu glauben. Bittel TV: Roger Bittel: Lieber Sucharit, herzlich willkommen. Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Hallo in die Runde. Roger Bittel: Das freut mich sehr. Wir machen es trotzdem kurz, wir haben letztes Mal gesagt, auch wenn du schon überall bekannt bist, eine ganz kurze Vorstellung für die Leute, die dich noch nicht kennen. Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Wer macht das, ich oder du? Roger Bittel: Du, mach du das, das kannst du besser. Nur ganz kurz. Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ich bin Mikrobiologe und Infektionsepidemiologe und habe einige Jahrzehnte lang das Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene in Mainz, an der Universität Mainz, geleitet. Bin seit 2012 im Ruhestand und als Ruheständler bin ich aufgestanden und habe meine Meinung mal gesagt. Weil, ich bin nicht gefährdet und kann alles sagen was ich will. Ich beziehe eine Pension und kann nicht arbeitslos werden. Roger Bittel: Die Leute, die vielleicht das noch nicht mitbekommen haben: Da gab’s ja einen sehr interessanten Zusammenschluss von der «The Great-Barrington“ wo wir zusammen ein kurzes Interview gemacht haben. Und du hast ja auch ganz klar gesagt, du stehst da dahinter und dass man das bitte teilen und unterschreiben soll. Und da gab’s dann auch einen Aufschrei, weil da gewisse Passagen drin sind wo die Leute nicht ganz einverstanden sind. Und dann waren die Leute plötzlich verunsichert – ist jetzt Sucharit und Karina auch dafür oder nicht? Darum haben wir jetzt gesagt, reden wir darüber nochmals kurz, dass du da Stellung nehmen kannst, wie du das siehst. Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Gut, ich würde gerne ein bisschen zurückgehen und ein bisschen über die Hintergeschichte erzählen. Wir haben in Deutschland einen Verein gegründet, das war im April, Mai: „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“. Zweck war, eine Informationsbasis zu kreieren, sodass die Fakten, die Zahlen und die Hintergründe dieser Krise verbreitet werden konnten – für euch alle. Etwas ganz Ähnliches ist gleichzeitig in Südafrika passiert, von einem Menschen namens Nick Hudson. Er hatte genau die gleiche Idee. Das hat er auch getan, aber er ist einen Schritt weitergegangen, weil er irgendwie über viel mehr Möglichkeiten verfügt als wir. Er hat eine ganze Basis aufgebaut, die nennt sich jetzt das „PANDA-Programm“ und ist eine Organisation geworden mit vielen Subeinheiten. Also das heißt, er hat eine Informationsstelle, er hat einen Stab von Juristen, er hat einen Stab von Informatikern und es ist eine Riesenorganisation geworden. Und sie wollten für die Organisation, zur Koordination und zur Leitung einen Beirat ins Leben rufen. Das haben sie getan indem sie vier namhafte Professoren und eine Professorin von der Welt berufen haben, gefragt haben. Und die haben alle „ja“ gesagt. Zwei aus Stanford, einer aus Harvard und eine aus Oxford. Von den vier ist einer auch ein Nobelpreisträger. Diese vier sehr prominenten Menschen sind zusammengekommen und haben diese Great Barrington Declaration ausgeheckt – als im Prinzip Leitmotiv für die ganze Organisation. Das ist das, was am 4. Oktober publiziert wurde, bekannt gemacht wurde. Und wir wurden gefragt, ob wir nicht unterschreiben wollten. Ich habe es gesehen und mein Herz ist gehüpft vor Freude. Weil ich muss euch sagen, ich war nicht beteiligt an der Entstehung dieser Deklaration. Diese Deklaration ist eine Absichtserklärung und eine Willensbekundung und die wollten im Prinzip ihre prinzipielle Überzeugung bekannt geben. Das waren eben diese vier wichtigen Menschen auf der Welt. Ich habe mich so gefreut, weil die Hauptaussage war: Sämtliche Sondermaßnahmen müssen hier und jetzt aufgehoben werden. Und als ich das las, sagte ich, das unterschreibe ich sofort und ich werde versuchen, dass möglichst viele Leute, die wir kennen, das auch unterschreiben. Alles andere sind Einzelheiten, die natürlich justierbar sind und justiert werden müssen. Das ist uns schon klar gewesen. Ich kann euch sagen, dass etwas sehr Gutes passiert ist, gestern. Nämlich, ich wurde eingeladen, als fünfte Person, diesem Beirat beizutreten, sodass jetzt zu dem Beirat ein gebürtiger Thailänder gekommen ist und ein Deutscher. Bis jetzt hatte der Beirat keinen Festlandeuropäer, geschweige denn einen Asiaten und ich glaube, dass wir jetzt sofort Einfluss nehmen können und werden. Die ersten Gespräche haben schon in der Nacht stattgefunden, wo Karin und ich Vorschläge gemacht haben für eine Modifikation (Änderung) des deutschen Textes. Und dann die Passagen ersetzt werden oder modifiziert werden und dann die Spitzen nicht mehr da sind. Die Spitzen, die wir durchaus erkannt haben. Es ist nicht so, als ob wir das Ganze so akzeptieren, wie es dasteht. Aber wir haben jetzt einen Fuß in der Tür und können dieser Bewegung abermals Kraft und Impulse verleihen, von Deutschland aus und von soundso (unverständlich) aus. Und das finde ich ist eine sehr gute Nachricht! Roger Bittel: Also, es ist einfach wichtig zu sehen, wir können mal diese Passage anschauen, wo ja eigentlich immer so ein bisschen heikel war. Das ist diese hier (wird gezeigt) in Deutsch. „Wir kommen politisch sowohl von links als auch von rechts und aus der ganzen Welt und haben unsere berufliche Laufbahn dem Schutz der Menschen gewidmet. Die derzeitige Lockdown-Politik hat kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Zu den Ergebnissen, um nur einige zu nennen, gehören niedrigere Impfraten bei Kindern, schlechtere Verläufe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Verfassung – was in den kommenden Jahren zu einer erhöhten Übersterblichkeit führen wird. Die Arbeiterklasse und die jüngeren Mitglieder der Gesellschaft werden dabei am schlimmsten betroffen sein. Schüler von der Schule fernzuhalten ist eine schwerwiegende Ungerechtigkeit.“ Da muss man vielleicht noch dazu sagen, das hast du auch noch erwähnt, dass die Übersetzung nicht ganz glücklich ist, dass man deutsch und englisch auch noch ein bisschen unterscheiden muss. Aber es ist vor allem dieser Absatz, wo die Leute so nicht ganz verstanden haben. Magst du dazu kurz was sagen? Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ja, ich glaube, dass wir etwas … entweder nach oben gehen, … Roger Bittel: Aber das ist der falsche… Moment, Moment, das ist … Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ja, geh nur. Wo war das mit der Impfung? Roger Bittel: Hier, da ist es! Das da: „Die Verabschiedung von Maßnahmen zum Schutz der gefährdeten Personengruppen sollte das zentrale Ziel der Reaktionen des öffentlichen Gesundheitswesens auf COVID-19 sein. Zum Beispiel sollten Pflegeheime Personal mit erworbener Immunität einsetzen und häufige PCR-Tests bei anderen Mitarbeitern und allen Besuchern durchführen. Der Personalwechsel sollte minimiert werden. Menschen im Ruhestand, die zu Hause wohnen, sollten sich Lebensmittel und andere wichtige Dinge nach Hause liefern lassen. Wenn möglich, sollten sie Familienmitglieder eher draußen als drinnen treffen. Eine umfassende und detaillierte Reihe an Maßnahmen, darunter auch Maßnahmen für Mehrgenerationenhaushalte, kann umgesetzt werden und liegt im Rahmen der Möglichkeiten und Fähigkeiten des öffentlichen Gesundheitswesens.“ Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ja! Das ist auch der Satz, wo wir fünf Änderungen mindestens einführen würden. Wir haben schon vorgeschlagen, zum Beispiel, dritte Zeile: Zum Beispiel sollten, ich lese vor, „sollten Pflegeheime Personal mit erworbener Immunität einsetzen.“ Das werden wir modifizieren, um zu sagen, dies mit der erworbenen Immunität kann so in dieser Form nicht verstanden werden. Was soll das sein? Und das werden wir modifizieren. Aber das Nächste ist einfacher zu verstehen: „ … und häufiger PCR-Tests bei anderen Mitarbeitern und allen Besuchern durchführen“. Das Wort „durchführen“ wird ersetzt zum Beispiel durch die Worte: „ … und allen Besuchern angeboten werden“. So dass es überhaupt kein „Soll“ in diesem Text gibt. Kein Muss, sondern alles wird auf freiwilliger Basis passieren. „Der Personalwechsel sollte minimiert“, auch da „sollte“ ersetzt, ja, „der Personalwechsel wird mit Umsicht“ oder irgend was, oder „sollte in überschaubarem Umfang vorgenommen werden“, so was. Roger Bittel: Also es ist einfach wichtig, dass man versteht, dass es nirgends ein Muss sein oder ein Zwang ist, sondern ist ein Angebot. Das ist euch sehr wichtig? Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ja. Das nächste und mein letztes Beispiel: „Menschen im Ruhestand, die zu Hause wohnen…“, ich bin im Ruhestand und wohne zu Hause, zum Beispiel, das ist die wahre Geschichte, Menschen im Ruhestand, wie ich, die zu Hause wohnen, „werden“ nicht „sollten“, „werden die Möglichkeit bekommen“ oder „sollte die Möglichkeit geboten werden“, sich Lebensmittel und andere wichtige Dinge nach Hause liefern zu lassen. Da würde ich auch nicht nein sagen, aber ich will nicht „sollen wollen“! (lacht) Roger Bittel: Ja! Absolut! Absolut! Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ja. So wird der Text aufpoliert und modifiziert, sodass wir alle damit leben können – auch ich. Roger Bittel: Also es ist, ich glaube, ein sehr wichtiger Punkt, dass die Leute einfach auch wissen, dass ihr euch dessen bewusst gewesen seid, dass diese Textpassagen euch so nicht gefallen und ihr werdet euch jetzt einsetzen, dass das entsprechend angepasst wird, dass das überhaupt kein Muss mehr ist, sondern es ist ein Angebot – und das ist natürlich schon eine ganz andere Sache! Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Nachdem ich aufgenommen wurde, gestern um fünf Uhr abends als Mitglied dieses Beirates, haben wir sofort angefangen, und bis in die Nacht haben wir schon mit ihnen kommuniziert – also, mit Mitgliedern aus dem Vorstand. Also wir lassen, wir lassen euch bestimmt nicht alleine. Auch deswegen, weil damit würden wir uns selbst alleine lassen! Okay? Roger Bittel: Das ist natürlich ein großes Thema mit diesem PCR-Test. Da sind wir uns, glaube ich, auch einig. So wie der heute durchgeführt wird, kann man das nicht benutzen, das muss standardisiert werden. Ich glaube, da bist du auch der Meinung oder? Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ja natürlich! Und ich meine, man berät ja nicht umsonst schon seit Monaten, dass dieser Test standardisiert werden muss! Und da ich nun im Beirat bin, also im Vorstand quasi, wird dieser Punkt „nach Hause gebracht“. Die andern sind ja auch einverstanden. Sind ja, die sind ja sehr wissend diese Leute! Keine Amateure oder Konspirateure (politischer Verschwörer), oder irgendwelche Fakes, wie ich es eigentlich bin, laut Meinung der Mainstreammedien, das sind alles Professoren, die alle im Amt sind. Die sind nicht in Pension. Und das sind Personen, die von ganz wo anders herkommen, als von der Charité (Universitätsklinik in Berlin), nämlich von Oxford, von Stanford und von Harvard. Sind schon andere „Nummern“! Roger Bittel: Das ist ganz was anderes, weil die Leute haben das Gefühl gehabt, oh, was läuft jetzt ab? Und das war eigentlich ein, wie du sagst, „wir haben jetzt einen Fuss in der Türe“, wo man dann miteinander reden kann und du bist jetzt im Beirat und da werden noch andere Leute folgen, wo auch noch wirklich gute Leute sind und auf dem kann man aufbauen. Prof. Dr. Sucharit Bhakdi: Ja. Roger Bittel: Ja, sehe ich auch so. Ja ich bin einfach froh, dass wir das miteinander kurz besprechen konnten, weil, es gab so diese Unsicherheit, was soll das? Und ich muss sagen, ich persönlich steh dahinter. Mit dieser Aussage sowieso, wo du ganz klar sagst, und ich habe auch mit deiner Frau reden können. Sie sieht das auch so. Es ist ganz klar. Da müssen gewisse Passagen geändert werden. Das wird es auch, aber braucht etwas Zeit, das kann man nicht von heute auf morgen. Und dass die Leute einfach wissen, dass ihr euch da entsprechend einsetzt. Ältere Menschen haben Angst gehabt, was macht ihr mit uns, wir werden isoliert. Das versteht man natürlich. Sucharit Bhakdi: Aber ich gehöre auch zu euch Älteren, ja ich werde demnächst 74. Ich bitte ein bisschen um Vertrauen, es wird. Das kriegen wir schon hin. Auf Deutsch, das werden wir schon hinkriegen. Die große Sache müssen wir pushen, wenn wir das nicht tun, wir geraten in ganz tiefe Gewässer. Ich hoffe, dass sie verstehen, um was es uns jetzt geht. Es ist kriminell und die müssen wir stoppen. Wir können sie nur stoppen, wenn wir genug sind und wir vereint sind. Lasst uns jetzt nicht zersplittern, das können wir uns nicht leisten. Roger Bittel: Ja, das ist definitiv so. Lieber Sucharit, ich möchte mich ganz herzlich bedanken. Ich denke, für die Community war das sehr wichtig, ein Statement zu bekommen. Wir sind momentan 6.000 Leute, die jetzt zuschauen und ich denke, es war ein sehr wichtiges Statement. Auch von deiner Seite, dass die Leute verstehen, wie es jetzt weitergeht und dass du im Beirat bist, ist sicher ein wichtiger Punkt. Es werden noch weitere Leute folgen, ich glaube, das kann man sagen. Es sind auch noch Leute, die auch in Europa sind. Nicht nur aus anderen Kontinenten. Das ist natürlich auch eine Unterstützung für die ganze Bewegung. Sucharit Bhakdi: Die Zahl, das haben wir gestern beschlossen, der Beiratsmitglieder wird auf 10 begrenzt. Also es ist inflationär. Aber die 10 sind alles Leute, bis auf meine Ausnahme, wo man nicht weghören kann. Roger Bittel: Sehr gut. Also, ein gutes Schlusswort, lieber Sucharit, ich denke wir werden dranbleiben. Wenn irgendwas ist, kommst einfach wieder, dann werden wir die Leute informieren. Diese Unsicherheit war da, auch bei mir, das hast Du mitbekommen, das war für mich auch sehr emotional. Weil mir das Ganze am Herzen liegt, dass ich die Bewegung unterstützen will. Dass ich dich unterstützen möchte. Und da hat man auch Respekt, vielleicht Fehler zu machen. Ich hoffe, dass die Leute das verstanden haben. Ich kann mich einfach nur ganz, ganz herzlich bei euch beiden bedanken für euren tollen Einsatz. Und wir bleiben dran. Sucharit Bhakdi: Und hier noch einen, bevor wir Schluss machen. Du hast mir erzählt vorhin, wenn man im Google „Great Barrington Declaration“ eingibt, erscheint es nicht mehr, ja? Roger Bittel: Das können wir vielleicht noch kurz zeigen. Das ist noch spannend, ich zeige euch das noch schnell. So, jetzt bin ich im Google, gebe hier „Great Declaration“ ein, da seht ihr, man sieht’s nicht auf der ersten Seite. Es erscheint nicht auf der ersten Seite. Wenn ich jetzt aber in DuckDuckGo, bin mir nicht mehr sicher wie sie heißt, da genau, ich gib das da jetzt mal in einer anderen Suchmaschine (DuckDuckGo) „Great Declaration“ ein, so voilà, dann habt ihr das auf dem allerersten Platz. Es gibt hier auch noch einen Eintrag rechts, einfach um euch zu zeigen, wie das momentan funktioniert mit Google. Das ist vielleicht einfach auch noch interessant, wenn ihr das seht. Den Link gebe ich euch gleich an, stell‘ ich schnell in den Chat, ich werde es natürlich verlinken. In der Beschreibung werdet ihr das sehen, das ist klar. Aber ihr seht mal, wie das momentan funktioniert. Das finde ich interessant zu sehen, wie das funktioniert, wie Google da gegen diese Declaration arbeitet. Aber eben, das muss jeder selber wissen. Gut, Sucharit, ich möchte mich bedanken bei dir für deine Zeit, ich hoffe, die Leute haben verstanden, um was es geht. Es ist ganz klar, es soll jeder selber entscheiden, ob er dafür ist oder nicht, jeder ist ein freier Mensch. Ich appelliere auch an alle, selber zu recherchieren und sich selber ein Bild zu machen, um wirklich zu erkennen, was da genau abgeht. Ich denke, es ist ein gutes Zeichen. Und ich glaube, in den nächsten Wochen werden wir bald mehr Infos haben, in welche Richtung es gehen könnte. Sucharit Bhakdi: Alles Gute! Roger Bittel: Alles Gute, danke und bis bald. Tschüss! So, das war Sucharit Bhakdi, ich hoffe, dass ich da ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnte. Für all diejenigen, die Zweifel hatten oder nicht sicher waren, wie das jetzt weitergehen kann. Nichts desto trotz bitte ich wie immer selber weiter zu recherchieren. Es ist sehr wichtig, dass wir in die Eigenverantwortung kommen. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken und ihr wisst, was jetzt kommt bei mir. Immer das Gleiche, glaubt mir nichts, was ich sage, recherchiert selber und verbindet die Punkte. Bis bald und einen wunderschönen Abend. Danke schön.

von dd.

Corona: Papst bietet die stärksten geistlichen Mittel der Kirche auf

Eine beispiellose Geste für die Opfer der Pandemie

Eine in der Kirchengeschichte einzigartige Handlung: In der Corona-Krise will der Papst Kranken und Sterbenden beistehen. Deshalb hat er sich für eine besondere Zeremonie auf dem Petersplatz entschieden – auch wenn die nicht jeder sofort versteht.

Von Burkhard Jürgens (KNA) |  Vatikanstadt – 27.03.2020

Am Freitag (heute!) will Papst Franziskus eine ganz besondere Antwort auf die Corona-Pandemie geben: ein Gebet und Segen von den Stufen des Petersdoms herab. „Wir werden das Wort Gottes hören, unser Bittgebet erheben, das Allerheiligste verehren, mit dem ich zum Abschluss den Segen Urbi et orbi erteile“, kündigte Franziskus an. Damit verbunden ist die Möglichkeit eines Ablasses. Wie die Zeremonie ablaufen soll, wussten zunächst nicht mal enge Mitarbeiter.

Es ist eine in der Kirchengeschichte einzigartige Handlung und ein heikler Moment für den Vatikan. Denn die Botschaft der Bilder vom Papst über einem leeren Petersplatz kann gegensätzlicher kaum ausfallen: als einsamer, verzweifelter Beschwörungsgestus oder als besondere Standhaftigkeit gegen Angst und Tod.

Der Segen Urbi et orbi, „der Stadt und dem Erdkreis“, wird sonst nur zu Ostern und Weihnachten gespendet, außerdem unmittelbar nach einer Papstwahl. Auf feierliche Weise ruft er Petrus und Paulus als Fürsprecher an – und mit ihnen eine zweitausendjährige Tradition von Glauben und Hoffen. Urbi et orbi ist der Segen aller katholischen Segen, die absolute Pontifikalklasse.

Im Mittelpunkt der eucharistischen Anbetung steht dann die Hostie, die in der Eucharistiefeier gewandelt wurde und zwar weiter wie Brot aussieht, aber nach katholischer Lehre der Leib Christi ist. Ob als Kommunion gereicht oder in der Monstranz gezeigt, sie stellt das Kostbarste dar, was die Kirche besitzt. Nur so erklärt sich, dass der Kaplan der Pariser Feuerwehr in die brennende Kathedrale Notre-Dame ging, um den Kelch mit den Hostien zu bergen.

Papst Franziskus erteilt den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" an Ostern 2017

Sonst nur an Weihnachten, Ostern und zur Papstwahl: Papst Franziskus erteilt den traditionellen Segen „Urbi et orbi“. Bild: © picture alliance / AP Photo / Gregorio Borgia

Das Allerheiligste und der Apostolische Segen – stärkere Mittel hat kein Papst. Dabei geht es nicht um magische Gefahrenabwehr. Theologisch bedeuten Sakrament und Segen die Zusage an einen Menschen, dass er heil und glücklich leben soll, allen äußeren Umständen zum Trotz.

Aus diesem Grund erweiterte der Papst auch die Bedingungen für den Empfang des Bußsakraments. Die Versöhnung eines Gläubigen mit Gott – und zugleich mit seinem Gewissen und der Kirche – soll im Corona-Notstand auch ohne Einzelbeichte möglich sein. Nach einem Vatikan-Dekret vom 19. März genügt im Extremfall schon der aufrichtige Wunsch des reuigen Sünders nach Aussöhnung mit Gott. Alternativ können Priester, etwa in Krankenhäusern, den vom Tode Bedrohten kollektiv die Generalabsolution erteilen.

Bei Sterbenden lässt die Kirche besondere Sorge walten. Nach Möglichkeit soll jeder Mensch die Welt in Frieden verlassen dürfen. Deshalb gehört zu den katholischen Abschiedsriten neben der sakramentalen Versöhnung, einer stärkenden Salbung und der Kommunion auch der Ablass, also die Tilgung jener irdischen und jenseitigen Konsequenzen, die man durch seine Sünden verursacht hat.

Die Idee des Ablasses ruht auf der Annahme, dass der Schatz des Guten, den das Wirken Jesu und aller Gläubigen angesammelt hat, die Folgen jeder bösen Tat eines Menschen aufwiegt. Das Konzept ist auch innerkirchlich umstritten und in vielen Ländern außer Gebrauch gekommen; aber im Grunde ist der Ablass ein Zeichen der Solidarität aller mit dem Einzelnen.

Ostermesse auf dem mit Blumen geschmückten Petersplatz

Der Kontrast zur Ostermesse im letzten Jahr wird sehr deutlich sein: Wie jedes Jahr hatten auch 2019 niederländische Blumenhändler den Petersplatz in ein Blumenmeer verwandelt.

Der Ablass in der Sterbestunde ist an Formen gebunden, die sich in Isolierstationen nicht einhalten lassen. Viele Corona-Patienten werden ohne geistliche Begleitung sterben. Deshalb hat der Vatikan die Ablassbedingungen für die Kranken bereits denkbar weit heruntergesetzt.

Offenbar wollte Franziskus es aber nicht dabei bewenden lassen. Als Jesuit mit Sinn fürs Sinnenhafte sucht er das fassbare Zeichen, Monstranz und Segen. Hier kommt der mit dem Urbi et orbi verbundene Ablass ins Spiel. Der Papst macht die Versöhnung, die viele Priester unter diesen Umständen nicht geben können, zur Chefsache. Für alle, die die Kirche als Mittlerin zwischen Gott und Mensch begreifen, eine großartige Geste.

Am Freitagabend, bei Sonnenuntergang, wird der Papst so im Schatten der Basilika vor dem Allerheiligsten beten; ein Erinnern an das Leiden und Sterben Jesu, zugleich eine Vergewisserung der realen Gegenwart dessen, der die Tiefe des Todes ausgelotet und seine Macht gebrochen hat. Der Segen mit dem Sakrament ist ein Zuspruch für die Todkranken, dass sie ohne Angst vor alter Schuld vor ihren Schöpfer treten dürfen.

Der Petersplatz wird menschenleer sein. Die weltlich-nüchterne Begründung wird lauten, dass Versammlungen derzeit untersagt sind. In den Augen des Papstes, der einsam segnend auf den Stufen steht, sind die Plätze nur freigehalten für die Kranken und Sterbenden.

Von Burkhard Jürgens (KNA)

US-Bischof zu Corona: „Medikamente ja, aber genauso auch Gebet“

12. März 2020, 07:00

Twitter-Aufruf an Bischöfe durch Katholikin: „Erheben Sie den Herrn! Sie haben apostolische Autorität, benutzen Sie sie. Wo bleibt Ihr Glaube in das Übernatürliche?“ – Strickland bejaht: „Wundervolle Idee!“, ordnet Eucharistische Prozessionen an!

Tyler (kath.net/pl) „Ich rufe jeden katholischen Priester dazu auf, eine einfache eucharistische Prozession um seine Kirche anzuleiten.“ Dies schreibt Bischof Joseph Strickland aus Tyler (US-Bundesstaat Texas) auf Twitter. Im Zeitraum bis zum Josephsfest am 19. März soll in der inneren Haltung des Büßenden die heilende Hand Christi auf das Coronavirus erfleht werden und darum gebetet werden, dass alle Menschen tapfere Jünger Christi werden. Strickland reagierte damit auf den Vorschlag einer katholischen Journalistin. Jennifer Hartline, für US-Katholiken ein durchaus bekannter Name, hatte mehrere Bischöfe auf Twitter mit spürbar brennendem Herzen angeschrieben: „Jeder Bischof (in) jeder Stadt: Machen Sie die Prozession mit dem Allerheiligsten durch die Straßen Ihrer Stadt. Gehen Sie hinaus mit Jesus und beten Sie um Gottes Barmherzigkeit und Schutz. Erheben Sie den Herrn! Sie haben apostolische Autorität, benutzen Sie sie. Wo bleibt Ihr Glaube in das Übernatürliche?“

Strickland griff den Aufruf der Journalistin auf und antwortete ihr: „Eine wundervolle Idee! Ich fange mit den Vorbereitungen dafür an und werde andere ermutigen, dasselbe zu tun. Jesus Christus ist der Herr!“

Auf seiner Homepage hat der Bischof inzwischen konkrete Anweisungen gegeben, die auch als schriftliche Anweisung für die Priester seines Bistums gilt. „Ich weise jeden Priester an, in den Gemeinden, denen sie dienen, eine eucharistische Prozession durchzuführen im Zeitraum vor dem Fest des heiligen Josef“. Das Anliegen dieser eucharistischen Prozession ist es, „unseren Herrn um den Schutz dem Coronavirus und der Heilung für diejenigen, die bereits infiziert sind, zu bitten, sowie um Barmherzigkeit und ewige Ruhe für die Verstorbenen. Bitten Sie unseren Herrn auch um Kraft für unsere Familien und um die Kraft, sich von den Glaubenswahrheiten“ und ihren „ethischen und moralischen“ Implikationen leiten zu lassen.

Konkret schreibt Tyler seinen Priester vor, dass im Anschluss an eine Messfeier eine kleine Gruppe dazu eingeladen wird, an einer schlichten eucharistischen Prozession teilzunehmen. Die Prozession wird geleitet von den Priestern, unterstützt von Diakonen und, falls verfügbar, können Ministranten mitgehen. Eigens weist Tyler daraufhin, dass der Prozessionsweg „im Eigentum der Kirche liegen sollte, so dass keine zivilrechtliche Genehmigung erforderlich ist“. „Die richtige Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Sakrament ist von größter Bedeutung, dennoch müssen nicht viele Menschen an der Prozession teilnehmen“, die anderen Gläubigen können in dieser Zeit in der Kirche weiterbeten. „Der Priester in Albe und zwei Ministranten sind alles, was erforderlich ist. Wenn ein Diakon beteiligt ist, trägt er Albe und Stola. Wenn eine Gemeinde dazu in der Lage ist, eine aufwändigere Prozession durchzuführen, ist dies akzeptabel, allerdings nicht notwendig.“

Bischof Joseph Strickland, Diözese Tyler (US-Bundesstaat Texas)


Foto Bischof Strickland (c) Diözese Tyler

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Quelle