Ignatius von Láconi – Ein Helfer für gesegnete Mütter

Von P. Hilarius Rüttimann, Kapuziner

Der heilige Kapuzinerbruder Ignatius von Láconi

1. Sein einfaches Kapuzinerleben

Bruder Ignatius von LáconiKomm nach Italien, hinaus aufs blaue Meer, nach der Insel Sardinien! Dort findest du das kleine Städtchen Láconi. Hier wurde der Heilige am 17. Dezember 1701 geboren und am folgenden Tag auf den Namen Vinzenz getauft. Er war das zweite von neun Kindern. Vor seiner Geburt musste die Mutter qualvolle Stunden durchleiden. Ihre Schmerzen wurden sofort gemildert, als sie das Kind Gott und dem heiligen Franziskus von Assisi weihte.

Der Knabe lebte wirklich wie ein Gottgeweihter. War Vinzenz nicht auf dem Spielplatz zu finden, musste man ihn sicher in der Kirche suchen.

«Die Kirche ist mein Vaterhaus», sagte er jeweilen mit rührender Selbstverständlichkeit. — Am Abend goss er gerne Essig in die Suppe, mit der Begründung: «Der Heiland am Kreuz hat ja auch Essig zu trinken bekommen!» — Wenn Mütter ihre Kinder zurechtweisen mussten, sagten sie nur: «Du bist gar nicht wie der kleine Vinzenz!» und bald war der kindliche Eigensinn überwunden.

Zum Jüngling herangewachsen, wurde er monatelang von einer schweren Krankheit hin- und hergerissen. Vinzenz machte das Gelübde: Wenn ich wieder gesund werde, trete ich bei den Kapuzinern ein! Die Fieber verliessen ihn. Er wurde wieder ganz gesund. Die Einlösung des Versprechens verschob er auf spätere Tage. Ein zweites Mal rief Gottes Gnade: Hoch zu Ross kehrt er eines Tages von der Feldarbeit zurück. Da — plötzlich bäumt sich das Pferd hoch auf, und im Galopp saust es mit ihm davon. Keine Kraft kann es zähmen. Sie nahen sich einem Abgrund. Blitzartig erneuert Vinzenz sein Versprechen. Und siehe da: Das Pferd hält an, von unsichtbarer Hand gemeistert.

So nimmt er denn Abschied von daheim, geht nach Cagliari und wird Kapuziner. Aus Vinzenz wird ein Bruder Ignatius. Am 10. November 1722 weihte er sich in der hl. Profess für immer dem lieben Gott. Das Wanderleben des Kapuziners führte den jungen Ordensmann in verschiedene Klöster der Insel Sardinien.

40 Jahre mochte Bruder Ignatius zählen, da wurde ihm der Bettelsack über die Schulter gelegt und der Gabelstock in die Hand gedrückt: Er wurde Almosensammler in der Stadt Cagliari. Seine Obern hatten gesehen: Bruder Ignatius führt ein tiefes, reiches Innenleben. Dieser Ordensmann ist wie geschaffen für das Amt eines Sammelbruders. Mitten in der Welt muss er stehen, und doch darf er den Geist des Gebetes und der Andacht nicht auslöschen, muss ein ganzer Ordensmann bleiben. — 37 Jahre lang, Tag für Tag, wanderte Ignatius durch die Gassen und Strassen der Stadt, sammelte Almosen für seine Mitbrüder im Kloster, für die Armen, die an die Klosterpforte kamen, und für jene, die verschämt und heimlich in bessern Häusern der Stadt ihn darum baten.

Bruder Ignatius war der Freund der Kinder. Ging er über die Strasse, riefen sie aus Leibeskräften: «Il padre santo! Der heilige Pater!», eilten herbei, küssten seine Hand, zupften an seinem Mantel, durchstöberten seine Kutte, bestürmten ihn mit tausend Fragen. Der Bruder lächelte selig und zufrieden, schenkte ein Bildchen oder zog aus seinen Wunderärmeln trockene Feigen, harte Eier, Äpfel und Birnen, ein Stücklein frisches Brot. Ignatius aber gab den Kindern noch mehr. Er nutzte solche Gelegenheiten aus, um die Kinder für Gott zu gewinnen, ein gutes Samenkorn, eine heilsame Ermahnung in das empfängliche Herz der Jugend zu streuen. — Viele kranke Kinder durfte der Heilige durch ein Wunder gesund machen, ja sogar tote Kinder durfte er zum Leben auferwecken.

Begreiflich, dass die Mütter mit ihren kranken Kindern, mit ihren andern Sorgen und Anliegen zu diesem Wundertäter kamen. Und Bruder Ignatius half gerne. Mit heiliger Ehrfurcht begegnete er einer jeden Frau, vor allem aber der gesegneten Frau. Seine eigene Mutter hatte vor seiner Geburt schwer um ihn gelitten. Einer gesegneten Mutter konnte er darum keine Bitte verweigern, wenn es galt, den Fluch der Sünde zu erleichtern. Einige merkwürdige Tatsachen werden zeigen, wie gesegnete Mütter die wunderbare Hilfe des Heiligen erfahren durften.

So kam es, dass die Mütter in der Schweiz anfingen, Bruder Ignatius als mächtigen Fürbitter und Helfer bei Schwangerschaft und Geburt zu verehren. Das grosse Vertrauen zu ihm ist tatsächlich in vielen Fällen auffallend schön belohnt worden. Auch darüber soll in diesem Heftchen berichtet werden.

Bruder Ignatius starb am 11. Mai 1781. Papst Pius XII. hat ihn am 16. Juni 1940 seliggesprochen. Elf Jahre später, am 21. Oktober 1951, wurde Bruder Ignatius die höchste kirchliche Ehre zuteil: Papst Pius XII. schrieb seinen Namen in das Verzeichnis der Heiligen und bestimmte, dass sein Fest von der gesamten Kirche alljährlich am 11. Mai gefeiert werden soll.

2. Seine wunderbare Hilfe zu Lebzeiten

Manches brave Ehepaar wartet mit Sehnsucht auf ein liebes Kind. Doch dieser Segen Gottes will einfach nicht ins Haus treten. Beide tragen schwer an diesem Kreuz und finden oft keine Antwort auf die Frage, warum sie wohl den Ehebund geschlossen haben.

Da lebte auch eine Frau, Anna Ambrosini, so viele Jahre in der Ehe und durfte das ersehnte Kind nie in der Wiege schaukeln. Ihr Mann hatte schon alle Hoffnung aufgegeben und dachte daran, sein Testament abzufassen. Alle seine Güter sollten einem Spital zufallen. Zuerst aber ging er noch zu Bruder Ignatius, um diese Angelegenheit mit ihm zu besprechen. Dieser horchte zu, schüttelte den Kopf und sagte: «Nur nicht so eilig! Habe noch ein wenig Geduld und lass den Herrn walten!»

Ungläubig wie der alte Zacharias ging der Mann nach Hause. Doch als die Zeit da war, gebar ihm seine Frau den lang ersehnten Stammhalter und Erben.

Die Gräfin Cirello klagte dem Bruder Ignatius vertrauensvoll ihre Angst wegen der bevorstehenden Geburt. Immer müsse sie schreckliche Leiden ausstehen und für ihr eigenes Leben bangen. Der Bruder war ergriffen und tröstete sie: «Im Augenblick der Gefahr schicken Sie ihre Schmerzen einfach mir. Seien Sie beruhigt, es wird alles gut gehen!» Einige Tage später wurde der gute Bruder plötzlich von ganz heftigen Schmerzen ergriffen; krampfhaft zuckten alle seine Glieder, er konnte sein Leid nicht mehr verbergen. Als er den Anfall überstanden hatte, stellte ihn der P. Guardian zur Rede. Einfach und offen gab der Bruder Antwort über seine geheimnisvollen Beschwerden. Die Gräfin aber strahlte vor Glück und Freude: In der Wiege lag ein Kind! Schmerzlos hatte sie es geboren. Auf der Stelle sandte sie einen Boten zu Bruder Ignatius. Dieser meldete lächelnd zurück: «Ich weiss es wohl; ich weiss, was für Qualen ich ausgestanden habe!»

Auch eine Frau Albis, Markgräfin, lag in schweren Wehen. Bruder Ignatius kommt, berührt die Leidende mit seinem Stab, und sogleich wird sie ruhiger. Den Hauskaplan bittet er, die heilige Messe zu lesen. Voll Andacht kniet der Bruder in einer Ecke. Umsonst sucht er sich zu beherrschen: Unsagbares Weh zittert durch seinen ganzen Körper, er muss sich beugen und drehen. Wie die heilige Messe zu Ende geht, springt Bruder Ignatius auf, nähert sich dem Grafen und sagt zu ihm: «Das Kind ist geboren, Sie werden es Raphael nennen!» Voll Freude und Staunen eilt der Graf in die Kammer und findet die glückliche Mutter mit ihrem Neugebornen.

Gut bezeugt ist auch ein anderer Fall. Die Tochter des Arztes Michael Cordiglia war von furchtbaren Wehen heimgesucht. Der geängstigte Vater zog den Chirurgen Racca mit dem Gehilfen Miller zu Rate. Alle drei Fachmänner entschieden sich für einen operativen Eingriff. Wie sie die Vorbereitungen dazu treffen, klopft es an die Türe, und da stehen zwei Kapuziner: P. Bernardin Cordiglia, der Bruder des Arztes und Bruder Ignatius. Ihn hatte er mit sich genommen, damit er helfe. Ignatius tröstete die Frau, zieht aus seinem Ärmel ein hart gesottenes Ei und ein Stücklein Brot hervor, reicht es der Kranken, damit sie es geniesse. Da schwindet jedes Angstgefühl. Bruder Ignatius mahnt sie, ruhig zu bleiben, da die Zeit der Geburt noch nicht gekommen sei; aber sie werde ein schönes Knäblein erhalten. Einen Monat später erfüllte sich sein prophetisches Wort.

Ganz wunderbar ging auch in Erfüllung, was er einst zu einer Frau Pedretto in Sicci sagte: «Bleiben Sie ruhig; Sie werden einen Sohn gebären. Er wird Priester werden, Vikar in dieser Pfarrei und grosser Wohltäter der Kapuziner.»

Eine gute Mutter sucht das Kind an der eigenen Brust zu ernähren und ist betrübt, wenn ihr das versagt bleibt. Bruder Ignatius durfte auch diesen Sorgenmüttern helfen. Eine Frau Maria Peddis offenbarte hilfesuchend dem Bruder ihre Not. Ohne Zögern tröstete er: «Seien Sie ohne Sorge! Gott, der Ihnen ein Kindlein gegeben, wird Ihnen auch die Milch schenken!» Als die Frau nach zwei Tagen ihre Klage wiederholte, reichte er ihr etwas zum Essen, und nun ward ihr Wunsch erfüllt: Sie konnte das Kind selber ernähren.

3. Seine wunderbare Hilfe bis zum heutigen Tag

Als Bruder Ignatius noch lebte, pflegte er zu sagen, er werde zum Troste der Mütter seinen Stab als Reliquie zurücklassen. Sein Wort ging und geht in Erfüllung bis zur heutigen Stunde! Sein Lebensbeschreiber im Kapuzinerkloster in Cagliari schreibt, dieser Stab sei immer bei den Kranken, besonders bei den gesegneten Müttern, die vor der Geburt stehen, auf Reisen. Es scheint also wirklich, Bruder Ignatius sei nicht gestorben, sondern wandle nach seinem seligen Heimgang mitten unter uns als grosser Freund des Volkes, als treuer Fürbitter und Helfer der gesegneten Mütter.

Einige Gebetserhörungen möchten zeigen, wie das Gebet und das Vertrauen von Schweizermüttern zu Bruder Ignatius aufs schönste belohnt worden sind.

Eine Hebamme schreibt: «Ich kann mir meinen Beruf gar nicht mehr denken ohne die Hilfe dieses Heiligen. Mein Vertrauen zu ihm ist ohne Grenzen. Wenn ich zu den Müttern gerufen werde, nehme ich immer die Reliquie des Heiligen mit, lege sie den Frauen um den Hals, mit der innigen Bitte, der Heilige möge Mutter und Kind vor allem Schaden und gar vor dem Tode bewahren, und jedesmal geht alles glücklich vorüber. Dieses Jahr hatte ich unverdientes Glück. Alle Kinder konnten die heilige Taufe empfangen. Die lieben Mütter sind alle gesund. Das verdanke ich einzig dem Heiligen.» (Frau S. in G.)

Ein HH. Pfarrer schreibt: «Wir hatten in der Gemeinde sehr viele Frühgeburten. Das deprimierte auch die Mütter, die guten Willens waren, sehr. Die Hebamme gab die Reliquie des Heiligen den Frauen zum Küssen, oder ich gab ihnen damit den Segen. Die Mütter nahmen das Büchlein «Ein Helfer für gesegnete Mütter» mit und hielten eine Novene. Seither (1940) wissen wir sozusagen nichts mehr von den verhängnisvollen Frühgeburten. In all den Jahren sind mir nur zwei Fälle bekannt geworden. (J. H. in O.)

Glückliche Väter melden uns:

«Meine liebe Frau ist ganz fest überzeugt, dass ihr der heilige Bruder Ignatius in ganz hervorragendem Masse und in wunderbarer Weise bei Eintritt der Schwangerschaft, im Verlauf derselben und bei der Geburt geholfen hat.» (Dr. med. J. S. in D.)

«Der liebe Bruder Ignatius hat uns geholfen. Wie ich Ihnen schon mitteilte, trat die Empfängnis auf die Fürbitte dieses Heiligen ein. Die Schwangerschaft verlief überaus gut. Bei der Geburt musste der Arzt freilich ein wenig schneiden, aber alles ging sehr gut vorüber. Meine Frau und ich wissen, dass uns übernatürliche Macht geholfen hat.» (Herr M. O. in E.)

Glückliche Mütter schreiben uns:

«Während der Geburt meines ersten Kindes durfte ich die Hilfe des Bruders Ignatius erfahren. Im letzten Augenblick konnte eine Zangengeburt verhindert werden.» (Frau R. in K.)

«Wie Ihnen schon meine liebe Mutter mitteilte, darf ich durch die Fürbitte des heiligen Ignatius auf den Advent dieses Jahres mein erstes Kind erwarten.» (Frau H. in Z.)

«Dank sei dem heiligen Bruder Ignatius für erlangte Hilfe! Durch seine Fürbitte bin ich imstande, mein Kindlein selber zu ernähren, was von Arzt und Hebamme als aussichtslos aufgegeben wurde.» (Frau E. E. in G.)

Eine Mutter erwartet das zehnte Kind. Sie empfiehlt sich dem heiligen Ignatius. Die Schwangerschaft ist kompliziert geworden durch eine bösartige Gebärmutterentzündung. Dazu kam ein schweres Leberleiden mit schmerzhaften Gallenkoliken. Die Angst vor der Geburt ist begreiflich. Auch da hat Bruder Ignatius geholfen. Am 18. 5. 1950 schreibt diese Mutter: «Die Geburt ist über alles Erwarten gut verlaufen. Wir haben ein gesundes, liebes Mädchen erhalten.» (Frau E. E. in F.)

Ein Ehepaar hat jahrelang vertrauensvoll zum Heiligen um die Gnade eines Kindes gebetet. Am 17. 5. 1950 kommt Bericht: «Das freudige Ereignis eingetretener Schwangerschaft bedeutet für unsere Ehe grosses Glück und Zufriedenheit.» (Frau S. A. in S.)

«Die schwere Stunde kam, und damit auch eine schwere Geburt. In meiner grossen Not rief ich den heiligen Ignatius zu Hilfe. Und bald war ein Knäblein zur Welt gekommen. Die drei Schwesterchen haben nun ein Brüderlein; meinem lieben Gatten durfte ich den langersehnten Stammhalter in die Arme legen.» (Frau A. in N.)

«Ich konnte nach der Geburt das Kind nicht selber ernähren. Da nahm ich meine Zuflucht zu Bruder Ignatius, versprach ihm zu Ehren eine heilige Messe, wenn ich mein Kind wenigstens 10 Wochen stillen könne. Nun sind es drei Monate her, und ich kann immer noch mehr als die Hälfte des Schoppens selber geben.» (Frau F. in L.)

«Wie glücklich bin ich, im Besitz des schönen Heftchens «Ein Helfer für gesegnete Mütter» sein zu dürfen! Schon zweimal hat mir der heilige Bruder Ignatius, zu dem mein Gatte und ich ein grosses Vertrauen haben, geholfen. Bei beiden ziemlich schweren Geburten meinte die Hebamme, es könne noch mehrere Stunden dauern bis zur Geburt. In meiner grossen Angst flehte ich nochmals um die Hilfe des Heiligen. Und siehe da: Nach einer halben Stunde war jeweilen das Kleine da. Das erste Mal ein Mädchen, das zweite Mal ein Bübchen, beide gesund und kräftig. Das Mädchen konnte ich nur kurze Zeit unter grossen Schmerzen stillen. Beim Söhnchen ging ich dann auch mit diesem Anliegen zum Heiligen. Bruder Ignatius half auch da wieder. Ich durfte das Kind circa fünf Monate lang voll stillen.» (Frau E. in W.)

«Im Jahre 1949 hatte ich dem Bruder Ignatius eine Gabe versprochen, wenn er mir zu einer guten Geburt und zu einem normalen Kind verhelfe. Leider war es eine Missgeburt; das Kind starb. Ich haderte mit Gott und dem heiligen Ignatius. Nun aber reut es mich; ich möchte mich wieder aussöhnen mit ihnen; denn ich bin wieder gesegneten Leibes und habe so Angst vor der Zukunft. Ich empfehle mich ganz innig dem Heiligen!» Später meldet diese Frau: «Der liebe Bruder Ignatius hat dieses Mal geholfen! Am 13. Oktober 1950 habe ich ohne besondere Schwierigkeiten ein gesundes, normales Mädchen geboren. Wir alle sind überglücklich.»

«Ein ganz unerwartetes Glück ist uns zuteil geworden! Der heilige Ignatius beschütze, segne, erhalte uns und unser Kind, das uns nach elfjähriger Ehe geschenkt wurde!» (Frau G. in St. G.)

«Zwei Monate vor der Geburt befielen mich wahnsinnige Schmerzen im Rücken. Die Ärztin sagte, das werdende Kind sei die Ursache; es liege direkt auf einem Nerv der Mutter. Diese Schmerzen würden wohl so bleiben, bis das Kind das Licht der Welt erblickt habe. Auch eine Steissgeburt sei in Aussicht. In diesen qualvollen Stunden bestürmte ich den heiligen Ignatius um seine Hilfe. Und siehe da: Schon nach zwei Tagen waren diese Schmerzen fast gänzlich weg. Gegen alles Erwarten der Ärztin hat sich das Kindlein gedreht. Die Geburt verlief ganz normal. Nach drei Stunden war ich glückliche Mutter eines gesunden Mädchens.» (Frau St. in Sch.)

Diese Gebetserhörungen zeigen, wie mehrere Frauen auf die Fürbitte des heiligen Bruders Ignatius gesegnet wurden, wie viele Frauen während der schweren Zeit und bei der Geburt seine grosse Hilfe erfahren durften. Ist das nicht eine Aufmunterung, dem grossen Helfer ein grosses Vertrauen zu schenken?

Zum Dank für erlangte Hilfe verbreite auch Du dieses Heftchen und die Verehrung zu Bruder Ignatius. Besonders auffallende Erhörungen melde man gütigst an die Adresse: HH. P. Hilarius, Kapuzinerkloster, Schwyz

4. Gebete zu Bruder Ignatius

Gebet einer gesegneten Mutter

Heiliger Bruder Ignatius, du bist auf deinen Almosensammlungen so vieler Not und grossen Sorgen begegnet. Immer hast du getröstet und geholfen. Schmerzen hast du gestillt, Tränen getrocknet, in bangende Herzen den Sonnenstrahl reiner Freude gesenkt und in deinem Leben ungezählte Wunder gewirkt. Den Kindern warst du treuer Schutzengel, den Trauernden starker Tröster, den Sündern kluger Mahner, den Kranken wundertätiger Helfer.

Besonders hast du mit deiner verstehenden Liebe und grossen Wunderkraft gesegnete und bangende Mütter beglückt. Heiliger Gottesfreund, ich komme mit unbegrenztem Vertrauen zu dir und lege in deine verklärten Wunderhände meine Sorge und mein Bangen um das werdende Kind. So vielen Müttern hast du einstens wunderbar geholfen. Heute vermagst du am Herzen Gottes noch viel mehr. Ich empfehle dir mein Kind, mit dem mich der heilige Schöpfergott gesegnet hat.

Beschütze, segne und erhalte unter meinem Herzen mein Kind, damit es wohlbehalten und glücklich zum Leben geboren und in der heiligen Taufe zum Gotteskind begnadigt werde! Heiliger, grosser Helfer, Bruder Ignatius, beschütze, segne und erhalte mich und mein werdendes Kind! Amen.

Vater unser, Gegrüsst seist du, Ehre sei . . .

Gebet um die Gnade eines Kindes

Göttlicher Heiland! Deine jungfräuliche Mutter Maria durfte aus ihrem reinen Herzblute, unter Mitwirkung des Heiligen Geistes, Deinen gottmenschlichen Leib bilden, uns den Erlöser schenken und so die Würde jeder Mutter verklären. Ich bitte demütig und vertrauensvoll, auf die mächtige Fürbitte des heiligen Bruders Ignatius, um die Gnade eines Kindes. So innig hat er Deine reinste Mutter geliebt und auf ihre Fürbitte vielen einsamen und flehenden Frauen geholfen. Gerne will ich mich opfern für das Kind und es dankbar für das Reich Gottes erziehen. Heiliger Bruder Ignatius, erflehe mir durch Dein mächtig fürbittendes Gebet bei der heiligsten Gottesmutter ein liebes Kind! Amen.

Vater unser, Gegrüsst seist du, Ehre sei . . .

Gebet in allen Anliegen

Heiliger Bruder Ignatius! Du hast auf Erden in treuer Heilands- und Franziskusnachfolge das Kreuz heldenhaft getragen und in eifrigem Beten und stillem Opfern, in verborgener Busse und immerwährender Menschenliebe Gottes Reich und Ehre ausgebreitet! Nun hat dich der liebe Gott für deine Liebe und Treue mit himmlischer Herrlichkeit belohnt. In meinen Anliegen flehe ich um deine mächtige Fürbitte. Du konntest im Leben nicht anders als helfen und trösten; so viele Notleidende, Arme und Kranke, besonders aber besorgte Mütter durften deine Hilfe erfahren. In seliger Anschauung Gottes vermagst du heute noch viel mehr. Ich lege darum in unbegrenztem Vertrauen meine Anliegen.. .. in deine segnenden Wunderhände. So hilf auch mir und führe mich durch Freud und Leid zu Dem, Der unendliche Weisheit und Liebe ist! Amen.

Vater unser, Gegrüsst seist du, Ehre sei …

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Die kirchliche Druckerlaubnis erteilten: Luzern, am 6. November 1951: Dr. P. Franz Solan Schäppi, Provinzial, Chur, am 12. November 1951: Das bischöfliche Ordinariat

Neu-Auflage Schwyz 1975. Verlegt bei der Kapuzinermission, Schwyz. [Früher] erhältlich in jedem Kapuzinerkloster.