Pilgerströme aus dem Libanon kommen zum Jubiläum nach Fatima

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Wien/Beirut. Das Fatima-Jahr wird auch bei den Maroniten groß gefeiert. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums wird das Marienheiligtum Fatima am 24. Juni einen »Tag für den Libanon« feiern, zu dem große Pilgerströme aus dem Zedernstaat in Portugal erwartet werden. Beim Gottesdienst in der Marienbasilika mit Kardinal-Patriarch Bechara Boutros Raï wollen die katholischen Patriarchen aus dem Nahen Osten die Weihe Libanons an Maria erneuern, wie die Stiftung »Pro Oriente« berichtete.

Die im Libanon beheimatete maronitische Kirche begeht 2017 als »Jahr des Martyriums und der Märtyrer«, das zahlreiche spirituelle und kulturelle Veranstaltungen umfassen soll. Auftakt des Jahres war der 9. Februar, Fest des heiligen Eremiten Maron, der als Begründer der maronitischen Tradition angesehen wird. Das Gedenkjahr wird bis zum Fest des ersten maronitischen Patriarchen am 2. März 2018 dauern. Kardinal Raï betonte in einer Botschaft die »Aktualität und Opportunität« des Themas angesichts der Tatsache, dass die Kirche heute an vielen Orten, vor allem im Nahen Osten, der Verfolgung ausgesetzt sei.

Bei ihrem letzten Monatstreffen am 1. Februar hat die Versammlung der maronitischen Bischöfe ein neues Wahlrecht für den Libanon eingefordert, das eine gerechte Repräsentation aller sozialen und religiösen Komponenten der libanesischen Gesellschaft garantiert. In einer gemeinsamen Verlautbarung unterstrichen die Bischöfe die Notwendigkeit »der Beschleunigung der Debatte über das neue Wahlrecht«.

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Quelle: Osservatore Romano 6/2017

Meditation mit dem Rosenkranz im Fatima-Jahr: Die lichtreichen Geheimnisse

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„Man kann sagen, dass alle Heiligen das Werk der allerseligsten Jungfrau sind und deren besondere Verehrung für sie das Kennzeichen, das sie alle gemeinsam haben“ (hl. Maximilian Kolbe) Foto: StockSnap via Pixabay

Von Monsignore Florian Kolfhaus

2017 feiern Katholiken in aller Welt den 100. Jahrestag der Erscheinungen Unserer lieben Frau in Fatima. Es ist ein „marianisches Jahr“, das uns an die Bitten der Mutter Gottes erinnert, täglich den Rosenkranz zu beten, damit endlich Frieden werde. In besonderer Weise empfiehlt sie die Verehrung ihres Unbefleckten Herzens – Sinnbild der vollkommenen Liebe – und verheißt allen, die an fünf ersten Monatssamstagen beichten (auch einige Tage vorher oder nachher), würdig die heilige Kommunion empfangen, den Rosenkranz beten und 15 Minuten über eines seiner Geheimnisse nachdenken, um so Maria zu trösten und Sühne zu leisten, den Himmel. Ein größeres Versprechen – so zu sterben, dass man das Ziel seines Lebens, die ewige Seligkeit, nicht verliert – gibt es nicht.

CNA veröffentlicht aus diesem Anlaß im Fatimajahr mit freundlicher Genehmigung von Msgr. Dr. Florian Kolfhaus seine Betrachtung zu den Rosenkranzgeheimnissen aus: „Der Rosenkranz – Theologie auf Knien“ (Dominus-Verlag, Augsburg). 

Die lichtreichen Geheimnisse

„Jesus, der von Johannes getauft worden ist“

„Man kann sagen, dass alle Heiligen das Werk der allerseligsten Jungfrau sind und deren besondere Verehrung für sie das Kennzeichen, das sie alle gemeinsam haben“ (hl. Maximilian Kolbe)

In Scharen ziehen die Menschen zum Jordan, um von Johannes die Bußtaufe zu empfangen. Zöllner und Ehebrecher, Huren und Diebe, gewalttätige Soldaten und eitle Kaufleute sammeln sich um ihn, um endlich Verzeihung ihrer Sünden zu erlangen. Unter ihnen steht einer, der vollkommen unschuldig ist, sich aber nicht scheut, „Freund der Sünder“ (Mt 11, 19) genannt und „unter die Verbrecher gezählt“ (Mk 15, 28) zu werden. Er, der keine Vergebung für sich zu erbitten braucht, findet sich in ihren Reihen, um für sie das Heil zu erlangen. Er fürchtet nicht um seinen guten Ruf und sein untadeliges Ansehen. So wie er in den Wassern des Jordan eintaucht, geht er jetzt in der Masse der Verlorenen unter. Er, der keine Sünde kannte, ist für uns zur Sünde geworden (2 Kor 5, 21).

Der letzte Prophet des alten Bundes erkennt als Einziger in der Reihe der Sünder, das Lamm, das eines Tages die Gerechten anführen wird (Offb 14, 13). Johannes sieht den, der seine Sandalen löst, um in den Fluss zu steigen, obwohl doch er sich beugen müsste, um dem Meister, der über den See schreitet, die Schuhe auszuziehen (vgl. Mt 3, 11). Der Herr kniet vor seinem Knecht. Nur weil Christus diese Taufe empfängt, wird jene, die er selbst in der Kirche spenden wird, die Kraft haben, Sünden zu vergeben. Nur weil er hinabsteigt, wird er uns hinaufführen können. Sein Untergang in den Wassern des Jordans ist Vorausbild jener blutigen Taufe, die er am Kreuz empfangen wird (vgl. Mk 10, 38). Das Lamm, das der Täufer mit zitternder Hand in den Fluss taucht, wird mit brutaler Gewalt in seinem eigenen Blut ertränkt werden. Doch da erhebt sich der Herr aus den Fluten und der Himmel öffnet sich. Er wird auferstehen, um alles Leid abzuschütteln wie die Wassertropfen des Jordan. „Das ist mein geliebter Sohn!“ Diese Stimme aus der Höhe, die die Antwort des Vater auf die Demut des Menschensohnes ist, wird jeder hören, der durch die Taufe Kind Gottes wird. „Das ist mein geliebter Sohn“ (Mt 3, 17) wie oft hat dieses Wort auch Maria gesagt? Als sie davon erfährt, dass sich ihr Kind mit Räubern und Taugenichtsen von Johannes hat taufen lassen, weiß sie, dass er schon bald beginnen wird, wozu er in diese Welt gekommen ist. Sie versteht, dass er aus dem Jordan gestiegen ist, um eine einer anderen Taufe entgegenzugehen. Noch kann sie ihn nicht begleiten. Dann aber, wenn Johannes längst ermordet ist, wird sie an seiner Seite stehen. Wenn er am Kreuz stirbt und keine Stimme vom Himmel erschallt, wird die Mutter bezeugen, das das Wort des Hauptmanns wahr ist: „Wahrlich, dieser Mensch war Gottes Sohn“ (Mt 27, 54). Der Vater hat sein Wohlgefallen gefunden an der Bereitschaft Jesu, in das Leiden einzutauchen und sein Leben hinzugeben. Auch Maria wird diesem Opfer zustimmen, selbst wenn es ihr das Herz zerreißt. Während Christus sich unter der Hand des Täufers beugt, neigt auch sie ihr Haupt und sagt noch einmal „fiat“.

Jesus und Maria sind die beiden einzigen Menschen, die der Taufe nicht bedürfen. Das Lamm und die Taube kennen keine Sünde, von der sie gereinigt werden müssten, aber gerade deshalb sind sie es, die das Heil der Welt bringen und Sündern zu Heiligen machen. Beide sind in den brausenden Fluten Golgothas untergegangen, damit ich auferstehe und lebe. Den Kelch, den die Apostel nicht trinken konnten (vgl. Mk 10, 38), hat Maria aus der Hand ihres Sohnes entgegengenommen, und die Taufe, vor der die Jünger geflohen sind, hat sie unter dem Kreuz empfangen, als Blut und Wasser aus der Seite Jesu geflossen sind. Das alles für mich. Das alles, damit sie mich heilig macht.

„Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat“

„Man bittet Gott um viele Dinge und erhält sie nicht. Man bittet Maria um viel und man erhält es. Warum ist das so? Nicht weil Maria mächtiger ist als Gott aber Gott will dadurch seine Mutter ehren.“ (Hl. Alfons Maria von Liguori)

Jesus wirkt sein erstes Wunder. Er verwandelt Wasser in Wein. Drei Jahre später wird sein letztes Wunder auf Erden geschehen, wenn er Wein zu Blut wandelt. Beide Male geschieht es auf einer Hochzeit. In Kana ist er Gast, im Abendmahlssaal lädt er selbst an seinen Tisch. Jetzt feiert er den Ehebund eines Freundes, dann aber schließt er ihn mit seiner Kirche. Er ist das Lamm, das Hochzeit hält, und sich mit seiner Braut vereint, wenn sie aus dem Kelch trinkt, den der Herr ihr reicht. Es ist der Neue und Ewige Bund, den der göttliche Bräutigam schließen will, mit dem Trank seines eigenen Blutes. Das ist der wahrhaft köstliche Wein den der Herr bis zum Ende seines Lebens zurückhält (vgl. Joh 2, 10), bevor er ihn an seine Jünger austeilt.

Maria ist bei Jesus. Sie weist ihn auf die Not der Brautleute hin, die keinen Wein mehr haben. Sie muss nicht einmal eine Bitte aussprechen, um Hilfe zu bringen. In diesem Moment wird die Mutter zur Braut, Christi Gebärerin zu seiner Gefährtin. Jesus nennt Maria „Frau“. Damit gibt er ihr den alten Titel aus der Urzeit der Schöpfung, mit dem Gott die Feindin der Schlange vorhergesagt hat (vgl. Gen 3, 15). Noch ehe sich Christus als der Messias und Herr durch das Wunder von Kana zeigt, offenbart er, wer seine Mutter ist. Diese Frau ist die neue Eva, die den Erlöser begleitet. Jesus weiß, dass das verborgene und glückliche Leben in Nazareth endgültig vorbei ist, wenn er tut, worum Maria ihn stumm bittet. Er weiß, dass das erste Zeichen des Messias ihn einen Weg betreten lässt, der erst auf Golgotha enden wird. Dort wird er Maria wieder „Frau“ nennen. Fast will er diesen Moment hinauszögern, wenn er nicht mehr zur Mutter, sondern zu der Frau sagt: „Was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Joh 2, 4). In diesem Augenblick sieht Jesus das Kreuz, vor dem er als Mensch zurückschreckt, als würde er ausrufen wollen: „Mutter, was habe ich mit diesem Leid zu schaffen?“. Er will noch nicht gehen: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ (Joh 2, 4) Und doch: Jesus verwandelt ihretwegen Wasser in Wein. Er erhört sie, weil er so seine Mutter ehren will. Christi erstes Wunder rettet die Hochzeit. Sein letztes wird die Seelen derer retten, die zum Hochzeitssmahl des Lammes geladen sind (vgl. Offb 19, 9). Mariens Bitten, die diese selige und doch so schreckliche Stunde eher anbrechen lassen, lösen nicht nur die materielle Not der Brautleute, sondern heilen das geistliche Leid der Sünder. Für sie drängt die Mutter ohne Worte den Sohn, sich endlich als Bräutigam zu zeigen. Sie, die Verlorenen die am Straßenrand und an den Hausecken stehen, sollen von ihm eingeladen werden zu jener Hochzeitsfeier, die kein Ende kennt. Sechs gewaltige Wasserkrüge verwandelt der Herr in brausenden Wein, damit die irdische Feier noch Tage dauern kann. Nach jüdischer Sitte müssten es jedoch sieben sein. Das letzte Gefäß wird sein Leib sein, aus dem sich der wahre Trank des Lebens ergießt, der niemals zur Neige geht und ein himmlisches  Fest schenkt, das nicht enden wird.

„Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2, 5). Das ist das letzte Wort, das uns die Heilige Schrift von Maria berichtet. Sie sagt es, um Jesu erstes Wunder vorzubereiten. Wenn sein letztes geschieht, wird er dieses Wort wiederholen, um seinen Aposteln aufzutragen, immer wieder Wein in sein Blut zu verwandeln: „Tut dies!“ (Lk 22, 19).  Mariens Auftrag reicht weit über die Hochzeit von Kana hinaus. Er, der Wasser in Wein und Brot in sein Fleisch wandelt, der kann auch mein Leben verwandeln und seinem ähnlich machen. Hilf mir, „bittende Allmacht“, dass ich tue, was er sagt, damit dies Wunder an mir geschehe.

„Jesus, der uns das Reich Gottes verkündigt hat“

„Ich weiss, wen ich nach Gott lieben muss: es ist meine Mutter, es ist Eure Mutter, es ist die Mutter aller Menschen. Wenn Ihr wüsstet, wie lieblich und schön die Madonna ist. Sie ist es, durch die wir Jesus haben. Sie ist es, durch die wir Gnaden empfangen. Was würde nur ohne diese gute Mutter aus uns Armen werden?“ (hl. Josef Benedikt Cottolengo)

Jesus ist König. Er ist in diese Welt gekommen, um seine Herrschaft zu errichten. Er hat die Kirche gegründet, damit sich sein unsichtbares Reich der Gnade, das in den Herzen der Menschen wächst, sichtbar darstelle und ausbreite. Wo immer die eine Kirche ist, die Christus auf Petrus gründen wollte, da findet sich die göttliche Wahrheit, die der Herr den Aposteln anvertraute, damit sie das Heil verkündigen; da sind all die Mittel, die Heiligkeit schenken und so das Reich Gottes in den Seelen erschaffen und festigen. Jesus ist der neue Moses, der das Gesetz der Gnade nicht mehr auf steinerne Tafeln schreibt, sondern in Herzen aus Fleisch und Blut. Er schafft ein neues Volk, das er durch die Wüste dieser Erde, in das Gelobte Land führt. Seine Jünger sollen den Himmel erobern und das Reich in Besitz nehmen, das jetzt schon angebrochen ist, aber noch auf seine Vollendung wartet.

Jesus ist der Herr. Seine Krone glänzt jedoch nicht in Gold und Edelsteinen, sondern ist aus Dornen geflochten. Er trägt nicht den Purpur der Cäsaren, sondern das Spottkleid heidnischer Soldaten. Sein Thron ist das Kreuz. Dort wird er seiner verstreute Gefolgschaft nur noch sieben Worte hinterlassen können, ehe sein Herz bricht. Vor seinem Tod auf Golgotha bezeugt er aber mit sieben Zeichen, dass er der Messias ist, mit dessen Kommen, das neue Reich Davids anbricht. Er ist Gottes Sohnes, der Wunder wirkt und Sünden vergibt. Er ist gekommen, den Verlorenen Verzeihung zu bringen. Was er auf machtvolle Weise an den leidenden Leibern einiger Kranken tut, das wirkt er als göttlicher Arzt in den Seelen aller, die ihn um Erbarmen bitten. Sünder, Besessene und Kranke bilden den Hofstaat dieses Königs, der ihnen Heilung schenkt, um mit ihnen seinen Reich zu bevölkern. Die Thronrede, die der ans Holz genagelte Herr auf jenem Felsen vor der Stadt nicht mehr halten kann, richtet er auf einem anderen Berg an sein erwähltes Volk, das das Erbe der Stämme Israels antreten soll. Umgeben von den Jüngern, aus denen er Zwölf erwählen wird, preist Jesus die selig, die ihr Kreuz auf sich nehmen und ihm nachfolgen (vgl. Mt 5, 1). Was seine Worte sagen, zeigen drei Jahre später die blutigen Spuren an seinem Leib (vgl. Mt 5, 3-10):

Selig, die Armen, sagt der nackte König am Kreuz!

Selig die Trauernden, spricht der vor Schmerzen weinende Herr!

Selig, die keine Gewalt anwenden, lehrt der Allmächtige, der ohnmächtig am Pfahl hängt.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, stottert mit ausgebrannter Kehle der unschuldig Verurteilte.

Selig die Barmherzigen, bekennt der, der seinen Henkern vergibt, weil sie nicht wissen, was sie tun.

Selig, die ein reines Herz haben, verkündet der Erlöser, aus dessen Seite Blut und Wasser strömen, um damit jede Sünde abzuwaschen.

Selig, die Frieden stiften, bezeugt der Heiland der Welt, dessen Tod Himmel und Erde versöhnt hat (vgl. Kol 1, 20).

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, belehrt der Meister seine Schüler, denen das gleiche Los beschieden ist, wie ihrem Herrn auf Golgotha.

Das ist die Verfassung des Reiches, das Christus mit seinem Kreuz gestiftet hat. Das ist das Gesetz des Neuen Bundes.

Maria ist Königin im Reiche Gottes; nicht nur, weil sie den geboren hat, „der herrschen muss“ (vgl. 1 Kor 15, 25), sondern weil sie die wahrhaft Selige ist, die wie kein anderer erfüllt hat, was der Herr von seinen Jüngern erwartet. Sie musste als Einzige nicht die Bergpredigt ihres Sohnes hören, doch auf der Schädelhöhe durfte sie nicht fehlen. Als der Dornenkönig im Purpur seines Blutes die alte Schlange niederringt und seine Herrschaft antritt, steht sie an seiner Seite. In dieser Stunde wird sie unser aller Mutter. So hat sie Anteil am Sieg des Königs. Wenn wir ihn bitten „Dein Reich komme“ (Mt 6,10), so wollen wir in gleicher Weise, das das ihre anbricht.

„Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist“

„Noch bevor er von ihr geboren wurde, hat er sie gekannt und vorherbestimmt, noch bevor er sie als Gott erschaffen hat, kannte er die Mutter, aus der er als Mensch Geschöpf wurde“ (Hl. Augustinus)

Petrus, Johannes und Jakobus, die drei Apostel, die am Ölberg die Angst Jesu sehen werden, sollen jetzt die Herrlichkeit des Sohnes schauen. Der „Fels“ (vgl. Mt 16, 18) darf mit einigen Augen erblicken, was er wenige Tage zuvor in der Kraft des Geistes bekannt hat: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16, 16) Und die „Donnersöhne“ (Mk 3, 17), die zur Rechten und zur Linken des Meister sitzen wollen (Mt 20, 21), stehen nun an seiner Seite, da er seine Herrlichkeit offenbart. Auf dem Tabor werden Glaube und Sehnsucht, Hoffnung und Erwartung der Jünger für einen Moment im Schauen erfüllt, um in der jungen Kirche zum felsenfesten Grund des Bekenntnisses und zum donnernden Zeugnis der Wahrheit zu werden. Auf jenem Berg, von dem aus man in der Ferne das Dorf Nazareth sieht, offenbart sich das Kind Mariens als Sohn des ewigen Vaters.

Moses und Elija erscheinen, um zu bezeugen, dass Jesus der verheissene Messias ist, von dem das Gesetz und die Propheten sprechen. Er ist das Manna in der Wüste, der Fels, aus dem Wasser sprudelt, das Feuer des Dornbusches, der nicht verbrennt. Alles, was die Schriften des Moses erzählen, spricht von ihm, um das erwählte Volk auf seine Ankunft vorzubereiten. Moses hat, gestützt von zwei Männern, den ganzen Tag die Arme zum Gebet erhoben (Ex 17, 8 – 16) ,um den Sieg zu erflehen. Christus wird, ans Kreuz genagelt, als Hoherpriester beten, um über den Feind zu triumphieren und wie Elija, brennendes Feuer vom Himmel schicken (1 Kön 17 – 47), um das Land von allen Götzen zu reinigen. Jesus ist der Herr, der die Macht hat zu vollenden, was seine Diener im Alten Bund begonnen haben. Auf dem Tabor fallen die Jünger des Neuen Bundes vor ihm nieder, wie sie es tun werden, wenn er als der siegreiche und auferstandene König sich den Seinen zeigt. Petrus – ohne recht zu wissen, was er in diesem glorreichen Moment sagen soll – will drei Hütten bauen. Doch der, der auf dem einen Berg bleiben will, wird vor dem anderen fliehen, auf dem eben dieser Sieg errungen werden muss. Er, der vor genau sechs Tagen, die Botschaft Jesu vom leidenden Gottesknecht ablehnte, will nun für immer die Herrlichkeit genießen. Aber dieser siebte Tag, an dem Gott ruhte und seinem Volk nach der Mühe des Kampfes Erholung schenkt, kann erst anbrechen, wenn jener Freitag vorbei ist, an dem der neue Moses die blutige Schlacht gegen die Feinde schlägt und der wahre Elija sich den Dienern der Dämonen stellt. Christus wird nicht, wie die Pharisäer meinen, den Propheten um Hilfe rufen (vgl. Mt 27, 47), sondern selbst das Werk erfüllen und die Macht des Bösen brechen. Es gibt kein Bleiben auf dem Tabor, wenn vorher nicht Golgotha bestiegen wurde. Es sollen keine Hütten errichtet werden, so lange der Eckstein, den die Bauleute verwarfen (Mt 21, 42), nicht zum Grundstein des Hauses Gottes geworden ist.

Wahrscheinlich hat Maria vom Fenster ihres Hauses in Nazareth das Leuchten auf dem Tabor nicht gesehen. Sie musste nicht dabeisein, als ihr Sohn den drei Aposteln offenbart, Gottes Sohn zu sein, der in diese Welt gekommen ist, um die Menschheit zu erlösen. Die Jungfrau kennt den Vater ihres Kindes. Sie weiß, dass der, der neun Monate in ihrem Schoß geborgen war, der Eingeborene des Allmächtigen ist, der in ewiger Liebe, die weder Anfang noch Ende kennt, bei ihm ruht. Der, den die Stimme aus der Wolke als den „geliebten Sohn“ (Mt 17, 5) bekennt, ist der ihre. Sie braucht dieses Wort nicht aus der Höhe zu hören, weil sie es unablässig in ihrem herzen vernimmt.

„Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat“

„Der anbetungswürdige Erlöser hat sich nur einmal dem Vater auf dem Altar des Kreuzes geopfert, aber seine heilige Mutter hat ihn zehntausendmal dargebracht auf dem Altar ihres Herzens. Dieses Herz war wie ein Priester, der ihn geopfert und sich selbst mit ihm dargebracht hat. Und so kann man sagen, dass dieses wunderbare Herz in diesem Opfer das Amt des Priesters ausgeübt hat und zugleich Opfergabe und Altar war. Oh! Wie viel Ehre schuldet man diesem heiligen Priester, wie viel Ehrfurcht diesem kostbaren Opfer, wie viel Verehrung diesem heiligen Altar“ (hl. Johannes Eudes).

Jesus schickt die Jünger voraus, um das letzte Mahl vorzubereiten. In geheimnisvoller Weise deutet er ihnen den Ort an, um ihn vor Judas, der ihn verraten sollte, zu verbergen. Niemand darf das, was da geschehen soll stören. Die Stunde des Gottessohnes, auf die sein ganzes Leben zulief, bricht endlich an. Die Apostel sollen einem Mann mit einem Wasserkrug nachgehen (vgl. Lk 22, 10), bevor sie dem zum Festsaal folgen, der ihnen dort den Trank des Lebens gibt.  Mit Bedacht wählt Jesus einen großen Raum aus, der mit Polstern ausgestattet ist (vgl. 22, 12). An diesem Abend, an dem er den kostbaren Kelch des Paschageschirrs benutzen wird, duldet der Reichtum, den Jesus austeilen wird, weder Bescheidenheit noch Sparsamkeit, weder herbe Kargheit noch nüchternes Gehabe. Für dieses letzte Fest, das doch ewig dauern wird, leert der Herr die Kasse der Jünger. Das Opfer von Kalvaria, das in der Herrlichkeit des Himmels gefeiert werden wird, darf in seiner geheimnisvollen Vorwegnahme am Gründonnerstag nicht die Gestalt eines Mahls armer Leute tragen.

Viele Male war Jesus zu Gast in den Häusern der Sünder, die ihn, der ihnen solche Liebe zeigte, überreich bewirteten, ihm die Füße wuschen und sein Haupt mit Öl salbten. Jetzt aber hält der Herr kein Mahl der Sünder, sondern gewährt als Gastgeber nur denen Einlaß, die ein festliches Gewand haben (vgl. Mt 22, 12). Bis auf einen sind sie alle, die vom Bade der Gnade kommen, schon rein und brauchen sich nur noch die Füße waschen zu lassen (vgl. Joh 13, 9), ehe sie zu dem Tisch hintreten, der der durch den Vorsitz Jesu zum Altar geworden ist. Hier werden die Freunde des Galliläers zu Priestern des Neuen Bundes geweiht. Hier werden die Männer, die ihm drei Jahre gefolgt sind, zu wahren Aposteln, die gesandt sind, ihn in die Welt zu tragen. Ab heute werden sie ihn in Händen halten, wann immer sie das wiederholen, was er ihnen an diesem Abend aufträgt. Das wahre Paschalamm, das am folgenden Tag blutig geschlachtet wird, gibt sich auf geheimnisvolle Weise den Seinen zur Speise. Die Rebe, aus der morgen der letzte Tropfen gepresst wird, vergießt heute schon ihr Blut. Der Hohepriester, der in wenigen Stunden seinen entstellten Leib als Opfergabe darbringen wird, feiert diese eine wahre Liturgie am Vorabend seines Leidens unter heilbringenden Zeichen und befähigt seine Jünger, dies bis zum Ende der Zeiten zu tun. Jesus schenkt sich selbst – zugleich dem Vater, der mit Wohlgefallen auf dieses neue, von den Propheten verheißene Speiseopfer (Mal 1, 11) schaut, und seinen Freunden, die ihn nicht nur mit dem Mund, sondern mit dem Herz empfangen. Dank der Eucharistie sind wir mit den Aposteln im Abendmahlssaal, stehen wir mit Maria unter dem Kreuz, feiern wir schon heute das Fest der Engel, die das geschlachtete Lamm anbeten. Im Opfer Christi verschwinden die Grenzen von Raum und Zeit, Himmel und Erde, um alle zu dem einem Leib zu vereinen, der ihnen als Speise gereicht wird. Die heilige Messe ist Jesus – das Kind im Schoß der Mutter, der Neugeborene in Bethlehem, der Hohepriester im Abendmahlssaal, der Erlöser am Kreuz, der auferstandene Sieger über den Tod, das Lamm, das Hochzeit hält.

Maria ist nicht im Abendmahlssaal. Sie empfängt nicht mit den Aposteln die Priesterweihe, denn kraft ihrer Gottesmutterschaft darf sie sagen, was der Priester nur in den heiligsten Momenten seines Dienstes aussprechen kann: „Das ist mein Leib“. Jesus ist ihr Fleisch und Blut. Und weil sie als Mutter und Mittlerin nicht aufhört, der Welt Christus zu schenken, ist sie immer dabei, wenn  jene Worte des Abendmahlssaals ihn wahrhaft gegenwärtig werden lassen. Durch sie kommt er auf unsere Erde, durch sie finden wir zu ihm. Das große Sakrament des Leibes und Blutes Christi schenkt uns daher auch die geistliche Nähe der Mutter, die immer bei ihrem Sohne ist.

Die bereits veröffentlichten Betrachtungen der freudenreichen Geheimnisse lesen Sie hier.

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Quelle

Diözesane Phase des Seligsprechungsverfahren von Schwester Lúcia dos Santos wird am 13. Februar abgeschlossen

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Lúcia Rosa Dos Santos (Rechts) / Wikimedia Commons – Webseite Santuario De Fátima, Public Domain

Als Kind war ‪„Irmã Lúcia“
zusammen mit einer Cousine und einem Cousin
Zeugin der Marienerscheinungen in Fátima

Am 13. Februar 2017 wird im portugiesischen Coimbra die diözesane Phase des Seligsprechungsprozesses von Schwester Lúcia dos Santos (1907-2005) abgeschlossen. Danach wechselt das Verfahren nach Rom.

Im Alter von zwölf Jahren war Lúcia dos Santos Zeugin der Marienerscheinungen in Fátima. Während des Seligsprechungsverfahrens wurden sämtliche Schriften der 2005 verstorbenen Ordensschwester gesichtet sowie alle Zeugenaussagen, die ihre Heiligkeit und ihren tugendhaften Lebensstil bezeugen.

Der Bischof emeritus von Meaux, in Frankreich, Msgr. Albert-Marie de Monléon O.P., bezeichnete Schwester Lúcia in einem Interview als Mutter der Barmherzigkeit und erinnerte daran, dass ihre Gebete den Armen und dem Frieden in der Welt gegolten hätten. Dieser Werke der Barmherzigkeit habe unsere Welt am meisten nötig.

Lúcia dos Santos wurde am 22. März 1907 in Aljustrel bei Fátima geboren. Von Mai bis Oktober 1917 hatte sie beim Hüten der Schafe gemeinsam mit ihrer Cousine Jacinta Marto und ihrem Cousin Francisco Marto in der Cova da Iria bei Fátima Marienerscheinungen. 1926 trat sie in das Kloster von Tuy ein, 1928 legte sie die Gelübde ab, 1934 die ewige Profess. 1948 schloss sie sich dem Karmel in Coimbra an und erhielt den Ordensnamen Maria Lúcia von Jesus und vom Unbefleckten Herzen (‪„Maria Lúcia de Jesus e do Coração Imaculado“). Sie starb am 13. Februar 2005.

Ihr Seligsprechungsprozess wurde bereits 2008 eingeleitet, d.h. vor Ablauf der üblichen Fünfjahresfrist nach dem Ableben.

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Quelle

Video: Heiligsprechungsverfahren für Schwester Lucia, das Hirtenkind von Fatima

Die letzte Seherin Fatimas ist der Heiligkeit ein Stück näher gekommen: In einigen Wochen wird der Vatikan das Seligssprechungsverfahren für Schwester Lucia Dos Santos entgegennehmen.

Schwester Lucia de Jesus war die einzige Überlebende der Hirtenkinder von Fatima. Francisco und Jacinta starben kurz nach den Erscheinungen im Jahr 1917. Schwester Lucia wurde eine Karmeliterin und starb im Jahr 2005, im Alter von fast 98 Jahren. Sie war es, welche die berühmten Geheimnisse von Fatima der Kirche vermittelte.

Papst Benedikt XVI. erließ die fünfjährige Wartezeit bis zum Beginn des Heiligsprechungsverfahrens.

Am kommenden 13. Februar schließt die diözesane Phase des Prozesses, der sie zur Ehre der Altäre erheben kann.

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Quelle

Fatima-Feiern: Papst kommt schon einen Tag früher

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Das Marienheiligtum Fatima in Portugal

Papst Franziskus wird im Mai kommenden Jahres einen Tag früher nach Fatima kommen als geplant. Seine Anwesenheit in dem portugiesischen Marienheiligtum zum 100. Jahrestag der Erscheinungen – 13. Mai 2017 – hatte er bereits angekündigt. Am Montag stellte Franziskus aber klar, dass er schon am 12. Mai dort sein werde, um an der abendlichen Lichterprozession teilzunehmen. Das berichtet die portugiesische katholische Nachrichtenagentur Agencia Ecclesia.Die Ankündigung wurde von Franziskus im Gespräch mit einer portugiesischen Ordensfrau aus der Kongregation der Anbetungsschwestern gemacht, die am Wochenende im Vatikan an einer Papstaudienz teilnahm.

Die Organisatoren erwarten, dass Franziskus am Nachmittag des 12. Mai in Lissabon ankommen und und dort Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa besuchen werde. Er würde damit den Besuch Sousas im Vatikan erwidern. Von Lissabon soll der Papst mit einem Hubschrauber nach Fatima fliegen. Dort wird er die offiziellen Feierlichkeiten des 100. Jahrestages der Erscheinungen leiten.

Der Papst hatte den portugiesischen Bischöfen bereits beim Ad-limina-Besuch 2015 eine Zusage zum Fatima-Besuch im Mai 2017 gegeben. Kurz nach seiner Wahl im März 2013 hatte Franziskus sein Pontifikat unter den Schutz der Muttergottes von Fatima gestellt.

In Fatima, 130 Kilometer nördlich von Lissabon, erschien nach katholischer Überzeugung die Muttergottes insgesamt sechs Mal den drei Hirtenkindern Francisco Marto, Jacinta Marto und Lucia dos Santos – das erste Mal am 13. Mai 1917. Die Geschwister Marto waren vor 16 Jahren von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen worden. Jährlich pilgern hunderttausende Menschen nach Fatima.

Schon Papst Paul VI. war 1967 zu den 50-Jahr-Feiern nach Fatima gekommen. Johannes Paul II. reiste 1982, 1991 und 2000 dorthin. Dass er am 13. Mai 1981 ein Attentat auf dem Petersplatz schwer verletzt überlebte, schrieb der polnische Papst dem Schutz der Muttergottes von Fatima zu. Benedikt XVI. war 2010 der dritte Papst, der den Marienwallfahrtsort besuchte.

(kap 11.11.2016 sk)

Bestätigt: Papst Franziskus wird Fatima besuchen

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Pilger mit Unserer Lieben Frau von Fatima am 13. Oktober 2016. Foto: Santuário de Fátima via Facebook

Die Weltkirche feiert im kommenden Jahr das 100-jährige Jubiläum der kirchlich anerkannten Marien-Erscheinungen unserer lieben Frau von Fatima.

Eine Reihe von Veranstaltungen finden rum um das Fatima-Jahr statt. Unter anderem besuchte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin den Wallfahrtsort im Oktober. Dabei sprach Kardinal Parolin über die Lage Europas und die Migrationskrise.

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums hat Papst Franziskus beschlossen, während des gesamten Jubiläumsjahres, das am 27. November 2016 begann und am 26. November 2017 enden wird, einen vollkommenen Ablass zu gewähren.

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VATIKANSTADT , 17 December, 2016 / 4:20 PM (CNA Deutsch).-


100 Jahre Fatima: So gewinnt man einen vollkommenen Ablass

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Erscheinungen Unserer Lieben Frau von Fatima in Portugal hat Papst Franziskus beschlossen, während des gesamten Jubiläumsjahres, das am 27. November 2016 begann und am 26. November 2017 enden wird, einen vollkommenen Ablass zu gewähren.

Was ein Ablass ist? Im Codex des kanonischen Rechtes (can. 992) und im Katechismus der Katholischen Kirche (Nr. 1471) folgendermaßen definiert:

Der Ablaß ist Erlaß einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt.

Das Heiligtum in Fatima gab jetzt bekannt, dass die Gläubigen zur Erlangung des Ablasses zuerst die gewöhnlichen Bedingungen erfüllen müssen: Beichte, Kommunion und Gebet für die Intentionen des Heiligen Vaters.

In einer Erläuterung an CNA erklärte der Sekretär des Rektorats des Heiligtums in Fatima, André Pereira, dass der Ablass das ganze Jubiläumsjahr über gewonnen werden kann. Es gibt dafür drei Möglichkeiten, die in einer Veröffentlichung auf der Website des Heiligtums näher dargestellt werden.

Erstens: Eine Wallfahrt zum Heiligtum

Die erste Form ist, dass „die Gläubigen zum Heiligtum von Fatima in Portugal pilgern und dort an einer Zelebration oder einem der heiligen Jungfrau geweihten Gebet teilnehmen.“

Darüber hinaus müssen die Gläubigen das Vaterunser und das Glaubensbekenntnis beten, sowie die Gottesmutter anrufen.

Zweitens: Vor jedem Bild der allerseligsten von Jungfrau Fatima in aller Welt

Die zweite Form betrifft „die frommen Gläubigen, die mit Andacht ein Bild Unserer Lieben Frau von Fatima besuchen, das in irgendeiner Kirche, Oratorium oder angemessenen Ort an den Jahrestagen der Erscheinung (am 13. eines jeden Monats, von Mai bis Oktober 2017) feierlich zur öffentlichen Verehrung aufgestellt ist und dort andächtig an einer Zelebration oder einem Gebet zu Ehren der Jungfrau Maria teilnehmen.

Auch in diesem Fall muss ein Vaterunser und das Glaubensbekenntnis gebetet, sowie die Jungfrau von Fatima angerufen werden.

Drittens: Alte und Kranke

Die dritte Form, um den Ablass zu gewinnen, trifft auf Personen zu, die aufgrund von Alter, Krankheit oder anderen schwerwiegenden Gründen nicht mobil sind.

Sie können vor dem Bild Unserer Lieben Frau von Fatima beten und müssen sich an den Tagen der Erscheinung, am 13. jeden Monats zwischen Mai und Oktober 2017, geistlich mit den Jubiläumsfeiern vereinen.

Des weiteren sollen sie „vertrauensvoll dem barmherzigen Gott durch Maria ihre Gebete, Schmerzen und Opfer ihres eigenen Lebens aufopfern.“

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FATIMA , 01 December, 2016 / 7:51 AM (CNA Deutsch).-

Die Marianische Priesterbewegung (MPB) – Vortrag von P. Laurent Larroque am ersten Exerzitientag in Collevalenza, 27. Juni 2016

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Liebe Exzellenzen, liebe Mitbrüder,

vor Kurzem habe ich ein Wort Mariens im Blauen Buch gelesen, das mich ge­troffen hat, denn sie spricht nicht vom Triumph ihres Unbefleckten Herzens, sondern sagt: „Das aber wird der Triumph meiner kleinen Söhne in meinem Unbefleckten Herzen sein“ (29. Juli 1975). Das will heißen, dass es nicht nur ihr Triumph ist, sondern auch der unsere — ihr Triumph in uns! Wenn wir immer mehr ihre kleinen Kinder werden, wird sie ihren Triumph in uns verwirklichen. Darum spricht sie nicht nur von einem zukünftigen Triumph, sondern dass er sich bereits täglich im Herzen ihrer kleinen Kinder ereignet: „Jeden Tag errich­te ich nur im Herzen der Kleinen den größten Triumph meines Unbefleckten Herzens.“ (2. Februar 1990)

Ihr Triumph vollzieht sich also tatsächlich durch uns (wenn wir klein sind). Ihr Triumph wird unserer und unserer wird ihrer sein.
Das hat mich sehr beeindruckt, als ich es zuletzt las, obwohl ich es sicher schon früher gelesen hatte, aber das ist ja das Erstaunliche an diesem Buch, dass dich ein Wort Mariens im richtigen Moment trifft. Du hast es vielleicht schon öfter gelesen, ohne dass es dir aufgefallen wäre.
Ich möchte also diesen Gedanken in meiner Betrachtung vertiefen.

Die Frau mit der Sonne bekleidet

(Offenbarung des Johannes, Kapitel 12)

Wir befinden uns tatsächlich in der in Kapitel 12 der Geheimen Offenbarung beschriebenen Zeitperiode. Dies sagt auch der hl. Johannes Paul II. in seiner Predigt zur Seligsprechung von Jacinta und Francisco, am 13. Mai 2000 in Fatima. Er hatte als erste Lesung für die hl. Messe Offb. 12 gewählt, — wie es auch Don Stefano Gobbi immer für die Zönakel tat —, und setzte die „Frau mit der Sonne bekleidet“ mit Unserer Lieben Frau von Fatima gleich.

„Nach dem göttlichen Plan ist ,eine Frau, mit der Sonne bekleidet‘ (Offb 12,1), vom Himmel auf diese Erde herab gekommen, um die vom Vater bevorzugten Unmündigen aufzusuchen. Sie spricht mit der Stimme und dem Herzen einer Mutter zu ihnen …“

Dieser Satz von Johannes Paul II. hat Don Stefano sehr gefallen, weshalb er ihn immer wieder zitiert hat. Er sah darin die Erklärung für den Ursprung der MPB, ihren Geist und den Grund, ihr anzugehören.

* Der göttliche Ursprung. So wie Fatima nicht von Jacinta, Francisco und Lucia erfunden wurde, sondern eine Initiative des Himmels ist, so war auch die MPB keine Erfindung von Don Stefano, sondern ist göttlichen Ursprungs; Maria ist „vom Himmel herabgekommen“ zu Don Stefano. Es ist „ihre“ Bewe­gung und keine, die von Menschen ausgeht. (Vgl. Mt 21,25 in Bezug auf die Taufe des Johannes: stammte sie „vom Himmel oder von den Menschen?“ Und die Pharisäer antworteten: „Wir wissen es nicht“, weil sie sich nicht bekehren wollten.)

* Der Geist des Kleinseins. Wenn wir nicht klein sind, sucht Maria uns nicht auf. Darum gehören auch viele nicht mehr der Bewegung an: Sie ist nur für die Kleinen, die sich Maria anvertrauen. Sie spricht zu ihnen mit dem Herzen und der Stimme einer Mutter und nur jene, die Herz und Ohr eines Kindes haben, können auf das Blaue Buch hören und sich nach den Plänen der Madonna führen lassen.

* Diese Gleichsetzung Unserer Lieben Frau von Fatima mit der sonnenbe­kleideten Frau der Apokalypse sagt uns, dass wir in dieser Zeit angekommen sind, die in Kapitel 12 ff. der Offenbarung beschrieben ist. All dies wird nach und nach im Blauen Buch erklärt.

Die Gottesmutter hat die MPB ins Leben gerufen, um sich eine Heerschar zu bilden, die sich zum Kampf gegen Satan, sein Gefolge und alle apokalypti­schen Tiere, die in Kapitel 12-13 der Geheimen Offenbarung beschrieben sind, versammelt, um schließlich, wie dort und in Kapitel 19-20 nachzulesen, den Sieg davon zu tragen.

Diese Schlacht muss Maria „durch uns“ gewinnen. Das wiederholt sie im Blauen Buch bereits in den allerersten Botschaften: … „Es wird eine neue Kirche für eine neue Welt sein, in der mein Sohn Jesus schließlich herrschen wird. Satan fürchtet nur diesen meinen Sieg, den ich durch euch, meine vielgeliebten Söhne, die ich in meiner Bewegung sammle, erringen werde.“ (1. August 1973)

Das große Zeichen

* Im Kontext des Buches der Geheimen Offenbarung

Die Erscheinung der mit der Sonne umkleideten Frau muss, gemäß dem Buch der Offenbarung, „das Geheimnis Gottes vollenden; so hatte er es seinen Knech­ten, den Propheten, verkündet“ (Offb. 10,7). Dies wird die Auswirkung „der siebten (und letzten) Posaune“ sein. „Der siebte Engel blies seine Posaune … Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar … Dann erschien ein großes Zeichen am Him­mel: eine Frau, mit der Sonne umkleidet …“ (Offb. 11,15. 19; 12,1).

Die Lade des Bundes oder die Frau mit der Sonne umkleidet, ist Maria, „die Vollendung des Geheimnisses Gottes“.

* In unserer Zeit

Wir leben in dieser Zeit und die Gegenwart Mariens als „Großes Zeichen“ im Himmel und auf der Erde seit ungefähr zwei Jahrhunderten und ganz besonders in unserer Zeit mit „ihrer“ Bewegung, ist ein Hinweis auf die Auswirkung der „letzten Posaune“, die „das Geheimnis Gottes vollendet“ und den Plan Gottes für die letzten Zeiten verwirklicht. Dies ist eine „gute Nachricht“ für die Diener Gottes, auch wenn Johannes die drei letzten Posaunen mit „Wehe“-Rufen be­gleitet. Ja, „Wehe“ für die Welt, weil es Gericht bedeutet und den baldigen Sturz Babylons , der großen, verdorbenen Stadt (Offb. 18,20-21). Aber auch „gute Nachricht“, wenn unser Herr „an jenem Tag kommt, um inmitten seiner Heili­gen gefeiert und im Kreis aller derer bewundert zu werden, die den Glauben an­genommen haben“ (2 Tess 1,10) und „die sehnsüchtig auf sein Erscheinen war­ten“ (2. Tim 4,8) und sprechen: „Amen. Komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20).

Das Ende der Zeiten ist Unglück und gute Nachricht zugleich: „Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott unter denen, die gerettet werden, wie unter denen, die verloren gehen. Den einen sind wir Todesgeruch, der Tod bringt; den ande­ren Lebensduft, der Leben verheißt“ 2 Kor 2,15-16.

Papst Paul VI. hat zum 50. Jahrestag der Erscheinung von Fatima von Unserer Lieben Frau als dem „großen Zeichen“ der Apokalypse gesprochen. Dies ist auch der Titel seines Apostolischen Mahnschreibens: Signum Magnum. Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Maria, Unsere Liebe Frau von Fatima, die Frau der Offenbarung, die den Kampf mit Satan und seiner mächtigen Ge­folgschaft aufnimmt.

In diesem Text erinnert Papst Paul VI. an die „Weihe der Kirche und des Men­schengeschlechts an Maria“, die von Pius XII. am 31. Oktober 1942 vollzogen wurde. „Diese Weihe haben Wir selbst, am 21. November 1964 erneuert. Nun aber bitten Wir, und rufen dazu alle Söhne und Töchter der Kirche auf, sich persönlich und von neuem aufrichtig dem Unbefleckten Herzen der Mutter der Kirche anzuvertrauen. Und dieses Zeichen vollständiger kindlicher Liebe, die Nachahmung des Beispiels der Mutter, soll in ein tatkräftiges Leben übertragen werden! Mehr und mehr soll der Einzelne sein Leben nach dem Willen Gottes, nach dem Vorbild des Lebens der himmlischen Königin ausrichten und ihr so nach echter Kinderart dienen.“

Wir wünschen, dass die Kirche, zusammen mit dem Hl. Vater, das 100-jährige Fatima-Jubiläum im kommenden Jahr gebührend feiern kann, als ein „Fatima-Jahr“, um den „angekündigten Triumph des Unbefleckten Herzen Mariens zu beschleunigen“, wie Benedikt XVI. am 12. Mai 2010 in Fatima gesagt hat. Dieser Weiheakt an das Unbefleckte Herz Mariens wurde von allen Päpsten unserer Zeit vollzogen und gewünscht:

Johannes Paul II. hat ihn am 25. März 1984 vollzogen. (Text und Bild befinden sich am Ende unseres Blauen Buches, mit dem schönen Kommentar von Maria zu diesem Datum und der Bedeutung dieser Weihe.)

Benedikt XVI. hat ihn mit den Priestern aus aller Welt am 13. Mai in Fatima und am 10. Juni 2010 auf dem Petersplatz gebetet, am Herz-Jesu-Fest und zum Abschluss des Priesterjahres. Dies war von so großer Bedeutung, dass Don Stefano sagte: mit dieser Weihe des Papstes hat die MPB ihr Ziel erreicht, darin bestand ihre Aufgabe. Jetzt geht es darum, dass die Weihe gelebt wird.

Unser Wunsch ist, dass Papst Franziskus eine feierliche Weihe zum 100-jähri­gen Jubiläum in Fatima vollzieht.

Im Kontext der Offenbarung können wir sagen, dass dieser Weiheakt unver­zichtbar ist, um der siegreichen Schar Mariens, die dem kampfbereiten Heer des Bösen gegenübersteht, anzugehören.

Die Schlacht zu unseren Häuptern

Das Erste, was es hervorzuheben gilt: Dies ist der Kampf Gottes und nicht der eure.

„So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor die­sem großen Heerhaufen; denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Krieg. Zieht morgen gegen sie hinab! (…) Doch werdet ihr nicht kämpfen müssen. Tretet an, bleibt aber stehen und seht zu, wie der Herr euch Rettung verschafft. Juda und Jerusalem, fürchtet euch nicht und habt keine Angst! Morgen sollt ihr vor ihren Augen ausrücken und der Herr wird mit euch sein.“ (2 Chron 20,15) „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im Himmel“ (Offb 12,7-8).

Maria sagt oft im Blauen Buch: „Es ist ein Plan der Feindschaft!“ (8. Dezem­ber 1982), ein Kampf, der vor allem auf geistiger Ebene stattfindet: Gott gegen den Teufel; Maria gegen Satan; Engel und Erzengel gegen die aufbegehrenden Engel; die Seelen der Heiligen gegen die Verdammten, die in dieser Zeit auch auf der Erde wirken; und schließlich wir, die Kinder Mariens, die noch auf Er­den sind, gegen die Anhänger Satans. Vgl. 13. Oktober 1985: „Die zwei Heer­scharen.“

„Das ist die Zeit des großen Kampfes zwischen mir und der mächtigen Schar, die unter dem Diktat des roten Drachen und des schwarzen Tieres stehen. Der marxistische Atheismus und das Tier, das einem Panther gleicht [wir nennen es nicht ausdrücklich, wie Maria es Don Stefano empfohlen hatte] führen dieses versammelte Heer an, um die ganze Menschheit zur Verneinung Gottes und zur Rebellion gegen Gott zu verführen.

An der Spitze dieser Heerschar steht Luzifer selbst, der heute seine Heraus­forderung, sich gegen Gott zu stellen und sich selbst als Gott anbeten zu lassen, wiederholt.

Mit ihm kämpfen alle Dämonen, die sich in dieser Zeit aus der Hölle auf die Er ­de ergossen haben, um eine möglichst große Anzahl von Seelen zu verderben. Mit ihnen sind alle Geister der Verdammten und jener vereinigt, die sich in ihrem Leben Gott widersetzen, ihn beleidigen und verfluchen und die Straße des Egoismus und des Hasses, des Bösen und der Unreinheit beschreiten.

Ihr einziges Lebensziel ist das Haschen nach Genüssen, sie befriedigen alle ihre Leidenschaften, sie kämpfen für den Triumph des Hasses, des Bösen und der Gottlosigkeit. Die Schar, die ich selber anführe, wird von allen Engeln und Heiligen des Paradieses gebildet, und sie wird vom heiligen Erzengel Michael, dem Fürst der ganzen himmlischen Heerschar, geleitet.

Das ist eine große Schlacht, die vor allem im Bereich der Geister gekämpft wird.

Auf dieser Erde wird meine Schar von all jenen gebildet, die leben, um entspre­chend der Gnade, die sie in der heiligen Taufe empfangen haben, Gott zu lieben und zu verherrlichen, und die auf dem sicheren Weg der vollkommenen Beob­achtung der Gebote des Herrn gehen.

Sie sind demütig, fügsam, klein und wohltätig; sie meiden die Fallstricke des Dämons und die leichtfertigen Verführungen des Genusses, sie durchlaufen den Weg der Liebe, der Reinheit und der Heiligkeit.“ (13. Oktober 1985)

Wir sind aufgefordert, Stellung zu beziehen: „Wer Unrecht tut, tue weiter Un­recht, der Unreine bleibe unrein, der Gerechte handle weiter gerecht und der Heilige strebe weiter nach Heiligkeit.“ (Vgl. Offb 22,11) „Draußen bleiben die «Hunde» und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.“ (Offb. 22,15)

Es ist eine Schlacht unendlich weit über unseren Häuptern; unendlich weit jen­seits dessen, was wir tun oder ertragen könnten. (Dieses Thema führe ich in meiner nächsten Betrachtung aus.)

Achtung: Die bösen Kräfte haben jetzt große Macht — aber nur durch die Zu­lassung Gottes, damit das ganz klar ist, denn „das Böse ist mächtig, aber das Gute ist allmächtig“ — dennoch ist es eine große Macht.

„Satan ist auf dem Gipfel seiner großen Macht und fühlt sich nunmehr als si­cherer Sieger.“ (8. September 1997)

„ … Satan übt heute eine große Macht aus, die ihm zugestanden worden ist…“ (15. August 1985)

Maria sagt: „ Wie zahlreich und hinterhältig sind die Fallen, die euch die bösen Geister stellen…“ (2. Oktober 1993); „Darum lade ich euch ein, den Schutz des Erzengels Michael herabzurufen, indem ihr täglich den kurzen und doch so wirksamen Exorzismus, den Papst Leo XIII . verfasst hat, betet .“ (29. Septem­ber 1983) (Don Stefano wies darauf hin, dass für Laien damit das Michaelsge­bet gemeint ist.)

Durch euch: Unser Platz im Kampf

Wenngleich diese Schlacht auf einer höheren Ebene stattfindet, so sind wir doch mit einbezogen und müssen unseren Teil beitragen, der „einmalig und unersetzbar“ ist (29. Juli 1979).

Gott will nicht, dass Maria ohne uns siegt, „damit seine Barmherzigkeit noch stärker aufstrahlen kann“:

„Dies ist die Stunde meines Kampfes. Mit euch habe ich nun begonnen, meinen Widersacher gerade dort anzugreifen, wo er momentan den Sieg errungen zu haben scheint. ( …) Gott hat die Vorbereitung dieser Erneuerung meinem müt­terlichen Wirken anvertraut, damit seine Barmherzigkeit noch stärker auf­strahlen kann“. (25. November 1978)

Darum sagt Maria: Ich muss mich auf die Antwort jedes Einzelnen verlassen können, das heißt, wir müssen Verantwortung übernehmen für unser Leben als Mensch, als Christ durch die Taufe, als Priester durch die Priesterweihe. Ver­antwortungsvolle Erwachsene, Christen, die „keine Kompromisse mit der Welt“ machen und verantwortungsvolle Priester, die die Verpflichtungen erfül­len, die sie „mit ihrer Taufe und Priesterweihe übernommen haben“, wie wir in unserem Weiheakt beten. Ich nehme das Geschenk des Priestertums an und verpflichte mich, das Evangelium aus Liebe und zum Heil der mir anvertrauten Seelen zu verkünden.

Diese Verantwortung möchte ich in die Hände und das Unbefleckte Herz Mariens legen, damit Sie darüber wacht, dass ich meine Verpflichtungen erfülle in meiner Schwachheit und unter den großen Schwierigkeiten einer heidnischen Welt, einer Kirche, die sich vom Weltgeist verdunkeln lässt, in einem apokalypti­schen Kampf, der so gewaltig ist, dass es mir ohne ihre Hilfe nicht gelingen würde.

Dies ist das Thema der Botschaft vom 29. Juli 1979: „Eure Antwort“ und vom 22. August 1979: „Treu, bereit und gehorsam“.

Zur Schar Mariens zu gehören ist unsere Rettung, beinhaltet aber auch eine große Verantwortung, nämlich die, Apostel der letzten Zeiten zu sein. Wir sind in diesen Zeiten angekommen. Jene, die das Blaue Buch wirklich lesen, wissen es. Jene, die darin lesen aber dennoch nicht erkennen, wo wir stehen, sind viel­leicht von falschen „Sehern“ beeinflusst, die nur dem Anschein nach mit dem Blauen Buch übereinstimmen. „Vorsicht, meine Brüder!“ mahnte Don Stefano oft. Vor allem in den tragischen Augenblicken, in denen wir einsatzbereit unse­ren Platz im Kampf einnehmen sollen! …

Sind wir bereit, dem Plan der barmherzigen Liebe zu entsprechen, den der Vater durch diese Zeit der großen Reinigung vorbereitet? Dann …

„ … ich ersehne von euch allen eine immer vollkommenere Antwort auf die Wünsche, die ich euch schon auf viele Arten kundgetan habe. Nur so könnt ihr für meinen großen Liebesplan bereit sein … „

Wollen wir im Kampf, der auch uns betrifft, eingesetzt werden, — oder merken wir vielleicht nicht, dass wir uns bereits mittendrin befinden? Geben wir also diese klare Antwort.

„Nur so könnt ihr wirklich meiner Schar, deren Königin und Führerin ich bin, angehören. Damit sich mein Plan erfüllen kann, muss ich mich auf die Ant­wort jedes Einzelnen von euch verlassen können. Eure Antwort muss großzügig, ausdauernd und rückhaltlos sein. Ihr müsst auf mein großes Ge­schenk, das ich euch gemacht habe, Antwort geben, indem ihr euch fügsam von mir nähren, formen und leiten lasst.

Antwortet auf meine dringende Einladung, Priester des Gebetes zu sein. (…) Antwortet auf meine mütterliche Einladung zu leiden. ( …)

Antwortet auf meine Einladungder Heiligkeit entgegenzugehen. (…)

Es hängt von eurerAntwort ab, ob ich in dem bereits begonnenen großen Kampf gegen Satan und seine starke Armee auf euch zählen kann.

Dann wird mein großer Liebesplan für den Triumph meines Unbefleckten Herzens durch euch in Erfüllung gehen können, und der Triumph meines Unbefleckten Herzens wird der Triumph der barmherzigen Liebe Gottes auf der Welt sein.

Ich habe euch gesagt, dass jeder von euch seinen Platz hat, der von mir vorbe­reitet worden ist: einen einmaligen und unersetzbaren Platz!

Fragt mich nicht, welcher Platz der eure ist, wie ich euch gebrauche, wohin ich euch führe, denn durch meine mütterliche Liebe ist euch allen ein eigener Teil zugewiesen worden, den ihr erfüllen müsst. Und dieser Teil muss in Stille und Demut von jedem einzelnen bis zur Vollkommenheit erfüllt werden.

Darum müsst ihr euch mir mit überaus großem Vertrauen überlassen, ihr müsst an mich glauben, ihr müsst euch von mir mit Fügsamkeit und kindlicher Hingabe führen lassen. Dabei sollt ihr euch weder von den Zweifeln noch vom Unglauben eurer Umgebung aufhalten lassen und auch nicht von euren eigenen, mitunter recht lebhaften Wünschen oder von eurer Neugier, die euch drängt, das kennen zu wollen, was ihr vorläufig noch nicht wissen sollt.

Ich bin eure Königin und himmlische Heerführerin, ich sammle euch in meiner Schar und ich statte euch mit meiner eigenen unüberwindbaren und furchtbaren Kraft gegen meine Feinde aus. Nun müsst ihr meinen Befehlen gehorchen.

Einige sind allerdings noch ungewiß und unsicher, sie halten sich damit auf, Bestätigungen und Ermutigungen zu verlangen. So ist ihre Antwort weder be­reitwillig noch vollständig genug. Für euch ist dies die Stunde der Sicherheit, denn die Zeit ist gekommen, sich in den Kampf zu begeben. Innerhalb kurzer Zeit wird jeder von euch die große Aufgabe, die ihm von der besonderen Liebe meines Unbefleckten Herzens zugewiesen wurde, verstehen. Vorläufig, viel­geliebte Söhne, verlange ich von jedem eine vorbehaltlose Antwort, damit sich mein großer Liebesplan verwirklichen und euer Kampf nach meinen Befehlen vor sich gehen kann.“ (29. Juli 1979)

„Eure Antwort muss großzügig, ausdauernd und rückhaltlos sein.“ „Treu, bereit und gehorsam“. (22. August 1979)

Nur wenn ihr gehorcht, seid ihr meine Soldaten. Andernfalls kann ich mich nicht auf euch verlassen. Ich brauche euch, weil Gott es so bestimmt hat, um seine Barmherzigkeit zu offenbaren: meinen Sieg erringe ich in und durch euch. Wie um zu sagen: wenn ihr desertiert, kann sich mein Rettungsplan nicht verwirklichen oder zumindest nicht in der beabsichtigten Weise. Welch große Verantwortung haben wir!

Mir fällt eine Strophe eines Gedichtes der kleinen Hl. Theresia vom Kinde Jesu ein („Jesus allein“), wo sie sagt, dass sie ein mutiger Krieger sein will und zugleich ein kleines, vertrauensvolles und hingebungsvolles Kind:

„An dir allein halte ich mich fest, Jesus, laufe in deine Arme und verberge mich darin. Ich möchte dich mit kindlicher Zärtlichkeit lieben und für dich als tüch­tiger Krieger kämpfen. Mit kindlicher Zartheit möchte ich dich, Herr, mit Zärt­lichkeiten überschütten und mich auf dem Feld meines Apostolats wie ein Sol­dat in den Kampf stürzen.“

Auch wir sollten diese zweifache Bereitschaft haben: Kind zu sein in den Armen Mariens, unserer süßen Mutter und tapferer Streiter unter ihrer Füh­rung, als mächtige Heerführerin, die sich auf uns verlassen kann.

„Gebet, Heiligkeit und Leiden“ sagt Maria. So kann sie uns für unser Kreuz vorbereiten, um für die Rettung der Seelen geopfert zu werden.

Ein Hinweis auf einen möglichen Schmerz wäre das große Schisma (vgl. 15. März 1993): „In der Kirche wird der große Abfall, der sich in der ganzen Welt ver­breitet, seinen Abschluss finden. Die Spaltung der Kirche wird sich in der all­gemeinen Abwendung vom Evangelium und vom wahren Glauben vollziehen.“ (11. März 1995)

Auch wir werden Stellung beziehen müssen und vielleicht wird die Spaltung auch bei den Mitgliedern der MPB Verheerungen anrichten. Das wird sehr schmerzlich sein, um so mehr, da — wie Maria es ankündigt — in der Finsternis unserer Zeit manche unserer Brüder glauben werden, Gott und Maria einen Dienst zu erweisen, indem sie den Gegner verfolgen … Ich bin kein Prophet, ich weiß nicht, wie es sein wird, doch Maria ist die „himmlische Prophetin“ (2. Fe­bruar 1987) dieser letzten Zeiten und sie sagt uns: „Sogar jene, die euch Hin­dernisse bereiten, die euch schmähen, die euch verachten, die euch auf die Sei­te stellen und die euch verfolgen, werden glauben, dem himmlischen Vater und sogar mir, eurer unbefleckten Mutter, damit einen wohlgefälligen Dienst zu er­weisen.“ (12. November 1988 — vgl. Joh 16,2).

Maria ist in Fatima und mit ihrer Bewegung vom Himmel gekommen, um uns „in dieser Entscheidungsstunde, die schwer auf der Welt lastet“ zu retten, denn es ist die Stunde Satans und der Mächte der Finsternis.

„In dieser dunklen Stunde der Prüfung für die Kirche seid ihr von mir berufen, im Licht zu wandeln.“ (4. Dezember 1976)

Wie beim Exodus dichte Finsternis in ganz Ägypten, aber nicht bei den Israeli­ten herrschte (vgl. Ex 10,22-23), so strahlt heute das Licht aus dem Unbefleck­ten Herzen Mariens für ihre Kinder und die Kämpfer für den wahren Glauben.

Gesegnet die, denen das Licht leuchtet, damit sie nicht straucheln: „Wenn je­mand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.“ (Joh 11,9-10).

(Übersetzung aus dem Italienischen)

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Quelle: MARIANISCHE PRIESTERBEWEGUNG, Schlossstraße 8, D-78250 Tengen-Blumenfeld – RB 3 + 4 / 2016