Optatam Totius – (Über die Ausbildung der Priester) fünfzig Jahre danach. Genese, Entwicklung, Aktualität.

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Prof. Dr. George Augustin, SAC, zu Besuch in Rom, November 2014

Vortrag von Rev. George Augustin

Eminenzen, Exzellenzen, liebe Mitbrüder, liebe Begleiter und Freunde der Priester und Alumnen,

Herzlich grüße ich Sie alle. Vielen Dank, sehr geehrter Kardinal Stella, für Ihre Einladung. Es freut mich sehr, heute bei Ihnen zu sein und zu Ihnen über Entstehung, Entwicklung und Aktualität des Ausbildungsdekrets Optatam totius Ecclesiae renovationem – Über die gewünschte Erneuerung der ganzen Kirche – sprechen zu können.

Das Dekret Optatam totius gehört leider nicht zu den bekanntesten Texten des Zeiten Vatikanischen Konzils. Aber vielleicht ist dieses Dekret das wichtigste Dokument für die Verwirklichung des Anliegens des Konzils. Ein protestantischer Konzilsbeobachter, der bekannte Theologe Oscar Cullmann, sagte nach dem Konzil in einer Pressekonferenz am 2. Dezember 1965:

„Eine besondere Erwähnung aber verdient ein Text, dem bei Außenstehenden nicht genügend Gerechtigkeit widerfährt: derjenige über die Erziehung zum Priestertum. Er gehört, meine ich, vielleicht zu den besten und wichtigsten … Dieser Text ist … mehr als alle anderen geeignet, die Auswirkung des Konzils in der Zukunft zu beeinflussen. Wenn die künftige Ausbildung der Priester nach diesen Prinzipien erfolgt, so ist damit das Fortschreiten der katholischen Kirche in Richtung auf das biblisch-heilsgeschichtliche Denken sichergestellt. Das ganze Werk des Aggiornamento wird dann auch im Sinne eines vertieften Nachdenkens über das, was Kern ist, weitergehen. Hier können wir ohne weiteres sagen, daß unsere Erwartungen übertroffen sind.“[1]

Das Zweite Vatikanische Konzil wusste um die besondere Bedeutung des Dekrets über die Ausbildung der Priester. Dies ist schon in der Einleitung eindeutig formuliert: „Die erstrebte Erneuerung der ganzen Kirche hängt zum großen Teil vom Dienst des Priesters ab, der vom Geist Christi belebt ist; dessen ist sich die Heilige Synode voll bewußt. Deshalb unterstreicht sie die entscheidende Bedeutung der priesterlichen Ausbildung.“[2] Die Vertiefung und Erneuerung der Ausbildung der Priester ist ein zentrales Anliegen des Konzils.

Um Anliegen und Tragweite, theologische und pastorale Bedeutung dieses Dekrets angemessen zu deuten und zu verstehen, ist es nötig, Grundzüge und Entwicklung der vorkonziliaren Priesterausbildung in Erinnerung zu rufen.

I. Entstehungsgeschichte

Den historischen Hintergrund dieses Dekrets bilden die Reformansätze des Konzils von Trient, das genau 400 Jahre zuvor zu Ende gegangen war.[3] In Trient stellte sich angesichts der Reformation die drängende Frage: Wie kann die Kirche Bischöfe, Pfarrer und Geistliche so ausbilden, dass sie durch Predigt und Schriftauslegung in der Lage sind, dem Wirken der Reformatoren angemessen entgegenzutreten?

Angesichts der damaligen desaströsen Lage beschloss das Konzil von Trient, die mittelalterlichen Metropolitan- und Kathedralschulen dringend zu erneuern und Seminare für die Ausbildung des Klerus einzurichten. Die Verwirklichung dieser Reformvorhaben zur Ausbildung der Priester erwies sich als ein sehr langwieriger Prozess, auch aufgrund der enormen gesellschaftlichen und politischen Umbrüche. Dementsprechend verlief dieser Reformprozess bis Ende des 19. Jahrhunderts in Italien, Frankreich, dem deutschsprachigen Raum und anderen Kirchenprovinzen sehr unterschiedlich.

Die tridentinischen Bestimmungen über die Zulassung zu den Weihen und die Ausbildung führten zu einer bunten Fülle von Seminarformen und Ausbildungsmodellen. Die finanziellen und politischen Situationen hatten einen entscheidenden Einfluss auf die Priesterausbildung.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die grundlegende Veränderung der Priesterausbildung in der Zeit nach dem Ersten Vatikanischen Konzil ihre deutlichen Konturen. Das Konzil von Trient hatte die Bischöfe aufgefordert, ihre Verantwortung für die Priesterausbildung ernst zu nehmen und besonders für die ärmeren Alumnen Seminare zu errichten. Entstanden ist dabei eine große Vielfalt von Ausbildungswegen, je nach Situation der Diözesen. Das Ziel der Reformen war die Optimierung der Ausbildung, die mehr oder weniger gelang.

Die Päpste haben immer wieder versucht, die Ausbildung für die ganze Kirche zu vereinheitlichen und ihr eine gemeinsame Richtung zu geben. Papst Leo XIII. leitete eine entscheidende Wende ein: Die Enzykliken Aeterni patris von 1879 und Providentissimus Deus von 1893 gaben entscheidende Impulse für eine universalkirchliche Vereinheitlichung und Reform der Priesterausbildung.

Mit Aeternis patris wurden Philosophie und Theologie in den Seminaren auf das Werk des Thomas von Aquin verpflichtet. Die Stoßrichtung dieser Enzyklika ist eindeutig: Gegen die vielfältigen Ansätze im Bereich der Philosophie soll eine kirchliche Gestalt philosophischen Denkens, die wahre philosophia perennis, herausgestellt werden.

Die Enzyklika Providentissimus Deus ist eine Antwort auf die im 19. Jahrhundert breit entfaltete historisch-kritische Methode und ihre Anwendung auf die Bibelauslegung. Papst Leo XIII. forderte außerdem von den Seminaristen, dass sie sich als künftige Seelsorger auf die moderne Welt und auf die konkreten Fragen und Nöte der Menschen einlassen sollen.

Auf diesem Fundament betrieb Papst Pius X. die organisatorische Umformung der Priesterausbildung, zuerst in Italien, danach ausgedehnt auf die gesamte Kirche. Mit dem Motu Proprio Arduum sane munus vom März 1904 gab er den Auftrag zur Ausarbeitung des Codex Iuris Canonici. Sein Nachfolger Papst Benedikt XV. veröffentlichte den neuen Codex im Mai 1917. Dieser Codex umfasst über 30 Canones (Can. 1352-1383) zur Priesterausbildung und den Seminaren.

Die wichtigsten Punkte im ersten CIC sind: Es ist das exklusive Recht der Kirche, den katholischen Klerus auszubilden, frei von jeglicher Einmischung staatlicher Autoritäten. Der Papst als Primas der Gesamtkirche hat die Autorität und Kompetenz über die Ausbildung des Klerus. Unter dem Stichwort ‚Seminar‘ wird eine kirchliche Institution gestärkt, die grundsätzlich das Kleine und Große Seminar umfasst.

Im Anschluss an die Veröffentlichung des CIC von 1917 ergingen in rascher Folge detailliertere weitere Vorgaben für die Ausbildung. Papst Pius XI. betonte in seinem Apostolischen Brief über die Priesterausbildung Officiorum omnium die Verpflichtung des Heiligen Stuhls, für die Priesterausbildung zu sorgen. Er legte einen besonderen Wert auf das Studium des Lateins in kleinen Seminaren und erneuerte die Verpflichtung der Theologie und Philosophie auf Thomas von Aquin. Die Bischöfe wurden aufgefordert, alle drei Jahre einen ausführlichen Bericht über ihre Seminare nach Rom zu schicken.

Eine starke Vereinheitlichung der Priesterausbildung in der gesamten Kirche setzte sich in den folgenden Jahren und im Pontifikat Papst Pius XII. fort.

Als Zusammenfassung dieser geschichtlichen Entwicklung können wir festhalten: Die Grundintention all dieser Gesetzgebungen und Regelungen war die Stärkung der katholischen Einheit und die Profilierung der priesterlichen Identität. Die theologische Ausbildung des Priesternachwuchses sollte nach dem Vorbild des Bildungswesens in der modernen Gesellschaft durchstrukturiert werden. Vereinheitlichung und Verbesserung der Priesterausbildung waren zweifelsohne ein Gewinn für die Kirche.

Für die Päpste war es maßgebend, bei dieser Restrukturierung der Ausbildung der Priester die Theologie des Priestertums und des priesterlichen Dienstes ausführlich darzustellen und ihr Profil zu verleihen. Papst Pius X. veröffentlichte 1908 die Exhortatio Haerent animo für den katholischen Klerus, in der er die Priester zum Streben nach Heiligkeit aufrief. Persönliche Heiligkeit ist die wichtigste Voraussetzung für den Dienst des Priesters. Das Schreiben nennt verschiedene Wege, diese Heiligkeit zu erreichen. Papst Pius XI. veröffentlichte die Enzyklika Ad catholici sacerdotii, in der er auf die Priesterausbildung Bezug nahm und die damit verbundenen Aspekte der Theologie des Priestertums und des priesterlichen Lebens deutlich herausstellte.

Papst Pius XII. veröffentlichte im Jahr 1950 die Apostolische Ermahnung Menti nostrae. Er nahm darin Bezug auf die Theologie des Priestertums im Schreiben von Papst Pius XI. und konzentrierte sich ganz auf die Frage der Heiligung des priesterlichen Lebens. Angesichts der Fülle päpstlicher Aussagen zum Priestertum aus dieser Zeit können wir festhalten: Kern einer Theologie des Priestertums ist die Darbringung des Opfers Christi. Papst Pius X. sagt, dass die Priester „Christus selbst vertreten“. Papst Pius XI. nennt den Priester „einen zweiten Christus“. Der Priester repräsentiert in gewisser Weise den in der Geschichte fortdauernden Christus selbst. Papst Pius XII. gibt eine detaillierte theologische Begründung. Er verweist auf die priesterliche Vollmacht, durch die der Priester in persona Christi handelt. Alle anderen Tätigkeiten des Priesters, die Verkündigung und die Seelsorge, dienen diesem Kern des priesterlichen Dienstes.

Nach dieser grundlegenden Information über den geschichtlichen Hintergrund kommen wir nun zur unmittelbaren Entstehung des Dekrets Optatam totius. Die Jahre vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil waren geprägt von einer breiten und erregten Diskussion um die angemessene Ausbildung der künftigen Priester. Am 22. Februar 1962 erschien die Apostolische Konstitution Veterum sapientia von Papst Johannes XXIII. über die lateinische Sprache und die Vorlesungen in den Seminaren auf Latein. Die Kirche brauche, so Veterum sapientia, eine verbindliche Sprache, um die unveränderliche katholische Lehre darzustellen, und Latein sei ein besonderer Ausdruck ihrer Katholizität. Die Weisungen dieser Konstitution wurden von der Kongregation für die Seminare und Universitäten sofort in detaillierte Anweisungen umgesetzt. Dies löste selbstverständlich eine große Unruhe unter den Professoren und Seminaristen aus.

Die Bedeutung von Veterum sapientia und den Anweisungen der Kongregation liegt darin, dass in dieser Kernfrage der Kirche, der Frage der Priesterausbildung, die integrale und universale Sicht der Kirche zu Tage tritt. Die Einheit der Lehre spielt dabei die zentrale Rolle. Mit der Veröffentlichung dieser Dokumente kamen allerdings eine Fülle von offenen Fragen und Problemen zur Sprache, die im Vorfeld des Zweiten Vatikanums diskutiert wurden, so etwa die Diskussion um die Verwendung der Landessprache in der Liturgie, die Öffnung der kirchlichen Lebensformen für außereuropäische Kulturen und ein starkes Eigenleben der Ortskirche sowie eine damit verbundene Dezentralisierung.

Vor der Sommerpause 1960 wurden die Kommissionen für die Vorbereitung des Konzils bestimmt. Der Vorsitzende der Kommission für die Priesterausbildung war der Präfekt der Kongregation, Kardinal Giuseppe Pizzardo. Zum Sekretär wurde der Rektor von San Anselmo, Augustinus Meyer OSB, ernannt.

In dieser Zeit aufgeregter Debatten unmittelbar vor dem Konzil gingen die frei zu formulierenden Voten der Bischöfe, Ordensoberen, katholischen Fakultäten und Universitäten ein; gedruckt über 9.000 Seiten. Aus dieser Fülle und Vielfalt wurden die vorbereitenden Schemata für das anvisierte Konzilsdokument erstellt. Der Schwerpunkt lag auf der seelsorglichen Vorbereitung des Klerus und auf der Frage der Praxiseinführung.

Aus der Vorbereitungskommission gingen letztendlich zwei Schemata über die Förderung der kirchlichen Berufungen und über die Ausbildung der Priesteramtskandidaten in die zentrale Vorbereitungskommission des Konzils ein. Im Laufe der Diskussionen wurden beide Schemata auf Drängen der Zentralkommission zusammengelegt, da diese die Texte so kurz wie möglich halten wollte.

Während der zweiten Sitzungsperiode des Konzils 1963 wurde die Neufassung des Textes vorgelegt unter der Überschrift De alumnis ad sacerdotium instituendis. Mit diesem Titel wurde deutlich zum Ausdruck gebracht, dass sich der Text zentral nur mit der Ausbildung der Priester beschäftigt. Als Kriterium der Neuordnung der Seminarerziehung nannte Kardinal Pizzardo das Prinzip, lediglich generelle Fragen zu behandeln mit dem Ziel, eine differenzierte Anpassung an unterschiedliche ortskirchliche Verhältnisse zu ermöglichen.

Eine durchgehende Christozentrik ist für die Konzeption des Gesamttextes prägend. Jesus Christus steht in der Mitte und die gesamte Ausbildung muss den Priesteramtskandidaten befähigen, unserem Herrn Jesus Christus, dem Lehrer, Priester und Hirten, nachzufolgen. Ein vertieftes Verständnis des Wesens des Priestertums Christi ist zentral für die Ausbildung der Priester. Weil priesterlicher Dienst in der Teilhabe am Priestertum Christi begründet ist, soll die Ausbildung auf den ganzen Christus, Haupt und Leib, Christus und Kirche, hingeordnet sein.

Die Priester sind angehalten, in der Heiligkeit zu wachsen. Die Betonung in der Ausbildung liegt auf dem Primat des geistlichen Lebens. Es wird betont, dass der pastorale Dienst in sich als geistiger Vollzug zu verstehen ist. Die theologischen Tugenden sollen das Leben der Priesteramtskandidaten erfüllen. Die Alumnen sollen lernen, das Evangelium zu leben, gefestigt in Glaube, Hoffnung und Liebe.

Die gesamte Seminarausbildung soll in der Perspektive des pastoralen Dienstes gesehen werden. Das Ziel der Ausbildung ist es, die Alumnen zu befähigen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und im Licht des Evangeliums zu deuten. Sie sollen die Kunst der Seelenführung lernen und sich den Menschen im Geist und in der Vollmacht des guten Hirtens annehmen.

Auf dem weiteren Weg der Entstehung des Dekretes Optatam totius erfuhr das Schema mehrere Kürzungen und Überarbeitungen. Die Kommission bearbeitete unter der Führung von Kardinal Pizzardo alle Vorschläge der Konzilsväter. Unterdessen aber kam am 23. Januar 1964 der Auftrag der Koordinierungskommission, das gesamte Schema nur auf kurze propositiones zu beschränken. Man wollte das Konzil nach Möglichkeit mit der dritten Sitzungsperiode zu Ende bringen. Daraufhin wurde das Kurzschema De institutione sacerdotali mit 22 Leitsätzen erstellt. Der Text wurde in der dritten Sitzungsperiode im November 1964 diskutiert und angenommen.

Nach der Einarbeitung der Änderungsvorschläge wurden in der vierten Sitzungsperiode im Oktober 1965 einzelne Abstimmungen vorgenommen. Die feierliche Schlussabstimmung ergab 2.318 Ja-Stimmen gegen 4 Nein-Stimmen. Am gleichen Tag, dem 28. Oktober 1965, wurde das Dekret Optatam totius feierlich durch Papst Paul VI. verkündet.

II. Inhaltliche Schwerpunkte des Dekrets Optatam totius

Das grundsätzliche Anliegen von Optatam totius ist: Alle Bereiche der Ausbildung der künftigen Priester – geistlicher, intellektueller und disziplinarischer Bereich – müssen auf das pastorale Ziel der Kirche hingeordnet sein, um Seelenhirten zu formen nach dem Vorbild unseres Herrn Jesus Christus, des Lehrers, Priesters und Hirten.[4]

Dabei beschreibt das Dekret die Einheit des katholischen Priestertums als Teilhabe an dem einen Priestertum Jesu Christi. Dieser priesterliche Dienst soll im Geiste Christi geschehen. Der Geist Christi und die Gesinnung Jesu müssen auch die Gesinnung des Priesters sein. Das sakramentale Priestertum ist von seinem Dienstcharakter her zu bestimmen. Es gilt: Trotz aller Anpassung an die örtlichen pastoralen Verhältnisse müssen die katholische Einheit und die Identität des Priestertums bewahrt bleiben.

Das Dekret Optatam totius hat ein Vorwort und sieben Abschnitte unterschiedlicher Länge. Das Vorwort hebt die Unverzichtbarkeit des priesterlichen Dienstes für die Erneuerung und den Aufbau der Kirche hervor. Priester sind als geistliche Führungskräfte das wichtigste Kapital der Kirche. Dies entspricht nicht nur dem Realismus der katholischen Theologie des Priestertums, sondern auch der Erkenntnis der Soziologie und der Institutionstheorie. Leitsätze ohne Führungspersonen haben keine Chance, Allgemeingut und allgemeine Praxis zu werden. Es ist von zentraler Bedeutung, das Führungspersonal der Kirche auf die bestmögliche Weise zur Übernahme dieser Führungsrolle auszubilden und zu befähigen.

Der erste Abschnitt spricht vom allgemeinen Charakter und der grundlegenden Offenheit des Dekrets. Wichtigste Neuerung in Optatam totius ist die darin gewährte Freiheit, die Priesterausbildung den pastoralen Bedürfnissen der jeweiligen Ortskirche anzupassen. Wegen der großen Verschiedenheit der Völker und Gebiete will das Dekret nur grundlegende Leitlinien vorgeben. Auf diesen Leitlinien aufbauend ist es den jeweiligen Bischofskonferenzen überlassen, ihre eigene Ordnung der Priesterausbildung zu formulieren. Diese Ordnungen sollen von Zeit zu Zeit revidiert werden und dem Apostolischen Stuhl zur Approbation vorgelegt werden.[5]

Der zweite Abschnitt unterstreicht die Notwendigkeit, stärker die Priesterberufungen zu fördern. Berufungspastoral sollte das wichtigste Anliegen der Kirche sein. Es ist die Aufgabe der gesamten christlichen Gemeinschaft, Bedingungen zu schaffen, aus denen Berufungen wachsen können. Dabei betont Optatam totius besonders die Verantwortung der Priester für die Berufungspastoral. Wenn die Priester innere Freude ausstrahlen, gegenseitige priesterliche Liebe und brüderliche Gemeinschaft pflegen, wird dies das Herz der jungen Menschen berühren und sie bewegen, selbst auch Priester zu werden.[6] Denn: zufriedene und glückliche Priester sind die beste Werbung für die Berufung.

Allerdings muss bei der Auswahl der Kandidaten besonders auf die notwendigen geistlichen und menschlichen Qualitäten der angehenden Priester geachtet werden. Die Kriterien für die Auswahl sollen streng sein, der Priestermangel darf hier nicht zu Kompromissen verführen.

Das Dekret thematisiert schon damals ein noch heute aktuelles Anliegen im Bereich der Berufungspastoral und wirbt um den Austausch der Gaben innerhalb der Kirche, wie Papst Johannes Paul II. es später formulieren wird. „Das Werk der Berufsförderung soll großherzig die Grenzen der Diözesen, der Völker, der Ordensfamilie und der Riten überschreiten und mit dem Blick auf die Bedürfnisse der Gesamtkirche vor allem jenen Gegenden Hilfe bringen, in denen Arbeiter für den Weinberg des Herrn besonders dringend benötigt werden.“[7] Der katholische Priester soll überall in der Universalkirche beheimatet sein können.

Der dritte Abschnitt gibt die Normen für die Ordnung der Priesterseminare vor. Priesterseminare sind zur Ausbildung der Priester notwendig, sie sollten als Herz der Diözese gesehen werden. Das Priesterseminar sollte eine Jüngerschule der Nachfolge Jesu Christi sein.

Somit unterstreicht Optatam totius die Notwendigkeit der geistlichen Formung der künftigen Priester. Diesem Anliegen widmet sich der vierte Abschnitt. Die Alumnen sollen lernen, in innerer Gemeinschaft mit Christus zu leben, sie sollen dem einen Priester Jesus Christus, den sie repräsentieren, gleichförmig werden. Dabei sollen geistliche, wissenschaftliche und pastorale Ausbildung eng miteinander verbunden sein. „Die Alumnen sollen lernen, nach dem Vorbild des Evangeliums zu leben, in Glaube, Hoffnung und Liebe stark zu werden, damit sie in der Übung dieser Tugenden die Gesinnung des Betens erwerben, Festigkeit und Sicherheit in ihrem Beruf finden, die übrigen Tugenden zur Reife bringen und im Eifer, alle Menschen für Christus zu gewinnen, wachsen.“[8]

Die Alumnen sollen den Dienstcharakter des Priestertums begreifen lernen. Priesterlicher Dienst ist in erster Linie ein Dienst vor und für Gott. Die Alumnen sollen die Kirche Jesu Christi lieben lernen. Diese Liebe zur Kirche unterstreicht das Dekret mit dem berühmten Zitat des Heiligen Augustinus: „In dem Maße, wie einer die Kirche Christi liebt, hat er den Heiligen Geist.“[9]

Die Alumnen sollen lernen, die künftige pastorale Tätigkeit nicht als Last, sondern als Kraftquelle für ihr geistliches Leben zu empfinden. Pastorale Tätigkeit ist zugleich ein geistlicher Dienst und die Erfüllung dieses Dienstes ist Verherrlichung Gottes.

Die Priesteramtskandidaten sollen ermutigt werden, ihre priesterliche zölibatäre Lebensform als Geschenk Gottes zu sehen und nicht als bloße Vorschrift kirchlicher Gesetzgebung. Der Zölibat muss im Kontext der Nachfolge Christi verstanden und gelebt werden, in seinem ganzheitlichen Zusammenhang mit den anderen evangelischen Räten Armut und Gehorsam.

Das Dekret legt großen Wert auf die ganzheitliche Formung des Charakters. Die Alumnen „sollen zu geistiger Entschlossenheit erzogen werden und überhaupt jene Tugenden schätzen lernen, auf welche die Menschen Wert legen und die den Diener Christi gewinnend machen. Dazu gehören Aufrichtigkeit, wacher Gerechtigkeitssinn, Zuverlässigkeit bei Versprechungen, gute Umgangsformen, Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit im Gespräch“[10]. So sollen sie durch eine intensivere geistliche Schulung und Bildung zu menschlich und geistlich reifen Persönlichkeiten heranwachsen. Das entspricht dem bekannten Wort von Papst Pius XII.: „Um ein vollkommener Priester zu sein, muss man vorher ein vollkommener Mensch sein.“

Der fünfte Abschnitt spricht von der Neugestaltung der kirchlichen Studien. Dazu fordert Optatam totius zwei Schritte. Zum einen eine bessere Abstimmung der philosophischen und theologischen Disziplin untereinander mit dem Ziel der ganzheitlichen Erschließung des Heilsmysteriums Christi; zum anderen die Errichtung eines Einführungskurses zu Beginn des theologischen Studiums. Die Inhalte dieses Kurses sind: Einsicht in das Wesen des Theologiestudiums, Grundlegung des persönlichen Glaubens, Festigung der geistlichen Berufung.[11]

Das Ziel des gesamten Studiums soll es sein, die Alumnen immer tiefer in das Heilsmysterium hineinzuführen, das „die ganze Geschichte der Menschheit durchzieht, sich ständig der Kirche mitteilt und im priesterlichen Dienst in besonderer Weise wirksam wird“[12]. Die Methode des Studiums sollte im Grunde genommen eine betende, wir würden heute sagen: eine ‚kniende Theologie‘ sein. Das Studium sollte als Prozess des geistlichen Wachstums verstanden werden, um einen geistlichen und menschlichen Seelsorger heranzubilden.

In der Ausbildung der Priester sollte je nach den Verhältnissen des jeweiligen Landes auch der Blick für die Ökumene und den interreligiösen Dialog geschärft werden. 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gewinnen diese Bereiche eine große Aktualität.[13]

Im sechsten Abschnitt geht es um die Förderung der pastoralen Ausbildung im engeren Sinne. Das Dekret hebt besonders hervor die Kunst der Seelenführung und die Formung der menschlichen Eigenschaften, „die am meisten dem Dialog mit den Menschen dienen: wie die Fähigkeit, anderen zuzuhören und im Geist der Liebe sich seelisch den verschiedenen menschlichen Situationen zu öffnen“[14].

Der siebte und letzte Abschnitt des Dekrets schließlich betont die Notwendigkeit einer lebenslangen Weiterbildung der Priester in geistlicher, intellektueller und pastoraler Hinsicht. Das Ziel ist es, die pastorale und seelsorgliche Kompetenz beständig zu erweitern.

III. Aktualität und Perspektiven

Die nachkonziliare Rezeption von Optatam totius wurde vorangetrieben durch die Ratio fundamentalis der Kongregation für das katholische Bildungswesen von 1970. Diese Ratio fundamentalis gibt Leitlinien für die Erstellung von Ausbildungsordnungen in den jeweiligen Ortskirchen, die den lokalen Bedürfnissen und Möglichkeiten angepasst sind.

Für die nachkonziliare Rezeption ist besonders das Nachsynodale Apostolische Schreiben Pastores dabo vobis von Papst Johannes Paul II. über die Priesterbildung im Kontext der Gegenwart von zentraler Bedeutung. Seine Enzyklika Ecclesia de Eucharistia bietet Grundlagen für eine eucharistische Spiritualität des Priestertums. Bezugnehmend auf diese Vertiefung des Anliegens von Optatam totius können wir die Aktualität sowie einige weiterführende Perspektiven für die Priesterausbildung herausstellen.

Es gilt, grundsätzlich festzuhalten: Alle Erneuerung von Priesterbildung und Priesterausbildung muss immer von der Mitte der christlichen Botschaft ausgehen und zu dieser Mitte führen. Je mehr wir uns entschlossen an Jesus Christus und seinem Ruf zur Nachfolge orientieren, dürfen wir hoffen, dass die Ausbildung der Alumnen gelingt. Alle Ausbildung soll den künftigen Priestern helfen, die gegenwärtigen Herausforderungen zu meistern, um Werkzeug der Neuevangelisierung zu sein, um das Antlitz der Kirche zu erneuern. Grundsätzlich soll die Priesterausbildung heute aus einer missionarischen Perspektive heraus geschehen. Die große Herausforderung für die Priesterausbildung heute ist: Wie können wir eine evangelisierende und diakonisch-praktische Ausbildung der Kandidaten sicherstellen?

Folgende Aspekte scheinen mir ausgehend von diesen Dokumenten heute für die Ausbildung und das Leben des Priesters von entscheidender Bedeutung zu sein:[15]

  1. Die zentrale Herausforderung unserer Zeit sind der Säkularismus, der Agnostizismus und der Indifferentismus. Viele Menschen leben, als ob es Gott nicht gäbe. Sie scheinen ihn auch nicht zu vermissen und stellen sich nicht einmal mehr die Frage nach Gott. In diesem Kontext müssen wir als Priester fähig sein, eine tiefere Sehnsucht nach Gott zu wecken. Es ist von entscheidender Bedeutung, den trinitarischen Gott als Liebe und Barmherzigkeit mit innerer Überzeugung und Freude zu verkünden. Wesentlich ist unsere innere Ergriffenheit von Gott und die daraus entstehende Leidenschaft für Gott, die uns befähigen, Zeugen Gottes zu sein, Gott zu den Menschen zu bringen und die Menschen zu Gott zu bringen.

Viele Menschen spüren nicht mehr den Wert des Christseins und seine Bedeutung für ihr Leben. In diesem Kontext müssen wir fähig werden, das Evangelium als Weg zur Fülle des Lebens, als Licht und Hoffnung für die Menschen darzustellen. Das ist abgelegte Rechenschaft von unserer Hoffnung (vgl. 1 Petr 3,15). Das ist ein geistliches Werk der Barmherzigkeit, eine intellektuelle Diakonie, wie es Papst Benedikt XVI. zutreffend formuliert hat. Dies erscheint mir die einzig mögliche Antwort auf die fortschreitende Entchristlichung zu sein.

  1. Ein zentraler Aspekt ist die Frage nach der priesterlichen Identität. Sie ist relational zu Christus zu verstehen. Der Priester ist berufen und gesandt, Christus zu repräsentieren. Um diesen Dienst tun zu können müssen wir uns voll bewusst sein, wer Christus eigentlich ist. Was wir oft als selbstverständlich voraussetzen, erscheint mir doch nicht mehr als selbstverständlich. Meine Identität als Priester hängt entscheidend davon ab, ob Jesus Christus der Gott meines Lebens und meiner Hoffnung ist. Ist er für mich der Sohn des lebendigen Gottes (vgl. Mt 16,16)?

„Der Bezug auf Christus ist … der absolut notwendige Schlüssel für das Verständnis aller Dimensionen priesterlicher Wirklichkeit“[16], wie es Pastores dabo vobis schön zum Ausdruck bringt. Die Ausbildung muss mich befähigen, in meinem priesterlichen Leben und meinen priesterlichen Tätigkeiten die gottmenschliche Dimension Jesu Christi zum Vorschein zu bringen. Es ist die bleibende und unverzichtbare Aufgabe, Menschen mit Jesus Christus und seiner frohmachenden Botschaft in Verbindung zu bringen. Ich soll Werkzeug Christi sein und für ihn transparent werden, damit die Menschen Christus erkennen und in seine Nachfolge treten.

  1. Die heutige Entkirchlichung scheint mir eine besondere Herausforderung zu sein. Viele Menschen können Gott, Christus und die Kirche nicht zusammendenken. Oft erleben sie nicht mehr die Kirche als Ort der Gegenwart Gottes und als Kirche Jesu Christi. Deshalb leben sie nach dem Motto „Gott ja – Kirche nein“ oder „Jesus ja – Kirche nein“. In dieser schwierigen Situation ist es die besondere Berufung des Priesters, Repräsentant der Kirche vor Ort zu sein.

Angesichts dieser großen Herausforderung muss ich als Priester fähig werden, die katholische Fülle der Kirche tiefer zu erfassen und diese in Wort und Tat deutlich zu machen. Wenn mein priesterlicher Dienst als geistlicher Dienst, als Werk Gottes sichtbar und erlebbar wird, kann ich die Kirche als Ort der Gegenwart Gottes erfahrbar machen. Wenn wir als Priester mit der Kirche und für die Kirche denken und fühlen, wenn wir die wahre Kirchlichkeit und die Weite der Katholizität leben, werden die Menschen uns als Zeugen der Kirche Jesu Christi wahrnehmen und einen Zugang zur Kirche als Zeichen und Werkzeug des Reiches Gottes finden.

Zusammenfassend können wir festhalten: Die Priesterausbildung sollte uns befähigen, Zeugen Gottes, Zeugen Jesu Christi und Zeugen der Kirche Jesu Christi zu sein.

Eine pastoral orientierte Priesterausbildung soll uns befähigen, Anwalt der Menschen zu sein, besonders derer, die unter sozialer Ungerechtigkeit und der Armut in der Welt leiden. Ergriffen vom Evangelium Jesu Christi müssen wir einen neuen Aufbruch in der Kirche wagen, wie Papst Franziskus uns auffordert, zu den existentiellen Peripherien des Lebens zu gehen. Nach ihm soll der Hirte den Geruch der Schafe annehmen.[17] Um in diesem Bild des Papstes zu bleiben, können wir sagen: es gehört zum priesterlichen Dienst und zum pastoralen Stil, den Duft Gottes in die Peripherien des Lebens zu bringen. Jesus den Armen zu bringen und den Notleidenden Hilfe zu leisten ist unsere Berufung und Sendung als Priester. Das ist das wahre Werk der Barmherzigkeit.[18]

Die Grundlage einer zeitgemäßen Priesterausbildung ist vor allem eine eucharistische Zentriertheit und eine eucharistische Spiritualität. Wenn die Eucharistie Quelle und Höhepunkt des christlichen Lebens ist und die Kirche aus der Eucharistie lebt und aufgebaut wird, muss die Eucharistie auch Mitte und Zentrum des priesterlichen Lebens und der Priesterausbildung bilden. In der Eucharistie bringen wir unsere Welt vor Gott und aus der Eucharistie fließt die Kraft für die Erneuerung der Kirche und für den Aufbau des Leibes Christi.

Auch wenn der Priester in einer bestimmten Ortskirche seinen Dienst tut, muss er die Katholizität und Universalität der Kirche vor Augen haben und die Gläubigen zur Einheit des Glaubens und des Geistes ermutigen. Universal denken und lokal handeln. Vor diesem Hintergrund ist der Titel unseres Symposions „Una vocazione, una formazione, una missione“ treffend gewählt. Wir sind berufen, am einen Priestertum Christi teilzuhaben, um seine Sendung in der Welt zu vergegenwärtigen und zu leben. Das ist unsere Mission, dazu bin ich, als Priester, eine Mission auf dieser Erde, wie Papst Franziskus in Evangelii gaudium treffend formuliert hat.[19]

Es ist von entscheidender Bedeutung für die Priesterausbildung, dass wir den priesterlichen Dienst selbst wertschätzen und die Wertschätzung für diesen Dienst unter den Gläubigen wecken. Wir als Priester müssen alles daran setzen, die großartige Hingabebereitschaft und den großherzigen Dienst unserer Mitbrüder bekannt zu machen und Dankbarkeit für ihren Dienst zu wecken. Wir müssen unsere Mitbrüder im priesterlichen Dienst und unsere Alumnen ermutigen und, vor allem, für sie beten, dass ihr priesterliches Leben gelingt.[20] Dann werden die Priester von der Kraft des Heiligen Geistes beseelt, die Freude an Gott, die Freude am Evangelium und die Freude an der Kirche leben und verkünden, zur unendlichen Ehre Gottes und zum Heil der Menschen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Mitdenken.

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[1] Zit. nach: Joseph Neuner, Dekret über die Ausbildung der Priester (OT). Einleitung und Kommentar, in: LThK.E 2, 309-355, hier 310f.

[2] OT 1.

[3] Wir erinnern uns: Das 400jährige Jubiläum des Seminardekrets von Trient wurde am 4. November 1963, zur Mitte der zweiten Tagungsperiode des Vaticanum II, begangen. Am 14. November erschien der Apostolische Brief Papst Pauls VI. Summi Dei verbum, der die Geschichte der Seminare seit Trient Revue passieren lässt. Vgl. AS II/1, 58-74 bzw. AAS 55 (1963) 979-995. Vgl. ferner Hubert Jedin, Die Bedeutung des tridentinischen Dekrets über die Priesterseminare, in: ThGl 54 (1964) 181-198; Giuseppe Alberigo/Klaus Wittstadt (Hg.), Geschichte des Zweiten Vatikanischen Konzils, 5 Bde., Mainz 1997-2009.

[4] Vgl. OT 4; 14; 16; 19. Vgl. zum Folgenden K. Rahner, Einführung zu Optatam totius, in: K. Rahner/H. Vorgrimler (Hg.), Kleines Konzilskompendium, Freiburg i. Br. 1966, 287-292; José Delicado Baeza (Hg.), Comentarios al decreto Optatam totius sobre la fromación sacerdotal, Madrid 1970: Ludwig Mödl, Das Dekret über die Ausbildung der Priester Optatam totius, in: Franz Xaver Bischof/Stephan Leimgruber (Hg.), Vierzig Jahre II. Vatikanum. Zur Wirkungsgeschichte der Konzilstexte, Würzburg 2004, 159-171: Ottmar Fuchs/Peter Hünermann, Theologischer Kommentar zum Dekret über die Ausbildung der Priester, in: HThK Vat II 3, 315-489.

[5] Vgl. OT 1.

[6] Vgl. OT 2.

[7] OT 2.

[8] OT 8.

[9] Augustinus, In Ioannem tract. 32, 8: PL 35, 1646.

[10] OT 11.

[11] Vgl. K. Rahner, Einführung zu Optatam totius, in: K. Rahner/H. Vorgrimler (Hg.), Kleines Konzilskompendium, Freiburg i. Br. 1966, 290f.

[12] OT 14.

[13] Vgl. OT 16.

[14] OT 19.

[15] Vgl. George Augustin, Zur Freude berufen. Ermutigung zum Priestersein, Freiburg i. Br. 2010.

[16] Papst Johannes Paul II., Pastores dabo vobis, Nr. 12.

[17] Vgl. Papst Franziskus, Evangelii gaudium, Nr. 24; 30.

[18] Vgl. Papst Franziskus, Evangelii gaudium, Nr. 39.

[19] Vgl. George Augustin, Aufbruch in der Kirche mit Papst Franziskus, Stuttgart 2015, 197-224.

[20] Vgl. George Augustin/Markus Graulich (Hg.), Gelingendes Leben. Wege von Ordenschristen heute, Stuttgart 2015.

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Quelle