JETZT MACHT „DER KASPER“ „THEATER“

Man lese dieses sein neuestes „Stück“!

Er sagt: Kardinal Müller’s Manifest biete halbe Wahrheiten, allzu pauschale Aussagen oder nur private theologische Überzeugung; dabei gesteht er ein: „zwar betone Müller mit Recht das Bekenntnis zum dreifaltigen Gott als einen fundamentalen Unterschied im Gottesglauben zu anderen Religionen. Gleichzeitig gebe es aber auch Gemeinsamkeiten, vor allem mit den Juden wie mit den Muslimen, im Glauben an den einen Gott und fragt dann: „Sind diese Gemeinsamkeiten zumal heutzutage nicht grundlegend für den Frieden in der Welt und in der Gesellschaft?“

Nein, Kardinal Kasper, dieser „Glaube an den einen Gott“ der Juden und der Muslime ist erstens kein wesentlich gemeinsamer Glaube der Juden und der Muslime und zweitens ein je fundamental verfälschter, korrupter Gottes-Glaube mit enormen Unterschieden zwischen demjenigen der Juden und demjenigen der Muslime, so dass er nicht „grundlegend für den Frieden in der Welt und in der Gesellschaft“ sein kann.

Soweit für’s Erste!

Für’s Zweite:

Das DOKUMENT ÜBER DIE BRÜDERLICHKEIT ALLER MENSCHEN FÜR EIN FRIEDLICHES ZUSAMMENLEBEN IN DER WELT vom 4. Februar 2019, unterzeichnet vom Großimam von Al-Azhar, Ahmad Al-Tayyeb und Papst Franziskus basiert auf völlig falschen Prämissen:

  1. Es sei der WILLE GOTTES, dass ALLE Menschen friedlich zusammenleben.
    Nun hat aber JESUS CHRISTUS, ALLER MENSCHEN HERR UND GOTT, ausdrücklich gesagt, Er sei nicht gekommen, um FRIEDEN zu bringen, sondern das „SCHWERT“.
  2. Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, entspreche einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat.
    Nun hat aber JESUS CHRISTUS, ALLER MENSCHEN HERR UND GOTT, nur eine, SEINE Religion FÜR ALLE MENSCHEN gestiftet und auferbaut.

Für’s Dritte:

Kardinal Kasper kritisiert:

„An anderen Stellen finden sich pauschale Aussagen, die so nicht stehen bleiben können, etwa wenn gesagt wird, das Gewissen der Gläubigen sei nicht ausreichend geformt. Dieser Satz in dieser Allgemeinheit ist für viele Gläubigen beleidigend.“

Kardinal Müller hat aber geschrieben: „Heute sind vielen Christen selbst die grundlegenden Lehren des Glaubens nicht mehr bekannt“ und „Die aktuelle Beichtpraxis lässt deutlich werden, dass das Gewissen der Gläubigen nicht ausreichend geformt ist.“

Hier müsste richtigerweise lauten: „dass das Gewissen vieler Gläubigen nicht ausreichend geformt ist.“ Aber es muss angenommen werden, dass Kardinal Müller es auch so gemeint hat, und nicht, dass es überhaupt niemand gibt, dessen Gewissen ausreichend geformt ist.

Für’s Vierte:

Weiter kritisiert Kardinal Kasper:

„Für die Aussage, dass standesamtlich wiederverheiratet Geschiedene und nicht katholische Christen die Eucharistie nicht fruchtbar empfangen könnten, beruft sich das Manifest auf Nr. 1.457 des Katechismus der katholischen Kirche.“

Der betreffende Text des Manifests lautet:

Von der inneren Logik des Sakramentes versteht sich, dass standesamtlich wiederverheiratet Geschiedene, deren sakramentale Ehe vor Gott besteht, nicht voll mit dem katholischen Glauben und der Kirche verbundene Christen, wie alle, die nicht entsprechend disponiert sind, die heilige Eucharistie nicht fruchtbar empfangen (1457), weil sie ihnen nicht zum Heil gereicht. Darauf hinzuweisen entspricht den geistigen Werken der Barmherzigkeit.

Nr. 1457 des K.K.K. lautet: Es ist Vorschrift der Kirche, daß jeder Gläubige nach Erreichen des Unterscheidungsalters die schweren Sünden, deren er sich bewußt ist, wenigstens einmal im Jahr beichtet [Vgl.  CIC, can. 989; DS 1683; 1708]. Wer sich bewußt ist, eine Todsünde begangen zu haben, darf selbst dann, wenn er tiefe Reue empfindet, die heilige Kommunion nicht empfangen, bevor er die sakramentale Absolution erhalten hat [Vgl. K. v. Trient: DS 1647; 1661], außer wenn ein schwerer Grund vorliegt zu kommunizieren, und es ihm nicht möglich ist zu beichten [Vgl.  CIC, can. 916; CCEO, can. 711]. Die Kinder müssen, bevor sie zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen, zur Beichte gehen [Vgl.  CIC, can. 914].

Es ist klar, dass Kardinal Müller hier deshalb auf Nr. 1457 des K.K.K. verweist, weil eben „standesamtlich wiederverheiratete Geschiedene, deren sakramentale Ehe vor Gott (weiter) besteht, im Ehebruch, im Stande einer Todsünde, leben.

Schließlich attackiert Kardinal Kasper auch noch Formulierungen des emeritierten Präfekten der Glaubenskongregation hinsichtlich seiner Äußerungen zum priesterlichen Zölibat.

Er schreibt:

Auch für die kirchliche Disziplin des Zölibats findet sich eine Berufung auf den Katechismus Nr. 1.579. Doch leider ungenau. Dort steht nämlich das Wort „normalerweise„, das im Manifest unterschlagen wird. Tatsächlich gibt es in der katholischen Kirche Priester, welche verheiratet sind: In den mit Rom in Gemeinschaft stehenden Ostkirchen, ehemalige evangelische oder – wie jüngst Papst Benedikt XVI. verfügt hat – ehemalige anglikanische Pastoren. Auch wenn ich persönlich der Überzeugung bin, man müsse über den Sinn der freigewählten Ehelosigkeit der Priester nochmals neu und tiefer nachdenken, so kann zumindest die Diskussion über viri probati nicht verboten sein.

1579 des K.K.K. lautet: Mit Ausnahme der ständigen Diakone werden alle geweihten Amtsträger der lateinischen Kirche normalerweise aus den gläubigen Männern gewählt, die zölibatär leben und den Willen haben, den Zölibat „um des Himmelreiches willen“ (Mt 19,12) beizubehalten. Dazu berufen, sich ungeteilt dem Herrn und seiner „Sache“ zu widmen [Vgl. 1 Kor 7,32], geben sie sich ganz Gott und den Menschen hin. Der Zölibat ist ein Zeichen des neuen Lebens, zu dessen Dienst der Diener der Kirche geweiht wird; mit freudigem Herzen auf sich genommen, kündigt er strahlend das Reich Gottes an [Vgl. P0 16].

Im seinem Glaubensmanifest hält Kardinal Müller fest:
„Der Priester setzt auf Erden das Erlösungswerk fort“ (1589). Die Priesterweihe „verleiht ihm eine heilige Vollmacht“ (1592), die unersetzbar ist, denn durch sie wird Jesus Christus in seinem Heilshandeln sakramental gegenwärtig. Daher entscheiden sich Priester freiwillig für den Zölibat als „Zeichen des neuen Lebens“ (1579). Es geht um die Selbsthingabe im Dienst Christi und Seines kommenden Reiches.

Damit unterschlägt er nichts. Er schreibt ja ausdrücklich, dass sich Priester freiwillig für den Zölibat entscheiden. Er streitet nicht ab, dass es Ausnahmen gibt. Aber es ist die Regel, dass „alle geweihten Amtsträger der lateinischen Kirche normalerweise aus den gläubigen Männern gewählt werden, die zölibatär leben und den Willen haben, den Zölibat ‚um des Himmelreiches willen‘ beizubehalten.“