Wahre Christen pflegen keine Gemeinschaft, keine Zusammenarbeit, keine Freundschaft oder Verbrüderung mit Anti-Christen!

Zitat aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (6, 11-18; 7, 1):

„Offen habe ich zu euch geredet, ihr Korinther; mein Herz hat sich weit aufgetan. Ihr nehmt keinen engen Raum in uns ein; aber in euern Herzen ist es eng. Vergeltet Gleiches mit Gleichem: erweitert auch ihr euer Herz; ich rede ja zu euch wie zu Kindern.

Ziehet nicht an einem Joche mit den Ungläubigen. Denn welche Gemeinschaft hat die Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit? Oder wie kann sich Licht zu Finsternis gesellen? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige mit dem Ungläubigen zu tun? Wie verträgt sich der Tempel Gottes mit Götzen? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott bezeugt: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein (3 Mos 26, 12). Darum gehet hinweg aus ihrer Mitte und sondert euch ab, spricht der Herr, und rühret nicht an, was unrein ist (Is 52, 11). So werde ich euch aufnehmen und werde euer Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige (2 Sm 7, 14). Da wir die Verheißungen haben, Geliebteste, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.

Dieser Abschnitt lautet im Kirchen-Latein (Vulgata) so:

„Nolite jugum ducere cum infidelibus. Quæ enim participatio justitiæ cum iniquitate ? aut quæ societas luci ad tenebras ? quæ autem conventio Christi ad Belial ? aut quæ pars fideli cum infideli ? qui autem consensus templo Dei cum idolis ? vos enim estis templum Dei vivi, sicut dicit Deus : Quoniam inhabitabo in illis, et inambulabo inter eos, et ero illorum Deus, et ipsi erunt mihi populus. Propter quod exite de medio eorum, et separamini, dicit Dominus, et immundum ne tetigeritis : et ego recipiam vos : et ero vobis in patrem, et vos eritis mihi in filios et filias, dicit Dominus omnipotens. Has ergo habentes promissiones, carissimi, mundemus nos ab omni inquinamento carnis et spiritus, perficientes sanctificationem in timore Dei.“

Und die katholische Douay-Rheims-Version (Englisch) lautet:

„Bear not the yoke with unbelievers. For what participation hath justice with injustice? Or what fellowship hath light with darkness? And what concord hath Christ with Belial? Or what part hath the faithful with the unbeliever? And what agreement hath the temple of God with idols? For you are the temple of the living God: as God saith: I will dwell in them and walk among them. And I will be their God: and they shall be my people. Wherefore: Go out from among them and be ye separate, saith the Lord, and touch not the unclean thing: And I will receive you. And will be a Father to you: and you shall be my sons and daughters, saith the Lord Almighty. Having therefore these promises, dearly beloved, let us cleanse ourselves from all defilement of the flesh and of the spirit, perfecting sanctification in the fear of God.“

Daraus folgt:

Was die Kirchenführung seit dem II. Vatikanum (zunehmend) tut, nämlich: Verbrüderung, Freundschaft, Zusammenarbeit, Gemeinschaft mit Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus, und so fort, stimmt nicht überein mit, ja widerspricht den Aufforderungen des Apostels Paulus und damit (mit) den Weisungen des Heiligen Geistes; denn sie alle, (vor allem aber) die Juden und Muslime, sind in Wirklichkeit UNGLÄUBIGE, ja mehr noch: GLAUBENS-GEGNER, GLAUBENS-FEINDE, ANTI-CHRISTEN! Alle diese Nicht-Christen sind objektiv Befangene und Gefangene von Unrechts- und Ungerechtigkeits-Systemen, sind „Einwohner“ der Finsternis, Gegängelte, Abhängige Belials, Götzen-Diener. Sie sind (geistlich) unrein. Vor allem die Juden und die Muslime sehen sich zudem als von GOTT allein, exklusiv Legitimierte, Berufene, ihren „Glauben“ (und damit in Wirklichkeit ihren Wider-Glauben) (unter Verdrängung, Bekämpfung, Vernichtung des einzig wahren, des christlichen) auf der ganzen Welt als allein herrschenden einzupflanzen, aufzurichten und zu erhalten, zu verteidigen. Die Kirchenführung aller Stufen hätte die heilige Pflicht, sich selbst und die ihrer Obhut anbefohlenen Gläubigen vor allem Einfluss, vor aller Befleckung durch den ANTIGÖTTLICHEN GEIST zu schützen, zu bewahren. Stattdessen fordert sie sich und sie seit Jahr und Tag auf, sich mit ihnen zu „versöhnen“, mit ihnen „an einem Strick zu ziehen“, mit ihnen diese Welt zu „einer Welt der Gerechtigkeit, des Lichtes, des Friedens“ zu gestalten. Das ist Verblendung im höchsten Grad! Die Weisung GOTTES, des HEILIGEN GEISTES durch den heiligen Völkerapostel Paulus lautet demgegenüber: „Darum gehet hinweg aus ihrer Mitte und sondert euch ab… und rühret nicht an, was unrein ist.“ Nun haben sich Unzählige aus Klerus und Volk aber schon gewöhnt an diese Verunreinigung, diese Verfinsterung, diese Entsakralisierung ihres Tempels. Es muss deshalb wohl ein unvorstellbares Gottesgericht kommen, ehe sich vor allem die Kirchenführung (wieder) eines Besseren besinnt und „die Heiligung (der [noch] ungläubigen Welt) vollendet in der Furcht (des einzig wahren) Gottes“ – durch Verkündigung, Predigt, MISSION, BEKEHRUNGS-AUFRUF(E)! Der MISSIONS-BEFEHL unseres HERRN und GOTTES, JESUS CHRISTUS, WAHRER GOTT VOM WAHREN GOTT, EWIGES LICHT VOM EWIGEN LICHTE, lautete nicht: Gehet hin in alle Welt und biedert euch allen Un- und Irrgläubigen an als Freunde und als Brüder UND LERNET VON IHNEN und vermeidet, unterlasst alles, was Zwietracht, Streit, Unfrieden, Krieg schürt und baut mit ihnen zusammen eine harmonische, tolerante, friedliche Welt auf, sondern: Predigt, gelegen oder ungelegen, willkommen oder „Eintracht störend“; LEHRET SIE HALTEN ALLES, WAS ICH EUCH GEBOTEN HABE!

Paul O. Schenker

Christenverfolgung in Zeiten der Selbstverachtung

Gemäß dem aktuellen Verfolgungsindex der Hilfsorganisation „Open Doors“ werden weltweit bis zu 200 Millionen Christen verfolgt. Lebensbedrohlich ist das Leben für Protestanten, Katholiken oder Orthodoxe in Nordkorea, wo etwa 300.000 Christen ihre Religion verleugnen müssen, während 70.000 Gläubige in Gulags interniert sind. In Afghanistan, Ägypten, Somalia, Sudan, Pakistan, Eritrea, Libyen, Irak, im Jemen und im Iran gibt es täglich Gewalt gegen Christen, Diskriminierung, Ausgrenzung, Benachteiligung und Schikane durch den Staat oder gesellschaftlichen Druck.

Die Organisation „ADF International“, vernetzt mit den Vereinten Nationen, der OECD und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, hilft verfolgten Christen mit juristischen Experten. In Indien etwa gewannen Partneranwälte schon mehr als 200 Fälle, in denen sie Pastoren, Bischöfe, Missionare oder Familien pro bono verteidigten, die aufgrund ihres Glaubens vor Gericht standen. Das Hilfswerk „Kirche in Not“ spricht von der „grössten Christenverfolgung seit 2000 Jahren“.

Einige Fachleute und Organisationen interpretieren die Entwicklung rein geopolitisch, andere machen islamistische und nationalistische Bewegungen in Afrika, Asien und im Mittleren Osten dafür verantwortlich. „In vielen Ländern treiben Islamisten die Radikalisierung größerer Bevölkerungsteile voran und stürzen sie in Krieg und Chaos,“ schreibt „Open Doors“. Nach den neusten Terroranschlägen in Sri Lanka betonte Volker Kauder, Ex-Fraktionschef im Deutschen Bundestag: „Das ist leider kein Einzelfall. Ich sehe mit großer Besorgnis die wachsende Christenverfolgung im gesamten asiatischen Raum. Nationalistische Bewegungen von Buddhisten, Hindus und Muslimen werden immer militanter.“

Neben dieser physischen, rohen Form der Christenverfolgung gibt es aber auch in den USA oder in Europa eine subtile Form der Verfolgung. Dies zeigt ein aktueller Bericht des “Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians”, eine Dokumentationsstelle, die von der OSCE konsultiert wird. Jährlich werden Hunderte von Fällen gesammelt, vom Arzt, der sich weigert, Abtreibungen durchzuführen und deswegen keinen Job mehr hat, über den Politiker, der gegen die Homoehe votiert und dessen Karriere daraufhin stillsteht.

Gebet als „grobes Fehlverhalten“

Der Bericht zeigt auch, wie christentumsfeindlich das Klima etwa an Deutschen Universitäten geworden ist. Christlichen Gruppen, die nicht missionieren, sondern nur ihre Perspektive in politische, geistesgeschichtliche oder gesellschaftliche Debatten einbringen wollen, wird nicht nur die Anerkennung in Studentenräten verweigert, sondern man verbietet ihnen den Gebrauch von Campuseinrichtungen, das Verteilen von Flyern oder die Durchführung von Veranstaltungen.

Ein Beispiel aus Frankreich: 2017 hat die Nationalversammlung ein Gesetz gegen das „Verbreiten von irreführenden Informationen“ zur Abtreibung verabschiedet. Seither darf man nicht mehr sagen, das werdende Leben sei von Beginn weg menschlich oder man müsse Frauen vor dem „Post Abortion Syndrom“ warnen. Im Grunde muss man per Gesetz „Pro Choice“ statt „Pro Life“ sein, womit alle Websites von Lebensschutzbewegungen kriminalisiert werden.

Ein Beispiel aus England: eine christliche Krankenschwester wurde trotz langjähriger Verdienste wegen „groben Fehlverhaltens“ aus dem staatlichen Gesundheitsdienst entlassen, nachdem sie mit Einverständnis der Patienten über den Glauben gesprochen oder gelegentlich Gebete als Hilfe für die Vorbereitung auf Operationen angeboten hatte. In Schweden darf in einem christlichen Privatkindergarten auf Druck der regionalen Regierung vor dem Essen überhaupt nicht mehr gebetet werden.

„Die Ausgrenzung und das negative Stereotypisieren von Christen sind inakzeptabel. Christentumsfeindlichkeit darf in Europa nicht salonfähig werden,“so Martin Kugler, Präsident des „Observatory”. Interessant dabei ist, dass auch Papst Franziskus von einer „höflichen“ Christenverfolgung in Europa gesprochen hat. Diese sei „verkleidet als Kultur, getarnt als Moderne, als Fortschritt“. Eine Einschätzung, die der päpstliche Gesandte in Bern, Erzbischof Thomas Gullickson, auf Anfrage bestätigt: „Es gibt in Europa Diskriminierung von Christen. Man kämpft gegen die christliche Idee von Ehe und Familie, die natürlichen Unterschiede von Mann und Frau, gegen den Lebensschutz für Kinder im Mutterbauch oder vor Euthanasie am Lebensende. Es ist ein Kampf gegen das Christentum als geistige Wurzel des Westens.“

„Eine fast unheimliche Nichtbeachtung“

Trotz der dramatischen Zunahme der weltweiten Christenverfolgung behandeln viele westliche Medien und Politiker das Thema entweder gar nicht oder nur am Rande. Gemäß dem Linzer Bischof Manfred Scheuer handelt es sich um „eine fast unheimliche Nichtbeachtung.“ Und der Chefredakteur der Catholic News Agency Deutschland, Anian Christoph Wimmer, sagt: „Die Christenverfolgung ist eine blutige Realität, die westliche Politiker und leider auch Bischöfe und andere Katholiken ausblenden, ja, mit wohlfeilen Worten abspeisen. Ich fürchte, es werden viele Kirchen brennen, auch in Europa, bis dieses eigentliche Problem eingestanden und angepackt wird.“

Auffällig ist, dass man in öffentlichen Debatten, aber auch in populären Filmen oder Serien  glaubenstreue Christen oft als rückständig und fundamentalistisch darstellt. So, wie die Medien auch den „Marsch fürs Leben“ oft mit verblendeten Reaktionären und „Abtreibungshassern“ gleichsetzen. Da passt es ins Schema, wenn in Schweden eine sozialdemokratische Politikerin 2017 kein Problem damit hat, Djihadisten mit Abtreibungsgegnern zu verglichen, während in Deutschland der ZDF-Moderator Klaus Kleber den Katechismus der katholischen Kirche auf die gleiche Stufe wie die Scharia stellt. Das fördert ein Klima, in dem Christen, die einen Job zu verlieren haben, sich hüten, öffentlich zu ihrem Glauben zu stehen oder entsprechende Artikel auch nur zu liken.

Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Kardinal Francis George, Erzbischof von Chicago, vor einigen Jahren sagte: „Ich erwarte, im Bett zu sterben, mein Nachfolger wird im Gefängnis sterben und dessen Nachfolger wird als Märtyrer auf einem öffentlichen Platz sterben.“ Eine düstere Prognose, die man natürlich nicht teilen muss. Sicher aber ist, dass das Ermorden, Vergewaltigen, Verbrennen, Attackieren, Stigmatisieren und Ausgrenzen von Christen kaum je einen medialen Aufschrei auslöst, einen Mahnmarsch, eine große Solidaritätskundgebung. Einen Aufschrei, der andererseits selten ausbleibt, wenn es nicht um Christen geht, sondern um bedrohte Muslime, um «Me too», Donald Trump oder den Klimawandel.

Es herrschen offensichtlich Doppelstandards. Ein Phänomen, das der deutsch-israelische Psychologe und Autor Ahmad Mansour nach den islamistischen Anschlägen in Sri Lanka so kommentierte:

„Bei den Anschlägen in Neuseeland (Christchurch) sucht man die Zusammenhänge zwischen den Tätern und der rechtsradikalen Ideologie! Muslimfeindlichkeit und sogar Islamkritiker sollen mögliche Ursache für die Gewalt sein. Und jetzt in Sri Lanka? Jetzt haben die islamistischen Attentäter gar nichts mit der Religion zu tun? Obwohl sie sich darauf berufen? Obwohl manche Theologie mehrfach Gründe für den Hass und die Abwertung von Anderen (Christen, Juden) liefert. Man ist nicht bereit, bei islamistischen Anschlägen überhaupt Zusammenhänge zu erwähnen, sie dürfen nicht existieren!“

Diese beobachtete Ungleichbehandlung ist nichts Neues und gereicht in der öffentlichen Wahrnehmung fast immer den Christen zum Nachteil und nährt den Verdacht, dass große Teile unseres Establishments tatsächlich einen „Kampf gegen das Christentum als geistige Wurzel des Westens“ führen. Die Frage ist nur, warum eigentlich?

Es läuft auf kulturelle Selbstverachtung hinaus

Könnte es mit dem sogenannten Multikulturalismus zusammenhängen, der nach wie vor viele Anhänger hat? Zu dieser Weltanschauung gehört die Vorstellung, dass alle Kulturen gleichwertig sind. Das Problem: wie soll man auf dieser Grundlage die Tatsache erklären, dass die westliche Zivilisation für den Rest der Welt seit Jahrzehnten offenbar so attraktiv ist, dass immer wieder Millionen von Migranten aus nicht-westlichen Kulturen herkommen, aber nicht umgekehrt? Hat es damit zu tun, dass nur im christlich geprägten Westen die Menschenrechte entstehen konnten und heute ein Grad an Freiheit und Massenwohlstand existiert, wie die Geschichte ihn noch nie erlebt hat?

Doch Anhänger des Multikulturalismus lassen keine Überlegenheit der freien Welt gelten. Vielmehr kritisieren sie einen militärisch-ökonomischen Imperialismus, mit dem andere Kulturen angeblich seit Jahrhunderten an den Rand der Weltgeschichte gedrückt und ausgebeutet werden. Deswegen gehört zur Weltanschauung des Multikulturalismus immer ein Schuldeingeständnis für die „verbrecherische“ Vorherrschaft des Westens – und eine entsprechende Suche nach den Opfern dieser bösen, patriarchalen Kultur.

Populäre Opfergruppen sind Frauen, Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe und nicht-heterosexueller Orientierung. Diese Gruppen werden regelmäßig nicht nur von westlichen Soziologen, Historikern oder Politikern dazu benutzt, den Westen anzuprangern, sondern auch von Kulturschaffenden und Journalisten. Das Ganze läuft auf eine kulturelle Selbstverachtung hinaus, bei gleichzeitiger Idealisierung fremder Kulturen und Ethnien. Man könnte sagen: es handelt sich um eine kollektive Depression von Leuten, die es nicht als Privileg und Verdienst ihrer Vorfahren ansehen, der westlichen Gesellschaft angehören zu dürfen, sondern die damit ein Problem haben.

Was aber bedeutet das am Ende für die Christen selber? Für die Familien, die Gemeinschaften, die Kirchen? Sie müssen damit rechnen, dass man ihr brutales Leiden und Sterben in Afrika, Asien und dem Mittleren Osten seitens Europa weiterhin mehrheitlich ignoriert, ja dass man dieses Leiden insgeheim sogar als Sühne für den bösen, patriarchalen Westen ansieht. Und dass die Diskriminierung und Ausgrenzung von bekennenden Christen in Europa weiter zunehmen wird. Vielleicht müssen sich die Christen schließlich schmerzhaft daran erinnern, dass Verfolgung und Kreuz seit jeher zum Christentum gehört haben. Schon im römischen Reich wurden die Christen, eine kleine, damals fremdartig anmutende Minderheit, von Römern wie Griechen belächelt, verachtet und auch gehasst.

Auf eindrückliche Weise ist dies festgehalten im „Brief an Diognet“, eine von einem Unbekannten verfasste Schrift aus der frühchristlichen Literatur, wahrscheinlich aus dem 2. oder 3. Jahrundert. Darin wird erklärt, dass die Christen der Antike weder durch Heimat noch durch Sprache oder Sitten von den übrigen Menschen verschieden gewesen sind, dass sie sich an allem wie Bürger beteiligt haben. Es wird erklärt, dass jede Fremde für den Christen damals ein Vaterland und jedes Vaterland eine Fremde gewesen ist, und dass diese Leute wie alle andern geheiratet und Kinder gezeugt, die Geborenen aber nicht ausgesetzt haben, wie das damals offenbar üblich gewesen ist. Zum Schluss heißt es im Brief: „Sie weilen auf Erden, aber ihr Wandel ist im Himmel (…) Sie werden missachtet und in der Missachtung verherrlicht; sie werden geschmäht und doch als gerecht befunden. Sie werden gekränkt und segnen, werden verspottet und erweisen Ehre. Sie tun Gutes und werden wie Übeltäter gestraft. Sie werden angefeindet wie Fremde und verfolgt; aber einen Grund für ihre Feindschaft vermögen die Hasser nicht anzugeben.“

Giuseppe Gracia (51) ist Schriftsteller und Medienbeauftragter des Bistums Chur. 

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Weltwoche (Schweiz).

1917 MAXIMILIAN KOLBE: GRÜNDUNG DER IMMACULATA-MILIZ

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Auszug aus dem Buch von Bischof Dr. Rudolf Graber:
AM VORABEND DES KONZILS
Predigten und Aufsätze des ehemaligen Schriftleiters des „Bote von Fatima“
aus den Jahren 1957-1962

VOR VIERZIG JAHREN [1917]:
GRÜNDUNG DER IMMACULATA-MILIZ
DURCH P. MAXIMILIAN KOLBE

Das so bedeutungsvolle Jahr 1917, in dem die beiden Großmächte auf den Plan treten, der Teufel mit dem gottlosen Bolschewismus und die Gottesmutter in ihren Erscheinungen zu Fatima, brachte zwei andere Ereignisse, die in kleine­rem Rahmen jenen weltgeschichtlichen Kampf widerspiegeln.

Am 24. Juni 1917 beging die Freimaurerei die Zweihundertjahrfeier ihrer Gründung. In Rom kam es damals, mitten im Kriege, zu wüsten Szenen. Auf dem Petersplatz wurden Satansbanner herumgetragen, auf denen die Losung stand: „Satan soll herrschen im Vatikan, und der Papst wird sein Sklave sein.“ Leider sind diese Dinge in unserer schnellebigen Zeit viel zu wenig bekannt, und wenn sie bekannt sind, werden sie nicht in den großen Gang der Geschichte eingeordnet. Doch auch hier blieb die Antwort des Himmels nicht aus, und wieder wird sie gegeben von jener Frau, die seit den Tagen des Paradieses dazu bestimmt ist, der höllischen Schlange den Kopf zu zertreten.

Als Werkzeug benützte die göttliche Vorsehung den am 7. Januar 1894 zu Lodz geborenen Franziskaner Maximilian Kolbe. Er weilte damals 1917 studien­halber in Rom und berichtet über diese empörenden Vorgänge: „Als in Rom die Freimaurer sich immer hochfahrender und gemeiner gebärdeten und unter den Fenstern des Vatikans das Satansbanner entrollten, auf dem in gräßlicher Verzerrung Luzifer den Erzengel Michael zu Boden warf, unflätige und gemeine Schriften gegen den Heiligen Vater unter die Menge verteilten, kam der Gedanke auf, einen Bund gegen die Freimaurer und andere Teufels­mächte zu gründen.“ Dies war der Anlaß, der am 17. Oktober 1917 zur Grün­dung der Militia Immaculatae führte. Es waren insgesamt sieben ideal gesinnte Jünger des Armen von Assisi, die sich damals zum Ritterdienst der Immaculata auf immer weihten. Vier Tage vorher hatte das Sonnenwunder in Fatima stattgefunden, und drei Wochen später bricht die bolschewistische Revo­lution aus.

Es ist hier nicht der Ort, das Leben P. Kolbes zu schildern; wer Näheres darüber erfahren will, lese das ergreifende Buch von Maria Winowska über diesen glühenden Marienverehrer (1952 erschienen im Kanisius-Verlag, Konstanz, Blarerstraße 18). Aber auf zwei Dinge wenigstens sei verwiesen.

Kolbe, der längst um die Macht der Presse wußte, stampft buchstäblich die Immaculatastadt Niepokolanow bei Warschau aus dem Boden, jene einzig­artige Klosterstadt, in der katholische Schriften, Zeitungen und Zeitschriften in Massenauflagen gedruckt werden. Technik und Mystik gehen hier Arm in Arm, und ein Kommunist gesteht, daß er hier zum erstenmal seine Gedanken verwirklicht findet. Der Krieg vernichtet das ganze Werk und seinen Gründer. Am 17. Februar 1941 holt die SS P. Kolbe ab und verschleppt ihn in das berüch­tigte Konzentrationslager Auschwitz. Und hier erfolgt die Rache der Hölle. Als ein verheirateter Häftling, Vater von mehreren Kindern, mit neun anderen Todeskandidaten zum Hungerbunker verurteilt wird, meldet sich P. Kolbe freiwillig, um für ihn in den Tod zu gehen. Der Vigiltag von Mariä Himmelfahrt 1941 wurde für ihn der Tag seiner eigenen Himmelfahrt. Nun ist jene Vision aus den Tagen seiner Kindheit erfüllt, wo die Gottesmutter dem Knaben erschienen war und in ihren Händen einen weißen und roten Kranz ihm dar­geboten hatte. Sie hatte ihn lieb angeblickt und gefragt: „Welchen willst du? Der weiße Kranz bedeutet, daß du die Reinheit bewahren wirst, der rote, daß du als Martyrer stirbst.“ Ohne zu zögern, gab das Kind zur Antwort: „Ich wähle alle beide.“ Darauf lächelte die Gottesmutter und verschwand. Die Vision ist Wirklichkeit geworden.

Nochmals müssen wir auf das Jahr 1917 zu sprechen kommen. Damals hatte die Gottesmutter die Bekehrung Rußlands in Aussicht gestellt, jenes Rußlands, das im gleichen Jahr von der Revolution verschlungen werden sollte. Gegen Ende seines Lebens hat P. Kolbe feierlich verkündet: „Ihr werdet eines Tages die Statue der Immaculata auf der höchsten Zinne des Kremls aufgestellt sehen.“ Viele Zeugen haben diese Worte gehört.

P. Pignalberi, einer der sieben Gründer, hatte von P. Kolbe aber noch ein anderes Wort gehört: „Bevor dies der Fall sein wird, müssen wir eine blutige Prüfung bestehen.“ Kolbe hat sie schon bestanden. Und wir?


Dazu einige Gedanken von mir [POS]:

Es existieren verschiedene Varianten des sog. „Großen Geheimnisses“, welches die Seherin Mélanie Calvat von der Muttergottes mitgeteilt bekommen haben soll anlässlich ihrer Erscheinungen auf La Salette im Jahre 1846. (Siehe z.B. „Melanie’s final versions of the Secret„)

Daraus wird vor allem immer wieder folgender „prophetische“ Passus zitiert:

„Rom wird den Glauben verlieren und Sitz des Antichrists werden.“

Dieses Zitat wird von den meisten Traditionalisten und insbesondere Sedisvakantisten dazu verwendet, um ihre Position der Ablehnung/Verurteilung des II. Vatikanischen Konzils und seiner Reformen und der/aller ‚Konzilspäpste‘ auch übernatürlich/himmlisch zu rechtfertigen.

Nun ist aber dieses „Große Geheimnis“ Mélanies nie von der Kirche offiziell beglaubigt worden. Es ist und bleibt völlig umstritten.

Aber einmal angenommen, die Muttergottes hätte diese Vorhersage tatsächlich gemacht, dann kann dieser Satz nicht bedeuten, dass der Heilige Stuhl, also vor allem der Papst, den Glauben verlieren wird und dass der Vatikan Sitz des Antichrists werden wird.

Wohl aber könnte er auf das hinweisen, was in diesem Artikel oben beschrieben wird, d.h. dass Rom, das politische/weltliche Rom, (durch die Freimaurer[ei]) „den Glauben verlieren und Sitz/Zentrum des Antichristen werden wird“.

Manfred Adler: ZEICHEN DER ZEIT: DIE ZEICHEN SATANS

Der Priester Manfred Adler [gestorben 2005] war Mitglied des Ordens der „Missionare vom heiligen Johannes dem Täufer“ (MSJ)
Der nachfolgende Text stammt aus dem Jahre 1958:

Die Zeichen Satans

Die Heilige Schrift belehrt uns eingehend über das Wirken der dämonischen Mächte in der Geschichte. Und dieses Wirken ist in gewissem Sinne ein Wir­ken aus dem Glauben. Der heilige Jakobus schreibt nämlich: „Auch die bösen Geister glauben und zit­tern“ (2, 19). Ein beachtliches Wort. Die gefallenen Geister haben keine Hoffnung und erst recht keine Liebe mehr. Aber sie glauben. (Der Glaube der Dämonen ist freilich kein Heilsglaube.) Sie wissen um die göttliche Heilsoffenbarung, kennen das Wort Gottes und zitieren es (vgl. Mt 4, 6; Lk 4, 41). Das ist nicht verwunderlich, denn Satan gibt sich nicht selten „als Engel des Lichtes“ (2 Kor II, 14) aus. Da er die Schriften kennt, weiß er auch recht gut, was manche, die sogar das Credo beten, noch nicht recht zu begreifen scheinen, daß nämlich mit Jesus Christus die Endzeit begonnen hat, wie das Wort Gottes klar bezeugt.

Gott hat in seinem Sohn und durch ihn „am Ende dieser Tage zu uns gesprochen“ (Hebr 1, 1). Er ist „am Ende der Zeiten erschienen, um die Sünde durch sein Opfer zu tilgen“ (Hebr 9, 26). Wir leben also schon am „Ende der Zeiten“ (1 Petr 1, 20), in den „letzten Tagen“ (Jak 5, 3) oder in der „letzten Stunde“ (1 Joh 2, 18). Der heilige Petrus schreibt: „Das Ende aller Dinge hat sich genähert; seid da­her besonnen und nüchtern, um beten zu können“ (1 Petr 4, 7), und fügt anschließend die Mahnung hinzu: „Seid nüchtern und wachsam! Euer Wider­sacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wenn er verschlingen könne. Widersteht ihm fest im Glauben“ (1 Petr 5, 8 f).

Auf Grund seines Glaubens weiß Satan, daß seine Herrschaft über die ganze Menschheit nicht mehr lange dauern wird. „Er weiß, daß er nur wenig Zeit hat“ (Offb 12, 12), weil „die Zeit drängt“ (1 Kor 7, 29). Durch das Heilswirken Christi und das Kommen des Reiches (Lk 11, 20-22) ist seine Macht bereits gebrochen, aber erst beim Endgericht wird er endgültig entmachtet. Seine Zeit ist also noch nicht um. Zwar kämpft er jetzt mit „gebroche­nem Rückgrat“, um so verbissener aber wirkt er die ihm von Gott eingeräumte Macht aus, soweit nur seine Bewegungsfreiheit reicht. Heute ist seine Macht geradezu greifbar.

Man hat unsere Zeit die Epoche Satans genannt. Es wäre angesichts gewisser Tatsachen, von denen noch die Rede sein wird, sicher nicht übertrieben, wenn wir unsere Gegenwart als das Zeitalter Satans bezeichnen wollten. Aber mit Recht könnte man uns dann die Frage entgegenhalten: Ist nicht die ganze Geschichte das Zeitalter Satans? Ist er nicht schon von jeher „der Fürst dieser Welt“ (Joh 12, 31; 14, 30), ja sogar „der Gott dieser Welt, der den Ungläubigen den Sinn verblendet hat, daß ihnen das Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der das Ebenbild Gottes ist, nicht leuchte“ (2 Kor 4, 4)? Geht er nicht allezeit wie ein „brüllen­der Löwe umher“ (1 Petr 5, 8), um mit den „Mächten und Gewalten und Weltherrschern dieser Fin­sternis“ (Eph 6, 12), den „Mächtigen“ (1 Kor 2, 6) dieser Weltzeit die „gegenwärtige böse Welt“ (Gal 1, 4), der wir uns nicht gleichgestalten dürfen (Röm 12, 2), zu beherrschen?

I. Der Verführer der ganzen Welt

Es ist richtig, daß die ganze Weltzeit seine Zeit ist, in der er „in den Söhnen des Ungehorsams wirkt“ (Eph 2, 2). Aus diesem Grunde werden wir unsere Jetztzeit nicht als Epoche oder Zeitalter Satans be­zeichnen. Da aber das Wirken der „Mächte und Gewalten“ in unseren Tagen aufdringlicher und schrecklicher denn je ist — nie war ihr „teuflischer“ Einfluß so ungeheuerlich und unheilvoll wie heute —, wollen wir unsere gegenwärtige Stunde als „Großoffensive Satans“ kennzeichnen.

Diese hat mit dem Zeitalter der Maschine begonnen und ist im 19. Jahrhundert offenbar geworden. Die Maschine führte ein neues Zeitalter herauf: die Zeit der Masse. Im Jahrhundert der industriellen, tech­nischen Revolution hat sich die Weltbevölkerung verdreifacht (die Bevölkerung Europas ist in diesem Zeitraum von 180 Millionen auf über 500 Millionen angewachsen). Die Menschen konzentrieren sich zunächst zur Menschenmasse (Massierungsprozeß). Die Menschenmasse bringt dann unter dem Einfluß der Maschine einen neuen Menschentyp hervor: den Massenmenschen (Vermassungsprozeß), der auf Grund seiner spezifischen Qualitäten wie kein ande­rer Menschentyp vor ihm dazu geschaffen ist, die Großoffensive Satans zu ermöglichen, indem er ihr zuerst erliegt und dann als aktives Werkzeug Satans bei der Verführung der Welt mitwirkt.

Eine Großoffensive, die aufs Ganze geht und bei der es ums Ganze geht, muß auf lange Sicht ge­plant und gründlich vorbereitet sein. Schließlich muß sie im entscheidenden Augenblick einsetzen. Der Generalangriff der Hölle war in verschiedener Hinsicht lange vorbereitet. Mit zäher Ungeduld wirkte der Teufel dahin, in den Menschen nach und nach die Glaubenssubstanz zu vernichten oder doch soweit als möglich zu schwächen. Denn er weiß, daß man gegen glaubensstarke Menschen keine Großoffensive starten kann.

Einen vernichtenden Schlag versetzte er der christ­lichen Glaubenseinheit und Glaubensmächtigkeit in der abendländischen Glaubensspaltung (ab 1517), die weitaus gefährlicher und in ihrer Auswirkung viel tiefer und weitgreifender war als das morgen­ländische Schisma (11. Jahrhundert), weil die bis dahin vorhandene Glaubensgemeinsamkeit und all­gemeine Glaubenssubstanz durch den breiten Abfall vom einen Glauben und vielen Glaubenswahrheiten, besonders aber durch die endgültige Trennung von der einen Kirche (Entkirchlichung), die schließlich zu einer immer verhängnisvoller sich auswachsen­den Entchristlichung führte und in einem radikalen Massenabfall von Gott selbst (Antichristentum, Atheismus) endete, immer mehr geschwächt und in vielen total zerstört wurde. Der schon im Mittel­alter und in der Vorreformation teils latente, teils offensichtlich, durch die Glaubensspaltung mächtig geförderte und in der nachfolgenden Entwicklung zur letzten Konsequenz getriebene Zersetzungspro­zeß war im 19. Jahrhundert schließlich so weit ge­diehen, daß der Menschentyp dieser Zeit als solcher für den Generalangriff der Hölle schon hinreichend vorbereitet und reif war.

Nun kommt noch hinzu, daß dieser moderne Mensch zur gleichen Zeit im Zuge der industriellen Entwicklung auch die technischen Machtmittel lie­fert, die für die Großoffensive Satans unerläßlich notwendig sind: die Maschine und die mit ihrer Hilfe gemachten naturwissenschaftlichen Erfindun­gen und Entdeckungen (vor allem auf der Basis des Elektromagnetismus: Funk, Fernsehen usw.).

Die dämonischen „Weltbeherrscher“ stellten alle neuzeitlichen Machtmittel (Maschine, Presse, Funk, Film, Fernsehen usw.) sofort in ihren Dienst und wirkten mit ihrer Hilfe durch den Massenmenschen mit verzweifelter Wut, mit rastloser, immer mehr sich steigernder Aktivität auf die Menschenmassen ein. Der Erfolg war und ist eine wahre Dämoni­sierung der Masse, eine ausgesprochene Massen­dämonie, wie sie die Geschichte bislang unmöglich kennen konnte, weil die technischen Voraussetzun­gen und Hilfsmittel zu einer derartigen Massenver­führung früher fehlten.

Im Zeitalter der Technik und Vertechnisierung des Lebens war es dem Teufel endlich möglich geworden, die Masse umweglos zu beeinflussen. Früher konnte er nur auf dem Umweg über viele einzelne eine kleine „Masse“ (die diesen Namen eigentlich gar nicht verdient) erreichen; jetzt hat er die Mög­lichkeit, durch einen einzelnen auf die ganze Masse, ja unter Umständen auf die ganze Welt einzuwirken (zum Beispiel ein Funkspruch durch den Äther, „Spiel mit dem Licht“ = Film; die „Hochschule der Verführung“). Die Welt ist in den letzten Jahr­zehnten bekanntlich immer kleiner geworden, für manche ist sie anscheinend schon zu klein, da sie sich auf der Erde nicht mehr heimisch fühlen. Sie träumen bereits von Weltraumreisen und wollen den Weltraum erobern. Oder sind sie etwa „welt­flüchtig“ geworden, weil sie merken, daß das Leben in dieser „bösen Welt“ immer unerträglicher wird? Wir wissen es nicht. Aber sicher ist, daß man auch auf dem Mond seinem bösen Gewissen und den „bösen Geistern in den Höhen“ (Eph 6, 12) nicht entfliehen kann.

Tatsächlich wird das Leben auf der Erde von Tag zu Tag unheimlicher. Die Macht Satans wird immer größer, und sie war niemals so gewaltig wie heute, weil er niemals die Machtmittel zur Verfügung hatte, die er heute im Zeitalter der Maschine und der Vermassung besitzt. Jetzt kann er sich im Voll­sinn des Wortes erweisen als „die alte Schlange, die Teufel und Satan heißt und die ganze Welt verführt“ (Offb 12, 9).

Das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit“ (2 Thess 2, 7) konzentriert sich heute in der Masse und erfährt dadurch eine zunehmende extensive und intensive Verdichtung. Es wird als „geballte Kraft“ offenbar. Die gegenwärtige unheimliche Weltsituation darf daher nicht allein als natürliche Entwicklung be­trachtet werden, sondern findet ihre letzte Erklä­rung in dem „großen Zorn“ des Teufels, der weiß, daß „seine Zeit kurz ist“ (Offb 12, 12). Je kürzer seine Zeit wird, um so größer wird sein Zorn. Aus dieser Tatsache darf man auf den endzeitlichen Charakter der Zeichen unserer Zeit schließen. Der Begriff „endzeitlich“ ist allerdings noch zu weit, um die konkrete Gegenwartssituation exakt erfassen zu können. Betrachten wir nämlich die konkreten Aus­wirkungen der Großoffensive Satans, wie wir es an­schließend versuchen, so drängt sich uns unwillkür­lich der Gedanke auf: Die Situation unserer Jetzt­zeit ist nicht nur eine endzeitliche, sondern eine letztzeitliche, das heißte, das „Ende aller Dinge“ (1 Petr 4, 7) ist jetzt näher denn je. Wir möchten deshalb das letztzeitliche Moment in den allgemei­nen Begriff der Endzeitlichkeit mit einbeziehen.

Nun zur konkreten Wirklichkeit. Das hervorste­chendste Kennzeichen, das die Großoffensive des Weltverführers offensichtlich bestätigt, ist die Tat­sache, daß im 19. Jahrhundert in der abendländi­schen Christenheit ein Massenabfall einsetzte, der in der Kirchengeschichte ohne Beispiel ist. Nach dem Zeugnis der Schrift geht der Abfall dem Auftreten des Antichrists und der Wiederkunft des Herrn voraus, hat also letztzeitlichen Charakter. „Zuvor muß der Abfall kommen. Der Mensch der Gesetzlosigkeit muß offenbar werden, er, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über Gott und alles Heilige erhebt. Er setzt sich sogar in den Tempel Gottes und gibt sich für Gott aus“ (2 Thess 2, 3 f).

Es ist hier nicht die Frage zu entscheiden, ob der Antichrist ein Individuum (Einzelmensch) oder ein Kollektivum (böse Masse) oder ob er beides ist (Cor­pus diabolicum im Gegensatz zum Corpus Christi mysticum). Uns interessiert vielmehr, ob der Typ des modernen, abgefallenen Massenmenschen nicht schon jene Merkmale verkörpert, die der heilige Paulus in der eben zitierten Stelle erwähnt. Ist er vielleicht „der Mensch der Gesetzlosigkeit, der sich über Gott und alles Heilige erhebt, sich sogar in den Tempel Gottes setzt und für Gott ausgibt“? (Man denke nur an die Anbetung der „Göttin der Vernunft“ in Notre-Dame, eine satanische Szene, die gleichsam die „Zeit der Gesetzlosigkeit“ ein­leitete.) Selbst wenn man diese Worte auf das Individuum Antichrist bezieht, kann man nicht leug­nen, daß sie ebenso für den abgefallenen Kollektiv­menschen gelten. Im 19. und 20. Jahrhundert ist der gesetzlose Mensch nicht nur individuell aufge­treten (Atheisten gab es vereinzelt auch schon vor­her), sondern in regelrechten Großorganisationen, ein Phänomen, das in der Menschheitsgeschichte einzigartig dasteht. Denken wir nur an die vielen Spielarten des wissenschaftlichen und vulgären Atheismus der Gegenwart (Rationalismus, Libera­lismus, Sozialismus, Bolschewismus, Existentialismus, Nihilismus usw.). Diese Großorganisationen der Gottlosigkeit existieren erst, seitdem der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbar geworden ist, im Zeit­alter der Maschine und der Masse durch die Groß­offensive Satans.

„Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, das schon wirksam ist“ (2 Thess 2, 7), wirkt sich in unseren Tagen derart massiv aus, daß die Offenbarung des „Gottlosen (Antichrist), den der Herr Jesus mit dem Hauche seines Mundes vernichten und durch den Lichtstrahl seiner Widerkunft verderben wird“ (2 Thess 2, 8), näher denn je zu sein scheint. In den letzten Tagen „werden böse Menschen und Betrü­ger immer ärger werden, sie irren und führen in Irrtum“ (2 Tim 3, 13), „Spötter werden mit frechen Reden auftreten, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: ,Wo bleibt seine verheißene Wiederkunft?‘ “ (2 Petr 3, 3). All diese endzeit­lichen Vorzeichen, die sich heute immer mehr ver­dichten, sprechen den letztzeitlichen Charakter unserer aufgewühlten, apokalyptischen Zeit aus und verstärken den Eindruck, daß das Ende aller Zeiten näher denn je ist.

In dieser Zeitsituation darf das Wort des Völker­apostels, das er seinem Schüler Timotheus, dem Bischof von Ephesus, schrieb, nicht unbeachtet blei­ben: „Bedenke wohl, daß für die letzten Tage schwere Zeiten bevorstehen. Die Menschen werden selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, über­mütig, schmähsüchtig, den Eltern ungehorsam, un­dankbar, ehrfurchtslos, lieblos, unverträglich, verleumderisch und unbeherrscht, roh, rücksichtslos, verräterisch, frech, aufgeblasen, werden die Lüste mehr lieben als Gott. Sie tragen zwar den Schein der Frömmigkeit an sich, verleugnen aber ihre Kraft. Solche sollst du meiden! Zu ihnen gehören die, die sich in die Häuser schleichen, leichtfertige Weiber betören, die mit Sünden beladen und von mancherlei Leidenschaften getrieben, immer Neues lernen wollen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (2 Tim 3, 1 ff).

„Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewißheit geworden ist. Du weißt ja, von wem du es gelernt hast. Von Kindheit an kennst du die heiligen Schriften, die dich unterweisen kön­nen zum Heile durch den Glauben in Christus Jesus. Jede von Gott eingegebene Schrift ist nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2 Tim 3, 14-17).

Kennen auch wir die heiligen Schriften, lesen wir die Worte Gottes täglich und bewahren wir sie wie Maria in unserem Herzen? Niemand kann die Zei­chen der Zeit verstehen und in der Großoffensive Satans „am bösen Tage widerstehen und in allem unerschütterlich aushalten“ (Eph 6, 13) ohne „das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes“ (Eph 6 ,17).

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Quelle: „Zeichen der Zeit“, Johannes-Verlag, Leutesdorf, 1958

DER GRÖSSTE GENOZID DER WELTGESCHICHTE

Die Eroberung Indiens durch arabische Muslime mündete im größten Genozid der Weltgeschichte

“Der Mohammedanische Raubzug Indiens ist die vermutlich blutigste Episode in der Menschheitsgeschichte.Die entmutigende Moral dahinter ist, dass Zivilisation ein kostbares Gut ist, dessen filigranes Gleichgewicht von Ordnung, Freiheit, Kultur und Frieden, jederzeit von Barbaren von aussen oder durch deren Wachstum innerhalb der Zivilisation selbst, umgestürzt werden kann.” Will Durant

Geleitwort: Mit unfassbaren 80 Millionen Opfern wird der Anzahl der durch Muslime getöteten Hindus zwischen 1000 und 1500 n.Chr. beziffert (Prof. K.S. Lal – Growth of Muslim population in India), womit die Geschichte der Eroberung Indiens durch muselmannische Heere der größte Genozid der Menschheitsgeschichte ist – einschließlich der Vernichtungsfeldzüge der Mongolen, Stalins, Maos und Hitlers. Wer diese dunkelste Periode der indischen Geschichte nicht kennt, ist blind für die gegenwärtigen Spannungen zwischen dem muslimischen und nicht-muslimischen Teil des riesigen Subkontinents.

Und wer sich nicht der Tatsache bewusst ist, dass Bangladesh, Pakistan und weite Teile Afghanistans dereinst ur-indisches Staatsgebiet und rein hinduistisch und buddhistisch geprägt waren, dem kann nicht klar sein, wie gründlich es dem Islam gelungen ist, dieses Kapitel aus dem Bewusstsein der geschichtlichen Überlieferung zu tilgen.

Seit den Tagen Mohammeds führen Muslime erbarmungslose Vernichtungsfeldzüge gegen die “Ungläubigen” und berufen sich dabei – bis hin zur Gegenwart – ausdrücklich auf die über 200 Stellen des Koran und weitere 1800 Stellen der Hadithe (Überlieferungen aus dem Leben Mohammeds), die zur Bekämpfung und Auslöschung aller “Ungläubigen” aufrufen.

Westliche Medien und Intellektuelle blenden dieses Thema nicht nur weitestgehend aus. Im Gegenteil. Im Namen der political correctness oder aus politisch motivierten antiwestlichen Ressentiments führen sie einen Stigmatisierungsfeldzug gegen all jene, die vor den Gefahren warnen, die bis zur Gegenwart vom Islam ausgehen.

Auch Muslimen wird seit 1400 Jahren in nahezu allen islamischen Geschichtsbücher die Mär von der angeblich friedlichen Ausbreitung des Islam erzählt. Und so ergibt sich für fast jeden, der versucht, mit Muslimen über deren blutige Vergangenheit und Gegenwart zu sprechen, die anachronistische Situation, dass man auch von ihnen als “Lügner”, “Rassist” oder “Faschist” beschimpft wird. Denn kaum etwas können viele Muslime weniger ertragen als die Wahrhreit über ihre eigene Religion.

Am Beispiel der ganz aktuellen blutigen Eroberung nicht-islamischer Völker im Nahen Osten (Libanon), in weiten Teilen Afrikas (Nigeria, Sudan, Kenia, Äthiopien u.a.) und in Asien (Pakistan, Afghanistan, Thailand, China u.a.) zeigt sich die grausame Wahrheit der Erkenntnis, dass, wer die Geschichte nicht kennt, gezwungen ist, sie stets zu wiederholen.

Auch die Islamisierung Europas schreitet beängstigend voran und zeigt nicht nur in den Attentaten von Madrid, Paris, London, Frankfurt oder Moskau sowie in den bügerkriegsähnlichen Zuständen zahlreicher französischer, holländischer, schwedischer oder dänischer Metropolen, dass der Islam seit jeher unfähig zur Integration in nicht-islamische Länder ist.

Denn Muslime haben den Auftrag Allahs, die Welt von “Ungläubigen” zu säubern und das “Haus des Friedens” zu errichten: was nichts anderes heißt, als die endgültige Weltherrschaft des Islam zu etablieren.

Ein Blick in die Geschichte der Eroberung Indiens durch die hochgerüsteten muslimischen Heere möge die Augen dafür öffnen, dass sich daran bis heute nichts geändert hat.

Michael Mannheimer

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Quelle: Michael Mannheimer-Blog

Der KKK [Katechismus der Katholischen Kirche] und die jüdische Religion

In Nr. 839 (Seite 250) lesen wir:

Das Verhältnis der Kirche zum jüdischen Volk. . . . Im Unterschied zu den anderen nichtchristlichen Religionen ist der jüdische Glaube schon Antwort auf die Offenbarung Gottes im Alten Bund. Das jüdische Volk besitzt „die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihm ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen, sie haben die Väter, und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus“ (Röm 9, 4-5), denn „unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt“ (Röm 11, 29).

Diese Aussagen insinuieren (suggerieren, machen unterschwellig glauben), daß das jüdische Volk immer noch eine Vorzugsstellung habe und daß es immer noch das auserwählte Volk sei. Einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Stellen lassen stets Fehlinterpretationen zu. Man möge die Heilige Schrift zur Hand zu nehmen und den gesamten Römerbrief durchlesen, damit sofort einsichtig werde, wovon der heilige Paulus spricht.

Die Vorzüge, die Paulus aufzählt, gelten gegenüber den Heiden, und zwar in der vorchristlichen Zeit des Alten Bundes. Paulus sagt im selben Römerbrief, Kapitel 11, daß nur ein Rest des jüdischen Volkes gerettet wurde, nämlich jene, die an Jesus als den Christus, das heißt, den Messias und Gottes Sohn glaubten. Alle anderen Zweige wurden jedoch aus dem Wurzelstock ausgebrochen, weil sie nicht an den wahren Messias glaubten. Die nachchristlichen Juden, die sich nicht zu Christus bekehrten, sind heute „jenes Volk, das einst das auserwählte war„, wie Papst Leo XIII. in seinem Weihegebet sagte. Diese Stelle wurde später unter Johannes XXIII. gestrichen. Papst Leo XIII. betete in diesem Weihegebet auch für die künftige Bekehrung des vom Bunde mit Gott abgefallenen Volkes mit den Worten: „Möge das Blut, das einst auf sie herabgerufen wurde, einst als Bad der Erlösung (nämlich in der Taufe) auch sie überströmen.“
Der heilige Evangelist Johannes sagt in seinem ersten Brief in 2,23: „Wer den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht.“ Damit hat das einst auserwählte Volk auch seine Sohnschaft verloren; denn nur denen, die an Ihn, Jesus den Christus, glauben, „gab er Macht, Kinder Gottes zu werden“ (Joh. 1,12).

In der Geheimen Offenbarung sagt der heilige Johannes: „Sie nennen sich Juden, aber sie sind die Synagoge Satans.“ Das gilt vor allem von den zionistisch-freimaurerischen Juden unserer Zeit.

In Nr. 840 fährt der „KKK“ fort:

Blickt man auf die Zukunft, so streben das Gottesvolk des Alten Bundes und das neue Volk Gottes ähnlichen Zielen zu: Die Ankunft (oder die Wiederkunft) des Messias. . . .

Wieso sind dies ähnliche Ziele? Die Verfasser des „KKK“ halten die Gläubigen wohl für sehr dumm und unwissend! Die Christen wissen, daß der wahre Messias schon gekommen ist. Die Juden glauben dies nicht. Darin liegt keine Analogie, sondern ein kontradiktorischer Widerspruch. Zudem wissen wir aus dem Evangelium und der Lehre der Kirchenväter, daß die Juden zur Strafe dafür, daß sie den wahren Messias und Erlöser verworfen haben, den Antichristen für den Messias halten werden. Der Herr sagte: „Ein anderer wird in meinem Namen kommen — und den werdet ihr annehmen!“

Es gibt aber keinen größeren Gegensatz als zwischen Christus und — Antichristus! Gemäß den Plänen des neuen Rom sollen die Neukatholiken zusammen mit den Juden durch die Schaffung einer gerechteren Welt dem kommenden „Messias“, der nichts anderes sein wird als der Antichrist, den Weg bereiten. An einer solchen Ökumene darf und kann kein wahrer Christ teilnehmen.

[Pfr. i.R.] Werner Graus

Siehe auch:

FSSPX: P. Franz Schmidberger’s „Widderstand“ gegen den Widerstand – (3)

Fortsetzung und Schluss meiner Stellungnahme Teil 1 und Teil 2

Pater Schmidberger schreibt weiter:

„Am Donnerstag, dem 27. Juni, feiern wir in Ecône das silberne Bischofsjubiläum der drei Weihbischöfe der Bruderschaft, die in den vergangenen 25 Jahren soviel Segen über die heilige Kirche ausgegossen haben. Dass der vierte nicht mehr in unseren Reihen ist, schmerzt uns. Aber so ist es eben mit der menschlichen Freiheit: Selbst Männer, die Gott erwählt hat, können im Laufe ihres irdischen Daseins vom rechten Weg abirren…“

Für die Tieferblickenden wird diese Feier dann wohl eher eine Trauerfeier sein. Denn von den ursprünglich vier von Erzbischof Lefebvre geweihten Bischöfen sind es eigentlich nur (noch) zwei, die die FSSPX einigermaßen „ordentlich“ feiern kann, die Bischöfe Alfonso de Galarreta und Bernard Tissier de Mallerais. Bischof Fellay hat „in den vergangenen 25 Jahren“ (unter dem Saldierstrich) nicht „soviel Segen“ über die heilige Kirche ausgegossen, wie sich das P. Schmidberger einbildet. Jetzt, in den letzten Jahren, hat er sogar das heilige Werk seines Konsekranten mit seinem Verhalten und Vorgehen als Generaloberer arg ruiniert. Damit kann man ihn nicht feiern, sondern nur bewehklagen. Und Bischof Williamson müsste, auch als Abwesender, Ausgeschlossener, die „Feiernden“ eigentlich so sehr schmerzen, dass sie gescheiter auf das Silberjubiläum verzichten würden; denn es gibt nichts Silberglänzendes zu bejubeln. Nicht etwa, weil er, Bischof Richard Williamson, „vom rechten Weg abgeirrt“ wäre, oder weil er „aus der Verpflichtung, seinem Generaloberen unterworfen zu bleiben ausgeschert“ wäre (vgl. seinen offenen Brief vom 19. Oktober 2012 an Bischof Fellay), sondern weil Bischof Fellay mit Unterstützung seiner Assistenten und vor allem auch mit jener von Pater Schmidberger, schon lange zunehmend gegen ihren bischöflichen Mitbruder agiert, ihn negativ kritisiert, ja ausgegrenzt haben, am massivsten und beschämendsten seit seiner sogenannten „Holocaustleugnung“, worauf sie ihn schmählich in die Verbannung schickten und unter Quarantäne stellten. Anlässlich dieses Geschehens ist es offenbar geworden, wie feige die gesamte Kirchenleitung inklusive Papst und sogar und nicht zuletzt die FSSPX-Führung war und ist, wenn es darum ging und geht, ihre eigenen wahren, ja besten und mutigsten Christgläubigen gegen die Einbildungen und Anmaßungen des insbesondere jüdischen Antichristentums zu verteidigen. Sie flüchten sich jedesmal in Ausreden und Heucheleien, wenn sie eigentlich all jene offen und unverblümt verurteilen müssten, die die Frechheit und Arroganz haben, Menschen mit einer ihnen entgegenstehenden (in diesem Fall geschichtlichen, aber die wahre Religion involvierenden) Überzeugung eigenmächtig weltweit organisiert gerichtlich, strafrechtlich zu verfolgen, um so ihr (Gegen-)Zeugnis in der Öffentlichkeit zu verhindern, bzw. zunichte zu machen. Absolut verwerflich ist es gewesen von der Piusbruderschafts-Führung, Bischof Richard Williamson so ohne Schutz und Verteidigung ihrerseits allen ungerechten, schmählichen Beschuldigungen (der Medienwelt und vor allem der kirchlichen Hierarchie bis hinauf zum Papst und den [die Fakten und Zusammenhänge nicht kennenden] Anhängern der Bruderschaft) ausgesetzt zu lassen und diese mit ihrem eigenen Beitrag an Diffamierungen noch zu verstärken! Die Führerschaft der FSSPX hat sozusagen Bischof Williamson geopfert, um vermeintlich einigermaßen ungeschoren davonzukommen. Bischof Fellay und Pater Schmidberger, die bisher einzigen Generaloberen der Piusbruderschaft, hätten vor Gott und den Menschen die hehre Pflicht gehabt, ihren heldenhaft streitenden, rechtgläubigen Mitbruder in Schutz zu nehmen; sie waren hingegen vielmehr bedacht, sich selbst davor zu schützen, in den Verruf zu geraten, bzw. sich davon zu befreien, als „antisemitisch“ zu gelten. Das darf es heute, in der Zeit der Freundschaft  und Brüderlichkeit mit den Juden, keinesfalls mehr geben, meinen sie. Das diktieren auch die Päpste seit dem jüngsten Konzil, obschon gerade sie die heilige Pflicht hätten, den Erzfeinden Christi und des Christentums so zu begegnen, wie es unser HERR und GOTT, der GOTT-MENSCH JESUS CHRISTUS und nach Ihm die Apostel, Apostelschüler, Kirchenväter – wie  der hl. Augustinus und der Goldmund Sankt Chrysostomus – beispielhaft getan haben: schonungslos offen und aufrichtig.

Wer sich weigert, (wenigstens) all das (Wichtigste) vorurteilsfrei zur Kenntnis zu nehmen, was die sogenannten „Revisionisten“ bezeugt haben, darf sich kein Urteil bilden über den „Holocaust“ im allgemeinen und (in unserem Falle) über Bischof Richard Williamson im speziellen.

Siehe u.a.:

Dazu – sehr zu empfehlen:

Im Zusammenhang mit diesem 3. Teil meiner Stellungnahme: