Bischof Dr. Rudolf Graber von Regensburg (†) über die Unterwanderung und Umfunktionierung der katholischen Kirche zur Gegenkirche durch die Freimaurerei

Bischof Dr. Rudolf Graber bei der Kirchweihe der Stadtpfarrkirche St. Wolfgang in Landshut am 29. Juli 1962. Foto: http://www.swolfgang.de/archiv/kirchweih/index.shtml

 

Geheimgesellschaften

IN DER AUFKLÄRUNGSZEIT entstand eine Reihe von antikirchlichen Vereinigungen, von denen nur zwei genannt werden sollen, die Freimaurerei, 1717 in London gegründet, und der Illuminatenorden, gegründet am 1. Mai 1776 von dem Kirchenrechtsprofessor Adam Weishaupt in Ingolstadt (36). Damit berühren wir das Problem der geheimen Gesellschaften und ihren Einfluß auf Gesellschaft und Kirche. Immer wieder kann man lesen, daß die Französische Revolution auf das Konto der Freimaurerei zu setzen ist. Ein neues Werk jedoch stellt die Formel auf: “Die Freimaurerei macht nicht die Revolutionen; sie bereitet sie vor und setzt sie fort” (37). Wie dem auch sei, im Schoß dieser und ähnlicher Geheimgesellschaften wurden die Keime für das gelegt, was man später Synarchie nannte, d. h. einen einheitlichen Weltstaat mit einer einheitlichen Regierung, die als Gegenkirche geplant ist. Doch davon später. Jedenfalls stellt die Französische Revolution ein wichtiges Glied dar im luziferischen Plan. Es ist nicht zuviel behauptet, wenn man sagt, daß manche katholische Bereiche heute erst sich ihre Hauptideen zu eigen machen, die Freiheit in der Auflehnung gegen die Herrschaftsstrukturen in der Kirche, die Gleichheit in der Demokratisierung mit dem Rätesystem und die Brüderlichkeit in der horizontalen Mitmenschlichkeit, wo die Vertikale, Gott und überhaupt die Transzendenz, ausgeklammert ist. Wie sehr das 2. Vatikanische Konzil mit der Französischen Revolution in Verbindung gebracht wird, beweisen Äußerungen auf dem 11. Kongreß der Kommunistischen Partei Italiens 1964, auf die wir noch zu sprechen kommen.

John Joseph Kardinal O’Connor (New York) mit zwei beschürzten Freimaurern

Damit aber stehen wir schon dicht vor den unmittelbaren Ursachen der innerkirchlichen Krisis in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hier ist zu beachten, daß “die großen Revolutionen – und wir stehen in einer solchen – nicht spontan erfolgen, sie haben ihre Vorläufer, oft nur im Geheimen, ihre Propheten säen um sich den Samen der Revolte, schließlich die Führer und die Ausführenden. Eine unterirdische Phase geht ihnen voraus, eine andere, die der Inkubation folgt darauf” (38), bis es dann zur Eruption kommt. Damit haben wir schon einen Einwand erledigt, der uns gemacht werden könnte, wenn wir nun auf gewisse Geheimgesellschaften und ihre Wortführer im 19. Jahrhundert zu sprechen kommen. Es ist richtig, daß viele dieser Namen nicht einmal in den Lexika zu finden sind (39), aber das ändert nichts an der Tatsache, daß der vergiftete Samen weiterwirkte und im Modernismus am Anfang des 20. Jahrhunderts zum erstenmal an die Oberfläche drang, allerdings vom heiligen Papst Pius X. sofort mit tatkräftiger Hand niedergehalten wurde.

Pierre Virion vor allem gebührt das Verdienst, auf diese Geheimgesellschaften in seinen Schriften aufmerksam gemacht zu haben. Wenn man nur einen Bruchteil dessen liest, was Virion aus all den heute so ziemlich verschwundenen Schriften der geheimen Wortführer zusammengetragen hat, so ist man überrascht, erstaunt und entsetzt, daß hier gegen Ende des vorigen [19.] Jahrhunderts bereits alle Ideen auftauchen, die heute in der nachkonziliaren Zeit die Kirche auf eine Zerreißprobe stellen. Dabei ist jedoch zu beachten, daß alle diese destruktiven Gedanken insgeheim auf ein einheitliches Ziel ausgerichtet sind, nämlich die Gegenkirche oder die “neue” Kirche zu schaffen, indem man die alte Kirche unterminiert und umfunktioniert und zwar weniger durch einen von außen kommenden Angriff, sondern, wie man heute im politischen Raume sagt, durch den “Marsch durch die Institutionen”. Wir haben den französischen Ausdruck für alle diese Bestrebungen schon einmal genannt, nämlich Synarchie. Es handelt sich hier um die Summe von geheimen Mächten aller “Orden” und Schulen, die sich zusammengetan haben, um eine unsichtbare Weltregierung zu bilden. Politisch gesehen erstrebt die Synarchie die Integration aller sozialen und finanziellen Mächte, die diese Weltregierung unter sozialistischer Führung natürlich zu tragen und zu fördern hat. Der Katholizismus würde folglich wie alle Religionen von einem universellen Synkretismus absorbiert werden. Er würde beileibe nicht unterdrückt, sondern integriert werden, wobei das Prinzip der Kollegialität dies bereits deutlich anvisiert. Man sieht gerade hier, welch unterirdische Konsequenzen die Prägung solcher neuer Worte hat. Im Letzten würde die Synarchie, voll verwirklicht, die Gegenkirche bedeuten (40). Wieder müssen wir dem Einwand begegnen, daß doch solche Beziehungen rein äußerlich auf einer Wortgleichheit beruhen und sachlich weit hergeholt sind. Aber hören wir, was Alphons Rosenberg dazu sagt: “… Alle diese (und andere) Gruppen üben, wenn auch zumeist auf unsichtbare Weise, Einfluß auf den Gang der kirchlichen Reform aus. Meist wird ihr Gedankengut, ohne daß es eigens genannt wird, auf dem Wege der Evolution und in vorsichtiger Siebung von den Theologen und Hirten (!) in den geistigen Blutkreislauf der Kirche aufgenommen …” (41). Diese Worte müßten als einer der stärksten und eindeutigsten Nachweise für die von der Feindseite her gezielten Infiltrationsmethoden gewertet und die notwendigen Konsequenzen daraus gezogen werden. Werden sie gezogen?

Stanislas de Guaita, abgefallener Priester und Schwarzmagier

Der Plan der Synarchie wurde in den Jahren 1880 – 1890 ausgearbeitet. Ohne auf die verschiedenen Gruppierungen, wie z. B. auf den kabbalistischen Orden der Rosenkreuzer, der Martinisten und der Symbolisten (42) näherhin einzugehen, sei nur erwähnt, daß der Jesuit Riquet und d’Alec Mellor (43), die für eine Annäherung der Kirche an die Freimaurer eintreten, enge Beziehungen mit diesen Gruppen unterhalten (44). Vom Gründer der ersten Gruppe, dem Expriester Stanislas de Guaita (1861 – 1897), stammt übrigens eine Satanshymne (45).

Eine besondere Erwähnung verdient indessen der Exkanonikus Roca (1830 – 1893), dessen Name weder im Lexikon für Theologie und Kirche, noch im Freimaurerlexikon zu finden ist. Er war zu Perpignan in Frankreich geboren, wo er die Schule der Karmeliter besuchte, 1858 zum Priester geweiht und 1869 zum Ehrenkanonikus ernannt wurde. Er machte Reisen nach Spanien, in die Vereinigten Staaten von Amerika, in die Schweiz und nach Italien. Sehr bewandert in den okkulten Wissenschaften entfaltete er eine ausgedehnte Propaganda vor allem unter der Jugend. Dadurch geriet er in Konflikt mit Rom. Trotz seiner Exkommunikation fuhr er in seiner Tätigkeit fort, predigte die Revolution, verkündete das Kommen der “göttlichen Synarchie” unter einem zum wissenschaftlichen Christentum bekehrten Papst. Er spricht von einer neuen erleuchteten Kirche, die vom Sozialismus Jesu und der Apostel beeinflußt ist. Roca ist nach dem Urteil von Virion “ein Apostat der stärksten Art”, und man möchte das, was er fordert und voraussagt fast für prophetisch halten (46).

Um seine Sprache einigermaßen zu verstehen, muß man wissen, daß er die gebräuchlichsten katholischen Begriffe beibehält, ihnen aber einen anderen Sinn unterlegt (übrigens wie heute). Unumwunden erklärt er: “Mein Christus ist nicht der des Vatikans.” Oder wenn er von Gott spricht, so meint er damit den Menschen, der eben an die Stelle Gottes tritt. Das Wort Reform bedeutet für ihn Revolution: “Keine Reform, sondern … ich wage es nicht recht zu sagen, weil das Wort so anrüchig ist …, eine Revolution.” “Die neue Sozialordnung wird (deshalb) außerhalb Roms, trotz und gegen Rom grundgelegt werden.” Aber nun folgt eine Feststellung, die uns, wie jemand gesagt hat, bis ins Innerste erschüttern und erstarren läßt: “Die neue Kirche, die vielleicht nichts mehr von der scholastischen Lehre und von der Urform der früheren Kirche bewahren wird können, wird nichtsdestoweniger von Rom die Weihe und die kanonische Jurisdiktion empfangen.” Noch vor wenigen Jahren konnten wir uns dies nicht vorstellen, aber heute …?

Wir zitieren im Folgenden verschiedene Sätze aus den Werken Rocas, die unsere gegenwärtige Krisis beleuchten. Bezüglich der zukünftigen Liturgie glaubt er, “daß der göttliche Kult, so wie ihn die Liturgie, das Zeremoniell, das Ritual und die Vorschriften der römischen Kirche regeln, demnächst auf einem ökumenischen Konzil (!) eine Umwandlung erfahren wird, die ihm die verehrungswürdige Einfachheit des goldenen apostolischen Zeitalters zurückgeben wird in Übereinstimmung mit dem Gewissen und der modernen Zivilisation” (47). Und Roca fährt fort: “Eine Opferung bahnt sich an, die eine feierliche Sühne darstellt … Das Papsttum wird fallen; es wird sterben unter dem geheiligten Messer, das die Väter des letzten Konzils schmieden werden. Der päpstliche Cäsar ist eine für das Opfer gekrönte Hostie” (48).

Rudolf Steiner, Okkultist und Begründer der Anthroposophie

Es fällt uns auf, daß damals schon von einem Konzil die Rede ist. Der Rosenkreuzer Dr. Rudolf Steiner, der Begründer der anthroposophischen Gesellschaft, erklärte im Jahr 1910: “Wir brauchen ein Konzil und einen Papst, der es ausruft.” Ob die Begeisterung, mit der die Welt das Konzil begrüßte, nicht auch von daher ihre Nahrung erhielt? – Der beherrschende Begriff ist das Wort “neu”. Roca verkündet eine “neue Religion”, ein “neues Dogma”, ein “neues Ritual”, “ein neues Priestertum”. Die neuen Priester bezeichnet er als “Progressisten”, er spricht von der “Unterdrückung” (suppression) der Soutane und von der Heirat der Priester (49) und versteigt sich zum Geständnis: “Der religiöse, politische und soziale Erlöser wird durch unpersönliche Institutionen (“institutions impersonelles”) über die Menschheit herrschen.” Im Anschluß an dieses Wort hat man mit Recht darauf hingewiesen, wie sich das heute allenthalben zeigt in der Kollegialität, in der Unsumme von “Konferenzen, Kommissionen, Komitees und Sitzungen” (50). Fast ist man versucht zu sagen, die Person ist zurückgedrängt, es herrscht das Anonyme. Hier tritt der luziferische Plan deutlich zu tage. Nichts mehr von der Person, die ihre höchste Weihe durch die Trinität und den Gottmenschen erhält, und die nun ausgelöscht ist durch das Kollektiv, ganz gleich in welcher Form.

Hier ist eine Zwischenbemerkung notwendig. Es wäre verfehlt zu meinen, es handle sich hier nur um die Gedanken eines Einzelgängers, wie Roca; nein, das alles wird von einer ganzen Reihe von geistesverwandten Personen ausgesprochen in einer Unmenge von Schriften, die wenigstens damals der ganzen Weltöffentlichkeit zugänglich waren. Und deshalb die Frage: Warum hat die Kirche von diesen Dingen keine Kenntnis genommen? Sicherlich hat es Pius X. getan. Aber das war auch alles. In dem Buch des Abbé Melinge (mehr bekannt unter seinem Pseudonym Dr. Alta) “L’évangile de l’Esprit-Saint, Jean traduit et commenté” (1907) ist das ganze Programm entwickelt, nach dem heute “gearbeitet” wird:

“Der Appell an den Esoterismus;
die Revolte gegen die Strukturen der Kirche;
die Ersetzung (substitution) des römischen Papsttums durch ein “pluri-konfessionelles” Pontifikat, das fähig ist, sich einem allseitigen (polyvalenten) Ökumenismus anzugleichen, den wir heute in der Interzelebration von Priestern und protestantischen Pastoren etabliert sehen.
die Verherrlichung Christi durch eine neue Menschheit;
die Umkehr (inversion) aller von Christus gelehrten Wahrheiten” (51).
Deutlicher kann man wohl nicht mehr sprechen. Dabei blieb Dr. Alta als Priester in der Kirche und es wurde von ihm gesagt: “Anstatt aus der Kirche zu fliehen wie Luther, blieb er, um im Schoß der Kirche (temple) zu reformieren” (52). Alles schon dagewesen.

Doch zurück zu Roca. Aus all den Zitaten, die sich zu Büchern erweitern ließen, ersieht man jetzt schon unschwer die Taktik: Die Kirche ihres übernatürlichen Charakters zu entkleiden, sie mit der Welt zu amalgieren, das konfessionelle Nebeneinander zu einem ökumenischen Ineinander zu machen und so die Welt-Einheits-Religion im einheitlichen Weltstaat vorzubereiten. Das Prädikat der Kirche “alleinseligmachend” ist aus dem Sprachschatz des Dialogs verschwunden, so wie ein gnostischer Vortragender es ausdrückte: “Wir bieten der Kirche noch einmal eine Chance, sie reihe sich ein unter die anderen Religionen.” Dazu gehört natürlich die “Déprêtrise” (53) der Kirche, die Entpriesterlichung zugunsten einer Laienkirche, und als Übergangsform – wiederum nach Roca – das Nebeneinander von zölibatären und verheirateten Priestern. Nun, die Entpriesterlichung der Kirche hat in erschreckendem Ausmaß bereits begonnen. Es erübrigt sich, all die Priester aufzuzählen, die in den Bahnen Rocas (und Loisy’s) wandelten. Virion stellt die Frage: ” Wieviele Priester mögen es gewesen sein, die ostentativ in der Kirche verblieben, aber nur deshalb, weil sie dort im Geheimen den Virus des Umsturzes säen konnten”? Roca, der zur Übertreibung neigt, antwortet “tausend”. Aber Saint-Yves sagte maßvoller: “Ich kenne viele, und sogar heilige Priester, die (aus Ignoranz) auf dem Weg zum synkretistischen Christentum wandelten” (54).

Eine andere moderne Idee, die damals allenthalben in diesen okkultistischen Kreisen vertreten wurde, war eine Art Mystik der Demokratie. Damals schon wurde ein Sozial-Christus gepredigt, und Roca schreibt: “Ich glaube, daß diese soziale Erlösung des Volkes in der neuen Gesellschaft durch die Thronbesteigung der Demokratie erfüllt wurde.” Und noch schärfer am 26. Juli 1891: “Das reine Christentum ist der Sozialismus (Le christianisme pur, c’est le socialisme)”. Deswegen erwartet er vom “Bekehrten des Vatikans” die kanonische Urbi- et Orbi-Erklärung, daß die gegenwärtige Zivilisation die legitime Tochter des heiligen Evangeliums der sozialen Erlösung ist” (55).

Papst Johannes XXIII.

Baron Yves Marsaudon, Malteserritter, Freimaurer des Schottischen Ritus vom 33. Grad
Das Ganze rundet sich ab durch das bedeutsame Werk des Freimaurers Yves Marsaudon “L’oecuménisme vu par un Franc-Maçon de Tradition” (56), das er mit einer überschwenglichen Widmung an Papst Johannes XXIII. versehen hat und das dem schon erwähnten Brückenschlag zwischen Kirche und Freimaurerei dienen soll. Bemerkenswert ist hier vor allem die Schwenkung in der Strategie, die man ungefähr in das Jahr 1908 setzen kann (57): “Nicht mehr die Vernichtung der Kirche ist das Ziel, sondern man sucht sie zu benützen, indem man in sie eindringt.” Mit Papst Johannes XXIII. glaubt man den Anfang gemacht zu haben: “Von ganzem Herzen wünschen wir den glücklichen Ausgang der Revolution Johannes’ XXIII.” (58). “Eines Tages muß die dogmatische Kirche verschwinden oder sich angleichen und, um sich anzugleichen, zu den Quellen zurückkehren” (59). Dies zeigt sich heute schon bei den Priestern: “Der Priester ist heute nicht mehr dieses besondere Wesen … im Gegenteil, er strebt (progressivement) danach, sich mit der modernen Gesellschaft zu vermischen” (60). In diesem Amalgamierungsprozess spielt die Freimaurerei die größte Rolle: “Wir Freimaurer der Tradition gestatten uns das Wort eines berühmten Staatsmannes zu verdeutlichen und zu akzentuieren (transposer), indem wir es den Umständen angleichen: Katholiken, Orthodoxe, Protestanten, Muselmanen, Hinduisten, Buddhisten, Freidenker und gläubige Denker sind bei uns nur Vornamen. Unser Familienname ist Freimaurerei” (61).

An diesem Punkt zeigt sich deutlich, wie nahe hier Echtes und Falsches beieinander liegen. Was gibt es für uns Erstrebenswerteres als den Ökumenismus in der Befolgung des Wortes Christi “auf daß alle eins seien” (Joh 17, 21). Aber nur hauchdünn ist die Grenze zum synkretistischen Ökumenismus hin, der die Wahrheit relativiert und im Letzten auf die Super-”Kirche” hinsteuert, das große Ziel der Geheimgesellschaften.

Wir sind indessen weit vorausgeeilt. Noch ein Phänomen unserer Tage müssen wir unter die Lupe nehmen, die sexuelle Ausschweifung und Zerrüttung. In einer Geheiminstruktion schon aus dem Jahr 1819, die wahrhaft luziferischen Geist atmet, steht die Anweisung: “Schmeichelt allen Leidenschaften, den schlechtesten ebenso wie den hochherzigsten…” (62). In einem Brief vom 9. August 1839 lesen wir die Worte: “Wir dürfen das Laster nicht individualisieren; damit es ansteigt zu den Proportionen des Patriotismus und des Hasses gegen die Kirche, müssen wir es verallgemeinern. Der Katholizismus hat nicht mehr Furcht vor einem spitzen Dolch als die Monarchie, aber diese beiden Grundfesten der sozialen Ordnung können unter der Korruption zusammenbrechen; wir jedenfalls lassen uns niemals verderben (corrompre). Machen wir also keine Martyrer, aber popularisieren wir das Laster in den Massen. Was nur immer sie mit den fünf Sinnen erstreben, das soll seine Befriedigung finden … Schafft Herzen voll Laster und ihr werdet keine Katholiken mehr haben. Das ist die Korruption, im Großen, die wir unternommen haben, die Korruption des Volkes durch den Klerus, die des Klerus durch uns, die Korruption, die uns dazu führt, der Kirche das Grab zu schaufeln” (63).

Msgr. Claude Dagens, in der französischen Bischofskonferenz zuständig für den Dialog mit den Freimaurern
In diesem Zeitraum wurde ein Gedanke ausgesprochen, der heute erst seine volle Verwirklichung erlebt. Um all diese Ziele zu erreichen, von denen die Rede war, muß eine “neue Generation geschaffen werden, würdig des Reiches, das wir erträumen. Laßt das Greisenalter und das reifere Alter beiseite; geht zur Jugend und wenn es möglich ist zu den Kindern. Hat sich einmal euer Ruf (réputation) festgesetzt in den Kollegien, Gymnasien, in den Universitäten und Gymnasien, habt ihr einmal das Vertrauen der Professoren und Studierenden gewonnen, dann sorgt dafür, daß diejenigen, die sich in erster Linie im klerikalen Dienst engagieren, gerne zu euren Zusammenkünften kommen. Dieser gute Ruf wird euch den Zugang verschaffen zu den Lehrmeinungen im Schoß des jungen Klerus genau so wie im Innern der Klöster. In einigen Jahren wird dieser junge Klerus dank der Kraft der Dinge alle Funktionen übernehmen … So verkündet ihr eine Revolution an der Tiara und beim Chorrock … eine Revolution, die nur ein ganz klein wenig angestachelt werden muß, um das Feuer an vier Winkeln der Welt anzuzünden ” (64).

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(36) Max Spindler, Handbuch der Bayerischen Geschichte Band II, 1028-1032 (München 1966) S. 1028: “Die Geschichte des Illuminatenordens ist ein Phänomen von europäischer Bedeutung und Wirkung”; vgl. Serge Hutin, Gouvernants invisibles et sociétés secrètes (Editions J’ai lu 1971) kommt immer wieder auf das Illumintatentum zu sprechen.
(37) Bernhard Fay, La Franc-Maçonnerie et la Révolution intellectuelle du XVIIIe siècle (Paris 1961) S. 203.
(38) Pierre Virion, Le Complot (Paris o. J.) S. 46.
Serge Hutin, aaO, S. 4 zitiert Pierre Mariel, L’Europe païenne du XXe siècle, p. 170: “En réalité, de tous temps – et maintenant plus que jamais -, les sociétés secrètes mènent le monde”.
(39) Eugen Lennhoff/Oscar Posner, Internationales Freimaurerlexikon (unveränderter Nachdruck der Ausgabe 1932), Amalthea-Verlag München-Zürich-Wien; – Horst E. Miers, Lexikon des Geheimwissens (Freiburg i. Breisgau 1970); – Kurt Seligmann, Das Weltreich der Magie (Stuttgart 1958).
(40) Pierre Virion, Mystère d’iniquité (Editions St. Michel, St.-Céneré [53] o. J.) S. 2 ff; vgl. auch Virion, Bientôt un gouvernement mondial?, im gleichen Verlag 1968; vgl. auch Léon de Poncins, Christianisme et F… M… (L’Ordre Français, Décembre 1969); La F… M… d’après ses documents secrets Diffusion de la Pensée Française 1972).

(64)

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Aus: Bischof Dr. Rudolf Graber, Athanasius und die Kirche unserer Zeit … – kopiert aus dem Blog von  GMM (Dr. Gunther Maria Michel)

Bischof Rudolf Graber (1978): Vorwort zur „SUMMA PONTIFICIA“

SUMMA PONTIFICIA

LEHREN UND WEISUNGEN DER PÄPSTE
DURCH ZWEI JAHRTAUSENDE

ZUM GELEIT

Ist es nicht zu hoch gegriffen, diese Summa Pontificia mit der Summa Theologica des Aquinaten zu vergleichen? Sicherlich, aber wenn wir das Objekt ins Auge fassen, ist eine zusammen­fassende Darstellung und Wiedergabe der päpstlichen Verlautbarungen seit fast 2000 Jahren nicht ebenso bedeutsam, wie ein Aufriß des ganzen theologischen Lehrgebäudes? Ja, gehen wir noch einen Schritt weiter. Muß eine theologische Summe nicht auch auf dem aufbauen, was die Päpste kraft der ihnen zukommenden Lehrautorität in diesen zweitausend Jahren der Kirche vorgelegt haben, wobei zunächst es völlig offen bleibt, was nun verbindlich aufgenommen werden muß oder nur allgemein richtungsweisend ist. Wird aber damit solchen päpstlichen Schriftstücken nicht eine Autorität zugewiesen, die unsere Bedenken herausfordert? Wiederum müssen wir dies zugeben, wenn diese Äußerungen der Päpste nur der Niederschlag ihrer eigenen Gedanken und Überlegungen wären. Aber gerade das sind sie nicht, schon einmal deswegen, weil überall auf das Wort Gottes in der Heiligen Schrift Bezug genommen wird. Aber darüber hinaus kommt noch etwas anderes in Frage, und hier müssen wir etwas weiter ausholen.

Christus selbst hat uns nichts Schriftliches hinterlassen und hat auch seinen Jüngern in keiner Weise befohlen, seine Worte aufzuzeichnen. Aber er hat mehr getan. Er hat seiner Stiftung, der Kirche, seinen Geist, den Heiligen Geist, die dritte göttliche Person, gesandt zu einer doppelten Aufgabe. Der Geist soll die Jünger alles lehren und sie an alles erinnern, was er gesagt hat (Jo 14, 26). Damit aber nicht genug. Der Geist der Wahrheit, wird die Jünger hinführen zur vollen Wahrheit, weil sie jetzt „es nicht tragen können“ (Jo 16, 13. 12). Die Wahrheit, die Christus verkündete, hat somit noch nicht ihre letzte Entfaltung erreicht; dies zu tun, ist Sache des Heiligen Geistes. Der Herr beschreitet demnach, wie so oft den Weg der Mitte. Was er den Seinen hinterläßt als Erbe ist nichts Starres, Unbewegliches, aber auch kein planloses Ausufern, sondern eine durch den Heiligen Geist vollzogene Entwicklung jener Wahrheit und Lehre, die Christus von dem hat, der ihn gesandt hat, vom Vater (Jo 7, 16; 8, 26. 28). Nun ist ein Teil von dem, was Jesus im Auftrag des Vaters gesagt und verkündet hat (Jo 12, 49) im Neuen Testament schriftlich niedergelegt. Aber wer bürgt nach Abschluß der neutestamentlichen Offenbarung für die Weitergabe der Wahrheit durch den Heiligen Geist? Wer garantiert, daß die Hinführung zur „vollen“ Wahrheit in der richtigen Weise erfolgt? Zu diesem Zweck hat Christus das Lehramt der Kirche eingesetzt, bestehend aus den Nachfolgern der Apostel, aus Papst und Bischöfen, und er hat es so stark an sich gebunden, daß er sagen konnte: „Wer euch hört, der hört mich“ (Lk 10, 16). Nun darf man ja nicht meinen, daß das Charisma der Wahrheit sich beschränke auf Papst und Bischöfe. Es gibt in der Kirche keine Glaubenserkenntnisse, „die nur ein Erkennen einzelner und nicht zugleich auch ein Erfahren und Lieben der vielen wäre im Heiligen Geist. Jedes neue Dogma ist in diesem Sinn auch zugleich aus der Liebe geboren, aus dein Liebesleben der Glaubensgemeinschaft, aus dem Herzen der betenden Kirche. Jedes Dogma trägt die Weihe der Ehrfurcht und des Ernstes, der Gewissenhaftigkeit und der Treue, der Innigkeit und der Hingabe, mit der die Gemeinschaft der Glieder Christi in Liebe fest­gewurzelt und gegründet (Eph 3, 17) das Zeugnis Christi in sich befestigt (vgl 1 Kor 1, 6). Es ist in der Regel das „Gesetz des Betens“ (lex orandi), das ungeschriebene Gesetz des betend erlebten, durchlebten Glaubens, das seiner autoritativen Formulierung als Glaubensgesetz (lex credendi) vorausgeht“. Das muß auch bei der Lektüre der vorliegenden Summa Pontificia beachtet werden. Was hier mit immensem Fleiß als die Stimme Roms aus fast zwei Jahrtausen­den zusammengetragen wurde, sind nicht einsame Überlegungen der Päpste, sondern ist der Niederschlag des liebenden Glaubens der Gesamtkirche. Wer sich aber auf das „ex sese“ des Vaticanum I berufen wollte, der muß bedenken, daß dieses Wort sich gegen jene wendet, die zur Definierung eines Dogmas die Zustimmung der Kirche verlangen, daß es nicht jedoch die Übereinstimmung mit der Gesamtkirche ausschließt, ja im gewissen Sinn sogar voraussetzt.

Daß die einfachen Gläubigen an der Entwicklung der Glaubenswahrheiten mitbeteiligt sind, sagt klar und eindeutig das 2. Vatikanische Konzil, wenn es dem heiligen Gottesvolk Anteil zuschreibt am prophetischen Amt Christi. Dieser übernatürliche Glaubenssinn gibt sich dann kund, wenn die Gläubigen „von den Bischöfen angefangen bis zu den letzten gläubigen Laien ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitte äußern. Durch jenen Glaubenssinn nämlich, der vom Geist der Wahrheit geweckt und genährt wird, hält das Gottesvolk unter der Leitung des heiligen Lehramtes, in dessen treuer Gefolgschaft es nicht mehr das Wort von Menschen, sondern wirklich das Wort Gottes empfängt (vgl. Thess 2, 13), den den Heiligen einmal übergebenen Glauben (vgl. Jud 3) unverlierbar fest“2.

Hier muß noch ein Konzilstext aus der gleichen dogmatischen Konstitution zitiert werden, einmal weil er das vorhin erwähnte Erste Vatikanische Konzil bestätigt und sodann deswegen, weil er ein Beweis dafür ist, daß das II. Vaticanum völlig in der Linie der Tradition steht und somit unfehlbare Aussagen enthält. In der dogmatischen Konstitution über die Kirche (Nr. 18) heißt es: „Indem die gegenwärtige heilige Synode in die Spuren des Ersten Vatikanischen Konzils tritt, lehrt und erklärt sie feierlich mit diesem, daß der ewige Hirte Jesus Christus die heilige Kirche gebaut hat, indem er die Apostel sandte, wie er selbst gesandt war vom Vater vgl. Jo 20, 21). Er wollte, daß deren Nachfolger, die Bischöfe, in seiner Kirche bis zur Vollendung der Weltzeit Hirtendienste tun sollten. Damit aber der bischöfliche Dienst selbst einer und ungeteilt sei, hat er den heiligen Petrus an die Spitze der übrigen Apostel gestellt und in ihm ein immerwährendes Prinzip und Fundament der Einheit des Glaubens und der Kommunioneinheit gesetzt. Diese Lehre über Entwicklung, Dauer, Gewalt und Sinn des dem römischen Bischof zukommenden heiligen Primates, sowie über dessen unfehlbares Lehramt legt die heilige Synode abermals allen Gläubigen fest zu glauben vor“.

Damit nähern wir uns der entscheidenden Frage, welchen Verbindlichkeitsgrad diese päpst­ichen Äußerungen enthalten; denn es ist von vornherein klar, daß wir diese ganze Summa unmöglich als unfehlbar oder sogar als glaubensverpflichtend ansehen können. Über diese Frage ist in den letzten Jahren eine umfangreiche Literatur entstanden, auf die wir in der Anmerkung hinweisen werden. Viele dieser Untersuchungen wurden ausgelöst durch die Enzyklika Pius XII. „Humani generis“ aus dem Jahr 1950, wo der Papst ausdrücklich vom ordentlichen Lehramt spricht, das dem Nachfolger des hl. Petrus zukommt. Er lehrt darin: ,Man darf nicht annehmen, daß Lehren, welche in den päpstlichen Rundschreiben vorgelegt werden, aus sich eine Zustimmung nicht erfordern, da in ihnen die Päpste nicht ihre höchste Lehrgewalt ausüben würden; denn diese Lehren werden durch das ordentliche Lehramt vorgetragen, von dem ebenfalls das Wort gilt: „Wer euch hört, hört mich“. Wenn daher die Päpste in einer bis dahin umstrittenen Frage in ihren Kundgebungen formell eine Entschei­dung treffen, ist es für alle klar, daß eine solche Sache im Sinn und nach der Absicht der Päpste nicht mehr als freie Frage unter den Theologen gehalten werden kann“3.

Mit dieser Äußerung Pius XII. ist eine bedeutsame Klarstellung bezüglich der Enzykliken erfolgt. Was die Unterscheidung zwischen dem außerordentlichen Lehramt und dem ordent­ichen betrifft, so erschien darüber ein bemerkenswerter Artikel in der römischen Zeitschrift „Civiltà cattolica“ vom 15. Juni 19684. Er stützt sich wesentlich auf einen weiteren Text des 2. Vatikanischen Konzils, der da so lautet: „Die Bischöfe, die in Gemeinschaft mit dem römischen Bischof lehren, sind von allen als Zeugen der göttlichen und katholischen Wahrheit zu verehren. Die Gläubigen aber müssen mit einem auf Glaubens- und Sittensachen bezogenen Spruch ihres Bischofs übereinkommen, wenn er im Namen Christi vorgetragen wird, und haben ihm mit religiös gegründetem Gehorsam anzuhangen. Dieser religiös bestimmte Ge­horsam des Willens und Verstandes ist in einzigartiger Weise dem authentischen Lehramt des römischen Bischofs zu leisten, auch wenn er nicht letztverbindlich spricht. Das will sagen, daß sein oberstes Lehramt ehrfürchtig anerkannt und den von ihm vorgetragenen Urteilen aufrichtige Anhänglichkeit gezollt werden muß, je in Entsprechung zu Meinung und Absicht, die von ihm kundgetan werden. Diese lassen sich vorzüglich durch die Art der Dokumente erkennen, dann aber auch durch die häufige Vorlage ein und derselben Lehre und durch die Weise der Darbietung“5.

Dabei muß jedoch immer beachtet werden, daß dieser religiöse Gehorsam, die ehrfürchtige Achtung oder wie man auch nur immer diese Zustimmung und Anhänglichkeit nennen mag, sich nicht so sehr auf juristische oder überhaupt menschliche Motive gründet, wie etwa auf die Intelligenz und Klugheit des Papstes und der Bischöfe, auch nicht auf ein vorausgehendes Studium des Problems, sondern auf die Überzeugung, daß Christus bei uns bleibt bis zum Ende der Tage, daß er seine Kirche lenkt durch den Papst und die Bischöfe, als jene, die „der Heilige Geist gesetzt hat, die Kirche Gottes zu leiten“ (Apg 20, 19). Mit diesem Wort der Apostel­geschichte sind wir wieder beim Eingang angelangt, beim Heiligen Geist, dessen Tätigkeit die Theologie hier als „assistentia“ bezeichnet. Er redet nicht von sich aus, sondern was er hört, wird er reden und das Kommende wird er künden, sagt Jesus (Jo 16, 18). So ist die ehrerbietige Zustimmung zu den Äußerungen des kirchlichen Lehramtes ein Hinhorchen auf den Heiligen Geist, der immerfort bei uns bleibt (Jo 14, 16).

Die Welt freilich kann ihn nicht empfangen, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt (Jo 14, 17). Es fehlen ihr die Organe, mit denen sie in jene göttliche Welt eindringen kann, und so verbleibt sie im Dunkel und im Irrtum. Heute hat dieser Zustand ein Höchstmaß erreicht und droht auch die Kirche zu beeinflussen. Nicht umsonst sprach Papst Paul VI. von einer „Nacht ohne Sterne“ und von einer „Stunde der Finsternis und der Blitze“. Um so notwendiger ist es, auf den zu schauen, der bei den Anfechtungen Satans die Brüder stärken soll (Lk 22, 31f), auf Petrus und seine Nachfolger.

Nun liegt das Ergebnis dieser fast zweitausendjährigen Stärkung im Glauben vor uns in einer bewundernswerten Summa, die uns nicht nur zum Dank, sondern zum Studium und zum Nachvollzug im Leben verpflichtet. Möge das epochemachende Werk seinen Platz in jeder priesterlichen Handbibliothek finden. Mögen aber auch die Laien sich immer wieder an dem Wort aus Rom orientieren, dessen lateinischer Name „Roma“ nach Wladimir Solowjews6 tiefen Gedanken von rückwärts gelesen „amor“ (Liebe) ergibt.

Mögen wir alle beherzigen, was Kardinal Faulhaber vor fast 60 Jahren in einer ähnlich turbu­lenten Zeit in seiner kraftvollen Art gesagt hat: „Danken wir Gott, daß wir wenigstens in religiösen Fragen noch eine Autorität besitzen, die kraft ihres obersten Lehramtes in Sachen des Glaubens und der Sitte das letzte, entscheidende Wort zu sprechen hat! Die religiösen Fragen bilden einen so unveräußerlichen Anteil des menschlichen Geisteslebens, daß der ehrlich forschende Menschengeist unvermeidlich immer wieder auf das religiöse Fragegebiet kommt. Sucht dann der forschende Geist Antwort auf die letzten Fragen und Ziele des Lebens, dann weist das kirchliche Lehramt Weg und Richtung, damit wir nicht „umhergetrieben werden von jedem Windstoß der Meinung, preisgegeben menschlichem Trug und hinterlistiger Verführung“ (Eph 4,14). Werden die göttlichen Wahrheiten mit menschlichen Irrtümern vermischt, dann nimmt das kirchliche Lehramt die Wurfschaufel zur Hand, um den Weizen von der Spreu zu sondern. Drängen sich religiöse Kurpfuscher an das Volk heran, die ihm Steine statt Brot und Schlangen statt Fische reichen, dann erhebt der heutige Petrus seine Stime mit den Worten des ersten Petrus: „Brüder, nehmt euch in acht, damit ihr nicht durch den Irrtum der Toren mitfortgerissen werdet und eure eigene Festigkeit verliert“ (2 Petr 3, 17). Ja, danken wir Gott, daß wir in Glaubensfragen eine feste Führung und gegebenenfalls eine letzte, entscheidende Stelle haben“7.

 

Regensburg, 2. Juni 1978, am Fest des göttlichen Herzens Jesu

+ RUDOLF GRABER

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Quelle: SUMMA PONTIFICIA – LEHREN UND WEISUNGEN DER PÄPSTE DURCH ZWEI JAHRTAUSENDE – I – EINE DOKUMENTATION AUSGEWÄHLT UND HERAUSGEGEBEN VON P. AMAND REUTER O.M.I. 1978 – VERLAG JOSEF KRAL ABENDSBERG