Lutherische Theologen über die katholische Marienverehrung

„In Lourdes, Fatima und anderen Marienheiligtümern stehen unparteiische Überprüfer übernatürlichen Tatsachen gegenüber, die eine innige Beziehung zur hl. Jungfrau Maria besitzen, sei es auf Grund von Erscheinungen oder auf Grund wunderbarer Gnaden, die von ihr erbeten und durch ihre Fürsprache erhalten wurden. Es sind dies Tatsachen, die jeder natürlichen Erklärung Trotz bieten. Bis heute wurden 1200 in Lourdes stattgefundene Heilungen, von Ärzten als wissenschaftlich unerklärbar, anerkannt. Die Katholische Kirche hat davon aber nur 44 als Wunder erklärt.“ – „Welchen tiefen Sinn im Plan Gottes haben diese Wundertaten? Es scheint, als wolle Gott dadurch auf radikale Weise auf die moderne Ungläubigkeit antworten. Wie kann ein Ungläubiger angesichts dieser Tatsachen im guten Glauben auf seiner Ungläubigkeit beharren? … Müssten diese Tatsachen uns nicht dazu führen, die Mutter Gottes in die Evangelische Kirche zurückzubringen? Sind sie nicht ein unwiderlegbarer Beweis für die Rolle, die Maria heute zu unserem Heil zugeteilt ist?
Heute steht die Existenz des christlichen Glaubens in diesem oder jenem Land auf dem Spiel. Es wäre ein Übermaß an Leichtsinnigkeit, die Stimme Gottes, die mit Hilfe von Maria zur Welt spricht, zu ignorieren und Ihm nur deshalb den Rücken zuzukehren, weil Er seine Stimme in der Katholischen Kirche erhebt … Indem man in den evangelischen Herzen die Verehrung der Madonna erstickt hat, hat man die zärtlichsten Gefühle der christlichen Frömmigkeit zerstört.“

Manifest einer Gruppe ostdeutscher, lutherischer Theologen aus dem Jahr 1971

Quelle: Gottesdienstordnung der Wallfahrtskirche Mariä Geburt St. Pelagiberg, Marienmonat Mai 2013, redigiert von P. Stefan Dreher, FSSP

Das Ave Maria eines Protestanten – (Eine wahre Geschichte)

Our Lady of Lourdes

ICH BIN DIE UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS

Ein kleiner sechsjähriger protestantischer Knabe hatte oft seine katholischen Kameraden das „Ave Maria“ beten gehört. Er liebte es so sehr, dass er es abschrieb, auswendig lernte und jeden Tag zu beten begann. „Schau, Mamma, was für ein wunderschönes Gebet“, sagte er zu seiner Mutter eines Tages.

„Sprich es nie mehr“, antwortete seine Mutter. „Es ist ein abergläubiges Gebet der Katholiken, die Idole anbeten und denken, Maria sei eine Göttin. Dabei ist sie doch eine Frau wie alle andern. Komm schon, nimm diese Bibel und lies darin. Sie enthält alles, was wir tun sollen und tun müssen.“ Von diesem Tage an hörte der kleine Knabe auf, sein tägliches „Ave Maria“ zu sagen und er nahm sich mehr Zeit, statt dessen die Bibel zu lesen.
Eines Tages, während er das Evangelium las, kam er auf den Abschnitt betreffend die Verkündigung des Engels an Unsere Liebe Frau. Voll Freude sprang der kleine Bub zu seiner Mutter und sagte: „Mamma, ich habe das „Ave Maria“ in der Bibel gefunden. Da heisst es: „Gegrüsst, Du Gnadenvolle, der Herr ist mit dir, gesegnet bist du unter allen Frauen.“ Warum nennst du es ein abergläubiges Gebet?“
Bei einer anderen Gelegenheit fand er jenen wunderschönen Gruss der heiligen Elisabeth an die Jungfrau Maria und das herrliche Lied MAGNIFICAT, in dem Maria vorhersagte, dass „alle Geschlechter sie Gesegnete heißen werden.“
Er sagte nichts mehr darüber zu seiner Mutter, aber begann, das „Ave Maria“ jeden Tag zu beten, wie vorher. Er fand Gefallen daran, diese bezaubernden Worte an die Mutter Jesu, unseres Erlösers, zu richten.
Als er vierzehn Jahre alt geworden war, hörte er eines Tages eine Diskussion über Unsere Liebe Frau unter den Mitgliedern seiner Familie. Ein jeder sagte, dass Maria eine ganz gewöhnliche Frau sei wie jede andere. Nachdem er sich ihre irrigen Vernünfteleien angehört hatte, konnte der Knabe es nicht mehr länger aushalten, und voll Missmut unterbrach er sie, indem er sprach:
„Maria ist nicht wie alle andern Kinder Adams, befleckt mit Sünde. Nein! Der Engel nannte sie VOLL DER GNADEN UND GESEGNET UNTER DEN FRAUEN. Maria ist die Mutter Jesu Christi und folglich Mutter Gottes. Es gibt keine höhere Würde, zu der ein Geschöpf erhoben werden kann. Das Evangelium sagt, dass alle Generationen sie als die Gesegnete verkünden würden und ihr versucht, sie zu verachten und auf sie herabzuschauen. Euer Geist ist nicht der Geist des Evangleiums oder der Bibel, von der ihr feierlich verkündet, dass sie das Fundament der christlichen Religon sei.“
So tief war der Eindruck, den die Rede des Knaben hinterliess, dass seine Mutter oftmals laut und traurig ausrief: „Oh mein Gott! Ich fürchte, dass dieser mein Sohn eines Tages zur katholischen Religion übertreten wird, der Relgion der Päpste!“ Und in der Tat, nicht sehr lange nachher, nachdem er ernsthafte Sutdien sowohl des Protestanismus als auch des Katholizismus gemacht hatte, fand der Knabe den letzteren als die einzig wahre Religion und umfing sie und wurde einer ihrer eifrigsten Apostel.
Eine Zeit nach seiner Bekehrung traf er seine verheiratete Schwester, die ihn schalt und entsetzt sagte: „Du hast keine Ahnung, wie sehr ich meine Kinder liebe. Aber sollte eines von ihnen das Verlangen habe, katholisch zu werden, würde ich eher sein Herz mit einem Messer durchbohren als ihm gestatten, die Religion der Päpste anzunehmen!“
Ihr Ärger und Wut waren so rasend wie jene des heiligen Paulus vor seiner Konversion. Jedoch, sie sollte ihr Gehabe ändern, wie es dem hl. Paulus auf seinem Weg nach Damsaskus ergangen ist. So geschah es, dass einer ihrer Söhne so gefährlich krank wurde, und dass die Ärzte die Hoffnung auf Genesung aufgaben. Ihr Bruder ging daraufhin auf sie zu und redete mit ihr liebevoll, indem er sagte: „Meine liebe Schwester, du wünschest sicherlich, dass Dein Kind geheilt werde. Nun denn, tue, was ich von dir verlange. Folge mir, lass uns ein „Ave Maria“ beten und Gott versprechen, dass du, wenn Dein Sohn gesund wird, ernsthaft die katholische Lehre studieren wirst, und solltest du zum Schlusse kommen, dass der Katholizismus die einzige wahre Religion ist, dass du sie annehmen wirst, was auch immer dies an Opfern kosten wird.“
Seine Schwester war anfänglich widerwillig, aber da sie so sehr die Genesung ihres Sohnes wünschte, nahm sie den Vorschlag ihres Bruders an und betete das „Ave Maria“ mit ihm zusammen. Am folgenden Tag war ihr Sohn vollstädig geheilt. Die Mutter erfüllte ihr Versprechen und sie studierte die katholische Lehre. Nach langer Vorbereitung empfing sie die Taufe zusammen mit ihrer ganzen Familie, und sie dankte ihrem Bruder, das er für sie ein Apostel war.
Die Geschichte wurde erzählt während einer Predigt gehalten von hochwürden Pater Tuckwell. „Bürder“, fuhr er fort, „der Knabe, der ein Katholik wurde und seine Schwester zum katholischen Glauben bekehrte, weihte sein ganzes Leben dem Dienste Gottes. Es ist der Priester, der zu Ihnen jetzt spricht! Was ich bin, verdanke ich Unserer Lieben Frau. Auch ihr, meine geliebten Brüder, seid auch ihr ganz hingegeben Unserer Lieben Frau und lasst nie einen Tag vergehen, ohne das schöne Gebet „Ave Maria“ und den Rosenkranz zu beten. Bittet sie, die Herzen der Potestanten zu erleuchten, die sich von der wahren Kirche Christi getrennt haben, die auf dem Felsen (Petrus) gebaut ist und ‚welche die Pforten der Hölle niemals überwältigen werden.‘

Lourdes-Kapelle, Appenzell (Schweiz)

Lourdes-Kapelle, Appenzell (Schweiz)

Lourdes-Kapelle Appenzell – Hier findet an jedem dritten Dienstag des Monats, abends von 19 – 21 Uhr eine Sühneandacht des IMMACULATA-RINGS SANKT JOSEPH, APPENZELL, statt, in der Regel mit einer Heiligen Messe zelebriert von einem Priester der Petrusbruderschaft.

Bruder Leo Schwager OSB durch den eucharistischen Segen in Lourdes plötzlich geheilt

Br. Leo SchwagerLeise wie der Winterschnee sinken Gottes gnadenreiche Wunder unaufhaltsam zur Erde nieder. Mögen die Menschen an den Schnee glauben oder nicht, er kehrt immer wieder und kein Mensch vermag ihn zu verhindern. So ereignen sich auch immer wieder plötzliche Heilungen, die keine Wissenschaft zu wirken, noch zu verhindern vermag. Solche Wunder sind für vernünftige Menschen ein Glaubensbeweis für die Existenz, die Güte und Allmacht Gottes.
Im berühmten Wallfahrtsort Lourdes ist besonders auffallend das Zusammenwirken oder «die Zusammenarbeit» Gottes, wenn wir so sagen dürfen, mit seiner gebenedeiten Mutter, denn viele Unheilbare erhielten dort plötzlich ihre Gesundheit durch den Segen mit der hl. Hostie, andere jedoch beim Bad in der Lourdesquelle, welche einst Maria vor den Augen der kleinen, unschuldigen Bernadette Soubirous erschloß. Marienverehrung ist Gott keineswegs zuwider, sonst würden nicht gerade in Lourdes, Fatima und an anderen marianischen Wallfahrtsstätten so viele auffallende Heilungen und Erhörungen geschehen. Oder hat jemand schon gehört, daß an einem Kurort, in einem berühmten Heilbade ein Schwerkranker von seinen Gebrechen von einer Minute auf die andere befreit worden ist?
Nicht umsonst erhoffte der schweizerische Laienbruder Leo Schwager OSB (Mitglied der Missions-Kongregation v. St. Ottilien in Uznach, Schweiz) die Heilung seines jahrelangen Leidens von Maria. Am 28. April 1952 nahm er als Schwerkranker an einem Deutschschweizer-Pilgerzuge nach Lourdes teil. Die folgenden Angaben entnehmen wir dem Artikel «Eine wunderbare Heilung», welchen S. G. Bischof Franziskus Charriere v. Fribourg-Genf in den «Missionsblättern der Benediktinermissionäre» in Fryburg und Uznach (Nr. 3, 1961) veröffentlicht hat.
Leo Schwager, geboren 1924, erlitt in seiner Jugend und in der Rekrutenschule mehrere Unglücksfälle, die nicht ohne Folgen blieben. Diese Folgen zeigten sich beim Dreiundzwanzigjährigen in einer intermittenten Diplopie (einer Störung des Sehvermögens, wobei die Gegenstände doppelt erscheinen). Sodann in phonetischen Störungen: behinderte Zunge, Fehler beim Bilden der Laute, sodass er oft Mühe hatte, sich verständlich zu machen. In den Jahren 1948/50 traten neue Erkrankungssymtome auf. Zu den seit dem 12. Altersjahr nie
nachlassenden Kopfschmerzen kamen noch Schmerzen im Rückgrat, sowie Gleichgewichtsstörungen hinzu. Der Knabe fühlte sich aufrechtstehend unsicher und fiel bei Schwindelgefühl zu Boden. Die Erkrankung nahm durch Appetitlosigkeit und schlaflose Nächte zu. Vom 5. bis 28. September 1951, befand sich Leo Schwager in ärztlicher Untersuchung im Theodosianum in Zürich, wo ihn Oberarzt Dr. Ott behandelte. Dann wurde der Patient in der dortigen neuro-chirurgischen Abteilung des Dr. Kräyenbühl von Dr. Zander untersucht. Der Spezialist vermutete Multiple Sklerose im Anfangsstadium und fand Gegen-Indikation für Gas-Enzephalographie.
Im Dezember 1951 traf im Verlauf eines Tages die Lähmung der einen Hälfte des Körpers ein (linke Hemiplegie) mit Verlust des Sprechens (Aphasie). Es gelang, den Sprachverlust nach 2 Stunden und die Lähmung nach einigen Tagen zu beheben. Dem Kranken verblieb jedoch hinkender Gang. In den ersten Wochen von 1952 nahm aber die Schwäche der Beine zu: der Kranke vermochte nicht länger als 10 Minuten zu stehen oder zu gehen; außerdem musste man ihn beim Gehen stützen.
Als er mit dem Pilgerzuge in Lourdes ankam, half man ihm bis zu einem kleinen Wagen für Gelähmte zu gehen. Er fühlte starke Kopf- und Rückenschmerzen. Am 30. April 1952 wurde Bruder Leo nach dem zweiten Eintauchen in das Bad, im Krankenwagen auf die Esplanade geführt, wo viele andere Kranke auf den Segen mit dem Allerheiligsten während der Krankenprozession warteten. Als Bruder Leo den Segen mit dem Allerheiligsten empfing, durchzuckte ihn, wie er selber sagte, «gleich einem Blitzstrahl vom Kopf bis zum Fuß ein Schlag». Er wurde, ohne sich dessen bewußt zu werden, aus seinem Wagen auf die Knie geworfen und blieb bis zum Schluß der Krankenprozession kniend tief ins Gebet versunken. Dann stand er auf, ohne daß ihm jemand dabei helfen mußte und vermochte normal zu gehen. Er stellte fest, daß alle Störungen verschwunden waren.
Am 1. Mai 1952 wurde Bruder Leo im offiziellen medizinischen Büro in Lourdes untersucht und von jeder gesundheitlichen Störung befreit befunden. Im April 1956 und im August 1958 wurde er im gleichen Bureau in Lourdes neuerdings untersucht. Dabei wurde festgestellt, daß die Heilung andaure .
Das internationale ärztliche Komitee von Lourdes anerkannte sodann in seiner Sitzung vom 19. April 1959 in Paris, daß die Heilung des Bruders Leo Schwager OSB feststehe und medizinisch unerklärbar sei.
Prof. Dr. Thiebault, ein bekannter Spezialist aus Straßburg hatte diesen Fall dem Ärzte-Komitee von Lourdes vorgelegt und seinen Kollegen erklärt: «Die Merkmale der Krankheit von Br. Leo Schwager zeigen offensichtlich organischen Ursprung und erlauben uns, jede Hypothese von Hysterie oder Simulation auszuschließen… Es handelte sich um eine organische Erkrankung des Nervensystems in langer fortschreitender Entwicklung. Nun ist nach einem mehr als fünfjährigem Fortschreiten der Krankheit die Heilung spontan und plötzlich beim Vorbeitragen des Allerheiligsten erfolgt. Diese Heilung hält seit sieben Jahren unvermindert an.» (Heute erfreut sich Bruder Schwager bereits seit 15 Jahren bester Gesundheit. Die Red.)
Zum Abschluß der kanonischen Untersuchung erklärte Bischof Franziskus Charriere am 18. Dezember 1960:
«Die Heilung des Ehrw. Bruders Leo Schwager OSB, geschehen in Lourdes am 30. April 1952, ist ein Wunder, und ist einem besonderen Eingreifen der Allmacht Gottes auf die Fürbitte der Allerseligsten Unbefleckten Jungfrau, der Mutter Gottes, zuzuschreiben.»

„Santa Rita“, 17. Jg., Nr. 6, Februar 1968

Als siebtes von acht Kindern, am 19. Mai 1924 in Balterswil TG geboren, wäre Br. Leo in wenigen Tagen achtzig Jahre alt geworden. Er starb im vierundfünfzigsten Jahr seiner Ewigen Profess, die er am 8. Dezember 1950 als schwerkranker Mann abgelegt hatte.
Gestorben am 24. April 2004.