Der Brief von Papst Franziskus an die Bischöfe der Welt zum Fest der Unschuldigen Kinder am 2. Januar 2017

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Lieber Bruder,

heute, am Tag der Unschuldigen Kinder, während in unseren Herzen noch die Worte des Engels an die Hirten nachklingen: »Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren« (Lk 2,10-11), ist es mir ein Bedürfnis, Dir zu schreiben. Es tut uns gut, noch einmal diese Botschaft zu hören; wieder zu hören, dass Gott in der Mitte unseres Volkes ist. Diese Gewissheit, die wir uns Jahr für Jahr neu vergegenwärtigen, ist Quelle unsere Freude und Hoffnung.

In diesen Tagen können wir erfahren, wie die Liturgie uns an die Hand nimmt und zum Herzen von Weihnachten führt, uns in sein Geheimnis einführt und allmählich zur Quelle der christlichen Freude gelangen lässt.

Wie die Hirten sind auch wir gerufen, diese Freude inmitten unseres Volkes wachsen zu lassen. Wir werden gebeten, uns um diese Freude zu kümmern. Ich möchte mit Dir die Einladung erneuern, uns diese Freude nicht nehmen zu lassen. Denn während wir oft – und nicht ohne Grund – von der Wirklichkeit, der Kirche oder auch von uns selbst enttäuscht sind, verspüren wir die Versuchung, uns an eine hoffnungslose, süßliche Traurigkeit zu klammern, die sich der Herzen bemächtigt (vgl. Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 83).

Gegen unseren Willen wird Weihnachten auch vom Weinen begleitet. Die Evangelisten nahmen es sich nicht heraus, die Wirklichkeit zu verschleiern, um sie glaubwürdiger oder anregender werden zu lassen. Sie nahmen es sich nicht heraus, einen „schönen“, aber irrealen Text zu verfassen. Weihnachten war für sie nicht ein imaginärer Zufluchtsort, wo man sich angesichts der Herausforderungen und Ungerechtigkeiten ihrer Zeit verstecken konnte. Vielmehr verkünden sie uns auch die Geburt des Sohnes Gottes in eine leidvolle Tragödie eingebettet. Mit einem Zitat des Propheten Jeremia stellt dies der Evangelist Matthäus mit großer Härte dar: »Ein Geschrei war in Rama zu hören, lautes Weinen und Klagen: Rahel weinte um ihre Kinder« (2,18). Es ist das Wehklagen der Mütter, die angesichts der Tyrannei und der ungehemmten Herrschsucht des Herodes den Tod ihrer unschuldigen Kinder beweinen.

Es ist ein Wehklagen, das wir auch heute weiter hören können. Es bewegt uns in unserer Seele, und wir können und wollen es weder ignorieren noch zum Schweigen bringen. Unter den Menschen heute hört man leider – und ich schreibe dies tief bedrückt – das Wehklagen und Weinen vieler Mütter, vieler Familien um den Tod ihrer Kinder, ihrer unschuldigen Kinder.

Die Krippe zu betrachten heißt auch, dieses Weinen zu betrachten. Es bedeutet auch, zu hören lernen, was rundherum geschieht, und ein Herz zu haben, das empfindsam und offen ist gegenüber dem Schmerz des Nächsten, insbesondere wenn es sich um Kinder handelt. Es heißt ebenso erkennen zu können, dass noch heute dieses traurige Kapitel der Geschichte eben geschrieben wird. Die Krippe zu betrachten und sie dabei vom Leben, das sie umgibt, zu isolieren würde heißen, aus dem Weihnachtsgeschehen ein schönes Märchen zu machen, das in uns gute Gefühle hervorzurufen zwar imstande wäre, uns aber der schöpferischen Kraft der Frohbotschaft berauben würde, die uns das menschgewordene Wort schenken will. Und diese Versuchung gibt es.

Ist es möglich, die christliche Freude zu leben, während man diesen Wirklichkeiten den Rücken kehrt? Ist es möglich, die christliche Freude zu verwirklichen, während man das Wehklagen des Mitmenschen, der Kinder überhört?

Der heilige Josef war als erster gerufen, die Freude des Heils zu behüten. Angesichts der grausamen Verbrechen, die gerade geschahen, war der heilige Josef – Beispiel des gehorsamen und treuen Menschen – fähig, auf die Stimme Gottes und die ihm vom Vater anvertraute Sendung zu hören. Und weil er auf die Stimme Gottes zu hören wusste und sich von Gottes Willen leiten ließ, nahm er besser wahr, was ihn umgab, und konnte die Geschehnisse mit Realismus verstehen.

Heute wird auch von uns Hirten dasselbe gefordert, nämlich Männer zu sein, die zuhören können und nicht taub sind gegenüber der Stimme Gottes und so die Wirklichkeit besser wahrnehmen, die uns umgibt. Heute, mit dem heiligen Josef als Vorbild, sind wir aufgefordert, nicht zuzulassen, dass man uns die Freude nimmt. Wir sind aufgefordert, sie vor den Gestalten eines Herodes unserer Tage zu verteidigen. Und wie der heilige Josef brauchen wir Mut, um diese Wirklichkeit anzunehmen, um aufzustehen und sie in die Hände zu nehmen (vgl. Mt 2,20). Wir brauchen den Mut, sie vor den neuen Gestalten eines Herodes unserer Zeit zu verteidigen, welche die Unschuld unserer Kinder missbrauchen. Unschuld gebrochen unter der Last der Schwarz- und Sklavenarbeit, unter der Last der Prostitution und Ausbeutung. Unschuld zerstört von Kriegen und gezwungener Auswanderung zusammen mit dem Verlust von allem, was dies mit sich bringt. Tausende unserer Kinder sind in die Hände von Banditen, von Mafiaorganisationen, von Todeshändlern geraten, die nichts anderes machen, als ihre Bedürfnisse zu missbrauchen und auszubeuten.

Beispielsweise mussten gegenwärtig 75 Millionen Kinder – aufgrund von Notsituationen und anhaltender Krisen – ihre Ausbildung abbrechen. Im Jahr 2015 waren 68% aller vom Sexualhandel betroffenen Menschen Kinder. Andererseits war ein Drittel der Kinder, die außerhalb ihrer Heimatländer leben mussten, zum Weggehen gezwungen. Wir leben in einer Welt, in der fast die Hälfte aller Kinder, die unter fünf Jahren sterben, wegen Unterernährung stirbt. Im Jahr 2016 haben 150 Millionen Kinder, so die Berechnungen, Kinderarbeit verrichtet; viele von ihnen leben unter Bedingungen der Sklaverei. Nach dem jüngsten UNICEF-Bericht werden, wenn sich die weltweite Lage nicht ändert, im Jahr 2030 167 Millionen Kinder in äußerster Armut leben, 69 Millionen Kinder unter fünf Jahren zwischen 2016 und 2030 sterben und 60 Millionen Kinder keine Grundschule besuchen.

Hören wir das Weinen und die Wehklage dieser Kinder; hören wir auch das Weinen und die Wehklage unserer Mutter Kirche, die nicht nur über den Schmerz, der ihren kleinsten Kindern zugefügt wurde, weint, sondern auch weil sie die Sünde einiger ihrer Glieder kennt: das Leid, die Geschichte und den Schmerz von Minderjährigen, die von Priestern sexuell missbraucht wurden. Eine Sünde, die beschämt. Menschen, die verantwortlich waren, für diese Kinder zu sorgen, haben ihre Würde zerstört. Wir beklagen dies zutiefst und bitten um Vergebung. Wir vereinen uns mit dem Schmerz der Opfer und beweinen unsererseits die Sünde. Die Sünde für das, was geschehen ist; die Sünde der unterlassenen Unterstützung; die Sünde des Vertuschens und Leugnens; die Sünde des Machtmissbrauchs. Auch die Kirche beweint bitterlich diese Sünde ihrer Glieder und bittet um Vergebung. Wenn wir heute der Unschuldigen Kinder gedenken, möchte ich all unseren Einsatz bekräftigen, damit diese Gräueltaten unter uns nicht mehr vorkommen. Finden wir den nötigen Mut, um alle notwendigen Mittel zu fördern und um in allem das Leben unserer Kinder zu schützen, damit sich solche Verbrechen nicht mehr wiederholen. Machen wir uns den Auftrag zu „null Toleranz“ in diesem Bereich klar und aufrichtig zu Eigen.

Die christliche Freude ist nicht eine Freude, die am Rande der Wirklichkeit geschaffen wird, indem man sie ignoriert oder so tut, als würde es sie nicht geben. Die christliche Freude entsteht aus einer Berufung – aus der gleichen, die der heilige Josef erhielt –, das Leben, insbesondere das der heiligen Unschuldigen von heute, zu „nehmen“ und zu schützen. Weihnachten ist eine Zeit, die uns dazu auffordert, das Leben zu behüten und ihm zu helfen, dass es geboren wird und wächst; die uns dazu auffordert, uns zu erneuern als mutige Hirten. Dieser Mut bringt Dynamiken hervor, die uns die Wirklichkeit, die viele Kinder heutzutage erleben, bewusst macht und uns arbeiten lässt, um ihnen die notwendigen Bedingungen zu gewährleisten, damit ihre Würde als Kinder Gottes nicht nur geachtet, sondern vor allem tatkräftig verteidigt wird.

Lassen wir nicht zu, dass man ihnen die Freude nimmt. Lassen wir uns die Freude nicht nehmen, behüten wir sie und helfen wir ihr zu wachsen.

Tun wir dies mit der gleichen väterlichen Treue des heiligen Josef und an der Hand Marias, der Mutter der Zärtlichkeit, damit sich unser Herz nicht verhärte.

In brüderlicher Verbundenheit,

FRANZISKUS

Aus dem Vatikan, am 28. Dezember 2016
Fest der Unschuldigen Kinder

[00008-DE.01] [Originalsprache: Italienisch – Arbeitsübersetzung]

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Quelle

Erneut eine Weihnacht hinter Gittern: Mary Wagner, Prophetin des Lebens und Zeugin der Liebe inmitten eines Blutbades

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Mary Wagner, verleiht seit 23 Jahren den ungeborenen Kindern ihre Stimme. Sie betet vor Abtreibungskliniken und spricht fort abtreibungsentschlossene Frauen an mit dem Bestreben, daß sie sich für das Leben ihres Kindes entscheiden. Damit verstößt sie gegen Bestimmungen, die eine Bannmeile vorsehen, mit der Abtreibungskliniken ihr tödliches Geschäft „schützen“. Daher wird sie regelmäßig verhaftet und muß ins Gefängnis. Auch das Weihnachtsfest 2016 verbrachte sie hinter Gittern, wo sie sich auch derzeit befindet.

(Ottawa) Sie ist in Kanada und in den USA eine Berühmtheit und selbst den höchsten Ebenen des Vatikans bekannt. Sie ist aber den „Fortschrittlichsten“ unter den Zeitgenossen ein Dorn im Auge, die sie wie einen gefährlichen Feind behandeln. Selbst manche Christen versuchen sich von ihr zu distanzieren, indem sie von „Fundamentalismus“ und „zu radikal“ sprechen, aber keine triftigen Argumente gegen sie vorbringen können. Sie heißt Mary Wagner und mußte erneut Weihnachten im Gefängnis verbringen, weil die „fortschrittlichste“ aller Zeiten, ihren kompromißlosen Einsatz für die ungeborenen Kinder nicht erträgt.

Mary Wagner begnügt sich nicht, die größte Ungerechtigkeit unserer Zeit zu beklagen, wie es richtig ist, und zu beten, wie es angemessen ist. Mary Wagner geht einen Schritt weiter, indem sie das Böse „auf sich nimmt“, um Sühne zu leisten für die Schändung der Menschheit durch sich selbst und die Beleidigung Gottes.

Am Weltjugendtag bekehrt

Wagner erkannte ihren Auftrag während des Weltjugendtages 1993 in Denver. Damals war sie 19 Jahre alt und nahm daran teil, ohne genau zu wissen warum. Dann aber trat die große Wende in ihrem Leben ein. Als Papst Johannes Paul II. gegen die Abtreibung und die Euthanasie predigte und die Jugendlichen aufforderte, „auf die Straßen und auf die Plätze zu gehen wie die ersten Apostel“, wurde sie innerlich berührt und bekehrte sich. Die Worte des Papstes waren wie ein Anruf Gottes an sie ganz persönlich und eine Aufforderung, tätig zu werden. Zunächst dachte sie, ihr Weg, Sühne zu leisten für die Sünde der Abtreibung, sei ein kontemplatives Leben in einem Kloster. Im Gebet erkannte sie jedoch, daß es ihr Auftrag sei, jenen eine Stimme zu geben, die keine Stimme haben, und wahrlich die Ärmsten unter den Armen sind: die ungeborenen Kinder, deren Leben schon im Mutterleib von der Ermordung bedroht ist.

mary_wagner_1Am 12. Dezember stand sie wieder vor einer kanadischen Abtreibungsklinik und sprach abtreibungsentschlossene Frauen an, ihr Kind nicht töten zu lassen. Damit verstieß sie gegen eine perfide Bestimmung, die Abtreibungskliniken, deren Betreiber und Geschäftsinteressen vor lästigen Lebensschützern „schützt“. Die Bestimmung sieht generell eine Bannmeile vor, einen Mindestabstand vor den Eingängen zu den Krankenhäusern des Landes. Die Bestimmung klingt harmlos, erhält jedoch eine besonders lebensfeindliche Bedeutung, da ihr Zweck darin besteht, Abtreibungseinrichtungen zu „schützen“. Die Hinrichtungsstätten sollen vor lästigen Mahnern freigehalten werden.

Mary Wagners Einsatz wird oft auch von jenen nicht verstanden, die sich selbst als Abtreibungsgegner bezeichnen. Sie distanzieren sich von der „Radikalität“ der jungen Frau und reden lieber von „Dialog“ und „Brücken“. Mary Wagner benennt die Dinge hingegen bei ihrem Namen. Radikal sei die Abtreibung, so Wagner, dabei gehe es um den sicheren Tod des Kindes. Ihr Einsatz erlaube zumindest ein Ringen zwischen Tod oder Leben.

„Wir müssen alles für Christus tun“

„Wir müssen alles für Christus tun“, schrieb Wagner vor einiger Zeit über ihren Einsatz für die Ungeborenen in einem Osterbrief aus dem Gefängnis. „Für Christus, der uns im schmerzverzerrten Antlitz der Armen begegnet, die so arm sind, daß wir sie nicht einmal sehen und hören können.“

Der Erzbischof von Bombay, Oswald Kardinal Gracias, der Asien im C9-Kardinalsrat vertritt, den Papst Franziskus zur Reform der Römische Kurie berufen hat, wurde auf diese so mutige und entschlossene Jungfrau im fernen Kanada aufmerksam. Er war von dem, was er über sie erfuhr so angetan, daß er sich im August 2013 auf den Weg machte und sie im Gefängnis besuchte. Nach dem Besuch hatte der Kardinal keine Zweifel mehr:

„Mir ist bewußt geworden, daß Mary eine Mission hat. Sie führt keinen sinnlosen Kampf gegen Windmühlen. Selbst wenn sie durch ihren Einsatz nur ein einziges Leben gerettet hätte, hat er sich im wahrsten Sinne des Wortes gelohnt, denn es ist Gott, der sie zu ihrem Einsatz ruft, um Zeugnis für das Geschenk und die Heiligkeit des menschlichen Lebens abzulegen.“

Gefängniskaplan: „Sie ist eine Heilige“

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Mary Wagner ist Prophetin des Lebens und Zeugin der Liebe. Ihr Einsatz gilt dem Ende der Abtreibung. Gefängnisaufenthalte geistlich betreut, ist sich sicher:

Auch der Gefängniskaplan Paul Hrynczyszyn, der Mary Wagner, während ihrer Gefängnisaufenthalte geistlich betreut, ist sich sicher:

„Ich denke, daß sie eine Heilige ist. Sie hilft vielen Frauen in- und außerhalb des Gefängnisses, wieder zum Glauben zu finden.“

Auch das Geburtsfest Jesu 2016 mußte Mary Wagner wegen Verstoßes gegen die Bannmeile im Gefängnis verbringen. Schwester Immolatia ist eine Unterstützerin und Freundin. Sie gehört einem Missionsorden an, der sich um Obdachlose und Gefangene kümmert.

„Manche empfinden ein Unbehagen, weil Mary verhaftet wird und ins Gefängnis muß. Damit wollen viele nichts zu tun haben. Meine Antwort auf dieses Unbehagen lautet, daß die radikale und subversive Liebe Marys und ihr persönliches Opfer notwendig sind. Es geht nicht anders, und Mary empfindet das so. Denn die Seelen haben immer ihren Preis“, so Sr. Immolatia.

„Mary steht als Zeugnis Gottes und des Lebens Abtreibungsärzten und abtreibungsentschlossenen Frauen gegenüber. Sie hat mit Menschen zu tun, die den Tod von Kindern programmieren, ihrer eigenen Kinder. Sie ist Zeugin dieser schrecklichen Szene und weiß, was Hartherzigkeit ist, Herzen, die dem Evangelium des Lebens verschlossen sind. Diese Momente sind wie ein Schwertstich in Marys Herz.“

Marys Botschaft Marys an jene, die besorgt sind wegen ihrer Verhaftung, so Sr. Immolatia lautet:

„Weint nicht um mich, beklagt nicht meine Festnahme und Haft, sondern weint für die Kleinsten unserer Brüder und Schwestern, diese unschuldigen Heiligen, die ermordet werden und deren schwachen Schreie nicht gehört werden und deren kleine Körper dann auf der Müllhalde landen. Und weint über deren Mütter und Väter und die Abtreibungsärzte, die sie zur Schlachtbank führen.“

„Ihre Haft ist ein Zeichen unserer Zeit, die ihre Kinder tötet“

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Mary Wagner betet vor Abtreibungskliniken. Ihr friedlicher, gewaltloser Einsatz für das Leben der Ungeborenen und der Mütter ist heute ein solches Ärgernis, daß sie wie eine Staatsfeindin behandelt wird.

Sr. Immolatia fügt noch einige Gedanken an:

„Achtet nicht zu sehr auf Marys Haft. Das ist ein Zeichen unserer Zeit, die ihre Kinder tötet. Mary befindet sich in Haft und bringt ein großes persönliches Opfer, aber sie ist auch im Gefängnis, eingesperrt zwischen Betonmauern, einer Panzertür und Gitterstäben, freier als wir alle, denn sie ist eine Gefangene der Liebe und eine Zeugin der Heiligkeit des Lebens. Mit ihrer Weigerung ungerechten Gesetzen zu folgen, schenkt sie ihre Freiheit ganz Gott. Das ermöglicht es ihr, an der Seite jener Kleinsten zu stehen, die keine Stimme haben und völlig schutzlos sind, und an der Seite von deren Müttern, auch wenn diese sie oft zurückweisen. Mary ist frei im wahrsten Sinne des Wortes.“

In der Tat ist Mary Wagner auch in einem Gefängnis, einem Ort tiefster Dunkelheit und größter Unfreiheit, so frei, daß durch ihren inneren Frieden viele Gefangene durch ihr Beispiel und Vorbild zum Glauben geführt werden und sich mit Gott versöhnen und wieder zu beten beginnen – manchmal das erste Mal in ihrem Leben beten – und mit Mary für die getöteten Kinder und für deren Mütter beten.

Mary Wagner ist eine Prophetin des Lebens, sie ist eine Prophetin des 28. Dezember, des Tages, an dem die Heilige Kirche der Unschuldigen Kinder gedenkt, die Opfer des Betlehemitischen Kindermordes unter Herodes dem Großen wurden, der Jesus töten lassen wollte. Dieser schreckliche Kindermord wiederholt sich in unseren Tagen auf grausame Weise und raubt ganzen Völkern ihre Zukunft. Mary Wagner ist eine Märtyrerin des Lebens und Zeugin der Liebe inmitten eines schrecklichen Blutbades.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: LifeSiteNews/StopAbortion/NationalPost/ProWoman (Screenshots)

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Quelle

Hören Sie sich dazu auch noch(mals) die Predigt von Kardinal Joachim Meisner am Fest der Unschuldigen Kinder (vom 28.12.2015) an!

DAS EWIGE SCHICKSAL DER ABGETRIEBENEN KINDER (Folge 13)

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Joachim Kardinal Meisner
am Fest der unschuldigen Kinder (28.12.2015)

Kölns emeritierter Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hielt am 28.12.15 im Kölner Dom die Predigt zum Fest der unschuldigen Kinder. Darin äußerte er sich zum Thema Lebensschutz und kritisierte sowohl Gesellschaft als auch Kirche.

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Quelle

Siehe ferner:

Kardinal Meisner: Mehr Kirchen-Engagement gegen Abtreibung

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Joachim Kardinal Meisner

Der emeritierte Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner fordert von der katholischen Kirche mehr Engagement für das ungeborene Leben. In der heutigen Zeit sei der erwachsene Mensch allzu oft der Todfeind des Kindes. Dafür stünden fast 200.000 abgetriebene Kinder pro Jahr in Deutschland, sagte der frühere Kölner Erzbischof in einer Predigt zum Fest der Unschuldigen Kinder im Kölner Dom, die am Dienstag auf domradio.de veröffentlicht wurde.

Meisner äußerte sich auch kritisch zu den deutschen Bischöfen. Sie beschäftigten sich – „sicher mit Recht“ – sehr oft mit der Hilfe für in Not geratene Menschen, aber davon, ungeborene Kinder vor dem sicheren Tod zu schützen, sei wenig zu hören. „Wir haben uns vielleicht auch in der Kirche an das Abtreibungsdebakel so gewöhnt, dass es uns gar nicht mehr auffällt“, so der Kardinal. Ungeborene Kinder hätten in der Gesellschaft keine Lobby. „Ist das in der Kirche jetzt auch so?“, fragte Meisner in seiner Predigt.

Das Fest der Unschuldigen Kinder begeht die Kirche jährlich am 28. Dezember. Es erinnert an den nach biblischer Überlieferung erfolgten Befehl von König Herodes zur Zeit von Christi Geburt, alle neugeborenen Jungen töten zu lassen. Meisner hatte schon zu seiner aktiven Zeit an diesem Tag immer wieder Abtreibungen kritisiert und zum entschiedeneren Schutz des menschlichen Lebens aufgerufen.

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