Angelus: „Wer mit Christus stirbt, wird mit ihm auferstehen“

Der Petersplatz beim Angelusgebet

Dass der Weg des Christen ein Weg der Hingabe und des Opfers ist – daran hat der Papst beim Angelusgebet auf dem Petersplatz erinnert. Am zweiten Fastensonntag rief der Papst die Gläubigen dazu auf, die Bereitschaft zum Kreuz im eigenen Alltag zu verankern.

Der Papst ging beim Angelus von der Transfiguration Jesu auf dem Berg Tabor aus, von der das Matthäusevangelium erzählt (Mt 17,1-9): dem Moment, als Jesus vor den drei Jüngern Petrus, Jakobus und Johannes in verklärter Form und mit den Propheten Mose und Elija erscheint. Das lichtvolle Ereignis nehme den Sieg Jesu vorweg und verweise zugleich auf den Weg, den die Jünger zu gehen hätten, so der Papst:

„Der verklärte Jesus auf dem Berg Tabor wollte den Jüngern seine Herrlichkeit nicht zeigen, um zu verhindern, dass sie den Weg des Kreuzes gehen, sondern um ihnen zu zeigen, wohin dieser führt. Wer mit Christus stirbt, wird mit Christus wiederauferstehen. Und das Kreuz ist die Tür der Auferstehung. Wer mit ihm zusammen kämpft, wird mit ihm siegen. Das ist die Botschaft der Hoffnung, die Jesu Kreuz beinhaltet, sie appelliert an die Stärke unserer Existenz. Das christliche Kreuz ist kein Hausrat oder ein Ornament, sondern ein Verweis auf die Liebe, mit der sich Jesus geopfert hat, um die Menschheit vom Bösen und von der Sünde zu retten.“

Nicht als mächtiger und ruhmsüchtiger Herr habe sich Jesus gezeigt, sondern als „demütiger und unbewaffneter Diener“, erinnerte der Papst. Mit seiner Offenbarung auf dem Berg der Verklärung habe Jesus seine Jünger auch auf den „Skandal der Kreuzigung“ vorbereiten wollen, die kurze Zeit später stattfinden sollte. Franziskus rief an dieser Stelle die Gläubigen dazu auf, sich in der Fastenzeit mit Buße auf das Osterfest vorzubereiten:

„Betrachten wir in dieser Fastenzeit mit Hingabe das Bild des Kreuzes, Jesus am Kreuz: es ist ein Symbol des christlichen Glaubens, das Sinnbild Jesu, der für uns starb und wiederauferstand. Bemühen wir uns darum, dass das Kreuz die Etappen unserer Fastenzeit prägt, damit wir immer mehr die Schwere der Sünde und den Wert des Opfers verstehen, mit dem der Erlöser uns gerettet hat, uns alle.“

(rv 12.03.2017 pr)

DAS GRABTUCH VON TURIN – DATEN, DIE FRAGEN AUFWERFEN

SINDONE

Mehr als ein Jahrhundert wissenschaftlicher Forschung war nicht genug, um festzustellen, wie es zu dem Abdruck eines menschlichen Antlitzes auf dem Grabtuch kommen konnte.

Interview mit Emanuela Marinelli

von Pina Baglioni

„Mein wissenschaftliches Interesse am Grabtuch ist 1977 erwacht, als der Botanik-Experte Dr. Max Frei bekannt gab, darauf Pollenpartikel gefunden zu haben, die in Nahost, nicht aber in Europa vorkommen. Seit damals habe ich ca. 800 Bücher und Hunderte von Artikeln über das Grabtuch gesammelt (allein ca. 300 wissenschaftliche Artikel) und auch selbst viel darüber geschrieben.“ Die Naturwissenschaftlerin Emanuela Marinelli ist eine der namhaftesten Grabtuch-Expertinnen Italiens. Der resoluten Wissenschaftlerin haben wir viel Information über ein Thema zu verdanken, das es angesichts der vielen darüber existierenden, meist nur allzu voreingenommenen Amateurabhandlungen sicher nicht einfach macht, sich objektiv damit zu befassen.

Zu dem Turiner Leinen- oder Grabtuch wurden im letzten Jahrhundert zahlreiche Studien angestellt. Für das darauf erkennbare Bild (der Vorder- und Rückenansicht eines Mannes mit deutlich erkennbaren Wunden einer Kreuzigung) haben sich die verschiedensten Wissenschaftszweige interessiert, auch Geschichtsforschung und Archäologie. Vor allem eine Frage drängt sich immer wieder auf: wie ist dieser Abdruck entstanden? Bisher gibt es leider noch keine Antwort. Welche Daten kann man Ihrer Meinung nach als sicher betrachten?

EMANUELA MARINELLI: Das wissenschaftliche Interesse am Grabtuch ist Ende des 19. Jahrhunderts erwacht, genau genommen 1898, als die ersten, von Secondo Pia gemachten Fotografien deutlich zeigten, dass ein Teil der auf dem Leinentuch erkennbaren Abdrücke wie ein fotografisches Negativ aussahen. Ich sage „ein Teil der Abdrücke“, weil das auf den doppelten Abdruck (Vorder- und Rückenansicht) des Mannes zutrifft, dessen Wunden genauso sind wie die in den Evangelien beschriebenen des gekreuzigten Jesus, nicht aber auf die Flecken menschlichen Blutes, die das „Negativ“ an der Stelle der Wunden teilweise zu verdecken scheinen, und die ihren Abdruck in Wahrheit schon hinterlassen haben, noch bevor das Negativbild auf dem Grabtuch entstand.
Der erste, anhand verschiedener Studien als sicher erwiesene Umstand ist, dass die Rotfärbung der Leinenfasern an den Stellen, wo sich die Wunden befinden, von menschlichem Blut der Gruppe AB stammt. Dieses Resultat bestätigen nicht nur mikrospektroskopische Untersuchungen, sondern auch die Chromatographie und die Reaktionen auf Benzedrin. Außerdem wird die Rotfärbung der Fäden durch Proteasen vollkommen lysiert (also aufgelöst). Auch proteolytische Enzymtests haben gezeigt, dass es sich hier nicht um Farbstoffe handelt. In Höhe der Füße hat man ein rotes Blutkörperchen und einige menschliche Epidermiszellen entdecken können. Das Blut enthält die DNA eines Mannes. Die im Blut festgestellte große Menge Bilirubin zeugt von einem Menschen, der vor dem Tod ein starkes Trauma erlitten hat. Außerdem sind in vielen Gerinnseln deutliche Blutkomponenten der verschiedenen Gerinnungsphasen vorhanden: die Kruste (mit der Bildung von Fibrinbrücken durch Faktor XIII) und Serumexsudation. Abdrücke, die nur durch den direkten Kontakt des Leinstoffes mit einem Leichnam entstanden sein können. Die Serumränder sind zwar für das menschliche Auge nicht erkennbar, wohl aber unter ultraviolettem Licht. Das auf der verwundeten Haut geronnene Blut wurde durch Fibrinolyse auf den Stoff übertragen, ein Phänomen, das in den ersten 36 Stunden Kontakt eine teilweise Lyse (also Wiederauflösung) der Blutgerinnsel bewirkt.
Das „Negativ“ auf dem Grabtuch ist die Vorder- und Rückenansicht eines Mannes…

MARINELLI: Die dort erkennbare Abbildung eines Körpers ist auch heute noch wissenschaftlich schwer erklärbar. Allen wissenschaftlichen Versuchen zum Trotz (man muss auch sagen, dass einige davon trotz ihres offensichtlichen Fehlschlagens mit einer schier unglaublichen Hartnäckigkeit immer wieder veröffentlicht und verteidigt worden sind), ist es selbst den besten derzeit zur Verfügung stehenden Techniken nicht gelungen, das Bild auf dem Grabtuch detailgetreu nachzubilden. Es weist dreidimensionale Eigenschaften auf, ist ohne klare Demarkationslinien und hat sich mit großer Sicherheit nach der Ablagerung des Blutes auf dem Leinen gebildet, ist nämlich unter den Blutflecken nicht vorhanden. Die Gelbfärbung des Leinens – der wir das Bild als solches zu verdanken haben – betrifft nur die äußersten Fasern des Leintuchs. Der Abdruck auf der Rückseite wurde nicht von der Last des Körpergewichts beeinflusst. Mit Gewissheit lässt sich sagen, dass die Abbildung nicht gemalt ist: das Tuch weist keinerlei organisches oder anorganisches Pigment auf und seine durchscheinende gelbe Farbe ist nicht auf eine dort aufgetragene Substanz zurückzuführen, sondern auf die Dehydrierung und Oxydation der obersten Fibrillen. 25 verschiedene Arten von Lösungsmitteln, darunter Wasser, konnten dem Bild nichts anhaben, es nicht auslöschen. Wir können auch davon ausgehen, dass das Bild nicht durch Versengen zustande kam: es ist unmöglich, ein Bild mit den physischen und chemischen Merkmalen des Grabtuches herzustellen, auch nicht mit Hilfe eines heißen Flachreliefs.

Der Grabtuch-Stoff (A) im Vergleich mit ähnlichen ägyptischen Stoffen (B und C) aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.

Der Grabtuch-Stoff (A) im Vergleich mit ähnlichen ägyptischen Stoffen (B und C) aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.

Man hat auch die Machart des Grabtuchs und die Substanzen untersucht, die sich im Laufe der Zeit darauf abgelagert haben. Zu welchen Schlüssen ist man dabei gekommen?

MARINELLI: Zur Machart des Grabtuchs lässt sich sagen, dass die Webart des Tuches ein drei-zu-eins-Fischgrätmuster ist, das an einem rudimentären Pedal-Webstuhl entstand und einige Webfehler und Überspringungen aufweist. Fischgrätmusterstoffe waren im 1. Jahrhundert n. Chr. im mesopotamischen oder syrischen Raum üblich. Viele im israelischen Masada gefundenen Stoffe wiesen eine besondere Seitennaht auf, die aussieht wie die auf dem Grabtuch – jene nämlich, die in der Zeit zwischen 40 v. Chr. und dem Fall von Masada (74 n. Chr.) typisch war. Auf dem Grabtuch findet sich eine ähnliche Saumnaht wie auf besagten Funden von Masada. Die Webtechnik und die Art des Stoffes legen also eine Datierung auf die Zeit Christi nahe. Die Maße des Leintuches (wenn man auch sagen muss, dass sich seine Dimensionen infolge der wiederholten Ausstellungen, des ständigen Zusammenrollens, Faltens, Auseinanderziehens und Zusammendrückens auch sehr verändert haben können) scheinen perfekt dem syrischen Ellenmaß zu entsprechen, einer im alten Israel gebräuchlichen Längenmaßeinheit. Andere Maßeinheiten passen weniger gut, und das gilt sowohl für das Gesamtmaß, als auch Längen- und Breitenmaße. Interessant ist auch der Verweis darauf, dass in den untersuchten Stoffteilen keine Faserspuren tierischer Herkunft gefunden wurden, was dem mosaischen Gesetz entspricht, das die Trennung von Wolle und Flachs verlangte, also keine Mischgewebe wollte (Dt 22, 11). Die einzigen (minimalen) anderen Faserspuren in dem Tuch sind Baumwollfasern des Typus Gossypium herbaceum, der zur Zeit Christi in Nahost üblich war.
Was nun die Substanzen angeht, die sich im Laufe der Zeit auf dem Tuch angesammelt haben, ist zu sagen, dass Erdpartikel entdeckt wurden, und zwar an den Stellen, wo sich auf dem Grabtuch die Fußabdrücke befinden. Diese Partikel enthalten Sprudelstein mit Strontium- und Eisenspuren – Partikel, die man auch in Proben aus der Grotte von Jerusalem gefunden hat. Auch Natron wurde gefunden (basisches Natriumhydrogenkarbonat), das wegen seiner wasserabsorbierenden Eigenschaft in Ägypten zur Einbalsamierung und in Palästina zur Entwässerung von Leichen herangezogen wurde. Auch Myrrhe- und Aloe-Spuren konnten auf dem Grabtuch entdeckt werden. Substanzen, die zur Zeit Christi in Palästina bei der Leichenbestattung üblich waren. Experimente haben gezeigt, dass sich die zackenförmig umrandeten Flecken, die Wasser auf dem Grabtuch hinterlässt, nur auf einem Stoff bilden, der zuvor mit Aloe und Myrrhe getränkt wurde. Die Analyse der auf dem Tuch entdeckten Pollen hat bestätigt, dass es in Palästina, Edessa und Konstantinopel ausgestellt war. Der Botaniker Max Frei konnte auf dem Grabtuch 58 verschiedene Arten von Pollen ausmachen; etwa dreißig stammen von Pflanzen, die nur in Palästina wachsen, nicht aber in Europa. Viele davon kommen in Jerusalem und Umgebung vor (darunterAcacia albida, die im Jordantal und rund ums Tote Meer vorkommt; Gundelia tournefortii, eine Pflanze, die auf steinigem oder salzhaltigem Boden wächst; Hyoscyamus aureus und Onosma orientalis, die man an der Mauer der Jerusalemer Altstadt findet; Prosopis farcta und Zygophyllum dumosum, typisch für das Gebiet rund ums Tote Meer; und die Wüstenpflanzen Haplophyllum tuberculatum undReaumuria hirtella). Die Feststellung weiterer 19 Pollen-Typen (insgesamt also 77) zeigt, dass das Grabtuch auch den Libanon bereist hat. Zwei der entdeckten Pollenarten gibt es weder in Europa noch in Palästina, eine dieser Spezies (Atraphaxis spinosa) kommt aber in Urfa (Edessa) vor, die andere (Epimedium pubigerum) in Istanbul (Konstantinopel).
Das alles scheint für die Theorie zu sprechen, dass das Grabtuch aus der Zeit Jesu stammt und die Überlieferung zu bestätigen, die das Grabtuch mit dem Mandylion identifiziert, dem Christus-Bild, das im Osten schon in den ersten Jahrhunderten des Christentums bekannt war. Und doch kam man 1988 in den Labors Tucson, Oxford und Zürich zu dem Schluss, dass das Tuch aus den Jahren 1260 – 1390 n. Chr. stammt. Was doch mit dem, was Sie soeben ausgeführt haben, überhaupt nicht zusammen passt!

MARINELLI: Da sprechen Sie einen sehr wichtigen Punkt an. Obwohl ich mich hauptsächlich mit Naturwissenschaften befasse habe ich nämlich, wie viele andere Gelehrte auch, den Eindruck, dass die historischen Fakten in Sachen Grabtuch nur allzu oft den wissenschaftlichen geopfert wurden. Letztere galten als absolut, die literarische Überlieferung (angefangen bei den Evangelien) dagegen als ebenso anfechtbar wie die archäologische, ikonographische, numismatische und archivarische. So hört man z. B. immer wieder, dass es vor dem Auftauchen des Grabtuchs in Frankreich dank dem Kreuzfahrer Geoffroy de Charny (Mitte des 14. Jahrhunderts) keinerlei Dokumente darüber gab. Einige meinen daraus ganz einfach schließen zu können, dass es auch zu jener Zeit entstanden ist und untermauern diesen Schluss mit einem Brief, den der Bischof von Troyes, Pierre d’Arcis, 1389 an Gegenpapst Clemens VII. geschrieben hat. Darin behauptet er, dass es sich bei dem Grabtuch um eine Fälschung handelt, ja dass sogar das Geständnis des Mannes vorliege, der es gemalt hat. Alle Grabtuch-Analysen schließen aber aus, dass es sich bei dem Bildnis um eine Zeichnung handelt: welchen Wert kann also ein Zeugnis haben, das so leicht widerlegt werden kann? Ich möchte hier nicht auf alle historischen und ikonographischen Indizien in Sachen Grabtuch eingehen, die sich auf die Zeit vor dem 14. Jahrhundert beziehen; sicher ist aber, dass spätestens seit dem 6. Jahrhundert ein Christus-Porträt bekannt war, das sehr an das auf dem Grabtuch erinnert. Die Untersuchung der Grabtuch-Falten erlaubt den Schluss, dass es eine Zeit lang gefaltet ausgestellt gewesen sein muss (so dass nur der Gesichtsabdruck erkennbar war); in der Folge dann vertikal aufgehängt war, also auch einen Teil des Körpers zeigend, im Stile der imago pietatis (der Darstellung des toten Christus, der aufrecht bis zur Taille sichtbar aus dem Grab hervorragt, eine Darstellung, die vielleicht auf diese bestimmte Art, das Grabtuch auszustellen, zurückgeht). Ganz zu schweigen von der Miniatur der Bestattung Christi, die wir in der Budapester Pray-Handschrift (1192-1195) finden und die eindeutig vom Grabtuch herrührt. Das Grabtuch wird dann noch 1204 von einem französischen Ritter erwähnt, Robert de Clari, der es während des 4. Kreuzzuges in Konstantinopel gesehen hat.
Wie kann die Radiokarbonmethode das Grabtuch also auf einen Zeitraum zwischen 1260 und 1390 datieren? Müssen wir annehmen, dass das echte Grabtuch verloren gegangen ist und es sich bei dem uns erhaltenen um eine Kopie davon handelt? Aber das stünde nicht nur im Widerspruch zu den größtenteils unumstößlichen Daten, die sich aus eben erwähnten Untersuchungen ergeben, sondern auch zu dem Umstand, dass nicht einmal die modernsten heutigen Technologien in der Lage wären, das Grabtuch-Bild detailgetreu nachzubilden.

Der Wissenschaftler Samuel F. Pellicori untersucht das Grabtuch mit einem Stereomikroskop.

Der Wissenschaftler Samuel F. Pellicori untersucht das Grabtuch mit einem Stereomikroskop.

Nicht nur die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen, sondern auch die anatomische Präzision des Mannes auf dem Grabtuch schließt also aus, dass es sich dabei um eine mittelalterliche Fälschung handelt. Man wusste damals ganz einfach noch nicht genug über den menschlichen Körper.

MARINELLI: Genau. Aber nicht nur das: die Grabtuch-Abbildung weist erstaunliche Spuren auf – Spuren, die deutlich darauf hinweisen, dass dieses Tuch tatsächlich den Leichnam eines Mann umhüllte, der auf dieselbe Weise gefoltert und getötet wurde wie es die Evangelien im Falle Jesu beschreiben.
Welche Spuren?

MARINELLI: Zunächst einmal wurde der Mann auf dem Grabtuch gegeißelt. Der ganze Leib, außer dem Brustbereich, wurde mit einem römischen flagrum taxillatum traktiert. Die Wunden wurden aus 2 verschiedenen Richtungen zugefügt, weshalb man davon ausgehen kann, dass er von 2 Männern gegeißelt wurde. Die Geißelung sollte nicht tödlich sein, sondern war nur als Züchtigung gedacht; sie war aber intensiver als das normale Vorspiel der Kreuzigung: auf dem Grabtuch kann man ca. 120 Schläge zählen statt der üblichen 21. Es handelte sich nicht um eine jüdische Geißelung, weil laut jüdischem Gesetz 39 Schläge nicht überschritten werden durften. Jeder Schlag führte aufgrund der Knochenteilchen an den drei Enden des flagrum zu sechs Blutergüssen. Eigentlich hätte die Freilassung folgen müssen, der Verurteilte aber wurde gekreuzigt (Ps 129, 3; Jes 50, 6; Mt 27, 26; Mk 15, 15; Lk 23, 25; Joh 19, 1). Dass die Geißelung nicht während des Tragens des patibulum erfolgt war, kann man daran sehen, dass dasflagrum auch in Schulterhöhe Spuren hinterlassen hat. Diese Wunden unterscheiden sich von denen auf dem restlichen Leib, weil auf ihnen deutliche Druckspuren erkennbar sind, die von einem schweren Gegenstand herrühren.
Der Mann auf dem Grabtuch wurde mit Dornen gekrönt: auf dem ganzen Kopf sind mehr als 50 Wunden zu sehen, die von spitzen Gegenständen zugefügt wurden. Man hatte eine Dornenhaube geflochten, die an die östlichen Königskronen erinnert – keinen Dornenkranz also, wie uns die abendländische Überlieferung glauben machen will (Mt 27, 29; Mk 15, 17; Joh 19, 2). Das 3-förmige Rinnsal auf der Stirn (ein Detail, das bei östlichen Darstellungen des Antlitzes Christi schon lange vor dem Jahr 1000 vorkommt) rührt vom langsamen und kontinuierlichen Austreten venösen Blutes, hervorgerufen von einem in die Stirnvene gebohrten Dorn. Dass es die Form einer umgedrehten 3 hat, ist darauf zurückzuführen, dass sich der Stirnmuskel als Reaktion auf den Schmerz zusammen zieht. Der rechte Fleck am Haaransatz ist kreisförmig und stammt von in Stößen herausgepresstem arteriellen Blut.
Das Gesicht des Mannes auf dem Grabtuch weist verschiedene Prellungen und eine gebrochene Nase auf, da er wahrscheinlich mit einem Stock auf den Kopf geschlagen wurde (Mt 27, 30; Mk 15, 19; Joh 19, 3).
Der Mann auf dem Grabtuch hat einen Bluterguss in Höhe des linken Schulterblattes und eine Verletzung an der rechten Schulter, die mit dem Tragen des Querbalkens des Kreuzes (patibulum) zu tun haben könnte (Mt 27, 31-32; Mk 15, 20-21; Lk 23, 26; Joh 19, 17). Im Bereich der Blutergüsse weisen die vom flagrum zugefügten Wunden keine Abschürfungen durch den Holzbalken auf: man hatte Jesus nämlich wieder seine eigenen Kleider angezogen (Mt 27, 31; Mk 15, 20), was die Wunden zwar vor weiteren Abschürfungen schützte, aber große Schmerzen verursachte, als sie ihm vor der Kreuzigung wieder heruntergerissen wurden (Mt 27, 35; Mk 15, 24; Lk 23, 34; Joh 19, 23-24). Das uns von der Tradition überlieferte mehrfache Niederfallen wird von mit Blut vermischten Erdpartikeln auf der Nase und dem linken Knie bestätigt. Das Festbinden des patibulum machte es dem Verurteilten unmöglich, sich beim Niederfallen mit den Händen abzustützen. Eine große Menge Erdmaterial wurde auch in Höhe der Fersen gefunden.
Der Mann auf dem Grabtuch war kein römischer Bürger, denn als solcher hätte er nicht gekreuzigt werden dürfen. Die Wunden an Handgelenken und Füßen sind die eines Mannes, den man ans Kreuz genagelt hat. Auf dem Grabtuch-Bild sind keine Daumen zu sehen: tatsächlich verursacht die Verletzung des Mittelhandnervs als Reaktion auf das Durchbohren des Handgelenks ein Zurückbiegen der Daumen.
Die gerichtsmedizinische Untersuchung zeigt, dass der Mann auf dem Grabtuch zum Zeitpunkt seines Todes vollkommen ausgetrocknet war (Mt 27, 48; Mk 15, 36; Lk 23, 36; Joh 19, 28-29; Ps 69, 4; Ps69, 22; Ps 22, 16). Um den Tod zu beschleunigen, wurden den Gekreuzigten oft die Beine zerschlagen: der Verurteilte starb dann den Erstickungstod, weil das ganze Gewicht nur noch von den Armen getragen wurde. Die Betrachtung des Grabtuches zeigt, dass die Beine nicht zerschlagen worden waren (Joh 19, 33). Dem Mann auf dem Grabtuch wurde ein Stich in die rechte Seite des Brustkorbes versetzt. Die Ränder der Wunden sind klar umrissen und linear, typisch für einen Stoß, der erst nach dem Tod versetzt wurde. Als wahrscheinlichste Todesursache nimmt man einen Infarkt mit anschließendem Hämoperikard (Bluterguß in den Herzbeutel) an. Das Hämoperikard ist der Endpunkt eines Myokardinfarkts und wird durch Spasmen in den Herzkranzgefäßen verursacht, die wiederum von erheblichem psychischen und körperlichen Stress herrühren. Dass der Tod infolge eines Hämoperikards eingetreten ist, lässt sich aus den Blutflecken an den Wunden ableiten, in denen sich dicke, von einem dichten Serum-Ring umschlossene Klümpchen angesammelt haben. Und das geschieht genau dann, wenn ein Mensch infolge der Ansammlung einer beachtlichen Menge Blutes im Brustkorbbereich gestorben ist. Diese Ansammlung lässt sich mit dem Zerbersten des Herzens und der nachfolgenden Blutansammlung zwischen Herz und äußerem Herzbeutelblatt erklären, was wiederum einen stechenden Brustschmerz verursacht. Im Evangelium heißt es ja auch, dass Jesus, bevor er starb, laut aufschrie (Mt 27, 50; Mk 15, 37; Lk 23, 46;Ps 69, 21; Ps 22, 15). Die Wunde, die dem Leichnam später zugefügt wurde, hat also das Austreten von Blut und Wasser ermöglicht (Joh 19, 34; Jes 53, 5; 1Joh 5, 6; Ez 47, 1).
Das Grabtuch ist aus einem edlem Stoff: die Evangelien berichten, dass das Grabtuch Jesu von Josef aus Arimathäa erworben wurde, einem reichen Mann (Mt 27, 57-60; Mk 15, 42-46; Lk 23, 50-53; Joh 19, 38-40). Auf dem Grabtuch wurden Spuren von Aloe und Myrrhe gefunden, die wohlrichenden Salben, die Nikodemus brachte (Joh 19, 39-40). Der Mann des Grabtuchs wurde nicht gewaschen, da er einen gewaltsamen Tod erlitten hatte. Die Blutflecken lassen darauf schließen, dass sein Leib ca. zweieinhalb Stunden nach seinem Tod in das Tuch gewickelt wurde und weniger als 40 Stunden darin blieb. In der Tat sind keine Verwesungsspuren festzustellen (Ps 16, 10).
Dann ist noch zu sagen, dass der Kontakt zwischen Leib und Tuch unterbrochen wurde, ohne dass das die Blutflecke in irgendeiner Weise verändert hätte. Wenn man den Leib aus dem Tuch herausgenommen hätte, wären Schmierspuren erkennbar. Das ist aber nicht der Fall: die Abdrücke zeigen, dass kein mechanisches Herausnehmen erfolgt ist.

Papst Benedikt XVI. wird von der Diözese Turin eine lebensgroße Kopie des Grabtuches geschenkt (437 cm lang,  111  cm hoch), Aula Paolo VI, 2. Juni 2008.

Papst Benedikt XVI. wird von der Diözese Turin eine lebensgroße Kopie des Grabtuches geschenkt (437 cm lang, 111 cm hoch), Aula Paolo VI, 2. Juni 2008.

Wie erklärt sich dann aber die Datierung auf 1260-1390 der Radiokarbonuntersuchung von 1988?

MARINELLI: Viele Gelehrte sind inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass man sich auf diese Untersuchung nicht verlassen kann. Und das war schon sofort nach der Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse so. Es wurde gesagt, die untersuchte Probe hätte nicht für das ganze Tuch gegolten. Auf dem Stoff wurden nicht nur bioplastische Pilz- und Bakterienablagerungen gefunden, sondern auch Baumwollfasern und Farbstoffkrusten: Anzeichen dafür, dass man versucht hat, den Stoff zu flicken, was wiederum die Zuverlässigkeit dieses Beweises beeinträchtigt haben kann. Die drei Labors haben es damals leider versäumt, die einzelnen Teilergebnisse der Untersuchungen bekannt zu geben, weshalb man das Resultat einfach so hinnehmen muss, ohne auch nur die geringste Möglichkeit einer Gegenprobe zu haben. Besagte Untersuchungen wurden viel diskutiert, vielleicht sogar zu viel, und die allgemeine Tendenz geht auch dahin, die Radiokarbonmethode als definitiv zu nehmen – obwohl es sich doch um eine komplexe Untersuchung handelt, die keinesfalls gegen Irrtum gefeit ist.
In einem kürzlich auch in Italien ausgestrahlten Dokumentarfilm der BBC ließ Prof. Christopher Ramsey, Direktor des Labors Oxford, der die damaligen Untersuchungsergebnisse unterzeichnete, durchblicken, die Ergebnisse von 1988 überdenken zu wollen. Wie man von mehreren Seiten hört, soll es durchaus möglich sein, dass sie nun in Zweifel gezogen werden…

MARINELLI: Ich habe mit ihm diesbezüglich korrespondiert und mein Eindruck ist, dass man seine Meinung dazu ein wenig forciert hat, vielleicht auch im Zuge der Werbung für den Dokumentarfilm. In Wahrheit bestätigt Prof. Ramsey, auf der Grundlage neuer Elemente bereit zu sein, die Sache wieder zur Diskussion zu stellen, sieht aber beim derzeitigen Stand der Dinge keinen Grund dafür, den Fall wieder aufzurollen. Wir hoffen also, anlässlich der nächsten Ausstellung (voraussichtlich im Jahr 2010) neue und umfassendere Untersuchungen durchführen zu können. Das Problem der Datierungsmethoden, so wichtig es auch sein mag, ist doch zweitrangig verglichen mit der Frage, wie es zur Entstehung des Bildes auf dem Grabtuch kommen konnte. Und die Klärung des Wie würde uns sicher helfen, auch das Wann und Warum zu verstehen.

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Quelle

Siehe ferner:

Die neue Karfreitagsfürbitte für die Juden

„Memorial“ der geschönten, gemilderten, in Wirklichkeit gefälschten und damit annullierten Karfreitagsfürbitte für die Juden

Eine fast-traditionelle Fassung aus der Zeit direkt vor dem II. Vatikanischen Konzil:

Bomm, Einsiedeln, Köln, 13. Auflage, 1961:

Juden-Feiertage Chanukka

Juden-Feiertag Chanukka

 „Lasset uns auch beten für die Juden, dass Gott, unser Herr, den Schleier von ihren Herzen wegnehme, auf dass auch sie unsern Herrn Jesus Christus erkennen.

Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. – Erhebet euch.

Allmächtiger, ewiger Gott, Du schließest auch die Juden von Deiner Erbarmung nicht aus. Erhöre unsere Bitten, die wir ob der Verblendung jenes Volkes vor Dich bringen, damit sie das Licht Deiner Wahrheit, welches Christus ist, erkennen und ihrer Finsternis entrissen werden. Durch Ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, Der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“ 

Die lateinische Fassung aus dem MISSALE ROMANUM von 1923:

Orémus et pro pérfidis Judáeis: ut Deus et Dóminus noster áuferat velámen de córdibus eórum; ut et ipsi agnóscant Jesum Christum, Dóminum nostrum.

Non respondetur Amen, nec dicitur Orémus, aut Flectámus génua, aut Leváte, sed statim dicitur:

Omnípotens sempitérne Deus, qui étiam judáicam perfídiam a tua misericórdia non repéllis: exáudi preces nostras, quas pro illíus pópuli obcaecatióne deférimus; ut, ágnita veritátis tuae luce, quae Christus est, a suis ténebris eruántur. Per eúndem Dóminum. R. Amen.

Die aktuelle, gefälschte Fassung:

Wir wollen beten für die Juden.
Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.
Lasset uns beten. Beugen wir die Knie. Erhebet Euch.
Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig, dass beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird. (oder: dass ganz Israel gerettet werde, wenn die Füller aller Völker in Deine Kirche eintritt). Durch Christus, unseren Herrn.

 

Mit der neuen Fassung der Fürbitte werden die verblendeten Juden, die nicht Christen werden und sein, sondern Anti-Christen bleiben wollen, demnach nicht mehr ihrer Finsternis entrissen. Sie werden von seiten derer, die wahre Fürbitter, Apostel, Missionare, Bekehrer sein müssten (glaubensverleugnerisch und heuchlerisch) „vertröstet“ auf ein vermeintlich zukünftiges Ereignis, das nie eintreten wird, also auf den „Sankt Nimmerlein’s Tag“. Denn der Zeit-“Punkt“ (die Zeit, der Zeit-Raum) des „Eintritts der Fülle aller Völker in die Kirche Christi“ erstreckt sich über die Gesamt-HEILS-Periode seit Pfingsten bis zum Jüngsten Tag. Es sind die Milliarden aus der „Fülle aller Völker“ (samt den Juden), die glaubten/glauben und sich taufen und in die Kirche Christi aufnehmen ließen/lassen. Es wird keinen Tag, keinen Zeitpunkt geben bis zum Ende der Welt, an dem „ganz Israel gerettet wird“, wie es auch keinen geben wird, an dem „die Fülle aller Völker in die Kirche Christi eintreten wird“.

Das Lieblings-Gemälde von Papst Franziskus

Ich möchte einer kürzlichen Diskussion in den Kommentaren zu Papst Franziskus‘ Lieblings-Gemälde: Die weiße Kreuzigung von ‚Mark Chagall‘ (siehe das Interview/die Biographie Bergoglio’s: El Jesuita, von Sergio Rubin und Francesca Ambrogeti, S. 196) das Folgende hinzufügen:

Chagall wurde als Moyshe Shagal (offiziell Movsha Shagalov) in der russischen Stadt Wizebsk (Vitsyebsk, jetzt in Weißrussland) am 24. Juni 1887 (zu jener Zeit der 6. Juli im Euroäpischen Kalender), oder, nach Chagall’s Auffassung, am glücklichen Datum des 7.7.87 [man beachte die Änderung des Datums in ein numerisch bedeutenderes] geboren … Beide seiner Eltern kamen von Liozna (Bel. Liozna), einer kleinen Stadt (60 km östlich von Vitebsk), berühmt als Geburtsort von Schneur Salman, des Begründers des Lubawitscher Chassidismus … Chagall besuchte Heder von seinem 4. Altersjahr bis 13. Seine Sprache sowohl zuhause wie in der Heder(-Schule) war Jiddisch

Nachdem er das Alter Bar Mitzwa (die religiöse Mündigkeit) erreicht hatte, besuchte Chagall während 5 Jahren die städtische Hochschule. Sie war in der Regel geschlossen für Juden, aber das saftige Bestechungsgeld seiner Mutter löste dieses Problem …

Im Juni 1914 reiste Chagall nach Russland. … 1915 heiratete er Berta (Basha) Rosenfeld, die Tochter eines wohlhabenden Juweliers und Lubawitscher Chassiden

1918 wurde Chagall vom neuen Bolschewikischen Erleuchtungs-Kommissar Anatoli Lunatscharski zum „Bevollmächtigten in Sachen Kunst in der Vitebski-Provinz“ berufen

In Frankreich wurde er berühmt und wohlhabend, genoss eine enge Verbindung mit französischen Intellektuellen und wurde schließlich französischer Bürger im Jahre 1937 … (Chagall, Marc, YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe)

Chagall wurde später nach New York gebracht und unterstützt/gefördert von Solomon Guggenheim und seiner Frau Ilene Rothschild, eine Tatsache, die in den meisten Lebensbeschreibungen ausgelassen wird.

Chagall - The White Crucifixion

The White Crucifixion by Marc Chagall

Was wir auf diesem Bild Die Weiße Kreuzigung sehen, ist ein Werk der Alchemie, und ein jeder, der etwas weiß über den Chassidischen Judaismus wird wissen, woher ich komme mit dieser Beobachtung. Ganz einfach, ‚Chagall‘ hat die ideologischen Nachkommen der Pharisäer, welche Jesus Christus hinrichten ließen, zu christusähnlichen Opfern umgewandelt, während er Jesus in einen osteuropäischen Chassiden umgestaltete (durch das mit Strichen versehene Gebetsumhängetuch [Schal] und umgebenden Kontext).

Es sind Untertexte, die dieses zentrale Thema umgeben:

… eine Mutter herzt ihr Kind an ihrer Brust, während sie von der Zerstörung flieht. Über ihr ist die Tora-Rolle  mit weißem Licht aus ihr strömend und eine Gestalt, die über dieses Licht schreitet. Dies nimmt Bezug auf die berühmte chassidische Erzählung, in der ein Bischof anordnete, dass die Tora verbrannt werde. Rabbi Israel betete, und sein Gebet bohrte sich in den Palast des Messias. Als Folge davon fiel der Bischof in einen (Schlag-)Anfall, was jene erschreckte, die die Schriftrollen verbrennen wollten. …

eine Synagoge wird verbrannt von einem Nazi-Braunhemden, während dahinter Nazi-Fahnen gesehen können … (Richard Harries, The Passion in Art, pp. 109-110)

Nun, an diesem Punkt möchte ich zurückkehren zu einem Thema, das ich ganz allein schon lange zum Bewusstsein der Christen zu bringen versucht habe, jenes von Rabbi Abraham Heschel’s Bekenntnis in einem Israelischen Interview, dass er beabsichtigte, die Seelen der Christen durch ein subtiles Vergleichen mit den Nazis anzugreifen. ‚Chagall‘ macht genau das Selbe in seinem hier vorgestellten Gemälde, das Papst Franziskus als sein Lieblingswerk identifiziert. Überdies ist Papst Franziskus direkt unter dem Einfluss von Rabbi Abraham Heschel’s Denken, wenn er die Ideen Heschel’s von seiner Vorlesung nachplappert „No Religion is an Island“ (Keine Religion ist eine Insel) in dem von ihm mit Rabbi Abraham Skorka veröffentlichten Interview/Buch, Sobre el Cielo y la Tierra [Über den Himmel und die Erde]. Papst Benedikt XVI. plapperte diese Ideen von Heschel ebenfalls nach in seiner Rede in Auschwitz.

Diese üblen Männer, welche gefördert werden von den Rabbis als unsere Führerschaft setzen den alchemistischen Plan Heschels in die Praxis um, indem sie die Christenheit in eine ‚Noachide‘ Dienerin des Judaismus verwandelt in ihrem fortwährenden Purim-Kriegen gegen Amalek, Haman, Nazis, Irak, Iran, Hezbolla, Hamas, Antisemiten, etc., etc., und alii, ad nauseam infinitum, und in diesem Prozess das Christentum vernichten. Dies ist nicht das Schicksal der Nachfolger Christi.

(Aus dem Englischen übersetzt von P. O. Schenker)