Papst: „Auf wen sehe ich? Und wen übersehe ich?“

Franziskus bei einer Begegnung mit jungen Mitgliedern der Katholischen Aktion Italien 2016 im Vatikan

Papst Franziskus hat Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, offene Augen und Herzen für Bedürftige zu haben. „Seid gute Fotografen sowohl dessen, was Jesus gemacht hat, als auch der Wirklichkeit, die euch umgibt“, riet der Papst etlichen Dutzend jungen Angehörigen der italienischen „katholischen Aktion“, die ihn am Samstag im Vatikan besuchten; das Bild des Fotografen entnahm Franziskus dem Titel einer christlichen Fortbildung, die seine jungen Besucher durchlaufen.

„So oft gibt es vergessene Menschen: keiner schaut sie an, keiner will sie sehen. Das sind die Ärmsten, die Schwächsten, jene, die an die Ränder der Gesellschaft verwiesen sind, weil man sie als Problem betrachtet.“ Franziskus empfahl einen weihnachtlichen Leseschlüssel für solche Szenen: „In Wirklichkeit sind diese Menschen das Bild von Jesus, dem zurückgewiesenen Kind, das in der Stadt Betlehem keine Aufnahme fand; sie sind das lebende Fleisch des leidenden und gekreuzigten Jesus.“

Und Franziskus erteilte den Kindern und Jugendlichen einen Alltagstipp: „Fragt euch immer: wem gebe denn eigentlich ich mehr Aufmerksamkeit? Nur den Stärkeren, die gut in der Schule sind oder beim Sport? Und wen beachte ich weniger? Wen habe ich absichtlich übersehen? Dieses Zur-Seite-Schauen… Genau das sind eure Peripherien“, sagte der Papst und kehrte zum Bild des Fotografen zurück: „Probiert einmal, das Objektiv auf die Kameraden und überhaupt die Menschen zu richten, die keiner jemals sieht, und traut euch, den ersten Schritt zu tun, auf sie zuzugehen, ihnen ein bisschen von eurer Zeit zu schenken, ein Lächeln, eine Geste der Zärtlichkeit.“

Die Weihnachtsaudienz für Italiens „Katholische Aktion“ ist im Vatikan schon lange Tradition. In diesem Jahr feiert der Verband seinen 150. Gründungstag.

(rv 16.12.2017 gs)

Siehe auch:

 

Prof. Dr. Jörg Meuthen zum Irrsinn des Martin Schulz: die Abschaffung Deutschlands

Polens neuer Regierungschef will Europa rechristianisieren

Morawiecki

Polens neuer Ministerpräsident Mateusz Morawiecki beklagt eine zu geringe Rolle des christlichen Glaubens in Europa. „Wir wollen Europa umwandeln, mein Traum ist es, es wieder zu rechristianisieren“, sagte er am Freitagabend in einem Interview mit dem katholischen TV-Sender Trwam. Vielerorts würden Kirchen nur noch als Museen genutzt. „Das ist sehr traurig“, fügte der nationalkonservative Politiker hinzu.

Morawiecki, bisher Wirtschafts- und Finanzminister, war wenige Stunden zuvor von Staatspräsident Andrzej Duda zum neuen Regierungschef ernannt worden. Am Donnerstag hatte die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) beschlossen, Ministerpräsidentin Beata Szydlo durch ihn zu ersetzen. Sie hatte seit dem Wahlsieg der PiS im Herbst 2015 die Regierung geführt.

(kna 09.12.2017 pr)

“Streit um Jerusalem: „Über die Christen redet keiner

Proteste in Gaza gegen Trumps Entscheidung zu Jerusalem

Der Nahost-Konflikt war schon bisher schier unlösbar. Donald Trump kommt nun das zweifelhafte Verdienst zu, die Dinge noch komplizierter gemacht zu haben. Die Entscheidung des US-Präsidenten, dass die USA als erstes Land der Welt Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen, bedeutet – wie ein palästinensischer Diplomat formulierte – den „Todeskuss“ für die Zwei-Staaten-Lösung.

Trumps Entscheidung vom Mittwochabend wird aber auch dieser Heiligen Stadt nicht gerecht, sagt jemand, der in ihr wohnt: Nikodemus Schnabel. Der deutsche Benediktiner ist Prior-Administrator der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg Jerusalems, ganz in der Nähe vom Davidgrab und dem Abendmahlssaal.

Pater Nikodemus sagt an diesem Donnerstag im Gespräch mit Radio Vatikan: „Das ist eine hochkomplizierte, hochkomplexe Stadt – ein ganz feines Spinnengewebe. Mit einer sehr, sehr langen Geschichte, die partiell verschieden erinnert oder auch verdrängt wird. Und eben eine Stadt, die gleich drei großen Religionen heilig ist, und diese Religionen sind alle hier präsent, und zwar in einer großen Buntheit. Wir haben ja fünfzig christliche Konfessionen; bei den Muslimen haben wir Sunniten, Ahmadiyya, Schiiten, bei den Juden Jemeniten, Sepharden, Aschkenasen – und das alles noch in verschiedenen religiösen Abstufungen. Das heißt: eine feinziselierte Stadt, die man mit großer Sensibilität angehen muss.“

Der Benediktiner hat auch ein Beispiel dafür, wie parteiisch oft mit der Geschichte Jerusalems umgegangen werde. Er höre oft von jüdischen Gesprächspartnern, Jerusalem sei 3.000 Jahre alt und die ewige, ungeteilte jüdische Hauptstadt. „Da muss man sagen: Nein, Jerusalem ist viel, viel älter, nämlich mindestens viereinhalbtausend Jahre alt (wenn nicht noch älter); wir haben gute archäologische Funde aus der Bronzezeit, und dort, wo der jüdische Tempel stand, stand vorher ein kanaanäisches Heiligtum, in dem Wetter- und Muttergottheiten verehrt wurden. Also ein ganz bunter Götterhimmel – das passt natürlich nicht zu diesem Narrativ. Das heißt, diese Zeit wird verdrängt.“

Heiliger Stuhl hat noch die visionärste Perspektive

Umgekehrt behaupteten viele muslimische Gesprächspartner, es habe dort, wo sich heute Felsendom und al-Aksha-Moschee erheben, nie einen jüdischen Tempel gegeben. „Ich meine: Jeder, der Augen hat, sieht doch an der Westmauer die herodianischen Strukturen und kann sehen, dass dort ein jüdischer Tempel stand! Diese Stadt, die quasi unfähig ist, ihre Geschichte gemeinsam zu erzählen – diese Stadt muss man wirklich mit größter Sensibilität behandeln, weil es eben so viele Verletzungen, Verwundungen, Vernarbungen gibt. Diese Stadt braucht große Sensibilität, und man muss sich fragen, ob der Schritt von gestern Abend dieser Stadt gerecht wird.“

In der jetzigen – wieder einmal gründlich verfahrenen – Lage rät Nikodemus Schnabel dazu, nicht reflexartig zu fragen: Oh, gibt es Unruhen, ja oder nein. „Denn dann hat man nur die Diskussion: Gibt es Gewalt? Das ist schlecht. Oder gibt es keine Gewalt? Dann ist es okay. Ich glaube, die Frage muss eine andere sein: Was dient dieser Stadt, die ja eine Berufung zum Frieden hat – was dient ihr zum Frieden (wie der Papst gesagt hat), was dient zur Versöhnung und zur Gerechtigkeit, und was konterkariert diese Bemühungen? Aus meiner Sicht hat der Heilige Stuhl, der der UNO-Resolution von 1947 folgt, da wirklich immer noch die visionärste Perspektive. Zu sagen: Jerusalem als corpus separatum, als eine Stadt, die internationalisiert wird, weil diese Stadt eben zu groß, zu bedeutungsschwanger und zu geschichtlich aufgeladen ist, als dass man sie national verengen und kleinkariert sehen dürfte.“

Wie langweilig wäre Jerusalem…

Donald Trumps Entscheidung, die Heilige Stadt auf dem Schachbrett der Geopolitik einfach der israelischen Seite zuzuschlagen, wird aus der Sicht des Benediktiners vom Zionsberg Jerusalem nicht gerecht.

„Wie langweilig wäre Jerusalem, wenn es eine rein jüdische Stadt wäre! Wie langweilig wäre Jerusalem, wenn es eine rein muslimische Stadt, oder eine rein christliche Stadt wäre! Der Zauber dieser Stadt ist ja gerade die Mixtur, gerade die Buntheit, diese Kompliziertheit!“

Was Jerusalem jetzt bräuchte, wäre eine Blickumkehr, sagt Nikodemus Schnabel. Mehr Gespräche, mehr „Freude daran, dass auch der andere diese Stadt als heilig ansieht und zu ihr pilgert“ – alles, was Jerusalem zu einer „offenen Stadt“ machen könnte, „in der jeder als Mensch willkommen ist“. „Für diese Vision beten wir, gerade für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit; denn diese Stadt ist voller Spannungen, voller Hass. Und gerade die Religionsführer müssten da noch einmal stärker ihre Stimme erheben und sagen: Es geht um einen Dialog, der natürlich mühsam ist und auch Kompromisse abverlangt. Das ist nie attraktiv, aber eine Stadt, die mit Siegern und Besiegten operiert, die andere auch demütigt – das ist nicht das, was zur Zukunft reicht.“

Die Christen sagen: Wo kommen wir denn vor?

Kompromisse also – so schwer diese auch immer einzugehen sind. „Aber niemand hat gesagt, dass es für Jerusalem einfache Lösungen gibt… Diese Stadt ist kompliziert.“

Besondere Sorge macht sich der Benediktiner im Moment um die Christen in Jerusalem und generell im Heiligen Land. Die Debatte kreise im Moment ausschließlich um den israelischen Anspruch, Jerusalem als jüdische Hauptstadt zu haben, und um die scharfe Gegenreaktion von Muslimen. „Und die Christen sagen: Wo kommen wir denn vor? Über uns redet überhaupt keiner mehr! Man hat wieder mal das Gefühl, die Juden und Muslime haben sich in der Wolle, aber wir kommen gar nicht vor. Diese zwei Prozent Minderheit der Christen fühlt sich immer stärker marginalisiert. Wenn man sieht, wer am meisten auswandert und die Bindungen zu dieser Stadt löst – das sind die Christen dieser Stadt.“

Wer Jerusalem nicht schon den Rücken gekehrt habe, der denke jetzt gerade darüber nach, das zu tun. „Und das fände ich wirklich tragisch. Da würde wirklich ein wichtiger Bestandteil dieser Stadt verlorengehen.“

(rv 07.12.2017 sk)

Massen-Rosenkranz in den USA zum Schutz gegen Islam-Dschihad, christliche Glaubensverleugnung und Abtreibung

Am kommenden 12. Dezember 2017 wird überall in den Vereinigten Staaten Amerikas eine Massenveranstaltung mit dem Rosenkranz stattfinden. Die Gebetsmeinung dazu wird sein: Die Muttergottes zu bitten, die U.S.A. vom Islamischen Dschihad und von der Verleugnung des Christlichen Glaubens zu bewahren und der Abtreibung ein Ende zu setzen.

 

Volltext: Präsident Trump’s außergewöhnliche Weihnachts-Rede

WASHINGTON, D.C., 1. Dezember 2017 (LifeSiteNews) — Präsident Trump hielt die folgende Rede beim Lichteranzünden des Nationalen Christbaums am Donnerstag, 30. November 2017:

***

Heute ist der Tag, auf den ich das ganze Jahr sehr gespannt gewartet habe. Es ist einer, von dem wir gehört haben und von dem wir sprechen und von dem wir träumen, und jetzt, als Präsident der Vereinigten Staaten, ist es mir eine große Ehre, endlich Amerika und der Welt ein fröhliches Weihnachtsfest zu wünschen.

Ich möchte allen danken, die hier vor dem Weißen Haus, dem schönen, schönen Weißen Haus, zusammengekommen sind, und allen, die von zu Hause aus zuschauen und die Beleuchtung dieses unglaublichen nationalen Weihnachtsbaums sehen.

Seit fast einem Jahrhundert, in guten wie in schlechten Zeiten, hat jeder Präsident an dieser wundervollen Tradition teilgenommen, die zuerst von Präsident Coolidge begonnen wurde. Aber ich wurde heute Abend informiert, dass das Wetter, das wir haben, das beste seit 25 Jahren ist. Tatsächlich sagte ich: „Ist es immer so?“ Und die Sekretärin sagte: „Das war lange nicht mehr so.“ Wir sind also sehr glücklich.

Schließlich unterzeichnete Präsident Ulysses S. Grant 1870 eine Gesetzgebung, die Weihnachten zu einem Bundesfeiertag machte. Und ich fühle irgendwie, dass wir das wieder tun. Das geschieht jetzt.

Seit den frühesten Tagen unserer Staaten haben die Amerikaner Weihnachten als eine Zeit des Gebetes und der Anbetung, der Dankbarkeit und des guten Willen, für Frieden und Erneuerung gekannt.

Melanie und ich sind am Beginn dieser sehr gesegneten Saison voller Freude. Wir sind begeistert, wenn wir an die Menschen in der ganzen Nation und auf dem ganzen Kontinent denken, deren Geist vom Weihnachtswunder erhoben wird.

Für Christen ist dies eine heilige Jahreszeit – die Feier der Geburt unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Die Weihnachtsgeschichte beginnt vor 2000 Jahren mit einer Mutter, einem Vater, ihrem kleinen Sohn und dem außergewöhnlichsten Geschenk unter allen, dem Geschenk der Liebe Gottes für die gesamte Menschheit.

Was auch immer unser Glaube ist, wir wissen, dass die Geburt Jesu Christi und die Geschichte dieses unglaublichen Lebens für immer den Lauf der menschlichen Geschichte verändert haben. Es gibt kaum einen Aspekt unseres Lebens heute, den sein Leben nicht berührt hat: Kunst, Musik, Kultur, Recht und unser Respekt für die heilige Würde jedes Menschen überall auf der Welt.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit erkennen wir, dass der wahre Geist von Weihnachten nicht das ist, was wir haben, sondern dass es darum geht, wer wir sind – ein jedes von uns ist ein Kind Gottes.

Das ist die wahre Quelle der Freude zu dieser Jahreszeit.

Das ist es, was jede Weihnacht ‚fröhlich‘ macht.

Und das ist es, woran wir uns bei der heutigen schönen Zeremonie erinnern, dass wir dazu berufen sind, einander zu dienen, einander zu lieben und nach Frieden in unseren Herzen und überall auf der Welt zu streben.

Und so danke ich heute Abend den Millionen von Amerikanern, die unser Leben erleuchten und unsere wunderbaren Gemeinschaften erhellen. Ich danke denen, die während dieser Zeit und während des ganzen Jahres den Bedürftigen dienen. Ich danke unseren Militärs und den Frauen, die auf der ganzen Welt stationiert sind und uns in Sicherheit beschützen.

Ich danke unseren Ordnungskräften, die unsere Straßen schützen und unsere Heimat sichern. Ich danke Amerikas Lehrern, Pastoren und all jenen, die uns so viel gelehrt haben, für ihre Führung in unseren Gemeinschaften und in unserer Gesellschaft.

Und besonders heute Abend danke ich Amerikas Familien. Zu Weihnachten werden wir mehr denn je daran erinnert, dass die Familie das Fundament des amerikanischen Lebens ist.

Und so bitten wir dieses Jahr zu Weihnachten um Gottes Segen für unsere Familien, für unsere Nation. Und wir beten, dass unser Land ein Ort sein möge, an dem jedes Kind ein Haus voller Liebe, eine Gemeinschaft voller Hoffnung und eine Nation voller Glauben kennt.

Im Namen von Melanie, Barron, all meinen Kindern, all meinen Enkeln – sie sind heute Abend bei uns – möchte ich Ihnen danken.

Gott segne Sie und Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika. Vielen Dank.

Frohe Weihnachten allen. Fröhliche Weihnachten. Ein glückliches neues Jahr. Vielen Dank.

_______

Quelle

Aus dem Englischen übersetzt von mir [POS]

POLEN: Herrsche über uns, Christus!

Herrsche über uns, Christus

Ehrwürdige Priester – ihr Hirten der Kirche Christi. Seit 1925 verehrt die Kirche in ihrer Liturgie Jesus Christus als den König des Weltalls. Der Ausdruck dessen waren die Praktiken, die in den Pfarreien wie auch in den Familien und im privaten Leben ausgeübt worden sind.

In den Schriften von der Dienerin Gottes, Rozalia Celakówna lesen wir: „Polen geht nicht verloren unter der Bedingung, dass es Christus als seinen König annimmt im wahrsten Sinne des Wortes; wenn es sich den Gesetzen Gottes unterordnen wird, dem Gebot Seiner Liebe.“ An anderer Stelle lesen wir: „Es wird eine schreckliche Katastrophe über die Welt kommen […]. Es werden nur diejenigen Länder überleben […], die Ihn als ihren König und Herrn anerkennen […]. Es gibt Rettung für Polen, wenn es Mich durch Inthronisation (vollkommen) als seinen König und Herrn anerkennt.

Diejenigen Länder und Nationen, die das nicht annehmen und sich der süßen Liebe Jesu nicht ergeben werden, werden von der Erdfläche verschwinden und nie wieder aufkommen“.

Damit es zur Inthronisation auf höchster Ebene kommen kann, muss man damit aber erst ganz unten anfangen, in den kleinsten Pfarreien. Wichtig ist es, dass an der Inthronisation die Geistlichen sowie die nicht geistlichen Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Kreise teilnehmen. Es gibt schon sehr viele Beispiele dafür, wie der Akt der Inthronisation durchgeführt werden soll. Langfristig soll der Akt mit der Anteilnahme der Kirche und der ganzen Nation durch ihre Vertreter vollzogen werden.

Die Inthronisation sollte sich nicht nur auf bestimmte religiöse Praktiken im Bereich einer Pfarrei oder Familie beschränken oder nur mit privater Verehrung verbunden sein, sondern sie sollte ein national – gesellschaftliche Dimension haben. Es geht hier natürlich nicht nur um eine Formalität. Papst Pius XII schreibt in seiner Enzyklika „Quas primas“: „Ihr werdet erst dann Gottes Segen erlangen, wenn Jesus, der Herr, über euch und eure Völker herrschen wird“.

Wir übergeben in eure Hände, ihr ehrwürdigen Priester, Vorschläge bezüglich der Vorbereitungen zu diesem Fest mit Gebeten und Hinweisen, wie der Akt der Inthronisation in einer Pfarrei vollzogen werden kann. Bei der Vorbereitung der Andacht wurden Gebete, Lieder und Textfragmente aus den Schriften der Dienerin Gottes, Rozalia Celakówna, verwendet. Die Vorschläge enthalten außerdem auch andere Texte, die mit der Tradition der Verehrung des Christkönigs verbunden sind, wie auch mit dem Werk der Inthronisation in Polen. Wir möchten sie auch gerne auf das Buch „Dienerin Gottes Rozalia Celakówna – ihr Leben und ihre Mission“ aufmerksam machen, wodurch Sie sich mit der Persönlichkeit der Dienerin Gottes und der Theologie, die in dem Akt der Inthronisation des Christkönigs besteht, was eine immense Wichtigkeit für die Rettung der Welt hat, vertraut machen können. Wir appellieren an die priesterlichen
Seelen, wir erinnern sie an ihre Verantwortung für die Kirche und die ganze Welt.

Pr. Ryszard Kubasiak
Diözesan Seelsorger
der Gebetsgemeinschaften der Inthronisation
des Christkönigs

 

Die Predigt des Fürsten
Kardinal Adam Stefan Sapieha

zum Fest des Christkönigs (Zeitschrift „Sonntagsglocke“ 1934)

Christus, unser Herr, wandte sich an den Glauben des Volkes, das Ihn als seinen König berufen wollte. Seine ganze Gestalt strahlte mit einer gewissen Majestät und drängte sich den Menschen unwiderstehlich auf, denn sogar Pilatus selbst fragte Ihn, als Er in Seiner tiefsten Demütigung vor ihm stand, ob Er der König sei. Und die Juden – spürten zwar dieselbe Majestät – riefen aber gegen alle eigenen tiefsten Wünsche, Wir haben keinen König, sondern Cesar!, womit sie sich vor ihrem feindlichen römischen Führer erniedrigten.

Indem die Menschheit durch all die neunzehn Jahrhunderte die Person Jesu Christi anschaute und betrachtete, fing sie an, den Kern des Königreichs Christi besser zu verstehen – das Königreich, das nicht von dieser Welt ist, sondern für diese Welt; und fing auch an, Christus, dem Herrn als Seine Untertanen die höchste Ehre zu erweisen, indem sie Ihn als Christus – den König bezeichnet.

Das Wort und die Bezeichnung Christus – der König, macht uns das Wesentliche unseres Heiligen Glaubens bewusst, nämlich, dass Christus der Gott ist, der Schöpfer, der Heiland des ganzen menschlichen Geschlechtes und deshalb führt uns diese Bezeichnung zum Verständnis unserer Verpflichtungen Christus gegenüber. In heutigen Zeiten kann Er mehr tun als je zuvor, man muss jedoch der Menschheit die allerhöchsten Gesetze und die Macht Christi wieder bewusst machen.

Wo immer man schaut, sieht man die Ungewissheit, Angst vor dem nächsten Tag. Mit Anstrengung und größter Mühe bleibt der innere Frieden erhalten. Die Menschheit benötigt den einzigen, standhaften Mittelpunkt des Rückhalts und eine Autorität. Niemand anderes als gerade wir, die Katholiken, sollten der Menschheit Ihn zeigen und sie zu den unendlichen Schätzen der Gnaden und des Glücks führen, die wir dank Christus – dem König – in Gott und Seiner Kirche finden; und wir – nicht jemand anders – sollten die Fahne Christi – des Königs – hochheben und zwar so hoch, dass sie die ganze Menschheit sehen kann und ihre Verpflichtungen Christus – dem König – gegenüber erkennen kann!

In dem Dienst für Christus – den König – sollten wir nicht vergessen, dass man zwei Herren nicht dienen kann – und wer nicht mit Christus ist, ist gegen Ihn; dass wir auf keine Kompromisse mit dem Bösen eingehen dürfen. Wir sollten daran denken, dass auch der Satan Christus (als Versuchung) die Macht über die Erde und alle Reiche des Erdkreises und ihre Herrlichkeit geben wollte, indem er sagte: Das alles gebe ich dir. Er fügte jedoch noch einen Kompromissvorschlag hinzu: – wenn du vor mir niederfällst. So viele Menschen handeln auf diese Weise: Sie sind bereit, sich sonntags vor Gott zu verneigen, und sonst verhalten sie sich so, als würden keine Göttliche Vorschriften gelten. Sie sind bereit, Christus als König zu bezeichnen, aber gleichzeitig strengen sie sich an, Ihn in den Mauern der Kirchen einzuschließen und allein auf religiöse Feiern zu begrenzen. Noch schlimmer, wir beobachten den Versuch des Verbindens der Ehre Christi mit dem Dienst an anderen Göttern, die die Menschen sich selbst erfinden. Satan stieß auf einen strengen Widerstand des Heilands, denn die Macht Christi steht über allem und hasst Kompromisse, die sie begrenzen oder irgend etwas unterordnen. Der selbe Jesus, der so viel Verständnis und Barmherzigkeit den Sündern gegenüber zeigte, wie stark hat Er Unehrlichkeit, Pharisäertum und Heuchelei verurteilt hat!

Wir leben heute in den Zeiten des Chaos und der Dunkelheit. Wie oft erfahren wir, dass man uns mit Gewalt verschiedene Gesinnungen aufdrängt, die wir oft anzunehmen gezwungen werden. Uns, den Katholiken, wird der blinde Glaube an die von Gott offenbarten Wahrheiten vorgeworfen, dabei verlangen dieselben Menschen den blinden Glauben an ihre menschlichen, oft falschen Ansichten und den Gehorsam, der durch Geschrei, Gewalt und Angst erzwungen wird. Das Bewusstsein, dass wir Christus – dem König – dienen, sollte uns den Mut geben, dass wir uns nicht beängstigen und nicht von unseren Überzeugungen abbringen lassen; unser Verhalten nicht ändern lassen. Das Reich Gottes leidet unter Gewalttätigkeit – also sollten wir die falschen Verführungen des Feindes mit Entschlossenheit ablehnen können.

Wenn Christus, unser Herr, der König ist, und wir seine Diener und Untertanen, so dürfen wir als Seine Diener nicht untätig bleiben und nur zuschauen, sondern wir müssen für Seine Macht und Seine Rechte arbeiten und kämpfen; Wir müssen in uns selbst das Himmlische Königreich vertiefen und uns bemühen, es auch um uns herum zu verbreiten; – das himmlische Königreich, dass der einzige Weg zum Glück der einzelnen Personen, Familien und aller Völker ist.

Das Hochfest Christkönig bringt uns gewiss auf viele Gedanken. Lasst uns sie abwägen und uns in Geduld wappnen, im Dienste Christi, den wir als unseren Herrn und König bezeichnen. Lasset uns Ihm die Ehre erweisen, die nur Ihm, dem einzigen Gott, zusteht! Lasset uns die Dankbarkeit für die Gnaden der Erlösung zeigen. Lasset uns Ihm dafür danken, dass Er uns gewürdigt hat, zu Seinem Reich – der Heiligen Kirche – zu gehören. Und vereint im Seinem Geist – als Antwort auf die Rufe der Gottlosen: Wir wollen nicht, dass er herrscht – lasset uns (nicht nur mit Worten, sondern auch durch das katholische Leben und unsere Taten) unaufhörlich rufen: „Herrsche über uns, Christus!“

Der Fürst Adam Stefan Sapieha – Krakauer Erzbischof

_______

Quelle

Lesen Sie dazu: