Ganzes Interview: Vatikan fördert Verrat am Evangelium


Bischof Athanasius Schneider über eine vom Vatikan unterstützte Initiative zur Förderung des „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“

Exklusivinterview mit Diane Montagna, LifeSiteNews am 26. August 2019, deutsche Übersetzung von Bischof Schneider autorisiert.

Exzellenz, war aus Ihrer Sicht die Klarstellung zum Abu Dhabi-Dokuments durch Papst Franziskus bei der Mittwoch Generalaudienz vom 3. April 2019 ausreichend? Und was denken Sie über seine Bemerkungen?

Bei der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019 sagte Papst Franziskus: „Warum lässt Gott viele Religionen zu? Gott wollte das zulassen: Scholastische Theologen sprachen von Gottes zulassendem Willen (voluntas permissiva). Er wollte diese Realität zulassen: Es gibt viele Religionen“.

Der Papst bezog sich hier leider nicht auf den objektiv falschen Satz aus dem Abu Dhabi-Dokument, der besagt: „Der Pluralismus und die Vielfalt der Religionen, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Rasse und der Sprache werden von Gott in seiner Weisheit gewollt.“ Dieser Satz ist in sich selbst falsch und widerspricht der Göttlichen Offenbarung, weil Gott uns geoffenbart hat, dass Er keine verschiedenen Religionen will, sondern nur die eine Religion, die er im ersten Gebot des Dekalogs befohlen hat: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Sklaverei. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein geschnitztes Bild oder eine Abbildung von irgendetwas machen, das sich im Himmel oder auf der Erde oder im Wasser oder unter der Erde befindet. Du sollst dich nicht vor ihnen verneigen und ihnen nicht dienen“ (Ex. 20, 2-5).

Unser Herr Jesus Christus bestätigte die beständige Gültigkeit dieses Gebotes und sagte: „Es steht geschrieben:“ Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und Ihm allein dienen“ (Mt. 4,10). Die Worte „Herr“ und „Gott“, ausgedrückt im ersten Gebot, bedeuten die Allerheiligste Dreifaltigkeit, die der eine Herr und der eine Gott ist.

Was Gott also positiv will, ist, dass alle Menschen nur Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, den einen Herrn und Gott, verehren und anbeten sollen. Der Katechismus der katholischen Kirche lehrt: „Weil die zehn Gebote die Grundpflichten des Menschen gegenüber Gott und dem Nächsten zum Ausdruck bringen, sind sie ihrem Wesen nach schwerwiegende Verpflichtungen. Sie sind unveränderlich, sie gelten immer und überall. Niemand kann von ihnen dispensieren“ (Nr. 2072).

Die vorgenannten Äußerungen von Papst Franziskus bei der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019 sind ein kleiner Schritt in Richtung einer Klärung der falschen Formulierung im Dokument von Abu Dhabi. Dennoch bleiben sie unzureichend, weil sie sich nicht direkt auf das Dokument beziehen und weil der Durchschnittskatholik und fast alle Nichtkatholiken die Bedeutung des theologisch technischen Ausdrucks „zulassender Wille Gottes“ weder kennen noch verstehen.

Aus pastoraler Sicht ist es höchst unverantwortlich, die Gläubigen der gesamten Kirche in der Unsicherheit zu lassen in einer so entscheidenden Frage wie der Gültigkeit des ersten Gebotes des Dekalogs und der göttlichen Verpflichtung aller Menschen, aus freiem Willen an Jesus Christus als den einzigen Retter der Menschheit zu glauben und Ihn anzubeten. Als Gott allen Menschen befahl: „Dies ist Mein geliebter Sohn, an Dem Ich Mein Wohlgefallen habe. Hört auf ihn! “(Mt. 17, 5), und wenn Gott infolgedessen in Seinem Gericht „Vergeltung an denen üben wird, die nicht dem Evangelium unseres Herrn Jesus gehorchen “(2 Thess. 1, 8), wie kann Er dann gleichzeitig die Vielfalt der Religionen positiv wollen? Die geoffenbarten eindeutigen Worte Gottes sind mit der Formulierung im Abu Dhabi-Dokument unvereinbar. Das Gegenteil zu behaupten würde der Quadratur des Kreises gleichen oder die Annahme der Denkweise des Gnostizismus oder Hegelianismus bedeuten.

Man kann die Theorie, dass die Verschiedenartigkeit der Religionen von Gott positiv gewollt sei, nicht dadurch rechtfertigen, dass man hierfür die Wahrheit des Glaubensdepositums vom freien Willen als Geschenk Gottes, des Schöpfers, anführt. Gott hat dem Menschen den freien Willen geschenkt, damit er allein Gott, und zwar den Dreieinigen Gott anbetet. Gott hat dem Menschen den freien Willen nicht dazu gegeben, um Götzen anzubeten oder seinen Menschgewordenen Sohn Jesus Christus zu verleugnen oder zu lästern, Der sagte: „Wer nicht glaubt, wird schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat“ (Joh. 3,18).

Hatten Sie nach Ihrem Austausch mit Papst Franziskus am 1. März während des Ad-limina-Besuchs in Rom weitere Gespräche mit ihm bezüglich Ihrer Bedenken? Wenn ja, war es vor oder nach der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019?

Während der Audienz am 1. März 2019 anlässlich des Ad-limina-Besuchs sprach ich in Anwesenheit der Bischöfe unserer Gruppe mit folgenden Worten zu Papst Franziskus:

„Heiligster Vater, in der Gegenwart Gottes flehe ich Sie im Namen Jesu Christi, der uns richten wird, an, dass Sie jene Aussage des interreligiösen Dokuments von Abu Dhabi zurücknehmen, die die Einzigartigkeit des Glaubens an Jesus Christus relativiert. Andernfalls wird die Kirche in unserer Zeit nicht gemäß der Wahrheit des Evangeliums wandeln, wie der Apostel Paulus es Petrus in Antiochia sagte (vgl. Gal. 2,14)“.

Der Heilige Vater antwortete sofort und sagte, man müsse die Redewendung im Abu Dhabi-Dokument über die Verschiedenartigkeit der Religionen im Sinne des „zulassenden Willens Gottes“ erklären. Darauf wand ich ein: „Da diese Redewendung die Gegenstände des weisen Willens Gottes unterschiedslos aufzählt, indem sie sie logisch alle auf die gleiche Stufe stellt, muss dann die Verschiedenheit des männlichen und weiblichen Geschlechts von Gott ebenfalls mit seinem zulassenden Willen gewollt sein, was aber bedeuten würde, dass Er diese Verschiedenheit tolerieren würde, so wie Er die Verschiedenheit der Religionen tolerieren würde“.

Papst Franziskus gab dann zu, dass der Satz missverstanden werden könnte und sagte: „Aber Sie können den Menschen sagen, dass die Verschiedenheit der Religionen dem zulassenden Willen Gottes entspricht.“ Darauf antwortete ich: „Heiliger Vater, sagen Sie das bitte der ganzen Kirche“. Ich habe meine mündliche Bitte beim Papst auch schriftlich hinterlassen.

Papst Franziskus antwortete mir freundlicherweise mit einem Brief vom 5. März 2019, in dem er seine Worte aus der Audienz vom 1. März 2019 wiederholte. Er sagte, dass man den betreffenden Satz verstehen muss, indem man dabei den Grundsatz des zulassenden Willens Gottes anwendet. Er fügte hinzu, dass das Dokument von Abu Dhabi nicht die Absicht habe, den Willen Gottes bei der Erschaffung der Verschiedenheit von in Farbe und Geschlecht, mit der Verschiedenheit der Religionen gleichzusetzen.

Mit einem Brief vom 25. März 2019 beantwortete ich den Brief von Papst Franziskus vom 5. März 2019, indem ich ihm für seine Freundlichkeit dankte, dabei bat ich ihn mit brüderlichem Freimut, dass er entweder persönlich oder durch ein Dikasterium des Heiligen Stuhls eine erklärenden Note veröffentlichen möge, in welcher er den Inhalt dessen wiederholte möge, was er bei der Audienz vom 1. März 2019 und in seinem Brief vom 5. März 2019 sagte. Ich fügte noch hinzu: „Durch die Veröffentlichung solcher Worte wird Eure Heiligkeit die günstige und gesegnete Gelegenheit haben, in einer schwierigen geschichtlichen Zeit der Menschheit und der Kirche, Christus, den Sohn Gottes, zu bekennen“.

Ich muss auch sagen, dass Papst Franziskus mir dann noch eine vom 7. April 2019 datierte Karte geschickt hat. Dieser fügte er eine Kopie seiner Ansprache von der Mittwoch-Generalaudienz vom 3. April 2019 bei und unterstrich dabei den Abschnitt über den zulassenden Willen Gottes. Natürlich danke ich dem Heiligen Vater für diese freundliche Aufmerksamkeit.

Das „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ wurde weder offiziell verbessert noch berichtigt, und dennoch wurde ein «Hohes Komitee» zur Verwirklichung der im Dokument enthaltenen Ziele eingesetzt. Am Montag, dem 26. August 2019, veröffentlichte das Presseamt des Heiligen Stuhls eine Erklärung, in der berichtet wurde, dass Papst Franziskus erfreut war, von der Bildung eines „Hohen Komitees“ zur Erreichung der in dem Dokument enthaltenen Ziele zu erfahren. In seiner Erklärung sagte Papst Franziskus: „Obwohl es traurig und schlecht ist, dass in den Nachrichten oft von Hass und Spaltung berichtet wird, wächst dennoch ein verborgenes Meer von Güte, das uns auf Dialog, gegenseitiges Wissen und die Möglichkeit des Aufbaus einer Welt der Brüderlichkeit und des Friedens zusammen mit den Anhängern anderer Religionen und allen Männern und Frauen guten Willens hoffen lässt“. Exzellenz, wie ernst ist dieses Problem?

Das Problem ist von äußerster Ernsthaftigkeit, denn unter der rhetorisch schönen und intellektuell verführerischen Formulierung „Menschliche Brüderlichkeit“ fördern heute Kirchenmänner tatsächlich die Vernachlässigung des ersten Gebotes des Dekalogs und den Verrat am Kern des Evangeliums. So edel solche Ziele wie „menschliche Brüderlichkeit“ und „Weltfrieden“ auch sein mögen, sie können nicht auf Kosten der Relativierung der Wahrheit der Einzigartigkeit Jesu Christi und seiner Kirche und der Untergrabung des ersten Gebotes des Dekalogs gefördert werden.

Das Abu Dhabi-Dokument über „die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ und das mit seiner Umsetzung beauftragte „Hohe Komitee“ ähneln einer schön dekorierten Torte, die einen Schadstoff enthält. Fast unbemerkt wird das dann früher oder später das körpereigene Immunsystem schwächen.

Die Einrichtung des oben genannten „Hohen Komitees “, das unter anderem die Umsetzung des angeblich göttlich gewollten Grundsatzes der „Verschiedenheit der Religionen“ auf allen Ebenen zum Auftrag hat, lähmt die kirchliche Mission ad gentes. Es erstickt ihren brennenden Eifer, alle Menschen zu evangelisieren – natürlich mit Liebe und Respekt. Es hinterlässt den Eindruck, als ob die Kirche von heute sagen würde: „Ich schäme mich des Evangeliums“; „Ich schäme mich zu evangelisieren“; „Ich schäme mich, allen, die noch nicht an Christus glauben, das Licht des Evangeliums zu bringen.“ Dies ist das Gegenteil von dem, was der Apostel Paulus zu den Heiden sagte. Stattdessen erklärte er: „Ich schäme mich nicht des Evangeliums“ (Röm. 1,16) und „Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige!“ (1 Kor. 9,16).

Das Abu Dhabi-Dokument und die Ziele des „Hohen Komitees“ schwächen auch erheblich eine der wesentlichen Eigenschaften und Aufgaben der Kirche, d. h. missionarisch zu sein und sich in erster Linie um die ewige Errettung der Menschen zu kümmern. Es reduziert die Hauptbestrebungen der Menschheit auf die zeitlichen und immanenten Werte von Brüderlichkeit, Frieden und Zusammenleben. In der Tat sind Friedensversuche zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht im Namen Jesu Christi vorgeschlagen werden. Diese Wahrheit erinnert prophetisch an Papst Pius XI., der sagte, dass die Hauptursachen für die Schwierigkeiten, unter denen die Menschheit heute leidet, „in der Tatsache liegen, dass die Mehrheit der Menschen Jesus Christus und sein heiliges Gesetz aus ihrem Leben verbannt hatte; dass Jesus Christus weder in privaten Angelegenheiten noch in der Politik einen Platz hat“. Pius XI. fuhr fort:„ Solange sich Einzelpersonen und Staaten weigern, sich der Herrschaft unseres Erlösers zu unterwerfen, wird es keine wirklich hoffnungsvolle Aussicht auf einen dauerhaften Frieden unter Völkern geben“ (Enzyklika Quas Primas, 1). Derselbe Papst lehrte, dass Katholiken „ein großer Faktor für die Herbeiführung des Weltfriedens werden, weil sie für die Wiederherstellung und Verbreitung des Reiches Christi eintreten“ (Enzyklika Ubi arcano, 58).

Ein Friede, der eine innerweltliche und rein menschliche Realität ist, wird scheitern. Denn nach Pius XI. „nährt sich der Friede Christi nicht von den Dingen der Erde, sondern von denen des Himmels. Es kann auch nicht anders sein, denn Jesus Christus hat der Welt die Existenz geistiger Werte offenbart und für sie die gebührende Wertschätzung erlangt. Er hat gesagt: „Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt und dabei seiner eigenen Seele schadet?“ (Mt. 16,26). Er gab uns auch eine göttliche Lehre über den Mut und die Beständigkeit: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Körper töten, die Seele aber nicht töten können; sondern fürchtet euch vor Dem, Der sowohl die Seele als auch den Körper in die Hölle stürzen kann“ (Mt. 10,28; Luk. 12,14)“ (Enzyklika Ubi arcano, 36).

Gott schuf die Menschen für den Himmel. Gott schuf alle Menschen, um Jesus Christus zu erkennen, übernatürliches Leben in Ihm zu haben und das ewige Leben zu erlangen. Alle Menschen zu Jesus Christus und zum ewigen Leben zu führen, ist daher die wichtigste Sendung der Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil hat uns eine treffende und schöne Erklärung dieser Mission gegeben: „Der Grund dieser missionarischen Tätigkeit ergibt sich aus dem Plan Gottes, der “will, dass alle Menschen heil werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Denn es ist nur ein Gott und nur ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle hingegeben hat” (1 Tim. 2,4-6), “und in keinem andern ist Heil” (Apg. 4,12). So ist es nötig, dass sich alle zu ihm, der durch die Verkündigung der Kirche erkannt wird, bekehren sowie ihm und seinem Leib, der Kirche, durch die Taufe eingegliedert werden. Christus selbst hat nämlich “mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont und damit zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Tür eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten” (Vgl. II. Vat. Konzil, Dogm. Konst. über die Kirche Lumen Gentium, 14). Wenngleich Gott Menschen, die das Evangelium ohne ihre Schuld nicht kennen, auf Wegen, die er weiß, zum Glauben führen kann, ohne den es unmöglich ist, ihm zu gefallen (vgl. Hebr. 11,6), so liegt also doch auf der Kirche die Notwendigkeit (vgl. 1 Kor 9,16) und zugleich das heilige Recht der Evangeliumsverkündigung. Deshalb behält heute und immer die missionarische Tätigkeit ihre ungeschmälerte Bedeutung und Notwendigkeit“ (Ad Gentes, 7).

Ich möchte diese letzten Worte betonen: „Die missionarische Tätigkeit der Kirche von heute behält ihre Notwendigkeit!“

Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

In seiner Mittwoch-Generalaudienz vom dem 3. April 2019 sagte Papst Franziskus noch Folgendes zur Vielfalt der Religionen: „Es gibt viele Religionen. Einige sind aus der Kultur geboren, aber sie schauen immer in den Himmel; Sie sehen zu Gott. “

Diese Worte widersprechen in gewisser Weise der folgenden lichtvollen und klaren Aussage von Papst Paul VI.: „Unsere christliche Religion stellt tatsächlich eine echte und lebendige Verbindung mit Gott her, was den übrigen Religionen nicht gelingt, auch wenn sie sozusagen ihre Arme zum Himmel ausstrecken“ (Enzyklika Evangelii Nuntiandi, 52). Wie aktuell sind auch die Worte von Papst Leo XIII.: “Die Auffassung, dass alle Religionen gleich sind, hat den Ruin aller Religionsformen und insbesondere der katholischen Religion zur Folge, die, da sie die einzige wahre ist, nicht ohne große Ungerechtigkeit als bloß gleichwertig mit anderen Religionen angesehen werden kann” (Enzyklika Humanum genus, 16).

Treffend sind auch die folgenden Worte von Papst Paul VI.: „Am Ende der großen Versammlung im Oktober hörten Wir zu Unserer Freude und Unserem Trost das klare Wort: „Wir wollen erneut bekräftigen, dass die Aufgabe, allen Menschen die Frohbotschaft zu verkündigen, die wesentliche Sendung der Kirche ist“, eine Aufgabe und Sendung, die die umfassenden und tiefgreifenden Veränderungen der augenblicklichen Gesellschaft nur noch dringender machen. Evangelisieren ist in der Tat die Gnade und eigentliche Berufung der Kirche, ihre tiefste Identität. Sie ist da, um zu evangelisieren, d.h. um zu predigen und zu unterweisen, Mittlerin des Geschenkes der Gnade zu sein, die Sünder mit Gott zu versöhnen, das Opfer Christi in der heiligen Messe immer gegenwärtig zu setzen, welche die Gedächtnisfeier seines Todes und seiner glorreichen Auferstehung ist“ (Enzyklika Evangelii Nuntiandi, 14).

Deshalb lehrt auch der Katechismus der katholischen Kirche: “Das letzte Ziel der Mission ist es, die Menschen an der Gemeinschaft teilhaben zu lassen, die zwischen dem Vater und dem Sohn im Geist der Liebe besteht” (Nr. 850).

Durch eine direkte oder indirekte Anerkennung der Gleichheit aller Religionen mittels der Verbreitung und Umsetzung des Dokuments von Abu Dhabi (vom 4. Februar 2019) ohne seine falsche Behauptung über die Vielfalt der Religionen zu korrigieren, verraten heute Kirchenmänner nicht nur Jesus Christus als den einzigen Retter der Menschheit und die Notwendigkeit seiner Kirche für das ewige Heil, sondern begehen auch eine große Ungerechtigkeit und eine Sünde gegen die Nächstenliebe. Im Jahre 1542 schrieb der heilige Franz Xaver aus Indien an seinen geistlichen Vater, den heiligen Ignatius von Loyola: „Viele Menschen an diesen Orten sind keine Christen, nur weil es niemanden gibt, der sie so macht. Oft habe ich den Wunsch, zu den Universitäten Europas zu reisen, besonders nach Paris, und von überall her wie ein Verrückter zu rufen, um diejenigen, die mehr Wissen als Nächstenliebe haben, mit diesen Worten anzutreiben: „Wie viele Seelen sind aufgrund eurer Trägheit des Himmels beraubt und enden in der Hölle!“.

Mögen diese flammenden Worte des himmlischen Patrons der Missionen und des ersten großen Jesuitenmissionars den Verstand und das Herz aller Katholiken und insbesondere des ersten Jesuitenpapstes berühren, damit er mit evangelischem und apostolischem Mut die m Abu Dhabi-Dokument enthaltene falsche Aussage über die Vielfalt der Religionen widerrufe. Durch eine solche Tat könnte er die Freundschaft und die Wertschätzung der Mächtigen dieser Welt verlieren, aber sicherlich nicht die Freundschaft und die Wertschätzung Jesu Christi, eingedenk Seiner Worten: „Jeden, der mich vor den Menschen bekennen wird, werde Ich auch vor meinem himmlischen Vater bekennen“(Mt. 10,32).

26. August 2019

+ Athanasius Schneider

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Quelle

Vatikan: Erste Früchte des Geschwisterlichkeits-Dokuments

Ayuso Guixot (links) mit dem Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Al Maktoum

Dass die Vereinigten Arabischen Emirate ein Hohes Komitee gegründet haben, das die Umsetzung eines vom Papst mit unterzeichneten christlich-muslimischen Grundlagendokument vorantreiben soll, findet dieser Tage viel Lob. Franziskus begrüßt die Initiative ebenso wie der ägyptische Großimam Al-Tayyeb; mit ihm zusammen hatte der Papst im Februar in den Emiraten seine Unterschrift unter das „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen“ gesetzt. Im Hohen Komitee sitzt auch ein Vatikanvertreter: der spanische Kurienbischof Miguel Ángel Ayuso Guixot, Präsident des päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog. Er sagte uns: Der Hauptfeind des interreligiösen Dialogs ist die Angst.

Vatican News: Etwas mehr als sechs Monate nach der Unterzeichnung des „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen“ in Abu Dhabi wurde für dessen Umsetzung ein Hohes Komitee eingesetzt, dessen Arbeit vom Heiligen Vater befürwortet wird. Welche Bedeutung hat diese neue Initiative für den Dialog zwischen Christen und Muslimen?

Ayuso: Wie bereits von verschiedenen Medien zum Ausdruck gebracht wurde, ist die Einrichtung dieses Komitees ein bedeutender Akt. Es geht in der Tat darum, die im Dokument über die Geschwisterlichkeit unter den Menschen enthaltenen Ideale zu fördern. Schließlich handelt es sich um eine Erklärung des gemeinsamen Engagements für den Frieden in der Welt, um sicherzustellen, dass zukünftige Generationen in einem Klima des gegenseitigen Respekts und des gesunden Zusammenlebens leben können. Das ist ein sehr edles Ziel! Ich bin dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Seiner Hoheit Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, dankbar, dass er sich für Initiativen einsetzt, die die Umsetzung der Ziele des Abu Dhabi-Dokuments leichter machen. Ich bin auch Papst Franziskus und dem Großimam von Al-Azhar dankbar, dass sie mit ihren Worten und ihrem Zeugnis das möglich gemacht haben, was der Kronprinz bei der Vorstellung dieses Hohen Komitees gesagt hat.

Hier eine Zusammenfassung des Interviews zum Hören:

Vatican News: Sie haben den Papst auf seiner Apostolischen Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate begleitet, am „Dokument über die menschliche Brüderlichkeit“ mitgearbeitet. Was beeindruckt Sie an dem Wunsch des Heiligen Vaters nach Dialog am meisten?

Ayuso: Zunächst möchte ich mich für sein unermüdliches Engagement zur Förderung des Dialogs bedanken. In Kontinuität mit den Päpsten, die ihm vorausgegangen sind, hört Papst Franziskus mit seinem Dialog des Respekts und der Freundschaft, mit Worten und Taten nie auf, die Welt und alle Menschen guten Willens zu ermahnen, drei Dinge zu fördern: Geschwisterlichkeit, Frieden und Koexistenz. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese drei Elemente unerlässlich sind, wenn wir die Wunden unserer Welt wirklich heilen wollen. Sie sind das ABC unserer Zukunft. Viele haben an dem Projekt der Erklärung mitgewirkt, das meiner Meinung nach, wie Papst Franziskus sagen würde, an das Bild eines Polyeders erinnert. Ich betrachte es in der Tat in seinen vielen Aspekten als ein inklusives Dokument.

Vatican News: Der Heilige Vater und der Großimam von Al-Azhar haben die Einrichtung des Hohen Komitees gelobt, dem auch Sie angehören. Welche Aktivitäten wird dieses Komitee durchführen, was sind seine Erwartungen?

Ayuso: Gestatten Sie mir, als Präsident des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog meine persönliche Freude und Dankbarkeit über das Lob unseres Bruders, des Großimams von Al-Azhar, und des Heiligen Vaters, zum Ausdruck zu bringen. Im Moment kann ich zu den Aktivitäten nicht mehr sagen, als das, was bereits bei der Vorstellung zur Einsetzung des Komitees gesagt worden ist. Erwartungen habe ich aber viele – denn sobald ein Prozess begonnen hat, müssen wir nach Möglichkeiten suchen, um auf nationaler und internationaler Ebene viele internationale Gremien, soziale, religiöse, akademische und politische Führungskräfte, die vor allem junge Menschen ansprechen wollen, von der Basis nach oben und umgekehrt einzubeziehen.

Vatican News: In diesen Tagen diskutieren junge Muslime und Christen in Taizé über die Erklärung von Abu Dhabi. Wie können diese Initiativen „von der Basis aus“, also über den Dialog zwischen religiösen Führern hinausgehend, gefördert werden?

Ayuso: Es ist eine schöne Initiative, die sich in die Reihe der zahlreichen, bereits umgesetzten Initiativen einfügt und die zeigt, dass die Erklärung von Abu Dhabi sowohl vom Papst als auch vom Großimam als gemeinsame Verpflichtung unterzeichnet wurde. Die Veranstaltung in Taizé ist eine Bildungsinitiative für junge Menschen, aber wir müssen auch über die Ausbildung von Erziehern und Religionsführern nachdenken, damit die Zukunft, wie schon beim letzten Treffen in Rimini zum Ausdruck gebracht wurde, eine religiöse Zukunft sein kann.

Vatican News: Der Heilige Vater hat bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug aus Abu Dhabi betont, dass diese Erklärung an Schulen und Universitäten studiert werden müsse. Wie weit ist dieser von Papst Franziskus vorgezeichnete Weg gediehen?

Ayuso: Wir sind dankbar für diesen guten Start, der bereits auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Regionen der Welt erfolgt ist. Ich erwähne hier keine Namen von Schulen oder Universitäten, um niemanden auszulassen – aber ich kann sagen: Wir sind auf dem richtigen Weg! Sicherlich bin ich davon überzeugt, dass wir durch das neu geschaffene Hohe Komitee die Verantwortlichen für Bildung und Wissenschaft weiter ermutigen können, auch durch die für die Bildung zuständigen offiziellen Strukturen, damit die Erklärung auf eine besser begründete Weise den Kern des Studiums und der Reflexion und des Austauschs an Schulen und Universitäten erreicht. Die Aussicht, sich selbst und einander in einer Kultur der Begegnung, Geschwisterlichkeit und des Friedens zu bilden, bringt zwangsläufig den Wunsch mit sich, in diesem Sinne auch die prägenden akademischen Wege in Schulen, Bildungseinrichtungen und Universitäten zu überprüfen. Ein erster konkreter Schritt wird darin bestehen, das „Dokument über die Geschwisterlichkeit“ zu studieren, zu reflektieren und zu verbreiten, wie es der Heilige Vater von uns verlangt hat. Ich möchte auch hinzufügen, dass der Papst in seiner Rede an der Theologischen Fakultät Süditaliens im vergangenen Juni in Neapel genaue Hinweise gegeben hat, wie eine „dialogorientierte Theologie“ aussehen kann. Ich bin mir sicher, dass das, was der Heilige Vater zum Ausdruck gebracht hat, auch die Möglichkeit bieten wird, das Dokument von Abu Dhabi zu vertiefen und zu verbreiten.

Vatican News: In einigen katholischen Kreisen wird behauptet, dass die Erklärung von Abu Dhabi, die den Dialog sucht, Gefahr laufe, in den Synkretismus zu verfallen. Wie kommentieren Sie diese Kritik?

Ayuso: Ich respektiere die Meinungen derjenigen, die glauben, dass die Erklärung von Abu Dhabi auch in gutem Glauben in Synkretismus oder Relativismus verfallen könnte. Ich glaube, dass die Angst der Hauptfeind des interreligiösen Dialogs ist. Die katholische Kirche erinnert an den Wert ihrer eigenen Identität, den Mut zur Andersartigkeit und die Aufrichtigkeit der Absichten. Es geht nicht darum, einen „Schmelztiegel“ zu schaffen, in dem alle Religionen als gleichwertig angesehen werden, sondern dass alle Gläubigen, die Gott suchen und alle Menschen guten Willens ohne Religionszugehörigkeit, die gleiche Würde haben. Wir müssen uns daher dafür einsetzen, dass Gott, der uns geschaffen hat, kein Grund zur Spaltung, sondern zur Einheit ist. Öffnen wir uns dem Abenteuer, Begleiter auf dem Weg jedes Menschen auf dem Weg zur Wahrheit zu werden. Die eigene Identität im „Mut zur Andersartigkeit“ zu leben, ist die Schwelle, die die Kirche von Papst Franziskus heute zu überschreiten bittet. Nur so kann die Treue zu Gott, in Jesus, zu einer neuen Geschichte werden, zum Aufbau einer Zivilisation des Bundes, die den Reichtum der Unterschiede im Frieden und im Austausch von Gaben umfasst. Der Pluralismus, nicht nur der religiöse, unserer Gesellschaften ist eine Realität, die uns einlädt, über unsere Identität nachzudenken, ohne die es keinen echten interreligiösen Dialog gibt.

Vatican News: In wenigen Tagen wird der achtzehnte Jahrestag der Anschläge vom 11. September begangen. Ein tragisches Ereignis, das die Thesen der Verfechter des „Zusammenstoßes der Kulturen“ nährte. Kann die Erklärung von Abu Dhabi hier als Gegenmittel fungieren?

Ayuso: Ich denke, dass die Erklärung von Abu Dhabi ein weltweiter Appell an die „Zivilisation der Liebe“ ist, die sich gegen diejenigen richtet, die einen Kampf der Zivilisationen wollen! Gebet, Dialog, Respekt und Solidarität sind die einzigen siegreichen Waffen gegen Terrorismus, Fundamentalismus und alle Arten von Krieg und Gewalt. Und sie sind Waffen, die Teil des geistigen Arsenals aller Religionen sind. Frieden ist ein kostbares Gut, ein Streben, das im Herzen jedes Menschen, ob Gläubiger oder Ungläubiger, wohnt und das jedes menschliche Handeln inspirieren sollte. Papst Franziskus sagte in seiner Rede auf der „Global Conference of Human Fraternity“ in Abu Dhabi, dass es keine Alternative gebe: Entweder wir bauen die Zukunft gemeinsam auf, oder es wird keine Zukunft geben. Vor allem Religionen können nicht auf die dringende Aufgabe verzichten, Brücken zwischen Völkern und Kulturen zu bauen. Es ist an der Zeit, dass die Religionen sich aktiver, mutiger und mutiger, ohne Ausflüchte, dafür einsetzen, dass die Menschheitsfamilie die Fähigkeit zur Versöhnung, die Vision der Hoffnung und die konkreten Wege des Friedens reifen lässt.

Vatican News: Das Komitee ist, wie die Erklärung, aus dem islamisch-christlichen Dialog hervorgegangen. Ist es möglich, an eine „Erweiterung“ der Initiative auch auf andere Religionen zu denken?

Ayuso: Die Erklärung geht auf den islamisch-christlichen Dialog im Rahmen einer globalen Konferenz über die Geschwisterlichkeit aller Menschen zurück. Und in diesem globalen Kontext wird die Botschaft der Erklärung weltweit als „neues“ Fenster geöffnet, das sich aus dem Geist von Assisi ergibt. Folglich ist diese universelle Botschaft der Geschwisterlichkeit, des Friedens und des gemeinsamen Zusammenlebens über das Wer, Wo und Wann hinaus integrativ und teilbar für alle Gläubigen aller Religionen, zusammen mit allen Menschen guten Willens. So werde ich beispielsweise im September nächsten Jahres in Madrid an dem von der Erzdiözese Madrid und der Gemeinschaft Sant’Egidio organisierten internationalen Treffen von Männern und Religionen sowie an einer Diskussionsrunde zum Thema menschliche Geschwisterlichkeit mit Vertretern verschiedener Religionen teilnehmen. Die monotheistischen Religionen müssen zusammen mit allen anderen daran arbeiten, dass das, was von Papst Franziskus und dem Großimam unterzeichnet wurde, von allen zum Wohle der Menschheit verbreitet und gelebt wird. In diesem Sinn wird das neue Komitee ein wertvolles Instrument sein. Ich möchte mich nochmals persönlich für die positive Bewertung bedanken, die unser Bruder, der Großimam von al-Azhar, den Medien gegenüber abgegeben hat und der ich mich im Namen des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog als dessen Präsident anschließe.

Das Interview führte Alessandro Gisotti.

(vatican news)

G-O-T-T– I-S-T– K-A-T-H-O-L-I-S-C-H–!

JESUS CHRISTUS ist nicht jüdisch; Er ist nicht islamisch; Er ist christlich, und zwar katholisch, römisch-katholisch. Er ist also auch nicht „orthodox“ (nicht griechisch-orthodox und nicht russisch-orthodox, nicht byzantinisch-orthodox, nicht koptisch-orthodox) soweit sich „orthodox“ von römisch-katholisch abgrenzt. Er ist nicht Waldenser, nicht Hussit; Er ist nicht „evangelisch“, nicht „anglikanisch“, also nicht lutheranisch, nicht zwinglianisch, nicht calvinistisch, nicht methodistisch, nicht bresbyteranisch; Er ist nicht Quäker und nicht Mormon und nicht Zeuge Jehovas; Er ist KATHOLISCH; Er ist der ALLE WAHRHEIT UMFASSENDE UND ALLEN IRRTUM AUSSCHLIESSENDE.

JESUS CHRISTUS ist der Begründer, der Stifter der EINEN, HEILIGEN, KATHOLISCHEN UND APOSTOLISCHEN Kirche. Der von IHM gesandte HEILIGE GEIST ist der Baumeister, der Vollender und Bewahrer dieser mit der Fülle der Heilsmittel ausgestatteten heiligen Kirche und Kirche der Heiligen. CHRISTUS identifiziert sich ganz nur mit ihr. Jede andere Vereinigung hat bedeutende, „ans Lebendige gehende“ Mängel. Nur die (römisch-)katholische Kirche als „streitende Kirche“ auf Erden ist organisch verbunden mit der „triumphierenden Kirche“ im Himmel und der „leidenden Kirche“ der noch nicht vollends geläuterten Verstorbenen des Purgatoriums. Nur sie, die Kirche, die seit Jesus Christus immer (fort-)bestand, mit ihrer vom göttlichen Gründer eingesetzten Hierarchie, den geweihten Amtsträgern: dem Papst, den Bischöfen, den Priestern, und mit ihren vollzähligen Sakramenten: Taufe, Bußsakrament, Eucharistie, Firmung, Ehe, Sakrament der Weihe, Krankensalbung, mit ihren Werken, den Orden und Formen des geweihten Lebens, nur sie bildet das Reich Gottes auf Erden und im Himmel.

Ja, auch in der Ewigkeit, im Himmel, ist die Gemeinschaft der Heiligen römisch-katholisch und apostolisch CHRISTLICH. Denn „ALLES, was Du (Petrus – Papst) auf Erden binden/lösen wirst, wird auch IM HIMMEL gebunden/gelöst sein.“ Nur die katholische Kirche hat alles und tut alles, was GOTT will. Sie allein hat die volle, unverkürzte, unverfälschte LEHRE des HERRN. Sie allein hat die vor GOTT gültige und damit heilswirksame Form und Materie der Sakramente. Sie allein hat die von GOTT gewollte vollkommene Sittenlehre. Sie allein hat die echte Heiligenverehrung und damit die besondere Verehrung der Heiligsten Jungfrau und Mutter des GOTT-MENSCHEN MARIA. Sie allein ehrt und sorgt auch für die Verstorbenen, die noch nicht vollendet sind. In ihr allein wohnt der Himmel mit der göttlichen Dreifaltigkeit, mit allen Engeln und Heiligen. JESUS CHRISTUS, der GOTT-MENSCH, ist das ZENTRUM, das HERZ, das ALLERHEILIGSTE der KIRCHE und des HIMMELS.

Darum: wer gerettet werden will, trete ein in die katholische Kirche, lasse sich taufen im Namen des VATERS und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES, lasse sich unterrichten in ihrer himmlischen Lehre und richte sein Leben gemäß derselben ein; denn JESUS CHRISTUS, der KATHOLISCHE, ist der WEG, die WAHRHEIT und das (EWIGE) LEBEN!

UND WEIL JESUS CHRISTUS KATHOLISCH IST FÜR ALLE EWIGKEIT, UND WEIL CHRISTUS GOTT IST, IST GOTT, – IST DIE 3-PERSÖNLICHE GOTTHEIT – KATHOLISCH!

Paul Otto Schenker

Papst Benedikt XVI. [2009]: Das Miteinander der Religionen

Gemäß Papst Benedikt XVI. [ZG09051213 – 12.05.2009] „hören die Gläubigen der großen monotheistischen Traditionen (also die Juden und die Christen und die Muslime) – wie Abraham – auf Gottes Stimme, sie antworten auf seinen Ruf und ziehen aus; sie suchen nach der Erfüllung seiner Verheißungen, streben danach, seinem Willen zu gehorchen…“

Er, der Papst, will nicht zu jenen gehören, die „schnell damit zur Hand sind, auf die offensichtlichen Unterschiede zwischen den Religionen hinzuweisen“, „die uns glauben machen, dass unsere Unterschiede zwangsläufig Anlass zur Uneinigkeit geben und sie daher höchstens toleriert werden können“, sondern er will vielmehr „deutlich deren Gemeinsamkeiten verkünden“.

Er glaubt, „dass eine Einheit möglich ist, die nicht von der Gleichförmigkeit abhängt“, dass „unsere Verschiedenheiten niemals fälschlich als unvermeidlicher Grund für Reibereien oder Spannungen hingestellt werden dürfen, weder unter uns selbst noch in der Gesellschaft im ganzen“, dass „ein Leben in Treue zur Religion (gleich welcher) ein Widerhall von Gottes Gegenwart ist, die in unsere Welt hineinbricht“, dass (alle) „gemeinsam verkünden können, dass Gott existiert, dass man ihn erkennen kann, dass die Erde seine Schöpfung ist und dass wir seine Geschöpfe sind und dass er jeden Menschen aufruft, so zu leben, dass er seinen Plan für die Welt achtet“, dass „die Verschiedenheiten den Menschen unterschiedlicher Religion eine wunderbare Gelegenheit geben, in tiefer gegenseitiger Achtung, Wertschätzung und Anerkennung zusammenzuleben und einander auf Gottes Wegen zu ermutigen“.

Für Benedikt XVI. „ist die Wahrheit weit davon entfernt, die Toleranz gegenüber Unterschieden [der Religion] zu gefährden“; „vielmehr ermögliche sie einen Konsens“.

Nun müssen wir uns folgende Fragen stellen: Hören die Muslime, die Juden auf Gottes Stimme? Antworten sie auf Seinen Ruf? Suchen sie nach der Erfüllung Seiner Verheißungen, streben sie danach, Seinem Willen zu gehorchen? Auf alle diese Fragen muss ein gläubiger Christ doch in aller Deutlichkeit mit einem dreifachen NEIN! antworten. Gottes Stimme ist doch das WORT GOTTES, der LOGOS, JESUS CHRISTUS, der MENSCH gewordene GOTTES-SOHN, der GOTT-MENSCH. Gottes Ruf ist doch DAS EVANGELIUM CHRISTI; die Erfüllung Seiner Verheißungen ist doch Seine MENSCH-WERDUNG, Sein Leben und Wirken und Lehren unter uns Menschen, Sein uns erlösender Opfertod am Kreuz, Seine Auferstehung, Seine Sendung des Heiligen Geistes, die Gründung Seines Reiches, der KIRCHE! Das ALLES bestreiten, leugnen und verurteilen doch sowohl die Muslime wie die Juden. Und das gibt zwangsläufig Anlass zur Uneinigkeit, und von uns Christen kann diese Widersetzlichkeit gegen Gott niemals gutgeheißen, auch nicht verharmlost und entschuldigt, sondern höchstens toleriert werden.

Es gibt für uns Christen keine Gemeinsamkeiten zu verkünden zwischen uns und den Anti-Christen. Auch das scheinbar Gemeinsame ist nicht das Gleiche, bedeutet nicht Dasselbe, dient nicht Demselben. Unsere Verschiedenheiten sind in der Tat „unvermeidlicher Grund für Reibereien und Spannungen“, Dissens, Ablehnungen und Verurteilungen; denn ein Leben in Treue zu einer falschen Religion ist niemals ein Widerhall von Gottes Gegenwart, die in unsere Welt hineinbricht, sondern ein Widerhall Seines Widersachers, der die Gegenreligion(en) inspiriert und konstruiert.

Wir Christen können mit unseren erklärten Gegnern nicht „gemeinsam verkünden, dass Gott existiert, dass man Ihn erkennen kann…, dass Er jeden Menschen aufruft, so zu leben, dass er Seinen Plan für die Welt achtet“; denn der Gott der Muslime und der Juden ist nicht der Gott der Christen; unser Gott ist drei-persönlich: Vater, Sohn und Heiliger Geist, und unser Gott ist in JESUS CHRISTUS MENSCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt, gewirkt, gelehrt, gelitten, gestorben, ist glorreich auferstanden, in den Himmel aufgefahren, wo Er zur Rechten des ewigen Vaters thront und von wo Er kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

Denn die Muslime und die Juden leben nicht so, dass sie Gottes Plan für die Welt achten. Sie bestreiten ihn ja, diesen ausgeführten Plan, und verachten ihn und werden – jetzt sogar mit dem Segen Benedikt XVI. auf ihren Irrwegen voranschreiten, indem sie all das achten, was sie von uns unterscheidet.

Paul Otto Schenker

Die grundlegendste Gottes-Lehre des Christentums ist, dass GOTT MENSCH geworden ist in JESUS CHRISTUS

Das „Fundamentaltheologische“ (oder: die grundlegendste Gottes-Lehre) des Christentums ist: dass GOTT MENSCH geworden ist im (von Anfang an) verheißenen Messias, in JESUS CHRISTUS, dem WORT Gottes (Logos), dem SOHNE Gottes, aus MARIA, der JUNGFRAU, durch das (Ein-)Wirken des HEILIGEN GEISTES. Und dies ist dann auch die Offenbarung über die Dreipersönlichkeit GOTTES. Wir Gläubigen wissen von der Dreifaltigkeit Gottes durch den göttlichen Gesandten (Messias), im GLAUBEN an IHN!

Die recht verstandene christliche Dreifaltigkeitslehre kann dem islamischen und jüdischen Monotheismus nur dann und nur dazu einen Dienst leisten, wenn und dass sich die Anhänger dieser Irrlehren, diese Anti-Christen zu CHRISTUS bekehren.

GOTT wird erkannt durch den Glauben an diesen JESUS CHRISTUS. Und die Kriterien für Gottes Offenbarung sind keine anderen als diejenigen, die dieser JESUS CHRISTUS uns Menschen gegeben hat. Er ist die (unerschöpfliche, reine) QUELLE der Gottes-Offenbarung.

Die einzige Weise, überhaupt von GOTT zu wissen, besteht NICHT in der Anerkennung unseres Geschaffenseins, sondern in der Annahme des Zeugnisses des geschichtlich ausführlichst beschriebenen und bestverbürgten JESUS von Nazareth; denn nur ER vermittelt überhaupt wahre, unverfälschte Kenntnis von GOTT, weil ER höchstpersönlich GOTT ist! Viele Menschen anerkennen durchaus, dass sie „geschaffen“ (also nicht aus sich selbst oder per Zufall) sind und wissen damit dennoch noch nichts von GOTT.

Das Grundanliegen des Korans in allen seinen Aussagen ist NICHT, die Absolutheit Gottes zu wahren und dass um keinen Preis irgendetwas in der Welt vergöttert werde und auch Gott als den Barmherzigen zu preisen, sondern die christliche Lehre von der Dreifaltigkeit, bzw. Dreipersönlichkeit GOTTES als Gotteslästerung und die Gottheit Christi als „Vergötterung“ zu verurteilen und Gott nur insofern als Barmherzigen zu heißen, als er für die „Gläubigen“ „barmherzig“ ist, und das heißt nun einmal nur für diejenigen, die objektiv UN-gläubig sind, die den wahren dreifaltigen Gott und insbesondere GOTT JESUS CHRISTUS leugnen. Die eigentliche Offenbarung (des Korans) ist somit nicht die der Barmherzigkeit Gottes, sondern die als „Barmherzigkeit“ falschmünzerisch bezeichnete teuflische Un-Barmherzigkeit des vom Widersacher konstruierten Gegen-Gottes „Allah“.

Kriterium für Offenbarung ist NICHT, dass sie sich als das umfassende Licht über alles verstehen lässt und unüberbietbar ist. (Übernatürliche, religiöse) Offenbarung ist das Kundmachen von Wahrheiten, die den Menschen natürlicherweise unzugänglich sind. Und solche Offenbarungen können nicht „umfassendes Licht über alles“ sein, sondern „nur“ Licht über Einzelnes und Mehreres. Und jede solche Offenbarung ist überbietbar, aber nie so, dass das neu Gebotene dem bisher Gebotenen widersprechen könnte.

Ein Glaubensgeheimnis hat nichts mit Unverständlichkeit zu tun, sondern meint einen Sachverhalt, den man nicht an der Welt ablesen kann, der einem deshalb nur durch das Wort (Gottes) offenbar werden kann und dessen Wahrheit nur im (wahren) Glauben selbst erkannt wird.

Die „Gemeinschaft der (wahrhaft) an Christus Glaubenden“, also der „mystische Leib Christi, die Kirche“ kann sich NICHT als das über sie selbst hinausweisende „Sakrament“ der Einheit ALLER Menschen erweisen, weil eine Einheit ALLER Menschen im Heiligen und Heiligenden, also im „Sakra(menta)len“ in dieser Welt und Zeit nicht möglich ist. Und überdies würde, selbst wenn diese umfassende Einheit möglich wäre, die dann bestehende Einheit der „Vielen“ (oder aller Menschen) nichts anderes sein als die Einheit der „Wenigen“ (oder nicht aller Menschen). Die Kirche war immer schon die EINE und EINIGE, und nichts weist über sie hinaus, als wiederum nur sie selbst; denn sie ist das vollkommene REICH GOTTES in jedem Entwicklungsstadium.

Paul Otto Schenker

GLAUBEN CHRISTEN UND MUSLIME AN DENSELBEN GOTT?


Glauben die Muslime wirklich an „denselben Gott wie die Christen“, an „den einen und einzigen Gott“, „den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“, „an Jahwe“? Glauben sie „an den sich offenbarenden Gott des Alten Testaments“, „den Schöpfer Himmels und der Erde“? Betrifft „der Glaube“, nach dem wir hier fragen, „den (Gottes-)Begriff“ oder „die subjektive Haltung der Menschen“?

In kritischer Beachtung der Ausführungen von P. Recktenwald und P. Prosinger möchte ich darauf antworten:

Jeder reinmenschliche (geschöpflichgeistige) Gottesbegriff ist subjektiv, ist das subjektive (unvollkommene, einzelmenschliche, persönliche) Begreifen des objektiven Gottes und Verhalten Ihm gegenüber. Nur Gott selbst begreift Gott (Sich Selbst) vollkommen so wie Er ist. Gott wohnt tatsächlich „im unzugänglichen Licht“; nie hat Ihn „jemand“ gesehen. Aber diese Aussagen über Gott sind insofern unzutreffend, als der „Sohn Gottes“ in diesem „jemand“ nicht mit eingeschlossen gedacht werden darf. Der Mensch gewordene Sohn Gottes hatte und hat von Ewigkeit her Zugang zu diesem für uns unzugänglichen Licht. Deshalb begreift Jesus Christus, der Mensch gewordene GOTT, der Gott-Mensch, GOTT, DIE GOTTHEIT objektiv, allumfassend, vollkommen. Nur Jesus Christus konnte/kann uns Menschen als Gott und Mensch einen objektiven Glauben an Gott vermitteln. Nur Er offenbart Gott und ist die Offenbarung Gottes für uns Menschen! Jeder gläubige Christ nimmt mit und entsprechend seinem Glauben Anteil an dieser objektiven, mit dem Seienden und dem Sein übereinstimmenden Offenbarung. (In der Tat hat erst Jesus Christus die Dreifaltigkeit eigentlich und klar offenbart. Und damit „hat Er Jahwe im Nachhinein zu einem anderen Gott gemacht“, natürlich nicht Jahwe, also Gott Selber, sondern das menschliche Wissen von Ihm, über Ihn, die menschliche Einsicht in Ihn!)

Jeder Mensch aber, der den christlichen Glauben nicht annimmt, ihn bewusst ablehnt, glaubt nicht an Gott, ist Gott gegenüber ungläubig, da Gott doch voll und ganz (vollkommen) christlich ist und anders als christlich gar nicht objektiv gesehen, vernommen und er- und bekannt werden kann. Der Nicht-Christ hat Augen und sieht nicht, Ohren und hört nicht, hat eine Zunge und bekennt nicht. Er weist das Licht zurück und bleibt in der Finsternis.

Die Muslime nun glauben bewusst und ausdrücklich nicht an JESUS CHRISTUS als GOTT und MENSCH; sie lehnen Seine Offenbarung und Lehre ab, die auch die Offenbarung und Lehre des Vaters und des Heiligen Geistes ist. Sie glauben an ein „göttliches Wesen“, das es nicht gibt. Sie glauben an eine „Offenbarung“, die ihnen Gott, Sein Sein und Wirken nicht offenbart. Ihr Glaube insgesamt ist ein völliger Irr- und Wahnglaube, auch wenn er teilweise (in Nebensächlichem und/oder nur Nominellem) „dieselbe Referenz hat wie derjenige der Christen“. Sie glauben nicht an den einen und einzigen Gott; denn ihr (in ihrem Koran beschriebene, „charakterisierte“) „eine und einzige Gott“ gibt es schlicht nicht. Sie glauben damit auch nicht an „Jahwe“, an den „Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“, an „den Sich offenbarenden Gott des Alten Testaments“, und sie glauben auch nicht an „den Schöpfer Himmels und der Erde“, weil ihr Koran schon den Schöpfungsbericht der Bibel und überhaupt die ganze Bibel, Neues und Altes Testament, wesentlich, grundlegend verfälscht. Die Muslime können damit auch nicht zum wahren, seienden, sondern nur zu ihrem eingebildeten irrealen „Gott“ „beten“.

Die Heiden können demgemäß ebensowenig wie die Muslime an „den einen Gott glauben“. Denken, für möglich halten, dass es (irgend)ein göttliches Wesen gibt, das können sie. Aber an den real existierenden einen und einzigen Gott können sie ohne Annahme der Offenbarung und Lehre CHRISTI nicht glauben.

„Bei der Generalaudienz vom 5.5.1999 wiederholte Johannes-Paul II. die von ihm bei seiner Ansprache bei der Begegnung mit der muslimischen Jugend im Sportstadion in Casablanca, Marokko, am 20. August 1985, gemachte Aussage:

„Wir glauben an denselben Gott, den einzigen, den lebendigen, den Gott, der die Welten schafft und seine Geschöpfe zur Vollendung führt.“

Zwar bekennt sich J.-P. II zur Dreipersönlichkeit des einen und einzigen Gottes, aber das greift für diesen Vergleich mit dem Eingottglauben der Muslime und dessen positive Bewertung und Wertschätzung absolut zu kurz. Der Papst schweigt hier vor allem über die Menschwerdung Gottes. Und die ist für unseren katholischen Glauben zentral. Für uns ist Gott Mensch geworden und bleibt es in alle Ewigkeit. Für die Muslime nicht. Für sie ist dieser Glaube eine Gotteslästerung. Und für uns ist JESUS CHRISTUS GOTT und Mensch, für sie nur Mensch. Und für sie ist der Glaube, dass Jesus (Isa!) Gott sei, ebenfalls eine todeswürdige Gotteslästerung. Und unsere Marienverehrung und die ihre sind komplett verschieden. Für uns ist Maria die MUTTER GOTTES, für sie ist sie die Mutter des Propheten Isa. Dies und vieles mehr hervorzuheben und – gelegen oder ungelegen – zu bekennen, wäre die (mindeste) Pflicht des Papstes (gewesen).

Paul Otto Schenker

Kann man mit Recht sagen: „die Muslime, Juden und Christen haben alle den gleichen einzigen Gott“?

Drei Religionen unter einem Dach: Das „House of One“ in Berlin

In einer Hinsicht können wir sagen: wir haben ALLE den GLEICHEN Gott, weil es ja (objektiv) nur EINEN Gott gibt. Und insofern Menschen an einen EINZIGEN Gott AUFRICHTIG glauben, WOLLEN sie zu diesem alleinigen Gott beten.

Aber da sich dieser eine GOTT den Menschen in einer ganz konkreten Weise geoffenbart, zu erkennen gegeben hat, mit genauen Anweisungen, was von IHM zu glauben ist und was zu TUN ist, um IHM zu gefallen, kann derjenige sich nicht zu den WAHREN Gläubigen zählen, der DIESE göttliche Offenbarung ablehnt, bzw. DIESE nicht als GANZES annimmt. Juden, Muslime und Christen (als „Monotheisten“, um jetzt einmal nur von diesen zu reden) glauben alle an „den EINEN“ Gott. Aber sie haben nicht nur ein völlig unterschiedliches Gottes-BILD, sondern absolut gegensätzliche, widersprüchliche Glaubens-LEHREN und daraus abgeleitete Glaubens-PRAKTIKEN. Es ist doch klar, dass NUR EINE von diesen drei Religionen DIE Wahrheit besitzen, bzw. „verkörpern“ kann. Und nach unserer Überzeugung ist es die CHRISTLICHE. Das impliziert, dass die oppositionellen Lehren falsch und unwahr und damit ungöttlich, ja wider-göttlich sind. GOTT kann nicht mit Sich Selber im Widerspruch sein; Er kann sich nicht auf GEGEN-SÄTZLICHE Weise kundtun; Er kann nicht wollen, dass Er auf gegensätzliche Weise er-kannt und be-kannt wird. Sonst hätte Er Sich nicht zu offenbaren brauchen. Wenn wir also abstrahieren von allem, was der wahre Gott über Sich Selbst ausgesagt hat, dann können wir sagen, wir hätten alle den gleichen „Gott“. Aber nur dann.

Für uns CHRISTEN ist das ZENTRALE der ganzen Gottes-Offenbarung aber, dass GOTT MENSCH GEWORDEN IST IN JESUS CHRISTUS, dass Jesus Christus GOTT ist, ja dass Jesus Christus DIE GANZE GOTTHEIT IST. („Ich und der Vater sind EINS.“ „Wer Mich sieht, sieht den Vater“.) Für die Anhänger der islamischen Religion ist dieser Glaube eine Gotteslästerung. Folglich können, dürfen wir nicht sagen und glauben, wir hätten den selben Gott, wenn wir von unserem Verhältnis zu Gott, von unserem Verständnis von Gott als Gläubige sprechen.

Das richtige, wahre Judentum oder der jüdische Glaube VOR Christus war der von Gott durch die Altväter und Propheten geoffenbarte und angeordnete Glaube (auf Christus, den Gott-Menschen, hin), aber natürlich nicht in allem, wie er (zeitweise und von Einzelnen oder Vielen) praktiziert wurde. Das Volk Gottes wich ja immer wieder vom rechten Weg ab und wurde dem Bunde mit Gott gegenüber untreu. So musste Gott immer wieder eingreifen. Er tat dies u.a. durch die Propheten. Aber NACH Christus war der jüdische Glaube, der ja CHRISTUS, den MESSIAS, verwarf, ANTI-christlich. Die Synagoge wurde zur „Synagoge Satans“. Selbstverständlich gab und gibt es im Judentum nach Christus wie auch im Islam gute, gerechte Menschen, die aufrichtig nach Gott streben. Aber die beiden Religions-SYSTEME sind Systeme die WIDER Christus und Sein Reich, das GOTTES-Reich streiten.

Polygamie muss man kritisieren und als unmoralisch und wider Gottes Gebot ablehnen ALS CHRIST, auch wenn sie im Alten Bund unter gegebenen Umständen praktiziert wurde. Ein Christ richtet sich nach der Lehre Christi, des GOTT-Menschen und derjenigen, die Er mit der Leitung Seiner Kirche beauftragt hat. Eines Christen Vorbilder sind nicht die alt-testamentlichen Menschen, sondern die HEILIGEN. Der Islam kann sich nicht vergleichen mit dem Alten Bund, weil er ja zu einer Zeit auftritt, da der Neue Bund (längst) Gültigkeit hat.

Es mag auch noch so viele echte oder unechte, dauerhafte oder nur vorübergehende Konversionen zum Islam geben, das ist KEIN Beweis seiner Göttlichkeit, wie die Muslime meinen und behaupten! Ein großer Glaubens-Abfall ist ja auch in der Heiligen Schrift für das Ende der Zeiten vorausgesagt. Und vom Christentum zum Islam konvertieren, ist eben nichts anderes als ein Glaubens-ABFALL, vom einzig wahren Glauben zu einem TEUFLISCHEN Machwerk GEGEN GOTT DEN ALLMÄCHTIGEN, der JESUS CHRISTUS als unseren EINZIGEN ERLÖSER und ALLHERRSCHER (Pantokrator) in die Welt gesandt hat, und der seither ZUR RECHTEN DES EWIGEN VATERS THRONT und gleichzeitig bei den Seinen ist auf Erden, vor allem im hochheiligsten Sakrament (des Altars) und mit Seinen Gläubigen das REICH DER HEILIGEN, das REICH GOTTES auferbaut, lenkt und leitet und beschützt.

Selbstverständlich, oder besser gesagt: traurigerweise gibt es jede Art von Vergehen auch im Christenvolk. Aber Christ ist nicht gleich Christ, das sollte man nicht vergessen. Unter den sich Christen nennenden Menschen gibt es größte Glaubens-, bzw. Bekenntnis- und Praxis-Unterschiede. WIR sind KATHOLISCHE Christen. Und zugegeben, auch unter denjenigen, die sich zu den „katholischen Christen“ zählen, gibt es viele, sehr viele (immer schon und auch und besonders heutzutage), die Sündhaftes, Verwerfliches tun. Aber: in einem Disput zwischen Christen und Moslems kann es nicht um Gegenüberstellung und Aufrechnung dessen gehen, was die ANHÄNGER unserer jeweiligen Religion TUN oder SIND, sondern um eine Gegenüberstellung, um einen Vergleich dessen, was wir als des EINEN, WAHREN GOTTES WILLEN, als Seine KUNDGABEN, als Seine GEBOTE, als Seine OFFENBARUNG betrachten und dementsprechend und demzufolge tun und sein MÜSSTEN. Und innerhalb dieses Kernbereichs geht es vor allem um einen Vergleich der beiden „Religionsstifter“: JESUS CHRISTUS und MUHAMMAD. Und wenn die Mohammedaner von christlicher Seite Angriffe auf das Integritätsbild ihres „Gesandten Gottes“ und sein „Herabgesandtes“, auf seinen Koran abwehren, dann sollten sie sich nicht damit begnügen, unsere fundierten Vorwürfe mutwillig mit altbekannten, stereotypen islamischen Abstreitungen und Leugnungen aus ihrem Gesichtsfeld zu schaffen und sich einzuigeln und nur noch ihre Stacheln nach allen Seiten auszustrecken, und wenn sie könnten, als tötliche Pfeile abzuschießen! Wir nehmen es den Durchschnitts-Adepten des Islams im übrigen gerne ab, dass sie persönlich nicht mit allem einverstanden sind, was im Namen des Islams rund um den Globus geschieht, also auch nicht mit Selbstmordattentaten oder anderen Unmenschlichkeiten. Und man beachte unbedingt: wir greifen ja nicht sie als Personen, nicht die Menschen an, die sich als Muslime bezeichnen, sondern wir wollen klar und verständlich aufzeigen, was ANTI-CHRISTLICH und damit ANTI-GÖTTLICH ist am Islam. Nun streiten wir aber unter einer (vor allem für die katholische Christen gestellten) thematischen Frage: „Kann man mit Recht sagen: „die Muslime beten den alleinigen, in sich seienden … Gott an“? Und es zeigt sich, übrigens nicht zuletzt auch aus ihren Reaktionen und Antworten, klar, dass wir ein völlig unterschiedliches, gegensätzliches, sich widerstreitendes Gottes-Bild und -Verständnis haben, dass unser Gott nicht ihr Allah ist, dass unsere Religionen unversöhnlich sind und deshalb unser Dialog gar keiner ist und sein kann.

Die echten, die überzeugten Christen, ja, die wollen mit einem Dialog mit Andersgläubigen letztlich MISSIONIEREN, also die (noch) Andersgläubigen für CHRISTUS und Sein Heil, DAS EWIGE HEIL gewinnen. Das tun sie aber nicht mit böser, verwerflicher Absicht, nicht mit Eigennutz, es sei denn des seelischen, vielmehr unter meist vielen Opfer, in rühmenswerter Großherzigkeit und Tapferkeit und Selbstverleugnung. Was haben die christlichen Missionare nicht schon in aller Welt an Großartigem geschaffen, sowohl auf sozialem, karitativem wie auch erzieherischem, schulischem, kulturellem Gebiet. Da kann der Islam in keiner Weise mithalten, abgesehen davon dass selbst das Gute, Beste, das er im übrigen bewirken, aufbauen würde, durch seine falsche Lebens- und Jenseitsanschauung, durch sein Widerstreben gegen den wahren Gott und Sein Wirken, wieder zerstören würde. „Wer nicht nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ „Ohne Mich könnt ihr NICHTS tun.“

Paul Otto Schenker