Donald Trump in Audienz bei Papst Franziskus

Herzliche Gespräche über Themen gemeinsamen Interesses

Papst Franziskus empfing am Morgen des 24. Mai 2017 den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, in Audienz. Im Anschluß an die Audienz fand eine Begegnung mit dem Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in Begleitung des Sekretärs für die Beziehungen mit den Staaten, Msgr. Paul Richard Gallagher statt.

Im Verlauf der herzlichen Gespräche seien die guten bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den USA zum Ausdruck gebracht worden, wie eine Pressemitteilung des Vatikan verlauten ließ. Positiv sei auch der gemeinsame Einsatz für das Leben, die Religions- und Gewissensfreiheit bewertet worden.

Der Wunsch nach guter Zusammenarbeit zwischen dem Staat und der katholischen Kirche in den USA sei ebenso zum Ausdruck gebracht worden. Die katholische Kirche ist in den USA im Gesundheitsbereich, in der Erziehung und Flüchtlingsbetreuung aktiv.

Thema des Gesprächs seien außerdem aktuelle internationale Probleme und die Förderung des Friedens in der Welt durch politisches Verhandeln und den interreligiösen Dialog gewesen. Insbesondere seien die Situation im Mittleren Orient und der Schutz christlicher Gemeinden angesprochen worden.

Donald Trump wurden zur Audienz bei Papst Franziskus von einer zwölfköpfigen Delegation begleitet, der First Lady, Jared Kushner und Ivanka Trump, Rex Tillerson, Außenminister der USA, H.R. McMaster, Assistent des Präsidenten und Nationaler Sicherheitsberater, Hope Hicks, Assistentin des Präsidenten und Direktorin für strategische Kommunikation, Daniel Scavino, Assistent des Präsidenten und Direktor der sozialen Medien, Gary Cohn, Assistent des Präsidenten und Direktor des „National Economic Council“, Louis Bono, amerikanischer Chargé d’Affaires ad interim (vorläufiger Geschäftsträger) am Heiligen Stuhl, Dina Powell, Nationale Sicherheitsberaterin, Keith Schiller, Berater des Präsidenten und und Director der „Oval Office Operations“ und Alessandra Bonatti, Übersetzerin.

Bei dem Gespräch mit dem Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, Msgr. Paul Richard Gallagher bestand die Delegation, die Donald Trump begleitete, aus sechs Personen: Rex Tillerson, H.R. McMaster, Jared Kushner, Assistent des Präsidenten und „Senior Advisor“, Louis Bono, Gary Cohn und Dina Powell.

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Quelle

„Eine Ehre fürs Leben“

Kurzer Zwischenstopp in Rom: Trump und Gattin ziehen weiter

US-Präsident Donald Trump hat sich nach seinem Treffen mit dem Papst beeindruckt geäußert. „Eine Ehre fürs Leben, seiner Heiligkeit Papst Franziskus zu begegnen. Ich verlasse den Vatikan mehr denn je entschlossen, nach Frieden in unserer Welt zu streben“, twitterte Trump zum Abschluss seines Rom-Aufenthalts am Mittwoch. Zeitgleich veröffentlichte er auf seiner Facebook-Seite ein Video von der Begegnung mit dem Papst.

Am Morgen war Trump von Franziskus in Privataudienz empfangen worden. Das persönliche Gespräch dauerte knapp 30 Minuten. Der Papst schenkte Trump unter anderem eine Ausgabe seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2017, in der er eine Strategie der Gewaltfreiheit sowie Abrüstung fordert.

(kna 24.05.2017 pr)

Islamisten entführen 15 Katholiken und verwüsten die Kathedrale von Marawi

Father Teresito Soganub, a Catholic Priest, poses for a photograph inside his cathedral

ASIEN/PHILIPPINEN – Duterte ruft Kriegsrecht auf Mindanao aus.

Marawi City (Fides) – Die islamistische Gruppe “Maute”, die nach eigenen Angaben mit dem Islamischen Staat in Verbindung steht “hat die katholische Kathedrale in Marawi City verwüstet und rund 15 Gläubige, darunter ein Priester, mehrere Schwestern und einige Laiengläubige, die sich in der Kirche zum Gebet auf hielten verschleppt”, die bestätigt Bischof Edwin De la Pena, der die Territorialpräslatur Marawi City auf der Insel Midanao im Süden der Philippinen leitet. Rund einhundert Maute-Milizionäre belagerten gestern die Stadt, nachdem Präsident Rodrigo Duterte auf der Insel das Kriegsrecht ausrief.

“Heute feiern wir das Patronatsfest unsere Prälatur, das Fest ‘Maria, Hilfe der Christen’. Die Gläubigen hielten sich zum Mariengebet in der Kirche auf, als die Terroristen in die Kirche eindrangen und verschleppten sie als Geiseln an einen unbekannten Ort. Danach kamen sie auch in die bischöfliche Residenz, wo sie unseren Generalvikar Pfarrer Teresito Soganub entführten. Danach legten sie einen Brand in der Kathedrale und in der Residenz. Es ist alles verwüstet. Wir sind entsetzt“.

Der Bischof selbst blieb unversehrt, weil er sich in einer Pfarrei außerhalb Marawis aufhielt. “Die Terroristen belagerten die ganze Stadt. Die Menschen sind verängstigt und verlassen ihre Wohnungen nicht. Nun warten wir auf die Reaktion der Armee. Die Stadt soll mit dem so wenig Blutvergießen wie möglich wieder zurückerobert werden. Über die Geiseln spricht niemand. Wir haben unsere Kanäle, die Kirche und islamische Religionsvertreter aktiviert und wir hoffen, dass es bald Verhandlungen geben wird und die Entführten gesund zu uns zurückkehren können”, so der Bischof, der mitteilt, dass die Kirche in den vergangenen Monaten mehrfach Drohungen erhalten hatte.

“Der Anschlag”, so der Bischof, “hat am Vorabend des Marienfests stattgefunden: sie bitten wir nun um Hilfe. Sie, die Hilfe der Christen, möge unsere Gläubigen beschützen. Nur sie wird uns helfen können. Wir bitten auch Papst Franziskus um das Gebet für uns und einen Appell an die Entführer richten und sie im Namen unsere Gemeinde um die Freilassung der Geiseln bitten. Gewalt und Hass bringen nur Verwüstung: wir bitten die Gläubigen in aller Welt, sich uns im Gebet für den Frieden anzuschließen”.

Unterdessen unterbrach Präsident Duterte angesichts der Krise seinen Besuch in Moskau und kehrte auf die Philippinen zurück. In Marawi steckten die islamistischen Belagerer auch das Gefängnis und zwei Schulen in Brand. Die Stadt ist von der Armee umzingelt. Der Bürgermeister von Marawi bat die Armee die Stadt mit ihren 200.000 vorwiegend muslimischen Einwohnern nicht mit Bomben unter Beschuss zu nehmen.

(PA) (Fides 24/5/2017)

Bolivien: Abtreibungsgesetz „Niederlage für Gesellschaft“

Demo für die Legalisierung von Abtreibung, La Paz, September 2016

Das neue Abtreibungsgesetz in Bolivien ist ein „Schritt zur Kultur des Todes“ und eine „Niederlage für die ganze bolivianische Gesellschaft“. Mit diesen drastischen Worten hat die Bischofskonferenz des südamerikanischen Landes auf ein neues Gesetz zur Freigabe von Abtreibungen in bestimmten Fällen reagiert.

Der Verfassungsausschuss des Abgeordnetenhauses hatte am Freitag einen Gesetzesantrag gebilligt, mit dem Abtreibungen unter bestimmten Umständen straffrei werden. Das ist der Fall, wenn die Kindesmutter in Armut lebt, Schülerin ist, kindliche Fehlbildungen prognostiziert werden oder die Schwangerschaft Folge von Vergewaltigung oder Inzest ist.

Die Bischöfe kritisieren, dass die gesetzliche Neuregelung die Forderung Hunderttausender Bolivianer ignoriere, die mit Briefen und Demonstrationen gegen die Legalisierung von Abreibung eingetreten seien.

„Diese Entscheidung zeigt unseren Kindern ein Land, das sich nicht seinen ureigenen Problemen stellt, nämlich dem Respekt und dem Schutz des Lebens und der Würde der Verwundbarsten“, schreiben die Bischöfe. Vielmehr wolle der Staat mit solchen Maßnahmen die Unschuldigen beseitigen, urteilen die Bischöfe in ihrer Erklärung.

Bereits vor der Abstimmung im Parlamentsausschuss hatten die Bischöfe die Pläne der sozialistischen Regierung kritisiert, Abtreibungen zu erleichtern.

(pm/rv 23.05.2017 fr)

Raus aus dem lauwarmen Lebensstil!

Santa Marta, 23. Mai 2017 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Frühmesse am 23. Mai 2017 in der Domus Sanctae Marthae

Papst Franziskus forderte in der Frühmesse am 23. Mai 2017 in der Domus Sanctae Marthae die freudige Verkündung Jesu. Ausgehend von Apostelgeschichte16,22-34 erzählte der Papst die Geschichte von Paulus und Silas.

Papst Franziskus legte dar, dass die Kirche Christi nicht ruhig sei, sondern riskiere und diene. „In der Kirche wird derjenige, der die vielen weltlichen Lebensweisen anklagt, schief angesehen; das geht nicht, besser, man entfernt sich.“

Viele in der Geschichte der Kirche seien verfolgt worden, wie z.B. der selige Romero. Auch in seiner Heimat sei man Menschen mit Reformurteilen abweisend begegnet, erinnerte der Papst. Der böse Geist bevorzuge nämlich eine ruhige Kirche, eine Kirche der Geschäfte, eine bequeme Kirche. Über die Taschen, also das Geld, verschaffe sich der böse Geist immer Zugang.

Papst Franziskus kehrte zur Geschichte von Paulus und Silas zurück und berichtete von ihrer Gefangenschaft. Als der Wärter entdeckt habe, dass sich die Fesseln der Gefangenen gelöst hätten, habe er sich das Leben nehmen wollen. Er fürchtete nämlich, dass sie alle geflohen seien. Doch Paulus habe ihn beruhigt. Schließlich habe sich der Wärter bekehrt.

„Und das ist der Weg unserer täglichen Bekehrung: von einem weltlichen Lebensstil, ruhig ohne Risiken, katholisch, ja, ja, aber so, lauwarm, zu einem Lebensstil der wahren Verkündung Jesu Christi, zur Freude der Verkündung Jesu.“ Statt Geld müsse dem wahren Gläubigen der wahre Glaube und die Verkündung am Herzen liegen.

Eine Kirche ohne Märtyrere erwecke Mißtrauen, eine Kirche, die nicht riskiere, wecke Mißtrauen. Gleiches gelte für eine Kirche, die Angst habe, Dämone und Götzen, wie Geld, zu verjagen. Mögen wir alle das erlangen: „eine erneuerte Jugend, eine Bekehrung vom lauwarmen Lebensstil zur freudenreichen Verkündung, dass Jesus der Herr ist.“

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Papst Franziskus: „Lassen wir uns schütteln, reinigen und trösten“

Neue Synodenaula / © Mazur/Catholicnews.Org.Uk, CC BY-NC-SA 2.0

Eröffnung der 70. Versammlung der
Italienischen Bischofskonferenz (C.E.I.)
am 22. Mai 2017

Eine „offene, demütige und direkte“ Begegnung wünschte Papst Franziskus am 22. Mai 2107 den Bischöfen bei der Eröffnung der 70. Versammlung der Italienischen Bischofskonferenz (C.E.I.).; die Tagung wird bis zum 25. Mai dauern.

Der Papst erinnerte die Bischöfe in seiner vorbereiteten Ansprache, die er nicht hielt, sondern den Bischöfen am Ende ihrer Begegnung austeilen ließ, an die Kraft des Heiligen Geistes, ohne den der Mensch Gefangener seiner Ängste bleibe und sich von Gott entferne. Der Heilige Geist öffne für die Verschiedenheit und versöhne in Brüderlichkeit. Der gemeinsame Weg sei der Weg der Kirche.

Papst Franziskus sprach Schwierigkeiten an, wie Verschlossenheit und Widerstand, Müdigkeit, Einsamkeit und Beunruhigung über die Zukunft, und wünschte, dass die Bischöfe dem Heiligen Geist Gehör schenkten.

Glauben und weltlicher Spiritualität könne man nicht gleichzeitig dienen. Nur die Wahrheit mache wirklich frei. Glaube, Liebe zum Herrn, den Dienst mit Freude und kostenlos verrichten, seien die wahrhaft wichtigen Dinge. Barmherzige Werke, Gehorsam, gelebter Glaube, Freundschaft zu den Schwachen und Teilen mit den Bedürftigen bezeichnete Papst Franziskus als richtiges Verhalten. Mutig das Geschenk und die Mission annehmen, sich bei jeder Gelegenheit zum Nächsten machen, Einsatz für das Gemeinwohl, Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Frieden verkünden, benannte der Papst als christliches Verhalten und ermutigte die Bischöfe: „Lassen wir uns schütteln, reinigen und trösten.“ Niemand solle ihren Augen verborgen bleiben, nur Liebe lasse die Mitglieder der Kirche handeln.

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Attentat von Manchester: Papst Franziskus sendet Beileidstelegramm

Manchester Arena / Wikimedia Commons – J4YP34, CC-BY 3.

Barbarisch und sinnlos

Papst Franziskus hat den Anschlag im britischen Manchester, bei dem am Montag, 22 Menschen ums Leben kamen, als barbarisch und sinnlos verurteilt. Der Bluttat fielen auch Kinder zum Opfer, 59 Menschen wurden durch die Explosion verletzt.

In dem Beileidstelegramm, das durch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin übermittelt wurde, sichert der Papst seine Gebete für die Opfer zu. Am Ausgang der Manchester Arena, wo die US-amerikanische Sängerin Ariana Grande ein Konzert gab, zündete ein Selbstmordattentäter Sprengstoff.

„Ich bin tief betrübt, von den Verletzungen und dem tragischen Verlust von Menschenleben zu hören, die der barbarische Angriff verursachte“, so drückte der Papst seine „Solidarität“ mit allen aus, die von diesem „Akt sinnloser Gewalt betroffen sind.“

Der Papst begrüßte die „großzügigen Anstrengungen“ zur Hilfe und sicherte seine Gebete den Verletzten und für diejenigen zu, die der Attentäter mit in den Tod riss, vor allem für die „Kinder und Jugendlichen“ und ihre hinterbliebenen Familien.

Franziskus erbitte die göttlichen Segnungen des Friedens, der Heilung und der Kraft für die Nation, heißt es weiter darin. Zu dem Attentat bekannte sich die Terrororganisation Islamischer Staat.

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