D/Belgien: Kritik an van Rompuy

Herman van Rompuy

„Ja zur palliativen Begleitung – Nein zur aktiven Suizidhilfe“. Diese Haltung hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, in der Auseinandersetzung über aktive Sterbehilfe in psychiatrischen Kliniken des belgischen Ordens ‚Broeders van Liefde’ bekräftigt. Er kritisiert den ehemaligen Ministerpräsidenten und ehemaligen EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy, der in einem Tweet indirekt den Papst und seine Entscheidung, dem Orden Euthanasie zu verbieten, kritisiert hatte: ‚Die Tage von Roma locuta et causa finita sind vorbei’, hatte der Politiker getwittert.

„Die aktive Sterbehilfe, wie sie in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg praktiziert wird, ist und bleibt mit der katholischen Lehre nicht vereinbar“, betonte Sternberg. „Als Christen achten wir das Recht auf Selbstbestimmung hoch. Durch ein Verbot der organisierten Suizidbeihilfe wird es gegen die Fremdbestimmung durch gesellschaftlichen Erwartungsdruck geschützt.“ Er bezeichnete als „unbegreiflich“, dass der Orden sich selbst auf das von Papst Franziskus gestellte Ultimatum hin die Sterbehilfe nicht verbieten lassen wolle.

(rv 17.08.2017 jm)

Kardinal Müller: Nein zu aktiver Sterbehilfe

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Kardinal Gerhard Ludwig Müller

„Schlimm“ und „traurig“: So kommentiert Kardinal Gerhard Ludwig Müller die Tatsache, dass in Belgien aktive Sterbehilfe gesetzlich erlaubt ist und immer mehr Gruppen offensteht. Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation betonte in einem Interview mit der belgischen Zeitung „Tertio“, das Leben sei ein Geschenk und stehe nicht in der Verfügung des Einzelnen. Wörtlich sagte der deutsche Kurienkardinal: „Es ist nicht unsere Aufgabe, zu entscheiden, ob ein Leben noch Wert hat.“

Müller äußert sich in dem Interview auch zum christlichen Verständnis von Barmherzigkeit, einer Schlüsselvokabel im Denken des Papstes. Barmherzigkeit sei „kein Freibrief, um zu sündigen oder weiter in Sünde zu leben“, so der Kardinal. Er betonte auch, dass die Kirche keinesfalls an der Unauflöslichkeit der Ehe rüttle. Es gebe „keine Umstände, in denen Ehebruch keine Todsünde wäre“, sagte Müller. Dem habe auch Papst Franziskus in seinem Schreiben Amoris Laetitia nicht widersprochen.

(pm tertio 01.03.2017 sk)

Frankreich und Belgien wollen stärkere Kontrollen in Moscheen

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Blumen zum Gedenken an die Terroropfer an der Place de la République in Paris

Frankreich und Belgien wollen unter dem Eindruck der Anschläge von Paris die Kontrollen in Moscheen verstärken. Der Islamrat Frankreichs (Cfcm) verpflichtete sich am Mittwoch in Abstimmung mit dem französischen Innenminister Bernard Cazeneuve, künftig nur noch zertifizierte Imame zuzulassen, die einen toleranten und offenen Islam lehren und sich an die Werte und Gesetze der Republik halten. Ziel sei es, einen „Islam des Dialogs“ zu schaffen. In diesem Zusammenhang solle außerdem ein neuer religiöser Rat geschaffen werden, der die Jugend mit theologischen Argumenten vor den Ideologien der Islamisten schütze. Am Sonntag wollen sich alle islamischen Organisationen Frankreichs versammeln, um einen gemeinsamen Appell gegen religiöse Gewalt zu veröffentlichen.

Imame, die in den Moscheen Belgiens predigen wollen, müssen künftig eine entsprechende Ausbildung an einer Universität oder Hochschule vorweisen können. Das geht aus einem Beschluss des belgischen Innenministers, Koen Geens, und des Präsidenten des Islamrats Belgiens, Noureddine Smaili, vom Mittwoch hervor. „Wir müssen einen europäischen Islam entwickeln“, sagte der Justizminister laut der Vatikan-Zeitung Osservatore Romano. Die Lehrinhalte der Imame müssten neben der islamischen Theologie auch soziale Elemente beinhalten und mit der Regierung sowie den Universitäten des Landes abgestimmt werden.

(varie 26.11.2015 cz)

Frankreich und Belgien wollen stärkere Kontrollen in Moscheen

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Blumen zum Gedenken an die Terroropfer an der Place de la République in Paris

Frankreich und Belgien wollen unter dem Eindruck der Anschläge von Paris die Kontrollen in Moscheen verstärken. Der Islamrat Frankreichs (Cfcm) verpflichtete sich am Mittwoch in Abstimmung mit dem französischen Innenminister Bernard Cazeneuve, künftig nur noch zertifizierte Imame zuzulassen, die einen toleranten und offenen Islam lehren und sich an die Werte und Gesetze der Republik halten. Ziel sei es, einen „Islam des Dialogs“ zu schaffen. In diesem Zusammenhang solle außerdem ein neuer religiöser Rat geschaffen werden, der die Jugend mit theologischen Argumenten vor den Ideologien der Islamisten schütze. Am Sonntag wollen sich alle islamischen Organisationen Frankreichs versammeln, um einen gemeinsamen Appell gegen religiöse Gewalt zu veröffentlichen.

Imame, die in den Moscheen Belgiens predigen wollen, müssen künftig eine entsprechende Ausbildung an einer Universität oder Hochschule vorweisen können. Das geht aus einem Beschluss des belgischen Innenministers, Koen Geens, und des Präsidenten des Islamrats Belgiens, Noureddine Smaili, vom Mittwoch hervor. „Wir müssen einen europäischen Islam entwickeln“, sagte der Justizminister laut der Vatikan-Zeitung Osservatore Romano. Die Lehrinhalte der Imame müssten neben der islamischen Theologie auch soziale Elemente beinhalten und mit der Regierung sowie den Universitäten des Landes abgestimmt werden.

(varie 26.11.2015 cz)