Papst Johannes Paul II. zu den Terroranschlägen am 11. September 2001

JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 12. September 2001

Ich kann diese Audienz nicht beginnen, ohne meinen tiefen Schmerz zum Ausdruck zu bringen über die Terroranschläge, die gestern Leid und Zerstörung über Amerika gebracht und Tausende von Todesopfern und zahllose Verletzte gefordert haben. Dem Präsidenten der Vereinigten Staaten und allen amerikanischen Bürgern spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus. Angesichts eines solch unaussprechlichen Schreckens können wir alle nur zutiefst beunruhigt sein. Ich vereine meine Stimme mit all den Stimmen, die in diesen Stunden ihre Empörung und Verurteilung äußern, und ich betone erneut, daß die Wege der Gewalt niemals zu wirklichen Lösungen der Menschheitsprobleme führen werden.

Gestern war ein dunkler Tag in der Geschichte der Menschheit, es ereignete sich ein schrecklicher Angriff auf die Würde des Menschen. Seit dem Moment, als ich die Nachricht erhielt, habe ich die Entwicklung der Lage mit großer Sorge weiterverfolgt, und ich habe mein inniges Gebet zum Herrn erhoben. Wie ist es nur möglich, daß solche Taten bestialischer Grausamkeit geschehen können? Das menschliche Herz hat Abgründe, die gelegentlich Pläne unerhörter Ruchlosigkeit hervorbringen können. Diese führen dann dazu, in wenigen Augenblicken das friedliche Alltagsleben eines Volkes zu zerstören. Wenn in solchen Momenten jedes Wort unangemessen scheint, kommt uns der Glaube zu Hilfe. Allein das Wort Christi kann uns helfen, eine Antwort auf die Fragen zu geben, die unser Gemüt quälen. Alle, die an Gott glauben, wissen, daß auch dann das Böse und der Tod nicht das letzte Wort haben, wenn die Mächte der Finsternis zu triumphieren scheinen. Auf dieser Wahrheit gründet die christliche Hoffnung; in diesen Stunden bezieht unser im Gebet verankertes Vertrauen daraus seine Kraft.

Mit tief empfundener Anteilnahme wende ich mich in diesem Augenblick der Angst und Fassungslosigkeit, in dem die Tapferkeit so vieler Männer und Frauen guten Willens auf eine harte Probe gestellt wird, an das geliebte Volk der Vereinigten Staaten. In ganz besonderer Weise umarme ich die Angehörigen der Toten und der Verletzten und versichere sie meiner geistlichen Nähe. Die wehrlosen Opfer dieser Tragödie, für deren ewige Ruhe ich heute morgen die heilige Messe gefeiert habe, vertraue ich der Barmherzigkeit des Allerhöchsten an. Möge Gott den Überlebenden Kraft schenken. Er komme den Rettungskräften und den vielen Freiwilligen zu Hilfe, die in diesen Stunden all ihre Kräfte einsetzen, um mit dieser dramatischen Notsituation fertig zu werden. Ich bitte euch, liebe Brüder und Schwestern, schließt euch meinem Gebet an.

Laßt uns Gott bitten, daß die Spirale von Haß und Gewalt nicht die Oberhand gewinnt. Möge die allerseligste Jungfrau, die Mutter der Barmherzigkeit, die Herzen aller mit Gedanken der Weisheit und dem Streben nach Frieden erfüllen.

* * * * *

An die englischsprachigen Teilnehmer der Generalaudienz wandte sich der Papst mit folgenden Worten: 

Heute gilt meine tief empfundene Anteilnahme dem amerikanischen Volk, das gestern von unmenschlichen Terroranschlägen getroffen wurde, die das Leben Tausender unschuldiger Menschen gefordert und die Herzen aller Männer und Frauen guten Willens mit unaussprechlichem Leid erfüllt haben. Gestern war in der Tat ein dunkler Tag in unserer Geschichte, ein schrecklicher Angriff auf den Frieden, ein furchtbarer Anschlag auf die Menschenwürde.

Ich lade euch alle ein, mit mir zusammen die Opfer dieser erschütternden Tragödie der ewigen Liebe des allmächtigen Gottes anzuempfehlen. Laßt uns seinen Trost erflehen für die Verletzten, für die betroffenen Familien und für alle, die ihr Äußerstes tun, um die Überlebenden zu bergen und den Betroffenen zu helfen. Ich bitte Gott, dem amerikanischen Volk die Kraft und Mut zu schenken, die es in dieser Zeit des Leids und der Prüfung braucht.

An die Angehörigen des Karmelordens aus aller Welt richtete Johannes Paul II.  folgende Grußworte:

Besonders herzlich begrüße ich die Familie der Karmeliten, die anläßlich der Gedenkversammlung zum 750. Jahrestag der Übergabe des Skapuliers mit einer großen Gruppe von Pilgern aus verschiedenen Ländern hier zusammengekommen ist. Meine Lieben! Dieser freudige Anlaß betrifft nicht nur die Verehrer der Muttergottes vom Berg Karmel, sondern die gesamte Kirche, denn das reiche marianische Erbe der Karmeliten wurde im Laufe der Zeit, auch dank der sich immer mehr ausbreitenden Verehrung des hl. Skapuliers, zu einem Schatz für das ganze Gottesvolk. Schöpft ständig aus diesem wundervollen spirituellen Erbe, um Tag für Tag glaubhafte Zeugen Christi und seines Evangeliums zu sein.

Zu dieser besonderen Aufgabe habe ich euch in einem eigenen Schreiben aufgefordert, das ich am vergangenen 25. März an die Generaloberen des Ordens der Karmeliten und des Ordens der Unbeschuhten Karmeliten richtete. Darin schrieb ich unter anderem, daß das Skapulier im wesentlichen ein Gewand ist: Es erinnert einerseits an den steten Schutz der Jungfrau Maria in diesem Leben und im Übergang zur Fülle der ewigen Herrlichkeit. Andererseits weckt es in uns das Bewußtsein, daß die Verehrung Mariens eine Art »Uniform«, also ein christlicher Lebensstil, sein muß, erfüllt von Gebet und innerlichem Leben. Ich wünsche euch, daß dieser Jahrestag für jeden von euch eine Gelegenheit zu persönlicher Umkehr und gemeinschaftlicher Erneuerung sei. Gebt hierbei stets Antwort auf die Gnade Gottes, die uns auf dem Weg zur Heiligkeit Kraft verleiht.


FÜRBITTEN

Der Heilige Vater:

Brüder und Schwestern,
angesichts der entsetzlichen, zerstörerischen Gewalt wenden wir uns mit großer Bestürzung, aber von jenem Glauben gestärkt, der seit jeher unsere Väter geleitet hat, an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den Retter seines Volkes, und flehen ihn mit kindlichem Vertrauen an, uns in diesen Tagen der Trauer und des unverschuldeten Leids zu Hilfe zu kommen.

Vorsänger: Dominum deprecemur: Te rogamus, audi nos.

1. Für die Kirchen des Ostens und Westens, und insbesondere für die Kirche in den Vereinigten Staaten von Amerika, daß sie, obwohl sie gegenwärtig von Trauer und Ohnmacht gebeugt ist, sich auf die Mutter des Herrn besinnt, die sich beim Kreuz des Sohnes als starke Frau erwies. Möge sie dadurch in den Herzen den Wunsch nach Versöhnung und Frieden nähren und sich für den Aufbau der Zivilisation der Liebe einsetzen.

2. Für alle, die den Namen Christen tragen, daß sie in den traurigen Ereignissen einer Menschheit voller Unverständnis und Haß weiterhin Zeugen der Gegenwart Gottes in der Geschichte und des Sieges Christi über den Tod bleiben.

3. Für die Verantwortlichen der Nationen, daß sie sich nicht von Haß und Vergeltung leiten lassen. Mögen sie alles unternehmen, um zu verhindern, daß Vernichtungswaffen erneut Haß und Vergeltung säen können. Ihr Bemühen gehe dahin, der Dunkelheit der menschlichen Wechselfälle
mit Werken des Friedens zu begegnen.

4. Für die Menschen, die wegen des gewaltsamen Verlusts von Verwandten und Freunden weinen und leiden. Mögen sie sich in dieser leidvollen Stunde nicht von Schmerz, Verzweiflung und Rache überwältigen lassen, sondern auch in Zukunft an den Sieg des Guten über das Böse, des Lebens über den Tod glauben und sich für den Aufbau einer besseren Welt einsetzen.

5. Für alle, die bei diesen sinnlosen Terroranschlägen verletzt und in tiefes Leid gestürzt worden sind, damit sie bald ihr inneres Gleichgewicht und ihre Gesundheit wiedererlangen. Mögen sie, frei von nachtragenden und rachsüchtigen Gefühlen, in Dankbarkeit gegenüber dem Geschenk des Lebens in ihren Herzen den Wunsch nach Aufbau, Zusammenarbeit und Dienst für jede Lebensform nähren und zu Erbauern der Gerechtigkeit und des Friedens werden.

6. Für die Brüder und Schwestern, die im Wahn der Gewalt den Tod gefunden haben. Mögen sie im Frieden des Herrn ihre sichere Freude und das Leben ohne Ende finden. Ihr Sterben sei nicht umsonst gewesen, sondern es werde zum Sauerteig für eine neue Zeit der Brüderlichkeit und Zusammenarbeit zwischen den Völkern.

Der Heilige Vater:

O Herr Jesus, gedenke bei deinem Vater unserer verstorbenen Brüder und Schwestern und all jener, die leiden. Denke auch an uns, und laß uns mit deinen Worten beten:

Pater noster …

Allmächtiger und barmherziger Gott, wer Zwietracht sät, kann dich nicht verstehen, wer Gewalt liebt, kann dich nicht aufnehmen: Schau auf unseren leidvollen Zustand als Menschen, von grausamen Todes- und Terroranschlägen geprüft, tröste deine Kinder, und öffne unsere Herzen für die Hoffnung, damit unser Zeitalter wieder Tage der Ruhe und des Friedens erleben kann. Durch Christus, unseren Herrn.

Amen.

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HORA TERTIA EINEN MONAT NACH DEN
TERRORANSCHLÄGEN IN DEN USA AM 11. SEPTEMBER 2001

GEBET VON JOHANNES PAUL II.

Donnerstag, 11. Oktober 2001

Am 11. Oktober – einen Monat nach den schrecklichen Terroranschlägen in den USA – begannen die Synodenväter in Anwesenheit von Papst Johannes Paul II. die 16. Generalkongregation mit einem eindringlichen Gebet für den Frieden in der Welt. Der Papst richtete beim gemeinsamen Stundengebet, der »Hora tertia«, folgende Worte an die Synodenteilnehmer:

Brüder und Schwestern,
liebe Synodenväter,
einen Monat nach den unmenschlichen Terroranschlägen,
die in verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten von Amerika verübt wurden,
wollen wir die unzähligen unschuldigen Opfer erneut
der ewigen Barmherzigkeit des Gottes unserer Väter empfehlen.

Wir bitten um Trost und Beistand
für ihre Familienangehörigen und Verwandten,
die vom Schmerz niedergedrückt werden;
wir erflehen Kraft und Mut für alle,
die auch weiterhin an den Orten des schrecklichen Unglücks im Einsatz sind;
wir bitten darum, daß alle Menschen guten Willens
mit Beharrlichkeit und Ausdauer
auf den Wegen der Gerechtigkeit und des Friedens vorangehen.

Der Herr möge aus dem Herzen des Menschen
jede Form von Groll, Feindschaft und Haß entfernen
und mache ihn bereit zur Versöhnung,
zur Solidarität und zum Frieden.

Beten wir dafür, daß sich überall auf der Welt
die »Zivilisation der Liebe« ausbreiten möge …

Allmächtiger und barmherziger Gott,
es kann Dich nicht verstehen, wer Zwietracht sät,
es kann Dich nicht aufnehmen, wer die Gewalt liebt:
Schau auf unsere schmerzerfüllte Menschennatur,
die von abscheulichen Anschlägen des Terrors und des Todes heimgesucht wird,
tröste Deine Kinder und öffne unsere Herzen für die Hoffnung,
damit unsere Zeit noch Tage der Ruhe und des Friedens erlebe.

Durch Christus unsern Herrn.

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Vatikan: Erste Früchte des Geschwisterlichkeits-Dokuments

Ayuso Guixot (links) mit dem Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Al Maktoum

Dass die Vereinigten Arabischen Emirate ein Hohes Komitee gegründet haben, das die Umsetzung eines vom Papst mit unterzeichneten christlich-muslimischen Grundlagendokument vorantreiben soll, findet dieser Tage viel Lob. Franziskus begrüßt die Initiative ebenso wie der ägyptische Großimam Al-Tayyeb; mit ihm zusammen hatte der Papst im Februar in den Emiraten seine Unterschrift unter das „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen“ gesetzt. Im Hohen Komitee sitzt auch ein Vatikanvertreter: der spanische Kurienbischof Miguel Ángel Ayuso Guixot, Präsident des päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog. Er sagte uns: Der Hauptfeind des interreligiösen Dialogs ist die Angst.

Vatican News: Etwas mehr als sechs Monate nach der Unterzeichnung des „Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen“ in Abu Dhabi wurde für dessen Umsetzung ein Hohes Komitee eingesetzt, dessen Arbeit vom Heiligen Vater befürwortet wird. Welche Bedeutung hat diese neue Initiative für den Dialog zwischen Christen und Muslimen?

Ayuso: Wie bereits von verschiedenen Medien zum Ausdruck gebracht wurde, ist die Einrichtung dieses Komitees ein bedeutender Akt. Es geht in der Tat darum, die im Dokument über die Geschwisterlichkeit unter den Menschen enthaltenen Ideale zu fördern. Schließlich handelt es sich um eine Erklärung des gemeinsamen Engagements für den Frieden in der Welt, um sicherzustellen, dass zukünftige Generationen in einem Klima des gegenseitigen Respekts und des gesunden Zusammenlebens leben können. Das ist ein sehr edles Ziel! Ich bin dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Seiner Hoheit Scheich Mohamed bin Zayed Al Nahyan, dankbar, dass er sich für Initiativen einsetzt, die die Umsetzung der Ziele des Abu Dhabi-Dokuments leichter machen. Ich bin auch Papst Franziskus und dem Großimam von Al-Azhar dankbar, dass sie mit ihren Worten und ihrem Zeugnis das möglich gemacht haben, was der Kronprinz bei der Vorstellung dieses Hohen Komitees gesagt hat.

Hier eine Zusammenfassung des Interviews zum Hören:

Vatican News: Sie haben den Papst auf seiner Apostolischen Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate begleitet, am „Dokument über die menschliche Brüderlichkeit“ mitgearbeitet. Was beeindruckt Sie an dem Wunsch des Heiligen Vaters nach Dialog am meisten?

Ayuso: Zunächst möchte ich mich für sein unermüdliches Engagement zur Förderung des Dialogs bedanken. In Kontinuität mit den Päpsten, die ihm vorausgegangen sind, hört Papst Franziskus mit seinem Dialog des Respekts und der Freundschaft, mit Worten und Taten nie auf, die Welt und alle Menschen guten Willens zu ermahnen, drei Dinge zu fördern: Geschwisterlichkeit, Frieden und Koexistenz. Wir dürfen nicht vergessen, dass diese drei Elemente unerlässlich sind, wenn wir die Wunden unserer Welt wirklich heilen wollen. Sie sind das ABC unserer Zukunft. Viele haben an dem Projekt der Erklärung mitgewirkt, das meiner Meinung nach, wie Papst Franziskus sagen würde, an das Bild eines Polyeders erinnert. Ich betrachte es in der Tat in seinen vielen Aspekten als ein inklusives Dokument.

Vatican News: Der Heilige Vater und der Großimam von Al-Azhar haben die Einrichtung des Hohen Komitees gelobt, dem auch Sie angehören. Welche Aktivitäten wird dieses Komitee durchführen, was sind seine Erwartungen?

Ayuso: Gestatten Sie mir, als Präsident des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog meine persönliche Freude und Dankbarkeit über das Lob unseres Bruders, des Großimams von Al-Azhar, und des Heiligen Vaters, zum Ausdruck zu bringen. Im Moment kann ich zu den Aktivitäten nicht mehr sagen, als das, was bereits bei der Vorstellung zur Einsetzung des Komitees gesagt worden ist. Erwartungen habe ich aber viele – denn sobald ein Prozess begonnen hat, müssen wir nach Möglichkeiten suchen, um auf nationaler und internationaler Ebene viele internationale Gremien, soziale, religiöse, akademische und politische Führungskräfte, die vor allem junge Menschen ansprechen wollen, von der Basis nach oben und umgekehrt einzubeziehen.

Vatican News: In diesen Tagen diskutieren junge Muslime und Christen in Taizé über die Erklärung von Abu Dhabi. Wie können diese Initiativen „von der Basis aus“, also über den Dialog zwischen religiösen Führern hinausgehend, gefördert werden?

Ayuso: Es ist eine schöne Initiative, die sich in die Reihe der zahlreichen, bereits umgesetzten Initiativen einfügt und die zeigt, dass die Erklärung von Abu Dhabi sowohl vom Papst als auch vom Großimam als gemeinsame Verpflichtung unterzeichnet wurde. Die Veranstaltung in Taizé ist eine Bildungsinitiative für junge Menschen, aber wir müssen auch über die Ausbildung von Erziehern und Religionsführern nachdenken, damit die Zukunft, wie schon beim letzten Treffen in Rimini zum Ausdruck gebracht wurde, eine religiöse Zukunft sein kann.

Vatican News: Der Heilige Vater hat bei der Pressekonferenz auf dem Rückflug aus Abu Dhabi betont, dass diese Erklärung an Schulen und Universitäten studiert werden müsse. Wie weit ist dieser von Papst Franziskus vorgezeichnete Weg gediehen?

Ayuso: Wir sind dankbar für diesen guten Start, der bereits auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Regionen der Welt erfolgt ist. Ich erwähne hier keine Namen von Schulen oder Universitäten, um niemanden auszulassen – aber ich kann sagen: Wir sind auf dem richtigen Weg! Sicherlich bin ich davon überzeugt, dass wir durch das neu geschaffene Hohe Komitee die Verantwortlichen für Bildung und Wissenschaft weiter ermutigen können, auch durch die für die Bildung zuständigen offiziellen Strukturen, damit die Erklärung auf eine besser begründete Weise den Kern des Studiums und der Reflexion und des Austauschs an Schulen und Universitäten erreicht. Die Aussicht, sich selbst und einander in einer Kultur der Begegnung, Geschwisterlichkeit und des Friedens zu bilden, bringt zwangsläufig den Wunsch mit sich, in diesem Sinne auch die prägenden akademischen Wege in Schulen, Bildungseinrichtungen und Universitäten zu überprüfen. Ein erster konkreter Schritt wird darin bestehen, das „Dokument über die Geschwisterlichkeit“ zu studieren, zu reflektieren und zu verbreiten, wie es der Heilige Vater von uns verlangt hat. Ich möchte auch hinzufügen, dass der Papst in seiner Rede an der Theologischen Fakultät Süditaliens im vergangenen Juni in Neapel genaue Hinweise gegeben hat, wie eine „dialogorientierte Theologie“ aussehen kann. Ich bin mir sicher, dass das, was der Heilige Vater zum Ausdruck gebracht hat, auch die Möglichkeit bieten wird, das Dokument von Abu Dhabi zu vertiefen und zu verbreiten.

Vatican News: In einigen katholischen Kreisen wird behauptet, dass die Erklärung von Abu Dhabi, die den Dialog sucht, Gefahr laufe, in den Synkretismus zu verfallen. Wie kommentieren Sie diese Kritik?

Ayuso: Ich respektiere die Meinungen derjenigen, die glauben, dass die Erklärung von Abu Dhabi auch in gutem Glauben in Synkretismus oder Relativismus verfallen könnte. Ich glaube, dass die Angst der Hauptfeind des interreligiösen Dialogs ist. Die katholische Kirche erinnert an den Wert ihrer eigenen Identität, den Mut zur Andersartigkeit und die Aufrichtigkeit der Absichten. Es geht nicht darum, einen „Schmelztiegel“ zu schaffen, in dem alle Religionen als gleichwertig angesehen werden, sondern dass alle Gläubigen, die Gott suchen und alle Menschen guten Willens ohne Religionszugehörigkeit, die gleiche Würde haben. Wir müssen uns daher dafür einsetzen, dass Gott, der uns geschaffen hat, kein Grund zur Spaltung, sondern zur Einheit ist. Öffnen wir uns dem Abenteuer, Begleiter auf dem Weg jedes Menschen auf dem Weg zur Wahrheit zu werden. Die eigene Identität im „Mut zur Andersartigkeit“ zu leben, ist die Schwelle, die die Kirche von Papst Franziskus heute zu überschreiten bittet. Nur so kann die Treue zu Gott, in Jesus, zu einer neuen Geschichte werden, zum Aufbau einer Zivilisation des Bundes, die den Reichtum der Unterschiede im Frieden und im Austausch von Gaben umfasst. Der Pluralismus, nicht nur der religiöse, unserer Gesellschaften ist eine Realität, die uns einlädt, über unsere Identität nachzudenken, ohne die es keinen echten interreligiösen Dialog gibt.

Vatican News: In wenigen Tagen wird der achtzehnte Jahrestag der Anschläge vom 11. September begangen. Ein tragisches Ereignis, das die Thesen der Verfechter des „Zusammenstoßes der Kulturen“ nährte. Kann die Erklärung von Abu Dhabi hier als Gegenmittel fungieren?

Ayuso: Ich denke, dass die Erklärung von Abu Dhabi ein weltweiter Appell an die „Zivilisation der Liebe“ ist, die sich gegen diejenigen richtet, die einen Kampf der Zivilisationen wollen! Gebet, Dialog, Respekt und Solidarität sind die einzigen siegreichen Waffen gegen Terrorismus, Fundamentalismus und alle Arten von Krieg und Gewalt. Und sie sind Waffen, die Teil des geistigen Arsenals aller Religionen sind. Frieden ist ein kostbares Gut, ein Streben, das im Herzen jedes Menschen, ob Gläubiger oder Ungläubiger, wohnt und das jedes menschliche Handeln inspirieren sollte. Papst Franziskus sagte in seiner Rede auf der „Global Conference of Human Fraternity“ in Abu Dhabi, dass es keine Alternative gebe: Entweder wir bauen die Zukunft gemeinsam auf, oder es wird keine Zukunft geben. Vor allem Religionen können nicht auf die dringende Aufgabe verzichten, Brücken zwischen Völkern und Kulturen zu bauen. Es ist an der Zeit, dass die Religionen sich aktiver, mutiger und mutiger, ohne Ausflüchte, dafür einsetzen, dass die Menschheitsfamilie die Fähigkeit zur Versöhnung, die Vision der Hoffnung und die konkreten Wege des Friedens reifen lässt.

Vatican News: Das Komitee ist, wie die Erklärung, aus dem islamisch-christlichen Dialog hervorgegangen. Ist es möglich, an eine „Erweiterung“ der Initiative auch auf andere Religionen zu denken?

Ayuso: Die Erklärung geht auf den islamisch-christlichen Dialog im Rahmen einer globalen Konferenz über die Geschwisterlichkeit aller Menschen zurück. Und in diesem globalen Kontext wird die Botschaft der Erklärung weltweit als „neues“ Fenster geöffnet, das sich aus dem Geist von Assisi ergibt. Folglich ist diese universelle Botschaft der Geschwisterlichkeit, des Friedens und des gemeinsamen Zusammenlebens über das Wer, Wo und Wann hinaus integrativ und teilbar für alle Gläubigen aller Religionen, zusammen mit allen Menschen guten Willens. So werde ich beispielsweise im September nächsten Jahres in Madrid an dem von der Erzdiözese Madrid und der Gemeinschaft Sant’Egidio organisierten internationalen Treffen von Männern und Religionen sowie an einer Diskussionsrunde zum Thema menschliche Geschwisterlichkeit mit Vertretern verschiedener Religionen teilnehmen. Die monotheistischen Religionen müssen zusammen mit allen anderen daran arbeiten, dass das, was von Papst Franziskus und dem Großimam unterzeichnet wurde, von allen zum Wohle der Menschheit verbreitet und gelebt wird. In diesem Sinn wird das neue Komitee ein wertvolles Instrument sein. Ich möchte mich nochmals persönlich für die positive Bewertung bedanken, die unser Bruder, der Großimam von al-Azhar, den Medien gegenüber abgegeben hat und der ich mich im Namen des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog als dessen Präsident anschließe.

Das Interview führte Alessandro Gisotti.

(vatican news)

Papst Benedikt XVI. [2009]: Das Miteinander der Religionen

Gemäß Papst Benedikt XVI. [ZG09051213 – 12.05.2009] „hören die Gläubigen der großen monotheistischen Traditionen (also die Juden und die Christen und die Muslime) – wie Abraham – auf Gottes Stimme, sie antworten auf seinen Ruf und ziehen aus; sie suchen nach der Erfüllung seiner Verheißungen, streben danach, seinem Willen zu gehorchen…“

Er, der Papst, will nicht zu jenen gehören, die „schnell damit zur Hand sind, auf die offensichtlichen Unterschiede zwischen den Religionen hinzuweisen“, „die uns glauben machen, dass unsere Unterschiede zwangsläufig Anlass zur Uneinigkeit geben und sie daher höchstens toleriert werden können“, sondern er will vielmehr „deutlich deren Gemeinsamkeiten verkünden“.

Er glaubt, „dass eine Einheit möglich ist, die nicht von der Gleichförmigkeit abhängt“, dass „unsere Verschiedenheiten niemals fälschlich als unvermeidlicher Grund für Reibereien oder Spannungen hingestellt werden dürfen, weder unter uns selbst noch in der Gesellschaft im ganzen“, dass „ein Leben in Treue zur Religion (gleich welcher) ein Widerhall von Gottes Gegenwart ist, die in unsere Welt hineinbricht“, dass (alle) „gemeinsam verkünden können, dass Gott existiert, dass man ihn erkennen kann, dass die Erde seine Schöpfung ist und dass wir seine Geschöpfe sind und dass er jeden Menschen aufruft, so zu leben, dass er seinen Plan für die Welt achtet“, dass „die Verschiedenheiten den Menschen unterschiedlicher Religion eine wunderbare Gelegenheit geben, in tiefer gegenseitiger Achtung, Wertschätzung und Anerkennung zusammenzuleben und einander auf Gottes Wegen zu ermutigen“.

Für Benedikt XVI. „ist die Wahrheit weit davon entfernt, die Toleranz gegenüber Unterschieden [der Religion] zu gefährden“; „vielmehr ermögliche sie einen Konsens“.

Nun müssen wir uns folgende Fragen stellen: Hören die Muslime, die Juden auf Gottes Stimme? Antworten sie auf Seinen Ruf? Suchen sie nach der Erfüllung Seiner Verheißungen, streben sie danach, Seinem Willen zu gehorchen? Auf alle diese Fragen muss ein gläubiger Christ doch in aller Deutlichkeit mit einem dreifachen NEIN! antworten. Gottes Stimme ist doch das WORT GOTTES, der LOGOS, JESUS CHRISTUS, der MENSCH gewordene GOTTES-SOHN, der GOTT-MENSCH. Gottes Ruf ist doch DAS EVANGELIUM CHRISTI; die Erfüllung Seiner Verheißungen ist doch Seine MENSCH-WERDUNG, Sein Leben und Wirken und Lehren unter uns Menschen, Sein uns erlösender Opfertod am Kreuz, Seine Auferstehung, Seine Sendung des Heiligen Geistes, die Gründung Seines Reiches, der KIRCHE! Das ALLES bestreiten, leugnen und verurteilen doch sowohl die Muslime wie die Juden. Und das gibt zwangsläufig Anlass zur Uneinigkeit, und von uns Christen kann diese Widersetzlichkeit gegen Gott niemals gutgeheißen, auch nicht verharmlost und entschuldigt, sondern höchstens toleriert werden.

Es gibt für uns Christen keine Gemeinsamkeiten zu verkünden zwischen uns und den Anti-Christen. Auch das scheinbar Gemeinsame ist nicht das Gleiche, bedeutet nicht Dasselbe, dient nicht Demselben. Unsere Verschiedenheiten sind in der Tat „unvermeidlicher Grund für Reibereien und Spannungen“, Dissens, Ablehnungen und Verurteilungen; denn ein Leben in Treue zu einer falschen Religion ist niemals ein Widerhall von Gottes Gegenwart, die in unsere Welt hineinbricht, sondern ein Widerhall Seines Widersachers, der die Gegenreligion(en) inspiriert und konstruiert.

Wir Christen können mit unseren erklärten Gegnern nicht „gemeinsam verkünden, dass Gott existiert, dass man Ihn erkennen kann…, dass Er jeden Menschen aufruft, so zu leben, dass er Seinen Plan für die Welt achtet“; denn der Gott der Muslime und der Juden ist nicht der Gott der Christen; unser Gott ist drei-persönlich: Vater, Sohn und Heiliger Geist, und unser Gott ist in JESUS CHRISTUS MENSCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt, gewirkt, gelehrt, gelitten, gestorben, ist glorreich auferstanden, in den Himmel aufgefahren, wo Er zur Rechten des ewigen Vaters thront und von wo Er kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten.

Denn die Muslime und die Juden leben nicht so, dass sie Gottes Plan für die Welt achten. Sie bestreiten ihn ja, diesen ausgeführten Plan, und verachten ihn und werden – jetzt sogar mit dem Segen Benedikt XVI. auf ihren Irrwegen voranschreiten, indem sie all das achten, was sie von uns unterscheidet.

Paul Otto Schenker

Islamische Weltliga begrüßt „Geschwisterlichkeits-Dokument“

Die Islamische Weltliga begrüßt das „Geschwisterlichkeitsdokument“ mit dem Vatikan (AFP or licensors)

Diese Woche kündigten die Vereinigten Arabischen Emirate an, den interreligiösen Dialog zwischen Islam und Christentum intensivieren zu wollen. Dazu soll ausgehend vom „Geschwisterlichkeitsdokument“, das Papst Franziskus und der Großimam der Kairoer Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmad Al-Tayyeb, am 4. Februar in Abu Dhabi unterzeichnet hatten, ein „Hohes interreligiöses Komitee“ gegründet werden. Die Islamische Weltliga begrüßt dieses Vorhaben.

Mario Galgano und Luca Collodi – Vatikanstadt/Rimini

Aufgabe des Komitees sei es, Vorschläge und Ziele der katholisch-islamischen Absichtserklärung umzusetzen. In dem „Dokument über die Geschwisterlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ verurteilen der Papst und der Großimam Extremismus im Namen Gottes und werben für die Menschenrechte sowie praktische Zusammenarbeit der Religionen bei der Lösung von Konflikten, in Sachen Umweltschutz und sozialer Gerechtigkeit.

Muhammad bin Abdul Karim Issa ist Generalsekretär der Islamischen Weltliga und derzeit in Rimini beim „Katholikentreffen“ der Bewegung „Comunione e Liberazione“ dabei. Dort haben wir ihn gefragt, wie denn die islamische Welt auf das Dokument von Abu Dhabi reagiert habe:

„Wir haben die Konzepte des Dokuments sehr positiv aufgenommen. Es ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Vatikan, der Al-Azhar-Universität und der islamischen Einrichtung in Mekka. Wir teilen die selben hohen Menschenwerte. Alle islamischen Theologen der Welt sind sich somit darüber einig, was in dem Dokument über Geschwisterlichkeit festgeschrieben steht.“

Hohe Akzeptanz

Über 1.200 islamische Theologen und Muftis hätten ein gemeinsames Dokument unterzeichnet, in dem das Dokument von Abu Dhabi gewürdigt wird, erinnert der Generalsekretär der Islamischen Weltliga.

„Die Islamische Weltliga unterstützt alle Bemühungen, die die Würde und das Leben der Menschen fördern, egal in welcher Gegend der Welt sie leben und welche Religionszugehörigkeit sie haben. Wir sind dankbar für den Einsatz, den Papst Franziskus diesbezüglich zeigt. Er fördert wahrlich die Geschwisterlichkeit unter den Menschen und ist ein Brückenbauer.“

Dem neuen Gremium untersteht auch das „Haus der Abrahamitischen Familie“ in Abu Dhabi, das ebenfalls interreligiöse Aktivitäten fördern soll. Die Zeitung „The National“ zitiert Kronprinz Mohamed bin Zayed, demzufolge das neue Gremium nicht nur in den Emiraten, sondern auch in anderen Teilen der islamischen Welt „Toleranz, Zusammenarbeit und Zusammenleben“ fördern soll.

Franziskus als Mann des Friedens

„Papst Franziskus ist für uns ein Mann des Friedens und der Liebe. Ich habe ihm persönlich dafür gedankt. Das habe ich auch im Namen aller Muslime der Welt getan. Er trägt derzeit viel dazu bei, dass der Friede in der Welt gefördert wird. Ich habe gebetet, dass er lange leben wird.“

Mitglieder des Komitees sind den Berichten zufolge unter anderem der Präsident des Päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog, Bischof Miguel Ayuso Guixot, der Präsident der Al-Azhar-Universität, Mohamed Mahrasawi, sowie der Privatsekretär des Papstes, der ägyptische Priester Yoannis Lahzi Gaid. Weiter gehören zum Komitee ein islamischer Richter und Berater des Großimams, der Generalsekretär des muslimischen Ältestenrates sowie der Präsident der Kultur- und Tourismus-Abteilung in Abu Dhabi.

(vatican news/kna)

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Bat Ye’or: Es ist nicht zu spät…

Bat Ye’or: Dies ist nicht das erste Mal, dass ich vor einem christlichen Publikum spreche. Ich bin eine Tochter Israels, die Schritt für Schritt die Qualen, den Todeskampf und das Ende des größten christlichen Reiches, das durch die Arabisch-Muslimische Invasion zerstört wurde, studiert hat. Dadurch habe ich die Art der modernen und doch so alten Bedrohung früh erkannt. Mein Buch, Der Niedergang des orientalischen Christentums, war eine lange, schmerzhafte Reise, die ich in Gesellschaft von Geistern unternahm. Sie führte mich zu zerstörten Städten, verlassenen Dörfern und Orten, die dem Jahrtausende währenden Djihad im Weg standen. Und ich habe mir folgende Frage gestellt: Was hat den Glauben, den Widerstand der Christen am Leben erhalten?

Die Beschreibungen der an ihnen vollbrachten Gräueltaten waren durchsetzt mit biblischen Wehklagen. Über die Jahrhunderte hinweg gingen die Christen- und Judenverfolgungen in islamischen Ländern Hand in Hand. Ich nenne den islamischen theologischen und rechtlichen, die Juden und Christen betreffenden Kontext: Dhimmitum. Wir leben heute in einer Zeit des weltweiten Djihad und Dhimmitum. Der ist das religiöse Streben die Dominanz des Islam auf die gesamte Welt auszubreiten. Dies ist eine muslimische religiöse Pflicht.

Der militärische Djihad deckt mehrere Bereiche ab: Krieg, Terrorismus, Entführung, Erpressung, Versklavung und Bedingungen für einen Waffenstillstand. Der „soft-jihad“ – der gedämpfte Djihad – umfasst den geistlichen Djihad, der friedlich geführt wird, durch Propaganda und Proselytismus (da’wa); Umsturz der westlichen Kultur und Zivilisationen durch Multikulturalismus und die Einführung der Werte und Gesetze der Scharia in Europa; darunter die Korruption einflussreicher Nicht-Muslime in hohen Positionen, um die Verbreitung des und Eroberung durch den Islam zu begünstigen. Der Djihad ist so alt wie der Islam selbst. Es ist eine Ideologie, eine Doktrin, ein Gesetz basierend auf religiösen Texten. Er beruht auf einer weltweit-greifenden Strategie, auf einer Vision für die Welt, und heutzutage breiter er sich durch ein globales Netzwerk aus. Der Djihad wurde 13 Jahrhunderte lang gegen Nicht-Muslime geführt, hauptsächlich gegen die Christen.

Gemäß der Djihad Doktrin hat die nicht-muslimische Bevölkerung eine Wahl: Zum Islam konvertieren oder sich der muslimischen Oberherrschaft beugen und Schutzgeld, die Dschizya, zahlen. Sie werden ein beschütztes Volk – die Dhimmi. Wenn beides abgelehnt wird, werden sie mit Krieg und damit einhergehenden Massakern, Zerstörung und Versklavung konfrontiert.

Die Dhimmi müssen den Islam annehmen und tyrannisierende und diskriminierende Sharia-Gesetze akzeptieren. Das nenne ich Dhimmitum. Der Djihad und das Dhimmitum sind die zwei Kräfte, die die einheimische nicht-muslimische Bevölkerung in ihren jeweiligen islamisierten Heimatländern stark geschwächt haben. Das islamische Gesetz behandelt die Rechte und Verpflichtungen der Dhimmis detailliert. Das Dhimmitum ist mit dem Djihad verknüpft und sie ist wie der Djihad eine theologische, politische und rechtliche Institution. Das Dhimmitum ist im Prinzip die friedliche Weiterführung des Djihad, denn das Dhimmitum hat die großen nicht-muslimischen Mehrheiten, vor allem die der Christen, die erobert und unterworfen wurden, zerstört. Kriege werden auf mehreren Ebenen ausgetragen, doch die spirituelle Ebene ist wahrscheinlich die wichtigste. Die theologischen Divergenzen, die wir – Juden und Christen – mit dem Islam haben, wurden verschleiert. Wir müssen sie jedoch kennen, um sie lösen zu können. Wir müssen wissen, dass der Koran biblische Namen wie Adam, Noah, Abraham, einige Könige Israels und Jesus als muslimische Propheten nennt, die den Islam predigten. Die Figuren aus dem Koran unterscheiden sich jedoch stark von denen in der Bibel. Für die Muslime ist Jesus ein muslimischer Prophet namens Isa.

Wir haben also einen Jesus namens Isa, ein muslimischer Prophet, der mit dem jüdischen Jesus, der „geboren war in Bethlehem in Judäa“ (Matthäus 2:1), konkurriert.

Die Aufgabe des muslimischen Jesus ist es, das Christentum und alle anderen Religionen zu zerstören. Aus islamischer Sicht ist das Christentum eine Falschdarstellung des Islams und der wahren Botschaft Isa’s, die dieselbe ist, wie die die Mohammed erhalten hat. Daraus ergibt sich, dass ein guter Christ ein Muslim ist. Das wahre Christentum ist demnach der Islam. Folglich ist die wahre Bibel der Koran, und die Heiligen Schriften der Juden und Christen sind nur Falschdarstellungen und die biblischen Figuren sind muslimische Propheten, die den Islam predigten.

Was sind also die Konsequenzen?

1) Die biblischen Erzählungen aus dem Heiligen Land ist die muslimische Geschichte und Juden und Christen haben dort keine Geschichte, da sie erst nach dem Islam kamen.

2) Die Muslime bestreiten, dass sich das Christentum aus dem Judentum ergeben hat, denn sie glauben, dass es eine Falschdarstellung des Islams sei. Aus diesem Grund haben einige palästinensische und arabische Kirchen (vor allem das Sabeel Zentrum in Jerusalem) versucht, sich dem Islam anzunähern, indem sie die jüdischen Wurzeln des Christentums zerstören wollten. Dies ist eine stärker werdende Bewegung in Europa, die durch die antisemitische/antizionistische Bewegung, entstanden durch Palestinianismus unterstützt wird.

Palestinianismus ist das beste Mittel, um das Christentum zu zerstören. Im islamischen Kontext verkörpern die Palästinenser die djihadistische Ideologie gegen Ungläubige sowie die muslimische Replacement Theologie. Der Krieg Palästinas gegen Israel basiert auf der Lehre des Korans, dass alle biblischen Propheten, Könige und Jesus muslimische Propheten seien, und dass die Bibelgeschichte eigentlich eine muslimische Geschichte sei, deren Wahrheit im Koran und nicht in der Bibel begründet liegt.

Der Druck durch den palästinensischen Terrorismus in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts sowie der Ölboykott im Oktober 1973 verwickelten Europa in den Djihad Palästinas gegen Israel. Seit 1973 ist der palästinensische Djihad eine gemeinsame Euro-arabische politische und kulturpolitische Angelegenheit: Dies ist der Ursprung von Eurabien. Europa hat sich in eine selbstmörderische Dynamik gebracht, als es den Djihad Palästinas gegen Israel gerechtfertigt hat. Diese Dynamik legitimiert die eigene Zerstörung und die Zerstörung des Christentums. Die gesamte Eurabia-Politik konzentriert sich darauf, Europa mit der muslimisch-arabischen Welt zu vereinen, während gleichzeitig die Verbindungen mit Israel und den geistlichen Wurzeln unterdrückt werden.

Der Krieg der Kultur und der Medien in Europa mit dem Bestreben Israel zu delegitimieren bestätigt die muslimische Ansicht, dass Juden und damit auch die Christen keine historischen Wurzeln im Heiligen Land haben. Wenn die Juden im Heiligen Land keine Legitimierung haben, dann gilt das ebenso für die Christen, da Jesus der muslimische Jesus – Isa – ist. Eine weitere Folge der muslimischen Replacement-Theologie ist, dass wenn wir von jüdisch-christlichen Werten sprechen, wir eigentlich muslimische Werte meinen, da es keine jüdisch-christlichen Werte gibt, denn sowohl das Christen- als auch das Judentum haben sich aus einer falschen Wiedergabe des Islams entwickelt. Und wenn wir über biblische Erzählungen und Personen sprechen, bzw. deren Ikonographie, beleidigen wir die Muslime, da sie nicht in das Modell des Koran passen.

Ich denke, dass wir heute in einer Zeit leben, in der der Djihad und das Dhimmitum eine Wiederbelebung erfahren. Diejenigen von ihnen, die im Südsudan und in Darfur gearbeitet haben und die Gräueltaten dort gesehen haben, werden die in meinen Büchern oder irgendwelchen muslimischen Texten beschriebene Taktik des Djihad erkennen, die seit dem 8./9. Jahrhundert verfolgt wird. Was im Sudan, in Darfur, Irak, Libanon, Israel und an anderen Orten geschieht, weckt die Erinnerung an Geschehnisse, die Christen und Juden in diesen Gebieten schon vor mehr als einem Jahrtausend beschrieben haben. Wir sehen immer wieder dieses Schema endloser Kriege und Verfolgungen von Juden und Christen; in Anatolien, auf dem Balkan und in den Küstengebieten des Mittelmeerraums sowie auf den europäischen Inseln.

Jahrhundertelang haben wir immer wieder dieselbe Taktik des Djihad gesehen, die immer und immer wieder gegen Juden und Christen in verschiedenen Gegenden auf der Welt eingesetzt wurde. Christen und Juden werden für Lösegeldforderungen entführt. Dies war in allen islamischen Ländern üblich. Geschichtliche Zeugnisse solcher Fälle sind zahllos. Im Archiv des Vatikan gibt es Unmengen von Briefen christlicher Familien, die um Geld bitten, damit sie das Lösegeld für zahllose europäische Christen, Männer, Frauen und Kinder, die entführt und versklavt wurden, bezahlen können. Dies ging jahrhundertelang so. Und dies sind nur die katholischen Fälle. Dasselbe passierte aber auch tausend Jahre lang in anderen, christlichen Kirchen. Heute werden junge koptische Christinnen in Ägypten entführt, um sie zu zwingen zu konvertieren.

Die Wiederbelebung des Djihad-Gedankens im Islam hat das Dhimmitum gegen Nicht-Muslime – vor allem gegen Christen, da fast alle Juden nach dem 2. Weltkrieg entweder geflohen oder vertrieben waren – wieder verstärkt. Das Dhimmitum gegen Juden und Christen steht in den Gesetzen der Scharia und wurde von den europäischen Kolonialmächten im 20. Jahrhundert nur mit größten Mühen abgeschafft. Anti-jüdischer Hass ist immer verbunden mit anti-christlichem Hass und anders herum, da es aus derselben religiösen Quelle stammt.

Jahrzehntelang wurden Europäer durch die Verleugnung der Geschichte des Djihad und des Dhimmitums konditioniert. Die Nichtanerkennung Israels geschichtlicher Legitimierung in seinem eigenen Land unterstützt das Replacement durch eine nach dem Djihad gerichtete Weltordnung mit den islamischen Vorstellungen von Gerechtigkeit, die alle nicht-muslimischen Religionen herabsetzt oder unterdrückt. Dieselbe Doktrin verleugnet Europas eigene Souveränität und Legitimität und rechtfertigt den Djihad gegen Europa – gegen das Christentum. Diese westliche Einwilligung in den gegen Israel geführten Djihad hat seine eigenen Werte verdreht und hindert Europa daran, die Gefahren für sein eigenes Fortbestehen zu erkennen.

Für die Christen spielt Israel in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle, da der Djihad im Namen der Replacement-Theologie geführt wird, damit Jesus durch Isa und die Evangelien durch den Koran ersetzt werden. Die Bibel verbindet die Christen mit den Juden. Wenn die Christen dieses Band lösen wollen, dann müssen sie auf das Alte Testament, mit den 10 Geboten, den Propheten, den Psalmen und vielem mehr verzichten. Dann müssen sie einen Weg finden, wie sie das Evangelium mit dem muslimischen Isa des Korans verbinden können. Dies ist Ziel der Palestinänsischen Befreiungstheologie. Die Herausforderung vor der die Christen nun stehen ist nicht nur der militärische Djihad sondern auch ein spiritueller/kultureller Djihad, der in der Islamisierung der christlich-theologischen Wurzeln stattfindet. Und dies ist die spirituelle Bedeutung Israels für die heutigen Christen. Der Djihad gegen Israel ist auch ein Krieg gegen die christliche Welt.

Heute vertrete ich die Meinung, dass Europa das neue Land des Dhimmitums geworden ist. Und ich erkläre ihnen auch warum. In meinem jüngsten Buch Eurabia, beschreibe ich die Ursachen des Dhimmitums in Europa. Politisch und intellektuell sind wir darauf vorbereitet worden Dhimmis zu werden, ohne dass wie das bemerkt hätten, da wir die Zeichen nicht erkennen, da die Geschichte verleugnet wurde. Ich werde an dieser Stelle vier Punkte anführen:

1) Die Muslime betrachten die jüdisch-christliche Bevölkerung als nicht existent. Unsere europäischen Politiker haben daher beschlossen, dass Europa keine jüdisch-christlichen Wurzeln besitzt, um die muslimische Immigranten-Bevölkerung integrieren zu können. Wir verlieren dadurch den wichtigsten Teil unsere Identität.

2) Das muslimische Gesetz verbietet es Nicht-Muslimen, unter Androhung von Schmerz und Tod, den Islam und die Scharia zu kritisieren. Die Europäische Union hat, aus Angst die Muslimen zu verärgern, in diese Regel eingewilligt und hat die Herrschaft des Terrors und der Diskriminierung gegen Christen in muslimischen Ländern verschleiert.

3) Aus demselben Grund unterdrücken die EU Politiker jede Form von Kritik am Djihad. Wir sollen die muslimischen Ansichten, dass der Djihad immer gerecht sei, da er die Gesetze Allahs umsetzt und den Unglauben erniedrigt, respektieren. Aus unserer Sicht war und ist der Djihad ein Krieg zum Zweck des Völkermords. Es wird von uns erwartet, dass wir ihn lobpreisen. Als der Papst bei seiner Ansprache in Regensburg einen byzantinischen Kaiser des 15. Jahrhunderts zitierte indem er sagte, dass der Islam durch das Schwert verbreitet wurde, protestierten die Muslimen und beschuldigten ihn der Islamophobie. Sie sagten, dass der Islam sich friedlich entwickelt hätte. Wir sollen dien Djihad bewundern und jedwede Kritik vermeiden, obwohl der Djihad die christliche Welt zerstört hat. Wir sehen also, dass der spirituelle Krieg gegen die jüdisch-christlichen Werte unseren Geist so konditionieren will, dass wir das lobpreisen, was uns zerstören wird.

4) Für die Muslime ist die Quelle des Bösen auf dem Planeten immer der Unglaube. Deshalb werden der Westen, Amerika, Israel immer für den Terrorismus und die von Muslimen begangenen Verbrechen verantwortlich gemacht. In einem Hadith steht: „Am Tag der Wiederauferstehung werden Menschen unter den Muslimen sein mit Sünden so schwer wie ein Berg und Allah wird ihnen vergeben und die Juden und Christen an ihre Stelle setzen.“ (Muslim, vol. 4, Kap. 1149, 6668). Es gibt viele Hadithe, die besagen, dass die Sünde von den Schultern der Muslime genommen und auf die Christen und Juden übertragen wird. Seltsam ist, dass die Christen diese Argumentation akzeptieren anstatt in dieser Djihad Doktrin der Vorherrschaft der Muslimen über alle anderen die wahre Quelle von Krieg und Terror zu sehen. Stattdessen verurteilen sie Israels Existenz und Selbstverteidigungspoltik. Die Christen haben sogar unbewusst die muslimische Schuldverlagerung verinnerlicht. Sie haben die Ansicht des Djihad, dass der Widerstand der Opfer des Djihad eine islamophobische Aggressionstat sei, angenommen.

Wir leben in einer Zeit des globalen Djihad, woraus sich morgen ein nuklearer Djihad entwickeln kann und wir wissen es nicht. Ebenso wenig wissen wir, wie wir uns verteidigen können gegen den ideologischen Krieg. Wir leben in einer Zeit des Dhimmitums, wir sind vom Dhimmitum konditioniert, die muslimische Version unserer Geschichte zu akzeptieren und wir erkennen dies nicht, weil der historische Rahmen der Djihad und Dhimmitum-Vergangenheit verschleiert wurde.

Lassen Sie mich dies zusammenfassend so ausdrücken: Es gab über Jahrzehnte einige glaubensübergreifende Dialoge, doch nur wenig wurde erreicht. Europa hat Abermilliarden an muslimische Länder weltweit gezahlt, um sich seine Sicherheit zu erkaufen, doch die Djihad-Kultur erstrahlt in Europa und in den Arabischen Ländern trotz der Europäischen „Appeasement-Politik“ in neuer Blüte. Palestinianismus zusammen mit der muslimischen Replacement-Theologie waren die Mittel, die zur Islamisierung und zum Dhimmitum in Europa führten. Europa hat seine eigene Geschichte vernebelt indem es den muslimischen Djihad gegen Israel unterstützt hat. Nun steht es vor einem globalen Djihad und kann die Situation weder richtig einschätzen noch sich verteidigen. Ein Kontinent, der sein Überleben an Appeasement-Politik, Ehrerbietung und Selbstverleugnung koppelt, ist bereits ein toter Kontinent.

Israel repräsentiert die Befreiung der Menschheit von der Versklavung durch Dhimmitum, während Palästina für die Djihad- und Dhimmitum-Ideologie steht, die auf der Replacement-Theologie basiert. Europa, das durch Palestinianismus versklavt wurde, hat die Knechtschaft anstatt die Freiheit gewählt.

Wenn wir wollen, dass Friede herrscht, muss die muslimische Welt die Ideologie des Djihad verbannen und anerkennen, dass Juden und Christen anders und nicht abtrünnige Muslimen, die zum Islam zurückkehren müssen, sind. Und dies muss mit der muslimischen Anerkennung der Legitimität Israels beginnen, denn der Djihad hat gegen die Juden begonnen und kann nur enden, wenn die Juden und Israel wieder rehabilitiert sind. Dadurch werden dann auch die Christen und alle anderen Nicht-Muslimen rehabilitiert. Wir können dies erreichen, wenn wir die Wahrheit aussprechen und das Wissen über den Djihad und das Dhimmitum weiter geben. Dann werden zahlreiche friedlichen Muslime, die die Hass-Ideologie des Djihad abgelegt haben, die von vielen abgelehnt oder ignoriert wird, zu uns stoßen und mit uns gemeinsam den Frieden etablieren.

Wir können den friedlichen Muslimen aber nur helfen, wenn wir uns selbst helfen können. Und nicht, wenn wir uns von dem Dhimmitum ergreifen lassen. Wenn Sie nun noch eine Minute haben, sage ich Ihnen, dass die Zukunft Europas in Ihren Händen liegt. Sie müssen agieren, um ihre Werte und das zu retten, was das Christentum aufgebaut hat. Wenn sie aber tatenlos bleiben, dass werden sie erfolglos sein, denn die Zeit ist schon mehr als reif. Sie sind nicht schuld, wenn sie nichts wissen, aber es ist Ihre Aufgabe zu wissen, um dann andere zu lehren und selbst zu lernen – es ist Ihre Verpflichtung zu lernen und jene anzuweisen, die nicht lernen können – es liegt in Ihrer Verantwortung.

Quelle: Kirche in Not

Die grundlegendste Gottes-Lehre des Christentums ist, dass GOTT MENSCH geworden ist in JESUS CHRISTUS

Das „Fundamentaltheologische“ (oder: die grundlegendste Gottes-Lehre) des Christentums ist: dass GOTT MENSCH geworden ist im (von Anfang an) verheißenen Messias, in JESUS CHRISTUS, dem WORT Gottes (Logos), dem SOHNE Gottes, aus MARIA, der JUNGFRAU, durch das (Ein-)Wirken des HEILIGEN GEISTES. Und dies ist dann auch die Offenbarung über die Dreipersönlichkeit GOTTES. Wir Gläubigen wissen von der Dreifaltigkeit Gottes durch den göttlichen Gesandten (Messias), im GLAUBEN an IHN!

Die recht verstandene christliche Dreifaltigkeitslehre kann dem islamischen und jüdischen Monotheismus nur dann und nur dazu einen Dienst leisten, wenn und dass sich die Anhänger dieser Irrlehren, diese Anti-Christen zu CHRISTUS bekehren.

GOTT wird erkannt durch den Glauben an diesen JESUS CHRISTUS. Und die Kriterien für Gottes Offenbarung sind keine anderen als diejenigen, die dieser JESUS CHRISTUS uns Menschen gegeben hat. Er ist die (unerschöpfliche, reine) QUELLE der Gottes-Offenbarung.

Die einzige Weise, überhaupt von GOTT zu wissen, besteht NICHT in der Anerkennung unseres Geschaffenseins, sondern in der Annahme des Zeugnisses des geschichtlich ausführlichst beschriebenen und bestverbürgten JESUS von Nazareth; denn nur ER vermittelt überhaupt wahre, unverfälschte Kenntnis von GOTT, weil ER höchstpersönlich GOTT ist! Viele Menschen anerkennen durchaus, dass sie „geschaffen“ (also nicht aus sich selbst oder per Zufall) sind und wissen damit dennoch noch nichts von GOTT.

Das Grundanliegen des Korans in allen seinen Aussagen ist NICHT, die Absolutheit Gottes zu wahren und dass um keinen Preis irgendetwas in der Welt vergöttert werde und auch Gott als den Barmherzigen zu preisen, sondern die christliche Lehre von der Dreifaltigkeit, bzw. Dreipersönlichkeit GOTTES als Gotteslästerung und die Gottheit Christi als „Vergötterung“ zu verurteilen und Gott nur insofern als Barmherzigen zu heißen, als er für die „Gläubigen“ „barmherzig“ ist, und das heißt nun einmal nur für diejenigen, die objektiv UN-gläubig sind, die den wahren dreifaltigen Gott und insbesondere GOTT JESUS CHRISTUS leugnen. Die eigentliche Offenbarung (des Korans) ist somit nicht die der Barmherzigkeit Gottes, sondern die als „Barmherzigkeit“ falschmünzerisch bezeichnete teuflische Un-Barmherzigkeit des vom Widersacher konstruierten Gegen-Gottes „Allah“.

Kriterium für Offenbarung ist NICHT, dass sie sich als das umfassende Licht über alles verstehen lässt und unüberbietbar ist. (Übernatürliche, religiöse) Offenbarung ist das Kundmachen von Wahrheiten, die den Menschen natürlicherweise unzugänglich sind. Und solche Offenbarungen können nicht „umfassendes Licht über alles“ sein, sondern „nur“ Licht über Einzelnes und Mehreres. Und jede solche Offenbarung ist überbietbar, aber nie so, dass das neu Gebotene dem bisher Gebotenen widersprechen könnte.

Ein Glaubensgeheimnis hat nichts mit Unverständlichkeit zu tun, sondern meint einen Sachverhalt, den man nicht an der Welt ablesen kann, der einem deshalb nur durch das Wort (Gottes) offenbar werden kann und dessen Wahrheit nur im (wahren) Glauben selbst erkannt wird.

Die „Gemeinschaft der (wahrhaft) an Christus Glaubenden“, also der „mystische Leib Christi, die Kirche“ kann sich NICHT als das über sie selbst hinausweisende „Sakrament“ der Einheit ALLER Menschen erweisen, weil eine Einheit ALLER Menschen im Heiligen und Heiligenden, also im „Sakra(menta)len“ in dieser Welt und Zeit nicht möglich ist. Und überdies würde, selbst wenn diese umfassende Einheit möglich wäre, die dann bestehende Einheit der „Vielen“ (oder aller Menschen) nichts anderes sein als die Einheit der „Wenigen“ (oder nicht aller Menschen). Die Kirche war immer schon die EINE und EINIGE, und nichts weist über sie hinaus, als wiederum nur sie selbst; denn sie ist das vollkommene REICH GOTTES in jedem Entwicklungsstadium.

Paul Otto Schenker

JOHANNES PAUL II. UND DER ISLAM

(Aus meiner Zeitschrift „WAHRHEIT + KLARHEIT“, 1. Jahrgang, Nr. 3, März 1991)

 

Seit der unseligen „Erklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen“ (Nostra aetate) des II. Vatikanischen Konzils fühlen sich auch die Päpste, allen voran Johannes Paul II., wie absolut gebunden, dem Buchstaben und Geist dieser Deklaration (und der übrigen Dokumente) vollumfänglich nachzuleben. Sie kümmern sich dabei offenbar überhaupt nicht um das von ihren Vorgängern und früheren Konzilien, von den Kirchenvätern und Kirchenlehrern, ja nicht einmal um das von der Heiligen Schrift Gelehrte. Für Johannes Paul II. ist das letzte Konzil in all seinen Erklärungen, Dekreten und Konstitutionen eine „Ausgießung des Heiligen Geistes“ und damit der „letztgültige Wille Gottes“. Es käme ihm nicht in den Sinn, diese Neuinterpretationen des Konzils einmal regelrecht zu „hinterfragen“, sie am Früheren, Vorherigen, Bestandenen, ernsthaft und umfassend zu prüfen (oder prüfen zu lassen). Ich weiß, man rechtfertigt sich im allgemeinen damit, dass man sagt, der Heilige Geist habe jetzt – für unsere Zeit – eben eine neue Gangart, neue Verhaltensweisen bestimmt. „Alles zu seiner Zeit“, lautet etwa einer dieser Sprüche. Selbstverständlich gibt es berechtigte, ja geforderte (äußerliche) Anpassungen an die Orts- und Zeitumstände. Aber darum geht es hier ja gar nicht. Es handelt sich vielmehr um eine ganz klare Abkehr von der bisherigen beständigen Lehre und Praxis. Wenn es in dieser Erklärung etwa heißt: „Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie (die Kirche) jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“ oder „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim…“, dann ist das erstens eine dreiste Behauptung über die Köpfe (Seelen) derer hinweg, die die Kirche ausmachen, und die man gar nicht befragt hat, und zweitens ein Affront gegen unzählige (kanonisierte) Heilige (Kirchenväter, Kirchenlehrer), die etwa im Sinne und Geiste des Lieblingsjüngers des Heilandes, Johannes, „einen jeden, der nicht diese Lehre, das unverfälschte, unverkürzte Evangelium bringt (d.h. bekennt, vertritt, praktiziert), nicht in ihr Haus aufnahmen, d.h. eben nicht „mit Hochachtung“ betrachteten, sondern sie als das behandelten, was sie sind und auch sein wollen: als Antichristen, als Feinde Christi und damit Gottes, als deswegen tunlichst Zu-Meidende. Ich zähle mich doch sicher mit Recht zur Kirche, mit meiner ganzen Familie und mit all meinen Glaubensfreunden. Nicht einen aber kenne ich, von dem ich überzeugt bin, daß er ein wirklich guter katholischer Christ ist, der sich einverstanden erklären würde mit dieser synodalen „Vereinnahmung“ und „Bevormundung“. Ich jedenfalls betrachte die Anhänger nichtchristlicher Religionen, die Hindus und die Buddhisten und die Muslime und die Juden keineswegs „mit aufrichtigem Ernst“ und „mit Hochachtung“. Sondern, wenn schon „mit Ernst“, dann „mit traurigem, wehmütigem Ernst“ und „mit Geringschätzung, Verachtung ihres falschen Glaubens“, „mit Furcht um ihr ewiges Verlorengehen“. Ich achte sie nicht als Andersgläubige, sondern als Menschen, als Geschöpfe Gottes. Ich wertschätze sie als wie ich Zum-Himmelreich-Berufene. Ich bete und hoffe für sie als Zu-Missionierende und Zu-Bekehrende und Zu-Rettende, als von ihrem Irrglaubens- und Wahnsystem Zu-Befreiende. Niemals aber als Überzeugte einer falschen, einer antichristlichen, einer antigöttlichen Religion, niemals als Praktizierende von Handlungs- und Lebensweisen, von Vorschriften und Lehren, die … in manchem (in zu vielem, in fast allem) von dem abweichen, was ein Christ selber für wahr hält und bekennt, und nur äußerst selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die Christus und seine Kirche ist. Und so ist es eine entsetzliche Schande für die ganze Konzilsversammlung von so „durchstudierten“ und „hochgebildeten“ und „kompetent-sein-wollenden“ „Prälaten“, dass sie nicht einmal fähig waren, diese horrenden Formulierungen als das zu erkennen, was sie im Lichte der ganzen christlichen Vergangenheit sind: ein miserables Fanal des Zusammenbruchs der katholischen, der christlichen Theologie der kirchlichen Hierarchie, der „Säulen der Streitenden Kirche“.

„Mit Hochachtung betrachtet die Kirche die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten. Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.“

Nein! Tausendmal NEIN! Ein wahrer Christ kann sich mit einem solch ungeheuren Elaborat und Diktat nicht identifizieren.

„Wie Moses in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an Ihn glaubt, das Ewige Leben habe. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das Ewige Leben habe … Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.“ (Jo 3,14f.)

Wer also nicht an Christus, an den Christus, den Gott-Vater dahingab, den Christus, der der eingeborene Sohn Gottes ist, wer also an diesen Christus nicht glaubt, wie ein Muslim, der hat das Ewige Leben nicht, der wird gerichtet, ist schon gerichtet, und kann deshalb in seinem Unglauben vom Glaubenden nicht „mit Hochachtung“ betrachtet werden.

„Wer an Mich glaubt, glaubt nicht an Mich, sondern an den, der Mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der an Mich glaubt, in der Finsternis bleibe.“ (Jo 12,44f.)

Wer also, wie ein Muslim, nicht an Christus als den eingeborenen Sohn Gottes, als GOTT in Leibhaftigkeit, glaubt, der glaubt an Den nicht, der Ihn gesandt hat, an GOTT, den Vater. Der betet also nicht „den alleinigen Gott an, den lebendigen und in sich seienden“. Der betet vielmehr einen Gott an, der ein IHN furchtbar herabwürdigendes Phantasiegebilde eines Geisteskranken ist! Und darum kann ein gläubiger Christ einen Muslim als Muslim als Anhänger einer Religion, die Christus als gewöhnlichen Menschen betrachtet und Gott als einen Gott „verehrt“, der Muhammad über Jesus stellt, nicht mit wirklicher Wertschätzung betrachten, weil er sonst, wenn er ihn als Muslim achtete, seinen christlichen, einzig wahren Glauben nicht hochachten, sondern gottsträflich geringschätzen würde.

„Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wenn einer Mein Wort hört, wird er in Ewigkeit den Tod nicht schauen“. (Jo 8,51) „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch, wer Mein Wort hört und dem glaubt, der Mich gesandt hat, der hat das Ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern geht vom Tode zum Leben über.“ (Jo 5,24).

Wer also Sein Wort, wie ein Muslim, nicht hört, der schaut in Ewigkeit den Tod, hat das Ewige Leben nicht und kommt ins Gericht und geht nicht vom Tode zum Leben über, bleibt also im Tode. Seine Religion ist also eine Religion der Finsternis, des Todes. Und darum kann ein wahrer Christ den Anhänger einer Religion des Todes, als Bekenner dieser Religion des Todes, nicht achten, geschweige denn hochachten.

So könnte man noch lange fortfahren. Und immer würde für Einsichtige ersichtlich, daß diese Sätze der besagten Konzils-Erklärung gegen die klarsten Aussagen des Evangeliums sind. Und ihren Widerspruch zu den ausdrücklichen Lehren und zu den Weisungen der Kirche durch alle Zeiten wollen wir jetzt einmal noch beiseite lassen. Uns geht es nun um das Aufzeigen, wie Johannes Paul II. diese Erklärung als ein Orakel des Heiligen Geistes nimmt und sie deshalb überall und jederzeit geradezu rücksichtslos (hinsichtlich der Vergangenheit) voll in die Praxis umsetzt!

„Ich denke an den Tag und sehne ihn herbei, an dem wir alle wirklich in der Weise „Schüler Gottes sein werden“ (Joh 6,45), dass wir seine Botschaft der Versöhnung und des Friedens hören. Ich denke an den Tag, an dem Juden, Christen und Muslime in Jerusalem miteinander den Friedensgruß austauschen können, den Jesus nach seiner Auferstehung von den Toten an die Jünger gerichtet hat: „Friede sei mit euch!“ (Joh. 20,19). “ … Ich bin überzeugt, dass die religiöse Identität der Stadt (Jerusalem) und insbesondere die gemeinsame monotheistische Glaubensüberlieferung den Weg ebnen können, um die Eintracht zwischen allen jenen zu fördern, die in verschiedener Weise die Heilige Stadt als ihre Stadt ansehen.“ „Ja, denn in seiner Eigenschaft als Heimat des Herzens aller geistlichen Nachkommen Abrahams, die es als unermesslich teuer empfinden, und – in den Augen des Glaubens – als Begegnungspunkt zwischen der unendlichen Transzendenz Gottes und der Wirklichkeit des geschaffenen Seins erhebt sich Jerusalem zum Symbol der Begegnung, der Einheit und des Friedens für die ganze Menschheitsfamilie.“ (Apostolisches Schreiben 20.4.1984)

„An alle Muslime zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan, Ende Juni 1984 /Ramadan 1404, Ramadan Karim! Wa Kull ‚Am wa Antom Bikhair!
Zu Beginn dieses neuerlichen Festes, zum Abschluss des Fastenmonats ist es uns eine Freude, der ganzen muslimischen Gemeinschaft überall in der Welt Glück, Wohlergehen und Frieden zu wünschen…. Wir sind daher bereit, liebe Freunde, wenn ihr es für angebracht haltet, unsere Bemühungen mit den eurigen zu verbinden, in der Achtung unserer jeweiligen Identität und unserer Entscheidungen, um uns in den Dienst des ruhelosen, leidenden oder bedrängten Menschen zu stellen und zur Erhaltung religiöser Werte in unserer modernen, vor allem auf Humanismus und Wohlstand bedachten Gesellschaft beizutragen. Wir alle vertrauen auf den einen Gott, der uns in seiner Verehrung versammelt und uns durch sein Wort leitet… „
(Erzbischof Francis A. Arinze, Pro-Präsident des Sekretariats für die Nichtchristen, 29. Juni 1984)

„Wir alle, Christen und Moslems, leben unter der Sonne des einen barmherzigen Gottes. … Wir beten Gott an und bekennen uns zur vollkommenen Unterwerfung unter ihn. So können wir uns gegenseitig im wahrsten Sinne des Wortes Brüder und Schwestern im Glauben an den einen Gott nennen. .. Ich weiß, dass dieses Gebot der Liebe (das Grundgesetz der Gottes- und Nächstenliebe) auch in Ihren Herzen tiefen Widerhall findet, denn in Ihrem heiligen Buch werden Sie zusammen mit der Aufforderung zum Glauben gemahnt, sich durch gute Werke auszuzeichnen (vgl. Sure 5,51). … „Zudem bin ich überzeugt, dass wir viel Gutes vollbringen könnten, wenn wir uns im Namen Gottes die Hand reichen…“ (Ansprache J.P. II. an die Bevölkerung und im besonderen an die Moslems in Kaduna (Afrika), 14.2.1982)

„Liebe Brüder! Es ist immer eine Freude für mich, mit den Mitgliedern der islamischen Gemeinden auf meinen Reisen zusammenzutreffen…“ „Ich spreche Euch absichtlich als „Brüder“ an: Denn das sind wir zweifellos, weil wir zu derselben Menschheitsfamilie gehören, die nun einmal – ob es die Menschen wahrnehmen oder nicht – Gott und seiner Wahrheit zustrebt. Aber wir sind besonders Brüder in Gott, der uns geschaffen hat und den wir, jeder auf seine Weise, durch Glaube, Gebet und Kult, durch die Einhaltung seines Gesetzes und durch Gehorsam gegenüber seinen Plänen zu erreichen versuchen.“

„Doch liebe Freunde, wir wissen nur zu gut, dass kein positiver Grund besteht, diese Vergangenheit (des schlechten Klimas, der Feindschaft zwischen Christen und Muslimen) heute weiterzuschreiben. Wenn überhaupt, dann sollten wir voll Schmerz auf die Vergangenheit zurückblicken, um eine bessere Zukunft sicherzustellen. Und Ihr habt die ebenso beneidenswerte wie entscheidende Aufgabe, mitzuhelfen, diese Zukunft zu bauen die Zukunft Eurer islamischen Kinder, ebenso wie die harmonische Zukunft der ganzen philippinischen Nation.“… „Meine lieben Freunde! Ich hoffe, Ihr seid davon überzeugt, dass Eure christlichen Brüder und Schwestern Euch brauchen und dass sie Eure Liebe brauchen.“ (J.P. II. am 20.2.1981 in Davao City)

„Brüder und Schwestern der islamischen Religion!
Ich nenne euch Brüder, weil Gott, unser Schöpfer, uns als Glieder der gleichen Menschheitsfamilie erschaffen hat, Gott, der uns aufruft, ihn anzubeten und ihm zu gehorchen. Gott hat uns auf diese Erde gestellt als seine Repräsentanten, um für die Welt der Natur getreu Sorge zu tragen und um unsere menschlichen Gemeinschaften seinem Willen gemäß aufzubauen…. Gewisse rassische oder ethnische Gruppen, gewisse religiöse Gemeinschaften sowie gewisse wirtschaftliche und politische Ideologien auf der Welt tendieren dahin, ihren Standpunkt soweit in den Vordergrund zu stellen, dass sie den der anderen, die ihn nicht teilen, missachten und Vorschläge zur Zusammenarbeit und menschlichen Brüderlichkeit zurückweisen. Muslime und Christen müssen diesen Versuchungen widerstehen. … und gemeinsam daran arbeiten, eine Gesellschaft aufzubauen, in der die Würde jeder einzelnen Person anerkannt und respektiert wird. … Heute möchte ich euch auffordern, euren christlichen Brüdern und Schwestern die Hand zu reichen und den Wegen Gottes im Dienst der Menschheit zu folgen. Der Segen Gottes sei mit euch allen!“ (Ansprache J.P. II. am 12.8.1985 in Yaoundé, Afrika)

Die engen Bande, die unsere Religionen verbinden – unsere Gottesverehrung und die geistigen Werte, die wir hochschätzen -, sind für uns ein Grund, brüderliche Verbündete zu werden im Dienst für die Menschheitsfamilie. … es ist niemals Gottes Wille, dass wir in Misstrauen und Feindschaft leben. Wir sind alle Kinder desselben Gottes, Mitglieder der großen Familie der Menschheit. Unsere Religionen haben eine besondere Rolle zu erfüllen, wenn es gilt, diesen Übeln Einhalt zu gebieten und Vertrauens- und Freundschaftsbande zu schmieden. Es ist Gottes Wille, dass all diejenigen, die ihn verehren, auch wenn sie nicht die gleiche Verehrungsform haben, dennoch vereint seien in Brüderlichkeit und im gemeinsamen Dienst zum Wohl aller. … Unser heutiges Zusammensein — Hindus, Muslime und Christen in Freundschaft versammelt — ist ein hoffnungsvolles Zeichen in einer pluralistischen Welt voller Spannungen. Keine religiöse Gruppe kann es sich leisten, isoliert zu handeln und zu leben. … In der Heiligen Schrift ermutigt uns der hl. Paulus, Wege der Brüderlichkeit und Einigkeit zusuchen: «… Seid eines Sinnes und lebt in Frieden», sagt er, «dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein»… (2 Kor 13, 11). … Möge Gottes Segen Sie alle begleiten!“ (J.P . II. am 18.8.1985 beim Treffen mit Hindus und Muslimen in Nairobi, Kenia.)

Diese Auswahl mag vorerst genügen. Sie ist so schon fast zu reichhaltig. Aber sie zeigt, wie haarscharf der Papst sich an das Konzils-Dokument hält, bzw. wie alles, was er sagt und tut ein ganz natürlicher Ausfluss aus dieser durch das II. Vaticanum erschlossenen (trüben, giftigen) Quelle ist. Dem denkenden, überlegenden Christen fällt aber auch sofort auf, ja es sticht ihm förmlich ins Herz, wie hier ein absolut neuer Geist weht. Ein Geist, der sich überhaupt nicht vereinbaren läßt mit dem katholischen Geist von vor dem Konzil! Hunderte von Glaubensirrtümern sind in diesen wenigen Abschnitten enthalten. Es würde sich lohnen, ein Buch darüber zu schreiben. (Wir werden wohl darauf zurückkommen!) Die Philosophie und die Theologie des Papstes kämen dabei so schlecht weg, dass man ihn zu anderen, besseren Zeiten in unserer Kirche zu diesem höchsten und ALLES beeinflussenden Amt, aber auch zu dem nur schon eines Bischofs oder Pfarrers nicht berufen hätte!

 

Doch sehen wir nun anhand des KORANS (des „heiligen Buches“ des Islams), wie völlig antichristlich (und absolut unversöhnlich mit dem Christentum) diese mohammedanische Religion ist. Ich zitiere aus einer der jüngsten Koranausgaben in deutsch, aus der Taschenbuchausgabe des Gütersloher Verlagshauses Gerd Mohn, 1987, übersetzt und erläutert von Adel Theodor Khoury unter Mitwirkung und mit einer Einleitung von Muhammad Salim Abdullah, mit einem Geleitwort von Inamullah Khan, Generalsekretär des Islamischen Weltkongresses, mit einem Begriffsregister, einem Verzeichnis der Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament sowie einer Textauswahl aus dem Hadith.
(„Diese neue Koran- Übersetzung ist das Ergebnis intensiver Beschäftigung mit dem Islam und seiner heiligen Schrift und einer jahrelangen Zusammenarbeit zwischen dem Christlich-Islamischen Institut in Münster und dem Zentralinstitut Islam-Archiv- Deutschland in Soest. Sie hält sich so eng wie möglich an das arabische Original und räumt dort, wo mehrere Deutungen möglich sind, der islamischen Tradition den Vorzug ein. Damit gibt sie Muslimen wie Christen ein höchstmögliches Maß an Textsicherheit. Die Einführung gibt Auskunft über die Entstehung des Korans und seine Bedeutung im Leben der islamischen Gemeinde.“)
„Der Koran enthält die Gesamtheit der Botschaften, die der Prophet (Muhammad) im Laufe von zwei Jahrzehnten empfing“. „Zu den Lehren des Islams bekennen sich heute nahezu 1,2 Milliarden Menschen und kein anderes Buch wird bis in unsere Tage gleich viel gelesen, zitiert und memoriert oder hat in gleichem Maße das Leben des einzelnen, der Familie und der Gesellschaft so sehr geprägt wie der Koran.
„Das Buch wird „von den echten Verehrern für unerschaffen und ‚mit Gott gleich ewig‘ erklärt“.
Der Koran ist für die Muslime die Urnorm des Gesetzes, die primäre Wirklichkeit des Islams. Er ist nicht nur die Verdichtung aller Lehren des Propheten, … sondern vor allem die letztgültige Autorität, das Wort Gottes durch den Mund des Propheten, das den Islam begründet.“ „Im Christentum wurde das Wort Fleisch, im Islam zum Buchstaben, zu einem Buch, dem Koran.“ (Aus der Einleitung)

Anhand der folgenden Suren-Zitate wird schlagartig ersichtlich, wie sehr „eine brüderliche und freundschaftliche Einheit im Glauben an den einen Gott“ zwischen dem Islam und dem Christentum „zum Dienste aller“ durch den abgrundtiefen Glaubenswiderspruch absolut unmöglich ist. Da gibt es weit und breit keine „engen Bande“. Da ist „Misstrauen“ und „Feindschaft“ für alle Zeiten festgeschrieben und „göttlich geboten„!

Sure 2,39: „Diejenigen aber, die nicht glauben und unsere Zeichen ( – die Suren des Korans) für Lüge erklären, das sind die Gefährten des Feuers; sie werden darin ewig weilen.“
Sure 2,159: „Diejenigen, die verschweigen, was Wir an deutlichen Zeichen und Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem Wir es den Menschen im Buch deutlich gemacht haben, diese wird Gott verfluchen, und verfluchen werden sie auch die Fluchenden.“
Sure 2,191: „Und tötet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. … So ist die Vergeltung für die Ungläubigen.“
Sure 2,193: „Kämpft gegen sie, bis es keine Verführung mehr gibt und bis die Religion nur noch Gott gehört.“
Sure 2,194: „Wer sich gegen euch vergeht, gegen den dürft ihr euch ähnlich vergehen, wie er sich gegen euch vergeht.“
Sure 2,216: „Vorgeschrieben ist euch der Kampf, obwohl er euch zuwider ist.“
Sure 2,217: „Sie hören nicht auf, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion abbringen, wenn sie es können. Diejenigen von euch, die sich nun von ihrer Religion abwenden und als Ungläubige sterben, deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits wertlos. Das sind die Gefährten des Feuers…“
Sure 3,12: „Sprich zu denen, die ungläubig sind: Ihr werdet besiegt und zur Hölle versammelt werden…“ Sure 3,19: „Die Religion bei Gott ist der Islam.“
Sure 3,28: „Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft mit Gott…“
Sure 3,67: „Abraham war weder Jude noch Christ, sondern er war Anhänger des reinen Glaubens…“
Sure 3,85: „Wer eine andere Religion als den Islam sucht, von dem wird es nicht angenommen werden. Und im Jenseits gehört er zu den Verlierern.“
Sure 3,118. „O, ihr die ihr glaubt, nehmt euch keine Vertrauten unter denen, die nicht zu euch gehören. Sie werden euch kein Unheil ersparen.“
Sure 3,152: „Und Gott hat euch sein Versprechen wahr gemacht, als ihr sie mit seiner Erlaubnis vernichtend schluget…“
Sure 4,56: „Diejenigen, die unsere Zeichen verleugnen, werden Wir in einem Feuer brennen lassen.“
Sure 4,89: „Wenn sie sich abkehren, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemanden von ihnen zum Freund oder Helfer.“
Sure 5,33: „Die Vergeltung für die, die gegen Gott und seinen Gesandten Krieg führen und auf der Erde umherreisen, um Unheil zu stiften, soll dies sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden.“
Sure 4,14: „Und wer gegen Gott und seinen Gesandten ungehorsam ist und seine Rechtsbestimmungen übertritt, den läßt Er in ein Feuer eingehen, darin wird er ewig weilen.“
Sure 4,144: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Ungläubigen anstelle der Gläubigen zu Freunden.“
Sure 5,51: „O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und die Christen zu Freunden.“
Sure 5,56: „Wer sich Gott und seinen Gesandten und diejenigen, die glauben, zu Freunden nimmt (gehört zu ihnen): Die Partei Gottes sind die Obsiegenden.“
Sure 5,14: „Und von denen, die sagen: „Wir sind Christen“, nahmen Wir ihre Verpflichtung entgegen. Sie vergaßen einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung.“
Sure 3,84: „Sprich: Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt wurde, und an das, was herabgesandt wurde auf Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme, und an das, was Mose und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn zugekommen ist. Wir machen bei keinem von ihnen einen Unterschied. Und wir sind Ihm ergeben.
Sure 6,125: „Wen Gott rechtleiten will, dem weitet Er die Brust für den Islam. Und wen Er irreführen will, dem macht Er die Brust beklommen und bedrückt, so als ob er in den Himmel hochsteigen würde. Auf diese Weise legt Gott das Greuel auf diejenigen, die nicht glauben.“
Sure 8,12: „Ich werde den Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt auf die Nacken und schlagt auf jeden Finger von ihnen.“
Sure 8,13: „Dies dafür, daß sie sich Gott und seinem Gesandten widersetzen.“
Sure 8,15: „O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf die, die ungläubig sind, trefft, während sie zur Schlacht anrücken, dann kehret ihnen nicht den Rücken.“
Sure 8,16: „Wer ihnen an jenem Tag den Rücken kehrt – es sei denn, er setzt sich ab zum Kampf, oder er stößt zu einer anderen Schar –, zieht sich den Zorn Gottes zu. Seine Heimstätte ist die Hölle.“
Sure 8,39: „Und kämpft gegen sie, bis es keine Verführung mehr gibt und bis die Religion
gänzlich nur noch Gott gehört.“ (= bis es nur noch den Islam gibt)
Sure 8,55: „Die schlimmsten Tiere bei Gott sind die, die ungläubig sind…“
Sure 8,60: „Und rüstet gegen sie, was ihr an Kraft und an einsatzbereiten Pferden (= heute modernste Waffen, z.B. Raketen und Panzer) haben könnt, um damit den Feinden Gottes und euren Feinden Angst zu machen…“
Sure 8,65: „O Prophet, sporne die Gläubigen zum Kampf an.“
Sure 8,67: „Es steht einem Propheten nicht zu, Gefangene zu haben, bis er auf der Erde stark gewütet hat.“
Sure 9,5: „Wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Polytheisten (= auch und vornehmlich diejenigen, die Gott als dreipersönlich, als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist bekennen, werden als Polytheisten gesehen), wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf.“
Sure 9,29: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der Religion der Wahrheit angehören.“
Sure 9,73: „O Prophet, setz dich gegen die Ungläubigen und die Heuchler ein und faß sie hart an. Ihre Heimstätte ist die Hölle.“
Sure 9,80: „Wenn du auch siebzigmal um Vergebung für sie bittest, Gott wird ihnen niemals vergeben. Dies, weil sie Gott und seinen Gesandten verleugnen.“
Sure 4,156: „… und weil sie ungläubig waren und gegen Maria eine gewaltige Verleumdung aussprachen;
Sure 4,157: und weil sie sagten: „Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Gottes, getötet.“ – Sie haben ihn aber nicht getötet, und sie haben ihn nicht gekreuzigt, sondern es erschien ihnen eine ihm ähnliche Gestalt.“ (Der Islam leugnet den Kreuzigungstod wie überhaupt den Tod Christi und seine Auferstehung „von den Toten“!)
Sure 4,158: „sondern Gott hat ihn zu sich erhoben.“ (ohne Tod)
Sure 4,159: „Und es gibt keinen unter den Leuten des Buches, der nicht noch vor seinem Tod an ihn (im Sinne des Islam) glauben würde.“
Sure 4,171: „O ihr Leute des Buches, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt über Gott nur die Wahrheit. Christus Jesus, der Sohn Marias, ist doch nur der Gesandte Gottes und sein Wort, das er zu Maria hinüberbrachte, und ein Geist von Ihm. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und sagt nicht: Drei (d.h. drei Götter = Dreifaltigkeit). Hört auf, das ist besser für euch. Gott ist doch ein einziger Gott. Gepriesen sei Er und erhaben darüber, daß Er ein Kind (= einen Sohn) habe. Er hat, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Gott genügt als Sachwalter.
Sure 4,172: „Christus wird es sicher nicht aus Widerwillen ablehnen, Diener Gottes (= bloßer Mensch) zu sein, und auch nicht die in die Nähe (Gottes) zugelassenen Engel.“
Sure 5,17: „Ungläubig sind gewiß diejenigen, die sagen: «Gott ist Christus, der Sohn Marias.» Sprich: Wer vermag denn gegen Gott überhaupt etwas auszurichten, wenn Er Christus, den Sohn Marias, und seine Mutter und diejenigen, die auf der Erde sind, allesamt verderben lassen will?“
Sure 2,87: „Und Wir ließen Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen (= Offenbarungen und Wundergaben) zukommen und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit.“
Sure 2,253: „Und Wir haben Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen zukommen lassen und ihn mit dem Geist der Heiligkeit gestärkt.“
Sure 3,45: „Als die Engel sagten: «O Maria, Gott verkündet dir ein Wort von Ihm, dessen Name Christus Jesus, der Sohn Marias, ist; er wird angesehen sein im Diesseits und Jenseits, und einer von denen, die in die Nähe (Gottes) zugelassen werden.
Sure 3,46: „Er wird zu den Menschen sprechen in der Wiege und als Erwachsener und einer der Rechtschaffenen sein.“
Sure 3,48: Und Er wird ihn lehren das Buch, die Weisheit, die Tora und das Evangelium.
Sure 3,49: „Und Er wird ihn zu einem Gesandten an die Kinder Israels machen: «Ich komme zu euch mit einem Zeichen von eurem Herrn: Ich schaffe euch aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt, dann blase ich hinein, und es wird zu einem Vogel mit Gottes Erlaubnis…“
Sure 3,55: Als Gott sprach: «O Jesus, Ich werde dich abberufen und zu Mir erheben und dich von denen, die ungläubig sind, rein machen…“
Sure 3,59: „Mit Jesus ist es vor Gott wie mit Adam. Er erschuf ihn aus Erde, dann sagte Er zu ihm: Sei!, und er war.“
Sure 5,72: „Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gott ist Christus, der Sohn Marias“, wo
doch Christus gesagt hat: „O ihr Kinder Israels, dienet Gott, meinem Herrn und eurem Herrn.“
Wer Gott (andere) beigesellt, dem verwehrt Gott das Paradies. Seine Heimstätte ist das Feuer.“
Sure 5,73: „Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gott ist der Dritte von dreien“ (= dreifaltig), wo es doch keinen Gott gibt außer einem einzigen Gott.“
Sure 5,75: „Christus, der Sohn Marias, ist nichts anderes als ein Gesandter; vor ihm sind etliche Gesandte dahingegangen. Seine Mutter ist eine Wahrhaftige (= eine wirkliche, ganz menschliche Mutter, die ganz normal, und nicht vom Heiligen Geist, ohne menschliches Dazutun, empfangen hat). Beide pflegten Speise zu essen.“
Sure 5,86: „Diejenigen, die ungläubig sind und unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Gefährten der Hölle.“
Sure 5,110: „Und als Gott sprach: „O Jesus, Sohn Marias, gedenke meiner Gnade zu dir und zu deiner Mutter, als Ich dich mit dem Geist der Heiligkeit stärkte , so daß du zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener sprachst; und als Ich dich das Buch, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Ton etwas wie eine Vogelgestalt mit meiner Erlaubnis schufest und dann hineinbliesest und es mit meiner Erlaubnis zu einem Vogel wurde; und als du Blinde und Aussätzige mit meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit meiner Erlaubnis herauskommen ließest…“
Sure 5,1 14: „Jesus, der Sohn Marias, sagte: „O Gott, unser Herr, sende auf uns einen Tisch vom Himmel herab, daß er für uns, für den ersten von uns und den letzten von uns, ein Fest sei, und ein Zeichen von Dir.“ (Andeutung auf das Abendmahl)
Sure 5,116: „Und als Gott sprach: „O Jesus, Sohn Marias, warst du es, der zu den Menschen sagte: ‚Nehmt euch neben Gott mich und meine Mutter zu Göttern?“‚ Er sagte: „Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe. Hätte ich es gesagt, dann wüßtest Du es. Du weißt, was in meinem Inneren ist, ich aber weiß nicht, was in deinem Inneren ist.“
Sure 6,1: „Dennoch setzen diejenigen, die ungläubig sind, ihrem Herrn (andere) gleich.“ (= Dreifaltigkeitslehre)
Sure 6,101: „Der Schöpfer der Himmel und der Erde, woher soll Er ein Kind haben, wo Er doch keine Gefährtin hat und Er (sonst) alles erschaffen hat?“
Sure 9,30: „Die Juden sagen: „‚Uzayr ist Gottes Sohn.“ Und die Christen sagen: „Christus ist Gottes Sohn.“ Das ist ihre Rede aus ihrem eigenen Munde. Damit reden sie wie die, die vorher ungläubig waren. Gott bekämpft sie!“
Sure 9,3 1: „Dabei wurde ihnen doch nur befohlen, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.“
Sure 2,62: „Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Sabier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein.“ (Vgl. Sure 2,137: „Wenn sie (die Christen und Juden) an das gleiche glauben, woran ihr glaubt, so folgen sie der Rechtleitung. Wenn sie sich abkehren, so befinden sie sich in Widerstreit. Gott wird euch vor ihnen schützen.“)
Sure 5,38: „Und hackt dem Dieb und der Diebin die Hände ab zur Vergeltung für das, was sie erworben haben, dies als abschreckende Strafe von seiten Gottes.“
Sure 4,3: „… dann heiratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier.“
Sure 4,11: „Einem männlichen Kind steht soviel wie der Anteil von zwei weiblichen zu…“
Sure 4,34: „Ermahnt diejenigen (Frauen) von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und schlagt sie.“

Das soll vorerst genügen. Natürlich erfordert es einige Anstrengung, auch aus den für die Christen eher positiv scheinenden Suren immer den Geist herauszuspüren, der ihnen innewohnt.
Ganz entscheidend ist, daß man sieht, daß der Prophet (Muhammad) Jesus Christus auf die Stufe eines ganz simplen Menschen herabwürdigt, der von Gott auch eine Prophetenrolle in der langen Reihe aller Propheten zugemessen erhielt, und daß er dann diesen seinen (Muhammads) Vorläufer auch ganz in seine Dienste nimmt („Nichts anderes ist er als ein Gesandter“ – wie Moses oder Noah oder Mohammed). In diesem Sinne ist Sure 2,62 und andere ähnliche Stellen zu verstehen, wenn dort von den Christen gesagt wird, „sie haben nichts zu befürchten, wenn sie an Gott (eben an den „alleinigen“ = „einpersönlichen“, nicht dreifaltigen, dreipersönlichen Gott) und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun“. In anderen Suren wird ja dann ausdrücklich erklärt, (Sure 5,17 und Sure 5,72) daß diejenigen ungläubig sind, die sagen, Jesus sei Gottes Sohn. Und wenn man das also einmal kapiert hat, daß der Koran die echten, wahren Christen als Ungläubige und übrigens eben als „Polytheisten“ (Anbeter mehrer Götter = weil die Christen glauben und lehren, daß in Gott drei Personen sind!) behandelt, der kann dann daraus sofort die Konsequenzen ersehen. Die Moslems können Christen unmöglich zu Freunden, zu Brüdern haben. Sie dürfen es nach ihrer „Gottesoffenbarung“ gar nicht. Je treuer also ein Moslem ist in seinem Glauben, desto weniger ist er bereit und willens und fähig, Christen und überhaupt alle Andersgläubigen zu Freunden zu nehmen und mit ihnen wirklich in dem Sinne zusammenzuwirken, wie dies der verblendete Papst gerne haben möchte.

Nun wollen wir aber wenigstens noch ein paar Informationen aus der Aktualität anfügen, zur Illustration dessen, was wir mit der „Unversöhnlichkeit des Islams mit dem Christentum“ meinen:
Der Generalsekretär der Islamischen Welt-Liga, Dr. AI-Naseef, hat das Christentum als eine „tödliche Gefahr für den Islam“ in Asien, Afrika und in der Golfregion bezeichnet. Die von den Missionsgesellschaften erbauten Schulen, Sozialeinrichtungen und Spitäler seien nicht aus Menschenliebe gegründet worden. Sie dienten ausschließlich dem Zweck, die Ausbreitung des Islams zu verhindern und die Muslime von ihrem Glauben wegzulocken. Al-Naseef warnte vor einem Dialog mit dem Christentum. Er forderte die islamischen Staaten auf, den „Komplott der Kirchen gegen den Islam“ zu verhindern. Radikale pro-irakische Muslime haben in Bangladesch wiederholt gegen die Anwesenheit der alliierten Truppen am Golf protestiert und „das Blut von Christen“ gefordert. Wie kirchliche Kreise in der Hauptstadt Dakka berichteten, tragen die Demonstranten bei ihren Umzügen Fahnen und Poster mit der Aufschrift „Hindus und Muslime sind Brüder, wir wollen das Blut der Christen“. Es seien auch bereits Übergriffe auf katholische und protestantische Kirchen erfolgt. Zahlreiche Gotteshäuser seien mit Steinen beworfen, eine Kirche in Brand gesteckt worden. Nach den Berichten aus Dakka hat Erzbischof Michael Rozario bereits an die Regierung appelliert, Maßnahmen zum Schutz der Christen zu treffen.
Mit einer Massenkundgebung in Teheran haben die Feiern zum zwölften Jahrestag der islamischen Revolution in Iran ihren Höhepunkt erreicht. Im Rundfunk hieß es, Millionen Menschen seien durch die Straßen gelaufen und hätten antiamerikanische und antiisraelische Parolen gerufen. Präsident Haschemi Rafsandschani rief dazu auf, Entschlossenheit „auf dem Weg zu einer unabhängigen und rein islamischen Gesellschaft“ zu zeigen. Der irakische Präsident Saddam Hussein hat eine Botschaft geschickt und zum „iranischen Nationalfeiertag“ gratuliert.
Seit dem 1. Januar 1991 gilt im gesamten Nordsudan ohne Ausnahme die Scharia, das islamische Rechtssystem. De facto bedeutet das, daß Christen keine öffentlichen Stellen bekleiden dürfen, keine Möglichkeit der Zeugenschaft vor Gericht haben und wie alle anderen Staatsbürger auch den brutalsten Körperstrafen ausgesetzt sind. Anders sieht es derzeit noch im Südsudan aus, wo Christen und Animisten gegenüber den Muslimen die Mehrheit bilden. In den von der „Sudanischen Befreiungsfront“ SPLA beherrschten Territorien gibt es ebenso wie in den von derRegierung gehaltenen Garnisonstädten nach wie vor ein kirchliches Leben unter einer durch Hunger, Seuchen und Flucht stark dezimierten nichtarabischen Bevölkerung. Wann hier die Scharia eingeführt werden soll, steht noch nicht fest. Für Ausländer ist der gesamte Südsudan nicht mehr zugänglich.
Die Behauptung des Patriarchen der chaldäischen Kirche, Raphael I. Bidavid, wonach Iraks Christen „in einem Paradies auf Erden“ leben, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zurückgewiesen. Wie die Kurden seien auch die assyrischen Christen nestorianischer und chaldäischer Konfession Opfer eines Völkermordverbrechens geworden, bei dem bisher mindestens 20’000 Angehörige vernichtet worden seien, betonte die GfbV in Göttingen. Der größte Teil der noch in den sechziger Jahren überwiegend im Nordirak ansäßigen assyrischen Christen habe die Heimat nach Massendeportationen, Massakern oder Inhaftierungen verlassen müssen. Mehr als 60 Dörfer mit überwiegend assyrischer Bevölkerung seien seit 1979 dem Erdboden gleichgemacht worden.
Nach Angaben der GfbV gab es auch auf assyrische Christen irakische Luftangriffe mit chemischen Waffen. Dabei seien schätzungsweise 2000 Assyrer ums Leben gekommen, mehr als doppelt so viele hätten in die Türkei oder den Iran fliehen müssen und warteten heute auf die Aufnahme als Flüchtlinge in Westeuropa oder Nordamerika. Mindestens 85 chaldäische oder nestorianische Klöster oder Kirchen im Nordirak seien zerstört worden, darunter das 1300 Jahre alte Kloster „Mar Hanana“ und das 1400 Jahre alte „Mar Guyomar“. Selbst im Exil verüben nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation irakische Agenten Attentate auf Assyrer. Die mit Rom verbundene chaldäische Kirche bezeichnete die GfbV als „gleichgeschaltet“. Gemeinsam mit dem Weltkrichenrat habe sie zwei Jahrzehnte lang die Verfolgungen tabuisiert und dementiert.
Dem allem gegenüber verhält sich der Papst wie blind. Statt die Christen überall und jederzeit wie ein guter Hirte zu schützen und ihre Feinde in die Schranken zu verweisen, übt er entsetzlichen Verrat an ihnen durch seine völlig verfehlten, ohnehin nicht wirklich honorierbaren Anbiederungen an den Islam (und an andere Weltreligionen). Am Freitag, 25. Januar, während des traditionellen Gottesdienstes zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der römischen Basilika St. Paul vor den Mauern forderte der Papst alle Christen auf, sich vor der Versuchung von Rivalitäten und Misstrauen zu schützen und „loyal und aufrichtig“ für den Triumph von Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zusammenzuarbeiten. Johannes Paul II. gedachte in besonderer Weise „der Millionen von Gläubigen an einen einzigen Gott“ – Christen, Juden, Muslime – die „dramatischen Stunden des Leidens und der Angst unter der zerstörerischen Aktion mörderischer Kriegsinstrumente“ erlebten. In „diesem schwierigen Augenblick für den Frieden in der Welt“ vereine der Glaube an einen Gott alle Gläubigen und mache sie zu Brüdern, so der Papst.

Paul Otto Schenker