POLEN: Herrsche über uns, Christus!

Herrsche über uns, Christus

Ehrwürdige Priester – ihr Hirten der Kirche Christi. Seit 1925 verehrt die Kirche in ihrer Liturgie Jesus Christus als den König des Weltalls. Der Ausdruck dessen waren die Praktiken, die in den Pfarreien wie auch in den Familien und im privaten Leben ausgeübt worden sind.

In den Schriften von der Dienerin Gottes, Rozalia Celakówna lesen wir: „Polen geht nicht verloren unter der Bedingung, dass es Christus als seinen König annimmt im wahrsten Sinne des Wortes; wenn es sich den Gesetzen Gottes unterordnen wird, dem Gebot Seiner Liebe.“ An anderer Stelle lesen wir: „Es wird eine schreckliche Katastrophe über die Welt kommen […]. Es werden nur diejenigen Länder überleben […], die Ihn als ihren König und Herrn anerkennen […]. Es gibt Rettung für Polen, wenn es Mich durch Inthronisation (vollkommen) als seinen König und Herrn anerkennt.

Diejenigen Länder und Nationen, die das nicht annehmen und sich der süßen Liebe Jesu nicht ergeben werden, werden von der Erdfläche verschwinden und nie wieder aufkommen“.

Damit es zur Inthronisation auf höchster Ebene kommen kann, muss man damit aber erst ganz unten anfangen, in den kleinsten Pfarreien. Wichtig ist es, dass an der Inthronisation die Geistlichen sowie die nicht geistlichen Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Kreise teilnehmen. Es gibt schon sehr viele Beispiele dafür, wie der Akt der Inthronisation durchgeführt werden soll. Langfristig soll der Akt mit der Anteilnahme der Kirche und der ganzen Nation durch ihre Vertreter vollzogen werden.

Die Inthronisation sollte sich nicht nur auf bestimmte religiöse Praktiken im Bereich einer Pfarrei oder Familie beschränken oder nur mit privater Verehrung verbunden sein, sondern sie sollte ein national – gesellschaftliche Dimension haben. Es geht hier natürlich nicht nur um eine Formalität. Papst Pius XII schreibt in seiner Enzyklika „Quas primas“: „Ihr werdet erst dann Gottes Segen erlangen, wenn Jesus, der Herr, über euch und eure Völker herrschen wird“.

Wir übergeben in eure Hände, ihr ehrwürdigen Priester, Vorschläge bezüglich der Vorbereitungen zu diesem Fest mit Gebeten und Hinweisen, wie der Akt der Inthronisation in einer Pfarrei vollzogen werden kann. Bei der Vorbereitung der Andacht wurden Gebete, Lieder und Textfragmente aus den Schriften der Dienerin Gottes, Rozalia Celakówna, verwendet. Die Vorschläge enthalten außerdem auch andere Texte, die mit der Tradition der Verehrung des Christkönigs verbunden sind, wie auch mit dem Werk der Inthronisation in Polen. Wir möchten sie auch gerne auf das Buch „Dienerin Gottes Rozalia Celakówna – ihr Leben und ihre Mission“ aufmerksam machen, wodurch Sie sich mit der Persönlichkeit der Dienerin Gottes und der Theologie, die in dem Akt der Inthronisation des Christkönigs besteht, was eine immense Wichtigkeit für die Rettung der Welt hat, vertraut machen können. Wir appellieren an die priesterlichen
Seelen, wir erinnern sie an ihre Verantwortung für die Kirche und die ganze Welt.

Pr. Ryszard Kubasiak
Diözesan Seelsorger
der Gebetsgemeinschaften der Inthronisation
des Christkönigs

 

Die Predigt des Fürsten
Kardinal Adam Stefan Sapieha

zum Fest des Christkönigs (Zeitschrift „Sonntagsglocke“ 1934)

Christus, unser Herr, wandte sich an den Glauben des Volkes, das Ihn als seinen König berufen wollte. Seine ganze Gestalt strahlte mit einer gewissen Majestät und drängte sich den Menschen unwiderstehlich auf, denn sogar Pilatus selbst fragte Ihn, als Er in Seiner tiefsten Demütigung vor ihm stand, ob Er der König sei. Und die Juden – spürten zwar dieselbe Majestät – riefen aber gegen alle eigenen tiefsten Wünsche, Wir haben keinen König, sondern Cesar!, womit sie sich vor ihrem feindlichen römischen Führer erniedrigten.

Indem die Menschheit durch all die neunzehn Jahrhunderte die Person Jesu Christi anschaute und betrachtete, fing sie an, den Kern des Königreichs Christi besser zu verstehen – das Königreich, das nicht von dieser Welt ist, sondern für diese Welt; und fing auch an, Christus, dem Herrn als Seine Untertanen die höchste Ehre zu erweisen, indem sie Ihn als Christus – den König bezeichnet.

Das Wort und die Bezeichnung Christus – der König, macht uns das Wesentliche unseres Heiligen Glaubens bewusst, nämlich, dass Christus der Gott ist, der Schöpfer, der Heiland des ganzen menschlichen Geschlechtes und deshalb führt uns diese Bezeichnung zum Verständnis unserer Verpflichtungen Christus gegenüber. In heutigen Zeiten kann Er mehr tun als je zuvor, man muss jedoch der Menschheit die allerhöchsten Gesetze und die Macht Christi wieder bewusst machen.

Wo immer man schaut, sieht man die Ungewissheit, Angst vor dem nächsten Tag. Mit Anstrengung und größter Mühe bleibt der innere Frieden erhalten. Die Menschheit benötigt den einzigen, standhaften Mittelpunkt des Rückhalts und eine Autorität. Niemand anderes als gerade wir, die Katholiken, sollten der Menschheit Ihn zeigen und sie zu den unendlichen Schätzen der Gnaden und des Glücks führen, die wir dank Christus – dem König – in Gott und Seiner Kirche finden; und wir – nicht jemand anders – sollten die Fahne Christi – des Königs – hochheben und zwar so hoch, dass sie die ganze Menschheit sehen kann und ihre Verpflichtungen Christus – dem König – gegenüber erkennen kann!

In dem Dienst für Christus – den König – sollten wir nicht vergessen, dass man zwei Herren nicht dienen kann – und wer nicht mit Christus ist, ist gegen Ihn; dass wir auf keine Kompromisse mit dem Bösen eingehen dürfen. Wir sollten daran denken, dass auch der Satan Christus (als Versuchung) die Macht über die Erde und alle Reiche des Erdkreises und ihre Herrlichkeit geben wollte, indem er sagte: Das alles gebe ich dir. Er fügte jedoch noch einen Kompromissvorschlag hinzu: – wenn du vor mir niederfällst. So viele Menschen handeln auf diese Weise: Sie sind bereit, sich sonntags vor Gott zu verneigen, und sonst verhalten sie sich so, als würden keine Göttliche Vorschriften gelten. Sie sind bereit, Christus als König zu bezeichnen, aber gleichzeitig strengen sie sich an, Ihn in den Mauern der Kirchen einzuschließen und allein auf religiöse Feiern zu begrenzen. Noch schlimmer, wir beobachten den Versuch des Verbindens der Ehre Christi mit dem Dienst an anderen Göttern, die die Menschen sich selbst erfinden. Satan stieß auf einen strengen Widerstand des Heilands, denn die Macht Christi steht über allem und hasst Kompromisse, die sie begrenzen oder irgend etwas unterordnen. Der selbe Jesus, der so viel Verständnis und Barmherzigkeit den Sündern gegenüber zeigte, wie stark hat Er Unehrlichkeit, Pharisäertum und Heuchelei verurteilt hat!

Wir leben heute in den Zeiten des Chaos und der Dunkelheit. Wie oft erfahren wir, dass man uns mit Gewalt verschiedene Gesinnungen aufdrängt, die wir oft anzunehmen gezwungen werden. Uns, den Katholiken, wird der blinde Glaube an die von Gott offenbarten Wahrheiten vorgeworfen, dabei verlangen dieselben Menschen den blinden Glauben an ihre menschlichen, oft falschen Ansichten und den Gehorsam, der durch Geschrei, Gewalt und Angst erzwungen wird. Das Bewusstsein, dass wir Christus – dem König – dienen, sollte uns den Mut geben, dass wir uns nicht beängstigen und nicht von unseren Überzeugungen abbringen lassen; unser Verhalten nicht ändern lassen. Das Reich Gottes leidet unter Gewalttätigkeit – also sollten wir die falschen Verführungen des Feindes mit Entschlossenheit ablehnen können.

Wenn Christus, unser Herr, der König ist, und wir seine Diener und Untertanen, so dürfen wir als Seine Diener nicht untätig bleiben und nur zuschauen, sondern wir müssen für Seine Macht und Seine Rechte arbeiten und kämpfen; Wir müssen in uns selbst das Himmlische Königreich vertiefen und uns bemühen, es auch um uns herum zu verbreiten; – das himmlische Königreich, dass der einzige Weg zum Glück der einzelnen Personen, Familien und aller Völker ist.

Das Hochfest Christkönig bringt uns gewiss auf viele Gedanken. Lasst uns sie abwägen und uns in Geduld wappnen, im Dienste Christi, den wir als unseren Herrn und König bezeichnen. Lasset uns Ihm die Ehre erweisen, die nur Ihm, dem einzigen Gott, zusteht! Lasset uns die Dankbarkeit für die Gnaden der Erlösung zeigen. Lasset uns Ihm dafür danken, dass Er uns gewürdigt hat, zu Seinem Reich – der Heiligen Kirche – zu gehören. Und vereint im Seinem Geist – als Antwort auf die Rufe der Gottlosen: Wir wollen nicht, dass er herrscht – lasset uns (nicht nur mit Worten, sondern auch durch das katholische Leben und unsere Taten) unaufhörlich rufen: „Herrsche über uns, Christus!“

Der Fürst Adam Stefan Sapieha – Krakauer Erzbischof

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Quelle

Lesen Sie dazu:

Poland’s Bishops, People, and President Formally Declare Christ Their King

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(Eliza Bartkiewicz/episkopat.pl)

In formal Jubilee act, Poland and its people acknowledge
Jesus Christ as their King
attended by tens of thousands.

Joseph Pronechen

Immortal King of Ages Lord Jesus Christ, our God and Savior! In the Jubilee Year 1050 anniversary of the Baptism of Polish [people], in the Extraordinary Jubilee of Mercy, here we Poles stand in front of you (together with their authorities, clergy and laity) to acknowledge your reign, surrender to Thy law, entrust and take you to our homeland and the whole nation…We confess before heaven and earth, that your reign we need…Wishing to worship the majesty of Thy power and glory, with great faith and love, we cry out: Rule us Christ!”

So prayed the Polish bishops at the Church of Divine Mercy in Krakow, Poland, on Nov. 19 in a major ceremony formally declaring Jesus Christ as King of Poland. It was the day before the feast of Christ the King in the Church’s liturgical calendar. Poland’s President Andrzei Duda took part along with thousands of pilgrims in the Mass and ceremony. (Scroll down to read the entire prayer-declaration here.)

The ceremony marked the end of the Extraordinary Jubilee of Mercy and the 1,050 anniversary of Polish Christianity.

This ceremony was not over on Saturday since the Polish Bishops Conference asked all churches and parishes to do this Jubilee Act of Acceptance of Jesus Christ as King and Lord on Sunday, Nov. 20.

Archbishop Stanislaw Gądecki, president of the Polish Episcopal Conference, said, “The only Ruler of states, nations and the whole of creation, the King of kings and Lord of rulers! We entrust your Polish and Polish rulers.” He asked to make all those in power exercise it fairly and for governments to be right in line with the laws Christ the King. He confidently entrusted everything in Poland to Christ’s mercy, “especially those members of the Nation, who do not follow your ways,” give them mercy and enlightenment of the Holy Spirit and bring “all of us bring to eternal communion with the Father.”

What a glorious day it was at the Church and Shrine of Divine Mercy. Before Mass began, Krakow’s Cardinal Stanislaw Dziwisz, who was the principal celebrant, had this to say to all those eagerly attending: “We would like to invite Him into our hearts and families, to our communities and environments. We want to invite him for all that Poland is. Do not be afraid of such an act. Jesus Christ takes nothing away from us, and gives everything. His reign threatens no one, because it is expressed through love, which was crucified.”

 

Some Background

This ceremony did not technically enthrone Christ as King, because as King, Christ is already enthroned. He is King of all creation. This ceremony made that recognition officially clear that is where all Poland and its people stand, believe, and accept, placing themselves under Christ the King. (Watch video of the consecration)

The bishops also said the provisions and obligations contained in the Act shall be deposited in the Immaculate Heart of Mary, Queen of Poland, and entrusted to the intercession of Poland’s holy patrons.

Not only were the major clergy taking part, but so were representatives from among government officials and the Polish Parliament.

On television, Senator Jan Maria Jackowski explained that the faith is the strength of Poland. He said “if we keep our core values, we build the common good. However…if we forget about the great heritage of this force that gives us faith and what gives us the heritage of the Gospel, it would not be so good. We see what is happening in the countries where de-Christianization is progressing at a rapid pace.”

In this act, Poland wanted to recognize their true King.

In their explanation, the Polish Episcopal Conference gave wonderful insights into this glorious day for Poland and its people. They didn’t have to say anything about the clear example they gave to every country under the sun.

The bishops said that recognizing Jesus has “salvific significance.” Poles understand the great temporal threats but realize “infinitely more serious is the loss of salvation,” the bishops explained. “Today it threatens a growing number of people as a result of the rejection of the truth — as a result of the rejection of Christ, who is the Truth.”

Then they get to the heart of the matter. “Adoption of the reign of Jesus Christ is to be the founding act of faith of the nation.

“The aim of this act is not to earthly power or wealth, but the surrender of personal, family and national life to Christ and living according to the laws of God. This act should affect the temporal affairs, but cannot constitute an abuse of the Holy Name of Jesus to the achievement of the temporal objectives. It is an expression of obedience to God, that is, the human response of love to the Love of God, [and] it is also an act of justice, that devotion to God what is due Him.”

 

Prompts Mystical and More

One the promptings, so to speak, for this major act began two decades ago in the Archdiocese of Krakow, explains the same Polish conference. It was connected to the beatification process of Servant of God Rozalia Celakowna, a Krakow nurse and mystic who died during World War II.

Her writings brought to light that in private revelations Jesus asks for this act on the part of the Polish nation, that if the Polish people acknowledge him as their King and Lord completely “through the enthronement, not only in different parts of the country, but throughout the country with the government at the helm. This recognition has to be confirmed by the abandonment of sins and complete return to God.”

Private revelation became the inspiration and was grounded with a clear Scriptural basis and broad development of the teaching of the Church, especially in Pius XI’s 1925 encyclical Quas Primas (On the Feast of Christ the King).

The Episcopal conference highlighted what Pius XI wrote at the end of the encyclical on Christ the King: “If to Christ our Lord is given all power in heaven and on earth; if all men, purchased by his precious blood, are by a new right subjected to his dominion; if this power embraces all men, it must be clear that not one of our faculties is exempt from his empire. He must reign in our minds, which should assent with perfect submission and firm belief to revealed truths and to the doctrines of Christ. He must reign in our wills, which should obey the laws and precepts of God. He must reign in our hearts, which should spurn natural desires and love God above all things, and cleave to him alone. He must reign in our bodies and in our members, which should serve as instruments for the interior sanctification of our souls, or to use the words of the Apostle Paul, as instruments of justice unto God (Romans 6:13).”

In the encyclical, Pius XI instituted the Feast of Christ the King to be celebrated worldwide, also had this to say. „Nations will be reminded by the annual celebration of this feast that not only private individuals but also rulers and princes are bound to give public honor and obedience to Christ.”

And—

“When once men recognize, both in private and in public life, that Christ is King, society will at last receive the great blessings of real liberty, well-ordered discipline, peace and harmony.“

 

Glorious Day

Bishop Andrzej Czaja who was chairman of groups preparing for this Jubilee Act of Acceptance of Jesus Christ as King and Lord, gave the homily at the Mass. In an interview he shed light on many parts of this Jubilee Act.

He made it clear the work of enthronement of Jesus is not merely about some external act of recognition of him as King and Lord, but must be deep, spiritual and internal and which radiates to all spheres of life and bears fruit in society.

“To accept Jesus as Lord and King,” you have to “open the doors of the heart, the doors of our homes, churches and workplaces, as well as live with him, give him space and let [him] reign in all spheres of life, including social, economic and political.”

Again, for the Polish people — and what should be for all of us — Bishop Czaja recalled the words of St. Pope John Paul II in his homily inaugurating his pontificate. And which the episcopal conference also recalled in their statement:

„Do not be afraid. Open wide the doors to Christ! To his saving power open the boundaries of states, economic systems, political systems and the directions of civilization. Do not be afraid!“

On Nov. 19, when Poland and the Polish people, from the bishops to the government, did that through the Jubilee Act of Acceptance, their example became a testimony to the world to do the same.

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Quelle

Papstpredigt: Das paradoxe Königtum Christi

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Papst Franziskus feiert die Messe zum Abschluss des Heiligen Jahres

Text der Papstpredigt vom Hochfest Christkönig,
zum Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit.

Der Christkönigssonntag krönt das liturgische Jahr und dieses Heilige Jahr der Barmherzigkeit. Das Evangelium stellt das Königtum Christi nämlich auf dem Höhepunkt seines Erlösungswerkes dar, und zwar auf erstaunliche Weise. »Der erwählte Messias Gottes«, »der König« (Lk 23,35.37) erscheint ohne Macht und Ruhm: Er hängt am Kreuz und scheint eher Besiegter als Sieger zu sein. Sein Königtum ist paradox: Sein Thron ist das Kreuz, seine Krone ist aus Dornen; er hat kein Zepter, sondern ein Rohr wird ihm in die Hand gedrückt; er trägt keine prunkvollen Gewänder, sondern wird seiner Kleider beraubt; er trägt keine funkelnden Ringe am Finger, sondern seine Hände sind von Nägeln durchbohrt; er besitzt keine Schätze, sondern wird für dreißig Silberstücke verkauft.

Sein Reich ist wirklich nicht von dieser Welt (vgl. Joh 18,36), aber genau in ihm, wie uns der Apostel Paulus in der zweiten Lesung sagt, finden wir Erlösung und Vergebung (vgl. Kol 1,13-14). Denn die Größe seines Reiches besteht nicht in der Macht nach Maßstäben der Welt, sondern gemäß der Liebe Gottes, einer Liebe, die alles erreichen und heilen kann. Aufgrund dieser Liebe hat sich Christus bis zu uns herab erniedrigt, hat in unserem menschlichen Elend Wohnung genommen, hat unser widrigstes Menschsein erfahren: Ungerechtigkeit, Verrat, Verlassenheit; er hat Tod, Grab und Hölle erfahren. Auf diese Weise ging unser König bis an die Grenzen des Universums, um alles Leben zu umarmen und zu retten. Er hat uns nicht verdammt, er hat uns auch nicht bezwungen, er hat nie unsere Freiheit verletzt, sondern er hat sich den Weg durch die demütige Liebe gebahnt, die alles entschuldigt, die alles hofft, die allem standhält (vgl. 1 Kor 13,7). Nur diese Liebe hat unsere großen Widersacher besiegt und besiegt sie weiter: Sünde, Tod und Angst.

Heute, liebe Brüder und Schwestern, verkünden wir diesen einzigartigen Sieg, durch den Jesus König der Zeiten, der Herr der Geschichte geworden ist: mit der bloßen Allmacht der Liebe, welche das Wesen Gottes, sein Leben selbst ist und die niemals aufhört (vgl. 1 Kor 13,8). Freudig teilen wir die Schönheit, Jesus zum König zu haben. Seine Herrschaft verwandelt Sünde in Gnade, Tod in Auferstehung, Angst in Vertrauen.

Es wäre aber wenig, nur an Jesus als König des Universums und Mitte der Geschichte zu glauben, ohne ihn zum Herrn unseres Lebens werden zu lassen: All das ist umsonst, wenn wir ihn nicht persönlich aufnehmen und wenn wir nicht auch seine Art zu herrschen aufnehmen. Dabei helfen uns die Personen, die das heutige Evangelium vorstellt. Neben Jesus treten drei Figuren auf: das schaulustige Volk, die Gruppe der Menschen beim Kreuz und der Verbrecher neben Christus am Kreuz.

Zunächst die Leute: Das Evangelium sagt, dass sie „dabeistanden und zuschauten“ (Lk 23,35). Keiner sagt ein Wort, keiner geht näher heran. Die Leute stehen weit entfernt, um zu schauen, was passiert. Es sind die gleichen Leute, die sich für die eigenen Bedürfnisse um Jesus gedrängt haben und jetzt Distanz halten. Angesichts der Lebensumstände oder unserer nicht verwirklichten Erwartungen können auch wir versucht sein, auf Distanz zum Königtum Jesu zu gehen, nicht bis zum Äußersten das Ärgernis seiner demütigen Liebe anzunehmen, die unser Ich erregt und stört. Man bevorzugt, am Fenster zu bleiben, eher abseits zu stehen, als sich zu nähern und sich zum Mitmenschen zu machen. Das heilige Volk Gottes aber, das Jesus zum König hat, ist gerufen, seinem Weg der konkreten Liebe zu folgen, sich zu fragen – ein jeder, täglich: „Was verlangt die Liebe von mir, wohin drängt sie mich? Welche Antwort gebe ich Jesus mit meinem Leben?“

Es gibt eine zweite Gruppe, die sich aus verschiedenen Personen zusammensetzt: die führenden Männer des Volkes, die Soldaten und ein Verbrecher. Sie alle verspotten Jesus. Sie richten an ihn die gleiche Provokation: „Hilf dir selbst!“ (vgl. Lk 23,35.37.39). Das ist eine schlimmere Versuchung als die der Leute. Hier versuchen sie Jesus, so wie es der Teufel zu Beginn des Evangeliums tat (vgl. Lk 4,1-13), damit er darauf verzichte, auf die Weise Gottes zu herrschen, und stattdessen nach der Logik der Welt: Steig vom Kreuz herab und besiege die Feinde! Wenn du Gott bist, zeig Macht und Überlegenheit! Diese Versuchung ist ein direkter Angriff gegen die Liebe: »Hilf dir selbst!« (Vv. 37.39), nicht den anderen, sondern dir selbst. Das Ich möge siegen mit seiner Kraft, mit seinem Ruhm, mit seinem Erfolg. Das ist die furchtbarste Versuchung, die erste und die letzte des Evangeliums. Doch angesichts dieses Angriffs auf das ureigene Wesen seiner Person sagt Jesus nichts, er reagiert nicht. Er verteidigt sich nicht, er versucht nicht zu überzeugen, er gibt keine Rechtfertigung seines Königtums. Er liebt vielmehr weiter, vergibt, lebt den Augenblick der Prüfung im Einklang mit dem Willen des Vaters und in der Gewissheit, dass die Liebe Frucht bringen wird.

Um das Königtum Christi aufzunehmen, sind wir gerufen, gegen diese Versuchung zu kämpfen und den Blick auf den Gekreuzigten zu richten und ihm so immer treuer zu werden. Wie oft werden hingegen auch unter uns die befriedigenden Sicherheiten gesucht, welche die Welt bietet. Wie oft sind wir versucht, vom Kreuz herabzusteigen. Die Anziehungskraft der Macht und des Erfolgs wird als ein leichter und schneller Weg für die Verbreitung des Evangeliums dargestellt und rasch wird dabei vergessen, wie das Reich Gottes wirkt. Dieses Jahr der Barmherzigkeit hat uns eingeladen, die Mitte wiederzuentdecken, zum Wesentlichen zurückzukehren. Diese Zeit der Barmherzigkeit ruft uns dazu auf, auf das wahre Antlitz unseres Königs zu schauen, das zu Ostern aufleuchtet, und das junge und schöne Antlitz der Kirche wiederzuentdecken, das aufstrahlt, wenn sie gastfreundlich, frei, treu, arm an Gütern, doch reich an Liebe und missionarisch ist. Wenn die Barmherzigkeit uns ins Herz des Evangeliums führt, dann fordert sie uns auch auf, auf die Gewohnheiten und Gebräuche zu verzichten, die den Dienst am Reich Gottes behindern können; sie mahnt uns, uns nur am bleibenden demütigen Königtum Jesu zu orientieren und uns nicht an die unsicheren Königtümer und unbeständigen Mächte einer jeden Zeit anzupassen.

Im Evangelium tritt noch eine weitere Gestalt auf, die näher bei Jesus ist. Es ist der Verbrecher, der ihn bittet: »Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst« (V. 42). Dieser Mensch hat einfach auf Jesus geschaut und dadurch an sein Reich geglaubt. Er hat sich nicht in sich verschlossen, sondern hat sich mit seinen Fehlern, seinen Sünden und Schwierigkeiten an Jesus gewandt. Er hat darum gebeten, an ihn zu denken, und er hat die Barmherzigkeit Gottes erfahren: »Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein« (V. 43). Sobald wir ihm die Möglichkeit dazu geben, denkt Gott an uns. Er ist bereit, die Sünde vollständig und für immer zu tilgen, denn sein Gedächtnis zeichnet nicht das getane Böse auf und stellt nicht immer das erlittene Unrecht in Rechnung, wie es das unsere tut. Gott denkt nicht an die Sünde, er denkt an uns, an einen jeden von uns, seine geliebten Kinder. Und er glaubt, dass es immer möglich ist, neu zu beginnen und wiederaufzustehen.

Bitten auch wir und die Gabe dieses offenen und lebendigen Gedächtnisses. Bitten wir um die Gnade, nie die Türen der Versöhnung und der Vergebung zu verschließen, sondern stets über das Böse und die Divergenzen hinauszugehen und so jeden möglichen Weg der Hoffnung zu eröffnen. So wie Gott ungeachtet unserer Verdienste grenzenlos an uns selbst glaubt, sind auch wir gerufen, den anderen Hoffnung zuzusprechen und Chancen zu geben. Denn auch wenn die Heilige Pforte geschlossen wird, steht uns die wahre Pforte der Barmherzigkeit, das Herz Christi, immer weit offen. Aus der geöffneten Seite des Auferstandenen strömen bis zum Ende der Zeiten Barmherzigkeit, Trost und Hoffnung.

Viele Pilger haben die Heiligen Pforten durchschritten und jenseits lauter Berichterstattungen die große Güte des Herrn erfahren. Wir wollen dafür danken und uns daran erinnern, dass uns Barmherzigkeit zuteilwurde, damit wir die Gesinnung der Barmherzigkeit anlegen und auch wir zu Werkzeugen der Barmherzigkeit werden. Gehen wir diesen Weg weiter – gemeinsam. Dabei begleite uns die Gottesmutter Maria. Auch sie war nahe beim Kreuz und hat uns dort als liebevolle Mutter der Kirche geboren, die alle unter ihrem Mantel sammeln will. Unter dem Kreuz hat sie gesehen, wie der gute Schächer Vergebung erlangt hat, und hat den Jünger Jesu als ihren Sohn angenommen. Sie ist die Mutter der Barmherzigkeit und wir vertrauen uns ihr an: Keine Begebenheit, kein Gebet, mit denen wir vor ihre barmherzigen Augen kommen, wird ohne Antwort bleiben.

 

(rv 20.11.2016 ord)

Braucht die Kirche Veränderungen und wenn ja, welche?

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Christus Vor Pilatus, Hans Multscher (Ca. 1400-1467) / Wikimedia Commons – YwHIlj4-Vj_oEg At Google Cultural Institute, Public Domain (Cropped)

Impuls zum Christkönigssonntag im Lesejahr C — 20. November 2016

Es fällt auf, dass in der letzten Zeit das christliche Volk immer wieder auf notwendige Veränderungen hingewiesen wird, die in dieser Zeit kommen sollen. Wobei man den Eindruck hat, dass grundsätzlich nicht zwischen wesentlichen und unwesentlichen Veränderungen unterschieden wird.

Ob man zum Empfang der Eucharistie nur eine Stunde oder aber von Mitternacht an nüchtern sein soll. Ob man am Freitag kein Fleisch isst oder aber ein anderes kleines Opfer bringt. Solche Änderungen sind ganz offensichtlich unproblematisch.

Aber ob andererseits das Priestertum nur von Männern oder auch von Frauen ausgeübt werden sollte, ist von anderem Kaliber. Oder ob die Homo-Ehe kirchlich akzeptiert wird oder nicht. Oder auch ob geschiedene Wiederverheiratete ohne weiteres die Sakramente empfangen können – das wären Änderungen, die an die Substanz gehen. Was die Geschiedenen betrifft, so ist es schlicht gesagt ein Irrtum zu glauben, dass das postsynodale Schreiben ‪„Amoris Laetitia“ eine Art Freifahrschein darstellt.

Dieses päpstliche Dokument, das so reich an guten Gedanken ist, kann, wie es in der Kirche immer üblich war, nicht gelesen werden, ohne dass man frühere verbindliche Äußerungen des Lehramtes wie z.B. ‪„Familiaris consortium“ des hl. Johannes Paul II. mitliest.

Nun könnte man sagen: da heute die Menschen sehr offen und flexibel sind, und obendrein die individuelle Freiheit sehr groß geschrieben wird, warum soll man nicht über mögliche Änderungen nachdenken dürfen, auch wenn sie von größerer Wichtigkeit sind?

Die Kirche hat zu dieser Problemstellung aus ihrer immerhin zweitausendjährigen Erfahrung – wir können ja die Kirche nicht heute neu erfinden – zwei fundamentale Merksätze parat.

1. Ecclesia est semper reformanda – die Kirche muss sich immer wieder erneuern. Das bedeutet, dass es tatsächlich Änderungen, die sinnvoll sind, gibt. Kardinal Meisner, der emeritierte Erzbischof von Köln, sagte neulich: „Es geht darum die Kirche zu erneuern, nicht sie zu verändern“ (Predigt beim Internationalen Priestertreffen in Köln 2016).

2. Christus heri, hodie et in saecula – Christus ist derselbe gestern, heute und morgen und in alle Ewigkeit.

Wir feiern heute das Hochfest Christkönig. Die Lesungen erinnern uns daran, dass dieser Jesus von Nazareth, den zu seiner Zeit viele nicht ernst genommen haben, tatsächlich der allmächtige Gott und Richter aller Welt ist. Bei Lukas lesen wir heute „In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er er erwählte Messias Gottes ist“ (Lk 23,35 ff). Nicht nur dass sie seine Königswürde verspotten, sie finden es obendrein lächerlich, dass er anderen geholfen hat, was ein schlechtes Licht auf den Charakter dieser Leute wirft.

Auch heute gibt es sicher viele Menschen, die in Jesus einen erfolglosen Wanderprediger aus alten Zeiten sehen, der für uns heute keine besondere Bedeutung hat. Dass Europa seine einzigartige kulturelle Stellung in der Welt dem Christentum verdankt, wird ohne weiteres ausgeblendet. Und da liegt wohl der tiefere Grund für die uneingeschränkte Veränderungslust, die sich auch der Kirche bemächtigt hat. Wir haben unser historisches Bewusstsein verloren.

Wenn wir aber wirklich davon überzeugt sind, dass Christus buchstäblich der Allherrscher ist, dann können wir – mit Verlaub gesagt – nicht machen, was wir wollen.

Die Kirche ist nicht zuerst unsere Kirche, sondern seine. Und dennoch wird mit der größten Selbstverständlichkeit angenommen, dass das, was wir Menschen planen und ausführen, schon seine Billigung hat. Wer fragt z.B. danach, ob es dem Herrn recht ist, wenn man in vielen Diözesen das Sakrament der Beichte de facto abgeschafft hat. Er hat die Beichte uns gegeben, und sie ist wahrhaft eine Wohltat. Ich bin ganz sicher, es ist ihm nicht recht.

Was für die Beichte gilt, gilt sicher für alle Sakramente. Sehr viele Menschen, Fachtheologen wie auch normale Gläubige, haben immer wieder gute Ideen, und das ist sicher gut so. Aber bezüglich der Sakramente gibt es wirklich nichts neues zu erfinden. Auch im ökumenischen Zusammenhang muss man hier Veränderungen ausschließen. Da heißt es, im wahrsten Sinne des Wortes konservativ sein, denn es geht darum, das zu bewahren, was der Herr uns geschenkt hat.

Geradezu erschreckend ist der Kontrast zwischen der Machtlosigkeit Jesu vor seinen Henkern und der unwiderstehlichen Macht, die er ausstrahlt, wenn er wieder kommt.

Veränderungen wird es dann geben, aber sie kommen nicht von uns Menschen. In der Offenbarung des Johannes sagt Christus: „Siehe ich mache alles neu“. Und nicht wir machen den neuen Himmel und die neue Erde, sondern er.

Bitten wir auch Maria, die Mutter der Kirche, dass sie dafür sorgt, dass die Kirche der Fels in der Brandung der ständigen irdischen Wandlungen bleibt.

Msgr. Dr. Peter von Steinitz war bis 1980 als Architekt tätig; 1984 Priesterweihe durch den hl. Johannes Paul II.; 1987-2007 Pfarrer an St. Pantaleon, Köln; seit 2007 Seelsorger in Münster. Er ist Verfasser der katechetischen Romane: „Pantaleon der Arzt“, „Leo – Allah mahabba“ (auch als Hörbuch erhältlich) und „Katharina von Ägypten“.

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Quelle

„Rom hat den Glauben verloren – Rom ist in der Apostasie“

Erzbischof Marcel Lefebvre

Erzbischof Marcel Lefebvre

Erzbischof Marcel Lefebvre traf die Entscheidung der vier Bischofsweihen im Jahr 1988 im Alleingang. Widerstand gab es nicht nur von außen. Ein Jahr vor diesem heroischen Akt sprach der Erzbischof im September 1987 im Rahmen von Priesterexerzitien über die aktuelle Lage der Kirche und die Unmöglichkeit mit der Amtskirche zusammenzuarbeiten:

„Wir müssen durchhalten, absolut durchhalten trotz und wider allem.

Nun komme ich zu dem, was Sie sicher mehr interessiert.
Ich sage: Rom hat den Glauben verloren, liebe Freunde. Rom ist in der Apostasie. Das sind nicht nur Worte. Ich spreche diese Worte nicht leichtfertig aus. Es ist die Wahrheit. Rom ist in der Apostasie. Man kann kein Vertrauen in diese Leute haben, welche die Kirche verlassen haben. Sie haben die Kirche verlassen. Sie verlassen die Kirche. Das ist sicher, sicher, sicher.

Da es schwierig gewesen wäre, eine ausführliche Beschreibung der Situation zu machen, habe ich dem Kardinal Ratzinger die Situation mit wenigen Worten zusammengefaßt:

»Eminenz, sehen Sie: Selbst wenn Sie uns einen Bischof gewähren und eine gewisse Autonomie den Bischöfen gegenüber, auch wenn sie uns die Liturgie von 1962 gewähren, selbst wenn wir unsere Seminare wie bisher weiterführen können, wir werden nicht zusammenarbeiten können. Das ist unmöglich, weil wir in zwei diametral entgegengesetzte Richtungen arbeiten. Ihr arbeitet an der Entchristlichung der Gesellschaft, der menschlichen Person und der Kirche. Wir arbeiten an der Christianisierung. Wir können uns nicht verstehen«.

Wir können uns nicht verstehen. Das ist – ich versichere Ihnen – die Zusammenfassung der Unterredung. Man kann diesen Leuten nicht folgen. Das ist der Abfall. Sie glauben nicht mehr an die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, der herrschen muß. Warum? Weil das gegen den Ökumenismus ist. Das geht gegen die Religionsfreiheit und gegen den Ökumenismus. Religionsfreiheit und Ökumenismus berühren sich. Sie sind dasselbe. Auf Grund dieser Entchristlichung denke ich, daß man von diesen Personen, die heute Rom besetzen, sagen kann, daß sie Antichristen sind. Ich sage nicht »der Antichrist«, sondern ich sage »Antichristen«, so wie der Heilige Johannes in seinem zweiten Brief vom »Wirken des Antichristen in unserer Zeit« spricht. Sie sind Antichristen. Das ist sicher, absolut sicher. In Anbetracht dieser Lage haben wir von der eventuellen Reaktion dieser Leute, die notwendigerweise gegen uns sind, nichts zu befürchten. So wie ich dem Kardinal gesagt habe: Wir sind ganz für Christus. Sie sind gegen Christus. Wie meinen sie, daß wir uns da verstehen können? Sie werden uns folglich verurteilen, weil wir ihnen nicht folgen wollen.

Man kann die Lage folgendermaßen zusammenfassen: »Wenn ihr Bischöfe konsekriert, werdet ihr exkommuniziert werden.«
Ja ich werde exkommuniziert sein. Aber von wem und warum? Exkommuniziert von jenen, die Antichristen sind und keinen katholischen Geist mehr haben. Warum exkommunizieren sie uns? Weil wir katholisch bleiben wollen. Wir sind verfolgt, weil wir die katholische Messe beibehalten wollen, weil wir den katholischen Glauben und das katholische Priestertum bewahren wollen.“

Und heute?

Das war die Haltung von Erzbischof Lefebvre. Er wollte angesichts der in der Kirche herrschenden Apostasie den Glauben und die Sakramente unter Verweigerung eines Anschlusses an das apostatische und antichristliche Neu-Rom retten.
Heute geht die Entchristlichung weiter. Noch stärker als im Jahr 1987.

Die Gläubigen der Tradition mögen wach werden und alles unternehmen, um nicht schlafend in die konziliare Amtskirche eingeliefert zu werden.

Siehe dazu:

Demokratie und Weltherrschaft – Das kommende antichristliche Reich

„Die moderne Demokratie führt zum praktischen Atheismus. Wenn die Gewalt und das Recht im Volk ruht, so folgt, daß Gott in den öffentlichen Angelegenheiten der Nationen nichts zu sagen hat. Die Religion hat keine Rechte auf die Regierung. Die Kirche ist vogelfrei. Die Gebote Gottes gelten höchstens für die Sakristei und das Kämmerlein der privaten Frömmigkeit. Man geht vielleicht nicht soweit, das Dasein Gottes zu leugnen, aber Gott im Himmel ist recht- und machtlos. Er ist Gott ohne Thron und Krone. Er ist eine lächerliche Figur, mit der man machen kann, was man will. Wir haben in der Politik den praktischen Atheismus. Gott ist nichts, die Masse ist allmächtiger, allgegenwärtiger, allwissender Gott!
Die moderne Demokratie mit ihrem Endziel, der Weltrepublik, diesem Ideal der gegenwärtig herrschenden internationalen Freimaurerei, ist ein Werk des Gotteshasses und des Antichristentums. Die immer harmlosen Katholiken ahnen das nicht. Desto schlimmer für sie. Die Prophezeiung von Donoso Cortes in seinem Schreiben an Kardinal Fornari wird in Erfüllung gehen:
Das große antichristliche Reich der letzten Zeiten, das die geheime Offenbarung voraussagt, wird ein kolossales, demagogisches Weltreich sein, regiert von einem Volksmann von satanischer Größe.“

Siehe auch: