13. JUNI: DER HEILIGE ANTONIUS VON PADUA

Von Br. Andreas-Pazifikus Alkofer OFM Conv.

Der hl. Antonius von Padua wird ca. 1195 – das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt – in Lissabon geboren. Er entstammt einer adeligen Familie. Seine Eltern, Martin und Maria Bulhoes y Taveira de Azevedo (diesen Familiennamen überliefert eine nicht gesicherte Tradition) lassen den späteren Antonius auf den Namen Fernando taufen.

Die Zeit, in die Antonius hineingeboren wird, ist eine politisch, wirtschaftlich und kirchlich turbulente Zeit des Umbruchs, dessen Zentrum vor allem in Italien liegt, an dem gemessen Portugal tiefste Provinz ist. Das Land selbst ist erst seit kurzen von den Arabern zurückerobert worden. Neben der Reconquista der iberischen Halbinsel, die erst 300 Jahre später beendet sein wird, und neben der Vielzahl lokaler politischer Konflikte sorgt auch eine Vielzahl neu entstehender radikaler Armutsbewegungen in der Kirche für Spannungen. Zudem sind diese knapp vier Jahrzehnte der Lebenszeit des Antonius überschattet von immer neuen Ausbrüchen des Kreuzzugsfiebers. Der wirtschaftliche Umbruch, vor allem in Italien und Südfrankreich, der den Namen ‚Frühkapitalismus‘ trägt, tut ein übriges und lässt durch das Wiederaufkommen der Geldwirtschaft und intensivierter Handelsbeziehungen soziale Stände- und Gesellschaftsordnungen in Bewegung geraten. Mit den Folgen all dessen auf das Leben der einfachen Leute wird Antonius sein Leben lang konfrontiert sein.

Von den ersten Lebensjahren, von Kindheit und Jugend des hl. Antonius wissen wir wenig. Sicher ist nur, dass er relativ behütet und in gesicherten Verhältnissen aufwächst und an der Kathedralschule in Lissabon Lesen und Schreiben lernt, was für damalige Verhältnisse keine Selbstverständlichkeit ist. Um 1210, also mit ca. 15. Jahren, tritt Antonius bei den Augustiner-Chorherren in Lissabon ins Kloster ein. Er bleibt dort etwa zwei Jahre, bevor er 1212/13 von Lissabon aus in das Augustiner-Chorherren-Kloster von Coimbra, der damaligen Hauptstadt des Königreiches Portugal, wechselt. Die Gründe für den Wechsel sind nicht gesichert, aber es steht zu vermuten, dass ein zu enger Kontakt mit Familie und Freunden das Klosterleben des Antonius zu häufig gestört hat.

In Coimbra, wo Antonius bis 1220 bleiben wird, erhält er eine gediegene theologische Ausbildung und eignet sich dabei eine außerordentliche Kenntnis der Heiligen Schrift und der Kirchenväter an. Zudem wird er dort, wohl in der letzten Phase seines Aufenthaltes, zum Priester geweiht.

In dieser Zeit lernt Antonius eine Gruppe von Minderbrüdern kennen – so heißen die Mitbrüder der noch jungen Bewegung des hl. Franziskus, die im Gefolge des Heiligen aus Assisi ein Leben in radikaler Evangelium gemäßer Armut leben wollen, ohne persönlichen und gemeinschaftlichen Besitz, ohne festen Wohnsitz. Die Brüder leben seit 1217 in einer kleinen Einsiedelei bei Coimbra, die dem Einsiedler und Wüstenvater Antonius (* 251/252) geweiht ist und ihnen von der Königin auf Zeit zur Verfügung gestellt ist. Ein maßgebliches Moment für den Wechsel des hl. Antonius von den Chorherren in die junge Franziskaner-Gemeinschaft, neben den persönlichen Kontakten mit den Brüdern vor Ort, ist der Martertod einer Gruppe von Franziskanern um den hl. Berard Anfang 1220 in Marokko. Sie waren dorthin über Portugal aufgebrochen, um bei den Moslems zu missionieren. Ihr Tod hinterlässt in Portugal einen tiefen Eindruck und bewegt Antonius zum Übertritt zu den Minderbrüdern. Er nimmt erst jetzt den Namen an, unter dem er später berühmt wird und entlehnt ihn sich von dem Heiligen, an dessen Kapelle die Brüder bei Coimbra leben. Antonius bricht mit dem Ziel, zu missionieren und ebenfalls den Martertod zu finden, sofort nach Nordafrika auf. Doch seine Pläne scheitern. Er erkrankt und wird über den Umweg über Sizilien statt nach Portugal nach Italien verschlagen.

Dort ist er 1221 im Mai beim Mattenkapitel der Franziskaner anwesend (der jährlichen Versammlung aller Brüder an Pfingsten). Allerdings spielt er dort eine untergeordnete Rolle. Man findet keine Aufgabe für ihn, den ausgebildeten Theologen und Priester, von denen es im Orden eigentlich noch nur wenige gibt. So wird er zunächst in eine kleine Einsiedelei bei Forli in Oberitalien geschickt.

In Forlì ändert sich dann auch das Schicksal des Antonius, als er angelegentlich einer Priesterweihe aus dem Stegreif eine staunenerregende Ansprache hält (alle anderen gaben vor, nicht genug vorbereitet zu sein). Von diesem Augenblick an ist der weitere Weg des Antonius vorbestimmt: Er wird Ausbilder, Organisator in Teilen des jungen Ordens und vor allem Prediger. Schon um 1223 beauftragt Franziskus ihn damit, den Brüdern Theologie zu lehren. Dieser Brief des Franziskus an Antonius ist erhalten! Von da an ist Antonius als ‚Theologieprofessor‘ (wenn man das unzeitgemäße Wort verwenden will) und als Prediger in Oberitalien unterwegs. Von 1224 bis 1227 finden wir ihn in Südfrankreich, wo er sich als Kustos um die Neuorganisation der Ordensprovinz kümmert und als Prediger – wie in Italien – vor einen teilweise sehr desolaten und verwirrenden innerkirchlichen Zustand steht. Auch hier gibt es viele Armutsbewegungen, die in ihrer Radikalität die Kirche kritisieren und einfache Gläubige verunsichern. Antonius versucht durch ein authentisches Leben und durch kraftvolle Predigten, dem gegenzusteuern.

1227 kehrt Antonius aus Frankreich nach Italien zurück und wird beim Mattenkapitel in der Nähe von Assisi zum Provinzialminister der Ordensprovinz der Romagna gewählt. In diesen letzten Jahren bis 1231, in denen er sich unermüdlich um die ihm anvertrauten Mitbrüder kümmert, neue Konvente gründet, bestehende besucht, entstehen seine beiden Predigtwerke, die Sonntagspredigten (1227-1228) und die Festtagspredigten (1230-1231). Letztere kann Antonius nicht mehr vollenden. Beide Reihen, als Handbücher konzipiert, offenbaren deutlich die profunde Kenntnis der Bibel und der Texte der Kirchenväter, die sich Antonius angeeignet hat.

In diesen letzten Lebensjahren entwickelt sich auch immer mehr die Beziehung des Antonius zu Padua, die so etwas wie seine ‚Lieblingsstadt‘ in Norditalien wird. Immer wieder macht er dort Halt bei seinen vielen Reisen. Er sucht die Ruhe und die Erholung, die er als kranker Mann braucht, denn seit 1220 begleiten ihn ständig gesundheitliche Probleme. Diese Beziehung zu Padua erreicht ihren Gipfelpunkt in der Fastenzeit 1231. Antonius predigt jeden Tag in einer der Kirchen Paduas und, als die Kirche zu klein werden, um die Scharen der Hörer zu fassen, auf den Plätzen der Stadt. Diese Fastenpredigten machen Antonius zum untrennbaren Teil der Geschichte dieser Stadt und sind ein durchschlagender Erfolg. Er erreicht sogar, dass ein Gesetz erlassen wird, dass die Schuldner in der Stadt vor dem Verlust ihrer Freiheit bewahren und sie vor Übergriffen von Wucherern schützen soll.

Nach Ostern 1231 zieht sich Antonius, erschöpft und ermüdet von dieser großen Anstrengung, in eine Einsiedelei außerhalb Paduas zurück: nach Camposampiero, wo ein den Franziskanern verbundener Graf, ihm und zwei Begleitern das nötigste zur Verfügung stellt. Am 13. Juni 1231 verschlechtert sich der Zustand des Antonius dramatisch. Die Brüder versuchen, ihn nach Padua zurückzubringen, aber am Abend dieses Tages stirbt Antonius in dem kleinen Vorort Arcella. Die Nachricht vom Tod des Antonius verbreitet sich wie ein Lauffeuer und es setzt, vor allem in Padua, unmittelbar seine Verehrung als Heiliger ein.

Nicht einmal ein Jahr nach seinem Tod wird Antonius von Padua am 30. Mai 1232 durch Papst Gregor IX. in Spoleto dann offiziell heiliggesprochen. 1946 erklärt ihn Papst Pius XII. zum Kirchenlehrer und verleiht ihm den Titel ‚doctor evangelicus‘.

Antonius ist in der Basilika, die man zu seinen Ehren in Padua errichtet, bestattet, die seither zum Ziel für Abertausende von Pilgern geworden ist, die Antonius als ihrem Fürsprecher vertrauen.

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Siehe ferner:

„Ich möchte als Hirte der universalen Kirche zur Gottesmutter kommen“

Capela Das Aparições, Fátima / Wikimedia Commons – Petr Adam Dohnálek, CC BY-SA 3.0 CZ

Videobotschaft von Papst Franziskus
an das portugiesische Volk am 10. Mai 2017

„Ich möchte nämlich als Hirte der universalen Kirche zur Gottesmutter kommen“, erklärte Papst Franziskus gestern abend um 18.00 Uhr in einer Videobotschaft an das portugiesische Volk anlässlich seiner anstehenden Reise nach Fatima zum 100-jährigen Jubiläum seit den Marienerscheinungen in der „Cova da Iria“.

Die Reise des Papstes am 12. und 13. Mai 2017 trägt den Titel „Mit Maria, Pilger in der Hoffnung und im Frieden“. In seiner Botschaft kündigte Papst Franziskus, Unserer Lieben Frau von Fatima „den Strauß der schönsten Blumen dar[zu]bringen, die Jesus meiner Hirtensorge anvertraut hat (vgl. Joh 21,15-17), d.h. die Brüder und Schwestern in aller Welt, die durch sein Blut erlöst sind, ohne dass jemand ausgeschlossen ist“.

Der Papst erklärte, dass sich der Besuch „auf die üblichen Momente und Abläufe einer Pilgerfahrt zum Heiligtum von Fatima“ beschränke und in die Pilgerfahrt „ein ganzes Programm der Bekehrung eingeschlossen“ sei.

Für die Gebete und Opfer bedankte sich Papst Franziskus: „Das Gebet weitet unser Herz und macht es bereit, Gottes Gaben zu empfangen. […] Das Gebet erleuchte meine Augen, damit ich die anderen sehen kann, wie Gott sie sieht, und die anderen liebe, wie er sie liebt. In seinem Namen werde ich zu euch kommen in der Freude, mit allen das Evangelium der Hoffnung und des Friedens zu teilen. Der Herr segne euch und die Jungfrau und Mutter Maria beschütze euch!“

Der Volltext der Videobotschaft ist hier abrufbar.

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Wie ein Kreuz eine der großen Mystikerinnen des 20. Jahrhunderts ankündigte

Ungefähr 40 Meilen nördlich von Porto in Portugal liegt das Dorf Balazar. Hier wurde die selige Mystikerin Alexandrina Da Costa 1904 geboren. Auf der Flucht vor einigen Männern, die sie vergewaltigen wollten, erlitt sie eine Lähmung. Bekannt wurde sie dadurch, dass sie Anteil an den Leiden der Passion und Kreuzigung Christi erhalten hatte.

Viele Jahre vor Geburt der Seligen trat in Balazar ein merkwürdiges Kreuz am Erdboden auf, das bis heute sichtbar ist. Am Fronleichnamstag des Jahres 1832 bemerkten die Gläubigen, die zur Heiligen Messe gingen, nahe der Kirche dieses geheimnisvolle Kreuz.

Damals sandte der Pfarrer von Balazar einen Brief an den Erzbischof von Braga, in welchem er ihm berichtete, „dass die Erde, die das Kreuz zeichnete, weißer war als die umliegende und dass es schien, als würde auf den gesamten Erdboden Tau gefallen sein, außer auf die Stelle, an der sich das Kreuz befand.“

„Ich bat sie, den ganzen Staub und die Erde wegzufegen, die an diesem Ort verstreut waren, und wie zuvor erschien an der gleichen Stelle und in der gleichen Form das Kreuz. Ich befahl, reichlich Wasser darauf zu schütten, damit das Kreuz und die Erde verschwänden. Daraufhin nahm die Erde, die die Form des Kreuzes bildete, eine schwarze Färbung an, welche sie bis heute bewahrt hat“ schildert Pater Leopoldino Mateus.

Am Ort der Erscheinung des Kreuzes wurde eine Kapelle errichtet, mit der Zeit nahm die Verehrung zu und es geschahen Wunder. Trotzdem konnte sich niemand erklären, warum sich dieser Vorfall in Balazar ereignet hatte.

An einem Donnerstag, dem 30. März 1904, wurde in diesem Dorf Alexandrina María Da Costa geboren. Als die Selige 14 Jahre alt war, drangen Männer in ihr Haus ein, in der Absicht sich an ihr, an ihrer Schwester und an einer Freundin der beiden zu vergehen. Um ihre Reinheit zu verteidigen, stürzte sich Alexandrina aus dem Fenster des zweiten Stocks und blieb später aufgrund der Folgen des Sturzes für den Rest ihres Lebens gelähmt.

Ihr Gebetsleben vertiefte sich und sie hatte mehrere mystische Visionen, in denen der Herr sie einlud, ihre Leiden und Opfer für die Rettung der Seelen darzubringen.

Die selige Alexandrina erlitt mehrere Jahre hindurch an jedem Freitag die Schmerzen der Passion Christi und am 5. Dezember 1947 offenbarte ihr Christus die Bedeutung der Erscheinung des Kreuzes in Balazar.

„Ich habe der Pfarrei dieses Kreuz gesandt als Vorankündigung Deiner Kreuzigung. Das Kreuz war bereit, Du aber fehltest noch. Du bist das erwählte Opfer des göttlichen Ratschlusses. Es ist nicht nur meine Alexandrina, die gekreuzigt ist, sondern Christus in ihr. Durch sie habe ich zwei Früchte erhalten: die Liebe zum Kreuz und eine große Sühne für die Sünden der Welt.“

Gegenwärtig hat sich die Kapelle, die an der Stelle des Kreuzes und des Geburtshauses der seligen Alexandrina Da Costa steht, in eine Gebets- und Wallfahrtsstätte für Tausende von Gläubigen aus aller Welt verwandelt. Das Fest des Heiligen Kreuzes (auch Fest des Herrn vom Kreuz genannt) wird in Balazar jedes Jahr am zweiten Sonntag im Juli mit einem feierlichen Gottesdienst begangen.

(Eine frühere Version dieser Geschichte wurde am 10. Oktober 2015 veröffentlicht.)

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PORTO , 03 January, 2017 / 8:47 AM (CNA Deutsch).-

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Seelsorge für katholische Migranten aus dem Christlichen Orient

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Piano Degli Albanesi, Provinz Palermo, Sizilien / Wikimedia Commons – Arbereshe (?), Public Domain (Cropped)

 

Begegnung der Bischöfe der katholischen Ostkirchen in Europa

Die jährliche Tagung der Bischöfe der katholischen Ostkirchen findet dieses Jahr auf Einladung des Patriarchen von Lissabon, Kardinal Manuel Clemente, Vorsitzender der portugiesischen Bischofskonferenz, in Fátima (Portugal) statt.

Im Laufe dieser Begegnung, die auch Wallfahrt zum Marienheiligtum Fátima ist, wo sich 2017 der Tag der Marienerscheinungen zum hundertsten Mal jährt, versammeln sich die bischöflichen Repräsentanten von 15 katholischen Ostkirchen und die Vertreter mehrerer Bischofskonferenzen aus westeuropäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Portugal, Vereinigtes Königreich und Spanien), um über die Herausforderung zu sprechen, die die Seelsorge für zu den katholischen Ostkirchen gehörende Migranten in ihren jeweiligen Ländern darstellt.

Seit dem Zusammenbruch der totalitären Regimes in den osteuropäischen Ländern strömen zahlreiche katholische Migranten in die westlichen Länder, um hier ein neues Leben zu beginnen; sie gehören den katholischen Ostkirchen, also mehrheitlich Kirchen sui iuris, an. Nach 20 Jahren, angesichts eines immer noch relativ konstanten Zustroms neuer Migranten und der Geburt der zweiten Generation unter den Erstankömmlingen, stehen die aufnehmenden Kirchen vor Ort, die mehrheitlich dem lateinischen Ritus der westlichen Länder folgen, vor neuen Herausforderungen bei der Bewahrung der kulturellen und kirchlichen Identität dieser Migranten.

Im Marien-Wallfahrtsort Fátima analysieren die Teilnehmer zusammen mit dem Präfekten für die Kongregation der Ostkirchen, Kardinal Leonardo Sandri, daher einige Fragen und Aufgaben, die sich im Zusammenhang mit dieser besonderen Art der Einwanderung stellen. Besprochen werden die zur Migration führende wirtschaftliche Situation in den osteuropäischen Ländern, mit einem Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. João Luís César das Neves, das Problem der Integration anhand der Aussagen einer rumänischen Familie und einer Lehrerin, die täglich mit Migrantenkindern arbeitet, sowie das Verhältnis zwischen der aufnehmenden Kirche und der Kirche des Herkunftslandes.

Die Tagung ist auch geprägt von der täglichen Eucharistiefeier in verschiedenen orientalischen Riten, die die Vielfalt der liturgischen Traditionen innerhalb der katholischen Kirche bezeugen. Vorgesehen sind außerdem ein Besuch der Wallfahrtsstätte Unserer Lieben Frau von Nazaré und ein Vertrauensgebet im Heiligtum von Fátima unter der Leitung des des slowakischen Erzbischofs Cyril Vasil‘, Sekretär des vatikanischen Dikasteriums für die Ostkirchen.

An der vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) organsierten Tagung nimmt auch Kardinal Angelo Bagnasco in seiner Eigenschaft als neuer Präsident des CCEE teil.

Die Arbeiten schließen am Sonntag, 23. Oktober mit dem Durchschreiten der Heiligen Pforte der Barmherzigkeit und dem feierlichen Hochamt in der Dreifaltigkeitskirche unter der Leitung Seiber Seligkeit Swiatoslav Schewtschuk, Großerzbischof von Kiew-Halytsch.

Die Tagung findet im Haus Nossa Senhora das Dores in Fátima statt.

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Innerhalb der katholischen Kirche gibt es mehrere Teilkirchen eigenen Rechts (sui iuris) und mit eigenem Ritus, die ganz und gar zur römisch-katholischen Kirche gehören, sich aber von der lateinischen Kirche durch anders geartete Liturgieformen und Volksfrömmigkeit, sakramentale und kanonische Disziplinen (Spendung der Sakramente, Rechtsvorschriften), sowie durch Terminologie und theologische Tradition unterscheiden. Derzeit existieren weltweit 24 Kirchen sui iuris mit verschiedenem liturgischem Ritus, aber in vollkommener Glaubensgemeinschaft mit Rom; 15 davon folgen dem byzantinischen Ritus.

Die an der Begegnung teilnehmenden Kirche sui iuris:

• Italo-albanische katholische Kirche (Diözesen Lungro und Piana degli Albanesi, in Italien)
• Weißrussische griechisch-katholische Kirche (Weißrussland)
• Bulgarische katholische Kirche (Bulgarien)
• Erzdiözese Zypern der Maroniten und Maroniten in Europa (Zypern, Frankreich und westliche EU)
• Griechisch-katholische Kirche mit byzantinischem Ritus (Griechenland und Türkei)
• Griechisch-katholische Kirche in Polen
• Rumänische griechisch-katholische Kirche (Rumänien)
• Rutenische griechisch-katholische Kirche (Heparchie von Mukačevo, Ukraine)
• Slowakische griechisch-katholische Kirche (Slowakei, Tschechien)
• Ukrainische griechisch-katholische Kirche (Ukraine, Polen, USA, Kanada, ukrainische Gemeinschaften in der Welt)
• Ungarische griechisch-katholische Kirche (Ungarn)
• Armenische katholische Kirche (Europa)
• Chaldäische Kirche in Europa
• Syrisch-katholische Kirche
• Melkitische griechisch-katholische Kirche

Die erste Begegnung dieser Art fand 1997 in der ungarischen Diözese Hajdúdorog auf Anregung Kardinal Achille Silvestrinis statt, der damals Präfekt für die Kongregation der Ostkirchen war und einen Raum schaffen wollte, wo die Bischöfe dieser von den atheistischen Regierungen besonders getroffenen Kirchen „mit immer größerer Klarheit in ihre Rolle im heutigen Europa finden können und geliebt und geschätzt werden für ihre Geschichte und ihre Treue zum Papst und zur Kirche, die sie so teuer bezahlt haben“ (aus der Vorstellung der Unterlagen der ersten Begegnung durch Kardinal Silvestrini).

(Quelle: Pressemitteilung CCEE)

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Quelle

Papst Benedikt XVI. zum: „Text des dritten Geheimnisses von Fatima“

Golden Rose_Pope presnts 2010 at the Shrine of Our Lady of Fatima

Papst Benedikt XVI. überreicht Unserer Lieben Frau von Fatima die Goldene Rose

Ein Auszug aus dem
INTERVIEW VON BENEDIKT XVI.
MIT DEN JOURNALISTEN AUF DEM FLUG NACH PORTUGAL

Dienstag, 11. Mai 2010

 

Pater Lombardi: Danke. Jetzt kommen wir zu Fatima, das gewissermaßen auch der geistliche Höhepunkt dieser Reise sein wird. Heiliger Vater, welche Bedeutung haben heute für uns die Erscheinungen von Fatima? Als Sie den Text des dritten Geheimnisses im Juni 2000 im Presseamt des Heiligen Stuhls vorgestellt haben, waren manche von uns und andere Kollegen von damals dabei, und Sie wurden gefragt, ob die Botschaft von Fatima über das Attentat auf Johannes Paul II. hinaus auch auf andere Leiden der Päpste bezogen werden kann. Können Ihrer Ansicht nach auch die durch den Mißbrauch von Minderjährigen verursachten Leiden der Kirche von heute im Rahmen dieser Vision gesehen werden?

Heiliger Vater: Ich möchte zunächst meine Freude über die Reise nach Fatima zum Ausdruck bringen und darüber, vor der Muttergottes von Fatima zu beten, die für uns ein Zeichen der Gegenwart des Glaubens ist, daß gerade aus den Kleinen eine neue Kraft des Glaubens geboren wird, die nicht auf die Kleinen beschränkt bleibt, sondern eine Botschaft für die ganze Welt hat, und die die Geschichte gerade auch in ihrem Heute berührt und diese Geschichte erleuchtet. Bei der Präsentation im Jahr 2000 habe ich gesagt, daß eine Erscheinung – das heißt ein übernatürlicher Impuls, der nicht bloß der Vorstellungskraft der Person entspringt, sondern tatsächlich von der Jungfrau Maria, vom Übernatürlichen herkommt – daß ein solcher Impuls in das Subjekt eintritt und gemäß den Möglichkeiten des Subjekts zum Ausdruck gebracht wird. Das Subjekt ist von seinen geschichtlichen, persönlichen, und charakterlichen Gegebenheiten bestimmt und übersetzt den großen übernatürlichen Impuls daher in sein Seh-, Vorstellungs- und Ausdrucksvermögen, aber in diesen Ausdrucksweisen, die vom Subjekt geformt sind, verbirgt sich ein Inhalt, der darüber hinausgeht, der tiefer ist, und nur im Lauf der Zeit können wir die ganze Tiefe sehen, die – sagen wir mal – in dieser für die konkreten Personen möglichen Vision „gekleidet“ war. So würde ich sagen, werden auch hier über die große Vision des Leidens des Papstes hinaus, die wir in erster Linie auf Papst Johannes Paul II. beziehen können, Realitäten der Zukunft der Kirche aufgezeigt, die sich nach und nach entfalten und zeigen. Daher ist es richtig, daß man über den in der Vision gezeigten Moment hinaus die Notwendigkeit eines Leidens der Kirche sieht, das sich natürlich in der Person des Papstes widerspiegelt, aber der Papst steht für die Kirche und daher werden Leiden der Kirche angekündigt. Der Herr hat uns gesagt, daß die Kirche auf verschiedene Weise immer leiden würde bis zum Ende der Welt. Wichtig ist dabei, daß die Botschaft, die Antwort von Fatima im Wesentlichen nicht auf bestimmte Andachtsübungen abzielt, sondern auf die grundlegende Antwort, das heißt die ständige Umkehr, die Buße, das Gebet und die drei göttlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. So sehen wir hier die wahre und grundlegende Antwort, die die Kirche geben muß, die wir, jeder von uns, in dieser Situation geben müssen. Unter dem Neuen, das wir heute in dieser Botschaft entdecken können, ist auch die Tatsache, daß die Angriffe gegen den Papst und die Kirche nicht nur von außen kommen, sondern die Leiden der Kirche kommen gerade aus dem Inneren der Kirche, von der Sünde, die in der Kirche existiert. Auch das war immer bekannt, aber heute sehen wir es auf wahrhaft erschreckende Weise: Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von den äußeren Feinden, sondern erwächst aus der Sünde in der Kirche. Und darum ist es für die Kirche zutiefst notwendig, daß sie neu lernt, Buße zu tun, die Reinigung anzunehmen; daß sie einerseits zu vergeben lernt, aber auch die Notwendigkeit der Gerechtigkeit sieht; denn Vergebung ersetzt die Gerechtigkeit nicht. Mit einem Wort, wir müssen gerade das Wesentliche neu lernen: die Umkehr, das Gebet, die Buße und die göttlichen Tugenden. So antworten wir. Seien wir realistisch darauf gefaßt, daß das Böse immer angreift, von innen und von außen, aber daß auch die Kräfte des Guten immer gegenwärtig sind und daß letztendlich der Herr stärker ist als das Böse. Und die Muttergottes ist für uns eine sichtbare, mütterliche Garantie der Güte Gottes, die immer das letzte Wort in der Geschichte ist.

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Siehe dazu:

FATIMA: „DIE WORTE MARIENS ERFÜLLEN SICH“ *)

Collegial-Consecration

Johannes Paul II. erneuert die Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariens am 25. März 1984

Der Weiheakt von Johannes Paul II.


Ich [POS] veröffentliche nachfolgend den 2-teiligen Artikel des „Schweizer Fatima-Bote“ [Nrn. 67 und 68, Januar und Februar 2016 – ohne persönlich Stellung zu nehmen dazu:

 


*) Pfr. Dr. A. Fugel, ehemaliger Geisticher Leiter des Fatima-Weltapostolats der Deutsch-Schweiz

Bemerkung der Redaktion.- Die offizielle Haltung der Kirche ist, dass Russland durch die Weihe am 25. März 1984 geweiht worden ist. Als öffentlicher Verein von Gläubigen päpstlichen Rechts müssen wir diese Ansicht hochhalten. Das schliesst aber nicht aus, hier auch andere Meinungen zu veröffentlichen. 

[1. Teil – Schweizer Fatima-Bote Nr. 67:] 

Drei Etappen zum Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens

„Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und es wird der Welt eine Zeit des Friedens geschenkt werden“. So die Gottesmutter am 13. Juli 1917 in Fatima. Wir nähern uns der Jahrhundertfeier des Geschehens von Fatima im Jahre 1917. Da Fatima ein zentrales Ereignis im Leben der Kirche ist und eine Kirche Christi ohne Fatima nicht mehr vorstellbar noch möglich ist, stellt sich die Frage, wie dieses Jubiläum würdig begangen werden kann.

Droht das Fatima-Jahr 2017 global zu scheitern?

Die Unkenntnis viel zu vieler Katholiken und noch mehr Nichtkatholiken über Marias Wirken im Heilsplan Gottes ist gross. Maria ist die Mutter Jesu und somit gelten ihre Worte allen, die an Jesus glauben! Allen! Nicht nur Katholiken. Die Irreführung durch ihre eigene Kirche bezüglich Maria muss aufhören!

Es sind bei den Feierlichkeiten in Fatima jedes Mal mehrere Bischöfe zugegen, doch im Prozentsatz aller Bischöfe der Welt ist das eine kaum relevante Grösse; Kardinäle sind eher selten anzutreffen. Umso mehr sind alle marianischen Apostolate bereit, ohne Furcht in die Worte der Gottesmutter von 1917 tief einzudrin­gen, zu verstehen und weiter zu geben. 2017 ist ein Jahr, das feierlich begangen wird, entweder feiern wir den Frieden, den die Gottesmutter versprochen hat oder den Beginn der seither vielhundertfachen Zersplit­terung der Kirche Jesu Christi durch den von der Kirche abgefallenen Priester Martin Luther.

In Fatima geht es um viel, viel mehr als um Erscheinungen, Visionen etc. und schon gar nicht um Sensatio­nen. Fatima ist der Blitzschlag Gottes mitten in den Lauf der Menschheitsgeschichte hinein, dessen Donnergrollen die Menschheit bis zu ihrem Ende vernehmen wird (müssen).

„Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“ steht als absolute Aussage, die sich ohne Wenn und Aber erfüllen wird. Dies ist daher eher keine Prophetie, sondern schlicht die Feststellung einer Tatsache. Mit anderen Worten könnte man sagen: Über den ersten Teil, über die Worte, welche vor dieser Feststellung stehen: „Wenn ihr tut, was ich euch sage, wird Friede sein“, dürft ihr Menschen selber entschei­den. Entscheidet ihr euch jedoch gegen mein Friedensangebot, dann wird sich das Böse weltweit verbreiten und unendliches Leid über die Menschheit bringen. Ja, selbst wenn sich alle Menschen gegen mich ent­scheiden würden, bleibt doch noch die Tatsache bestehen: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz trium­phieren!“

Betrachten wir den Glaubenszerfall seit 1917, muss wohl der Teil der Aussage Mariens: „Wenn nicht, dann…“ als Entscheidung der Menschheit gelten.

Damit nähern wir uns der Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens.

Wie wir noch sehen werden, geht es der Gottesmutter weder um ein triumphalistisches Auftreten eines Papstes mit allen Bischöfen der Welt, noch um eine Weihe, die alles Mögliche zitiert, nur Russland nicht. Ein kurzes Gebet von ein paar Zeilen, durch den Papst in Einheit mit dem Weltepiskopat gesprochen, in welchem Russland innig in das Herz Mariä gelegt wird, hätte genügt! Betrachten wir die Worte der Gottes­mutter vom 13. Juli 1917 genau, so schließt sich der Triumph des Unbefleckten Herzen Mariens nicht sofort einer ersten Weihe an, da Russland Zeit haben muss, seine Bekehrung, ja seine Abkehr vom Atheismus zu beweisen und den Rest der Welt davon zu überzeugen, ja diese vom Atheismus zu bekehren. Maria nennt die Weihe Russlands als einen Moment, der das Ende satanischer Irreführung und Herrschaft über den Menschen markiert, und der sich VOR IHREM Triumph vollziehen muss.

Die Hierarchie des Triumphes Mariens

  • Zuerst muss es einen Triumph der Sühne an ihr Unbeflecktes Herz geben. Dieser wird herbeigeführt durch den gehorsamen und demütigen Vollzug der fünf Herz-Maria-Sühnesamstage, der wiederum sei­nerseits die Bekehrung Russlands erwirken wird. Noch vor den spektakulären „Weltweihen“ Seiner Heilig­keit Papst Johannes Paul II. in Fatima (1982) und Rom (1984), hätte der Andacht der Sühnesamstage ein gebührender Platz in der Liturgie der Kirche eingeräumt werden müssen, ähnlich dem Herz-Jesu Freitag.

Das ist nicht geschehen. Seit über 90 Jahren fordert Jesus die Einfüh­rung der Sühnesamstage und kein einziger Papst hat sich die Mühe gegeben, diese weltweit zu verbreiten. Eine „Weihe“ jedoch ohne die Einführung der fünf Sühnesamstage kann nicht der richtige Weg sein. So hat die Kirche selbst den ersten Triumph der Gottesmutter vereitelt.

  • Der zweite Triumph der Gottesmutter ist die nach Erreichung des Zieles des ersten Triumphes folgende Weihe und Bekehrung Russ­lands. Ist der Triumph der Sühne erreicht, wird der Himmel diesen Tri­umph der Sühne in der Weihe Russlands durch den HI. Vater an Ihr Unbeflecktes Herz in Einheit mit ALLEN Bischöfen der Welt in der völli­gen Abkehr „Russlands“ — und somit der ganzen Welt – vom Atheismus krönen. Der tiefe Sinn der Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens liegt darin, dass der HI. Vater als Krönung der ersten Stufe (Sühnestufe) „Russland“, d.h. alle Irrtümer und satanische Verirrungen, die in diesem Lande entstanden, tief ins Herz Mariens versenkt, damit wenn „Russland“ neu ersteht, es aus dem Herzen Mariens neu gebo­ren werde. Es ist anzunehmen, dass dies auch einen grossen Schub zur Einheit der beiden Schwesterkirchen, der katholischen und der or­thodoxen, geführt hätte. Von einer politischen diplomatischen Kompli­kation hätte sich kein Papst fürchten müssen. Denn in der Zeit, in der die Weihe Russlands hätte stattfinden sollen, gab es kein Land mit die­sem Namen. Im Oktober 1917 hörten die Visionen in Fatima auf und es hörte auch auf, ein Land mit dem Namen Russland zu existieren, da es sich den Namen Sowjetunion gegeben hat. Erst 1990 gab es wie­der ein Land namens Russland! Das wusste die Gottesmutter und rief uns auf, IHR „Russland“ zu weihen! Von hier aus gesehen kann die ab­solute Notwendigkeit der deutlichen Aussage des Wortes Russland in der Weihe nicht kleingeredet werden!
  • Dann erst folgt der letzte Triumph, DER TRIUMPH DES UNBE­FLECKTEN HERZENS MARIENS in der völligen Vernichtung Satans und satanischer Macht über den Menschen, in der Ankunft und Ver­wirklichung des Reiches Mariens, das der endgültigen Herrschaft Christi vorauszugehen hat, da Maria IMMER Wegbereiterin für Jesus Christus ist, Wegbereiterin auch seiner Wiederkunft in Herrlichkeit.

Was ist „Fatima“?

Zunächst ein Wallfahrtsort. Wer dorthin pilgert ist bereit, die Grundaus­sagen der Botschaft von Fatima in sich aufzunehmen. Dann aber ist Fatima nicht mehr nur ein Ort! Sondern mehr! Fatima ist eine Pro­phetie! „So ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt all das, wozu ich es ausgesandt habe.“(Jes 55,11)

Diese Worte des Propheten umschreiben Echtheit und Wirkung einer Prophetie, die von Gott kommt! Die „Prophetie Fatima“ hat 1917 ihren Weg für Menschheit und Kirche begonnen und strebt unbeirrt ihrem Gott gewollten Ziel entgegen! Kein Mensch, kein Ereignis kann ihren Lauf aufhalten bis zu ihrer Vollendung! Das ist Fatima!

Worte von Papst Johannes Paul II. in Fatima:

„Der Ruf des Evangeliums zur Busse und Bekehrung, geäussert in der Fatima-Botschaft der Mutter, ist noch immer von Bedeutung. Sie bleibt nach wie vor wichtig, ja sie ist heute noch dringlicher“.

Joseph Kardinal Ratzinger zur Veröffentlichung des dritten Teils des Geheimnisses von Fatima in Rom am 26. Juni 2000:

„In ihrer Botschaft und Segnung bedeutet Fatima die Bekehrung zu Gott. Hier können wir das Zeugnis der Erlösung der Menschheit fühlen, durch ihre Fürsprache, sie, die mit ihrem Fuss den Kopf der alten Schlange zerdrückte und im­mer zerdrücken wird. Das ist auch die Botschaft von Fati­ma, die mit ihrem bekümmer­ten Ruf zu Umkehr und Busse tatsächlich zum Herzen des Menschen vordringt. Fatima ist unter den modernen Er­scheinungen zweifellos die prophetischste. Die drei Hir­tenkinder von Fatima schauen, hören und bewahren es im Ge­dächtnis auf, und Lucia, die Zeugin, die überlebt hat, schreibt es nieder in dem Au­genblick, als sie vom Bischof von Leiria den Auftrag und von Unserer Lieben Frau die Erlaubnis erhält…“

„Von dem Augenblick an, da wir dem Ruf der Botschaft nicht Rechnung trugen, stellen wir fest, dass die Botschaft sich bewahrheitet hat, dass Russland die Welt mit sei­nen Irrlehren eingenommen hat. Und wenn wir die voll­ständige Erfüllung des En­des dieser Prophezeiung noch nicht feststellen, dann sehen wir, dass wir allmäh­lich mit weiten Schritten da­rauf zusteuern“…

„Wenn wir nicht den Weg der Sünde, des Hasses, der Ra­che, der Ungerechtigkeit, der Verletzung der menschlichen Person, des unmoralischen Verhaltens und der Gewalt usw. verlassen. Und sagen wir nicht, dass Gott es ist, der uns so straft; im Gegenteil: Es sind die Menschen, die sich selbst die Strafe berei­ten. Gott gibt uns das in sei­ner Fürsorge kund und ruft auf den guten Weg. Dabei achtet er die Freiheit, die er uns ge­geben hat. Deshalb sind die Menschen verantwortlich.“ So weit Papst Benedikt XVI.

3. Die Endzeit

Die Zeit bzw. die Vorbereitung auf das Zweite Kommen Jesu, diesmal nicht mehr in Knechts­gestalt, sondern in „Macht und Herrlichkeit“ (vgl. Mt. 25,31) nennt christlicher Glaube DIE ENDZEIT.

Und in der Endzeit wird wiederhergestellt und nicht vernichtet! Die Welt wird nicht in Schutt und Asche gelegt, sondern wieder her­gestellt nach dem anfänglichen Schöpfungsplan Gottes.

Christus fordert uns auf, wenn wir die Zeichen der Ankunft dieser Zeit sehen, das Haupt zu erheben:

Lk 21,7: Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und an wel­chem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt?

Lk 21,8: Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!

Lk 21,9: Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.

Lk 21,10: Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere.

Lk, 21,11: Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

Lk 21,12: Aber bevor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen.

Lk 21,13: Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können.

Lk 21,14: Nehmt euch fest vor, nicht im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen;

Lk 21,15: denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so dass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.

Lk, 21,16: Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten.

Lk 21,17: Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden.

Lk 21,18: Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.

Und diese Zeit wurde weder „von solchen noch von anderen“ Bot­schaften, sondern mit den Erscheinungen der Gottesmutter Maria in Fatima eingeleitet.

Wie die Jünger nach der Himmelfahrt Jesu im Abendmahlssaal mit Maria um die Herabkunft des Heiligen Geistes beteten, so ist es auch heute an Maria, sich Beter zu berufen, die das Kommen Jesu Christi in seiner göttlichen Herrlichkeit betend erflehen.

Das ist die Zeit der Vorbereitung auf das Wiederkommen Christi oder die Endzeit! Fatima lässt die Endzeit erahnen. Schwester Lucia von Fatima gibt uns einen visionären Einblick in den Ablauf bzw. in die Etappen des Herannahens der Endzeit. In einem Interview spricht sie in eindeutigen Worten über sieben Etappen, die auf Fatima folgen werden. Es gibt ganz klare Anzei­chen, dass die Menschheit heute am „Donnerstag der Woche von Fatima“, und zwar am Ende des Tages, angekommen ist.

 

[2. Teil – Schweizer Fatima-Bote Nr. 68:] 

4. Schwester Luzia über die Russlandweihe

In einem Interview von 1998 antwortet Sr. Lucia auf Fra­gen zweier Kardinäle zwei Jahre vor der Veröffentlichung des dritten Teils des Fatima-Geheimnisses durch Papst Johannes Paul II. in Fatima und Rom und nach der Welt­weihe durch den Papst von 1984.

In der spanischen Ausgabe vom Mai/Juni 1998 der Zeit­schrift „Sol de Fatima“ (Sonne von Fatima) erschien eine Zusammenfassung der Antworten, die mit Genehmigung der portugiesischen Zeitschrift „Christus“ abgedruckt wur­de. Es handelt sich um wichtige Erklärungen von Sr. Lucia an zwei Kardinäle, Anthony Padiyara von Erna­culan (Indien) und Ricardo Vidal von Cebu, Philippinen, während ihrer zahlreichen Besuchen im Karmel von Coimbra. Wir bringen einen Auszug daraus.

FRAGE: Wurde die Weihe Russlands wie von Unserer Lieben Frau (ULF) am 13.6.1929 gewünscht, von Papst Johannes Paul II. am 25.3.1984 vollzogen?

ANTWORT: Ja. Die Weihe war teilweise bereits vollzo­gen worden. Papst Pius XII. vollzog sie am 31.10.1942, doch es fehlte noch die Vereinigung mit allen Bischöfen der Welt, was Papst Johannes Paul II. schliesslich 1984 erreichte. Papst Paul VI. fragte mich auch, ob die Weihe von 1942 dem Wunsch ULF entsprochen habe. Ich ver­neinte und erklärte ihm, dass jeder Bischof in seiner eigenen Diözese anwesend (und mit dem Papst verbun­den) sein solle und nicht an einem einzigen Ort, denn die Weihe sei ein Ruf zur Vereinigung mit dem Volk Gottes gewesen.1982 vollzog Papst (Johannes Paul II.) die Weihe in Fatima. [1]

FRAGE: Und die Schwester war anwesend?

ANTWORT: Ja, aber an dieser Weihe war die Verei­nigung mit allen Bischöfen nicht vollständig. Später, 1984, lud Papst Johannes Paul II. sämtliche Bischöfe ein, sich mit ihm an der Weihe zu vereinigen, was sich am 25. März 1984 verwirklichte. Der Papst verfügte, dass sich alle Bischöfe [2] während des Weiheaktes mit dem HI. Vater vor dem Bild Unserer Frau von Fati­ma, das sich im Heiligtum von Fatima befindet, vereini­gen sollten.

FRAGE: Was ist mit den Bischöfen, welche die Ein­ladung zu spät erhielten, sie nicht beachteten und entschieden, am Akt nicht teilzunehmen?

ANTWORT: Wir können nicht sagen, dass jene Bischö­fe, die nicht teilnahmen, eine Sünde oder einen Fehler begangen haben. Die meisten Bischöfe waren mit dem Papst in diesem Weiheakt vereint. Die Ortschaften der ganzen Welt und jede Diözese waren mit den Bischöfen und die Bischöfe ihrerseits mit dem Papst vereint. Da­mals war diese Weihe die grosse Vereinigung des Vol­kes Gottes. All dies trug dazu bei, dass die Weihe durch Unsere Frau angenommen wurde. [3]

FRAGE: Musste jedoch Russland nicht spezifisch erwähnt werden und hatte dies ULF nicht gesagt?

ANTWORT: Es war schon Russland gemeint, als der Papst im Text der Weihe von 1984 sagte: „Jene Völker“.

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[1] Lucia spricht hier naturgemäss sehr vorsichtig. Auch ihre Antwort auf die Weihe vom 25. März 1984 durch den HI. Vater in Rom ist kein eindeutiges „Ja“, was sich nur auf den Vollzug der Weihe, nicht aber auf die Annahme durch die Gottesmutter bezieht. Das unterstreicht die Schwester noch einmal mit dem Hinweis auf die andere Weihe von 1982 in Fatima und der klaren Verneinung der Frage von Papst Paul VI. Interessant wirkt auch die Aussage der Seherin, dass es nicht darum ginge, viele Bischöfe an einer Stelle zu haben – also nicht um eine prachtvolle Schau, sondern vielmehr um eine schlichte und ehrliche Verbindung aller Bischöfe der Welt mit dem Papst und dies auch dann, wenn jeder bei seinem Volk und in seiner Diözese diese Weihe Russlands vollzöge. Mit dieser Weihe hätte eine Welle der Bereitschaft zur Sühne ausgelöst werden können; die Bischöfe hätten den Sühnesamstag einführen können und die erste Etappe der „Weihe Russlands“ wäre weltweit vollzogen worden. Mit grossformatigem Auflauf in Rom oder Fatima einschliess­lich ein paar tausend Bischöfen wurde wohl der ersten Etappe des Triumphes des Unbefleckten Herzens Mariens der Weg nicht berei­tet. Ein weiterer Hinweis von Sr Lucia, „1982 vollzog der gegenwärtige Papst (Johannes Paul II.) die Weihe in Fatima“, lässt natürlich aufhorchen, denkt man daran, dass derselbe Papst 1984 die Weihe von sich aus wiederholte; warum das, wenn sie schon 1982 vollzo­gen wurde? Es ist der vorsichtigen Redensart von Sr Lucia zuzuschreiben, dass sie beide Weihen, 1982 in Fatima und 1984 in Rom, mit dieser Aussage auf die gleiche Stufe stellt.

[2] Aber schätzungsweise kaum 20% der „westlichen Bischöfe“ sind diesem Aufruf gefolgt. Über die Bischöfe des damaligen „Ostblocks“ ist verständlicherweise nichts bekannt, da „Fatima“ mehr als nur „ein rotes Tuch“ in den Augen der kommunistischen Machthaber und eine „Propaganda“ darüber strafbar war. ALLE Bischöfe…? Und selbst wenn nur die des Ostblocks fehlten…. Die „im Westen“ lebenden Bischöfe haben sich inzwischen in grosser Zahl die vom „Geiste des Konzils“ herrührende Selbstbestimmung (früher nannte man das „Ungehorsam“) zu eigen gemacht, insbesondere wenn es um die Marienverehrung (wohl wegen der unsinni­gen „Ökumene“ gegenüber den Protestanten) oder Gehorsam dem Papst gegenüber ging.

[3] Man beachte die Wortwahl der Schwester: Nicht von Seiten des Papstes war die WEIHE GÜLTIG VOLLZOGEN worden (weil viele Bi­schöfe schon in grossem Ungehorsam gegenüber dem Papst standen), sondern Maria hat IHREREITS die Weihe ANGENOMMEN!

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Diejenigen, die vom Wunsch der Weihe Russlands Kenntnis hatten, wussten, worauf er sich bezog und der allwissende Gott wusste ebenfalls, dass die Absicht des Papstes Russland war und er sich bei der Weihe auf Russland bezog. Wichtig ist die Absicht.

FRAGE: Aber wollte ULF nicht, dass Russland explizit erwähnt werde?

ANTWORT: Unsere Frau verlangte nie, dass Russland explizit beim Namen genannt werde. Zu jener Zeit wuss­te ich nicht einmal, was Russland sei. Wir dachten, es handle sich um eine böse Frau. Was zählt, ist die Ab­sicht des Papstes, und die Bischöfe wussten, dass der Papst Russland weihen wollte. Russland muss nicht von neuem geweiht werden, aber jeder Bischof kann seine eigene Diözese dem Unbefleckten Herzen Mariens wei­hen, sofern er dies wünscht. [5] (…)

5. Frieden heisst Besserung der begangenen Fehler

FRAGE: Handelt es sich beim Frieden in der Bot­schaft von Fatima um einen Weltfrieden und tritt er plötzlich ein?

ANTWORT: Der Bezug auf den Frieden muss als Frie­den oder als Besserung der begangenen Fehler verstan­den werden, ein Friede, der in einem bestimmten Mo­ment vom atheistischen Kommunismus behindert wurde. Es stand geschrieben, dass Russland seine Irrtümer auf der Welt verbreiten werde, Kriege und Kirchenverfolgun­gen verursachend… viele würden gemartert werden. Dann, endlich, nach all diesem, wird mir der HI. Vater Russland weihen, [8] sagte die Jungfrau. Sie sagte aber nicht wie! In welcher Form. Der Friede, von dem die Jungfrau in der Prophezeiung sprach, bezieht sich auf die Kriege und Verfolgungen, welche die Irrtümer des atheistischen Kommunismus in der ganzen Welt verursachten. Der Friede ist nicht ein wunderbarer Weltfriede, sondern ein Friede nur be­züglich des Krieges der Irrtümer, welche Russland in der ganzen Welt verbreitete. Der Atheismus ist im­mer noch das Instrument des Teufels in der heutigen Zeit. Es ist eine grosse Sünde gegen Gott, wer Seine Existenz leugnet und dadurch vielfältige, teuflische Wer­ke, wie z.B. die Abtreibung, begünstigt. Der Atheismus ist am meisten zu verurteilen. Und die grösste Häre­sie, die es gibt, ist der atheistische Kommunismus. [9]

FRAGE: Warum gibt es in Russland trotz der Weihe keinen Frieden?

ANTWORT: Weil die jetzigen Kriege praktisch nicht vom Atheismus stammen, sondern Bürgerkriege sind. Die Leute kämpfen um die Macht. Die heutigen Kriege sind keine Weltkriege, sondern Bürgerkriege. Obschon der Atheismus immer noch existiert, glaube ich nicht, dass es dieser ist, der die Hoffnung, die Kirche Gottes und alles was übernatürlich ist, zerstören möchte. Die Jungfrau sagt jedoch, Kriege könnten durch Gebet und Opfer verhindert werden.

Aus diesem Grunde verlangte Unsere Liebe Frau die Sühne-Kommunion durch die Weihe an Sie. [10]

Die Menschen erwarten, dass die Dinge in einer persön­lichen und sofortigen Zeitepoche eintreten. Fatima befindet sich immer noch am dritten Tag. (Aus Sicht von 1998; heute dürfte dies eher das Ende des vierten oder An­fang des fünften Tages sein – die Red.) Der Triumph ist ein kontinuierlicher Prozess. Wir befinden uns in der Situation „nach der Weihe“. Der erste Tag war die Zeit der Erscheinungen; der zweite jener der „nachträglichen“ Erscheinungen vor der Weihe von 1984. Die Woche von Fatima ist noch nicht vorüber: „Fatima“ hat erst an­gefangen, wie soll alles so schnell fertig sein! (Wiederum aus Sicht von 1998 die Red.)

FRAGE: Warum wurde nur Russland geweiht? Auch China ist kommunistisch…

ANTWORT: Die Jungfrau sprach nicht speziell über Chi­na. Aber China ist heute die grosse kommunistische Weltmacht. Die Jungfrau sprach von der ganzen Welt und China ist damit enthalten. China ist jetzt wichtig, vor allem nach den letzten Vorkommnissen. Wie auch im­mer, die Jungfrau hat China nicht spezifisch erwähnt.

FRAGE: Haben wir durch die Weihe Russlands 1984 einen Atomkrieg verhindert?

ANTWORT: Wir standen unmittelbar davor, wenn man die Konfrontationen zwischen den USA und Russland betrachtete. Die ganze Welt hielt den Atem an. Doch als der Heilige Vater die Weihe Russlands vollzog, wurden

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[4] Sr. Lucia weist natürlich in der Antwort auf diese und die nächste Frage ausweichend aber sehr höflich auf das Fehlen der WEIHE bzw. AUSDRÜCKLICHE NENNUNG RUSSLANDS hin, was ja wesentlicher Bestandteil der längst fälligen Weihe war.

[5] Eine Liste dieser Bischöfe, die dies gemacht hätten, ist nicht bekannt.

[8] „Dann, endlich, nach all diesem, wird mir der HI. Vater Russland weihen“. Es geht hier scheinbar nicht um jene „erste“ Weihe Russ­lands, die zum Zusammenbruch der dort entwickelten atheistischen Ideologie führt, sondern um eine Weihe Russlands durch den Papst, „nachdem“ dieses seine Irrlehren verbreitet, Kriege und weltweite Kirchenverfolgungen hervorgerufen hat usw. Ein Hinweis auf die drei Phasen, die dem TRIUMPH DES UNBEFLECKTEN HERZENS MARIENS vorausgehen.

[9] Und genau dieser hat seine Schleusen zur Verbreitung auf der ganzen Welt 1989 geöffnet! Seit 1989 läuft somit der zweite Teil des Dramas „Russland“. Der erste Teil war der scheinbare Zusammenbruch, der zweite Teil ist ein eher „theatralischer“ Frieden, dem der dritte Teil folgt: Kriege und Verfolgungen der Kirche. Die folgende Antwort bestätigen diese Annahme: Nicht der schon immer beste­hende Atheismus, sondern der in der „Friedensphase“ neu erstarkte kommunistische Atheismus wird diese Entwicklung in Gang set­zen.

[10] Sr. Lucia weist eindeutig auf die ausgebliebene weltweite Einführeng des Sühnesamstags hin! Es wird sich bald zeigen, inwiefern dies ein schwerwiegendes Versäumnis war, um dem neuen Atheismus zuvorzukommen.

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von einem Moment auf den andern die kriegerischen Pläne zu Friedensplänen. Das ist nicht normal! Die Waf­fen, die produziert wurden, wurden eingestellt und Zer­störungspläne wandelten sich in Friedenspläne um. [11]

Die Weihe von 1984 verhinderte einen Atomkrieg, der 1985 stattgefunden hätte. Aber es muss für Gott gear­beitet werden, weil sich jetzt – wo diese Gefahr nicht mehr existiert – der Teufel aufrichtet und von seinem Traum erwacht und gegen Gott und alle seine Werke arbeitet.

FRAGE: Fällt der Materialismus in die ganze Welt ein?

ANTWORT: Seit den Anfängen dieser ehrgeizigen Welt existiert die Idee, dass der Wohlstand mehr und besser ist als alles andere. Jeder kämpft darum, besser als der andere zu sein. Bruder gegen Bruder. Deshalb ist dies seit den Anfängen der Welt ein Übel.

FRAGE: Da jetzt der Kommunismus nicht mehr da ist, folgt nun der Materialismus.

ANTWORT: Früher konnten die Leute nichts kaufen. Der Materialismus ist viel schlimmer. Die Menschen soll­ten zuerst mehr Dinge von Gott wollen, bevor sie nach materiellen Gütern streben. Dieser Kampf existiert seit eh und je. Es ging so weit, dass sich der Kommunismus vom Materialismus trennte und so die Menschheit mit Unterstützung der Wissenschaft hätte zerstören können. Mit der modernen Technik schlugen sie diesen Weg der Zerstörung ein, um die Menschheit bis in einen atoma­ren Krieg zu stürzen. Aus diesem Grund verlangte Gott vom Papst, dass er die Weihe vollziehe und genau des­halb haben sich die Worte der Jungfrau erfüllt. [12]

FRAGE; Welchen Ratschlag geben Sie uns?

ANTWORT: Beten, beten, beten. Das ist mein Rat­schlag für die ganze Welt. [13]

Und seit Bekanntgabe des dritten Teils des Ge­heimnisses (26.6.2000) ist die Warnung des Engels mit dem auf die Erde gerichteten Flam­menschwert zu beachten mit den Worten: „Busse, Busse, Busse“! (Die Redaktion).

6. Taten und Fakten, die zur Endzeit führen

Fatima hat die Endzeit eingeleitet! Das wegzudiskutie­ren gleicht einem Blinden, der die Existenz der Sonne leugnet! Darum kann Fatima weder nachgeahmt noch wiederholt und schon gar nicht „fortgeführt“ werden. Fati­ma steht in sich als ein beispielloses Entgegenkommen Gottes einer Menschheit gegenüber, die sich in jahrhun­dertelanger Vorbereitung reif dazu fühlt, Gott von sich abzuschütteln und geschaffene Dinge als neues „goldenes Kalb“ in ihre Mitte zu stellen, sich einen eige­nen Tanz um das goldene Kalb zurechtzurücken und zu sagen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyp­ten heraufgeführt haben. (Vgl. Exodus 32.3-6).

Was im Atheismus heranreifte, hat Jahrhunderte benö­tigt, um einen vermeintlichen Sieg des Menschen über das, was Glaube und Religion „Gott“ nennen, zu erlan­gen. Doch ist es bisher noch keiner einzigen Gesell­schaftsordnung gelungen, den Frieden und das Glück der Menschen ohne Gott zu sichern. Träume gab es viele ­in der Realität aber entpuppten sich diese als Albträume, Diktaturen, Intoleranz und Machtmissbrauch.

Unter die drei grössten „Reifestufen“, die für den heutigen Atheismus und die Gottlosigkeit stehen, könnten gezählt werden:

1517:     Luther spaltet die Kirche: Weg vom Papst!

1717:    Die Freimaurerlogen werden gegründet. Weg von der Kirche!

1917:     In Russland entsteht die Sowjetunion im sel­ben Monat, als die Erscheinungen in Fatima aufhören. Millionen Menschen werden ihres Glaubens wegen gemartert. Weg von Gott!

2017:  Atheismus pur oder totaler Zusammen­bruch aller menschlichen Werte und Kulturen?

War die Sowjetunion eine Strafe Gottes?

Kaum! Denn das russische Volk ist tiefgläubig und in höchstem Masse marianisch! Im Rückblick ist eines si­cher: Die geballte mörderische Macht Stalins, mit der er jede religiöse Regung und Gedanken vernichten wollte, hat sich in einen Segen verwandelt. Es ist ja so, dass die Feinde der Kirche uns zuerst total vernichten wollen und sich ihrer Morde und unbeschränkter Macht rühmen, ohne zu bedenken, dass das Christentum auf das Erlö­serblut Christi aufgebaut ist. Und jeder Märtyrer [14] ist ein neuer, schöner, glänzender Stern am christlichen Himmel, ist eine neue Perle, die man im Acker der Kirche gefunden hat. Danke! Liebe radikale Gegner! Danke! Ihr beschenkt uns jedes Mal seit 2000 Jahren mit den

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[11] Wenn schon die „angenommene Weihe“ ein so mächtiges Weltgeschehen völlig ins Gegenteil wendete, dann ist nur zu erahnen, was heute wäre, wenn „Russland“ – jenseits von politischem Komplikationsdenken – namentlich in das Unbefleckte Herz Mariens ge­legt worden wäre! Es geht in diesem Text eindeutig um die Bezeichnung „Russland“. Ab 30. Okt. 1917 heisst es Sowjetunion (bis 8. Dezember 1989) – dann wieder Russland. 1984 hätte „Russland“ problemlos in der Weihe namentlich genannt werden können!

[12] ,,…erfüllt“. In der Tat arbeiten Atheismus, Materialismus und Wohlstand auf ein gemeinsames Ziel hin, wenn auch oft getrennt und auf verschiedenen Wegen: Die Menschheit von Gott weg zu führen. Das aber KANN NUR IN EINE KATASTROPHE münden, denn ohne Gott kann es keinen Frieden geben. So „begehrenswert“ wie er heute den Menschen erscheint („Meine Kinder mögen es besser ha­ben.-..“), so katastrophal wirkt er sich im Zusammenhang mit den anderen beiden Komponenten aus. Nochmals: Weihe „RUSSLANDS“ und das „letzte Heilmittel“, DIE HERZ-MARIÄ SÜHNESAMSTAGE offiziell einführen und von jedem Bischof, Priester und Gläubigen sehr ernst genommen – das ist das unbedingte Gebot der Stunde, bevor eintritt, was die Gottesmutter in Fatima sagt: „… wenn ihr nicht tut, was ich euch sage…“

[13] Ende der Übersetzung aus dem Spanischen von A Martin/G. Inglin

[14] WER ist MÄRTYRER? Das Wort beinhaltet drei Begriffe: „Marter“, das heisst von jemand anderem mit Werkzeugen oder Gegenstän­den zugefügte „Schmerzen“ und „Martyrium“ als absolut sichere Bezeichnung dessen, dass die „ANDEREN“ zugefügten Schmerzen bzw. Qualen, Torturen etc. zum Tode geführt haben. Sich selbst zugefügtes Leid oder Tod ganz gleich in welcher Art und Weise, kann nie­mals ein Martyrium sein, sondern freiwilliges Ausscheiden aus dem Leben oder kurz: Selbstmord. Diese beiden Elemente reichen jedoch noch nicht, um ein Märtyrer im Sinne des Verhältnisses Gott-Mensch zu sein. Es muss unbedingt beim Märtyrer a) die freie und freiwil­lige Hingabe des Lebens aus Liebe zu Gott und der Erlösung der Menschen vorhanden sein und b) die „freiwillige Hingabe“ heisst kei­neswegs Widerstandslosigkeit und schon lange nicht, dass man keine Angst haben darf, sondern vielmehr die Einsicht, dass der Punkt erreicht ist, wo die Hingabe meines Lebens die einzige Lösung ist und daher in Gottergebenheit auch angenommen wird.
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schönsten Perlen unsere Kirche, um dann still im Dun­kel der Geschichte zu verschwinden.

Gott ist Liebe und Liebe kann nicht strafen! (vgl. 1 Joh 4,16)

Liebe duldet, Liebe leidet! Wenn sich der Mensch von der Gott geschuldeten Liebe abwendet und dadurch Schuld und Irrungen auf sich lädt, ja, in Gefahr ist, ewig verloren zu gehen, beweist die Liebe ihre Macht darin, Leiden nicht zu beseitigen. Wenn heute viele Menschen meinen, selbst aufer­legte Busse und Sühne sei Gott angeblich nicht wohlgefällig, da Gott uns liebe und Leiden nicht zu­lasse, so sei der Verweis auf Jesu Christi erlösen­des Leiden erlaubt. Leiden ist eben der Beweis der Liebe. Das mag wohl auch der Hintergrund des Ver­langens Gottes sein nach Sühneleiden bzw. nach Einhaltung der Sühnesamstage von Fatima.

Satan hat zur alles entscheidenden Schlacht gegen Maria ausgeholt

Noch lange, sehr lange vor dem Interview mit den beiden Kardinälen von 1998 antwortete Schwester Lucia auf Fragen eines vom Bischof zu ihr gesand­ten Priesters. Dieses Gespräch entstand schon 1957 und zeigt in erschütternden Worten auf, wie sehr Satan um die Endzeit weiß, und da ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, hat er die Hölle in eine kämpfe­rische Stimmung versetzt.

Hier stellt sich die Frage, wen bekämpft Satan mit seinem Anhang?

Zum ersten gilt die geballte Macht der Hölle der Be­kämpfung der Gottesmutter Maria. Die Reinheit und völlige Sündenlosigkeit dieses einen wahren Men­schen, an dem er absolut keinen Anteil hatte, stört ihn, ja, er hasst sie.

Man sagt im Allgemeinen: Das Gefühl der Hölle ist der absolute Hass aller gegen alles (im Himmel ist es die unendliche Liebe) und ihre Sprache sei das Fluchen (im Himmel ist es der Lobpreis Gottes). Doch wird der Hass Satans gegen Maria auch aus einer weiteren Quelle gespeist. Nur zu gut klingt ihm in den Ohren die über ihn und seine Vernichtung ausgesprochene Verheissung im Paradies:

Gen 3,15 Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, / zwischen deinen Nachkom­men und ihren Nachkommen. / Sie wird dir den Kopf zertreten, du aber wirst ih­rer Ferse nachstellen“.

Die ganze „Pforte der Hölle“ steht scheinbar in einem fürchterlichen Kampf gegen die Unbefleckte, die Immacu­lata. Nichts beweist mehr die Tatsache der Endzeit als Satans vermehrter Kampf gegen alles Marianische; gegen Marienverehrung, marianische Spiritualität und nicht zu­letzt auch gegen den Rosenkranz. Wenn wir zur Kenntnis nehmen, was alles an „Marianischem“ seit Fatima (1917) und ganz besonders seit einigen Jahrzehnten in unserer Kirche völlig verloren ging, dann erhalten wir eine leise Ahnung von dem Endkampf, von jener letzten Schlacht zwischen Maria und Satan, der über unseren Köpfen um die Menschenseele tobt. Denn die ganze Hölle ist unfähig und es steht ihr gar nicht zu, gegen Gott selbst zu kämp­fen. Gott ist der allmächtige Schöpfer — Satan ist ein Ge­schöpf. Daher richtet sich sein Kampf unmittelbar gegen die Geschöpfe, deren ewiges Seelenheil in Gott er zunich­te machen will. In erster Linie aber richtet sich seine Macht gegen die Immaculata, wohlwissend, dass sie es ist, die ihm im Endkampf die Tür zur Hölle verschliessen wird. Indem er den Menschen glaubhaft macht, dass es ihn gar nicht gibt, was nicht selten durch irreführende Lehren ka­tholischer Wissenschaftler, sogenannter „Theologen“ auch verkündet wird, hat er ein leichtes Spiel in diesem Kampf. Und wenn Satan sein Wesen verschleiert, dann bleibt er sich selbst treu in dem, was er ist:

Joh 8,44 Ihr habt den Teufel zum Vater und ihr wollt das tun, wonach es euren Vater verlangt. Er war ein Mörder von An­fang an. Und er steht nicht in der Wahrheit; denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt; denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge“.

Satans Lüge macht Sinn: Denn wenn es ihn nicht gibt, dann gibt es auch keine Sünde, dann ist keine Beichte vonnöten; es gibt keine Ewigkeit, keinen Himmel, keinen Gott, keine Hölle. Was für eine gewaltige und verhängnisvolle Täuschung!

„Die Menschen erwarten, dass die Dinge in einer persönlichen und sofortigen Zeitepoche eintreten. „Fatima“ befindet sich immer noch im Ablauf der sogenannten „Woche von Fatima“. Der Triumph ist ein kontinuierlicher Prozess. Wir befinden uns in der Situation „nach der Weihe“. Der „erste Tag“ war die Zeit der Erscheinungen; der „zweite“ jener der „nachträglichen“ Erscheinungen und vor der Weihe von 1984

Die Woche von Fatima ist noch nicht vorüber.

Ja, in diesen Tagen, wo der Teufel so aktiv ist, müs­sen wir täglich den Rosenkranz beten.“

Mit diesen Worten weist Schwester Lucia eindeutig da­rauf hin, dass die Zeit nach Fatima als Endzeit betrachtet werden muss; sie ist die Zeit der klaren Trennung und Entscheidung, von der Jesus sagt:

Mt 5,37: Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

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Tragt das Braune Skapulier! Betet den Rosenkranz jeden Tag für den Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens!“

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7. Eine Zeitanalyse der „Tageswoche von Fatima

Schwester Lucia macht also einen klaren Trennstrich zwi­schen Weltende und Endzeit und benennt als den Anfang der Endzeit die Erscheinungen von Fatima; ein Weg durch die kommende Zeit, auf dem sieben voneinander verschiedene Etappen zu beobachten sein werden und die jeweils als Folge der vorherigen ihre Fortsetzung fin­det.

  • Alles hat mit dem Geschenk Gottes an die Menschen begonnen: Die Zeit der Erscheinungen: „Der erste Tag“. („Sonntag“)
  • Nach dieser kurzen Zeitspanne folgt eine längere Pe­riode und zwar die Zeit der nicht offiziellen Erscheinungen der Gottesmutter den beiden mit 10 und 11 Jahren ver­storbenen Seherkindern Francisco und Jacinta, [16] und Schwester Lucia wohl ihr Leben lang, wie aus dem Inter­view herauszuhören ist. Dieser „Tag“ überspannt somit die Zeit bis zur Weihe Russlands durch Papst Johannes Paul II. am 25. März 1984 in Rom = der „zweite Tag“ („Montag“).

Dieses Ereignis und die darauf folgenden Umwälzungen in der Sowjetunion und insbesondere im Osten Europas, bilden die nächste Etappe, die möglicherweise am Tag der Auflösung der Sowjetunion am 8. Dezember 1991 und der Gründung einer Reihe von unabhängigen Staa­ten endet. An diesem „Tag“ erstand nämlich „Russland“ neu, wie es bei der Erscheinung der Gottesmutter in Fatima am 13. Juli 1917 erwähnt wird. [17]. Der „dritte“ Tag. (Dienstag“).

Es folgt eine kurze Zeitspanne des Friedens und der Neuorientierung der Grenzen Europas in scheinbar völli­ger Freiheit, die auch Russland garantiert,

Jedoch wird das neu erstandene Russland nicht von de­mokratischen UND religiös geprägten Führern gelenkt, sondern bis zum heutigen Tag möglicherweise von den­selben Kadern, die im vormaligen kommunistischen Zu­stand für tausendfache Morde verantwortlich waren, wenn auch nicht direkt, so doch in höheren politisch verantwort­lichen Positionen.

Am Ende dieser Epoche stirbt Schwester Lucia: der vier­te Tag. „(Mittwoch“).

Dieser Logik folgend leben wir heute im „fünften Tag“ der Woche von Fatima. „Donnerstag“.

Die Weihe von 1984 markiert somit das Ende des „dritten Tages“, worauf die Zeit, eine kurze Zeit des Friedens ­auch mit Russland — als der „vierte Tag“ (der Mittwoch) galt und möglicherweise mit dem Tod von Schwester Lucia endete. Worauf der fünfte Tag, der Donnerstag, folgte. Es scheint, an den Ereignissen in und um die Kirche ablesbar, dass wir die letzten Stunden des „Donnerstags nach Fatima“ (also des 5. Tages) erleben.

Dieser „Tag“ kann an seinem Ende zwei mögliche Rich­tungen einschlagen und die eingeschlagene Richtung zu Ende führen:

Die vollkommene Abwendung der Machthaber Russlands von den atheistischen wie von den kommunistischen Idea­len für den Fall, dass „Russland sich bekehrt“ hat und vo­rausgesetzt, dass es schon am „vierten“ Tag langsam zur christlichen Reife heranwuchs, oder für den Fall, dass der noch vorhandene Frieden nur ein zeitlich bedingtes Theater ist, in dem die satanischen Mächte des Kommu‑

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[16] Francisco Marto 11.6.1908 – 4.4.1919 = nicht ganz elf Jahre alt; Jacinta Marto 11.3.1910 – 20.2.1920 = nicht ganz 10 Jahre alt.

[17] Die Beachtung der richtigen Beurteilung der Prophetie Marias bezüglich Russlands, seiner Bekehrung oder aber, für den Fall, „wenn ihr nicht tut, was ich euch sage…“, seiner erneuten und verstärkten Hinwendung zum atheisti­schen und militanten Kommunismus, der dann Kriege und Verfolgungen hervorrufen wird, ist von grosser Bedeutung.

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nismus und Handlanger der Hölle unter den Menschen neue Kraft sammeln, Menschen verführbar machen, deologien der dümmsten Art unter den Menschen verbreiten und Ähnliches — um dann, wie Phönix aus der Asche, mit erneuter Kraft auf der Weltbühne der Macht aufzutreten.

Und das ist nicht einmal so abwegig wenn man be­lenkt, mit welch grossen Schritten das christliche Abendland, Europa, sich nicht nur vom Christentum loslöst, sondern ausgesprochen atheistisch-diktatorische, ja dem christlichen Glauben gegenüber intolerante Züge anzunehmen anschickt. Ich kann nur für mich persönlich bekennen, dass ich an eine Bekehrung Russlands weniger glaube, vielmehr, dass die gottlosen Machthaber daselbst, durch diese Verschnaufpause“ im Kommunismus erstarken und zum Kampf gegen den Glauben gerüstet, erneut ihr Haupt erheben. (…)

Maria nennt in einem einzigen Satz beide Momente, die das Ende satanischer Irreführung und Herrschaft über den Menschen markieren und die sich VOR IHREM Triumph vollziehen müssen:

  • Zuerst muss es einen Triumph der Sühne an Ihr Unbeflecktes Herz geben. Dieser wird herbeige­führt durch den gehorsamen und demütigen Vollzug der fünf Herz-Mariä-Sühnesamstage, der wiederum seinerseits die Bekehrung Russ­lands erwirken wird.
  • Der Himmel wird diesen Triumph durch den Hl. Vater an Ihr Unbeflecktes Herz in Einheit mit ALLEN Bischöfen der Welt durch die völlige Ab­kehr „Russlands“ – und somit der ganzen Welt vom Atheismus krönen.
  • Dann erst folgt der letzte Triumph, DER TRI­UMPH DES UNBEFLECKTEN HERZENS MA­RIENS in der völligen Vernichtung Satans und satanischer Macht über den Menschen, in der Ankunft und Verwirklichung des Reiches Mari­ens, das der endgültigen Herrschaft Christi vo­rauszugehen hat, da Maria IMMER Wegbereite­rin für Jesus Christus ist – auch für seine Wie­derkunft in Herrlichkeit.

 

Kommentar der Redaktion: Wie bereits im Vorspann dieser beiden Artikel erwähnt, (erster Artikel erschien in Nr. 67), stehen wir als Fatima-Weltapostolat der Deutsch-Schweiz voll und ganz zur offiziellen Version unserer Kirche, dass nämlich Sr. Lucia eindeutig festhielt, der Himmel habe die Weihe vom 25. März 1984 durch Papst Johannes Paul II. angenommen Das zeigt sich – wie schon wiederholt dargelegt ­an den wunderbaren Ereignissen, die sich unmittelbar an diese Weihe mit der raschen Auflösung der Sowjet­union und der wiedergewonnenen Freiheit der Osteuropäischen Staaten eingestellt haben. Alle in ver­schiedensten Kreisen gerührten Diskussionen über vollzogene oder nicht vollzogene Weihe Russlands wie auch über die angeblich nicht vollständige Veröffentlichung des sogenannten dritten Geheimnisses lenken nur von den anderen wichtigen Teilen der Botschaften von Fatima ab, namentlich von den Aufrufen des tägli­chen Rosenkranzgebetes, der Sühneandachten der ersten Samstage, der Opferbereitschaft zur Rettung der Sünder, die der Barmherzigkeit Gottes am meisten bedürfen, aber auch von den so aufrüttelnden Warnungen bei Nichtbeachtung dieser ernsten Mahnungen! (Siehe z.B. Nr. 66, Seite 13 bezüglich der Erdachse!)

50 JAHRE FATIMA – CHRONIK UND DOKUMENTATION (von 1967) – Teil 2

13D-M

Die weitere Chronik von Fatima

19. Oktober 1917. Dom João Evangelista de Lima Vidal, damaliger Erz­bischof von Mitilene und Leiter des Patriarchates Lissabon in Abwesen­heit des Kardinals Dom António Mendes Belo, beauftragt auf Bitten des Pfarrers von Fatima den Erzpriester von Ourém, eine Untersuchung der Vorkommnisse in der Cova da Iria am 13. Oktober (1917) anzu­stellen. Den gleichen Auftrag erhalten die Pfarrer von Porto de Mós und von Fatima. (Fatima gehörte damals noch — bis zum 17. Januar 1918 — zum Patriarchat Lissabon.)

22./23. Oktober 1917. In dieser Nacht raubte man in sakrilegischer Weise Andachtsgegenstände in der Cova da Iria und vollzog damit in der folgenden Nacht eine Spottprozession in Santarém, einem Städtchen, das ungefähr 75 km von Fatima entfernt liegt.

11. November 1917. Der Pfarrer von Porto de Mós schickt Angaben ver­schiedener glaubwürdiger Zeugen über das Sonnenwunder an seinen kirchlichen Vorgesetzten in Lissabon.

1917. Weihe Englands an das „Schmerzensreiche und Unbefleckte Herz Mariens“ unter Führung des Kardinals Bourne, Erzbischofs von West­minster und Primas von England, aufgrund einer Privatoffenbarung an eine belgische Opferseele namens Berthe Petit.

17. Januar 1918. Wiedererrichtung der Diözese Leiria durch Papst Bene­dikt XV. Vorher hatte dieses Gebiet kirchlich zum Patriarchat Lissa­bon gehört.

24. April 1918. Papst Benedikt XV. bezieht sich auf den religiösen Wiederaufstieg Portugals: „Diese Verehrung (der Unbefleckten Jung­frau durch die Portugiesen) verdiente denn auch eine ganz außer­gewöhnliche Hilfe von seiten der Gottesmutter.“

6. August 1918. Der Maurer Joaquim Barbeiro von Chaina (zur Pfarre Santa Catarina da Serra gehörig, rund 5 km von der Cova da Iria ent­fernt) beginnt mit dem Bau der Erscheinungskapelle. Die Erscheinungs­stätte war bis dahin durch einen Torbalken gekennzeichnet worden.

23. Dezember 1918. Francisco und Jacinta Marto werden von „Spanischer Grippe“ befallen. Etwas später tritt eine Besserung des Gesundheitszu­standes ein.

Ende Februar 1919. Der Gesundheitszustand von Francisco verschlechtert sich wieder; der Grippe folgt eine starke Lungenentzündung, die er zuerst noch überwinden konnte.

4. April 1919, ein Freitag: Francisco stirbt in seinem Elternhaus in Alju­strel infolge der doppelseitigen Lungenentzündung, die ihn zwei Tage vorher — am 2. April — erneut befallen hatte; an diesem Tag hatte er noch gebeichtet und tags darauf — am 3. April — die heilige Kommu­nion empfangen. — Was er in seinem Leben am meisten liebte, war, den Herrn in jenem wunderbaren Licht zu sehen und Ihn zu trösten (vgl. 13. Mai 1917), was er oft tat, besonders auch in der Pfarrkirche, die er anstatt der Schule aufsuchte, weil ihm letztere für ihn wegen seines baldigen Sterbens (vgl. 13. Juni 1917) nutzlos schien. — Die Gottes­mutter, deren Gegenwart sich durch einen Lichtschein anzeigte, holte Ihren Liebling in die ewige Heimat, wie Sie es ihm versprochen hatte (am 13. Mai 1917). Am folgenden Tag wurde er auf dem Friedhof neben der Pfarrkirche Fatima bestattet. — Viele Gebetserhörungen auf die Fürbitte Franciscos sind schon erfolgt.

18. April 1919. Die Erscheinungskapelle wird vom Volk einfachhin in Gebrauch genommen, da der zuständige Bischof noch keine Erlaubnis gegeben hatte, sie zu weihen oder in ihr das heilige Meßopfer zu feiern.

28. April 1919. Der Pfarrer von Fatima übergibt der kirchlichen Autorität den Untersuchungsbericht über die Geschehnisse in der Cova da Iria.

31. Juli 1919. Todestag des Vaters der Lucia, des Herrn António dos Santos.

20. Februar 1920, ein Freitag. Tod Jacintas im Spital D. Estefânia in Lissabon infolge Tuberkulose, doppelseitiger Lungenentzündung und eitriger Rippenfellentzündung. Sehr von der Höllenvision des 13. Juli 1917 beeindruckt, opfert sie sich für die Bekehrung der armen Sünder und zum Troste der Heiligsten Herzen Jesu und Mariens auf. Besonders stark zeigte sich ihre Sehnsucht nach dem Herrn im heiligsten Altar­sakrament. In ihrem Heimatdorf erhielt sie noch wenigstens fünf Be­suche der Gottesmutter (ohne daß Lucia dabeigewesen wäre) und hatte zwei Visionen des Heiligen Vaters. Nachdem sie am 1. Juli 1919 erneut krank und für zwei Monate in ein Spital in Vila Nova de Ourém ge­bracht worden war, kehrte sie heim; am 21. Januar 1920 brachte sie ihre Mutter nach Lissabon in das Waisenhaus Unserer Lieben Frau von den Wundern (Orfanato de Nossa Senhora dos Milagres, Rua da Estrela, 17), wo sie öfters die heilige Kommunion empfangen konnte und wei­terer Erscheinungen der himmlischen Mutter gewürdigt wurde, die ihr verschiedene Dinge mitteilte, auch zum Beispiel ein Strafgericht über Portugal, falls es sich nicht bessern sollte. (Jacinta teilte diese Botschaft ihrer Pflegemutter, der Madre Maria da Purificação Godinho, der Vorsteherin des Orfanats, mit, die sie dann dem Msgr. Dr. Manuel Nunes Formigão übermittelte, der später aufgrund dieser Botschaft den Orden der Sühneschwestern Unserer Lieben Frau von den Schmerzen gründete.) Am 2. Februar 1920 kam Jacinta in das Spital D. Estefânia, wo sich nach einer Operation am 10. desselben Monats ihr Gesundheits­zustand etwas besserte. Jedoch Jacinta wußte durch die Worte der Gottesmutter mehr als die Ärzte, und auch jetzt erschien ihr diese und sagte ihr Tag und Stunde ihres Todes voraus. Eine Krankenpflegerin, namens D. Leonor da Assunção Almeida, erklärte, daß sie, nachdem sie nach den Erscheinungen Mariens an Jacinta von letzterer gerufen worden war, außerhalb des Fensters eine Rauchwolke, und zwar ähnlich einer Weihrauchwolke, wahrnahm. Dasselbe Phänomen hatte sich ver­schiedene Male in der Cova da Iria gezeigt (vgl. 13. Oktober 1917). Einige Stunden vor ihrem Hinscheiden beichtete Jacinta noch, die hei­lige Kommunion erhielt sie aber nicht mehr. — Vier Tage blieb ihr Leichnam unbestattet, und noch am vierten Tag strömte er einen ange­nehmen Geruch von verschiedensten Blumen aus, trotz der eitrigen Natur ihrer Krankheit, die sie hatte durchleiden müssen.

(Bezüglich weiterer Worte Mariens an Jacinta vgl. „Pilgerbuch von Fatima“: „Die Geheimnisse von Fatima“.)

24. Februar 1920. Da Jacinta den Wunsch geäußert hatte, in Fatima be­stattet zu werden, wurde sie nicht in Lissabon beerdigt, sondern ihr Leichnam wurde vorläufig nach Vila Nova de Ourém (in der Nähe Fatimas) gebracht, wo er in der Grabgruft des Barons von Alvaiázere beigesetzt wurde. Daraufhin wurde die Familie dieses Barons von der Tuberkulose befreit, die schon vier Brüder dieses Barons hinweggerafft hatte und noch mehr Opfer zu fordern drohte. Dies ist eine der vielen Gebetserhörungen, die auf die Fürbitte Jacintas hin auch schon zu ih­ren Lebzeiten hier auf Erden geschahen.

13. Mai 1920. Die Gnadenstatue der Erscheinungskapelle, die vom Herrn Gilbert F. Santos gespendet und von Torres Novas, wo dieser Herr wohnte, zur Pfarrkirche Fatima gebracht wurde, wird vom dortigen Pfarrer, Hochwürden Manuel Bento Moreira, gesegnet.

13. Juni 1920. Diese Gnadenstatue wird zum ersten Mal in die Erschei­nungskapelle gebracht. Es ist dieselbe Statue, die auch heute noch dort zu sehen ist.

25. Juli 1920. Bischofsweihe von Dom José Alves Correia da Silva.

5. August 1920. Besitzergreifung der neu errichteten Diözese Leiria durch Dom José Correia da Silva, den „Bischof Unserer Lieben Frau“.

17. Mai 1921. Lucia verläßt auf Wunsch ihres Bischofs ihr Heimatdorf Aljustrel, verabschiedet sich von der Cova da Iria, wo ihr in diesem Augenblick noch einmal (zum siebtenmal; vgl. 13. Mai 1917) die Gottes­mutter dort, wo sich heute vor der Basilika die Stufentreppe zu erhe­ben beginnt, erscheint, ohne ihr jedoch ein Wort zu sagen (doch auch so gab ihr die Erscheinung Kraft für ihren weiteren Lebensweg; vgl. „Fátima, Altar do mundo“, 2. Band, Seite 133), und fährt nach Porto, wo sie im Asyl von Vilar, das dem religiösen Institut der heiligen Doro­thea anvertraut war, in aller Verborgenheit leben kann. Lucia hatte bei ihrem Eintritt in dieses Asyl ihren Namen in „Maria von den Schmer­zen“ umgeändert.

22. September 1921. Dom José, der Bischof von Leiria, besucht zum er­stenmal privat den Erscheinungsort.

13. Oktober 1921. Die erste Feldmesse wurde (durch Padre Afonso Soa­res) mit bischöflicher Erlaubnis in der Cova da Iria zelebriert.

9. November 1921. Grabung nach Wasser an der tiefsten Stelle der Cova, dort, wo sich heute die Säule mit der Herz-Jesu-Statue erhebt. Schon zur Mittagszeit dieses Tages sammelte sich Wasser in dieser Grube. Spä­ter — um 1927 — hob man noch zwei weitere Zisternen aus. Diese drei Grabungen liefern heute das „wundertätige Wasser“, das die Wasser­hähne beim Herz-Jesu-Denkmal und neben dem Stiegenaufgang speist, der sich an das Spital Unserer Lieben Frau von den Schmerzen an­schließt. Dieses „wunderbare Wasser“, das also auf ganz natürliche Weise gefunden wurde, verschickte man zum erstenmal am 13. Oktober 1924 an Personen, die es erbaten. Mehrere auffallende Heilungen fan­den mit diesem Wasser statt, wie es zum Beispiel „A Voz da Fátima“ (Monatsblatt „Die Stimme von Fatima“) vom 13. Juni 1948 berichtet.

5./6. März 1922. In dieser Nacht wurde die Erscheinungskapelle durch die Explosion von vier Sprengkörpern, die Freimaurer gelegt hatten, schwer beschädigt. Eine fünfte Sprengladung, die von ihnen an den Stumpf der Steineiche gelegt wurde, auf die sich Maria herabgelassen hatte, explo­dierte nicht. — Die Gnadenstatue wurde während der Nächte — und auch meistens untertags — jener Verfolgungszeit im Hause der Familie Carreira im Flecken Moita Redonda (zur Pfarre Fatima gehörig) aufbe­wahrt, und so entging sie dem Anschlag.

3. Mai 1922. Der Bischof von Leiria veröffentlicht das erste Dokument über Fatima. Zum erstenmal spricht die kirchliche Autorität in einem öffentlichen Dokument über die außergewöhnlichen Geschehnisse von Fatima. Ernennung einer Kommission von Priestern für die Organi­sierung des kanonischen Prozesses über diese Geschehnisse.

13. Mai 1922. Größere Sühnewallfahrt für das Verbrechen vom 5. auf den 6. März 1922.

1922 Lucia lehrte einer Kameradin im Asyl der heiligen Dorothea in Porto die beiden Engelsgebete (vgl. Anhang 1).

13. Januar 1924. Zum erstenmal feierte ein Priester in der Erscheinungs­kapelle selbst die heilige Eucharistie.

8. Juli 1924. Lucia wird einer kanonischen Befragung unterworfen.

13. Oktober 1924. Grundsteinlegung für ein „Albergue dos doentes“ („Herberge der Kranken“). Später entwickelte sich daraus das Kranken­haus Unserer Lieben Frau von den Schmerzen (gleich neben der Er­scheinungskapelle).

1924. Um diese Zeit wird neben der Erscheinungskapelle in der Cova da Iria ein sogenannter „Pavilhão dos doentes“, ein „Pavillon der Kran­ken“, errichtet, der auch einfachhin „Alpendre“ (»offener Schuppen“) und „Capela das Missas“ („Kapelle der heiligen Messen“) genannt wur­de, weil dort anfangs gewöhnlich die Pilgermessen gefeiert wurden (so zum Beispiel am 13. August und am 13. September 1924).

24. August 1925. Firmung Lucias.

24. Oktober 1925. Lucia tritt als Postulantin in das religiöse Institut der heiligen Dorothea in Tuy (Spanien) ein. Am folgenden Tag begibt sie sich zum erstenmal nach Pontevedra (Spanien) für einige Zeit.

10. Dezember 1925. In Pontevedra erscheint die Gottesmutter mit dem Jesuskind der Lucia, um sie zur Verehrung Ihres Unbefleckten Herzens und zur Verbreitung der Übung der ersten Samstage aufzufordern. Jesus sagt: „Habe Mitleid mit dem Herzen deiner Heiligsten Mutter, das mit Dornen überzogen ist, womit die undankbaren Menschen es dauernd durchbohren, ohne daß es jemand gäbe, der einen Sühneakt machen würde, um sie herauszuziehen.“ Darauf sagte die Gottesmutter: „Meine Tochter, sieh Mein Herz von Dornen umgeben, womit die un­dankbaren Menschen es jeden Augenblick durch ihre Gotteslästerungen und durch ihren Undank durchbohren. Suche wenigstens du Mich zu trösten und sage, daß Ich verspreche, in der Todesstunde mit den Gna­den, die zur ewigen Seligkeit notwendig sind, allen denen beizustehen, die am ersten Samstag von fünf aufeinanderfolgenden Monaten beich­ten, die heilige Kommunion empfangen, einen Rosenkranz beten und Mir während fünfzehn Minuten Gesellschaft durch Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse leisten, in der Absicht, mir dadurch Genugtuung zu geben.« Ein ähnliches Versprechen hatte der Herr den Verehrern Seines Heiligsten Herzens gegeben; Er hatte zur heiligen Marga­reta Maria Alacoque (gestorben am 7. Oktober 1690) gesagt: „Ich ver­spreche dir in der übergroßen Barmherzigkeit Meines Herzens, daß seine allmächtige Liebe allen jenen, die neun Monate nacheinander am ersten Freitag kommunizieren, die Gnade eines bußfertigen Endes ge­währen wird, daß sie nicht in Meiner Ungnade und ohne die Sakramente zu empfangen sterben werden und daß es in dieser letzten Stunde ihre sichere Zufluchtsstätte sein wird.“ – Wie unser Herr Lucia zu verstehen gab, sind es fünf Arten von Beleidigungen, die das Unbefleckte Herz Mariens besonders verwunden und die wir durch die religiösen Übun­gen an den fünf ersten Samstagen besonders sühnen sollen: 1. Die Schmähungen gegen die Unbefleckte Empfängnis Mariens. 2. Gegen Ihre Jungfräulichkeit. 3. Gegen Ihre göttliche Mutterschaft, zugleich mit der Ablehnung, Sie als geistige Mutter der Menschen anzuerkennen. 4. Die Sünden derer, die öffentlich versuchen, in den Kinderherzen die Gleich­gültigkeit, die Verachtung und selbst den Haß gegen Sie einzuflößen. 5. Die Sünden derer, die Maria direkt in Ihren heiligen Bildern beleidi­gen (vgl. 13. September 1939, Anhang 7).

12. Mai 1926. Die erste Kerzenprozession in der Cova da Iria.

13. Mai 1926. Die „Herberge der Kranken“ wird seiner Bestimmung über­geben. Sie diente auch als ärztliche Untersuchungsstelle. Zum ersten Rek­tor derselben wurde an diesem Tag Dr. José Maria Pereira Gens von Batalha ernannt, der auch heute noch dieses seines Amtes waltet.

28. Mai 1926. Das portugiesische Militär stürzt ohne Blutvergießen die freimaurerische Regierung.

15. August 1926. Der Erzbischof von Braga besucht Fatima.

2. Oktober 1926. Lucia erhält das Ordenskleid im Noviziatshaus der Dorotheerinnen in Tuy. Sie nennt sich nun Schwester Maria Lúcia das Dores (Maria Lucia von den Schmerzen).

1. November 1926. Der damalige päpstliche Nuntius in Lissabon, Msgr. Nicotra, besucht mit dem Bischof von Leiria unerwartet den Erschei­nungsort. Seither bekannten sich immer mehr Bischöfe zu Fatima.

13. Dezember 1926. Der Bischof von Funchal feiert als erster Bischof in der Cova da Iria die heilige Eucharistie.

15. Dezember 1926. Das Jesuskind erscheint in Tuy erneut der Lucia, die Ihm einige Schwierigkeiten bezüglich der ersten Samstage vorlegt. Der Heiland antwortet: „Ja, die Beichte kann noch viele Tage mehr als acht vorher abgelegt werden, vorausgesetzt, daß man die heilige Kommunion im Stande der Gnade empfängt und dabei die Absicht hat, dem Unbe­fleckten Herzen Mariens Sühne zu leisten.“ Lucia fragt weiter: „Und wenn jemand vergißt, diese Meinung zu erwecken?“ Die Antwort Jesu: „Dann kann man sie bei der nächstfolgenden Beichte machen, indem man die erste Gelegenheit benutzt, die man zum Beichten hat.”

1926. Baubeginn einer geschlossenen Beichtkapelle („Capela das confis­sões“, auch „Penitenciaria“ genannt) anschließend an den „Pavillon der Kranken“.

21. Januar 1927. Die Ritenkongregation gewährt das Privileg, in Fatima die Votivmesse Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz (7. Oktober) zelebrieren zu können.

Juni 1927. Der Bischof von Leiria segnet die Kreuzwegstationen entlang der Straße von Reguengo do Fetal zur Cova da Iria (ein ungefähr 10 km langer Kreuzweg). Es war das erste Mal, daß Dom José an einem öffentlichen religiösen Akt in Fatima teilnahm, und das erst zehn Jahre nach den Erscheinungen!

13. Juli 1927. Der Bischof von Leiria ernennt als ersten Kaplan des Heilig­tums den Padre Manuel de Sousa. Es wird ein kleines Gebäude für ihn errichtet, etwa dort, wo sich heute die Sekretarie des Heiligtums befin­det. Um 1935 wurde dieses Priesterhaus zerstört, um für das damals entstehende Exerzitienhaus Unserer Lieben Frau von den Schmerzen Platz zu machen.

24. Juli 1927. Lucia schreibt an ihre Mutter bezüglich der Übung der ersten Samstage: „ … Ich möchte auch, daß die Mutter mir den Trost gäbe, eine Andacht zu umfangen, die, wie ich weiß, Gott gefällt und die von unserer geliebten himmlischen Mutter erbeten wurde. Gleich, nachdem sie mir bekannt worden war, wünschte ich sie anzunehmen und zu errei­chen, daß alle anderen sie umarmen möchten … Sie besteht nur darin, das zu tun, was auf diesem Bildchen geschrieben steht: Die Beichte kann an einem anderen Tag sein, und die fünfzehn Minuten scheinen mir, Ihnen die meiste Verwirrung zu bereiten; es ist jedoch sehr leicht (zu betrachten). Wer kann nicht an die Geheimnisse des Rosenkranzes den­ken? … Wer kann nicht fünfzehn Minuten diese heiligen Gedanken bei bei der zärtlichsten der Mütter durchdenken? …“ (aus: P. João De Marchi, IMC, „Era uma Senhora mais brilhante que o Sol . . .“, 5. Ausgabe, Seite 317).

17. Dezember 1927. Lucia erbittet von Jesus Klarheit, was sie von der Botschaft Mariens aufschreiben solle. Darauf Jesus: „Meine Tochter, schreibe auf, um was man dich bittet; und alles, was dir die Heiligste Jungfrau in der Erscheinung offenbarte, in der Sie zu dir über diese Andacht (der ersten Samstage) sprach, schreibe ebenfalls auf; was den Rest des Geheimnisses angeht, bewahre weiterhin Schweigen.“

15. Januar 1928. Der Bischof von Leiria errichtet kanonisch die Bruder­schaft Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von Fatima.

13. Mai 1928. Der Erzbischof von Évora segnet den Grundstein der Basi­lika.

13. Juni 1928. Fertigstellung der Beichtkapelle in der Cova da Iria.

3. Oktober 1928. Lucia legt im Institut der heiligen Dorothea zu Tuy die ersten zeitlichen Gelübde ab. Niemand außer ihrer Oberin und ihrem Beichtvater weiß, daß sie eines der Seherkinder war, denen die heilige Jungfrau in Fatima erschien. Der Bischof von Leiria hatte ihr seit ihrem Weggang von daheim (17. Mai 1921) befohlen, weder über sich noch über die Erscheinungen von Fatima zu sprechen. Lucia gehorchte, wenn auch unter großem Opfer.

28. Oktober 1928. Weihe Portugals an das Heiligste Herz Jesu durch die Bischöfe dieses Landes.

Oktober 1928. Msgr. Dr. Formigão, einer der Hauptzeugen und Bericht­erstatter der Ereignisse in Fatima, versucht in den Klöstern von Porto die Übung der fünf ersten Samstage zu verbreiten. Auch aus dieser Tatsache ergibt sich, daß diese Übung nicht erst aus dem Jahre 1939 stammt.

9. Januar 1929. Papst Pius XI. verteilt an Alumnen des portugiesischen Kollegs in Rom Bildchen Unserer Lieben Frau von Fatima.

Januar 1929. Dom Domingos Maria Frutuoso OP, Bischof von Porta­legre, kommt nach Rom zu einem Besuch „ad limina“. Er war der ein­zige Bischof von Portugal, der noch nicht an Fatima glaubte. Als er in Rom erfährt, was der Heilige Vater kurz vorher (9. Januar 1929) tat, gibt er sich geschlagen und glaubt an die Erscheinungen in Fatima.

14. April 1929. Letzte Sitzung der bischöflichen Kommission, die die Echt­heit der Erscheinungen zu prüfen hatte.

12. Mai 1929. Der Präsident der portugiesischen Republik, General António Oscar de Fragoso Carmona, besucht den Gnadenort.

13. Mai 1929. Eröffnung des Krankenhauses Unserer Lieben Frau von den Schmerzen. Dr. Ludwig Fischer, Professor der Kirchengeschichte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Bamberg, der Vor­kämpfer der Fatima-Bewegung in Deutschland, nimmt an dieser Wall­fahrt teil.

Holy Trinity

Juni 1929. Lucia erhält in Tuy eine Vision der Heiligsten Dreifaltigkeit und Unserer Lieben Frau von Fatima bezüglich der Weihe Rußlands an das Unbefleckte Herz Mariens. Lucia berichtet: „ … Plötzlich erhellte sich die ganze Kapelle mit einem übernatürlichen Licht, das bis zur Decke hinaufreichte. In einem klareren Licht sah man im oberen Teil des Kreuzes das Antlitz und den Oberkörper eines Menschen, über der Brust eine Taube, auch aus Licht, und an das Kreuz genagelt den Körper eines anderen Menschen. Ein wenig unterhalb der Höhe der Hüften, in der Luft schwebend, sah man einen Kelch und eine große Hostie, auf die einige Tropfen Blutes fielen, die über das Gesicht des Gekreuzigten und aus einer Brustwunde herabliefen. Von der Hostie herabgleitend fielen diese Tropfen in den Kelch. Unter dem rechten Arm des Kreuzes stand Unsere Liebe Frau (es war Unsere Liebe Frau von Fatima mit Ihrem Unbefleckten Herzen … in der linken Hand … ohne Schwert und Ro­sen, jedoch mit einer Dornenkrone und Flammen …) mit Ihrem Unbe­fleckten Herzen in der Hand … Unter dem linken Arm des Kreuzes bildeten einige große Buchstaben — gleichsam als wären sie aus kristall­klarem Wasser gewesen, das, auf den Altar herabgeflossen wäre — die Worte„ Gnade und Barmherzigkeit“. Ich verstand, daß mir das Geheim­nis der Heiligsten Dreifaltigkeit gezeigt worden war, und ich empfing Er­leuchtungen über dieses Geheimnis, die zu offenbaren mir nicht gestattet ist. Hernach sagte mir Unsere Liebe Frau: „Es ist der Zeitpunkt gekom­men, in dem Gott den Heiligen Vater bittet, in Vereinigung mit allen Bischöfen der Welt die Weihe Rußlands an Mein Unbeflecktes Herz zu vollziehen, indem Er verspricht, es durch dieses Mittel zu retten. Es sind so viele Seelen, die die Gerechtigkeit Gottes wegen der Sünden ver­dammt, die gegen Mich begangen werden, so daß Ich um Sühne zu bit­ten komme; opfere dich für diese Meinung und bete.“ Später erhielt Lucia eine innere Mitteilung des Herrn, der sich beklagte: „Sie wollten nicht achtgeben auf Meine Bitte … Wie der König von Frankreich wer­den sie in sich gehen und sprechen, aber es wird zu spät sein. Rußland wird bald seine Irrtümer in der Welt ausgestreut haben . . . “ (vgl. 2. Dezember 1940, 3. Februar 1964).

6. Dezember 1929. Papst Pius XI. segnet die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima, die sich heute in der Kapelle des portugiesischen Kollegs in Rom befindet. Dies geschah also schon, bevor der Bischof von Leiria die Erscheinungen der Gottesmutter in Fatima gutgeheißen hatte, was am 13. Oktober 1930 geschah.

29. Mai 1930. Lucia schreibt in einem Brief an den Jesuitenpater José Bernardo Gonçalves: „ … Wenn ich mich nicht täusche, verspricht der gute Gott, die Verfolgung in Rußland zu beenden, wenn der Heilige Vater einen feierlichen und öffentlichen Akt der Sühne und der Weihe Ruß­lands an die Heiligsten Herzen Jesu und Mariens durchzuführen sich herabließe und anordnen würde, daß in gleicher Weise die Bischöfe der katholischen Welt ihn machen sollten . .“

11. Juni 1930. Lucia schreibt an ihre Mutter, wahrscheinlich auf die Er­scheinung des Juni 1929 bezugnehmend: „Vor diesem Vorbild (dem Gekreuzigten) umarmen wir unser Kreuz mit Liebe, indem wir so ver­suchen, Ihm zu helfen die Welt zu retten. In besonderer Weise bringen wir unsere Opfer dar für die Bekehrung des armen Rußlands.“

12. Juni 1930. Im authentischen Dokument von diesem Tag stehen fol­gende Worte des Herrn bezüglich der Übung der fünf ersten Samstage: „Gleicherweise wird die Übung dieser Andacht am Sonntag angenom­men, der auf den ersten Samstag folgt, wenn es Meine Priester aus hinreichenden Gründen so den Seelen gewähren.“

1.Oktober 1930. Papst Pius XI. gewährt Ablässe für die Besucher des Heiligtums.

13. Oktober 1930. Der Bischof von Leiria hält es in Anwesenheit einer großen Menschenmenge in der Cova da Iria für gut:

  1. die Visionen als glaubwürdig zu erklären, welche die Kinder in der Mulde von Iria, Pfarrei Fatima, in dieser Diözese, an jedem Dreizehn­ten vom Mai bis Oktober 1917 hatten;
  2. offiziell die Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima zu erlauben.

11. Februar 1931. Msgr. Dr. Jacobus von Hauck, Erzbischof von Bam­berg, billigt den zu gründenden Fatima-Verlag.

13. April 1931. Erste offizielle ausländische Wallfahrt: Sie kam aus Mün­chen unter der Leitung von Msgr. Michael Hartig, einem Domherrn der Bischofskirche dieser Stadt.

13. Mai 1931. Nationale Wallfahrt und Weihe Portugals an das Unbe­fleckte Herz Mariens durch die Prälaten dieses Landes. (Bezüglich der Wichtigkeit dieser Weihe für dieses Land Portugal – als Vorbild für andere Länder – vgl. 6. Februar 1939, 13. Mai 1956, 29. Juni 1956, 24. Februar 1960, 11. Februar 1967, Anhang 4.)

13. August 1931. Hochschulprofessor Dr. Ludwig Fischer gründet den Fatima-Verlag. Im Laufe der Zeit gab dieser Kirchenhistoriker ein paar Bücher über Fatima heraus und auch die Monatszeitschrift „Bote von Fatima“ (Bezugsstelle: Herr Hugo Winkler, Bankbevollmächtigter, 78 Freiburg i. Br., Okenstraße 27).

13. Mai 1932. Segnung des Herz-Jesu-Monumentes in der Mitte der Cova da Iria über der ersten Zisterne durch Msgr. Beda Cardinale, den dama­ligen Apostolischen Nuntius in Portugal, und Weihe des Heiligtums an das Heiligste Herz Jesu.

13. August 1932. Erste offizielle Wallfahrt der Diözese Leiria.

13. Mai 1933. In Kowloon-Tong (China) nehmen elf Bischöfe (unter ihnen neun chinesische: sechs schon geweihte und drei ernannte) an einer Prozession zu Ehren Unserer Lieben Frau von Fatima teil.

10. November 1933. Papst Pius XI. weist in seinem Apostolischen Schrei­ben „Ex officiosis litteris“ an den Kardinal von Lissabon auf Fatima mit den Worten hin: „ … Dieser Nation hat die jungfräuliche Gottes­mutter noch jüngst außergewöhnliche Wohltaten erwiesen …“ (A. A. S. 26, 1934, 628).

1933. Beginn des Baues des Exerzitienhauses Unserer Lieben Frau von den Schmerzen, das wie das Krankenhaus Unserer Lieben Frau von den Schmerzen auf der rechten Seite der Cova da Iria – von der Basi­lika aus gesehen – liegt.

18. bis 25. April 1934. Zum ersten Male macht der portugiesische Episkopat seine geistlichen Jahresübungen (Exerzitien) in Fatima.

3. Oktober 1934. Lucia legt zu Tuy im Orden der heiligen Dorothea die ewigen Gelübde ab. Der Bischof von Leiria, der den feierlichen Akt lei­tet, hebt zugleich den Schweigebefehl für sie auf. (Dreizehn Jahremußte sie schweigen!) Am 9. Oktober 1934 wird sie für mehr als zwei Jahre zum zweiten Male nach Pontevedra gesandt.

28. Oktober 1934. Lucia spricht in einem Brief an den Jesuitenpater José Bernardo Gonçalves erneut über Rußland: „Über die Weihe Rußlands habe ich vergessen, jetzt darüber mit dem Herrn Bischof zu sprechen (Dom José, der Bischof von Leiria, war gekommen, um am 3. Oktober 1934 der Gelübdefeier vorzustehen), was mir unglaublich erscheint. Ge­duld! Es tut mir leid, daß es so gekommen ist, denn ich glaube, daß der gute Gott darüber betrübt ist. Ich kann jedoch nicht mehr machen als beten und mich aus Liebe opfern . . .“

21. Januar 1935. Lucia schreibt ferner über Rußland dem P. Gonalves SJ: „ … Was Rußland betrifft, so scheint es mir, daß es unserm Herrn viel Freude bereiten würde, wenn man sich dafür einsetzte, daß der Heilige Vater Seinen Wunsch erfülle. Vor rund drei Jahren zeigte sich unser Herr ziemlich unzufrieden, daß sich diese Bitte nicht verwirklicht. In einem Brief an den Herrn Bischof ließ ich es ihn wissen … bis heute hat mich unser Herr um nichts mehr gebeten, außer um Gebet und Opfer. Zuinnerst mit Ihm sprechend, scheint es mir, daß Er bereit ist, dem ar­men Rußland gegenüber Barmherzigkeit walten zu lassen, wie Er es vor fünf Jahren versprochen hat …“ (vgl. 29. Mai 1930).

12. September 1935. Der Leichnam Jacintas, deren Gesicht in diesem Au­genblick schön, unversehrt und vollkommen erkennbar erscheint (das scheint unerklärbar; denn vor fünfzehn Jahren schon war Jacinta an einer ansteckenden und eitrigen Krankheit gestorben und ihr Leichnam mit einer dicken Kalkschicht überdeckt worden), wird von Vila Nova de Ourém zur Cova da Iria gebracht. Der Erzbischof von Évora zele­briert in der Kapelle der Pönitentiarie eine heilige Messe in Anwesen­heit dieses Leichnams der Jacinta und auch des ihres Bruders Francisco. (Er war vom Ortsfriedhof hierher gebracht worden.) Tags darauf wur­den die sterblichen Überreste dieser Seherkinder in einer Grabgruft im Ortsfriedhof Fatima beigesetzt.

13. Mai 1936. Der portugiesische Episkopat macht in Fatima das Gelübde, daß er geschlossen wieder hierher pilgern würde, falls Portugal vor dem Kommunismus, der ganz Europa bedroht, verschont bliebe.

18. Mai 1936. Lucia schreibt in einem Brief (diese Briefe Lucias befinden sich heute zum Großteil in der Diözesankurie in Leiria): „Das Unbe­fleckte Herz Mariens wird Rußland retten. Es ist ihm anvertraut.“

1936. Bekanntwerden der Engelserscheinungen 1916 (vgl. Anhang 1).

1936. Lucia schreibt den ersten ihrer vier Berichte an den Bischof von Leiria. In diesem berichtet sie hauptsächlich über das Leben ihrer Cousine Jacinta.

13. Mai 1937. Heilung der Frau Maria Glória Ferreira da Rocha Malheiro; ihr Beichtvater hatte ihr befohlen, nach Fatima zu gehen und dort um ihre Genesung zu bitten, falls dies zur Verherrlichung des seligen (seit 22. Juni 1947 heiligen) Johannes von Britto gereiche. Pius XII. aner­kannte diese Heilung durch ein Dekret vom 30. Juni 1941 (A. A. S. 33, 1941, 403).

1937 oder 1938. Lucia schickt ihren zweiten Bericht an den Bischof von Leiria. Sie erzählt aus Gehorsam etwas aus ihrem eigenen Leben und bringt einen kurzen Hinweis auf die Engelserscheinungen.

13. Mai 1938. Das Gelübde, das zwei Jahre vorher gemacht wurde, wird durch eine nationale Wallfahrt und durch Erneuerung der Weihe Portu­gals an das Unbefleckte Herz Mariens erfüllt. An diesem Tag geht auch eine Bittschrift der portugiesischen Bischöfe nach Rom, die Welt dem Herzen Mariens zu weihen, „um sie vor den drohenden Gefahren zu rerrn und ihr durch die Vermittlung Mariens den Frieden Christi im Reiche Christi zu schenken“.

13. Juni 1938. Plötzliche Heilung des Fräuleins Maria da Glória Teixeira während des Krankensegens (vgl. „Voz da Fátima“, 13. Juli 1938).

1938. Beim Hauptportal der Basilika wird das Mosaik angebracht, das die Krönung Mariens durch die Heiligste Dreifaltigkeit darstellt. Dieses Bildnis war in der Vatikanischen Mosaikfabrik hergestellt und vom Staatssekretär Pius‘ XI., Kardinal Pacelli, dem späteren Papst Pius XII., gesegnet worden. Pius XI., der damals gerade krank war, hatte ihn dazu delegiert.

6. Februar 1939. Lucia schreibt: „In einer vertraulichen Mitteilung hat unser Herr zu verstehen gegeben, daß die Zeit der Gnade, von der Er im Mai 1938 gesprochen hatte, allmählich zu Ende gehe. Der Krieg mit allen seinen Schrecknissen, die er im Gefolge habe, werde bald aus­brechen … Er versprach einen besonderen Schutz des Unbefleckten Herzens Mariens für Portugal mit Rücksicht auf die Weihe, die die Bischöfe mit dem Volke an dieses Unbefleckte Herz vollzogen haben .. . Da indessen auch Portugal nicht ohne Schuld ist, muß es auch einige Auswirkungen des Krieges erdulden. Dieser wird zu Ende gehen, wenn die Zahl und das Blut der Gemarterten Meine Gerechtigkeit besänftigt haben.“

Der Kardinal von Lissabon erklärte am 29. Juni 1956 und 24. Februar 1960, in seinen Händen dieses Dokument gehabt zu haben – wie auch ein anderes, nämlich den Brief Lucias an Papst Pius XII. vom 2. Dezember 1940, worin auch auf den Schutz Mariens über Portugal während des Zweiten Weltkrieges wegen der Weihe dieses Landes an Ihr Mutterherz hingewiesen wird (vgl. 29. Juni 1956, 24. Februar 1960, 11. Februar 1967, Anhang 4).

19. März 1939. Lucia schreibt an P. Aparicio SJ, der zeitweise ihr Beicht­vater war: „Von der Übung dieser Andacht (der ersten Samstage), ver­eint mit der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens, hängt Krieg oder Frieden in der Welt ab; deshalb ersehne ich so sehr ihre Verbreitung und besonders deswegen, weil das der Wille unseres guten Gottes und unserer so geliebten Mutter im Himmel ist.“

März oder Mai 1939. Der Herr sagt in einer Mitteilung zu Lucia: „Bitte, dränge aufs neue, daß die Sühnekommunion zu Ehren des Unbefleckten Herzens Mariens an den ersten Samstagen bekannt werde. Der Augen­blick nähert sich, in dem die Strenge Meiner Gerechtigkeit im Begriffe ist, die Vergehen der verschiedenen Nationen zu strafen. Einige werden ausgerottet. Zuletzt wird die Härte Meiner Gerechtigkeit schärfer auf jene fallen, die Mein Reich in den Seelen zerstörten.“

13. Mai 1939. Plötzliche Heilung des Fräuleins Gracinda Martins da Costa (vgl. „Voz da Fatima“, 13. Juni 1939).

20. Juni 1939. Lucia schreibt an P. Aparicio SJ: „Unsere Liebe Frau ver­sprach, die Geißel des Krieges auf später zu verschieben, falls die An­dachtsübung (der ersten Samstage) verbreitet und geübt würde. Wir sehen sie dieses Strafgericht abwenden in dem Maße, als man sich be­müht, sie zu verbreiten: Ich habe jedoch Angst, daß wir mehr tun könnten, als wir machen, und daß Gott, wenig zufrieden damit, den Arm Seiner Barmherzigkeit zurückzieht und die Welt mit diesem Straf­gericht heimsucht, das so furchtbar sein wird, wie es noch nie eines gab …“

13. September 1939. Der Bischof von Leiria veröffentlicht in Fatima die Bitte Unserer Lieben Frau bezüglich der fünf ersten Samstage (vielleicht wurde er dazu durch den Kriegsausbruch am 1. September 1939 ent­scheidend beeinflußt, vgl. Anhang 7).

21. Februar 1940. Lucia schreibt an P. Aparicio SJ: „ Durch unsern Herrn, durch den Herrn Bischof von Leiria und durch … bin ich mehr oder minder im Bilde über alles, was man für die Rettung Rußlands und für die Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariens unter­nommen hat und machen soll … Es tut mir leid, daß man trotz des Gnadenanspornes des göttlichen Heiligen Geistes diese Weihe noch nicht vollzogen hat.

Auch unser Herr beklagt sich darüber. Wegen dieses Aktes hätte Er Seine Gerechtigkeit besänftigt und die Welt vor dieser Kriegsgeißel ver­schont.

Bevor er ausbrach, berichtete ich das in sehr klaren Ausdrücken in einem Brief an den Herrn Bischof …

Doch Gott, unser Herr, ist so gut, daß Er uns gegenüber immer Barm­herzigkeit walten läßt. Gebe Gott daher, daß jetzt bald dieser Augen­blick eintreten möge …

Es ist also Wille unseres Herrn, daß man beim Heiligen Stuhl die Bitte um diese Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens erneuere. Der Krieg wird erst dann aufhören, wann das Blut, das von den Martyrern ver­gossen wird, genug sein wird, um die göttliche Gerechtigkeit zu be­sänftigen, es sei denn, daß die Vermittlung dieses Aktes (der Weihe), durch den uns der Friede gewährt wird“, durch Vollzug eben dieses Aktes zur Geltung kommt.

20. April 1940. Die in Fatima versammelten Bischöfe Portugals machen das Gelübde, bei Lissabon eine große Christ-König-Statue errichten zu lassen, falls Portugal vor dem Zweiten Weltkrieg verschont würde (vgl. 17. Mai 1959).

7. Mai 1940. In Rom wird das Konkordat und der „Acordo Missionario“, die Übereinkunft bezüglich der katholischen Missionen, zwischen dem Heiligen Stuhl und der portugiesischen Republik unterzeichnet (A. A. S. 32, 1940, 217 bis 245). Das Konkordat war vorher durch das „Gesetz der Trennung“ aufgehoben worden, 1759 waren die Jesuiten außer Lan­des verwiesen und 1834 alle Klöster und Häuser von Regularen (d. h. Ordensleuten mit feierlichen Gelübden) aufgehoben worden.

13. Mai 1940. Plötzliche Heilung der Frau Dulce Magalhães Moreira de Sá während des Krankensegens (vgl. „Voz da Fatima“, 13. Oktober und 13. November 1941).

13. Juni 1940. In seinem Rundschreiben „Saeculo exeunte octavo“ an die Bischöfe Portugals spricht Pius XII. auch über Fatima; er fordert die Gläubigen auf, die Gottesmutter um gute Missionsberufe anzuflehen, „besonders wenn sie den Rosenkranz beten, der so sehr von der Allerseligsten Jungfrau Maria in Fatima empfohlen wurde“ (A. A. S. 32, 1940, 253).

18. August 1940. Lucia schreibt: „Ich vermute, daß es nach dem Wohlge­fallen unseres Herrn ist, daß es jemand gibt, der sich allmählich bei Seinem Stellvertreter auf Erden für die Verwirklichung Seiner Wünsche (Weihe Rußlands und der ganzen Welt an das Unbefleckte Herz Mariens) einsetzt. Aber der Heilige Vater wird sie jetzt nicht verwirklichen; er zweifelt an der Wirklichkeit (Echtheit dieser Wünsche) und er hat Grund dazu. Unser guter Gott könnte (ihm) mittels eines Wunders zeigen, daß Er es ist, der ihn darum bittet; er bedient sich aber dieser Zeit, damit Seine Gerechtigkeit die Welt wegen so vieler Verbrechen strafe und zu einer vollkommeneren Rückkehr zu Ihm vorbereite. Den Beweis, den Er uns gewährt, ist der besondere Schutz des Unbefleckten Herzens Mariens über Portugal wegen der an es vollzogenen Weihe … Deshalb würde ich es für gut finden, den Personen neben einem großen Vertrauen in die Barmherzigkeit unseres guten Gottes und in den Schutz des Unbefleckten Herzens Mariens die Notwendigkeit des Gebetes einzuschärfen, das vom Opfer begleitet ist, besonders von jenem, das man bringen muß, um die Sünde zu vermeiden. Das ist die Bitte unserer guten himmlischen Mutter seit 1917, die mit einer Traurigkeit und unerklärbaren Zartheit aus Ihrem Unbefleckten Herzen hervorkam: Die Leute sollen nicht mehr ,unseren Herrn‘ beleidigen, der schon sehr beleidigt ist!“

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Quelle: P. Hermann Netter SVD – 50 Jahre Fatima, S. 037-056

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(Fortsetzung folgt!)