„Wir wollen Böses mit Gutem vergelten“

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Simona Monti / Quelle: Privat/KIRCHE IN NOT

Italien: Familie einer getöteten Christin
unterstützt mit Trauerspenden Kirchenbau in Bangladesch

„Wir betrachten den Tod von Simona als Martyrium. Sie wurde aus Hass auf den christlichen Glauben ermordet. Aus diesem Grund wollen wir auch verfolgte Christen unterstützen und so Böses mit Gutem vergelten.“ Dies sagte der italienische Priester Don Luca Monti gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Anfang Juli war seine Schwester Simona Monti in Bangladesch bei einem islamistischen Attentat getötet worden. Sie arbeitete dort für ein Textilunternehmen. Simona Monti wurde 33 Jahre alt. „Mit ihr starb ihr ungeborenes Kind, das sie unter dem Herzen trug“, erzählt Don Luca.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat sich zu dem blutigen Übergriff bekannt, bei dem 22 Menschen gekidnappt, gefoltert und ermordet wurden. Fast alle Opfer waren Christen. Besonders die Frauen wiesen Spuren schwerer Misshandlungen auf. Seit 2012 kommt es in Bangladesch wiederholt zu Mordanschlägen auf Christen. Besonders betroffen sind Konvertiten, ausländische Priester und Ordensleute. Regierung und Religionsvertreter versuchen, gemeinsam gegen den religiösen Extremismus vorzugehen. Doch die Anschläge reißen nicht ab.

„Wir bedauern so sehr, dass wir unser Enkelkind nicht kennengelernt haben“, wurde die Mutter von Simona Monti in einem italienischen Wochenmagazin zitiert. „Der Glaube ist unser Halt und Trost.“ Deshalb hat sich die Familie zu einer großherzigen Tat entschieden: Sie wollen die Spenden, die sie von Angehörigen und Nachbarn als Zeichen der Anteilnahme erhalten haben, an „Kirche in Not“ weitergeben. Es soll den Christen in dem Land zu Gute kommen, in dem ihre Tochter und Schwester ermordet wurde. Das Geld fließt in den Bau einer Kirche in Harintana, einer Kleinstadt im Süden Bangladeschs.

„Wir haben dieses Projekt ausgewählt, weil es eine Botschaft der Hoffnung an die Christen vor Ort und auch für uns aussendet: Im Glauben ausharren, nicht vor der Gewalt zurückweichen und nicht aufgeben“, so Don Luca Monti. Er konnte seine Schwester mittlerweile in ihrem Heimatort nördlich von Rom beisetzen. „Wir hoffen auch, dass unsere Glaubensgeschwister in Bangladesch für Simonas Seelenheil beten werden, für unsere Familie und für alle Opfer religiöser Gewalt.“

Von den 170 Millionen Einwohnern Bangladeschs sind rund 600 000 Christen. „Kirche in Not“ steht dieser bedrängten Minderheit seit Jahren bei. Das Hilfswerk fördert den Bau von Kirchen, Gemeindezentren und die Ausbildung von Katechten und Gemeindehelfern. Um weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online unter www.spendenhut.de oder auf folgendes Spendenkonto:

Empfänger: Kirche in Not
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Bangladesch

(Quelle: Pressemitteilung KiN)