Im Wortlaut: Die Papstbotschaft an die Jugend zum 31. Mladifest in Medjugorje

03 August, 2020 / 8:56 AM

CNA Deutsch dokumentiert den vollen Wortlaut, der Papstbotschaft in deutscher Sprache.

Liebe Jugendliche!

Das alljährliche Jugendtreffen in Medjugorje ist eine Zeit, des Gebets, der Katechese und brüderlichen Begegnung, die euch die Gelegenheit bietet, den lebendigen Jesus Christus in der Feier der heiligen Eucharistie, in der Anbetung des Allerheiligsten sowie im Sakrament der Versöhnung auf besondere Weise kennenzulernen. So hilft sie euch, eine andere Lebensweise zu entdecken, die sich von derjenigen unterscheidet, die uns die Kultur des Vorübergehenden zeigt, nach der nichts ewig sein kann und die nur das Vergnügen des gegenwärtigen Augenblicks kennt. In dieser Atmosphäre des Relativismus, in der es schwer ist, wahre und sichere Antworten zu finden, lautet das Motto unseres Festivals: „Kommt und seht!“. (Joh 1, 39) Diese Worte, die Jesus an seine Jünger richtete, sind ein Segen. Jesus richtet seinen Blick auch auf euch und lädt euch ein, euch auf den Weg zu machen und bei ihm zu bleiben.

Fürchtet euch nicht! Jesus lebt, und er will, dass ihr lebendig seid. Er ist die wahre Schönheit und Jugend dieser Welt. Alles, was er berührt, wird jung, wird neu, voller Leben und Sinn. (Nachsynodales Apostolisches Schreiben „Christus vivit“, 1) Und eben das sehen wir in der Darstellung des Evangeliums, in der der Herr zwei Jünger, die ihm folgen, fragt: „Was sucht ihr?“. Und sie antworten: „Meister, wo wohnst du?“ Jesus aber sagt ihnen: „Kommt und seht!“ (Joh. 1.35 – 39). Sie gingen mit, sahen und blieben. Die Erfahrung der Begegnung mit Jesus prägte sich so tief in das Gedächtnis der Jünger ein, dass einer von ihnen sogar die Zeit der Begegnung notierte: „Es war um die zehnte Stunde“. (vgl Joh 1, 39)

Das Evangelium beschreibt uns, wie die beiden Jünger, nachdem sie im Haus des Herrn gewesen waren, zu „Vermittlern“ wurden, die es anderen ermöglichten, ihm zu begegnen, ihn zu erkennen und ihm zu folgen. Andreas berichtet sofort seinem Bruder Simon von seiner Erfahrung und führt ihn zu Jesus. Der Meister gibt ihm, als er ihn erblickte, den Namen „Kephas“, d.h. „Fels“, der später Petrus wird. (Joh. 1.40 – 42) Das zeigt, wie wir in der Begegnung mit Jesus zu neuen Menschen werden und die Mission annehmen, anderen diese Erfahrung weiterzugeben, die jedoch den Blick immer auf Ihn, den Herrn, gerichtet halten.

Liebe Jugendliche, seid ihr diesem Blick Jesu begegnet, der euch fragt: „Was sucht ihr?“ Habt ihr seine Stimme gehört, die sagt: „Kommt und seht.“? Habt ihr diesen Drang gespürt, aufzubrechen? Verbringt diese Zeit mit Jesus, lasst euch mit seinem Geist erfüllen, damit ihr bereit werdet für das Abenteuer des Lebens. Geht ihm entgegen, bleibt bei ihm im Gebet, vertraut euch ihm an, denn er ist ein Kenner des menschlichen Herzens.

Der wunderschöne Aufruf des Herrn: „Kommt und seht“, den uns der junge und geliebte Jünger Christi übermittelt hat, ist auch an alle zukünftigen Jünger gerichtet. Jesus lädt euch ein, ihm zu begegnen und gerade dieses Festival ist eine Gelegenheit für euch zu „kommen“ und zu „sehen“. Das Wort „kommen“ weist nicht nur auf einen physischen Aufbruch hin, es hat auch einen tieferen, geistigen Sinn. Es weist auf das Schreiten des Glaubens hin, dessen letztliches Ziel es ist „zu sehen“, d.h. den Herrn zu erleben und Dank Ihm den vollen und endgültigen Sinn unserer Existenz zu erkennen.

Das große Vorbild der Kirche des jungen Herzens, die bereit ist, Christus mit neuer Frische und Treue zu folgen, bleibt immer die Jungfrau Maria. Die Kraft ihres „Ja“ und ihres „mir geschehe“, dass sie vor dem Engel ausgesprochen hat, begeistert immer wieder von neuem. Ihr „Ja“ bedeutet teilzunehmen und zu riskieren, ohne weitere Garantie, außer der Sicherheit, die in der Erkenntnis liegt, dass sie die Trägerin des Versprechens ist. Ihr „Ich bin die Magd des Herrn“ (Luk 1, 38) ist das schönste Beispiel, das uns zeigt, was geschieht, wenn sich der Mensch in seiner Freiheit in die Hände Gottes übergibt. Möge euch dieses Beispiel inspirieren und euch ein Wegweiser sein! Maria ist die Mutter, die „über uns, ihre Kinder, wacht, die wir oft müde und bedürftig durch dieses Leben gehen, die aber den Wunsch haben, dass das Licht der Hoffnung nicht erlischt. Das ist, was wir wollen: dass das Licht der Hoffnung nicht erlischt. Unsere Mutter schaut auf dieses pilgernde Volk, dieses Volk von jungen Menschen, das sie liebt und welches nach ihr sucht in der Stille, trotz des vielen Lärms, den Gesprächen und Ablenkungen entlang des Weges“. (Christus vivit, 48)

Liebe Jugendliche, lauft „angezogen von jenem so sehr geliebten Antlitz, das wir in der heiligsten Eucharistie anbeten und im Fleisch der leidenden Brüder und Schwestern erkennen. Der Heilige Geist möge euch bei diesem Lauf antreiben. Die Kirche bedarf eures Schwungs, eurer Intuition, eures Glaubens.“ (op. cit. 299) In diesem Lauf um das Evangelium, inspiriert, auch von diesem Festival, vertraue ich euch alle der Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria an und rufe auf euch das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes herab, damit ihr wahre Zeugen Christi sein könnt. Dafür bete ich, und segne euch und bitte euch, dass auch ihr für mich betet.

Rom, hl. Johannes im Lateran,
am Festtag des hl. Petrus und Paulus, 29. Juni 2020

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Diese Heiligen des Monats August haben viel gemeinsam

Im Monat August feiert die Kirche bedeutsame Feste, wie die Verklärung des Herrn und Maria Himmelfahrt, und große Heilige, wie den heiligen Dominikus oder den heiligen Bernhard von Clairvaux. Im August gibt es auch sechs große Heilige, deren Feste – paarweise – nahe beieinander liegen und die viel gemeinsam haben:

Heilige der Buße: Alfons Maria von Liguori und Johannes Maria Vianney

Anfang August feiern wir den Gedenktag der heiligen Alfons Maria von Liguori (1. August) und des heiligen Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney (4. August). Beide sind dafür bekannt, die Gläubien voll Eifer zum Bußsakrament bewegt zu haben.

Alfons Maria von Liguori ist Kirchenlehrer und Gründer der Redemptoristen. Mit 16 Jahren wurde er Doktor der Rechtswissenschaften. 1723 verlor er einen wichtigen Prozess. Er begann, über sein Leben nachzudenken,gab seine Karriere auf und wurde Priester. 1745 schrieb er seine ersten Andachtswerke und 1748 veröffentlichte er die erste Ausgabe seines Manuals zur Moraltheologie. Alfons gilt als einer der größten Moraltheologen in der Geschichte der Kirche. 1950 erklärte ihn Papst Pius XII. zum Schutzpatron der Beichtväter und Moraltheologen.

Der heilige Pfarrer von Ars wird ebenfalls als einer der wichtigsten Beichtväter und als Patron der Pfarrer verehrt. Als Sohn einer Bauersfamilie wurde er in der Nähe von Lyon (Frankreich) geboren; die schrecklichen Kriege Napoleons hinderten ihn daran, ins Seminar einzutreten. Als er endlich als Priesteramtskandidat studieren konnte, hatte er durch seine Unfähigkeit, Latein zu lernen, große Schwierigkeiten. Letztendlich wurde er aufgrund seiner Güte geweiht und in das Dorf Ars im Kanton Villars-les-Dombes geschickt. Dort – so dachten seine Vorgesetzten – könne er keinen Schaden anrichten.

Die Menschen kamen nach Ars, um zu beichten, seine Rat einzuholen, seine Predigten zu hören. Mit der Zeit wurde es so, dass er bis zu 18 Stunden täglich im Beichtstuhl saß. Ähnlich wie beim heiligen Alfons – der am Ende aus der Kongregation, die er selbst gegründet hatte, geworfen wurde – gab es auch beim heiligen Johannes Maria Priester, die eifersüchtig auf ihn wurden, und sich beim Bischof beschwerten. Sie behaupteten, er sei verrückt oder geistig labil. Der berühmte Bischof antwortete, er wünsche sich, dass alle seine Priester so verrückt seien. Der Priester von Ars starb, während er einem bereuenden Sünder zuhörte.

Heilige der Konzentrationslager: Edith Stein und Maximilian Maria Kolbe

Am 9. und 14. August ehren wir zwei Heilige, die Opfer der Schrecken des Nationalsozialmus wurden und „moderne“ Heilige sind: die heilige Edith Stein und den heilige Maximilian Maria Kolbe.

Die heilige Edith Stein, auch bekannt als Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz, hatte vom Judentum zum Katholizismus konvertiert. Sie war Karmelitin, Philosophin und geistliche Schriftstellerin. In einer jüdischen Familie geboren, gab sie zunächst das Judentum auf und wurde Atheistin, bevor sie dann, auch durch die Philosophie, ihren Weg zum Katholizismus fand. Sie nahm den katholischen Glauben an, nachdem sie in Philosophie die Phänomenologie und den Thomismus studiert und die Autobiographie der heiligen Teresa von Avila gelesen hatte. 1934 trat sie in den Karmel ein und wurde 1938 heimlich aus Deutschland in die Niederlande gebracht, um den Nazis zu entkommen. 1942 wurde sie dort mit ihrer Schwester Rosa (die ebenfalls konvertiert hatte) von der Gestapo verhaftet. Sie starb wahrscheinlich am 9. August in den Gaskammern von Auschwitz. Papst Johannes Paul II. hat sie 1998 heiliggesprochen und im folgenden Jahr zur Patronin Europas ernannt – zusammen mit der heiligen Birgitta von Schweden und der heiligen Katharina von Siena.

Der heilige Maximilian Maria Kolbe war Franziskanerpater, Theologe und Märtyrer. Der 1894 geborene Pole trat mit 17 Jahren bei den Franziskanern ein, studierte in Rom und wurde 1918 zum Priester geweiht. Wie die heilige Edith Stein war er mit einem bemerkenswerten Verstand gesegnet. Er war ein talentierter Mathematiker und Wissenschaftler, zudem Journalist. Seine Schriften erregten den Hass der Nazis, und als die Deutschen 1939 Polen überfielen, wurde Kolbe mehrmals verhaftet und schließlich nach Auschwitz gebracht. In seiner Gefangener wurde er von SS-Wachen gefoltert, weil er katholischer Priester war. Beständig half er seinen Mitgefangenen. Er starb am 14. August 1941, nachdem er den Platz des verheirateten Familienvaters Franciszek Gajowniczek eingenommen hatte, der mit neun anderen Häftlingen als Strafe für die Flucht eines eines Mithäftlings zum Tod im Hungerbunker verurteilt worden war.

Heilige, die verwandt waren: Die heilige Monika und der heilige Augustinus

Ende August folgen die zwei Feste der heiligen Monika (27. August) und ihres Sohnes, des heiligen Augustinus (28. August) aufeinander.

Jahre lang und unter viele Tränen hatte die heilige Monika dafür gebetet, dass ihr brillanter, aber rebellischer Sohn zur Besinnung kommen und sein zügelloses Leben bereuen möge. Sie hörte nie auf, zu beten und zu warten – und am Ende wurden ihre Gebete erhört. Die endgültige Bekehrung ihres Sohnes erfolgte auch unter dem Einfluss des heiligen Ambrosius von Mailand. Monika war dort, in Mailand, um die Taufe durch Ambrosius mitzuerleben. Sie starb am 27. August 387 in Ostia bei Rom.

Augustinus gilt als der größte der westlichen Kirchenväter. Er hatte enormen Einfluss auf die christlichen Theologie und die westliche Zivilisation. Nichts davon wäre passiert, wenn seine Mutter ihn aufgegeben hätte.

Ursprünglich veröffentlicht im National Catholic Register und bearbeitet für ACI Prensa von Diego López Marina. 

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75 Jahre nach Hiroshima: Appell für eine Welt ohne Atomwaffen

Atombombenabwurf auf Hiroshima: Mahnung für Gegenwart und Zukunft

Am 6. August vor 75 Jahren veränderte ein Bombenabwurf eine ganze Epoche. In einer Gemeinsamen Erklärung fordern der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, und der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, die politisch Verantwortlichen auf, ernsthafte und zielorientierte Schritte in eine nuklearwaffenfreie Welt zu gehen.

„Nukleare Kampfführung und Abschreckung sind keine Gespenster der Geschichte. Es existieren weltweit immer noch 16.000 Atomsprengköpfe und in der Gegenwart gewinnen sie wieder zunehmend an strategischer Bedeutung. Diese besorgniserregende Entwicklung kann uns katholische und evangelische Geschwister nicht unberührt lassen,“ heißt es dazu in der gemeinsamen Erklärung von Justitia et Pax und der Evangelischen Friedensarbeit.

Hierzu bedürfe es der (Wieder-)Aufnahme vertrauensvoller Dialoge und des politischen Willens zur Veränderung. Ein erstes und eindrückliches Zeichen sollte die Annahme und Ratifizierung des Atomwaffenverbotsvertrags der UN – auch durch Deutschland – sein, so der Appell.

„Der Blick in die Vergangenheit ist uns Mahnung für die Gegenwart und Zukunft“

Bischof Wilmer und der EKD-Friedensbeauftragte Brahms erinnern an die ungezählten zivilen Opfer der ersten Atombombenabwürfe, die ihr Leben in einem aussichtslosen Krieg gelassen und das atomare Inferno erlitten hätten. „Der Blick in die Vergangenheit ist uns Mahnung für die Gegenwart und Zukunft“, betonen beide. Dies gelte gerade in einer Zeit, in der wir eine „fatale Deregulierung internationaler Nuklearwaffenabkommen und Rüstungspolitik“ erleben. Eingebettet in eine globale Krise der internationalen Beziehungen wachse die Gefahr atomarer Gewalteskalation, warnen die beiden Theologen.

„Genährt wird diese Sorge durch das Bestreben, vorhandene nukleare Waffensysteme zu modernisieren, um ihre Einsatzfähigkeit zu erhalten oder an veränderte Bedrohungsszenarien anzupassen“, so die gemeinsame Erklärung weiter. Auch neue Gefährdungslagen wie Cyberwar, Terrorismus und Handelskriege stellen die strategische Bedeutung dieser nuklearen Waffensysteme fundamental infrage, so Bischof Wilmer und der EKD-Friedensbeauftragte Brahms.

Beide erinnern daran, dass sowohl die katholische wie auch die evangelische Kirche die Entwicklung nuklearer Waffen äußerst kritisch begleitet hätten. So sei immer klar gewesen, dass der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen ethisch nicht zu rechtfertigen sei. In jüngerer Zeit hätten sich zudem in beiden Kirchen die Stimmen gemehrt, dass sowohl der Einsatz von Nuklearwaffen als auch die nukleare Abschreckungsstrategie als Mittel der politischen Interessensdurchsetzung unverantwortlich seien, unterstreichen Bischof Wilmer und der EKD-Friedensbeauftragte Brahms.

(pm – skr)

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Brandanschlag auf Kathedrale in Nicaragua

Ein Priester und eine Nonne beten gemeinsam vor dem verkohlten Kruzifix in der Kapelle der Kathedrale in Managua am 31. Juli 2020. Foto: Oswaldo RIVAS / POOL / AFP via Getty Images

MANAGUA , 01 August, 2020 / 8:55 AM (CNA Deutsch).-

Ein bislang nicht identifizierter Mann hat eine Brandbombe in eine Kapelle der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis in Managua geworfen. Das Feuer beschädigte die Kapelle und ein über drei Jahrhunderte altes Andachtsbild Christi.

„Dies war eine geplante Handlung, in aller Ruhe vorbereitet“, sagte Kardinal Leopoldo Brenes von Managua. „Deshalb möchte ich es klar und deutlich sagen: Es ist ein terroristischer Akt, ein Akt der Einschüchterung der Kirche in ihrer Mission der Evangelisierung“.

Der Mann trug eine Kapuze und hielt etwas in seinen Händen, das Zeugen nicht identifizieren konnten. Er betrat die Kapelle des Blutes Christi und sagte: „Ich komme zum Blut Christi“, berichtet die nicaraguanische Zeitung La Prensa. Die Zeugen sahen, wie der Mann den Gegenstand in seine Hände warf.

Der Kardinal sagte, die Zeugen hätten gesehen, wie der Mann 20 Minuten lang um die Kathedrale in der nicaraguanischen Hauptstadt kreiste, und er plante seinen Rückzug durch ein Tor, das kürzlich gestohlen wurde.

„Mit anderen Worten, er hatte alles geplant: wie man hineinkommt, wo man es tut und wohin man dann fliehen kann. Das war geplant“, sagte der Kardinal.

Ein Kirchenmitarbeiter und ein Gemeindemitglied waren in der Kapelle. Sie bemerkten das Feuer und meldeten es den Behörden. Der Mann wurde zwar nicht identifiziert, aber der Zeuge Alba Ramirez sagte, der Mann sei einigen in der Gegend bekannt. Laut Radio Corporacion befanden sich Männer in Zivil mit einer bedrohlichen Haltung in der Nähe der Kathedrale.

In der Kapelle befindet sich eine 382 Jahre alte Darstellung des Blutes Christi, eine Darstellung des gekreuzigten Jesus Christus…

Kardinal Brenes berichtete, aufgrund der Hitze des Feuers habe sich „das halbe Gesicht abgelöst, das Bildnis war jedoch verkohlt. Wir werden dies besonnen einschätzen, denn es ist ein wunderschönes Bild, das mehr als 300 Jahre alt ist“.

Die Erzdiözese Managua sagte, die Tat sei „ein völlig verwerflicher Akt des Sakrilegs und der Schändung“.

„Wir müssen in ständigem Gebet verharren, um böse Mächte zu besiegen“, sagte die Erzdiözese.

Die Tore der Kathedrale wurden nach dem Brand geschlossen. Kardinal Leopoldo Brenes besuchte die Kapelle, um die Schäden zu inspizieren.

Weihbischof Silvio Baez sagte auf Twitter, dass er nach dem Brand mit den Ordensleuten und Priestern der Kathedrale Kontakt aufgenommen habe. Er sprach seine Gebete für das nicaraguanische Volk und seine Nähe zu ihm „in diesem schmerzlichen Moment“.

„Wir haben gemeinsam geweint wegen des Feuers, das sich in der Kapelle des verehrten Bildes des Blutes Christi ereignet hat“, sagte er.

Der augenscheinliche Anschlag kommt nach Spannungen zwischen einigen Katholiken und Anhängern von Präsident Daniel Ortega, der das Land nach dem Sturz der Sandinisten aus der Diktatur von Somoza 1979 mehr als ein Jahrzehnt lang geführt hatte. Ortega ist seit 2007 erneut Präsident von Nicaragua und war für die Abschaffung der Beschränkung der Amtszeit des Präsidenten im Jahr 2014 verantwortlich.

Ortegas Regierung hat vielen Bischöfen und Priestern vorgeworfen, sich auf die Seite seiner Opposition zu stellen.

Unterstützer Ortegas haben Aktionen gegen einige Kirchen unternommen, darunter auch gegen die Kathedrale von Managua, als Kritiker Ortegas dort Zuflucht suchten.

Ortegas Frau, First Lady Rosario Murillo, ist ebenfalls Vizepräsidentin.

Als Reaktion auf das Feuer deutete sie ohne Beweise an, dass Kerzen schuld seien, ebenso wie Menschen, die Kerzen zu nahe an religiöse Bilder stellten. Sie verurteilte den Angriff auf die Kirche nicht. Sie sagte, sie wolle die Meinung von Polizeiexperten zu den Ursachen des Feuers abwarten.

Am Mittwoch schändeten Unbekannte die Kapelle Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe in Nindiri, Masaya, einer Gemeinde etwa 13 Meilen außerhalb von Managua. Sie stahlen das Ziborium, entweihten das Tabernakel und trampelten auf den Hostien herum. Sie zerbrachen auch Bilder, zerbrachen Bänke und beschädigten andere Möbel, Türen und Rohre, berichtet La Prensa.

Am 25. Juli gab es einen Angriff auf die Kapelle der Pfarrei Unser Herr von Veracruz im Bezirk Masaya. Die Kapelle wurde geschändet, und es wurden Tongeräte und Spardosen gestohlen.

Im November 2019 suchten Mütter, die sich im Hungerstreik für die Freilassung ihrer Verwandten einsetzten, die sie als politische Gefangene betrachten, Zuflucht in der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis in Managua. Bald darauf folgte ihnen eine Schar von Regierungsanhängern. Die Mütter flüchteten in einen anderen Teil der Kathedrale.

Die regierungsfreundlichen Kräfte verprügelten jedoch einen Priester und eine Ordensschwester, die sie zurechtgewiesen hatten.

Damals sagte Monsignore Carlos Avilés, Generalvikar der Erzdiözese Managua, „es gibt eine Reihe zu Unrecht inhaftierter politischer Gefangener im Land. Ihre Mütter versuchten verzweifelt, die Kathedrale zu betreten, um zu beten … dann ließ die Regierung mit Hilfe der Polizei einen Mob von Regierungsanhängern, der von der Polizei unterstützt wurde, in die Kathedrale eindringen, um die Kathedrale zu verletzen“.

Die Proteste waren Teil einer Krise, die im April 2018 begann, nachdem Ortega Sozialversicherungs- und Rentenreformen angekündigt hatte. Die Veränderungen wurden angesichts der weit verbreiteten, lautstarken Opposition bald aufgegeben, aber die Proteste verstärkten sich erst, nachdem mehr als 40 Protestierende von den Sicherheitskräften getötet worden waren.

Die Sicherheitskräfte haben mindestens 320 Demonstranten getötet, Hunderte weitere wurden verhaftet.

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Siehe dazu auch diesen Bericht von Vatican News!


Kardinal Juan José Omella zelebriert eine Gedenkmesse in Barcelona, Spanien.

Kardinal Juan José Omella zelebrierte eine Gedenkmesse für jene, die während des Lockdowns gestorben sind, mit mehr als 100 Teilnehmern.

Mon. 27. Jul., 2020 – 7:35 pm EST

Cardinal Juan José Omella celebrates a memorial Mass in Barcelona, Spain. — Archdiocese of Barcelona

BARCELONA, Spanien, 27. Juli 2020 (LifeSiteNews) – Ein spanischer Kardinal widersetzte sich einer Regierungsverordnung, die Gemeinden bei Gottesdiensten auf 10 Personen beschränkte, und kündigte Pläne an, rechtliche Schritte gegen das einzuleiten, was er als „Willkür“ der Coronavirus-Beschränkungen des „Rechts“ bezeichnet zu Religionsfreiheit und Kultusfreiheit. “

Dieses Wochenende feierte Kardinal Juan José Omella aus Barcelona, ​​Spanien, eine Gedenkmesse für diejenigen, die während dem Lockdown gestorben sind. Bilder des Gottesdienstes wurden auf der Website der Diözese veröffentlicht und zeigen mehr als hundert Besucher.

Omella hob die Inkonsistenz der Regierungsrichtlinien hervor, die Touristen dazu ermutigten, die berühmte Basilika der Heiligen Familie zu besuchen, die im späten 19. Jahrhundert von Antoni Gaudi entworfen wurde, die jedoch die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen weiterhin auf 10 Personen beschränkte.

Der Kardinal sagte in einer gestern veröffentlichten Erklärung, dass die Situation „unfair und diskriminierend erscheint, wenn man bedenkt, dass wir sehr sorgfältig und respektvoll die Gesundheitsstandards eingehalten haben, die für geschlossene Räume erforderlich sind, die der Verwaltung jederzeit mit Zustimmung der Ärzte und beachten Sie vor allem, dass für andere kleinere Innenräume eine Kapazität von 50 Prozent zulässig ist. “

Omella wurde 2017 von Papst Franziskus zum Kardinal ernannt und hat zuvor Bischöfe und Kardinäle kritisiert, die Papst Franziskus öffentlich gebeten haben zu klären, ob seine Exhoration (Ermahnung) Amoris Laetitia der mehrjährigen katholischen Lehre über Ehe, Eucharistie und Gewissen entspricht.

In Anbetracht der Weigerung der Regierung, die Beschränkungen für Gottesdienste anzupassen, ermutigte Omella die Menschen vor dem Gottesdienst, den Gottesdienst per Livestream anzusehen, und wies darauf hin, dass die Basilika nur dann, wenn alle eingeladenen Personen anwesend wären, etwa auf 23 Prozent der Kapazität käme.

Historisch gesehen ist die Region Katalonien notorisch antiklerikal, wobei die Verfolgung der Kirche und der Religionsgemeinschaften durch Kommunisten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts besonders heftig war.

Omella schloss seine Erklärung mit der Ankündigung, dass die Diözese rechtliche Schritte gegen die Beschränkungen einleiten werde.

„Angesichts der unvorhersehbaren Änderung der Haltung des Gesundheitsministeriums der Generalität von Catalunya werden wir in den kommenden Tagen geeignete rechtliche Schritte gegen Willkür und Hilflosigkeit einleiten, die das Recht auf Religionsfreiheit und Kultusfreiheit verfassungsrechtlich schützen,“ schrieb er.

Im Mai wurde Kardinal Antonio Cañizares aus Valencia von der Polizei untersucht, weil er gegen die strengen Sperrbeschränkungen Spaniens verstoßen hatte, indem er anlässlich des jährlichen Festtags der Stadt am Eingang einer Basilika kurz ein Bild der Heiligen Jungfrau Maria ausstellte.

Im April schloss die spanische Polizei eine Palmsonntagsmesse auf einem Kirchendach in Sevilla, nachdem sie Berichte von Einheimischen erhalten hatte, dass gegen die regionalen Coronavirus-Haftgesetze verstoßen wurde.

In einem offenen Brief, der im Mai veröffentlicht wurde, erinnerten katholische Geistliche unter der Leitung des ehemaligen päpstlichen Nuntius-Erzbischofs Carlo Maria Viganò und der Kardinäle Gerhard Ludwig Müller, Joseph Zen und Janis Pujats Politiker auf der ganzen Welt daran, dass „der Staat aus keinerlei Grund ein Recht hat, sich einzumischen in der Souveränität der Kirche. “

„Diese Autonomie und Freiheit sind ein angeborenes Recht, das Unser Herr Jesus Christus ihr gegeben hat, um ihre richtigen Ziele zu erreichen. Aus diesem Grund bekräftigen wir als Pastoren nachdrücklich das Recht, autonom über die Feier der Messe und der Sakramente zu entscheiden, ebenso wie wir absolute Autonomie in Angelegenheiten beanspruchen, die in unsere unmittelbare Zuständigkeit fallen, wie z. B. liturgische Normen und Arten der Verwaltung der Gemeinschaft und der Sakramente,” erklärten die Unterzeichner.

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Aus dem Englischen (USA) übersetzt von mir (POS).


Dazu passend:

Indien: Anstieg von Hassverbrechen gegen Christen

Christen in Indien: Nicht immer ein leichtes Leben

In Indien haben Hassverbrechen gegen Christen einem aktuellen Bericht zufolge während des Corona-Lockdown um mehr als 40 Prozent zugenommen.

Insgesamt seien in diesem Jahr bereits 293 Fälle von Hassverbrechen gegen Christen, darunter fünf Vergewaltigungen und sechs Morde, registriert worden, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Halbjahresbericht der Organisation „Persecution Relief“, einer ökumenischen christlichen Gruppe, die seit Jahren Angriffe auf die christliche Minderheit in Indien registriert.

Die dokumentierten Fälle stellten nur einen Bruchteil der tatsächlichen Gewalt gegen Christen dar, betonen die Autoren des auf der Webseite der Organisation veröffentlichten Berichts. „Die bösartige Grausamkeit dieser Verbrechen enthüllt die verdorbene Mentalität und Haltung der religiösen Extremisten in dieser Zeit“, wird der Gründer von „Persecution Relief“, Shibu Thomas, zitiert.

Hintergrund

Indien wird von der hindu-nationalistischen „Indischen Volkspartei“ regiert, deren radikaler Flügel einen Staat auf der Grundlage religiöser hinduistischer Werte anstrebt, in dem andere Religionen keinen Platz haben. Der Bericht bestätigt Dokumentationen anderer Organisationen zu Einschränkungen der Religionsfreiheit in Indien. In den vergangenen sieben Jahren ist Indien in der „World Watch List“ des Hilfswerks „Open Doors“ von Platz 31 auf Platz 10 der Länder mit Christenverfolgung gestiegen. 2020 bezeichnete die Kommission für internationale Religionsfreiheit des US-Außenministeriums (USCIRF) Indien zusammen mit Ländern wie China und Nordkorea als Land, auf das ein besonderes Augenmerk hinsichtlich der Religionsfreiheit gerichtet werden müsse.

(kna – skr)

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Bischof Schneider listet Probleme in Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils auf, die zu „Relativismus“ führen.

Bishop Athanasius Schneider / YouTube

„Für mich ist das tiefste Problem des Zweiten Vatikanischen Konzils die Relativierung von Jesus Christus und dem Evangelium.“

ASTANA, Kasachstan, 28. Juli 2020 (LifeSiteNews) – Der Weihbischof von Astana hat die Korrektur von Texten gefordert, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil veröffentlicht wurden und zu „Relativismus“ geführt haben.

„Ich denke, dass die Kirche eines Tages formell (Ausdrücke in) Lumen Gentium 16, in Nostra Aetate und (eines) im Ökumenischen Dekret über Nichtchristen korrigieren sollte, in dem gesagt wird, der Heilige Geist verwende sie als Instrumente“, Bischof Athanasius Schneider sagte dies Dr. Taylor Marshall in einem Online-Interview, das am Sonntag veröffentlicht wurde.

Der 59-jährige Schneider diskutierte auch problematische Sätze in Dignitatus Humanae und in Sacramentum Concilium, dem Dokument des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Liturgie.

Marshall führte das Thema des Zweiten Vatikanischen Konzils ein, indem er sagte, dass sowohl Priester als auch Laien sich bewusst werden, dass sich die aktuelle Krise in der Kirche auf „Problempassagen“ in den Dokumenten des Konzils bezieht. Marshall listete Themen wie Synkretismus, falsche Ökumene und übermäßig lobende und bewundernde Beschreibungen des Islam, Buddhismus und Hinduismus auf.

Schneider sagte, die Mehrheit der Texte des Zweiten Vatikanischen Konzils sei gut, und diejenigen, die nicht eindeutig seien, könnten in der Tradition der Kirche „auf wohlwollende Weise“ interpretiert werden. Der Bischof wies jedoch auch auf einige Ausdrücke in den Dokumenten hin, die „sehr schlimme Konsequenzen“ hatten.

„Das größte Problem mit diesen (problematischen) Texten kann auf ein Thema reduziert werden: Relativismus“, sagte Schneider.

Der Bischof sagte, dass diese wenigen „Ausdrücke“ den Herrn Jesus Christus, das Evangelium, die Inkarnation, das Erlösungswerk und die katholische Kirche relativieren.

„Alle diese Ausdrücke, die Sie erwähnt haben, haben letztendlich ihre Wurzeln im Relativismus“, sagte er zu Marshall.

Das Problem in Lumen Gentium 16

Schneider wies zunächst auf einen Satz in Lumen Gentium hin, der fälschlicherweise eine wichtige Unterscheidung zwischen christlicher und muslimischer Anbetung Gottes aufhebt. In dem Satz „An erster Stelle stehen unter ihnen die Muslime, die sich dazu bekennen, den Glauben Abrahams zu halten, zusammen mit uns den einen und barmherzigen Gott verehren, der am letzten Tag die Menschheit richten wird“, sieht der Bischof klar als ein Problem mit dem Satzteil „mit uns“, „nobiscum“ in lateinischer Sprache.

„Das ist falsch“, sagte Schneider entschieden.

Er erklärte, dass Lumen Gentium 16 zu Unrecht darauf hinweist, dass Christen und Muslime gemeinsam am gleichen Akt der Anbetung teilnehmen. Es irreführend, weil Muslime auf natürlicher Ebene anbeten, auf derselben Ebene wie jeder, der Gott mit dem „natürlichen Licht der Vernunft“ verehrt, während Christen Gott auf übernatürlicher Ebene als seine adoptierten Kinder „in der Wahrheit Christi und im Heiligen“ anbeten.“

„Dies ist ein wesentlicher Unterschied“, stellte Schneider fest. Er erklärte, dass die Verwendung des Ausdrucks „mit uns“ eine Relativierung des Aktes der Anbetung Gottes und auch der „Sohnschaft“ der Christen darstellt.

 

Das Problem bei Dignitatis Humanae

Der Bischof führte dann ein Problem in einer Erklärung zur Religionsfreiheit in Dignitatis Humanae des Zweiten Vatikanischen Konzils an. Schneider lobte das Dokument für die Feststellung, dass niemand zum Glauben gezwungen werden kann, kritisierte jedoch die Aussage, dass Menschen nicht gezwungen werden sollten, nach ihrem Gewissen anzubeten.

Schneider sagte, dass dies das Recht, Götzen anzubeten, mit einem Recht gleichsetzt, das aus der menschlichen Natur stammt, d. h. zu glauben oder nicht zu glauben.

„Wenn etwas ein Recht der menschlichen Natur ist, wird es von Gott positiv gewollt“, erklärte er.

„Wenn du sagst, dass es ein Recht deiner Natur ist, sagst du, dass es von Gott positiv gewollt ist, dass niemand daran gehindert werden soll, sagen wir mal Götzendienst zu praktizieren und zu verbreiten.“

Schneider bemerkte, dass viele Menschen „in ihrem Gewissen überzeugt“ sind, dass sie Götzendienst praktizieren müssen und dass dies der göttlichen Offenbarung entgegensteht. Er bemerkte auch, dass der problematische Ausdruck „im Wesentlichen derselbe ist wie der Ausdruck des Abu Dhabi-Dokuments, das besagt, dass die Pluralität oder Vielfalt der Religionen (…) der weise Wille Gottes ist“.

„Wir müssen aufrichtig und intellektuell ehrlich sein: Das ist nicht akzeptabel“, sagte der Bischof.

„Und diese beiden Sätze, auch in Lumen Gentium und in Dignitatis Humanae, sind die Wurzel, aus der all der Relativismus hervorgegangen ist und sich entwickelt hat, den wir in den letzten fünf Jahrzehnten im Leben der Kirche erlebt haben.“

Schneider erinnerte an den umstrittenen Weltgebetstag, den Johannes Paul II. 1986 in Assisi einberufen hatte, und an die Verehrung des „Pachamama-Idols“ in der Peterskirche während der Synode am Amazonas im vergangenen Oktober. Er wies darauf hin, dass die Logik, die gewissenhafte Verehrung von Idolen nicht zu behindern, für die Verehrung von Pachamama gilt – sogar innerhalb der Vatikanstadt selbst.

„Wenn es der positive Wille Gottes ist, dass eine Gruppe von Amazonas-Indianern – ich meine Heiden -, die Pachamama verehren, nicht daran gehindert wird, ihren Kult zu verbreiten, dann muss der Papst (muss er sagen)‚ Ich kann sie nicht behindern, weil es ein Recht der menschlichen Natur ist, und wenn es ein Recht der menschlichen Natur ist, ist es der positive Wille Gottes. Und wenn Gott positiv will, dass die Amazonas-Indianer ihr Idol Pachamama verehren, kann ich sie nicht verbieten, weil dies ihr Recht ist, das Gott ihnen gegeben hat. Ich kann sie sogar in St. Peter zugeben “, erklärte Schneider.

Schneider kritisierte Texte, die nahelegen, dass Buddhisten und Hindus allein ohne „die Gnade Christi“ Erleuchtung erlangen können.

„Es ist Pelagianismus und Relativismus, wenn man sagt, dass Christus nicht die einzige Quelle ist“, sagte er.

„Sie sehen also, dass diese Texte nicht so akzeptiert werden können, wie sie sind.“

In Bezug auf das Sacrosanctum Concilium lobte Schneider es für seine Verteidigung der traditionellen Liturgie, zu der der Novus Ordo und die Feier der Messe „ad populum“ eine „einfache Kontraktion“ (Verkürzung) sind, sagte er. Er glaubt, dass es auch problematische Abschnitte gibt, die die Theologie bestimmter Sakramente schwächen, indem sie darum bitten, dass ihre Riten überprüft werden. Der Bischof ist jedoch auch der Ansicht, dass die derzeitige „Ordentliche Form“ der Messe gemäß den vom Sacrosanctum Concilium festgelegten Grundsätzen reformiert werden sollte.

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Quelle

Aus dem Englischen (USA) übersetzt von mir (POS)

Erläuternde Bemerkung zur „Erklärung der Wahrheiten in Bezug auf einige der häufigsten Irrtümer im Leben der Kirche unserer Zeit

Die Kirche in unserer Zeit erlebt eine der größten geistigen Epidemien, d.h. eine nahezu allumfassende lehramtliche Verwirrung und Desorientierung, die sich als eine ernsthaft ansteckende Gefahr für die geistige Gesundheit und das ewige Heil vieler Seelen erweist. Gleichzeitig muss man eine verbreitete Lethargie in der Ausübung des Lehramtes auf unterschiedlichen Ebenen der kirchlichen Hierarchie unserer Tage feststellen. Dies ist hauptsächlich durch die Nichteinhaltung der apostolischen Pflicht verursacht – wie es auch das Zweite Vatikanische Konzil in Erinnerung gerufen hat -, dass nämlich die Bischöfe „die ihrer Herde drohenden Irrtümer wachsam fernhalten“ sollen (Lumen gentium, 25).

Unsere Zeit ist gekennzeichnet durch einen akuten geistigen Hunger der katholischen Gläubigen auf der ganzen Welt nach der Bekräftigung jener Wahrheiten, die vernebelt, untergraben und durch einige der gefährlichsten Irrtümer unserer Zeit geleugnet werden. Die Gläubigen, die diesen geistigen Hunger erleiden, fühlen sich im Stich gelassen und befinden sich deshalb in einer Art existenzieller Peripherie. Eine solche Situation erfordert dringend Abhilfe. Eine öffentliche Erklärung der Wahrheiten, die sich auf diese Fehler beziehen, duldet keinen weiteren Aufschub. Deshalb erinnern wir uns an die folgenden zeitlosen Worte des heiligen Papstes Gregor des Großen: „Unsere Zunge soll im Ermahnen nicht müde werden, dass nicht, nachdem wir das Amt der Verkündigung übernommen haben, unser Schweigen uns beim gerechten Richter verurteilt. (…) Die Menschen, die unserer Sorge anvertraut sind, verlassen Gott und wir schweigen. Sie leben in Sünde, und wir strecken nicht unsere Hand aus, um sie zu korrigieren.“ (In Ev. hom. 17, 3.14).

Als katholische Bischöfe sind wir uns unserer schweren Verantwortung bewusst, gemäß der Ermahnung des heiligen Paulus, der lehrt, dass Gott Seiner Kirche „Hirten und Lehrer (gab), um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes auszurüsten, für den Aufbau des Leibes Christi, bis wir alle zur Einheit im Glauben und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollkommenen Menschen, zur vollen Größe, die der Fülle Christi entspricht. Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, geschaukelt und getrieben von jedem Widerstreit der Lehrmeinungen, im Würfelspiel der Menschen, in Verschlagenheit, die in die Irre führt. Wir aber wollen, von der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen und in allem auf ihn hin wachsen. Er, Christus, ist das Haupt. Von ihm her wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt durch jedes Gelenk. Jedes versorgt ihn mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und baut sich selbst in Liebe auf.“ (Eph. 4, 12-16).

Wir erstellen diese öffentliche Erklärung im Geist brüderlicher Liebe als eine konkrete geistliche Hilfe, damit Bischöfe, Priester, Pfarreien, Ordensgemeinschaften, Laienvereinigungen und Privatpersonen die Möglichkeit haben, entweder privat oder öffentlich, jene Wahrheiten zu bekennen, welche in unseren Tagen am meisten geleugnet oder entstellt werden. Die folgenden Worte des heiligen Apostels Paulus sollten als eine an jeden Bischof und Christgläubigen unserer Zeit gerichtete Ermahnung verstanden werden: “Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast! Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist: Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn” (1 Tim. 6, 12-14).

Vor dem Angesicht des Göttlichen Richters und im eigenen Gewissen hat jeder Bischof, Priester und Christgläubige die moralische Pflicht, unmissverständlich Zeugnis für jene Wahrheiten abzulegen, die in unserer Zeit verdunkelt, untergraben und geleugnet werden. Private oder öffentliche Bekenntnisakte dieser Wahrheiten könnten eine Bewegung initiieren zum Bekenntnis und der Verteidigung der Wahrheit, sowie der Wiedergutmachung für die weitverbreiteten Sünden gegen den Glauben, für die Sünden des verborgenen oder offenen Abfalls vom katholischen Glauben einer nicht geringen Zahl des Klerus und der Laien. Man muss sich dabei bewusst sein, dass es bei einer derartigen Bewegung nicht um Zahlen, sondern um die Wahrheit geht, wie es der heilige Gregor von Nazianz inmitten der allgemeinen lehramtlichen Verwirrung der arianischen Krise ausdrückte, das Gott hat kein Wohlgefallen an Zahlen hat (vgl. Or. 42,7).

Durch das Zeugnis für den unveränderlichen katholischen Glauben werden sich Geistliche und Christgläubige der Wahrheit erinnern, dass „die Gesamtheit der Gläubigen (…) im Glauben nicht irren kann. Und diese, ihre besondere Eigenschaft, macht sie durch den übernatürlichen Glaubenssinn des ganzen Volkes dann kund, wenn sie “von den Bischöfen bis zu den letzten gläubigen Laien” ihre allgemeine Übereinstimmung in Sachen des Glaubens und der Sitten äußert“ (Lumen gentium, 12).

Heilige und die großen Bischöfe, die in Zeiten lehramtlicher Krisen lebten, mögen uns Fürsprecher sein und uns mit ihren Worten führen, wie es die folgenden Worte des heiligen Augustinus tun, die er an den heiligen Papst Bonifatius I. richtete: „Da uns allen, die wir das Bischofsamt ausüben, das seelsorgliche Wächteramt aufgetragen ist (auch wenn du darin einen besonderen Vorrang innehast), tue ich in der Ausübung meiner Amtspflicht das, was ich kann, soweit sich der Herr würdigt, mir durch die Hilfe deines Gebetes hierin Kraft zu verleihen“ (Contra ep. Pel. I, 2).

In der gegenwärtigen außerordentlichen Situation einer allgemeinen doktrinellen Verwirrung und Desorientierung im Leben der Kirche, wird eine präzise Erklärung der Wahrheiten in einer einheitlichen Stimme der Hirten und der Gläubigen, zweifellos auch ein wirksames Mittel brüderlicher und kindlicher Hilfe für den Papst sein.

Diese öffentliche Erklärung geben wir im Geist christlicher Liebe ab, die sich in der Sorge um die geistige Gesundheit der Hirten und der Gläubigen kundtut, d.h. aller Glieder des Leibes Christi, der Kirche, eingedenk der folgenden Worte des heiligen Paulus im Ersten Brief an die Korinther: „…damit im Leib kein Zwiespalt entstehe, sondern alle Glieder einträchtig füreinander sorgen. Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm“ (1 Kor 12, 25-27), und im Brief an die Römer: „Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, … so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als Einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören. Wir haben unterschiedliche Gaben, je nach der uns verliehenen Gnade. Hat einer die Gabe prophetischer Rede, dann rede er in Übereinstimmung mit dem Glauben; hat einer die Gabe des Dienens, dann diene er. Wer zum Lehren berufen ist, der lehre; wer zum Trösten und Ermahnen berufen ist, der tröste und ermahne. Wer gibt, gebe ohne Hintergedanken; wer Vorsteher ist, setze sich eifrig ein; wer Barmherzigkeit übt, der tue es freudig. Die Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung! Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!“ (Röm 12, 4-11).

Die Kardinäle und Bischöfe, die diese „Erklärung der Wahrheiten“ unterschreiben, vertrauen sie dem Unbefleckten Herz der Muttergottes unter der Anrufung „Salus populi Romani“ („Heil des römischen Volkes“) an, eingedenk der besonderen geistlichen Bedeutung, die diese Ikone für die Römische Kirche hat. Möge die ganze Katholische Kirche unter dem Schutz der Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter „unerschrocken den Kampf des Glaubens kämpfen, feststehen in der Lehre der Apostel und sicher voranschreiten in den Stürmen der Welt, bis sie die himmlische Stadt erreicht“ (Präfation der Messe zu Ehren der Seligen Jungfrau Maria „Heil des Römischen Volkes“).

31. Mai 2019
Kardinal Raymond Leo Burke, Patron des Souveränen Malteserordens
Kardinal Janis Pujats, emeritierter Erzbischof von Riga
Tomash Peta, Erzbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana
Jan Pawel Lenga, emeritierter Erzbischof-Bischof von Karaganda
Athanasius Schneider, Weihbischof der Erzdiözese der Heiligen Maria in Astana

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Quelle

Bischof Voderholzer: „Die Kirche ist keine WhatsApp-Gruppe!“

27 July, 2020 / 6:44 AM

Die Dynamik der Corona-Pandemie hat das kirchliche Leben in allen Bistümern deutlich verändert. Statt Weihwasser beginnt der Besuch des Gotteshauses hygienisch: Dem Desinfektionsmittel an der Kirchenpforte ist nichts zu vorzuziehen. Mancher mag sich vielleicht schon gefragt haben: Warum wird noch immer auf den Asperges verzichtet? Gibt es eine RKI-Weisung hierzu?

Von einer gottesdienstlichen Normalität sind wir weit entfernt. In den meisten Pfarrgemeinden werden trotz deutlich begrenzter Platzzahlen kaum zusätzliche heilige Messen angeboten. Es scheint auszureichen, ausgenommen sind etwa die Polnischen Missionen. Dort ist die Nachfrage ungebrochen. Zudem wird berichtet, dass die im Dissens mit Rom befindliche Priesterbruderschaft St. Pius X. mancherorts ihr Messangebot ausweitet.

Viele Gläubige bleiben heiligen Messen noch fern, einige möglicherweise aus Sorge vor einer Infektion. Andere sind skeptisch gegenüber den „Corona-Liturgien“. Manche mögen sich auch an den Dispens gewöhnt haben. Der Altersdurchschnitt in Gottesdiensten hat vielerorts noch zugenommen. Die behutsame Wiederaufnahme des gemeindlichen Lebens steht im Zeichen umfassender Hygienekonzepte.

Wenn von pastoraltheologischer Seite mit Wohlwollen bedacht und auch von vielen Bistümer in der Zeit engagiert betrieben – wie etwa in Essen –, begegnen wir uns als Christen doch nicht zuerst im hermetisch geschützten Raum der Virtualität. Alle bleiben zu Hause und begegnen sich online? Vielleicht genügt für manche kirchliche Gremien ja perspektivisch eine Videokonferenz, aber die Pfarrgemeinde ist keine Chatgruppe. Der Weg der Kirche in Deutschland kann auch nicht heißen: Wir nutzen die gloriosen Möglichkeiten der Online-Kommunikation – weltoffen, launig und begeistert –, und alles andere, was einmal als normal und selbstverständlich galt, findet „bis auf Weiteres“ nicht statt. Das „Aggiornamento“ der Corona-Pandemie heißt offenbar: Kein Treffen von Kleingruppen in Pfarrheimen ohne Präsenzliste, Sitzplan und konsequente Stoßlüftung. Das Motto der Evangelisierung kann auch schwerlich lauten: Geht virtuell hinein in alle Welt, verkündet die Frohe Botschaft – aber nur online und bitte: „Bleiben Sie gesund!“

Ein Signal zur Ermutigung kommt aus dem Bistum Regensburg. Die erste Visitation führte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nach Bad Kötzting. In der heiligen Messe zum Abschluss der Visitation erklärte er: „So wichtig die Medien sind: Die Kirche ist keine WhatsApp-Gruppe und auch keine Freundesgruppe bei Facebook, sondern sie ist Leib Christi.“ Mit Blick auf die Gläubigen in den Kirchenbänken sagte er: „Ich ersehne den Tag, wenn wieder alle Bänke gefüllt sind.“ Allerdings zeigte sich der Bischof auch sehr froh, „dass es in einem verantwortlichen Sinne so überhaupt schon wieder möglich ist“. Er warb für „Leidenschaft, Kreativität und Einfallsreichtum“ – also nicht für eine Neuerfindung der Kirche, sondern für einen verantwortlichen Umgang mit der gegenwärtigen Situation.

Wir wissen alle: In der Kirche des Herrn versammelt sich die Familie Gottes – zu allen Zeiten, gestern, heute und morgen. Wir können und wollen uns auch nicht an ein dauerhaft reduziertes Christenleben gewöhnen. Oder halten Sie die „digitale Kirche„, den „Mess-Chat-Club“, das virtuelle Gemeindeleben und die „Kirchort-WhatsApp-Gruppe“ für eine erstrebenswerte Perspektive? Was ich mich zudem frage: Wie groß eigentlich ist unsere Sehnsucht nach gefüllten Kirchenbänken und katholischer Normalität? Erinnern Sie sich eigentlich noch an den letzten Sonntag vor „Laetare 2020“?

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Quelle

DIE CHRISTENFEINDLICHEN VERSE IM KORAN