Papst fährt Ende der Woche nach Fatima: Kirche ist Mutter

Fatima, Portugal: Die Statue der Muttergottes

Die Kirche ist Mutter – daran hat Papst Franziskus an diesem Montag vor Mitgliedern des portugiesischen Priesterkollegs von Rom erinnert, die er im Vatikan in Audienz empfing. Dabei kam er auch auf seine apostolische Pilgerreise nach Fatima am kommenden Freitag und Samstag zu sprechen: Sein Besuch in dem portugiesischen Wallfahrtsort stehe im Zeichen des Friedens und der Hoffnung, so Franziskus vor seinen portugiesischen Zuhörern. „Die Beziehung zur Muttergottes hilft uns, ein gutes Verhältnis zur Kirche zu haben: beide sind Mütter. […] Einem Priester, der die Mutter vergisst, vor allem in schweren Momenten, fehlt etwas. Es ist wie als wäre er Waise. […] Das Wort Gottes lehrt uns, wie Kinder im Arm der Mutter genährt zu werden“, sagte der Papst.

Eineinhalb Tage wird sich Papst Franziskus in dieser Woche in dem portugiesischen Marienwallfahrtsort aufhalten. Grund ist der 100. Jahrestag der Marienerscheinungen dort und die Heiligsprechung von zwei der drei Hirtenkinder, denen die Muttergottes erschienen war. Es wird der sechste Besuch eines Papstes in Fatima sein, vor 50. Jahren genau war Paul VI. das erste Mal dort. Seine apostolische Pilgerreise – so der offizielle Titel – führt ihn ausschließlich in den Wallfahrtsort, er wird keine weiteren Stationen in Portugal besuchen.

Heiligsprechung der Hirtenkinder

Am 13. Mai 1917 war auf einem Feld in Zentralportugal drei Kindern die Muttergottes erschienen, zwei von Ihnen, Jacinta und Francisco Marto, werden während der Papstreise heiliggesprochen werden. Das dritte Kind, Lucia dos Santos, ist 2005 verstorben, für sie läuft das Seligsprechungsverfahren.

Die Heiligsprechung wird bei einer feierlichen Messe vor dem Heiligtum am Samstagmorgen stattfinden. Anschließend wird sich der Papst ausdrücklich an die angereisten Kranken wenden, 350 Kranke werden erwartet, der Wallfahrtsort zieht immer eine große Zahl von auf Heilung und Fürsprache hoffende Kranke an. Für die Messfeier und die Feier des Jubiläums werden in Fatima 600.000 Menschen erwartet; zur Heiligsprechung kommen rund 80 Kardinäle und Bischöfe. Mehr als 40.000 Personen wollen sich als Fußpilger zu dem Ereignis aufmachen, wie die Sprecherin des portugiesischen Wallfahrtsheiligtumss, Carmo Rodeia, ankündigte.

Andacht und Gebet

Der Tag vor der Heiligsprechung wird Gebetscharakter haben. Nach seiner Ankunft am frühen Nachmittag wird Papst Franziskus vom Staatspräsidenten Portugals begrüßt, bevor er sich nach Fatima begibt. Er wird auf dem Papamobil die Menschen begrüßen und sich dann in die Kapelle der Erscheinung begeben und dort beten.

Nach dem Abendessen kehrt er noch einmal in die Kapelle zurück, wo er die Kerzen für die Feier am Samstag segnen wird, anschließend betet der Papst mit den Versammelten einen Rosenkranz.

Wie bereits beim Papstbesuch von Benedikt XVI. in Fatima 2010 wird der Kardinalstaatssekretär – in diesem Fall Pietro Parolin – anschließend einer Vigilfeier vorstehen.

Papst Franziskus wird insgesamt vier Mal das Wort ergreifen, neben der Predigt am Samstag und dem Gruß an die Kranken sind dies ein Gebet in der Kapelle am Freitag und anschließend die Segnung der Kerzen. Der Papst wird voraussichtlich Portugiesisch sprechen.

Nach der Messe und dem Mittagessen mit den Bischöfen Portugals wird Papst Franziskus nach Rom zurück kehren.

(rv 08.05.2017 ord/pr)

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