Papst: Keine Rücknahme der Liturgiereform

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Eine „Reform der Reform“ hatte Kardinal Robert Sarah mit Blick auf die Liturgie angekündigt. Der Papst widerspricht diesem Vorhaben nun erneut – und erklärt, was es mit der „Alten Messe“ auf sich hat.

Papst Franziskus hat einer teilweisen Rücknahme der Liturgiereform erneut eine Absage erteilt. Es sei ein „Irrtum, von einer ‚Reform der Reform‘ zu sprechen“, sagte er in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Er bekräftigte zugleich, dass die Feier der Messe nach dem vorkonziliaren Messbuch von 1962 eine Ausnahme bleibe. Man müsse das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) und sein Dokument zur Liturgie „Sacrosanctum concilium“ ihrem Sinn nach in die Praxis umsetzen, so der Papst.

Sein Vorgänger Benedikt XVI. habe „eine richtige und großzügige Geste vollzogen“, sagte Franziskus mit Blick auf dessen Wiederzulassung der „Alten Messe“ als außerordentliche Form des römischen Ritus im Jahr 2007. Mit seiner Entscheidung sei Benedikt XVI. „einer bestimmten Mentalität verschiedener Gruppen und Einzelpersonen“ entgegengekommen, „die nostalgisch waren und sich entfernt hatten“. Dies bleibe jedoch die Ausnahme. „Deswegen sprechen wir ja auch von der außerordentlichen Form des Ritus. Das ist nicht die ordentliche Form,“ sagte Franziskus im Gespräch mit dem italienischen Jesuiten Antonio Spadaro.

Papst widerspricht Kardinal Sarah

Der vatikanische Liturgie-Verantwortliche, Kardinal Robert Sarah, hatte im Juli gesagt, der Papst habe ihn mit einer „Reform der Reform“ beauftragt, also mit einer teilweisen Rücknahme der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Der Präfekt der Gottesdienst-Kongregation hatte Priestern in demselben Vortrag in London vorgeschlagen, die Messe probeweise wieder mit dem Rücken zum Kirchenvolk zu zelebrieren.

Als Reaktion auf das große Medienecho dieser Äußerungen stellte der Vatikan klar, dass eine Änderung der Zelebrationsrichtung nicht geplant sei. Zudem hätten sich der Papst und Sarah darauf verständigt, dass der Begriff „Reform der Reform“ nicht verwendet werden sollte, weil er Missverständnisse hervorrufe.

Das Gespräch des Chefredakteurs der italienischen Jesuiten-Zeitschrift „Civilta Cattolica“ mit dem Papst ist Teil eines Bandes mit Predigten, die der heutige Papst als Erzbischof von Buenos Aires hielt. Das Buch wurde am Donnerstag im Vatikan von Spadaro, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, dem neuen Generaloberen der Jesuiten, Pater Arturo Sosa, sowie dem ehemaligen Pressesprecher des Papstes, Jesuitenpater Federico Lombardi, vorgestellt. (KNA)

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Quelle

6 thoughts on “Papst: Keine Rücknahme der Liturgiereform

  1. Ein kaum zu überbietender Schwachsinn aus dem Munde des Frevlers Bergoglio.. Nicht erstaunlich mach seinem Jammerspiel in Lund.

  2. hoffebtlich kommt Bischof Fellay endlich zur Vernunft. Es wäre ein Segen für die Piusbruderschaft

  3. Die Aufgabe der Piusbrüder war doch
    vom Anfang ihrer Gründung an, die nach dem „Konzil“ noch glaubenstreu
    gebliebenen Christen einzusammeln und auch in die Konzils“Kirche“ einzugliedern.
    Blinde die von Blendern geführt werden !

  4. @jan 11. November 2016 um 05:05

    “ Die Aufgabe der Piusbrüder war doch
    vom Anfang ihrer Gründung an, die nach dem „Konzil“ noch glaubenstreu
    gebliebenen Christen einzusammeln und auch in die Konzils“Kirche“ einzugliedern.
    Blinde die von Blendern geführt werden ! “

    Wenn Sie wirklich recht hätten dann hätte ja Lefebvre mit seiner FSSPX ja nicht exkommuniziert werden brauchen/müssen – gerade von dieser Konzils“Kirche“. Wo ist ihre Logik? Wollen Sie nur negativ auffallen mit dieser Ihrer Art von Verleumdungskampagne?

  5. @Pierre,
    auch Sie gehören noch zu den Geblendeten !
    Exkommunizierung, Wiederzulassung der
    „alten“ Messe welche in der wahren Kirche
    bis zum Ende der Zeit bestehen wird etc.
    Alles Schauspiel !
    Auch gehörte 20 Jahre zu diesen Blinden,
    war 13 Jahre glühender Fan und kurz davor in den „3. Orden“ einzutreten.
    Deo gratias trage ich schon lange das braune
    Skapulier und habe mich unserer allerseligsten Mutter MARIA geweiht..
    Die Mutter lässt uns lange spielen.
    Aber irgendwann holt sie ihre Kinder auf
    den Boden der Wahrheit zurück.

  6. @jan 11. November 2016 um 14:27

    @Pierre,
    “ auch Sie gehören noch zu den Geblendeten !
    Exkommunizierung, Wiederzulassung der
    „alten“ Messe welche in der wahren Kirche
    bis zum Ende der Zeit bestehen wird etc.
    Alles Schauspiel ! “

    Sei es wie es sei, ob Schauspiel oder nicht.
    Auch ich weiss dass S.E.Lefebvre z.B. nie den wirklich wahren Ritus von vor 1958 in der FSSPX zelebriert haben wollte. Ist mir zwar auch ein Dorn im Auge. Aber dennoch, solange nicht die katholische Position S.E.Lefebvres durch die heutige Führung nicht grundsätzlich verraten wird bleibt die FSSPX so wie sie ist: Ein Bollwerk gegen gewisse Änderungen im und durch das V2.
    So viel Verstand darf man den mündigen Gläubigen doch zumuten was Sache ist. Wenn dann noch jemand „blindlings“ in das verworrene V2- Glaubensgut hereinfällt ist wohl selber schuld.

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