Papst Franziskus schreibt an Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak

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Archivbild: Papst trifft Flüchtlinge in Rom im Februar 2014

„Grausame, unmenschliche, unerklärliche Verfolgungen“: Mit Verve verurteilt Papst Franziskus das Vorgehen von islamischen Terroristen und Fanatikern im Nahen Osten gegen Minderheiten, „vor allem gegen Christen“. „Sie sind die Märtyrer von heute, gedemütigt und diskriminiert um ihrer Treue zum Evangelium willen.“ Das schreibt der Papst in einer Botschaft an den Lateinischen Weihbischof von Jerusalem, Maroun Laham; dieser ist auch der Verantwortliche des Lateinischen Patriarchats für Jordanien, wo sich viele Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak aufhalten.

Es gehe ihm um „ein Wort der Hoffnung für alle, die angesichts der Gewalt ihre Häuser und ihr Land verlassen mussten“, schreibt Franziskus. In vielen Teilen der Welt würden derzeit Christen verfolgt, und zwar „vor den Augen und dem Schweigen aller Menschen“. Die Kirche „vergisst ihre Kinder, die um ihres Glaubens willen ins Exil gehen müssen, nicht, und sie lässt sie nicht allein“, versichert der Papst. „Sie sollen wissen, dass täglich für sie gebetet wird und dass das Zeugnis, das sie uns geben, anerkannt wird.“

„Nicht stumm und tatenlos bleiben!“

Das kleine Königreich Jordanien hat etwa 630.000 Flüchtlinge allein aus Syrien bei sich aufgenommen – die Irak-Flüchtlinge und die Palästinenser, die sich teilweise schon seit Jahrzehnten im Land befinden, gar nicht mitgerechnet. Darum bedankt sich der Papst in seinem Brief auch ausdrücklich bei den (mehrheitlich muslimischen) Jordaniern: Sie schauten „nicht in die andere Richtung“, sondern teilten den Schmerz der Neuankömmlinge von der anderen Seite der Grenze und leisteten „solidarische Hilfe“. Dieser „brüderliche Dienst“ mache auch „Momente des Lebens, die sehr dunkel sind“, hell: „Der Herr vergelte es euch, wie er allein es vermag, in der Fülle seiner Gaben!“Dann schließt der Papst, der im Mai 2014 Jordanien besuchte und dabei auch mit Flüchtlingen zusammentraf, einen Appell an die „öffentliche Meinung der Welt“ an: Sie solle, so formuliert er, „aufmerksamer, sensibler und bereitwilliger auf die Verfolgungen von Christen und, allgemeiner, religiöser Minderheiten reagieren“. „Ich rufe die internationale Gemeinschaft von neuem dazu auf, nicht stumm und tatenlos zu bleiben angesichts dieses inakzeptablen Verbrechens, das ein besorgniserregendes Abdriften von den grundlegendsten Menschenrechten bedeutet und den Reichtum des Zusammenlebens von Völkern, Kulturen und Glaubensbekenntnissen verhindert.“

Der Brief des Papstes, der einfach mit „Franziskus“ unterschrieben ist, wurde an diesem Donnerstag vom Vatikan veröffentlicht. Der Papst hat ihn dem Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Nunzio Galantino, mitgegeben, der an diesem Donnerstag zu einer dreitägigen Visite nach Jordanien aufgebrochen ist. Eingeladen wurde er vom Lateinischen Patriarchen, Erzbischof Fouad Twal.

Vor genau einem Jahr, am 8. August 2014, kamen die ersten (zumeist christlichen) Flüchtlinge aus dem Irak nach Jordanien. Sie wichen vor der Gewalt der Terrorgruppe „Islamischer Staat“, die zuvor die Millionenstadt Mossul eingenommen hatte und vor einem Jahr die christlichen Dörfer in der irakischen Ninive-Ebene angriff.

(rv 06.08.2015 sk)

Siehe auch:

Papst Franziskus: „Niemand darf Gott als Schutzschild missbrauchen“

ZITAT aus dem Blog „Indexexpurgatorius“

Ist es eine Beleidigung von „friedlebenden“ Muslimen, wenn man das wahre Gesicht des Islams aufzeigt und Bilder veröffentlicht? Für Muslime ist es beleidigend, ebenso wie Karikaturen, die einen Aufstand erzeugten, obwohl die Wenigsten auch nur eine dieser Karikaturen sahen. Doch wo bleibt der Aufstand der Muslime gegen die Untaten der IS Terroristen?

Dafür aber beraten Politiker, mit und ohne Migrationshintergrund, und Presseräte in ganz Europa, ob man dennoch über die Gräueltaten des IS in Bild, Wort und Schrift berichten sollte. Zu schrecklich sei die Ausübung der strenggläubigen Mörderbanden Mohammeds, als dass man die Bevölkerung damit noch versorgen könne, und außerdem würden diese Untaten nichts mit dem Islam zu tun haben, auch wenn sie sich auf Allah und den Koran beziehen und ihr Treiben damit rechtfertigen, und somit alle „friedlichen“ Muslime beleidigen.

Doch gibt es noch Medien, die darüber berichten und auch die Bilder veröffentlichen. Wir machen es ebenso und übernehmen diese Bilder um das wahre Gesicht des Islam aufzuzeigen und all jene zu warnen, die immer noch behaupten, dass Islam Frieden bedeute.

Für alle die schwache Nerven haben, sollten diese Bilder nicht ansehen, die Brutalität die in diesen Bildern steckt, ist zu erschreckend und grausam.


 

PAPST [FRANZISKUS] GEISSELT ISIS-TERROR
„Niemand darf Gott als Schutzschild missbrauchen“

Franziskus verurteilt religiös motivierte Gewalt
und lobt Albanien bei Besuch als Vorbild für Dialog

Wer Gewalt gegen Mitmenschen ausübe, dürfe Gott nicht als „Schutzschild” missbrauchen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor Vertretern der albanischen Politik in Tirana. Hunderttausende Menschen feierten den Papst in der Hauptstadt.

Papst Franziskus nutzte den Besuch im Protz-Palast des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (60) für ein paar mahnende Worte: Er rief zu gemeinsamen Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen die Terrormiliz ISIS auf.

„Neben der notwendigen humanitären Hilfe kann man vor dem, was diese Tragödie hervorgerufen hat, nicht gleichgültig bleiben“, sagte Franziskus bei dem Treffen mit Ministerpräsident Ahmet Davutoglu und Staatspräsident Erdogan in Ankara.

In diesen Konflikten würden elementarste humanitäre Gesetze verletzt, sagte er. Ethnische Minderheiten in der Region, besonders Christen und Jesiden, seien schweren Verfolgungen ausgesetzt. „Hunderttausende Menschen wurden gezwungen, ihre Häuser und ihre Heimat zu verlassen, um das eigene Leben zu retten und ihrem eigenen Glauben treu zu bleiben.“

Angesichts dieser Tragödien sei es erlaubt, ungerechte Angreifer zu stoppen. Das Problem könne jedoch nicht nur durch eine militärische Antwort gelöst werden, sondern müsse immer im Einklang mit dem Völkerrecht erfolgen. „Es ist ein starker gemeinsamer Einsatz nötig, der auf gegenseitigem Vertrauen gründet, um einen dauerhaften Frieden zu ermöglichen“, sagte der Papst.


 

Siehe dazu folgende Quellen:


Wer sich die entsetzlichen Bilder anschauen will: