EIN DURCH PAPST BENEDIKT XVI. GEWIRKTES WUNDER

Peter Srsich and Pope Benedict for web_1378302535517_855217_ver1.0_640_480Es ist an einem schönen Morgen im Mai 2012, als sich Peter Srsich, zusammen mit den Eltern, Tom und Laura, und dem jüngeren Bruder Johnny, in der Menschenmenge auf dem Petersplatz befindet, um der Audienz Papst Benedikts XVI. beizuwohnen. Peter ist ein Bursche von 18 Jahren, aus Colorado hierher gekommen dank der internationalen Stiftung „Make A Wish“, die ihm die Möglichkeit anerboten hat, einen Traum zu verwirklichen. „Er ist einer der weniger teuren gewesen, mit totalen Kosten von nur 14.000 Dollar, aber sicher der einzigartigste“, hat Jennifer Mace-Walton bekannt, die Direktorin der Organisation, welche in Colorado Kindern mit tödlicher Krankheit erlaubt, sonst unerfüllbare Wünsche erfüllt zu bekommen.

Nachdem die Audienz beendet ist, wird die Familie Srsich eingeladen, sich in die Warteschlange einzureihen, um dem Pontifex persönlich zu begegnen. Der Junge, der nicht erwartete, mit ihm sprechen zu können, begreift, dass er nur ganz wenige Minuten zur Verfügung hat, um ihm die Gründe seines Kommens zu erzählen, aber, während er ihn immer näher kommen sieht, wird ihm mit Besorgnis bewusst, dass die übrigen Gläubigen ihm bedeutende Geschenke darbringen, während sie mit leeren Händen gekommen sind.

Es ist der Vater, der ihn aus der Verlegenheit bringt, indem er ihm sein Armband aus grünem Gummi darreicht mit der Beschriftung: „Beten Sie für Peter“ und mit dem Zitat aus „Römer  8:28“, die vom Jungen besonders geschätzte biblische Stelle, die besagt: „und wir wissen, dass in allen Dingen Gott für das Wohl jener wirkt, die ihn lieben, die berufen worden sind entsprechend seiner Absicht.“ Es ist eines der 1.200 Armbände, die von einem Klassenkameraden von Peter hergestellt worden sind, der wusste, dass er sehr fromm war, um es wem auch immer geben zu können, der Gott für ihn bitten würde.

„Ich habe gesehen, wie sie ihm Goldkronen und ein wunderschönes Bild von Maria eineinhalb Meter groß geschenkt haben – wird er in der Folge sagen, und ich saß da mit einem Armband aus Gummi von 70 Cents, ich stand da wie der kleine Trommler (eine Person eines weihnächtlichen Liedes, A.d.R.) mit nichts ihm darzubieten.“

Aber wie dem Papst in wenigen Worten die letzten zwei Jahre seines Lebens erzählen? In seinem Kopf gingen blitzartig die Geschehnisse vorbei, die ihn dazu gebracht haben, sich auf diesem Platze zu befinden.

Sein Kalvaria hatte kurz vor dem Abschluss seines ersten Lizentiat-Jahres begonnen mit dem Aufkommen eines schlimmen Hustens.

Diesen Sommer, zurück von einer Kanu-Fahrt in Minnesota, befand er sich nebst dem Husten auch von einer seltsamen Müdigkeit überwältigt. Es war eine Art von Ermüdung „verschieden von jedweder anderen, die ich je erlebt habe“, wird er später erzählen.

Was anfänglich die Symptome einer einfachen Lungenentzündung zu sein schienen, stellte sich statt dessen als Auswirkungen eines Vorhandenseins in seiner linken Lunge einer Masse von zehn Zentimetern heraus, die auf sein Herz drückte.

„Sie war so groß, dass sie mich nicht unter Amnesie setzen konnten, weil die Gefahr bestand, dass ich nicht mehr erwacht wäre, so konnten sie auch nicht die Probeentnahme mittels einer Biopsie durchführen“, hat der Junge berichtet. Aber  die Diagnose wurde dennoch erstellt: Nicht-Hodgkin-Lymphom im vierten Stadium.

Der Bursche wurde deshalb sofort ins Kinder-Spital Colorados eingeliefert, wo er zermürbenden Zyklen von Chemo- und Strahlentherapien unterzogen wurde.

Obwohl der Leib die Behandlungen gut ertrug, begann sich in Peter eine starke Depression zu zeigen, die sich nur erleichterte, nachdem er die Eucharistie empfangen hatte, indes sein Geist von beängstigenden Fragen gequält war hinsichtlich des Willens Gottes über ihn.

Inzwischen wurde er besucht von Mitarbeitern der Colorado „Make A Wish-Stiftung“, die jedes Jahr ungefähr 250 Kindern, die von schlimmen Leiden betroffen sind, erlaubt, einen Traum zu verwirklichen.

„Anfänglich war ich ein wenig besorgt – hat Peter gesagt – weil ich gedacht habe, wie die Kinder in einer Endkrankheit zu sein, die keinerlei Möglichkeit der Heilung haben und um eine letzte Wunscherfüllung bitten. Ich habe gedacht, dass da etwas sei, was mir die Ärzte nicht sagten.“

Aber nachdem er mit ihnen geredet hatte, hatte er sich beruhigt, vertrauend, dass sein innigster Wunsch, viel stärker als Disneyworld zu besuchen oder Justin Bieber zu begegnen, derjenige war, sich nach Rom zu begeben, um den Papst zu sehen.

„Ich war überzeugt, dass es mir absolut gut gehen würde, wenn ich eine Reise in den Vatikan machen würde“, hat er hernach erzählt.

Peter7Die klinische Situation von Peter Srsich erfüllte die von der „Make a Wish-Stiftung“ von Colorado bestimmten Kriterien: „Ein Junge mit einer Krankheit, bestätigt von einem ärztlichen Bericht, die progressiv und bösartig ist und möglicherweise, wenn auch nicht wahrscheinlich, zum Tode führen würde“. Demgemäß würde sein Wunsch erfüllt. Obschon er nicht regelmäßig die Schule besuchen konnte, hatte der absolut glatzköpfige Junge frohgemut am Jahresschlussfest teilgenommen und dabei den Titel des „Königs des Tanzes“ gewonnen.

All dieser Vorkommnisse erinnert sich nun Peter, während der Pontifex sich nähert, und, kaum hat er ihn an seiner Seite, nach zweiminütigen Vorbemerkungen, erzählt er ihm von seinem Krebs und bittet ihn um einen Segen.

Obwohl er mit seiner Größe von 1.98 Meter die kleine Gestalt Benedikts weit überragt, fühlt er sich angesichs der zuvorkommenden Aufmerksamkeit voller Zuneigung betroffen von seiner tiefsten Demut und seiner lächelnden Sanftheit, und reicht ihm so ohne irgend eine Verlegenheit das Gummiarmband.

Peter1Der Papst, vor so großem Glauben und so vertrauensvoller Hoffnung, segnet ihn, indem er ihm die rechte Hand auf die Brust legt, gerade dorthin, wo sich der Tumor eingenistet hatte, während er ihn mit der Linken an der Hand fasst.

Das Wunderbare ist, dass Peter ihm nicht erzählt hat, dass von dort aus alles ausgegangen ist, und er ist noch erstaunter, als er sich Rechenschaft darüber gibt, dass die Segnungen normalerweise erteilt werden, indem die Hand auf den Kopf gelegt wird.

Erfüllt von Freude über diese Begegnung, beginnt Peter sogleich ein neues Gefühl von Wohlergehen zu verspüren, das Tag für Tag zunimmt, bis die Ärzte des Kinderspitals ihn als vollständig geheilt erklären.

Heute besucht Peter Srsich die Regis University, ein Kollegium von Jesuiten in Denver. Sein Ziel ist, zum Priester geweiht zu werden.

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Aus dem Italienischen übersetzt von mir [POS]

Quelle: La Madre della Chiesa: Il miracolo di Benedetto XVI.

Bruder Leo Schwager OSB durch den eucharistischen Segen in Lourdes plötzlich geheilt

Br. Leo SchwagerLeise wie der Winterschnee sinken Gottes gnadenreiche Wunder unaufhaltsam zur Erde nieder. Mögen die Menschen an den Schnee glauben oder nicht, er kehrt immer wieder und kein Mensch vermag ihn zu verhindern. So ereignen sich auch immer wieder plötzliche Heilungen, die keine Wissenschaft zu wirken, noch zu verhindern vermag. Solche Wunder sind für vernünftige Menschen ein Glaubensbeweis für die Existenz, die Güte und Allmacht Gottes.
Im berühmten Wallfahrtsort Lourdes ist besonders auffallend das Zusammenwirken oder «die Zusammenarbeit» Gottes, wenn wir so sagen dürfen, mit seiner gebenedeiten Mutter, denn viele Unheilbare erhielten dort plötzlich ihre Gesundheit durch den Segen mit der hl. Hostie, andere jedoch beim Bad in der Lourdesquelle, welche einst Maria vor den Augen der kleinen, unschuldigen Bernadette Soubirous erschloß. Marienverehrung ist Gott keineswegs zuwider, sonst würden nicht gerade in Lourdes, Fatima und an anderen marianischen Wallfahrtsstätten so viele auffallende Heilungen und Erhörungen geschehen. Oder hat jemand schon gehört, daß an einem Kurort, in einem berühmten Heilbade ein Schwerkranker von seinen Gebrechen von einer Minute auf die andere befreit worden ist?
Nicht umsonst erhoffte der schweizerische Laienbruder Leo Schwager OSB (Mitglied der Missions-Kongregation v. St. Ottilien in Uznach, Schweiz) die Heilung seines jahrelangen Leidens von Maria. Am 28. April 1952 nahm er als Schwerkranker an einem Deutschschweizer-Pilgerzuge nach Lourdes teil. Die folgenden Angaben entnehmen wir dem Artikel «Eine wunderbare Heilung», welchen S. G. Bischof Franziskus Charriere v. Fribourg-Genf in den «Missionsblättern der Benediktinermissionäre» in Fryburg und Uznach (Nr. 3, 1961) veröffentlicht hat.
Leo Schwager, geboren 1924, erlitt in seiner Jugend und in der Rekrutenschule mehrere Unglücksfälle, die nicht ohne Folgen blieben. Diese Folgen zeigten sich beim Dreiundzwanzigjährigen in einer intermittenten Diplopie (einer Störung des Sehvermögens, wobei die Gegenstände doppelt erscheinen). Sodann in phonetischen Störungen: behinderte Zunge, Fehler beim Bilden der Laute, sodass er oft Mühe hatte, sich verständlich zu machen. In den Jahren 1948/50 traten neue Erkrankungssymtome auf. Zu den seit dem 12. Altersjahr nie
nachlassenden Kopfschmerzen kamen noch Schmerzen im Rückgrat, sowie Gleichgewichtsstörungen hinzu. Der Knabe fühlte sich aufrechtstehend unsicher und fiel bei Schwindelgefühl zu Boden. Die Erkrankung nahm durch Appetitlosigkeit und schlaflose Nächte zu. Vom 5. bis 28. September 1951, befand sich Leo Schwager in ärztlicher Untersuchung im Theodosianum in Zürich, wo ihn Oberarzt Dr. Ott behandelte. Dann wurde der Patient in der dortigen neuro-chirurgischen Abteilung des Dr. Kräyenbühl von Dr. Zander untersucht. Der Spezialist vermutete Multiple Sklerose im Anfangsstadium und fand Gegen-Indikation für Gas-Enzephalographie.
Im Dezember 1951 traf im Verlauf eines Tages die Lähmung der einen Hälfte des Körpers ein (linke Hemiplegie) mit Verlust des Sprechens (Aphasie). Es gelang, den Sprachverlust nach 2 Stunden und die Lähmung nach einigen Tagen zu beheben. Dem Kranken verblieb jedoch hinkender Gang. In den ersten Wochen von 1952 nahm aber die Schwäche der Beine zu: der Kranke vermochte nicht länger als 10 Minuten zu stehen oder zu gehen; außerdem musste man ihn beim Gehen stützen.
Als er mit dem Pilgerzuge in Lourdes ankam, half man ihm bis zu einem kleinen Wagen für Gelähmte zu gehen. Er fühlte starke Kopf- und Rückenschmerzen. Am 30. April 1952 wurde Bruder Leo nach dem zweiten Eintauchen in das Bad, im Krankenwagen auf die Esplanade geführt, wo viele andere Kranke auf den Segen mit dem Allerheiligsten während der Krankenprozession warteten. Als Bruder Leo den Segen mit dem Allerheiligsten empfing, durchzuckte ihn, wie er selber sagte, «gleich einem Blitzstrahl vom Kopf bis zum Fuß ein Schlag». Er wurde, ohne sich dessen bewußt zu werden, aus seinem Wagen auf die Knie geworfen und blieb bis zum Schluß der Krankenprozession kniend tief ins Gebet versunken. Dann stand er auf, ohne daß ihm jemand dabei helfen mußte und vermochte normal zu gehen. Er stellte fest, daß alle Störungen verschwunden waren.
Am 1. Mai 1952 wurde Bruder Leo im offiziellen medizinischen Büro in Lourdes untersucht und von jeder gesundheitlichen Störung befreit befunden. Im April 1956 und im August 1958 wurde er im gleichen Bureau in Lourdes neuerdings untersucht. Dabei wurde festgestellt, daß die Heilung andaure .
Das internationale ärztliche Komitee von Lourdes anerkannte sodann in seiner Sitzung vom 19. April 1959 in Paris, daß die Heilung des Bruders Leo Schwager OSB feststehe und medizinisch unerklärbar sei.
Prof. Dr. Thiebault, ein bekannter Spezialist aus Straßburg hatte diesen Fall dem Ärzte-Komitee von Lourdes vorgelegt und seinen Kollegen erklärt: «Die Merkmale der Krankheit von Br. Leo Schwager zeigen offensichtlich organischen Ursprung und erlauben uns, jede Hypothese von Hysterie oder Simulation auszuschließen… Es handelte sich um eine organische Erkrankung des Nervensystems in langer fortschreitender Entwicklung. Nun ist nach einem mehr als fünfjährigem Fortschreiten der Krankheit die Heilung spontan und plötzlich beim Vorbeitragen des Allerheiligsten erfolgt. Diese Heilung hält seit sieben Jahren unvermindert an.» (Heute erfreut sich Bruder Schwager bereits seit 15 Jahren bester Gesundheit. Die Red.)
Zum Abschluß der kanonischen Untersuchung erklärte Bischof Franziskus Charriere am 18. Dezember 1960:
«Die Heilung des Ehrw. Bruders Leo Schwager OSB, geschehen in Lourdes am 30. April 1952, ist ein Wunder, und ist einem besonderen Eingreifen der Allmacht Gottes auf die Fürbitte der Allerseligsten Unbefleckten Jungfrau, der Mutter Gottes, zuzuschreiben.»

„Santa Rita“, 17. Jg., Nr. 6, Februar 1968

Als siebtes von acht Kindern, am 19. Mai 1924 in Balterswil TG geboren, wäre Br. Leo in wenigen Tagen achtzig Jahre alt geworden. Er starb im vierundfünfzigsten Jahr seiner Ewigen Profess, die er am 8. Dezember 1950 als schwerkranker Mann abgelegt hatte.
Gestorben am 24. April 2004.