Bischof Richard Williamson: ERMUTIGENDES ZEICHEN

Bp. Richarad Williamson

Eleison Kommentar Nummer CCCXCVIII (398), 28. Februar 2015

 

Ein Bischof sagte, die Tradition will bezeugt werden.
O tun Sie das öfter, damit die Schäfchen nicht sterben.

Nachdem drei Ausgaben dieser „Kommentare“ das neue Denken aufzeigten, mit welchem Erzbischof Lefebvres Priesterbruderschaft St. Pius X. zu Tode vergiftet wird, möchten wir heute ein ermutigendes Zeichen vorstellen, daß diese Bruderschaft noch nicht ganz tot ist: Zitate aus der Predigt vom 1. Januar diesen Jahres in Chicago, gehalten von Bischof Tissier de Mallerais, einem der vier Bischöfe, welche 1988 für die Bruderschaft geweiht wurden. Oft fragen Gläubige, warum man von diesem Bischof so wenig hört, denn er ist bekannt dafür, zwar schüchtern, aber ehrlich zu sein, über einen starken Glauben und klaren Verstand, sowie ein großes Wissen von und Liebe für den Erzbischof zu verfügen. Vielleicht hat er die Bruderschaft „nicht weise, sondern zu fest“ geliebt, und somit nicht gesehen oder nicht sehen wollen, daß die gegenwärtigen Bruderschaftsoberen den Kampf des Erzbischofs seit vielen Jahren langsam aber sicher betrügen? Hat er vielleicht die Einheit der Bruderschaft über den Glauben der Kirche gestellt? Wie dem auch sei, letzten Monat sprach er einige Dinge aus, welche nicht besser gesagt werden können.

Er zitierte den Erzbischof aus dessen Schrift Geistlicher Wegweiser (Kapitel III): „Es ist also eine strenge Pflicht für jeden Priester, der katholisch bleiben will, von dieser konziliaren Kirche sich zu trennen, solange sie nicht zur Tradition des Lehramtes der Kirche und des katholischen Glaubens zurückfindet.“ Zur Betonung sagte der Bischof dann, „Lassen Sie mich dies wiederholen“ und las das Zitat erneut vor.

Als nächstes verwies der Bischof auf die bösen Kräfte, welche die Kirche besetzen. Dann warnte er vor den „falschen Freunden“, welche irrigerweise behaupten, daß, wenn die Bruderschaft „von der sichtbaren Kirche getrennt“ bleibe, sie zu einer Sekte verkomme. Der Bischof betonte hingegen, daß „wir die sichtbare Kirche sind“ und daß „wir innerhalb der Kirche stehen.“

Zum Schluß warnte er vor weiteren „ falschen Freunden“, welche behaupten, daß die Priesterbruderschaft in einer abnormen Situation sich befände, weil sie nicht „von der Kirche anerkannt“ sei. Er drehte den Spieß um und sagte, daß nicht wir, sondern Rom in einer abnormen Situation sich befindet, und nicht wir, sondern die Römer „zurückkommen“ müssen. „Wir brauchen nicht zu schauen, was wir in Rom tun können, sondern vielmehr, welches Zeugnis wir der gesamten Kirche geben können, indem wir ein Licht auf dem Leuchter, anstatt unter dem Scheffel, sind.

Das in diesen Zitaten ausgedrückte Denken Bischof Tissiers entspricht genau dem von Erzbischof Lefebvre. Die modernistischen Kuckucke, welche das Nest der Nachtigall, d.h. die Strukturen der wahren Kirche, besetzen, mögen den Anschein einer Nachtigall erwecken, doch ihr falsches Lied – die Lehre, die Lehre, die Lehre! – verrät sie sofort. In Wirklichkeit sind sie eben bloß Kuckucke und haben kein Recht, das Nest zu besetzen. Das wahre Nest macht ihre Lehre auch nicht wahr. Vielmehr weist ihre falsche Lehre ihre Besetzung des Nestes als Unrecht aus. Gewiß sitzen sie sichtbar im Nest, doch ihr falscher Gesang von der Lehre zeigt, daß sie keine wahren Nachtigallen sind. Überall dort, wo der Rest an wahren Nachtigallen sichtbar versammelt ist, und sei es auch nur in Notbehelfs-Nestern, dort ist dieser Rest in der Kirche und stellt sogar die wahre sichtbare Kirche dar. Des Restes herrlicher Gesang legt für jeden, der Ohren hat, Zeugnis ab, daß die Kuckucke nur Kuckucke sind, welche das katholische Nest gestohlen haben und gegenwärtig besetzt halten.

Leider Gottes sind die heutigen Priesterbruderschafts-Oberen ohne musikalisches Gehör und können daher das Lied des Kuckucks nicht vom Lied der Nachtigall unterscheiden! Sie beurteilen somit den Katholizismus durch den äußeren Schein des Nestes, anstatt durch die Wirklichkeit des Liedes. Was Bischof Tissier in der Predigt sagte, muß ihnen sehr mißfallen haben, und zweifellos werden sie einen Druck, gekonnt berechnet, auf ihn ausgeübt haben, um ihn wieder auf Linie zu bringen – auf ihre Linie. Es steht zu befürchten, daß er aus falschem „Gehorsam“ folgen wird. Beten wir daher für ihn.

Kyrie eleison.


Eleison Comment Number CCCXCVIII (398), February 28, 2015

Encouraging Sign

A bishop said, Tradition must testify.
Bishop, please do that more, lest the sheep die.

After three issues of these “Comments” have tried to show the new way of thinking by which Archbishop Lefebvre’s Society of St Pius X is being poisoned to death, let us present one encouraging sign that his Society is not yet completely dead: quotes from a sermon given on January 1 of this year in Chicago by Bishop Tissier de Mallerais, one of the four bishops consecrated for the SSPX in 1988. People often ask why so little is heard of him, because he is known to be a timid but honest man with a strong faith, a clear mind and a great knowledge and love of the Archbishop. Maybe he has loved the Society “not wisely, but too well,” so that he has not seen, or has not wanted to see, how its leadership has for many years been slowly but surely betraying the Archbishop’s fight for the Faith. Has the Bishop been putting the Society’s unity in front of the Church’s Faith? But last month he said several things that could not be said better.

He quoted the Archbishop writing in his Spiritual Journey (Ch III, p.13):”It is, therefore, a strict duty for every priest wanting to remain Catholic to separate himself from the Conciliar Church for as long it does not rediscover the Tradition of the Church and of the Catholic Faith.” Then, for emphasis, Bishop Tissier said, “Let me repeat that,” and he read out the quote once more.

Next he referred to the evil forces occupying the Church. Then he warned against “ false friends ” who maintain wrongly that if the SSPX remains “ separated from the visible Church,” it will turn into a sect. He declared on the contrary that “ we are the visible Church ” and that “ we are in the Church.”

Finally he warned against “ false friends ” who claim that the SSPX is in an abnormal situation because we are not “ recognized by the Church” and he declared that it is Rome ’s situation, not ours, which is abnormal, that the Society does not need to “ come back,” because it is these Romans who have to come back. “ We do not need to be looking for what we can do in Rome, but rather for what testimony we can give to the whole Church by being a light on a candlestick and not under a bushel.”

Bishop Tissier’s line of thinking, as expressed in these quotes, is exactly that of the Archbishop. The modernist cuckoos now occupying the nightingales’ nest, i.e. the structures of the true Church, may present the appearance of nightingales, but their song, ie. doctrine, doctrine, doctrine, immediately gives them away. In reality they are nothing but cuckoos, with no right to be occupying that nest. The true nest does not make their doctrine true. Their false doctrine makes false their occupying of that nest. They may be visible in that nest, but, as their doctrine shows, they are not true nightingales. Wherever the remainder of the true nightingales are visibly gathered, in whatever makeshift nest, they are in the Church, they are the true visible Church, and their beautiful song testifies to anyone who has ears to hear that the cuckoos are nothing but cuckoos who have stolen the Catholic nest which they presently occupy.

Alas, the present leaders of the XSPX are tone deaf, will not distinguish the song of cuckoos from that of nightingales, and so judge of Catholicism by the appearances of the nest instead of by the reality of the song. What Bishop Tissier said here must have displeased them greatly. Without any doubt they will have brought pressure to bear, skilfully calculated, to make sure that he steps back in line, their line. And out of “obedience,” he risks doing just that. We must pray for him.

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: HEBDO-KUR

Eleison Kommentar Nummer CCCXCIV (394), 31. Januar 2015

Unter immer häufigeren Blutanschlägen schwelt
die Welt, bis sie erkennt, daß Christus ihr fehlt.

Den stark publizierten Pariser Angriff auf Charlie Hebdo vom 7. Januar 2015 präsentierten diese „Kommentare“ letzte Woche, auf politisch höchst „inkorrekte“ Weise, als einen Angriff auf die christlichen Übrigbleibsel in Europa. Diese Woche möchten die „Kommentare“ erörtern, wie die christliche Zivilisation dieses Problem lösen würde, erneut der Reihe nach für die Karikaturisten, Schützen, Politiker, Völker und drahtziehenden Verschwörer.

Zuerst die Karikaturisten: wäre Frankreich noch katholisch, so würden Kirche und Staat vereint sein – so wie es bis zur Französischen Revolution im Jahre 1789 der Fall war. Die staatliche Autorität hätte dann solche gotteslästerlichen, anti-christlichen Karikaturen komplett verboten, wie Charlie Hebdo sie produziert hatte und welche den Allmächtigen Gott durchaus derart provoziert haben können, daß er die Hinrichtung dieser Karikaturisten zuließ. Aber würde die staatliche Obrigkeit damit nicht Zensur anwenden? Nur ein Tor meint, daß wir heute keine Zensur kennen. Lediglich ist heutzutage die Zensur anti-christlich, statt früher christlich. Wer darf heute schon gegen den „Holocaust“-Kult und seine „Gaskammern“ lästern?

Dann zu den mutmaßlich mohammedanischen Schützen: sie wären höchstwahrscheinlich nie in ein katholisches Frankreich gekommen. Zwar hätten katholische Autoritäten niemals die Mohammedaner in ihren eigenen Ländern verachtet oder gehaßt, doch gleichzeitig hätten sie den Blick auf die historischen Auseinandersetzung zwischen Islam und Christentum nicht so komplett aus den Augen verloren, um eine mohammedanische Masseneinwanderung nach Frankreich zu gestatten, wie sie im Nachkriegs-Frankreich erlaubt und sogar gefördert wurde. Auch hätte die Obrigkeit nicht ihre eigene Rasse so zu verschmähen und ihre eigenen Traditionen so zu verachten gelernt, wie das heute der Fall ist. Durch das vierte Gebot liebt der Katholik sein Vaterland vor allen anderen Ländern, ohne diesen anderen Ländern schlechtes zu wünschen.

Doch der wichtigste von allen Punkten ist: in einem katholisch gebliebenen Frankreich wären weder die Politiker noch das Volk die Marionetten geworden, die sie heute in den Händen der verborgenen Drahtzieher, der Globalisten, sind. Noch im 17. Jahrhundert war Frankreich als ganzes katholisch, doch aus Glaubensmangel ließ im 18. Jahrhundert die Oberschicht zu, durchgängig von der Freimaurerei, einem Sprössling des Globalismus, infiziert zu werden. In ihrer modernen Form wurde die Freimaurerei im Jahre 1717 im glaubensabfälligen England ins Leben gerufen, von wo aus sie schnell auf Frankreich und Nordamerika sich ausbreitete und dort die Amerikanische und Französische Revolution im Jahre 1776 bzw. 1789 lenkte. Diese beiden Revolutionen waren entscheidende Schritte zur Neuen Weltordnung der Globalisten.

Nun aber solange die katholische Kirche noch bei Verstand war, brandmarkte und verurteilte sie die Freimaurerei als eine Geheimorganisation, deren Ziel die Unterwanderung und der Sturz der katholischen Religion als solcher war. Nehmen wir das Lehrschreiben von Papst Leo XIII. namens Humanum genus aus dem Jahre 1884 als Beispiel. Von der Französischen Revolution an wurden daher die Staaten immer mehr von der katholischen Kirche getrennt und stattdessen auf säkulare und demokratische Grundlagen gestellt. Die Köpfe der Mittelschicht gaben immer mehr die katholische Religion auf und bevorzugten den Liberalismus, welcher wiederum eine Ersatzreligion ist, wo der Mensch und seine Freiheit angebetet werden statt Gott und seine Wahrheit. Also übernahmen Journalisten im Namen der „Freiheit“ die Rolle der Priester, und ihre liberalistischen Medien übernahmen das Prägen des Denkens des Volkes. Doch die ganze Zeit über wurden und werden diese Journalisten und ihre Medien dirigiert von den Freimaurern, welche für die Neue Weltordnung der Globalisten arbeiten. Auf diese Weise wurden unter dem Deckmantel von „Demokratie“ und „Freiheit“ die hochmotivierten Globalisten in die Lage versetzt, die Völker und ihre Politiker zu Marionetten der öffentlichen Meinung zu machen und sie von ihren Medien formen zu lassen. Wer Gottes Wahrheit den Rücken zuwendet, versklavt sich immer den Lügen Satans.

Der Charlie-Hebdo -Angriff war als große Vorführung angelegt, um die gottlose Freiheit zu begünstigen, sowie eine mörderische mohammedanisch-europäische Spannung zu befeuern. Weitere solche Ereignisse werden folgen, um Blutbäder anzurichten, aus denen die Globalisten als Herrenvolk hervorzugehen beabsichtigen, während Gott seinerseits durch diese Zulassung hofft, daß wir erkennen mögen, wie schwerwiegend unsere Abkehr von ihm ist und sogar das Grundproblem darstellt. Wenn die Staaten dies nicht erkennen wollen, können nur noch die Familien täglich fünf Rosenkranzgeheimnisse beten, und Einzelpersonen alle fünfzehn Geheimnisse (so dies auf vernünftige Weise möglich ist), um Unsere Liebe Frau zu bestürmen, bei ihrem Sohn Fürbitte einzulegen.

Kyrie eleison.


 

Eleison Comments Number CCCXCIV (394), January 31, 2015

Hebdocure

More and more common will be the bloody attacks,
Until the world sees, Christ is who it lacks.

Last week these “Comments,” in a most politically incorrect manner, presented the heavily publicized January 7 attack in Paris on Charlie Hebdo as an attack upon the remains of Christian civilisation in France. Then let them this week put forward how Christian civilisation would solve the problem, in the same order, for cartoonists, gunmen, politicians, peoples and conspirators.

As for the cartoonists, if France were still Catholic, Church and State would still be united, as they were until the French Revolution, and State authorities would absolutely have forbidden such blasphemous anti-Christian cartoons as those by which Charlie Hebdo may well have provoked Almighty God to allow for the silencing of its cartoonists. But that would be censorship? Only a fool can think we suffer under no censorship today. The censorship is simply anti-Christian instead of Christian. Who today is free to blaspheme against Holocaustianity and its “gas-chambers”?

As for the muslim gunmen, to a Catholic France they might never have come. Never would Catholic State authorities have despised or hated muslims in their own countries, but at the same time never would they so have lost sight of the historic clash between Islam and Christianity as to allow to settle in France such a mass of muslim immigrants as have been allowed, even encouraged, to settle in France since World War II. Nor would they ever have learned to scorn their own race and despise their own traditions as they have allowed themselves to be taught to do today. By the Fourth Commandment a Catholic loves his own country above all, without wishing ill to any others.

Most important of all, if France had stayed Catholic, neither the politicians nor the people would have become the puppets that they are today of hidden puppet-masters, the Globalists. In the 17 th century France was Catholic as a whole, but in th e 18 th century, for lack of Catholic faith, its ruling class allowed itself to become thoroughly infected with another form of Globalism, Freemasonry. Launched in its modern form in apostate England in 1717, Freemasonry swiftly spread to France and North America where it master-minded the American and French Revolutions in 1776 and 1789 respectively. Both of them were major steps towards the Globalists’ New World Order.

Now, for as long as the Catholic Church was still in its right mind, it denounced and condemned Freemasonry as being a secret society designed to undermine and overthrow the Catholic religion altogether – see for instance Leo XIII’s Encyclical Letter, Humanum Genus of 1884. Thus from the French Revolution onwards, States have been ever more separated from the Catholic Church and have been put instead on secular and democratic foundations. More and more the new middle-class rulers have abandoned the Catholic religion in favour of liberalism, which is in effect a substitute religion, adoring man and his liberty instead of God and his Truth. So in the name of “freedom” journalists took over from priests, and their liberal media took over the people’s thinking. But all the while journalists and media have been secretly directed by Freemasonry, working for the Globalists’ New World Order. Here is how, under cover of “democracy” and “freedom,” the highly motivated Globalists have been able to reduce peoples and politicians to puppets of public opinion, moulded by their media. To turn one’s back on God’s Truth is to enslave oneself to Satan’s lies.

The Charlie Hebdo attack was designed for a huge demonstration to favour godless liberty, or rather licence, and a murderous muslim-European tension. More such events will follow, to arrive at bloodbaths from which the Globalists count on emerging supreme, from which Almighty God hopes that men will see that rejecting him is a huge problem, the basic problem. If the States will not see this, it remains only for families to pray the five Mysteries a day, and individuals the fifteen a day (if reasonably possible), to beg Our Lady to intercede with her Son.

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: Netzauftritt

Seit dem Rosenkranzfest Unserer Lieben Frau kennt das Weltnetz einen neuen Netzauftritt, welcher auch die regelmäßigen Leser dieser „Eleison Kommentare“ ernsthaft interessierten dürfte: www.stmarcelinitiative.com. Besucher können dort die jüngsten und alle früheren Ausgaben der Kommentare finden: auf Englisch und Italienisch bis zum Jahre 2007 zurückreichend, sodann auf Deutsch, Französisch und Spanisch bis ungefähr fünf Jahre zurückreichend. Wenn Leser eine Papierfassung dem Bildschirm vorziehen, so können sie dort auf verschiedenen Wegen frühere Ausgaben auswählen und zusammen drucken lassen.

Ein zweiter Bereich des Netzauftritts wird unter dem Namen „Bücher und Gespräche“ aufgezeichnete Vorträge und Predigten von Bischof Richard Williamson anbieten, sowie gedruckte Kopien der ersten beiden Bücher seiner „Briefe des Rektors“ (Rector’s Letters), welche zwischen den Jahren 1983 und 2003 in den USA geschrieben wurden, und weiterhin alle vorhandenen Literaturseminare von Dr. David White. Auch hier wird die moderne Elektronik eine Vielzahl an Möglichkeiten bieten, diese Aufnahmen zu finden und herunterzuladen, wobei jedoch nur ein paar Aufnahmen neben dem Tonformat auch im Videoformat vorliegen. Käufe können auch telephonisch erfolgen unter der US-Rufnummer +1 844 SMI SHOP, ausgeschrieben 1 (844) 764 7467.

Katholiken – und Nichtkatholiken! –, welche mit den Literaturaufnahmen von Dr. White noch nicht vertraut sind, sollten diese Gelegenheit gerne ergreifen, um zu lernen, wie er Klassiker der Weltliteratur als Brücke verwendet, um den Glauben mit der uns umgebenden Welt zu verbinden. Denn die Kluft zwischen Glaube und Welt wird täglich größer. Deshalb haben die Konzilskatholiken versucht, den Glauben von gestern an die Welt von heute anzupassen, und viele von ihnen verloren dabei ihren Glauben. Anderseits unterliegen Traditionskatholiken der Neigung, die moderne Welt als unrettbar verloren und die Weltliteratur als hoffnungslos „nicht-spirituell“ zu verwerfen, und bei vielen von ihnen hat sich dabei der Glaube von der Realität gelöst. Dr. White besitzt sowohl einen starken Glauben als auch eine feste Bodenhaftung mit der uns heute umgebenden Welt. Beide Seiten vermag er durch seine Beherrschung der Weltliteratur unzähligen Seelen, alt wie jung, zugänglich zu machen, welche andernfalls wie hoffnungslos schizophren sich fühlten. Sehr empfehlenswert.

Ein dritter Bereich des Netzauftritts heißt „Spenden“ und bietet eine ähnliche Vielzahl an elektronischen Mitteln für Spenden, um beizutragen zu dieser – hoffentlich – Oase an gesundem Menschenverstand inmitten des heutigen Ödlands an Unsinn. Der Bereich wird Wohltätern zu spenden erlauben, soviel sie wollen und wann sie wollen, oder zu einem gewählten Zeitpunkt, und das alles mit Leichtigkeit. Bereits diesen Netzauftritt zu verwirklichen verursachte einige Kosten. Wir denken, daß er sich als lohnenswert herausstellen wird, aber er ist bereits ein Grund, daß wir um Ihre Großzügigkeit bitten. Vielen Dank schon im Voraus.

Ein vierter Abschnitt mit dem Titel „Informationen“ wird Ihnen ein wenig über die St. Marcel Initiative berichten, sowie darüber, wie der Netzauftritt funktioniert, und schließlich über das, was Bischof Williamson getan hat und weiterhin zu tun gedenkt. Allerdings müssen die Informationen bezüglich seiner künftigen Unternehmungen mit einem gewissen Maß an Vorsicht veröffentlicht werden, weil er nicht nur Freunde auf der Welt hat.

Gewiß birgt das Weltnetz ernsthafte Nachteile und Gefahren, doch fraglos können durch eine erstaunliche Vielfalt von elektronischen Mitteln auch Wahrheiten im Weltnetz gefunden werden, welche nirgendwo sonst zu finden sind. Wir hoffen bescheiden, daß auch dieser neue Netzauftritt diesem Finden von Wahrheiten diene. Viel Arbeit steckt in ihm, und die Beiträge der vielen Zuarbeiter ist genauso unverzichtbar gewesen wie jener der vielen Wohltäter. Wir danken allen Beteiligten. Möge Gott es jedem von ihnen vergelten, und auch Ihnen.

Kyrie eleison.


 

Website Launch

On the Feast of Our Lady of the Rosary a website has just been launched on the Internet which could be of serious interest to regular readers of these Eleison Comments. It will be found at www.stmarcelinitiative.com. It will present the latest issue and all back-issues of the Comments in English and Italian back to 2007, and the latest issue and back-issues for the last five years or so in French, German and Spanish. And for readers who prefer reading on paper to reading on an electronic screen, the website will offer various means of choosing back-issues and printing them together.

A second section of the website, “Books and Talks,” will make available recorded conferences and sermons of Bishop Williamson, copies on paper of the first two of the four volumes of his “Rector’s Letters” written in the USA between 1983 and 2003, and all extant literature seminars of Dr. White. Again, modern electronics will provide a variety of ways of reaching and downloading these recordings, but only a few are on video as well as on audio. Orders to purchase can also be made by telephone by dialling +1 844 SMI SHOP, i.e., 1 (844) 764–7467.

Catholics – and non-Catholics! – not yet familiar with the literature recordings of Dr. White should seize this opportunity to see how he uses the classics of world literature as a bridge to connect the Faith to the world around us. The gap between these two grows greater every day. Conciliar Catholics have tried to adapt yesterday’s Faith to today’s world and many have lost their Faith in the process. Traditional Catholics are liable to scorn both today’s world as irredeemably lost, and world literature as irredeemably “unspiritual,” and the Faith of many of them has become quite detached from reality in the process. Dr. White has both a strong faith and a firm grip on the real w orld around us today, and his mastery of world literature has enabled him to make sense of both for countless souls, old and young, who felt otherwise hopelessly schizophrenic. Strongly recommended.

A third section of the website concerns “Donations.” It will present a similar variety of electronic means of donating to help maintain an oasis of, one hopes, good sense amidst today’s wasteland of nonsense. It should allow benefactors to donate what they want, when they want, on the schedule they want, and with ease. To set up the website has actually been quite an expense on its own. We think it should prove well worth while, but it has been one more reason for us to appeal to your generosity. We thank you in advance.

A fourth section is entitled “Information.” It will tell a little about the St Marcel Initiative, about how the website operates, and about what Bishop Williamson has been doing and hopes to do. However, news of his future enga gements must be released with a measure of caution, because he does not have only friends around the world.

The Internet has serious drawbacks and dangers, but there is no question that, by an astonishing variety of electronic means, truths can be found on it that can be found nowhere else. We gently hope that this new website will contribute to that fund of truth. A lot of work has gone into putting it together, and besides the contribution of the many workers, that of many benefactors has also been indispensable. We sincerely thank all concerned. May God repay each of them, each of yourselves.

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: [EK 378] KOMMT BALD

Eleison Kommentar Nummer CCCLXXVIII (378), 11. Oktober 2014

Der Kommentar (CCCVXXVIII) dieser Woche wird für einige Tage verzögert werden aufgrund einer besonderen Ankündigung, die wir Anfang der Woche tätigen. Vielen Dank für Ihre Geduld.


Eleison Comment Number CCCLXXVIII (378), October 11, 2014

COMING SOON

This week’s Comment (CCCVXXVIII) will be delayed for several days because of a special announcement that we hope to make early this week. Thank you for your patience.

Bischof Richard Williamson: ERZBISCHÖFLICHE WEISHEIT – I.

Eleison Kommentar Nummer CCCLXXVII (377), 4. Oktober 2014

Die letzte Ausgabe der englischen Zeitschrift The Recusant (www.therecusant.com) brachte eine Übersetzung des letzten Gespräches der französischen Zeitschrift Fideliter (Nr. 79) mit Erzbischof Lefebvre kurz vor seinem Tode im März 1991. Es ist immer erfrischend, den Erzbischof zu lesen. Er ist klar, weil sein Denken von katholischen Grundlagen ausgeht. Er ist transparent, weil er nichts zu verbergen hat. Er ist unzweideutig, weil er nicht versucht, die Kirche unseres Herrn mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil des Teufels zu kompromittieren. Beachten wir allerdings die Fragestellungen des Fideliter, welche andeuten, daß die Leserschaft der Zeitschrift schon zu jener Richtung hinneigte, welche die Bruderschaft dann einige Jahre nach dem Tod des Erzbischofs tatsächlich einschlagen würde. Folgend eine Auswahl von verkürzten Fragen und Antworten:

Frage: Warum versuchen Sie nicht eine letzte Annäherung an Rom? Man hört, daß der Papst „bereit ist, Sie zu empfangen.“

Erzbischof Lefebvre (EBL): Dieser Schritt ist absolut unmöglich, weil die heute in der konziliaren Kirche maßgebenden Grundsätze immer mehr und immer offener der katholischen Lehre widersprechen.

Beispielsweise sagte Kardinal Ratzinger kürzlich, daß die berühmten anti-modernistischen Dokumente der Päpste vom 19. und 20. Jahrhundert zu ihrer Zeit einen großen Dienst geleistet hätten, jetzt aber überholt seien. Und Johannes Paul II. ist ökumenistischer als jemals zuvor (1990). „ Es ist absolut unvorstellbar und nicht akzeptabel, mit einer derartigen Hierarchie zusammenzuarbeiten.“

Frage: Ist die Situation in Rom noch schlechter geworden seit den Gesprächen im Jahre 1988?

EBL: Ja! „ Man muß abwarten, bevor man die Aussicht auf ein Übereinkommen in Betracht ziehen kann. Nach meiner Einschätzung kann nur der liebe Gott die Situation noch retten, weil menschlich gesprochen keine Möglichkeit für Rom besteht, diese verfahrene Lage wieder ins Lot zu bringen.

Frage: Aber es gibt Traditionalisten, welche mit Rom ein Abkommen schlossen, ohne etwas preiszugeben.

EBL: Das ist falsch. Sie haben die Möglichkeit preisgegeben, Rom entgegenzutreten. Sie müssen schweigen angesichts der Vergünstigungen, welche ihnen gewährt wurden. Allmählich schwenken sie dann langsam um und enden schließlich bei der Anerkennung der falschen Ideen des Konzils. „Das ist eine sehr gefährliche Situation.“ Solche römischen Zugeständnisse werden nur gewährt, um zu erreichen, daß die Traditionalisten mit der Bruderschaft brechen und Rom sich unterwerfen.

Frage: Sie sagen, daß solche Traditionalisten einen „Verrat“ begangen haben . Ist das nicht etwas streng?

EBL: Nein. Beispielsweise benutzte Dom Gérard mich, die Bruderschaft und ihre Kapellen und Wohltäter. Jetzt auf einen Schlag haben sie uns nicht mehr nötig und haben sich mit den Glaubenszerstörern vereinigt. Sie haben den wahren Kampf um den Glauben aufgegeben. Sie können Rom nicht mehr entgegentreten. Diese Menschen haben in der Frage der Lehre nichts verstanden. Es ist schrecklich, an die jungen Männer zu denken, welche bei ihnen eingetreten sind, um wahrhaft in der Tradition zu leben, nun aber ins konzilare Rom ihnen folgen.

Frage: Ist es gefährlich, gute Beziehungen mit den nach Rom übergelaufenen Traditionalisten aufrechtzuerhalten und ihre Messen zu besuchen?

EBL: Ja, weil bei dieser Messe es nicht nur die Messe gibt, sondern auch die Predigt, die Atmosphäre, das Drumherum, die Gespräche und Kontakte vorher und nachher. Alle diese Dinge führen dazu, daß man ganz langsam seine Gesinnung ändert. Es herrscht ein Klima der Zweideutigkeit und eine Atmosphäre, welche dem Vatikan und letztendlich dem Konzil unterworfen ist, und so wird man schließlich Ökumenist.

Frage: Papst Johannes Paul II. ist sehr populär. Er will alle Christen vereinen.

EBL: Eine Einheit womit? Das ist nicht länger eine Einheit jenes katholischen Glaubens, den wir annehmen müssen und der eine Konversion verlangt. Die Kirche wurde deformiert, von einer hierarchischen Gesellschaft zu einer „Gemeinschaft.“ Gemeinschaft worin? Jedenfalls nicht im Glauben. Kein Wunder also, daß die Katholiken ihn scharenweise aufgeben.

(Fortsetzung folgt)

Kyrie eleison.


Eleison Comment Number CCCLXXVII (377), October 4, 2014

ARCHBISHOP’S SENSE – I

In last month’s issue of The Recusant (www.The Recusant.com) is a translation into English of Archbishop Lefebvre’s last interview, published in French ( Fideliter #79) shortly before his death in March of 1991. He is always refreshing to read. He is clear, because he thinks from basic Catholic principles. He is transparent, because he has nothing to hide. He is unambiguous, because he is not trying to compromise Our Lord’s Church with Satan’s Vatican II. But notice how the interviewer’s questions indicate that the readership of Fideliter was naturally inclining to take the direction which the Society of St Pius X would begin to take a few years after the Archbishop’s death. Here is a selection of the questions and answers, somewhat abbreviated:—

Q: Why can you not make one last approach to Rome? We hear the Pope is “ready to receive you.” A: That is absolutely impossible, because the principles which now guide the Conciliar church are more and more openly contrary to Catholic doctrine. For instance Cardinal Ratzinger recently said that the Popes’ great anti-modernist documents of the 19 th and 20 th centuries rendered a great service in their day, but are now outdated. And John-Paul II is more ecumenical than ever (1990). “It is absolutely inconceivable that we can agree to work with such a hierarchy.”

Q; Has the situation in Rome deteriorated even since the negotiations of 1988?

A: Oh yes! “We will have to wait some time before considering the prospect of making an agreement. For my part I believe that God alone can save the situation, as humanly we see no possibility of Rome straightening things out.”

Q: But there are Traditionalists who have made an agreement with Rome while conceding nothing. A: That is false. They have given up their ability to oppose Rome. They must remain silent, given the favours they have been granted. Then they begin to slide ever so slowly, until they end up admitting the errors of Vatican II. “It’s a very dangerous situation.” Such concessions by Rome are meant only to get Traditionalists to break with the SSPX and submit to Rome.

Q: You say that such Traditionalists have “betrayed.” Isn’t that a bit harsh?

A: Not at all! For instance Dom Gérard made use of me, of the SSPX and its chapels and benefactors, and now they suddenly abandon us and join with the destroyers of the Faith. They have abandoned the fight for the Faith. They can no longer attack Rome. They have understood nothing of the doctrinal question. It is awful to think of the youngsters who joined them for the sake of Tradition and are now following them to Conciliar Rome.

Q: Is there a danger in remaining friends with Traditionalists who have gone over to Rome, and in attending their Masses?

A: Yes, because at Mass there is not only the Mass but there is also the sermon, the atmosphere, the surroundings, the conversations before and after Mass, and so on. All of these things make you little by little change your ideas. There is a climate of ambiguity. One is in an atmosphere submissive to the Vatican, subject ultimately to the Council, so one ends up by becoming ecumenical.

Q; John-Paul II is very popular. He wants to unite all Christians.

A: But in what unity? No longer in the Faith which a soul must accept, and which calls for conversion. The Church has been distorted, from being a hierarchical society into being a “communion.” Communion in what? Not in the Faith. No wonder one hears that Catholics are leaving the Faith in droves. (to be continued)

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: KOMMENDE ZÜCHTIGUNG

Eleison Kommentar Nummer CCCLXXVI (376), 27. September 2014

Zwar ist der Name von Hw. Pater Constant Louis Marie Pel (1876–1966) nicht sonderlich bekannt unter den Menschen, welche vom Herrgott mit dem Wissen begnadet sind, wie Gott die heutige Welt wieder geraderücken wird. Doch für jene, welche ihn kannten, war er ein dem lieben Gott sehr nahestehender Priester. Er besaß einen Doktor in Theologie, war Seminarprofessor, Gründer eines Schwesternklosters und Männerseminars, pflegte eine große Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu und des Unbefleckten Herzens Mariä, war ein persönlicher Freund von Pater Pio, welcher in San Giovanni Rotondo zu einigen französischen Pilgern über ihn sagte: „Warum kommen Sie zu mir, wo Sie doch in Frankreich einen so großen Heiligen haben?“

Pater Pel verbrachte ganze Nächte damit, in der Kirche stehend die Stirn gegen das Tabernakel zu lehnen und mit Gott in dauernder Entzückung zu sprechen. Kurz vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil starb er bei einem Autounfall, doch zuvor konnte einer seiner Seminaristen und spirituellen Söhne eine Prophezeiung von ihm aus dem Jahre 1945 niederschreiben, welche die Züchtigung zum Inhalt hat, die besonders Frankreich treffen wird. Sie folgt nun zitiert bzw. abgekürzt:—

„Mein Sohn,“ sagte Pater Pel, „wisse dies: weil im Laufe unseres Zeitalters die Sünden der Welt auf entsetzliche Weise ansteigen, werden große Strafen von Gott die Welt treffen und kein Kontinent seinem Zorne entgehen. Weil Frankreich der Apostasie und Leugnung seiner Berufung schuldig geworden ist, wird es streng bestraft. Alles östlich der Linie von Bordeaux im Südosten nach Lille im Nordosten wird verwüstet und in Brand gesteckt werden durch invasierende Völker aus dem Osten, sowie durch flammende Meteoriten, welche in einem Feuerregen auf die ganze Erde und besonders die Region östlich dieser Linie niederprasseln. Revolution, Krieg, Epidemien, Seuchen, chemische Giftgase, heftige Erdbeben und das Erwachen von Frankreichs erloschenen Vulkanen werden alles zerstören . . .”

„Der Teil Frankreichs westlich dieser Linie wird weniger betroffen sein . . . weil der Glaube in der Vendée und Bretagne verwurzelt ist . . . aber alle von den schlimmsten Feinden Gottes, welche dort vor der weltweiten Katastrophe Zuflucht suchen, werden ausgemacht – wo immer sie sich verstecken – und von Teufeln umgebracht, denn der Zorn Gottes ist gerecht und heilig. Eine dichte Dunkelheit, verursacht vom Krieg, von riesigen Brandherden und von Teilen brennender Sterne, welche drei Tage und Nächte lang auf die Erde fallen, wird die Sonne verschwinden lassen, und nur noch an Mariä Lichtmeß (2. Februar) geweihte Kerzen werden in den Händen von Gläubigen leuchten, während die Gottlosen dieses wunderbare Licht nicht sehen, weil in ihren Seelen Dunkelheit herrscht.“

„Auf diese Weise, mein Sohn, werden drei Viertel der Menschheit ausgelöscht, und in manchen Teilen Frankreichs müssen die Überlebenden 100 Kilometer marschieren, bevor sie auf andere Überlebende stoßen . . . . Mehrere Nationen werden komplett von der Landkarte getilgt. Ein auf solche Weise gereinigtes Frankreich wird die erneuerte „älteste Tochter der Kirche“ sein, weil durch dieses „Gericht über die Nationen“ alle Kaine und Judasse verschwinden. Dieses Gericht ist zwar noch nicht das Ende der Zeiten, aber diese von den Sünden der Nationen verursachte Strafe wird so heftig ausfallen, daß, wie der Herr zu Pater Pel sagte, die Verwüstung am Ende der Welt geringer sein wird.“

Liebe Leser, was schließen wir daraus? Daß ein jeder von uns mit aller Kraft und mit Hilfe der von Gott zu diesem Zweck geschenkten katholischen Sakramente danach streben möge, in Gottes Gnade zu leben, anstatt in der Sünde, und daß wir die uns geschenkte Zeit zwischen dem Jetzt und der Stunde der Gerechtigkeit gut nutzen mögen, um für eine größtmögliche Zahl von Sündern zu beten, damit sie Buße tun und, wenn die Strafe schließlich kommt, ihre Seelen in die Ewigkeit retten können. Gott, erbarme Dich. Maria, hilf.

Kyrie eleison.


Eleison Comment Number CCCLXXVI (376), September 27, 2014

CHASTISEMENT COMING

Father Constant Louis Marie PEL (1876–1966) is not a name well-known among the souls gifted by God with a knowledge of how God is going to set today’s world straight, but for those who knew him he was a priest very close to God. Doctor in theology, seminary professor, founder of a convent for women and of a seminary for men, with a great devotion to the Sacred Heart of Jesus and to the Immaculate Heart of Mary, he was a personal friend of Padre Pio who said of him to some French pilgrims in San Giovanni Rotondo, “Why do you come to see me when you have so great a Saint in France?”

Fr Pel would spend nights on his feet in church with his forehead leaning against the Tabernacle, conversing with God in a permanent ecstasy. He died in a car accident just after Vatican II, but not before a seminarian, one of his spiritual sons, had been able to note down a prophecy of his, dating from 1945, concerning the chastisement which will strike France in particular. Here it is, quoted or abbreviated:—

“My son,” said Fr Pel, “know that with the sins of the world increasing in horror as this age wears on, great punishments from God will come down on the world and no continent will be spared by the Wrath of God. France being guilty of apostasy and denying its vocation will be severely chastised. East of a line stretching from Bordeaux in the south-west to Lille in the north-east, everything will be laid waste and set on fire by peoples invading from the east, and also by great flaming meteorites falling in a rain of fire upon all the earth and upon these regions especially. Revolution, war, epidemics, plagues, chemical poison gases, violent earthquakes and the re-awakening of France’s extinct volcanoes will destroy everything . .

“France to the west of that line will be less affected . . . because of the faith rooted in the Vendée and in Brittany . . . but any of God’s worst enemies seeking refuge there from the worldwide cataclysm will be found out, wherever they hide, and put to death by devils, because the Wrath of the Lord is just and holy. Thick darkness caused by the war, gigantic fires and fragments of burning stars falling for three days and nights will cause the sun to disappear, and only candles blessed on Candlemas (February 2) will give light in the hands of believers, but the godless will not see this miraculous light because they have darkness in their souls.

“In this way, my son, three quarters of mankind will be destroyed, and in certain parts of France survivors will have to go 60 miles to find another live human being . . . . Several nations will disappear off the face of the map . . . . A France thus purified will become the renewed “Eldest Daughter of the Church,” because all the Cains and Judases will have disappeared in this ‘Judgment upon the Nations’”. This Judgment is not yet the end of times, but so great is the punishment due to the sins of the nations that Our Lord told Fr Pel that the desolation at world’s end will be lesser.

Dear readers, what do we conclude? Let each of us strive with might and main, and with the help of the Catholic sacraments given to us by God for that purpose, to live in God’s grace and not in the state of sin, and let us make full use of the time he gives us between now and the Hour of his Justice to pray for the largest possible number of sinners to repent and save their souls for eternity when the Chastisement closes in. God, have mercy. Mary, help.

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: UMGESTÜRZTE UMSTÄNDE

Eleison Kommentar Nummer CCCLXXV (375), 20. September 2014

Von den Argumenten ausgehend, wonach der Sedisvakantismus ein kurzsichtiger Irrtum in einer völlig abnormen Situation ist, wirft ein italienischer Freund (kurz „C.C.“) einen genaueren Blick auf diesen Sachverhalt. Ohne Priester oder Theologe zu sein, wagt er die These, daß der Sedisvakantismus nur einer von mehreren Versuchen in der Kirche ist, um die heutige Krise mit den Kategorien von gestern zu bewältigen. Es geht nicht um die Frage, ob die katholische Theologie sich verändert, sondern darum, daß die wirkliche Situation, auf welche diese Theologie angewendet werden muß, durch das Zweite Vatikanische Konzil eine Zeitenwende erfuhr. Hier des Freundes Schlüsselabsatz über die veränderte Wirklichkeit:—

„Wegen ihrer Ablehnung der objektiven Wirklichkeit von Gottes Existenz und der Notwendigkeit der Unterordnung unter sein Gesetz, ist die heutige Welt nicht mehr normal. Auch die momentane katholische Einheit, welche den Menschen statt Gott in den Mittelpunkt aller Dinge stellt, ist nicht normal. Daß die Kirche diesen abnormen Zustand der Dinge erreichte, liegt nicht an einem plötzlichen Schlenker, sondern am Folgen eines langen und verwickelten Vorgangs der Abkehr von Gott, deren zerstörerische Effekte erst auf dem Zweiten Vatikanum sich vollends zeigten. Seit hunderten von Jahren wurden die Keime der Auflösung innerhalb der Kirche gefördert, wie auch die diese Keime bergenden Menschen, und es wurde ihnen erlaubt, alle Ränge der Hierarchie zu besetzen, bis hinauf zum und einschließlich des Stuhles Petri.“

Mein Freund fährt mit dem Hinweis fort, daß ohne Berücksichtigung dieser völligen Abnormalität des jetzigen Kirchenzustandes – welcher zwar auf schier unglaubliche, jedoch wahrhaftige Weise schlimmer ist als jemals zuvor – wir Gefahr laufen, mit einer nicht mehr länger existierenden Wirklichkeit und mit fortfallenden Zielvorgaben umzugehen. So sagen beispielsweise die Sedisvakantisten, daß die heutigen Kirchenmänner wissen müßten, was sie tun, denn sie seien intelligente und gebildete Leute. Dem hält C.C. entgegen, daß ihre Verkündigung und ihre Glaubenspraxis durchaus nicht mehr katholisch sein mag, daß sie aber überzeugt sind, völlig rechtgläubig zu sein. Die ganze Welt ist verrückt geworden und diese Kirchenmänner mit ihr; nicht durch den Verlust ihres Verstandes, sondern durch den Verzicht auf seine Benutzung. In dem Maße, wie ihr katholischer Glaube immer schwächer wird, gibt es immer weniger Hindernisse, ihre Vernunft ganz zu verlieren.

Darauf könnte der Einwand folgen, daß dann Gott seine Kirche verlassen haben müsse. Zur Entgegnung greift C.C. auf drei Zitate in der Heiligen Schrift zurück. Erstens Lukas 18,8, wo unser Herr fragt, ob er noch Glauben auf Erden finden wird, wenn er wiederkommt. Offensichtlich wird also ein kleiner Rest an Priestern und Laien (vielleicht mit ein paar Bischöfen) ausreichen, um bis zum Ende der Welt die Unvergänglichkeit der Kirche zu gewährleisten (man denke nur an die gegenwärtigen Schwierigkeiten des sogenannten „Widerstands,“ Gestalt anzunehmen). Zweitens, und auf ähnliche Weise, Matthäus 24,11–14 mit der Voraussage, daß viele falsche Propheten viele Seelen täuschen werden und daß die Liebe erkalten wird. Drittens Lukas 22,31–32, wo unser Herr den Petrus anweist, seine Brüder im Glauben zu festigen, nachdem er bekehrt ist – was stark nahelegt, daß der Glaube des Petrus zunächst versagen wird. Somit kann die gesamte Hierarchie inklusive Petrus versagen, ohne daß die Kirche aufhört, unvergänglich zu sein; etwa wie damals, als alle Apostel aus dem Garten Gethsemane davonliefen (Matthäus 26,56).

Abschließend können wir sagen, daß die Vorstellung von C.C. für die Kirche von morgen oder übermorgen große Ähnlichkeit mit der Vision von Hw. Calmel aufweist: ein jeder von uns möge seine Standespflichten erfüllen und beim Aufbau eines Netzwerks von kleinen Glaubensfestungen helfen – jede Festung mit einem Priester zur Gewährleistung der Sakramente, aber ohne forthin unanwendbare Theologie der Kirche, ohne unerreichbare kanonische Zustimmung, ohne irgendwelche veralteten Trennwände, über welche der Glaube geflossen sein mag. Diese Festungen werden durch die Wahrheit vereint sein und gegenseitige Kontakte der Nächstenliebe pflegen. Der Rest liegt in den Händen Gottes.

Kyrie eleison.


Eleison Comment Number CCCLXXV (375), September 20, 2014

CONTEXT UPENDED

Starting out from arguments against sedevacantism as being a short-sighted error in a wholly abnormal situation, an Italian friend (C.C.) takes a longer view of that situation. Without being a priest or theologian, he ventures the opinion that sedevacantism is merely one of several attempts in the Church to fit the crisis of today into the categories of yesterday. There is no question of Catholic theology changing, but the real situation to which that theology has to be applied underwent a sea-change with Vatican II. Here is a key paragraph of his on that upended reality:—

“By its refusal of the objective reality of God’s existence and of the need to submit to his Law, today’s world is not normal, and the present Catholic unity is not normal either which has put man instead of God at the centre of things. Nor is it by a sudden swerve that the Church has arrived at this abnormal state of things, but following on a long and complex process of moving away from God, the disruptive effects of which showed up at Vatican II. For hundreds of years the germs of dissolution have been fostered within the Church, as have the men harbouring these germs, and they have beeen allowed to occupy all ranks of the hierarchy, up to and including the See of Peter.”

My friend goes on that if one fails to take into consideration this overall abnormality of the present state of the Church, which is unbelievably, yet truly, worse than ever, one runs the risk of dealing with a reality that no longer exists, in terms of reference that no longer apply. Thus for example the sedevacantists will say that today’s churchmen must know what they are doing, because they are intelligent and educated men. Not so, says C.C.: their preaching and practice may well no longer be Catholic, but they are convinced that they are wholly orthodox. The whole world has gone mad. They have merely gone mad with it, not by a loss of reason but by having given up the use of it, and as their Catholic faith grows weaker, so there is less and less to stop them from losing it altogether.

But then, one might object, God must have abandoned his Church. To reply, CC resorts to three quotations from Scripture. Firstly, Lk.XVIII, 8, where Our Lord wonders if he will even find the Faith on earth when he comes back. Obviously a small remainder of priests and laity (with perhaps some bishops) will be enough to ensure the indefectibility of the Church until the end of the world (one thinks of the present difficulties of the “Resistance” in taking shape). Likewise, secondly, Mt.XXIV, 11–14, where it is foreseen that many false prophets will deceive many souls, and charity will grow cold. And thirdly, Lk.XXII, 31–32, where Our Lord instructs Peter to confirm his brethren in the faith after he has converted, strongly suggesting that his faith will first have failed. So almost the whole hierarchy can fail, including Peter, without the Church ceasing to be indefectible, somewhat like when the Apostles all ran away in the Garden of Gethsemane (Mt.XXVI, 56).

In conclusion, CC’s vision for the Church of tomorrow or the day after strongly resembles that of Fr Calmel: let each of us do his duty according to his state of life, and take part in building a network of little forts of the Faith, each with a priest to ensure the sacraments, but with no henceforth inapplicable theology of the Church, nor unobtainable canonical approval, nor with any out-dated dividing-walls over the top of which the Faith will have flowed. The forts will be united by the Truth and will have mutual contacts of charity. The rest is in God’s hands.

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: FEHLBARE PÄPSTE

Eleison Kommentar Nummer CCCLXXIV (374), 13. September 2014

Weder Liberalisten noch Sedisvakantisten hören gerne, daß sie wie Kopf und Zahl von ein- und derselben Münze sind; und dennoch trifft es zu. Beispielsweise stellen sich beide keine dritte Alternative vor. Nehmen wir zum Beispiel den Brief an die drei Bischöfe von Bischof Fellay vom 14. April 2012, wo er zu seinem Liberalismus keine Alternative außer den Sedisvakantismus sah. Umgekehrt denken viele Sedisvakantisten, wer die Konzilspäpste für echte Päpste hält, könne nur ein Liberalist sein, und wer den Sedisvakantismus kritisiert, fördere den Liberalismus. Doch in Wirklichkeit ist dies überhaupt nicht so.

Warum? Weil beide die Unfehlbarkeit des Papstes übertreiben und damit denselben Irrtum begehen. Warum tun sie das? Vielleicht weil auf beiden Seiten moderne Menschen stehen, welche mehr an Personen als an Institutionen glauben? Doch warum sollte das ein Merkmal des modernen Menschen sein? Weil ab ungefähr dem Protestantismus immer weniger Institutionen wahrhaftig das Gemeinwohl suchen, sondern immer mehr Privatinteressen, wie z.B. das Geld („meine monetäre Forderung an Dich“), was natürlich unseren Respekt vor diesen Institutionen schmälert. Beispielsweise bewahrten einige gute Männer die verkommene Institution namens Modernes Bankwesen davor, all seine üblen Wirkungen sofort zu entfalten, aber die verkommenen „Bankster“ von heute zeigen doch, was die Institutionen der Mindestreserve-Banken und Zentralbanken in sich von Anfang an waren. Wegen der Feinde von Gott und Mensch steckt der Teufel in den modernen Strukturen.

Somit ist es verständlich, daß die modernen Katholiken dazu neigten und neigen, zu viel Vertrauen in den Papst und zu wenig Vertrauen in die Kirche zu setzen. Damit sind wir auch schon bei der Antwort an jenen Leser, welcher mich fragte, warum ich nicht in derselben Weise über die Unfehlbarkeit schreibe wie die klassischen katholischen Handbücher der Theologie. Gewiß sind diese Handbücher auf ihre Weise wunderbar, doch wurden sie alle vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschrieben und neigen dazu, dem Papst eine Unfehlbarkeit zuzugestehen, welche der Kirche gehört. In diesen Handbüchern wird beispielsweise die Krone der Unfehlbarkeit einzig als eine feierliche Definition durch den Papst oder durch den Papst auf einem Konzil, aber auf jeden Fall durch den Papst, präsentiert. Das heutige liberalistisch-sedisvakantistische Dilemma war die Folge, und als solche auch eine Bestrafung für die Neigung, die Person überzubewerten und die Institution unterzubewerten, denn schließlich ist die Kirche keine rein menschliche Institution.

Denn erstens ist auf dem Berg des Ordentlichen Lehramtes die Schneekappe des Ausserordentlichen Magisteriums nur in sehr beschränkter Weise der Gipfel – denn er ist völlig unterstützt vom Felsgipfel unterhalb des Schnees. Zweitens wissen wir vom maßgebenden Text über die Unfehlbarkeit, von der Definition des wahrlich katholischen ersten Vatikanischen Konzils (1870), daß die päpstliche Unfehlbarkeit von der Kirche kommt, und nicht umgekehrt. Nur wenn der Papst alle für eine ex cathedra Lehre notwendigen vier Bedingungen anwendet, dann, sagt die Definition, besitzt er „jene Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche in der endgültigen Entscheidung über eine Glaubens- oder Sittenlehre ausstatten wollte”. Natürlich ist das so, denn von wem könnte die Unfehlbarkeit sonst stammen, außer von Gott? Die besten unter den Menschen, und einige Päpste waren wirklich gute Menschen, mögen sogut wie keine Fehler begangen haben, aber solange sie mit der Erbsünde behaftet sind, können sie nicht unfehlbar wie nur Gott allein sein. Wenn diese Menschen unfehlbar sind, dann kommt diese Unfehlbarkeit von außerhalb ihrer Menschheit ihnen zu, durch ihre Menschheit, aber von Gott her, welcher durch seine Kirche sie zu schenken gewählt hat. Diese Unfehlbarkeit darf dann nur ein momentanes Geschenk für die Dauer einer Definition sein.

Das bedeutet, daß außerhalb der ex cathedra Momente nichts einen Papst davon abhält, Unsinn zu reden, wie die neue Religion des Zweiten Vatikanischen Konzils. Daher benötigen weder Liberalisten noch Sedisvakantisten diesen Unsinn ernstzunehmen, und sollten ihn auch nicht beachten, weil, wie schon Erzbischof Lefebvre sagte, wir 2000 Jahre an unfehlbarer Kirchenlehre durch das Ordentliche Magisterium besitzen, durch welches wir beurteilen können, daß Unsinn vorliegt.

Kyrie eleison.


Eleison Comment Number CCCLXXIV (374), September 13, 2014

POPES FALLIBLE

Neither liberals nor sedevacantists appreciate being told that they are like heads and tails of the same coin, but it is true. For instance, neither of them can conceive of a third alternative. See for instance in his Letter to Three Bishops of April 14, 2012 , how Bishop Fellay could see no alternative to his liberalism except sedevacantism. Conversely, for many a sedevacantist if one accepts that any of the Conciliar Popes has really been Pope, then one can only be a liberal, and if one criticises sedevacantism, then one is promoting liberalism. But not at all!

Why not? Because both of them are making the same error of exaggerating the Pope’s infallibility. Why? Might it be because both of them are modern men who believe more in persons than in institutions? And why should that be a feature of modern men? Because from more or less Protestantism onwards, fewer and fewer institutions have truly sought the common good, while more and more seek some private interest such as money (my claim on you), which of course diminishes our respect for them. For instance, good men saved for a while the rotten institution of modern banking from having immediately all its evil effects, but the rotten banksters are at last showing what the institutions of fractional reserve banking and central banks were, in themselves, from the beginning. The Devil is in modern structures, thanks to the enemies of God and man.

So it is understandable if modern Catholics have tended to put too much faith in the Pope and too little in the Church, and here is the answer to that reader who asked me why I do not write about infallibility in the same way that the classic Catholic theology manuals do. Those manuals are marvellous in their way, but they were all written before Vatican II, and they tended to attach to the Pope an infallibility which belongs to the Church. For instance, the summit of infallibility is liable to be presented in the manuals as a solemn definition by the Pope, or by Pope with Council, but in any case by the Pope. The liberal-sedevacantist dilemma has been the consequence and, as it were, a punishment of this tendency to overrate the person and underrate the institution, because the Church is no merely human institution.

For, firstly, the Solemn Magisterium’s snow-cap on the Ordinary Magisterium’s mountain is its summit only in a very limited way – it is completely supported by the rock summit beneath the snow. And secondly, by the Church’s most authoritative text on infallibility, the Definition of the truly Catholic Council of Vatican I (1870), we know that the Pope’s infallibility comes from the Church, and not the other way round. When the Pope engages all four conditions necessary for ex cathedra teaching, then, says the Definition, he possesses “that infallibility which the divine Redeemer willed his Church to enjoy in defining doctrine.” But of course! Where else can infallibility come from, except from God? The best of human beings, and some Popes have been very good human beings, may be inerrant, i.e. make no mistakes, but as long as they have original sin they cannot be infallible as God alone can be. If they are infallible, the infallibility must come through, but from outside, their humanity, from God, who chooses to bestow it through the Catholic Church, and that infallibility need only be a momentary gift, for the duration of the Definition.

Therefore outside of a Pope’s ex cathedra moments, nothing stops him from talking nonsense such as the new religion of Vatican II. Therefore neither liberals nor sedevacantists need or should heed that nonsense, because, as Archbishop Lefebvre said, they have 2000 years’ worth of Ordinarily infallible Church teaching by which to judge that it is nonsense.

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: DONOSO CORTÉS – I

Eleison Kommentar Nummer CCCLXXIII (373),  6. September 2014

Zu den wichtigsten katholischen Dogmen gehört jenes von der Erbsünde, wonach alle menschlichen Wesen (mit Ausnahme von Unserem Herrn und seiner Mutter) eine von Geburt an verwundete Natur besitzen, wegen unserer geheimnisvollen Verbundenheit mit Adam, dem Stammvater der ganzen Menschheit, als er im Garten Eden mit Eva in die erste aller menschlichen Sünden fiel. Nun halten die meisten heutigen Menschen diesen Sündenfall freilich für eine bloßes Märchen oder eine Mythologie, weswegen sie ringsum unsere Mickymaus-Welt gebaut haben. Prinzipiell glauben die Katholiken zwar durchaus an die Erbsünde, doch viele nehmen die Erbsünde praktisch nicht ernst, weil die Mickymaus-Welt so verführerisch ist. Natürlich ist es nicht so angenehm zu glauben, daß wir alle Sünder sind – schwimmen wir nicht alle gerne in „Liebe, Liebe und nochmals Liebe“?

Die Folgen der Erbsünde betrachtete hingegen sehr klarsichtig der spanische Edelmann, Schriftsteller und Diplomat Donoso Cortés (1808–1853). Sein Leben erstreckte sich über jene erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Europa im Zuge der Französischen Revolution (1789) langsam aber sicher die alte christliche Ordnung („ancien régime“) durch die jüdisch-freimaurerische Neue Weltordnung ersetzte. Zwar restaurierte der Wiener Kongreß (1815) nach außen hin die alte Ordnung, doch innerlich war sie etwas ganz anderes, weil das Denken des Menschen inzwischen auf sehr verschiedenen Grundsätzen ruhte: auf einem liberalistischen Fundament, vor allem auf der Trennung von Kirche und Staat. Als Donoso im jungen Alter die spanische Politikbühne betrat, nannte er sich offen einen Liberalen. Doch als er dann die revolutionären Ideen in der Praxis beobachtete, wurde er immer konservativer, bis er im Jahre 1847 zur früheren Religion Spaniens, dem katholischen Glauben, konvertierte. Von diesem Zeitpunkt an bis zu seinem jungen Tode kündeten seine geschriebenen und gesprochenen Worte überall in Europa von seiner prophetischen katholischen Analyse der radikalen Irrtümer, welche die Neue Weltordnung schmiedeten.

Zwei Prinzipien erkannte er hinter all diesen Irrtümern stehend: die Leugnung von Gottes übernatürlicher Fürsorge für seine Geschöpfe und die Leugnung der Erbsünde. Aus Donosos Denkschrift an Kardinal Fornari vom 19. Juni 1852 stammen die folgenden beiden Absätze, welche den Aufstieg der Demokratie und die Minderung der Kirche mit der Erbsünde verknüpfen:

„Wenn das Licht unserer Vernunft nicht verdunkelt ist, dann genügt dieses Licht, um die Wahrheit ohne Hilfe des Glaubens zu erkennen. Wenn der Glaube nicht notwendig ist, dann ist der Verstand ein unabhängiger Herr. Die Fortschritte in der Wahrheit sind dann abhängig von den Fortschritten des Verstandes; die Fortschritte des Verstandes aber sind abhängig von dessen beständiger Übung. Diese Übung vollzieht sich am besten in der Diskussion. Darum ist die Diskussion das wahre Grundgesetz der modernen Gesellschaft und der einzige Schmelztiegel, in dem sich, einmal geschmolzen, die Wahrheiten von den Irrtümern scheiden sollen. Auf diesem Grundsatz beruhen die Freiheit der Presse, die Immunität der Abgeordneten und die tatsächliche Oberhoheit der Parlamente.“

Donoso fährt fort mit einer parallelen Diagnose der Folgen, wenn der menschliche Wille angeblich frei von der Erbsünde sei: „Ist der Wille des Menschen nicht angekränkelt, dann genügt ihm schon die Anziehungskraft des Guten, um dessen Spur zu folgen – ohne den übernatürlichen Beistand der göttlichen Gnade. Wenn der Mensch dieses Beistandes nicht bedarf, dann benötigt er weder die heiligen Sakramente, die ihm einen solchen Beistand gewähren können, noch auch die Gebete, die ihm dazu verhelfen.“ Wenn das Gebet nicht erforderlich ist, dann ist es also müßig, und so auch das kontemplative Leben und die kontemplativen religiösen Orden, welche folgerichtig verschwinden. Wenn der Mensch nicht mehr die heiligen Sakramente benötigt, dann braucht er natürlicherweise auch keine Priester mehr, welche sie ihm spenden, und sie werden folgerichtig vertrieben. Die Mißachtung des Priestertums läuft überall auf eine Mißachtung der Heiligen Kirche hinaus, was überall einer Mißachtung Gottes selbst gleichkommt.

Aufgrund solcher falschen Prinzipien sah Donoso Cortés für die nahe Zukunft eine unvergleichliche Katastrophe voraus. Zwar verzögerte sie seit mehr als 150 Jahren sich, doch wie lange noch?

Kyrie eleison.


Eleison Comment Number CCCLXXIII (373), September 6, 2014

DONOSO CORTÉS – I

One of the most important Catholic dogmas is that of original sin, whereby all human beings (except Our Lord and his Mother) have a nature seriously wounded from birth through our mysterious solidarity with Adam, father of all mankind, when with Eve he fell into the first of all human sins in the garden of Eden. Of course for most people today that Fall is just a fairy-tale, or mythology, and that is why they have built a Disneyworld all around us. In principle Catholics believe in original sin, but so seductive is Disneyworld that many hardly take original sin seriously in practice. After all, ith not at all nithe to believe we are all thinnerth. We are all thwimming in luv, luv, luv, ar’n’twe!

But a man who saw very clearly original sin in action was the Spanish nobleman, writer and diplomat, Donoso Cortés (1808–1853). His life spanned that first half of the 19 th century when in the wake of the French Revolution (1789), Europe was slowly but steadily replacing the old Christian order (“ancien régime”) with the Judeo-masonic New World Order. Outwardly the old order was put back in place by the Congress of Vienna (1815), but inwardly it was not at all the same as before, because men’s minds were now resting on quite different foundations, liberal foundations, notably the separation of Church and State. When Donoso entered Spanish politics at a young age, he proclaimed himself to be a liberal, but as he observed the Revolutionary ideas working out in practice, he became more and more conservative until in 1847 he converted to Spain’s ancient Catholic religion. From then on until his early death his written and spoken words carried all over Europe his prophetic Catholic analysis of the radical modern errors forging the New World Order.

At the back of all these errors he discerned two: the denial of God’s supernatural care for his creatures, and the denial of original sin. From Donoso’s Letter to Cardinal Fornari (1852) come the following two paragraphs which connect to original sin the rise of democracy and the diminution of the Church (the translation here is from a French translation):—

“If the light of men’s reason is in no way darkened, its light is enough, without need of the Faith, to discover the truth. If the Faith is not needed, then man’s reason is sovereign and independent. The progress of truth then depends on the progress of reason, which depends upon the exercise of reason; such an exercise is to be found in discussion; hence discussion constitutes the true basic law of modern societies, the matchless crucible in which by a process of melting, truths are separated from errors. From this principle of discussion flow freedom of the press, the inviolability of freedom of speech and the real sovereignty of parliaments.”

Donoso continues with a parallel diagnosis of the consequences of man’s will being supposed to be free from original sin: “If man’s will is not sick, then he needs none of the supernatural help of grace to pursue good, its attraction being enough: if he needs no grace, then he can do without prayer and the sacraments which provide it.” If prayer is not needed, it is useless, and so are contemplation and the contemplative religious Orders, which duly disappear. If man needs no sacraments, then he has no need of priests to administer them, and they are duly banned. And scorn of the priesthood results everywhere in scorn of the Church, which amounts in all places to the scorn of God.

From such false principles Donoso Cortés foresaw an unparallelled disaster in the very near future. Actually it has been delayed for over 150 years, but how much longer?

Kyrie eleison.

Bischof Richard Williamson: MOSES ERKLÄRT

Eleison Kommentar Nummer CCCLXXII (372), 30. August 2014

Wer als Katholik nach einer tiefgehenden Erklärung des andauernden Irrsinns im Gaza sucht, sollte im Alten Testament Moses lesen. Beispielsweise sagt er: wenn die Israeliten die Gebote Gottes nicht halten, so werden sie „mit Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes“ geschlagen (Deuteronomium 28,28), neben vielen anderen Flüchen. Pater Meinvielle erklärte, daß die Juden eine theologische Rasse sind und ihrem theologischen Schicksal nicht entkommen können, sondern an Gott gebunden sind wie kein anderes Volk auf Erden.

Im Deuteronomium (Fünftes Buch Moses) gibt Moses den Israeliten ihre letzte feierliche Anweisung, bevor sie das verheißene Land betreten und bevor er stirbt. Im Kapitel 28 (einhergehend mit Leviticus 26) macht Moses den Geist des Herrn (Jehova, Jahwe), des Gottes des Alten Testamentes, identisch mit dem Gott des Neuen Testamentes, sehr deutlich: die Juden werden auf besondere Weise gesegnet (Vers 1–14), wenn sie dem einen wahren Gott gehorchen; und sie werden auf spezielle Weise verflucht (V.15–68), wenn sie ihm ungehorsam sind. So oder so sind sie eine besondere Rasse, welcher eine besondere Kenntnis des einen wahren Gottes gegeben ist für eine besondere Mission Gottes, welche sie für ihn erfüllen müssen – gefolgt von einer speziellen Belohnung oder Bestrafung durch Gott, je nachdem, wie sie diese Mission erfüllen.

Kein Wunder also, daß die Juden denken, sie seien etwas besonderes. In den von Moses aufgezählten Segenserlässen heißt es, daß Gott die Juden „über alle Erdenvölker“ erhöhen (V.1), sie zu „seinem heiligen Volke“ erheben (V.9), und „zum Haupt werden und nicht zum Schwanz lassen“ wird (V.13). Doch bei jedem dieser drei Verse ist bemerkenswert, wie Moses die Überlegenheit der Israeliten an ihren Gehorsam gegen Gott koppelt: wenn sie „gehorchen getreulich der Stimme des Herrn . . . und beobachten all seine Gebote“ (V.1), wenn sie „nur seine Gebote halten und auf seinen Wegen wandeln“ (V.9), und wenn sie „nur hören auf die Gebote des Herrn und sie halten und befolgen“ (V.13).

Sollten die Israeliten hingegen versuchen, zu ihren eigenen Bedingungen das überlegene Volk und Gott ungehorsam zu sein (V.15), dann wird eine Vielzahl an Flüchen über sie herabkommen (V.16–68); sie werden verachtet, gehaßt und von allen anderen Nationen zertrampelt: sie werden „über alle Reiche auf Erden verstreut“ (V.25) und mit „Wahnsinn, Blindheit und Verwirrung des Geistes“ geschlagen (V.28 – man denke an Gaza!); der Fremde, mit dem sie leben, wird über sie „sich erheben“ und er wird der Kopf und sie der Schwanz sein (V.43–44); ihr Feind wird ihnen ein „eisernes Joch über den Nacken legen“ (V.48); der Herrgott wird alle Arten von Plagen und Krankheiten verhängen (V.59–61); und „herausgerissen werdet ihr aus dem Lande, in das ihr geht, um es zu besitzen“ (V63). Dies alles werden sie erleiden, weil sie nicht alle Worte von Gottes Gesetz beachtet haben (V.58).

Doch ach, haben alle diese vom großen Moses verkündeten Segenserlässe und Flüche den Israeliten genützt, damit sie ihren Messias und fleischgewordenen Gott erkannten und ihm dienten, als er kam, wie ebenfalls von Moses prophezeit wurde (Deut. 18,15–18)? Nein, stattdessen kreuzigten sie ihn, was seit nun fast 2000 Jahren alle Flüche von Moses auf ihre Häupter herunterkommen ließ. Sie machten sich selber zu dem am meisten verachteten und niedergetrampelten Volk auf Erden, verloren ihr Recht auf das Verheissene Land und wurden daraus vertrieben und überall in die Welt verstreut von der Zerstörung Jerusalems ab im Jahre 70 anno Domini.

Auch bedeutet ihre Wiederinbesitznahme des Heiligen Landes nicht, daß der Fluch aufgehoben ist; weil sie dies nicht zu Gottes, sondern zu ihren eigenen Bedingungen tun – und somit wird just diese Wiederinbesitznahme zu einem Teil des Fluches. Schon Plato sagte ( Georgias ), daß es besser ist, ein Unrecht zu leiden (untergehen?) als es zu begehen. Folglich sind in der geistlichen Wirklichkeit die Israelis bedauernswerter als die Palästinenser. Haben wir Geduld. Wir „alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes“ (Römerbrief 3,22–23).

Kyrie eleison.


Eleison Comment Number CCCLXXII (372), August 30, 2014

MOSES EXPLAINS

If any Catholic seeks an in-depth explanation of the on-going madness in Gaza, he should read Moses in the Old Testament. For instance, if the Israelites do not keep the commandments of God, they will be stricken with “madness and blindness and fury of mind” (Deut. XXVIII, 28), among many other curses. As Fr Meinvielle said, the Jews are a theological race, and they cannot escape their theological destiny – they are bound to God like no other people on earth.

In Deuteronomy Moses is giving to the Israelites their last solemn instructions before they enter the Promised Land, and before he dies. In Chapter 28 (parallelled by Levit. XXVI) Moses makes very clear the mind of Jehovah (or Yahweh), the God of the Old Testament, identical with the God of the New Testament: the Jews will be specially blessed (v.1–14) if they obey the one true God, they will be specially cursed (v. 15–68) if they disobey him. Either way, they are a special race being given a special knowledge of the one true God for a special mission that they must fulfil for him, with a special reward or punishment from him, depending on how they fulfil that mission.

No wonder Jews think they are special! Among the blessings listed here by Moses, God will raise them “higher than all nations” (v.1); “to be a holy people unto himself” (v.9); to be “the head and not the tail” (v.13). But in every one of these three verses it is noteworthy how Moses makes the Israelites’ superiority depend on their obedience to God: if they will “hear the voice of God and keep all his commandments” (v.1); if they “hear his commandments and walk in his ways” (v.9); if they will “hear the commandments of God and keep and do them” (v.13).

On the other hand if the Israelites try to be that superior nation on their own terms, disobeying God (v.15), then a multitude of curs es will come upon them (v.16–68), and they will be scorned, hated and trampled upon by all other nations: they will be “scattered throughout all the kingdoms of the earth” (v.25); they will be stricken with “madness and blindness and fury of mind” (v.28 – think of Gaza!); the stranger with whom they live will “rise up over” them, he will be the head and they will be the tail (v.43–44); their enemy will put an “iron yoke” upon their neck (v.48); the Lord God will afflict them with all kinds of sufferings (v.59–61), and they will be “taken away from the land which they will go in to possess” (v.63). And all of this they will suffer because of not keeping and fulfilling the words of God’s law (v.58).

Alas, did all these blessings and curses announced by the great Moses avail to make the Israelites recognize and serve their Messiah and Incarnate God when he came, as also prophesied by Moses (Deut. XVIII, 15–18)? No, they crucified him instead, which has for now nearly 2000 years brought down on their heads all of Moses’ curses. They made themselves into the most despised and downtrodden nation on earth, and they lost their right to the Promised Land, being driven out and scattered everywhere else from the destruction of Jerusalem in 70 A.D.

Nor does their regaining possession of the Holy Land mean that the curse is being lifted, because they are doing it on their own terms and not on God’s, so that the very re-possession turns into part of the curse. As Plato said (Georgias), it is better to suffer than to commit an injustice, and therefore in spiritual reality, the Israelis are more to be pitied than the Palestinians. Patience. We “all have sinned and do need the glory of God” (Rom. III, 22–23).

Kyrie eleison.