Religion darf nicht von Politik getrennt werden, warnt Erzbischof Charles Chaput

Erzbischof Charles Chaput im Gespräch mit CNA in Rom am 15. September 2014. Foto: CNA/Joaquín Peiró Pérez

Ein Großteil der aktuellen Rhetorik gegen „religiösen Extremismus“ ist laut Chaput Vorstoß einer politischen Elite, „um Religion aus dem Weg zu räumen“

Von AC Wimmer

Christen sind aufgerufen, den Kampf der Ideen und Werte in der säkularen Gesellschaft zu gewinnen. Das hat Erzbischof Charles Chaput am gestrigen Dienstag betont.

Wie die Catholic News Agency berichtet, die englische Schwesteragentur von CNA Deutsch, hielt Chaput eine Rede beim Gipfeltreffen zur Verteidigung der Religionsfreiheit von „Alliance Defending Freedom“ am 9. Juli.

Der Erzbischof von Philadelphia sagte dem Publikum von Anwälten aus der ganzen Welt, dass Christen daran arbeiten müssen, eine authentische Vision der Gesellschaft zu entwickeln, die auf dem Gemeinwohl basiert, und dass „menschlicher Fortschritt mehr bedeutet, als mehr Dinge, mehr Ansprüche und mehr persönliche Freizügigkeiten zu bekommen“.

„Echter menschlicher Fortschritt befriedigt den menschlichen Hunger nach Solidarität und Gemeinschaft“, sagte Chaput.

„Wenn unsere Entscheider und ihre Slogans uns sagen, dass wir ‚vorwärts in die Zukunft gehen sollen‘, müssen wir einen sehr harten Blick auf den Weg werfen, auf dem wir uns befinden, wohin ‚vorwärts‘ führt, und ob er die menschliche Seele adelt oder nur unseren Egoismus, unsere Isolation und unseren Appetit auf materielle Dinge verschlimmert.“

Der Erzbischof erklärte, dass echte Religionsfreiheit notwendige Voraussetzung für eine solidarische „Gesellschaft der Liebe“ ist.

„Ich meine Liebe im biblischen Sinne: Liebe mit einem Herzen voller Mut, Liebe, die entschlossen ist, Gerechtigkeit in der Gesellschaft aufzubauen und sich auf das wahre Wohl der ganzen menschlichen Person, des Körpers und der Seele konzentriert.“

Wahre Religionsfreiheit sei jedoch entscheidend für den tatsächlichen menschlichen Fortschritt, sagte der Erzbischof und unterschied sie von „billigen Kopien echter Religionsfreiheit“.

„Wir können niemals eine Trennung unseres religiösen Glaubens und unserer moralischen Überzeugungen von unseren öffentlichen Diensten oder unserem politischen Engagement akzeptieren. Das ist unmöglich. Und selbst der Versuch, dies zu tun, ist böse, denn er zwingt uns, zwei verschiedene Leben zu führen, indem wir Gott zu Hause und in unseren Kirchen anbeten und die neueste Version von Caesar überall sonst anbeten.“

Der aufrichtige religiöse Glaube, so Chaput, fördert Tugend und nicht Konflikt und ist entscheidend für die Förderung der Menschenwürde und den Aufbau einer humanen Gesellschaft. Aber, so warnte er, ein “ Schöpfungsmythos“ der modernen weltlichen Gesellschaft sei, dass Religion irrational, spaltend und gewalttätig ist.

„Säkulare, nicht-religiöse Autorität hingegen“, sagte Chaput, „ist angeblich rational und einheitlich. Deshalb ist die Aufgabe der weltlichen Autorität die Friedensstiftung, mit anderen Worten, sie muss religiöse Fanatiker davon abhalten, sich gegenseitig und alle anderen zu töten.“

„Das Problem mit dieser Denkweise ist folgendes. Es ist einfach eine Fantasie der Aufklärung. Säkulare Politik und Ideologien haben in den letzten 100 Jahren mehr Menschen ermordet und unterdrückt – oft im Namen der ‚Wissenschaft‘ – als alle Religionen zusammen im letzten Jahrtausend missbraucht haben.“

Der Erzbischof argumentierte weiter, dass ein Großteil der aktuellen Rhetorik gegen „religiösen Extremismus und drohende Theokratie“ ein Druck einer politischen Elite sei, „um Religion aus dem Weg zu räumen“, wenn ein säkularistischer Konsens gebildet und durchgesetzt werde.

„Gott ist ein Konkurrent bei der Bildung der öffentlichen Meinung, also muss Gott gehen“, warnte Chaput.

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Quelle

Kardinal Müller: Angriffe auf Salvini „amateurhaft“ und „unangemessen“

Italian Deputy Prime Minister and Interior Minister Matteo Salvini delivers a press conference holding a rosary after the announcement of initial results during the election-night event for European parliamentary elections on May 26, 2019, in the Lega headquarters in northern Milan. - Matteo Salvini's anti-migrant League party won the most votes in Sunday's European elections in Italy with 27-31 percent, marking a historic success for the far-right, exit polls showed. (Photo by Miguel MEDINA / AFP) (Photo credit should read MIGUEL MEDINA/AFP/Getty Images)

Matteo Salvini mit seinem ständigen Begleiter: dem Rosenkranz

31 Mai 2019, 08:00

Kardinal Müller verteidigt den beliebten italienischen Innenminister Salvini gegen Angriffe von Kirchenvertretern: „Es ist absurd, dass Mitarbeiter des Papstes wie P. Spadaro hier agieren wie politische Richter.“

Rom (kath.net)
Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat den italienischen Innenminister Matteo Salvini, der angeblich keine Audienz bei Papst Franziskus bekam, gegen Angriffe von Linkskatholiken verteidigt. Salvini, der auch bei Katholiken in Italien sehr beliebt ist, hat immer wieder christliche Symbole im Wahlkampf verwendet und auch auf die christlichen Wurzeln verwiesen. Müller wünscht sich in einem Interview mit Corriere della Sera, dass die Kirche sich mit Salvini arrangiert und weist die Angriffe von einigen Kirchenvertretern aus dem Umfeld von Papst Franziskus zurück. Diese seien „amateurhaft“ und „unangemessen“. „Eine kirchliche Autorität kann über theologische Sachen so amateurhaft sprechen“, so Müller. Außerdem dürfe man sich nicht so in Politik einmischen, wenn es hier ein demokratisch legitimiertes Parlament und eine Regierung wie in Italien gäbe. „Es wäre besser mit Salvini zu sprechen, mit ihm zu diskutieren, ihn zu korrigieren, wenn notwendig.“

Für Müller sei das Einmischen von Bischöfen in Politik schlimmer als wenn Salvini religiöse Symbole verwende. „Ich ziehe diejenigen, die über christliche Traditionen sprechen wollen denjenigen vor, die diese entfernen wollen. Es ist absurd, dass Mitarbeiter des Papstes wie P. Spadaro hier agieren wie politische Richter.“ Neben den Angriffen des Jesuiten gab es noch andere bizarre Angriffe auf Salvini. So meinte der italienische Bischof Domenico Mogavero, dass diejenigen, die Salvini wählen, sich nicht Christen nennen sollten. Der Bischof behaupte sogar, dass die Ansichten von Salvini „inhuman, anti-historisch“ und im diametral dem Evangelium entgegenstünden. Kardinal Müller weist solche Angriffe zurück. „Niemand kann sagen, dass diejenigen, die die Aufnahme von Migranten nicht haben möchten, keine Christen sind. Natürlich müssen wir Migranten willkommen heißen, aber wir dürfen uns nicht mit einer einzigen Politik identifizieren.“

Für Müller ist es merkwürdig, dass Papst Franziskus mit dem Regime von Venezuela oder mit den chinesischen Regime spreche, die Millionen Christen verfolgt haben, aber nicht mit Salvini sprechen möchte. „Aber wir sind hier in Italien, nicht in China. Man muss mit Jedem im Geist der Brüderlichkeit sprechen.“

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Quelle

Robert Farle: Die CO2-Steuer vernichtet die Arbeitsplätze in der Auto- und Stahlindustrie!

Am 27.05.2019 veröffentlicht

Die CO2-Steuer vernichtet die Arbeitsplätze in der Auto- und Stahlindustrie, sie raubt unserem Mittelstand die internationale Wettbewerbsfähigkeit, aber vor allem ist sie eine asoziale Form des modernen Raubrittertums, dass die Mittelschicht zu Geringverdienern, und Geringverdiener zu Abhängigen des Staates macht.
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Hier sehen Sie die Rede des Parlamentarischen Geschäftsführers und Sprechers für Finanzen der AfD-Fraktion, Robert Farle, zum Antrag der AfD „Klimahysterie beenden – CO2-Steuer verhindern“ vom 24.05.2019 im Landtag von Sachsen-Anhalt.

Staatspräsident Bolsonaro weihte Brasilien dem Unbefleckten Herzen Mariens

Zur weiteren Dokumentation zu meinem gestrigen Artikel: (Quelle, 21. Mai 2019)

Genau in diesem Augenblick findet in Brasilia, die Weihe des größten lateinamerikanischen Landes an das Unbefleckte Herz Mariens statt.

(Brasilia) Brasilien erlebt heute einen großen Tag. Das wird aber nicht überall so gesehen. Wenn nicht im Apostolischen Palast, so zumindest in Santa Marta gehen im Vatikan andere Sorgen um: die universale Brüderlichkeit, der Klimawandel, ein Recht auf grenzenlose Migration und neuerdings vor allem die Ablehnung der Souveränitätsbewegung. Das betrifft nicht nur die USA und wegen der bevorstehenden Wahlen vor allem die EU, sondern auch Brasilien. Dort weiht heute Staatspräsident Bolsonaro das Land dem Unbefleckten Herz Mariens. Doch die Bischofskonferenz und Santa Marta signalisierten Desinteresse und die offiziellen katholischen Medien schweigen die Weihe tot.

Papst Franziskus hätte in Brasilien gerne weiterhin die Arbeiterpartei (PT) an der Macht gesehen, die aber an ihrer eigenen Korruption gescheitert ist. Zum neuen Staats- und Regierungschef wurde im vergangenen Herbst Jair Bolsonaro gewählt. Seine Koalition besteht aus mehreren dezidiert christlichen Parteien, manche aus dem evangelikalen Bereich. Er selbst ist Katholik, aber mit einer Freikirchlerin verheiratet. In Brasilien kann es daher vorkommen, daß der Staats- und Regierungschef auf Twitter einen Bibelvers zitiert. Heute morgen Ortszeit begrüßte Staatspräsident Bolsonaro die Brasilianer mit dem Tweet:

„Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ Johannes 8:32. Diese Botschaft geht unserer Mission immer voraus. Guten Morgen allerseits!

Marienweihe Brasiliens, 21. Mai 2019

Diese Twitter-Nachricht hängt mit der Besonderheit des heutigen Tages zusammen. Heute fand um 19 Uhr Mitteleuropäischer Zeit in der Bundeshauptstadt Brasilia die Weihe Brasiliens an das Unbefleckte Herz Mariens statt. Sie fand nicht nur in Anwesenheit von Staatspräsident Bolsonaro, sondern direkt im Präsidentenpalast statt. Präsident Bolsonaro verlieh dem Weiheakt durch seine Unterschrift die höchste staatliche Autorität.

Die Weihe ist, bedauerlichweise, kein Akt der Brasilianischen Bischofskonferenz, sondern geht auf die Initiative katholischer Laien zurück. Vorgenommen wurde die Weihe von Don Fernando Areas Rifan, dem Apostolischen Administrator der Apostolischen Personaladministration Sankt Johannes Maria Vianney. Die Apostolische Personaladministration ist die weltweit einzige De-facto-Diözese im überlieferten Ritus.

Treibende Kraft der Weihe sind die Marianische Kongregation und andere katholischen Organisationen sowie der Frente Parlamentario Catolico, in dem sich katholische Bundesabgeordnete zusammengeschlossen haben.

Initiative von zwei Parlamentsabgeordneten

Die Idee selbst stammt von den beiden Abgeordneten Chris Tonietto und Eros Biondini. Sie betonten, daß es bei der Weihe auch und gerade um einen Staatsakt gehe, mit dem das ganze Land dem Herzen Marien geweiht wurde.

Der Tierarzt Biondini, der an der Päpstlichen Katholischen Universität von Minas Gerais, auch ein Studium der Politikwissenschaften absolvierte, wurde in Brasilien bekannt durch die größte, katholische Musikveranstaltung des Landes, die er ins Leben rief und organisierte. Der heute 48-Jährige moderierte einige Jahre eine Musiksendung des katholischen Fernsehsenders TV Canção Nova. 2006 wurde er zum Abgeordneten seines Heimatstaates Minas Gerais gewählt. Seit 2010 gehört er dem brasilianischen Bundesparlament an. Zu den Schwerpunkten seiner parlamentarischen Arbeit gehören die politische Erneuerung Brasiliens, der Widerstand gegen Versuche, die Hypothese eines angeblich menschenverschuldeten Klimawandels, bzw. die Vorstellung, „das Klima“ kontrollieren zu können, zur Grundlage der Politik zu machen, die Stärkung der Familie und der Schutz der ungeborenen Kinder. 2017 stimmte er für das Gesetz, das die Tötung ungeborener Kinder strafrechtlich belangt.

Chris Tonietto mit Präsident Bolsonaro

Christine „Chris“ Nogueira do Reis Tonietto ist Rechtsanwältin und Mitglied des Katholischen Kulturzentrums Don Bosco. Bekannt wurde sie 2017 durch ihre Initiative gegen die Beleidigung der katholischen Kirche und des katholischen Glaubens in der brasilianischen YouTube-Komödie Port dos Fundos. Bei den Parlamentswahlen im Oktober 2018 wurde sie zur Abgeordneten des Bundesparlaments gewählt. Ihre Aussendungen und Twitter-Nachrichten beendete sie meist mit „Viva Cristo Rei!“ (Hoch lebe Christus König).

Tonietto schrieb heute auf Twitter:

„Wir werden mit der gesamten Gruppe der katholischen Parlamentsabgeordneten da sein, der ich angehöre. Wir drücken unsere innigste Unterstützung aus und beten zu Gott, daß er unser geliebtes Brasilien, das Land des Heiligen Kreuzes, segnet!“

Als die Gouverneurin von Alabama das Gesetz zur Abschaffung der Abtreibung unterzeichnete, schrieb Tonietto am 16. Mai auf Twitter:

„Ein großer Tag für das Lebensrechtsanliegen.“

Am 17. Mai konnte sie bereits die nächste Stärkung des Lebensrechts der ungeborener Kinder weiterverbreiten:

„Mit 66 Stimmen Vorsprung stimmte das Staatsparlament von Missouri für mehrere Gesetze gegen die Abtreibung, die diese schändliche Praxis in diesem Staat massiv einschränken.“

Tonietto unterstützt die Initiative von Staatspräsident Bolsonaro, der den „Antikommunistischen Katechismus“ des 1999 verstorbenen Steyler Missionars und Erzbischofs von Diamantina, Geraldo de Proença Sigaud, jenen „empfiehlt, die sagen katholisch zu sein, aber den Kommunismus verteidigen“. Während des Zweiten Vatikanischen Konzils gehörte Erzbischof Sigaud dem Coetus Internationalis Patrum an und galt in Brasilien als der schärfste Gegner von Helder Camara, dem Erzbischof von Olinda und Recife.

Kühle Distanz durch Bischofskonferenz und Santa Marta

Die Brasilianische Bischofskonferenz, seit langem befreiungstheologisch angehaucht, verhält sich distanziert gegenüber dem neuen Staatsoberhaupt, erst recht, da von Papst Franziskus seine Sympathien (und Antipathien) klar bekundet wurden. Zur Marienweihe herrscht Schweigen. Nichts ist aus Rom von der Herzlichkeit zu vernehmen, mit der Franziskus die beiden vorigen Präsidenten Luis Inacio Lula da Silva und Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei bedachte. Lula da Silva, der wegen Korruption zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt wurde, sandte er eine Solidaritätsbekundung sogar ins Gefängnis.

Anstatt sich zu freuen, katholische Ansprechpartner unter den Abgeordneten zu haben, versetzten der Bischofskonferenz und Santa Marta nahestehe Journalisten der Initiative Nadelstiche. Die Rede war, offen oder andeutungsweise, von „politischem Mißbrauch“ der Religion.

Weil der Staatspräsident sein Land dem Unbefleckten Herzen Mariens weiht? Weil katholische Parlamentsabgeordnete die Idee zu dieser Weihe hatten und sie auch in die Tat umsetzen?

Die Politisierung der Kirche führt in bedenkliche Sackgassen, wie bischöfliche Reaktionen auf die Weihe Brasiliens an Maria zeigt.

Dessen ungeachtet ist die Weihe ein großer Tag für Brasilien.

Wer sich über die Weihe informieren möchte, hat die Möglichkeit dazu unter anderem über den Twitter-Hashtag #OrePeloBrasil (Bete für Brasilien).

Text: Giuseppe Nardi/Andreas Becker
Bild: Twitter/Chris Tonietto (Screenshots)

Papst Franziskus küsst Südsudans Anführern die Füsse – 2019-04-11

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Vatikan: Spirituelle Exerzitien für die Führer Südsudans

Agenzia Fides: AFRIKA/SÜDSUDAN – “Die Menschen sind tief beendruckt von der Geste des Papstes”

Wikipedia: Südsudan

Wikipedia: Salva Kir Mayardit

Wikipedia: Riek Machar

WEITER: ZUR BESCHÄMUNG DES PAPSTES (FRANZISKUS)