Papst Benedikt XVI.: JESUS CHRISTUS, „MITTLER UND FÜLLE DER GANZEN OFFENBARUNG“

Papst

BENEDIKT XVI.

GENERALAUDIENZ

Aula Paolo VI
Mittwoch, 16. Januar 2013

Jesus Christus, „Mittler und Fülle der ganzen Offenbarung“

 

Liebe Brüder und Schwestern!

Das Zweite Vatikanische Konzil sagt in der Konstitution über die göttliche Offenbarung Dei Verbum , daß die innere Wahrheit der ganzen Offenbarung Gottes für uns »in Christus« aufleuchtet, »der zugleich der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung ist« (Nr. 2). Das Alte Testament erzählt uns, daß Gott nach der Schöpfung trotz der Erbsünde, trotz der Anmaßung des Menschen, sich an den Platz seines Schöpfers stellen zu wollen, erneut die Möglichkeit seiner Freundschaft anbietet, vor allem durch den Bund mit Abraham und den Weg eines kleinen Volkes, des Volkes Israel, das er nicht nach Kriterien irdischer Macht, sondern einfach aus Liebe erwählt.

Es ist eine Erwählung, die ein Geheimnis bleibt und den Stil Gottes offenbart, der einige beruft – nicht um andere auszuschließen, sondern damit sie eine Brücke seien, die zu ihm führt: Erwählung ist stets Erwählung für den anderen. In der Geschichte des Volkes Israel können wir die Etappen eines langen Weges verfolgen, auf dem Gott sich zu erkennen gibt, sich offenbart, mit Worten und Taten in die Geschichte eintritt. Für dieses Werk bedient er sich verschiedener Mittler wie Mose, der Propheten, der Richter, die dem Volk seinen Willen kundtun, die Notwendigkeit der Treue zum Bund in Erinnerung rufen und die Erwartung der vollen und endgültigen Verwirklichung der göttlichen Verheißung wachhalten.

Und eben die Verwirklichung dieser Verheißungen haben wir an Weihnachten betrachtet: Die Offenbarung Gottes gelangt zu ihrem Höhepunkt, zu ihrer Fülle. In Jesus von Nazaret besucht Gott wirklich sein Volk, besucht die Menschheit in einer Weise, die alle Erwartungen übersteigt: Er sendet seinen eingeborenen Sohn; Gott selbst wird Mensch. Jesus sagt uns nicht etwas über Gott, er spricht nicht einfach über den Vater, sondern er ist die Offenbarung Gottes, weil er Gott ist, und offenbart uns so das Angesicht Gottes. Im Prolog seines Evangeliums schreibt der hl. Johannes: »Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht« (Joh 1,18).

Ich möchte bei dieser »Offenbarung von Gottes Angesicht« verweilen. In diesem Zusammenhang gibt der hl. Johannes in seinem Evangelium eine aufschlußreiche Begebenheit wieder, die wir gerade gehört haben. Als das Leiden näher rückt, beruhigt Jesus seine Jünger, indem er sie auffordert, keine Angst zu haben und zu glauben; dann beginnt er ein Gespräch mit ihnen, in dem er über Gott, den Vater, spricht (vgl. Joh 14,2–9). An einem bestimmten Punkt bittet der Apostel Philippus Jesus: »Herr, zeig uns den Vater, das genügt uns« (Joh 14,8). Philippus ist sehr praktisch und konkret, er sagt auch das, was wir sagen wollen: »Wir wollen sehen, zeig uns den Vater.« Er bittet darum, den Vater zu »sehen«, sein Angesicht zu sehen. Die Antwort Jesu ist nicht nur eine Antwort für Philippus, sondern auch für uns und führt uns mitten in den christologischen Glauben hinein; der Herr sagt: »Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen« (Joh 14,9). In diesem Ausdruck ist zusammenfassend die Neuheit des Neuen Testaments enthalten, jene Neuheit, die in der Grotte von Betlehem erschienen ist: Man kann Gott sehen, Gott hat sein Angesicht offenbart, er ist sichtbar in Jesus Christus.

Im ganzen Alten Testament ist das Thema der »Suche nach Gottes Angesicht« vorhanden, der Wunsch, dieses Gesicht kennenzulernen, der Wunsch, Gott so zu sehen wie er ist. Der hebräische Begriff »pānîm«, der »Gesicht« bedeutet, kommt etwa 400 Mal vor, und 100 Mal davon ist er auf Gott bezogen: 100 Mal wird Bezug genommen auf Gott, will man das Angesicht Gottes sehen. Die jüdische Religion verbietet jedoch Bilder völlig, denn man kann Gott nicht darstellen, wie die Nachbarvölker es mit dem Götzenkult taten; durch dieses Bilderverbot scheint das Alte Testament das »Sehen« also völlig vom Gottesdienst und von der Frömmigkeit auszuschließen. Was bedeutet es also für den frommen Israeliten, trotzdem nach dem Angesicht Gottes zu suchen, im Bewußtsein, daß es kein Bild geben kann? Die Frage ist wichtig: Einerseits will man sagen, daß Gott nicht auf einen Gegenstand reduziert werden kann, wie ein Bild, das man in die Hand nimmt, und man auch nichts an die Stelle von Gott setzen kann; andererseits sagt man jedoch, daß Gott ein Gesicht hat, er also ein »Du« ist, das in Beziehung treten kann, daß er nicht in seinen Himmel verschlossen ist und von oben auf die Menschheit herabblickt. Sicher steht Gott über allen Dingen, aber er wendet sich uns zu, er hört uns, er sieht uns, er spricht, er schließt einen Bund, er ist fähig zu lieben. Die Heilsgeschichte ist die Geschichte Gottes mit der Menschheit, sie ist die Geschichte dieser Beziehung Gottes, der sich dem Menschen allmählich offenbart, der sich selbst, sein Gesicht zu erkennen gibt.

Zum Jahresbeginn, am 1. Januar, haben wir in der Liturgie das wunderschöne Segensgebet über das Volk gehört: »Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil« (Num 6,24–26). Der Glanz des göttlichen Angesichts ist die Quelle des Lebens, er gestattet es, die Wirklichkeit zu sehen; das Leuchten seines Angesichts ist es, was das Leben leitet. Im Alten Testament gibt es eine Gestalt, mit der das Thema des »Angesichts Gottes« auf ganz besondere Weise verbunden ist; es handelt sich um Mose, den Gott erwählt, um sein Volk aus der Knechtschaft in Ägypten zu befreien, ihm das Gesetz des Bundes zu schenken und es zum Gelobten Land zu führen. Im 33. Kapitel des Buches Exodus heißt es dann auch, daß Mose eine enge und vertrauensvolle Beziehung zu Gott hatte: »Der Herr und Mose redeten miteinander Auge in Auge, wie Menschen miteinander reden.« Kraft dieses Vertrauens bittet Mose Gott: »Laß mich doch deine Herrlichkeit sehen!«, und Gott gibt eine klare Antwort: »Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen … Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben …Hier, diese Stelle da! … Du wirst meinen Rücken sehen. Mein Angesicht aber kann niemand sehen« (V. 18–23).

Einerseits gibt es also das direkte Zwiegespräch wie zwischen Freunden, aber andererseits ist es in diesem Leben unmöglich, das Angesicht Gottes zu sehen, das verborgen bleibt; das Sehen ist begrenzt. Die Kirchenväter sagen, daß die Worte: »Du kannst nur meinen Rücken sehen «, bedeuten: Du kannst nur Christus nachfolgen, und wenn du ihm nachfolgst, siehst du vom Rücken her das Geheimnis Gottes; man kann Gott nachfolgen, wenn man seinen Rücken sieht. Etwas völlig Neues geschieht jedoch mit der Menschwerdung. Die Suche nach dem Angesicht Gottes erfährt eine unvorstellbare Wende, denn dieses Gesicht kann man jetzt sehen: Es ist das Gesicht Jesu, des Sohnes Gottes, der Mensch wird. In ihm kommt der Weg der Offenbarung Gottes, der mit der Berufung Abrahams begonnen hat, zur Erfüllung, er ist die Fülle dieser Offenbarung, weil er der Sohn Gottes ist und zugleich »der Mittler und die Fülle der ganzen Offenbarung« (Dogmatische Konstitution Dei Verbum, 2), in ihm sind der Inhalt der Offenbarung und der Offenbarer eins. Jesus zeigt uns das Angesicht Gottes und macht uns den Namen Gottes bekannt. Im Hohepriesterlichen Gebet beim Letzten Abendmahl sagt er zum Vater: »Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart … Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht« (Joh 17,6.26).

Der Ausdruck »Name Gottes« steht für Gott als der bei den Menschen Gegenwärtige. Gott hatte Mose beim brennenden Dornbusch seinen Namen offenbart, hatte sich also anrufbar gemacht, hatte ein konkretes Zeichen seines »Daseins« bei den Menschen gegeben. All das findet in Jesus Erfüllung und Fülle: Er führt die Gegenwart Gottes auf neue Weise in die Geschichte ein, denn wer ihn gesehen hat, hat den Vater gesehen, wie er zu Philippus sagt (vgl. Joh 14,9). Das Christentum – sagt der hl. Bernhard – ist die »Religion des Wortes Gottes«; jedoch nicht »eines geschriebenen und stummen Wortes, sondern des fleischgewordenen und lebendigen Wortes« (Hom. Super missus est, 11: PL 183,86B). In der patristischen und mittelalterlichen Überlieferung wird eine besondere Formulierung gebraucht, um diese Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen: Man sagt, Jesus sei das »Verbum abbreviatum« (vgl. Röm 9,28, mit Bezug auf Jes 10,23), das verkürzte Wort, das kurze, abgekürzte und wesentliche Wort des Vaters, das uns alles über ihn gesagt hat. In Jesus ist das ganze Wort gegenwärtig. In Jesus findet auch die Mittlerschaft zwischen Gott und dem Menschen ihre Erfüllung.

Im Alten Testament gibt es eine Reihe von Gestalten, die diese Funktion ausgeübt haben, insbesondere Mose, der Befreier, der Leiter, der »Mittler« des Bundes, wie ihn auch das Neue Testament bezeichnet (vgl. Gal 3,19; Apg 7,35; Joh 1,17). Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch, ist nicht einfach nur einer der Mittler zwischen Gott und den Menschen, sondern er ist »der Mittler « des neuen und ewigen Bundes (vgl. Hebr 8,6; 9,15; 12,24). »Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Christus Jesus« (1 Tim2,5; vgl. Gal 3,19–20), sagt Paulus. In Jesus sehen wir den Vater und begegnen ihm; in ihm können wir Gott mit dem Namen »Abba, Vater« anrufen; in ihm wird uns das Heil geschenkt.

Der Wunsch, Gott wirklich kennenzulernen, also das Angesicht Gottes zu sehen, wohnt jedem Menschen inne, auch den Atheisten. Und wir haben vielleicht unbewußt diesen Wunsch, einfach zu sehen, wer er ist, was er ist, wer er für uns ist. Dieser Wunsch wird jedoch verwirklicht, indem wir Christus nachfolgen. So sehen wir den Rücken und sehen am Ende auch Gott als Freund, sein Angesicht im Angesicht Christi. Wichtig ist, daß wir Christus nicht nur in dem Augenblick nachfolgen, in dem wir ihn brauchen, und wenn wir in unseren täglichen Beschäftigungen Raum finden, sondern mit unserem Leben als solchem. Unser ganzes Dasein muß auf die Begegnung mit Jesus Christus, auf die Liebe zu ihm ausgerichtet sein; und in ihr muß die Nächstenliebe einen zentralen Platz einnehmen: jene Liebe, die uns im Licht des Gekreuzigten das Angesicht Jesu im Armen, im Schwachen, im Leidenden erkennen läßt. Das ist nur dann möglich, wenn das wahre Gesicht Jesu uns im Hören auf sein Wort, im inneren Zwiegespräch, im Eintreten in dieses Wort vertraut geworden ist, so daß wir ihm wirklich begegnen, und natürlich im Geheimnis der Eucharistie. Im Evangelium des hl. Lukas ist der Abschnitt der beiden Emmausjünger bedeutsam, die Jesus erkannten, als er das Brot brach – aber vorbereitet durch den gemeinsamen Weg mit ihm, vorbereitet durch die an ihn gerichtete Einladung, bei ihnen zu bleiben, vorbereitet durch  das Gespräch, das ihnen das Herz brennen ließ; so sehen sie am Ende Jesus. Auch für uns ist die Eucharistie die große Schule, in der wir lernen, das Angesicht Gottes zu sehen, in der wir in innige Beziehung zu ihm treten und gleichzeitig lernen, den Blick auf das Ende der Geschichte zu richten, wenn er uns mit dem Licht seines Angesichts sättigen wird. Auf Erden gehen wir auf diese Fülle zu, in der freudigen Erwartung, daß das Reich Gottes wirklich kommen möge. Danke.

* * *

Ganz herzlich grüße ich alle Brüder und Schwestern deutscher Sprache. Ich sagte schon: Wenn wir Gottes Antlitz sehen wollen, müssen wir Christus nachfolgen. Als Zeugen seiner Liebe wollen wir es tun. Der Heilige Geist schenke euch allen Frieden und wahre Freude.

_______

Quelle

SIND WIR ALLE „KINDER GOTTES“?

Logo_Kinderkirche

SIND WIR WIRKLICH ALLE KINDER GOTTES?

Ja und Nein. Es kommt ganz darauf an, was wir darunter verstehen.

Wir ALLE sind in dem Sinne „KINDER GOTTES“, als wir ALLE „GESCHÖPFE GOTTES“ sind. Wir sind alle hervorgegangen aus Gottes Schöpferhand. Wir sind alle BERUFEN, Kinder Gottes zu sein, d.h. unseren Schöpfer, unseren VATER zu erkennen, anzuerkennen, Ihn zu lieben und zu bekennen.

Wer ist unser Schöpfer, unser VATER?

GOTT ist unser aller Schöpfer und Vater.

WER aber ist GOTT?

NIEMAND in der ganzen Geschichte hat uns Menschen unseren SCHÖPFER und GOTT  und VATER so einmalig, so klar, SO EINSICHTIG WAHR, so glaubwürdig, so treffend und umfassend GEOFFENBART wie JESUS VON NAZARETH vor rund 2000 Jahren.

Und dieser JESUS VON NAZARETH hat Sein Zeugnis unanfechtbar gemacht durch Seine unerhörten, nie dagewesenen und von NIEMANDEM in eigenem Namen wiederholbaren WUNDERTATEN.

Und mit diesen unnachahmbaren und unüberbietbaren WUNDERWERKEN hat Er VOR ALLEN MENSCHEN bewiesen, dass Er mehr ist als ein Mensch wie wir. Er hat von Sich bezeugt, dass Er der SOHN GOTTES ist und dass ER GOTT IST WIE SEI VATER. Und dieses sein Zeugnis ist BEI GUTEM WILLEN UNANFECHTBAR.

Wer immer darum von diesem über ALLE hinausragenden ZEUGEN GOTTES alles WESENTLICHE erfahren und erkannt hat und SEINE LEHRE annimmt und befolgt, wird und ist EIN WAHRES, LEBENDIGES KIND GOTTES.

Wer hingegen trotz ausreichendem Wissen und Erkennen JESUS CHRISTUS nicht als GOTTES SOHN, als MENSCH UND GOTT, als RETTER und ERLÖSER anerkennt, kann sich (bis zu seiner Bekehrung) nicht LEBENDIGES KIND GOTTES nennen und kann von den WAHREN KINDERN GOTTES nicht als solches gesehen und anerkannt werden.

P. O. Schenker

_______

Siehe auch:

Der „Bischof von Rom“: „GOTT ist WESENSGLEICH mit uns.“

Aussagen „Franziskus des Ersten“ bei der Morgenmesse im Haus Santa Marta an seinem 77. Geburtstag, am 17.12.2013:

Und Jesus ist eines Wesens mit dem Vater, Gott, aber auch eines Wesens mit der Mutter, einer Frau.

Gott ist wesensgleich mit uns. Er macht Geschichte mit uns. Mehr noch: Wenn Gott sagen will, wer er ist, sagt er: „Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.“ Aber welchen Familiennamen hat Gott? Unseren. Den von jedem von uns.

Er nimmt unsere Namen und macht daraus seinen Familiennamen. Ich bin der Gott von Peter, von Marietta, von Armony, von Marisa, von Simone, von allen! Der Familienname Gottes ist jeder von uns.

Ich bin gespannt, was die Leser meines Blogs dazu zu sagen haben!

Ratschlag: Lesen Sie vorher einmal ganz aufmerksam das „Athanasische Glaubensbekenntnis“!

Der Gott der Christen, Moslems und Juden – wie ihn Johannes Paul II. verkündete

Dokumentation zum Pontifikat von Papst Johannes Paul II.

Ansprache Johannes Pauls II. an die katholische Gemeinde in Ankara, 29. November 1979

Wir Christen sind keine Polytheisten; wir glauben nicht an 3 Götter, wie es uns der Islam unterstellt.

„Wir glauben an den EINEN Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, EINES WESENS mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.“

Es geht hier um die „innertrinitarische Zeugung“, die EWIG ist, die von uns Menschen her gesehen, „vor aller Zeit“ stattfand, aber keinen „Zeitpunkt“, keinen „Anfang“ kennt, die zum WESEN Gottes gehört, wie andere Eigenschaften Gottes. Der christliche Gott ist eben DREI-faltig, DREI-personal, aber dennoch absolut WESENS-EINS! Wir glauben nicht an „drei Götter“, wie uns der Islam unterstellt. Gott-Vater hat nicht einen Gott-Sohn, also einen Gott außer ihm, einen zweiten Gott, gezeugt und geboren, sondern der EINE GOTT, der immerzu den Ihm wesenseinen SOHN IN SICH zeugt, hat in der Zeit die Menschheit Seines Sohnes aus Maria, der Jungfrau, gezeugt; der SOHN GOTTES hat aus ihr die Menschennatur angenommen. Das ist die Mensch-Werdung Gottes. Von da ab ist der dreipersönliche EINE GOTT unwiderruflich GOTT-MENSCH in Seinem SOHN, der zweiten göttlichen Person, nunmehr für ewig GOTT UND MENSCH JESUS-CHRISTUS (in „hypostatischer Union“). Der Dreieine ist also ungezeugt, weil von Ewigkeit der Seiende. Er hat keinen Anfang und kein Ende. Und auch die drei Personen (in dem EINEN Gott) haben keinen Anfang und kein Ende. Gott Vater hat nie angefangen und wird nie aufhören. Gott Sohn hat nie begonnen, ist von Ewigkeit her, aber immer vom Vater gezeugt, schon „vor aller Zeit“. Und auch der Heilige Geist hat nie angefangen und wird nie enden, ist gleich ewig wie Vater und Sohn, ist aber ewig hervorgehend aus dem Vater und dem Sohne zugleich. Der Ewig-Ungezeugte ist der Ewig-Zeugende. Und das ist absolut kein Widerspruch. Nur Un-Einsicht kann das meinen und behaupten. Auch die Schöpfung ist ja eine Zeugung des Ungezeugten.

Der Islam ist (also) nur vermeintlich „klarer und reiner und schöner“, weil er all das, was göttliche, ÜBERNATÜRLICHE Klarheit und Reinheit und Schönheit ist, von sich fern hält und auf eine fleischliche, sinnliche, rein-natürliche, menschlich-willkürliche „Religion“ reduziert.
Wir bekennenden Christen sind nicht aus Hass und Neid GEGEN den Islam, sondern AUS LIEBE gegenüber GOTT und Seinen Menschen, auch den irrenden Muslimen! Was GOTT durch Seinen Sohn, den alleinigen Retter und Erlöser, zu den Menschen sagt, gilt auch für die irregeleiteten und so hartnäckig verschlossenen Muslime. Über sie, die Gläubigen des Islams, wollen wir nichts Schlechtes sagen. Da gibt es auch viele menschlich Gutmeinende, Rechtschaffene, Freundliche, Friedliebende, unschuldig Unwissende. Wir haben also durchaus Achtung vor den Muslimen als Gottes Geschöpfe wie wir und von Gott dazu Bestimmte, das ewige Heil durch und in Jesus Christus zu erlangen. Aber wir haben KEINE Achtung vor und Hochschätzung für den Islam als Religion, als Lehre, als Weltanschauung, als Lebenspraxis.

Der Koran ist nicht von Mohammed niedergeschrieben worden. Er ist ja auch ganz unlogisch der Surenlänge nach statt chronologisch und damit unzusammenhängend geordnet. Aber er enthält das von Mohammed Gelehrte. Er enthält das Wesentliche seiner „Inspirationen“.

Die Gewaltanwendung im Islam gilt absolut nicht nur „für die Verteidigung im Krieg“, außer man betrachtet ALLES als „Verteidigung im Krieg“ was physische und geistige „Verteidigung“ und „Ausbreitung“ des Islams ist. Ich empfehle dazu einen Einblick in den Blog: http://www.jihadwatch.org/ bezüglich der Behauptungen: „Der Islam kennt keine Gewalt“. „Der Islam ist friedliebend“. „Der Islam ist tolerant.“ etc.

Glauben die Monotheisten alle an den gleichen Gott?

Wir haben ALLE den GLEICHEN Gott, weil es ja (objektiv) nur EINEN Gott gibt. Und insofern Menschen an einen EINZIGEN Gott AUFRICHTIG glauben, WOLLEN sie zu diesem alleinigen Gott beten. Aber da sich dieser eine GOTT den Menschen in einer ganz konkreten Weise geoffenbart, zu erkennen gegeben hat, mit genauen Anweisungen, was von IHM zu glauben ist und was zu TUN ist, um IHM zu gefallen, kann derjenige sich nicht zu den WAHREN Gläubigen zählen, der DIESE göttliche Offenbarung ablehnt, bzw. DIESE nicht als GANZES annimmt. Juden, Muslime und Christen (als „Monotheisten“, um jetzt einmal nur von diesen zu reden) glauben alle an „den EINEN“ Gott. Aber sie haben nicht nur ein völlig unterschiedliches Gottes-BILD, sondern absolut gegensätzliche, widersprüchliche Glaubens-LEHREN. Es ist doch klar, dass NUR EINE von diesen drei Religionen DIE Wahrheit besitzen, bzw. „verkörpern“ kann. Und nach unserer Überzeugung ist es die CHRISTLICHE. Das impliziert, dass die oppositionellen Lehren falsch und unwahr und damit ungöttlich, ja wider-göttlich sind. GOTT kann nicht mit Sich Selber im Widerspruch sein; Er kann sich nicht auf GEGEN-SÄTZLICHE Weise kundtun; Er kann nicht wollen, dass Er auf gegensätzliche Weise er-kannt und be-kannt wird. Sonst hätte Er Sich nicht zu offenbaren brauchen. Wenn wir also abstrahieren von allem, was der wahre Gott über Sich Selbst ausgesagt hat, dann können wir sagen, wir hätten alle den gleichen „Gott“. Aber nur dann. Für uns CHRISTEN ist das ZENTRALE der ganzen Gottes-Offenbarung aber, dass GOTT MENSCH GEWORDEN IST IN JESUS CHRISTUS, dass Jesus Christus GOTT ist, ja dass Jesus Christus DIE GANZE GOTTHEIT IST. („Ich und der Vater sind EINS.“ „Wer Mich sieht, sieht den Vater“.) Für die Anhänger der islamischen Religion ist dieser Glaube eine Gotteslästerung. Folglich können, dürfen wir nicht sagen und glauben, wir hätten den selben Gott, wenn wir von unserem Verhältnis zu Gott, von unserem Verständnis von Gott als Gläubige sprechen.

JESUS CHRISTUS: ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN

Holy Trinity

Jesus sagte zu ihm (Thomas): „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich.“ (Johannes 14,6)
„Mir ist von Meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.“ (Matthäus, 11, 27; vgl. Lukas 10, 22)
Jesus antwortete ihm (Philippus): „Schon so lange bin Ich bei euch und du hast Mich nicht erkannt, Philippus? Wer Mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass Ich im Vater bin und dass der Vater in Mir ist? Die Worte, die Ich zu euch sage, habe Ich nicht aus Mir selbst. Der Vater, der in Mir bleibt, vollbringt Seine Werke. Glaubt Mir doch, dass Ich im Vater bin und dass der Vater in Mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! (Johannes 14, 9-11; vgl. Johannes 17, 21 und Johannes 10, 38)
„Ich bin die Tür; wer durch Mich hineingeht, wird gerettet werden.“ (Johannes 10, 9)
Da umringten Ihn die Juden und fragten Ihn: Wie lange noch willst Du uns hinhalten? Wenn Du der Messias bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: „Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die Ich im Namen Meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für Mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu Meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf Meine Stimme; Ich kenne sie und sie folgen Mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie Meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie Mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand Meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.“ (Johannes 10, 24-30)